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Liebesbrief an denAnderen

Weil es offenbar Leute gab, die meinen letzten Liebesbrief nicht völlig misslungen fanden und weil ich mich gerade lang und breit zu diesem neuen Thema ausgelassen habe, will ich euch einfach mit noch einem solchen Stück belästigen.

Schreiend durch die Bude laufen und mit den Armen wedeln ist erlaubt… ;-D

*****

Lieber ‚Kritiker‘

(oder sagen wir lieber Feedback-Geber, denn deine Kritiken enthalten ja oftmals wenig Kritik, weswegen Kritik als Bezeichnung für sie ziemlich deplatziert wirkt… Deswegen stehst du ja auch in Tüttelchen.

)

Du beehrst mich nun seit meiner ersten Geschichte mit Kommentaren. Nicht zu jedem meiner Ergüsse, aber scheinbar doch manchmal wiederkehrend.

Zunächst einmal möchte ich dir dafür danken, denn das gehört sich nicht nur so, sondern ist auch tatsächlich so gemeint!

Was ich – vor allem in der jüngeren Vergangenheit – an Feedback bekomme, ist sehr ermutigend. Und deswegen ist es wertvoll für mich.

Nicht unbedingt, weil ich sonst gar nicht den Drang hätte, weiter zu schreiben. Das täte ich auch so, denn dieser Drang ist einfach zu stark.

Aber so merke ich immerhin, dass meine Geschichten jemandem gefallen. Und dass ich sie dementsprechend nicht ausschließlich für mich allein schreibe.

Manche Leute haben sich kritisch darüber geäußert, dass du insgesamt schon fast zu sehr lobhudelst. Keine schlechten Haare in meinen Suppen.

Keine Kritik an meinen Flüchtigkeitsfehlern. Keine Hinweise auf stilistische oder inhaltlich Fehler.

‚Lobkartelle‘ sind ein Begriff, der aufgekommen ist.

„Pah!“, sage ich.

Ich bekomme von dir schließlich immer wieder Hinweise auf Dinge, die dir aufgefallen sind und auch auf Dinge, die du dir anders gewünscht hättest. Nur eben immer zwischen einigen positiven Dingen versteckt.

Und dass dein genereller Tenor manchmal richtig überschwänglich begeistert ist, treibt mir zwar ein klein wenig Rouge auf die Wangen, aber ich werde dich dafür bestimmt nicht zurechtweisen.

Denn darum geht es hier ja: Geschichten zu posten, die dir gefallen und in denen du dich verlieren kannst.

Was du mir an Feedback gibst, ist für mich wertvoll, weil es sich im Tenor mit einer positiven Stimmung befindet, die deine Geschichte ausgelöst hat.

Du wirst mein Ego nicht zum Platzen bringen oder mich vom Teppich abheben lassen, weil ich bereits ein völlig übersteigertes Selbstwertgefühl habe und schon lange nicht mehr auf dem Boden stehe.

Ich schwebe schon seit beinahe anderthalb Jahrzehnten immer weiter oben.

Was du mir aber bringst, sind Einblicke aus deiner ganz persönlichen perspektive. Und zwar als jemand, der die Geschichte bereits mag, sich aber hier oder da noch eine kleine Veränderung oder Verfeinerung vorstellen könnte. Und das ist Stoff, über den ich gerne nachdenke.

Meinethalben kannst du bleiben, wie du bist.

Du kannst mir auch ruhig mal sagen, dass dir eine Geschichte nicht so gut gefallen hat.

Immerhin finde ich Ehrlichkeit wirklich toll.

Bei dir weiß ich, dass du dabei keine versteckten Angriffe einbauen wirst und deswegen ist das okay. Ich bedauere das dann und wir beide wissen, dass eine andere Geschichte wieder besser passen wird.

Lass dir niemals einreden, deine Äußerungen wären einseitig und wertlos, denn jeder Autor kann dir aus tiefstem Herzen das Gegenteil bestätigen, wenn er kein absoluter Masochist ist.

Es ist nun einmal so, dass jeder Schreiber entweder schreibt, um zu provozieren (und das ist ja nun wirklich schwer in diesem, meinem Genre) oder um zu gefallen. Und natürlich hört man unheimlich gerne, dass man Erfolg hatte.

Also ernsthaft:

Ich danke dir und ich bin froh, dass es dich gibt!

*****

Lieber Kritiker

Ja.

Du liest richtig. Keine Tüttelchen hier.

Du bist derjenige, der sich redlich bemüht, mir aufzuzeigen, wo ich Fehler mache und was ich besser machen könnte. Und ich werde ganz bestimmt niemals dein Recht angreifen, diese Sichtweise zu präsentieren. Ich würde es sogar mit Gewalt verteidigen.

Ich bin dir dankbar, wenn du mich auf Schwächen hinweist. Und viele deiner Äußerungen helfen mir weiter. Zumindest wenn ich lange genug über sie nachgedacht habe, denn ich bin ein alter Hund, der nicht so schnell neue Tricks lernt.

Der Grund, weswegen du einen eigenen Liebesbrief erhältst, ist zweigeteilt:

Zum einen passen viele der Aussagen zu den lobenden Feedback-Gebern nicht auf dich. Du bist gehst nämlich differenzierter an die Sache heran und legst deinen Fokus auf meine Schwächen und Fehler.

Und zum anderen ist es einfach so, dass du dich ziemlich oft im Ton vergreifst.

Ich würde das gerne weniger stumpf ausdrücken, aber es ist nun einmal so.

Und ich bin aufgrund von über dreieinhalb Jahrzehnten mit mir selbst ganz einfach allergisch dagegen.

Isso. Punkt.

Dein Standpunkt als ‚objektiver‘ Kritiker wird oft verteidigt. Und manche der Argumente sind stichhaltig.

Aber irgendwie kommen wir trotzdem oft nicht auf einen grünen Zweig. Und ich für meinen Teil sehe den Grund dafür in drei Umständen.

Zunächst mal gibt es keine objektive Kritik.

Selbst ein Computer ist nur so objektiv, wie die Kriterien, die er zu einer Bewertung heranzieht. Und die sind von Menschen vorgegeben, die nun einmal nicht objektiv sein können.

Wenn du also aus dieser scheinbaren Objektivität heraus etwas harsch aburteilst, benutzt du (wiederum in meinen Augen) nur den Schutzschild der angeblichen Objektivität dazu, dich abfällig ausdrücken zu dürfen. Und zwar über etwas, was dir nicht gefallen hat.

Versteh das nicht falsch: Einige deiner Aussagen sind hieb- und stichfest.

Schreibfehler sind Schreibfehler und so weiter. Aber insgesamt begegne ich einfach meistens Kritiken, die aussagen, dass meine Geschichten minderwertig sind, weil ‚füge beliebiges subjektives und geschmacksbasierendes Argument hier ein‚.

Dann haben wir da den Aspekt der ‚Konstruktivität‘.

Man sagt ja, dass eine Kritik dann konstruktiv ist, wenn sie dem Empfänger weiterhelfen kann und nicht einfach nur ein Verriss ist. Aber dabei wird immer schon außen vor gelassen, wie wichtig das Papier ist, auf dem die Kritik übermittelt wird.

Und falls jemandem diese Metapher zu hoch sein sollte: Damit ist der Tonfall gemeint. Der macht nämlich die Musik.

Wenn also jemand mir wirklich weiterhelfen will und das nicht nur vorschiebt, weil er rummotzen möchte, dann klingt das in etwa so: ‚Wenn du in dem Bereich deiner Geschichte mehr von dieser oder jener Stimmung erzeugst, dann verstärkt sich derundder Effekt, von dem ich annehme, dass du ihn erzeugen willst.

Im Gegensatz zu: ‚In dem Bereich deiner Geschichte hast du völlig versagt, was den offenbar gewünschten Effekt angeht. ‚

Auch hier wieder, um Missverständnissen vorzubeugen: Es ist völlig in Ordnung zu mir zu sagen, dass die Stimmung oder die Geschichte oder meine Wortwahl oder wasauchimmer bei dir nicht gezogen hat. Ich werde never, ever in the Geschichte of Antworting jemandem vorschreiben, was er zu empfinden hat und ob jemandem etwas gefallen muss.

Wenn’s dir nicht gefällt, dann tut mir das leid. Aber es ist eben auch nicht zu ändern. Und es wird mit fast absoluter Sicherheit zumindest nicht nur an ‚Fehlern‘ liegen, die ich mache, sondern vor allem an deinem persönlichen Geschmack.

Also… Sag das auch so!

Das dritte Ding ist der schon kurz angerissene Tonfall selbst.

Irgendwie hat sich scheinbar der Irrglaube eingebürgert, dass man etwas unter dem Label Kritik auch schon dreist und beleidigend und gespickt mit Provokationen rüberbringen muss.

Für Theaterkritiker mag das auch richtig sein, denn die schreiben schließlich ihre Sachen für eine Zeitung und es soll einen Unterhaltungsfaktor geben. Aber in den Dialog mit den Verantwortlichen für das Stück treten sie nicht.

Und bei Literaturkritikern ist es ebenso. Die gehen nämlich nicht zum Autoren und reden mit dem, sondern plakatieren die Wände mit ihren Verrissen. Sie kritisieren für alle anderen und nicht für den Autoren.

Und ein Verriss verkauft sich halt immer besser, als ein Lob.

Und außerdem wird ein seltenes Lob durch seine Seltenheit aufgewertet und man macht sich damit zu einer Instanz, was die Meinungsbildung angeht. Komischer Prozess, der was mit Psychologie zu tun hat, aber funktioniert…

Das Ding ist: Wenn du mit mir redest, dann zieht das nicht.

Wenn du mir einen Kommentar schreibst, dann redest du nämlich mit mir.

Wenn du den Kritiker im oben umschriebenen Sinn spielen willst, musst du einen Blog aufmachen und dort zum Selbstzweck die Stories bei Lit beurteilen. Und man sucht dich dann auf, wenn man deine Meinung zu einem Stück haben will.

Was du hier tust, ist eher, dich mitten im Applaus bei der Uraufführung eines Stückes hinzustellen und mit einem Megaphon das Stück schlecht zu machen. Aber ohne das Risiko von einem der Zuschauer oder Schauspieler einen dafür auf die Nase zu bekommen, dass du nicht ohne Beleidigungen auskommst.

Mutig, mutig…

Wenn es also um das geht, was ich jetzt einfach mal als Verriss im beschriebenen Sinn bezeichnen will, reagiere ich allergisch. Und zwar meistens auf die Frechheiten, die sich da jemand herausnimmt.

Wenn du die Eier hast, mir solche Dinge ins Gesicht zu sagen, dann werde ich das mit einem gewissen Respekt vor deiner Aufrichtigkeit entlohnen.

Aber der Punkt ist, dass du dich hinter der Anonymität des Netzes versteckst und dabei Sachen ausspuckst, für die deine Mutter dir den Mund mit Seife ausgewaschen hätte.

Oder zumindest hätte sie das tun sollen.

Wenn ich also patzig werde, dann hat das nichts mit meiner Unfähigkeit zu tun, Kritik anzunehmen.

Ich tue mich nicht immer leicht damit, aber in einem vernünftigen Gespräch mit vernünftigen Argumenten und einem vernünftigen Umgangston funktioniert das durchaus hervorragend.

Nur wenn sich einer schon hinstellt und nur Beleidigungen in den Wald hinausposaunt, nehme ich mir heraus, dem Echo das Kaliber 9mm zu geben.

Und ganz nebenbei: Beleidigungen müssen nicht immer explizit sein.

Mancher mag die Augen verdrehen, wenn ich schon wieder von impliziten Beleidigungen anfange, aber da ich nun einmal ein schlaues Kerlchen bin, bemerke ich die eben leider auch.

‚Du bist doof‘ ist demnach durchaus gleichzusetzen mit ‚Solche Formulierungen verwenden nur Idioten‘.

Wenn es also in diese Richtung geht, diskutiere ich durchaus noch mit der betreffenden Person.

Aber nicht mehr über die Geschichte. Und wer das versteht, kommt prima mit mir klar.

Ich erwarte nur ein Mindestmaß an Höflichkeit und behaupte, dass ich die auch im Vorschuss gebe. Erst wenn man mir oft genug quer kommt, stelle ich das ein und reagiere in der Weise, in der man mir da begegnet.

Sag mir deine Meinung, lieber Kritiker. Selbst wenn du meine Geschichte absolut scheiße fandest, ist das eine Meinung, mit der ich leben kann.

Aber wenn du versuchst, mir schlau aufzuzeigen, wieso ich als der Autor meiner Geschichten ja auch nur scheiße sein kann, dann hast du mich, wo du mich offenbar haben willst: Irgendwo auf halbem Weg auf der Palme oder auch ganz schnell ganz oben.

Und wenn schon nichts anderes, dann ist das doch zumindest ein klarer Indikator für mich, wie ich in Zukunft mit dir umzugehen habe und wer von uns beiden nun wirklich scheiße ist.

Rede mit mir oder rede gegen die Wand, lieber Kritiker. Du kannst das frei entscheiden und ich werde mich darauf einstellen.

*****

So.

Und nun genug von dem Scheiß mit der Scheiße.

Wer hieraus etwas für sich schöpfen kann, hat meinen Segen und wer sich an die Stirn tippen möchte, weil ich komische, archaische Ansprüche an die zwischenmenschliche Kommunikation habe, ebenfalls.

Der Zweck dieses Liebesbriefes ist einfach pure Selbstdarstellung und nicht mehr. So kann ich von nun an darauf verweisen, dass ich schon einmal erklärt habe, wieso ich auf gewisse Dinge in gewisser Weise reagiere.

Wer sich angefasst fühlen will, hat meinen Segen. Und letztlich wahrscheinlich auch einen Grund dafür.

In diesem Sinne: Einen TRAUMHAFTEN Tag noch.

;-P.

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Die Drachenherrin – Teil 01

Diese Geschichte ist ein Neuanfang. Sie ist als Fortsetzung des Mehrteilers „Das Drachenweib“ zu verstehen. Kann aber auch als Einstieg dienen für alle, denen die Vorgeschichte nicht bekannt ist.

****Teil 01****

Überall in dem lichten Wald lagen blutende Körper. Die Luft war voll von Schreien, Angst und Tod. Sanitäter brachten immer neue Karren mit Verwundeten. Einige hatten schwere Schnitt- und Stichwunden, andere zerschmetterte oder fehlende Gliedmaßen. Stellenweise war der Waldboden rot vom Blut und die Ammen konnten unmöglich alle Verwundeten versorgen.

Die göttliche Magie der Priesterinnen war längst aufgebraucht und sie konnten nichts weiter tun, als Verbände anzulegen und Blutungen zu stoppen.

Denysis versuchte Ordnung in das Chaos zu bringen:

„Die Leichtverletzten dort hinten hin, die Schwerverletzten hier hin — und die Toten lasst einfach liegen. „

Ich schwitzte unter meinem Gewand, mein ganzer Körper war von einem hellgelben Umhang eingehüllt. Lediglich meine Augen waren nicht verdeckt.

Diese Vermummung war nötig, weil die menschlichen Männer von meiner menschlichen Frauengestalt meist in Verwirrung und Wahnsinn getrieben wurden. Ich ging zu der ebenfalls verhüllten Denysis und flehte sie an:

„Lasst uns die Magie einsetzen, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten!“

Die Vogelfrau sah mich eindringlich an:

„Deine magischen Fähigkeiten stelle ich nicht in Frage, aber wir sind hier, damit du etwas über das Leben und den Tod erfährst — und über die Menschen.

Wütend knackte ich mit den Fingern, wild entschlossen, nicht länger die Amme zu spielen. Denysis stellte sich ganz dicht an mich und sprach beschwichtigend:

„Dieser Krieg hätte so oder so stattgefunden, es ist nicht unsere Aufgabe, die Welt vor Unheil zu bewahren. Aber wir können durch Beobachtung lernen, das Unheil nicht zu mehren. „

Nach einem eindringlichen Blick in meine Augen wandte sie sich ab und kümmerte sich um einen Krieger, aus dessen Brust ein abgebrochener Speer ragte.

Gedankenschwer kämpfte ich gegen meine Wut, als jemand an meinem Gewand zog. Neben mir lag ein Kämpfer in edlen Gewändern auf dem Boden:

„Verzeiht mir, euch zur Last zu fallen, aber ich habe nicht mehr lange zu leben und möchte nicht einsam im Dreck aus dieser Welt gehen. „

Besorgt ging ich neben dem Verletzten in die Hocke und versuchte, seine Wunden zu untersuchen: Ein Pfeil steckte in seiner Schulter und das Fleisch um die Wunde begann sich schwarz zu verfärben — der Pfeil war offenbar vergiftet.

Erneut sprach der Krieger:

„Das Gift frisst sich durch meinen Körper, mit jedem Herzschlag werde ich kälter. „

Ich wischte ihm mitleidig den kalten Schweiß von der Stirn. Der Sterbende atmete erregt:

„Bin ich schon im Jenseits? Nie sah ich solch strahlende Augen, ihr müsst ein Engel sein. „

Zum Trost legte ich meine Hand auf seine Wange:

„Nein, ihr seid noch im Diesseits und ich bin nur eine Amme, die dem Irrsinn des Krieges machtlos gegenüber steht.

Aber auch, wenn ich nichts gegen das große Unheil tun kann, so will ich euch wenigstens in den letzten Minuten mit meiner Anteilnahme Trost spenden. „

Der Mann schluckte schwer:

„Nie hätte ich mir solch eine Grobschlächtigkeit erlaubt, aber das sichere Ende macht mich tollkühn. Ich verspüre ein starkes Verlangen in meinen Lenden, würdet ihr mir zum letzten Mal die Gunst der körperlichen Liebe erweisen?“

Nur um sicher zu gehen, dass der Krieger nicht aus einem Fieberwahn heraus sprach, ließ ich meine Hand zwischen seine Beine wandern.

Tatsächlich war seine Männlichkeit stark angeschwollen und pochte gegen den groben Stoff.

Trotz des nahen Todes wirkte mein Zauber, der mir oft als Fluch vorkam, auch auf ihn.

Etwas hilflos blickte ich mich um. Durch das Chaos des Krieges waren alle so beschäftigt, dass niemand Notiz von uns nahm. Entschlossen öffnete ich seine Beinkleider und legte den Phallus frei. Alleine die Berührung meiner Hände versetzte den Sterbenden in höchste Erregung.

Unauffällig hockte ich mich über seine Körpermitte und raffte mein Gewand.

Mühelos drang die Lanze in mich ein und Krämpfe der Lust zuckten durch den Mann, als ich nur wenige Bewegungen vollführte.

Obwohl dieser „Eindringling“ in keinem Verhältnis zu dem meines ehemaligen Geliebten stand, empfand ich die Vereinigung als angenehm. Schnell und heftig erlebte der Krieger seinen Höhepunkt und auch wenn meine Lust kaum aufgeflammt war, so hatte ich doch das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben.

Als ich mich wieder neben ihn kniete, um nach seinem Befinden zu schauen, hörte das Herz auf zu schlagen. Mit einem seligen Lächeln um die Lippen starrten die reglosen Augen in die Unendlichkeit. Betrübt schloss ich seine Lider und erhob mich mit weichen Knien. Mein Herz schlug so kräftig, dass ich Angst hatte, es würde aus meiner Brust springen.

Das unzähmbare Temperament eines Drachen drang an meine Oberfläche. Es war Zeit, diesen Irrsinn zu stoppen.

In großen Schritten rannte ich auf das Schlachtfeld. Ohne Rücksicht auf Einzelschicksale schleuderte ich alle, die mir im Weg standen, zur Seite. Mitten auf dem großen Feld standen edle Ritter, hoch zu Ross. Sie brüllten Befehle und ergötzten sich an ihrer Macht, ganze Armeen befehligen zu können. Unaufhaltsam steuerte ich auf diese Gruppe zu, nahm eines der Rösser am Hinterlauf und schleuderte es zu Boden. Der Ritter wurde abgeworfen, rollte sich aber trotz seiner schweren Rüstung ab und stand wieder auf.

Wütend rief ich ihm zu:

„Beendet diesen dummen Krieg, der Blutzoll ist bereits höher als der Wert des Sieges!“

Ohne meinen Worten Gehör zu schenken, schlug er mit seinem Schwert zu. Auch von hinten und den Seiten schlugen Waffen aller Art auf meinen Körper ein. Jeder einzelne Treffer hätte genügt, eine wehrlose Frau, nur in dünne Stoffe gehüllt, zu töten. Doch keine der Waffen drang durch meine Haut.

Mit zerfetzten Gewändern stand ich mitten in der kampfeslüsternen Horde. Einige starrten mich reglos an und konnten nicht verstehen, welcher Zauber auf sie oder mich einwirkte. Manche fielen vor mir auf die Knie und baten um Verzeihung.

Doch es kamen immer neue Angreifer, die mich vernichten wollten und wenige Schritte entfernt tobte die Schlacht ungehemmt weiter. Rasend vor Wut, stieß ich das donnernde Gebrüll eines wütenden Drachen aus meiner Kehle.

Der Schall raste durch das Tal, wurde an den Hängen gebrochen und kam seltsam verzerrt zurück. Nach wenigen Augenblicken lagen Mensch und Tier benommen auf dem Boden. Es war unnatürlich still, nicht einmal der Wind erlaubte sich, die Blätter der Bäume zum Rascheln zu bringen.

Rasend vor Wut, drehte ich mich um und überschaute das schlagartig zur Ruhe gekommene Schlachtfeld.

Denysis kreiste in ihrer Eulengestalt über meinem Kopf:

„Das hast du ganz toll hinbekommen.

Eine Schlacht ohne Sieg birgt den Keim eines neuen Krieges in sich. Du hast das Leid für heute beendet, aber wer weiß, welches Leid der nächste Disput in sich birgt?“

Fassungslos blickte ich mich um; einzelne Körper begannen sich zu regen, langsam kehrte Leben zurück in das Tal. Denysis umkreiste meinen Kopf weiterhin:

„Komm, wir müssen gehen, ehe du noch so einen tollen Einfall bekommst. „

+++

In Form eines silbergrauen Falken flog ich mit Denysis davon, wir zogen Flügel an Flügel über das Land.

Über endlose Weiten segelten wir, überquerten zahllose Flüsse und erreichten in der Abenddämmerung einen dichten Wald.

Im Wipfel eines großen Baumes konnte man häusliche Strukturen erkennen. Geschickte Baumeister hatten in den Kronen des Waldes ein kleines Dorf errichtet, ohne der Natur dadurch zur Last zu fallen. Auf einem Podest in luftiger Höhe setzten wir zur Landung an und berührten in unserer menschlichen Form den Boden.

Während des Fluges hatten wir keinen Ton gesprochen, umso redseliger standen wir uns nun gegenüber.

Denysis war wütend und überschüttete mich mit Vorwürfen:

„Obwohl du alle Fähigkeiten und Eigenschaften eines Drachen hast, so fehlt dir eine Tugend gänzlich — die der Weisheit!“

Wütend rechtfertigte ich mich:

„Ist es denn weise, Wunden zu versorgen ohne deren Ursache zu bekämpfen?“

Kopfschüttelnd lief Denysis im Zickzack um mich herum:

„Jeden Tag wird Blut vergossen, irgendwo in dieser Welt tobt immer ein Krieg.

Es ist unmöglich, jede Schlacht einfach zu beenden und alle wieder heim zu schicken. Die Spannungen würden immer weiter wachsen, bis irgendwann jeder auf jeden losgeht. „

Ich resignierte:

„Dann sollten wir uns einfach irgendwo verstecken und diese Welt in ihrem eigenen Blut ertrinken lassen!“

Denysis ließ ihre Schultern enttäuscht hängen und grübelte an einer weiteren Erklärung, aber meine Geduld war am Ende. Hoch erhobenen Hauptes hastete ich über die Stege in den Baumwipfeln und verschwand in einer der Hütten.

Gekränkt setzte ich mich auf den Boden des Raumes und dachte nach.

+++

Eine Hand fuhr sanft durch meine Haare.

Sicher hatte ich gespürt, dass jemand kam, aber ich wusste, dass es nicht Denysis war — weiter hinten im Raum stand noch eine Person. Launisch blickte ich in die großen braunen Augen von Elyna. Die Waldelfe schaute mich besorgt an, sagte jedoch nichts.

Wie alle Waldelfen hatte sie eine dunkle Haut mit einem kupferfarbenen Schimmer. Ihre langen lockigen Haare waren kastanienbraun und ihre Gestalt elfentypisch, jedoch etwas muskulöser.

Die Person hinter mir begann in wohlklingendem Elfisch zu sprechen und gab sich dadurch als Delran zu erkennen — Elynas Mann:

„Schwere Gedanken lasten auf eurem Herz. Wir sind nur einfache Elfen, unwissend in den Augen eines so mächtigen Geschöpfes wie ihr es seid, aber doch wollen wir helfen, wenn wir können.

Diese Demut überforderte mich immer noch, ich würde mich wohl nie daran gewöhnen.

Als einfache Menschenfrau geboren — Tochter eines Bauern. Dann die Gefangene und Geliebte eines Drachen, jahrelang in einem goldenen Käfig gehalten. Durch seltsame Geschicke und arkane Magie selbst zu einem Drachen geworden, nahm sich Denysis meiner an. Sie hatte mir in den letzten Jahren all ihr Wissen über Magie beigebracht. Nun versuchte sie, mir die Welt aus ihrer Sicht zu erklären.

Sie war der Meinung, dass ein Wesen mit so viel Macht auch Verantwortung übernehmen müsse.

Erschöpft schmiegte ich mich an Elyna:

„Ihr seht in mir ein mächtiges Wesen, aber ich bin auch ebenso eine unbedeutende Menschenfrau. Es ist für mich eine hohe Ehre, Anerkennung von Elfen zu erhalten. Nie hätte ich mir als Kind erträumt, Angehörige des ältesten Volkes zu treffen. „

Fürsorglich schloss mich Elyna in ihre Arme und gab mir das Gefühl von Geborgenheit.

Verzweifelt und überfordert von den Erlebnissen, begann ich zu weinen. Obwohl Denysis der Meinung war, dass Drachen nicht weinen sollten, behielt ich diese menschliche Eigenschaft bei. Andernfalls hätte ich in meiner Hilflosigkeit ganze Landstriche in Schutt und Asche gelegt, um meinem Herzen Luft zu machen — was wiederum typisch für Drachen gewesen wäre.

Zum Trost strich mir die Elfe meine langen Haare aus dem Gesicht und stimmte ein Lied an.

Sie wiegte mich wie ein Kind, jede Berührung war Balsam. Auch Delran kam an meine Seite und strich mit seinen Händen über meinen Körper. Ich legte mich mit geschlossenen Augen auf den Boden und genoss die Streicheleinheiten des elfischen Paares. Gemeinsam sangen sie ein Lied, das von Liebe ohne Leid erzählte — ein Wunschtraum, der mich jedoch in seinen Bann zog.

In einem Ritual rieben sie meinen Körper mit duftenden Ölen ein.

Im Schein der Fackeln schimmerte meine Haut feucht, die Rundungen meiner Brüste glänzten im Gleichtakt mit den züngelnden Flammen. Berührungen, so sanft wie ein Windhauch, strichen über meinen Körper. Massierende Bewegungen bewahrten mich vor dem Einschlafen und fachten zugleich meine Leidenschaft an. Die Knospen meiner Brüste zogen sich zusammen und ragten wie kleine Pfeilspitzen in die laue Sommernacht.

Gleich eines magischen Befehls öffnete ich meine Beine und die geschickten Finger der Elfen massierten meine Schamlippen.

Ohne in mich einzudringen, kneteten sie die Hautfalten sehr sanft, bis jede Pore mit dem anregenden Öl benetzt war. Durch die sinnliche Erregung sendete meine Lustspalte ihren Liebessaft, der sich mit den elfischen Ölen vermischte.

Die Arme hinter dem Kopf ausgesteckt, lag ich reglos da – hatte das Gefühl zu schweben. Elyna massierte meine Beine, knetete die Waden und verteilte den öligen Glanz überall. Sie strich über meine Fußsohlen, verschränkte ihre Finger mit meinen Zehen, um auch diese Zwischenräume mit Öl zu bedecken.

Delran hatte meine Arme, von den Schultern beginnend, bis zu den Fingerspitzen massiert. Nun begann er erneut, das Öl auf meinem Bauch einzureiben und wanderte langsam nach oben zu meinen Brüsten.

Ich blickte ihn an und erkannte die Lust in seinen Augen, sein Schwanz stand hart geschwollen.

Stürmisch griff ich ihm in das lange Haar und riss ihn über mich, zog seinen Kopf zu meinen Lippen.

Der Kuss war nicht erzwungen.

Als Delran die Überraschung überwand, erwiderte er ihn voller Leidenschaft.

Meine Arme schlangen sich um den muskulösen Elf und pressten seinen Körper auf meinen. Küssend rieben wir unsere Körper aneinander, sein harter Dorn drückte fest gegen meinen Bauch und bat flehend um Einlass.

Elyna stimmte ein neues Lied an, welches von der sexuellen Vereinigung handelte und viele obszöne Anspielungen enthielt.

Sie hatte meine feucht glänzenden Füße auf ihre Brüste gelegt und ich spürte ihre harten Knospen gegen meine Fußsohlen drücken.

Dann entließ ich Delran aus meiner Umarmung. Er kniete sich zwischen meine Beine und sogleich umschloss Elyna den steil emporragenden Zapfen, um ihn mit dem Öl zu benetzten. Ich drehte mich um und präsentierte dem Elfenpaar meine Rückseite. Auf allen Vieren kniend, wartete ich sehnsüchtig auf neue Berührungen.

