Der Pornograf II – 06
Veröffentlicht am 19.02.2025 in der Kategorie AllgemeinGeschätzte Lesezeit: 70 Minuten, 32 Sekunden
*** Achtung — Erotiksüchtige ***
Natürlich gibt es auch hier knisternde Erotik — aber auch diesmal
wenig Schmuddelsex. Für die Freunde meines Romanes, sind
aber halt ein paar Dinge wichtig, um den Fortgang der Geschichte,
auch später noch — zu begreifen. Ich habe allerdings einige
(für den Fortgang der Geschichte) unwichtige Details, ausgelassen.
BITTE HABT VERSTÄNDNIS und votet mir dafür nicht so viele 0 -Punkte
*** Achtung Ende ***
—————————————
*** Heimkehr aus Asien ***
Mom und Pop waren schon seit drei Tage da.
Ich stellte Kikki vor, dann hing sich Kim erst an Pop, dann an Mom. Man spürte, dass sie die neuen Eltern vermisst hat. Sie ist halt ein Familientier. Dass Kikki drei Wochen bei uns im Gästezimmer bleibt, störte keinen. Im Gegenteil, wie erwartet nahm sie Mom gleich in Beschlag. Mom kann es mit den meisten gut, mit Kikki konnte sie es ganz prima, sie ist halt mehr ihre Altersklasse. Kim fegte durchs Haus, um alles auf Vordermann zu bringen.
Im Garten plünderte sie die Beete.
Kikki war bei Mom im Zimmer. Ich war alleine. Roland hatte die Bilder schon abgeliefert. Fein säuberlich verpackt lagen ein Paket auf meinem Schreibtisch. Ich rief ihn an, er solle die restlichen Filme abholen. Eine kurze Durchsicht zeigte, dass die Bilder meinen Wünschen entsprachen. Ich nahm sie und ging zu Pop.
Er schluckte erst mal: „Doch wieder so Viele?“
Es waren knapp 9000 Bilder, in fünf Wochen.
In der Karibik hatte ich knapp 2 Wochen für 7000 Bilder. Ich erklärte es Pop nochmals, wie ich arbeite. Keine Portraits, die fast 10 Minuten pro Bild brauchen, in der Zeit ist bei mir oft ein ganzer Film durch. Dann machten wir uns ans Sichten. Die Augen von Pop flimmerten vor Freude, als er nach der Hälfte schon 1000 Bilder der Extraklasse vor sich hatte. Die Bumsbilder aus Bali legte er auf einen Extrahaufen.
„Das ist wieder typisch Paul. Immer mal ne neue Überraschung. Schlecht sind sie aber nicht, gewöhnungsbedürftig vielleicht. Na ja. Die heutige Jugend. “ War sein einziger Kommentar dazu.
Am Schluss hatten wir eine tolle Ausbeute. 1800 Bilder der absoluten Extraklasse. 4000 Bilder der gehobenen Klasse. Der Rest war mein normaler Durchschnitt. Die Bilder mit der Hardcore, waren immer noch auf einem Extrastapel. Wir einigten uns darauf, dass ich sie vorläufig zurückhalte.
„Biete sie an, wenn du Achtzehn bist. Das ist vielleicht besser. Du könntest alle Bilder aber Mom zeigen, sie zeigte sich ein wenig traurig, von dir zwar verbal die tollsten Sachen zu hören, bei den Bildern hättest du aber wohl kein Vertrauen in sie. „
Ich fiel aus allen Wolken. „Sie hätte doch nur piep sagen müssen. Ich hatte ja keine Ahnung, dass sie die Bilder gerne sehen würde. „
„Du kennst doch unsere Beatrix Mai; immer auf der Suche nach dem Besonderen.
Ich denke, inzwischen hat sie deine Kikki ausgequetscht. Lass uns zu ihr rüber gehen. Kim wird wohl noch ein Weilchen verschwunden sein. Bevor ich es vergesse, morgen startet eine große Party. Ich habe Bronners, Königs und Schäfers eingeladen. Klarissa kocht für uns alle. „
Mom hatte auch noch eine Überraschung. „Hans Meise kommt nämlich auch. Das weiß nicht mal Renate. Sie erwartete ihn erst in einer Woche oder so. Halte also die Klappe, sage auch Lis nichts.
Er sollte eigentlich im Gästezimmer schlafen, irgendwie werden wir das aber auch noch hin bekommen. „
„Kikki quartiere ich zu Kim aus“, entschied ich. „Die beiden kommen gut zurecht. Ich denke Renate wird ihren Hans dringend brauchen, da ist unser Gästezimmer besser geeignet, als ihr Zuhause. „
Dann gab ich Mom einen Stapel Bilder. Als Gedankenstütze und nur leihweise. Sie bedankte sich überschwänglich. „Dass du auch mal an mich gedacht hast.
Ich werde ganz vorsichtig damit umgehen und später Pop ganz fürchterlich auf die Nerven fallen. Beatrix Mai ist halt auch nur eine Frau. “ Das konnte ich nun wieder sehr gut verstehen.
Kikki kam mit nach oben. Ich setzte sie in mein Wohnzimmer und suchte Kim. Die hatte einen hochroten Kopf vor Anstrengung, die Wohnung war aber sauber und überall Blumen, auch im Bad. Sie musste jetzt geschmust werden. Sie war einfach glücklich.
Nicht, dass ihr die Reise nicht gefallen hätte, im Gegenteil wie sich herausstellte. Es war halt jetzt hier, ihr Zuhause.
Beim Abendessen, Kim war voll in Fahrt und Kikki half ihr als sei sie schon ewig hier, wurde natürlich schon mal über unsere Reise geredet. Kim saß bei Mom und Pop. Sie konnte sich einfach nicht entscheiden, wem sie mehr Aufmerksamkeit widmen sollte. Kikki saß neben mir. Das nahm Kim wenigstens dieses Problem ab.
„Ich verstehe ganz langsam immer mehr über die Mentalität der Europäer“, sagte Kikki mitten drin. „Da wird über alles gesprochen, als sei es die natürlichste Sache der Welt. Da muss ich noch dran arbeiten, bis ich das, mit meiner asiatischen Ausbildung, auch kann. „
„Mir ging es auch so. Wir Asiaten haben halt eine völlig falsche Erziehung. Obwohl, falsch ist sicher auch nicht richtig, anders vielleicht. Auf jeden Fall sind wir aber nicht so offen“, bestätigte sie Kim.
„Ich habe mich jetzt fast daran gewöhnt. Vor allem an die Offenheit, mit der hier Dinge besprochen werden, die ich in Thailand nicht einmal auszusprechen wagte. „
„Ich habe daheim in Japan bemerkt, dass der westliche Einfluss, wenn ich es einmal so nennen darf, schon erhebliche Früchte zeigt. Unsere uralte Kultur scheint in Auflösung. Ob es gut ist? Auf meiner Reise mit euch, hatte ich Gelegenheit zu einem weiten Durchblick. Es gibt noch viel Für und Wider.
Persien, ein Land im Aufbruch, fand ich toll, nun scheint der Aufbruch durch die Mullahs gestoppt. Ich darf gar nicht daran denken, was da auf die Welt zukommt. Ich will alles tun, um zu helfen. Persien erinnert mich so sehr an unsere alte Glanzzeit in Japan. An unsere guten Feudalherren“, warf Kikki ein.
Mom war von unserem Tischgespräch begeistert. Sie sagte es auch. „Ich könnte euch stundenlang zuhören. Kikki, du bist eine so wundervolle Quelle von Informationen.
“ Sie duzte sie also schon. Ein wirklich gutes Zeichen. „Mir schwebt ein Roman über das wirkliche, alte Japan vor. Meinst du, wir bekommen das hin?“
„Ich habe leider noch keinen Roman von dir gelesen. Das lässt sich schnell nachholen. Wenn ich erst mal weiß, wie du schreibst, dann bekommen wir das sicher hin. Zeit haben wir genug. Als Geisha habe ich genug Wissen, um dich voll informieren zu können. “ Sie war total begeistert, von den Aussichten für die nächsten Wochen.
In der Nacht hatte ich sie alleine. Lis war daheim und Kim wollte in ihre Wohnung. Das Paket aus Thailand war eingetroffen, das galt es zu sichten. Ihr Buddha wollte auch einen schönen Platz. Ich verstand sehr wohl, dass Kim Ihm, die ihm zustehende Ehre erweisen musste.
Kikki und ich sprachen über die Probleme der Radamas. „Es ist mir leider zu spät eingefallen, ich bekam kurz vor meiner Abreise ein Angebot zur Übernahme eine Fischfabrik.
Kein Dosenladen, das zwar auch, aber hauptsächlich tiefgefrorener Edelfisch, zum roh essen. Das mögen wir Japaner nun halt mal. Ihr auch, wie ich feststellen musste. „
„Du meinst als Anlageobjekt für das Haus? Die Idee ist gut. Steht das Angebot noch? Warum hast du nicht gleich zugeschlagen?“
„Hauptsächlich, weil in Asien die Meere sehr überfischt sind. Ich fürchte, es gibt einfach nicht genug Fisch, um rentabel zu arbeiten.
Für weite Transporte fehlt dann ein Kühlschiff, auf dem der frische Fisch bereits verarbeitet wird. Das kostet halt und ich alleine habe nicht genug Geld dazu. Hatte nicht genug Geld …“
„Ich habe eine Idee. Wir werden jetzt eine Runde telefonieren. “ Ich holte mein Notizbuch, das alle mir jemals wichtigen Telefonnummern enthält. Lis hält es für mich auf dem Laufenden. Jutta Berger brauche 10 Sekunden um mich zu erkennen. Es war dort Spätnachmittag.
Mein Vorschlag einer möglichen Millionenspritze brachte sie mächtig auf Touren. Ja, uneingeschränkt ja. Sie würde auch gerne nach Persien fliegen, mit ihrem Mann, dem Direktor. Ich gratulierte ihr im Namen von uns allen. Lis hatte also doch recht, mit ihrer Vermutung, dass da was läuft.
Dann war Kikki dran mit telefonieren. In Japan ist es früher Morgen. Der Deal wurde ihr für zwei Tage zur Option gestellt. Dann war ich wieder dran, Marni muss informiert werden.
Dort ist es späte Nacht. Sie wollte die Telefonnummer von Jutta. Ich sagte ihr vorsichtshalber, dass die eine blauäugige Mulattin ist. Marni war nur über die Augenfarbe überrascht, dann wollte sie Kikki. Mir schwindelte, als ich die Summen hörte, die da in wenigen Minuten ausgegeben wurden. Dass Kikki eine ausgekochte Geschäftsfrau ist, das wurde mir dabei aber auch klar. Von wegen zarter Geisha … und so was liegt nackt in meinem Bett.
Sie küsste mich ausdauernd, nachdem sie aufgelegt hatte.
„Das soll ich dir von Marni übergeben. Sie hätte es gewusst, dass du gute Ideen hättest. Du sollst nur so weiter machen. „
*** Schon wieder mal eine Verlobung ***
Party in der belle Etage. Mom saß in einem Sessel. Es waren genug starke Arme da, um sie jederzeit in den Rollstuhl zu heben. Wir erzählten von unserer Reise. Ich hatte sogar ein paar Fotos mitgebracht. Auch von den Bildern für den Verlag, hatte ich welche dabei.
Mitten im Erzählen läutete es. Kim ging raus. Sie fühlt sich dafür zuständig – als Tochter des Hauses. Auch wenn sie älter ist als ich.
„Einen wunderschönen Nachmittag wünsche ich. Für die, die mich nicht kennen, ich bin Hans Meise. „
Eine Bombe hätte sicher eine ähnliche Wirkung gehabt. Zumindest bei Renate – die coole Managerin wurde ohnmächtig. Hans sprang zu ihr hin und verhinderte, dass sie vom Stuhl fiel.
Kim legte ihr eine nasse Serviette in den Nacken, dann war sie wieder da und hing am Hals von ihrem Hans. Endlich kam er dann dazu, jeden mit Handschlag zu grüßen. Lis und Kikki bekamen einen Kuss. Dass Kikki hier war, verblüffte ihn sichtlich, er gab jedoch keinen Kommentar dazu ab. Was hätte er auch sagen können, sollen?
Plätze wurden getauscht, Renate wolle natürlich neben Hans sitzen. Er kam gerade aus New York.
Er hatte vor zwei Tagen angerufen, aber keinen erwischt, außer Mom. Sie hatte die Idee, dass er heute zu uns kommen soll. Ich ging zu Renate und sagte ihr, unser Gästezimmer sei für sie vorbereitet, sie könne den ganzen Urlaub darüber ungestört verfügen. Hans könne sich dort auch gleich frisch machen. Renate verstand und zog mit ihrem Hans los. Nicht ohne sich für unsere Fürsorge, mit einem Kuss bei mir zu bedanken.
Knapp eine Stunde erzählten wir weiter von unserer Reise.
Nur Herr und Frau Schäfer waren nicht so ganz bei der Sache. Ich war beim Erzählen gerade in Persien angekommen, da kamen auch Renate und Hans wieder. Hand in Hand. Ich ließ es mir nicht nehmen, und verkündete, dass Renate seit kurzem den Titel Baronin Renate Schäfer Radama trug und ließ den Auszug aus dem Stammbuch herumgehen. Renate kuschelte sich an Hans und wurde rot, vor Stolz denke ich.
Dann stahl mir Hans die Show.
Er stand auf, ging zu Frau Schäfer, gab ihr artig einen Handkuss, dann sagte er zu Herrn Schäfer, ganz schlicht: „Es freut mich, sie endlich persönlich kennen zu lernen. Meine Unterlagen haben sie ja bekommen und mir ihr Einverständnis signalisiert. Lassen sie es mich jetzt offiziell tun; bitte, geben sie mir ihre Tochter Renate zu Frau. Ich bin sehr wohl in der Lage, für sie zu sorgen. Ich möchte alles versuchen, dass unsere Ehe noch in ihrem momentanen kurzen Urlaub geschlossen werden kann.
Ich bin für jede Hilfe dankbar, die ich dazu bekommen kann. „
Frau Schäfer weinte. Renate, in den Armen von Hans, auch. Herr Schäfer stimmte der Verbindung zu. Die Ringe, die aus Kobe, wurden aufgesteckt und ich schickte Kim los, meinen kleinen Vorrat an echtem Champagner zu plündern. Lis wollte von Hans und Renate geküsst werden. Axel und Kristin gratulierten. Die anderen natürlich auch.
Pop kam vom Telefon.
„Ich habe gerade mit meinem Freund auf dem Amt telefoniert. Da ihr euere Papier garantiert dabei habt, empfängt er euch morgen um 10 Uhr, persönlich. Das Aufgebot wird ausgehängt, mit Frist von einer Woche. Die standesamtliche Trauung kann also noch im Urlaub von Renate erfolgen. Ob wir kirchlich was hin bekommen, das müssen wir sehen. Das hat wohl auch noch Zeit. „
Wir alle kennen Renate – so abgeknutscht wurde Pop, und das auch noch vor versammelter Mannschaft, garantiert sehr selten.
In sein dröhnendes Lachen, fiel Papa Bronner fröhlich ein. Mom lachte mit und Hans schüttelte ungerührt Hände. Ein wenig von unserer Art hat er in Japan mitbekommen. Wir haben ihn jedenfalls gut genug kennen gelernt, um ihm unsere Renate anzuvertrauen. Lis hat auch keinen Protest erhoben, wie sie damals androhte, falls er ihr nicht gut genug für Renate erschiene.
