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Liebesbrief an denAnderen

Weil es offenbar Leute gab, die meinen letzten Liebesbrief nicht völlig misslungen fanden und weil ich mich gerade lang und breit zu diesem neuen Thema ausgelassen habe, will ich euch einfach mit noch einem solchen Stück belästigen.

Schreiend durch die Bude laufen und mit den Armen wedeln ist erlaubt… ;-D

*****

Lieber ‚Kritiker‘

(oder sagen wir lieber Feedback-Geber, denn deine Kritiken enthalten ja oftmals wenig Kritik, weswegen Kritik als Bezeichnung für sie ziemlich deplatziert wirkt… Deswegen stehst du ja auch in Tüttelchen.

)

Du beehrst mich nun seit meiner ersten Geschichte mit Kommentaren. Nicht zu jedem meiner Ergüsse, aber scheinbar doch manchmal wiederkehrend.

Zunächst einmal möchte ich dir dafür danken, denn das gehört sich nicht nur so, sondern ist auch tatsächlich so gemeint!

Was ich – vor allem in der jüngeren Vergangenheit – an Feedback bekomme, ist sehr ermutigend. Und deswegen ist es wertvoll für mich.

Nicht unbedingt, weil ich sonst gar nicht den Drang hätte, weiter zu schreiben. Das täte ich auch so, denn dieser Drang ist einfach zu stark.

Aber so merke ich immerhin, dass meine Geschichten jemandem gefallen. Und dass ich sie dementsprechend nicht ausschließlich für mich allein schreibe.

Manche Leute haben sich kritisch darüber geäußert, dass du insgesamt schon fast zu sehr lobhudelst. Keine schlechten Haare in meinen Suppen.

Keine Kritik an meinen Flüchtigkeitsfehlern. Keine Hinweise auf stilistische oder inhaltlich Fehler.

‚Lobkartelle‘ sind ein Begriff, der aufgekommen ist.

„Pah!“, sage ich.

Ich bekomme von dir schließlich immer wieder Hinweise auf Dinge, die dir aufgefallen sind und auch auf Dinge, die du dir anders gewünscht hättest. Nur eben immer zwischen einigen positiven Dingen versteckt.

Und dass dein genereller Tenor manchmal richtig überschwänglich begeistert ist, treibt mir zwar ein klein wenig Rouge auf die Wangen, aber ich werde dich dafür bestimmt nicht zurechtweisen.

Denn darum geht es hier ja: Geschichten zu posten, die dir gefallen und in denen du dich verlieren kannst.

Was du mir an Feedback gibst, ist für mich wertvoll, weil es sich im Tenor mit einer positiven Stimmung befindet, die deine Geschichte ausgelöst hat.

Du wirst mein Ego nicht zum Platzen bringen oder mich vom Teppich abheben lassen, weil ich bereits ein völlig übersteigertes Selbstwertgefühl habe und schon lange nicht mehr auf dem Boden stehe.

Ich schwebe schon seit beinahe anderthalb Jahrzehnten immer weiter oben.

Was du mir aber bringst, sind Einblicke aus deiner ganz persönlichen perspektive. Und zwar als jemand, der die Geschichte bereits mag, sich aber hier oder da noch eine kleine Veränderung oder Verfeinerung vorstellen könnte. Und das ist Stoff, über den ich gerne nachdenke.

Meinethalben kannst du bleiben, wie du bist.

Du kannst mir auch ruhig mal sagen, dass dir eine Geschichte nicht so gut gefallen hat.

Immerhin finde ich Ehrlichkeit wirklich toll.

Bei dir weiß ich, dass du dabei keine versteckten Angriffe einbauen wirst und deswegen ist das okay. Ich bedauere das dann und wir beide wissen, dass eine andere Geschichte wieder besser passen wird.

Lass dir niemals einreden, deine Äußerungen wären einseitig und wertlos, denn jeder Autor kann dir aus tiefstem Herzen das Gegenteil bestätigen, wenn er kein absoluter Masochist ist.

Es ist nun einmal so, dass jeder Schreiber entweder schreibt, um zu provozieren (und das ist ja nun wirklich schwer in diesem, meinem Genre) oder um zu gefallen. Und natürlich hört man unheimlich gerne, dass man Erfolg hatte.

Also ernsthaft:

Ich danke dir und ich bin froh, dass es dich gibt!

*****

Lieber Kritiker

Ja.

Du liest richtig. Keine Tüttelchen hier.

Du bist derjenige, der sich redlich bemüht, mir aufzuzeigen, wo ich Fehler mache und was ich besser machen könnte. Und ich werde ganz bestimmt niemals dein Recht angreifen, diese Sichtweise zu präsentieren. Ich würde es sogar mit Gewalt verteidigen.

Ich bin dir dankbar, wenn du mich auf Schwächen hinweist. Und viele deiner Äußerungen helfen mir weiter. Zumindest wenn ich lange genug über sie nachgedacht habe, denn ich bin ein alter Hund, der nicht so schnell neue Tricks lernt.

Der Grund, weswegen du einen eigenen Liebesbrief erhältst, ist zweigeteilt:

Zum einen passen viele der Aussagen zu den lobenden Feedback-Gebern nicht auf dich. Du bist gehst nämlich differenzierter an die Sache heran und legst deinen Fokus auf meine Schwächen und Fehler.

Und zum anderen ist es einfach so, dass du dich ziemlich oft im Ton vergreifst.

Ich würde das gerne weniger stumpf ausdrücken, aber es ist nun einmal so.

Und ich bin aufgrund von über dreieinhalb Jahrzehnten mit mir selbst ganz einfach allergisch dagegen.

Isso. Punkt.

Dein Standpunkt als ‚objektiver‘ Kritiker wird oft verteidigt. Und manche der Argumente sind stichhaltig.

Aber irgendwie kommen wir trotzdem oft nicht auf einen grünen Zweig. Und ich für meinen Teil sehe den Grund dafür in drei Umständen.

Zunächst mal gibt es keine objektive Kritik.

Selbst ein Computer ist nur so objektiv, wie die Kriterien, die er zu einer Bewertung heranzieht. Und die sind von Menschen vorgegeben, die nun einmal nicht objektiv sein können.

Wenn du also aus dieser scheinbaren Objektivität heraus etwas harsch aburteilst, benutzt du (wiederum in meinen Augen) nur den Schutzschild der angeblichen Objektivität dazu, dich abfällig ausdrücken zu dürfen. Und zwar über etwas, was dir nicht gefallen hat.

Versteh das nicht falsch: Einige deiner Aussagen sind hieb- und stichfest.

Schreibfehler sind Schreibfehler und so weiter. Aber insgesamt begegne ich einfach meistens Kritiken, die aussagen, dass meine Geschichten minderwertig sind, weil ‚füge beliebiges subjektives und geschmacksbasierendes Argument hier ein‚.

Dann haben wir da den Aspekt der ‚Konstruktivität‘.

Man sagt ja, dass eine Kritik dann konstruktiv ist, wenn sie dem Empfänger weiterhelfen kann und nicht einfach nur ein Verriss ist. Aber dabei wird immer schon außen vor gelassen, wie wichtig das Papier ist, auf dem die Kritik übermittelt wird.

Und falls jemandem diese Metapher zu hoch sein sollte: Damit ist der Tonfall gemeint. Der macht nämlich die Musik.

Wenn also jemand mir wirklich weiterhelfen will und das nicht nur vorschiebt, weil er rummotzen möchte, dann klingt das in etwa so: ‚Wenn du in dem Bereich deiner Geschichte mehr von dieser oder jener Stimmung erzeugst, dann verstärkt sich derundder Effekt, von dem ich annehme, dass du ihn erzeugen willst.

Im Gegensatz zu: ‚In dem Bereich deiner Geschichte hast du völlig versagt, was den offenbar gewünschten Effekt angeht. ‚

Auch hier wieder, um Missverständnissen vorzubeugen: Es ist völlig in Ordnung zu mir zu sagen, dass die Stimmung oder die Geschichte oder meine Wortwahl oder wasauchimmer bei dir nicht gezogen hat. Ich werde never, ever in the Geschichte of Antworting jemandem vorschreiben, was er zu empfinden hat und ob jemandem etwas gefallen muss.

Wenn’s dir nicht gefällt, dann tut mir das leid. Aber es ist eben auch nicht zu ändern. Und es wird mit fast absoluter Sicherheit zumindest nicht nur an ‚Fehlern‘ liegen, die ich mache, sondern vor allem an deinem persönlichen Geschmack.

Also… Sag das auch so!

Das dritte Ding ist der schon kurz angerissene Tonfall selbst.

Irgendwie hat sich scheinbar der Irrglaube eingebürgert, dass man etwas unter dem Label Kritik auch schon dreist und beleidigend und gespickt mit Provokationen rüberbringen muss.

Für Theaterkritiker mag das auch richtig sein, denn die schreiben schließlich ihre Sachen für eine Zeitung und es soll einen Unterhaltungsfaktor geben. Aber in den Dialog mit den Verantwortlichen für das Stück treten sie nicht.

Und bei Literaturkritikern ist es ebenso. Die gehen nämlich nicht zum Autoren und reden mit dem, sondern plakatieren die Wände mit ihren Verrissen. Sie kritisieren für alle anderen und nicht für den Autoren.

Und ein Verriss verkauft sich halt immer besser, als ein Lob.

Und außerdem wird ein seltenes Lob durch seine Seltenheit aufgewertet und man macht sich damit zu einer Instanz, was die Meinungsbildung angeht. Komischer Prozess, der was mit Psychologie zu tun hat, aber funktioniert…

Das Ding ist: Wenn du mit mir redest, dann zieht das nicht.

Wenn du mir einen Kommentar schreibst, dann redest du nämlich mit mir.

Wenn du den Kritiker im oben umschriebenen Sinn spielen willst, musst du einen Blog aufmachen und dort zum Selbstzweck die Stories bei Lit beurteilen. Und man sucht dich dann auf, wenn man deine Meinung zu einem Stück haben will.

Was du hier tust, ist eher, dich mitten im Applaus bei der Uraufführung eines Stückes hinzustellen und mit einem Megaphon das Stück schlecht zu machen. Aber ohne das Risiko von einem der Zuschauer oder Schauspieler einen dafür auf die Nase zu bekommen, dass du nicht ohne Beleidigungen auskommst.

Mutig, mutig…

Wenn es also um das geht, was ich jetzt einfach mal als Verriss im beschriebenen Sinn bezeichnen will, reagiere ich allergisch. Und zwar meistens auf die Frechheiten, die sich da jemand herausnimmt.

Wenn du die Eier hast, mir solche Dinge ins Gesicht zu sagen, dann werde ich das mit einem gewissen Respekt vor deiner Aufrichtigkeit entlohnen.

Aber der Punkt ist, dass du dich hinter der Anonymität des Netzes versteckst und dabei Sachen ausspuckst, für die deine Mutter dir den Mund mit Seife ausgewaschen hätte.

Oder zumindest hätte sie das tun sollen.

Wenn ich also patzig werde, dann hat das nichts mit meiner Unfähigkeit zu tun, Kritik anzunehmen.

Ich tue mich nicht immer leicht damit, aber in einem vernünftigen Gespräch mit vernünftigen Argumenten und einem vernünftigen Umgangston funktioniert das durchaus hervorragend.

Nur wenn sich einer schon hinstellt und nur Beleidigungen in den Wald hinausposaunt, nehme ich mir heraus, dem Echo das Kaliber 9mm zu geben.

Und ganz nebenbei: Beleidigungen müssen nicht immer explizit sein.

Mancher mag die Augen verdrehen, wenn ich schon wieder von impliziten Beleidigungen anfange, aber da ich nun einmal ein schlaues Kerlchen bin, bemerke ich die eben leider auch.

‚Du bist doof‘ ist demnach durchaus gleichzusetzen mit ‚Solche Formulierungen verwenden nur Idioten‘.

Wenn es also in diese Richtung geht, diskutiere ich durchaus noch mit der betreffenden Person.

Aber nicht mehr über die Geschichte. Und wer das versteht, kommt prima mit mir klar.

Ich erwarte nur ein Mindestmaß an Höflichkeit und behaupte, dass ich die auch im Vorschuss gebe. Erst wenn man mir oft genug quer kommt, stelle ich das ein und reagiere in der Weise, in der man mir da begegnet.

Sag mir deine Meinung, lieber Kritiker. Selbst wenn du meine Geschichte absolut scheiße fandest, ist das eine Meinung, mit der ich leben kann.

Aber wenn du versuchst, mir schlau aufzuzeigen, wieso ich als der Autor meiner Geschichten ja auch nur scheiße sein kann, dann hast du mich, wo du mich offenbar haben willst: Irgendwo auf halbem Weg auf der Palme oder auch ganz schnell ganz oben.

Und wenn schon nichts anderes, dann ist das doch zumindest ein klarer Indikator für mich, wie ich in Zukunft mit dir umzugehen habe und wer von uns beiden nun wirklich scheiße ist.

Rede mit mir oder rede gegen die Wand, lieber Kritiker. Du kannst das frei entscheiden und ich werde mich darauf einstellen.

*****

So.

Und nun genug von dem Scheiß mit der Scheiße.

Wer hieraus etwas für sich schöpfen kann, hat meinen Segen und wer sich an die Stirn tippen möchte, weil ich komische, archaische Ansprüche an die zwischenmenschliche Kommunikation habe, ebenfalls.

Der Zweck dieses Liebesbriefes ist einfach pure Selbstdarstellung und nicht mehr. So kann ich von nun an darauf verweisen, dass ich schon einmal erklärt habe, wieso ich auf gewisse Dinge in gewisser Weise reagiere.

Wer sich angefasst fühlen will, hat meinen Segen. Und letztlich wahrscheinlich auch einen Grund dafür.

In diesem Sinne: Einen TRAUMHAFTEN Tag noch.

;-P.

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UFO

Hallo ihr Lieben. Wünsche euch ein schönes

Weihnachtsfest und einen guten Rutsch.

Wenn ihr lieb seid, dann lade ich euch eine

Fortsetzung dieser Story hoch, in der es dann auch zu ´heißen Szenen´ kommen wird.

Wer eine fickificki-Geschichte erwartet, der liegt hier falsch. Wer meine Schreibe ein wenig kennt, wird sich aber wohl amüsieren. Das ist mein Ansinnen. Viel Spaß.

Euer Andy43.

*

Oralee bahnte sich einen Weg durch das Dickicht. Sie schaute auf ihre Uhr. Oh Gott, gleich Mitternacht, dachte sie gehetzt und wandte ihren Blick hinauf zum Mond, der sein rundes Gesicht hin und wieder zwischen den Wolken zeigte und sein fahles Licht für kurze, helle Momente auf die Baumkronen legte. Sie wischte sich den Schweiß von der Stirn.

Irgendwo muss die Lichtung doch sein, fragte sie sich und spähte durch das Unterholz.

Sie war eine ausgezeichnete Wahrsagerin, wenn sie es auch mit der Wahrheit nicht immer so genau nahm. Die meisten Menschen, die zu ihr kamen, waren Frauen. Männer kamen nur, wenn es um Frauen ging. Den Frauen ging es immer um sich selbst. Wie auch Oralee. Aber sie machte sich deswegen kein schlechtes Gewissen, schließlich kosteten zehn Minuten nur zwanzig Mäuse. Das zahlten die Meisten locker aus ihrer Haushaltskasse und letztlich hatte sie ja auch ihre Kosten.

Die Investition in ihre Glaskugel und dem Zigeuneroutfit, das sie in einem Secondhandshop für Theaterrequisiten erworben hatte, war schon nach den ersten Sitzungen bezahlt und die weiteren Einkünfte waren so verschwindend gering, dass sie getrost unter den Tisch fallen konnten, ohne Steuern, war Oralee’s Devise. Schließlich ging es ihr nicht um das Geld anderer Leute. Sie war eine gute Fabulantin und wollte den Menschen etwas geben. Sie nannte es Hoffnung. So gingen die Frauen nach Oralee’s Blick in die zukunftsträchtigen Sterne, mit einem wohligen Gefühl wieder nach Hause.

Oralee’s Problem bestand nur darin, dass das ganze Glaskugelbeschwören ausschließlich bei anderen Menschen funktionierte. Nicht bei ihr. Bis zu dieser Nacht, in der alles anders wurde.

Oralee lebte alleine. Zwei Männer hatte sie geehelicht, die alle unvorhersehbar gestorben waren. Sie war eine schlechte Köchin. Das hieß, sie kochte nicht nach den einschlägig bekannten Grundsätzen gesunder Ernährung, die vom Gesundheitsministerium oder bekannten Krankenkassen veröffentlicht wurden. Von Nährwerttabellen hielt sie nicht viel.

Auch nicht von den Statistiken, die sich mit ernährungsbedingten Krankheiten beschäftigten. Wie gesagt, sie hielt nichts von Tabellen. Von Weightwatchers ebenso wenig. So kochte sie nach Gefühl. Viel Gefühl. Ihre Männer fühlten sich auch mit der Zeit so an. Jetzt nicht mehr. Oralee achtete jedoch auf ihre Figur.

Das Zigeuneroutfit hatte zehn Sitzungen gekostet. Es war das einzige in Größe achtundvierzig gewesen. Eine Rarität. Ja, sie achtete sorgsam auf ihr Gewicht.

Ihr Gewicht war es auch, das sie mehr als einmal zum Verschnaufen zwang, auf dem Weg zur Lichtung, durch den dichten Wald, in die Nähe einer Scheune, die sie in der Glaskugel gesehen hatte, gestern Nacht, als sie wieder davor gesessen war, kontemplativ, bei einer Flasche Rotwein, Lebkuchen kauend, um einen verzweifelten Blick in ihre eigene Zukunft zu werfen.

Gestern Nacht war es dann geschehen. Sie hatte sich konzentriert, immer wieder daran gedacht, es sich herbei gesehnt, mit beschwörenden Worten herbei gemurmelt.

Aller guten Dinge sind drei, hatte sie gesagt und wie in Trance an einen neuen Prinzen gedacht, einen Mann, für den sie alles tun würde, auch kochen. Dass sie mit der Kugel in der Nähe ihres künstlichen und somit ganzjährigen Tannenbaumes saß, unter der ihr letzter Mann einst die kleine Krippe platziert hatte, unter dem Stern, mit seinem langen Schweif, war ihr im flackernden Kerzenschein völlig entgangen. Ihre Sehnsucht nach einem neuen Weggefährten, der die Hosen, Hemden, Mäntel und Hüte auftragen könnte, die sie seit dem Verlust von Eugenio, ihrem Letzten, frisch gebügelt, im Schrank eingemottet und in Hutschachteln mumifiziert aufbewahrte, war so groß, dass ihre weinselige Wahrnehmung sie in die Irre geführt hatte.

Sie hielt sich erschöpft an einer Tanne fest und stierte nach Atem ringend in den dichten Wald. Ein wohlig schauriges Gefühl war in ihren Unterleib gekrochen, gestern Nacht, während der privaten Sitzung. Ein Gefühl, dass sie zelebrieren musste, heute Nacht, mit sich, unter dem Sternenhimmel. Ja, sie wusste genau, was sie zu tun habe auf der Lichtung, das fühlte sie und sie verließ sich auf ihre Gefühle. Es war ihr nur ein erinnertes Gefühl und doch so wirklich.

Der Mond brach mit seinem Licht durch die Wolkendecke und legte ein leuchtendes Hellgrau auf die Wipfel der Bäume. Oralee blickte zwischen den Tannenzweigen hindurch und traute ihren Augen nicht, als sie eine kleine, lichte, graugrüne Oase zwischen den Stämmen entdeckte. Ungestüm bog sie ein paar Zweige zu Seite und stapfte auf die kleine Lichtung zu. Sie ging bis in die Mitte und schaute sich um. In einem Winkel nahe der gegenüberliegenden Bäume, erblickte sie eine Futterstelle für Rotwild, die mit Futterkrippen ausgestattet war, über die auf schmalen Pfählen, kleine Holzschindeldächer angebracht waren.

Ja, so hat es mir die Glaskugel geoffenbart. Die kleine Scheune, der Tannenwald, die Lichtung, dachte Oralee, alles fügt sich, fehlt nur noch der helle Schweif. Sie lächelte hoffnungsvoll und schaute gen Himmel.

Sie nahm den großen, rotbraunen, mit schwarzen Runen bestickten Schal, den sie um den Hals trug, drapierte ihn auf das nebelfeuchte Gras und legte sich darauf. Sie schaute andächtig in den wolkenverhangenen Himmel, der sich nunmehr wie von Geisterhand öffnete und ihr einen Blick auf den Sternenhimmel schenkte.

Oralee schaute angestrengt auf ihre Uhr. Eine Minute vor Mitternacht. Sie legte eine Hand auf ihre Brust, die andere zwischen ihre Beine und dachte an den Prinzen. Mit weit geöffneten Augen verwandelte sie ihre Sehnsucht in ein leises, erogenes Wimmern, das sich in die stille Nacht verlor. Sie dachte an Eugenio, an sein letztes Aufbäumen, an den Tag, an dem er zum letzten Mal den künstlichen Weihnachtsbaum auf stellte. An die kleine Krippe, deren Figuren er, mit viel Liebe zum Detail, aus Alraunenwurzeln geschnitzt hatte.

Das war vor vier Jahren. Ja, er war ein guter Mann, ein Künstler. Sie waren beide füreinander geschaffen. Niemand konnte Tote so lebendig wirken lassen und bei Beerdigungen so andächtig trauern. Er war einst Bestatter und bekleidete nebenbei ein hohes Amt im Rat der Stadt. Es ging ihm, wie auch Oralee, nie ums Geld.

Oralee fühlte allmählich ihre Wollust aufwallen, die mehr und mehr ihren Körper in Besitz nahm. Sie wühlte in ihrem Dekolletee, nestelte an ihrer Scham und vernahm im selben Moment, als alle Dämme brachen, ein grelles Licht, das mit ohrenbetäubenden Pfeifen über die Lichtung schoss, mit einem dumpfen Krachen hinter den Bäumen in den Boden schlug und die Erde erzittern ließ.

Oralee stemmte sich ruckartig auf und schaute dem feurigen Schweif hinterher, der wie ein Fingerzeig des Schicksals schien und über ihr einen rauchigen Kondensstreifen am funkelnden Sternenhimmel hinterließ.

Oralee saß wie versteinert auf ihrem Runenschal. Sie hatte mit allem gerechnet, mit einer flüchtigen Sternschnuppe allerhöchsten. Aber das hier war mehr als sie sich zu wünschen wagte. Was dort auf die Erde gefallen sein musste, war so gewichtig wie ihre inbrünstige Sehnsucht, mächtiger, als jeder Sternschnuppenwunsch.

Sie rappelte sich hoch, griff nach ihrem allerliebsten Runenschal, legte ihn sich schützend um und schaute angestrengt durch die Bäume. Ein rotgelbes, flackerndes Licht züngelte zwischen ihnen empor, legte sich wie ein magisches Wetterleuchten über die Baumkronen und verwandelte den Einschlagpunkt in einen Ort himmlischer Offenbarung.

Oralee stand auf, machte zunächst ein paar zögerliche Schritte in Richtung Feuerschein, wurde dann aber mutiger in der aufkeimenden Gewissheit, dass sich dieses Mysterium nur für sie ereignet haben musste, raffte ihr Kleid mit den Händen hoch und rannte, so gut es ihr Zigeuneroutfit zu ließ, auf jene Stelle zu, wo sie den glühenden Himmelsboten vermutete.

Sie kämpfte sich durchs Unterholz und stand schließlich an einem dampfenden Krater, in dem ein kugelförmiges, grauschwarz schimmerndes, kosmisches Objekt steckte, aus dem es rumorend an ihre Ohren klang. Sie erschrak, als sich ein glänzend weißes Licht auftat, eine Gestalt dem Objekt entstieg und sich umschaute. Das zürnende Gezeter der Gestalt war nicht zu überhören und erinnerte Oralee an so manche Telefonate, die Eugenio in seinem kleinen Büro zu Hause führte, wenn er mit dem Bauordnungsamt telefonierte, wegen der kleinen Terrasse, die er gutgläubig auf der an ihr Haus angrenzenden Garage vor seinem kleinen Büro im Obergeschoss hatte anlegen lassen, mit Blick auf den Friedhof.

Oralee saß oft dort und schaute zu ihm hinüber, wenn ihr wehmütig war.

Eugenio hatte es nur für sie getan, für später. Er war schon immer uneigennützig, ja, selbstlos gewesen und hatte sich, wie in allem was er tat, ihr und den übrigen Mitmenschen gegenüber generös gezeigt. Es ging ihm nie ums Geld, nur den anderen. So genehmigte ihm das Bauamt wegen seiner Liebesbezeugung die unbedeutend kleine Terrasse im Nachhinein.

Aus Mitgefühl und weil sie sein freundliches Entgegenkommen mochten. Ja, er war beliebt.

Jesus hat dich zu früh zu sich gerufen, dachte sie dann oft und seufzte herzzerreißend, wenn sie dort saß und auf den Friedhof schaute. Es waren die chinesischen Fettwegpillen, die ihm auf seine Gesundheit geschlagen waren. Ein Schlaganfall hatte Eugenio hinweg gerafft, während sie einen Sarg hinab ließen. Er stürzte dabei in die Grube und schlug mit dem Kopf auf den Messingkorpus des Gekreuzigten, der auf jenen Sargdeckel genagelt war.

‚Hirnblutung‘ stand auf dem Totenschein. Es war wohl ein Kompromiss. Woran der zu bestattende gestorben war, wusste Oralee allerdings nicht. Sie tröstete sich mit dem Gedanken, dass es nur wenigen Menschen vergönnt sei, in Ausübung ihrer Leidenschaft, ihrer Künste sozusagen, den letzten Atemzug zu hauchen. Eugenio war einer von diesen glücklichen Verstorbenen, jenen Engel gleichen, die mit einem letzten Lächeln auf den Lippen dahinscheiden dürfen, um mit solcher Gnade versehen vor ihren Schöpfer zu treten, da war sie sich sicher.

Uznik schaute sich um.

„So eine Scheiße“, fluchte er. „Man kriegt nur Schrott unter den Arsch und soll Qualität abliefern!“

Er schaute sich um und versuchte sich zu orientieren. Sein Blick blieb an einer dunklen Silhouette hängen, die so gar nicht zu den schlanken Tannen zu passen schien, die im glimmenden Schein des nieder gegangenen Vermessungsgleiters leuchteten.

Auch das noch, dachte Uznik, ein Humanoid.

Er wusste als interstellarer Planetenvermesser dritten Grades genau, in welchem Quadranten er sich befand, lud aus der Datenbank die entsprechenden Sprachroutinen in den Übersetzer, welcher mit seinem Helm verbunden war und stellte seinen Kommunikator auf eine passende, terrestrische Sprachfrequenz. Das Problem war nur, dass die Datenbank schon relativ veraltet und mit Daten aus einschlägigen Radio und Fernsehprogrammen versehen war, welche man als hochgradig repräsentativ für diesen Raumsektor einstufte. Die Daten enthielten darüber hinaus Werbung und Nachrichten, welche das Außenministerium seines Heimatplaneten aus diesem interstellaren Raumkubus empfangen und ebendiese, nachdem sie durch die Zensur des IND – des Interstellaren Nachrichten Dienstes — gelaufen waren, als unverfänglich eingestuft und zur weiteren Verwendung frei gegeben worden waren.