Elyna ließ ihre Hand zärtlich zwischen meine Beine gleiten.

Sie stimulierte ihren Mann und mich zugleich, bis sie wusste, dass die Zeit gekommen war. Dezent machte sie Delran Platz, sodass er von hinten in mich eindringen konnte.

Voll gieriger Erwartung spürte ich den harten Pfahl zwischen meinen Beinen. Unerträglich langsam drang er ein, verharrte und zog sich wieder zurück, um erneut vorzudringen. Er steigerte meine Begierde, ohne Erlösung zu verschaffen.

Die Lust ließ mich hörbar atmen, scharf zog ich die Luft durch meine Zähne und presste sie erregt wieder aus meinen Lungen.

Elyna ließ ihre Hände über meinen Rücken kreisen, streichelte meine Flanken und knetete meine Pobacken. Ohne Gefühl für Raum und Zeit kniete ich auf dem Boden und genoss die Künste des Elfenpaares.

Durch die lange Lebensspanne dieses Volkes konnten sie über Jahrhunderte ihre Techniken verfeinern. Diese Erfahrungen schlugen sich unter anderem auch bei den Liebeskünsten nieder.

Delran hatte meine Lust auf die Spitze eines gewaltigen Berges getragen und ließ sie dort liegen.

Er zog sich aus mir zurück und wandte sich seiner Frau zu.

Enttäuscht, aber unglaublich erregt, wurde mir jedoch bewusst, dass Elyna auch ein Recht auf Zuneigung hatte. Ihr Mann lag auf dem Boden, sie legte sich auf ihn und verteile ihr Gewicht so, dass es für Delran nicht zur Belastung wurde. Wie von selbst fand der Liebesstab den Eingang und glitt sanft in die Elfe. Als würden sie schlafen, lagen sie aufeinander, ihr Atem ging abwechselnd, immer wenn einer ausatmete, atmete der andere ein.

Bei elfischen Beziehungen spielt der Gleichtakt der Herzen eine zentrale Rolle; ich war mir sicher, dass die Herzschläge in diesem Moment synchron waren. Nur gelegentlich kreiste Elyna mit dem Becken oder Delran spannte seine Beckenmuskeln an, um eine minimale Bewegung seiner Lanze zu erzeugen.

Meine Erregung klang keineswegs ab, rasend vor Gier nach Erlösung lag ich auf der Seite und betrachtete das ritualartige Liebesspiel.

Ich ging wieder auf alle Viere, um mich dem Paar zu nähern.

Beim Aneinanderreiben der Schenkel schauderte eine Lust durch meinen Körper, die mir ein Fortkommen kaum ermöglichte. Von etlichen Zuckungen durchgeschüttelt, kam ich bei den beiden an. Mit vernebelten Sinnen tauchte ich meine Hände in die Schale mit dem Öl. Zärtlich verteilte ich die duftende Flüssigkeit auf dem Rücken von Elyna. Ihr Körper glühte, obwohl man ihr die Erregung von außen nicht ansah.

Jetzt, da meine Hände die dunkelhäutige Elfe berührten, wusste ich, was in ihr vorging.

Ich konnte die ekstatischen Gedanken nur erahnen, die durch ihren Geist peitschten, aber sie genügten, um mich von dem hohen Berg der Lust zu stoßen. Ohne äußerliches Zutun erlebte ich einen Höhepunkt, gleich einem freien Fall. Die Wucht, mit der die Gefühle auf mich einschlugen, riss mich um. Ich lag auf dem Rücken und genoss die Wellen, die mehrfach durch meinen Körper rauschten.

Kurz darauf erlebten auch die Elfen eine heftige Erlösung von den Freuden der Lust.

Hungernd nach Berührung umschlangen wir uns. Eng aneinander gekuschelt schliefen wir zu dritt ein.

Erst als die Sonnenstrahlen durch ein Fenster fielen und unzählige Vögel ihr Morgenlied sangen, erwachte ich.

Erholt wie lange nicht, öffnete ich die Augen. Ohne die Elfen wecken zu wollen, schlängelte ich mich aus dem Knäuel der Leiber und sah ein Stück Papyrus vor mir auf dem Boden liegen; Denysis hatte mir eine Nachricht geschrieben.

***

„Liebste Schalina,

Verzeihe mir meine Ungeduld.

Drachen, die aus Eiern schlüpfen, haben viele Jahrhunderte Zeit, die für sie wichtige Weisheit zu erlangen. Ich wollte nicht wahrhaben, dass du einfach noch ganz am Anfang deines Drachenleben stehst. Die Neugier — und eine interessante Nachricht — treiben mich wieder einmal in ferne Länder. Genieße deine „Kindheit“ für die nächsten Tage, ich finde dich wieder, wenn ich zurück bin.

In Liebe

Denysis

PS: halte dich bitte aus Politik, Kriegen und den Geschicken dieser Welt heraus. „

***

Denysis war in den letzten Jahren mehr Lehrmeisterin als Geliebte geworden. Geduldig, aber dennoch unnachgiebig, hatte sie mir ihr ganzes Wissen über Magie beigebracht. Da Magie in der Natur der Drachen liegt, war ich ihr nun in manchem Zauber weit überlegen.

Auch lehrte sie mich die Geschichte der großen Länder, die gebräuchlichen Umgangsformen der Menschen, Elfen, Zwerge, die Religionen und unzählige Kleinigkeiten, die aufzuzählen kaum lohnt. Da ich auch Lesen und Schreiben konnte, bediente ich mich so manchen Buches, um weiteres Wissen anzusammeln. Nie hätte ich gedacht, wie viel in einen einzigen Kopf hineinpasst. Oft blickte ich herablassend auf mein „altes, unwissendes“ Leben zurück.

Mit einem Lächeln auf den Lippen verzieh ich Denysis, so wie sie mir verziehen hatte.

Sicher liebten wir uns nicht weniger als am ersten Tag. Aber wir ließen uns unsere Freiheiten.

Nach einem reichhaltigen Frühstück mit der Elfengemeinschaft überlegte ich, was man mit der ganzen Freizeit anfangen könnte.

Ich sehnte mich danach, durch die Luft zu gleiten und weite Länder zu bereisen. Nach einem höflichen Dank an die elfische Gastfreundschaft, verabschiedete ich mich von dem Wald und seinen Bewohnern. Schnell wie der Wind schoss ich in Gestalt eines Adlers Richtung Westen.

Stundenlang glitt ich durch die Luft, ohne müde zu werden, die Landschaft unter mir zu betrachten. Wälder, Felder, Siedlungen und Städte zogen unter mir vorbei.

+++

Zur Mittagszeit sah ich vor mir die schwarzen Wolken eines aufziehenden Gewitters. In den aufsteigenden Winden der Felder schraubte ich mich immer höher. Als ich über den dunklen und vor allem dichten Wolken flog, nahm ich meine Drachengestalt an. Meine Spannweite war nun um ein Vielfaches größer, als die eines Adlers.

Wesentlich sanfter glitt ich über das Gewitter hinweg, erhaben und würdevoll schwebte Schalina der Drache durch die hohen Luftschichten.

Denysis hätte nun wieder angemerkt, dass ich anmaßend und überheblich sei.

Aber sie konnte mir nicht erklären, warum ich nicht alles Recht dazu hatte.
Wer — außer einem anderen großen Drachen — konnte mir schon gefährlich werden? Da ich keinen anderen Drachen sehen konnte, beschloss ich, die Herrscherin dieser Luftschicht zu sein.

Eine Wildgans wurde mit einem heftigen Lufthauch auf die unteren Ränge verwiesen.

Sicher war es anmaßend, aber hätte das Schicksal nicht das aus mir gemacht, was ich war, könnte ich nun das dankbare Leben einer Bäuerin führen. So gesehen, war es doch auch weise sein Schicksal anzunehmen, ohne damit zu hadern.

Denysis und ich wälzten jahrelang dicke Bücher um das Rätsel meiner Verwandlung zu ergründen. Berichte in denen Drachen körperliche Vereinigungen mit Menschen, Elfen und anderen Humanoiden eingingen, gab es zuhauf.

Aber es gab keine Beschreibungen, in denen ein Drache seinen Samen einem anderen Wesen, außer einem weiblichen Drachen, schenkte. Da ein Drache nur alle hundert Jahre fruchtbar ist und dann meistens von mindestens einem Drachenweibchen belagert wird, ging Denysis davon aus, dass ich das erste Mal in den Genuss dieses Samens kam.

Vielleicht ist die Verwandlung ein ganz normaler Vorgang, wenn der Samen einen Nichtdrachen berührt? Den Fortbestand der Art zu sichern ist ja die ureigenste Aufgabe von Samen aller Art.

Vergnügt drehte ich noch ein paar Loopings, dann war die Gewitterfront schon wieder vorbeigezogen. Etwas betrübt wurde ich wieder zu einem Adler und ließ mich in tiefere Luftschichten sinken. Denysis hatte mir als einer der ersten Lektionen eingeschärft, dass ein Drache am Horizont generell eine Panik auslöst. Mir leuchtete dies ein und so versuchte ich, alle die kleinen Leute auf der Erde nicht allzu sehr zu erschrecken.

Vor mir eröffnete sich ein hügeliges Land mit kleinen Feldern und vereinzelten Baumgruppen.

In einem abgelegenen Tal sah ich die blaugrüne Oberfläche eines Teiches. Spontan beschloss ich ein Bad zu nehmen und stürzte zielstrebig auf die Wasserfläche zu.

Noch während des Sturzfluges verwandelte ich mich in meine menschliche Gestalt und platschte laut in den kühlen See. Aber weil ich gar keine Lust hatte, mit den begrenzten Fähigkeiten eines menschlichten Körpers durch das kühle Nass zu gleiten, nahm ich die Gestalt eines Delphins an und tauchte spielerisch durch das klare Wasser.

Der See war nicht tief, aber dafür umso voller mit Fischen, die aufgeregt davon schossen, als sie mich sahen.

Nachdem ich mich reichlich ausgetobt hatte, entschied ich mich doch wieder für meine menschliche Gestalt. Erschöpft ließ ich mich auf dem Wasser in Ufernähe treiben und genoss die untergehende Sonne auf meiner Haut. Sinnlich streichelte ich meinen Körper, erforschte meine weibliche Menschengestalt. Wohl wissend, an welchen Stellen die wundervollste Lust angefacht werden kann.

In dem kühlen Wasser waren meine Knospen fest geworden. Umso besser konnte ich sie mit den Fingerspritzen kneifen und massieren.

Eine Hand neckte meine Brustspitzen, während die andere zwischen meine Beine glitt. Als wäre noch ein Rest der elfischen Lust in mir, lockte ein kurzer Fingerstrich die Wollust der gestrigen Nacht erneut hervor. Sachte ließ ich einen Finger tiefer in meine immer heißer werdende Spalte wandern. Als der Finger in seiner ganzen Länge in mir verschwunden war, ließ ich ihn in der feuchten Enge kreisen.

Wie ein Schwert, das durch Glut geschwungen wird, flogen lodernde Funken der Lust in meinem Leib umher. Überall wo diese Funken aufschlugen, zuckte mein Leib vor Erregung. Es fiel mir nicht leicht, trotz der Leidenschaft über der Wasseroberfläche zu bleiben. Die Erlösung kam unerfreulich schnell und sehr sanft. Unbeschreiblich entspannt, trieb ich auf dem Wasser, mein Körper wiegte sich auf den verspielten Wellen und diese setzten sich in mir fort.

Während von der Glut in mir langsam nur noch eine angenehme Wärme übrig blieb, warf ich einer vorbeischwimmenden Ente einen befriedigten Blick zu. Das Tier hatte jedoch keinerlei Verständnis für mich und schwamm arrogant weiter.

Fast wäre ich vor Entspannung eingeschlafen, als eine Stimme sprach:

„Was für ein komischer Fisch treibt da in meinem See?“

Erschrocken versteckte ich mich hinter einem großen Ast, der tief über der Wasseroberfläche hing.

Wenige Schritte vom Ufer entfernt, stand ein junger Mann, mit Angelrute und Eimer. Er hatte ein gewinnendes Lächeln auf den Lippen, als er mich fragend anblickte.

Mir fielen sofort die klaren, ehrlichen Augen auf, mit denen er mich durch das Geäst erkennen konnte. Lachend fragte er:

„Hat es euch die Sprache verschlagen?“

Etwas nachdenklich entgegnete ich:

„Nein, aber ich hätte nicht gedacht, dass hier an dem See Menschen wohnen.

Hilfsbereit reichte er mir eine Hand, er strahlte immer noch diese ansteckende Freundlichkeit aus:

„Nun, wenn ihr weiterhin in meinem See planscht und die Fische vertreibt, wird hier recht bald niemand mehr leben können. „

Anstatt seine Hand zu nehmen, sprang ich einige Schritte weiter aus dem See und versteckte mich hinter Büschen. Scheinbar hatte er doch nicht so viel von mir gesehen, um in meinen Bann gezogen zu werden.

Hastig zauberte ich mir das Gewand einer einfachen Magd. Kaum war ich angekleidet, stand der junge Fischer schon wieder hinter mir und fragte belustigt:

„Ihr dachtet, hier würde keiner wohnen, obwohl ihr meinen Hasenstall als Umkleidezimmer benutzt?“

Verwundert blickte ich mich um und merkte, dass ich tatsächlich neben einem Verschlag stand, in dem einige Hasen hockten. Zum einen war ich überrascht, dass der Bursche nicht sabbernd vor mir auf die Knie sank, andererseits gingen mir langsam die Ausreden aus:

„Wisst ihr, ich bin nicht von hier.

Wir haben andere Lebensgewohnheiten und vor allem sind die Leute bei uns nicht so neugierig. „

Der junge Mann machte eine einladende Geste:

„Gegen meine Neugier ist noch kein Kraut gewachsen und da ich heute mit leerem Magen einschlafen muss, würde ich mich gerne mit ein paar Fragen ablenken. „

Während ich das Wasser aus meinen langen Haaren wrang, fragte ich verwundert:

„Warum müsst ihr mit leerem Magen einschlafen?“

Schwungvoll warf er seine Angel und den Eimer neben den Hasenstall und erklärte übertrieben laut:

„Da ihr mit euren wunderschönen Beinen, alle Fische verscheucht habt, wird wohl keiner mehr Interesse an meinem Angelhaken haben.

Etwas schuldbewusst wurde mir klar, dass ich durch meine überschwängliche Lebenslust einen einfachen Menschen um sein Abendessen gebracht hatte. Der fröhliche Bursche tat mir leid und so schlug ich mich kurz in die Büsche und kehrte, nach einem kleinen Zauber, mit zwei großen Fischen zurück:

„Ich muss gestehen, dass ich zwei eurer Fische stehlen wollte, aber nehmt sie und verzeiht mir bitte. „

Der Mann sah auf die Fische, legte den Kopf zur Seite und grinste:

„Wo auch immer ihr diese Fische her habt, sie kommen nicht aus meinem Teich.

Solche Fische habe ich noch nie gesehen. „

Etwas ratlos stand ich vor dem kecken Fischer und kam mir mit meinen Fischen recht dumm vor. Trotzig hielt ich ihm die Tiere hin:

„So nehmt sie doch und genießt es, mit vollem Magen einschlafen zu können. „

Der Bursche drehte sich um und schlenderte predigend einen Pfad entlang:

„Das wäre ja noch schöner, ich soll Fische die ich nicht kenne, von einer Frau nehmen, die ich nicht kenne.

Nein, nein, so was mache ich nicht. „

Gerade wollte ich die Fische in den Wald werfen, als der Fischer mir einen neckischen Blick zuwarf. Kaum erkannte ich die Geste, drehte er den Kopf wieder weg und ging weiter. Mit den Fischen in den Händen kam ich ihm nachgelaufen und versuchte, ihn von der Schmackhaftigkeit der Tiere zu überzeugen.

Ich war so besessen davon, dass ich ihm bis in seine Hütte folgte.

Da er mich bis jetzt ignoriert hatte, wollte ich ihm die Fische einfach vor die Füße werfen. Plötzlich hielt er mir eine Bratpfanne vor die Nase und die Tiere knallten mit einem lauten Platsch in das Kochgeschirr. Mit einem spitzbübischen Grinsen schaute er in die Pfanne:

„Na gut, dann esse ich eben den fremden Fisch, aber nur, wenn ihr auch einen esst. „

Ich kochte innerlich. Was nützt einem alles Wissen der Welt, wenn ein dummer Fischer seine Spiele mit einem treibt? Dieser Einfallspinsel hatte überhaupt keine Ahnung, mit wem er sich anlegte.

Und vor allem widerstand er meinem Zauber, eine Tatsache, die mich verunsicherte und gleichzeitig faszinierte. Schnaubend erwiderte ich:

„Na gut, ich werde mit euch diese dummen Fische essen. „

Er trat meiner Wut mit einem Lächeln entgegen:

„Holz!“

„Was?!“

Er zeigte auf eine Stelle vor der Hütte:

„Wir benötigen Holz für das Feuer. „

In großen Schritten rannte ich hinaus und nahm mit einem Griff soviel Holz in meine Arme wie ich konnte.

Holz, pah! Ich hätte ihm so viel Feuer geben können, dass der ganze Wald in einem Wimpernschlag verdampft wäre. Trotzig warf ich ihm das Holz vor die Füße.

Schließlich loderte ein kleines Feuer in dem Kamin und der Fischer bereitete fröhlich pfeifend die Fische zu. Ich saß auf der Bank, die ihm wohl auch als Nachtlager diente und schaute dem fidelen Burschen bei der Arbeit zu.

Langsam kam ich wieder zur Ruhe, die Harmonie der kleinen Hütte erinnerte mich an meine Kindheit.

Damals saß ich auch immer ungeduldig auf der Bank und wartete, bis meine Mutter das Abendessen fertig hatte. Verträumt wickelte ich mir eine Strähne um den Finger und musterte den Burschen. Ich bewunderte den gelassenen Optimismus, mit dem er dieses einfache Leben annahm. Er war so unwissend und hilflos gegen die Mächte dieser Welt, von denen er wohl auch nicht viel wusste.

Gerade diese Unwissenheit legte ihm die Welt zu Füßen — seine kleine Welt.

Überraschend schnell servierte er die Fische in der alten Bratpfanne. Höflich reichte er mir ein schartiges Messer und wünschte mir einen guten Appetit. Ohne lange zu warten schlang er seinen Fisch hinunter. Ich kostete von meinem und war überrascht von der feinen Abstimmung der Gewürze, er verstand es wirklich, Fisch zu braten. Nach dem Essen füllte er zwei Becher mit frischem Wasser und prostete mir zu. Nachdenklich trank ich das kühle Wasser:

„Lebst du ganz alleine hier draußen.

Der Bursche nickte:

„Ja, vor zwei Jahren sind meine Eltern an einer seltsamen Krankheit gestorben. Mein älterer Bruder ist schon lange fort und meine kleine Schwester arbeitet seit dem Frühjahr bei einem Bauern, nun lebe ich alleine hier. Ich gehe zwei Mal die Woche zu dem kleinen Dorf und verkaufe die Fische, die ich fange. „

Dann schaute er mich neugierig an:

„Und was macht eine junge Magd wie ihr, hier draußen in der Wildnis?“

Eilig spann ich mir eine Geschichte zusammen:

„Ich bin von Zuhause weg gelaufen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe.

Lachend bemerkte der Fischer:

„Da habt ihr Glück, dass ihr hier in meiner kleinen Hütte gelandet seid, die Wildnis birgt viele Gefahren für eine wehrlose junge Frau. „

Verträumt stützte ich meine Ellenbogen auf den Tisch und legte meinen Kopf auf die Handflächen:

„Und hier in dieser Hütte kann mir nichts passieren?“

Der Bursche kam um den Tisch herumgeschlichen und setzte sich hinter mich.

Während er seine Arme um mich schlang, flüsterte er:

„Nein, denn hier beschütze ich euch vor allen Gefahren. „

Amüsiert grinste ich. Das würde sich noch herausstellen, wer hier wen beschützt. Für den Moment stellte ich mir einfach vor, das einfache Mädchen zu sein, das der Fischer in mir sah. Tatsächlich fühlte ich mich in seinen kräftigen Armen geborgen. Gemütlich saß er auf der Bank und nutzte die Wand als Lehne.

Ich saß zwischen seinen Beinen und lehnte mich gegen seine Brust.

Gemeinsam schauten wir dem Feuer zu, wie es gefräßig an dem Holz nagte und lauschten dem Klang unseres Atems.

Mit einem kleinen Zauber sorgte ich dafür, dass die Holzscheite nicht allzu schnell abbrannten. Das lästige Nachlegen von Holz sollte uns nicht stören. Kurz überlegte ich, den Burschen zu verführen, wischte den Gedanken aber wieder fort.

Einfach den anderen zu spüren, gemeinsam dem Feuer zuschauen und den Augenblick zu genießen, das war viel schöner als so mancher Sex. Zärtlich schmiegte ich mich an den netten Kerl und kuschelte mich an seine Brust. Verträumt streichelte ich ihm über die Arme und genoss seine Hand, die meinen Nacken kraulte.

Gesättigt von so viel Zuneigung, schlief er irgendwann ein und schnarchte leise. Ich blieb eng an ihn gekuschelt und entdeckte plötzlich etwas.

Unter dem Kragen seines schmutzigen Hemdes schimmerte eine feingliedrige Goldkette. Neugierig fischte ich die Kette aus seinem Hemd und förderte einen kleinen Anhänger hervor.

Dieser Anhänger leuchtete schwach magisch, so schwach, dass es durch den Stoff nicht zu sehen war. Vom tiefen Schlaf des Fischers überzeugt, untersuchte ich den Anhänger. Er war kaum größer als eine Kirsche und bestand aus purem Gold. Wissbegierig ließ ich das Schmuckstück durch meine Finger gleiten — ich wollte es haben.

Kurz drang die Habgier meines Drachenwesens an die Oberfläche. Aber ich konnte mich beherrschen und beschränkte mich darauf, das Edelmetall nur zu untersuchen. Fast die ganze Nacht beschäftigte ich mich damit und schließlich bestätigten sich meine Ahnungen. Dieser Anhänger schirmte seinen Besitzer vor Verzauberungen ab. Der Bursche sah mich einfach als normale, junge Frau. Der verführerische Zauber wirkte nicht auf ihn.

Welch hilfreiches Kleinod, wenn es an meinem Hals baumeln würde.

Wieder musste ich mich beherrschen, um den Fischer nicht zu berauben.

Gerade als die Sonne verschlafen in das Tal blickte, öffnete mein Gastgeber seine Augen. Glücklich lächelte er mich an und rieb seine stoppelige Wange an meiner. Der ferne Ruf eines Zaubers riss mich aus der Idylle, ich musste unverzüglich aufbrechen. Dennoch bemühte ich mich um Ruhe. Zärtlich küsste ich ihn auf die Stirn:

„Ihr tragt ein sehr wertvolles Kleinod um euren Hals.

Der Fischer schaute abwertend auf den Goldschmuck:

„Ein Erbstück von meiner Mutter, die es wiederum von ihrer Mutter hatte. „

Der erneute Ruf eines weiteren Zaubers trieb mich an:

„Ich muss nun aufbrechen, ein weiter Weg liegt vor mir. „

Enttäuscht schaute mich der Fischer an:

„Werden wir uns wiedersehen?“

Kurz dachte ich nach und strich ihm dabei eine Strähne aus dem Gesicht:

„Ja, das werden wir, aber verspreche mir, dass du dieses Schmuckstück niemals ablegst.

Der Fischer grinste verständnislos:

„Schon oft habe ich überlegt, den Weiberschmuck in die Truhe zu legen, aber…“

Ich legte ihm meinen Finger auf die Lippen und flüsterte:

„Ihr dürft es niemals ablegen, versprecht es mir. „

Der Fischer nickte ratlos, worauf ich ihm einen dankbaren Kuss auf die Wange gab und aufstand.

Der Abschied kam viel zu schnell, aber die magischen Hilferufe ließen keinen Aufschub zu.

Schnell wie der Wind rannte ich durch den Wald. Als ich ausreichend von der Hütte entfernt war, glitt der pfeilschnelle Körper eines Jagdfalken aus dem Kleid einer Magd und erhob sich hoch in die Lüfte. Schnurgerade schoss ich durch die Luft. Erneute Alarmrufe ließen mich das Schlimmste befürchten. Ohne auf die sinnlosen Ängste der Menschen Rücksicht nehmen zu können, wurde ich zu dem, was ich war — ein Drache. So schnell wie es mir möglich war, flog ich auf mein Ziel zu.

Nach endlosen Flügelschlägen erreichte ich den Berg Niboril in dessen Inneren mein Drachenhort lag.

Die Wachen am Eingang der Höhle machten keinen sehr aufmerksamen Eindruck. Als ein silberner Drache seinen Schatten auf sie warf, rannten sie weg wie Hasen, die den Atem eines Raubvogels im Nacken spüren. Die Soldaten im Inneren des Höhlenganges hatten nicht den Vorzug einer Fluchtmöglichkeit. Manche starben alleine durch die Angst, die ich ihnen mit meinem Gebrüll einflößte.

Die restlichen flehten wimmernd um Gnade. Ich ließ sie durch ein Spalier aus Blitzen rennen und die meisten schafften den Weg zum Ausgang.

Es fanden sich immer wieder genug Dummköpfe, die einen Drachen berauben wollten. Ich war der Meinung, dass es an der Gnadenlosigkeit der Drachen lag. Wenn keiner lebend zurückkommt, kann auch keiner berichten, wie sinnlos solch ein Plan ist. Also ließ ich immer einen Großteil der demoralisierten Räuber entkommen, sodass sie der Welt berichten konnten, wie schwachköpfig solche Einfälle sind.

Schließlich waren fast alle habgierigen Diebe, die meine magischen Fallen auslösten, gerichtet. Am Durchgang zu dem eigentlichen Drachenhort, baute sich ein Magier auf, der wahrlich mächtige Magie sprach. Einige seiner Zauber verletzten mich leicht, zudem hatte er meinen Augen die Sehkraft genommen. Durch meine Drachenfähigkeiten konnte ich mir auch ohne Augenlicht ein verschwommenes Bild von der Lage machen. Mit einem halbwegs gezielten Schwanzhieb zerschmetterte ich den Magier an den Felsen.

Meine Sehkraft kehrte sogleich zurück und ich erkannte noch einen elenden Dieb hinter einem großen Stein. Fassungslos schaute er zu mir auf und wollte eine Armbrust auf mich abfeuern.

Ich tat ihm den Gefallen und hielt still, der Bolzen prallte an meinen Schuppen ab und fiel in den Höhlenschacht. Nun verwandelte ich mich in meine Menschengestalt und landete genau auf der Kante zum Abgrund. Aufreizend fuhr ich mir durch die Haare und blinzelte dem Ritter zu.

Der arme Mann ließ seine Armbrust fallen und sank auf die Knie. Wie ein Wurm kroch er auf mich zu und bat um Verzeihung. Gebieterisch sprach ich zu ihm:

„Halt still oder sterbe!“

Trotz seines verwirrten Geistes machte er keinen Mucks mehr. Verunsichert kniete er da und wusste nicht, was er tun sollte. Mit etwas sanfterer Stimme befahl ich ihm:

„Setz deinen Helm ab, ich will sehen wer mich bestehlen wollte.

Die Rüstung schepperte vor Erregung, aber dann nahm er doch den Kopfschutz ab. Ein älterer Mann mit rötlichen Haaren und einem ergrauten Bart blickte mich lüstern an. Genau auf der Kante des Abgrundes nahm ich Platz und schaute mir das Männlein an. Er warf sich vor mir in den Staub:

„Bitte, lasst mich euch zu Diensten sein. Gerne will ich meine Schuld abarbeiten, so wie es euch gefällt.

Aber schickt mich nicht fort, denn nie wieder werden sich meine Augen über etwas freuen können. „

Gelangweilt hörte ich seine Worte und fragte dann sanft:

„Wart ihr schon einmal verliebt?“

Verwundert über die Frage, nickte der Mann ängstlich:

„Aber gegen eure reine Gestalt waren es nur niedere Gefühle. „

Interessiert fragte ich weiter:

„Hört auf, über mich zu sprechen.

Wie habt ihr euch dabei gefühlt?“

Unsicher blickte sich der Mann um und sprach mit zittriger Stimme:

„Es ist wie ein süßer Traum, man muss immer an die Geliebte denken. Selbst harte Arbeit und Ärger machen einem nichts aus, weil man weiß, dass man nicht alleine auf der Welt ist. „

Mit geschlossenen Augen hörte ich dem Nervenbündel zu, doch er sprach nicht weiter. Ungeduldig forderte ich:

„Sprecht doch weiter!“

Er rang nach Worten:

„Es ist… es ist, als ob alle Sorgen der Welt keine Bedeutung hätten, wenn man zusammen ist.

Die Geliebte einfach nur an seiner Seite zu wissen ist das größte Glück auf Erden. Im Taumel des Glücks ist selbst der ärgste Feind ein guter Bekannter. „

Nun warf er sich vor meine Füße und küsste sie:

„Aber diese bittersüße Liebe, wie ich sie für euch empfinde, ist das stärkste Empfinden meines elenden Lebens. „

Angewidert von seinem hündischen Verhalten, schnickte ich den Verwirrten weg.

Es gab bestimmt schönere Worte, um die Verliebtheit zu beschreiben, aber in Anbetracht seiner Situation, reichte mir diese Erklärung.