Langsam kehrte wieder Normalität bei uns ein. Kim meldete, zusammen mit Pop, ihr neues Gewerbe an.
Mom bot ihr einen Raum ganz unten an. Er wurde nie genutzt, zum Wohnen eignet er sich nicht, konnte aber leicht geteilt werden, in einen Warteraum und ein Behandlungsplatz. Es war wohl ganz früher eine Art Vorküche mit direktem Zugang von außen. Es gab sogar Wasseranschluss. Bei unserer abendlichen Beratung im Bett, Lis war natürlich auch da, schlug Kikki vor, wenn Platz genug sei, wäre eine Höhensonne ganz sicher sehr empfehlenswert. Der Name des Studios war schnell gefunden.
Lis schlug Shangrila, vor. Alles fanden es gut. Wir kauften ein und gaben vieles von dem Geld aus, welches das Haus in Kim investierte. Dann inserierten wir in der Zeitung.
Am Abend saßen wir in meinem Wohnzimmer und süppelten Sekt. Renate und Hans weilten auch wieder unter uns. Lis schoss für heute den Vogel ab: „Ach Hans, noch bist du ja nicht verheiratet. Das geht jetzt aber schneller, als ich dachte.
Ich freue mich natürlich für euch. Bis zu meiner Hochzeit dauert es wohl noch über ein Jahr. Ich werde also sicher die Letzte in unserem Kreis sein. Ich habe es schon einmal gesagt, ich möchte mit dir, Hans, gerne einmal schlafen. Einfach so. Ich kenne ja nur Paul, er ist und bleibt meine Liebe, aber ich denke, uns aufgeklärten jungen Frauen, steht doch mindestens eine zusätzliche Erfahrung zu. „
Hans wurde rot, Renate schluckte und ich grinste.
Kim und Kikki lachten. Renate fing sich als Erste. „Wie könnte ich dein Ansinnen ablehnen. Vor allem, da ich weiß, dass dich nur die Neugierde plagt. Ich werde heute Abend halt mal wieder ins Familienbett schlüpfen und überlasse dir Hans, solange du ihn benötigst. Er hat ja unser Verhältnis, damals in Japan schon, voll begriffen. „
„Ich werde es als Abschied vom Junggesellendasein betrachten. Lis, du bist, wie ich schon mal sagte, nicht so mein Typ.
Mögen tue ich dich natürlich schon. Dein Wunsch ist mir kein Befehl sondern eine Freude. Eine einmalige Freude, um es doppeldeutig und genau zu sagen“, erklärte Hans ganz eindeutig.
Wir lagen eine gute Stunde im Bett und ratschten über alles Mögliche. Da kam Lis wieder zu uns. „Du hast dich nicht verkauft, liebe Renate. Wir hatten viel Spaß zusammen. Er kennt jetzt auch Löffelchen, das wird dir sicher auch Spaß machen.
„
Für Renate bedurfte das einer Erklärung, dann zog sie los zu ihrem Hans. Kikki und Kim gingen nach oben. Lis wollte nichts mehr. „Ich will noch ein wenig meinen Seitensprung, in Gedanken, genießen. Er war wohl der Erste und Letzte. Mehr Erfahrung brauche ich, so glaube ich wenigstens jetzt, nein … mehr brauche ich nicht. Ihr wisst ja, dass ich sexuell sehr empfänglich bin. Das bedeutet, das habe ich heute gelernt, aber nicht, dass ich wechselnde Partner brauche.
Ich liebe dich, Paul. Das ist mir genug, solange du meine Kleine am köcheln hältst. „
Ihr Seitensprung ist nun Geschichte. Hans wurde später jedoch stets richtig geküsst, wenn wir uns irgendwo trafen. Renate fand es völlig normal, sie küsste mich ja auch so, wie sie es schon immer tat.
Mikel war da. Mom empfing ihn, dann sah er mir, auf eigenen Wunsch, bei einem Shooting zu, das ich für heute angenommen hatte.
Es sprach nichts dagegen – Sandra und Ingrid waren da, zwei alte Kundinnen, die sich im Geschäft auskennen.
Renate machte sich den Spaß, mir einmal wieder zu assistieren, sie kannte die Models ja noch von früher. Und dann kam es, Sandra hatte die Idee: „Was meint ihr, wir drei könnten Mikel doch mal ein besonderes Vergnügen gönnen. Stellen wir ihm doch einen Dreier aus Mädchen, machst du mit Renate?“
„Warum eigentlich nicht?“, lachte sie.
„Noch bin ich ja nicht verheiratet. Was machen wir?“ Es wurde beratschlagt. Ich holte derweil Hans als Beleuchter. Dann legten die Damen los. Sie hatten sich als Aufhänger eine Fiesta geholt, die nun gemeinsam betrachtet wurde. Bald waren sie alle drei nackt und zeigten fröhlich, was sie da so haben. Sehr frech, aber noch im Rahmen des Anstandes, falls man den nicht zu eng zog. Auch Hans konnte es gut heißen.
Mikel sowieso.
Endlich kam er auch zum Grund seines Besuches, es ging um meine Bilder von der Asienreise. Viele seien viel zu gut für ein Sexmagazin. Sie wollen einen Kunstband herausgeben. Mom soll Texte dazu schreiben. Die erhoffte Fiesta kommt als Nebenprodukt locker auch noch raus, eher zwei Hefte. Auch die restlichen Magazine könnten gut und lange davon profitieren. Ein Heft der Teens, wollen sie dem Bordell von Gillian widmen. So etwas müsse ja auch mal sein.
Die Mädchen seien exotisch genug dazu. Der Verlag käme sich im übrigen Jetzt ein wenig schäbig vor, doch nur so wenig an mich gezahlt zu haben. Sie hätten erwartet, dass ich weit weniger Bilder abliefere und wirklich Urlaub mache. Das könne ich aber wohl einfach nicht, wie man mal wieder sah.
Meine Assistentinnen bestätigten ihm, dass wir viel Urlaub machten. Fast bis zum Überdruss, behauptete Lis gar. Es wurde etwas weniger hektisch, bis Lis meine Idee mit den Hausfrauen wieder einfiel.
Sie trug sie vor.
Mikel wurde euphorisch. „Dann bekommen wir vielleicht endlich mal wirklich tolle Amateurbilder. Ich sehe es schon vor mir: einsame Hausfrau nackt in der Küche oder liebestolle junge Ehefrau vergnügt sich in Villa am Stadtrand. Das wird eine Serie. Ihr werdet dieses Jahr wenig Zeit haben, ihr macht ja jetzt das Abitur, aber eine monatliche Ausgabe bekommt ihr sicher hin. 18 bis 18 Damen reichen da. „
Ich war überrascht.
„Woher …“
„Wir kümmern uns um unsere Mitarbeiter. Dass du unser bestes Pferd im Stall bist, das kannst du dir ja selbst denken. Ich bin heilfroh, dich damals, auf Anraten von Rosa Häger, als Fotograf genommen zu haben. Wir hätten bei weitem nicht diesen Erfolg gehabt, wenn du nicht mit deinen frechen Fotos da gewesen wärst. „
Lis war heute unser Kussmäulchen. Sie bedankte sich bei Mikel auf ihre Art, dass er mich so lobte.
Ich wurde verlegen und Mikel rot. Sie ist ein raffiniertes Biest, erst brachte sie Mikel fast um seine Contenance, dann handelte sie knallhart die finanziellen Bedingungen für die Hausaufnahmen aus. Der Verlag soll Zeitungsanzeigen bezahlen und in den Magazinen dafür werben. Wir vereinbarten, zuerst nur in den Magazinen zu werben, vordringlich der Fiesta, die jetzt in Deutschland ganz gut lief. Um schnell Ergebnisse zu bekommen, sollte in der Stuttgarter Zeitung, ebenfalls eine Anzeige erscheinen.
Das wurde sofort veranlasst, da lassen meine Weiber nichts anbrennen.
Renate schwebte inzwischen auf Wolken sieben und schwamm im Glück. In zwei Tagen ist Hochzeit. Sie hat für Radama hart gearbeitet, ich fand keinen Grund, warum ich Marni nicht anrufen sollte. Sie sagte, ich soll sie irgendwo unterbringen und nichts sagen. Sie käme im Namen der Familie – das war ein Hammer. Ich sagte es Mom, sonst keinem. Mom entschied, dass Marni ihr Zimmer bekommt.
Sie wolle solange bei Pop schlafen und im großen Zimmer residieren. Irgendwer könne ihren Schreibtisch schon transportieren.
Standesamt, kleinster Kreis. Lis und ich waren Trauzeugen. Renate war eine wunderschöne Braut, wer hätte auch je etwas anderes erwartet. Sie hielt es mit der amerikanischen Regel, etwas Neues, etwas Altes und etwas Geliehenes muss die Braut tragen. Alt war das Kleid, mit viel Spitze sehr aufgemotzt, das Ballkleid aus grauer Seide, dass sie damals in Wien trug.
Neu war der Rest der Kleidung. Die Unterwäsche, ihr ahnt es, natürlich von Willi. Geliehen war die graue Perlenkette, die Lis einmal zu ihrer Hochzeit tragen wird. Auf jeden Fall, Renate war ganz die Baronin des Hauses Radama. Mir fuhr kurz durch den Kopf, wie das Haus, das mit dem Namen hinbekommt. Später erfuhr ich, dass es ganz einfach war, der Eintrag wurde lapidar ergänzt: Baronin Schäfer Radama heiratete den Edlen Hans Meise. Ihr Titel bleibt erhalten, er ist jedoch nicht vererbbar.
So einfach war das.
So klein ist unser Kreis von Freunden zwar nicht mehr, die Feierlichkeit passte aber gerade noch in die belle Etage. Mom gab sich die Ehre. Ihr Roman, der geliehene Mann, kam gerade in die 3 . Auflage. Das gab es bisher noch nie, sagte Mom. Die Vorauszahlung reichte.
Der Tisch im Esszimmer fasst locker 30 Leute, wenn er ganz ausgezogen und verstärkt ist, heute war er es.
Klarissa brillierte, Kikki und Kim halfen. Dass Renate heute Hans geheiratet hat? Ja. Und? So war es vereinbart. Ihren Hans wird sie natürlich lieben, sonst wäre nicht nur ich, sondern auch Lis sehr enttäuscht. Ich glaube, Kim auch. Wenn ich so an Kikki denke, die würde sich sonst zumindest sehr wundern. Zu uns gehörte sie deswegen immer noch. Herr und Frau Schäfer, die Eltern, schwammen heute natürlich ebenfalls im Glück und waren die Ehrengäste.
So eine Hochzeit für die Tochter, sie hätten es sich nicht leisten können. Zu was hat man aber Freunde?
Herr Schäfer griff mich irgendwann einmal. „Paul, ich weiß nicht, wie ich dir danken kann. Ich weiß noch zu genau, wie du damals kamst und ihr euer Geständnis ablegtet. Ich war erleichtert, obwohl du sichtlich jünger warst als meine Tochter. Auf jeden Fall, sie war wieder eine Frau. Nicht das armselige gestörte Mädchen.
Nun das. Ich habe es zwar nicht begriffen, aber ihr versteht euch wohl immer noch so gut wie früher. Auch mit Hans. Ihr seid halt eine neue Generation. „
Zwölf Uhr, gerade zurück vom Standesamt. Ich kann nichts für das Timing, aber als wir alle auf das Brautpaar anstießen, kam Marni. Diesmal kam ich Kim zuvor, ich holte sie an der Türe ab. Sie schaute sich um, keiner da, dann küsste sie mich leidenschaftlich.
„Ich glaube, es hat geklappt. Ich bin schwanger. Ich bin sogar ganz sicher. „
Ich küsste sie zurück. „Das freut mich. Hoffentlich geschieht nicht das, was mir Renate mit Lis androhte. Zwillinge sollen es sein. „
„Womöglich Männliche? Auch wenn sie mich zerreißen, ich wär der glücklichste Mensch auf Erden. Doch lass uns das Ehepaar begrüßen. “ Von einem weiteren unkeuschen Kuss konnte sie nicht lassen.
Renate war knapp vor einer neuen Ohnmacht, als plötzlich Marni auftauchte.
Sie überreichte, im Namen der Familie ein ganz kleines Geschenk, eine kleine Villa in Rottweil. Die Gäste knabberten noch an diesem Bonbon, das auch Renate erst noch verdauen musste, da läutete es schon wieder. In meine Augen trat schieres Entsetzen, als mein Satansbraten lachte. Ihr Hirn arbeitet wirklich im Turbogang, wie Mom einmal sagte. Unsere Besucher waren Rama, Friedrich, Leila und Peter. Traudl und Freund gleich mit.
Renate heulte, heute zum ersten Mal.
Schnell waren Katzentische aufgestellt, Kim, Traudl mit Freund und Leila mit Mann setzten sich dort hin. Ein Berg Baklava stand bald auf dem Tisch. Rama wusste offensichtlich Bescheid. Sie überreichte einen Gutschein für die komplette Renovierung der neuen Villa und des Gartens. Das lockte Papa Bronner, er sagte Teppiche nach Wunsch zu. Herr und Frau Schäfer wollen das Wohnzimmer einrichten. Ich sagte ihnen Bad und Schlafzimmer zu. Nach diesen Angeboten heulte Renate schon wieder.
Heute zum zweiten Mal. Lis tröstete sie, einen Trost, denn sie mit Sicherheit gar nicht nötig hatte. Wer braucht schon Trost im Glück?
Lis hatte nicht nur für Unterkunft der Überraschungsgäste gesorgt, sondern auch für einen zweiten freien Tag in der Schule. Sie plapperte so geschickt beim Rektor, dass der Eindruck entstand, dass ihre Schwester Renate, meinen älteren Bruder. Gesagt hat sie es so nicht, nur – welch armer Lehrer kann einem Satansbraten etwas entgegenstellen.
Uns gab es jedenfalls Zeit, gemütlich und das mitten in der Woche zu feiern. Lange und ausgiebig.
Renate und Hans verließen uns morgens um Vier. Flug Stuttgart – Rom – Bangkok. Royal Suite im Indra Regent. „Irgendwie sind wir konservativ“, sagte sie und legte viel Liebe in ihren Abschiedskuss. „Es bleibt dabei“, flüsterte sie mir dann auch noch ins Ohr.
Papa brachte Rama und Gefolge ins Hotel.
Auch er wusste Bescheid und hatte den Kleinbus der Firma dabei. Rama hatte eisern durchgehalten und viel Spaß. Was für ein herrlicher schöner Tag. Er sollte jedoch nicht die letzte Überraschung sein. Marni bat mich, als sei auch dies völlig Normal, ob sie bei mir schlafen könnte. Mit meinen Frauen natürlich dabei – nicht mit mir. Renate hätte es ihr so eindringlich geschildert, sie wollte es nun einfach mal selbst erleben.
Es war spät genug, als wir endlich ins Bett kamen.
Sex gab es natürlich nicht, Schlaf aber auch nicht. Um Sieben zogen Kim und Kikki aus. Sie wollten für das Frühstück sorgen und vorher die belle Etage wieder in Ordnung bringen. Marni bestätigte Lis und mir, dass ihre Tage ausgeblieben sind. Ihr Arzt glaubt seither an Wunder. Auf das viel Naheliegendere kam er scheinbar nicht.
Lis sagte: „Du liebst deinen Mann. Liebe versetzt Berge. Ich glaube das hat auch Mohammed irgendwo niedergeschrieben.
