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Der Pornograf II – 04

Auszüge aus Band 2 (Der Abiturient)

Vorwort

******* ACHTUNG: ********

In dieser Folge, kommt nur wenig Sex vor — sie ist aber wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte.

Mir wurde vorgeworfen — von einigen Wenigen — dass in meinen Roman zu wenig ‚Handlung‘ vorkommt. Darf ich, in aller Bescheidenheit, bitte hier erwähnen, Der Pornograf ist kein Roman, wo nur gebumst wird — oder andere schlimme Dinge gemacht werden; es ist kein Sexroman — es ist der Roman über eine ‚ehrbare‘ Familie, wenn auch eine erotischer Familie, um es mal so zu sagen.

Die Leser, die hier NUR auf die Beschreibung von ‚Taten‘ aus sind, mögen sich bitte hier ausklinken — wenn es geht, ohne im Zorn und die 1 zu drücken. Geschichten in ### sind nicht zwingend ‚säuisch‘.

Trotzdem werde ich mich bemühen, in meinen Auszügen, mehr die ‚aufregenden‘ Stellen herauszustellen. Vielleicht geben meine ‚treuen‘ Leser einen Kommentar dazu …

Ende des Vorwortes

*** Fortsetzung von ein Karibiktraum

Mittwoch, 6 .

Januar. Heilige Drei Könige. Am Montag darauf, beginnt traditionsgemäß wieder die Schule. Lis wollte nichts davon hören. Von gestern Abend, mit Heidi, erst recht nichts. Das war kein Thema das ausgewalzt werden musste. Früher hätte sie aus Wissensdrang gefragt, jetzt erwarb sie sich das Wissen lieber selbst.

Beim Frühstück sagte Fortune: „Dein Wunsch war mir Befehl. Beatrice und Freddy warten um Halbneun auf dich. Sie sitzen da hinten. Ich habe sie zum Frühstück, auf deine Kosten, eingeladen.

Mit Lis haben wir uns eine Location bei den Schuppen ausgesucht. Da ist heute noch keiner, erst ab morgen wird wieder gearbeitet. „

„Und wie bist du dran gekommen? An die Mädchen, meine ich. „

„Celeste. Unser Mädchen und meine Freundin. Die ist so scheu, dass sie beinahe auf diesen Zug aufgesprungen wäre. Sie kannte Namen und rief an. Ob die Girls etwas taugen, das kann ich nicht versprechen.

Ach, Celeste ist übrigens voll begeistert von dir, sie hat sich ja wohl getraut dich zu fragen, sogar auch zu posieren. „

„Ich fresse keine kleinen Mädchen. Da gibt es nichts zum sich trauen. Das wäre ja noch schöner. „

„Du frisst auch keine großen Mädchen, aber irgendwas machst du mit ihnen. Sie sehen plötzlich um viele Jahre jünger aus und haben eine Aura von Glück um sich, die unübersehbar ist.

Ich danke dir. „

„Wieso?“

„Ach nur so. Es gibt Leute, die können auf eine direkte Frage, nur eine ehrliche Antwort geben. Es ist das Ergebnis das zählt, sagte Contessa. Aber ich rede dummes Zeug, leider tue ich das oft. „

Nach dem Frühstück hatte ich mein Pensum schnell durch. Die Lesben boten eine nette Show. Dass Beatrice meinen Spucketrick verwendete, wenn auch abgewandelt, das fand ich zumindest seltsam, aber bestätigend.

Von den 18 bestellten Demoiselles, schaffte ich dreizehn. Die Vierzehnte schaute traurig. Ich bestellte sie zum Sonnenaufgang. Unser Team hatte die zwei Stunden am Strand einfach nötig und verdient. Wir fuhren heute mit zwei Wagen. Im Kofferraum von Heidis PKW saßen auch welche. Ach ja. Familie Janssen und das Team hatte heute erst gar keine Badekleidung dabei.

Lis geriet, als wir dann im Bett lagen, etwas aus der Fassung. Wie hatte Heidi dazu gesagt? „Löffelchen“.

Lis konnte es nicht fassen, dass es eine Variante gab, die wir noch nicht ausprobiert hatten. Sie passt wundervoll in ihr zärtliches Repertoire.

Donnerstag, 7 . Januar. Noch vor dem Frühstück, die Sonne kam gerade hoch und die Schatten waren noch lang, da schoss ich mein letztes Opfer. Sie hieß Brasil und kommt aus Brasilien; wer hätte das wohl gedacht. Hinten, bei den Schuppen, schälte sie ihre Figur aus einem dunkelblauen Kleid.

Eine schöne junge Frau kam zum Vorschein. Sie war mir locker einen Film wert. Überhaupt, hier auf Martinique hatten wir fast nur besonders schöne Models. Hier gefiel es mir. Martinique ist eine Insel, um davon zu träumen.

Frühstück in gewohnter Qualität, herzlichen Abschied von Contessa. Ein Küsschen in Ehren. Heidi kam als letzte der Familie. Ich machte nicht lang rum, sondern nahm sie fest in den Arm und küsste sie eben so fest.

Sie ließ es sich gerne gefallen.

„Lass dich nicht unterkriegen. Das Leben geht weiter. Ob mit oder ohne dir, das ist dem Leben wurscht. Wenn du etwas davon abhaben willst, dann musst du dich selbst darum kümmern. Schreib mir mal, wenn es etwas zu schreiben gibt oder du Lust dazu hast. „

Noch ein Kuss, dann Bus und Schluss. Die Karawane zieht weiter. Fortune fuhr uns zum Flughafen.

Ich bedankte mich im Namen des Verlags und des Teams für den tollen Aufenthalt. Sie war etwas überrascht, als ich ihr einen richtigen Kuss gab. „Gib ihn an deine Mam weiter. “ Jetzt grinste sie und küsste frech zurück.

Um Eins waren wir in Jamaika. In den Unterlagen stand, wir würden dort von einer Jutta Berger erwartet. Der Name klingt Deutsch, zumindest deutschsprachig. Dolores, die sonst Gott und die Welt in der Karibik kennt, hatte keinerlei Information über sie.

Der Verlag hatte die Dame direkt angefordert.

Einreise und Zoll erfolgte nur mit oberflächlicher Kontrolle. Wir reisten in Uniform und der Presseausweis half auch. Der Zollbeamte meinte, die Freundin seiner Tochter würde da auch mitmachen. Seine Tochter hätte Angst. Wir waren offensichtlich bekannt.

Jutta spricht ein völlig astreines Deutsch. Jutta hat blaue Augen. Kein Quatsch! Wieso? Jutta ist eine recht dunkelhäutige Mulattin mit rotbraunem Haar. Das zumindest konnte gefärbt sein, die Augen nicht.

Sie ist eine schlanke quirlige Person. Wir mochten sie alle auf Anhieb. Wir wurden in einen Van gepackt und von ihr ins Hotel in Kingston gefahren. Die gesamte oberste Etage war für uns reserviert. Die Präsidenten Suite war groß und schön. Es war nur für eine Nacht. Jutta und Dolores hatten ihre Zimmer mit auf der Etage. In drei weiteren Zimmern sollten am Nachmittag noch Models einziehen. Ich war gespannt, was in Jamaika auf uns zukommt.

Eine Jamaikanerin hatten wir bereits auf Martinique kennen gelernt, Florenze. Die mir den Rastalocken. Sahen hier alle so aus? Sind alle Schwarz?

Wir saßen im Wohnzimmer zur Lagebesprechung. Irgendwann meinte Jutta: „Habt ihr denn keinen Hunger?“

„Wir haben Hunger“, bestätigte Lis. „Am Liebsten auf der schönen großen Terrasse vor der Suite. „

„Ihr seid mit Sicherheit auf Martinique sehr verwöhnt worden. Hier ist das Essen eher wie auf Barbados, die Engländer verstehen einfach nichts davon.

Das Hotel bietet aber sehr gute Vorspeisen und ein hervorragendes Goat Curry, Ziege in feurig scharfer Sauce. Die Einheimischen trinken Bier dazu. Ich würde eher einen kräftigen Merlot aus Kalifornien dazu empfehlen. Zum Curry natürlich Reis. Als Nachspeise Obst“, offerierte uns Jutta – zur Freude aller.

„Du musst es wissen“, stimmte ich ihrem Vorschlag gerne zu.

Die Vorspeisen waren fast so toll wie bei Heidi. Das Goat Curry war teuflisch scharf aber auch teuflisch gut.

Ich verdrückte eine große Portion davon. Die anderen auch.

„In Thailand hatten wir auch so leckere scharfe Gerichte“, nuschelte Axel mit halb vollem Mund. „Wir konnten dabei feststellen, dass die meisten Gerichte zweimal brennen. „

„Zweimal brennen?“ Lis war ein einziges Fragezeichen.

„Zweimal“, bestätigte Axel. „Einmal rein und einmal raus. „

Jutta lachte. Dolores legte die Gabel beiseite. Nach einer Minute etwa, nahm sie doch noch eine Portion.

„Was soll’s, lieber einen brennenden Hintern, als das Essen im Lord“, gab Lis kund. Kristin nickte. Ich bin völlig ihrer Meinung und sagte es auch. Selbst Axel konnte dem zustimmen.

Die Obstplatte war enorm. An Menge, Auswahl und Qualität. „Zu den Honigmelonen fehlen eigentlich nur noch ein paar Scheiben Parmaschinken“, klagte ich.

„Ich kann dir welchen kommen lassen“, bot Jutta an. „Apropos Melonen.

Dein erstes Model wird aber wohl gleich kommen. „

Sie hatte kaum ausgesprochen, da klopfte es auch schon an die Tür. Eine große Schwarze kam herein. Ich verstand blitzartig den Zusammenhang zwischen den Melonen und ihr. Die Melonen sind um einiges kleiner als ihre Brüste. Selbst Axel, dem unsere Models meist völlig egal sind, musste schlucken.

Jutta stellte uns vor „und dies ist Sundae Lucy. Ihre Tochter holt sie in einer halben Stunde wieder ab.

Ich denke, jetzt seid ihr dran. Jamaika hat da etwas zu bieten, das viele europäische Leser sehen wollen. Mikel sagte einmal, je größer sie sind, um so lieber würden sie gesehen. „

„Mikel? Mikel Down, vom meinem Verlag in London?“, fragte ich erstaunt.

„Ja, sein Vater ist ein Freund meines Vaters. „

„Daher der Name Bratkartoffel. Also, auf ihr müden Krieger, an die Arbeit.

Gleich hier auf der Terrasse. Wenn diese Bomben ins Freie kommen, könnte der Platz im Zimmer zu eng werden. Fürchte ich. „

Sundae Lucy lachte, dass ihr Busen nur so wogte. Sie hatte schon öfters Modell gestanden. Ihr Busen hing, dem Gesetz der Schwerkraft folgend, nach unten. Seine enorme Größe verdeckte es etwas. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Männer voll darauf abfahren. Ich mag es viel kleiner, vor allem, wenn ich damit schmuse.

Das stand aber jetzt weder an, noch hätte ich Lust damit. Ich fotografierte.

Wir waren gerade fertig und Lucy wieder angezogen, da führte Dolores ein Mädchen auf die Terrasse. Die Tochter. Unter einer weiten Bluse war sie ebenfalls enorm gepolstert.

„Hallo mein Fräulein. Ich bin Paul, der Fotograf. „

„Ich heiße Baby und bin seit vorgestern Achtzehn“, kicherte sie.

„Baby, hättest du nicht auch Lust fotografiert zu werden? Ich würde es gerne tun.

Dann kannst du am Wettbewerb teilnehmen. Wäre das nicht schön?“

„Meine Brüste kann ich dir gerne zeigen, mehr nicht. Da habe ich keine Lust zu“, antwortete sie fast gleichgültig.