Verträumt ließ ich meinen Körper in den Höhlenschlund fallen. Mit dem Kopf voran, raste ich auf den Grund des Schachtes zu. Kurz vor dem Aufprall wurde mein Fall langsamer und sanft wie eine Feder landete ich auf einem großen Kissenlager.

Mit gebrochenem Herzen schaute der Ritter von weit oben zu mir herab, aber er sah ein, dass es besser war zu gehen.

Ich lag stundenlang mit offenen Augen da, genoss das Kribbeln in meinem Bauch und träumte von dem frechen Burschen am See.
********************

Liebe LeserInnen,

Das Feedback zu den Drachenweibgeschichten war überwältigend — dafür nochmals einen ganz herzlichen Dank.

Wenn Euch der Auftakt der Fortsetzung gefallen hat, lasst es mich wissen — wenn nicht: dann erst recht! :-).

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Die Drachenherrin – Teil 02

ich weiß, ich bin verdammt spät dran. … aber besser spät, als nie …die 2008er Version mit kleinen Abwandlungen

Drachenherrin — Teil 2

Zwei Tage verbrachte ich in meinem Hort und träumte von dem frechen Burschen am See. Selbst die einfachsten Dinge verwechselte ich durch meine Sehnsucht. Dennoch zögerte ich ein erneutes Treffen hinaus. Was würde mir die Liebe zu diesem Sterblichen bringen? Zur Ablenkung räumte ich meinen Hort auf.

Tim ließ so viele Dinge zurück, dass ich sie noch immer nicht alle ordnen konnte.

Ein silberner Spiegel machte mich auf meine zerzausten Haare aufmerksam. Nachdenklich bürstete ich meine hüftlangen Haare und betrachtete mein Spiegelbild. Der Zauber meiner unnatürlichen Schönheit wirkte nicht auf mich, aber jeder Mensch verfiel der magischen Ausstrahlung. Schon oft empfand ich diesen Zauber, den Denysis mir zum Geschenk machte, als Last, gar als Fluch.

Diese Illusion war nicht mehr nötig, war es doch hinlänglich bekannt, dass Drachen generell in ansehnlicher Gestalt erscheinen.

Aber als mir Denysis dieses Geschenk machte, war ich eine schwache Menschenfrau, dankbar für jede Bereicherung des vergänglichen Daseins. »Eine dauerhafte Illusion muss man doch zumindest zeitweise bannen können?«, entfuhr es mir gedankenschwer.

Anmutig, und ruhigen Schrittes, wie es sich für eine Dame gehört, durchstreifte ich meinen Hort, blätterte in unzähligen Büchern, die weit verstreut lagerten, und noch immer nicht der Ordnung entsprachen, die ich anstrebte.

***

Am dritten Tag fand ich das seltene Buch „Über die tieferen Geheimnisse der Schule der Illusionen“.

Glücklich fiel ich auf einen bequemen Sessel und las, dass ein persönlicher Gegenstand des ursprünglichen Verursachers nötig war, um dauerhafte Illusionen zu bannen oder sonst irgendwie zu beeinflussen.

»Nun, liebste Denysis, du wirst mir sicher eine deiner wunderschönen Federn überlassen«, sprach ich in Gedanken und sprang auf, um meine Drachengestalt anzunehmen. Ich verbarg das Buch unter einer großen Schuppe und schoss pfeilschnell aus der Höhle. Auf der Spitze des Berges Nimboril nahm ich Platz und genoss die kräftigen Strahlen oberhalb der Nebelschwaden, die sich feige in den Tälern sammelten, um schon bald von einem neuen Tag vertrieben zu werden.

Voll überschwänglicher Freude griff ich mit meiner Vorderklaue eine einsame Ziege, die ängstlich auf einem Felsvorsprung kauerte und den Abstieg nicht wagte. »Komm flieg mit mir! Mutig stürzen wir uns von der hohen Klippe und segeln steil nach unten. Fühlst du den Wind unter den Flügeln? Die Luft ist stark — sie kann uns tragen. Langsam drehen wir bei, halten die Höhe und umkreisen die einsamen Bergspitzen. Einsam und kalt ragen sie aus den tiefen Wolken, unverrückbar und würdevoll.

Immer schneller rasen wir über sie hinweg — lassen sie hinter uns zurück.

Vor uns tut sich neues Land auf. Grüne, saftige Hügel, von vielen Bächen durchzogen. Steil geht es nach unten, schnell kommt der Boden näher und doch fallen wir nicht, sondern segeln knapp über dem Dach des Waldes. Riechst du die frische Morgenluft? Noch einmal schrauben wir uns hoch, hoch in die Luft und betrachten das weite Land unter uns.

In weiter Ferne am Horizont thronen die Berge, davor die grünen Hügel – und nun kommen saftige Wiesen und fruchtbare Felder.

Senkrecht stürzen wir zu Boden, drehen uns und genießen den Wind, der uns umspielt. Hörst du die Frösche quaken? Sie sitzen in ihren Tümpeln und begrüßen den neuen Tag! Wir kreisen und setzen zu einer sanften Landung an. Hat es dir gefallen, kleine Ziege?«

Als ich das Tier auf der Weide absetzte, knickten seine Vorderbeine ein.

Mit zitternden Hinterläufen meckerte es mich vorwurfsvoll an. Ich lachte. »Du wirst dich schon wieder erholen. Hier hast du viel saftiges Gras und keine Felsen stehen dir im Weg. «

Ohne mich länger mit dem kleinen Geschöpf zu befassen, spreizte ich meine silbernen Drachenflügel und stieß mich vom Boden ab. Es war sicher nicht leicht, Denysis in der unendlichen Weite der Welt zu finden, aber sie wollte in „ferne Länder“ reisen, also musste ich hier sicher nicht nach ihr suchen.

Doch dann wurde mir schmerzhaft bewusst, dass eine weite Reise auch viel Land zwischen mich und dem frechen Burschen am See bringen würde. Die letzten drei Tage waren eine Qual, mein Herz sehnte sich bereits sehr nach ihm. Kurzum entschloss ich meine Reise zu verschieben, um den Fischer noch einmal zu besuchen. Ich musste zurück zu den bewaldeten Hügeln.

***

Nervös klopfte ich gegen die Tür seiner Hütte, zupfte an meinem einfachen Kleid und sorgte mich um Äußerlichkeiten, die mir noch nie zuvor in den Sinn gekommen waren.

Er öffnete verwundert, dann wurde sein Blick finster. Mein Herz hüpfte vor Freude, ich lächelte ihn verlegen an und wollte gerade etwas sagen, als er mir ins Wort fiel. »Du willst mich wohl zum Narren halten!«

Verwundert schaute ich in an und schüttelte den Kopf. Aber er achtete nicht auf mich, sondern ging in seine Hütte und kramte in einer Kiste. Er hielt mein altes Gewand anklagend hoch. »Hier, ich fand dein Kleid vor zwei Tagen im Wald und suchte eine ganze Nacht und einen Tag voll Sorge.

Und jetzt tauchst du hier vor meiner Hütte auf, in einem neuen Kleid und gibst dich, als wäre es das Normalste der Welt. «

Ich musste schlucken, seine Vorwürfe waren gerechtfertigt, wieder herrschte er mich an. »Ist es da, wo du herkommst üblich, dass eine Magd morgens fluchtartig davonrennt, ihr Kleid im Wald liegen lässt, und dann in neuen Gewändern zurückkehrt?«

Ich blickte demütig zu Boden und trat von einem Bein auf das andere.

Sein Schimpfen erinnerte mich an meinen Vater und wie ein ausgeschimpftes Kind fühlte ich mich auch. Mit Tränen in den Augen versuchte ich mich zu rechtfertigen. »Es ist schwer zu erklären und ich weiß nicht, wie ich beginnen soll. Aber du musst mir Zeit geben und zuhören. « »Komm rein, ich werde dir zuhören. «

Mit dem Herz voller Liebe vom Geliebten geschimpft zu werden, ist ein tiefer Fall aus den Wolken und nur langsam beruhigte ich mich.

Ich trocknete mir meine Tränen mit dem Rockzipfel und stand vor einem prasselnden Kaminfeuer, als sich seine Hände um meine Taille schlossen. Sein Kinn schmiegte sich an meine Schulter und ich schaute ihn überrascht an — er lächelte. »Ich kann dir nicht böse sein, mein Herz verbietet es mir und hüpft vor Freude, da du noch lebst. «

Jetzt kamen mir schon wieder die Tränen, diesmal vor Freude und Erleichterung. »Bei unserem letzten Treffen hast du mir nicht einmal deinen Namen gesagt«, warf er mir versöhnlich lächelnd vor.

»Du hast mich ja auch nicht danach gefragt. « »Dann frage ich dich jetzt: Wie heißt du?« »Schalina«

Er verneigte sich zum Dank und brachte mich mit dieser Geste zum Lachen. »Aber jetzt musst du mir auch deinen Namen sagen. « »Meine Eltern nannten mich Curunir. « »Curunir?«, murmelte ich nachdenklich. … Das ist ein elfischer Name, es heißt so viel wie: Mann der schlauen Pläne. «

Mit verliebtem Blick streichelte er mir durch die Haare.

»Komm, setzt dich zu mir auf die Bank. « Für diesen Vorschlag gab ich ihm einen Kuss und flüsterte. »Du machst deinem Namen alle Ehre. «

Eng umschlungen saßen wir in seiner Hütte und genossen es, den anderen zu fühlen. Ich legte meinen Kopf auf Curunirs Brust und lauschte dem Herzschlag, fühlte seine Hände überall auf meinem Körper, fordernd packte er meine Brust. Seine starke Hand griff fest in mein weiches Fleisch und ein Seufzer entfuhr mir, schlug als heißer Atem gegen seinen Hals.

Nein, ich konnte mich nicht länger zurückhalten. Ruckartig legte ich meine Hand auf seine und drückte sie noch fester gegen meinen Busen. Leidenschaftlich, mit offenem Mund, näherte ich mich Curunirs Lippen und wurde einladend empfangen. Unsere Zungen tanzten, wilder Atem und Leidenschaft stießen aus uns empor. Meine Begeisterung regierte mich, ich riss sein Gewand von den Schultern, um seinen nackten Leib zu spüren, krallte mich in sein Brusthaar und … wurde weggestoßen.

Erschrocken und anklagend blickte mich Curunir an, auf einmal war jedes Verlangen von ihm gefallen. »Was bekümmert dich?«

Er blickte an sich herab. »Du hast mein Gewand zerrissen, ich habe nur dieses. « Immer noch loderte die Leidenschaft in mir, sehnlich schmiegte ich mich an ihn und küsste seinen Hals. »Komm und stille mein Verlangen, sodass ich deine Sehnsüchte erfülle. Es ist nur ein altes Stück Stoff, es soll uns nicht stören.

« Doch Curunir riss sich von mir los und sprang auf. Mit einer Hand hielt er den zerrissenen Stoff an seinen Körper, mit der anderen zeigte er anklagend auf mich. »Ich muss heute in das Dorf, um meinen Fisch zu verkaufen, wie soll ich das ohne Gewand machen? Dich kümmert es nicht, aber ich habe nur dieses. «

Noch nie kümmerte mich ein einzelnes Stück Stoff und schon gar nicht beim Liebesspiel, aber in der einfachen kleinen Welt des Fischers war dies wohl sehr wichtig.

»Ich bin gut mit Nadel und Faden und kann dir in Windeseile ein neues Gewand nähen. «

Tröstend und nicht ohne Hintergedanken nahm ich ihn in die Arme, reckte meine Brüste vor und hoffte, ihn wieder auf die rechte Fährte zu bringen. Mit sinnlichem Blick schaute er mich an. »Du bist ein Weib mit vielen Talenten, dein Leib bezaubert mich erneut und doch sollte ich vorsichtiger im Umgang mit dir sein.

« Ich ließ ihm keine weitere Gelegenheit zum Hadern und presste meine Lippen auf seine.

Erneut tanzten unsere Zungen, Curunirs Hände strichen erst sanft über mein Gesäß, packten dann aber fest zu und kneteten das straffe Fleisch. Sein zerrissenes Gewand glitt zu Boden und schon bald war es seine größte Sorge, mich aus den Kleidern zu befreien. Fahrige Hände machten sich an meinen Knöpfen zu schaffen. Ungeduldig und dennoch darauf achtend, nichts zu zerreißen, öffneten sie mein Kleid.

Endlich nackt! Unsere Leidenschaft entlud sich in stürmischen Küssen, Hände erforschten unbekannte Körper. Er nahm meine Brüste in seine festen Hände, befühlte sie, bewunderte sie, wie große, reife Früchte und kostete von ihnen. Seine raue Zunge auf meinen Knospen ließ mich erschauern, mit geschlossenen Augen warf ich den Kopf zurück und genoss die Reize.

Er saß auf seiner Bank und ich hockte auf seinem Schoß, rieb mein Becken an seinem Körper und genoss den harten Stab, der sich zwischen Curunirs Beinen aufrichtete.

Die Spitze berührte meine Spalte. Ich presste mich ganz fest an ihn, rieb den Speer zwischen meinem und seinem Leib und genoss seine Lippen auf meinen Brüsten.

Schweiß, Atem und erregte Seufzer vermischten sich zu einer Essenz der Lust, verdichteten sich zu Gier. Ich ließ mich an seinem feuchten Leib hinabgleiten und öffnete den Mund. »Was machst du da?«, fragte Curumir heftig atmend. »Sieh zu und genieße es. «

Genüsslich sog ich seine Lanze in meinen Mund.

Ganz tief, bis die Spitze meinen Gaumen berührte und darüber hinaus. Oh, war das gut, schon viel zu lange wurde ich nicht mehr aus solch erregten Augen angeschaut. Ich erwiderte den Blick, herausfordernd, wissend um meine Fähigkeiten. Er war gebannt, reglos saß er da und bestaunte das, was da zwischen seinen Beinen stattfand.

Ungläubig griff Curunir in mein Haar, streichelte meine Stirn und spielte mit einer dicken Strähne, als er seine Augen genüsslich schloss.

Die pulsierenden Zuckungen seiner Lanze waren mir ein deutliches Signal, ich entließ den Stab aus meinem Mund, hielt die Lippen geöffnet und rieb seinen Schaft.

Schub für Schub ergoss er sich in meinem Mund, unfähig, etwas anderes als seinen Saft aus sich rinnen zu lassen, blickte er mich an. Seine Lust übertrug sich. Gleich eines ölgetränkten Tuchs neben dem Feuer, schlugen die Flammen auch auf mich über. Mit dem Mund voll Samen zuckte mein Leib, ich schluckte gierig und kam stöhnend zwischen seinen Beinen.

Sanfte Hände streichelten meinen Kopf, erforschten meinen Nacken und eine leise Stimme fragte. »Wie kann eine so junge Magd solches Geschick erlangen?« »Indem ihr gute Lehrer beistanden. «

Er packte meine Schultern und zog mich hoch, schlang seine Arme um meinen Körper und presste mich fest an sich. »Du hast wirklich viele Talente, aber wie steht es mit deinem Versprechen, mein Gewand zu nähen?« »Später, lasse uns noch einen Moment so verharren, ich will deinen nackten Leib an meinem spüren.

Dein Herz schlägt so stark, dein Blick ist so rein. «

Ich streichelte über die goldene Kette und schaute auf den magischen Anhänger. Es war ein unbeschreiblicher Segen, dass dieses Kleinod seinen Weg zu ihm fand. Unsere Lebensfäden begegneten sich im fein gewebten Teppich aus Magie und Zeit, hoffentlich verliefen sie lange Zeit parallel durch das Gewirk des Schicksals.

Eine Träne sickerte durch meine geschlossenen Lider, ganz fest presste ich meine Wange an seine Schulter, unbeschreiblich, welches Glück in diesem Moment lag.

Doch nach einiger Zeit durchbrach er die Stille. »Genug des Müßiggangs, wenn ich nicht vor dem Mittag loslaufe, komme ich zu spät auf den Markt und bis jetzt habe ich noch nicht einmal ein Gewand. «

+++

Curumir holte eine kleine Kiste mit krummen Nadeln und rauem Faden. Selbst legte er ein zerschlissenes Fischernetz auf seinen nackten Schoß und reparierte die gerissenen Maschen. Ich suchte mir eine Nadel, die mir passend schien, und wickelte den Faden ab.

Vor mir lag sein altes Gewand mit einem langen ausgefransten Riss vom Halsausschnitt bis hinunter zum Gürtel.

Der grobe Stoff war alt und brüchig, jederzeit konnte er an anderer Stelle reißen, ich entschloss mich, ihm beim nächsten Besuch ein neues Gewand mitzubringen. Aber nun musste ich unter seinem neugierigen Blick diesen Fetzen flicken. Schon lange hatte ich keine Nadel mehr geführt, und auch früher drückte ich mich vor den schweren Aufgaben, meine Mutter nahm mir diese Arbeiten immer mit einem Lächeln ab.

In Gedanken schimpfte ich mit mir. „Du bist so hilflos bei den einfachen Dingen! Ein goldenes Vlies, aus magischer Energie erschaffen, oder einen Streitwagen kometengleich über den Horizont fliegen zu lassen, ist eine Leichtigkeit, aber ein altes Gewand mit Nadel und Faden zu nähen, bist du nicht im Stande. „

Ungeschickt setzte ich die Nadel an und wurde beobachtet. »Will es dir heute nicht so recht gelingen?«, fragte Curumir spöttisch und reparierte sein Netz umso geschickter.

Lächelnd versuchte ich, von meinem Makel abzulenken. »Warum hast du so ein kleines Netz? Mit einem großen kannst du viel mehr Fische fangen. « »Aber ein großes Netz voller Fische vermag ich nicht alleine aus dem Wasser zu ziehen. « Ich hob das Kinn, dankend für diese Erklärung, obwohl ich die Antwort schon kannte. Doch durch seine Erklärung achtete er nicht mehr auf meine Arbeit. Langsam glitt mein Finger über den Riss und verband die Fäden auf magische Weise.

Mit den Gedanken im magischen Fluss, die Augen geschlossen und die Nadel auf dem Tisch liegend, wirkte ich auf Curumir wohl wie eine Träumerin. »Gib doch einfach zu, dass du nicht Nähen kannst, und verschwende nicht meine Zeit. « Stolz riss ich die Augen auf und hielt das Gewand hoch. »Sieh! Der Riss ist schon ein Stück weit geschlossen. « »Der Riss ist noch genauso wie vorher, du hast die Nadel nicht einmal geführt, und man sieht auch keine Naht.

« »Der Riss endete knapp über dem Gürtel, nun ist er schon zur Hälfte geschlossen. «

Der Fischer schüttelte den Kopf und lachte. »Wie kann es dann sein, dass man keine Naht sieht?« Resigniert ließ ich meine Arme sinken, dachte kurz nach und blickte ihn direkt an. »Ich muss es dir einfach erzählen. Ich verfüge über magische Fähigkeiten, ich kann Dinge reparieren — anders als du es für möglich hältst. «

Curumirs Blick wurde finster, seine Stimme drohend.

»Sprich nicht so in meiner Hütte! Sprich niemals mehr so, sonst endest du auf dem Scheiterhaufen, wie alle Hexen. « »Ich bin keine Hexe! Ich unterliege nicht den astralen Zyklen, ich habe direkten Zugriff auf … « »SCHWEIG Weib!« Wütend sprang ich auf, knallte sein Gewand auf den Tisch und blickte ihn scharf an. »Sieh zu und begreife es!« Ich richtete das Gewand aus, bis die Risshälften so lagen, wie vor dem kleinen Unglück.

»Und nun sehe genau hin. Durch meinen Finger fließt die Magie direkt auf die Bruchstelle und verbindet die gerissenen Fäden, so als wären sie nie entzweigegangen. «

Ängstlich starrte Curumir auf meinen Finger und sah, dass der Riss einfach verschwand. Ich bemühte mich um ein gewinnendes Lächeln. »Es ist ein einfacher Zauber aus der Schule der Veränderung. Insgesamt gibt es acht unterschiedliche Schulen der Magie. Um deinen Hals hängt ein Schutzmedaillon, das dich vor vielen Zaubern aus der Schule der Illusionen schützt.

«

Ganz ruhig saß Curumir da und beobachtete meine Arbeit, dann sprach er monoton. »Die zwei Fische vor drei Tagen, die hast du auch gezaubert?« »Ja, und das Gewand, das du im Wald fandest und dieses, das ich gerade trage. « »Du darfst das niemandem erzählen, die machen kurzen Prozess mit dir. Erst vor wenigen Tagen brannte wieder ein Scheiterhaufen. «

Das Gewand war fertig, stolz hielt ich es hoch und kam zu ihm, setzte mich auf seine nackten Beine und hielt ihm den Stoff an die Brust.

Fröhlich und mit verliebtem Blick gab ich Curumir einen Kuss und flüsterte. »Aber du hast doch versprochen, dass du mich vor allen Gefahren beschützt, weißt du noch?« Meine Brüste wippen vor seinen Augen. In seinem Blick mischten sich Begierde und Furcht.

Mit flacher Stimme flehte er. »Du darfst das niemandem sagen, versprich mir, dass du deine Magie geheim hältst. « Meine offenen Lippen fanden seinen Mund, nur kurz kosteten wir voneinander, dann wendete er sich zur Seite.

»Verspreche es!« »Ja, ich verspreche es, niemand wird davon erfahren und selbst wenn, würde ich dich mit all meiner Macht beschützen. «

Mir war nicht mehr nach Reden, fordernd presste ich meine Lippen auf seine, bis er nachgab und die Zuneigung erwiderte. Das elende Gewand flog zur Seite und meine Brüste rieben an seinem Hals. Curumir packte mich am Hintern, massierte meinen Po und … ließ wieder von mir ab. »Hast du mich verzaubert?«

Ich atmete aus, erschrocken über den Gedanken.

»Nein! … Nein, es ist der klare Blick deines Herzens, folge seinem Ruf und sorge dich nicht. « Mit all meiner Liebe umschlang ich seinen Körper und schmiegte mich an ihn, die schönsten Gefühle sollten meinen Worten Ausdruck verleihen. Unsere Lippen trafen sich erneut und entfachten endlich das lodernde Feuer der Wolllust.

Nackt und bereit dauerte es nicht lange, bis er mich fest packte und auf den Tisch hob. Mein Po rieb auf der rauen Holzplatte, aber selbst diese Berührungen ließen meine Flammen nur höher lodern.

Curumir küsste meine Brüste, verschlang sie vor Gier und entließ meine geschwollenen Knospen feucht glänzend, um seine Reise fortzusetzen. Sein Kopf zwischen meinen Beinen, seine Hände fest an meinen Brüsten, wand ich mich vor Lust, entschwand der Realität und labte mich an seinen Berührungen.

Mit weit geöffneten Schenkeln bot ich mich ihm an und forderte. »Nimm mich endlich! Stoße deine Lanze in meinen heißen Leib. « Es war eine Wonne, ihn hart und schnell in mir zu spüren.

Auf dem Rücken liegend, warf ich meine Arme hinter den Kopf und schlang meine Beine um seine Lenden, um ihn ganz tief in mich drücken zu können.

Mein Geliebter machte das Spiel mit, beschleunigte es sogar noch, indem er meine Lustperle rieb und mir feurige Blicke zuwarf. Mit einem großen Ruck richtete ich meinen Oberkörper auf und schlang mich um ihn, stieß mein Becken gegen seinen Pfahl und schrie meine Lust ungehemmt in sein Ohr.

Curumir hob mich an, trug mich aufgespießt auf seinem Lustdolch, durch die kleine Hütte und legte mich auf ein altes Bärenfell.

Nun kauerte er über mir, drückte meine Arme fest zu Boden und stieß immer wieder in meinen Leib. Mein Kopf zuckte unkontrolliert hin und her, meine Brüste bebten, unsere Leiber zitterten und glänzten vor Schweiß. Heftig schreien kam der junge Fischer und spritzte seinen Samen in meinen heißen Leib.

Ich erlebte den Höhepunkt gemeinsam mit ihm, fühlte seine ungebändigte Lust, ließ mich fortreißen und schwebte mit ihm eng umschlugen, für kurze Zeit durch eine andere Welt.
Sanft wie eine Feder sanken wir zurück in die kleine Hütte und landeten auf dem alten Bärenfell. Aneinandergeschmiegt, schweißnass, atemlos und glücklich, schauten wir uns in die Augen, lächelten uns befriedigt an. Die zärtlichen Küsse waren süß wie Honig und zahlreich wie Bienen. Verliebt kuschelte er sich an meine weichen, warmen Brüste und schloss die Augen.

Meine Hand strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Gerne ließ ich ihn an meinen Brüsten ruhen, genoss die gleichmäßigen Bewegungen seiner Atmung und das kräftig schlagende Herz.

***

Auch meine Augen fielen zu, ließen mich träumen von dem, was gerade war und was vielleicht noch sein würde. Mit Blindheit war ich geschlagen — vor Liebe! Curumirs Liebe gab mir mehr Kraft als alle Magie der Welt, mein Dasein wurde nicht mehr von der Einsamkeit in Frage gestellt, denn es gab ja jemanden, für den ich da sein durfte — der für mich da war, ganz gleich, wie unterschiedlich wir auch waren.

Unruhe machte sich an meiner Seite breit. Mein Geliebter wand sich vorsichtig aus der Umarmung und erhob sich vor mir. Ich ließ die Augen geschlossen, beobachtete ihn mit höheren Sinnen beim Ankleiden. Noch einmal sah er mich verliebt und glücklich an, dann ging er aus der Hütte zu einem kleinen Schuppen.

Er musste wohl eine schwere Last tragen, denn als ich mein Kleid angezogen hatte und zu ihm kam, war er immer noch beschäftigt.

»Was machst du da, kann ich dir helfen?« Er trat zur Seite und zeigte auf ein großes Fass. »Ich weiß nicht, wie du mir bei dieser Last helfen willst, aber bis jetzt habe ich es immer alleine geschafft, die Fische auf den Wagen zu heben. «

Er zeigte auf eine klapprige Handkarre, wenige Schritte entfernt. »Wenn ich fertig bin, kannst du mir helfen die Karre zu ziehen. « Erneut zerrte er an dem randvollen Fass und rückte es ein Stück näher zu dem Karren.

Ich eilte zu ihm und unterstützte seine Bemühungen. Mit einem großen Ruck hob das Fass vom Boden ab und landete auf dem Karren. »Siehst du. Zu zweit geht alles leichter. «

Mein freundliches Lächeln wurde von Curumirs Misstrauen überschattet. »War das wieder einer deiner Zauber?« Niedergeschlagen blickte ich zu Boden und nickte kaum sichtbar. »Die Magie macht mich stärker, als man es meiner Gestalt allgemein zutraut. «

Schweigend und seltsam verschlossen zurrte er das Fass auf dem Wagen fest.

Beschämt stand ich daneben und bereute meine unüberlegte Hilfe. Als er fertig war, schloss ich meine Arme besänftigend um seinen Hals. »Es tut mir leid mein Liebster, aber warum freust du dich nicht, eine tüchtige Hilfe zu haben?« »Du kannst Fische in deinen Händen entstehen lassen, Gewänder mit dem bloßen Finger zaubern und hebst volle Fässer, als ob sie leer wären. Was kann ich dir schon bieten?« »Den klaren Blick deines Herzens, dein Lachen, deine Gesellschaft … deine Liebe«

Er wand sich aus meiner Umarmung, wich meinem herzlichen Blick aus und kontrollierte die Seile, mit denen das Fass festgezurrt war.

Mir standen Tränen in den Augen, vorwurfsvoll sprach ich. »Die Zweifel, die du hegst, sind wie Gift in deinem Blut. Lasse es nicht in dein Herz gelangen, sonst wird es so kommen, wie du fürchtest. «

»Mir scheint, als hätte ich keinen Einfluss auf mein Herz, es stand in Flammen, als du das erste Mal in meinen Armen lagst, wie soll ich wissen, was als Nächstes geschieht?« Zu zahlreich waren die Tränen in meinen Augen, als dass ich sie zurückhalten konnte, einige fielen auf den Boden, bevor ich mich an Curumirs Hals retten konnte.

»Sprich nicht so. Sei, wie du bist, so bist du am schönsten. Als ich dich kennen lernte, warst du es, der mich verzauberte, zerstöre das nicht mit Zweifeln. «

Seine tröstende Umarmung war Balsam, seine Worte allerdings ließen mich erneut erschrecken. »Wenn wir im Dorf sind, darfst du dir nichts anmerken lassen, behalte deine magischen Künste für dich, sonst bist du deines Lebens nicht mehr sicher. « Mit feuchten Augen schaute ich ihn an.

»Nein, ich kann nicht mit dir in das Dorf gehen. «

Traurig blickte er zu Boden. »Warum nicht? Dort hätte ich dir Honigplätzchen gekauft. « Nun strahlte sein Gesicht vor Begeisterung. »Honigplätzchen, so süß, wie du sie dir nicht vorstellen kannst. Solch schmackhaftes Gebäck vermag keine Magie zu schaffen, denn die Rezeptur ist ein Geheimnis des alten Horbacker. « Seine kindliche Begeisterung steckte mich an und ich stimmte ihm lächelnd zu.

»Gewiss kann keine Magie der Welt solches Gebäck erschaffen. … aber … ich könnte dich bis zum Waldrand begleiten und du bringst mir ein paar Plätzchen mit. »Sie schmecken am besten, wenn sie noch warm sind«, hauchte er enttäuscht zu Boden.

Eine sachte Berührung meiner Hand an seinem Hals ließ ihn aufblicken. Ich sah ihm traurig in die Augen und ließ meinen Finger über die Kette mit dem Schutzmedaillon gleiten.