“ Dann knuddelte sie ihre Tante. Marni vermisste ihre Dienerin, Lis tat ihr den Gefallen und half. Ansonsten genoss es Marni, ohne Sex, mit einem nackten Mann und drei nackten Frauen im Bett zu liegen.
„Euer merkwürdiges Verhalten gefällt mir“, sagte sie kurz vor dem Aufstehen. „Renate hat eher untertrieben. Ich danke für die Erfahrung. Vielleicht bekomme ich zu Hause auch so was hin. Mein ehrlich geliebter Mann, ist nämlich ein Lieber und Verständnisvoller.
Jetzt, als Papa, wird er womöglich noch liberaler. Die Mädchen, mit denen ich seit Jahren vertraut bin, die könnte ich mir gut mit uns vorstellen. Wenn ich erst einmal Mutter bin. „
„Ich kann dazu nichts sagen, Marni“, sagte ich. „Für uns bekam unser Bett halt im Laufe der Zeit, eine ganz bestimmte Bedeutung. Es begann, als Renate noch meine erste Nebenfrau war, das hat sie dir ja sicher gesagt.
Unser Problem war, dass meine Lis, das, du verstehst, nach dem Gesetz noch nicht durfte. Nun ja, ob sie kuscheln durfte? Heute, wage ich es eher zu bezweifeln. Explizit verboten war’s nicht. „
„War es aber doch“, grinste Lis. „Es war jedoch nicht offensichtlich, sagte mir Pop, später einmal, als ich Achtzehn war. „
„Auch gut. Das war einmal und wir wurden nicht erwischt“, grinste ich zurück.
„Was ich aber sagen wollte, Marni, ich habe meine beiden Weiber gerne um mich. Die wollten natürlich auch, jede freie Minute, die wir hatten, bei mir sein. Was lag näher, als diesem Wunsch nachzugeben. So richtig bequem, fanden wir alle, war es aber nur im Bett. Nun wollte aber weder Renate, noch ich, unsere damals arme Lis, in Versuchung führen oder gar, sagen wir mal, seelisch belasten. So wurde unsere Bettgesellschaft halt bumsfrei. Küssen, in den Arm nehmen, knuddeln, das konnten wir zulassen.
Keine der Damen, und ich auch nicht, hatte je damit ein Problem. Was aber tun im Bett, in der Gemeinschaft?“
„Quatschen über alle möglichen Themen“, unterbrach mich Lis. „Wir entdeckten, dass sich da sogar Lösungen für die unmöglichsten Probleme fanden. Aber vor allem fühlten wir uns alle Sauwohl. Als dann Renate zu euch ging, Marni, war es plötzlich Schluss, mit unserem so gedeihlichen Zusammensein. Aber, ihr kennt doch Paul – der schleppe Kim an.
Natürlich fragte er mich zuvor. Ich kannte sie und, was will ich sagen, ich fand es eine prima Idee, und … stimmte zu. Schon in der ersten Nacht, hatten wir wieder eine Bettgesellschaft — wenn auch etwas unüblich; Kim und Paul befriedigten, auf meinen Wunsch, meine Neugierde. Ich wollte halt wissen, ob sich Kim und Paul, auch im Bett gut verstehen. Nun, das war unübersehbar. Das war allerdings der einzige Ausrutscher bisher. Inzwischen darf ich ja …“ Jetzt lachte der Satansbraten, laut hinaus.
„… mitspielen. Trotzdem, unser Bett blieb danach sauber. Ich denke, das wird es auch bleiben. Ausnahmen? Bestätigen die Regeln — oder auch nicht. „
„Ich finde es jedenfalls gut, nachahmenswert, vor allem in unserem Kulturkreis, wo Nebenfrauen zugelassen sind“, sagte Marni sehr ernsthaft. „So eine gute Bettgesellschaft, wie ihr dazu sagt, kann auf jeden Fall Streit zwischen den Frauen verhindern und das, das finde ich am Besten daran. “ Dann ging Marni ins Bad.
Ich konnte noch ein wenig mit Lis schmusen.
Mom interviewte Marni, das war mir sofort klar. Marni blieb noch da, es gab auch noch Geschäftliches zu besprechen. Sie fuhr mit Kikki nach Hamburg, um mit Hannes ebenfalls einiges zu besprechen und auch noch einige Verträge zu unterzeichnen. Danach nach Konstanz, zu ihrer Schwester. Bevor sie zurückflog, gönnte sie sich noch eine Nacht bei uns im Bett. Sie war urplötzlich eine von uns, keine regierende Prinzessin.
Besonders eifrig unterhielt sie sich mit Kim, unseren Knuddel hatte sie irgendwie besonders ins Herz geschlossen. Wer nicht? Am nächsten Tag flog sie Heim.
Mein 18 . Geburtstag wurde im kleinen Kreise gefeiert, der von Lis auch. Es stand ja auch nichts Außergewöhnliches an, außer Arbeit — von der hatten wir allerdings reichlich; nicht nur der Verlag und die IGDuM forderte uns, auch die Schule. Wir müssten eigentlich etwas leiser Treten, meint vor allem Mom.
Nach einer Rücksprache mit Papa Bronner, habe ich die Finca von Karen, auf Mallorca, für die Herbstferien gemietet. Im kleinen Kreise, wozu Rama Radama und Anhang ebenso gehört wir Kristin und Axel. Auch Wanda mit Dieter, dem Verlobten. Karen und Agnes sind dann auch da, wenn wir kommen, aber das stört wohl weder sie noch uns. Wir waren gut genug befreundet. Im Übrigen hatte ich vor allem vor, dass wir uns dort richtig gut erholen.
Vorsichtshalber wollte ich auch nur eine Kamera und nur wenige Filme mitnehmen – so nach dem Motto: Führe uns nicht in Versuchung. Die Reise nach Mallorca ging überhaupt nur, weil Papa nicht mehr nach Teheran braucht. Er hat viele Tausende von Teppichen in dem großen Lager in Hamburg. Der Vertrag mit Hannes Seeboom wurde völlig reibungslos erfüllt. Es war eine Heidenarbeit die Teppiche erst einmal möglichst unauffällig nach Hamburg zu bekommen und dann den Wert zu schätzen.
Papa brauchte ja verlässliche Zahlen, für sich und zur Abrechnung gegenüber dem Haus Radama. Axel und der alte Meister aus Teheran, extra zu diesem Zweck eingeflogen, hatten die Hauptarbeit. Über einen Monat dauerte die Sichtung und Einschätzung. Kristin fuhr einfach mit nach Hamburg und machte sich dort nützlich. Dann, endlich, waren alle Teppiche katalogisiert, mit einem internen Preis ausgezeichnet sowie den Siegeln von Axel und dem Meister, für garantierte persische Qualität, versehen. Mit dem Zoll war ebenfalls alles geklärt.
Diese Kosten fallen erst an, wenn die Teppiche aus dem Zolllager geholt werden.
*** Hausfrauen ***
Es lief alles so, wie es laufen sollte. Wir rückten eine Anzeige in die Zeitung, in der meine Frauen die kostenlose Wäscheparty anboten. Nähere Informationen unter Chiffre. Wir wollten ja nicht mit Anrufen zugedeckt werden. Der Verlag hatte schnell gearbeitet, wir hatten ein 18 -seitiges Heft, in deutscher Sprache, im Layout, wie der Verlag sich die neue Zeitschrift vorstellt, mit entsprechenden Bildern aus dem Archiv.
Lis hatte viel Text geschrieben, in etwa das, was sie damals in Bali mit so viel Erfolg vortrug. Sie erläuterte genau, wie die Sache mit der Party läuft, vor allem mit dem Shooting. In allen Details und mit Bilder beschrieben. Die Bilder zeigten die guten und die schlechten Beispiele. Ich beschrieb, wie ich mir den Ablauf vorstelle und was für Voraussetzen wir haben müssen. Der Verlag schrieb, dass die ersten Hefte nur in englischer Sprache geplant sind, dass sich dies, durch deutsche Sponsoren, jedoch schnell ändern könne.
Er gab auch die Preise bekannt, für Bilder die genommen werden. Eine Aufwandsentschädigung von immerhin 200 Mark, falls Aufnahmen gemacht werden, 50 Mark pro Bild in Wäsche und 100 Mark pro Bild nackt, das veröffentlicht wird. Aus dem Probeartikel konnte man erkennen, dass im Schnitt 10 Bilder je Motiv gebraucht werden. Da kam schnell etwas zusammen. Die letzte Seite war der Übernahmevertrag. Hier stand, dass der Verlag das Recht hat, die Bilder auch anderweitig zu veröffentlichen, zu den gleichen Preisen.
Auch einen Vertrag mit IGDuM gab es. Hier stand die Sache mit der Wäsche, die gegen Fotos behalten werden kann. Quasi der Lockvogel. Beatrix Mai schrieb begleitende Stories zu den Bildern in der Broschüre. Wir legten von uns aus, noch eine Seite ein. Dort wird darauf hinwiesen, dass vorerst nur samstags und in Ausnahmefälle, sonntags fotografiert wird. Auf der Rückseite war ein Fragebogen, mit Fragen zur Person, Kleidergrößen, Vorlieben und Sonderwünschen.
Wir baten der Anfrage Bilder beizulegen, auch Schlechte. Es wurde um eine Telefonnummer gebeten, wir würden zurückrufen, um eventuell kurzfristig einen Termin zu machen. Sonst wollten wir uns schriftlich melden. Zum Schluss stand da noch, dass Personen, die nur an der Wäscheschau teilhaben wollten, dies vermerken sollen. Diese Termine würden wir wahrnehmen, wenn wir in der Nähe einen anderen Termin haben, da die Anfahrt ja Kosten verschlingt. Die Termine können in diesem Fall auch abends und in der Woche sein.
Es sollen zwei Stunden dafür eingerechnet werden. Das Ganze war recht professionell und wir waren schon sehr gespannt auf die Reaktion.
Die war verblüffend. Die Anzeige erschien samstags. Dienstags hatten wir 104 Anfragen, am Mittwoch noch einmal 53 Anfragen. Im Laufe der Woche kamen weitere 36 Briefe. Und das, im eigentlich so prüden Stuttgart. Alle erhielten die Broschüre. Eine Woche später hatten wir 40 Bewerbungen da. Lediglich vier wollten nur die Wäscheparty.
Kim will das an ihren freien Nachmittagen machen. Willi zahlt 50 Mark und die Spesen, der Laden 10 % Provision. Das lohnt sich.
Mikel war völlig überrascht über dieses Ergebnis. Das war mehr, als an Echo auf derartige Angebote in den Magazinen kam. Dort wurde aber auch das Bonbon mit der Wäsche nicht angeboten. Er kam am Freitag rüber geflogen. Wir werteten gemeinsam die Post aus. Von den Bewerbungen waren nur 6 nicht geeignet, darunter eine Schulklasse, die Mädchen waren einfach zu jung.
Lis schrieb die Absagen und vertröstete auf später, wenn sie alle über Achtzehn sind.
30 Kandidaten sind eine enorme Menge, denn pro Bewerber kamen im Schnitt acht Personen. Mikel strahlte und mir wurde angst und bange. So gewaltig hatte ich mir das Ganze nicht vorgestellt. Wir machten einen Plan, wann wir wen besuchen könnten. Ich hatte keine Vorstellung über den echten Zeitaufwand. Die Hausfrauen sind ja sicher nicht so schnell beim Umziehen.
Auch Mikel hatte keine Vorstellung, wie das mit der Bezahlung an mich geregelt werden soll. Wir hatten ursprünglich gedacht, es würden vielleicht bis zu 3 Personen sein. Aber jetzt, wo sich herausstellte, dass es bis zu einem Dutzend sind, da mussten wir neu verhandeln. Das sah Lis sofort ein und sagte es Mikel auch. Meine Frauen sind zwar geschäftstüchtig aber, sie wissen sehr wohl, wo die Grenze ist. Bei 10 Personen kämen wir nach dem mündlichen Vorvertrag auf eine ungerechtfertigt hohe Summe, vor allem, da es sicher nicht opportun ist, jedem Anwesenden ein volles Shooting zuzugestehen.
„Wisst ihr was?“, fragte Mikel, gibt es nicht jemand, ganz in der Nähe, den wir bereits morgen besuchen können? Ich würde zu gerne dabei sein, so beim ersten Mal und wo ich jetzt schon mal da bin. Danach sind wir alle schlauer und können fundiert reden. „
„Da sind gleich zwei Bewerbungen in Fellbach, eine halbe Stunde von hier weg. “ Hatte Lis schnell zwei Adressen raus.
„
„Was für Leute sind das?“, wollte ich wissen.
„Einmal ein Kegel- und Saunaklub, Damen und Herren. Und ein Klub Hollywood. Auch Damen und Herren. Das hört sich doch ganz gut an“, antwortete Lis. „Die mitgeschickten Bilder sind zwar arg schrecklich, die Leute sehen aber recht gut aus. Amateure halt. „
„Dann ruf doch an. Beide Termine meinetwegen, wir essen unterwegs. Für Mom bereitest du alles vor, Kim.
Das geht doch sicher?“
Lis telefonierte und Kim nickte. „Das mit Mom ist klar. Ich sehe kein Problem. Um Acht bin ich mit ihr fertig, dann können wir sofort los. “ Kim hatte inzwischen fleißig mit dem Mercedes geübt. Sie brauchte zwar ein Kissen um etwas sehen zu können, aber sie fuhr prima.
Lis bekam beide Termine. Die Damen und Herren des Kegelklubs, ab zehn Uhr.
Der Klub Hollywood ab Zwei. Mein Samstag war verplant. Meine Damen packten nach der Wunschliste, nicht nur die Wäsche, auch alles, was ich brauchte. Dazu gab es einen genauen Plan, den ich mit Kim ausgearbeitet hatte, als die Sache akut wurde.
Mit Mikel klönte ich derweil alle möglichen Vorkommnisse durch und vor allem, was er hauptsächlich an Fotos will. Klar war, dass dann doch alles anders kommen würde. Zum Schluss einigten wir uns, dass Mikel irgendeine Funktion haben muss.
Ich hatte da dieses Klemmbrett, das Lis für mich in Hongkong, aus Spaß, gekauft hatte. So ein amerikanisches Ding, mit gleich drei Stoppuhren daran. Es sah irgendwie imposant aus, benutzt wurde es jedoch nie, sondern lag nur wichtigtuerisch in meinem Büro rum. Mikel sollte nun wirklich alle unsere Tätigkeiten und deren Zeitverbrauch notieren. Das würde vielleicht helfen, die Sache in den Griff zu bekommen.
„Das ist eine gute Idee, vielleicht schaffen wir es ja, endlich mal, verlässliche Zahlen für die Abrechnungen zu bekommen.
Das mit den drei Stundensätzen ist einfach viel zu kompliziert. Darüber können wir aber reden, wenn Zahlen vorliegen. Ach ja, ist es wohl möglich, dass du die Bilder von morgen, auch noch entwickeln lassen kannst und ich einen Satz Fotos mitnehmen kann?“, bat er dann.
Samstag. Frühstück, ausnahmsweise schon um Halbacht. Ich half das letzte Zeugs in den Mercedes zu bringen. Kim hatte auf der Karte den besten Weg raus gesucht, dann ging es los.