„Mehr ist auch nicht gefragt; Lis gib ihr ein 20 Dollar Formular, dann kann sie in Wettbewerb mit ihrer Mutter treten. Und du Baby, mach dich bereit. “ Baby machte. Enorm, man muss die Brüste gesehen haben, um es zu glauben.

Mit Achtzehn.

„Jetzt ist Mittagspause. Drei Models aus der weiteren Umgebung werden um Halbvier erwartet, vier weitere um fünf Uhr, die Letzte kommt um Sechs. Drei übernachten auf der Etage, sie kommen heute nicht mehr heim. Ob ihr sie heute Abend um euch haben wollt, das könnt ihr selbst entscheiden“, erläuterte Jutta den Fortgang des Tages. „Nach einem sehr zeitigen Frühstück, fahren wir morgen los zur Montego Bay. Dort wohnt ihr in meiner Villa.

Ich sehe es euren Gesichtern an, ihr seid neugierig. Ich erzähle euch alles heute Abend. Zurück zum Thema. Auf der Fahrt werden wir viele Leute treffen. Meine Freundin Erin fährt auch mit, wenn ihr gestattet. Sie ist Führerin für Bergwanderungen und ein hübsches Mädchen aus den Staaten. Sie würde gerne Bilder an ihren Arbeitsplatz von sich machen lassen. Der Ausflug kostet höchstens 45 Minuten und ein wenig müsst ihr von meiner Insel ja auch zu sehen bekommen.

Meine Villa ist in der Nähe von Montego. Wir werden gegen Elf dort sein. Da treffen wir die anderen Models. Vor dem Haus ist ein Privatstrand, er ist als Location gut geeignet. Am Sonntagnachmittag geht dann euer Flug, wie gewünscht. Umsteigen in Washington. Von dort nach Zürich mit Anschluss nach Stuttgart. Die Flüge sind bestätigt. Das war er, der Reiseplan. “ Sie lehnte sich zurück.

Ein Girl räumte im Hintergrund den Tisch leer, an dem wir gegessen hatten.

Wir saßen jetzt in der Sonne. Ganz so heiß wie auf Martinique brannte sie hier nicht. Ich sah zu Lis, deutete auf das Girl. Lis begriff und ging zu ihr. Nach ein paar Worten mit dem Mädchen, nickte sie mir zu.

„Axel. Nimm den Arsch hoch. Die Arbeit ruft. “ Er sah hoch, sah sich um und verstand. Kamera für mich, Aufhellspiegel für ihn und die Kellnerin war mitten in einem Shooting.

Josefin, so heißt sie, brauchte nicht viel mehr zu machen als sich auszuziehen. Nun ja. Immerhin schon drei Filme. Dann ging es aber Schlag auf Schlag. Lulu stellte sich in einer Art Turnzimmer der Kamera. Gym stand an der Tür. Der Raum war auf unserer Etage, die für die Allgemeinheit heute nicht zugänglich ist. Lulu zeigte die Fähigkeiten, die ich in der Karibik schätzen gelernt hatte: minimale Anleitung, maximale Aktion. So macht es Spaß, vor allem, es geht vorwärts.

Den Papierkram machte Lis. Kristin brachte uns zu Marie. Diese hatte unser Schlafzimmer als Bühne. Wo sie den Hut her hatte, das weiß ich nicht, mein Hemd und die Weste, die Lis für den Abend herausgelegt hatte, die blieben unversehrt. Marie wird bestimmt einige Europäer aufrütteln.

Malay, unser nächster Gast wartete schon. Sie ist eine aufregende Mischung aus Asiatin und Neger oder umgekehrt. Schon als ich zu Lulu gerufen wurde, fiel mir das Farbenspiel im Flur auf.

Es rührte von bunt verglasten Fenstern her, in denen sich die Sonne spiegelte. Malay posierte dort in einem schwarzen Body. Sie machte es recht gut, außer den Möpsen und einem netten Lächeln, gab sie jedoch nichts von sich Preis. So frei wie bisher, scheinen die Damen hier nicht zu sein. Hing es vielleicht mit der Rassenmischung zusammen? Eigentlich ist es mir egal, eine schöne Figur ist viel wichtiger.

Myriam, mein nächstes Opfer war prompt nicht so scheu.

Die Bluse zog sie schon aus, als wir ins Zimmer kamen. Schwarzer Rock, schwarzer BH, schwarzer Slip, schwarze Stümpfe. Alles von Willi. Am Schluss nur noch schwarze Haare um ihre … Myriam ist dem Aussehen nach eine Mischung von Neger und Franzose, denke ich mal, also Kreolin. Oder vielleicht eine Kreoline? Blödsinn.

Die Fünfuhrmädchen kamen zu früh. Dafür kamen sie sofort dran. Ich hatte mich kaum wieder gesetzt, da kam Bibi.

Eine schwarze Melonenfrau, aber viel, viel knackiger als Lucy am Mittag. Dass sie kein Kind von Traurigkeit ist, deutete der Ring an, der durch ihre innere Schamlippe gestochen war. Der blaue Stein darin … wer hatte doch so einen im Bauchnabel? Ach ja, Micki. Dort ist er sicher schmerzfreier. Zum Glück war Kristin Wachhund. Lis hätte bestimmt wissen wollen, ob es denn nicht weh tut und wie es sich beim Bumsen anfühlt. Irgendwie ist sie für solchen Quatsch sehr zu haben.

Noch vor Sonnenuntergang hatte ich 18 Filme durch. An einem Reisetag. Wenn es hier so weiter geht, kommt eine gute Ausbeute zusammen. Mikel und Willi können zufrieden sein. Ob ihnen alle Models gefallen, das stand auf einem anderen Blatt und war auch nicht mein Problem. Ich bin Fotograf und hier in ihrem Auftrag.

Zum Sonnenuntergang saßen wir, mit Cocktails und den obligaten Häppchen, auf dem großen Balkon.

Unser Gespräch drehte sich ums Abendessen. Die Speisekarte vom Restaurant war nicht hilfreich.

Wieder war es Jutta mit der rettenden Idee: „Seit kurzem hat sich ein Italiener hier niedergelassen. Er hat eine kleine, aber feine Pizzeria. Sie läuft noch nicht so gut. Es ist hier genauso, wie Papa immer sagte: was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Wenn wir uns 18 leckere Pizzen bestellen, gut belegt, und dazu italienischen Rotwein, vielleicht auch etwas Salat und Käse, was kann da schon groß passieren.

Bei mir zu Hause bekommt ihr dann wieder etwas Richtiges auf den Tisch. “ Meine Drei klatschten vor Freude in die Hände und unseren Gästen, den Übernachtungsmädchen, war es auch recht.

„Lass uns 18 bestellen. Den Salat, wenn es geht, mit Garnelen und als Käse bitte Mozzarella zwischen Tomaten, Basilikum und Olivenöl. Mal sehen wie unsere drei Grazien reagieren. Zur Not nehmen wir den Rest morgen einfach als Marschverpflegung mit“, bat ich.

Es wurde ein billiges und gutes Abendessen. Die Gäste griffen erst zögernd, dann freudig zu. Auch den Mozzarella mochten sie. Von wegen Marschverpflegung. Alles wurde aufgegessen. Nach dem Essen zogen sie die Gäste zurück. Die Hotelbar lockte. Vielleicht war er ja da, der edle Ritter, Prinz oder von was immer die Girls hier so träumen. Man kann ja nie wissen.

„Du wolltest uns eine Geschichte erzählen, Jutta.

Lass dich nicht aufhalten“, erinnerte ich sie an ihr Versprechen, bevor Lis dazu kam.

„Dann also los: es war einmal“, begann sie. „Nein, ein Märchen ist es nicht. Eine sehr bekannte und recht beliebte junge Sängerin, eine schwarze Schönheit, was hier in Jamaika keine Besonderheit ist, hatte gerade ihren Auftritt hinter sich und wollte nach Hause zu den Eltern. Da stürzten sich drei junge Burschen auf sie.

Vergewaltigung ist hier zwar auch ein Delikt aber, Verfolgung lohnt selten.

Die Täter kommen immer davon. Dem Mädchen wurden die Kleider vom Leib gerissen, es wurde in Position gelegt, der Erste wollte gerade loslegen. Das Mädchen schloss die Augen und biss die Zähne zusammen. Sie war noch Jungfrau. Es gab aber lediglich einen kurzen, dafür sehr heftigen Lärm. Keinerlei Schmerz. Dann spürte sie, wie sie hochgehoben und weggetragen wurde. Sie öffnete vorsichtig die Augen. Die drei Burschen lagen merkwürdig verkrümmt auf dem Boden. Sie selbst lag in den Armen eines Riesen.

2 . 18 m groß, blonde Haare und blonder Bart. Was sie aber am meisten erschreckte, waren seine hellblauen Augen. So etwas hatte sie noch nie gesehen. Erst dann sah sie, dass eine große Jacke um ihren nackten Körper gehüllt war. Der Riese trug sie zwei Häuser weiter in ein Hotel. Er ging in den ersten Stock, trat eine Türe ein, er hatte ja keine Hand frei, ging zum Bett, schob mit einem Fuß die Bettdecke zur Seite, legte das Mädchen rein und deckte sie zu.

Die Jacke nahm er vorher weg. Das Mädchen sah sehr wohl, dass er einen Augenblick ihren nackten Körper musterte. Vom Regen in die Traufe dachte sie angstvoll.

Der Riese brummte in hartem Englisch: ‚Ist es schon passiert oder waren die Kerle noch dabei?‘

Sie war starr vor Angst. Was die Drei wollten, war ihr klar. Eines Tages würde es sowieso geschehen. Was der Riese mir den komischen Augen und den komischen Haaren wollte, das war ihr nicht klar.

Antworte ihm, dachte sie in Panik. Ihre Stimme zitterte als sie sagte, es sei noch nichts geschehen. Dann konnte sie ihr ängstliches Zittern nicht mehr unter Kontrolle halten. Der Riese hob sie hoch, fest in das Laken eingehüllt, nahm sie in seine Arme und tröstete sie. Wie ein Baby das weint. Das tat das Mädchen dann auch. Es konnte nicht anders. „

Jutta hat auf jeden Fall einen Hang zur dramatischen Erzählung, stellte ich fest.

Ihre Zuhörer lauschten gebannt dem Fortgang der Geschichte. Lis hatte ganz große Augen und den Mund halb auf.

„Dann kam die Polizei. Eigentlich wollten sie von dem Riesen nur hören, was los ist. Irgendjemand hatte angerufen. Das mit der Türe war kein Problem, er hatte ja das Zimmer gemietet. Sie würde morgen einfach auf seiner Zimmerrechnung stehen. Einer der Polizisten griff nach dem Mädchen und entdeckte, dass sie unter der Decke nackt war.

Seine Augen blitzten gierig auf. Er sagte: ‚Da haben wir ja ein hübsches Vögelchen, das werden wir jetzt ein wenig rupfen. ‚ Das Mädchen hörte es und der Riese hörte es. Die beiden Polizisten zogen ihre Pistolen und wollten den Riesen verjagen, um ungestört über das schöne nackte Mädchen herfallen zu können. Sie waren so scharf auf das Mädchen, dass sie es jetzt und hier haben wollten. Sie schrie auf. Es war so, wie es immer wieder gesagt wird: Entkommst du dem Kerl, erwischt dich die Polizei.

Es ist fast eine Redewendung. Diesmal erwischte es die Polizei. In kaum fünf Minuten waren die Polizisten in Vorhänge gewickelt, mit ihren eigenen Handschellen gefesselt, und im großen Kleiderschrank. Ihre Pistolen lagen darunter.

Der Riese kam wieder ans Bett, in dem das Mädchen völlig erstarrt lag. ‚Ich habe dich seit sechs Tagen beobachtet‘, brummte er. Ich sah, dass du keine Hure bist. Du bist schön und ich möchte dich haben.