Der IND war in letzter Zeit zu sehr mit der Innenpolitik seines Heimatplaneten beschäftigt, so dass eine zeitnahe Beschäftigung mit außerirdischen Lebensformen und möglichen Begegnungen mit solchen nicht auf dem Plan standen. So hatte sich der IND nach einer Gesetzesänderung innenpolitisch vereinnahmen lassen und wirkte nun mit vehementer Konsequenz auf die eigene Spezies ein. Der IND lauschte nunmehr nach innen. Uznik musste daher mit dem alten Datenmaterial vorlieb nehmen, zumal das Geld für neues Equipment und die nötige Weiterentwicklung fehlte.

Hinzu kam, dass das Außenministerium diesen Raumsektor für unterentwickelt und daher für unbedeutend hielt. Hier war nichts zu holen. Diesen Sektor galt es zu umfliegen, um auch Kontakte terrestrischerseits zu vermeiden. Schließlich wollte man auch nichts geben.

Uznik tippte gewissenhaft auf den kleinen Touchscreen seines Kommunikators, der an seinem Arm befestigt war und wählte eine Subroutine, die er für passend hielt. Schließlich handelte es sich um eine ernst zu nehmende, äußerst bedeutungsvolle, wenn auch ungewollte Begegnung zweier unterschiedlicher Lebensformen, die sich zum ersten Mal gegenüber standen.

Es sollte eine Gesprächseröffnung sein, die zu einer fruchtbaren und verheißungsvollen Zusammenarbeit führen sollte, da er schon mal hier war. Das Außenministerium legte größten Wert auf eine diplomatische Haltung gegenüber fremden Lebensformen und einen entsprechend neutralen Verhaltenskodex beim Zusammentreffen mit unbekannten, intelligenten Lebensformen, der strikt einzuhalten war.

Uznik drückte den Knopf. Nichts geschah. Das Display vor seinen Augen fror zu einem Stillleben. Ein Blue-screen erschien. ‚Fehler. Bitte neu starten. Wenden sie sich an den Systemadministrator‘.

„Ich kriege hier gleich ’ne Krise“, fluchte Uznik laut, und hämmerte verärgert mit einer Hand gegen seinen Helm.

„Viel Scheißdreck, für viel Geld!“

Oralee schaute entgeistert auf die Gestalt, die in dunklem Grün gekleidet, vor der hellen Öffnung der kosmischen Kugel stand, wild gestikulierte und dabei dumpfe, unverständliche Laute von sich gab.

Es dauerte ein paar Sekunden, bis der Kommunikator wieder hoch gefahren und die ausgesuchte Subroutine startklar war.

Uznik schaute in Richtung Gestalt, drehte den Kommunikator sicherheitshalber auf volle Lautstärke und drückte erneut den Knopf.

„Gehen wir zu dir oder zu mir“, klang es aus dem Kommunikator.

Uznik seufzte erleichtert. Das System zeigte ihm an, dass er die richtige Formulierung gefunden hatte. Eine Gesprächseröffnung, die alles offen ließ, aber dennoch eine Entscheidung herbei zwingen musste, die nur dem Zweck diente, ein respektvolles miteinander zu gewährleisten und auch in einer Weise, wie es das Außenministerium vorsah und der Zensur des IND entsprach.

Oralee schaute auf den im Boden steckenden Flugapparat und dann auf die Gestalt, die zu ihr hinüber sah.

Einerseits hatte sie fürchterliche Angst, andererseits dachte sie, dass dieses Wesen ja nur wegen ihr gekommen sei und sie nichts zu befürchten habe. Nur mit der Kommunikation schien es schwierig zu werden. Uznik stellte den Kommunikator auf ‚mithören‘.

„Wer bist du“, rief Orallee zaghaft.

Uznik schaute auf das Display. Sie fragt nach meinem Namen, sinnierte Uznik. Ist wohl auch angebracht sich erst einmal vorzustellen. Nur für die Übersetzung seines Namens gab es keinen adäquaten, terrestrischen Begriff in der Subroutine. Ich werde wohl improvisieren müssen, dachte Uznik. Ein paar Vorschläge scrollten über das Display, die lautmalerisch zu seinem Namen passen sollten. Er hörte sich einige an.

Uznik musste sich entscheiden.

‚Uschi‘ klingt zu feminin, dachte er.

Er ließ sich weitere Namen vom Kommunikator vorsprechen und entschied sich für einen männlich klingenden Namen. Dieser hier klang härter, fordernder, scharf wie eine Klinge und gab auch irgendwie einen Hinweis auf seine Herkunft, dem Sternbild Orion, den die hiesige Spezies wohl den Beinamen Osiris gegeben hatte. So stand es zumindest als Querverweis auf dem Display.

Uznik drückte den Knopf.

„Du kannst Ossi zu mir sagen“, klang es aus dem Kommunikator.

Oralee holte tief Luft.

„Hallo Ossi, herzlich willkommen“, rief Oralee mutig. „Ich bin Oralee und habe dich gerufen,“ fügte sie mit bebender Stimme hinzu.

Ossi ließ das Lernprogramm seines Kommunikators mitlaufen, um es an den Sprachgebrauch dieser Spezies zu gewöhnen. Ob es ein Männchen oder Weibchen war, darauf fehlte ihm noch jeglicher Hinweis.

Ossi hatte eine Idee.

Er suchte nach dem Oberbegriff ‚Sex‘,’Kopulation‘ und wählte eine Textsequenz unter ‚Nicht festgelegt‘, die dem Außenministerium im Falle einer unverfänglichen Geschlechtsbestimmung passend schien.

Ossi drückte den Knopf.

„Bist du lesbisch oder schwul? Ich bin schwul. „

Oralee runzelte die Stirn.

„Keines von beiden“, antwortete sie.

Ossi schaute konsterniert, als er die Antwort dieses Wesens auf dem Display las. Das war ein Dilemma. Keine eindeutige Aussage, die auf das Geschlecht dieses Humanoiden hinwies. Dem IND schien da etwas entgangen zu sein.

Scheiß Verein, dachte Ossi.

Er schaute auf seinen Vermessungsgleiter, der bis zur Hälfte im Boden steckte, schloss per Fernbedienung die Tür, sprang auf den Kraterrand und ging schließlich langsam auf das Wesen zu, das wie angewurzelt im Halbdunkel zwischen den Bäumen verharrte. Er wollte es nicht verschrecken.

Oralee fürchtete sich ein wenig, war aber Frau genug, um sich dieser Situation stellen zu wollen, denn schließlich hatte sie ihn gerufen.

Sie musste unwillkürlich an ihre Glaskugel denken, an das, was sie in ihr gesehen hatte. Alles schien sich so zu fügen und daher nahm sie ihr Schicksal an.

Ossi schaute durch sein Visier und musterte sie.

Dann prüfte er die Atmosphäre mit seinem Schnüffilator und klappte das Visier langsam hoch.

Er holte mit seinem Nasenloch tief Luft und suchte auf diesem Wege ihr Geschlecht zu wittern.

Eine Mischung aus Pheromonen, Moschus, Knoblauch und Mottenkugeln nahm Uznik wahr. Der Gestank war akzeptabel, brachte ihm aber keinen eindeutigen Hinweis.

Oralee schaute ihn neugierig an. Dunkle, große Augen, keine Nase, statt dessen nur ein kleines Loch und ein schmaler Schlitz darunter. Es war nicht gerade hübsch, dieses fremde Wesen, welches sich Ossi nannte, aber das war Eugenio seinerzeit auch nicht.

Uznik drückte auf seinen Kommunikator.

„Gehen wir zu dir oder zu mir,“ erklang es erneut.

Oralee dachte nach. Es war wohl besser hier zu verschwinden. Sollten noch andere Leute den gewaltigen Niedergang dieser Sternschnuppe gesichtet haben, würden sie hier über kurz oder lang auftauchen. Oralee wollte sich unangenehme Fragen seitens der Behörden ersparen, von wegen Glaskugelbeschwören und unversteuerter Einnahmen.

„Zu mir, Ossi“ antwortete Oralee.

Uznik verstand.

Oralee drehte sich um und stapfte den Weg zurück zur Landstraße, wo sie ihren Wagen abgestellt hatte. Sie warf hin und wieder einen Blick über ihre Schultern und vergewisserte sich, dass Ossi ihr folgte.

Uznik war es nicht wohl bei dem Gedanken, sich zu weit von seinem Vermessungsgleiter zu entfernen. Er hatte das Ortungsgerät eingeschaltet, um seine Position dem IND mitzuteilen. Sie würden nach ihm suchen und ihn finden, da war er sich sicher.

Ihm wurde schlecht beim Gedanken an den Bericht, den der IND von ihm verlangen würde, wegen der unachtsamen Kursänderung. Er hatte die Füße hoch gelegt, dabei die Teetasse umgestoßen, deren Inhalt zunächst einen Kurzschluss im Autopiloten verursachte, um dann die Steuerung vollends lahm zu legen. Aus dem Vorbeiflug war so ein spiralförmiger, gravitationsbedingter Sinkflug geworden.

Sie erreichten Oralee’s Auto.

Oralee öffnete die Beifahrertür und bedeutete Uznik mit einer Handbewegung einzusteigen.

Uznik zwängte sich in das Vehikel.

Oralee setzte sich hinters Steuer und startete den Wagen, schaltete das Licht ein und fuhr in Richtung Stadt. Uznik begann wieder den Kommunikator zu bedienen.

„Dein Name ist ‚Önanie'“, tönte es fragend.

„O-ra-lee“, erwiderte sie gedehnt. Uznik schaute auf den Kommunikator, nahm eine Feinjustierung vor und ließ sich das Ergebnis vorlesen.

„Oralee“.

„Genau, jetzt hast du es, Ossi“, meinte Oralee zustimmend und hielt den Wagen vor einer Ampel.
Das rote Licht der Ampel warf einen skurrilen Teint auf Uzniks Gesicht, während Oralee ungeduldig das Steuer umklammert hielt, auf die Ampel stierte und ungeduldig auf die passende Farbe wartete.

Ein Wagen mit zwei jugendlichen Vampiren hielt neben ihnen. Sie schauten zu Uznik herüber. Der Fahrer drehte die Seitenscheibe herunter und hob seinen Daumen.

„Echt coole Verkleidung,“ rief er lachend, legte einen Gang ein und bog ab.

Nur gut, dass heute Halloween ist, dachte Oralee erleichtert und trat auf das Gaspedal ihres Space Wagon, der mit einem Ruck nach vorne schnellte und beide in ihre Sitze presste. Uznik beobachtete dabei den Getränkehalter, der das auf einen halb leeren Pappbecher wirkende Trägheitsmoment konterte und ihn an Ort und Stelle hielt. Keine schlechte Idee, sinnierte er und dachte an seine Teetasse.

Uznik schaute aus dem Seitenfenster und beobachtete die fremde Umgebung eines Planeten, den er nur aus Vorbeiflügen kannte. Die fernen Lichter einer Stadt tauchten in der Dunkelheit auf und erinnerten ihn an die dunkle Seite von Koitan, eines der Monde von Osiris, dessen Oberfläche zur Heimat vieler Osirianer geworden war, die gegen das Gebot zur „Vermeidung unkontrollierter Geschlechtsumwandlung“ verstoßen hatten. Dazu muss man wissen, dass die Population auf Osiris zu den matriarchalisch organisierten Gesellschaftsformen gehörte und viele Männer sich mit einer Schlechterstellung seitens der restriktiven Behörden in Bezug auf Beruf und Familie nicht abfinden wollten, so dass viele sich für eine gesellschaftliche Besserstellung dazu entschieden, heimlich eine Geschlechtsumwandlung vornehmen zu lassen, und das war nun mal illegal.

Uznik blickte eine Weile zu Oralee herüber, die in einer angestrengten Haltung hinter dem Steuer saß und zerfahren im Getriebe rührte.

Uznik überlegte, wie er die Situation ein wenig auflockern könnte, suchte in seinem Kommunikator nach „Interessengebieten“ der Humanoiden und tippte schließlich auf einen Vorschlag im Bereich Hobby, Fahrzeug, Auto, Technik. Die verbale Offerte, „Das ist aber wirklich ein geiles Fahrgestell“, erschien ihm angemessen.

Oralee zuckte zusammen, als sie Ossis Kommentar hörte.

Zum einen fühlte sie sich geschmeichelt, andererseits war Ossis Annäherungsversuch doch sehr direkt. Schließlich war sie eine anständige Frau und keine dieser verruchten Weiber, die Oralee hin und wieder konsultierten, um von ihr und den Sternen zu hören, ob sie nach all den Jahren noch einmal Sex mit ihren Angetrauten haben werden, oder, ob da gar andere Männer bereits auf sie warten würden. Eine hatte Oralee auffällig neugierig danach gefragt, ob sie erkennen könne, wann denn ihre „Dreierkonstellation“ nun endlich Zuwachs von einer „Jungfrau“ bekäme und ob Mars und Venus sich derenthalben vorab vereinigen müssten.

Uznik schaute Oralee neugierig an.

Oralee räusperte sich.

„Danke, für das Kompliment“, erwiderte sie etwas verschämt, nestelte an ihrem Zigeuneroutfit und zog den Saum ein wenig über ihre strammen Oberschenkel. Oralee war sich im Klaren darüber, was sie da auf sich herab beschworen hatte. Sie stand nun in einer gewissen Verantwortung diesem Himmelsboten gegenüber. Er war nur auf Geheiß ihres flehentlichen Verlangens zu ihr gekommen und sollte nun, in den Armen einer über alle Maßen liebenden Frau, ein umsorgtes und befriedigtes Dasein genießen.

Oralee würde dann schon ihrerseits auf ihre Kosten kommen. Wie auch immer, letztlich gehört neben einer oppulenten Ernährung auch ein gesundes Maß an Sex zu jeder guten Beziehung, ermutigte sie sich gedankenversunken.

„Ich glaube, mein lieber Ossi“, hob Oralee vorsichtig an, „wir sollten zuallererst an der Kommunikation arbeiten, ich meine, das Ding, mit dem du mit mir sprichst, taugt wohl auf die Dauer nicht, besser wäre es, du würdest meine Sprache sprechen“.

Uznik hörte aufmerksam zu, betrachtete die Simultanübersetzung auf dem Kommunikator und ließ danach seine Finger für eine ausführliche Erklärung über den Touchscreen wandern.

„Ich werde sie lernen“, tönte es schließlich sonor, „auf die Dauer vertraue ich dem Ding auch nicht, für die Software gibt es kein Update mehr, hat der IND leider nicht für nötig gehalten, nicht für diesen Planeten und…“, „…suchen sie Entspannung, dann Buchen sie ihren Urlaub mit Clubreisen, ihrem All Inclusive Spezialisten…“, „…wollt ihr den totalen…“, „…steck´ ihn rein, fick mich durch und zeig‘ deiner Gina, was du alles drauf hast…“, „…nach jeder Mahlzeit.

Mit Fluordental, ein entzückendes Lächeln…“

Uznik begann wie verrückt mit einer Hand auf den Kommunikator zu trommeln und stieß einige unanständige, intergallaktische Flüche aus, die Oralee zum Glück nicht verstand.

„Dieses verdammte Scheißding, diese oraklische Mistsau macht einfach, was es will“, schnatterte Uznik erbost und drückte die Resettaste.

Oralee warf einen entsetzten Blick zu Ossi herüber, als er auf den kleinen Kasten an seinem Arm zu schlagen begann und wäre beinahe in den Gegenverkehr geraten.

„Was ist los“, fragte sie erschrocken, schaute zurück auf die Straße und brachte den Space Wagon mit einer galanten Schlängelbewegung wieder in die richtige Fahrspur.

Uznik schaute Oralee konsterniert an, schnatterte und gurgelte schließlich einige unmissverständliche Laute in Richtung Kommunikator und schlug sich mit einer Hand auf den Oberschenkel.

„Das kann ja heiter werden“, meinte Oralee kopfschüttelnd, „du scheinst nicht gerade pflegeleicht zu sein, na, so ein Temperament“.

Den Rest der Fahrt zu Oralee’s Haus verbrachten sie schweigend. Uznik war es leid, sich nach seiner unverhofften Bruchlandung weiter mit der nervenden, osirianischen Technik herum zu schlagen.

Andererseits tat ihm dieses Geschöpf leid, in dessen Arme er gelandet war. Es sollte ihm noch von Nutzen sein, daher wollte er es nicht verschrecken und schließlich konnte es nichts dafür. Er hatte sein Nasenloch gestrichen voll und harrte auf das, was noch kommen würde.

Oralee lenkte den Wagen die Auffahrt hinauf und fuhr direkt in die offene Garage.

„Geschafft“, pustete es aus ihr heraus.

„Komm“, bedeutete sie Uznik mit einer begleitenden Handbewegung und stieg aus.

„Das ist mein Haus, ich hoffe, es gefällt dir bei mir“.

Uznik folgte ihr und trat durch eine Verbindungstür in das seltsame Gebäude. Der Geruch, der ihm entgegenschlug, kam ihm auf Anhieb bekannt vor.

Diese Spezies riecht genauso wie ihre Unterkunft. Pheromone, Moschus, Knoblauch und Mottenkugeln, wie gehabt, dachte Uznik. Gerüche, deren chemische Zusammensetzung ihm wohl bekannt waren, deren Zuordnung ihm in diesem Falle aber schwer viel, zumal hier alles anders zu sein schien, als bei ihm zuhause.

Oralee knipste das Licht an und ging in Richtung Küche.

„Mach es dir bequem, ich hole uns etwas zu trinken“, rief sie, „ich brauche jetzt erst einmal etwas starkes…“.

Sie öffnete den Kühlschrank und griff nach einem Aufgesetzten, einem vierzig prozentigen Schnaps, den sie vor dem Zubettgehen zu trinken pflegte. Uznik schaut sich um und wähnte sich in der Höhle eines Platoniden angekommen, dessen Behausung er sich auf einem Zwischenstopp auf Drakonia angesehen hatte, damals, im Urlaub. Einer Kulturreise, verbunden mit sehenswerten historischen Stätten der Antike. Das kam ihm wohl jetzt zu gute. Oralee kam zurück ins Zimmer.

„Ich weiß gar nicht, was du trinken willst“, fragte sie und hielt ihm eine Auswahl hin.

„Das hier ist Alkohol, und das hier ist Buttermilch“.

Uznik schaltete den Kommunikator wieder ein. Es half nichts, fürs Erste musste er damit vorlieb nehmen.

Er entschied sich für die Buttermilch, obwohl ihm nicht ganz klar war, was er da eigentlich trinken würde. Er verstand nur, dass es sich um etwas tierisches handeln sollte, ungefährlich also und Durst hatte er allemal. Er nippte zunächst verhalten daran, nahm dann aber einen großen Schluck.

Ganz schön heftig das Zeug, dachte er und leckte sich mit seiner blauen Zunge über die schmalen Lippen. Oralee leerte zügig einige Gläschen mit Aufgesetztem und wischte sich mit dem Arm über den Mund. Nun fühlte sie sich ein wenig lockerer.

„Du hast sicher Hunger, Ossi, soll ich dir etwas zu essen machen…, was magst du denn so“, fragte Oralee, „ich kann Schnittchen machen oder eine deftige Suppe…, ich habe auch Obst, Orangen, Bananen…, wonach ist dir denn, mein lieber Ossi“.

Uznik stand nicht der Kopf nach essen. Der IND würde ihn suchen und sicher irgendwann hier finden. Sie würden das Signal aus dem Wald empfangen, unbeobachtet landen und sofort nach dem subkutanen Chip in seinem Arm scannen. Wenn sie mich finden, kann ich mir was anhören, dann ist es mit der Fluglizenz erst einmal vorbei und eine unangenehme Anhörung wegen der fahrlässigen Kontaktaufnahme mit dieser Spezies wird es auch geben.

Aber was soll‘ s, ich brauche schließlich Hilfe von diesem…“

Erst jetzt wurde ihm vollends klar, dass er immer noch nicht genau wusste, ob es sich bei diesem Wesen um ein Männchen oder Weibchen handelte.

Er schaute sich nach einem Hinweis um und erkannte Oralee auf einem zweidimensionalen Artefakt, dass auf einem Sims stand. Er nahm es in die Hand. Oralee schaute Uznik an und kam auf ihn zu.

Sie zeigte auf das Bild.

„Das da bin ich, und das hier ist…, war Eugenio, mein letzter Mann“.

„Was ist ‚Mann‘, tönte der Kommunikator.

„Du bist ein Mann, ich bin eine Frau“, erklärte Oralee, indem sie intuitiv erst mit dem Finger auf Uznik und dann auf sich selbst zeigte.

Uznik sträubten sich die Schuppen in seinem Nacken. Er war in die Fänge eines weiblichen Wesens geraten.

Ausgerechnet, dachte er erschrocken. Hoffentlich haben die Weibchen hier nicht das Kommando. Er stellte das Bild wieder auf den Sims und nahm einen großen Schluck Buttermilch, obwohl ihm das aufsteigende Gefühl einer gewissen Leichtigkeit davor warnte, weiter daran zu naschen. Es schien ihm aber im Moment das einzige Mittel gegen diesen Schock, so dass Uznik dieses ernste Anzeichen einer bevorstehenden, gesamtheitlichen Koordinationsschwäche verdrängte.

Uznik schaute sich um und ließ sich völlig niedergeschlagen auf einen Sessel sinken, der vor dem Fernseher stand.

„Ich mache uns erst einmal etwas zu Essen“, meinte Oralee resolut. „Ruh´ dich schön aus. Das war ein schwerer Tag für dich. Ich mache dir den Fernseher an“, fügte sie hinzu. Insgeheim aber wollte sie wissen, ob man in den Lokalnachrichten nicht schon etwas über die geheimnisvollen Vorgänge im Stadtwald berichtete. Sie ging in die Küche, machte sich ans Schnittchen schmieren und spitzte dabei die Ohren in Richtung Fernseher. Uznik nahm den Helm vom Kopf und legte ihn neben den Sessel.

Er versuchte den Fernseher zu fixieren, legte seine Hände in den Schoss und nahm hin und wieder einen Schluck aus der Buttermilchtüte, die er mit einer Hand fest umklammert hielt.

Oralee schaute durch die Küchentür ins Wohnzimmer und lächelte wohlig in sich hinein, kannte sie doch diesen Anblick vergangener Tage. Es waren jene Tage trauter Zweisamkeit, die sie sich für ihre nunmehr alten Tage so schmerzlich herbeigesehnt hatte und es schien heute in Erfüllung gegangenen zu sein.

Es machte ihr nichts aus, dass Ossi keine Haare hatte. Auch ohne Haare würden Eugenios Hüte ihrem Ossi sicher gut stehen, zumal er seine Größe zu haben schien. Sie seufzte zufrieden, drehte sich um und machte sich wieder an die Arbeit.

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Die Drachenherrin – Teil 02

ich weiß, ich bin verdammt spät dran. … aber besser spät, als nie …die 2008er Version mit kleinen Abwandlungen

Drachenherrin — Teil 2

Zwei Tage verbrachte ich in meinem Hort und träumte von dem frechen Burschen am See. Selbst die einfachsten Dinge verwechselte ich durch meine Sehnsucht. Dennoch zögerte ich ein erneutes Treffen hinaus. Was würde mir die Liebe zu diesem Sterblichen bringen? Zur Ablenkung räumte ich meinen Hort auf.

Tim ließ so viele Dinge zurück, dass ich sie noch immer nicht alle ordnen konnte.

Ein silberner Spiegel machte mich auf meine zerzausten Haare aufmerksam. Nachdenklich bürstete ich meine hüftlangen Haare und betrachtete mein Spiegelbild. Der Zauber meiner unnatürlichen Schönheit wirkte nicht auf mich, aber jeder Mensch verfiel der magischen Ausstrahlung. Schon oft empfand ich diesen Zauber, den Denysis mir zum Geschenk machte, als Last, gar als Fluch.

Diese Illusion war nicht mehr nötig, war es doch hinlänglich bekannt, dass Drachen generell in ansehnlicher Gestalt erscheinen.

Aber als mir Denysis dieses Geschenk machte, war ich eine schwache Menschenfrau, dankbar für jede Bereicherung des vergänglichen Daseins. »Eine dauerhafte Illusion muss man doch zumindest zeitweise bannen können?«, entfuhr es mir gedankenschwer.

Anmutig, und ruhigen Schrittes, wie es sich für eine Dame gehört, durchstreifte ich meinen Hort, blätterte in unzähligen Büchern, die weit verstreut lagerten, und noch immer nicht der Ordnung entsprachen, die ich anstrebte.

***

Am dritten Tag fand ich das seltene Buch „Über die tieferen Geheimnisse der Schule der Illusionen“.

Glücklich fiel ich auf einen bequemen Sessel und las, dass ein persönlicher Gegenstand des ursprünglichen Verursachers nötig war, um dauerhafte Illusionen zu bannen oder sonst irgendwie zu beeinflussen.

»Nun, liebste Denysis, du wirst mir sicher eine deiner wunderschönen Federn überlassen«, sprach ich in Gedanken und sprang auf, um meine Drachengestalt anzunehmen. Ich verbarg das Buch unter einer großen Schuppe und schoss pfeilschnell aus der Höhle. Auf der Spitze des Berges Nimboril nahm ich Platz und genoss die kräftigen Strahlen oberhalb der Nebelschwaden, die sich feige in den Tälern sammelten, um schon bald von einem neuen Tag vertrieben zu werden.

Voll überschwänglicher Freude griff ich mit meiner Vorderklaue eine einsame Ziege, die ängstlich auf einem Felsvorsprung kauerte und den Abstieg nicht wagte. »Komm flieg mit mir! Mutig stürzen wir uns von der hohen Klippe und segeln steil nach unten. Fühlst du den Wind unter den Flügeln? Die Luft ist stark — sie kann uns tragen. Langsam drehen wir bei, halten die Höhe und umkreisen die einsamen Bergspitzen. Einsam und kalt ragen sie aus den tiefen Wolken, unverrückbar und würdevoll.

Immer schneller rasen wir über sie hinweg — lassen sie hinter uns zurück.

Vor uns tut sich neues Land auf. Grüne, saftige Hügel, von vielen Bächen durchzogen. Steil geht es nach unten, schnell kommt der Boden näher und doch fallen wir nicht, sondern segeln knapp über dem Dach des Waldes. Riechst du die frische Morgenluft? Noch einmal schrauben wir uns hoch, hoch in die Luft und betrachten das weite Land unter uns.

In weiter Ferne am Horizont thronen die Berge, davor die grünen Hügel – und nun kommen saftige Wiesen und fruchtbare Felder.

Senkrecht stürzen wir zu Boden, drehen uns und genießen den Wind, der uns umspielt. Hörst du die Frösche quaken? Sie sitzen in ihren Tümpeln und begrüßen den neuen Tag! Wir kreisen und setzen zu einer sanften Landung an. Hat es dir gefallen, kleine Ziege?«

Als ich das Tier auf der Weide absetzte, knickten seine Vorderbeine ein.

Mit zitternden Hinterläufen meckerte es mich vorwurfsvoll an. Ich lachte. »Du wirst dich schon wieder erholen. Hier hast du viel saftiges Gras und keine Felsen stehen dir im Weg. «

Ohne mich länger mit dem kleinen Geschöpf zu befassen, spreizte ich meine silbernen Drachenflügel und stieß mich vom Boden ab. Es war sicher nicht leicht, Denysis in der unendlichen Weite der Welt zu finden, aber sie wollte in „ferne Länder“ reisen, also musste ich hier sicher nicht nach ihr suchen.