Zuerst der Kegelklub. Die Adresse war schnell gefunden. Ein großer Bungalow. Marlis Wuttke, die Hausfrau, öffnete uns selbst. Rothaarig, sehr schlank, mit Brille, viel eher Amateur als Model dachte ich mir. Im großen Wohnzimmer saßen sechs weitere Damen, meist jünger, und drei Herren. Alle wirkten sehr aufgeregt. Kein Wunder.
„Guten Tag, ich bin Paul Oktober“, begrüßte ich sie. „Dieser Tag ist für uns etwas Besonderes, sie sind die ersten Kunden in unserem neuen Programm.
Wir nennen es Hausfrauen. Aber das wissen sie ja, aus unserer Broschüre. “ Kim übersetzte für Mikel, die deutsche Sprache gehört für einen Engländer nicht zum täglichen Brot.
„Lassen sie mich bitte zuerst meine Mitarbeiter vorstellen. Das ist Lis Bronner, meine Verlobte. Sie wird für die Damen gleich den Koffer mir der Wäsche öffnen und sie auch beraten. Dieser Zwerg hier, ist meine Schwester Kim. Nein, mein Pop ist nicht fremdgegangen, meine Eltern haben sie adoptiert, weil sie so lieb ist.
“ Geschmunzel. „Sie wird am Set ausleuchten und, falls gewünscht, beim Schminken helfen. Sie hat das gelernt. Dafür nimmt sie euch auch 18 Mark Trinkgeld ab. Dieser Herr ist Mr. Mikel Down. Er ist Engländer und kommt von dem Verlag, in dem eure Bilder womöglich publiziert werden. Er kann kein Deutsch, ich glaube Englisch kann er. Wir unterhalten uns wenigstens so. “ Der erste Lacher war fällig. „Er nimmt hier die Zeiten, damit wir einen verlässlichen Standard bekommen.
Ich muss ja auch irgendwie mein Geld verdienen. “ Der zweite Lacher. „Nun, bevor Lis die Wäsche ausgibt, sollten wir wissen, wer, wo und wie zu agieren gedenkt. Unsere Zeit ist beschränkt. Bitte haben sie Verständnis dafür. Noch was, ich duze meine Kunden prinzipiell, sie mich auch, das steht auch im Prospekt. Sollte es zumindest. “ Ich wusste es zwar genau, so ein wenig dummes Geschwätz lenkt halt ab.
„Ich bin hier der Gastgeber“, sagte Marlis.
„Ich führe dich rum. Dann kannst du dir die Plätze selbst aussuchen. Wir haben ja doch keine Ahnung, sind aufgeregt und die meisten Damen sind sicher Nass im Höschen. “ Lachen von allen. „Der Prospekt hat ja gezeigt, was gewünscht wird. Wir sind, um es mal so zu sagen, eigentlich biedere Hausfrauen und kennen uns schon ewig. Wir sind Nachbarn. Wir gehen gemeinsam in die Sauna, hier bei mir, unten im Keller. Nackt zu sein ist für uns also kein Problem.
Wir haben uns aber darauf geeinigt, nach dem der Prospekt da war, dass wir auch mal ein wenig frech, sehr frech, sein wollen. Unsere Ehen sind in Ordnung, unsere Ehemänner einverstanden. Drei der Herren sind dabei. Auch im Auftrag der anderen, zu unserem Schutz; obwohl ihr schreibt, das sei unnötig. Ich habe der Dame am Telefon gesagt, was ich an Wäsche will, also können wir schon mal losziehen, die Locations, so sagt ihr wohl, zu begutachten und die andern können inzwischen wühlen.
„
Sie ging voraus, Kim kam mit. Aus dem Augenwinkel heraus sah ich noch, dass Lis die mitgebrachte Wäsche auspackte. Die Damen stürzten sich darauf. Die Herren blieben ruhig, als die Damen ohne Scheu die Kleider fallen ließen. Das sah ja gut aus für mich.
Das mit den Locations war schnell geklärt. Die Damen verstanden sehr wohl, dass die Zeit knapp war. Marlis suchte sich ihren bestellten schwarzen Body raus, mit freiem Schritt.
Sie posierte als Erste. Hemmungen hatte sie gar keine. Mikel, der dabei war, wurde rot, obwohl er sicher mehr Bilder von nackten Mädchen und nackten Tatsachen gesehen hat, als ich. Er gestand später, dass es live war, schockte ihn. Ich machte von Marlis 18 Bilder, schon im Voraus hatten wir entschieden, wenn es kein top Motiv war, sei ein halber Film genug. Mikel kennt die Qualität, die ich bringe.
Als Nächstes meldete sich Brandy.
Nein, es sei nur ihr Neckname, sie liebe halt Cognac, daher. Im schwarzen durchsichtigen Top und ein paar heißer Strumpfhosen, machte sie absolut keine schlechte Figur. Ratsch … Brandy war nackt und der restliche Film war durch.
Doris posierte für mich im Bad und Erika im Wohnzimmer. Lis schleppte mich in den Keller, während Kim noch Janine in der Küche ausleuchtet. In der Sauna posierten Grete und Karl. Karl hatte vor Schreck ein Ständer, mir war es wurscht, ihm dann auch.
Mikel nickte nur. Auf dem Weg zu Janine in der Küche, wurde ich zum Freisitz mit Hot Whirlpool geschleppt, in dem sich Helga mit einem rosa Bikini vergnügte. Nicht lange, dann war er ausgezogen. Küche: Janine brauchte auch nicht lange, um aus ihrer Unterwäsche zu schlüpfen. Es lief so gut wie im Atelier. Vier Filme waren durch. Renate Berger gab mir im Arbeitszimmer von Herrn Wuttke die Ehre, im eleganten fliederfarbenen Kostüm, blätterte sie in unserem Heft, sie hatte gerade den Centerfold vor sich.
Als sie begann sich auszuziehen, erinnerte sie mich sehr an meine Renate. Die ebenfalls fliederfarbene Wäsche von Willi passte zu ihrem Typ, schwarze Haare, ganz hervorragend. Ich zog einen ganzen Film durch, bis sie nackt war. Sie ist ein ideales Model. Es war so, wie ich es mir seit Bali erhoffte, die Damen waren völlig gelöst, ungehemmt und – gut. Fast sehr gut. Ich fragte nach, nein, sie hätten noch nie Modell gestanden. Die Augen von Mikel glitzerten.
Es war ebenfalls sehr zufrieden, er sah den Erfolg am Horizont. Die Damen standen auch zu einer zweiten Runde zur Verfügung. Berti, der zweite Mann, ließ sich von seiner Frau dazu überreden, so zu tun als würde er sie in einem Sessel begatten. Im Hintergrund hörte ich das Kichern einiger Zuschauer. Es kam, wie es kommen musste, Berti zog seine Frau, mit präsentiertem Gewehr, ins Schlafzimmer. Auch das kannte ich nur zu gut aus Bali.
Noch ein paar Schnappschüsse, dann war es gerade mal Halbeins. Ich hatte 18 Filme belichtet. Wir bedankten uns. Marlis sprach wohl für alle, es hätte ihnen ebenfalls einen Mordsspaß gemacht. Meine zwei Frauen waren voll cool. Lis packte die nicht gebrauchte Wäsche ein. Mikel half Kim die Ausrüstung in den Wagen zu packen und ich versprach, die Abzüge spätestens Mittwoch zu schicken. Nachbestellungen nicht vor einer Woche.
„Wo gehen wir jetzt schnell was essen?“, war meine erste Frage draußen.
Meine Arbeit macht verdammt hungrig.
„Zwei Ecken weiter, sah ich vorher eine Bratwurstbude“, erinnerte sich Kim. „Das muss heute genügen. Etwas Vernünftiges gibt es heute Abend. Alles ist vorbereitet. „
Ich sah Mikel an. „Würde dir das etwas ausmachen?“
„Nein, warum? Ich bin das Zeugs gewohnt. Mittags gibt’s bei mir meist sowieso nur Fish n‘ Chips, Hamburger oder Hotdogs. „
Wir aßen Schaschlik, im Stehen, an kleinen Tischen.
Es war sogar genießbar. Das Bier dazu zischte. Heute trank auch Kim ein ganzes Glas. Kurz vor Zwei waren wir bei unserem zweiten Kunden.
Hanna Bauer öffnete uns die Türe. 18 Damen und drei Herren erwarten uns im Klub Hollywood. „Guten Tag, meine Damen und Herren. Ich bin Paul Oktober …“
Wir hatten nun schon Übung vom Morgen. Es lief reibungslos. Nach dem wir unsere Reden durch hatten, siegte meine Neugierde dann aber doch.
„Entschuldigt, was kann ich mir unter euerem Klub Hollywood vorstellen?“
„Ganz einfach“, lachte Hanna. „Wir sind durch die Bank weg Schauspielschülerinnen und Schüler. Wir haben gelernt, in allen Lebenslagen zu agieren. Wir hängen viel zusammen, auch deswegen, weil wir nicht gerade auf Rosen gebettet sind. Schüler eben. Ich habe Glück, meine Eltern, ebenfalls Schauspieler, sind in Hollywood im Engagement. Sie haben eine Soap Rolle, seit einem Jahr und haben mir erlaubt, solange sie weg sind, meine Freunde hier aufzunehmen.
Wenn du so willst, sind wir also eine Art Kommune. Die Anzeige traf bei uns voll ins Schwarze. Welche Schauspielerin ist nicht scharf auf Fotos. Wir denken und hoffen, dass die Fotos gut werden. Die Broschüre zumindest versprach viel. Es werden, auch das hoffen wir, viele Bilder herauskommen, die man bei einer Bewerbung vorzeigen kann. Auf Wäschefotos dieser IGDuM legen wir viel Wert, weil sie, wenn wir es richtig verstanden haben, auch in Deutschland veröffentlicht werden.
Nun, wir sind bereit, auch für Fotos zu posieren, auf denen wir nackt sind. Das Geld lockt. Ein paar von uns sind bereit, wenn es verlangt wird, auch für Pornos zu posieren. Wir werden es nicht tun, aber es gut, so hoffen wir, schauspielern. Wir lernen das gerade, im Film kommt so was ja auch vor. Soviel zu uns. „
„Ich habe es mir fast gedacht. Nun, unser Thema ist Hausfrauen und ihre Nachbarn.
Also, gebt euch Mühe, auch diese darzustellen. Ich bräuchte etwas in der Küche, im Bett, im Bad. Mit ’nem Hausfreund, wenn der Mann weg ist und natürlich einen Berg Bilder in dem ihr in der Wäsche, die ihr wolltet, strippt. Da ihr ja so gerne schauspielert, hätte ich auch nichts gegen eine Lesbenszene. Ich sehe, ihr habt einen Kamin. Davor hätte ich auch gerne eine nackte, zumindest halb nackte Frau. Ist das wohl möglich?“
Es war möglich.
Die Wäsche wurde Lis beinahe aus der Hand gerissen. Wie am Morgen fielen die Kleider und es wurde anprobiert. Ich machte mit der kleinen Kamera ein paar recht gute Schnappschüsse. Dann ging es los, sehr diszipliniert. Lis hatte in ihrem Text darauf hingewiesen, dass dies sehr wichtig sei, um mit der Arbeit durchzukommen. Die Frauen hielten sich daran, es war eine Freude mit ihnen zu arbeiten. Vor dem Kamin, prima. Im Bett, opulent. Im Bad, gekonnt.
Die Lesben, stubenrein und doch gut. Die Männer machten ebenfalls einen guten Job. Teilweise sehr geschauspielert, teilweise sah es sehr echt aus, war es aber nicht. Dabei vergaßen die Mädchen nicht einmal zu stöhnen und ein Gesicht zu machen, als würde …
Ich zog die restlichen Filme durch und auch noch den in der kleinen Kamera. Die Ausbeute wird gewaltig sein. Nicht nur für Hausfrauen, da werden auch andere Hefte profitieren, aber das war ja nicht zum Schaden.
Um Halbsechs waren wir fertig. Fix und fertig. Ich bedankte mich bei der Truppe und bot an, wenn jemand noch etwas dazu verdienen wolle, könne er sich bei mir melden. Mikel nickte dazu.
Lis rief Roland an, wir würden die Filme im Laden vorbeibringen. Es seien leider 21 Filme geworden. Er nahm es gelassen, er würde erst mal alles entwickeln und eine Kopie ziehen. Dann könne er diese schnell vorbei bringen, Mikel und ich würden ja vielleicht gerne per Projektor ansehen, was raus kam, um für morgen gewappnet zu sein.
Zu Hause streckte ich mich erst einmal auf dem Fußboden lang. Das Kreuz einhängen, nenne ich das. Lis ging schon mal nach unten und Kim lief mir das Rückgrat rauf und runter. Das war ein Teil der Massage, wie sie es einst in Thailand gelernt hat. Mikel brütete vor seiner Zeittabelle. Dann war es Zeit zum Abendessen. Kim hatte, zur Feier des Tages, wieder einmal thailändisch gekocht. Zusammen mit Lis trugen sie auf.
Ich erzählte Mom und Pop. Sie freuten sich mit uns, dass alles so gut lief. Mom wurde von Lis und Kim mit Geschichten überhäuft, die sie aufgeschnappt oder erfragt hatten. Meine Zwei machen es so automatisch, wie Mom bei diesen Gelegenheiten ihren Block mitbringt. Das war längst Routine, auch im Studio.
18 vor 18 kam Roland mit den Kopien der Filme. Wir saßen noch unten. Ich hatte den Projektor schon vorbereitet.
Bis nach Neun zog ich Filme durch. Wir hatten einen Volltreffer gelandet. Mom und Pop waren ebenfalls recht angetan von unserer Ausbeute.
Es war nicht anders zu erwarten, später im Bett, kam natürlich die Sprache auf die Hausfrauen vom Tage. „Ihr habt Recht, das war schon etwas völlig anderes, als die Models im Studio. Allerdings glich es doch sehr meiner Erwartung, die ich aus Bali mitbrachte. Ich hatte aber zudem das Gefühl, als hätten diese Hausfrauen, keine allzu großen Hemmungen, was andere Männer, die der Nachbarinnen, angeht.
Das hat mich doch etwas verblüfft, um ehrlich zu sein“, begann ich das Gespräch.
„Ja, teilweise war es schon etwas heftig, aber ich glaube du irrst, da wurde schon ein wenig arg geflirtet, auch angefasst, aber zum Eigentlichen kam es, meines Erachtens, nur zwischen den Partnern“, meinte Lis. „Oder hattest du einen anderen Eindruck, Kim?“
„Nein, hatte ich nicht. Ich denke, hier in Deutschland ist es da auch nicht so viel anders: Appetit holen ja, gegessen wird zu Hause, hast du, Paul, doch vor kurzem mal gesagt.
„
„So was merkst du dir also“, musste ich grinsen. „Appetit holen. Wäre denn das auch etwas für euch, meine Lieben?“
„Huch. Mir wird ja ganz anders, bei so einem Angebot“, lachte Lis. „Ich wüsste zwar nicht mit wem … aber reizvoll ist es schon. „
„Weib, das war kein Angebot. Das war nur eine Frage. „
„Ich sagte ja, reizvoll wäre es schon.
Zumindest ist es ein Thema, über das wir einmal sprechen sollten. „
„Ich habe ja schon öfters gesagt, außer mit Paul, kann ich es mir mit keinem Vorstellen, so richtig intim zu werden. Genauer gesagt, nur mit ihm möchte ich noch schlafen. Aber sonst … Küssen finde ich immer akzeptabel, du doch auch Lis? Da unser Paul, da offensichtlich ebenfalls viel davon hält, sehe ich keinen Grund, das als Fremdgehen zu bezeichnen.