Willst du meine Frau werden?‘

Nun frage ich euch, was kann eine vernünftige Frau aus Jamaika da sagen. Vielleicht nein? Das Mädchen sagte schlicht ‚warum?‘

‚Ich bin in dieses Land gekommen, um hier zu leben. Bei uns Daheim ist es kalt und es gibt für einen Mann wie mich nichts zu tun. Ich habe mein Boot verkauft und will es nun hier versuchen. Ich will eine Familie gründen.

Hier in Jamaika sind die Leute schwarz, wie du. Also muss ich eine schwarze Frau haben, sonst bin ich immer der Fremde. Ich suche seit zwei Monaten. Jetzt habe ich dich gefunden. Du gefällst mir. Willst du mich heiraten?‘ Fragte er nochmals. ‚Ich werde für dich sorgen wie für meinen Augapfel und ich werde dich schützen wie mich selbst. Ich will dir ein ehrenwerter Mann sein. ‚
Das Mädchen überlegte, wägte ab. Wie viele Chancen hatte sie, einen vernünftigen Mann zu bekommen.

Einen der sie nicht auf den Strich schickt, nicht das Geld versäuft und sie verprügelt. Einer der nicht früher oder später im Gefängnis landet. Sie hatte zwar Angst vor dem Riesen, die überwand sie, atmete tief durch und sagte ja.

‚Gut‘, sagte der Riese. ‚Ich bin Hein. Wir gehen jetzt zur Polizei. Nicht zu dem Verein an der Ecke, wir gehen direkt zum Chef. Der ist Engländer. ‚ Und das taten sie.

Er trug das Mädchen, im Laken, auf seinen Armen. Der Weg war weit, die Leute guckten. Hein, der Riese kümmerte sich nicht darum. Er hatte seine zukünftige Frau auf seinem Arm, nur das war ihm wichtig. Ein betrunkener Gröler bekam einen so deftigen Tritt in den Hintern, dass er genug hatte und verstummte.

Der Chef telefonierte, die Polizisten wurden aus dem Schrank befreit und wanderten, zu ihrer Verblüffung, ins Gefängnis.

Der Chef klopfte dem Riesen auf die Schulter und sagte: ‚Hein, das hast du gut gemacht. Und das ist also deine Auserwählte? Die willst du zur Frau? Hübsch ist sie ja. ‚ Dabei zeigte er auf das junge Mädchen. Hein nickte nur. ‚Dann braucht ihr jetzt wohl die Papiere?‘

‚Ja, brauchen wir‘, sagte Hein in seiner kurz angebundenen Art. Sie besorgten für das Mädchen etwas zum Anziehen. Eine Sekretärin borgte ihnen ihr Straßenkleid aus dem Spind.

Sie trug ja im Dienst Uniform. Hein und der Chef fuhren zu dem Mädchen nach Hause. Die Uniform des Chefs und die Figur von Hein, erschreckten die Eltern fast zu Tode. Da sagte das Mädchen zu den Eltern: ‚Hein, dieser Riese, will mich heiraten. Ich glaube ich will es auch. Sonst komme ich nie aus diesem Sumpf. Gebt mir meine Papiere. ‚ Das Mädchen hatte inzwischen genug Zeit zu dieser Entscheidung.

‚Und euer Einverständnis‘, brummte Hein.

‚Ich werde natürlich auch für euch sorgen. ‚

Die Eltern hatten nichts zu verlieren. Die Hütte bestand nur aus ein paar Brettern. Das Blechdach hatte Löcher und die Möbel waren aus alten Kisten. Die Chancen aber waren groß. Sie gaben ihr Einverständnis und holten die Papiere des Mädchens.

‚Nehmt euer Hab und Gut, dann gehen wir‘, bat Hein. Und dann gingen sie, so wie sie waren, in ein gutes Hotel.

Sie bekamen gute Zimmer, mit schönen Bädern. Die Eltern eines, das Mädchen eines und Hein eines. Und der Chef bürgte, bis Hein am nächsten Tag von der Bank genug Geld holen konnte, um zu bezahlen. Danach fuhren sie mit dem Bus nach Montego Bay, in eine große alte, aber sehr gut erhaltene Villa. Die Eltern bekamen im Erdgeschoss zwei Zimmer. Das Mädchen bekam ebenfalls ein Zimmer. Alle drei bekamen Arbeit.

‚Wenn das Haus schön genug ist für meine Braut und sie Achtzehn ist, dann wird geheiratet.

Ihr, Vater und Mutter, bleibt bis an euer Lebensende hier wohnen. Ihr seid für den Haushalt zuständig. Wenn ihr nicht mehr könnt, dann bekommt ihr eine Hilfe. Du meine Braut gehst zur Schule. Ein wenig Bildung kann dir sicher nicht schaden. Wenigsten Schreiben und Lesen, auch ein wenig Rechnen. ‚

Nach gut einem Jahr war das Haus ein Glanzstück und das Mädchen Achtzehn. Hein nannte unterdessen zehn große Fischerboote sein eigen.

Alle waren mit tüchtigen Leuten besetzt. Hein war jetzt ein angesehener Mann und Steward Down, der Polizeichef, sein Freund. Er wurde Trauzeuge bei der Heirat. Das Mädchen wurde, mit knapp Neunzehn, meine Mutter. „

„Was für eine schöne Geschichte“, musste Lis loskriegen. Jetzt machen deine blauen Augen Sinn. Wie geht es deinen Eltern?“

Jutta stieß einen tiefen Seufzer aus. „Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Ich war sechs und der Liebling der Familie.

Vor allem mein Opa konnte nicht genug von meinen Streichen haben. Eines Tages hatte er eine verhängnisvolle Idee. Inzwischen war er über fünfzig, damals ein stolzes Alter“, erzählte sie weiter. „Er wollte das Grab seiner Eltern besuchen. Auf Kuba. Mein Vater Hein hatte viel Verständnis für diesen Wunsch. Ich wurde in die Obhut eines Kindermädchens gegeben und Mama, Großvater und Großmutter segelten mit Papa am Steuer los. Und dann kam er, der Wirbelsturm Francis.

Das Schiff sank. Ich war Waise. “ Lis schluckte und Kristin sah auch nicht sehr glücklich aus. Jutta fuhr fort. „Onkel Down setzte einen zuverlässigen Mann als Verwalter für die Villa und die Schiffe ein und benachrichtigte den Bruder von Papa, Reeder in Hamburg.

Eine Woche später war ich bei ihm. Onkel Jan, seine Frau Anne und seine Tochter Beate sorgten sich rührend um mich. Bald konnte ich genug Deutsch und war auch alt genug, um eingeschult zu werden.

Ich machte die mittlere Reife. Zu mehr hatte ich nicht den Mut. Meine Hautfarbe ist für die stolzen, ach so welterfahrenen Hanseaten, einfach die Falsche. Meine Augenfarbe konnte gar nur auf Böses hinweisen. Onkel Jan schickte mich ein Jahr auf eine Seemannsschule. Da ging es schon viel besser, Seeleute sind viel toleranter. Danach fuhr ich zwei Jahre zur See. Auf einem englischen Frachter. Ich bestand meine Steuermannsprüfung und dann kam der Tag, ich durfte zurück nach Jamaika.

Onkel Jan kam mit, um alles zu regeln. Onkel Steward, mein Patenonkel, war abgelöst und wieder zurück in England. Sein Nachfolger kannte die ganze Geschichte und nahm mich, bis heute, unter seine Fittiche. Der Verwalter gab ordentliche Rechenschaft ab. Ich war reich. Der Sohn des Verwalters arbeitet jetzt als Direktor für mich, der alte Verwalter bekommt seine Pension in England. Er hatte zusätzlich eine Fischfabrik und ein großes Handelshaus mit seinem Fleiß erwirtschaftet. Ich zog in die Villa.

Sie wurde renoviert. Mir war es eine Freude die ganzen Wandzeichnungen, die meine Mutter noch als halbes Kind mit so viel Liebe gemalt hatte, eigenhändig zu renovieren. Ich besorgte mir zwei Mädchen, die mir jetzt im Haus helfen.

Onkel Steward ist vor drei Jahren gestorben. Sein Sohn Mikel kam hierher, um den Spuren seines Vaters und seinen Eigenen, nachzugehen. So lernten wir uns kennen und blieben bis heute in Kontakt.

Ja, und so lebte sie – hoffentlich, noch viele Jahre. So gehen Märchen doch meist zu Ende“, schloss Jutta.

Lis kann einfach nicht aus ihrer Haut. Sie musste Jutta einfach umarmen und ein paar Tränen vergießen. Auf jeden Fall besser, als jetzt wie ein Seemann zu fluchen. Das tat ich beinahe.

„Du hast doch, hoffe ich, nicht schon wieder etwas vor. Ich traue dir alles Mögliche zu“, nahm ich sie ins Gebet, als wir im Bett lagen.

„Nein, bestimmt nicht. Die Geschichte war so schön traurig und hat für Jutta doch ein so gutes Ende gefunden. Ich muss sie morgen aber fragen, wie alt wohl der Sohn des Verwalters ist. „

„Was soll mit dem Sohn sein?“ Fragte ich, dumm, wie ich bin.

„Bei seiner Erwähnung, da blitzten ihr Augen verdächtig. Ich hoffe, da ist für Mom eine ganz große Geschichte drin.

Das ist es zwar jetzt schon, aber wenn sie mit dem Direktor – wait and see. „

Freitag, 18 . Januar. Die Fahrt von Kingston zur Villa von Jutta war schön, aber auch recht anstrengend. Es ging vor Sonnenaufgang los. Ich verschoss einen Film, als ihre Freundin Erin uns auf eine Anhöhe mit einem sehr schönen Blick brachte. Sie trug stolz meine Canon vorweg, konnte aber nicht ahnen, dass ich die kleine Kamera meist in der Hosentasche habe.

Als sie es dann doch merkte, posierte sie lachend und sehr frech für mich.

An einem Rastplatz, ich musste halt mal, stieß ich auf Donna. Bei Gott keine Schönheit, aber ein guter Typ. Vor allem der totale Kontrast zu meinen sonstigen Models. Für 20 Dollar zeigte sie alles. So eine große, saftige Muschi hatte ich noch nie gesehen.

In einem kleinen Dorf, vor der Kneipe neben der Tankstelle, konnte ich sogar zwei waschechten Huren ein paar Bilder abluchsen.

Die 20 Dollar kamen ihnen wohl gerade recht. Ich sah sie damit in einem Frühstückslokal verschwinden.

Die Villa von Jutta war ein Wunder. Weniger als Bauwerk, sondern wie sie eingerichtet ist, inzwischen mit modernen Möbeln und tollen Bäder. Es sind jedoch die vielen, naiven Wandgemälde, die uns beeindruckten. In der Halle war ein tropischer Urwald an die Wand gemalt, er passte fantastisch hierher. Es war sehr gut beobachtet, die Maltechnik fehlte, wurde aber durch viel Fantasie und noch mehr Liebe ersetzt.

Es muss eine enorme Arbeit gewesen sein. Ein besonderer Knüller war das große Schlafzimmer, in dem Lis und ich nächtigten. An die Wände waren Schlingpflanzen gemalt, die sich über die Decke hinzogen. Zusammen mit echten Pflanzen, in Kübeln, fühlte man sich unmittelbar in einen Zauberwald versetzt. Knapp einen Meter groß, konnte ich Portrait von Opa und Oma erkennen. Sie mussten es einfach sein. Auf der anderen Seite, lugte Papa aus den Blättern hervor. Riesig, blond und sehr blauäugig.

Ein echter Hanseat.

„Jutta, es dauert sicher noch etwas bis zum Mittagessen. Würdest du mir eine sehr, sehr große Freude machen, würdest du in dieser einmaligen Kulisse für mich posieren? Als das Mädchen aus dem Urwald?“ Jutta wollte. Mein Team funktionierte. Fotolampen kamen in Fassungen, der Satellitenblitz wurde angeschlossen, ein erster Film schnurrte durch. „Vielleicht auch im Flur?“ Der zweite Film war schnell am Ende. Ich bin mal gespannt, was Mikel dazu sagt.

