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Der Pornograf V – 07

Auszug aus Band 5

(Hausfrauen, Nachbarn und andere Amateure)

Fortsetzung:

***

Chaos in Indien

Und wieder mal war es soweit. Gerlinde und Jürgen, mit Team, fuhren mit Luigi nach Hamburg. Doris, Gina und ich flogen, ab Zürich, nach New Delhi. Mit der Swissair. Kantonisch gut, kantonisch steif und doch recht bequem. Den Platz neben mir, hatte Doris für Gina freigegeben.

Sie ist inzwischen ein alter Flughase, Gina flog gerade mal von Neapel nach Stuttgart. Ich setzte mich jedoch auf den Platz am Gang, so saß Doris nur eine Armlänge weit entfernt. Gina fand das gut, sie hatte damit einen Fensterplatz. Flugneulinge legen da halt mehr Wert darauf als alte Flughasen. Die wissen längst, dass man aus den Fenstern sowieso nur wenig sieht; dafür hat man weniger Kopffreiheit und muss sich, an dem Danebensitzenden, vorbeiquetschen, wenn man mal raus muss.

Bei einem Flug von über zwei Stunden, ist das fast unvermeidlich – auch in der ersten Klasse.

In der Ersten, saßen nur zwei Engländer, ganz vorne, wir konnten uns also gut unterhalten. Das Essen war gut, da ließ sich die Swissair nicht lumpen. Auch die Getränke ließen keine Wünsche offen. Sogar Gina mochten den Wein, obwohl er nicht aus Italien kam.

Zwischenlandung in Dubai. Wir hatten Gelegenheit uns die Beine zu vertreten.

Wir schnüffelten im Duty Free. Die Preise waren sensationell niedrig, da werden wir auf dem Rückflug zuschlagen. Sonst? Der Flughafen war relativ sauber, wie ich hörte aber inzwischen zu alt. DerNeuewar noch nicht fertig.

New Delhi. Wie in Teheran, wurden wir schon am Gate empfangen. Ein prächtig gewandeter Inder mit Turban. Er wollte die Gepäckscheine, durch die Immigration mussten wir aber selbst. Den Zoll erledigte er. Zum Glück.

Ich hatte von den Engländern erfahren, das könne ewig dauern. Eine Limousine wartete auf uns. Dann kam der Schock: Hitze, Gestank. Der Fahrer, und der Abholer auch, rochen sehr seltsam. Ihr Englisch war dafür verständlich, fast der gleiche Akzent wie in Persien. Die Fahrt ging los, die Straßen schienen überfüllt.

„Oh heilige Scheiße“, murrte Doris. „Die schlafen ja auf den Bürgersteigen? Paul. Das kann doch nicht sein?“

„Info nicht gelesen? Die können und die tun es.

„Da bin ich jetzt nur noch auf unser Hotel gespannt. Müssen wir da auch auf dem Boden schlafen? Ich hoffe die haben wenigstens Futons, wie in Japan. Das scheint ja spannend zu werden. “

„Ich habe gelesen, dass Inder arg arm“, verkündigte Gina. „Aber, dass auf Straße schlafen? Auf die Idee Anna und ich nie kamen. “

„Ich gestehe euch, aus Ägypten bin ich ja einiges gewöhnt, aber das nicht.

Da müssen wir jetzt durch, wir können ja Mikel nicht einfach so hängen lassen, auch wenn es noch so schlimm wird. Ich bin nur froh, dass ich meine beiden Lieblingseulen dabei habe. Euch. “

„Bitte Paul, lass uns heute ineinemBett schlafen, sonst habe ich, glaube ich wenigstens, ein wenig Angst“, gestand Doris.

„Ist nicht Frage. Paul müssen, er Boss und verantwortlich für seine Lieblingseulen. Er uns singen in Schlaf“, grinste Gina.

Sie hat die Sache mit dem Selbstverständnis so gut wie drin. Auf meine Kosten.