Nur sympathisch, möglichst uns allen, sollte diese Art von Partner schon sein. „
„Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen“, vermeldete Lis.
Ich dachte kurz nach, konnte dem aber nur zustimmen. Beim Küssen hatte ich noch nie Hemmungen bei netten Mädchen.
Dann hatte Lis noch eine Idee: „Paul, wenn ich so nachdenke, mit Leila und Traudl, das war ja schon etwas intimer, aber immer noch nicht … es kam nicht zur Sache.
Ich meine, wenn Kim mir zustimmt, wenn es mal ganz dringend sein sollte, das könnten wir notfalls auch noch zulassen – intim schmusen. Wir wissen ja, dass du manchmal schon arg angetörn bist, und bevor du uns an ein Model gehst … dann lieber mit jemand den wir kennen. „
„Du denkst ich – ups, ja doch, das ist keine schlechte Idee. Ich finde sie aber nur zulässig, wenn ihr das gleiche Recht in Anspruch nehmen dürft.
Also ist mehr oder weniger alles zugelassen, außer dem wirklichen Beischlaf. „
„Du meinst, ich könnte einen mir sympathischen Kerl, mit ins Bett nehmen, ihn mich anfassen lassen und ich darf ihm auch einen blasen?“, versicherte sich Kim nochmals.
„Was meinst du, Lis?“, fragte ich diese.
„Jaa — warum eigentlich nicht, wie schon mal gesagt, ich wüsste, für mich, nicht mit wem.
Vorstellen kann ich es mir aber schon. Wir leben nun halt mal in einem recht freizügigen Umfeld, da ist es sicher besser, wenn man verlässliche Regeln aufstellt. Alles außer bumsen, richtig oder anal, auch nicht mit Kondom und — eines finde ich auch noch wichtig: Es muss vorher angekündigt werden oder, zumindest, nachträglich gestanden. Das setzte ich zur Bedingung. „
Wir einigten uns schnell darauf, dann gestattete mir mein Weib, eine Stunde mit Kim, in deren Zimmer, dann sei sie dran.
Eigentlich hatte ich, nach dem aufregenden Tag heute, Schlimmeres erwartet.
Frühstücks, am Sonntagmorgen. Mom und Pop sind es inzwischen gewohnt, dass an den Wochenenden, immer was los im Haus ist. Mom liebte es und Pop haut einfach ab, zu seinen Stammtischbrüdern, wenn es ihm mal zu viel wird. Seit Kim im Hause ist, aber immer seltener. Mom sprach einmal mit mir, ob es opportun sei, ein wachsames Auge auf die Zwei zu werfen.
Ich nahm mir Kim vor, alleine. Danach gab ich Entwarnung. Wenn Kim etwas sagt, dann ist das endgültig und Gewalt, seitens Pop, ist kein Thema.
Wir zogen los, Mikel mit. Ich war sehr froh, dass wir heute wirklich nur echte Hausfrauen hatten. Die allerdings in supergeil. Kim musste sie schminken, Lis musste beim Posieren helfen. Die Damen waren erst etwas ungelenk. Dann machte es sich Lis einfacher, sie turnte im Hintergrund vor, die Damen machten es nach.
Auch hier gab es einen Kamin. Auch hier gab es ein Bad, ein Bett und eine Küche. Die Damen machten alles, was wir wollten. Irene machte sich nichts daraus mit ihrem Mann, vor der Kamera, zu schlafen. Die andern Frauen wurden sichtlich geil und geiler.
Nach zwei Stunden hatte ich sieben Filme. So schlecht war das ja nun wirklich nicht. Alles neue Gesichter. Meine Weiber hatten Aufträge von fast 800 Mark, für zusätzliche Unterwäsche, und Kim hatte 40 Mark Trinkgeld, sowie zwei neue Kunden für Tätowierungen und Piercing.
Ihr Laden brummte neuerdings wie verrückt.
(Einfügung wegen Kürzung des Textes.)
Mikel, Kim und ich, handelten einen Preis, pro Film, aus; für weitere Bilder bei den Nachbarn. Auch Verrechnung der Nebenkosten wurden geklärt.
(Ende der Einfügung)
Das Beste an der Geschichte aber ist, dass Mikel meinte, wir könnten uns die meisten Studioaufnahmen in Zukunft schenken. Er würde nur noch spezielle Aufträge schicken.
„Bei den Hausfrauen kommt soviel raus, ich hoffe es bleibt dabei, da kann ich mir die teueren Models schenken. Der Vorteil für unsere Leser ist, es kommen viele unverbrauchte Gesichter dabei raus. Wie wir gesehen haben, ist es scheinbar kein Problem, nach dem Artikel von Lis, auch bei den Hausfrauen, nackte Muschis vor die Kamera zu bekommen. „
„Die sind euch Männer wohl am liebsten?“, kicherte Lis.
„Nun ja, ehrlich gesagt schon, obwohl so ein dichter Wald gar manchmal seine Geheimnisse birgt“, lachte Mikel.
„Auf alle Fälle tun die Damen scheinbar gerne das, was Paul sagt. Die Bilder, die du gemacht hast, sind schon arg frech, aber gut. Mir ist aber noch etwas durch den Kopf gegangen, ich glaube der Titel Hausfrauen ist, genau genommen, falsch. Überlegt mal, wie viele Hausfrauen hatten wir wirklich? Jeweils eine. Der Rest waren Nachbarn und Freunde. Ich denke, Nachbarn, wäre viel treffender und, deckt alles ab, was du, Paul, vor die Linse bekommst.
Was meint ihr?“ Wir konnten dem nur zustimmen. Er hatte völlig Recht.
Inzwischen war es recht spät geworden, es war Zeit, in Bett zu gehen. Da traf Kim noch eine etwas außergewöhnliche Feststellung: „Mikel, bei den Nachbarn, wie das ja jetzt heißt, ist mir etwas sehr angenehm an dir aufgefallen“
„Und das wäre?“, fragte Mikel ahnungslos.
Kim kicherte plötzlich: „Wir sind es ja von Paul längst gewohnt, aber, ich stellte fest, trotz eindeutigem Geschehen, blieb es in deiner Hose ruhig, dabei war es doch wohl das erste Mal, dass du bei so einem Fototermin dabei warst.
Bei mir stellt sich da eine Frage, seid ihr Engländer so cool, oder tust du nur so. Lis und ich, auch Renate, wie ich weiß, hatten am Anfang da schon ein paar Probleme, bei diesen vielen nackten Frauen. Diesmal waren ja auch noch Männer dabei. Ich fürchte, ich zumindest, werde da schon ein wenig schlecht schlafen, denn Lis wird ihren Paul für sich brauchen. Geht dir das auch so?“
Mikel errötete.
Dann gestand er: „Ich wahrscheinlich auch. Schon gestern ging es mir so. Ich bedauere es ein wenig, dass ich Jane nicht mitgenommen habe. Um ehrlich zu sein, wir kennen uns alle ja nun gut genug, in London, habe ich, in der Nähe des Verlags, eine kleine Freundin. Mit der schlafe ich zwar nicht, da würde mir Jane wohl arg an den Kragen gehen, aber es gibt da ja noch andere nette Dinge, die sie mir erlaubt hat … mit dieser Freundin.
„
Lis lachte. „Die darf dir also einen blasen?“
„Ja, mit Erlaubnis von Jane. “ Er errötete noch mehr.
„Du bist ein netter Kerl, Mikel. Ich habe mit Lis und Paul gesprochen, wenn du mir hoch und heilig schwörst, mich nicht zu missbrauchen, dann kannst du mit zu mir hoch kommen. Ich hätte heute nämlich große Lust auf ein Blaskonzert. Nur, wie gesagt, dabei muss es bleiben.
Ich meine, anfassen darfst du mich schon, nur eben nicht … auch nicht mit Kondom. „
„Du, Kim? Lis, Paul, währt ihr damit einverstanden?“
„Kim ist ihr eigener Herr, vielmehr Frau natürlich. Wir haben vereinbart, dass alles, außer bumsen, zugelassen ist“, lachte ich.
„Allerdings nur bei Leuten, die uns sympathisch sind“, lächelte nun auch noch Lis. „Und du bist uns sympathisch. Wenn Kim also mit dir klar kommt … Okay.
Wir vertrauen dir. Du solltest dir aber, falls das noch einmal vorkommen sollte, die Genehmigung von Jane holen. “ In dieser Nacht hatte ich Lis für mich alleine …
*** Schule, Arbeit, Alltag ***
Die Schule machte, zu unserer Freude, recht wenig Stress. Natürlich lernten wir jeden Tag unsere Lektionen. Papa und Mama gestanden uns zu, sie seien zufrieden, wenn unser Notendurchschnitt eine Eins vorne hätte. „Ich denke keiner von euch will Medizin studieren oder Rechtsanwalt werden.
Normale kluge Kinder, das reicht uns“, sagte Papa. Pop und Mom waren auch der Meinung.
Wie bei der Arbeit, ließen Lis und ich aber auch in der Schule nichts anbrennen; wie schnell mal etwas in die Hose gehen kann, hatten wir bei Lis, damals in Physik, gesehen. Lis hat sich nur einmal eine Zwei Minus eingefangen und ich eine Zwei Plus. Flüchtigkeitsfehler, die durften eigentlich nicht vorkommen, aber es geschah halt doch.
Da mussten wir durch. Mehr lernen brachte da nichts, einen Black-out kann jeder einmal haben.
Wir waren jetzt so gut wie jeden Samstag unterwegs zu den Nachbarn. Wir wollten ein Polster von sechs Monaten haben. Das war schnell erreicht. Freitagmittag hatten wir meist nur noch einen Termin, selten zwei. Dafür wurde die Arbeit komplizierter, die Themen waren sehr komplex oder die Aufnahmen schwierig.
An einem Freitag hatten wir etwas ganz Spezielles.
Eine der Frauen vom Klub Hollywood rief an. Sie erzählte, sie hätte da eine tolle Nummer einstudiert, in der sie als Tiger agiert. Ich sagte, sie solle am Freitag kommen, mit Kostüm, ich würde es mir gerne ansehen.
Ich war ehrlich interessiert, denn Mom hatte an einem der letzten Abende erzählt, sie hätte da eine Idee, mit einem Mädchen, das unter Raubkatze aufwächst. „Nicht immer Tarzan oder die Wolfsjungens, warum nicht mal was mit einem Mädchen.
Natürlich verliebt sie sich später in einen normalen Burschen“, erzählte sie uns.
Das Mädchen kam. Das Kostüm war Pipifax. Kim, unsere Body Expertin hatte jedoch sofort die richtige Idee: „Zieh dich aus. Völlig. Ich male dir die Streifen direkt auf die Haut. Das wirkt mit Sicherheit viel besser als dieser Plüschmopp, und du schwitzt nicht. „
„Dann sieht man ja alles von mir“, stöhnte Birgit. „Kein Slip?“
„Nein.
Na und? Du kannst dich sehen lassen und du brauchst die Beine ja nicht zu spreizen. Dazu hast du da ja ein dichtes Haarbüschel, das färben wir rot, das sieht echt tigermäßig aus“, lachte Kim.
Sie bemalte Birgit, fast zwei Stunden lang. Beide hatten ja keine Erfahrung mit Tigern. Ich bereitete das Studio vor. Alles in Schwarz, nur Spotlights, dann legten wir los. Was ich im Objektiv sah, gefiel mir.
Kommt es so raus, wie es soll? Ich machte Pause und entwickelt den Testfilm. Derweil übte Birgit mit Lis und Kim alle möglichen Stellungen. Die Bilder waren, wie ich es mir erhoffte, ich zog zwei Filme durch. Birgit war danach fix und fertig. „Jetzt kann ich mir vorstellen, wie das am Set ist“, erkannte sie. „Da muss ich aber durch. „
Kim malte ihr später ein paar weiße Blüten auf das Fell.
Das sah fast noch besser aus, nicht so gefährlich. Wir waren gut vier Stunden tätig, doch das Ergebnis lohnte. Birgit hatte jetzt eine heiße Nummer und Bilder davon, Mom hat Bilder von ihrem Tigermädchen und Mikel bekam alles. Wir berechneten ihm, nach dem neuen Tarif, 2800 Mark. Kim hatte ja sehr viel Arbeit dabei und sie sah nicht ein, dass sie für weniger als 100 Mark die Stunde, kreativ arbeiten sollte. Schließlich steckte da viel Gehirnschmalz drin und Kim ist gut.
Auch ich, musste mir so einiges einfallen lassen, es war halt keine Routine. Mikel hatte keinerlei Einwände, bekam er mit den Fotos doch auch eine Vorauskopie der Kurzfassung des Romans von Mom. Die Fiesta hatte eine neue Titelgeschichte und nette Bilder dazu. So heiß, wie ein gewisser Tiger, damals in Konstanz, war die liebe Birgit allerdings nicht — zum Glück.
Von Renate und Kikki hören wir regelmäßig. Renate schrieb, sie hätte derzeit einige Arbeit von Marni zusätzlich übernommen, denn Marni sei schwanger und morgens öfters unpässlich.
Das sei aber wohl nur vorübergehend. Lis grinste nicht einmal.
Kikki fragte an, ob wir denn über Weihnachten etwas vorhätten, sie hätte Lust, mal wieder zu reisen. Sie braucht wohl Erholung. Das war mir zumindest eine Vollsitzung am Sonntagmorgen beim Frühstück wert.
Lis schlug die Karibik vor. Martinique war leider ausgebucht. Barbados auch. Ich rief Jutta an. Volltreffer. Sie hat gerade für Marni ein kleines Resort, ganz in ihrer Nähe, gekauft.
Die Renovierung sei bald abgeschlossen. Im Januar soll der Betrieb anlaufen. Ich klopfte es sofort fest, nachdem ich Marni angerufen hatte. Wir konnten das ganze Resort haben. Sie würde, mir ihrem Mann Hosni, auch für ein paar Tage kommen. Wir müssten nur für die Betriebskosten aufkommen.
Unser Freundeskreis ist mittlerweile riesig. Lis, Kim und ich besprachen die Angelegenheit am Abend ausführlich im Bett.
„Ich würde schon gerne alle unsere Freunde dabei haben.
Die meisten haben Geld genug und können einen ordentlichen Anteil selbst bezahlen“, begann Lis. „Nachdem du es mir heute Morgen gesagt hast, habe ich mich mal bei der Agentur von Papa umgehört. Nach Jamaika kann man eine kleine Boeing chartern. Mit First Bestuhlung und entsprechendem Service. Dann passen da 90 Personen rein. Das Ressort hat 80 Zimmer und Suiten. Kim und ich haben gerechnet, unterm Strich kam raus, für 720 Mark pro Person ist es zu machen.
Mit Linie würde es 800 Mark kosten, Gruppenflug in der Holzklasse. Da ist aber noch kein Hotel dabei. „
Dann spuckte Kim ihre Idee aus: „In Rottweil wird ja bereits renoviert. Die Küchenmannschaft ist also quasi arbeitslos.
Hans will sie uns gerne borgen, er selbst ist dann in Teheran und unterstützt Renate. Für diese Mannschaft, einschließlich Klarissa, will Hans bezahlen, als Urlaub vor dem Sturm. Jutta sagt, für die Nahrungsmittel brauche sie je Person 180 Mark.