Er wird sie sicher erkennen. Nun, sie hat unterschrieben. Mikel wird ihr das gleiche Recht wie allen Models zugestehen müssen. Er wird sie einfach nicht unterschlagen können. Ich denke auch nicht, es wollen.

Zum Mittagessen gab es eine echte Überraschung, mein schwäbisches Leibgericht: Rostbraten. Da war es also, wo Lis abgeblieben ist. Ich befürchtete schon viel Schlimmeres, wenn sie gestern auch sagte, sie hätte nichts vor, damit hätte ich nie gerechnet.

Es gab zwar keinen Trollinger, außerhalb von Württemberg bekommt man den sowieso kaum, aber ein schöner kalifornischer Rotwein konnte gut als Ersatz durchgehen. Einziges Manko war, die Kartoffel im gemischten Salat schmeckten nicht.

Jutta entschuldigte sich. „Es ist ein übler Ersatz; es ist eine tropische Wurzel, die mehr wir eine wässerige Kartoffel schmeckt. Die Echten wachsen hier auf der Insel leider nicht. Ich denke aber, sie schmeckt doch besser als gar keine Kartoffeln.

„Das tut es auf jeden Fall. Der Rostbraten, und sei er vom Wasserbüffel, und die Spätzle sind ein Gedicht. Danke für euere Mühe. „

Der Mittag war Stress pur: 18 Filme in etwa 3 Stunden. Trotzdem ließ ich es mir nicht entgehen, Jutta noch einmal in ihrem tollen Badezimmer zu fotografieren. Vor der Cocktailstunde konnte ich mich gerade noch zehn Minuten hinlegen. Lis massierte mich, wie sie es von Kim gelernt hatte.

Meine Verspannung vom ewigen Bücken, floh vor ihren kräftigen Händen.

Das Abendessen war in Form eines Buffets aufgebaut, und enthielt so ziemlich alles, was den Appetit anregen kann. Auch in britischen Landen kann man gut essen, man muss nur den richtigen Gastgeber kennen oder suchen. Wir hatten das Glück. Kristin und Axel schlemmten genau wie Lis und ich.

Wir gingen schon kurz vor 18 ins Bett.

Lis konnte gerade noch sagen, dass mit dem Direktor wirklich was im Busch ist, wenn auch noch nichts Offizielles, dann war sie auch schon eingeschlafen. Wir verschliefen sogar die Amselzeit.

Samstag, 18 . Januar. Zum Frühstück waren wir pünktlich wach. Es gab ein gutes englisches Frühstücksbuffet. Mit Eiern nach Wunsch, Würstchen, Speck, Nieren und geräuchertem Fisch. Wir schlemmten schon wieder, heute konnten wir es auch gelassener angehen lassen. Das Soll war längst erfüllt und nur noch 5 Filme übrig.

Am Strand fanden sich noch viele Motive. Lis quatschte einfach die Mädchen an, die halbwegs gut aussahen. Jedes Zweite wollte sich gerne die paar Dollar verdienen. Die Bevölkerung ist hier sehr arm. Der letzte Film zog durch. Fertig. Axel und Dolores brachten Kameras, Filme und den Block von Lis ins Haus, dann widmeten wir uns ganz dem Vergnügen: Baden, Sonnen, herumalbern und dann … das Ganze wieder von vorne. Team und Fotograf waren nur noch unbekümmerte, freche, zu jedem Schabernack bereite Teenager.

Wenn die Arbeit getan ist, dann weicht sie auch aus meinem Kopf.

Jutta organisierte das Mittagessen als Grillfest am Strand. Mit Garnelen, Fisch, Steaks und Würstchen, sogar Gemüse wurde gegrillt. Zum Trinken gab es den unvermeidlichen Punsch. Mit oder ohne Rum. Man konnte auch ein Bier bekommen. Axel mag es sowieso und mir war es lieber als der süße Punsch. Zu viel Rum am Mittag ist auch nicht gerade das Wahre.

Kopfschmerzen wären mit Sicherheit die Folge, auf die ich gerne verzichten konnte.

Nach Sonnenuntergang verließen uns langsam die Gäste. Wir blieben und ratschten im Schein von Fackeln bis tief in die Nacht. Für Kristin und Axel ging ein langer, für Lis und mich ein kurzer Traumurlaub zu Ende. Dass wir viel Arbeit hatte? Wir hatte auch viel Spaß, selbst bei der Arbeit, und die brachte immerhin gut 7000 Bilder. Wenn nur die Hälfte davon gut ankommt, dann konnte ich, zusammen mit meinem Team, stolz darauf sein.

Es war schon eine Leistung.

Sonntag, 18 . Januar. Die Schule fängt am Montag wieder an. Lis und ich hatten vor, die erste Stunde zu schwänzen. Der Flieger soll schon um Sechs in Stuttgart ankommen. Dann geht es direkt in die Schule. Kristin und Axel kümmern sich um das Gepäck. Wir kommen ohne Schultasche. Ausrede: Flugzeug verpasst weil Anschlussflug ausfiel. Es klingt auf jeden Fall viel besser, als die verpasste Straßenbahn oder der platte Fahrradreifen.

Wir holten uns im Meer noch einmal so richtig Hunger, da keiner da war, badeten wir auch ein letztes Mal nackt. Als wir aus dem Wasser kamen, sah ich es: Wir waren alle nahtlos braun. So schön braun, dass der Engel von Lis sich kaum noch abhob. Nur die Narbe von dem Furunkel war noch heller als die übrige Haut.

Abschied. Dolores drückte ich noch einen extra Umschlag in die Hand und küsste sie.

Es gefiel ihr. Auch Jutta hatte nichts gegen eine Umarmung und einen richtigen lieben Kuss. Sie antwortete vergnügt mit ihrer Zunge. Erst da fiel mir wieder ein, dass ich Negerinnen doch eigentlich gar nicht mag. Es war also doch nur ein dummes Vorurteil. Ich denke, es hängt aber auch viel davon ab, wer es ist. Jutta ist auf alle Fälle eine ganz liebe sympathische Negerin.

Der Flug war langweilig. Das Essen auch.

Da es draußen dunkel war, schliefen wir einfach. Was sonst konnten wir im Flieger tun.

Montag, 18 . Januar. Die Landung in Stuttgart hatte fünf Minuten Verspätung. Wir sind acht Uhr in der Schule. Knorr, er hatte gerade seine Stunde, lachte nur. „Dann werdet ihr einen schönen Bericht über die Karibik als Hausaufgabe schreiben. Da haben wir dann alle was davon. Für nächsten Montag. Aber tut mir den Gefallen, jeder berichtet etwas anderes.

“ Es hätte schlimmer sein können. Montag, das war ja erst in einer Woche.

Roland sollte sich am Mittag die Filme abholen. Er stöhnte ganz jämmerlich. „Kaum bist du wieder da, gibt es schon wieder Arbeit. Wie viel Kopien brauchst du?“

„Dreimal Presse. Für London, Radolfzell und für uns. Wenn es geht bis morgen. Du hast lange genug gefaulenzt. Dann wird Lis dir wohl die Kundenliste geben, diese Bilder reichen auch noch zum Wochenende“, gab ich ihm Bescheid.

„Spätestens nächsten Montag, fordert Mikel die Filme leihweise für die Repros an. Dann sind sie weg, also spute dich besser. „

Nach der Schule ging jeder zu sich nach Hause. Die Begrüßung fiel so liebevoll aus, wie es bei uns halt mal so üblich ist. Am Abend wird Lis, mit Papa und Mama zum Abendessen kommen. Kristin und Axel ebenfalls. Das war noch an Heiligabend verabredet worden. Mom wollte nicht bis dahin warten, die Neugierde plagte sie.

Ich gab ihr die Blöcke von Lis und Kristin. Die großen Geschichten waren da nicht drin, aber Mom war erst einmal zufrieden. Dann war Kim dran. Kein großes Getöse, sie wollte einfach nur geschmust werden. Die Freude, dass ihre Familie nun wieder fast komplett war, sah man ihr an. Nur Lis fehlte noch zu ihrem vollkommenen Glück.

Oben in meiner Wohnung war alles Blitzblank. Auf meinen Schreibtisch lag ordentlich die Post, neben einer Blumenvase mit Orchideen, von Weihnachten.

Die sachliche Tüchtigkeit von Renate, ersetzt Kim durch penible Ordnung und ihrer so liebenswerten Art allem ihren Stempel aufzudrücken. Nicht aufdringlich; liebevoll hinterließ sie ihre Spuren in Form von Blumen oder anderen kleinen Dingen, die sie irgendwo fand, nur um anderen eine kleine Freude zu machen.

Ich sichtete die Post. Nichts, was einer sofortigen Reaktion bedurfte. Als Letztes kam ein dicker Umschlag vom Verlag. Belegexemplare, dachte ich. Es waren drei Sonderhefte der Fiesta.

German Lingerie. Ich hatte keine Ahnung davon. Ich dachte der Verlag würde noch ein drittes Japanheft herausbringen. In gewisser Weise tat er es auch. Die neue Fiesta enthielt jede Menge Bilder von meinen Japanerinnen, die sexy Unterwäsche von Willi trugen. Auch Kikki war drin. Dazu fast alle Bilder der Schulfreundinnen. Scheinbar wussten es alle außer mir, denn Mom hatte eine Reihe netter Anekdoten über Erlebnisse junger Frauen mit hübscher Wäsche geschrieben. Willi hatte fast den gesamten Anteil an Anzeigen.

Hier fand ich auch endlich die Bilder, die ich schon vermisst hatte. In einem Briefumschlag war das Anschreiben. Mikel entschuldigte sich, es sei eine Kooperation von ihm und Willi und sollte eine Überraschung sein. Die war gelungen. Kontakt im Hause Oktober war nur Mom. Dazu kam ein ganz dicker Scheck. Ich konnte ihn nach Gusto aufteilen. Mikel schlug vor 40000 Mark für mich, 60000 Mark an die Models, ich wüsste ja wohl am besten, wer was verdient hätte.

Ach ja, und im nächsten Monat würde das Heft in Deutsch erscheinen. Das Heft auf jeden Fall war Spitze, es gab zwar viel nackte Haut, Anstößiges aber nicht. Da brauchte ich von der englischen wie von der deutschen Ausgabe sicher je 100 Exemplare. Zum Rumzeigen.

Roland holte die Filme. Er wurde richtig bleich, als er nachzählte. Das sind ja über 21000 Bilder. Gott sei Dank sind Donnerstag neue Rollen gekommen.

Mit der Menge hätte ich nicht gerechnet. Da hast du ja richtig geackert und das Team sicher auch. Und jetzt ich. „

Kim war irgendwo am arbeiten. Das gab mir Zeit Roland wenigstens einen kleinen Bericht zu geben. Am meisten beeindruckte ihn wohl, dass wir, jetzt im Winter, im Meer gebadet hatten und so schön braun waren. Als er ging, rief ich schnell noch Lis an. Wir besprachen, wer, was für Knorr schreiben sollte.

Erledigt ist erledigt.

Klarissa kam um Fünf. Sie opferte ihren freien Abend. Gerne, wie sie sagte. Um sechs kamen die Familien Bronner und König. Klarissa hatte sich wieder einmal selbst übertroffen. Das Auftragen übernahm Kim. Dann ging es ans Erzählen. Wir wollten es richtig dramatisch gestalten, hatten wir im Flugzeug besprochen. Die drei großen Geschichten hatten wir ausgelost. Ich bin sicher, dass die beiden Weiber irgendwie geschummelt haben, denn ich bekam Heidi.