»Dieses Schmuckstück an deinem Hals ist unendlich wertvoller als du glaubst. Nur dadurch siehst du mich, wie ich wirklich bin. Alle anderen Menschen werden von meiner Magie geblendet, ich kann mich ihnen nicht zeigen — noch nicht. «

Aus meiner Schürze zog ich das kleine Buch, nach dem ich so lange in meinem Hort suchte, und zeigte es Curumir. »Darin wird ein Zauber erklärt, der es mir ermöglicht unter Menschen zu gehen, vielleicht kann ich dich schon bald begleiten.

« »… vielleicht blendest du auch nur mich, und die anderen können dein wahres Gesicht sehen. «

Sein Misstrauen traf mich wie ein Schwall Eiswasser. Mit weit aufgerissenen Augen starrte ich ihn an. »Nein! Das darfst du nicht denken, bitte glaube mir. Das Medaillon ist der Garant unserer Liebe. « »Ja, weil das Medaillon dich so erscheinen lässt, wie du es gerne hättest. Du kannst Kraft deiner Magie das Leben einer Königin führen, warum solltest du dich mit einem armen Fischer behängen, wenn es keinen finsteren Grund dafür gäbe?«

Seine Anklage ließ mich vor Angst aufheulen.

Ich flehte Curumir inständig an, mir zu glauben, aber er griff nach der Kette, um sie abzulegen. Mit tränenverschleiertem Blick versuchte ich die Tat zu verhindern, aber je mehr ich versuchte ihn davon abzuhalten, desto entschlossener handelte der Fischer. Schließlich fiel die Kette mit dem magischen Medaillon auf den nackten Boden vor seiner Hütte.

Mit weit aufgerissenen Augen sah er mich an und sank auf die Knie. Bezaubert murmelte er.

»Ihr seid so wunderschön, strahlt heller als die Sonne. « Demütig warf er sich vor meine Füße und wimmerte. »Entschuldigt meine armselige Gestalt und meine geringen Umgangsformen, nur mit eurer Erlaubnis werde ich euch betrachten. «

Gekrümmt vor Schmerz taumelte ich zurück. Ich wollte weinen, aber ich konnte nicht vor Trauer. Erst als der winselnde Fischer einen Schritt zur Seite ging, sah ich das Medaillon und hob es mit der Kette auf.

»Bitte stehe wieder auf und lege die Kette an, ich will dich so nicht ertragen. « Dümmlich nickend nahm er die Kette aus meinen Händen und legte sie um. Doch sein Blick blieb stumpf, besorgt fragte er. »Gefalle ich euch so besser?«

Das Medaillon schützte ihn nicht mehr vor meiner übernatürlichen Schönheit, mir zersprang das Herz, die Trauer ließ mich zu Boden sinken. Gierige, aber unterwürfige Augen beobachteten mich. Er wollte meine Füße küssen, wagte es aber nicht, mich zu berühren und jammerte.

»Sagt mir, was ich tun muss, um euch zu gefallen. Ich weiß, ich bin schmutzig und in elende Lumpen gehüllt, aber ihr könnt mich formen, wie es euch gefällt. «

Der Schmerz meines Herzens, der jederzeit wieder stechend scharf ausbrechen konnte, wurde zu einem dumpfen Dröhnen. »Was betrübt euch, wie kann ich euch wieder zum Lachen bringen?«, fragte er in würdelosen Gesten. Kaum deutlicher als ein Seufzen war meine Stimme, als ich sprach.

»Der Blick deines Herzens ist geblendet, du siehst nicht mehr mich, wie ich bin. Deine Liebe ist einer Qual gewichen, die dich auffressen wird. «

Er duckte sich nickend in den Staub. »Ganz wie ihr es wünscht, solange ich nur zu euren Füßen liegen darf. « Ein Weinkrampf schüttelte mich, das Herz in meiner Brust wollte zerspringen. Da lag der freche Bursche, der mir mit seiner fröhlichen, unbefangenen Art den Kopf verdrehte, und wand sich vor mir im Staub.

Von der einen auf die andere Sekunde kehrte sich Glück in Unheil.

Ich stellte mich vor den Fischer und zog ihn an den Schultern hoch, bis er auf seinen eigenen Füßen stand. Zumindest beim Abschied sollte er aufrecht stehen. Meine zitternde Stimme ließ ihn ebenfalls traurig blicken, aber als ich sprach, zeigte sein Gesicht keine Regung. »Da unser Glück unwiederbringlich zerstört ist, möchte ich dich mit meiner Anwesenheit nicht länger demütigen.

« Wieder fiel er auf die Knie und flehte. »Bitte geht nicht, demütigt mich, wenn es euch gefällt, aber verlasst mich nicht. «

***

Weinend rannte ich durch den Wald, ohne Sinn und Ziel, irrte herum, schrie meinen Schmerz über das Land und glaubte jeden Augenblick, vor Leid zu zerspringen. Die Sonne stand bereits tief am Himmel, als sich der Wald lichtete und ein sanft geschwungenes Tal freigab.

Ein kleines Dorf bettete sich an die fruchtbaren Hänge und einige Häuser standen direkt an einem kleinen Bach, der sich durch das Gelände zog.

Heftig atmend, mit pochendem Herz blieb ich stehen und starrte auf die Siedlung. Auf dem Marktplatz wurden Stände abgebaut, Bauern trieben ihr Vieh in die Ställe und ein kalter Scheiterhaufen, abseits der Wege, prangerte wie ein Mahnmal der Ignoranz.. Menschen! Einfache, langweilige Menschen.

Da lebten sie tagein, tagaus in ihrem kleinen Dorf, kannten bestimmt nicht einmal das Land jenseits der nächsten Hügel und glaubten alles zu wissen.

Richteten nach dem Verständnis ihrer kleinen Welt über Gut und Böse, Richtig und Falsch. Sie verbrannten ihresgleichen unter dem Irrglauben, eine Hexe entdeckt zu haben.

Verzweifelt über so viel Dummheit, ließ ich mich auf einen Stein sinken, legte das Gesicht in meine Hände und sehnte mich nach der starken Schulter des Fischers. Ich wollte ihn spüren, von ihm gehalten werden. Aber mein Geliebter war nicht mehr er selbst, nie wieder würde er mich mit klarem Blick umarmen.

Mein Herz drohte zu zerspringen. Ich sehnte mich nach ihm, wusste, wo er war, und doch musste ich diesen Schmerz alleine ertragen — alleine. Worin gründete sein Misstrauen? Warum musste er es zerstören? War es nicht ein Wunsch des Schicksals, dass wir uns trafen? Wieder sehnte ich mich nach ihm und wieder schnitt die Erinnerung eine tiefe Wunde.

Wie eine Katze, die ihren eigenen Schwanz jagt, drehten sich meine Gedanken immer im Kreis.

Wut keimte auf, ich zerbröselte einen Stein in meiner Hand und warf den Staub der untergehenden Sonne entgegen. Wieder blickte ich auf das Dorf, die vielen kleinen Menschen, den Bach, den Scheiterhaufen.

***

Die Sonne ging an diesem Tag sehr früh über der Siedlung unter, als meine Flügel lange Schatten auf das Tal warfen. Mit sanften Flügelschlägen kreiste ich tief über der Siedlung und sah all die Menschen in den Straßen.

Sie erstarrten vor Angst, manche fielen um, andere rannten in Panik davon.

Meine grollende Stimme dröhnte durch das Tal. »WARUM SEID IHR SO WINZIG? … WARUM SIND EURE HERZEN SO KLEIN?«

Sie antworteten nicht, sie achteten gar nicht darauf, sondern rannten panisch durcheinander. Ihre Ignoranz steigerte meine Wut. Stattdessen zogen sie ihre Köpfe ein und versuchten, vor dem was sie nicht kennen wegzulaufen. Meine Geduld war zu Ende.

*

Stein und Holz bersten unter Feuer, gebären neue Flammen und schmelzen Eisen.

Schreie und Tod hallen durch die Nacht, verstummen in der Finsternis.

Hoffnung brennt bis zum Schluss, verglüht im heißen Wind.

Asche und Rauch im Morgengrauen, Totenstille über taufeuchten Wiesen.

Schalina und ich, wir haben uns irgendwie auseinandergelebt. Ein dritter Teil ist auf absehbare Zeit nicht geplant.

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Das Grimoire 02

Das Grimoire: Der Pferdepenis

Es ist erstaunlich wie sehr man einen Liebhaber vermisst, wenn man ein paar Tage mehr als gewöhnlich von ihm getrennt ist. Ich hatte Ralf fast eine Woche nicht gesehen, weil er im Ausland auf einem Lehrgang war. Erst jetzt zwei Wochen nach unserem letzten Treffen war er wieder bei mir.

Ich hatte eine Flasche Wein besorgt und eine Kleinigkeit zum Essen gemacht, und nach dem wir gemeinsam den Nachtisch verputzt hatten, freute ich mich auf den eigentlichen Höhepunkt unserer Verabredung.

Dazu hatte ich ein paar Kerzen in meinem Schlafzimmer angezündet und wartete nackt unter meiner Decke auf Ralf, der noch einmal auf Toilette gehen wollte.

Als Ralf zurück kam, trug er nur einen knappen Slip, den er schnell abstreifte und in die Ecke warf. Er baute sich vor mir im Profil auf, so dass ich seinen erigierten Penis bewundern konnte. Ich erwartete dass er im nächsten Moment zu mir ins Bett kommen würde, statt dessen öffnete er eine kleine Flasche und rieb seinen Penis und seine Hoden mit dem Inhalt ein.

Dann deklamierte er einen Spruch der mich an die Sprüche des Grimoire erinnerte:

„Hipollitus et Equinus, facit eum similem cauda idem equo, facit eum item generatus quod facere gravidam equae. „

Er grinste triumphierend zu mir herüber aber plötzlich zuckte er zusammen und ich konnte zu meinem Schreck sehen wie sein Penis schrumpfte und zwischen seinen Beinen verschwand, die Hoden hatten sich dunkel verfärbt und fingen zu wachsen, er richtet seinen Körper steif auf und legte den Kopf in den Nacken, dann begannen auch seine Arme dunkel zu werden und zu schrumpfen.

Ich hörte wie er mit blubbernder, gurgelnder Stimme um Hilfe rief: „Nein, das darf nicht sein, hilf mir Karin. “ Ich sprang aus dem Bett gerade als seine Beine zu schrumpfen begannen, gerade noch rechtzeitig fing ich ihn auf damit er nicht umfallen konnte.

Während ich ihn so hielt, musste ich geschockt miterleben wie aus Ralf, einem 1. 76 Meter großen, 75 kg schweren Mann ein 1.

50 Meter großes, dunkel glänzendes Etwas wurde.

Sein Körper sah aus wie eine Säule aus Fleisch, seine Beine waren geschrumpft und mit den Hoden zu unförmigen Klumpen verschmolzen, seine Haut war warm und von dicken pulsierenden Adern durchzogen, aus einem Kragen loser Haut schaute sein Kopf hervor, er war flach und trug am oberen Ende noch ein Gesicht, das aus Ralfs Augen sowie einem vertikalen Schlitz bestand und das ganze wabbelige Ding roch irgendwie nach Pferd.

Mein Freund Ralf hatte sich unzweifelhaft in einen riesigen Penis verwandelt.

Ich stand unter Schock: „Ralf kannst du mich hören?“ Der vertikale Schlitz formte blubbernde Worte die wie ein „Ja“ klangen.

„Ralf, bitte sag mir was du getan hast“, flehte ich. Das Antworten fiel im sichtlich schwer: „Penich Pferd. „

„Wolltest du ein Pferdepenis werden?“, fragte ich.

„Pferdepenich haben“, blubberte er.

„War es eine Formel aus meinem Grimoire?“

Er antwortete wieder: „Dasche, Jaggen Dasche“.

Ich ließ ihn sanft zu Boden gleiten und rannte ins Bad, dort durchsuchte ich seine Sachen konnte aber nichts finden. „Wo ist die Tasche?“, rief ich.

„Güsche“, war die Antwort und tatsächlich fand ich in der Küche seine Jacke und nach einigem Suchen in der Innentasche ein Stück Papier, darauf stand: „Wie du eine Stute ohne Hengst decken kannst.

Ich überflog das Rezept, es beschrieb die Herstellung und Anwendung einer Tinktur, mit der man den Penis eines Hengstes erhalten konnte um damit eine Stute zu decken.

„Oh Mist“, dachte ich, da ist was schief gegangen, schnell griff ich mir das Grimoire und begann heftig zu blättern. Zwischen Rezepten gegen die Maul- und Klauenseuche entdeckte ich den Text den Ralf abgeschrieben hatte:

——————————————–

Wie du eine Stute ohne Hengst decken kannst

Wenn du eine rossige Stute hast, aber dir der Hengst dafür fehlt, so kann die folgende Tinktur helfen.

Nimm von einem Hengst Haare, nicht weniger als ein viertel Pfund, mische sie mit je 7 Lot Kümmel und 2 Lot Weihrauch. Zerstoße alles in einem steinernen Mörser zu Pulver. Vermische es mit gutem griechischen Öl, bis es anfängt flüssig zu werden, und lasse es in einem Bad auch kochendem Wasser vier Stunden stehen. Wenn es kalt geworden ist, tue dieselbe Menge vom Blut eines Pferdes hinzu.

Reibe damit ein kleines Schaf oder einen Hund ein und sprich die Worte:

„Hipollitus et Equinus, facit eum similem cauda idem equo, facit eum item generatus quod facere gravidam equae.

Mit der Rute die du bekommst kannst du eine rossige Mähre decken. Diese Tinktur kann zu jeder Zeit verwendet werden, tue es nicht zu oft und nimm ein kleines Tier wenn du Schaden vermeiden willst. Der Hengst vom welchem das Haar stammt ist der Vater des Fohlens.

Tue ein halbes Lot spanischen Pfeffer zur Tinktur, wenn aus dem Füllen ein feuriges Pferd werten soll.

——————————————–

Noch einmal las ich das Rezept durch, es war missverständlich geschrieben.

Im Buch stand, dass ein Penis entstehen würde, der geeignet sei um ein Pferd zu decken.

Ralf hoffte doch wohl, es würde ihm seinen Penis in einen Pferdepenis verwandeln. Hatte Ralf das alles auf sich genommen um den Sex mit mir noch etwas prickelnder zu gestalten oder hatte er Angst mir nicht mehr zu genügen?

Ich ging zurück ins Schafzimmer, der Penis der einmal Ralf war stand vornüber gebeugt neben meinem Bett und schaute mich aus seinem flachen Gesicht traurig an.

Der vertikale Schlitz öffnete sich und blubberte: „Garin hilf. „

Ralf stand auf seinen strandballgroßen Hoden und watschelte einen kleinen Schritt auf mich zu. Ich merkte, dass er dabei war das Gleichgewicht zu verlieren, und sprang auf ihn zu um ihn festzuhalten. Um ihn zu stützen hielt ich ihn mit beiden Armen fest umklammert. Wir beide müssen ein äußerst bizarrer Anblick gewesen sein, ich war völlig nackt und umarmte einen großen schwarzen Penis.

Ich war traurig: „Ach Ralf, nur weil du mir eine Freude machen wolltest, hast du Dich in einen Pferdepenis verwandelt“. Dabei rieb ich ihm über den Rücken. Kaum hatte ich das getan spürte ich wie er steif und fest wurde, er richtete sich auf und sein Gesicht starrte an die Decke.

Erst war ich überrascht, dann fing ich an zu grinsen: „Sag mal Ralf, erinnerst Du Dich noch daran als ich solche Rieseneuter zum Milchgeben bekommen hatte? Alles war genauso wie es im Zauberbuch stand, die Wirkung des Zauberspruchs ging vorbei nach dem ich drei Eimer Milch gegeben hatte.

Ich glaube du verwandelst dich zurück wenn du einen richtigen Erguss hinlegst. „

Als Antwort gurgelte Ralf ein: „Bja, gude Idee“ und dass er dabei noch ein wenig steifer wurde, wirkte wie eine zusätzliche Bestätigung.

Es war nur natürlich, dass sich ein Penis über eine Massage freuen würde, ich dachte mir nur: „Wir haben nichts zu verlieren, entweder hilft es, wenn es aber nicht hilf und Ralf immer so bleiben muss, dann haben wir wenigstens unseren Spaß gehabt.

Ich drückte Ralf fest mit einem Arm und mit dem Anderen streichelte ich ihn der ganzen Länge nach. Das schien ihm zu gefallen, er wurde länger und dünner und schon bald war er wieder größer als ich.

Ich war noch ganz damit beschäftigt Ralf zu streicheln, als ich plötzlich merkte wie der Penis zuckte und dann etwas feuchtes auf mich herabregnete, und als ich nach oben sah, stellte ich fest, dass bei jedem Zucken eine dünne milchige Flüssigkeit aus Ralfs Kopf an die Decke spritze.

Der Penis war voll erregt und verspritzte seine eigene Gleitflüssigkeit. Bei Ralfs augenblicklicher Größe von 1,80 Meter war das wesentlich mehr, als ein menschlicher Penis bei einem Erguss von sich geben konnte. Ich begann um die Sauberkeit meiner Wohnung zu fürchten, die Folgen wären nicht auszudenken, wenn Ralf beim Höhepunkt ein paar Liter Sperma in mein Bücherregal schoss.

„Ralf“, sprach ich, „wir müssen Dich ins Bad bringen, nur dort kannst du gefahrlos abspritzen.

Ein undeutlich „Bja Glud“, war seine Antwort.

Wieder legte ich beide Arme um ihn und wuchtetet ihn Stück für Stück ins Bad, und die Bewegungen schienen ihm zu gefallen, denn nach jedem Ruck schoss er erneut eine Ladung Flüssigkeit durch die Gegend. Endlich waren wir im Bad angelangt. Ich legte ihn auf seinen Rücken und setzte mich mitten auf ihn, mit Händen und Füßen rutschte ich auf ihm vor und zurück, schließlich legte ich mich ganz auf ihn um ihn mit meinem ganzen Körper zu massieren.

Die Vorstellung davon, dass ich einen riesigen Penis reiten, mich auf ihn legen und mich an ihm reiben würde, gehörte zu meinen verborgenen Fantasien. Jetzt hatte ich die Gelegenheit dazu und kam auch ganz schön in Fahrt. Nur Ralf schien es nicht anzumachen, nach kurzer Zeit hörte er auf Flüssigkeit zu verspritzen und wurde schlaffer.

„Ralf“, keuchte ich, „Was ist los, warum kannst du nicht kommen?“

Seine Antwort überraschte mich: „Musch wasch dun, musch disch dabei anschaun.

„Sollen wir was probieren bei dem du mich anschauen kannst?“

„Bja“, war seine Antwort.

Erfolglos probierte ich verschieden Positionen mit Ralf aus, mit jedem Misserfolg wurde Ralf schlapper. Schließlich saß ich mit dem Rücken zur Tür und hielt Ralfs schweren Körper auf meinen Händen und Knien, meine Füße hatte gegen seine Seiten gepresst.

Ralf schob sich, seine riesigen Hoden wie Beine benutzend, vor und zurück, wobei sein Mund manchmal meine Lippen berührte.

Man sah dass es Ralf Spaß machte, alle paar Sekunden zuckte sein Körper und aus seinen Schlitz spritzte glitschige Flüssigkeit in meine Richtung, und immer wenn das geschah, kam Ralf nach vorne und gab mir einen Kuss mit seinem weichen vertikalen Mund.

Es war toll, aber nach kurzer Zeit konnte ich nicht mehr, ich stöhnte und keuchte vor Anstrengung: „Ralf, ich kann bald nicht mehr, los komm. „

Ralf blubberte nur: „härder, fechder“, und so gab ich mir alle Mühe und stemmte meine Füße fest in seine Seiten, Ralf nahm Tempo auf, er spritzte immer öfter und verzichtete darauf mich zu küssen, mit jeder Vorbewegung von ihm wurde ich erneut mit Flüssigkeit geduscht.

Schließlich hielt er inne, spannte sich der Länge nach an, zuckte noch ein paarmal vor und zurück, ich sah wie seine Augen sich weiteten und dann klatschte mir eine gigantische Ladung Sperma ins Gesicht, mehrere Sekunden lang pumpte er einen Strahl, der mich von den Haaren bis zu meinem Schoß bedeckte.

Ich schluckte und schnappte nach Luft, schließlich ließ ich ihn zwischen meine Beine gleiten. Ralf sackte zusammen und wurde wieder weich, fast regungslos lag er zwischen meinen Schenkeln und hustete die letzten Spermareste aus sich heraus.

So auf dem Boden, zwischen meinen Beinen liegend, begann er sich zurück zu verwandeln. Seine Arme traten wieder aus dem Körper hervor, seine Beine lösten sich von den großen Hoden und wurden allmählich länger.

Noch während Ralf wieder menschliche Gestalt annahm, versuchte er mit seiner Zunge meine Vagina zu erreichen. Ich streckte ihm zunächst meine Möse entgegen, verlor aber nach seinen ersten Versuchen die Lust und meinte: „Ralf ich bin jetzt fix und fertig, wenn das hier um ist will ich nur noch schlafen.

Notdürftig wischte ich das Sperma mit den Handtüchern von zusammen und warf sie in die Badewanne. Zusammen stiegen wir in die Dusche, und nachdem ich das Sperma aus dem Gesicht, den Haaren und von meinem Körper gespült hatte, ging es mir schon wieder besser. Ich half Ralf noch sich abzuduschen.

Nachdem wir uns beide abgetrocknet hatten legten wir uns in mein Bett und schliefen bis in den späten Morgen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück putzten wir zusammen meine Wohnung, überall gab es Flecken und das Bad war eine einzige Spermapfütze. Zur Belohnung für uns beide gab es noch ein paar Gläschen Prosecco und den Rest des Tages verbrachten wir gemeinsam im Bett.

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Seltsame kosmische Strahlen

In jener Nacht, die für Jens zum Schicksal werden würde, war wieder ein heftiger Streit vorausgegangen. Das Streitthema änderte sich eigentlich nie, und an diesem Arbeitstag — und den vorangegangenen — hatte sich so viel in ihm angestaut, daß es aus dem Kopf mußte … und so ging er ohne ein Wort aus dem Arbeitzimmer. Jens verließ ohne das angestammte mittlerweile schon zwanghafte „Bis morgen!“ oder Ähnlichem und rannte einfach los.

Es war Dezember, und wenn die Straßenlateren das für diese Jahreszeit übliche Dunkel partiell zerreißen würde, dann wäre es stockduster.

Sein ganzer Körper war extrem angespannt und scheinbar elektrisiert. Jens hatte eine solche Anspannung schon lange nicht mehr gespürt, aber das Gefühl von Enttäuschung und Schmerz sowie tief empfundenen Haß für den selbstgerechten Ausbeuter von Chef … ja, es saß tief in ihm, und ließ ihn seine Füße weiter vor den anderen setzen. Jens lief schneller also sonst durch die Stadt, welche ihm verwunderte Blicke — welche man „Wahnsinnigenen“ entgegenbringt — einbrachten, bis er ins vollkommende Dunkel der Nacht eintauchte und neugierigen Blicken scheinbar restlos entschwunden war.

Absolut nichts stoppte ihn, nicht einmal die eigentlich längst erwartete Schwäche vor Erschöpfung, doch auf die Frage „Wann werde ich Halt machen?“ würde — als er gerade die massive Steigung eines Hügels hochrannte — dort würde er eine schnell Beantwortung finden. Komisch, aber irgendwie wußte er es, oder zumindest war er davon felsenfest überzeugt.

Jens war fast oben angekommen und würde normalerweise weiterlaufen, doch dann vernahm er tatsächlich einen kleinen Punkt am Himmel, welcher sich wie ein Faden durch den Raum zog, so als würde ein Stein im Wasser langsam zum Boden sinken, dem ein leichter Sprudel von Luft diesen folgen.

Normalerweise wäre der „Sprudel“ schnell verschwunden, doch im wasserleerem Raum schien es dieses Mal anders, denn der Sprudel löste sich nicht auf und dessen farbreiche Reflektionen verwirrten ihn mit totalem Faszination.

Eigentlich hätte er nach der x-ten Staffel von Raumschiff Enterprise oder Babylon5 wissen müssen, daß so etwas auch schädlich sein müßte und Vorsicht geboten wäre, doch in diesem Moment starrte er mit offenen Augen — ohne auch nur einen Gedanken an die Gefahr zu verschwenden — in dieses zauberhafte Farbenspiel, welches sich ihm immer näher kam.

Jens stand einfach nur da, spürte keinerlei Ermüdungserscheinungen wie es nach dem letzten Sprint hätte sein müssen, dennoch blieb ihm innere Ruhe gepaart mit Bewunderung für dieses „Naturspiel“ und hielt ihn wie gebannt.

Es wirkte fast wie Hypnose auf ihn, aus der er erst erwachte, als etwas in ihn fuhr, und erschreckt sah er um sich. Alles war auf einmal zuende und von einem Moment zum anderen hüllte ihn wieder nur die Dunkel ein.

Gleichzeitig vernahm er aber auf einmal auch eine seltsame Reflektion im schwarzen Dunkel der Nacht, in der er seltsamerweise alles erkennen konnte, wo er sich gerade bewegte und seine Füße hinsetzte. Angst füllte seinen Geist plötzlich, und schon rannte er wieder los. So schnell wie er konnte lief er den direktesten Weg nach Hause, und wenn er normalerweise eine 90-Grad-Kurve eben im fast rechten Winkel ging, so kürzte er es so weit ab, bis da der Widerstand eines Zaunes oder Büsche standen.

Er war nicht mehr er selbst. Etwas trieb ihn, im Moment war es die Angst, vor dem eigenem Zustand, den er nicht verstehen konnte. Und dann fragte er sich … ja was wollte er eigentlich zu Hause? Tja, das wußte er selbst nicht so richtig. Komischerweise war er sich darüber nicht im geringstem schlüssig. Nicht einmal die Logik, daß er da doch wohnte … dies galt für ihn nicht als Grund.

Als Jens durch die Tür in den Wohnblock trat, da machte er kein Licht an — er konnte ja alles gut erkennen und tat die ersten Schritte.

Nach den ersten Stufen ins nächste Obergeschoß, da kam ihm das Erlebte wieder in den Sinn und das Gefühl beobachtet zu werden ergriff ihn wie ein Fingerschnippen so schnell. Mit dem Verfolgungswahn eines Drogensüchtigen flog er geradezu die Treppen hoch, hatte währenddessen schon die Schlüssel herausgeholt und machte die Tür auf, ging hinein und schloß diese von innen zweifach zu. Er schloß seine Wohnungstür niemals zweimal zu, nicht einmal abschließen tat er, sondern zog die Tür einfach zu und das reichte ihm schon.

Aber auch in der eigenen Wohnung fühlte Jens sich nicht allein und langsam sog er erst unbewußt den Geruch von Schweiß in die Nase, doch dann rümpfte er leicht diese angewidert, und jetzt merkte er auch die Eiseskälte von wärmezerrendem Schweiß seiner naßgeschwitzten Kleidung. Er zog nassen Klamotten aus und duschte erst einmal. Der Versuch unter der Dusche zu entspannen mißlang gründlich. Er schloß zwar die Augen, dennoch sah er etwas und es schienen sich Pfade aufzubauen, die zu einem anderen Ort führen könnten.

Jens öffnete wieder seine Augen, denn das was er sah war zwar interessant, aber diese Welt — oder Dimension? — wirkte so furchteinflößend auf ihn und diesem Zwang dort hingezogen zu werden wollte er entfliehen.

Später dann, als Jens schlafen wollte, da mußte er zynisch grinsen, welcher einen faden Nachgeschmack hatte. Beim Versuch zu schlafen schließt man ja die Augen … klaro, aber was ist wenn man eine andere Dimension vor Augen hat? „Scheiße!“ sagte Jens laut und machte Musik an.

Er hatte die kleine Hoffnung, daß ihn die Musik so weit von der Welt ablenken würde, daß er vielleicht doch einschlafen … oder zumindest keine Angst vor ihr haben würde.

Jens hörte Entspannungsmusik, welche ihn immer wieder auf´s neue fesselte, aber eben auch entspannte … und so hoffte er, daß es auch jetzt so sein würde und schließlich das Sandmännchen zu ihm finden würde. Er schloß also die Augen und sah eine Struktur, welche ihn wie beim ersten Mal Angst machte, aber jetzt fing er langsam an sich dafür zu interessieren.

Anfang war es nicht viel, denn die Berührungsangst vor etwas Neuem war trotz allem immer noch da, aber die Neugier wuchs und siegte schließlich.

Jens sah sich im Gedanken — oder war er schon in dieser anderen Welt? — diese seltsamen Gebilde an, welche wie Taue in einem Wust von Bandsalat oder dem Chaos von Bandnudeln vergleichbar sind. Als er sich einen dieser endloswirkenden Taue genau ansehen wollte, da lief so etwas wie ein Film vor seinem geistigem Auge ab und riß ihn in die Tiefe einer Dimension.

Er glaubte — wie so oft im Traum vom Wasser oder ähnlichem — verschluckt zu werden, denn selbst die Hand war vorm eigenem Auge nicht zu erkennen.

Dann baute sich eine Landschaft vor ihm auf, wie er es in seinen Alpträumen sehr oft erlebt hatte … oder war es jetzt einer seiner Träume? Sichtlich verwirrt bewegt er sich weiter und glaubt zu erkennen, daß es der Stadtpark von Hildesheim ist.