Da ist Wasser und Limo mit drin, beim Essen. Alkohol kostet extra. Unser Preis für 10 Tage Luxusurlaub, mit Flug in der 1 . Klasse liegt also bei 900 Mark. Machen wir einen Preis von 999 Mark, da haben wir Reserve. „
„Papa sagt, dann macht er auch den Laden dicht“, wusste Lis. „Zwischen den Jahren läuft sowieso nichts. Für seine Mannschaft übernimmt er die Kosten, wenn wir nicht zu teuer sind.
Er murmelte etwas von 1500 Mark sei es sicher wert. Da wusste er nicht, dass wir First fliegen. Ach ja, Abdallah, mit Schwester, kommen auch mit. Abdallah übernimmt unsere Sicherheit, zusammen mit den Sicherheitskräften des Resorts, die dann auch schon da sind. Bleibt Konstanz. Ich denke Rama ist inzwischen nicht nur scharf auf einen schönen Urlaub, sie hat auch Geld genug um Traudl und Freund mitzunehmen. So, das war unser Anteil an deinen Plänen.
„
Ich musste tief Luft holen und dann meine Zwei fest knuddeln. In jedem Arm eine. Die Telefone mussten heute ja heißgelaufen sein.
„Ich werde Micki anrufen und den Mädchen anbieten, die Reise für 699 Mark zu machen. Dazu kann ich ein wenig unsere Sonderkasse plündern. Wenn die Mäuse, die mitkommen, bereit zu ein paar Fotos sind, haben sie das Geld schnell raus. „
„Das ist gut“, lachte Lis.
„Micki hat vor kurzem gejammert, sie bräuchte ganz dringend einen Urlaub. „
„Für Hannes in Hamburg und den Leuten, die es sich leisten können, machen wir einen Preis von 1999 Mark. Hannes wird sicher wieder Urlaubsreif sein. So bieten wir es auch unseren übrigen Freunden an, die uns nicht so nahe stehen. Das ist mit Sicherheit ein sehr guter Preis, vor allem, wenn man bedenkt, was wir leisten: First, in neuen Maschinen, neues Resort im Paradies von Jamaika, Vollverpflegung der besten Art und Hochsaison an Weihnachten.
Da können wir auch noch eine halbe Flasche Tischwein dazugeben, oder ein Bier.
Kikki, wirst du, Kim, anrufen. Sie kann ihren Flug selbst bezahlen, den Flug für Mitzi sicher auch. Lass mal zählen: Haus Oktober sind vier, Haus Bronner sind sechs, nein acht, Abdallah kommt ja dazu. Rama sind auch sechs. Dann sind wir mit Kikki schon zwanzig. „
Wir rechneten und kamen schnell auf fünfzig Personen.
„Wir haben Platz für neunzig. Woher bekommen wir den Rest? Schulkameraden? Kunden? Eine Anzeige?“ Wir machten eine Liste aller nahen und fernen Freunde. Lis schickte Einladungen raus, Kim half. Nette Models informierten wir ebenso, wie nette Nachbarn auch.
Die Schule verlief fast zu einfach. Es machte mir ein wenig Angst, wie reibungslos das lief, wo die Schulfreunde Probleme hatten. Mom richtet Lis und mich auf. „Ihr seid so vertieft in die Arbeit und habt keine Zeit für Nebensächliches, keine Ablenkung, wie die meisten eurer Freunde.
Das macht mir einerseits etwas Sorgen. Eure Jugend geht fast ohne euch dahin. Auf der anderen Seite, lebt ihr wiederum ein Leben, wie Gott in Frankreich. Luxus pur und ihr genießt es. Es lässt sich schwer gegen einander aufrechnen aber, einen wirklich überarbeiteten Eindruck macht ihr eigentlich auch nicht. Bei Kim habe ich das Gefühl, je mehr sie arbeitet, umso vergnügter ist sie. Gestern hat sie in der Küche so fröhlich vor sich hingeträllert, dass ich erst viel später merkte, dass ich nicht arbeitete, sondern zuhörte.
„
„Nö, überarbeitet sind wir sicher nicht, obwohl die Nachbarn ganz schön in die Knochen gehen“, gab ich zu. „Meine zwei Frauen sind halt eine fantastische Hilfe. Lisl machen sich auch ganz gut. Sie und Roland kommen übrigens, als Mitarbeiter, umsonst mit. „
„Das hätte ich fast vergessen, Martin und Jürgen wollen auch mitkommen, mit den jeweiligen Freundinnen, nachdem wir den Preis für Mitschüler auf 1299 Mark festgesetzt haben“, sagte Lis, die alles organisierte.
Nun hatten wir 85 Leute zusammen, der Flieger war fast voll. Sogar Terry und die Mädchen kamen mit, ihr Engagement begann erst Ende Januar. Ich machte ihnen ebenfalls den Preis für Mitschüler, wenn sie uns eine Vorstellung geben. Das wollten sie gerne tun.
Montag, Schule. In Englisch, bei Oberstudienrat Dr. Ottmar, war wieder mal Konversation angesagt. „Miss Elisabeth, sie haben doch immer so schöne Themen aus dem Ausland drauf, sie Paul natürlich auch, aber Elisabeth hört sich netter an.
Was haben sie denn an Weihnachten vor?“, begann er. Auf Englisch natürlich. Er war halt mal wieder neugierig, aber, was soll’s.
„Wir werden nach Jamaika fliegen. Dort haben wir eine gute Freundin. Eine Negerin mit blauen Augen. Ihr Vater stammt aus Hamburg. Unsere ganzen Familien kommen mit“, erzählte Lis ungeniert.
„Das finde ich toll. Kein Wunder, dass euer Wortschatz und euere Aussprache so gut ist. Bei so viel Übung.
Das würde so manchen euerer Mitschüler auch gut tun. Im nächsten Jahr haben wir Schüler im Austausch mit den USA, da wird sicher vieles besser. „
„Wir fahren auch mit, Jürgen und ich“, gab Martin zum Besten. Sein Englisch ist ganz gut, die Aussprache weniger. Die will er, auf Jamaika, in der Praxis üben.
„Ja, könnt ihr euch denn das leisten? So ein Flug ist doch sicher sehr teuer.
Ich habe mich mal erkundigt, alleine nach Florida kostet eine Woche schon fast 2000 Mark“, wunderte sich Herr Ottmar.
„No“, sagte Jürgen. „Paul verlangt 1299 Mark mit Vollpension. Wir sind 11 Tage unterwegs. Davon eine Nacht im Flieger. „
„Na, da würde ich sofort auch mitfliegen“, staunte Herr Ottmar.
„Das ist ein Schülerpreis“, sagte Lis, Lunte witternd. „Lehrer zahlen …“ Sie sah mich an, ich nickte.
„Also Lehrer, die wir mögen, zahlen 1499 Mark. Der normale Preis ist 1999 Mark. Es wird ein schönes Zimmer mit Vollpension geboten und ein Flug in Erster Klasse der PanAm. Der kostet im Normalfall alleine über 4000 Mark. „
„Habt ihr denn noch drei Plätze frei? Meine Tochter würde sicher gerne auch mitfliegen“, biss unser Englischlehrer sofort an.
„Wir haben. Es wäre uns sogar eine Freude. Schule ist in den Ferien natürlich kein Thema“, stimmte ich zu.
„Von was glaubt ihr, dass ich mich erholen muss?“ Lachte er.
Lis faselte, nach dem alles Geld eingegangen und die PanAm sowie das Hotel bezahlt war, dass ein recht netter Überschuss geblieben sei. Fast 10000 Mark. Ich sagte, sie soll es Kim geben, zum Mitnehmen. Es solle ja keinen finanziellen Gewinn geben, bei Freunden.
Es würde uns vor Ort sicher etwas einfallen das Geld los zu werden, sonst würde nur das Finanzamt seinen Teil davon haben wollen.
*** Weihnachtsurlaub auf Jamaika ***
Weihnachten, zweiter Feiertag. Das Charterflugzeug war pünktlich. Abflug 7 . 05 Uhr. Wir flogen von Stuttgart aus, direkt nach Jamaika mit Zwischenstopp, zum Tanken, in Dallas. Der Service war recht gut, wenn auch nicht ganz der First Class Service, wie bei Linie. Sekt statt Champagner vor dem Abflug und eine reduzierte Alkoholauswahl während des Flugs. Das fiel, außer uns Vielfliegern, keinem auf. Eine Lounge gab es auch nicht.
Das Essen war dafür gut und reichlich. Frühstück und Mittagessen. Die Weine dazu waren sehr gut, das Bier weniger. Amerikanisches Bier, aus Mais gebraut.
Wir kamen um 15 Uhr an. Zeitverschiebung. Kikki war schon da, mit Mitzi. Drei Bussen holten uns ab. Kikki hatte mit Jutta alles organisiert, sogar die Zimmer im Hotel inspiziert. Die Drei haben die ganze Nacht hindurch an der Belegung der Zimmer gearbeitet.
Die Zimmer liegen in einem zweistöckigen Haus, mit v-förmigem Grundriss.
Sie waren verblüffend groß und gut. Die Zimmer im Erdgeschoss hatten eine Terrasse, die Oberen einen Balkon. An jedem Ende und in der Mitte des Hauses, gibt es ein drittes Stockwerk. Da waren auch die Lifte. In der Mitte war, im Erdgeschoss, der Empfang, das Restaurant und die Bar. In den dritten Stockwerken, gibt es je zwei Exekutive Suiten und mehrere Juniorsuiten, die zum Garten hin, zusätzlich auf eine große, gemeinsame Terrasse führte. Diese dritten Stockwerke nannten sich, etwas übertrieben, Tower.
Kikki hat die Zimmer gnadenlos nach ihrer Vorstellung aufgeteilt. Der Nord-Tower war für Familie Oktober, sie bezog sich und Marni ein. Mom und Pop hatten, unter uns, im Erdgeschoss, ein wunderschönes Eckzimmer mit großer Terrasse und direktem Zugang zum nördlichen Pool. Kikki hatte die Betten aus dem Zimmer geworfen und eine schöne Sitzgruppe hingestellt. Das Zimmer hatte eine Türe zum Nachbarzimmer, das jetzt als Schlafzimmer diente. Damit war Mom und Pop bestens versorgt.
Was Mom am meisten beeindruckte war, dass Jutta ihr einen jungen Schwarzen, als Butler, während des Tages zur Verfügung stellte. Dem kräftigen Burschen machte es keine Mühe, Mom, überall, wo sie hin wollte, zu bringen. Notfalls wurde sie einfach auf Händen getragen.
Der Süd-Tower war für Rama und Anhang reserviert. Rama bekam natürlich die Exekutive Suite, Leila, Peter, Traudl und ihr Freund, Juniorsuiten. Die andere große Suite ging an Willi, mit Blondi.
Das Baby der beiden blieb bei der Oma. Blondi hatte Ruhe nötig.
Der Mittel-Tower war für Papa und Mama Bronner reserviert, in der großen Suite. Die zweite große Suite hatte Mikel. Kristin mit Axel und Hannes mit seinen Damen, teilten sich die kleinen Suiten.
Oberstudienrat Dr. Ottmar war sehr zufrieden mit dem südlichen Eckzimmer, dem Pendant zu dem von Mom. Die Tochter schlief im Nebenzimmer, mit geöffneter Verbindungstüre.
Sie hatten direkten Zugang zum südlichen Pool, der, über eine Art Wildwasserkanal, mit dem nördlichen Pool verbunden ist.
Alle, die ich ansprach, waren des Lobes voll. Sie waren höchst zufrieden mit ihren Zimmern. Abdallah mit Schwester wohnten unter uns. Zutritt zu unserem Stock, ging nur an ihm vorbei. Er kann noch sturer als Roland sein. Bewaffnet war er hier nicht, ein Baseballschläger ruhte jedoch in einer Nische, bei dem Aufgang zu uns.
Mit dem Lift konnte nur hochkommen, wer einen Schlüssel hat.
Seine Schwester, klein, tüchtig, leider ebenso wenig hübsch wir ihr Bruder, versorgte als Zofe, besser weiblicher Butler, unser Stockwerk. Urlaub einfach so, war ihr zu blöde, sie war so was gar nicht gewohnt, wie Abdallah auch. Zum Baden ging sie jedoch gerne mit und als Model für mich zu stehen, machte ihr keine Angst.
Rama bekam ebenfalls eine Zofe, eines der Mädchen aus dem Haus von Jutta.
Inzwischen waren diese gut geübt in diesem Job.
Es ist schwer zu erzählen, was für einen tollen Urlaub wir hatten, ohne in unnütze Schwärmerei zu verfallen. Alle waren zufrieden, die Mickimäuse vorne dran. Micki, Frettchen und noch Vier, hatten ihre Verlobten mitgebracht. Wie ich hörte, waren die Paare zum ersten Mal in einem Zimmer. Es wurde wohl ernst.
Mom wollte sie alle sprechen. Sie residierte zwischen ihrem Zimmer und dem Pool, in einer schattigen Laube.
Es war schnell klar, dass diese Laube, der Dreh- und Angelpunkt für die älteren Semester wurde. Jutta sah das auf jeden Fall gleich, am nächsten Morgen war ein Stand eingerichtet, in dem es Getränke und Snacks gab. Primitiv vielleicht, das Eis und die Getränke waren in einer großen Kiste, die Gläser auf einem Tablett, mit einem Tuch bedeckt, Snacks und viel Obst unter einem Glassturz. Eine hübsche Schwarze saß auf einem Stuhl, unter einem Sonnenschirm, daneben.
Ihr Geschäft ging sehr gut.
In unserem Tower fehlte eine Juniorsuite, dafür gab es die Lounge. Genau genommen wurde sie erst in der letzten Nacht von Kikki eingerichtet. Alle Möbel raus, eine Anrichte für das Essen, Kühlschrank und Vitrine, Klubsessel, kleine Tische, fertig. Vor der Lounge gab es noch Gartenstühle und Tische unter Sonnenschirmen. Kikki kannte unsere Vorlieben ganz genau. Dass wir am späten Nachmittag Alkohol und Snacks bekamen, musste ja nicht jedem unserer Gäste vorgeführt werden.
Die Lounge sollte uns etwas privaten Freiraum geben. Jutta ließ es sich jedoch nicht nehmen, in der Bar im Mittelbau, eine blaue Stunde einzurichten. Getränke aus Rum und einheimische Biere zum halben Preis. Kleine Sandwichs kostenlos.
Traudl schlich sich mit ihrem Freund in unserer Lounge ein. Lis hatte Abdallah darauf vorbereitet, er kam trotzdem, sehr skeptisch, mit nach oben. Als ich Traudl, und Lis den Freund küsste, zog er sich grunzend zurück.
Die Zwei waren anerkannt. Papa, Kristin und Axel waren ihm vertraut. Rama, Friedrich und Leila natürlich auch. Mikel und Willi lernte er kennen. Mom, Pop und die Frauen von Willi und Mikel auch. Wenn wir sonst jemand einluden, brachten wir ihn persönlich hoch, aber immer an Abdallah vorbei.
Mom wurde von ihrem Butler hoch gebracht. Er servierte ihr und Pop auch die Getränke. Pop war es erst etwas peinlich; als er aber sah, dass Rama und Friedrich von ihrer Zofe genau so behandelt wurde, gewöhnte er sich flott daran.
Der Butler hatte schnell die Lieblingsgetränke von Pop raus. Ein Bakschisch, zu dem ich Pop riet, half darüber hinaus. Wie immer und überall.