Warum wohl. Kristin bekam Diana und Lis, oh Wunder, bekam Jutta. Sie wird Jutta wörtlich zitieren können. Axel sollte von der Reise mit seiner Frau berichten und ich sollte außerdem ein wenig die Rahmenhandlung schildern, sozusagen als Regisseur. Es klappte prima.

Mom schrieb sich fast die Finger wund. Kim ging immer wieder zu ihr hin und massierte ihr die Finger, wenn das Thema gerade keinen Stoff für Mom brachte. Etwa zur Halbzeit holte sie neue Blocks und neue Bleistifte.

Mom streichelte ihr dankbar übers Gesicht. Kim strahlte, die beiden mochten sich offensichtlich sehr. Ich erzählte die Geschichte von Heidi. Ich nutze alle dramatischen Effekte, die mir einfielen. Meine Geschichte war gut, gegen die Erzählung von Lis konnte sie aber, ehrlich gesagt, nicht anstinken. Lis gab später zu, die Dramatik, in der Jutta die Geschichte erzählte, sei einfach die Bessere. Heide erzählte ja von ihrem Leben ziemlich emotionslos, obwohl eine gewisse Dramatik, auch in ihrer Geschichte lag.

Mom war richtig bleich vor Aufregung. Ihre Emotionen waren knapp vor dem Überkochen. Als Lis dann noch den Untergang der Eltern im Hurrikan schilderte, war es mit ihrer Fassung endgültig vorbei.
„Hört auf! Hört auf! Ihr lügt mich schändlich an. So etwas gibt es nur im Roman, das habt ihr euch für mich aus den Fingern gesogen. „

Ich musste heilige Eide schwören, dass wir die Geschichten so erzählt haben, wie wir sie hörten.

„Du wirst es glauben müssen, wenn ich dir morgen Bilder von Jutta zeige. Sie hat wirklich und wahrhaftig blaue Augen. Die Haare mögen gefärbt sein, die Augen habe ich mir aber ganz genau angesehen. Die sind echt. Im Übrigen, du kannst auch Mikel anrufen. Er wird die Geschichte sicher bestätigen können.

Mom hatte sich bald wieder beruhigt. Pop wollte wissen, wie viele Filme ich gemacht hätte.

Lis sagte: „199, ein Film wurde wohl versehentlich, unbelichtet entwickelt.

Er schmorte sicher in einer Hosentasche und geriet so zu den belichteten Filmen. „

„Mein Gott Junge, dann hast du ja doch keine Freizeit gehabt, sondern nur gearbeitet. “ Er schüttelte in Sorge seinen Kopf. Ich sah mich genötigt, schamvoll zu erröten.

Meine Drei widersprachen dem energisch. Ich war selbst verblüfft, wie viel Freizeit wir wirklich hatten. Dann fiel mir der Beweis ein, ich zog mich bis auf den Slip aus und sagte: „Sieht so einer aus, der sich mit seinem Fotoapparat nur in Zimmer von Frauen herumtreibt?“ Dann zog ich den Seitenbund des Slips nach unten „und diese Bräune ist nahtlos.

Sie kann also auch nicht bei Aufnahmen im Freien entstanden sein. Nackt fotografiere ich üblicherweise nicht. „

Lis lachte laut auf. „Bis auf einmal! Der Sonnenuntergang stand bevor, Paul kam fast zu spät aus dem Wasser und wollte sich gerade die Hose anziehen. Da sah er sein Opfer noch an der Dusche herumtändeln. Er griff sich die Kamera und fotografierte, plötzlich war der Backflash da. Die Hose blieb aus und er hüpfte, fotografierend, wie ein wilder Watz um das Mädchen.

Die Fotos wurden erste Sahne. Sein Penis schleuderte wie wild durch die Gegend, sehr zur Freude der anwesenden Girls. Es gab aber keinen Pieps, nur ich machte ihn im Bus darauf aufmerksam. Peinlich war es ihm aber offensichtlich nicht. Aber ihr kennt ja Paul, wenn er mal bei der Arbeit ist …“

Kim hat schon wegen Pop alles gut gegen Schallwellen gesichert. Die Gläser hielten auch noch Papas Lachen aus. Mom stellte sich das Ganze wohl erst bildlich vor.

Ihr Lachen kam leicht verspätet und nicht so laut. Aber so richtig von Herzen. „Heute werde ich wohl schlecht schlafen“, sagte sie später. „Bitte, Kim, kannst du mir einen von deinen Zaubertees machen? Sonst versuche ich die ganze Nacht, das Gehörte zu verarbeiten. Morgen, über Tag, bekomme ich das in Griff. Habt ihr die Genehmigung für die Stories?“

„Haben wir. Bei Diana jedoch ohne Namensnennung. Eine Abwandlung oder Nichtnennung der Inselnamen würde gerne gesehen.

Es geht hauptsächlich um die Fabrik in England. Aber das ist, wie ich dich kenne, kein Problem. „

„Wirklich nicht“, schmunzelte Mom — ganz Beatrix Mai.

Der Nachtisch war gerade durch, das Thema Karibik flaute ab. Das war die Gelegenheit für mich. Ich sauste schnell hoch, holte die neue Fiesta und knallte sie auf den Tisch. „Gibt es dazu irgendeine Erklärung? Mom, du hättest ja wenigstens einen Ton sagen können.

Mom wurde tatsächlich rot. „Paul, es war eigentlich die Idee von uns allen, um dir eine Freude zu machen. Vor allem mit einem Sonderheft, das man auch mal in besseren Familien rumzeigen kann. Die Eltern deiner Schulfreundinnen werden zwar nicht begeistert, aber auch nicht geschockt sein. Willi Wollweber schwebt im Wäschehimmel. Es erscheint auch in Deutsch. „

„Wenn ich es mir so überlege – dann ist damit der riesige Überhang bei Willi auch stark geschmolzen.

Wir können also wieder neue Fotos für ihn machen. Ihr habt recht, ich freue mich doch über das Heft. Nun muss mir nur noch was einfallen, um das zusätzliche Geld für die Models, die ja kaum etwas davon ahnen, gerecht zu verteilen. Da müssen Lis und Kim wohl in alten Abrechnungen wühlen. Du Mom, hast ja dein Geld sicher schon bekommen. Deine Stories sind übrigens klasse. Ich habe sie zwar nur quer gelesen, aber, es ist typisch Beatrix Mai, wie ihre Leser sie lieben.

Um Elf gingen die Gäste. Eine halbe Stunde später war ich im Bett. Ich wartete. Zehn Minuten später war Kim da. Sie jauchzte vor Vergnügen, als ich ihr Löffelchen zeigte. So klein wie sie nun mal ist, konnte sie sich so besonders schön ankuscheln. Es wurde ihre favorisierte Stellung. Sie bekam mächtig Ausdauer darin.

Normaler Alltag. Dienstagmittag klopften wir unsere Aufsätze fest. Mittwoch, es war wieder einmal einer dieser Zufälle, die uns schon so oft geholfen haben, Französisch bei Herrn Lemaire:

„Das Schulamt hat festgestellt, endlich, dass die Schüler der Oberstufen, fraglos einen guten Wortschatz und gute Kenntnisse in der französischen Grammatik haben.

Dafür so gut wie keine Praxis in der Aussprache. In der freien Rede schon gleich gar nicht. Meine Damen und Herrn, wir werden nicht umhin können, wir müssen das üben. Irgendwelche Vorschläge dazu?“

Lis hob die Hand.

„Ja, Fräulein Bronner?“

Sie stand auf und sagte in fließendem Französisch: „Wir hatten ja nun genug Gelegenheit es in Martinique zu üben. Ich denke, es würde Genügen, wenn jeder einfach ein bisschen aus dem Urlaub erzählt.

Da haben alle was davon. Dann könnten wir darüber diskutieren. „

„Ja, das ließe sich denken. Wollen sie in der nächsten Stunde damit anfangen, Fräulein Bronner?“

„Wenn sie möchten, kann ich das auch sofort. „

„Na dann fangen sie mal an. Ich bin gespannt“, sagte Lemaire.

Lis erzählte, frei weg, was sie sich für ihren Aufsatz in Deutsch, ausgedacht hatte. Sie plapperte gute fünfzehn Minuten.

Fast ohne Punkt und Komma.

„Das war ja … Ich bin sehr zufrieden mit dieser Leistung. Auch das Thema war gut“, freute sich Lemaire.

Ich hob die Hand und sagte: „Ich könnte es noch vertiefen. „

Lemaire wurde bleich. „Habt ihr etwa gewusst was ich heute zu besprechen habe?“

„Nein“, antwortete ich. Und dann erzählte ich ihm, auf Französisch, wie es dazu kam, dass uns Knorr die Strafarbeit aufdrückte und, dass wir gestern das Konzept ausarbeiteten.

Dann trug ich mein Thema, auf das ich ja vorbereitet war, ganz lässig vor. Lemaire saß auf seinem Stuhl hinter dem Pult und stieß hin und wieder nur die deutsche Übersetzung eines Wortes heraus. Es war wohl bisher noch nicht im Lehrplan. Dann war ich am Ende.

„Ganz hervorragen. Ein paar wenige syntaktische Fehler, die kommen leider nur zu oft auch in der deutschen freien Rede vor und werden dort nicht angekreidet.

Ihr habt einen deutlichen Akzent, wie er im Midi üblich ist. Der Lehrplan verbietet dies aber eben so wenig, wie er unseren Landesdialekt verbieten kann. Was bleibt mir anderes übrig als euch eine weitere Eins zu geben. Nach der neuen Regelung mit einem Plus vermerkt. Nun meine Damen und Herrn, dies war ein klarer Beweis dafür, dass nur die Praxis zu solchen Leistungen führt. „

Unsere Reise hatte uns also, so als Nebeneffekt, eine Eins eingebracht.

Das war mir eigentlich egal, dass wir jetzt leidlich gut Französisch sprachen, das fand ich gut. Unser Spanisch, bedurfte noch einiger Kenntnisse in Grammatik, denke ich. Verständigen konnten wir uns aber schon ganz gut. Ich nahm mir vor, zusammen mit Lis, doch auch einen Crashkurs in Persisch zu machen. Irgendwie fühlte ich mich als persischer Graf dazu verpflichtet. Schaden kann es auch nicht. Unser Hirn war gut trainiert für die Schule. Also, rein damit, was reingeht.

Abends, endlich mal wieder mit meinen Frauen gemeinsam im Bett, machte ich den Vorschlag wegen dem Crashkurs. Kim wollte auch mitmachen. Das Sprachgenie wird uns wohl wieder überholen.

Lis war gerade gegangen, da rief Mikel an. Der Verlag war vollauf zufrieden mit meinen Bildern aus der Karibik. Sie hätten vor, schon vorab, ein Sonderheft mit einer Auswahl der schönsten Fotos zu drucken. Das soll in den USA und in der Karibik billig gestreut werden, mit Sonderangeboten für ein Abo.

Natürlich mit dem Hinweis auf die Misswahl. Dieses Heft soll relativ jugendfrei sein, die kritischen Stellen bekommen wieder den Punkt, mit dem entsprechenden Hinweis. Man bräuchte also dringend alle Originale. Leihweise, wie üblich, wegen der Kooperation mit Willi. Vor allem würde es ihnen sehr helfen, wenn ich eine Liste meiner besten Zwanzig von jedem Ort abliefern könnte. Im Verlag sei ein, natürlich nicht ernsthafter, Streit darüber ausgebrochen. Demnach seien fast alle Girls prädestiniert zu gewinnen.

Eine gewisse Blauäugige, sei zumindest unter den Top Ten, soweit es die Redaktion angeht. Besonders dankbar wäre er auch, wenn ich Einfluss auf meine Mutter nehmen könnte, eine Art Leseprobe oder eine Vorschau auf die zu erwartenden Novellen, kurzfristig zu liefern. Er hätte auch wieder einmal Wunderdinge über mich gehört.