Doch dann wurde mir schmerzhaft bewusst, dass eine weite Reise auch viel Land zwischen mich und dem frechen Burschen am See bringen würde. Die letzten drei Tage waren eine Qual, mein Herz sehnte sich bereits sehr nach ihm. Kurzum entschloss ich meine Reise zu verschieben, um den Fischer noch einmal zu besuchen. Ich musste zurück zu den bewaldeten Hügeln.

***

Nervös klopfte ich gegen die Tür seiner Hütte, zupfte an meinem einfachen Kleid und sorgte mich um Äußerlichkeiten, die mir noch nie zuvor in den Sinn gekommen waren.

Er öffnete verwundert, dann wurde sein Blick finster. Mein Herz hüpfte vor Freude, ich lächelte ihn verlegen an und wollte gerade etwas sagen, als er mir ins Wort fiel. »Du willst mich wohl zum Narren halten!«

Verwundert schaute ich in an und schüttelte den Kopf. Aber er achtete nicht auf mich, sondern ging in seine Hütte und kramte in einer Kiste. Er hielt mein altes Gewand anklagend hoch. »Hier, ich fand dein Kleid vor zwei Tagen im Wald und suchte eine ganze Nacht und einen Tag voll Sorge.

Und jetzt tauchst du hier vor meiner Hütte auf, in einem neuen Kleid und gibst dich, als wäre es das Normalste der Welt. «

Ich musste schlucken, seine Vorwürfe waren gerechtfertigt, wieder herrschte er mich an. »Ist es da, wo du herkommst üblich, dass eine Magd morgens fluchtartig davonrennt, ihr Kleid im Wald liegen lässt, und dann in neuen Gewändern zurückkehrt?«

Ich blickte demütig zu Boden und trat von einem Bein auf das andere.

Sein Schimpfen erinnerte mich an meinen Vater und wie ein ausgeschimpftes Kind fühlte ich mich auch. Mit Tränen in den Augen versuchte ich mich zu rechtfertigen. »Es ist schwer zu erklären und ich weiß nicht, wie ich beginnen soll. Aber du musst mir Zeit geben und zuhören. « »Komm rein, ich werde dir zuhören. «

Mit dem Herz voller Liebe vom Geliebten geschimpft zu werden, ist ein tiefer Fall aus den Wolken und nur langsam beruhigte ich mich.

Ich trocknete mir meine Tränen mit dem Rockzipfel und stand vor einem prasselnden Kaminfeuer, als sich seine Hände um meine Taille schlossen. Sein Kinn schmiegte sich an meine Schulter und ich schaute ihn überrascht an — er lächelte. »Ich kann dir nicht böse sein, mein Herz verbietet es mir und hüpft vor Freude, da du noch lebst. «

Jetzt kamen mir schon wieder die Tränen, diesmal vor Freude und Erleichterung. »Bei unserem letzten Treffen hast du mir nicht einmal deinen Namen gesagt«, warf er mir versöhnlich lächelnd vor.

»Du hast mich ja auch nicht danach gefragt. « »Dann frage ich dich jetzt: Wie heißt du?« »Schalina«

Er verneigte sich zum Dank und brachte mich mit dieser Geste zum Lachen. »Aber jetzt musst du mir auch deinen Namen sagen. « »Meine Eltern nannten mich Curunir. « »Curunir?«, murmelte ich nachdenklich. … Das ist ein elfischer Name, es heißt so viel wie: Mann der schlauen Pläne. «

Mit verliebtem Blick streichelte er mir durch die Haare.

»Komm, setzt dich zu mir auf die Bank. « Für diesen Vorschlag gab ich ihm einen Kuss und flüsterte. »Du machst deinem Namen alle Ehre. «

Eng umschlungen saßen wir in seiner Hütte und genossen es, den anderen zu fühlen. Ich legte meinen Kopf auf Curunirs Brust und lauschte dem Herzschlag, fühlte seine Hände überall auf meinem Körper, fordernd packte er meine Brust. Seine starke Hand griff fest in mein weiches Fleisch und ein Seufzer entfuhr mir, schlug als heißer Atem gegen seinen Hals.

Nein, ich konnte mich nicht länger zurückhalten. Ruckartig legte ich meine Hand auf seine und drückte sie noch fester gegen meinen Busen. Leidenschaftlich, mit offenem Mund, näherte ich mich Curunirs Lippen und wurde einladend empfangen. Unsere Zungen tanzten, wilder Atem und Leidenschaft stießen aus uns empor. Meine Begeisterung regierte mich, ich riss sein Gewand von den Schultern, um seinen nackten Leib zu spüren, krallte mich in sein Brusthaar und … wurde weggestoßen.

Erschrocken und anklagend blickte mich Curunir an, auf einmal war jedes Verlangen von ihm gefallen. »Was bekümmert dich?«

Er blickte an sich herab. »Du hast mein Gewand zerrissen, ich habe nur dieses. « Immer noch loderte die Leidenschaft in mir, sehnlich schmiegte ich mich an ihn und küsste seinen Hals. »Komm und stille mein Verlangen, sodass ich deine Sehnsüchte erfülle. Es ist nur ein altes Stück Stoff, es soll uns nicht stören.

« Doch Curunir riss sich von mir los und sprang auf. Mit einer Hand hielt er den zerrissenen Stoff an seinen Körper, mit der anderen zeigte er anklagend auf mich. »Ich muss heute in das Dorf, um meinen Fisch zu verkaufen, wie soll ich das ohne Gewand machen? Dich kümmert es nicht, aber ich habe nur dieses. «

Noch nie kümmerte mich ein einzelnes Stück Stoff und schon gar nicht beim Liebesspiel, aber in der einfachen kleinen Welt des Fischers war dies wohl sehr wichtig.

»Ich bin gut mit Nadel und Faden und kann dir in Windeseile ein neues Gewand nähen. «

Tröstend und nicht ohne Hintergedanken nahm ich ihn in die Arme, reckte meine Brüste vor und hoffte, ihn wieder auf die rechte Fährte zu bringen. Mit sinnlichem Blick schaute er mich an. »Du bist ein Weib mit vielen Talenten, dein Leib bezaubert mich erneut und doch sollte ich vorsichtiger im Umgang mit dir sein.

« Ich ließ ihm keine weitere Gelegenheit zum Hadern und presste meine Lippen auf seine.

Erneut tanzten unsere Zungen, Curunirs Hände strichen erst sanft über mein Gesäß, packten dann aber fest zu und kneteten das straffe Fleisch. Sein zerrissenes Gewand glitt zu Boden und schon bald war es seine größte Sorge, mich aus den Kleidern zu befreien. Fahrige Hände machten sich an meinen Knöpfen zu schaffen. Ungeduldig und dennoch darauf achtend, nichts zu zerreißen, öffneten sie mein Kleid.

Endlich nackt! Unsere Leidenschaft entlud sich in stürmischen Küssen, Hände erforschten unbekannte Körper. Er nahm meine Brüste in seine festen Hände, befühlte sie, bewunderte sie, wie große, reife Früchte und kostete von ihnen. Seine raue Zunge auf meinen Knospen ließ mich erschauern, mit geschlossenen Augen warf ich den Kopf zurück und genoss die Reize.

Er saß auf seiner Bank und ich hockte auf seinem Schoß, rieb mein Becken an seinem Körper und genoss den harten Stab, der sich zwischen Curunirs Beinen aufrichtete.

Die Spitze berührte meine Spalte. Ich presste mich ganz fest an ihn, rieb den Speer zwischen meinem und seinem Leib und genoss seine Lippen auf meinen Brüsten.

Schweiß, Atem und erregte Seufzer vermischten sich zu einer Essenz der Lust, verdichteten sich zu Gier. Ich ließ mich an seinem feuchten Leib hinabgleiten und öffnete den Mund. »Was machst du da?«, fragte Curumir heftig atmend. »Sieh zu und genieße es. «

Genüsslich sog ich seine Lanze in meinen Mund.

Ganz tief, bis die Spitze meinen Gaumen berührte und darüber hinaus. Oh, war das gut, schon viel zu lange wurde ich nicht mehr aus solch erregten Augen angeschaut. Ich erwiderte den Blick, herausfordernd, wissend um meine Fähigkeiten. Er war gebannt, reglos saß er da und bestaunte das, was da zwischen seinen Beinen stattfand.

Ungläubig griff Curunir in mein Haar, streichelte meine Stirn und spielte mit einer dicken Strähne, als er seine Augen genüsslich schloss.

Die pulsierenden Zuckungen seiner Lanze waren mir ein deutliches Signal, ich entließ den Stab aus meinem Mund, hielt die Lippen geöffnet und rieb seinen Schaft.

Schub für Schub ergoss er sich in meinem Mund, unfähig, etwas anderes als seinen Saft aus sich rinnen zu lassen, blickte er mich an. Seine Lust übertrug sich. Gleich eines ölgetränkten Tuchs neben dem Feuer, schlugen die Flammen auch auf mich über. Mit dem Mund voll Samen zuckte mein Leib, ich schluckte gierig und kam stöhnend zwischen seinen Beinen.

Sanfte Hände streichelten meinen Kopf, erforschten meinen Nacken und eine leise Stimme fragte. »Wie kann eine so junge Magd solches Geschick erlangen?« »Indem ihr gute Lehrer beistanden. «

Er packte meine Schultern und zog mich hoch, schlang seine Arme um meinen Körper und presste mich fest an sich. »Du hast wirklich viele Talente, aber wie steht es mit deinem Versprechen, mein Gewand zu nähen?« »Später, lasse uns noch einen Moment so verharren, ich will deinen nackten Leib an meinem spüren.

Dein Herz schlägt so stark, dein Blick ist so rein. «

Ich streichelte über die goldene Kette und schaute auf den magischen Anhänger. Es war ein unbeschreiblicher Segen, dass dieses Kleinod seinen Weg zu ihm fand. Unsere Lebensfäden begegneten sich im fein gewebten Teppich aus Magie und Zeit, hoffentlich verliefen sie lange Zeit parallel durch das Gewirk des Schicksals.

Eine Träne sickerte durch meine geschlossenen Lider, ganz fest presste ich meine Wange an seine Schulter, unbeschreiblich, welches Glück in diesem Moment lag.

Doch nach einiger Zeit durchbrach er die Stille. »Genug des Müßiggangs, wenn ich nicht vor dem Mittag loslaufe, komme ich zu spät auf den Markt und bis jetzt habe ich noch nicht einmal ein Gewand. «

+++

Curumir holte eine kleine Kiste mit krummen Nadeln und rauem Faden. Selbst legte er ein zerschlissenes Fischernetz auf seinen nackten Schoß und reparierte die gerissenen Maschen. Ich suchte mir eine Nadel, die mir passend schien, und wickelte den Faden ab.

Vor mir lag sein altes Gewand mit einem langen ausgefransten Riss vom Halsausschnitt bis hinunter zum Gürtel.

Der grobe Stoff war alt und brüchig, jederzeit konnte er an anderer Stelle reißen, ich entschloss mich, ihm beim nächsten Besuch ein neues Gewand mitzubringen. Aber nun musste ich unter seinem neugierigen Blick diesen Fetzen flicken. Schon lange hatte ich keine Nadel mehr geführt, und auch früher drückte ich mich vor den schweren Aufgaben, meine Mutter nahm mir diese Arbeiten immer mit einem Lächeln ab.

In Gedanken schimpfte ich mit mir. „Du bist so hilflos bei den einfachen Dingen! Ein goldenes Vlies, aus magischer Energie erschaffen, oder einen Streitwagen kometengleich über den Horizont fliegen zu lassen, ist eine Leichtigkeit, aber ein altes Gewand mit Nadel und Faden zu nähen, bist du nicht im Stande. „

Ungeschickt setzte ich die Nadel an und wurde beobachtet. »Will es dir heute nicht so recht gelingen?«, fragte Curumir spöttisch und reparierte sein Netz umso geschickter.

Lächelnd versuchte ich, von meinem Makel abzulenken. »Warum hast du so ein kleines Netz? Mit einem großen kannst du viel mehr Fische fangen. « »Aber ein großes Netz voller Fische vermag ich nicht alleine aus dem Wasser zu ziehen. « Ich hob das Kinn, dankend für diese Erklärung, obwohl ich die Antwort schon kannte. Doch durch seine Erklärung achtete er nicht mehr auf meine Arbeit. Langsam glitt mein Finger über den Riss und verband die Fäden auf magische Weise.

Mit den Gedanken im magischen Fluss, die Augen geschlossen und die Nadel auf dem Tisch liegend, wirkte ich auf Curumir wohl wie eine Träumerin. »Gib doch einfach zu, dass du nicht Nähen kannst, und verschwende nicht meine Zeit. « Stolz riss ich die Augen auf und hielt das Gewand hoch. »Sieh! Der Riss ist schon ein Stück weit geschlossen. « »Der Riss ist noch genauso wie vorher, du hast die Nadel nicht einmal geführt, und man sieht auch keine Naht.

« »Der Riss endete knapp über dem Gürtel, nun ist er schon zur Hälfte geschlossen. «

Der Fischer schüttelte den Kopf und lachte. »Wie kann es dann sein, dass man keine Naht sieht?« Resigniert ließ ich meine Arme sinken, dachte kurz nach und blickte ihn direkt an. »Ich muss es dir einfach erzählen. Ich verfüge über magische Fähigkeiten, ich kann Dinge reparieren — anders als du es für möglich hältst. «

Curumirs Blick wurde finster, seine Stimme drohend.

»Sprich nicht so in meiner Hütte! Sprich niemals mehr so, sonst endest du auf dem Scheiterhaufen, wie alle Hexen. « »Ich bin keine Hexe! Ich unterliege nicht den astralen Zyklen, ich habe direkten Zugriff auf … « »SCHWEIG Weib!« Wütend sprang ich auf, knallte sein Gewand auf den Tisch und blickte ihn scharf an. »Sieh zu und begreife es!« Ich richtete das Gewand aus, bis die Risshälften so lagen, wie vor dem kleinen Unglück.

»Und nun sehe genau hin. Durch meinen Finger fließt die Magie direkt auf die Bruchstelle und verbindet die gerissenen Fäden, so als wären sie nie entzweigegangen. «

Ängstlich starrte Curumir auf meinen Finger und sah, dass der Riss einfach verschwand. Ich bemühte mich um ein gewinnendes Lächeln. »Es ist ein einfacher Zauber aus der Schule der Veränderung. Insgesamt gibt es acht unterschiedliche Schulen der Magie. Um deinen Hals hängt ein Schutzmedaillon, das dich vor vielen Zaubern aus der Schule der Illusionen schützt.

«

Ganz ruhig saß Curumir da und beobachtete meine Arbeit, dann sprach er monoton. »Die zwei Fische vor drei Tagen, die hast du auch gezaubert?« »Ja, und das Gewand, das du im Wald fandest und dieses, das ich gerade trage. « »Du darfst das niemandem erzählen, die machen kurzen Prozess mit dir. Erst vor wenigen Tagen brannte wieder ein Scheiterhaufen. «

Das Gewand war fertig, stolz hielt ich es hoch und kam zu ihm, setzte mich auf seine nackten Beine und hielt ihm den Stoff an die Brust.

Fröhlich und mit verliebtem Blick gab ich Curumir einen Kuss und flüsterte. »Aber du hast doch versprochen, dass du mich vor allen Gefahren beschützt, weißt du noch?« Meine Brüste wippen vor seinen Augen. In seinem Blick mischten sich Begierde und Furcht.

Mit flacher Stimme flehte er. »Du darfst das niemandem sagen, versprich mir, dass du deine Magie geheim hältst. « Meine offenen Lippen fanden seinen Mund, nur kurz kosteten wir voneinander, dann wendete er sich zur Seite.

»Verspreche es!« »Ja, ich verspreche es, niemand wird davon erfahren und selbst wenn, würde ich dich mit all meiner Macht beschützen. «

Mir war nicht mehr nach Reden, fordernd presste ich meine Lippen auf seine, bis er nachgab und die Zuneigung erwiderte. Das elende Gewand flog zur Seite und meine Brüste rieben an seinem Hals. Curumir packte mich am Hintern, massierte meinen Po und … ließ wieder von mir ab. »Hast du mich verzaubert?«

Ich atmete aus, erschrocken über den Gedanken.

»Nein! … Nein, es ist der klare Blick deines Herzens, folge seinem Ruf und sorge dich nicht. « Mit all meiner Liebe umschlang ich seinen Körper und schmiegte mich an ihn, die schönsten Gefühle sollten meinen Worten Ausdruck verleihen. Unsere Lippen trafen sich erneut und entfachten endlich das lodernde Feuer der Wolllust.

Nackt und bereit dauerte es nicht lange, bis er mich fest packte und auf den Tisch hob. Mein Po rieb auf der rauen Holzplatte, aber selbst diese Berührungen ließen meine Flammen nur höher lodern.

Curumir küsste meine Brüste, verschlang sie vor Gier und entließ meine geschwollenen Knospen feucht glänzend, um seine Reise fortzusetzen. Sein Kopf zwischen meinen Beinen, seine Hände fest an meinen Brüsten, wand ich mich vor Lust, entschwand der Realität und labte mich an seinen Berührungen.

Mit weit geöffneten Schenkeln bot ich mich ihm an und forderte. »Nimm mich endlich! Stoße deine Lanze in meinen heißen Leib. « Es war eine Wonne, ihn hart und schnell in mir zu spüren.

Auf dem Rücken liegend, warf ich meine Arme hinter den Kopf und schlang meine Beine um seine Lenden, um ihn ganz tief in mich drücken zu können.

Mein Geliebter machte das Spiel mit, beschleunigte es sogar noch, indem er meine Lustperle rieb und mir feurige Blicke zuwarf. Mit einem großen Ruck richtete ich meinen Oberkörper auf und schlang mich um ihn, stieß mein Becken gegen seinen Pfahl und schrie meine Lust ungehemmt in sein Ohr.

Curumir hob mich an, trug mich aufgespießt auf seinem Lustdolch, durch die kleine Hütte und legte mich auf ein altes Bärenfell.

Nun kauerte er über mir, drückte meine Arme fest zu Boden und stieß immer wieder in meinen Leib. Mein Kopf zuckte unkontrolliert hin und her, meine Brüste bebten, unsere Leiber zitterten und glänzten vor Schweiß. Heftig schreien kam der junge Fischer und spritzte seinen Samen in meinen heißen Leib.

Ich erlebte den Höhepunkt gemeinsam mit ihm, fühlte seine ungebändigte Lust, ließ mich fortreißen und schwebte mit ihm eng umschlugen, für kurze Zeit durch eine andere Welt.
Sanft wie eine Feder sanken wir zurück in die kleine Hütte und landeten auf dem alten Bärenfell. Aneinandergeschmiegt, schweißnass, atemlos und glücklich, schauten wir uns in die Augen, lächelten uns befriedigt an. Die zärtlichen Küsse waren süß wie Honig und zahlreich wie Bienen. Verliebt kuschelte er sich an meine weichen, warmen Brüste und schloss die Augen.

Meine Hand strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Gerne ließ ich ihn an meinen Brüsten ruhen, genoss die gleichmäßigen Bewegungen seiner Atmung und das kräftig schlagende Herz.

***

Auch meine Augen fielen zu, ließen mich träumen von dem, was gerade war und was vielleicht noch sein würde. Mit Blindheit war ich geschlagen — vor Liebe! Curumirs Liebe gab mir mehr Kraft als alle Magie der Welt, mein Dasein wurde nicht mehr von der Einsamkeit in Frage gestellt, denn es gab ja jemanden, für den ich da sein durfte — der für mich da war, ganz gleich, wie unterschiedlich wir auch waren.

Unruhe machte sich an meiner Seite breit. Mein Geliebter wand sich vorsichtig aus der Umarmung und erhob sich vor mir. Ich ließ die Augen geschlossen, beobachtete ihn mit höheren Sinnen beim Ankleiden. Noch einmal sah er mich verliebt und glücklich an, dann ging er aus der Hütte zu einem kleinen Schuppen.

Er musste wohl eine schwere Last tragen, denn als ich mein Kleid angezogen hatte und zu ihm kam, war er immer noch beschäftigt.

»Was machst du da, kann ich dir helfen?« Er trat zur Seite und zeigte auf ein großes Fass. »Ich weiß nicht, wie du mir bei dieser Last helfen willst, aber bis jetzt habe ich es immer alleine geschafft, die Fische auf den Wagen zu heben. «

Er zeigte auf eine klapprige Handkarre, wenige Schritte entfernt. »Wenn ich fertig bin, kannst du mir helfen die Karre zu ziehen. « Erneut zerrte er an dem randvollen Fass und rückte es ein Stück näher zu dem Karren.

Ich eilte zu ihm und unterstützte seine Bemühungen. Mit einem großen Ruck hob das Fass vom Boden ab und landete auf dem Karren. »Siehst du. Zu zweit geht alles leichter. «

Mein freundliches Lächeln wurde von Curumirs Misstrauen überschattet. »War das wieder einer deiner Zauber?« Niedergeschlagen blickte ich zu Boden und nickte kaum sichtbar. »Die Magie macht mich stärker, als man es meiner Gestalt allgemein zutraut. «

Schweigend und seltsam verschlossen zurrte er das Fass auf dem Wagen fest.

Beschämt stand ich daneben und bereute meine unüberlegte Hilfe. Als er fertig war, schloss ich meine Arme besänftigend um seinen Hals. »Es tut mir leid mein Liebster, aber warum freust du dich nicht, eine tüchtige Hilfe zu haben?« »Du kannst Fische in deinen Händen entstehen lassen, Gewänder mit dem bloßen Finger zaubern und hebst volle Fässer, als ob sie leer wären. Was kann ich dir schon bieten?« »Den klaren Blick deines Herzens, dein Lachen, deine Gesellschaft … deine Liebe«

Er wand sich aus meiner Umarmung, wich meinem herzlichen Blick aus und kontrollierte die Seile, mit denen das Fass festgezurrt war.

Mir standen Tränen in den Augen, vorwurfsvoll sprach ich. »Die Zweifel, die du hegst, sind wie Gift in deinem Blut. Lasse es nicht in dein Herz gelangen, sonst wird es so kommen, wie du fürchtest. «

»Mir scheint, als hätte ich keinen Einfluss auf mein Herz, es stand in Flammen, als du das erste Mal in meinen Armen lagst, wie soll ich wissen, was als Nächstes geschieht?« Zu zahlreich waren die Tränen in meinen Augen, als dass ich sie zurückhalten konnte, einige fielen auf den Boden, bevor ich mich an Curumirs Hals retten konnte.

»Sprich nicht so. Sei, wie du bist, so bist du am schönsten. Als ich dich kennen lernte, warst du es, der mich verzauberte, zerstöre das nicht mit Zweifeln. «

Seine tröstende Umarmung war Balsam, seine Worte allerdings ließen mich erneut erschrecken. »Wenn wir im Dorf sind, darfst du dir nichts anmerken lassen, behalte deine magischen Künste für dich, sonst bist du deines Lebens nicht mehr sicher. « Mit feuchten Augen schaute ich ihn an.

»Nein, ich kann nicht mit dir in das Dorf gehen. «

Traurig blickte er zu Boden. »Warum nicht? Dort hätte ich dir Honigplätzchen gekauft. « Nun strahlte sein Gesicht vor Begeisterung. »Honigplätzchen, so süß, wie du sie dir nicht vorstellen kannst. Solch schmackhaftes Gebäck vermag keine Magie zu schaffen, denn die Rezeptur ist ein Geheimnis des alten Horbacker. « Seine kindliche Begeisterung steckte mich an und ich stimmte ihm lächelnd zu.

»Gewiss kann keine Magie der Welt solches Gebäck erschaffen. … aber … ich könnte dich bis zum Waldrand begleiten und du bringst mir ein paar Plätzchen mit. »Sie schmecken am besten, wenn sie noch warm sind«, hauchte er enttäuscht zu Boden.

Eine sachte Berührung meiner Hand an seinem Hals ließ ihn aufblicken. Ich sah ihm traurig in die Augen und ließ meinen Finger über die Kette mit dem Schutzmedaillon gleiten.

»Dieses Schmuckstück an deinem Hals ist unendlich wertvoller als du glaubst. Nur dadurch siehst du mich, wie ich wirklich bin. Alle anderen Menschen werden von meiner Magie geblendet, ich kann mich ihnen nicht zeigen — noch nicht. «

Aus meiner Schürze zog ich das kleine Buch, nach dem ich so lange in meinem Hort suchte, und zeigte es Curumir. »Darin wird ein Zauber erklärt, der es mir ermöglicht unter Menschen zu gehen, vielleicht kann ich dich schon bald begleiten.

« »… vielleicht blendest du auch nur mich, und die anderen können dein wahres Gesicht sehen. «

Sein Misstrauen traf mich wie ein Schwall Eiswasser. Mit weit aufgerissenen Augen starrte ich ihn an. »Nein! Das darfst du nicht denken, bitte glaube mir. Das Medaillon ist der Garant unserer Liebe. « »Ja, weil das Medaillon dich so erscheinen lässt, wie du es gerne hättest. Du kannst Kraft deiner Magie das Leben einer Königin führen, warum solltest du dich mit einem armen Fischer behängen, wenn es keinen finsteren Grund dafür gäbe?«

Seine Anklage ließ mich vor Angst aufheulen.

Ich flehte Curumir inständig an, mir zu glauben, aber er griff nach der Kette, um sie abzulegen. Mit tränenverschleiertem Blick versuchte ich die Tat zu verhindern, aber je mehr ich versuchte ihn davon abzuhalten, desto entschlossener handelte der Fischer. Schließlich fiel die Kette mit dem magischen Medaillon auf den nackten Boden vor seiner Hütte.

Mit weit aufgerissenen Augen sah er mich an und sank auf die Knie. Bezaubert murmelte er.

»Ihr seid so wunderschön, strahlt heller als die Sonne. « Demütig warf er sich vor meine Füße und wimmerte. »Entschuldigt meine armselige Gestalt und meine geringen Umgangsformen, nur mit eurer Erlaubnis werde ich euch betrachten. «

Gekrümmt vor Schmerz taumelte ich zurück. Ich wollte weinen, aber ich konnte nicht vor Trauer. Erst als der winselnde Fischer einen Schritt zur Seite ging, sah ich das Medaillon und hob es mit der Kette auf.

»Bitte stehe wieder auf und lege die Kette an, ich will dich so nicht ertragen. « Dümmlich nickend nahm er die Kette aus meinen Händen und legte sie um. Doch sein Blick blieb stumpf, besorgt fragte er. »Gefalle ich euch so besser?«

Das Medaillon schützte ihn nicht mehr vor meiner übernatürlichen Schönheit, mir zersprang das Herz, die Trauer ließ mich zu Boden sinken. Gierige, aber unterwürfige Augen beobachteten mich. Er wollte meine Füße küssen, wagte es aber nicht, mich zu berühren und jammerte.

»Sagt mir, was ich tun muss, um euch zu gefallen. Ich weiß, ich bin schmutzig und in elende Lumpen gehüllt, aber ihr könnt mich formen, wie es euch gefällt. «

Der Schmerz meines Herzens, der jederzeit wieder stechend scharf ausbrechen konnte, wurde zu einem dumpfen Dröhnen. »Was betrübt euch, wie kann ich euch wieder zum Lachen bringen?«, fragte er in würdelosen Gesten. Kaum deutlicher als ein Seufzen war meine Stimme, als ich sprach.