Irgendwie fühlte es sich an als schwebe er knapp über den Boden und seine Augen gucken an sich herunter … doch da war nichts. Er wollte seine Hände hoch halten, doch schien es unmöglich. „Was ist mit mir?“ fragte er ohne seine Stimme hören zu können und drehte sich ohne zu wissen wie es möglich war, da er ja körperlos zu sein schien. Ich kann nicht reden fragte er sich und wollte einmal laut schreien, doch das blieb ihm aus irgendeinem Grunde versagt.

Jens wollte die Ruhe bewahren und schwebte den leicht aufsteigenden Pfad weiter. Nach einer Weile hatte er zwar wieder zur Ruhe gefunden, doch dann wuchs plötzlich eine Unruhe in ihm, welche immer größer wurde. Es war also doch ein Traum, denn dieses Gefühl und das Hämmern im Herzen … genau DAS … das kannte er nur zu gut … aus seinen Alpträumen.

Jens wollte einfach nur aufwachen, doch als das nicht möglich schien, da sah er um sich … und sah ein Dämonartiges Wesen auf ihn zu kommen.

Dann schwebte er so schnell er konnte in die entgegengesetzte Richtung, doch hatte er das Gefühl nur sehr langsam weiter zu kommen. Dann konnten seine Augen am Ende der Steigung weit in die Lichtung des Parks einsehen, und er erkannte eine Frau, die ruhig auf einer Parkbank saß.

Jens wollte ihr eine Warnung zurufen, aber seine Stimme versagte auf´s Neue und dann gab es so etwas wie eine Spannungsspitze der Angst, als das dämonische Wesen durch ihn hindurch fuhr und er glaubte, daß sein Herz stehenbleiben würde.

Der Dämon bewegte sich lautlos auf diese Frau zu und im wissen, daß der Angriff nicht ihm galt sondern der Frau, aber daß auch seine jetzige Existens unwürdig und eine Qual dauerhafte sei , da schwebte er so schnell er konnte dem Monster hinterher und versuchte andauernd zu schreien … in der Hoffnung, daß es ihm doch noch rechtzeitig gelingen könnte.

Jens holte das Monster nicht ein, aber als es wenige Meter von der Frau entfernt war, und als sie in seine Richtung sah und ihn erblickte, da gelang ihm ein so lauter Schrei, daß das Monster erschrocken zusammenfuhr — es hielt sich sogar selbst die Ohren zu — und drehte sich zu Jens herum.

Im Ausdruck der weit aufgerissenen Augen konnte Jens nur eines erkennen: es war nicht nur ein blindwütiger Blick. Nein, es war der unbezwingbare Wunsch der restlosen Auslöschung.

Jens schritt so schnell er konnte rückwärts. Rückwärts? Er versuchte sich umzudrehen, als dies nicht schnell gelang, da sah er sich für diesen Moment so lange um. Dann sah er an sich herunter und konnte den eigenen Körper erkennen, denn er so schnell es ihm möglich war Schritt für Schritt den Weg zurücklaufen wollte.

Er schaffte nur wenige Meter, als sich eine Pranke auf seine Schulter legte … doch auf einmal wurde alles dunkel um ihn herum. Alles was er sah, die Farben und Konturen jeglicher Dinge um ihn herum wurden unscharf und verloren sich im Schwarz des Dunkels.

Schließlich machte Jens die Augen auf, sein Körper geschüttelt vom Alptraum stand er auf und tastete sich im Dunkeln — was immer noch einen gewissen Glanz hatte und schwach erkennbar war … was um ihn herum war, doch ließ seine Müdigkeit es nicht zu dies genauer zu bewerten — zum Badezimmer.

Nein, irgend etwas anderes ließ ihn den Weg zum Badezimmer gehen und finden, denn etwas verwirrt er wunderte sich, daß der Weg dorthin ein ganz anderer war.

Dann betätigte Jens einen Lichtschalter, der eine vollkommen andere Form hatte als die, welche er eigentlich gewohnt war — und dann war es hell. Die Einrichtung war jedoch so … so total anders. Schließlich sah er in den Spiegel, wie er es eigentlich nie tat, es sei denn ein Rasieren stand an.

Erschrocken vom Aussehen zuckte er zusammen, denn es war nicht sein eigenes Gesicht, sondern das jener Frau aus dem Traum. War der Alptraum noch nicht vorbei? Sie sah ja wirklich hübsch aus, aber ich hoffte dennoch langsam aus dem Traum zu erwachen.

Sie — wie immer ihr Name war — zog ihr Nachthemd und den Slip aus. Jens — welcher mit ihren Augen sah — betrachtete den unbekannten Körper, doch leider nur einen kurzen Augenblick, denn dann ging sie unter die Dusche.

Die Hand drehte den Hahn auf und das Wasser lief warm über die Haut ihres Körpers, über die sie ihre Händen fuhr, und mit denen Jens ihre Haut ertastete ohne daß sie es wußte … so schien es. Oder er fühlte einfach genau das, was sie selbst auch fühlte, und daher konnte sie nicht erahnen, daß sie beobachtet wurde. Gerade das wollte er aber eigentlich nicht, weil ihn der Anblick einer Nackten Frau oder sie gar anzufassen immer extrem nervös machte und somit seit jeher versuchte eine solche Situation zu vermeiden.

Nach einer Weile fiel ihr Blick kontrollierend nach unten in den Schritt, ob sie sich dort wieder mal rasieren müßte … oder so. Da Jens mit ihren Augen sah war es zuviel für ihn, denn er konnte ja nicht wegsehen oder die Augen schließen, denn sie hatte die Kontrolle und nicht er. Sie fuhr mit ihren Fingern über die empfindliche Stelle und nickte einmal, was er auch merkte und nur dachte er „Verdammte Scheiße!“.

Andererseits dachte er aber auch, daß niemand ihn nicht sähe, da er ja in ihrem Körper war und sich nicht einmal verstecken müßte, doch die Nervosität verschwand nicht. Als ob er es nicht selbst geahnt hätte.

Sie drehte den Hahn zu und nahm sich das Rasiergel, welches dann an und um ihrem Geschlecht verteilt wurde, was dann leicht schäumig wurde. Zuerst verteilte sie es dort blind, aber als die Rasierklinge in ihrer Hand war wanderte der Blick zur Kontrolle genau auf die sensible Zone.

Jens wollte die Augen davon wegzwingen, aber es war sinnlos, doch versuchte er es weiterhin mit größter ihm möglichen Anstrengung. Das Problem er war er war zu schwach dazu, doch der Vorteil war für ihn die fehlende Müdigkeit, wie sehr er sich auch anstrengte.

Sie fing an sich zu rasieren und fuhr vorsichtig mit der Klinge über die Haut der Innenschenkel, bei dem er auch zwangsweise ihre magische Linie sah.

Bei solchen Bildern wuchs immer etwas an ihm, doch dieses Mal war es nicht so. Als es dann an ihre hochempfindliche Zone ging, fixierte sie den Blick auf ihre Linie und rasierte ganz langsam vorsichtig über die Haut. Jens versuchte ruhig zu bleiben und gelang ihm wohl nach einer Weile wohl, dafür passierte etwas anderes. „Was passiert denn jetzt mit mir?“ fragte sie und betrachtete die langsam aufkommende Schwellung ihrer Muschi, welche allmählich die Morphose zu einer kleinen Spalte vollzog.

„Wieso werde ich auf einmal so geil?“ fragte leise und Jens glaubte die Antwort zu kennen. Es war seine Erregung, jedenfalls vom Gedanken her.

Sie legte die Rasierklinge beiseite und stellte wieder das Wasser an. So jedenfalls konnte sie sich nicht rasieren, denn dann würde die Folge sicherlich ein schmerzhafter Schritt in die hochempfindliche Haut sein. Das Wasser floß wieder über ihre Haut und die Finger strichen hinterher. Sie wusch sich und schloß die Augen.

Damit beruhigte sich auch wieder die Erregung, denn Jens hatte nicht mehr die visuellen Reize vor seinem Auge. Schließlich stieg sie aus der Dusche und trocknete sich ab.

Nackt ging sie durch die Wohnung, doch hatte sie jetzt Licht angemacht und er konnte sich indirekt ihre Wohnung ansehen, eben das wohin ihr Blick hingehen würde. Schnell war sie angekleidet und auch die Schuhe angezogen, worauf sie in die Küche ging und die Kaffeemaschine anstellte.

Dann folgte an den Kühlschrank. Ein Griff zum Wurstteller ließ mich etwas Schlimmes ahnen. „Sie wollte doch nicht etwa Fleisch essen? Ich bin Vegetarier!“ dachte sich Jens erschüttert und wollte sofort kotzen, doch war es nicht sein Körper, und so mußte er mit ansehen, wie sie sich zwei Scheiben mit dicken Mettwurstscheiben schmierte, die sie halbierend durchschnitt.

Sie stand auf und goß sich noch etwas Kaffee in die Tasse, worauf sie sich wieder an den Tisch setzte.

Ein großer Schluck aus der Tasse mit schwarzem Kaffee ohne Zucker ließ ihn fast schon würgen, da er Kaffee alleine schon verabscheute, dann aber noch schwarz und ohne Zucker? Dies war geschmacklich das absolute Verbot für ihn, zumal Kaffee den Körper austrocknet und viele andere negative Dinge für den Körper bereit hält. Als dann schließlich die Hand zur Wurststulle folgte und sie dann nahe an den Mund kam, da kam allein schon die Angst ein totes Tier in sich hineinzuschieben, was ein Kotzgefühl erzeugt, und ein hämmerndes Klopfen an den Schläfen spürte er auch.

„Das willst du doch nicht wirklich essen?“ fragte er sie noch einmal im Gedanken.

„Wieso ist mir auf einmal so kotzübel?“ fragte sie sich. „Und wieso spüre ich solch eine Angst, wenn ich diese Scheibe Brot essen möchte?“

Dann wußte Jens, daß er doch etwas Einfluß auf sie hatte und versuchte an Käse zu denken. „Bitte eß Käse, wenigstens bis ich wieder aus dir raus bin!“ bat er sie im Gedanken.

Sie Stand auf einmal auf und ging zum Kühlschrank. Ein lange schweifender Blick suchte nach etwas und dann griff sie nach etwas. „Harzer Käse, mal sehen ob der noch gut ist. “ sagte sie.

„Harzer Käse?“ fragte er sich. „Dieser Stinkekäse ist nie gut, der ist immer widerlich!“

„Oh, der hält nur noch eine halbe Woche! Dann sollte ich ihn schnell wegessen, bevor der schlecht wird.

“ sagte sie und er bat sie „Bitte es nicht diesen Käse, der ist immer schlecht … auch wenn das Verfallsdatum noch nicht abgelaufen ist!“

Sie setzte sich entgegen seiner Bitte an den Tisch. War er nicht gehört worden? Sie nahm die Wurstscheiben vom Brot und packte sie wieder auf den Teller zurück. Der Harzer Käse ausgepackt machte sie einen Schnitt um den anderen und legte diese dann auf´s ´kontaminierte`Brot, auf dem das tote Tier gelegen hatte.

Allein das empfand er schon als widerlich und wollte einfach nur die Augen schließen. Als die erste Scheibe Brot belegt war, da nahm sie eine halbe Scheibe und plötzlich schloß sie ihre Augen.

Endlich hatte sie ihre Augen geschlossen dachte er und war für einen Moment glücklich, aber dann erkannte er über ihre Hand, daß sie jetzt dieses Brot mit dem widerlichem Käse essen wollte. Der erste Biß war eklig für Jens und es schüttelte ihn.

Über die Zunge wollte sie den ersten Happen zerkautem Brot mit Harzer Käse zum Gaumen führen und so runterschlucken. Er merkte es natürlich und kämpfte dagegen an … doch verlor. In die Speiseröhre gelangt ist auf einmal ein Kotzgefühl in ihm. Auf einmal läßt sie das Brot fallen, rennt aus der Küche zum Badezimmer und hängt sich ins Klo.

„Rööööhhhrrr. Rrrrrröööaaaaa. “ würgte sie und er war froh, daß das Zeug wieder aus seinem Munde war … seinem Munde? Nein! Aber er war glücklich wieder diesen Geschmack wieder los zu sein.

„Ich sagte dir doch, daß Harzer Käse immer schlecht ist … egal wie alt er ist!“ dachte er und wenn dieses Gefühl von Übelkeit nicht auch in ihm so real wäre, dann hätte er wohl herzhaft gelacht und für einen Augenblick wollte so etwas wie der erste Stoß eines Lachers aus ihm heraus. Plötzlich stieß sie einen Lacher aus, während sie noch einmal würgte: „Rrrrrröööaaaaa. Haha. Was ist nur mit mir los?“

Sie dachte laut nach: „Ich mag doch Harzer Käse, aber wieso wird mir jetzt so schlecht davon?“

„Tja, das war wohl ich.

“ dachte er im Stillen.

Sie sah auf die Armbanduhr, welche auf der einen Ablage lag. „4 Uhr 37. Scheiße, ich hätte doch weiter schlafen sollen, aber nach dem Traum?“ Gerade hatte sie den Traum erwähnt durchfuhr ihn wieder dieses Gefühl und schüttelte `nicht´ nur ihn. „Mensch, mir schon schlecht, wenn ich mich an ihn erinnere. “ sagte sie leise. „Aber es war ein seltsamer Traum. Da war jemand, der mich vor dem Monster warnen wollte, aber … das im Traum?“ Sie dachte nach und ihr fiel kein vergleichbarer Traum ein wo es annähernd vergleichbar war.

Jens fragte sich, ob er wieder zu seinem Körper finden könnte, wenn sie noch einmal träumen würde, aber darin sah er die einzige Möglichkeit und versuchte angestrengt daran zu denken, um sie in diese Richtung zu lenken, daß sie gefälligst schlafen solle. Ja, endlich legte sie sich hin und zog ihre Kleider wieder aus. Die Hose, der Pullover, die Socken und dann … nein, sie legte sich noch nicht hin? Sie zog ihre Hemd aus und sah an sich herunter, als sie auch den Slip folgen ließ.

Jens sah die wunderbare Form ihrer Brüste, die er so gern streicheln und fühlen wollte. Sie machte das Licht aus und legte hin, aber deckte sich nicht zu. Diese Nacht war vermutlich fast Vollmond und so drang der Schein des Mondes durch das Fenster, welcher mir ihren Körper nicht verbarg, über den sanft ihre Finger um jegliche Rundung strichen.

Die linke Hand strich langsam über das Zwerchfell zu ihrer rechten Brust, während die rechte Hand vom Zwerchfell langsam hinunter in den Schritt strich.

Jens fühlte die weiche Haut unter ihren Fingern. Sie ließ ihn die Form ihrer Brüste erfühlen, als sie diese streichelte und massierte. Mit der rechten Hand konnte er die kurzen Stoppeln ihrer Schambehaarung spüren, welche sich entgegen der Streichrichtung stellten. Nach wenigen Augenblicken fuhren die Fingerkuppen von Zeige- unf Mittelfinger der rechten Hand über ihre geschlossene Vagina, dessen Linie er nicht sah — da sie ihre Augen geschlossen hatte — , aber er fühlte sie.

Ihre Muschi schwoll unter den — teilweise von ihm gerichteten — Bewegungen an und er wollte mehr, ihre Finger drangen langsam ins Innere, was er noch nie berührt hat bei einer Frau und jetzt tat er es einfach, weil diese Frau ja nicht wußte einen Voyeuer im Kopf zu haben, aber auch, weil er sich dem nicht entziehen konnte. Fast bekam er ein schlechtes Gewissen und das merkte sie auch sofort irgendwie, denn schon flüstert sie leise vor sich hin.

„Ich fühle mich so komisch! Wieso glaube ich jetzt ein schlechtes Gewissen zu haben?“ Sie mußte lachen und rieb sich weiter … ihre zwei Finger (Mittel- und Zeigefinger) fickten ihre erregte Muschi langsam und ich fragte mich, ob ich irgendwie mit meinem Körper verbunden bin und dann einen Samenerguß auf meiner Haut entdecken werde, wenn ich wieder in meinem Körper bin.

Ja, sie rieb sich weiter und das Gefühl ihres Orgasmus war so intensiv … es ebbte nicht so schnell ab, sondern kam in Schüben, was man wohl treffend als Multiorgasmus beschreibt.

Nach einer Weile nahm sie die Decke zwischen ihre Arme und Beine, ganz so, als ob sie sich an einen Mann klammern würde, welcher in ihr ist.

Jens fühlte ihre Sehnsucht nach Sex und das langsam abebbende Kribbeln zwischen ihren Beinen, doch wenig später schlief sie ein. Er jedoch war noch wach und dachte über das nach was er in der letzten Stunde erlebt hatte. Er hatte diese hübsche Frau im Spiegel gesehen, so als wäre er sie selbst.

Auch hatte er sie gesehen, wie sich sich im Schambereich rasieren wollte und wie sie sich zuletzt befriedigt hatte. Letztgenanntes brachte ihm auch so ein wunderschönes Gefühl, um das er jede Frau beneidete, allerdings wollte er nicht wissen, wie schmerzhaft eine Schwangerschaft wäre, wenn das Kind geboren wird. Nein, in diesem Punkt hatte er sehr viel Respekt vor dem weiblichen Geschlecht.

Nach einer Weile des Nachdenkens baut sich vor den geschlossenen Augen wieder eine Welt auf.

Jens war nackt und sie stand in gut zehn Metern Entfernung von ihm … auch sie … nackt, jedoch ihm abgewandt. Eigentlich hatte er ein schlechtes Gewissen sie so zu sehen und sich ebenfalls nackt zu zeigen, doch die Spielregeln bestimmte vermutlich sie … oder war er es doch selbst mit seiner Erinnerung an ihre vorherige Nacktheit? Von wem dieser Traum gebildet wurde war unklar und immer im Dunkel bleiben, letztlich ist es aber egal … es ist ja nur ein Traum.

Oder war es doch etwas mehr?

Jens beobachtete sie nur … in der Hoffnung, daß sie sich zu ihm drehe, aber etwas — was in der gleichen Linie von ihr und ihm war — lenkte sie ab und ging langsam darauf zu. Er folgte ihr, doch verringerte nicht den Abstand und er betrachtete sie weiter aus der Entfernung. Ihre Linien des Körpers, die sich wohl gedanklich mit dem vermischten, was er vorher von ihr gesehen hatte und sie ihm — über ihre eigenen Gedanken im Kopf — verriet, aufbauten.

Dort war ein Mann und er Lächelte sie an. Nur mit den Augen fixierte er kurz Jens, wobei er ihm einen nachdenklichen und leicht verärgerten ihm entgegen brachte. Was ist denn mit dem los fragte sich Jens im Stillen. Wenn sie ihn nimmt, dann kann ich eben nichts tun … ganz einfach, denn so ist das Leben. Allergings … dies war ihr Traum, doch es scheint ebenfalls ihre Wahl zu sein, also wieso guckt er denn so grimmig?

Sie bemerkt es auf einmal, wie sein Blick zu Jens, den sie ja erst sieht, wenn sie sich drehen würde … und tut es jetzt auch.

Etwas verwirrt war ihr Blick, denn sie hatte doch schon einmal von Jens geträumt und ihr Blick wanderte an seinem Körper herunter, während er gleichzeitig über ihren Körper schweifte.

Der Kerl bei ihr guckt mit immer finsterem Blick, denn sie jetzt allerdings nicht sieht, da ihr Blick ja das einzig wahre Wesen im Traum fixierte. Jens hat Angst um sie und sagt — noch im Versuch ruhig zu bleiben — folgte Worte: „Bitte komm her, ohne dich umzudrehen.

Sie ist verwirrt, denn gerade wollte sie sich dem Kerl hingeben, da es ja nur ein Traum ist, aber was sagte ihr der andere jetzt? Sie solle zu ihm kommen ohne sich umzudrehen. Umzudrehen? Plötzlich lief es ihr eiskalt den Rücken hinunter, als sie sich diese Frage gestellt hatte und blitzartig schnellten seine Armen um sie, noch ehe sich sein — zum Monster mutiertem — Gesicht offenbahrte.

Jens hatte Panik, wie auch sie jetzt selbst, denn sie kämpfte, um aus dem Alptraum zu erwachen … doch etwas ließ sie nicht aus dem Traum erwachen.

Was zum Teufel war der Grund? Jens hatte Angst vor diesem Monster, welches man in der realen Welt wohl als Metapher dafür verstehen könnte, daß Männer vorgeben (oder auch Frauen) freundlich zu sein, es aber nur tun, um schnellen Sex zu bekommen.

Jens kämpfte mit seiner Angst und zitterte am ganzen Körper. Schließlich stand er vor dem Monster, welcher sie in einem festem Griff hatte. Jens griff mit seinen zwei Händen die zu Tentakeln verwandelten Arme und sofort ihn durchschüttelten ihn wahre Stromschläge, welche sein Herz immer schneller rasen ließ und in den Augen erstarb jegliche Klarheit unter den unglaublichen Schmerzen, die er da aushalten mußte … sich dazu zwang.

Er kniff die Augen angestrengt zusammen, um noch zu etwas Klarheit zu kommen und dann zu sagen: „Bitte wache auf, es tut schrecklich weh! Ich kann nicht loslassen. „

Im Griff des Monsters guckte sie ihn kurz mit angsterfülltem Gesicht an, aber dann schüttelte sie sich endlich und alles um sie wurde undeutlich, verschwamm vor ihren Augen und dann schreckte sie im Bett hoch, als sie erwachte. Die Gedanken von Jens waren voller Angst und das verstärkte die ihren noch einmal so stark.

Was da im Traum passiert fragte sie sich, ebenso wie Jens selbst. Wieso tat es so verdammt weh fragte er sich. Wenn er nur zu Hause wäre, dann könnte er sich vergewissern, daß mit ihm beziehungsweise seinem Körper alles in Ordnung wäre. Scheiße dachte er und sie sagte leise „Scheiße!“ Jens fragte sich, ob er das jetzt über sie gesagt hätte und versuchte noch einmal genauso das Wort Scheiße zu denken wie eben ….

Nein, es hatte nicht geklappt und das hatte ihn irgendwie geärgert, denn die Hoffnung mit ihr irgendwie zu kommunizieren würde es möglich machen, daß sie seine Wohnung aufsuchen würde. Vielleicht könnte sie seinen Körper erwecken, wenn der dazugehörige Geist in der Nähe wäre.

Sie war immer noch sehr zittrig, da immer noch der Traum vor ihrem geistigem Auge so wach war und somit auch für Jens. Diese grausamen Schmerzen, sie waren so real … doch in normalen Träumen waren sie „nur“ als anwachsend und hämmernden Herzschlag, — welcher zu rasen begann — ausschlaggebend gewesen, aus denen man mitunter schweißgebadet erwachte.

Es war genau so wie ein Stromschlag den man bekam und als er seine Hände um die Tentakel griff, da hatte dieser Stromimpuls den Effekt, daß der Griffreflex der Hand zwanghaft ausgelöst wurde, die man erst wieder öffnen konnte, wenn die Stromquelle ausgeschaltet hatte … sei es die Stromsicherung oder — wie in diesem Traum — das aggressive Monster töten.

Töten? Was macht man in einer Situation, wenn das eigene Leben oder das Leben anderer bedroht wird, dem die Symphatie gilt? Wie nennt man das? Selbsterhaltungsinstikt, oder richtig — wenn man andere beschützt — Beschützerinstinkt.

Sie schüttelte noch einmal den Kopf und stand dann auf — immer noch nackt –, um ins Bad zu gehen. Das erste war ein Blick in den Spiegel und Jens sah in ihre Augen, welche kurz durch die Hände verdeckt wurde, als sie diese mit nachdenklichem Blick über das Gesicht fuhr. „Was für ein scheiß Traum. “ sagte sie. „Das einzig Schöne war der Nackte Mann, aber wie gesagt … es war nur ein Traum, und es heißt ja: Träume sind Schäume.

Ergo ist er nicht real, sondern nur pure Einbildung gewesen. “

Jens hatte es gehört was sie sagte, klar und gerne hätte er ihr etwas gesagt, doch war die Erinnerung an seinem wertlosen Versuch durch sie etwas zu sagen zu stark … und sein Geist lächelte mit tief empfundenem Hilflosigkeit zu ihren Worten.

Plötzlich formte sich auf ihrem Gesicht so etwas wie der Ansatz eines Lächeln, welchen sie die zynischen Worte „Ach scheiß drauf!“ folgen ließ.

Noch immer war das Gefühl des Traumes und der Schrecken davon in ihr, was auch er spürte und sie ging unter die Dusche. Diese Äußerung zynischer Art hatte ihn gekränkt, als sie vor dem Spiegel die ihn betreffenden Worte ausgesprach und sich dabei in die Augen gesehen hatte.

Sie drehte das Wasser an. Scheiß drauf hatte sie gesagt und er konnte diese Worte nicht vergessen, während das Wasser an ihm beziehungsweise ihrem Körper herunterlief … als plötzlich ein weiteres Gefühl folgte, nämlich der Wunsch zu weinen.

Niemand würde ihn sehen und in diesem Gedanken hielt er es auch nicht auf.

Sie aber fühlte es genauso und fragte sich: „Was passiert hier jetzt?“ Sie spürte, wie sich Tränen zwischen ihren Lidern drangen und ihre Stimme wurde mit jedem Wort leiser. „Was ist das hier?“, bis sie schließlich die Worte weiter dachte. Habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen fragte sie sich weiter. „Wieso denn das jetzt?“.

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Drei Wünsche

Das scharfe Blatt der Axt fuhr in die Baumkerbe ein, was Holzsplitter aufsprengen ließ. Auf dem von Wurzeln durchzogenen Boden hatte sich mittlerweile eine Schicht von Rinde und abgeplatztem Baumfleisch angesammelt. Der Mann mit dem freien und schwitzenden Oberkörper zog am Stiel seines Werkzeugs und befreite die Axt aus dem Holz spendenden Lebewesen. Erneut hob er seine Waffe über die Schulter und ließ sie kurz darauf wieder niederfahren. Weitere Bestandteile des Baumes wurden aus dem Stamm gerissen und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die große Pflanze der rohen Gewalt des Holzfällers geschlagen geben musste.

Bei dem Holzfäller handelte es sich um Kenneth, einen jungen Mann in der Mitte seiner Zwanziger Jahre, der sich seinen Lebensunterhalt durch das Fällen von Bäumen verdiente. Sein Vater hatte als Holzfäller gearbeitet und vor ihm sein Großvater. Kenneth arbeitete gerne im Wald und liebte es, durch eigene Kraft etwas zu verrichten. Er würde wenig später den Baum zu Boden fällen und ihn dann zu kleineren Teilen verarbeiten. Später konnte er Bretter daraus gewinnen und diese für sich selber nutzen oder an den Schreiner im Dorf verkaufen.

Gerade als er die Axt ein weiteres Mal in den Stamm schlagen wollte, vernahm er ein leises Geräusch und er hielt in seiner Bewegung inne.

Was war das? Hatte ihn jemand gerufen oder hatte nur irgendwo ein kleines Tier im Unterholz dieses Geräusch erzeugt? Kenneth nahm an, dass er sich getäuscht hatte, und schickte sich an seine Arbeit fortzusetzen. Doch da war es wieder. Ein leises Geräusch, ähnlich dem Wimmern eines kleinen Kindes.

Es war kaum wahrnehmbar aber dennoch zu hören. Er nahm die Axt herab und ließ sie locker an seinem rechten Arm baumeln. Dann sah er sich um und stellte überrascht fest, dass bis auf Bäume und Strauchwerk des Waldes nichts zu sehen war. Was hatte er nur gehört und woher war das Geräusch gekommen?

Er strengte sein Gehör an und schließlich vernahm er erneut das leise Rufen. Kenneth versuchte zu lokalisieren, aus welcher Richtung das Geräusch kam und begab sich dann zögernd in die angenommene Richtung, die Axt weiterhin einsatzbereit in seiner Hand.

Jetzt hörte er es wieder, dieses Mal etwas deutlicher als zuvor. Jemand rief leise um Hilfe und Kenneth war sich beinahe sicher, dass die Rufe von einem kleinen Mädchen oder einer jungen Frau stammten. War etwa jemand in Not und bedurfte seiner Hilfe? Kannte er sie sogar, da sie aus dem Dorf stammte, in dem auch er lebte? Er näherte sich nun langsam den Hilferufen und nahm diese immer deutlicher wahr. „Hilfe. So hilf mir doch!“

Kenneth blieb stehen.

Wo kamen die Geräusche nur her? Er konnte rund um sich herum nichts erkennen. Nirgendwo konnte er eine Menschenseele ausmachen. Gab es in seiner Nähe etwa ein Erdloch, in das eine Frau hineingefallen war? Wie anders sollte es zu erklären sein, dass er die Frau hörte, aber nicht sah? Er machte weitere Schritte auf die Quelle des Geräusches zu und vernahm dann einen weiteren deutlichen Hilferuf. „Bitte hilf mir und befreie mich doch. „

Kenneth kam es so vor, als ob sich die Hilfe suchende Person unmittelbar in seiner Nähe befinden musste, doch er konnte noch immer nichts Ungewöhnliches erkennen.

Dann fiel sein Blick auf den Boden des Waldes und plötzlich sah er etwas, was nicht unbedingt in den Wald gehörte.

Vor seinen Füßen stand ein kleiner Käfig aus Holz, der ihn sogleich an eine Falle für Kleintiere erinnerte. Manche Jäger fingen damit Kaninchen oder Marder und ähnliches Getier. Aber daher konnten die Hilferufe doch unmöglich stammen, oder etwa doch?