„Die Direktoren haben mich gebeten dir zu sagen, du und dein Team sollen im Sommer nichts planen. Wenn ich eine Hexe wäre, würde ich eine sehr lange, sehr große Reise in meiner Kugel sehen.

Und im Übrigen, viele Grüße aus London an das Team. „

Ich meckerte noch ein wenig, wegen des Sonderheftes, das ohne mein Zutun erschien. Mikel tat zerknirscht und fragte, ob es denn zu wenig Geld gewesen sei. Ich verneinte. Man soll ja nicht übertreiben. Ich ging sofort zu Mom, um ihr vom neuesten Stand der Dinge zu berichten und dem Artikel von dem Mikel träumt.

„Das können sie natürlich haben.

Ich rufe Mikel morgen selbst an. Ich habe ja das Skript von euren Erzählungen mit stenograviert. Die waren alle so gut, da brauche ich nicht viel daran zu ändern. Nur den Stil etwas anpassen und alles ein wenig auffüllen. Gerechter Weise gebe ich den Mädchen ein Drittel des Honorars ab. Du bist reich genug und kannst damit meine Reha mitfinanzieren. „

„Oh ich armer, armer Sohn. So viel Mühe und kein Geld dafür“, jammerte ich, des Prinzips eines Schwaben wegen.

Dann gestand ich ihr: „Natürlich spende ich das Geld für wohltätige Zwecke und dir tut die Reha wohl gut. “ Ich erzählte ihr noch von der Androhung einer großen Reise in den Sommerferien und, dass ich, falls sie nicht von ihr gebraucht würde, Kim diesmal mitnehmen wolle. „Je nachdem, was für ein Auftrag es ist. „

„Ach ja, wegen Kim. Ich habe heute in der Zeitung eine Anzeige gesehen. “ Mom wühlte in ihren Unterlagen.

„Da ist sie ja. Die bieten einen vierwöchigen Kurs, vormittags von 18 bis 12 Uhr, für eine Ausbildung zur Visagistin. Der Preis scheint mir angemessen. Das wäre doch bestimmt auch für dich von Nutzen, wenn Kim das Angebot annehmen würde. Wie ich Kim inzwischen einschätze, läuft sie uns nicht so schnell weg. Die 1000 Mark hast du also schnell wieder raus. Wenn es, für vier Wochen, bei uns mal nicht so glänzt, dann werden wir kaum daran sterben.

Kim wird einen Riesenspaß und alle Frauen die sich hierher verirren, darunter zu leiden haben. Die Wohnung wird trotzdem auf Hochglanz sein, wenn ich auch immer noch nicht weiß, wie sie das eigentlich macht. „

„Die Idee ist superb. Wo ist sie eigentlich?“

„Natürlich arbeiten. Nur wo? Vielleicht kannst du sie suchen. „

Ich suchte und ich fand. Als ich die Türe zur belle Etage öffnete sah ich sie; selbstvergessen saß sie auf dem Boden, summte eine Melodie und putze dabei unser Tafelsilber.

„Hallo Kim. Ich habe eine Überraschung für dich. „

Sie fuhr zusammen. „Oh Paul, hast du mich aber erschreckt. Du hast dich angeschlichen. Pfui. Man kontrolliert seine Freunde nicht. Ich wollte doch Heinzelmännchen spielen. Aber was für eine Überraschung hast du für mich?“ Die Neugierde siegte dann doch.

„Komm bitte mit zu Mom. Sie hat da was entdeckt, vielleicht gefällt es dir ja.

„Hallo Kim“, begrüßte sie Mom. „Hat Paul dich also gefunden. Hör zu, ich habe da eine Anzeige. Mit Paul habe ich darüber schon gesprochen und wenn du Lust hast, er will es dir, nicht ganz uneigennützig, bezahlen. “ Sie gab Kim die Anzeige.

Aufmerksam las sie. „Was ist eine Visagistin?“ Mom erklärte es.

Die Augen von Kim funkelten. „Dann kann ich ja die Models schön machen.

Wie oft habe ich mir schon gedacht, so etwas sei dringend nötig. Visagistin. Visa … ach ja, Visage sagt man ja hier zum Gesicht. Bin ich dumm, das nicht zu wissen. Aber, kann ich denn so viel Zeit überhaupt frei nehmen? Was ist mit dir, Mom, wer kümmert sich dann morgens um dich? Nein, ich glaube es geht doch nicht. „

„Ganz langsam Kim. Ich stehe die vier Wochen eine Stunde früher auf, dann ist genug Zeit für das Wichtigste.

Als du nicht da warst, musste es ja auch gehen. Im Übrigen sparst du dir die Zeit bei Paul, schließlich bist du ja indirekt für ihn tätig. Also, auf zum Lernen?“

„Ja. Ich hätte Spaß daran. “ Kim verneigte sich tief und faltete die Hände vor dem Gesicht, wie immer wenn sie sich für etwas ganz besonders herzlich bedankt. Mom griff zum Telefon. Kim war ruckzuck angemeldet. Die Rechnung wird geschickt, zusammen mit allen Daten.

Kim war happy. In zwei Wochen geht es schon los.

***

Willi rief Freitag an und gratulierte zu den Bildern. Ich erzählte ihm von der Sonderausgabe, die der Verlag plante. Willi schwieg eine ganze Weile, dann meinte er: „Das ist ja eine völlig neue Perspektive. Ich habe gesehen, du hast uns wieder gut verkauft. Da muss ich mit dem Vorstand reden. Ich rufe am Montag auch Mikel an.

Was sagst du übrigens zu der German Lingerie?“

„Ich wurde damit überrascht, finde sie aber toll. „

„Ich denke, ich kann den Vorstand überzeugen auch in dem Sonderheft zu werben. In den Fiestas natürlich auch, womöglich können wir wieder eine deutsche Ausgabe als eine Zusammenfassung der schönsten Mädchen in unserer Wäsche machen. Schreibt deine Mutter wieder eine Geschichte dafür?“

„Du glaubst doch nicht im Ernst, sie könne es noch lassen dafür zu schreiben, wo es ihr so viel Spaß machte.

Sie hat Mikel schon scharf auf mindestens drei Novellen gemacht. Meine Frauen bekommen ganz feuchte Augen, wenn sie nur an die Themen denken. Als wir Mom den Stoff vortrugen, wurde sie zornig, weil sie dachte wir nehmen sie auf den Arm, dabei ist es eine bewiesene Tatsache. Such dir mal die Bilder von der blauäugigen Negerin raus. Sie ist Hauptperson der absolut tollsten und dann auch noch wahren Geschichte, die ich kenne. „

„Blauäugige Negerin? Du verarscht mich wohl!“ Willi legte auf.

Eine halbe Stunde später rief er an und entschuldigte sich. Ich erzählte ihm die Geschichte in Kurzfassung.

***

Die Zeit verging. Ich ging jetzt montagmittags in die Berufsschule. Von Freunden hatte ich erfahren, dass die Fotografen da Unterricht haben und zwar die Theorie. Pop hatte an einer Schraube gedreht, so war es möglich, dass ich Gasthörer wurde. Ich machte auch die Klausuren mit. Bisher mit zufrieden stellendem Erfolg.

Leider geht es dort streng nach dem Lehrbuch und das ist – nach meiner Meinung – ganz einfach völlig veraltet. Die lernen dort noch, wie man eine fotoempfindliche Schicht auf Glasplatten aufbringt. So bescheuert kann doch keiner mehr sein. Das heutige Filmmaterial ist so gut, dass man vom Kleinbildfilm sehr wohl Plakate vergrößern kann. Dynamische Fotografie auf Glasnegativen? Da konnte ich nicht mehr darüber lachen. Das gab auch Pop zu, meinte aber, es gehe halt um die Technik.

Von Renate kam ein sehr langer und sehr ausführlicher Bericht über Thailand, mit vielen Postkarten zur Dokumentation. Da hat sie wohl einige Abende dran gesessen. Das persönliche Begleitschreiben konnte ich allerdings nicht lesen. Es war in einer mir völlig unbekannten Schrift geschrieben. Es dauerte eine Weile, bis ich die richtige Idee hatte. Ich rief nach Kim.

Die war voll verblüfft: „Der Brief ist doch an dich.

„Das nehme ich an. Ich kann ihn aber nicht lesen. Kannst du es?“

„Natürlich, das ist thailändisch. „

„Wenn nachher Lis kommt, dann lies ihn uns bitte vor. Ich meine, übersetze ihn uns. Du kannst ja schon mal üben“, bat ich sie.

Lis kam und Kim las. „Lieber Paul, geliebte Lis und treue Kim. Ich wähle diesen Weg, um den versprochenen Bericht aus Thailand zu krönen.

Diesen persönlichen Begleitbrief kann hier wohl kaum einer lesen, obwohl ich sicher bin, dass meine Post jetzt ungeprüft weggeht. Paul hat uns ja sehr überrascht mit der schönen Suite im Indra Regent Hotel. Die 180 qm haben wir weidlich genutzt. Wir sind jetzt sicher, dass aus uns etwas wird. Wir sind uns so sehr ähnlich und vielleicht deshalb so nahe. Da wurde übrigens mit Kikki gut geübt, wir kommen sehr gut zurecht. Ich denke, das sollte zu diesem Thema reichen, wir alle wissen ja Bescheid, was vor sich geht.

Auch du, liebe Lis, brauchst jetzt nicht mehr deine Neugierde aus zweiter Hand zu befriedigen. “ Als Nachsatz stand da noch: „Ich habe in unseren Schwur, damals in Japan, für mich jetzt auch Kim mit einbezogen. Lis schreibt so viel und so nett von ihr und zwischen deinen leider so seltenen Zeilen, lieber Paul, kann man auch mehr herauslesen, als da steht. Gebt ihr eine feste Umarmung und viele liebe Küsse von eurer Renate.

P. S. Ich kann natürlich kein Thai. Er hat sich mit Pong, dem Assistent Front Office Manager im Indra, angefreundet. Der hat diesen Brief nach Diktat, noch in Bangkok, geschrieben. „

Kim las auch noch den Bericht von Renate über Thailand, seine Tempel und seine Menschen, vor. Sie hatte feuchte Augen, als sie das viele Lob über ihr Volk vorlas.

An diesem Abend schliefen wir wieder einmal alle drei in meinem Bett.

Renate war auch bei uns, in Gedanken natürlich nur.

***

Kim ist die geborene Visagistin. Unsere Kunden nahmen ihren Service mit Begeisterung an. Kim war es erst peinlich, dass sie immer wieder Trinkgelder bekam. Ich musste sie beruhigen, dass dies völlig in meinem Sinne sei. Gutes Geld für gute Arbeit. Sie wird immer unentbehrlicher. Seit Axel voll im Laden von Papa eingespannt ist und neuerdings Gutachten für das Gericht macht, hatte er kaum noch Zeit.

Kim ließ sich von ihm einweisen und zeigt auch hier, wie geschickt sie ist. Aus Spaß ließ sie sich einmal das T-Shirt vom Master of Lights geben; es gab zehn Minuten Unterbrechung bei der Arbeit, denn ich konnte die Kamera nicht mehr ruhig halten – vor Lachen. XXL kann sie locker als halblanges Kleid tragen, nur mit der Weite hapert es, sie hätte fast in einen Ärmel gepasst. Ich bestellte ihr einen Satz T-Shirts mit dem Master of Lights Aufdruck, in ihrer Größe und mit einer extra Polsterung der Schultern.

Bei der Arbeit sieht sie jetzt irgendwie 10 Zentimeter größer aus. Eine Gehaltserhöhung verweigerte sie jedoch kategorisch. Da muss ich mir etwas einfallen lassen für sie.

Samstagabend kam sie angeschlüpft. Es ist längst nicht mehr so wie früher, das Schönste für Lis und Kim war kuscheln und reden. Heute waren wir alleine, Lis war zu einem Geburtstag eingeladen.