Die Limousine, russischer Bauart, hielt an einem Tor. Ein schmuddeliger Ausweis wurde gezückt. Das Tor öffnete sich quietschend, wir wurden durchgewinkt. Vorfahrt am Hotelportal. Die Türen des Wagens wurden aufgerissen. Ein prächtig gekleideter Concierge, geleitete uns zum Fahrstuhl. Die prächtige Kleidung war zwar, wie gesagt, prächtig; dafür aber recht schmutzig. Essensreste, Flecken von Getränken, Flecken von was weiß ich …

Erstes Stockwerk.

Maharadscha Suite. Ein Butler, ganz in weiß, mit Mahatma Gandhi Käppchen, hieß uns willkommen. Auf Englisch natürlich. Das ist hier die zweite Amtssprache. An einem Schreibtisch waren die Check-In-Papiere ausgebreitet. Ich brauchte nur meine Kreditkarte vorzuzeigen und zu unterschreiben. Der Concierge verschwand mit den unterzeichneten Papieren. Dafür kam ein Mädchen. VIP-Mädchen. Noch ein Mädchen. Zimmermädchen. Noch ein Mädchen, verantwortlich für die Badezimmer. Dann ein Junge von etwa Zwölf. Zuständig für besondere Dienste der anderen Art.

Ich gab ihm 18 Dollar und jagte ihn zu Teufel. Dazu brauchte ich meine Eulen gar nicht erst zu fragen.

Die Suite war riesig. Größer als jede die wir bisher hatten. Drei Schlafzimmer mit je einem Bad. Ein enormes Wohnzimmer, ein Esszimmer. Eine Art Büro und ein großer Rauchersalon. Typisch britisch. Es waren ungefähr 300 qm, in denen wir lustwandeln konnten.

Der Masters Bedroom interessierte mich am meisten.

Ja, das Bett war groß, stabil, die Matratze hart genug und nichts quietschte. Das Schlafzimmer daneben, war ebenfalls ordentlich. Die Möblierung? Nun ja. Mein Geschmack war es nicht. Das Sofa im Wohnzimmer war ganz schön durchgesessen und weder Fernseher noch Radio funktionierten. Einige Birnen in den Lampen ebenso wenig. Einige fehlten.

Auf der Open Bar, sie gehört nun mal zu solchen Suiten, stand scheinbar nur einheimischer Alkohol und einheimische Softdrinks.

Die Knabbereien schienen erträglich. Ich sah Doris an. Die nickte nur. Sie schnappte sich den Butler – die alkoholischen Getränke wurden abgeräumt und innerhalb einer Stunde, durch das ersetzt, das wir für bewährt und trinkbar hielten. Wir wollten uns ja nicht vergiften.

Inzwischen war es Mittag. „Wo bekommen wir etwas zu essen?“ Fragte ich den Butler. „Indian Food ist okay. Ich hoffe es schmeckt besser als British Food. Der Rahmen sollte angepasst sein.

„Welcher Rahmen, Sir?“ Unser Butler kann sprechen.

„Wir möchten einen Tisch für drei, wo wir in Ruhe essen und uns unterhalten können“, übernahm Doris das Wort. „Wenn es geht, sollte die Umgebung sauber und kühl sein“, fügte sie brutal an. Sie hatte sehr wohl gesehen, dass das mit der Sauberkeit, nicht so ganz die Sache Indiens war.

„Es ist bereits ein Tisch in der Bibliothek bestellt.

Dort wartete auch Miss Dina Magalore. Sie ist wohl ihr Reisemarschall. “

Doris nickte ungnädig. Ihre Erfahrung muss man erst mal haben. Ich hatte sie – im Zorn, der sie gar nicht betraf, wofür ich mich natürlich später entschuldigte – einmal angeschissen, weil ich, wie gesagt überhaupt nicht zufrieden war. Das nahm sie wohl zum Anlass, jeglicher zukünftigen Weiterung, zuvor zu kommen. Jetzt schiss sie lieber selbst und das nicht zu knapp, wenn es verdient war.