„Befreie mich doch bitte. „, rief jemand und nun war sich der junge Mann ziemlich sicher, dass die Stimme aus der Falle kam.

Er wich erschrocken zurück und nahm seine Axt in beide Hände. Er hielt den Stiel krampfhaft fest, bereit, sich jederzeit zu verteidigen. „Wer ist da?“

„Ich bin hier drin gefangen. Befreie mich bitte. „, sagte die junge Frauenstimme zu ihm.

„Wo bist du?“, fragte Kenneth unsicher nach.

„Ich bin hier unten. Im Käfig. Hole mich bitte hier heraus. „, antwortete jemand. Kenneth glaubte zu träumen.

Was geschah hier vor seinen Augen? Es konnte doch unmöglich jemand in diesem Käfig stecken, der zugleich mit ihm reden konnte. Da konnte doch unmöglich ein Mensch drin sein.

„Wie bist du da rein gekommen…? Und was bist du überhaupt?“

„Komm näher und sieh in den Käfig. „, forderte ihn die Stimme auf. „Dann wirst du sehen, wer ich bin, und dass du keine Angst vor mir zu haben brauchst.

Kenneth war noch immer unsicher, aber durchaus neugierig. Er hielt sich für einen starken und mutigen jungen Mann, der sicherlich nicht vor etwas Angst haben musste, was in eine zwei Fuß lange Falle passte. Er begab sich daher auf seine Knie, die Axt immer noch in einer Hand, und robbte vorsichtig an den Käfig heran. Als sein Kopf nur noch wenige Zentimeter von der Falle entfernt war, erblickte er plötzlich ein zartes Wesen, das ihn von jenseits der Gitterstäbe traurig anschaute.

„Großer Gott. Was bist du?“, fragte Kenneth und war sichtlich erschrocken. Bei der Gefangenen handelte es sich um eine junge Frau in der Größe einer Männerhand. Ihr Körper sah zart und zerbrechlich aus. Sie wirkte allerdings auch anmutig und strahlte eine Aura der Schönheit und Vollkommenheit aus. Neben ihrem traurigen Blick nahm Kenneth ein wunderschönes Gesicht wahr, das von goldenen langen Haaren umrahmt wurde. Es fiel dem Wesen locker über die nackten Schultern.

Das kleine Wesen war beinahe unbekleidet, nur ihre Brüste und ihr Unterleib wurden von kleinen Stoffstücken bedeckt.

Kenneth entschied spontan, dass dieses Wesen ausgesprochen hübsch war und wäre sie eine junge Menschenfrau gewesen hätte man sie als äußerst ansehnlich und begehrenswert bezeichnet. Dieses Wesen war allerdings alles andere als ein Mensch, was nicht zuletzt an den beiden Flügeln lag, die Kenneth im nächsten Moment aus ihrem Rücken erwachsen sah. Das Wesen hatte tatsächlich Flügel, wie die eines Schmetterlings, nur, dass diese beinahe durchsichtig waren und glänzend schimmerten.

„Ich bin eine Fee aus dem Land der Seefeen und habe mich in diesem Wald verirrt. „, erklärte das kleine Wesen ihrem mutmaßlichen Retter. „Ich befinde mich auf den Weg Richtung Heimat und bin aus Versehen in diesen Käfig geraten. Kannst du mich bitte befreien?“

Kenneth konnte nicht glauben, dass er in diesem Augenblick ein Fabelwesen erblicken sollte. Er hatte nie an Riesen, Elfen oder Feen geglaubt, auch wenn ihm seine Großmutter früher in Geschichten immer wieder davon erzählt hatte.

Er hatte dies stets für erfundene Gutenachtgeschichten gehalten und musste nun feststellen, dass es offenbar doch Dinge im Leben gab, die überraschten und mit denen man nicht rechnen konnte. „Es gibt doch gar keine Feen. Du solltest eigentlich überhaupt nicht existieren. „

„Und dennoch siehst du mich vor dir stehen. In Fleisch und Blut. „, behauptete die Fee.

„Ich träume doch. Das kann doch nicht wirklich passieren.

„, redete Kenneth nun mit sich selber.

„Du träumst nicht, denn ich bin real. „, erklärte die Fee. „Ihr Menschen bekommt uns nie zu sehen, da wir uns zu tarnen wissen und unerkannt bleiben. Ihr lebt euer Leben und wir das Unsere. Gleichwohl beobachten wir euch und sind stets unter euch…. Befreist du mich jetzt? Es soll auch nicht zu deinem Schaden sein. „

Kenneth wurde hellhörig und sah das junge Wesen an.

„Würdest du dich bei mir erkenntlich zeigen, wenn ich dich befreien würde?“

„Wie alle Seefeen verfüge ich über magische Kräfte. „, erklärte das gefangene Wesen. „Ich kann dir Wünsche erfüllen, für Dinge, die du dir immer schon erträumt hast. „

„Das glaube ich dir nicht. „, behauptete Kenneth. „So etwas gibt es doch nicht. „

„Du hast doch auch bestimmt nicht geglaubt, dass einmal eine Fee mit dir reden würde, oder?“, fragte die Fee.

Kenneth glaubte nicht so recht an ihre Behauptung, doch er sah auch keinen Grund, das zarte Wesen noch länger gefangen zu halten. „Also gut. Ich werde dir helfen und dich befreien. „

Er öffnete den zugeschnappten Riegel der Falle und öffnete diese dadurch. Dann rückte er von dem Käfig ab und erwartete in gebührendem Abstand, dass das Wesen die Falle verlassen würde. Nach nur wenigen Augenblicken realisierte er die Bewegung am Eingang des Käfigs und plötzlich schwebte die junge Fee auf ihn zu und schlug dabei mit ihren glänzenden Flügeln um sich.

Kenneth verfolgt die Annäherung des Wesens ungläubig und glaubte immer noch zu träumen. Es konnte tatsächlich fliegen und kam nun auf ihn zu. Das durfte doch alles gar nicht sein. Er saß auf dem Waldboden, unfähig sich zu bewegen oder zu fliehen. Er starrte das Feenwesen neugierig an und schließlich befand sich dieses direkt vor seine Nase und schwebte vor ihm herum.

„Du hast mich befreit und dafür bin ich dir sehr dankbar.

„, erklärte das zarte Wesen. „Als Fee verfüge ich über magische Kräfte und aus Dankbarkeit werde ich dir nun drei Wünsche gewähren. Als Lohn für deine edelmütige Tat. „

Kenneth wusste nicht so recht, was er von dem Angebot halten sollte. Hätte man ihm erzählt, dass es Wünsche verteilende Feen geben würde, hätte er denjenigen für verrückt erklärt. Doch er hatte selber die Bekanntschaft dieses besonderen Wesens gemacht und konnte nicht abstreiten, dass es auf der Welt Dinge gab, mit denen er bis zum heutigen Tage niemals gerechnet hatte.

„Du möchtest mir also Wünsche erfüllen?“, fragte er nach. „Welcher Art?“

„Das liegt ganz in deinem Ermessen. „, stellte die Fee fest, die weiterhin auf Höhe seines Kopfes flog und ihn freudig anlächelte. „Die Wünsche müssen erfüllbar sein. Ich kann keine Kriege beenden oder Berge versetzten. Ebenso kann ich nichts erfüllen, wodurch anderen Schaden zugefügt wird. Du solltest dir etwas für dich selber wünschen. „

„Egal, was es ist?“, fragte der junge Mann nach.

„Egal, was es ist. „, bestätigte die Fee.

„Also…. Wenn ich mir jetzt einen Haufen Gold wünschen würde…. Das könntest du mir erfüllen?“, wollte er wissen.

„Aber sicher. „, erwiderte das zarte Wesen. „Du musst es nur wünschen und ich werde dir den Reichtum bescheren, den du dir erhoffst. „

„Also gut…. Dann möchte ich so viel Gold haben, dass ich für mein Leben lang ausgesorgt habe und nicht bis ins hohe Alter hinein im Wald schuften und Bäume fällen muss.

„, äußerte Kenneth seinen ersten Wunsch.

„Der erste Wunsch sei dir gewährt. „, erklärte das Fabelwesen und schlug plötzlich heftig mit den Flügeln. Um sie herum wirbelte plötzlich eine Art Goldstaub auf, der sich wie ein Wirbelwind in die Höhe erhob, der immer größer und gewaltiger wurde. Kenneth schirmte seine Augen vor der hellen Erscheinung ab und schließlich musste er sich abwenden, um nicht zu sehr geblendet zu werden. Er hörte undefinierbare Geräusche und fragte sich, was um ihn herum geschah.

Dann schließlich wurde es ruhiger und das strahlende Licht vor ihm verblasste allmählich. Kenneth öffnete seine Augen und erblickte die junge Fee, die immer noch vor ihm in der Luft schwebte. Dann fiel sein Blick auf den Boden und er erkannte die beiden großen Säcke zu seinen Füßen. Sie waren aus festem Leinen geknüpft und waren jeweils mit einer Schnur zusammengebunden. Die Säcke maßen gut zwei Fuß in der Höhe und Kenneth beugte sich herab um einen von ihnen aufzunehmen.

Er hatte nicht mit dem großen Gewicht des Sacks gerechnet und konnte ihn kaum anheben. Er ließ daher von ihm ab und sah die Fee fragend an. „Ist da Gold drin?“

„So viel Gold, dass du es kaum tragen kannst. „, beantwortete seine Gönnerin die Frage. „Du wirst bis zu deinem Lebzeitende keine Geldsorgen mehr haben. Du und deine Familie werden reich sein und niemals Hunger leiden müssen. Dies war dein erster Wunsch und ich bin froh, dass du dich so weise entschieden hast….

Wie lautet dein zweiter Wunsch?“

Kenneth stand noch immer unter dem Eindruck des ersten Wunders und konnte gar nicht so schnell entscheiden, was er sich noch wünschen sollte. Er überlegte und kam dann auf das Naheliegende. „Ich wünsche mir Gesundheit und Kraft. Starke Muskeln und einen wachen Geist. Ich möchte stark sein, wendig und ausdauernd. Mein Körper soll gestählt sein und die anderen Menschen sollen mich bewundern und Respekt vor mir haben.

„, sprach Kenneth seinen zweiten Wunsch aus.

„Wenn dies dein Wunsch ist, so werde ich ihn dir erfüllen. „, erklärte die Fee.

„Warte!“, warf Kenneth ein. „Ich möchte meinen Wunsch erweitern. „

Die Wünscheerfüllerin sah ihn lächelnd an und meinte „Dann sprich aus, was dir vorschwebt. „

„Ich möchte…, es ist mir etwas peinlich, aber…. „, druckste der junge Mann herum.

„Hab keine Hemmungen und teile mir deinen Wunsch mit. „, forderte sie ihn auf.

„Ich möchte männlich sein und von den Frauen bewundert werden. „, erklärte Kenneth.

„Das wirst du werden, nachdem ich dir deinen Wunsch nach einem kraftvollen Körper erfüllt habe. „, behauptete seine Wohltäterin.

„Es gibt etwas an meinem Körper, mit dem ich nicht zufrieden bin.

„, gab er zu verstehen und blickte an sich herab.

Die Fee erkannte, dass er auf die Vorderseite seiner Hose schaute, und sagte dann „Oh, ich

verstehe…. Also möchtest du gerne deine Männlichkeit ebenso stark und kräftig ausgestattet wissen wie den Rest deines Körpers?“

„Wenn es möglich wäre. „, gab Kenneth etwas verschämt zu. „Vielleicht nur ein paar Zentimeter mehr und vielleicht auch etwas dicker und härter.

Die Fee lächelte stumm vor sich hin und blickte Kenneth schließlich in die Augen. „Wenn dies dein Wunsch ist, werde ich ihn dir erfüllen und deine Männlichkeit wird sich ganz zu deiner Zufriedenheit entwickeln. „

„Dann erfülle mir bitte auch meinen zweiten Wunsch. „, bat Kenneth und blickte das vor ihm schwebende Wesen erwartungsvoll an.

„Dein Wunsch sei mir Befehl. „, erklärte das kleine Wesen und begann dann eifrig mit den Flügeln zu schlagen.

Die Prozedur vom ersten Wunsch wiederholte sich und Kenneth musste sich abwenden, um nicht von dem glitzernden Licht um ihn herum geblendet zu werden. Nachdem der Vorgang beendet war, öffnete er die Augen und richtete seinen Blick sogleich auf seinen nackten Oberkörper. Was er sah, beeindruckte ihn. Er war deutlich muskulöser als zuvor. Unter seiner Haut zeichneten sich kräftige Muskelbündel ab, sowohl an den Armen als auch an seinen Beinen.

Sein Oberkörper strotzte vor Muskelfleisch und er sah wesentlich kräftiger als zuvor aus. Kenneth kam sich direkt stärker vor, doch er wollte eine Bestätigung seiner gesteigerten Kraft erhalten. Er beugte sich herab und legte seine Hände um die verschlossenen Säcke mit dem Gold, die er zuvor nicht stemmen konnte. Jetzt konnte er beide Säcke ohne Probleme anheben und in die Höhe strecken. Sie fühlten sich überhaupt nicht schwer an und Kenneth war zunächst sprachlos.

Er stellte die Säcke wieder auf dem Waldboden ab und sah dann das Feenwesen an. „Du hast mich tatsächlich stärker gemacht. „

„Wie es dein Wunsch war. „, erwiderte sie mit einem freundlichen Lächeln. „Willst du nicht auch nachsehen, wie es nun um deine Männlichkeit bestellt ist?“

Daran hatte er gar nicht mehr gedacht, aber natürlich hatte er sich ja auch dort eine körperliche Verbesserung gewünscht.

Er fasste sich an die Kordel, die seine Hose zusammenhielt, und öffnete diese. Er wollte gerade in die Hose schauen als ihm einfiel, dass die Fee direkt vor ihm schwebte. Kenneth wendete sich daher von ihr ab und öffnete seine Hose. Was er erblickte, raubte ihm den Atem. Sein Penis hing schlaff an ihm herab, doch er maß gut und gerne das Doppelte von dem, was früher zwischen seinen Beinen gebaumelt hatte. Offenbar hatte ihm der zweite Wunsch einen enormen Zuwachs seiner Männlichkeit beschert und Kenneth ließ es sich nicht nehmen, sein Geschlechtsteil zu betrachten und auch zu berühren.

Es fühlte sich immer noch so wie vorher an, auch wenn die Größe eine andere war. Wie sein bestes Stück wohl im erregten Zustand aussehen mochte? Würde sein Penis dann auch doppelt so groß sein wir vorher?

„Bist du mit der Veränderung zufrieden?“, fragte die Fee ihn plötzlich und riss ihn aus seinen Gedanken. Kenneth realisierte, dass sie um ihn herum geschwebt war und ihn nun direkt ansah.

Er ließ daher rasch von seinem Penis ab und verstaute ihn wieder in seiner Hose. „Äh, ja. Ich bin sehr zufrieden… Und der bleibt jetzt so, wie er ist. „

„Sicherlich. Er wird nicht wieder kleiner. „, bestätigte die Fee. „Es sei denn, dass du es dir mit deinem dritten Wunsch wünscht. „

„Das werde ich ganz bestimmt nicht tun. „, erklärte Kenneth mit einem Grinsen im Gesicht.

Die Fee erwiderte das Lächeln und erkundigte sich nach dem letzten zu erfüllenden Wunsch. „Was soll dein letzter Wunsch sein…? Du bist nun ein reicher und stattlicher Mann. Was fehlt dir noch zu deinem Glück?“

Kenneth überlegte und sagte dann „Zu meinem Glück fehlt mir noch ein Weib, das ich lieben und mit dem ich eine Familie gründen kann. „

„Das übersteigt leider meine Kräfte.

„, erklärte die Fee. „Ich kann keine Frau für dich erschaffen und auch niemand zwingen dich zu lieben. „

Kenneth wirkte sichtlich enttäuscht. Er hatte sich schon lange eine Frau an seiner Seite gewünscht, mit der er sein Leben gemeinsam verbringen könnte. Seine bisherigen Bemühungen waren zum Scheitern verurteilt gewesen. Entweder hatten sich die jungen Frauen nicht für ihn interessiert oder die Väter der infrage kommenden Frauen hatten ihn wegen seines einfachen Berufs nicht für einen würdigen Ehemann gehalten.

Der dritte Wunsch sollte ihm nun über diese Unwegbarkeiten hinweg verhelfen.

Sein Blick fiel auf die schwebende Fee vor ihm und auf einmal hatte er eine Eingebung. So klein das Fabelwesen auch war… so wunderschön und begehrenswert erschien sie ihm. Er konnte sich sehr gut vorstellen, eine Frau dieser Art zu seinem Weibe zu nehmen. Wenn er es sich genau überlegte, erfüllte die kleine Fee nahezu alle seine Vorstellungen von seiner zukünftigen Ehefrau.

Sie müsste nur in etwa seine Größe haben. Kenneth blickte das zarte und zerbrechlich wirkende Wesen vor sich an und rang sich endlich zur Äußerung seines dritten Wunsches durch. „Ich möchte…, dass du dich in eine Menschengestalt verwandelst und fortan als mein Weib an meiner Seite lebst. „

Damit hatte die Fee nicht gerechnet und ihr Gesichtsausdruck verriet Unglaube und Fassungslosigkeit. „Das geht nicht. „

„Warum geht das nicht?“, fragte Kenneth nach.

„Ich wünsche mir, dass du dich verwandelst und nicht mehr von meiner Seite weichst. Du gefällst mir und ich wünsche mir, dass ich den Rest meines Lebens mit dir verbringen darf. „

Die Fee blickte ihn entrüstet an und meinte „Ich hatte doch gesagt, dass es ein Wunsch sein muss, der dich selber betrifft. „

„Das tut es doch, denn ich wünsche mir, dass du meine Gefährtin wirst.

„, gab Kenneth zu verstehen.

„Selbst wenn ich dir diesen Wunsch erfüllen wollte, würde es nicht gehen. „, klärte ihn die kleine Fee auf. „Ich kann mich nicht dauerhaft in ein anderes Wesen verwandeln. Ich bin und bleibe eine Seefee und kann nicht einfach zu einem Menschen werden. „

„Du hast dauerhaft gesagt. „, warf Kenneth ein. „Willst du damit sagen, dass du vorübergehend Menschengestalt annehmen könntest?“

Der Fee ging wohl auf, dass sie mehr gesagt hatte, als gut für sie war und blieb zunächst stumm.

Kenneth dachte nach und sagte dann „Wenn ich dich schon nicht für immer an meiner Seite haben kann, so will ich dich für einen kurzen Augenblick als Menschenfrau erleben. Mit meinem dritten Wunsch wünsche ich mir, dass du dich sogleich in einen Menschen verwandelst und mir zu Dienste bist. „

Die Fee suchte nach den passenden Worten, zog dann allerdings resignierend die kleinen Schultern hoch. „Ich darf leider nicht entscheiden, ob ich einen machbaren Wunsch ablehnen möchte oder nicht.

Es stimmt. Ich kann meine Gestalt für eine bestimmte Zeit verändern. „

„Für wie lange?“, wollte Kenneth wissen.

„Ich weiß es nicht bestimmt. „, gab sie zu verstehen. „Aber länger als einen Tag wird es nicht anhalten. Danach werde ich wieder meine ursprüngliche Form annehmen. „
„Dann werde für die Dauer dieses Tages meine Geliebte und verwandle dich in eine Menschenfrau. „, sprach Kenneth aus und erkannte, wie im nächsten Augenblick die Flügel der kleinen Fee zu vibrieren anfingen.

Dann flog erneut der goldene Staub vom Boden in die Luft und raubte Kenneth die Sicht. Er schirmte seine Augen mit der Hand ab und wendete sich zugleich von dem Geschehen vor ihm ab. Als dann der Zauber gewirkt hatte, richtete er seinen Blick erneut nach vorne und war gespannt zu erfahren, welche Gestalt die kleine Fee angenommen hatte. Vor ihm stand plötzlich eine atemberaubend schöne Gestalt. Nur etwa einen Kopf kleiner als er stand eine vollkommen nackte Frau auf dem Waldboden und sah ihn erwartungsvoll an.

Kenneth glaubte eine genaue Kopie der kleinen Fee in Menschengröße vor sich zu haben. Das goldene Haar fiel immer noch über ihre Schultern und die angenehmen Gesichtszüge entsprachen denen des kleinen Wesens. Unterhalb des Gesichts konnte er einen wundervoll geschwungenen Frauenkörper bewundern, der schlank und kurvenreich war, zwei feste Brüste aufwies und endlos lange Beine zu haben schien.

Kenneth bekam einen trockenen Mund und er richtete seinen Blick auf die beiden strammen Halbkugeln in der Mitte ihres Oberkörpers.

Die Warzenhöfe der ehemaligen Fee waren unscheinbar klein und unterschieden sich in ihrer Farbe kaum vom Rest der blassen, fast weißen Haut. Ihre Brustwarzen standen steil aus der Brustmitte ab und sie wirkten auf Kenneth beinahe hypnotisierend. Weiter unten erblickte er ihren haarlosen Venushügel, der oberhalb eines schön anzusehenden Schambereichs lag. Kenneth fiel nur ein Begriff ein, um ihr Äußeres zu beschreiben. „Du bist wunderschön…. Du bist glaube ich die schönste Frau, die mir je begegnet ist.

„Dann gefällt dir also, was du siehst?“, erkundigte sich die Fee in Menschengestalt.

„Du trägst noch immer deine Flügel. „, merkte Kenneth an und deutete auf dieselben Flügel, welche er zuvor bei der kleineren Ausführung der Fee zu sehen bekommen hatte. Sie waren jetzt natürlich sehr viel größer und nahmen weite Teile ihres Rückens ein. Auch jetzt schimmerten sie glitzernd und waren beinahe durchsichtig.

„Auch wenn ich meine Gestalt verändere….

Meine Flügel bleiben mir. „, erklärte sie. „Ohne diese kann ich keine Fee sein. „

Kenneth Augen wanderten erneut über den gesamten wundervollen Prachtkörper. Er bewegte sich auf das Wesen zu und umrundete es einmal. Die Fee blieb starr auf der Stelle stehen und ließ sich betrachten. Nun stand Kenneth wieder frontal vor ihr und bewunderte erneut ihr anmutiges Antlitz. „Du bist so wunderschön…. Ich würde mir wünschen, dass du für immer und ewig diese Gestalt beibehalten könntest.

„Ich wünschte, ich könnte deiner Bitte entsprechen, aber es ist, wie es ist. „, erklärte die Fee. „Was gedenkst du nun zu tun?“

Kenneth wusste das selber nicht so genau. Wenn er sich dieses aufregende Geschöpf ansah, fiel ihm sogleich etwas Naheliegendes ein. Doch durfte er von dem Wesen verlangen, dass es sich seinen Wünschen unterwarf und ihm zu Diensten war?

„Möchtest du, dass ich dir nahe bin?“, fragte die Fee plötzlich.

„Ich würde dich am liebsten in die Arme nehmen, dich halten und deinen Körper spüren. „, gestand der junge Mann.

„Wir können tun, was im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt. „, erwiderte sie. „Wenn du willst, darfst du dich mir nähern. „

Kenneth zögerte nur kurz, dann machte er einen Schritt auf sie zu und legte schließlich seine kräftigen Hände auf ihre schlanken Arme.

Er ließ seine Hände ihre oberen Gliedmaßen entlang wandern und als er ihre Hände erreicht hatte machte er kehrt und streichelte mit den Fingerspitzen wieder die Arme hinauf. „Du hast so eine schöne weiche Haut. Das gefällt mir. „

Nun legte die zur Frau gewordene Fee ihre Handflächen auf seine harte Brust und begann diese über die darunterliegenden Muskeln zu bewegen. „Du hast jetzt einen starken und begehrenswerten Körper…. Die Frau, die einmal dein Weib sein wird, wird sicherlich ihre Freude an dir haben.

Kenneth wollte sich nicht mehr nur mit ihren Armen beschäftigen und führte seine Hände nach vorne. Er legte seine Hände auf ihren blassen Bauch und sah ihr tief in die Augen. „Darf ich deine Brüste berühren?“

„Nur zu…. Ich stehe dir ganz zur Verfügung. „, antwortete die Frau vor ihm.

Kenneth zögerte und bewegte dann seine Hände zurückhaltend nach oben. Als seine Fingerspitzen den Ansatz ihrer Brüste erreichten, spürte er ihr Zittern.

Er selber war mittlerweile gehörig erregt, was sich in dem Zustand seines nunmehr eindrucksvollen Geschlechtsteils widerspiegelte. Seine Erregung war deutlich unter dem Stoff seiner Hose zu erkennen und hin und wieder warf die Fee prüfende Blicke zwischen seine Beine.

Jetzt legte er die Hände auf die runden Vorwölbungen und begann vorsichtig über die weiche Haut zu streicheln. Die Frau hielt stand und ließ ihn gewähren. Kurz darauf begann er ihre Brustwarzen zu reizen und fand schnell Gefallen daran, ihre aufgestellten Nippel zu umspielen.

„Das gefällt mir. „, gab die Fee zu.

„Macht ihr Feen das eigentlich auch…? Ich meine, wie wir Menschen. „, wollte Kenneth wissen.

„Wir vermehren uns auch auf diese Weise, doch wir paaren uns nur zu diesem Zweck. Nicht zu unserem Vergnügen. „, behauptete die Fee.

„Empfindet ihr denn keine angenehmen Gefühle dabei?“, fragte Kenneth irritiert nach.

„Wir können sehr wohl schöne Empfindungen dabei erleben, doch dies ist nicht das Ziel unserer Zusammenkünfte.

„, meinte sie.

Kenneth wollte das Wesen noch intensiver spüren und trat einen weiteren Schritt auf sie zu. Ihre Körper berührten sich nun und seine Beule unter dem Stoff seiner Hose stieß in diesem Augenblick gegen ihren nackten Bauch. „Würdest du schöne Empfindungen erleben, wenn wir beide uns nun annähern würden?“

„Ich denke schon. „, vermutete die Gefragte und führte plötzlich ihre Hände an den Bund seiner Hose.

Kurz darauf war die Hose geöffnet und rutschte ihrem Besitzer die Beine herab. Zum Vorschein kam ein stattlicher harter Penis, der steil vom Körper ab stand und sich dadurch auf den Bauch der nackten Frau legte. Sie wich nicht zurück und richtete ihren Blick nach unten. „Ich glaube, du wirst mit der Veränderung zufrieden sein…. Soll ich dich berühren?“

Kenneth nickte stumm und sehnte sich nach der Berührung durch die Frau vor ihm.

Er konnte noch immer gar nicht glauben, dass sein Schwanz so unglaublich hart und lang gewachsen war. Sein bestes Stück maß mindestens fünf bis sieben Zentimeter mehr als zuvor und er war mehr als zufrieden mit diesem Umstand. Zudem kam er ihm dicker und härter als üblich vor, wenn sich seine Erregung zwischen seinen Beinen zeigte. Jetzt legte die Fee beide Hände auf die Erregung und ließ ihre Finger an den Seiten entlang streicheln.

„Gefällt dir, was ich mache?“

„Das gefällt mir sogar sehr gut. „, erklärte Kenneth mit erregter Stimme. „Du darfst ruhig etwas fester an ihm reiben. „

Die Frau mit der blassen Haut kam dem Vorschlag nach und bearbeitete nun seine Männlichkeit deutlich intensiver als zuvor. Eine Hand hatte sie nun um den harten Phallus gelegt, während die andere vorsichtig an seiner Spitze spielte. Kenneth selber wollte nicht untätig bleiben und nahm eine Hand von ihren Brüsten zurück und ließ sie stattdessen in ihren Schoß gleiten.

Die ausgestreckte Hand passierte den kahlen Venushügel und legte sich dann mitten auf ihre Öffnung. Kenneth spürte, wie sie den Atem anhielt, und sah sie ihre Augen schließen. Ihr Zittern belegte ihr Reagieren auf seine Berührung. Während sie weiterhin seinen Schwanz umspielte, schob Kenneth seinen Mittelfinger zwischen die Schamlippen der Fee und suchte neugierig nach der Stelle, an der jede Frau besonders empfänglich für intime Reize war.

„Oh. Das ist schön.

„, kommentierte die Fee und erzitterte bei den sündigen Berührungen. Aufgrund ihrer eigenen Empfindungen vernachlässigte sie für einen Augenblick die Bedienung ihres Partners. Dann aber besann sie sich ihrer Aufgabe und setzte das Auf und Ab an Kenneth Stab fort. Dieser bewegte seinen Finger weiter raumgreifend in ihrer Spalte umher, was ihr weitere Lustbekundungen entlockte. „Das ist schön…. Macht es euch Menschen immer so viel Spaß?“

„Mir gefällt es ausgezeichnet. „, gestand Kenneth, der selber immer geiler wurde.

„Darf ich richtig Liebe mit dir machen?“

„Ja, das wünsche ich mir. „, gab die Fee zu verstehen und ließ von seinem Stab ab. Sie drehte ihm den Rücken zu und beugte sich dann über einen Baumstumpf, sodass sie Kenneth ihr formvollendetes Gesäß anbieten konnte. Der junge Mann hatte zunächst nur Augen für die aus ihrem Rücken erwachsenden Flügel. Wie sollte er sich diesem Wesen nähern, wenn er ständig ihre Feenabzeichen vor sich sah? Doch der Drang sich mit ihr zu vereinigen war deutlich stärker als seine Vorbehalte und so näherte er sich ihr und umfasste ihre Taille mit seinen starken Händen.