Die Küche, unter Leitung von Klarissa und ihren Leuten, funktionierte erstklassig. Buffet zum Frühstück, leichtes Mittagessen mit viel Salat und Obst, zum Abendessen wieder Buffet. Es variierte zwischen sehr gutbürgerlich Deutsch, Karibisch mit viel Fisch, und Amerikanisch. Letzteres in Form von Steaks. Zweimal gab es Spanisch. Das war eine echte Tapas Orgie, mit Sangria, frei und in Mengen.
Nach dem Essen gab es eine Show am Pool. Wer wollte, konnte danach in der Bar, bis tief in die Nacht hinein, tanzen. Für die Shows hat Jutta bei Kim um Geld gebeten. Sie waren es wert, die einheimischen Bands haben das schon raus. Zu heißen Limboklängen, wurde nicht nur bis weit nach Mitternacht getanzt, es wurde auch fleißig unter dem Stab hindurchgeturnt. Sehr zur Freude der Musiker. Terry und ihre Girls brillierten dabei, der ganze Rest lernte es schnell.
Auch wir versuchten es, mit leidlichem Erfolg.
In dem wirklich tollen Klima, war es kein Wunder, dass ich jede Menge Models fand, die liebend gerne für mich posierten. Das begann schon am ersten Tag, als ich mit Lis durch den Garten schlenderte, um das Terrain zu sondieren. Margret, eine Kundin, die schon dreimal bei mir war, immer wieder von Verlag angefordert, hatte so eine aufregende Bluse an, dass ich unbedingt mit der kleinen Kamera einen Schnappschuss haben musste.
Willi wird sich freuen, die Bluse ist aus seinem Sortiment, wenn auch selbst gekauft. Margret ist so eine süße, verzeih mir Margret, süße doofe Blondine. Sie spielt diese Rolle zumindest ganz ausgezeichnet. In Wahrheit ist sie Jurastudentin und schloss zwei Jahre später ihr Studium mit magna cum laude ab. So kann man sich halt irren. Sie selbst sagte aber, das sei, später vor Gericht, sicher ihre schärfste Waffe, um den Gegner zu erledigen.
Marni, mit Mann, kamen am zweiten Tag.
Ich holte sie, mit Lis und Kikki, am Flughafen ab. Sie küsste mich ganz ungeniert. Das nahm Lis zum Anlass, ihren Mann Hosni einfach ebenfalls abzuknutschen. Kikki fuhr den Wagen, aus dem Fuhrpark von Jutta. Marni saß neben mir, Hosni neben Lis.
„Ich habe Hosni, meinem überaus geliebtem Mann, gestanden, was zu gestehen war“, plauderte Marni los. Eine verliebte junge Frau, keine Generaldirektorin. „Er hat es sehr viel schneller begriffen, als ich es fürchtete.
Er freut sich auf sein Kind. Nach der letzten Untersuchung und der Weissagung einer gewissen Dame, tatsächlich männliche Zwillinge. Im Haus Radama herrscht Aufruhr. Seit 102 Jahren und dann noch in einer so kritischen Zeit, der erste männliche Nachwuchs. Es war sehr schwer, mir diesen Urlaub zu ergattern, die Familie wollte mich lieber auf ein goldenes Podest stellen. Mich! Doch das wird dich kaum so sehr interessieren. Renate vertritt mich eine Woche, Hans hilft ihr dabei, er hat unser volles Vertrauen.
“ Sie gab mir schon wieder einen Kuss. „Den soll ich dir von Renate geben. Hosni, küsse Lis. Der kommt von Hans. “ Lis ließ es gerne mit sich geschehen. „Damit ist das erledigt. Jetzt kommt unser erster Urlaub“, endete sie. „Ach ja, seid so nett und vergesst die Prinzessin. „
Ich bot ihr an, sie könne unsere Suite haben. Sie wollte nicht, die Juniorsuite genüge ihr. „Ich habe Hosni bedrängt und er hat nichts dagegen, er hat mir eine, oder auch zwei Nächte in deinem Bett, mit deinen Frauen natürlich, gegönnt.
Ich fürchte fast, er ist dir sogar dankbar … Hrm. Dankbar, für die Reise hierher natürlich“, antwortete sie. Ich verstand sehr wohl, was sie meinte.
„Nun, wenn er dann sehr friert – ich könnte, im Namen der Familie, sicher hilfreich sein. Als Geisha habe ich gelernt, ganz keusch, Herren zu unterhalten. Bei Paul habe ich gelernt, was Freundschaft ist. Echte Freundschaft. Ich sag das nur mal so, wie ich es von Paul, Lis, Renate und Kim kenne.
Irgendwie, fühle ich mich auch dem Hause Radama verbunden. Ich lebe, seit mein Mann tot ist, für das Haus so aktiv, wie zuvor nur als Pauls Nebenfrau“, sagte Kikki ganz locker, vom Steuer her. Kikki, die zigfache, meist gelangweilte Millionärin.
Hosni tat, als hätte er es nicht verstanden. Marni musste tief Luft holen. „Ich muss ja noch so viel lernen. Prinzessin zu sein ist ein – wie würdest du es nennen, Paul?“, fragte sie etwas kläglich.
„Wäre dir mit Scheißjob gedient? Aber er ist nun leider mal wichtig. Als Prinzessin soll man sich aber nicht um alles Selbst kümmern. So manche Arbeit kann man delegieren. Gerade schwangere Frauen müssen da ja sehr darauf achten, dass ihr Seelenleben intakt bleibt. Das weiß ich von Mom. Wenn man Freunde hat, wird vieles sehr viel leichter. Man kann sich in den Schoß der Gemeinschaft fallen lassen und sich einfach zurücklehnen, um die Freundschaft zu genießen.
Werdende Mütter haben dazu hin einen gewissen Schutz, ich sollte eher Respekt sagen. Freundschaft bedeutet keinesfalls nur Sex. Werdende Väter brauchen aber auch Trost und das nicht bei völlig Wildfremden. Auch da können Freunde sehr wohl, völlig uneigennützig, hilfreich sein. Freunde!“ Sagte ich, überzeugt davon.
Wir waren da. Abdallah grüßte so devot wie früher. Marni zog ihn hoch und redete ohne Ton mit ihm. Er verneigte sich sehr tief. Marni hatte ihm gesagt, er möge die Huldigung in Zukunft unterlassen, er sei ihr ein echter Freund.
Sie fand ihre Juniorsuite toll. Sie und ihr Mann waren etwas müde. Zeitverschiebung. Sie hatte aber noch den Nerv, Befehle höchster Priorität zu geben. Die Suite, in der Kim und Kikki schliefen, sie hat eine Türe zu unserer Exekutive Suite, bekam innerhalb der nächsten zwei Stunden eine weitere Verbindungstür. Zu der Juniorsuite von Marni. Das Ganze wurde, mit ein paar Änderungen für später, als Jutta Berger Suite deklariert. Diese fiel, als sie das hörte, aus allen Wolken.
Marni und Mann okkupierten zur Mittagsruhe einfach unser Bett. Wir gingen zu Mom an den Pool, bis Marni und Hosni dazu kamen.
Natürlich große Begrüßung. Ich hatte gesagt, sie sei hier ohne ihren Titel und wolle einfach als junge Frau behandelt werden. Pop hatte da wohl etwas missverstanden. Er küsste Marni einfach und – sie ließ es sich gerne gefallen. Hosni küsste dafür Mom, nach dem sie ihm vorgestellt wurde.
Mom fand das wiederum völlig Normal.
Am Abend lud ich Familie Ottmar zum Cocktail in die Lounge ein. Lis und ich holten sie ab, mit der Tochter Elke. Vorbei an Abdallah, wie es sich gehört, gingen wir die Treppe hoch. Wir waren ein wenig spät, die regelmäßigen Gäste saßen schon da, die ersten Cocktails waren bereits serviert oder selbst eingeschenkt. Das war von uns allerdings auch genau so gewollt.
„Meine Damen und Herren“, bat ich, auf Englisch, um Aufmerksamkeit.
„Dies ist Familie Dr. Ottmar. Er ist unser Englischlehrer. Wenn wir uns, mit einigen von euch, heute überhaupt verständigen können, so ist das, mehr oder weniger, alleine seine Schuld. Bleibt sitzen, wir kommen zu jedem. “ Und das tat ich, Lis im Gefolge.
„Dies ist Prinzessin Rama, ihr Mann, Prinzgemahl Friedrich. Die Tochter, Prinzessin Leila und ihr Verlobter Peter Hartmann. “ Dr. Ottmar war sichtlich geschockt. Das war auch der Sinn der Übung, doch unbarmherzig ging es weiter.
„This is reigning Princess Marni and Prince Hosni Radama. They are very close Friends of us. “ Dr. Ottmar schluckte.
Marni erkannte klar, was hier lief. Sie lächelte huldvoll, als sie ihren Handkuss, wie zuvor Rama, bekam. „Hello, Dr. Ottmar. Our Earl Paul and Countess Elisabeth are so much more for us, than only Friends. They are definitely part of Radama. Even, when his rank may not be certified in Germany.
“ Frau Ottmar übte sich in Hofknicks. Marni hob sie hoch. Der sehr verlegenen Tochter Elke, legte Hosni eine Hand auf den Kopf und nickte hoheitsvoll.
„Paul, bitte, sie veräppeln uns doch nicht?“, sagte Dr. Ottmar, als wir weitergingen. Sind sie wirklich Graf, ein Fürst? Elisabeth auch?
„Dr. Ottmar, es tut mir Leid, aber es stimmt. Es hat uns niemand gezwungen sie heute einzuladen, warum sollten wir dann so etwas Blödes tun, wie sie zu verulken.
Sie waren stets ein guter Lehrer, heute wollen wir ihnen gerne einmal zeigen, zu was uns ihr Unterricht befähigt hat. Lassen sie auf alle Fälle aber dumme Anreden. Unsere Titel sind in Deutschland nicht im Adelskalender eingetragen. „
Wir kamen zu Kikki, sie grüßte sehr freundlich. Auch sie hatte wohl erkannt was war. Sie parlierte mit der Familie. Als wir uns verabschiedeten, gab sie mir einen Kuss. Lis auch einen.
„Und was ist sie?“, wollte Dr.
Ottmar wissen.
„Sie ist Geisha 1 . Klasse und Millionärin. Sie verwaltet die Geschäfte des Hauses Radama in Japan. Ach ja, Damen dieser Art, unterhalten Gäste mit Musik und klugen Worten, sie würden niemals mit ihnen … sie verstehen, nehme ich an. “ Wir gingen weiter.
„Dies sind die Flamenco Dancers, eine Showgruppe, die wir wohl demnächst sehen. “ Ich stellte die Damen einzeln vor und sprach ein paar Worte spanisch mit Terry.
Lis natürlich auch. Wir hatten sie extra heute in unsere Lounge eingeladen. Soll Dr. Ottmar doch denken, was er will. Ich konnte mich jedoch des Eindruckes nicht erwehren, dass er ein wenig stolz auf seine Schüler war.
„Dies ist meine Mutter. Sie schreibt unter dem Pseudonym Beatrix Mai. Sie gnädige Frau, werden sie vielleicht kennen. „
Natürlich kannte Frau Ottmar einige Romane, selbst Tochter Elke hatte schon etwas von ihr gelesen.
Beatrix Mai ist halt bekannt.
Es ging weiter. Papa und Mama waren dran. Der Teppichhändler vom Postplatz, die Eltern von Lis. Papa feixte und Familie Dr. Ottmar war noch mehr geschockt.
Die blauäugige Negerin, Jutta Berger, und meine Schwester Kim, der thailändische Fratz, konnten es da sicher nicht mehr schlimmer machen. Dr. Ottmar war geschafft.
Ich ging mit ihnen an die Open Bar und Lis besorgte einen Teller der Leckereien.
Wir setzten uns mit den drei an den großen Tisch, an dem das Haus Radama residierte. Leila und Peter verzogen sich zu Traudl und Freund. Die Unterhaltung fand auf Englisch statt. Dr. Ottmar parlierte fleißig mit den Damen, seine Frau auch, die Tochter hatte etwas Schwierigkeiten. Lis meinte später, das sei typisch für Pauker, den eigenen Kindern könnten sie es nie beibringen. Zwischendurch gab es mal eine Diskussion in Spanisch, Terry wollte etwas wissen.
Um ihm zu zeigen, was wir noch so drauf hatten, sprachen wir mit Marni auch mal ein paar Sätze persisch.
„Also Paul, jetzt ist mir völlig klar, warum sie und Elisabeth so gut in der Schule seid. Ihr könnt Sprachen und, ihr benutzt sie auch. Ihr könnt euch ausdrücken und ihr habt offensichtlich Welterfahrung. Ich finde das toll, ganz toll. Ich beneide euch fast. „
Marni verbrachte jede zweite Nacht bei uns.
Sie konnte nicht genug von der Plauderei mit uns haben. Der Platz in unserem Bett war aber leider knapp. In den Nächten, in denen sie bei uns war, schliefen daher erst Kikki, dann Lis und danach Kim bei Hosni. Sie schliefen bei ihm, nicht mit ihm. Marni und wir anderen hatten keinen Grund daran zu zweifeln. Lis und Kim gaben freiwillig zu, ein wenig geschmust hätten sie schon. Kikki wurde nicht befragt, sie ist eine Geisha 1 .
Klasse. Hosni war als Freund akzeptiert. Marni konnte es erst nicht begreifen, Hosni erklärte es mit seinem Aufenthalt in Europa. Da müsse man anders mit Frauen umgehen, das hätte er dort gelernt.
So ganz aus ihrer Haut konnte Marni natürlich auch nicht. Sie saß mit Rama täglich gut zwei Stunden zusammen. Geschäftlich. Jutta wurde mehrfach dazu gerufen. Plötzlich war auch Mikel mal dabei. Er gestand, er sei irgendwie Verlagsleiter von Fiesta und Nachbarn geworden.
Mein Kontakt zum Verlag sei er aber immer noch, das wolle er auch bleiben. Ich konnte mir denken, was Sache ist. Willi hatte auch plötzlich Rosinen im Kopf, Radama will in deutscher Wäsche investieren. Lis machte mir erst klar, wie viel Geld 20 Milliarden sind.
Mom und Pop hatten mit meinen Problemen keine Sorge. Dafür machte die ihnen plötzlich Jutta, wenn auch auf völlig andere Art und Weise. Nein, nicht die blauäugige deutsch jamaikanische Mulattin, Jutta der liebenswerte Mensch.
Es begann damit, dass sie Mom einen Artikel brachte, aus der Tageszeitung, in dem stand, dass es in Boston, USA, einen Chirurgen gibt, der ein Knie mit irgendeiner Legierung total ersetzen kann. Er garantiert dafür, dass das Knie einwandfrei funktioniert. Mom war völlig verzweifelt. Pop, Papa und Mama, Rama und Friedrich, die Sechs hingen sowieso immer zusammen, richteten sie wieder auf. Geld war nicht das Thema, um das es ging; die Angst, ob es denn klappen könnte, schon sehr viel eher.