»Der Blick deines Herzens ist geblendet, du siehst nicht mehr mich, wie ich bin. Deine Liebe ist einer Qual gewichen, die dich auffressen wird. «

Er duckte sich nickend in den Staub. »Ganz wie ihr es wünscht, solange ich nur zu euren Füßen liegen darf. « Ein Weinkrampf schüttelte mich, das Herz in meiner Brust wollte zerspringen. Da lag der freche Bursche, der mir mit seiner fröhlichen, unbefangenen Art den Kopf verdrehte, und wand sich vor mir im Staub.

Von der einen auf die andere Sekunde kehrte sich Glück in Unheil.

Ich stellte mich vor den Fischer und zog ihn an den Schultern hoch, bis er auf seinen eigenen Füßen stand. Zumindest beim Abschied sollte er aufrecht stehen. Meine zitternde Stimme ließ ihn ebenfalls traurig blicken, aber als ich sprach, zeigte sein Gesicht keine Regung. »Da unser Glück unwiederbringlich zerstört ist, möchte ich dich mit meiner Anwesenheit nicht länger demütigen.

« Wieder fiel er auf die Knie und flehte. »Bitte geht nicht, demütigt mich, wenn es euch gefällt, aber verlasst mich nicht. «

***

Weinend rannte ich durch den Wald, ohne Sinn und Ziel, irrte herum, schrie meinen Schmerz über das Land und glaubte jeden Augenblick, vor Leid zu zerspringen. Die Sonne stand bereits tief am Himmel, als sich der Wald lichtete und ein sanft geschwungenes Tal freigab.

Ein kleines Dorf bettete sich an die fruchtbaren Hänge und einige Häuser standen direkt an einem kleinen Bach, der sich durch das Gelände zog.

Heftig atmend, mit pochendem Herz blieb ich stehen und starrte auf die Siedlung. Auf dem Marktplatz wurden Stände abgebaut, Bauern trieben ihr Vieh in die Ställe und ein kalter Scheiterhaufen, abseits der Wege, prangerte wie ein Mahnmal der Ignoranz.. Menschen! Einfache, langweilige Menschen.

Da lebten sie tagein, tagaus in ihrem kleinen Dorf, kannten bestimmt nicht einmal das Land jenseits der nächsten Hügel und glaubten alles zu wissen.

Richteten nach dem Verständnis ihrer kleinen Welt über Gut und Böse, Richtig und Falsch. Sie verbrannten ihresgleichen unter dem Irrglauben, eine Hexe entdeckt zu haben.

Verzweifelt über so viel Dummheit, ließ ich mich auf einen Stein sinken, legte das Gesicht in meine Hände und sehnte mich nach der starken Schulter des Fischers. Ich wollte ihn spüren, von ihm gehalten werden. Aber mein Geliebter war nicht mehr er selbst, nie wieder würde er mich mit klarem Blick umarmen.

Mein Herz drohte zu zerspringen. Ich sehnte mich nach ihm, wusste, wo er war, und doch musste ich diesen Schmerz alleine ertragen — alleine. Worin gründete sein Misstrauen? Warum musste er es zerstören? War es nicht ein Wunsch des Schicksals, dass wir uns trafen? Wieder sehnte ich mich nach ihm und wieder schnitt die Erinnerung eine tiefe Wunde.

Wie eine Katze, die ihren eigenen Schwanz jagt, drehten sich meine Gedanken immer im Kreis.

Wut keimte auf, ich zerbröselte einen Stein in meiner Hand und warf den Staub der untergehenden Sonne entgegen. Wieder blickte ich auf das Dorf, die vielen kleinen Menschen, den Bach, den Scheiterhaufen.

***

Die Sonne ging an diesem Tag sehr früh über der Siedlung unter, als meine Flügel lange Schatten auf das Tal warfen. Mit sanften Flügelschlägen kreiste ich tief über der Siedlung und sah all die Menschen in den Straßen.

Sie erstarrten vor Angst, manche fielen um, andere rannten in Panik davon.

Meine grollende Stimme dröhnte durch das Tal. »WARUM SEID IHR SO WINZIG? … WARUM SIND EURE HERZEN SO KLEIN?«

Sie antworteten nicht, sie achteten gar nicht darauf, sondern rannten panisch durcheinander. Ihre Ignoranz steigerte meine Wut. Stattdessen zogen sie ihre Köpfe ein und versuchten, vor dem was sie nicht kennen wegzulaufen. Meine Geduld war zu Ende.

*

Stein und Holz bersten unter Feuer, gebären neue Flammen und schmelzen Eisen.

Schreie und Tod hallen durch die Nacht, verstummen in der Finsternis.

Hoffnung brennt bis zum Schluss, verglüht im heißen Wind.

Asche und Rauch im Morgengrauen, Totenstille über taufeuchten Wiesen.

Schalina und ich, wir haben uns irgendwie auseinandergelebt. Ein dritter Teil ist auf absehbare Zeit nicht geplant.

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Drei Wünsche

Das scharfe Blatt der Axt fuhr in die Baumkerbe ein, was Holzsplitter aufsprengen ließ. Auf dem von Wurzeln durchzogenen Boden hatte sich mittlerweile eine Schicht von Rinde und abgeplatztem Baumfleisch angesammelt. Der Mann mit dem freien und schwitzenden Oberkörper zog am Stiel seines Werkzeugs und befreite die Axt aus dem Holz spendenden Lebewesen. Erneut hob er seine Waffe über die Schulter und ließ sie kurz darauf wieder niederfahren. Weitere Bestandteile des Baumes wurden aus dem Stamm gerissen und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die große Pflanze der rohen Gewalt des Holzfällers geschlagen geben musste.

Bei dem Holzfäller handelte es sich um Kenneth, einen jungen Mann in der Mitte seiner Zwanziger Jahre, der sich seinen Lebensunterhalt durch das Fällen von Bäumen verdiente. Sein Vater hatte als Holzfäller gearbeitet und vor ihm sein Großvater. Kenneth arbeitete gerne im Wald und liebte es, durch eigene Kraft etwas zu verrichten. Er würde wenig später den Baum zu Boden fällen und ihn dann zu kleineren Teilen verarbeiten. Später konnte er Bretter daraus gewinnen und diese für sich selber nutzen oder an den Schreiner im Dorf verkaufen.

Gerade als er die Axt ein weiteres Mal in den Stamm schlagen wollte, vernahm er ein leises Geräusch und er hielt in seiner Bewegung inne.

Was war das? Hatte ihn jemand gerufen oder hatte nur irgendwo ein kleines Tier im Unterholz dieses Geräusch erzeugt? Kenneth nahm an, dass er sich getäuscht hatte, und schickte sich an seine Arbeit fortzusetzen. Doch da war es wieder. Ein leises Geräusch, ähnlich dem Wimmern eines kleinen Kindes.

Es war kaum wahrnehmbar aber dennoch zu hören. Er nahm die Axt herab und ließ sie locker an seinem rechten Arm baumeln. Dann sah er sich um und stellte überrascht fest, dass bis auf Bäume und Strauchwerk des Waldes nichts zu sehen war. Was hatte er nur gehört und woher war das Geräusch gekommen?

Er strengte sein Gehör an und schließlich vernahm er erneut das leise Rufen. Kenneth versuchte zu lokalisieren, aus welcher Richtung das Geräusch kam und begab sich dann zögernd in die angenommene Richtung, die Axt weiterhin einsatzbereit in seiner Hand.

Jetzt hörte er es wieder, dieses Mal etwas deutlicher als zuvor. Jemand rief leise um Hilfe und Kenneth war sich beinahe sicher, dass die Rufe von einem kleinen Mädchen oder einer jungen Frau stammten. War etwa jemand in Not und bedurfte seiner Hilfe? Kannte er sie sogar, da sie aus dem Dorf stammte, in dem auch er lebte? Er näherte sich nun langsam den Hilferufen und nahm diese immer deutlicher wahr. „Hilfe. So hilf mir doch!“

Kenneth blieb stehen.

Wo kamen die Geräusche nur her? Er konnte rund um sich herum nichts erkennen. Nirgendwo konnte er eine Menschenseele ausmachen. Gab es in seiner Nähe etwa ein Erdloch, in das eine Frau hineingefallen war? Wie anders sollte es zu erklären sein, dass er die Frau hörte, aber nicht sah? Er machte weitere Schritte auf die Quelle des Geräusches zu und vernahm dann einen weiteren deutlichen Hilferuf. „Bitte hilf mir und befreie mich doch. „

Kenneth kam es so vor, als ob sich die Hilfe suchende Person unmittelbar in seiner Nähe befinden musste, doch er konnte noch immer nichts Ungewöhnliches erkennen.

Dann fiel sein Blick auf den Boden des Waldes und plötzlich sah er etwas, was nicht unbedingt in den Wald gehörte.

Vor seinen Füßen stand ein kleiner Käfig aus Holz, der ihn sogleich an eine Falle für Kleintiere erinnerte. Manche Jäger fingen damit Kaninchen oder Marder und ähnliches Getier. Aber daher konnten die Hilferufe doch unmöglich stammen, oder etwa doch?

„Befreie mich doch bitte. „, rief jemand und nun war sich der junge Mann ziemlich sicher, dass die Stimme aus der Falle kam.

Er wich erschrocken zurück und nahm seine Axt in beide Hände. Er hielt den Stiel krampfhaft fest, bereit, sich jederzeit zu verteidigen. „Wer ist da?“

„Ich bin hier drin gefangen. Befreie mich bitte. „, sagte die junge Frauenstimme zu ihm.

„Wo bist du?“, fragte Kenneth unsicher nach.

„Ich bin hier unten. Im Käfig. Hole mich bitte hier heraus. „, antwortete jemand. Kenneth glaubte zu träumen.

Was geschah hier vor seinen Augen? Es konnte doch unmöglich jemand in diesem Käfig stecken, der zugleich mit ihm reden konnte. Da konnte doch unmöglich ein Mensch drin sein.

„Wie bist du da rein gekommen…? Und was bist du überhaupt?“

„Komm näher und sieh in den Käfig. „, forderte ihn die Stimme auf. „Dann wirst du sehen, wer ich bin, und dass du keine Angst vor mir zu haben brauchst.

Kenneth war noch immer unsicher, aber durchaus neugierig. Er hielt sich für einen starken und mutigen jungen Mann, der sicherlich nicht vor etwas Angst haben musste, was in eine zwei Fuß lange Falle passte. Er begab sich daher auf seine Knie, die Axt immer noch in einer Hand, und robbte vorsichtig an den Käfig heran. Als sein Kopf nur noch wenige Zentimeter von der Falle entfernt war, erblickte er plötzlich ein zartes Wesen, das ihn von jenseits der Gitterstäbe traurig anschaute.

„Großer Gott. Was bist du?“, fragte Kenneth und war sichtlich erschrocken. Bei der Gefangenen handelte es sich um eine junge Frau in der Größe einer Männerhand. Ihr Körper sah zart und zerbrechlich aus. Sie wirkte allerdings auch anmutig und strahlte eine Aura der Schönheit und Vollkommenheit aus. Neben ihrem traurigen Blick nahm Kenneth ein wunderschönes Gesicht wahr, das von goldenen langen Haaren umrahmt wurde. Es fiel dem Wesen locker über die nackten Schultern.

Das kleine Wesen war beinahe unbekleidet, nur ihre Brüste und ihr Unterleib wurden von kleinen Stoffstücken bedeckt.

Kenneth entschied spontan, dass dieses Wesen ausgesprochen hübsch war und wäre sie eine junge Menschenfrau gewesen hätte man sie als äußerst ansehnlich und begehrenswert bezeichnet. Dieses Wesen war allerdings alles andere als ein Mensch, was nicht zuletzt an den beiden Flügeln lag, die Kenneth im nächsten Moment aus ihrem Rücken erwachsen sah. Das Wesen hatte tatsächlich Flügel, wie die eines Schmetterlings, nur, dass diese beinahe durchsichtig waren und glänzend schimmerten.

„Ich bin eine Fee aus dem Land der Seefeen und habe mich in diesem Wald verirrt. „, erklärte das kleine Wesen ihrem mutmaßlichen Retter. „Ich befinde mich auf den Weg Richtung Heimat und bin aus Versehen in diesen Käfig geraten. Kannst du mich bitte befreien?“

Kenneth konnte nicht glauben, dass er in diesem Augenblick ein Fabelwesen erblicken sollte. Er hatte nie an Riesen, Elfen oder Feen geglaubt, auch wenn ihm seine Großmutter früher in Geschichten immer wieder davon erzählt hatte.

Er hatte dies stets für erfundene Gutenachtgeschichten gehalten und musste nun feststellen, dass es offenbar doch Dinge im Leben gab, die überraschten und mit denen man nicht rechnen konnte. „Es gibt doch gar keine Feen. Du solltest eigentlich überhaupt nicht existieren. „

„Und dennoch siehst du mich vor dir stehen. In Fleisch und Blut. „, behauptete die Fee.

„Ich träume doch. Das kann doch nicht wirklich passieren.

„, redete Kenneth nun mit sich selber.

„Du träumst nicht, denn ich bin real. „, erklärte die Fee. „Ihr Menschen bekommt uns nie zu sehen, da wir uns zu tarnen wissen und unerkannt bleiben. Ihr lebt euer Leben und wir das Unsere. Gleichwohl beobachten wir euch und sind stets unter euch…. Befreist du mich jetzt? Es soll auch nicht zu deinem Schaden sein. „

Kenneth wurde hellhörig und sah das junge Wesen an.

„Würdest du dich bei mir erkenntlich zeigen, wenn ich dich befreien würde?“

„Wie alle Seefeen verfüge ich über magische Kräfte. „, erklärte das gefangene Wesen. „Ich kann dir Wünsche erfüllen, für Dinge, die du dir immer schon erträumt hast. „

„Das glaube ich dir nicht. „, behauptete Kenneth. „So etwas gibt es doch nicht. „

„Du hast doch auch bestimmt nicht geglaubt, dass einmal eine Fee mit dir reden würde, oder?“, fragte die Fee.

Kenneth glaubte nicht so recht an ihre Behauptung, doch er sah auch keinen Grund, das zarte Wesen noch länger gefangen zu halten. „Also gut. Ich werde dir helfen und dich befreien. „

Er öffnete den zugeschnappten Riegel der Falle und öffnete diese dadurch. Dann rückte er von dem Käfig ab und erwartete in gebührendem Abstand, dass das Wesen die Falle verlassen würde. Nach nur wenigen Augenblicken realisierte er die Bewegung am Eingang des Käfigs und plötzlich schwebte die junge Fee auf ihn zu und schlug dabei mit ihren glänzenden Flügeln um sich.

Kenneth verfolgt die Annäherung des Wesens ungläubig und glaubte immer noch zu träumen. Es konnte tatsächlich fliegen und kam nun auf ihn zu. Das durfte doch alles gar nicht sein. Er saß auf dem Waldboden, unfähig sich zu bewegen oder zu fliehen. Er starrte das Feenwesen neugierig an und schließlich befand sich dieses direkt vor seine Nase und schwebte vor ihm herum.

„Du hast mich befreit und dafür bin ich dir sehr dankbar.

„, erklärte das zarte Wesen. „Als Fee verfüge ich über magische Kräfte und aus Dankbarkeit werde ich dir nun drei Wünsche gewähren. Als Lohn für deine edelmütige Tat. „

Kenneth wusste nicht so recht, was er von dem Angebot halten sollte. Hätte man ihm erzählt, dass es Wünsche verteilende Feen geben würde, hätte er denjenigen für verrückt erklärt. Doch er hatte selber die Bekanntschaft dieses besonderen Wesens gemacht und konnte nicht abstreiten, dass es auf der Welt Dinge gab, mit denen er bis zum heutigen Tage niemals gerechnet hatte.

„Du möchtest mir also Wünsche erfüllen?“, fragte er nach. „Welcher Art?“

„Das liegt ganz in deinem Ermessen. „, stellte die Fee fest, die weiterhin auf Höhe seines Kopfes flog und ihn freudig anlächelte. „Die Wünsche müssen erfüllbar sein. Ich kann keine Kriege beenden oder Berge versetzten. Ebenso kann ich nichts erfüllen, wodurch anderen Schaden zugefügt wird. Du solltest dir etwas für dich selber wünschen. „

„Egal, was es ist?“, fragte der junge Mann nach.

„Egal, was es ist. „, bestätigte die Fee.

„Also…. Wenn ich mir jetzt einen Haufen Gold wünschen würde…. Das könntest du mir erfüllen?“, wollte er wissen.

„Aber sicher. „, erwiderte das zarte Wesen. „Du musst es nur wünschen und ich werde dir den Reichtum bescheren, den du dir erhoffst. „

„Also gut…. Dann möchte ich so viel Gold haben, dass ich für mein Leben lang ausgesorgt habe und nicht bis ins hohe Alter hinein im Wald schuften und Bäume fällen muss.

„, äußerte Kenneth seinen ersten Wunsch.

„Der erste Wunsch sei dir gewährt. „, erklärte das Fabelwesen und schlug plötzlich heftig mit den Flügeln. Um sie herum wirbelte plötzlich eine Art Goldstaub auf, der sich wie ein Wirbelwind in die Höhe erhob, der immer größer und gewaltiger wurde. Kenneth schirmte seine Augen vor der hellen Erscheinung ab und schließlich musste er sich abwenden, um nicht zu sehr geblendet zu werden. Er hörte undefinierbare Geräusche und fragte sich, was um ihn herum geschah.

Dann schließlich wurde es ruhiger und das strahlende Licht vor ihm verblasste allmählich. Kenneth öffnete seine Augen und erblickte die junge Fee, die immer noch vor ihm in der Luft schwebte. Dann fiel sein Blick auf den Boden und er erkannte die beiden großen Säcke zu seinen Füßen. Sie waren aus festem Leinen geknüpft und waren jeweils mit einer Schnur zusammengebunden. Die Säcke maßen gut zwei Fuß in der Höhe und Kenneth beugte sich herab um einen von ihnen aufzunehmen.

Er hatte nicht mit dem großen Gewicht des Sacks gerechnet und konnte ihn kaum anheben. Er ließ daher von ihm ab und sah die Fee fragend an. „Ist da Gold drin?“

„So viel Gold, dass du es kaum tragen kannst. „, beantwortete seine Gönnerin die Frage. „Du wirst bis zu deinem Lebzeitende keine Geldsorgen mehr haben. Du und deine Familie werden reich sein und niemals Hunger leiden müssen. Dies war dein erster Wunsch und ich bin froh, dass du dich so weise entschieden hast….

Wie lautet dein zweiter Wunsch?“

Kenneth stand noch immer unter dem Eindruck des ersten Wunders und konnte gar nicht so schnell entscheiden, was er sich noch wünschen sollte. Er überlegte und kam dann auf das Naheliegende. „Ich wünsche mir Gesundheit und Kraft. Starke Muskeln und einen wachen Geist. Ich möchte stark sein, wendig und ausdauernd. Mein Körper soll gestählt sein und die anderen Menschen sollen mich bewundern und Respekt vor mir haben.

„, sprach Kenneth seinen zweiten Wunsch aus.

„Wenn dies dein Wunsch ist, so werde ich ihn dir erfüllen. „, erklärte die Fee.

„Warte!“, warf Kenneth ein. „Ich möchte meinen Wunsch erweitern. „

Die Wünscheerfüllerin sah ihn lächelnd an und meinte „Dann sprich aus, was dir vorschwebt. „

„Ich möchte…, es ist mir etwas peinlich, aber…. „, druckste der junge Mann herum.

„Hab keine Hemmungen und teile mir deinen Wunsch mit. „, forderte sie ihn auf.

„Ich möchte männlich sein und von den Frauen bewundert werden. „, erklärte Kenneth.

„Das wirst du werden, nachdem ich dir deinen Wunsch nach einem kraftvollen Körper erfüllt habe. „, behauptete seine Wohltäterin.

„Es gibt etwas an meinem Körper, mit dem ich nicht zufrieden bin.

„, gab er zu verstehen und blickte an sich herab.

Die Fee erkannte, dass er auf die Vorderseite seiner Hose schaute, und sagte dann „Oh, ich

verstehe…. Also möchtest du gerne deine Männlichkeit ebenso stark und kräftig ausgestattet wissen wie den Rest deines Körpers?“

„Wenn es möglich wäre. „, gab Kenneth etwas verschämt zu. „Vielleicht nur ein paar Zentimeter mehr und vielleicht auch etwas dicker und härter.

Die Fee lächelte stumm vor sich hin und blickte Kenneth schließlich in die Augen. „Wenn dies dein Wunsch ist, werde ich ihn dir erfüllen und deine Männlichkeit wird sich ganz zu deiner Zufriedenheit entwickeln. „

„Dann erfülle mir bitte auch meinen zweiten Wunsch. „, bat Kenneth und blickte das vor ihm schwebende Wesen erwartungsvoll an.

„Dein Wunsch sei mir Befehl. „, erklärte das kleine Wesen und begann dann eifrig mit den Flügeln zu schlagen.

Die Prozedur vom ersten Wunsch wiederholte sich und Kenneth musste sich abwenden, um nicht von dem glitzernden Licht um ihn herum geblendet zu werden. Nachdem der Vorgang beendet war, öffnete er die Augen und richtete seinen Blick sogleich auf seinen nackten Oberkörper. Was er sah, beeindruckte ihn. Er war deutlich muskulöser als zuvor. Unter seiner Haut zeichneten sich kräftige Muskelbündel ab, sowohl an den Armen als auch an seinen Beinen.

Sein Oberkörper strotzte vor Muskelfleisch und er sah wesentlich kräftiger als zuvor aus. Kenneth kam sich direkt stärker vor, doch er wollte eine Bestätigung seiner gesteigerten Kraft erhalten. Er beugte sich herab und legte seine Hände um die verschlossenen Säcke mit dem Gold, die er zuvor nicht stemmen konnte. Jetzt konnte er beide Säcke ohne Probleme anheben und in die Höhe strecken. Sie fühlten sich überhaupt nicht schwer an und Kenneth war zunächst sprachlos.

Er stellte die Säcke wieder auf dem Waldboden ab und sah dann das Feenwesen an. „Du hast mich tatsächlich stärker gemacht. „

„Wie es dein Wunsch war. „, erwiderte sie mit einem freundlichen Lächeln. „Willst du nicht auch nachsehen, wie es nun um deine Männlichkeit bestellt ist?“

Daran hatte er gar nicht mehr gedacht, aber natürlich hatte er sich ja auch dort eine körperliche Verbesserung gewünscht.

Er fasste sich an die Kordel, die seine Hose zusammenhielt, und öffnete diese. Er wollte gerade in die Hose schauen als ihm einfiel, dass die Fee direkt vor ihm schwebte. Kenneth wendete sich daher von ihr ab und öffnete seine Hose. Was er erblickte, raubte ihm den Atem. Sein Penis hing schlaff an ihm herab, doch er maß gut und gerne das Doppelte von dem, was früher zwischen seinen Beinen gebaumelt hatte. Offenbar hatte ihm der zweite Wunsch einen enormen Zuwachs seiner Männlichkeit beschert und Kenneth ließ es sich nicht nehmen, sein Geschlechtsteil zu betrachten und auch zu berühren.

Es fühlte sich immer noch so wie vorher an, auch wenn die Größe eine andere war. Wie sein bestes Stück wohl im erregten Zustand aussehen mochte? Würde sein Penis dann auch doppelt so groß sein wir vorher?

„Bist du mit der Veränderung zufrieden?“, fragte die Fee ihn plötzlich und riss ihn aus seinen Gedanken. Kenneth realisierte, dass sie um ihn herum geschwebt war und ihn nun direkt ansah.

Er ließ daher rasch von seinem Penis ab und verstaute ihn wieder in seiner Hose. „Äh, ja. Ich bin sehr zufrieden… Und der bleibt jetzt so, wie er ist. „

„Sicherlich. Er wird nicht wieder kleiner. „, bestätigte die Fee. „Es sei denn, dass du es dir mit deinem dritten Wunsch wünscht. „

„Das werde ich ganz bestimmt nicht tun. „, erklärte Kenneth mit einem Grinsen im Gesicht.

Die Fee erwiderte das Lächeln und erkundigte sich nach dem letzten zu erfüllenden Wunsch. „Was soll dein letzter Wunsch sein…? Du bist nun ein reicher und stattlicher Mann. Was fehlt dir noch zu deinem Glück?“

Kenneth überlegte und sagte dann „Zu meinem Glück fehlt mir noch ein Weib, das ich lieben und mit dem ich eine Familie gründen kann. „

„Das übersteigt leider meine Kräfte.

„, erklärte die Fee. „Ich kann keine Frau für dich erschaffen und auch niemand zwingen dich zu lieben. „

Kenneth wirkte sichtlich enttäuscht. Er hatte sich schon lange eine Frau an seiner Seite gewünscht, mit der er sein Leben gemeinsam verbringen könnte. Seine bisherigen Bemühungen waren zum Scheitern verurteilt gewesen. Entweder hatten sich die jungen Frauen nicht für ihn interessiert oder die Väter der infrage kommenden Frauen hatten ihn wegen seines einfachen Berufs nicht für einen würdigen Ehemann gehalten.

Der dritte Wunsch sollte ihm nun über diese Unwegbarkeiten hinweg verhelfen.

Sein Blick fiel auf die schwebende Fee vor ihm und auf einmal hatte er eine Eingebung. So klein das Fabelwesen auch war… so wunderschön und begehrenswert erschien sie ihm. Er konnte sich sehr gut vorstellen, eine Frau dieser Art zu seinem Weibe zu nehmen. Wenn er es sich genau überlegte, erfüllte die kleine Fee nahezu alle seine Vorstellungen von seiner zukünftigen Ehefrau.

Sie müsste nur in etwa seine Größe haben. Kenneth blickte das zarte und zerbrechlich wirkende Wesen vor sich an und rang sich endlich zur Äußerung seines dritten Wunsches durch. „Ich möchte…, dass du dich in eine Menschengestalt verwandelst und fortan als mein Weib an meiner Seite lebst. „

Damit hatte die Fee nicht gerechnet und ihr Gesichtsausdruck verriet Unglaube und Fassungslosigkeit. „Das geht nicht. „

„Warum geht das nicht?“, fragte Kenneth nach.

„Ich wünsche mir, dass du dich verwandelst und nicht mehr von meiner Seite weichst. Du gefällst mir und ich wünsche mir, dass ich den Rest meines Lebens mit dir verbringen darf. „

Die Fee blickte ihn entrüstet an und meinte „Ich hatte doch gesagt, dass es ein Wunsch sein muss, der dich selber betrifft. „

„Das tut es doch, denn ich wünsche mir, dass du meine Gefährtin wirst.

„, gab Kenneth zu verstehen.

„Selbst wenn ich dir diesen Wunsch erfüllen wollte, würde es nicht gehen. „, klärte ihn die kleine Fee auf. „Ich kann mich nicht dauerhaft in ein anderes Wesen verwandeln. Ich bin und bleibe eine Seefee und kann nicht einfach zu einem Menschen werden. „

„Du hast dauerhaft gesagt. „, warf Kenneth ein. „Willst du damit sagen, dass du vorübergehend Menschengestalt annehmen könntest?“

Der Fee ging wohl auf, dass sie mehr gesagt hatte, als gut für sie war und blieb zunächst stumm.