Seine Männlichkeit wippte vor lauter Erregung auf und ab und stieß schließlich gegen ihre runden Backen. Ohne mit der Hand nachzuhelfen erreichte seine Spitze das Ziel und ganz langsam und ohne Hektik schob Kenneth dann sein Becken nach vorne, wodurch seine harte Lanze tief in die Öffnung der Fee dringen konnte.

„Oooaaah, jaaaa, mmmmh. „, kommentierte die Empfängerin seines Stabes und ihre undefinierbaren Äußerungen ließen keinen Zweifel an ihrer Erregung aufkommen.

Als Kenneth feststellte, dass er vollends in sie eingedrungen war, obwohl sich noch ein gutes Stück seiner Männlichkeit außerhalb befand, begann er sachte zu stoßen und nahm schließlich einen stetigen langsamen Rhythmus auf.

„Ja, das ist schön…. Mmmmmmh. „, ließ die Fee verlauten, während Kenneth seine Freude an dem Akt eher zurückhaltend bekundete.

Immer wieder stieß er zu, mal vorsichtig, ein anderes Mal kraftvoll. Seine Geliebte reagierte auf jeden Schub und artikulierte sich im Gleichklang zu seinen Bemühungen.

Kenneth nahm wahr, wie seine Erregung immer stärker wurde und er war sich sicher, dass er bald zu einem befriedigenden Ende kommen würde. Doch plötzlich entzog sich die Fee von ihm und drehte sich um. „Darf ich mich auf dich setzten? Ich würde dir gerne dabei in die Augen schauen. „

Kenneth war dies nur Recht, solange er sich weiter mit diesem traumhaften Geschöpf vergnügen durfte. Er legte sich rasch auf den Waldboden und erwartete die Nackte über sich kommen.

Die Fee schlug einmal mit den Flügeln und stellte sich dann breitbeinig über ihn. Dann senkte sie ihren Körper herab und Kenneth verfolgte ihre Bewegungen während er intensiv ihre sich öffnende Weiblichkeit musterte.

Jetzt hatte ihr Schoß seine aufgestellte Lanze erreicht und sie ließ sich direkt über dieser auf ihn fallen. Beide stöhnten im Rahmen ihrer Vereinigung lustvoll auf und die Frau auf Kenneth wartete nicht lange ab, sondern nahm sogleich einen sanften Ritt auf.

Kenneth versank immer tiefer in seine Ektase und diese Art der Vereinigung gefiel ihm sogar noch viel besser als die Vorherige. Nunmehr konnte er ihr schönes, von Lust verzerrtes, Gesicht beobachten. Auch ihre im Gleichklang schwingenden Brüste regten seine Libido an und brachten ihn noch näher an einen erlösenden Moment heran. Plötzlich begann sie schneller auf ihm zu hüpfen und Kenneth ging davon aus, dass auch die Fee nicht mehr allzu lange auf ihren schönen Augenblick warten musste.

Sie atmete schwer und schlug immer wieder mit den Flügeln während sie unbeirrt auf dem jungen Mann ritt.

Kenneth spürte seinen Abgang kommen und warnte „Ich kann nicht mehr…. Bei mir ist es jetzt soweit. „

Daran störte sich die Frau auf ihm nicht und ritt immer weiter auf und ab, wobei sich ihre Bewegungen deutlich unkoordinierter erwiesen als noch vor wenigen Augenblicken. Dann kam es ihm und er entlud seine Säfte in die seinen Penis umschließende Weiblichkeit des Fabelwesens.

Als ob sie seinen warmen Samen spüren würde, stöhnte die Frau laut auf und ließ ihrerseits einen gelungenen Höhepunkt erkennen. „Oja, es ist jetzt soweit…. Aaah!“

Kenneth hatte bereits alles, was er an Körpersäften zu bieten hatte, abgesondert und war vollkommen leer gepumpt. Die Fee ließ es nun auch langsamer angehen und erfreute sich an den Ausläufern ihrer Lust.

Sie blieb noch einen Augenblick auf ihm sitzen, dann schlug sie mit den Flügeln und erhob sich von dem nackten Mann.

Kenneth harte Männlichkeit kam zum Vorschein und er betrachtete seinen glänzenden Liebesstab. Nun stand die Fee vor ihm und auch er erhob sich vom Waldboden. Sie traten aufeinander zu und Kenneth legte seine Hände auf ihre nackte Taille. „Das war ganz wundervoll. „

„Mir hat es auch sehr gut gefallen. „, erklärte das Fabelwesen mit einem freudigen Lächeln auf den Lippen. Sie sah einfach nur wunderschön und hinreißend aus und Kenneth begehrte sie noch viel mehr als noch vor wenigen Augenblicken.

„Können wir das wiederholen?“

Ihre Antwort war ein Lächeln und dann sagte sie „Wir können es solange tun, bis ich wieder meine ursprüngliche Gestalt annehmen muss. Wenn du möchtest, begleite ich dich zu deiner Behausung und leiste dir noch eine Weile Gesellschaft. „

„Ich wüsste nicht, was ich lieber tun würde. „, erwiderte Kenneth und nahm die nackte Feenfrau bei der Hand.

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Die Tür aus Licht 03

Die Tür aus Licht 03 (Unter Drogen gesetzt)

>>>“Arr“ Kapitän Friedrich segelt über die sieben Weltmeere.

Ein kühler Wind lässt seinen Körper frösteln, während sein Boot wie wild schaukelt. Ich werde König der Piraten! Seine Crew nicht vorhanden, seine Schätze umso zahlreicher. Nixen steigen plötzlich aus dem Wasser und umzingeln mich. „Wacht…. auuf, mein stolzer Seefahrer. “ Gekonnt zücke ich meinen Säbel, als die Stimme eindringlicher wird.

<<<

„Wach auf!“ ruft mir Irmel entgegen. „Die Zeremonie geht los. „

Ich bemerke, daß ich von lauter nackten Frauen umgeben bin, die mich mit ihren Blicken ausziehen würden, wäre ich nicht schon nackt.

Mein gemütliches Bett befindet sich auch nicht mehr im warmen Zimmer, sondern mitten unterm freien Himmel, umgeben von Fackeln welche die Nacht erhellen.

„Und willst du uns nun viele Töchter schenken?“, fragt mich Irmel, während ihr nackter Leib im Licht der Monde einen wundervollen Blickfang abgibt.

Ein makelloser Körper, mit prallen Busen und einer unrasierten rothaarigen Scham.

Unter den anderen Mädchen, eine schöner als die andere, auch Juliane, die mich verschmitzt anlächelt.

Irmel nimmt meine Hand und führt sie an ihre Vulva. „Fühlst du meine Hitze? Lass uns bitte nicht länger warten. “

Dann schießt es mir plötzlich durch den Kopf! Vater?! Hallo?! Schreiende, plärrende Monstren erzeugen? Und nicht nur 2-3 sondern Dutzende? Ja, wo käme ich da hin?

Das eine Mädchen hat mich vielleicht unerwartet überrascht, aber diesmal ist der Geist des Kriegers stärker.

Ich will eine Prinzessin, keinen Harem!

„Denk nach Friedrich denk nach!“ flüstere ich in mich hinein. Flink ziehe ich meine Hand von Irmels Weiblichkeit zurück, was diese mit einem schockierten Aufstöhnen beantwortet.

„Eh hört mal Mädels, ich weiß ja, daß ihr lange nichts mehr zwischen den Beinen hattet, aber Kinder sind doch echt grausam?“

Verwunderung breitet sich um mich herum aus, während mich böse Blicke wie sie nur lüsterne Frauen machen können durchbohren.

Meine Stimme gerät ins Schwanken: „Ich meine, kommt schon, ihr müsst die 9 Monate in euch tragen, ihr werdet nach einer Schwangerschaft fett und hässlich und denkt an die Schmerzen bei der Geburt! Ich bin zwar keine Frau, aber glaubt mir, ihr wollt das gar nicht. „

„Soll das etwa heißen, du willst nicht!?“, brüllt mich Irmel wutentbrannt an.

„Nicht weniger…“, erwidere ich mit gespielter Lässigkeit.

„Nun denn…Dorothea, gib mir die Flasche mit dem Wolfskrautextrakt! Die anderen! Pakt ihn…“

Ohne irgendetwas machen zu können, liege ich schon ab Boden. Zwei Mannsweiber reißen mir den Mund auf.

„Du wirst uns deinen Samen überlassen, ob du willst oder nicht. „

„I…ch…ha…s…ee…di…ch Mif…fy“ krächze ich heraus, als man mir ein Getränk einflößt, daß einen bissigen Geschmack besitzt. Vom Geruch her erinnert es an nassen Hund.

Dann werde ich ohnmächtig.

Der allwissende Erzähler übernimmt wieder.

Dann reißt Friedrich auf einmal seine Augen auf. Sein Puls schießt förmlich in die Höhe und auf seiner Stirn bilden sich Schweißperlen. Er ist im Fieberwahn, gierig auf all die willigen Weibchen, die sich um ihn versammelt haben.

Wild knurrend möchte er sich aus dem Klammergriff befreien und sein Tatwerk vollrichten.

„Sieh an, sieh an unser Wolf will auf einmal doch. „, meint Irmel schadenfroh, während sie sich auf alle Viere begibt und ihren Lustspender erwartet.

Dann auf einmal, schaltet sich Friedrichs Unterbewusstsein wieder ein. „Freiheit!“, schallt es durch seinen Kopf. In einem Reflex flüchtet er aus dem Dorf Richtung Wald, immer noch völlig benebelt und rollig wie sonst was…

Seine Geliebten, verblüfft über so eine starke Abneigung gegen Sex mit sovielen schönen Frauen, werfen frustriert das Handtuch.

„Vielleicht sollten wir uns einfach den Wölfen anschließen, das sind zwar Monster, aber die wissen was Frau will. „, lacht eines der Mädchen. Die anderen fangen an herumzualbern und zu tuscheln.

„Los wir nehmen alle einen Schluck und besorgen es uns lieber gegenseitig, so wie die letzten Abende auch. “ „Männer, kein Wunder, daß wir keine Gebären sollen. “

„Muss er die Kinder aus seinem Leib pressen oder wir? Wovor hat der Angst?“

„Vorallem, Juliane hier, hat er schon eine kräftige Ladung reingejagt.

“ „Ja, aber die hat ihn überfallen, die Geschickte. “ „Gefickte meinst du?“

„Mädels ich bin geil, lasst uns loslegen. „

Eine Orgie entwickelt sich auf dem Hof, während Friedrich weiter in voller Panik durch die tiefen des Waldes streift.

Stolpernd, stürzend, ahnt er ja noch gar nicht, in welche Gefahr er sich begibt.

Denn im Wald, da leben Räuberstöchter, die schon so manchen abgestochen haben, aber schon lange nicht mehr gestochen wurden.

//An diesem Punkt, Liebe Leser, möchte ich die Geschichte teilen. Ihr werdet einerseits Friedrichs Ausbruch weiter verfolgen dürfen und andererseits Irmels suche nach einem stattlichen Mann. Die Geschichten mit Friedrich werden, mit einem F. markiert, eher auf typischen Männerwünschen aufbauen. Und das Schicksal des Dorfes wird unter einem Irmel-I weiterverfolgt, wobei ich hier zumindest versuchen werde den Geschmack von Frauen zu treffen. //.

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Die Schildwchterin von Astranaar

Astranaar im Herzen des Eschentals war seit vielen Jahren zu einer strategisch wichtigen Stadt der Kaldorei geworden. Die Nachtelfen hatten durch den Dritten Krieg viel von ihrem einstigen Reich verloren. Neue und alte Feinde machten sich an den Grenzen ihres Reichs zu schaffen. So standen nun Wächterinnen Tag und Nacht an den Brücken der Stadt, die sich inmitten eines Sees befand.

Cinea Nachtglanz war eine dieser Wächterinnen. Sie gehörte den Schildwachen, der tapferen Orden von Kriegerinnen der Nachtelfen.

Die elfische Amazone streift sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, um besser nach dem Feind Ausschau zu halten. Sie hatte einen violetten Hautton, der ins Rosa überzugehen schien. Ihr silbrigweißes Haar war wie feines Geschmeide und zwischen ihren langen Haaren blickten ihre gut 30 cm langen Ohren hervor.

Cinea stand alleine auf der Brücke. Viele ihrer Schwestern waren bei den Angriffen der Orcs und anderer Monster verletzt worden. Während sich die Mondpriesterinnen um ihre Wunden kümmerten, stand die Amazone alleine an der Front.

Ihre bläulich glimmenden Augen verengten sich leicht. Etwas da draußen beunruhigte sie, doch konnte sie sich nicht erklären, was es war.

Nebelschleier zeichneten sich am Rande des lila Waldes ab. Die Nacht brach herein. Und die Natur wandelte ihr Kleid. Diese Zeit war voller Wunder, doch auch voller Gefahren. Unachtsamkeit konnte tödlich sein. Langsam schritt Cinea auf der der Brücke näher an das feindselige Ufer. Ihre Hände legten sich um ihr leicht gebogenes Zweihandschwert.

Jahrhunderte hatte Nachtglanz damit den Kampf geübt, so dass diese Waffe zu einer Erweiterung ihrer selbst geworden war.

Hinter einem Busch erkannte sie die verhasste Fresse eines Trolls. Sofort stürzte sich die Elfenkriegerin auf diesen Feind, um ihm keine Chance zu Flucht zu lassen. Sie wollte gerade auf ihn einschlagen, als sie Falle entdeckte. Zu spät. Ihre Füße hatten sich bereits verfangen und Cinea Nachtglanz konnte sich nicht mehr bewegen.

Der Troll lachte hämisch und zog seinen Bogen, um auf die eingefangene Elfe zu schießen.

„Verdammte Bestie!“, fauchte die Schildwache und erhob ihre Waffe. Das Adrenalin schoss durch ihren Körper und entfachte Wut und Zorn in ihren Augen. Ohne in Reichweite des Trolls zu sein, begann sie mit ihrer Klinge wild umherzuwirbeln. Das mächtige Zweihandschwert durchtrennte die Ranken, die sie festhielten und binnen weniger Augenblicke sah sich der Troll einem bedrohlichen Klingenwirbel gegenüber.

Er reagierte nicht schnell genug und sie streckte mit ihrem letzten Schwung nieder. Die scharfe Klinge glitt durch seinen Brustpanzer wie durch Butter und sein Blut benetzte den Boden noch bevor sein erschlaffender Körper niederfiel.

Plötzlich tauchten drei Orcs aus dem Gebüsch auf. Die heißspornige Nachtelfenkriegerin stürmte sofort auf den Ersten zu. Sie erreichte ihn, doch bevor ihr Schwert sein Herz fand, schlug er mit ganzer kraft die Klinge zur Seite.

Eine Kaskade von Funken spürte durch das Zwielicht.

Der Zweite Orc stürmte sie an. Sein Axthieb traf sie mit voller Wucht an der Seite. Nur ihr seitlicher Schuppenpanzer verhinderte einen tödlichen Schlag. Trotzdem keuchte Cinea laut auf und wurde zur Seite geschleudert. Die Nachtelfe fiel hin, doch eine geschickte Rolle verhalf ihr, sofort wieder in Kampfposition zu knien.

Der dritte Orc stürmte auf sie zu und die Schildwache hob gekonnt ihre Klinge zu einem Gegenschlag.

Die Streitaxt des Orcs war gewaltig und er holte weit aus, um von oben auf sie herab zu schlagen. Dabei entblößte er seine Brust. Instinktiv nutzte die Kaldorei diese Schwachstelle aus. Sie hechtete auf ihn zu und trieb ihr langes Schwert tief in seine Brust. Blut spritze heraus, als die Klinge ihn vollständig durchbohrte. Er ließ die Axt fallen, während er sie mit einer Mischung aus Unglauben und Hass ansah.

Cinea Nachtglanz hatte zwei der vier Angreifer, die ihr eine Falle gestellt hatten, getötet.

Doch nun steckte ihre Waffe tief in der Brust eines Mannes, während sie ein Anderer angriff. Sie hatte keine Wahl als das den Griff loszulassen. Sie sprang zurück, so dass die Axt, die ihren Kopf von den Schultern trennen sollte, nur durch Luft schnitt. Ihre zu einem Pferdeschwanz gebundenes, silbernes Haar wirbelte wild durch die Luft. Ihre langen Elfenohren legten sich etwas enger an ihren Kopf an. Wut und Zorn funkelten in ihren Augen.

Wut auf ihre Feinde und Zorn auf ihre Dummheit, dass sie sich von der Brücke weg in diese Falle hatte locken lassen.

Der zweite noch lebende Orc setzte ihr nach. Die Klinge seiner Streitaxt streifte über ihre Schulterrüstung und glitt über ihren Arm ab. Nur eine leichte Schnittwunde blieb als Zeichen auf ihrer Haut zurück. Trotzdem keuchte Cinea auf. Der Schmerz war kaum spürbar doch der Schlag ließ sie zusammenzucken.

Ohne Waffe konnte sie sich gegen die beiden Krieger nicht zur Wehr setzen, so suchte sie verzweifelt nach einer Möglichkeit zum Rückzug. Bis zur Brücke waren es ungefähr 50 Schritte, zu viel um einfach dort hin zu laufen, trotzdem war dies ihre einzige Chance.

Die Nachtelfe sprang auf und rannte los. Sie kaum nur wenige Schritte, da warf sich einer der Orcs auf sie und fiel mit ihr zusammen auf den weichen Waldboden.

Er grunzte etwas Unverständliches. Zu spät merkte sie, wie die Axt des anderen Orcs auf sie niederfuhr. Unfähig der tödlichen Waffe auszuweichen, musste sie den Hieb mit ansehen. Doch in dem Moment flog etwas anderes durch die Luft. Eine fast zwei Meter große, schwarzblaue Raubkatze warf sich auf den Orc dessen Axt ihm aus den Fingern glitt und nur durch das Fleisch von Cineas Oberschenkel schnitt, anstatt diesen abzutrennen. Es war kein Schmerz, denn sie fühlte, einfach nur das seltsame Gefühl, als der Stahl ihre Haut und Muskeln durchtrennte.

Die wilde Bestie schlug mit ihren Krallen brutal auf den Orc ein, bevor sie ihn schließlich mit einem Biss in die Kehle tötete. Die verwundete Elfe versuchte sich auf zu richten doch der Hieb gegen ihr Bein hatte sie kampfunfähig gemacht. Der Orc neben hier war jedoch noch fit. Er griff seine Axt und stellte sich der Raubkatze.

Die Katze sprang ihn an und trieb wie ein Berserker ihre Krallen tief in die grüne Haut des Orckriegers, während sie seinem Hieb auswich.

Verzweifelt versuchte der Orc die Bestie los zu werden, doch sie war schneller. Wie ein Wirbelwind tanzte sie um ihn herum und biss und kratze ihn immer und immer wieder, bis das Blut zwischen seinen von Muskeln durchzogenen Körper hervor quoll. Der schnellen Raubkatze war der Krieger nicht gewachsen und er brach schließlich tödlich verwundet zusammen.

Cinea blickte fassungslos zu der wilden Bestie, die ihr das Leben gerettet hatte. Blut tropfte von ihren Krallen und Zähnen.

Auch sie selbst blutete in Strömen. Trotzdem kam ein leise „Danke“ über ihre Lippen.

Die Katze kam näher und vor ihren Augen verwandelte sie sich plötzlich. Binnen eines Augenblicks stand ein groß gewachsener Kaldorei vor ihr und blickte sie mit einer ernsten, fast väterlichen Miene an. Kurze Bartstoppeln markierten sein kantiges Kinn, während langes dunkelblaues Haar über seine Schultern fiel. Er trug eine Lederrüstung, die sich eng an seinen muskulösen Körper schmiegte.

Seine goldenen Augen funkelten leicht, als er sich neben ihr niederkniete und sie wie eine Feder aufhob. Mit einer Hand unter ihren Knien und der anderen unter ihren Schultern trug er sie zurück nach Astranaar.

***

Eine Priesterin der Mondgöttin versorgte Cineas Wunden und sie ruhte sich im Gasthaus aus. Andere Schildwachen bewachten nun die Brücke. Cinea verfluchte sich für ihren Leichtsinn, doch keine ihrer Schwestern hatte ihr einen Vorwurf gemacht.

Im Gegenteil. In ihren Augen hatte sie vier Feinde erschlagen und war so eine Heldin. Dass ihr diese Heldentat fast das Leben gekostet hätte und sie nur mit fremder Hilfe den Kampf überlebt hatte, interessierte ihre großteils jungen, abenteuerlustigen Kampfgefährtinnen nicht. Die Schildwachen hatten im 3. Krieg schwere Verluste hinnehmen müssen, und nicht mehr viele Veteranen dienten bei ihnen.

Cinea hatte die ganze Nacht und den halben Tag geschlafen, als sie ein wenig unsicher die Treppe der Taverne herunter kam.

Der Druide, der ihr im Kampf beigestanden hatte und ihr das Leben gerettet hatte, war ebenfalls dort. Sie kannte ihn nicht und so wollte sie wenigstens seinen Namen erfahren.

Der Heilungszauber der Priesterin hatte ihre Wunde zwar verschlossen, doch fühlte sie sich immer noch ein wenig unsicher auf dem Bein, welches von der Axt der Orcs getroffen wurde.

„Elune-Adore“, begrüßte sie den Elfen. Er trank gerade einen Mondbeersaft und blickte fast ein wenig erstaunt zu ihr.

„Ishnu-ala“, antworte er ihr. „Ich sehe es geht Euch besser, Schwester. „

„Dank Euch. “ Sie glühte ihn ein wenig an. Ihre Wangen färbten sich dunkel.

„Es war wohl eine Fügung, dass ich zur rechten Zeit am rechten Ort war. “ Er lächelte aufmunternd.

„Diese Fügung hat mein Leben gerettet. Ich schulde Euch etwas. „

„Meine Taten verlangen keinen Lohn, Schwester.

Ich tat, was ich für richtig hielt. “ Der Feraldruide lächelte.

„Ich bin Cinea Nachtglanz“, stellte sie sich ihm vor.

„Ich bin Faelchu“, antworte der Elf knapp, als sei er es nicht gewohnt, etwas großzügiger mit seinen Worten zu sein.

„Darf ich mich zu Euch setzen, Faelchu?“ Cinea gefiel der Elf und sie wollte seine Nähe noch nicht verlassen. Es gab nicht viele männliche Kaldorei und so hatte seine Nähe fast eine magische Anziehungskraft auf sie.

„Sicher. „

„Ihr seid nicht von hier, oder?“

„Nein, auch wenn ich Astranaar schon oft besucht habe in den vergangenen Jahrtausenden. „

„Ihr seid einer von den alten Druiden?“

„So nennt man mich manchmal, aber nur manchmal. Ich bevorzuge es irgendwie, wenn man von den weisen Druiden spricht. “ Er schmunzelte ein wenig. Alten, ja so konnte man ihn nach über 9000 Jahren nennen, auch wenn er sich nicht wirklich Alt fühlte.

Die Macht des Weltenbaums hatte ihn und die anderen seines Volkes mit ewiger Jugend und Gesundheit ausgestattet, so hat er sich seit damals kaum gewandelt, auch wenn er auf seinen Reisen zahlreiche Erfahrungen gesammelt hat.

Auch sie konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen und spielte etwas verlegen mit ihren Ohren. Faelchu betrachte sie nun etwas aufmerksam. Er nippte an seinem Mondbeersaft, drehte die Schale dann und reichte sie Cinea.

Der Saft der Mondbeeren wirkte so rot wie Blut.

Die Schildwache blickte jedoch nicht in das halb volle Gefäß. Sie blickte in die Augen des Mannes, der ihr seinen Saft anbot. Nach kurzem Zögern ergriff sie die Schale und setze ihre lila Lippen an diese. Sie trank langsam, nahm den Geschmack in sich auf, während sie weiter zu den goldenen Augen des Druiden sah.

Ein Gefühl der Gelassenheit breitete sich in ihr aus. Ihr Gespräch fand nun ohne Worte statt.

Es befolgte Jahrtausende alte Regeln der Nachtelfengesellschaft, die nirgendwo niedergeschrieben waren. Trotzdem fühlte die junge Elfe sich heimisch in dieser Welt der Ahnen. Sie glaubte fast, Faelchus Gedanken lesen zu können.

Jede noch so kleine Geste hatte auf einmal ihre momentane Bedeutung. Auf jede Berührung ihrer Blicke schien ein geheimer Dialog zu folgen. Zeit verschwamm. Stunden vergingen in denen beiden dieser Welt entrückt waren.

Die Nacht war schon wieder über Astranaar hereingebrochen, als sich beide von ihren Plätzen erhoben und gemeinsam nach oben gingen.

***

Cinea stand nackt vor dem Druiden. Ihre violette Haut wurde nur durch ein schwaches Licht einer leuchtenden Ranke hellt. Ihr silbernes Haar war geöffnet und wirkte wie wertvolles Geschmeide. Faelchu stand ebenfalls nackt vor ihr. Seine blaue Haut wirkte dunkel und schien kein Licht zu fangen. Sein eben so langes, wildes, ungeordnetes Haar fiel wirr über seine kräftigen Schultern.

Beide blickten sich in gegenseitig an.

Erforschten mit ihren Augen den Körper des anderen. Sie ließen sich trotz ihrer Begierde füreinander Zeit. Dies war kein einfach Akt der animalischen Lust, dies war ein Ritual der Leidenschaft.

Cinea war die Erste, die aus ihrer gewollten Passivität erwachte. Sie legte ihre Hand auf seine Brust und erforschte die Finger der Kaldorei streichelten die Konturen seiner maskulinen Brust nach. Sie küsste ihn mit ihren Fingerkuppen, glitt durch das wirre Brusthaar und bemerkte auch das erregte, halbsteife Glied zwischen seinen Beinen.

Die junge Elfenkriegerin hatte keine große Erfahrung im Umgang mit Männern. Die Amazonen der Schildwachen schenkten sich gelegentlich gegenseitig Lust, doch waren sie alle Frauen. Faelchu würde ihr erster Mann sein, doch hatte sie keine Angst vor dem Mann, der mehr als 20 Mal so alt wie sie war. Mit 400 Jahren war auch Cinea kein Kind mehr. Sie war eine erwachsene Frau die eine Nacht mit diesem Mann verbringen wollte.

Nun griff er nach ihr. Er berührte ihre Wange und es fühlte sich an, als würde das Leben aus seinen Fingerkuppen auf sie überspringen. Sie wand sich unter einem wohligen Schauer und schloss die Augen. Die Schildwache biss sich auf die Lippen, um ihre Lust nicht ganz so offen zur Schau zu stellen. Seine glitt sanft an ihrem Hals hinab zu ihren üppigen, weiblichen Rundungen. Er umspielte die lila Brustwarzen der Elfe und betrachtete die sinnliche Reaktion der Kaldorei.

Ihr Körper strahlte eine angenehme Wärme aus. Ihr weiblicher Duft stieg bis zu seiner Nase, die er wie ein Raubtier, welches die Witterung aufnimmt, in sich sog. Faelchu spürte das heben und senken ihrer Brust unter seiner Berührung. Er genoss es, die junge, makellose Haut der Kriegerin zu berühren und zog sie schließlich mit sich auf das Bett, welches aus gewachsenem Holz bestand. Anders als andere Völker unterwarfen die Nachtelfen die Natur nicht, sie brauchte sie dazu, sie ihren Bedürfnissen zu folgen.

Dies war ein heiliges Band zwischen den Kaldorei und der sie umgebenden Schöpfung.

Cinea ließ sich vor dem Druiden auf dem Schlaflager nieder. Das Bett war überzogen mit einer Decke aus Flachs, die sich weich an ihren Körper schmiegte. Bereitwillig öffnete sie ihre Schenkel um den Mann zu empfangen, der sich zwischen diesen niederließ. Sie blickte ihn mit einer Mischung aus unsicherer Erwartung und Verlangen an, wie sie es bei sich selbst nicht kannte.

Er beugte sich leicht über sie, während er sich zwischen ihren gespreizten Schenkeln niederkniete und streichelte ihr noch einmal sanft über die Wange. Cinea seufzte auf, als sie abermals seine Wärme an ihrem Gesicht spürte. Sie blickte in seine goldenen Augen und dann fühlte sie sein Glied an ihrer Pforte.

Das männliche Geschlecht spreizte ihre feuchten, leicht geschwollenen Lippen und drang tiefer in die unerforschten Gebiete ihrer Weiblichkeit vor.

Ihr Jungfernhäutchen hatte sie schon viel vielen Jahren durch das Spiel einer Schwester verloren. So erfuhr sie keinen Schmerz, als er sich in ihr bewegte. Ihre Scheide triefte vor Feuchtigkeit, denn ihr Körper war willig ihn zu empfangen und seine Saat in sich auf zu nehmen.

Faelchu durchlief einer Schauer der Lust. Wie viele Jahrhunderte war es her, dass er mit einer Partnerin das Lager geteilt hatte? Er wusste es nicht mehr richtig, denn die Erinnerungen waren verblasst.

Er fühlte sein Gemächt in ihrem Leib und erfreute sich an der ihm dargebotenen Lustspalte, die ihn so gierig und eng aufnahm.

Sein Phallus bohrte sich langsam in sie. Jede Handbreit, die er weiter in die enge, feuchte Grotte vorstieß, war für den Elfen mit ekstatischer Lust verbunden. Cinea gab ihm instinktiv war er begehrte. Und er begehrte sie. Seine Lust auf das Weibchen, welches unter ihm lag, erweckte seine animalischen Gelüste.