Dann kam Marni dahinter. „Mom, du gehst nach Boston. Von hier aus, und wenn ich den ganzen Laden kaufen muss. Paul hat mehr für das Haus Radama getan, als wir für seine Dienste jemals zurückgeben können. “ Sie fasste sich, wohl unbewusst, an den Bauch. „Kim, deine Tochter, ich kenne sie nun schon sehr gut, sie wird mit dir kommen und bei dir im Zimmer schlafen. Sie ist Krankenschwester und wird das Recht haben dir jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
Das Haus Radama will es so. Ich habe nachgefragt, es kann sechs Wochen dauern. Danach weiter acht Wochen in der Rehabilitation. Falls du es vergessen haben solltest, du bist in unseren Augen die Mutter eines Grafen des Hauses Radama. Was wären wir wohl für eine Familie, wenn wir dein körperliches Wohlbefinden, nicht über unser eigenes Wohlbehagen setzen würden. „
Pop sprach ein Machtwort: „Klara, verdammt noch mal! Schlimmer kann es doch nicht werden.
Du wirst Schmerzen haben, unsere Kim hat dir da schon tausendmal geholfen. Wenn du danach auch nur ein wenig gehen kannst, ich wäre der glücklichste Mensch der Welt. “ Er küsste sie. „Denke aber auch an Paul, seine Weiber und – Marni hat es gesagt, an das Haus Radama. Eine Beatrix Mai kann ganz sicher auch noch schwungvoller und besser schreiben, wenn sie, verzeih mir das böse Wort, wenn sie kein Krüppel mehr ist.
„
„Ich komme mit und stehe dir bei Mom“, bot Kim an.
„Ich leide mit dir. Du sollst aber aufrecht hinter uns stehen, wenn ich Paul heirate!“, befahl Lis brutal. Sie ist der festen Überzeugung, dass ein Befehl manchmal Wunder bewirkt.
„Ich werde gleich deinen Rückflug stornieren. Den von Kim ebenfalls. Ich nehme Jutta und ihren Mann dafür mit, die wollen in Hamburg einfallen.
Dein Flug wird umgebucht“, sagte ich genauso brutal.
„Ihr habt Recht. Schlimmer kann es nicht werden. Kim, meine liebe Tochter, dass du mitkommst, macht es mir um vieles leichter. Nun lasst uns aber den restlichen Urlaub besonders freudig genießen. Von dir, Kim, möchte ich ein Engel, wie ihn Lis hat, über dem verlängerten Rücken. Die Ärzte in Boston sollen nicht glauben, ich sei ein Wrack!“ Mom hatte schon heute, alleine bei dem Gedanken wieder laufen zu können, fast wieder ihre alte Energie zurück.
Zusammen mit Lis, schoss ich im Garten ein paar Serien für Mikel. Ich hatte ihn natürlich vorher gefragt, ob er die denn auch brauche. Er war ganz wild darauf. Ich rief zusammen, was ich bekommen konnte. Zu meinem Erstaunen meldete sich auch Tochter Elke von Dr. Ottmar. Sie war nicht einmal schlecht, eher im Gegenteil. Ihre Mama schaute zu, als ich die Bilder machte. Papa Ottmar war mit Einheimischen zum Fischen.
Ob er überrascht wird? Lis und ich hatten den totalen Spaß beim Fotografieren, Arbeiten konnte man das sicher nicht nennen, es war mehr eine Freizeitbeschäftigung.
Pop schaute sich das Ganze auch eine Weile an, dann klopfte er mir auf die Schulter und meinte: „Du hast recht. Wenn man es so gut kann wie du, dann ist es keine Arbeit mehr, sondern ein Vergnügen. Allerdings, denk ich mal so, nur wenn auch die Models gut sind!“ Dann ging er fröhlichen Gesichts wieder zu Mom.
Lis schaute mich an, dann sagte sie: „So habe ich das eigentlich noch nie gesehen. Dass du gut bist, das weiß ich, dass es aber vor allem von den Models abhängt? Da werde ich mal ein Auge drauf werfen. Ab sofort kommt nur noch das Beste vor deine Kamera. „
Wir knutschten auf offener Szene, es interessierte sich keiner dafür. Zur Cocktailstunde redete Lis auf Mikel und Willi ein, ich hielt mich da raus.
Wie gut ein Model ist, sieht man erst hinter der Kamera.
Mom hatte inzwischen eine seltsame Stimmung. Sie schwankte zwischen Lachen und Weinen. Dass es dabei um die bevorstehende Operation ging, das war mir völlig klar. Trösten half da nicht.
Eines Abends schlugen Terry und ihre Truppe zu. Heimlich hatten sie, irgendwo im Hinterland, zusammen mit ein paar Einheimischen, eine ganz neue Nummer eingeübt. Sie hatten inzwischen die letzten Feinheiten raus.
Kurz gesagt, die Senoritas sind Weltspitze geworden. Was sie da auf die Fliesen legten, war einmalig. Wir waren gut 120 Zuschauer, die sich die Hände wund klatschten. Als sie die Nummer brachten, wo sie sich ausziehen, gab es stehende Ovationen, obwohl sie wieder diese Art Slip anbehielten. Zum Schluss brachten sie eine ganz neue Limbo Nummer, mit vier gut aussehenden Jamaikanern, als Mittänzer, und zwei Limbotrommlern. Gallicia, die ausgezeichnete Leadsängerin der Gruppe, sang mit einem der Burschen.
Er hat eine etwas raue, aber sehr gute Stimme. Aussehen und anhören tat er sich fast wie Harry Belafonte. Die Zuschauer rasteten völlig aus. Die Gruppe musste viermal wiederholen und dann, in Abständen von einer halben Stunde, wurde der Song erneut skandiert und nach der Gruppe gerufen. Die Band übernahm ja heute Abend auch die Tanzmusik. Terry sagte mir, es sei fantastisch, wie die Nummer eingeschlagen hätte, und üben sei ja nie verkehrt, aber sechsmal bis Mitternacht, das sei doch sehr ungewöhnlich.
Das fanden auch Lis und ich.
Im abendlichen Bett fragte Marni: „Was haltet ihr von der Nummer mit Terrys Mädchen. Sind die immer so gut?“
„Also, die paarmal, wo wir sie gesehen haben, ganz bestimmt“, bekundete Lis. „Sie wurden eigentlich immer besser. Sie scheinen aber auch sehr fleißig zu sein. Wir haben es in den Herbstferien gesehen, mit welchem Ernst sie täglich und stundenlang proben. „
„Den Eindruck hatte ich auch.
Ich meine, man sollte ihnen die Chance zum Durchbruch geben. Ruf diese Terry an, sie soll kommen. Ich ziehe mich an, du auch Paul. Wir besprechen das in der Lounge. Sie kann ihren Freund mitbringen. „
Ich rief an. Terry war etwas verunsichert, aber sie kam. Es war immerhin schon ein Uhr morgens. Es wurde zwei Uhr. Es wurde drei Uhr. Dann war klar, dass die Mädchen so bald wie möglich auf Tournee gehen.
Kikki, die bald auch noch dazu gerufen wurde, hatte einen Manager zur Hand. Alles war klar, das Haus garantierte für die Kosten. Die Tanzgruppe schlief in dieser Nacht nicht mehr. Welttournee, Start am ersten Mai in Tokio. Mit den Negern. Das soll Jutta regeln. Direkt ins kalte Wasser ist am besten.
Was wir noch erfuhren, war sicher wieder etwas für Mom. Gallicia hat sich ganz schrecklich in den Sänger verknallt.
Terry meinte dazu nur: „Jetzt hat dieser Topf auch einen Deckel gefunden, einen schwarzen Deckel, aber Gally scheint voll auf ihn abzufahren. Nur dadurch kamen wir überhaupt zu dieser Nummer. Am ersten Abend schon muss es gefunkt haben. Am Morgen stürmte sie mir in die Bude und bat darum, dass ich ihn anhöre. Gally ist unsere Letzte ohne Mann oder Freund. Ein Schwarzer? Es ist uns voll egal, schlimmer, wir mögen ihn alle gut leiden.
Gally ist noch ein wenig eifersüchtig, ich denke, das gibt sich bald wieder. Wir andern sind ja versorgt.
Wir genossen den restlichen Urlaub in vollen Zügen. Damit ich nicht womöglich vor Langeweile sterbe, hatte Lis mit Jutta ausgekungelt, dass ich auch ein paar jamaikanische Hausfrauen aufnehmen konnte. Es lief alles so voll natürlich ab, dass ich am Abend voll Schreck sah, dass ich 18 Filme durchhatte. Uns kam es mehr wie ein Privatbesuch bei guten Freunden vor.
Das Resort war fest in unserer Hand. Klar, dass wir das ausnutzten und nackt im Meer badeten. Mom hatte ihre Tätowierung und ein sehr freches Tangahöschen, dass man sie auch sieht. Nur Pop lief rum wie Falschgeld. Er hat als Erster erkannt, dass seine Frau verdammt lang weg sein wird. Noch nicht einmal Kim, war dann ja da. Lis merkte, dass etwas nicht mit ihm stimmte und sprach lange mit ihm.
Dann fanden wir die Lösung – Lis wird ganz bei mir wohnen, solange Mom und Kim weg sind. Papa meinte, er würde aber nur zustimmen, wenn wir jeden Sonntag zum Kaffee kämen. Das taten wir aber meist sowieso. Pop war beruhigt und Mom wollte uns alle abküssen. Dann tauchten doch noch ein paar Probleme auf: Mom und Kim hatten ja nur Urlaubskleidung dabei. Ich sprach mit meinen Frauen, abends im Bett. Dann entschieden wir, ich würde mich weitere 14 Tage vom Unterricht befreien lassen, um Mom und Kim die richtigen Klamotten nach Boston zu bringen und mitzuhelfen, dass Mom die erste Zeit gut übersteht.
Ich wollte den Lehrern im Gegenzug anbieten, in dieser Zeit verschiedene Hausaufgaben, ihre Wahl, zu machen. Lis will wieder Mitschriften vom Unterricht erstellen.
*** Boston ***
Der Urlaub war vorbei. Mom und Kim bekamen einen Linienflug nach Boston. Die Klinik hat reibungslos funktioniert und Mom mit dem Krankenwagen direkt an der Maschine abgeholt. Die Formalitäten fanden im Krankenwagen statt. Ich erfuhr am Telefon, dass die großen Untersuchungen sofort begonnen haben und die Aussichten als äußerst hoffnungsvoll eingestuft wurden.
Sie und Kim gaben mir eine Liste der Dinge durch, die ich noch zusätzlich mitbringen sollte. Mikel gab mir, noch in Jamaika, die Telefonnummer eines Freundes aus Boston. Er könne mir einige amerikanische Models vermitteln, ich würde doch sicher nicht den ganzen Tag mit Mom Händchen halten und Kim schläft ja bei ihr im Zimmer. Meine Freunde scheinen es zu lieben, wenn ich mit Arbeit eingedeckt bin. Arbeit lenkt aber auch ab, wie Renate einmal ganz richtig festgestellt hat.
In der Schule, ich ging gleich zum Rektor, gab es keine Probleme. Knorr drückte mir eine Buchbesprechung auf. Das Buch bekam ich gleich dazu, Faust, wie ich es befürchtet habe. In Englisch wurde ich beauftragt, täglich ein Exzerpt aus einer dortigen Tageszeitung zu schreiben. Eine Seite Lokales genüge. Das war mit Sicherheit pure Neugierde von Dr. Ottmar. Schaden tat es mir aber kaum. In Französisch sollte ich mich auf ein Referat über Boston vorbereiten.
Die Naturwissenschaftler wünschten mir alles Gute. Vielleicht sind mir deshalb diese Fächer so lieb. Überfordert war ich also nicht und Angst in der Schule etwas zu versäumen, hatte ich auch nicht.
Mom war ganz prima untergebracht. Es war so eine Art Suite, mit einem Nebenzimmer, in dem Kim schlief. Meine kleine Schwester hatte alles voll im Griff. Kein Wunder, die Oberschwester kommt ebenfalls aus Thailand und … noch einer dieser Zufälle, sie ist die ehemalige Lehrschwester von Wanda, Arena und ihr.
Jim, der Freund von Mikel, hat eine riesige Wohnung, in einer alten Fabrik. Er bot mir ein Zimmer an und ich nahm es. Abends war fast durchgehend Party. Mädchen wollte ich aber keines im Bett. Zum Fotografieren bekam ich dafür reichlich Gelegenheit. Jim ist Schriftsteller und Reporter, Hallodri und Maler. Genau genommen, ist er Erbe, sein Lebenswandel so, dass er noch nicht an die Ressourcen muss.
Eine seiner Freundinnen machte, für einen kleinen Obolus, meinen Wachhund bei den Bildern.
Ohne dem, hätte ich es wohl nicht gewagt. Ich hatte da üble Dinge gehört, von Mädchen die Rape (Vergewaltigung) rufen und Geld meinen. Davon blieb ich verschont. Am zweiten Tag, wurde ich mit Cheerleader Girls bekannt gemacht, diese Dohlen, die bei Footballspielen herumhüpfen. Ich dachte immer, amerikanische Mädchen seien irgendwie sittsam. Einer meiner größten Irrtümer. Die Girls waren geil wie Affenscheiße.
Mom hatte die erste Operation hinter sich. Professor Murray hat doch gleich beide Beine operiert.
Sein Argument kam Kim und mir vernünftig vor: Mom sei gesundheitlich so gut drauf nach dem Urlaub, da sei es weniger belastend für sie, als eine zweite Operation in zwei Wochen, wenn sie bis dahin nur im Bett liege. Mit Glück sei auch keine weitere Operation mehr notwendig. Es sehe sehr gut aus.
Mom sah dafür schon etwas arg geschwächt aus, ihre Augen glitzerten jedoch als sie mir verriet, sie hätte heute, zwar nur ganz kurz, bereits beide Beine etwas bewegen können.
Ich gab die frohe Botschaft natürlich gleich nach Stuttgart durch. Es gab einen kleinen Rückfall, Mom vertrug das Penicillin nicht so gut. Es schlug ihr auf den Magen, sie nahm gewaltig ab. Als die Wunden geheilt waren und das Penicillin abgesetzt, wurde sie von Kim mit den schönsten Dingen verwöhnt. Mom konnte Schokolade essen, soviel sie wollte und konnte. Ganz langsam legte sie wieder an Gewicht zu. Ihre eingefallenen Wangen bekamen wieder Substanz und Farbe.
Nach einer Woche musste eine fast unwichtige Korrektur gemacht werden. Mom bekam nur eine lokale Betäubung. Professor Dr. Murray war höchst zufrieden mit ihr und versprach, nur noch zwei Wochen, dann könne sie zurück nach Deutschland, in die REHA. Mom war selig. Ich machte ein Bild, wie sie völlig ohne Hilfe vor dem Bett stand, etwas hilflos aber glücklich. Es ist nur für Pop.
Die Verabschiedung von Mom war sehr munter.
Ihr ging es zwar noch schlecht, sie hatte jedoch keine wirklichen Schmerzen (außer Muskelkater). Sie sah, dass ihr Leidensweg dem Ende zuging und nahm bereits wieder so sehr am Leben teil, dass sie mich daran erinnerte, dass Kim nicht nur meine Schwester sei, sondern ich noch weitere Pflichten ihr gegenüber hätte. Sie jagte jeden raus der ins Zimmer kam, während Kim und ich im Nebenzimmer der Lust nachgingen.
Ende des Ausschnittes — Fortsetzung folgt.
.
Fetische dieser Sexgeschichte: Alkohol, Amateure, Analsex, Arzt, Beine, benutzt, Bier, Bikini, Black, Blasen, Blondine, Blowjob, Bruder, Bruder fickt SchwesterAlle Fetische von A-Z »
Keine Kommentare vorhanden