Kenneth dachte nach und sagte dann „Wenn ich dich schon nicht für immer an meiner Seite haben kann, so will ich dich für einen kurzen Augenblick als Menschenfrau erleben. Mit meinem dritten Wunsch wünsche ich mir, dass du dich sogleich in einen Menschen verwandelst und mir zu Dienste bist. „

Die Fee suchte nach den passenden Worten, zog dann allerdings resignierend die kleinen Schultern hoch. „Ich darf leider nicht entscheiden, ob ich einen machbaren Wunsch ablehnen möchte oder nicht.

Es stimmt. Ich kann meine Gestalt für eine bestimmte Zeit verändern. „

„Für wie lange?“, wollte Kenneth wissen.

„Ich weiß es nicht bestimmt. „, gab sie zu verstehen. „Aber länger als einen Tag wird es nicht anhalten. Danach werde ich wieder meine ursprüngliche Form annehmen. „
„Dann werde für die Dauer dieses Tages meine Geliebte und verwandle dich in eine Menschenfrau. „, sprach Kenneth aus und erkannte, wie im nächsten Augenblick die Flügel der kleinen Fee zu vibrieren anfingen.

Dann flog erneut der goldene Staub vom Boden in die Luft und raubte Kenneth die Sicht. Er schirmte seine Augen mit der Hand ab und wendete sich zugleich von dem Geschehen vor ihm ab. Als dann der Zauber gewirkt hatte, richtete er seinen Blick erneut nach vorne und war gespannt zu erfahren, welche Gestalt die kleine Fee angenommen hatte. Vor ihm stand plötzlich eine atemberaubend schöne Gestalt. Nur etwa einen Kopf kleiner als er stand eine vollkommen nackte Frau auf dem Waldboden und sah ihn erwartungsvoll an.

Kenneth glaubte eine genaue Kopie der kleinen Fee in Menschengröße vor sich zu haben. Das goldene Haar fiel immer noch über ihre Schultern und die angenehmen Gesichtszüge entsprachen denen des kleinen Wesens. Unterhalb des Gesichts konnte er einen wundervoll geschwungenen Frauenkörper bewundern, der schlank und kurvenreich war, zwei feste Brüste aufwies und endlos lange Beine zu haben schien.

Kenneth bekam einen trockenen Mund und er richtete seinen Blick auf die beiden strammen Halbkugeln in der Mitte ihres Oberkörpers.

Die Warzenhöfe der ehemaligen Fee waren unscheinbar klein und unterschieden sich in ihrer Farbe kaum vom Rest der blassen, fast weißen Haut. Ihre Brustwarzen standen steil aus der Brustmitte ab und sie wirkten auf Kenneth beinahe hypnotisierend. Weiter unten erblickte er ihren haarlosen Venushügel, der oberhalb eines schön anzusehenden Schambereichs lag. Kenneth fiel nur ein Begriff ein, um ihr Äußeres zu beschreiben. „Du bist wunderschön…. Du bist glaube ich die schönste Frau, die mir je begegnet ist.

„Dann gefällt dir also, was du siehst?“, erkundigte sich die Fee in Menschengestalt.

„Du trägst noch immer deine Flügel. „, merkte Kenneth an und deutete auf dieselben Flügel, welche er zuvor bei der kleineren Ausführung der Fee zu sehen bekommen hatte. Sie waren jetzt natürlich sehr viel größer und nahmen weite Teile ihres Rückens ein. Auch jetzt schimmerten sie glitzernd und waren beinahe durchsichtig.

„Auch wenn ich meine Gestalt verändere….

Meine Flügel bleiben mir. „, erklärte sie. „Ohne diese kann ich keine Fee sein. „

Kenneth Augen wanderten erneut über den gesamten wundervollen Prachtkörper. Er bewegte sich auf das Wesen zu und umrundete es einmal. Die Fee blieb starr auf der Stelle stehen und ließ sich betrachten. Nun stand Kenneth wieder frontal vor ihr und bewunderte erneut ihr anmutiges Antlitz. „Du bist so wunderschön…. Ich würde mir wünschen, dass du für immer und ewig diese Gestalt beibehalten könntest.

„Ich wünschte, ich könnte deiner Bitte entsprechen, aber es ist, wie es ist. „, erklärte die Fee. „Was gedenkst du nun zu tun?“

Kenneth wusste das selber nicht so genau. Wenn er sich dieses aufregende Geschöpf ansah, fiel ihm sogleich etwas Naheliegendes ein. Doch durfte er von dem Wesen verlangen, dass es sich seinen Wünschen unterwarf und ihm zu Diensten war?

„Möchtest du, dass ich dir nahe bin?“, fragte die Fee plötzlich.

„Ich würde dich am liebsten in die Arme nehmen, dich halten und deinen Körper spüren. „, gestand der junge Mann.

„Wir können tun, was im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt. „, erwiderte sie. „Wenn du willst, darfst du dich mir nähern. „

Kenneth zögerte nur kurz, dann machte er einen Schritt auf sie zu und legte schließlich seine kräftigen Hände auf ihre schlanken Arme.

Er ließ seine Hände ihre oberen Gliedmaßen entlang wandern und als er ihre Hände erreicht hatte machte er kehrt und streichelte mit den Fingerspitzen wieder die Arme hinauf. „Du hast so eine schöne weiche Haut. Das gefällt mir. „

Nun legte die zur Frau gewordene Fee ihre Handflächen auf seine harte Brust und begann diese über die darunterliegenden Muskeln zu bewegen. „Du hast jetzt einen starken und begehrenswerten Körper…. Die Frau, die einmal dein Weib sein wird, wird sicherlich ihre Freude an dir haben.

Kenneth wollte sich nicht mehr nur mit ihren Armen beschäftigen und führte seine Hände nach vorne. Er legte seine Hände auf ihren blassen Bauch und sah ihr tief in die Augen. „Darf ich deine Brüste berühren?“

„Nur zu…. Ich stehe dir ganz zur Verfügung. „, antwortete die Frau vor ihm.

Kenneth zögerte und bewegte dann seine Hände zurückhaltend nach oben. Als seine Fingerspitzen den Ansatz ihrer Brüste erreichten, spürte er ihr Zittern.

Er selber war mittlerweile gehörig erregt, was sich in dem Zustand seines nunmehr eindrucksvollen Geschlechtsteils widerspiegelte. Seine Erregung war deutlich unter dem Stoff seiner Hose zu erkennen und hin und wieder warf die Fee prüfende Blicke zwischen seine Beine.

Jetzt legte er die Hände auf die runden Vorwölbungen und begann vorsichtig über die weiche Haut zu streicheln. Die Frau hielt stand und ließ ihn gewähren. Kurz darauf begann er ihre Brustwarzen zu reizen und fand schnell Gefallen daran, ihre aufgestellten Nippel zu umspielen.

„Das gefällt mir. „, gab die Fee zu.

„Macht ihr Feen das eigentlich auch…? Ich meine, wie wir Menschen. „, wollte Kenneth wissen.

„Wir vermehren uns auch auf diese Weise, doch wir paaren uns nur zu diesem Zweck. Nicht zu unserem Vergnügen. „, behauptete die Fee.

„Empfindet ihr denn keine angenehmen Gefühle dabei?“, fragte Kenneth irritiert nach.

„Wir können sehr wohl schöne Empfindungen dabei erleben, doch dies ist nicht das Ziel unserer Zusammenkünfte.

„, meinte sie.

Kenneth wollte das Wesen noch intensiver spüren und trat einen weiteren Schritt auf sie zu. Ihre Körper berührten sich nun und seine Beule unter dem Stoff seiner Hose stieß in diesem Augenblick gegen ihren nackten Bauch. „Würdest du schöne Empfindungen erleben, wenn wir beide uns nun annähern würden?“

„Ich denke schon. „, vermutete die Gefragte und führte plötzlich ihre Hände an den Bund seiner Hose.

Kurz darauf war die Hose geöffnet und rutschte ihrem Besitzer die Beine herab. Zum Vorschein kam ein stattlicher harter Penis, der steil vom Körper ab stand und sich dadurch auf den Bauch der nackten Frau legte. Sie wich nicht zurück und richtete ihren Blick nach unten. „Ich glaube, du wirst mit der Veränderung zufrieden sein…. Soll ich dich berühren?“

Kenneth nickte stumm und sehnte sich nach der Berührung durch die Frau vor ihm.

Er konnte noch immer gar nicht glauben, dass sein Schwanz so unglaublich hart und lang gewachsen war. Sein bestes Stück maß mindestens fünf bis sieben Zentimeter mehr als zuvor und er war mehr als zufrieden mit diesem Umstand. Zudem kam er ihm dicker und härter als üblich vor, wenn sich seine Erregung zwischen seinen Beinen zeigte. Jetzt legte die Fee beide Hände auf die Erregung und ließ ihre Finger an den Seiten entlang streicheln.

„Gefällt dir, was ich mache?“

„Das gefällt mir sogar sehr gut. „, erklärte Kenneth mit erregter Stimme. „Du darfst ruhig etwas fester an ihm reiben. „

Die Frau mit der blassen Haut kam dem Vorschlag nach und bearbeitete nun seine Männlichkeit deutlich intensiver als zuvor. Eine Hand hatte sie nun um den harten Phallus gelegt, während die andere vorsichtig an seiner Spitze spielte. Kenneth selber wollte nicht untätig bleiben und nahm eine Hand von ihren Brüsten zurück und ließ sie stattdessen in ihren Schoß gleiten.

Die ausgestreckte Hand passierte den kahlen Venushügel und legte sich dann mitten auf ihre Öffnung. Kenneth spürte, wie sie den Atem anhielt, und sah sie ihre Augen schließen. Ihr Zittern belegte ihr Reagieren auf seine Berührung. Während sie weiterhin seinen Schwanz umspielte, schob Kenneth seinen Mittelfinger zwischen die Schamlippen der Fee und suchte neugierig nach der Stelle, an der jede Frau besonders empfänglich für intime Reize war.

„Oh. Das ist schön.

„, kommentierte die Fee und erzitterte bei den sündigen Berührungen. Aufgrund ihrer eigenen Empfindungen vernachlässigte sie für einen Augenblick die Bedienung ihres Partners. Dann aber besann sie sich ihrer Aufgabe und setzte das Auf und Ab an Kenneth Stab fort. Dieser bewegte seinen Finger weiter raumgreifend in ihrer Spalte umher, was ihr weitere Lustbekundungen entlockte. „Das ist schön…. Macht es euch Menschen immer so viel Spaß?“

„Mir gefällt es ausgezeichnet. „, gestand Kenneth, der selber immer geiler wurde.

„Darf ich richtig Liebe mit dir machen?“

„Ja, das wünsche ich mir. „, gab die Fee zu verstehen und ließ von seinem Stab ab. Sie drehte ihm den Rücken zu und beugte sich dann über einen Baumstumpf, sodass sie Kenneth ihr formvollendetes Gesäß anbieten konnte. Der junge Mann hatte zunächst nur Augen für die aus ihrem Rücken erwachsenden Flügel. Wie sollte er sich diesem Wesen nähern, wenn er ständig ihre Feenabzeichen vor sich sah? Doch der Drang sich mit ihr zu vereinigen war deutlich stärker als seine Vorbehalte und so näherte er sich ihr und umfasste ihre Taille mit seinen starken Händen.

Seine Männlichkeit wippte vor lauter Erregung auf und ab und stieß schließlich gegen ihre runden Backen. Ohne mit der Hand nachzuhelfen erreichte seine Spitze das Ziel und ganz langsam und ohne Hektik schob Kenneth dann sein Becken nach vorne, wodurch seine harte Lanze tief in die Öffnung der Fee dringen konnte.

„Oooaaah, jaaaa, mmmmh. „, kommentierte die Empfängerin seines Stabes und ihre undefinierbaren Äußerungen ließen keinen Zweifel an ihrer Erregung aufkommen.

Als Kenneth feststellte, dass er vollends in sie eingedrungen war, obwohl sich noch ein gutes Stück seiner Männlichkeit außerhalb befand, begann er sachte zu stoßen und nahm schließlich einen stetigen langsamen Rhythmus auf.

„Ja, das ist schön…. Mmmmmmh. „, ließ die Fee verlauten, während Kenneth seine Freude an dem Akt eher zurückhaltend bekundete.

Immer wieder stieß er zu, mal vorsichtig, ein anderes Mal kraftvoll. Seine Geliebte reagierte auf jeden Schub und artikulierte sich im Gleichklang zu seinen Bemühungen.

Kenneth nahm wahr, wie seine Erregung immer stärker wurde und er war sich sicher, dass er bald zu einem befriedigenden Ende kommen würde. Doch plötzlich entzog sich die Fee von ihm und drehte sich um. „Darf ich mich auf dich setzten? Ich würde dir gerne dabei in die Augen schauen. „

Kenneth war dies nur Recht, solange er sich weiter mit diesem traumhaften Geschöpf vergnügen durfte. Er legte sich rasch auf den Waldboden und erwartete die Nackte über sich kommen.

Die Fee schlug einmal mit den Flügeln und stellte sich dann breitbeinig über ihn. Dann senkte sie ihren Körper herab und Kenneth verfolgte ihre Bewegungen während er intensiv ihre sich öffnende Weiblichkeit musterte.

Jetzt hatte ihr Schoß seine aufgestellte Lanze erreicht und sie ließ sich direkt über dieser auf ihn fallen. Beide stöhnten im Rahmen ihrer Vereinigung lustvoll auf und die Frau auf Kenneth wartete nicht lange ab, sondern nahm sogleich einen sanften Ritt auf.

Kenneth versank immer tiefer in seine Ektase und diese Art der Vereinigung gefiel ihm sogar noch viel besser als die Vorherige. Nunmehr konnte er ihr schönes, von Lust verzerrtes, Gesicht beobachten. Auch ihre im Gleichklang schwingenden Brüste regten seine Libido an und brachten ihn noch näher an einen erlösenden Moment heran. Plötzlich begann sie schneller auf ihm zu hüpfen und Kenneth ging davon aus, dass auch die Fee nicht mehr allzu lange auf ihren schönen Augenblick warten musste.

Sie atmete schwer und schlug immer wieder mit den Flügeln während sie unbeirrt auf dem jungen Mann ritt.

Kenneth spürte seinen Abgang kommen und warnte „Ich kann nicht mehr…. Bei mir ist es jetzt soweit. „

Daran störte sich die Frau auf ihm nicht und ritt immer weiter auf und ab, wobei sich ihre Bewegungen deutlich unkoordinierter erwiesen als noch vor wenigen Augenblicken. Dann kam es ihm und er entlud seine Säfte in die seinen Penis umschließende Weiblichkeit des Fabelwesens.

Als ob sie seinen warmen Samen spüren würde, stöhnte die Frau laut auf und ließ ihrerseits einen gelungenen Höhepunkt erkennen. „Oja, es ist jetzt soweit…. Aaah!“

Kenneth hatte bereits alles, was er an Körpersäften zu bieten hatte, abgesondert und war vollkommen leer gepumpt. Die Fee ließ es nun auch langsamer angehen und erfreute sich an den Ausläufern ihrer Lust.

Sie blieb noch einen Augenblick auf ihm sitzen, dann schlug sie mit den Flügeln und erhob sich von dem nackten Mann.

Kenneth harte Männlichkeit kam zum Vorschein und er betrachtete seinen glänzenden Liebesstab. Nun stand die Fee vor ihm und auch er erhob sich vom Waldboden. Sie traten aufeinander zu und Kenneth legte seine Hände auf ihre nackte Taille. „Das war ganz wundervoll. „

„Mir hat es auch sehr gut gefallen. „, erklärte das Fabelwesen mit einem freudigen Lächeln auf den Lippen. Sie sah einfach nur wunderschön und hinreißend aus und Kenneth begehrte sie noch viel mehr als noch vor wenigen Augenblicken.

„Können wir das wiederholen?“

Ihre Antwort war ein Lächeln und dann sagte sie „Wir können es solange tun, bis ich wieder meine ursprüngliche Gestalt annehmen muss. Wenn du möchtest, begleite ich dich zu deiner Behausung und leiste dir noch eine Weile Gesellschaft. „

„Ich wüsste nicht, was ich lieber tun würde. „, erwiderte Kenneth und nahm die nackte Feenfrau bei der Hand.

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Die Tür aus Licht 03

Die Tür aus Licht 03 (Unter Drogen gesetzt)

>>>“Arr“ Kapitän Friedrich segelt über die sieben Weltmeere.

Ein kühler Wind lässt seinen Körper frösteln, während sein Boot wie wild schaukelt. Ich werde König der Piraten! Seine Crew nicht vorhanden, seine Schätze umso zahlreicher. Nixen steigen plötzlich aus dem Wasser und umzingeln mich. „Wacht…. auuf, mein stolzer Seefahrer. “ Gekonnt zücke ich meinen Säbel, als die Stimme eindringlicher wird.

<<<

„Wach auf!“ ruft mir Irmel entgegen. „Die Zeremonie geht los. „

Ich bemerke, daß ich von lauter nackten Frauen umgeben bin, die mich mit ihren Blicken ausziehen würden, wäre ich nicht schon nackt.

Mein gemütliches Bett befindet sich auch nicht mehr im warmen Zimmer, sondern mitten unterm freien Himmel, umgeben von Fackeln welche die Nacht erhellen.

„Und willst du uns nun viele Töchter schenken?“, fragt mich Irmel, während ihr nackter Leib im Licht der Monde einen wundervollen Blickfang abgibt.

Ein makelloser Körper, mit prallen Busen und einer unrasierten rothaarigen Scham.

Unter den anderen Mädchen, eine schöner als die andere, auch Juliane, die mich verschmitzt anlächelt.

Irmel nimmt meine Hand und führt sie an ihre Vulva. „Fühlst du meine Hitze? Lass uns bitte nicht länger warten. “

Dann schießt es mir plötzlich durch den Kopf! Vater?! Hallo?! Schreiende, plärrende Monstren erzeugen? Und nicht nur 2-3 sondern Dutzende? Ja, wo käme ich da hin?

Das eine Mädchen hat mich vielleicht unerwartet überrascht, aber diesmal ist der Geist des Kriegers stärker.

Ich will eine Prinzessin, keinen Harem!

„Denk nach Friedrich denk nach!“ flüstere ich in mich hinein. Flink ziehe ich meine Hand von Irmels Weiblichkeit zurück, was diese mit einem schockierten Aufstöhnen beantwortet.

„Eh hört mal Mädels, ich weiß ja, daß ihr lange nichts mehr zwischen den Beinen hattet, aber Kinder sind doch echt grausam?“

Verwunderung breitet sich um mich herum aus, während mich böse Blicke wie sie nur lüsterne Frauen machen können durchbohren.

Meine Stimme gerät ins Schwanken: „Ich meine, kommt schon, ihr müsst die 9 Monate in euch tragen, ihr werdet nach einer Schwangerschaft fett und hässlich und denkt an die Schmerzen bei der Geburt! Ich bin zwar keine Frau, aber glaubt mir, ihr wollt das gar nicht. „

„Soll das etwa heißen, du willst nicht!?“, brüllt mich Irmel wutentbrannt an.

„Nicht weniger…“, erwidere ich mit gespielter Lässigkeit.

„Nun denn…Dorothea, gib mir die Flasche mit dem Wolfskrautextrakt! Die anderen! Pakt ihn…“

Ohne irgendetwas machen zu können, liege ich schon ab Boden. Zwei Mannsweiber reißen mir den Mund auf.

„Du wirst uns deinen Samen überlassen, ob du willst oder nicht. „

„I…ch…ha…s…ee…di…ch Mif…fy“ krächze ich heraus, als man mir ein Getränk einflößt, daß einen bissigen Geschmack besitzt. Vom Geruch her erinnert es an nassen Hund.

Dann werde ich ohnmächtig.

Der allwissende Erzähler übernimmt wieder.

Dann reißt Friedrich auf einmal seine Augen auf. Sein Puls schießt förmlich in die Höhe und auf seiner Stirn bilden sich Schweißperlen. Er ist im Fieberwahn, gierig auf all die willigen Weibchen, die sich um ihn versammelt haben.

Wild knurrend möchte er sich aus dem Klammergriff befreien und sein Tatwerk vollrichten.

„Sieh an, sieh an unser Wolf will auf einmal doch. „, meint Irmel schadenfroh, während sie sich auf alle Viere begibt und ihren Lustspender erwartet.

Dann auf einmal, schaltet sich Friedrichs Unterbewusstsein wieder ein. „Freiheit!“, schallt es durch seinen Kopf. In einem Reflex flüchtet er aus dem Dorf Richtung Wald, immer noch völlig benebelt und rollig wie sonst was…

Seine Geliebten, verblüfft über so eine starke Abneigung gegen Sex mit sovielen schönen Frauen, werfen frustriert das Handtuch.

„Vielleicht sollten wir uns einfach den Wölfen anschließen, das sind zwar Monster, aber die wissen was Frau will. „, lacht eines der Mädchen. Die anderen fangen an herumzualbern und zu tuscheln.

„Los wir nehmen alle einen Schluck und besorgen es uns lieber gegenseitig, so wie die letzten Abende auch. “ „Männer, kein Wunder, daß wir keine Gebären sollen. “

„Muss er die Kinder aus seinem Leib pressen oder wir? Wovor hat der Angst?“

„Vorallem, Juliane hier, hat er schon eine kräftige Ladung reingejagt.

“ „Ja, aber die hat ihn überfallen, die Geschickte. “ „Gefickte meinst du?“

„Mädels ich bin geil, lasst uns loslegen. „

Eine Orgie entwickelt sich auf dem Hof, während Friedrich weiter in voller Panik durch die tiefen des Waldes streift.

Stolpernd, stürzend, ahnt er ja noch gar nicht, in welche Gefahr er sich begibt.

Denn im Wald, da leben Räuberstöchter, die schon so manchen abgestochen haben, aber schon lange nicht mehr gestochen wurden.

//An diesem Punkt, Liebe Leser, möchte ich die Geschichte teilen. Ihr werdet einerseits Friedrichs Ausbruch weiter verfolgen dürfen und andererseits Irmels suche nach einem stattlichen Mann. Die Geschichten mit Friedrich werden, mit einem F. markiert, eher auf typischen Männerwünschen aufbauen. Und das Schicksal des Dorfes wird unter einem Irmel-I weiterverfolgt, wobei ich hier zumindest versuchen werde den Geschmack von Frauen zu treffen. //.

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Der Nachtmahr – Böses Erwachen

Ein einzelner Regentropfen fiel auf die Schnauze des bäuchlings auf dem Boden liegenden anthromorphen Albinodrachens und entlockte ihm ein gequält klingendes, stöhnendes Brummen. Larcs Schädel dröhnte. Während er versuchte, seine schweren Augenlieder zu öffnen und durch mehrfaches Blinzeln seine trübe Sicht zu klären, prasselten weitere vereinzelte Regentropfen auf seine Kehrseite hernieder, wo sie von der glatten, schlangenähnlichen Schuppenhaut wie von imprägniertem Leder ab perlten.

Seine Wahrnehmung wirkte verschwommen und seine Glieder müde und schwer.

Es kostete ihm viel Anstrengung, seinen müden Leib zu verlagern, so dass er sich langsam auf den Rücken drehen und in das schwindende Licht des abendlichen, tief grauen und von Wolken verhangenen Himmels hinauf blinzeln konnte, während die Zahl der herab fallenden Tropfen langsam zunahm. Grollender Donner deutete auf ein aufziehendes Gewitter hin und er sog die frische, saubere Luft, in welcher der Duft von Qualm deutlich wahrnehmbar war, mit einem tiefen, seufzenden Atemzug in seine Lunge.

Vom beißenden Geruch alarmiert, der seine Instinkte zur Wahrnehmung von drohender Gefahr weckte, versuchte er seinen müden Körper, der ihm nicht so recht gehorchen mochte aufzurichten, während sein verwirrter Verstand verzweifelt nach einer Erinnerung an die vorangegangenen Ereignisse suchte und sich seine Wahrnehmung langsam klärte, als sich seine Augen langsam an das dämmernde Licht gewöhnten. Es hatte ihm einiges an Mühe gekostet, sich in eine sitzende Position aufzurichten und sein verwirrter Geist kämpfte damit, die ihm völlig fremde Umgebung, welche er mit immer noch benebelter Sicht wahrnahm zu verarbeiten.

Während er seinen Körper mit den Flächen seiner Pranken nach Verletzungen abtastete und verdutzt feststellte, dass er gänzlich unbekleidet, aber ansonsten völlig unversehrt war, schweifte sein Blick über ein Feld der Verwüstung.

Umgeben von einem Zeltlager, über welches ein Hurrikan hinweg gefegt zu sein schien, musterte er die herumliegenden, zum Teil geborstenen Holzstangen, welche einst stützende Elemente der kegelförmigen Tipi-Zelte dargestellt hatten. Lose Stofflaken, welche einst die Abdeckungen der Zelte gewesen waren, wurden vom aufziehendem Wind erfasst und wogen sich gespenstisch darin, während kleinere Fetzen in die Luft gewirbelt wurden.

Vereinzelte Holzgestelle, die sich in seinem Blickfeld befanden, standen noch aufrecht, doch Feuer hatte die sie umgebenden Laken verzehrt und Rauchschwaden stiegen von der immer noch glimmenden Glut empor. Der Wind wirbelte die Asche des verwüsteten Lagers wie graue Schneeflocken auf und Larc wendete seinen Kopf ab und kniff die Augenlieder zu Schlitzen zusammen, um seine Augen vor Verschmutzung zu schützen, während er eine Pranke schützend über seine Nüstern breitete. Hohe Mauern, welche vom Ruß zum Teil schwarz gefärbt waren, ragten den Zeltplatz umgebend empor.

Er schien sich im Innenhof einer alten, verlassenen Festung zu befinden, die einem Stamm offenbar als Unterschlupf gedient hatte. Während der Regenfall stetig stärker zu werden schien, versuchte er sich langsam aufzurichten, was durch seine weich wirkenden Knie deutlich erschwert wurde. Seine Beine schmerzten als hätte er einen kräftezehrenden Gewaltsmarsch hinter sich gebracht, während er im Versuch, seine Umgebung zu erkunden, seine ersten wankenden, unsicheren Schritte tat.

Immer noch ahnungslos, wie er hier hergekommen war oder wie lange er bewusstlos da gelegen haben musste, versuchte er seine wirren Gedanken zu ordnen.

Der plötzlich einsetzende, von heftigen Donner unterlegte Platzregen prasselte auf seine blanke Haut und reinigte sie von dem darauf abgesetzten Ascheschleier, während die herab fallenden Wassermassen allmälig die letzten, glimmenden Brandherde zum erlöschen brachten. Orientierungslos wankte er über das Feld der Verwüstung. Seine letzten Erinnerungen wirkten wild und verschwommen. Panische Schreie und kehlig tiefes Geheul hatten ihn am Morgen aus dem dösenden Halbschlaf gerissen, in den er verfallen war, nachdem er vom Schreck, welchen ihm der Nachtmahr eingejagt hatte unsanft seiner Ruhe beraubt wurde.

Im Gedanken versunken achtete er nicht auf seine Schritte und kam zu Fall, als er in eine Vertiefung im Boden trat, welche im langsam schwindenden Licht der Dämmerung und dem von Asche gesäumten Boden nur schwer erkennbar gewesen war. Reflexartig riss er die Arme nach vorne, um so den Sturz abzufedern und tauchte mit den Knien und den Pranken bis zu den Handgelenken in das schlammige Wasser ein, welches sich binnen Minuten in der Mulde gesammelt hatte.