Das Tier in ihm erwachte. Als sein Penis vollständig in ihrem Leib eingetaucht war und gegen ihren Muttermund drückte, zog er sich zurück, aber nur um erneut mit von Lust getriebener Stärke in sie zu stoßen.

Cinea keuchte wohlig auf. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, zum ersten Mal das warme, männliche Glied in sich zu fühlen. Die Elfe krallte sich mit ihren Fingern in die Decke, auf der sie lag.

Sie konnte jenes neue Gefühl der Leidenschaft kaum einordnen, doch fühlte es sich gut an. Sie wusste nicht, wie sie es anders hätte beschreiben können. Niemals hätte sie geahnt, dass sie sich dort unten so unvollständig fühlen würde, als in dem Moment, in dem er sich aus ihr zum ersten Mal zurückzog.

Sie konnte dieses Gefühl noch nicht richtig verarbeiten, da stieß er auch schon erneut in sie und die Elfe Explodierte förmlich vor Lust.

Es tat so gut, ihn tief in sich zu fühlen. Sie schrie auf, legte ihre Faust auf ihren geöffneten Mund, damit ihre Laute nicht in der ganzen Stadt zu hören waren.

Der Druide begann nun, mit rhythmischen Stößen in sie zu fahren. Jeder davon erfüllte sie mit einer Woge der Lust, die sie bis dahin nicht für möglich gehalten hätte. Er war über ihr und blickte auf den sich windenden Leib der silberhaarigen Elfe, währen sein Becken gegen das ihre stieß.

Sie versuchte ihre Laute unter Kontrolle zu haben, doch schon bald gab sie diesen Versuch auf und konzentrierte sich nur noch auf das warme Fleisch, welches sich tief in ihr bewegte und ihr fast den Verstand raubte.

Schweißperlen glänzten auf Faelchus muskulöser Haut und auch Cineas Haut bekam einen feuchten Glanz, welcher das Licht der Leuchtranken auffing. So schien ihr Körper im Zwielicht zu erglühen, während sie sich vor Lust rekelnd unter seinen Stößen keuchte und stöhnte.

Bald schon tropfte der Lustnektar aus ihrer Spalte und lief diese entlang bis zu ihrem Polöchlein. Die Elfe war in einem Rausch gefangen und auch Faelchu ging es nicht viel besser. Er rammte nun seine Männlichkeit förmlich in ihre eine Vulva, genoss den feuchten Empfang ebenso wie das leichte Zucken ihrer Scheide. Er erregte sich an ihrem lauten keuchen und stöhnen, welches ihm fast ebenso viel Lust schenkte, wie der eigentliche Akt.

Immer schneller und kräftiger wurden seine Stöße in den Körper der hübschen Schildwache. Die Kaldorei bäumte sich auf und schien fast vor Wollust zu vergehen. Auch der Druide konnte seine aufgestauten Gelüste nicht mehr länger verbergen. Er wollte es nicht.

Cinea merkte, wie Faelchus Atem auf einmal immer schneller aus seinen Lungen gepresst wurde. Sie fühlte, wie das Glied in ihr auf einmal erzitterte und in ihrer fruchtbaren Grotte zu zucken begann.

Der Gedanke seinen Samen tief in sich zu spüren, ihn in sich aufzunehmen, überwältigte die Nachtelfe in diesem Moment. Ihr Kopf und ihr Becken erlebten gleichzeitig jenes tiefe Gefühl der ekstatischen Lust, welches man gemeinhin als Orgasmus bezeichnet.

„Bei Elune! Jaaaahhhh …. „, schrie sie mit lustverzerrte, verschwitzter Miene. Sie fühlte, wie er seinen heißen Samen in sie spritzte und gleichzeitig ihre Scheide sich heftig zusammenzog, als wolle sie ihn damit melken.

Sie fühlte ein Kribbeln, welches ihren Unterleib förmlich zu zerreißen schien. Dann erreichten die Wogen der Lust auch ihren Verstand und schlugen wie ein Gewittersturm über diesen zusammen. Die Elfe fühlte sich losgelöst von ihrem Körper. Sie fühlte sich auf eine andere Ebene katapultiert, aus der sie nun langsam zurückschwebte.

Mehrere Minuten vergingen in den die beiden sich noch ineinander versunken ihren lüsternen Zuckungen hingaben. Dann lösten sich ihre Körper und sie schmiegte sich auf dem Bett aneinander.

Zärtlich berührten sich ihre Finger. Sanft glitt ihr Atem über die Haut des anderen. Irgendwann fielen sie gemeinsam in den Zustand der Traumruhe.

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Hatte extrem guten Sex mit Toni

Ja, ich hatte extrem guten Sex mit Toni gestern. Johnny voll in Fahrt. Eigentlich hätte ich ja ein richtiges Spiel für sie vorbereitet, doch Chris hat kurzfristig abgesagt. Müde und krank. Auch nicht schlimm. War vielleicht sogar erleichtert.

Hab dann aber trotzdem nach Ersatz gesucht. Wurde auch rasch fündig. Hat sich mit Foto gemeldet, wie gewünscht. Nicht hübsch und auch nicht hässlich. Angeblich Anfang Vierzig. Eher Ende, sage ich. Optischer Otto Normalverbraucher.

Graues, kürzeres Haar. Sympathischer Blick. Vermutlich Sportler. Vielleicht Lehrer. Telefonnummer anbei. Wahrscheinlich das ausschlaggebende Kalkül. Schrieben paar mal hin und her. Über Ablauf und so weiter. Viel gekifft schon.

Ausgemacht war ungefähr Folgendes:

Toni und Johnny warten im Apartment. Salonapartment, liebevoll genannt. Beide in Strümpfen. High Heels. Röckchen. Dekolletee. Gut gestylt halt. Gut geschminkt. Beide kein Höschen. Dafür Johnny mit Schwanzkäfig. So eine Plastikhülle für den Schwanz.

Darf der doch keine Lust empfinden. An dem, was in Kürze da passiert. Na jedenfalls soll er nicht spritzen.

Und schließlich steh ich schon beim Eingang. Öffne dem Besuch die Tür. Ohne Worte im Halbdunkel. Spannend und geheimnisvoll. Stöckle zurück ins Schlafgemach zu Toni. Und hier warten wir auf ihn. Auf diesen fremden Mann von Floridsdorf. Der sogleich reinkommt, nachdem er die Tür hinter sich geschlossen hat. Sich vor uns hinstellt.

Und mal nichts tut, als dabei zuzusehen. Also es mitzuverfolgen, wie Toni und ich ihm gemeinsam die Gürtelschnalle aufmachen. Behutsam seinen Schwanz freilegen. Minimal Dub kann man hören. Von oben. Aus den Boxen an der Stuckdecke. Auf das Bett gerichtet. Vielleicht massiere ich Tonis Spalte. Also mit der einen Hand. Und währenddessen. Vielleicht auch nicht.

Jedenfalls werden wir uns küssen nach diesem ersten Akt. Also Toni und ich. Und Toni den Schwanz.

Und ich dann auch. Abblasen werden wir ihn. Wie zwei wild gewordene bitches. Zwischen Tonis Lippen wird er herausgleiten. Zwischen meinen wieder verschwinden. Und so fort. Vielleicht krabble ich am Bett dann kurz nach hinten. Reibe mein eingesperrtes Schwänzchen an ihrer Fotze. Deiner Fotze, meine Liebste. Knete ihre prallen, wunderschönen Brüste. Vielleicht während ihr Kopf immer wieder leicht nach hinten wippt. Vielleicht auch nicht.

Jedenfalls werden wir dann ficken. Zumindest der Galan uns zwei bitches.

Doch zuvor noch mein Solo, und ich verpasse dem prächtigen Schwanz des Kavaliers einen Gummi. Mit meinem Mund. Erbärmlich bin ich. Und Toni wechselt Richtung. Und dann Lage. Ihre mächtigen Titten drückt sie fest nach unten. Gegen die Matratze. Den Arsch dafür umso höher hinauf. Ihr Gesicht hat sie vergraben. Im Polster. Nach Weichspüler duftend. Jammernd.

Läufiges Kätzchen. Das sabbernd rosarote Biest. Die Fotze meiner Liebsten. Götterspeise. Präsentiert wie am Servierteller.

Er kann gar nicht anders. Drückt mich zur Seite. Meine Liebste jauchzt auf. Er versengt ihn voll und ganz. Gleich beim ersten Mal. Ich begebe mich in die selbe Position, von der aus mein Herz nun penetriert wird. Ganz nah rückt Johnny ran, an seine Toni.

Diese fasst mich sogleich an der einen Hand. Finger um Finger. So, wie es die Frischverliebten tun. Im Kinosaal zum Beispiel. Zärtlich. Empfinde angenehme Zuneigung.

Sie sieht mich an. Ich küsse sie. Stößt gelegentlich sanft mit dem Kopf gegen das hölzerne Betthaupt dabei. Sagt, dass es gut sei. Dass das ein guter Schwanz sei. Ein freundlicher. Der weiß, wie das geht. Was sie braucht. Sagt danke. Und zwischendurch jauchzt sie wieder. Intensiver. Und in kürzeren Abständen. So, wie ich das von ihr kenne, wenn sich ein Orgasmus anzubahnen beginnt. Bei ihr.

Und ich werde unsicher.

Zumindest ein wenig. Denn von ganz unten her stellt sich plötzlich die unüberhörbare Frage in mir, ob ich denn austauschbar sein könnte. Versuche, mich wieder zu fassen, ruhig zu werden. Ruhig zu bleiben. Gehe in Gedanken rüber. Oder besser gesagt hinauf. Zur Perspektive eines Vögleins. Und sitz da plötzlich jetzt auf einer der Boxen an der Stuck und blick herab auf dieses Schauspiel. Auf diese beiden geilen Ärsche. Bedeckt von zarter Spitze. Also teilweise.

Toni und Johnny. Die eine schwarz, der andre weiß. Schwarz wie das Loch. Und weiß wie die Unschuld. Und auf den Typen. Aus Floridsdorf. Noch immer an der Kante. Die Hosen unten bei den Knöcheln. Die Hände beidseits an der Hüfte. An jener dieses geilen Mädchens. Meines Mädchens. Fest und bestimmt. Und hinein. Und hinaus. Sie sabbert nicht nur. Diese klatschnasse und geweitete Vagina. Meiner läufigen Katze. Nein. Genüsslich schmatzt sie wie ein Gourmet.

Ohne Manieren. Geil ist das. Geil bin ich.

Jetzt ist es soweit. Tonis Leib beginnt zu beben. Sie murmelt etwas vor sich hin. Stöhnend. Etwas, was man nicht versteht. So wie üblich. Kurz davor. Wild versucht sie sich vom Ficker wegzudrücken. Loszureissen. Fort von ihm. Sie hat genug. Genug hat sie.

Sie ist befriedigt. Jedenfalls für jetzt, ist sie doch ne bitch. Den Ficker aber lässt das kalt.

Hält ihn weiterhin fest, diesen ansehnlichen Unterleib. Unserer rolligen Katze. Fickt weiter. Tief in ihn hinein. In sie. Jetzt schreit sie. Und lauter. Und dann miaut sie. Und schließlich jault sie. Und wippt. Und spritzt. Ja, es schießt aus ihrer Fotze raus. Vorbei am Schaft des Fickers Pracht. Ich fühle es am linken Waden, der ja neben ihren weilt. Du weißt. Meine Nylons werden nass. Ich spür’s. Und Tonis Freudensaft läuft in mein linkes Schühchen hinein.

Und als Vöglein sehe ich es auch. Also immer noch von oben. Und dann verstummt sie. Und dann ist nichts. Doch nicht sehr lange. Denn der Ficker ist noch da. Ganz bei der Sache. Noch nicht gekommen. Der Schwanz pulsiert. Und pocht. Und wartet. Jetzt bin ich dran. It’s Johnny’s turn.

Wie erstarrt liegt Toni da. Immer noch. Und nicht anders als vorhin. Also beim Ficken.

Oder besser. Gefickt werden. Zufrieden sieht sie aus. Blickt Johnny lächelnd ins Gesicht. Glänzende Augen. Freudig. „Komm schon, Johnny“. Sagt sie. „Sei ein braves Mädchen. Für den geilen Mann“. Und Johnny gehorcht. Seine flache Brust drückt er fest nach unten. Gegen die Matratze. Den Arsch dafür umso höher hinauf. Sein Gesicht hat er vergraben. Im Polster. Nach Weichspüler und Toni duftend. Jammernd. Läufiges Kätzchen. Das sabbernd rosarote Biest. Die Schwanzmädchenfotze ihres Liebsten. Götterspeise. Präsentiert wie am Servierteller.

Entstellt sehe ich aus. Denke ich mir als Vöglein da oben. Der Ficker macht sich bereit. Auch Toni rafft sich plötzlich aus. Sie zwängt sich auf den Polster zwischen Betthaupt und mir. Zieht meinen Kopf kurz nach hinten. Drückt mein Gesicht dann gegen ihren Schoß. Ich rieche den Sex. Zwischen ihr und dem Ficker. Mein Schwanz in dieser transparenten Schwänzchenhülle pocht. Pulsiert. Kann nicht wachsen. Bleibt ein kleines Kitzlerschwänzchen. Sieht so unglaublich bemitleidenswert aus.

Peinlich.

Warum mich das bloß nur so anmacht? Denkt sich das Vöglein und beginnt sich zu wichsen. Da oben, am Stuck. Es zieht in der Beuge, mich, und auch vielleicht dich. Vielleicht ist das alles perverser, kranker Shit. Meine Gedanken Produkt unserer Schweinemastgesellschaft. Und eigentlich esse ich gar kein Schwein, dafür bin ich nicht traurig über jenes Produkt. Denn ich bin dreckig, pervers, oder vielleicht doch nichts als ein netter Typ mit recht ausgeprägter femininer Tendenz.

Scheiss egal, denn der Ficker hat ihn eben versengt. Voll und ganz. Gleich beim ersten Mal. Und ich jauchze auf und spüre endlich wieder mal wie es denn so ist, und was es denn bedeutet, ein Mädchen zu sein. Es macht mich geil. Dieses Lustwandeln zwischen der jeweiligen Empfindung von Alpha und Omega oder Feuer und Wasser. Mann und Frau. Und mit jedem Stoß, der mein im Käfig baumelndes Schwänzchen zum Tröpfeln bringt, mit jedem Stoß, der meinen Kopf sanft gegen das hölzerne Betthaupt wirft, mit jedem Stoß, der mir deutlich macht, dass soeben ein Penis eines fremden Mannes aus Floridsdorf in meinen Körper eindringt, fühle ich mehr und mehr das Mädchen in mir, trink in Gedanken rituell einen goldenen Kelch voll Östrogen in einer Kutte, einer weißen, jedenfalls fühle ich plötzlich mehr als man als ein richtiger Typ fühlen sollte, und Toni beginnt, an meinen Nippeln zu fummeln, sie zu zwicken, langzuziehen.

Impulse, die in meinem Schwanz – oder jedenfalls in meiner Beuge – Gefühle erzeugen, die dem Kommen unendlich ähnlich sind. Nur viel länger anhalten.

Empfinde ich ihren Orgasmus? Ich fühle vermeintlich dasselbe, das Toni fühlte und jauchze und rieche die Fotze meines Mädchens.

Und der Typ fixiert mich mit beiden Händen an der Hüfte und beginnt mich noch härter zu ficken. Und man hört das Klackern des Schlosses.

Dieser rosafarbenen Vorrichtung, die es mir unmöglich macht, meinen Schwanz selbst zu befreien. Und meine Schwanzmädchenfotze. Die schmatzt.

Und dann sagt Toni: „Weißt du eigentlich, wie lächerlich du aussiehst, Johnny? Ist dir wirklich bewusst, was du da tust? Dich fickt grad ein Mann in deinen Arsch, während du Nylons und Stöckelschuhe trägst. Und dein Schwanz sieht aus wie der eines Sechsjährigen in dieser Hülse. Und du hast um Himmels willen ein Röckchen an.

Und das Schlimme: Dir gefällt das alles so. “

All dies vernehme ich, während ich gefickt werde, wie eine Hure, und ich merke, wie mir permanent Saft aus meinem Schwanz läuft.

„Stimmt es nicht?“ Fährt sie fort. „Da geht’s dir doch nicht bloß um mich. Bei diesem Spiel. Es gefällt dir doch selbst, du kleine Sissy!“ Sag es.

Und ich sage es ihr.

“ Ja. Es gefällt mir“.

„Dann sag ihm, dass er dich bitte noch fester ficken soll. “ Befiehlt sie mit strengem Ton.

„Bitte ficke mich noch fester. “ Sage ich.

Und kaum ausgesprochen, durchfährt mich ein Orgasmus, der so unglaublich ist, dass es mir die Sprache verschlägt. Ich tauche ab in Tonis Spalte. Umgeben von Fotzen-, Schwanz- und Schweissgeruch, explodiert mir eben mein Gehirn.

Und ich komme wie eine Granate.

Das Vögelchen spritzt hinab auf die Bühne und denkt sich: „Vergiss das mit dem Austauschbarsein“.

Der Schwanz immer noch in der Hülle, nicht länger als fünf Zentimeter, unendliches Beben in meiner Beuge, der Saft schießt schließlich aus der Hülle.

Der Ficker zieht ihn endlich raus. Toni küsst mich. Fängt mit der Hand Johnny’s Erguss auf, oder Teile davon, an der Spitze der Hülle nach unten hängen.

Verteilt mir den Schwanzmädchensaft quer über mein Gesicht, um ihn sogleich wieder abzulecken, mit mir zu teilen. Unsere Zungen tanzen.

Der Ficker zieht sich den Gummi ab, gesellt sich dazu. Wie zwei Tigerbabies kuscheln Johnny und Tony sich an die Beine des Dompteurs. Weit geöffnete Mäuler. Der Dompteur beginnt zu wichsen. Er braucht nicht mehr viel. Knapp zehnmal zurückgezogen, brüllt er los, entlädt sich, Unmengen, beide Babies werden satt, keines kommt zu kurz.

Nach einer Weile tritt der Dompteur zurück, zieht sich die Hose wieder hoch. Schließt die Gürtelschnalle. Sagt: „Danke. Es war mir ein Vergnügen. Ich finde selbst hinaus. “ Und geht.

Schlussendlich kam es nicht dazu. Zuviel geraucht schon. Und Toni, kam viel zu spät, um den Ficker aus Floridsdorf noch rechtzeitig anzurufen. Habe ihm nämlich geschrieben, dass ich mich gegen zwanzig Uhr melde, und es war weit über, als Toni endlich vor der Tür stand.

Ungeschminkt. Gestresst.

Also haben wir dann ein wenig geraucht. Und ein Glas Whisky. Sind dann ins Bett. Habe ihr ein bisschen erzählt von dem Spiel, das ich an und für sich geplant hatte.

Da fällt mir gerade ein: „Was wollte ich eigentlich sagen?“ Oh. Genau: „Hatte dann extrem guten Sex mit Toni gestern. „.

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Cabarét

Die Leute auf Meltwasser, einer kleinen Ostseeinsel lebten ein beschauliches Leben.

Trubel kannten sie nur aus den Fernsehnachrichten.

Doch da tauchte eines Tages plötzlich ein seltsamer Mann auf.

Mit der Fähre um 1. 50 Uhr Mittags betrat eine buntgekleidete Gestalt den Steg.

Nicht nur dass er einen überdemensionalen Hut aufhatte, auch seine Schuhe fielen viel zu groß für normale Verhältnisse aus.

Sein grellgeschminktes Gesicht lächelte die ganze Zeit über, auch als er zahllose Plakate an die Bootshütten klebte.

Ebenso plötzlich wie er gekommen war, verschwand er wieder.

Schon auf der Fähre eine Stunde später stand er mit seiner blauen Brille und seinen karottenrot gefärbten Haarschopf und fuhr zurück ans Festland.

Der alte Jennings, ein ausgesprochen knurriger Seebär von hartem Schlag, musterte wenig später das Schriebwerk, dass der komische Mann hinterlassen hatte.

Darauf stand in goldenen Buchstaben:

„Haben Sie es nicht auch satt?

Ihr Leben zieht belanglos und langweilig an Ihnen vorbei?

Die Frauen (oder auch Männer), die sie einst als junger Spund lieben wollten,

sind so fern wie die Sterne in einer klaren Seenacht?

DAS KANN SICH ÄNDERN!!!

Hyperxanthas Bombastus‘ Libidodelisches Erotikcaberét

Demnächst auch in Meltwasser!“

Aufgeregt rannte er zu den Fischern und schilderte aufgeregt seinen Kollegen das eben gesehene:

„Jungens, oben am Steg, da is so ein durchgeknallter Typ aufgekreuzt! Hat Plakate aufgehängt.

Und ratet mal was auf dem seinen Anschlägen stand!“

Alles, jedes Wort erzählte er seinen Kollegen.

Sie beschlossen für den Fall, dass dieses Kabarett wirklich auftreten sollte, der entsprechende Tag einen Männerabend enthalten sollte.

Ihren Frauen würden sie das schon aufschwatzen können.

Und wirklich.

Genau zwei Wochen nach ihrem Gespräch am Hafen, legte ein unbekanntes Schiff in Meltwasser an.

Es war orangerot gestrichen mit dunkelblauen Segeln und einem kaputten Einrad als Gallisionsfigur.

Aus ihm steigen eine ganze Reihe verhüllter Gestalten, in dunklen Schleiern und natürlich der Mann mit den Plakaten.

Er hatte eine Art Jackett an, blau mit goldenen Rändern, dazu hatte er sich einen lila Schnauzer aufgeklebt und schwang mit einem purpurnen Stock mit schwarz-glänzenden Knauf.

Es stellte sich bald heraus, das ein Zelt auf der Wiese in der Mitte der Insel aufgestellt wurde.

Es war ebenso quietschbund wie sein Bauherr, hatte drei Gipfel auf denen jeweils die Wörter:

„HyperX“, „BomLib“ und „ErotCaba“ in Form von Leuchtschrift prangten.

Am Abend wurden Lampions entzündet und mit Lautsprechern schallte es durch Meltwasser:

„Meine Damen und Herren, nur hereinspaziert.

Hier gibt es alles und auch nichts zu sehen!

Drei-fuchzig, für unsere lieben Damen nur die Hälfte.

Los nun, ihr Meltwasserianer, lasst euch den Abend eures Lebens nicht entgehen!“

Das ließen sich Jennings und seine Kumpels natürlich nicht zweimal sagen!

Als sie zum Eingang kamen, wurden sie von einer Faru mit Zylinderhut und einem durchsichtigen, weißen Spitzenbustier aufgehalten.

Sie mussten bezahlen, dann bekam jeder folgendes in die Hände gedrückt: Eine Packung Taschentücher, ein Einweg-Fotoapperat und drei Kondome.

Gespannt enterten sie die Manege.

Drinnen war es heiß.

Und das betraf nicht nur die Luft.

Die ca. 20 schon anwesenden Gäste saßen auf einer Art Empore und blickten auf die Bühne, die noch von einem knallgelben Vorhang verhüllt wurde.

Jenning und seine Kameraden setzten sich in die zweite Reihe.

Noch konnten sie nucht wissen, dass sie die letzten Zuschauer waren.

Erst nach etwa fünf Minuten begriffen sie.

Die Reihe vor ihnen war leer. Und schon ging das Licht aus.

Auf die Bühne sprangen vier halbnackte Frauen und der Gastgeber.

Mit säuselnden Worten beschwor er die Zuschauer, das dies hier quasi eine Art Aktionskunst sei und sie seine Exponate, also die Frauen, mit allen Sinnen wahrnehmen durften.

Schon ging es los.

Ein wilder Tanz begann auf den Brettern und eine schwarz geschminkte Dame, die vorher als Indira, die Schlangenbeschwörerin angkündigt worden war, kam zu orientalischen Klängen auf das Parkett.

Kurzum sprang sie über die Bande und öffnete Jennings Hose, so schnell, dass dieser sich nicht wehren konnte.

Nun war allem in Saal klar, welche Schlangen Indira beschwor.

Mit einem flehendlichen: „Bitte, ich bin verheiratet!“, versuchte sich Jennings zu wehren, doch seine Hose lag schon zwischen den Füßen, und ehe er’s versah, stulpten sich Indiras Lippen über seinen Penis.

Sie sog wie ein Leviathan an seinem Gemächt, nahm die Hoden mit dazu in den Mund und spielte mit ihrer Zunge um ihn herum.

Es dauerte nicht lange, da hatte die Schlangenbeschwörerin ihr Ziel erreicht und trank seinen Liebessaft.

Jennings war fix und foxi und hatte Mühe sich auf die zweite Nummer zu konzentrieren.

Es war Vlada Tepeza, aus dem tiefsten Transamorien, eine gierigr Vampirin, die jedoch nicht durch die Größe ihrer Eckzähne hervorstach, sondern die ihrer beiden festen Brüste.

Sie flatterte zu einer Frau in der letzten Reihe, besser gesagt schob sie sich durch die Sitzreihen und zerrte sie auf die Bühne.

Diese überraschte Blondine kreischte laut auf, als ihr Vlada zärtlich in den Hals biss und danach ebenso hingebungsvoll auf die Lippen küsste.

Langsam schälten die beiden sich aus ihren Kleidern und rangen am Boden miteinander.

Auch in Jennings erwachte nun wieder die Lust und begierig beobachteten er und seine Freunde die beiden bei ihren lesbischen Leckspielchen.

Nach nur etwa zwei Minuten war diese anregende Szene jedoch Geschichte, die Frau klaubte ihre verstreuten Habseligkeiten vom Boden und schlich befriedigt zurück auf die Tribüne.

Vlada entschwand und es ertönte ein Trommelwirbel.

„Und nun meine Damen und Herren, unser weltbekanntes, fantastastisches Schattenspiel zu dritt.

Zwei Kompanen von Jennings wurden von den maskierten Asisstentinnen die der Chef geschickt hatte, die Augen verbunden.

Sie wurden hinter einen durchsichtigen Vorhang geführt und langsam entkleidet.

Amuntig nahemn die beiden ihre Schwänze in ihre heißen Münder und spielten Ketchup-aus-der -flasche, Jennings boten sich lustschwere Bilder.

Doch dann kam Fahrt in die Sache, es wurde geritten und gestoßen, wie auf dem Todeszug nach Yuma.

Keuchen und stöhnen kam von den Schatten, die voll zu Gange waren.

Dann übernahmen die Männer das Komando, fickten die Frauen bis sie schließlich wie vom Blitz getroffen fast zeitgleich zusammensackten.

Es dauerte bis sie hervorkamen, ihre Augen waren naß, so schön war es gewesen.

Eine Frau im Löwenkostum betrat die Bühne, ihr Gesicht war dementsprechend geschminkt. Dahinter kam eine sauertöpfisch dreinblickende alte Dame mit einem Tropenhut und kurzen Hosen.

„Ich bin Agatha Ringelsüß, die staatliche Löwenwärterin hier im Gehege.

Wer will meinen Leo mal manieren beibringen?, fragte sie, „Hier ist eine Peitsche!“

Seine Kumpels johlten und schoben Jennings nach vorne.

Der arme Jennings wusste zu Anfangs nicht was er mit der Peitsche machen sollte, er konnte doch keiner Fliege was zu Leide tun!

Doch als ihm der Löwe seinen zartrosanen, blanken Hintern präsentierte, zwischen dessen Backen eine schon feuchte Möse hervorlugte, gab er dem Raubtier einen zarten Klaps.

Die Alte lachte. „Nunja, unser Leo ist wohl schon brav genug! Komm mein Freund, hinter der Bühne gibt es Happa-Happa. „

Jennings umarmte den Löwen zum Abschied und küsste ihn auf den Mund. Er schlich enttäuscht zu seinem Platz.

Es ertönten Fanfaren.

Das Finale.

Alle beteiligten Damen kamen auf die Bühne.

„Und nun, meine DamenundHerren, weil sie so ein tolles Publikum waren, darf sich jeder von ihnen eins meiner Mädchen aussuchen.

Gierig und geil stürmten die 20 auf die Bühne und krallten sich, gleich einem Fernseher bei Hofer, jeweils eine oder sogar zwei Damen.

Ein Fummeln und Schmatzten begann, dass den ganzen Saal erfüllte.

Die Herren aber auch Damen legten sich in dermaßen ins Zeug, das nach zwei Minuten niemnden mehr auch nur einen Fetzten Stoff am Leib hatte.

Jennings hatte sich seinen Löwen wiederbeschafft und züngelte nun ungehemmt mit der wilden Katze.

Sie begann zu schnurren, jedenfalls stöhnte sie lustvoll auf als er begann ihre Perle zu lecken.

Gleich einem angreifenden Leguan warf er sich auf sie und drang ein.

Die heiße Hitze umfasste ihn in Sekundenschnelle.

Er dachte an den altbekannten Zug der durch einen Tunnel fährt und erhöhte seinen Rythmus. Tränen standen in seinen Augen, so sexuell befriedigt war er schon lange nicht mehr worden.

Er kam mit einem lauten Schrei.

Der Löw haucht ihm: „I love you“ ins Ohr.

Wie benebelt schlief er in all dem Trubel ein.

Am nächsten Morgen wachte er im Ehebett nebst seiner spröden Gattin auf.

Er stutzte.

Hatte er das alles nur geträumt.

Schnell stand er auf zog sich an, und ging zum Festplatz.

Er war leer.

Nur ein zerissenes Plakat flatterte im Wind, er konnte das Wort Cabarét lesen.

Er seufzte.

Nie mehr würde es so etwas in Meltwasser geben!.