„Kim, hast du oft Heimweh nach Thailand?“, begann ich.

Es kam wie aus der Pistole geschossen: „Nein, schon lange nicht mehr. “ Nach einer kurzen Pause erläuterte sie: „In Konstanz war ich viel alleine, da kam es natürlich sehr oft über mich. Ich freute mich wahnsinnig über das Geld von den Fotos. In Thailand war ich dann aber auch ziemlich alleine. Ich habe es dir nie erzählt, aber meine Mutter dort, ist eigentlich nur meine Pflegemutter. Meine Schwester und ich sind Vollwaisen.

Die Eltern starben bei einem Busunglück und eine Versicherung zahlte unsere Ausbildung. Etwas Geld war auch da und die Nachbarin, meine Tante, nahm uns einfach in ihre Familie auf. Sie behandelte uns wie ihr eigenes Kind, sie hat auch den gleichen Familienname wie wir. Dort wieder leben? Nein, ich will – möchte sehr gerne bei euch bleiben. Hier in Deutschland. „

Mir schoss eine verwegene Idee durch den Kopf. Ich schlief schlecht, weil ich lange darüber nachdachte.

Am Sonntag, nach dem Frühstück, bat ich Kim oben auf das Telefon aufzupassen, wegen eines wichtigen Gesprächs, das ich erwarte. Kim zog los.

Ich begann: „Mom. Ich sehe es immer wieder, Kim scheint dir viel zu bedeuten und du Pop, hast sie wohl auch etwas lieber, als nur eine Angestellte. Oder täusche ich mich da womöglich. „

„Kim ist mir unentbehrlicher geworden. Da sie Krankenschwester ist, kann sie mir auch bei Dingen helfen, die ich Renate natürlich nicht zumuten konnte“, bestätigte Mom.

„Dir geht was im Kopf herum. Du hast diesen Blick wie Lis, wenn sie etwas ausgeheckt hat. Ich stimme dir aber in soweit zu, dass sie mir ein wenig die Tochter ersetzt, die wir leider nicht haben konnten. Sie ist ein wirklich liebenswerter Mensch. Man muss sie einfach lieb haben“, sagte Pop.

„Genau darauf wollte ich raus. Warum adoptiert ihr Kim nicht einfach? Sie ist eine Vollwaise und hat alle nötigen Papiere, falls ihr es nicht wisst.

Mom und Pop sahen sich an, danach mich. Dann sagte Mom, fast emotionslos: „Die Idee ist so brillant, die könnte von Lis sein. „

„Ausnahmsweise bin ich der Täter. Sogar völlig unbeeinflusst. Lis weiß nichts davon. So ganz dagegen seid ihr aber offenbar nicht?“

„Nein. Wir sind einfach blöde. Kim hat mir schon mal erzählt, dass sie Vollwaise ist. Auf die nahe liegende Idee, sie zu adoptieren, da kamen weder Pop noch ich.

Hast du schon mit ihr darüber gesprochen? Ist sie einverstanden? Ich meine, sie ist ja die Hauptperson. „

„Nein, ich habe nicht mit ihr gesprochen. Wir unterhielten uns gestern Nacht. Es stellte sich heraus, dass sie lieber bei uns bleiben will, als zurück nach Thailand zu gehen. „

„Du und Lis habt immer gleich Nägel mit Köpfen gemacht. Das können wir auch, gell Mom? Paul, rufe Kim.

Das Telefon war doch bestimmt nur ein Vorwand. “ Pop wurde aktiv, dann wird es ernst. Sehr ernst. Einmal entschlossen, fackelt er nicht lange. Ich rief.

Kim kam. „Also doch nur ein Vorwand. Ihr hattet etwas zu besprechen, dass mich nichts angeht. “ Beleidigt schien sie jedoch nicht.

„Weit gefehlt. Es geht vor allem dich etwas an. Du bist als Mädchen für Alles entlassen!“ Kim wurde bleich.

„Dafür wollen wir dich als Tochter adoptieren. Natürlich nur, wenn du einverstanden bist. Es war Pauls Idee. Wir Alten waren einfach zu blöde, darauf zu kommen, erst Paul musste uns drauf bringen“, sagte Pop völlig gelassen.

Kim wurde noch bleicher, dann wollte sie rausrennen. Ich schnappte sie mir und zog sie auf meinen Schoß. „Heulen kannst du auch in meinen Armen. Schwestern dürfen das. Zukünftige Schwestern auch schon mal vorab.

Mir kam gestern Nacht diese Idee, nachdem du sagtest, es gefällt dir bei uns“, versuchte ich sie zu trösten.

„Wirklich adoptieren? Adoptieren als Kim Oktober? Ich habe schon mal davon geträumt, wie schön das sein müsste. Dann habe ich mich selbst ausgelacht, weil ich an so dumme Dinge überhaupt gedacht habe und nun sagt ihr es einfach so. Wenn Pop das sagen, dann meint er das auch so. “ Und dann flossen die Tränen.

Mom und Pop sahen sich an und lächelten, plötzlich hatten sie eine Tochter, die erwünschte, leider nie Geborene. Pop holte sich einen Cognac. Mom blickte ganz versonnen an die Zimmerdecke.

„Aber, da gibt es doch ganz viele Probleme“, fiel Kim dann ein. „Meine Schwester, aber vor allem Paul. Er wird mich nie Heiraten, das kam nicht einmal in meinen allerschönsten Träumen vor, aber darf man denn mit seinem Bruder … Lis hat es erlaubt.

Ich meine … ihr wisst es sicher? Ich meine …“

„Natürlich wissen wir es. Wir wissen auch, dass du nicht zuletzt deshalb immer so völlig ausgeglichen und die Ruhe selbst bist. Wenn ihr es nicht gerade in aller Öffentlichkeit tut, ich sehe da kein Problem auf euch zukommen. Ihr habt nur eines gemeinsam und das ist, dass euer Blut rot ist. Wenn du vor der Adoption mit Paul geschlafen hast, wie zum Teufel kann es danach plötzlich strafbar sein? Was deine Schwester angeht, wir werden sie nicht adoptieren; in den Familienbund nehmen wir sie jedoch gerne auf.

Ich werde mal rumhören, wie die rechtliche Lage ist. Hast du sonst noch Fragen?“ Pop war heute so richtig gut drauf. Eben Pop.

„Ja. Aber eigentlich nur Unwichtiges. Als Tochter kann ich dann wohl nicht mehr bei euch angestellt sein, das Geld ist mir auch nicht wichtig, aber ich schicke meiner Pflegemutter hin und wieder etwas. Das wiederum ist mir sehr wichtig. Sie hat uns sehr geholfen. „

„Dazu kann ich etwas sagen“, ergriff ich das Wort.

„Kim kann natürlich bei mir arbeiten. Ich bin Steuerzahler und kann selbstverständlich auch meine Schwester einstellen. Dass es keine steuersparende, fiktive Anstellung ist, kann schon dadurch bewiesen werden, dass Kim ja bisher auch für mich arbeitete und, ihre Steuern zahlt. Ich habe ihr vor kurzem eine Gehaltserhöhung angeboten, was sie aber stur ablehnte. Nun muss sie das Geld halt einfach nehmen. Pop gibt ihr dann ein Taschengeld, wie es einer im Haushalt tätigen Tochter gebührt.

Im Übrigen wohnt sie frei, isst sie frei und bekommt all die Dinge, die ein Familienmitglied so braucht, auch Kleidung, aus der Familienkasse bezahlt. Wenn Mom, der Tochter mal extra was zusteckt, was zum Teufel geht dies das Finanzamt an?“

Bei Kim kullerten die Tränen, aus einem inzwischen lachenden Gesicht. Sie machte die Runde. Pop war als Letzter dran. Sie kuschelte sich fest in seine Arme und sagte: „Es wäre mir eine große Ehre, deine Tochter zu sein.

Ich werde alles versuchen dich nie zu enttäuschen. Ich müsste sonst ja ganz schön blöde sein. „

Pop gab ihr einen Schmatz auf die Backe und sagte: „Hole deine Papiere zusammen, wir gehen morgen aufs Amt, zu meinem Freund. Das wird die schnellste Adoption, die Stuttgart je gesehen hat. “ Und so war es dann auch. Er paukte es in 4 Wochen durch, lediglich Wanda, die Schwester von Kim, musste zweimal kommen.

Sie ist älter und konnte Einspruch erheben, obwohl Kim voll jährig ist. Recht ist eine sehr merkwürdige Sache. Zum Glück kennt sich Pop damit prima aus. Er hat wohl einige Semester Jura studiert, wollte Rechtsanwalt werden. Dann war es ihm doch zu trocken, er ging in die Kunst.

Lis fand übrigens, die Adoption sei längst überfällig gewesen. Es sei ihr leider auch nicht früher eingefallen. Aber an alles könne sie ja schließlich auch nicht denken, obwohl sie auch wusste, dass die eigentlichen Eltern von Kim nicht mehr lebten.

Im Übrigen hätte ich meinen Kopf nicht nur zum Haare schneiden, sondern auch zum Denken. Es sei also nur meine Pflicht gewesen, das alles einzuleiten.

Das Werbesonderheft für die Fiesta war da. Der Verlag hatte viele der schönsten Bilder veröffentlicht. Die einzige völlig Nackte war lediglich Chantal – im Abendrot. Das ausgesuchte Bild war wohl ästhetisch genug, dass die Zensur es frei gab. Ein paar offensichtlich nicht jugendfreie Bilder waren sehr viel kleiner und mit dem berühmten Punkt abgedruckt.

Mit dem Hinweis auf die Teens natürlich.

Viele Firmen der IGDuM hatten Anzeigen geschaltet; alle deren Wäsche im Heft vorkamen. Die meisten davon mit Bildern, die ich machte. Zwölf Seiten zählte ich. Willi berichtete stolz, dass das Heft in zwei Wochen auch auf Deutsch, Französisch und Spanisch erscheinen würde. Nun, was will man mehr als Chef der IGDuM.

***

Ich paukte wie ein Weltmeister für die Gesellenprüfung und Lis hatte sich daran gemacht, unser Archiv auf Vordermann zu bringen.

Die Belegfotos wurden von Woche zu Woche mehr. Sie tüftelte an einem komplizierten System, das die Suche erleichtern soll. Ich lasse mich überraschen. Eines Nachmittags kam sie Zähne fletschend auf mich zu, Bilder in der Hand. Sie drückte sie mir in die Hand.

„Erkläre mir das bitte!“

„Oh heilige Scheiße. Es tut mit Leid mein Schatz. Es sind noch Bilder aus Teheran. Roland hat sie natürlich gesehen, ob er dich erkannt hat, ist die Frage.

Sonst hat bestimmt keiner die Bilder gesehen. Ich finde sie ganz toll, aber irgendwie war keine Gelegenheit sie dir zu zeigen und dann, es ist wirklich unverzeihlich schrecklich, ich weiß, dann habe ich sie einfach vergessen. Bilder von meinem Schatz, einfach vergessen. Dabei wollte ich sie dir doch zeigen, ich hatte es dir in Teheran versprochen, erinnerst du dich?“

„Ja. Aber mussten es unbedingt Bilder auf dem Klo sein? Auch wenn sie wirklich toll sind, vom Motiv her“, lächelte sie jetzt wieder.

„Mein Schatz, das musste einfach sein und – bist du nicht ganz süß auf den Bildern? Noch ein wenig verschlafen und – ich konnte einfach nicht widerstehen. „

„Dann muss auch das sein!“ Mit diesen Worten schleppte sie mich zu einem Quicky ins Bad ab. Es war meine eigene Schuld und es geschah mir auch recht. Wenn ich es mir so überlege, ein paar einfache Schnappschüsse können ganz schön Wirkung zeigen.