„Großartig!“ knurrte er, während er sich langsam wieder aufrappelte und an den Rand der Vertiefung setzte und versuchte den Schlamm mit schüttelnden Bewegungen von den Händen zu bekommen. Wisperwind, das Dorf in dem er genächtigt hatte war kurz vor der Morgendämmerung zum Opfer eines Überfalls durch die Worgs geworden.

Das barbarische Brudervolk der Wölfe. Jene die sich einst vom Lichte Lunars abgewandt haben und in deren Herzen der Schatten gekeimt war.

Ihre brandschatzenden, plündernden Kriegerclans waren hier im Norden auf Grund ihrer rücksichtslosen Grausamkeit, mit der sie sich nahmen, was ihnen begehrte gefürchtet. Viele der Einheimischen hatten sich auf Grund häufiger Übergriffe dazu entschieden, ihr Heil in den sichereren Städten zu suchen und nur die verwegensten und auch stursten Vertreter der ländlichen Bevölkerung, welche ihre Habe nicht zurücklassen wollten und bereit dazu waren, sie bis auf die Zähne zu verteidigen waren verblieben. Bilder von tapferen Anthros, welche sich ihren besser gerüsteten, kampferprobteren Angreifern bereitwillig entgegen stellten und erbittert für ihr Heim und die, die ihnen lieb waren gekämpft hatten.

Über die sich langsam mit Wasser füllende Mulde gebeugt, wollte er seinen Kopf, der vor wirren Gedanken zu rasen schien in den Flächen seiner Pranken vergraben, um ihn zu stützen, bevor ihm wieder der Schmutz daran bewusst wurde und er im letzten Moment begleitet von einem abfälligem Brummen sein Vorhaben abbrach und die Arme in den Schoß sinken ließ. Er selbst hatte sich am Getümmel beteiligt, sich verteidigt und hatte gemeinsam mit einigen Tapferen gegen die aggressive Rotte gekämpft, bevor sich seine Erinnerung in absoluter Schwärze verlor.

Während er sich weiter nach vorne beugte und seine Pranken in dem gesammelten Wasser zu seinen Füßen zu reinigen begann, durchbrach ein Blitz die langsam heraufziehende Dunkelheit und ließ ihn erstarren, als er im kurz aufhellenden Schein davon die Form der etwa knöchelhohen Mulde erkannte und sich erschrocken mit beiden Füßen in der darin gebildeten Pfütze stehend aufrichtete. Die Vertiefung glich einem Fußabdruck, dessen Länge von Sohle bis zu einem der vier Zehenabdrücke annähernd zweieinhalb Schritt betrug, was er durch Abgehen mit platschenden Schritten der kraterartigen Mulde einschätzte, bevor er der Vertiefung entstieg und seinen Bilck in die entgegengesetzte Laufrichtung der Spur richtete.

Den Boden musternd konnte er in den gedämpften Lichtverhältnissen weitere Abdrücke und folgte ihnen mit seinem Blick, bis ihm unzählige Gesteinsbrocken auffielen und er langsam den Kopf hob, um die in Mitleidenschaft gezogene Frontwehr zu begutachten. Der Frontwall war aufgebrochen und die Trümmer schienen vom eingestürzten Torbogen zu stammen.

Ein Wesen von enormer Kraft schien die marode Pallisade eingerissen und das Lager, welches sich im Innenhof der alten Festung befand, verwüstet zu haben.

Erneut nachdenklich auf die Abdrücke starrend, deren Form ihm mehr als vertraut vorkam, versteinerte seine Miene, als der Schein eines weiteren Blitzes den Innenhof erhellte und er wendete seinen Blick angewiedert ab. Zwei titanische Schritte von ihm entfernt hatte ein unnatürlich gekrümmter Arm aus einem der Abdrücke geragt und das helle Aufflackern hatte einen Blick auf den dazugehörigen, zerschmetterten Leib, welcher darin in den Boden gestampft lag, ermöglicht.

Reglos verharrte er im strömenden Regen, bis der Schein weiterer Blitze die Dunkelheit erhellte und ihm weitere Einblicke auf den Pfad der Verwüstung ermöglichte.

Nahe der Frontmauer waren die Spuren am zahlreichsten. Er erhaschte einen Blick auf einen reglos in den Überresten eines Zeltes liegenden schwarzen Caniden, welcher offenbar mit großer Wucht in das Gebilde geschleudert worden zu sein schien und es beim Aufprall zum Einsturz gebracht haben musste. Ein Schauer lief über seinen Rücken, als er erkannte, dass viele Abdrücke in diesem Bereich nicht leer waren und dass offenbar Mehrere das Schicksal des Kriegers, welchen er zuerst entdeckte, geteilt hatten.

Sein verwirrter Geist begann aus Erinnerungen und gerade Gesehenem eine Erkenntnis zu formen.

Die letzte seiner Erinnerungen war der Kampf um die Verteidigung des Dorfes und nun stand er inmitten des zerstörten Lagers der Worgs, umgeben von riesigen Spuren, die identisch mit den seinen waren. Selbst in seiner vierbeinigen Urform erreichte er nicht einmal annähernd eine solche Größe, geschweige könnte er im Alleingang eine Gefahr für eine besetzte Festung darstellen.

Den Sinn, zwischen Realität und Traum unterscheiden zu können verloren, hob er den Blick Richtung Himmel und ließ den strömenden Regen in sein Gesicht fallen, während sich ein einzelnes Wort in seinem Geist formte.

„Elias?“ schrie er mit kehliger Stimme in die aufziehende Nacht hinein, während die letzte Silbe vom Donner übertönt wurde. Endlos scheinende Minuten verstrichen, in denen abgesehen von dem prasselndem Regen, dem heulenden Wind des zunehmend stärker werdenden Sturms und häufigen Blitz und Donner keine Antwort auf seinen Ruf folgte.

Der Wind, der über seine nasse Haut strich ließ ihn zunehmend frösteln. Vor Erschöpfung schmerzende Glieder und eine in ihm aufsteigende Müdigkeit formten in ihm den Entschluss, einen trockenen Unterschlupf zu suchen, in dem er sich vor dem heftigen Niederschlag unterstellen konnte. So wand er sich letztendlich der intakten Mauer, welche dem zerstörtem Tor gegenüber lag zu, in deren Nähe sich ein niedergetrampeltes Lagerhaus und dem gegenüber ein schwer in Mittleidenschaft gezogenes Gebäude befand, das mit seinem hohen Schornstein schwer an eine Schmiede erinnerte.

Schweren Schrittes wankte er quer über den Burghof auf das marode Bauwerk zu, in welchem er einen möglichen Unterschlupf sah. Vorbei an geborstenen Holzstangen, im Wind lose umherwogende Laken und abgebrannten Zeltgerüsten, die aber noch aufrecht standen und vom Regen gelöscht wurden führte ihn sein Weg, bevor er vor dem Gebäude stand, dessen Front eingestürzt war, aber das Dach und die Mauern des hinteren Bereiches nahe des hohen Schornsteins noch intakt schien, was so wie er vermutete ihm ausreichend Schutz vor dem Wetter bieten würde.

Vorsichtig lauschend betrat er das Haus durch die offene Eingangstür. Zu seiner Linken konnte er durch die niedergerissene Wand nach draußen sehen, während der Raum im hinteren Bereich der gegenüberliegenden Seite noch relativ in Ordnung schien. Vorsichtig über Trümmerteile und Unordnung, die offenbar durch ein hastiges Verlassen verursacht worden war hinweg steigend, begab er sich weiter in den Raum hinein, während er sich ein unmutiges Brummen nicht verkneifen konnte, als vereinzelte Tropfen, die durch das stellenweise undichte Dach drangen und auf ihn hernieder fielen.

Trotz allem stellte die Ruine im Vergleich zu draußen eine willkommene Zuflucht dar und der Albino näherte sich mit kleinen, vorsichtigen Schritten und auf herumliegende Splitter achtend einer an der Wand befestigten Pritsche, über die eine Decke gebreitet lag, die trocken und ausreichend schien, sich damit vor dem zugigem Wind zu schützen. Ausgelaugt ließ er sich auf der einstigen Ruhestätte des Schmiedes nieder und legte seine sich schwer anfühlenden Beine darauf, bevor er die Decke, an welcher der Geruch eines Worgs haftete, was er naserümpfend zur Kenntnis nahm, um seinen Körper schlang und sich in Blickrichtung der eingerissenen Wand und der Tür niederlegte.

Dem Rauschen des Windes und dem prasselnden Regen lauschend hoffte der Albino, am nächsten Morgen wieder im gewohnten Bett des Gasthauses zu erwachen. Zu unwirklich wirkte das, was er zuletzt gesehen hatte auf ihn. Müde und verwirrt wie er war, lechzte sein Geist nach Ruhe und seine Augenlieder begannen allmälig schwer zu werden. Die zärtliche Berührung zweier Hände weckten ihn sanft aus seinem Schlaf. Auf dem Rücken liegend und ein leises, wohliges Murren von sich gebend, streckte er sich entspannt und ohne die Augen zu öffnen, während sie flach aufgelegt in seinen Leisten auf und ab streichelten und langsam mit massierendem Druck über Becken und Bauch hinauf zum Brustkorb wanderten, bevor sie wieder langsam an ihm herab glitten.

Entspannt räkelte er sich unter der elektrisierend wirkenden Massage und blinzelte durch zu Schlitzen geöffnete Augenlieder hinauf in die Dunkelheit und in die zwei leeren, weiß glühenden Augen, welche über ihm zu schweben schienen, wie zwei kleine Monde. Donnern, welches nun entfernter wirkte erklang und das schwache Flackern eines Blitzes enthüllte die wohl geformte, etwas muskulös betonte Statur des schwarzen Hengstes für ein paar Sekunden, bevor er wieder eins mit der Dunkelheit zu werden schien und nur seine Augen optisch auf seine Anwesenheit hindeuteten.

Sich völlig der Massage hingebend, verschränkte Larc seine Pranken hinter dem Kopf und lehnte sich entspannt und mit geschlossenen Augen zurück und ließ Elias weiterhin seinen Leib erforschen ließ, bevor sich dieser herabbeugte und seinen Bauch mit leidenschaftlichen Küssen und sanften Berührungen seiner Zunge liebkoste und das Glied des Hengstes, welcher gespreizt über dem Schweif des Albinos kniete sanft über dessen Unterseite streifte, während er seinen Körper dabei leicht leicht verlagerte.

Einen tiefen, angeregten Atemzug in einem leise, stöhnenden Brummen wieder entweichen lassend, durchströmte den Drachen ein wohliger Schauer und ließ seinen Körper leicht zucken, als Lippen und Zunge des Nachtmahrs langsam sein Brustbein hinauf zu seinem Hals wanderten. „Es wäre der Stimmung ungemein dienlich, wenn du deine Mätzchen zuvor bleiben lassen…“ konnte er anmerken, während er den Nasenrücken des schwarzen Equiden an seinem Unterkiefer hinaufstreifen spürte und bevor er von einem leidenschaftlichen Kuss unterbrochen wurde.

Seine Augen weiteten sich, als sich Bilder, die von Elias in seinen Geist übertragen wurden in sein Gedächnis drängten. Er sah das Dorf, brennende Hütten von den geworfenen Fackeln der Worgs entzündet, sah, wie seine Umgebung an ihm vorbei zog, als er hastig durch einen vom Feuerschein erleuchteten Hinterhof eilte und vor dem Hauseck inne hielt um vorsichtig herum zu spähen. Als er einen Blick auf sich selbst erhaschte, wie er gerade mit einem Worg kämpfte, zuckte er zusammen.

Nur langsam begann er zu begreifen, dass er die Szene durch die Augen eines Worgkriegers betrachtete, der sich ihm mit zum Schlag erhobenem Schwert von hinten nährerte.

Er sah sein Selbst herumwirbeln und blickte in leere, glühende Augen, während ein markerschütterndes Brüllen erklang, bevor das Bild wieder aus seinem Geist wich. Ein unbeschreibliches Kribbeln, welches jeden seiner Muskeln durchfuhr, ströhmte durch seinen Leib und brachte ihn dazu, sich kurz aufzubäumen und den Kuss leidenschaftlich zu erwidern, indem er leicht den Kopf neigte, und sich ihre Kiefer und Lippen tief ineinander schlossen.

Während das nie zuvor wahrgenommene ekstatische Gefühl in seinen Gliedern langsam verebte, brach Elias die Bindung, indem er langsam seinen Kopf hob und die lange, reptilische Zunge des Drachens dabei aus seinen um sie geschlossenen Lippen hinaus gleiten ließ.

Die flachen Hände auf den Brustkorb des Albinos gestemmt, um ihn mit dem Gewicht seines Körpers auf dem Rücken zu fixieren, rutschte er langsam auf den Knien zurück in Richtung Fußende der Liege, wobei seine Pracht erneut über die Unterseite des Drachenschweifes streifte.

Als er sich verlagert hatte, ließ er sachte seine Handflächen über die ledrige Haut der Brust hinabgleiten und sie ihm zum Unterleib des Drachens folgen, zwischen dessen gespreizten Beinen er nun kauerte. Noch immer verloren in dem nachklingenden, prickelnden Gefühl des Kusses, lehnte sich Larc entspannt zurück und ließ seine Zunge unter tiefen, Lust erfüllten Atemzügen über seine Leftzen streichen.

Als dann der Nachtmahr begann, seinen Schlitz mit den Fingerkuppen zu umspielen und ihn dann mit sanften Druck seiner Daumen öffnete, weiteten sich seine Augen und seine Pranken gruben sich in die Decke, auf der er lag und er knüllte den Stoff in seinen Fäusten.

Langsam senkte Elias den Kopf. Vereinzelte Strähnen seiner Mähne, die herabgefallen waren, kitzelten die Lenden des Drachens, bevor die Zunge des Hengstes tief in die offengelegte Hautfalte eintauchte, sanft am Schaft seines Gliedes hinab glitt und sich seine Lippen über dem Schlitz schlossen. Ekstatisches Zucken durchfuhr den Drachen, während der Nachtmahr seinen Penis mit der Zunge liebkoste und mit zärtlichem Saugen stimulierte. Mit leidenschaftlichen, leise schmatzenden Küssen des geschützten Intimbereiches und forderndem Zungenspiel über die darin verborgene, angeregte Länge trieb er wohlige Schauer der Lust durch den Körper des Weißen und heizte dessen Erregung weiter an.

Die sich in seinen Mundraum hineinwachsende Erektion fest umschließend, ließ der Hengst seine Lippen an deren harten Schaft entlang hinauf gleiten und legte seine Hand um die freigelegte Länge des Gliedes. Den Penis mit schnellen, pumpenden Reiben stimulierend, ließ er der sensiblen Eichel verspielt und ohne die empfindsame Haut dabei zu verletzen seine stumpfen Zähne spüren, was dem Albino ein lüsternes Knurren entlockte. Wieder und wieder glitt die Zunge des Nachtmahrs über die sensible Spitze hinweg, bis er die salzige Vorfreude schmeckte.

Säubernd leckte er über das feuchte, vor Erregung zuckende Glied und züngelte dabei sanft in den stetig tropfenden Schlitz, was den Drachen fast seinen Verstand beraubte. Vor Lust heftig schnaubend durchkemmten seine Pranken die Mähne des Hengstes. Jeder Muskel spannte sich und ein Schauer durchzuckte ihn, während er die Schwelle des Höhepunktes überschritt und sich sein Samen in die Mundhöhle des Equiden hinein ergoss. Darauf bedacht, keinen Tropfen zu vergeuden, trank Elias gierig schluckend vom warmen Lebenssaft, welcher stoßweise in sein Maul gespritzt wurde, während der Weiße seine Lust in die Leere des Raumes hinein brüllte.

Im Hochgefühl schwelgend, hob und senkte sich der Brustkorb des Drachen unter seinen tiefen, schnaubenden Atemzügen.

Elias löste den Griff von seinem Penis, senkte seinen Kopf und ließ die gesamte Länge des Schaftes in seinen Mundraum eintauchen. Säubernd leckend strich seine Zunge über das empfindsame Fleisch, während der Nachtmahr sich langsam aufrichtete und es sanft aus seinen eng umschlossenen Lippen hinaus gleiten ließ. „Was war das denn eben?“ hauchte Larc leise, während er sich wohlig streckte und durch halb geschlossene Augen zur schattenhaften Gestalt, welche aufgerichtet auf den Knien über seinem Schweif kauerte.

„Es schien dir zumindest gefallen zu haben. “ Den Blick gesenkt blitzten seine leeren, weißen Augen amüsiert unter den ihm ins Gesicht hängenden Strähnen hervor, während seine Nüstern leicht zuckten, als er den anregenden Duft der mit Pherhormonen gereicherten Luft in sich aufsog.

„Das auch!“ brummte der Albino. Seine Stimme klang wohlig angespannt durch das gleichzeitige Strecken seiner Muskulatur. „Da bekommt man schon mal die Möglichkeit seinen angeborenen Größenwahn zu befriedigen, indem man lästige imaginäre Schwanzwedler zertreten darf und steigt erst dann in die Traumvision ein, wenn alles schon vorbei ist?“ Ausgelassen grinsend winkelte Larc seine Beine aus der Dehnung heraus so an, dass er das angeregte, entschachtete Glied des Hengstes zwischen seinen beiden weichen, ledrigen Fußsohlen fixieren konnte.

Wohl wissend, dass sein schattenhafter Begleiter eine Schwäche für derartige Handlungen hatte. „Was ist heute Morgen geschehen? Ich hoffe nichts Ernsteres als einen sanften Schlag auf meinen Kopf. Abgetrennte Gliedmaßen versüßen einem das Aufstehen nicht gerade. “ murrte der Drache mit sarkastischem Unterton, während er sanften Druck auf den pulsierenden Schaft ausübte und seine Sohlen daran entlang streifen ließ. „Sorge dich nicht um dein Wohl. “ antwortete der Nachtmahr knapp. Zu verloren in Erregung, um klare Gedanken zu fassen, begann er seinen Penis mit sanft zuckenden Stoßbewegungen aus den Lenden heraus, an den aufgelegten, geschmeidigen Trittflächen zu reiben.

Lustvoll schnaubend warf er sich die herabhängenden Strähnen seiner Mähne mit einer schwungvollen Kopfbewegung aus dem Gesicht, als der Drache seine Zehen spreizte und seine Länge in reibenden Bewegungen zwischen ihnen hindurch gleiten ließ. Mehrere Spritzer seiner klaren Lust zierten Bauch und Brustkorb des Weißen. Der Hengst ließ seine Handflächen an der Innenseite der Schenkel des Albinos entlangwandern, ergriff sanft die Fußgelenke und spreizte seine Beine. Langsam ließ er sein hartes Glied tief in den Anus des Drachens eindringen, was diesem ein kehliges Knurren entlockte.

Von Erregung und dem plötzlich dehnendem Gefühl erfüllt, wand sich Larc unter dem sich langsam über ihn beugenden Equiden, welcher sich rechts und links neben seinem Brustkorb mit den Armen abstützte, um sich zu stabilisieren. Seine Beine um den Unterleib des Hengstes schlingend, umfasste er dessen Oberkörper mit seinen Armen und presste ihn in einer kräftigen Umarmung an sich. Innig aneinander geschmiegt, strich das kurze samtige Fell über die Erektion des Drachens und wurde von den Tropfen seiner Lust getränkt, welche mit jedem Stoß die aneinander reibenden Unterleiber befeuchtete.

Brickelnd warme Atemstöße auf seiner Haut und die stetige Stimulation seiner Prostata durch das tief in ihn eindringende Pferdeglied jagten Schauer des Wohlgefühls durch den sich entspannt hingebenden Körper des Weißen. Den Klammergriff seiner um den Hengst geschlungener, angewinkelter Beine lösend und vor Lust gespannten, durchgedrückten Rückrat, entlud sich sein Orgasmus mit unglaublicher Intensität zwischen die Bäuche der Beiden. Weiße Rinnsale seines Samens rannen über die ebenso gefärbte glatte Haut seiner Flanken hinab, während die stoßenden Bewegungen aus den Lenden langsam an Häufigkeit verloren.

Den aufgeregt zwischen den Beinen des Hengstes peitschenden Schweif erhebend und durchbiegend, führte der Drache seine dünne Schwanzspitze tief in den Anus des Nachtmahrs ein. Sich von der unerwartet, überraschenden Stimulation aufbäumend, tränkte dieser sein Inneres mit dem Saft seiner Lust.

Die Menge der in ihm aufsteigenden Wärme erfüllte ihn und aus ihm hinaus rinnende Samenflüssigkeit benetzte seinen Schwanzansatz und die Unterseite seines Schweifes. Aneinander geschmiegt und vom berauschendem Dunst ihrer Leidenschaft umhüllt, schwelgten die beiden um Atem ringend in ihrem Hochgefühl.

Leidenschaftlich leckte Elias über die von seiner eigenen Lust bespritzte, glatte Haut der Brust und den gestreckten Hals des Albinos, welcher sich entspannt zurück gelehnt hatte. Als dieser dann seinen Blick zu ihm aufrichtete, neigte er seinen Kopf und erwartete mit leicht geöffnetem Kiefer den Kuss des Drachen. Die Zungen berührten sich und er ließ ihm seinen Geschmack kosten.

Larc durchfuhr ein Zucken, als sich erneut Bilder der vorangegangenen Geschehnisse vor sein inneres Auge drängten und beobachtete den Fortgang der Szene erneut durch den blick des sich langsam an ihn angeschlichenen Worgkriegers, welcher im Angesicht seines aggressiv brüllenden Selbst verängstigt zurück wich.

Er konnte den Schauer, welcher dem Beobachter, durch dessen Augen er blickte förmlich spüren, als er sah, wie seine eigene, betrachtete anthromorphe Gestalt langsam an Masse zu gewinnen schien. Der Brustkorb des weißen Drachens schwoll beachtlich an und die schangenartige Haut begann sich unter der stetig Zunahme von Muskelgewebe zu spannen, während sich Knochenbau und Schwerpunkt seines Körpers veränderte und seine Pranken sich zur Stabilisierung des Gleichgewichtes auf den Boden stemmten.

Leere, glühende Augen fixierten den erstarrten Worg, bevor der Drache in einem tiefen Atemzug den Kopf hob und ihm züngelndes Höllenfeuer entgegen spieh, bevor seine Sicht verdunkelte und die Perspektive wechselte.

Durch die Augen eines herum wirbelnden, auf den Schrei aufmerksam gewordenen Betrachters, sah er auf ihn zu eilende Anthros. Worgs und Bewohner gleichermaßen, welche von ihren Instinkten übermannt den Kampf vergaßen und ihr Heil in der Flucht suchten. Das Hauseck, aus deren Richtung der verängstigte Mob heran strömte fixierend, kam seine vierbeinige, ursprüngliche Drachenform ins Blickfeld, welche aggressiv knurrend um die Ecke in seine Richtung starrte.

Weit über seine normale, mannshohen Schulterhöhe hinausgewachsen, folgte der bleiche Titan den Fliehenden auf Grund seiner großen Schrittlänge mit beinahe spielerisch anmutenden Trott.

Seine Aggression galt nur den Schwarzfellen. In die Menge schnappend, packte er einen von ihnen mit seinen Kiefern und schleuderte ihn mit einem Schwenk seines Kopfes schreiend über die Hausdächer hinfort ausser Sichtweite. Derjenige, durch dessen Augen er die Szene betrachtete, machte erschrocken auf dem Absatz kehrt und schloss sich hastig der fliehenden Meute an. Kopflos den Weg hinab rennend, wurde er von einem rempelnden Artgenossen ins Straucheln gebracht und verlor das Gleichgewicht. Im Versuch, sich aufzurichten, konnte er den über sich legenden Schatten der Sohle des vierzehigen Fußes erkennen, bevor ihn wieder Dunkelheit umfing.

Es folgten Bilder einer hastigen Flucht durch den Wald, ängstliche Blicke über die Schultern der Überlebenden der Meute und sich beruhigende Schritte, als die Angreifer sich in Sichtweite der verlassenen Festung in Sicherheit wogen. Einen Blick aus dem Inneren der Feste auf das von der Wucht des Kopfstoßes des Drachens berstende Tor und die einstürzende Frontmauer, als sich der mächtige Leib durch die Öffnung zwängte, folgte.

Zeltstangen, die unter der Wucht seiner Tritte wie dünne, morsche Zweige brachen.

Er musste ihnen einen weiten Vorsprung gegeben haben und ihnen zu ihrem Versteck gefolgt sein. Durch die Augen eines weiteren Clanmitgliedes beobachten, wie sein riesenhaftes Selbst sich zur selbstgefälligen Pose auf die Hinterbeine erhoben hatte und die verbleibenden Zelte mit feurigen Atemstößen in Brand setzte, während er den rettenden Fluchtweg, welche die eingestürzte Frontmauer darstellte versperrte und auf diejenigen lauerte, welche mutig oder dumm genug waren, sich mit ihm anzulegen. Zusammen zuckend vom prickelnd energetischen Gefühl, welches seine Muskeln durchzuckte aus den Visionen gerissen, kehrte seine Wahrnehmung langsam wieder zur Liege, auf der die Beiden lagen zurück.

„Kein Traum!“ hauchte Elias dem verwirrt an ihm vorbei starrenden Albino zu. „Spürtest du, wie ihre Furcht uns stärkt? Hattest du nicht immer neidvoll zur Kraft und Erhabenheit der Großdrachen aufgeblickt? Wenn sich unser Geist vereint, sind es andere, welche sich vor uns verneigen!“ Der wirre Geist des Drachens brauchte einige Sekunden, um klare Gedanken zu ordnen und eine Erkenntnis aus dem Gesehenem zu ziehen. Mit sich verfinstender Mine drehte er den auf ihm liegenden Nachtmahr auf den Rücken, um die Oberhand über ihn zu gewinnen.

„Du hast mich kontrolliert? Mich benutzt, um einen Worgclan auszulöschen?“ fauchte er den sich unter dem Druck seines sich anspannenden Schließmuskels aufbäumenden Nachtmahr an und presste ihn mit dem Gewicht seines Körpers mit den Pranken auf die Liege nieder

. „Euresgleichen besitzt schon ein angeborenes Talent, den Moment mit euren Launen zu ruinieren!“ stöhnte Elias mit zu Schlitzen zusammengekniffenen Augen und rang sich dabei ein finsteres Lächeln ab.

„Launen?“ keifte Larc. „Der Gedanke daran, mit einer Schlinge um den Hals oder festgezurrt an den Pflock eines Henkers aufzuwachen, weil Herr Schreckgespenst den Einfall hatte, gegen meinen Willen ein paar Kinder zu erschrecken, Jungfern zu entführen oder gar eine Stadt zu überfallen versetzt mich in Rage!“

„Sie sind eine Plage und wir haben dem Norden einen Gefallen getan!“ Erwiderte Elias auf das Gekeife des Drachens. Sein Blick wanderte am Drachen vorbei und seine Augen weiteten sich.

„Sieh dich vor!“ rief er, bevor sich sein Körper in schwarzen Nebel auflöste und die Pranken des Drachen haltlos auf die Liege trafen. Mit der Stirn auf dem Holz liegend, wurde Larc von einem Geräusch aus dem Schlaf gerissen und warf sich reflexartig von der Liege zu Boden, um sich unter die Liege zu rollen. Die durch seine Bewegung herab hängende Decke bot ihm etwas Sichtschutz und er lauschte angestrengt den leisen Schrittgeräuschen, welche sich dem Eingang näherten.

Ein Schnuppern, welches aus der Richtung der Tür erklang, ließ ihn stumm die Reaktion seines Körpers auf die realitätsnahen Träume fluchen, denn sein Geruch hing verräterisch in der Luft.

Während sich die Schritte näherten, stemmte er seine Füße gegen die Unterseite der mit Ketten und Scharnieren an der Wand befestigten Liege, bereit sich gegen den Angreifer überraschend zu wehren. Als die Decke langsam hochgezogen wurde, so dass der Angreifer einen Blick darunter werfen konnte, versetzte er der Britsche einen heftigen Tritt, was sie hochschnellen, dumpf gegen ein Hindernis prallen und wieder herab sausen ließ.

Dem dumpfen Aufprall folgte ein schmerzerfülltes Jaulen und der fremde Eindringling ging zu Boden. „Bitte! Ich wusste ja nicht, dass hier noch jemand wohnt! Ich will nicht sterben!“ erklang eine winselnde, ihm sehr vertraute Stimme.

„Archer?“ fragte Larc mit unmütigem Unterton, während er langsam unter der Liege hervorkroch, angestrengt blinzelnd die am Boden liegende Form der sich am Boden windenden anthromorphen Tüpfelhyäne musterte und sich dabei die zu Boden gefallene Decke um die Hüften schwang.

„Was zum Teufel machst du hier? Ich dachte du wärst ein rachsüchtiger Worg!“

Zumindest hoffte ich das! Fügte er unausgesprochen im Gedanken hinzu, worauf das wiehernde Lachen des Nachtmahrs förmlich in seinem Geiste widerhallte.

„Schlangenblut? Ich wusste es!“ Sagte der Hyän, während er sich zögerlich aufrichtete und einen Blick durch seine über Gesicht und schmerzender Stirn gelegten Hände riskierte. Sich die tränenden Augen reibend fügte er hinzu: „Schon gut! Nichts passiert! Tut auch fast nicht mehr weh! Aua! Ganz Wisper spricht vom weißen Drachen, welcher die mordende Meute in die Flucht geschlagen hat.

Ich kam gestern dort an und hörte von deiner Heldentat. Zumindest musste ich gleich an dich denken, weil, naja wieviele weiße Drachen, die aussehen wie eine Echse und den Norden durchstreifen kennst du noch? Na? Und es war nicht gerade schwer, deiner Spur zu folgen! Hörte sich interessant an und du weißt ja: Wo eine Geschichte schreit, da ist Archibald nicht weit. „

Das Gesicht vom Schatten der Dunkelheit verdeckt, rollte Larc mit den Augen, als ihm das nervtötende Geplapper des Dichters und Bänkelsängers, welchem er in der Vergangenheit schon öfter begegnet war wieder bewusst wurde.

„Du weißt, dass ich es hasse so genannt zu werden! Heldentat? Du meinst sie trachten nicht nach meiner Haut?“ fragte er ungläubig. „Aber nein! Die meisten sprachen von einem Geschenk des Himmels, welches die aussichtslose Schlacht wendete. Außer Big Bertha, der Wirtin. Sie glaubt, dass du die Gelegenheit genutzt hast, sie um die Zeche zu prellen und macht mit ihrer Laune alle Leute verrückt. “ Schwerfällig erhob sich der Hyän auf die Beine und deutete mit einer Handbewegung hinaus.

„Warst du das? Bist aber ganz schön groß geworden was?“, grinste er.

„Bin wohl in der Hitze des Kampfes über mich hinaus gewachsen!“, knurrte der Drache unterbrechend und beobachte, wie sich die Leftzen der Hyäne zu einem breiten Grinsen formten, während seine Nase schnuppernd zuckte. „Wohl wahr! Folge mir zurück nach Wisper! Es gibt etwas zu erzählen und einen Helden zu feiern. Natürlich nur, wenn es das Auskosten deines Triumphes nicht stört.

“ fügte er feixend hinzu, während er sich Richtung Tür bewegte und den Raum verließ. Gesteigerte Aufmerksamkeit lag nicht im Interesse des Drachens. Dennoch würde er nur ungern seine Habseeligkeiten, welche er im Gasthaus zurück ließ verlieren, was seinen Entschluss festigte, ins Dorf zurückzukehren. Die Decke langsam sinken lassend und nach dem Mantel des früheren Bewohners des Hauses greifend säufzte er resignierend. Auf seinem Weg vom Mundwerk eines Gauklers, welches an einen nie versiegenden Wasserfall erinnerte begleitet zu werden, würde wohl eine unglaublich lange Restnacht bedeuten.

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Aus einem anderen Reich

Nadja war damals fast 19- und noch Jungfrau. Sie fuhr damals als Betreuerin auf ein Jugendzeltlager mit. Vorher war sie immer nur als normale Teilnehmerin mitgefahren und war immer neidisch gewesen als sie Abends in ihr Zelt musste während die Betreuer noch lange am Feuer sitzen durften und sich dreckige Witze erzählten. Sie wurde immer rot bei solchen Witzen. Gleichzeitig kribbelte es aber auch immer in ihrer jungen Möse wenn es dabei um Sex ging.

In der ersten Nacht auf ihrem ersten Zeltlager als Betreuerin saß Nadja mit am Feuer als die Kinder schon alle in ihren Schlafsäcken lagen. Sie lauschte mit großen Augen den Geschichten der anderen und lachte mit roten Ohren über die dreckigen Witze die erzählt wurden. Die Tage vergingen und waren ausgefüllt mit Spielen und Wanderungen mit den Kindern. Die Abende dagegen wurde am Feuer gesessen und gesungen, gelacht und geredet.

Peter war ihr schon aufgefallen als Nadja zum erstenmal mit 11 Jahren mitgefahren war. Er war damals 20 Jahre alt, schon Betreuer und war gerade bei der Bundeswehr. Er hatte seit damals auf den Zeltlagern immer Bundeswehrhosen und manchmal auch seine Springerstiefel an.

Das gefiel Nadja schon mit 11. Es strahlte irgendwie Macht aus und sah verwegen aus. Auch damals- auf ihrem ersten Zeltlager als Betreuerin gefiel er ihr noch.

Auch wenn sie wusste das er wohl eine Freundin haben musste. Nur war die ja nicht dabei. Also könnte sie doch ein bisschen mit ihm flirten. Sie setzte sich neben ihn auf die Bank. „Hallo Nadja – na kleine, wie gefällt dir dein erstes Zeltlager als Betreuerin?“ Prompt wurde sie rot. Gut das es dunkel war und er es nicht sehen konnte. „Ganz okay!“ Peter roch nach Bier und war offensichtlich ein bisschen angetrunken.

Sie lachten viel über die Witze und Geschichten die von den anderen Betreuern erzählt wurden. Nach und nach verschwanden auch die anderen Betreuer in ihre Zelte und Schlafsäcke und man hörte aus dem einen oder anderen Zelt deutliche Schnarchgeräusche.

Peter und Nadja saßen zusammen auf der Bank und redeten über dies und jenes. „Ich mach mal nen Rundgang. “ Meinte Peter „Magst du mitgehen oder hierbleiben?“ Nadja zögerte. Mit einem Jungen alleine im Wald? Aber das war doch Peter, was sollte da schon passieren.

Außerdem war sie ja schon fast 19 und damit ihrer Meinung nach alt genug um mit einem 28jährigen Nachts im Wald einen Spaziergang zu machen. „Neeee- ich geh mit! Kann dich doch nicht alleine in den Wald lassen!“ Peter grinste breit. „Na dann komm! Lass uns mal sehen ob wir ein paar Wilderer oder Räuber aufscheuchen!“

Sie standen auf und gingen auf den Rand des beleuchteten Zeltplatzes zu. Jenseits davon konnte man nichts erkennen.

Erst als sie in die Dunkelheit eintauchten gewöhnten sich ihre Augen an die Dunkelheit. „Komm“ flüsterte Peter und ging voraus. „Peter, nicht so schnell!“ rief Nadja hinterher. Sie hatte sich am Vortag einen Fuß leicht verstaucht und konnte deswegen nicht so schnell wie Peter. Peter wartete auf sie „Weißt du was man über diesen Wald sagt?“ Nadja sah ihn neugierig an. „Man sagt es wäre hier nicht geheuer- gerade Nachts wären manchmal seltsame Lichter und Erscheinungen zu beobachten!“ Langsam gingen sie weiter.

Peter erzählte „Mein Ururopa wohnte damals nicht weit von hier als Förster am Waldrand. Der hat meinem Opa immer die Geschichte von so nem Typen mit Feder am Hut erzählt den er manchmal Nachts gesehen haben will. Der Typ soll auch immer von irgend so einer leuchtenden Wolke umgeben gewesen sein. Und mein Opa erzählte mir auch das sich mein Ururopa nie verlaufen hätte hier im Wald, der damals ja noch ein richtiger Urwald gewesen sein muss! Er hatte immer das Gefühl das ihn jemand oder etwas geführt hätte!“

Sie kamen an eine Weggabelung „Wohin jetzt?“ fragte Nadja.

„Pssst!“ zischte Peter „Hast du das gesehen?“ „Was denn?“ „Da zwischen den Bäumen!“ Peter stürmte los- seine Taschenlampe tanzte zwischen den Bäumen. „Peter warte- ich kann nicht… so schnell…“ rief Nadja. Aber Peter war schon weg, verschwunden in der Dunkelheit und Nadja stand alleine im Wald. Und der Zeltplatz war auch nicht mehr zu sehen. Außerdem hatten sie einige Wegbiegungen passiert an denen sie sich bestimmt richtig verlaufen hätte.

„Peter?“ flüsterte sie angstvoll.

Noch dazu hatte sie ihre Taschenlampe im Zelt gelassen- Peter war ja dabei. Oder hätte dabei sein sollen. Nur wo war er jetzt? So langsam bekam sie Angst. Sie setzte sich vorsichtig auf einen gefällten Baumstamm am Wegrand und rieb ihren Knöchel. So nach und nach hörte sie auch die typischen Nachtgeräusche des Waldes.

Das flüstern der Bäume. Das rascheln im Unterholz. Mit großen Augen saß Nadja da und lauschte.

Was war das? Hatte sie sich geirrt? Hatte sie gerade ihren Namen gehört? „Naaaaaadjaaaaaaaa“ rief es jetzt deutlich aber irgendwie heiser. Es hörte sich seltsam nah an. „Peter?“ Alena stand auf, sah sich um. Sah nichts außer Bäumen und den Nachthimmel über sich. „Naaaaaadjaaaaaaaa“ hörte sie es wieder und es hörte sich jetzt auch irgendwie bedrohlich an. Sie bekam langsam wirklich Angst. „Naaaaaadjaaaa“ es kam auch immer näher. Sie fing jetzt zu Schluchzen an.

Was war das? Wo war Peter? Warum hatte er sie alleine gelassen? Was rief da immer ihren Namen?

Wieder hörte sie es- und jetzt spürte sie auch zwei große Hände! Sie erstarrte vor Schreck und begann leise zu schluchzen. Die Hände streichelten sie zärtlich. Über ihre knappen Shorts, ihren kleinen Mädchenhintern, kneteten durch ihr Shirt und ihren BH ihre kleinen Brüste und streichelten ihren Hals. „Nadja, du süßes hübsches junges Mädchen“ flüsterte eine Stimme zärtlich in ihr Ohr.

„Hab keine Angst- alles ist gut! Dir wird nichts geschehen!“ Sie schluchzte und wimmerte. Ein Körper presste sich an sie und hielt sie fest- tröstete sie. Sie merkte wie ihr T-Shirt langsam aus ihren Shorts gezogen wurde und eine Hand über ihren nackten Bauch streichelte. Sie merkte plötzlich heisse Küsse auf ihrem Hals und es fing an, ihr zu gefallen. Ihr Körper reagierte darauf. Aus ihrer Angst wurde mehr und mehr Geilheit und aus ihrem schluchzen wurde leises wimmern und stöhnen.

Sie stand immer noch aufrecht mitten auf dem Waldweg und lies sich von zwei großen Händen streicheln und liebkosen. Ließ sich von einem unbekannten und, wohl nur wegen der Dunkelheit unsichtbaren, heiß auf ihren Hals küssen. Diese kräftigen Hände zogen und führten sie nun zärtlich aber bestimmt zu einem Holzstapel. Eine Stimme flüsterte „Leg dich hin Nadja. Hab keine Angst- leg dich hin!“ Sie legte sich, gestützt durch die kräftigen und großen Hände, auf einen recht breiten und erstaunlich weichen Holzstamm.

Die Hände begannen sie wieder zu streicheln. Und ihre jungfräuliche Möse begann Säfte zu produzieren. Die Hände wurden immer fordernder. Streichelten jetzt auch ihren Schoß fest durch ihre knappen Jeansshorts. Streichelten damit über ihre junge Möse und übten Druck auf ihren Kitzler aus. Sie stöhnte und räkelte sich unter den Händen. „Gefällt dir das?“ flüsterte die Stimme. „Ja. Das ist so schön, ich will mehr. “ Antwortete Nadja. Die Stimme flüsterte weiter „Wenn dies zukünftig Männer mit dir tun Nadja, dann tue so als würdest du dich zieren.

Das bringt ihre Säfte zum kochen und ihre Lenden richtig zum brodeln!“ Die Hände begannen nun ihre knappen Shorts aufzuknöpfen und sie ihre Mädchenbeine entlang abzustreifen. Ihr T-Shirt wurde ihren flachen Bauch hinaufgeschoben. Heisse Küsse auch auf ihrem flachen Bauch „Wie schön du bist und wie rein und unschuldig!“ hauchte die Stimme. Nadjas junge Möse floss beinahe über. Sie lag hier in einem ihr unbekannten Wald auf einem Baumstamm und lies sich von einem unbekannten zärtlich streicheln und ausziehen.

Aber es war so schön und sie fühlte sich sicher und geborgen. Sie wusste das es falsch war und das sie eigentlich Angst haben sollte. Aber sie hatte keine. „Soll ich so tun als würde ich mich wehren?“ fragte sie leise. „Nur wenn du willst Nadja – nur wenn du das willst!“ antwortete die Stimme. Sie dachte kurz nach während die Hände sie weiter sanft streichelten und massierten. „Würdest du mir denn wehtun wenn ich mich wehren würde?“ fragte sie ängstlich.

„Nur wenn du mir wehtun würdest! Sehe es als eine Art Spiel. Männer wollen erobern- Frauen erobert werden. Wenn du nach einiger Zeit verstehst dieses Spiel zu spielen wird es dir viele amüsante und leidenschaftliche Momente schenken. Mit roher körperlicher Gewalt muss das nichts zu tun haben!“ Sie verstand was die Stimme sagte. Und auch wenn sie eigentlich nichts sah und nur Dunkelheit sie umgab fühlte sie das ihr hier nicht schlimmes passieren würde.

Die Hände streichelten nun langsam links und rechts von oben nach unten an ihrem Körper entlang. Wieder Küsse um ihren Bauchnabel herum. Nadja lag entspannt auf dem Baumstamm, ihre Hände hatte sie über ihrem Kopf nach oben ausgestreckt und ließ sich verwöhnen. Sie genoss nur noch was ihr gerade passierte und räkelte sich langsam unter den zärtlichen großen Händen. Sie bewegte sich ihnen entgegen und die Hände wurden nicht müde ihren jungen Körper zu streicheln.

Es interessierte sie auch nicht wer- oder vielleicht was- sie da gerade verwöhnte. Sie merkte nur wie sie langsam immer geiler wurde. Ihr unbekannter Verführer musste es auch bemerkt haben. Vielleicht an ihren Bewegungen, vielleicht an ihrem Stöhnen. Jedenfalls flüsterte die Stimme nun „Komm- zieh dein Höschen aus, ich will dir die Liebe zeigen. Lass mich dir helfen!“

Nadja hob ihr Becken leicht an so das ihr unbekannter Wohltäter ihr Höschen leichter ausziehen konnte.

Langsam glitt ihr Höschen über ihren kleinen Mädchenhintern und wurde nun von den Händen ebenso langsam über ihre Beine abgestreift. „Wie schön du bist Nadja“ flüsterte die Stimme wieder. Sie wurde sich plötzlich ihrer Nacktheit bewusst und legte eine Hand schützend auf ihren Schoß. „Hab keine Angst, junge und schöne Nadja. Nichts wird dir passieren! Du kannst die Hand ruhig wegnehmen!“ flüsterte die Stimme beruhigend. Also nahm sie die Hand weg und präsentierte sich nun ihrem unbekannten und unsichtbaren Wohltäter.

Dieser streichelte nun sanft aber bestimmt über ihre Hüften und den Innenseiten ihrer Oberschenkel. Langsam wurde ihr aus dem Bereich ihrer Möse immer wärmer und sie fing an leise aber hörbar zu stöhnen. Langsam begann sie ihre Beine zu spreizen und sich ihrem Wohltäter mit ihrem jungfräulichen Becken entgegen zu bewegen. Dieser begann nun direkt über ihren Kitzler zu streicheln was sie mit einem leisen Aufschrei quittierte. „Jaaaa- das war schön! Machs noch mal bitte! Nicht aufhören!“ Die Hände taten ihr den gefallen und sie rieben und streichelten ihren Kitzler.

Die Hitze aus Nadjas Unterleib wurde unerträglich. Sie wusste nicht das sie sich ihrem ersten Orgasmus näherte und stöhnte und wimmerte nun leise ununterbrochen. „Mir… wird so warm… so schön!“ hauchte sie.

Eine der Hände beschäftigte sich besonders intensiv mit ihrer jungen Möse. Einer der Finger drang immer tiefer in sie ein und sie bewegte sich mit der Zeit ihm immer heftiger entgegen. Plötzlich wurde der Finger aus ihr herausgezogen und sie meinte ein schnupperndes Geräusch zu hören- vielleicht hatte sie es sich auch nur eingebildet.

„Nadja – nun bist du wirklich bereit für die Liebe!“ flüsterte die Stimme. „Was meinen sie damit?“ fragte Nadja neugierig „Entspann dich und lass mich nur machen!“ Die großen Hände packten sie an ihren schmalen Mädchenhüften und sie spürte wie etwas großes hartes heißes über ihren Kitzler rieb. Sie vermisste den Finger der sie verwöhnte- der wurde nun durch etwas ungleich größeres ersetzt. Nadja erschrak als sie merkte wie ihr Möseneingang plötzlich so ungewohnt geweitet wurde.

Es tat zuerst auch weh- war aber gleichzeitig unheimlich schön. Immer tiefer glitt der große Schwanz in ihre jungfräuliche Möse. An ihrem Häutchen hielt er jedoch an. „Schöne junge Nadja, das könnte dir wehtun! Schrei wenn du willst! Hier störst du niemanden!“ flüsterte die Stimme. Sogleich stieß der Schwanz nach vorne drang mit Wucht in sie ein! Nadjas kurzer spitzer und schriller Schrei zerriss die Stille des Waldes. Die Hände hielten sie auf dem Stamm fest während sie zum erstenmal gefickt wurde.

Der Schmerz war nur kurz und nicht sehr heftig gewesen- es war mehr der Schreck das plötzlich etwas so großes in ihr war und sie ausfüllte. Aber danach tobte ein Wirbelsturm aus Hitze und Geilheit durch ihren Unterleib. Nadja drängte sich dem Schwanz entgegen der sie eben entjungfert hatte. Ihr junger Körper bestand nur noch aus Lust und Geilheit. Sie lag zitternd und stöhnend auf diesem Baumstamm während sie sich ihrem ersten Orgasmus näherte.

Als sie kam schrie sie. Sie schrie, zappelte, zitterte und bäumte sich, ein Hohlkreuz machend, auf. Auch ihrem unbekannten Wohltäter kam es. Sie spürte es in sich plötzlich heftig pulsieren und eine, ihr vorher unbekannte Wärme breitete sich in ihr aus. Es erfasste ihren Unterleib und breitete sich konzentrisch in ihrem ganzen Körper aus. Sie hatte kurz das Gefühl über sich zu schweben und dachte für einen kurzen Moment kleine leuchtende Wesen, die sie freundlich anlachten, um sie herum fliegen zu sehen.

Eines kam direkt auf sie zu und küsste sie leicht auf ihre Nasenspitze was ein bisschen kitzelte. Dann war es plötzlich vorbei. Der Schwanz zog sich aus ihr zurück und auch die großen zärtlichen Hände fehlten ihr plötzlich auf ihrem Körper. Schlagartig wurde es auch ein wenig heller als würde jemand ein großes dunkles Tuch wegziehen. Sie war ein bisschen benommen, richtete sich dennoch schnell auf- gegen den Schwindel ankämpfend. „Halt“ rief sie, sich schnell aufsetzend und einer dunklen Gestalt nachsehend „Wer bist du?“

Sie erblickte einen imposanten, gutgebauten Mann mit einem großen Hut an dem eine große und schöne Feder steckte.

Er drehte sich um und sah sie unvermittelt an. Er sah wirklich gut aus- nur ein wenig seltsam gekleidet, wie von einem Kostümball. Er kam zurück, legte einen Zeigefinger seiner großen Hände an ihre Lippen zum Zeichen still zu sein. Dann griff er in eine seiner Taschen und holte ein kleines Fußkettchen mit einem kleinen Anhänger daran hervor. Dieses küsste er und legte es Alena um ihren rechten Knöchel. Auch diesen küsste er zärtlich.

Nadja lächelte. „Wer ich bin, junge Nadja?“ sagte er. „Nun- es gab mal jemanden aus euerer Welt der uns besuchen kam. Er hat ein Theaterstück darüber geschrieben. Meinem König hat es nicht recht gefallen so das er uns leider nur noch manchmal erlaubt hier zu wandeln und uns mit euch zu vergnügen- außer in eueren Träumen!“ Damit wandte er sich wieder zum gehen. Nadja traute ihren Augen und Ohren nicht. „Hey- wo willst du hin? Und wer bist du?“ Der Mann drehte sich nochmals um und schien sich aufzulösen „Robin! Robin Goodfellow ist mein Name.

Auf deinem Fußkettchen steht mein anderer Name! Nimm es nie ab- dann wirst du immer Glück haben- was immer du anfängst!“ Er nahm seinen Hut ab und machte einen formschönen Kratzfuß. Dann war er verschwunden als hätte es ihn nie gegeben.

Nadja blinzelte- hatte sie geträumt? Sie saß hier in einem Wald, halbnackt nur noch mit T-Shirt, Schuhen und Strümpfen bekleidet, war gerade entjungfert worden und hatte ein neues goldenes Fußkettchen an ihrem rechten Knöchel! Nadja zog ihren rechten Fuß heran und drehte ihn so das sie das Kettchen zu fassen bekam.

Sie nahm den winzigen schönen Anhänger zwischen die Finger und las die vier Buchstaben aus denen er bestand: Puck (anm. des Autors: Waldelf, Gestalt aus W. Shakespears „Sommernachtstraum“, auch Robin Goodfellow genannt)

Sie zog sich an und stand auf. Sie fühlte sich wach und ausgeruht als ob sie die ganze Nacht geschlafen hätte. Es wurde bereits hell als sie den Weg zurück ins Lager fand. Sie hatte das unbestimmte Gefühl geführt zu werden und manchmal glaubte sie, kleine leuchtende Wesen um sie herum fliegen zu sehen, die leise kicherten.

Das endete allerdings als sie den Zeltplatz wieder sah. Sie drehte sich nochmals kurz um und sah in den Wald. Sie glaubte kurz eine kleine Wolke dieser kleinen leuchtenden Wesen zu sehen die nun aber blitzartig auseinander stoben und verschwanden. Gleichzeitig meinte sie auch leise Pucks fröhliches lachen zu hören. Sie lächelte in den Wald hinein, wandte sich um und ging auf das Lager zu- das sollte ihr Geheimnis bleiben!

Peter kam ihr aufgeregt entgegen „Wo warst du denn? Wir haben den ganzen Wald abgesucht! Tut mir leid das ich dich habe stehen lassen- das mit deinem Knöchel hatte ich ganz vergessen! Geht’s dir gut?“ Alena lächelte scheu.

„Ja mir geht’s gut, sehr gut sogar!“.

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Traumwald

Nackt hetze ich durch einen morgendlichen, lichten Wald mit uralten, riesigen Bäumen. Der Boden ist mit weichem Moss, Walderdbeeren und Waldmeister bedeckt. Hinter mir höre ich das dumpfe Getrampel der Verfolger. Ich weiß, daß ich ihnen nicht entkommen kann, renne trotzdem so schnell ich kann und meine Brüste schwingen im Rhythmus meines Laufes. Meine Brustwarzen sind steif aufgerichtet, obwohl ich voller Angst bin, denn je näher sie kommen, um so höher wallt wilde Erregung in mir auf.

Dann haben sie mich eingeholt und umringen mich im Abstand von wenigen Metern. Sechs Satyre des Waldes sind es, die Söhne des Pan, die Zechgenossen des Bacchus, die immergeilen Befriediger der Nymphen. Sie haben Lausbubengesichter und aus krausem, verfilzten Haar, ragen kleine gekrümmte Hörner hervor. Bis zum Bauchnabel sind sie menschlich, athletisch gestaltet, darunter bedeckt dunkelbraunes Fell ihren Körper, der in bockförmige Beine übergeht, die in kalbsgroßen Hufen enden. Die Satyre lachen meckernd und umkreisen mich.

Ihre Geschlechter sind steif und steil aufgerichtet, ihre lilafarbenen, prallen Eicheln ragen bis an ihre Bauchnäbel, darunter hängen faustgroße Säcke, in denen sich dicke Hoden abzeichnen. Die Gemächte sind fast grotesk dick und aus den Eichelschlitzen sickert unaufhörlich weißer, schleimiger Samen. Da wo er zu Boden tropft, sprießen augenblicklich phallusförmige Pilze mit lilafarbenem Hut aus dem Moos. Die Faune peitschen die Luft mit ihren langen, schwarzbequasteten Schwänzen, schlagen ungeduldig mit den Hufen und umkreisen mich immer enger.

Plötzlich springt mich einer von hinten an. Ich spüre sein struppiges Fell an meinem Po und schreie gellend auf als er meine Beine an den Kniekehlen packt und sie hochreißt. Mein Rücken liegt auf seiner Brust. Einer seiner Brüder drängt sich zwischen meine Beine und dringt mit einem energischen Stoß tief in mich ein. Augenblicklich flammt grelle, pulsierende Lust in mir auf und ich empfange die Stöße seines Gemächts mit spitzen Schreien.

Er fickt mich mit nach hinten geneigtem Körper und spritzt dann wild schnaubend in mich ab. Der Satyr, der mich gehalten hat, läßt meine Beine zu Boden und stößt sein steifes Gemächt von hinten in meine spermanasse Fotze. Sofort flammt die Lust wieder auf und läßt mich erneut aufschreien vor Wonne. Er fickt mich mit harten Stößen und seine Hoden pendeln an meine Haut. Von vorne zwängt mir ein weiterer Panssohn seinen harten Riemen in den Mund, schiebt ihn einige Male zwischen meinen Lippen ein und aus und spritzt mir dann, lustvoll meckernd, sein Sperma in cremigen Wellen in den Mund.