Wie definierte Renate einmal das Wort Pornografie: ‚sexuelle Darstellung oder Handlung die zum Zwecke der sexuellen Erregung dienen kann‘. Ich fand einfach Gefallen an dem Motiv, dass es die Dargestellte sexuell erregen könnte, daran hatte ich bei der Aufnahme nicht gedacht. Ich wollte einfach meine geliebte Frau auf einem frechen Bild festhalten. Lis im Klo, auf der Schüssel sitzend, Pipi machend.

Freitag. Wir saßen im Wohnzimmer, die Arbeit war getan.

Die erste Karibik Fiesta war am Morgen gekommen. Alle fanden sie ganz prima. Die Geschichte von Diana, dem Titelmädchen, klang plötzlich genau so dramatisch wie die von Jutta. Nicht umsonst werden die Romane von Mom gerne gelesen. Sie hat eine unnachahmliche Art, Dinge zu ver- und entwirren. Für den Verlag war Mom ein Hit. Die Auflage wurde jetzt zu fast 40 % an Frauen verkauft. Früher war es knapp 5 %. Das hing wohl auch damit zusammen, dass die Fiesta kein Pornoblatt ist, nackte Frauen ja, Porno nein.

Es war ein recht harter Tag. Klausur war auch noch. Eine Erholung wäre jetzt schön. An Ostern. Ostern? Dann hatte ich eine Idee. Ich rief Karen an und erkundigte mich erst mal nach dem Baby. Alles sei gut, ein frecher Junge, ganz der Papa. Ich fragte, ob vielleicht in den Osterferien die Villa frei sei.

„Du hast Glück, vorgestern sind welche vom Vertrag zurückgetreten. Vom Anfang der Ferien bis Gründonnerstag ist sie frei.

„Dann halte das mal fest. Ich rufe dich in spätestens zwei Stunden nochmal an, um zu buchen. „

Papa Bronner fand meine Idee sehr gut. Er gab mir wieder mal eine Telefonnummer und einen Code. Ich hatte erst einige Fragen, sie wurden zu meiner Zufriedenheit beantwortet, dann reservierte ich. Heute, so hoffte ich, hatte ich eine tolle Überraschung beim Abendessen. Lis und Kim machten es gemeinsam, wie immer, wenn Lis da ist.

„Hat eigentlich jemand Pläne für Ostern?“ Begann ich ganz harmlos. Keiner hatte. „Nun, dann hätte ich da was. Ich habe für uns, und alle meine Mitarbeiter mit deren Partner natürlich, die Finca von Karen gemietet. Vorher habe ich mit der Agentur von Papa geredet, es sei überhaupt kein Problem, einen Rollstuhl samt Inhalt in der ersten Klasse zu befördern, denn Mom und Pop kommen diesmal mit. Ich will euch nicht alleine zu Hause lassen.

“ Pop schaute wenig intelligent zu Mom. „Das ist notwendig, weil ich auch Kim dabei haben will“, fuhr ich ungerührt fort. „Mein Team und ich brauchen Erholung. Die Kamera bleibt zu Hause. Nun seid ihr dran. Einwände?“

Mom war bleich geworden. „Du meinst, die könnten mich einfach so transportieren? In ein Flugzeug bringen? Und ich könnte mit nach Mallorca? Oh mein Gott. „

„Die können. Du wirst vom Auto bis zum Flugzeug im Rollstuhl gebracht.

In deinem Rollstuhl. Ich habe extra die Breite gemessen, er passt. Du wirst mit einem speziellen Aufzug ins Flugzeug gehievt. Im Flugzeug wirst du dann in den Sitz gehoben. Das macht dir ja keine Probleme im Sessel zu sitzen. Der Rollstuhl kommt zum Gepäck. Falls du mal musst, kann ja sein, dann sind Pop und ich sicher in der Lage dich aufs Örtchen zu bringen. Kim ist für weitere Hilfe auch nicht weit. Nach dem Flug wirst du dann in deinem Rollstuhl wieder zum Auto gebracht und dann in die Finca.

Ich weiß, dass in der Finca ein sehr schönes Zimmer zu ebener Erde, direkt am Pool, liegt. Du kannst mit dem Rollstuhl ohne Probleme auf die Terrasse, in den Garten und zum Pool. Sonne und Wärme ist bestimmt gut für dich. Kim opfert sicher ein wenig ihres Urlaubs, um sich um dich zu kümmern. Im Übrigen denke ich daran, Wanda, ihre Schwester, ebenfalls einzuladen. Sie ist ja auch Krankenschwester und kann Kim etwas entlasten.

Ein bisschen wenigstens. Denn, darüber sind wir uns wohl alle einig, auch unsere Kim braucht dringend Urlaub. „

Ich hatte es provoziert, Kim war verzweifelt; sollte sie nun mir um den Hals fallen oder lieber Mom beruhigen. Meinen Hals übernahm Lis als Erste. Kim konnte zu Mom.

„Du meinst, mein Sohn, wir sollten alle los? Was wird in der Zeit aus dem Haus?“ Wollte Pop wissen.

„Wir haben Freunde.

Vergessen? Einer wird sich schon darum kümmern. Es wäre lächerlich, wenn wir das nicht regeln können. „

Meine beiden Frauen und ich überlegten, wie wir die Zimmer füllen können. Auf mehr als 18 Zimmer kamen wir nicht. Das änderte sich schon am nächsten Tag. Diana, aus Barbados, rief an. Sie war tatsächlich in Stuttgart und wollte Samstag zu Besuch kommen. Da hat sich zwar Sonja aus Singen zu einem Shooting angemeldet, dazu zwei weitere Models, was soll’s? Vielleicht bekomme ich Diana auch noch mal vor die Linse.

So war es dann auch, sie wollte gerne ihr Reisegeld aufbessern, denn Europa ist teuer. Sonja und Diana verstanden sich auf Anhieb. Sie hatte schon eine Einladung nach Singen in der Tasche. Dann posierte Diana in Wäsche von Willi. Ganz einfach so, im Wohnzimmer. Sonja fand sie toll, sie wurde richtig hippelig. Dann ließ sie durch Lis (englisch) fragen, ob Diana vielleicht eine Lesbenszene mit ihr stellen würde. Dafür war sie mir nämlich noch im Wort und der Verlag suchte immer so etwas Ausgefallenes.

Diana sah zu Sonja, dann fragte sie nur, wie viel es dafür gäbe.

Ich sagte es ihr. Sie bat Sonja in Aktion sehen zu können und sah sie sich genau an, als sie ihre Show oben an der Bar abzog. Sie sagte zu. Die beiden zeigten eine gute Nummer, vielleicht ein wenig zu brav, der Effekt lag jedoch hauptsächlich in der Mischung: Centerfold aus der Karibik und eine blonde Mickimaus.

Da Diana unter den Top Ten des Heftes war, wird der Verlag mir und ihr die Bilder aus der Hand reißen. Diana in Deutschland, bewiesen mit den Bildern, wo sie mit Sonja agiert, wird die Fantasie von Mom ebenfalls anheizen.

Nach dem Essen, zeigte ich Diana die Fiesta. Sie küsste uns vor Freude ab, als sie sah, dass sie das Titelmädchen und der Centerfold war. Auch Girls aus der Karibik können weinen, Diana erwischte es, als sie die Novelle von Mom las.

Beim Frühstück bedankte sie sich überschwänglich bei ihr. Am nächsten Wochenende verdienten sie sich mit weiteren Bildern ein sattes Urlaubsgeld.

Sie hatte gerade nackt vor der Schwarzwand agiert, als ich sie ganz harmlos fragte, ob sie mit uns nach Mallorca kommen wolle. Wir hätten da noch ein Zimmer frei und ihren Flug könne ich mir auch gerade noch leisten. Wachhund Kristin kam in arge Bedrängnis, denn Diana hing, nackt, wie sie nun mal war, an meinem Hals und küsste mich sehr stürmisch und sehr intensiv.

Kristin entschloss sich, sich nur zu räuspern und Diana den Bademantel in die Hand zu drücken. Da waren wenigstens ihre Hände sinnvoll beschäftigt.

Meine Frauen waren mit meinem Vorschlag einverstanden. Nun waren es 18 Zimmer. Klarissa konnte nicht, Hochsaison. In Singen war zwar Aufruhr, leider hatten alle aber die Zeit schon verplant. Da hatte Lis die richtige Idee. Wieder einmal. „Frage doch Willi und Mikel. „

Beide sagten zu.

Willi und Blondi wollten mit uns fliegen, Mikel bekam eine ordentliche Wegbeschreibung. Ich sagte ihnen aber vorsichtshalber, es ginge um Urlaub und, ich hätte keine Kamera dabei. Ich wolle mit meinem Team nur entspannen und sonst nichts.

Zuerst gab es aber doch noch Stress. Die Gesellenprüfung. Ich hatte genug gepaukt, die Theorie musste ich ganz einfach schaffen. Vor der Praxis hatte ich keine Angst, egal was für ein Motiv. Es wurde kein Volltreffer.

Ich hatte eine laue Entschuldigung: Es wurden wirklich Techniken abgefragt, so alt, dass kein Mensch sie mehr verwendet.

Pop fand meinen Schnitt von zwei minus aber überhaupt nicht schlecht. Im Gesellenstück hatte ich dafür eine Eins. Portraits einer alten Dame, wie so üblich im Atelier eines anderen Fotografen gemacht, nicht nur die Aufnahme, sondern alles Drum und Dran.

Immerhin hatte ich jetzt einen Titel: Geselle. Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Am Abend gab es eine kleine Feier im Rahmen der großen Familie. Mit Bronners und Königs. Axel und Kristin nutzen jede Gelegenheit, Geld zu sparen.

Lis blieb über Nacht. Ich vermute, jeder kann es sich denken, was heute für ein Thema anlag: das nächste Ziel, die Meisterprüfung. Lis ging es dabei keinesfalls um die Prüfung, sie meinte, das wäre für mich doch ein Klacks. Kim stimmte ihr vorbehaltlos zu. Das Thema war dann, wenn auch nicht so genau definiert, die Zeit nach der Meisterprüfung.

Das Wort Hochzeit schwebte ungenannt im Raum. Meine Weiber kannten keine Hemmungen, festzulegen, dass es eigentlich auch danach keinen Grund gab, bisherige Regelungen aufzugeben. Wie schon so oft, wurde ich, der Leidtragende, zu diesem Thema erst gar nicht befragt. Kim bleibt mir jedenfalls erhalten.

„Meine Damen, ihr vergesst mal wieder, dass es Wichtigeres gibt. Zuerst müssen wir die Schule beenden. Unser Abitur muss so werden, wie es sich unsere Eltern wünschen.

Es wäre sehr übel, wenn wir sie enttäuschen. Wollt ihr das?“ Lenkte ich dann ab.

„Nein“, sagte Lis entsetzt. „Wir haben doch nur ein bisschen geträumt. Ich finde es halt ganz toll, wenn ein einmal gestecktes Ziel erreicht ist. Das Abitur kommt, dein Meister ist das nächste und dann … Ach lass mich doch träumen, mit meinem geliebten Mann zusammen zu sein, als Ehepaar. Das nächste Ziel. Dabei dürfen wir das Wohl unserer Kim natürlich nicht aus dem Auge lassen.

Sie ist Teil unserer Familie, ich glaube … ach Scheiße …“ Sie schluchzte ganz tief aus dem Bauch kommend auf. „Sie gehört einfach zu uns, ich liebe sie fast wie dich. Sie ist nicht nur eine Nebenfrau. „

Sie wälzte sich über mich und nahm Kim fest in den Arm. Ich drehte mich auf die andere Seite, und versuchte zu schlafen. Als ich eine Stunde später mal raus musste, sah ich meine Zwei fest umarmt und glücklich lächelnd schlafen.

Ende des Auszuges — Fortsetzung folgt.

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