Der Samen schmeckt wie der Waldmeister, in dem ich stehe. Auch der Satyr, der mich von hinten fickt schreit meckernd seine Lust in den Wald und besamt mich.

Als sein Gemächt aus mir herausrutscht, kann ich mich befreien und hetze davon. Hinter mir erklingt das zornige Geschrei der Satyre. Äste schlagen mir ins Gesicht, aber ich renne so schnell ich kann. Zwischen meinen Beinen schmiert der frische Satyrsamen meinen Lauf.

Stolpernd erreiche ich eine Lichtung und bleibe entsetzt staunend wie angewurzelt stehen. Ein pferdeleibiger Zentaur hält eine Wassernymphe mit muskulösen Armen umklammert und saugt an den verhärteten Brustwarzen ihres üppigen Busens. Das blonde Haar der Nymphe ist nass und ihr helles Lachen wechselt in ein leises Stöhnen, weil der Zentaur immer gieriger saugt. Mir schwindelt als meine Augen sich an den hart aufgerichteten Penis des Zentaur heften. Dieser Phallus sieht aus wie der eines Mannes, ist aber armlang und wie bei den Satyren quillt Sperma aus der geschlitzten Nillenöffnung.

Nur tropft der Samen nicht ins Gras, sondern in den Mund einer Baumnymphe, die unter dem Pferdeleib kauert, mit einer Hand den Schaft des Phallus onaniert und mit der anderen die überdimensionalen Hoden knetet. Aber der Zentaur entwindet sich dem Griff der Baumnymphe und drängt seinen Pferdekörper zwischen die weit aufgerissenen Schenkel der blonden Wassernymphe. Die schreit auf als der Riesenphallus in sie eindringt und der Zentaur beginnt, sie hart, mit stampfenden Hufen zu ficken.

Bei dem Anblick krümme ich mich zusammen als dränge der steife Zentaurpenis in mich ein. Aber der Orgasmus, der sich in mir aufbaut, wird abrupt verhindert von den heranstürmenden Satyren, die mich gefunden haben.

Der erste Satyr, der mich erreicht, wirft mich auf den Rücken, fällt über mich her und stößt seinen tropfenden Pflock zwischen meine samenquellenden Schamlippen. Lust, Lust, nichts als Lust! Wimmernd winde ich mich in einem nicht enden wollenden Orgasmus.

Durch den rosa Nebel der Lust sehe ich, wie sich die Wassernymphe im Orgasmus unter den Fickstößen des Zentaur windet und der lustvoll schnaubend, aus pumpendem Phallus sein Sperma in sie spritzt. Weil ihre Möse diese Menge Samen nicht aufnehmen kann, quillt der Saft in Schüben, unter dem stoßenden Zentaurphallus aus ihr heraus.

Ich klammere mich an den Satyr, der mich in meine nässende Fotze fickt und schreie meine Lust in den leise säuselnden Wald.

Neben meinem Kopf knien zwei weitere Faune, die ihre steif aufgerichteten Geschlechter mit fliegenden Händen onanieren und ihr Sperma orgastisch meckernd in meinen weit geöffneten Mund spritzen. Ihr weißer Saft schmeckt nach den Walderdbeeren, auf denen ich liege. Mein fickender Satyr grunzt rau auf, wirft den Kopf in den Nacken und spritz sein Sperma mit bockenden Stößen in meine gierig saugende Fotze.

Dann ist es vorbei. Wie ein Spuk waren sie da und wie ein Spuk verschwinden sie, nur ihr meckerndes Lachen kann ich noch eine Weile hören.

Auch die Nymphen reiten auf dem Zentaur von der Lichtung.

Langsam verlasse ich den Traumwald und tauche auf. Mit der Zunge lecke ich über die Lippen und schmecke noch einmal Erdbeere und Waldmeister. Zwischen meinen Beinen spüre ich es an den Fingern ölig warm. Mit dem warmen Öl benetze ich die kleine Kirsche zwischen meinen Schamlippen und reibe sie kreisend. Die Lust klettert empor, läßt mich wohlig erschauern und leise stöhnen.

Mein Körper spannt sich, genießt die geilen Spasmen und fällt zurück. Langsam verebbt die Ekstase und ich öffne die Augen. Die Satyre haben mich in einen neuen Tag entlassen!.

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Lang und schmal – Frauenqual

Lang und schmal – Frauenqual

Der Porno und seine Physiologie

Ob ich wisse, wie man in Texas ein Barbecue, eine Grill-Fete macht? Das sei doch allgemein bekannt, erklärte mir mein Freund aus den United States of A: „Man zündet einen Wald an und treibt eine Herde Vieh hinein“. Da ging mir ein Licht auf. Nun weiss ich auch, woher dieser Trend in den schlechteren Pornos stammt, in denen die Schwänze nicht unter zehn Zoll schrumpfen dürfen, und wo die Mösen beim Orgasmus literweise spritzen.

Dass in jenen Geschichten die Männer nach jedem Orgasmus, bei dem sie natürlich auch ‚unglaublich, welche Mengen‘ ejakuliert haben, ohne Pause weitervögeln und das ad nauseam, gehört in dieselbe Kategorie; klar, die Autoren haben nur vergessen mitzuteilen, wie viel Viagra geschluckt wurde.

Ich weiss, dass Übertreibung als Stilmittel gerechtfertigt ist. Aber wie das so mit Stilmitteln ist, deren Übertreibung wirkt nur peinlich.

Wir können davon ausgehen, dass in jenen Geschichten die darin vorkommenden Frauen fast ausnahmslos besonders schön und besonders gut gebaut sind.

Das heisst, dass sie unserer anatomischen Wunschvorstellung entsprechen. Also ist auch anzunehmen, dass ihr Körperbau innerhalb dieses Rahmens liegt. Und da ist allgemein bekannt, dass die Tiefe der Vagina bei durchschnittlich neun Zentimetern liegt. Das entspricht — auch in Texas — dreieinhalb Zoll (Inch).

Der berühmte G-Punkt, dort also, wo die stärkste Reizung erwünscht ist, liegt so ungefähr auf halbem Wege; sagen wir meinetwegen, bei fünf Zentimetern oder zwei Zoll.

Kommentar überflüssig. Zum Glück musste ich nur einmal lesen, dass einer jener fiktiven Langschwänze beim Koitus in den Gebärmuttermund eindrang. Genauso glaubwürdig hätte er auch das Schlüsselloch meiner Haustür koitieren können.

Ich habe in meinem Leben keine einzige Frau erlebt, die es gern hatte, wenn der Penis bei ihr ‚hinten an‘ stiess. Wiederholt wurde mir erklärt, dass das verdammt schmerzhaft sei und den kommenden Orgasmus nur verzögere. Deshalb benutzt die erfahrenere Frau ihre Faust als Abstandshalter, wenn ihr Liebhaber zu unbeherrscht, zu rücksichtslos und zu langschwänzig ist: Lang und schmal — Frauenqual; kurz und dick — Frauenglück! So dichtete schon seit längerem unser Volksmuttermund.

Möglicherweise werden in den einschlägigen Geschäften in Texas längere Dildos verkauft, als ich sie bisher sah. Hier jedenfalls liegt der Durchschnitt bei 15 Zentimetern (sechs Zoll). Mein ‚Doubledong‘ misst 33 Zentimeter. Und wir können beruhigt davon ausgehen, dass der Kommerz weiss, was sich am besten verkauft. Neuere Forschungen haben ergeben, dass die durchschnittliche Penislänge bei fünf bis sechs Zoll (amerikanische Ergebnisse) also etwa bei 13 bis 16 Zentimetern liegt. Lustigerweise hat man festgestellt, dass die Eigenangaben der Männer in einschlägigen Internetforen bei acht Zoll, also 20 Zentimetern liegen.

Woher kommt es, dass Frauen so schlecht Grössen schätzen können? Weil ihre Männer ihnen immer erklären, jener Körperteil sei 20 Zentimeter lang!

Nein, auch beim Analverkehr gelten die gleichen physiologisch-anatomischen Voraussetzungen, einmal abgesehen vom verlängerten Endanschlag. Auch dort liegt die ‚G-Zone‘ eingangsnahe und nicht in der fernen Tiefe.

Manche Autoren übertreiben nicht mit der Länge, sondern mit dem angeblichen Durchmesser ihres ‚gut behangenen‘ Helden.

Na schön, eine Möse ist geduldig und kann bei pflegsamer Behandlung allerhand aufnehmen. Dasselbe gilt auch für den Hintereingang, wie man den entsprechenden Pornofilmen zum Thema ‚Fisting‘ entnehmen kann.

Aber weil in einem anständigen Porno auf keinen Fall der Oralverkehr fehlen darf, haben wir schon deshalb die Grenze des erwünschten Durchmessers erreicht. Liebe Autoren, nehmt einen Zollstock und messt selbst, wie weit ihr den Mund aufreissen könnt, ohne dass die Zähne das Lustobjekt schmerzlich misshandeln, und wie lange man einen Mund so weit aufhalten kann, um dabei noch gewaltige, überdurchschnittliche Blas- und Saugleistungen zu vollbringen.

Na, zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen? Stimmt — alles, was über 2,5 bis drei Zentimeter hinaus geht, wird verdammt unbequem. (Für unsere Freunde aus Texas: From one inch upwards).

Es ist bekannt, dass die häufigste Ursache für die sogenannte Maulsperre nicht ein herzhaftes Gähnen ist — wie die Patienten jeweils behaupten — sondern ein zu dicker Penis. Und weil volkstümlich die Ansicht verbreitet ist, dass man eine Maulsperre in Eigenmedikation am besten mit einer kräftigen Ohrfeige heilt, bietet dieses Thema durchaus neue Erkenntnisse für S&M-Autoren.

Schön. Nun sind wir endlich zum Orgasmus gekommen. Aber in Texas sieht das wieder ganz anders aus. Auch dort schreit die Frau, aber was macht sie alles mit ihrer Vagina? Sie ‚melkt‘ den Mann, klemmt seinen Penis so fest, dass es schmerzt, und dann spritzt sie und läuft aus; ‚unglaubliche Mengen‘ irgendwelcher Flüssigkeiten durchnässen entweder das Bettzeug oder laufen an ihren Schenkeln herab in die Schuhe, falls sie noch oder schon wieder welche anhat.

Und das immer und immer wieder, da es dort anscheinend keine postkoitale Tristesse gibt. Glückliches Texas!

Die beiden Bartholinischen Drüsen, die für die Gleitfähigkeit der Vagina zuständig sind und bei sexueller Erregung anfangen zu arbeiten, liefern schon eine ganze Menge. Das feuchte Höschen ist freundliche Realität, aber auch hier gibt es Grenzen. Das kleine Pfützchen kann vorkommen, aber wenn es wirklich spritzt, dann ist es ganz schlicht Pipi. Und das kommt ziemlich selten vor; ich meine, etwa bei drei Prozent aller Frauen kann sich beim Orgasmus die Blase krampfartig entleeren.

Und zum Glück weitaus seltener ist jener Krampf, der ‚Vaginismus‘ heisst. Es gibt genügend Witze darüber, aber ihn zu erleben, ist alles Andere als ein Witz. Laut Pschyrembel (Willibald) kommt es beim Orgasmus der Frau — seltsamerweise steht in meiner Ausgabe nichts über den O. des Mannes — zur Entleerung der Bartholinischen Drüsen und zu Uteruskontraktionen. Da steht nichts von Vaginalkontraktionen. Die hingegen kommen beim sogenannten Vaginismus vor, und das ist alles Andere als anregend.

Mösenkrampf. Aber bewusste Kontraktionen der Mösenmuskulatur gibt es. Nur kommen die wohl kaum während des Orgasmus zustande. Da hat die normale Frau etwas Anderes zu tun, als bewusst mit ihrer Möse zu zucken. Nachher, wenn der O. abgeklungen ist, ja, da kann sie ‚melken‘, wenn sie das noch mag. Dafür ist dann die quergestreifte Muskulatur des Beckenbodens zuständig, die per Willen beeinflusst werden kann. Hier erzählen Besucher vorder- und hinterasiatischer Freudenhäuser wahre Wundergeschichten über das ‚Zwinkern‘ ihrer Gespielinnen.

Da war das Stichwort: ‚Postkoitale Tristesse‘. Schon bei den ollen Römern, die ja wirklich keine Freunde der Traurigkeit waren, hiess es: „Post coitum ome animale triste, sed gallum, qui cantat“. Also: Nach dem Koitus sind alle Lebewesen müde, ausser dem Hahn, der singt (kräht). Nur bei unseren Autoren gibt es so etwas nicht. Da sind alle Männer Hähne. Nicht einmal eine kurze Pause wird ihnen nach dem Orgasmus zugebilligt, nein, sie ‚pumpen ihren Kolben‘ ohne Rast und Ruh weiter in die ihnen zugewiesene Körperöffnung.

Also, entweder sind diese Autoren Übermenschen, die nicht dieses Schmerzgefühl bei einer postcoitalen Reizung der Glans verspüren, oder aber sie haben keine einschlägige Erfahrung, sind also noch nie in der Lage gewesen zu versuchen, pausenlos weiter zu bumsen.

Wenn ich so etwas lesen, kann ich nur den Kopf schütteln und vermuten, dass der Autor oder die Autorin bei der Angabe ihres Alters geschwindelt haben und noch irgendwo in vorpubertären Bereichen schweben.

Dass bei der Schilderung einer Frau deren Schambehaarung ‚vom Nabel abwärts den Weg weist‘, halte ich für höchst unwahrscheinlich aber nicht für unmöglich. Jene Dame muss einen hohen Testosteronüberschuss besessen haben, genau wie jene Frauen, deren Klitoris überdurchschnittliche Grössen aufweisen. Da werde ich jedes Mal richtig neidisch, weil ich so etwas Schönes noch nie erlebt habe.

Die Schamhaare einer Frau kräuseln sich halbmondförmig, normalerweise nicht bis zum Nabel; die des Mannes zeltförmig bis zum Nabel.

Dass manche Autoren in der männlichen Physiologie nicht recht bewandert sind, mag verwundern. Aber da gibt es doch noch einige Tricks. Da ‚wird das letzte Sperma aus den Eiern gesogen‘, oder was ähnliche hirnrissige Beschreibungen mehr sind.

Ja, die Hoden produzieren das Sperma. Aber es wird nicht, wie manche zu glauben scheinen, im Sack, sondern in den Samenblasen gespeichert. Die sitzen völlig unspektakulär paarig zwischen dem Blasengrund und dem Arschloch.

(Rectum, im feinen medizinischen Ausdruck) Und von dort werden sie beim Orgasmus durch den Ductus Deverens, den Samenleiter, und weiter über die Harnröhre entleert. Welche Drüsen nun welche Anteile der Samenflüssigkeit produzieren, dürfte literarisch ohne Belang sein.

Wenn sich der Sack zusammenzieht, so hat das in den allermeisten Fällen lediglich mit der Zimmertemperatur zu tun. Dann ist es nämlich kalt. Ist es dagegen richtig warm, dann dehnt sich der Sack aus und bietet seine allergrösste Oberfläche.

Das hat nichts mit Sex zu tun, sondern ist lediglich ein Reflex, der die Hoden bei der für die Spermienproduktion optimalem Temperatur halten soll.

Ja, es kommt vor, dass beim Orgasmus des Mannes irgendwelche Reflexe die Hoden beeinflussen aber meistens in eine unangenehme bis schmerzliche Richtung.

Ich meine, man sollte die sogenannte dichterische Freiheit nicht mit sachlicher Unrichtigkeit verwechseln. Letztere führt in den meisten Fällen nicht zu der gewünschten höheren Akzeptanz, sondern eher zur Ablehnung des Geschriebenen, in unserem Falle zu minderer Punktzahl.

Schliesslich kann ich einen Autor nicht ernstnehmen, der beweist, dass er keine Ahnung hat, worüber er schreibt.

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Die Abenteuer des Mikes

Dunkel war es, um ihn ragten die Bäume, finster, wie die Skelette längst verstorbener Tiere, auf, und nur der Vollmond, sporadisch durch die dichte Decke aus Wolken blitzend war das Licht das den Weg vor ihm beleuchtete. Wie war er hier her gekommen, wo immer hier auch war, weshalb schlich er mitten in der Nacht durch einen Wald.

Nebelschwaden treiben um mich, erleuchtet von unserem Trabanten, Geister verflossener Leben, Erinnerung, Rachsüchtig? Fragen überkommen mich, doch keine Antwort.

An einem Baum gelehnt sank er zu Boden. Finsternis, Kälte. Verzweifelt versuchend seine Gedanken zu ordnen, tastete er panisch nach Erinnerungen, sein Name, seine Herkunft. Den Kopf in die Hände gestützt, verzweifelt.

Ich bin hier, solle ich hier sein, ich war, ich bin, ich lebe, mein Leben mein Körper mein Ich, doch wer ist dieses Ich? Männlich, ein Mann, ein werdender, 18, 19 vielleicht 20 oder gar mehr.

Fragende Verzweiflung!

Er hörte den Schrei einer Eule, die wohl gerade auf der Jagd war, als der Rauch eines Feuers in seine Nase drang. Er stand auf, Feuer, von Menschen gemacht, von ihnen kontrolliert, er musste hin. Langsam schleichen, vorwärts, keinen Mucks.

Da sah man eine Gestalt, blass und geschockt durch den dunklen Wald schleichen, auf der Suche nach Antworten, die er am fremden Feuer finden will.

Nach einiger Zeit, in der er dem Geruch des Rauches gefolgt war, hörte er es knistern, traf er auf eine Lichtung, ein gar seltsames Bild bot sich ihm.

Ich sehe eine Lichtung, ein Feuer brennt in der Mitte zur einen Seite das Dunkel einer Höhle, zur anderen eine gewaltige steinerne Statue nah am Feuer, groteske Schattenformationen in das Umliegende werfend. Wo sind die Menschen, Menschen sind nicht zu sehen, doch dennoch brennt Feuer.

Sein Verstand mahnte ihm Vorsicht und auf ihn hörte er. Durchs Unterholz sich schlagend umrundete er die Lichtung im Schatten der Bäume und war nun im Kernschatten jener Statue als er über sich ein flüstern vernahm: „Schnell, hol mich hier runter“, verwundert sah er nach oben, wo eine Gestalt fest verschnürt in etwa zwei Meter Höhe von einem Ast baumelte. „Guck nicht so blöd, beeil dich und lass mich runter, ich werde dir jeden Wunsch erfüllen.

Aber um der Götter willen beeil dich und sei still, dass dich der Troll nicht bemerkt!“

Er war verwirrt, Trolle, gefesselte Frauen, die von Bäumen hängen, wo zur Hölle war er. Langsam begannen sich die Wolken um seinen Verstand in Wohlgefallen aufzulösen und die Ratio, die Vernunft war zurück.

Mein Gott wo bin ich hier bloß gelandet.

Ein Schmerzhaftes reißen in seinem linken Bein spürte er, eine heftiger Schwindel, als sich die Welt umkehrte, ein knurren, dann dunkel, bewusstlos.

„Ja du Idiot ich rede mit dir, ich seh dein blinzeln, bist du endlich fertig mit ohnmächtig sein? Nein, ich erwarte keine Antwort, wir werden nur beide einen schmerzhaften Tod erleiden, wegen dir übrigens. Vielen Dank! Ich hoffe nur er frisst dich als erstes, dann hab ich wenigstens noch einen Glücksmoment wenn ich abtrete, dich leiden zu sehen erfüllt mich mit Genugtuung …“, so ging es in einer Tour, bis es Mike, ja genau so hieß er, es wurde besser.

Sie kehrte zurück die Erinnerung. Pi ist genau, ähh, ja Pi ist drei, die Simpsons, Matt Groening, Futurama, fliegende Autos.

Gedanken und Erinnerung, sie durchfluteten ihn, ein ganzes Leben und es war seines und vor ihm stand ein Troll, verkehrtherum, starte ihn an und stank aus dem Maul, fürchterlich. Der Redefluss der Frau neben der er jetzt, am selben Ast hing, war versiegt, blass war sie, war er wahrscheinlich auch, denn auch wenn das Blut, durch die Schwerkraft begünstigt in seinem Kopf sein müsste, war da wohl so viel wie Speichel in seinem Mund.

Alles in ihm war wohl mit seinem Herz in die Hose gesackt und hatte nur gähnende Leere in seinem Kopf hinterlassen.

Gelbe Augen waren es mit einer schwarzen reptilienartigen Pupille. Die Haut des Unholds war rau und spröde, als wäre es eine Lehmschicht, getrocknet in der Sonne und durch Bewegung wieder und wieder aufgerissen. Auch die Farbe passte, vielleicht war es Lehm, doch Mike hatte eigentlich kein Interesse es herauszufinden.

„Dich werde ich zuerst verspeisen“, sprach der Unhold mit einer tiefen basslastigen Stimme. Neben sich hörte er einen leisen, aber bissigen Freudenschrei.

Doch wie es so ist ein lebensgefährlichen Situation, wird der Mensch da kreativ wenn es zu Ende geht:

„Ich bin ein Zauberer und werde dich töten!“, schrie er.

Leider nur kreativ und nicht genial. Der Troll lachte dröhnend, dass die umstehenden Bäume wackelten: „Sicher, das sagen alle.

“ Eine schlagfertige Antwort wäre: „Na dann wird’s ja wohl stimmen“, gewesen, aber schlagfertig ist schließlich das, was einem nach zwei Stunden einfällt. In dieser Situation besser, denn ein Troll ist zwar nicht schlagfertig, dafür schlagkräftig.

„Ich kann aber zaubern“, meldete sich zaghaft eine Stimme rechts von Mike oder war es links, denn der Troll hatte ihm zum Spaß einen Stoß versetzt und nun drehte er sich im Kreis, verschnürt, eine Menschliche Seilwinde.

„Ich kann wirklich zaubern…“ ein Lichtblitz, ein Plumpsen. Mike saß benommen auf seinen vier Buchstaben, stand auf und rieb sich den Steiß. Ein Rascheln und die Frau war fort, ein Stampfen, ein Ruck und er hing wieder. Seine Fesseln hatten sich zwar in Staub aufgelöst, doch was nützten zwei Fäuste gegen einen Troll. „Ich bin wirklich ein Zauberer“, versuchte es Mike noch mal schwach. Aber er hätte auch schweigen können, der Troll starte ihn nur kurz durchdringend an und schleppte ihn ans Feuer.

Panisch begann er zu zappeln, um Hilfe zu schreien, doch vergeblich.

Die Flammen, sie rückten näher, sein Tod, war es das. Ein Traum, ein Troll, ein Traum, natürlich! Es konnte gar nicht anders sein, er würde gleich erwachen. Nur der Schmerz, den seine malträtierten Muskeln von sich gaben, sprach dagegen. Er würde in einem verdammt realen Traum sterben. Und dann erwachen, keine Frage. Er lachte erleichtert auf.

Der Troll stutzte, ein Opfer das gleich sterben würde, lachte? Da stimmte etwas nicht.

Dieser Stück Fleisch war kein Zauberer, das Elfenstück vorhin war eines, aber nicht das hier. Verdammt, er hätte das Ding töten sollen, jetzt war es weg. Süßes Fleisch, aber man muss es aber doch abhängen, erst seine Angst macht es schmackhaft. Und dieses hier, war nun auch verdorben, er hatte keine Lust mehr, er ließ es fallen und setzte sich, das Gesicht in die Hände gestützt.

Deprimiert. So saß er noch da, als der Morgen graute und Mike aus seiner erneuten Bewusstlosigkeit erwacht, gesund konnte das nicht sein.

Der Troll schaute auf, die Sonne kam, sollte sie nur, sein Leben war eh sinnlos, er war unnütz, sein Vater hatte es ihm oft genug gesagt. So sei es nun, Unterwelt ich komme, öffne deine Tore weit, ich komme, Vater erzittere, dort in deiner Gruft, ich komme. Der Vater gegen den Sohn, im Tod, wie im Leben, einst bist du gegen mich gefallen, und so wird es wieder geschehen, wieder und wieder bis zum Ende der Zeiten.

Als die ersten strahlen der Morgensonne ihn trafen fing er zu glühen an, er wurde zu Stein, sein Herzschlag vibrierte verstummte, sein Herz wurde zu Fels, sein Blut und seine Haut steinern, erstarrt, Granit.

Mike rappelte sich auf, es war ihm schwindlig, er stürzte. Wenn er sich jetzt übergeben würde hätte er bestimmt eine Gehirnerschütterung. Doch es passierte nicht. Auf beide Hände gestützt erhob er sich.

Und dann sah er sie, ein weißes Gewand, zierliche Füße, helle Haut. Sein Blick schweifte nach oben, schlank, an der Seite die leere Scheide, wohl für ein Schwert und über dem weißen Gewand schützte ein brauner lederner Brustpanzer ihren Oberkörper.

So stand sie gebadet im Licht, eine Schönheit, strahlte sie und ließ die Sonne leuchten? Sie streckte ihm die Hand aus, er ergriff diese nur zu bereitwillig und sie zog ihn, mit einer Kraft die er so einem zierlichen Wesen nicht zugetraut hätte, auf die Beine.

Vergessen war der Schwindel, er stand er vor ihr, vielleicht 30 cm war er von ihr entfernt. Alles seine Sinneseindrücke verschärften sich, der Wald roch mehr nach Wald, das verlöschende Feuer, nach Feuer, Wildheit im vergehen.

Sie war etwas kleiner als er, vielleicht ein paar Fingerbreit, er blickte ihr in die Augen und er war gebannt. Die Augen, er konnte die Farbe nicht bestimmen, sie waren tief, strahlten, war es Grau, war es Grün und doch waren es nicht die Augen, nein ihre Erscheinung.

Eine Erscheinung, Jugendliche würden beginnen zu Träumen von großen Heldentaten, Männer würden in den Krieg ziehen um solch Taten zu vollbringen, und die Alten würden traurig zurück sinnen, an die Zeit in der sie noch zu solchen fähig waren, die Gelegenheit aber verpasst hatten. Und er stand vor ihr, sie war so nah vor ihm und doch so unerreichbar.

Da vernahm er ihre Stimme, so sanft das es ihm Schauer über den Rücken jagte:“Du hast den Troll besiegt, nicht viele Männer besiegen einen Troll, ich steh auf solche Typen.

Mike wusste nicht was er darauf antworten sollte, und selbst wenn er etwas gewusst hätte, er hätte keinen Ton heraus gebracht.

„Ich hab dir versprochen jeden Wunsch zu erfüllen, alles was du willst“, sie kam immer näher, presste ihren Körper an den seinen. Mike schmolz dahin, ihre Hände legten sich an seinen Hals, glitten hinab, über seine Brust, bis ihre linke Handfläche auf seinem Brustbein zu ruhe kam.

Es war wieder etwas Abstand zwischen ihnen. „Wegen dir mein Süßer…“, sie machte eine kurze Pause.

Ihre Blicke trafen sie, und er sah es, ihre Augen blitzten vor Wut, zu spät. Ihre linke Hand schnellte vor, er wurde zurückgeworfen, irgendwie musste sie ihn an der Kehle getroffen haben, nach Luft schnappend ging er zu Boden, Punkte tanzten vor seinen Augen. Und bevor alles im Dunkeln verschwand hörte er die Elfe ihren Satz vollenden:“…wäre ich fast gestorben.

Idiot!“.