„Seit wann?“

„Seit einer halben Stunde. “

„Und warum erfahren wir das jetzt erst?“

„Sie kamen doch erst vor einer halben Stunde an. “

„Mein lieber Mann. Dann hätten wir es vor einer halben Stunde erfahren müssen. Mein Boss lässt niemand warten, wenn es nicht unvermeidlich ist. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass wenigstens das Essen akzeptabel ist, sonst sehe ich für deinen Bakschisch dunkelrot.

Ich sah Doris an. Ja, sie meinte das total ernst. Gina? Sie sah den Butler an, als sei er ein lästiger Käfer. Dann ging sie ins große Schlafzimmer. Ich hörte sie laut mit den Mädchen schimpfen. Es ging um die Koffer, die von ihnen ausgepackt wurden. „And there is a list of all items packed. I will not say anything – but better for you, anything is still there when we leave.

Der Stolz auf meine Eulen wollte mich fast übermannen. Die beiden hatten alles im Griff. Ich konnte in aller Ruhe meiner Arbeit nachgehen. Jetzt aber, ging es erst mal ums Essen. Gegen Diebstahl sind wir versichert. Die Alukoffer, mit der Ausrüstung, sind mit einer Alarmanlage gesichert. Ein durchdringender Heulton würde das Hotel schon aufschrecken. Diese Idee kam mir in Kairo. Doris fand sie gut und setzte sie in die Tat um.

Postwendend sozusagen.

***

Dina Magalore sah, zu meiner Freude, erst mal sympathisch aus. Sie hat eine indische Mutter und, wen wundert es, einen englischen Vater. Der hat sich allerdings abgesetzt. Im Übrigen roch sie besser und war sauber gekleidet. Sie wollte erst nicht mit uns essen. Das gehöre sich nicht. Ich sprach ein Machtwort. Nachdem die Eulen ihr ebenfalls gut zuredeten, setzte sie sich endlich.

Das Essen war Verblüffenderweise sogar gut.

Es schwamm zwar in zu viel Butter, aber es hatte Geschmack. Nur Gina hatte Probleme, viele Gerichte aus der enormen Auswahl, waren ihr zu scharf. Doris kennt sich mit indonesischer Küche aus, Gina hatte noch nicht das Pech. Sie würgte aber tapfer, wenn sie auch beinahe daran erstickte. Wer einmal am Hungertuch nagte, lässt kein Essen stehen und wenn es Tränen kostet. Ich nahm ihr das scharfe Linsengericht ab, dann gingen wir mit Dina an das Buffet im Nebenraum.

Wir probierten gnadenlos alle Gerichte durch, in kleinsten Portionen. Je einen Löffel voll, von Dina sehr gut beraten. Dann war alles klar. Gina nickte uns dankbar zu. Am Ende der Reise konnte sie jedoch genau so scharf essen wie Doris und ich; und sie fand es sogar gut. Auch darin unterschied sie sich nicht von uns.

„Dina“, sprach ich unseren Reisemarschall an. „Wie steht es hier denn mit Models? Ich nehme doch an, du hast genaue Anweisungen vom Verlag aus England bekommen?“

„Paul, Sir, in Indien kann man natürlich alles bekommen, für das jemand bereit ist, Geld zu bezahlen.

Auch Models. Jede Inderin ist ein Model; ob sie es kann oder nicht. Hauptsache ist es Geld zu verdienen. Ich habe mir Mühe gegeben, mein Auftrag war klar. Ich habe versucht, vor allem gut aussehende Mädchen zu finden. Ob sie begabt sind? Das wird sich finden. Nach meiner Meinung, sind wir in New Delhi nicht so ganz an der richtigen Adresse. In einer Woche fliegen wir jedoch nach Bombay. Dort ist die nationale Filmindustrie angesiedelt, dort gibt es auch arbeitslose Schauspielerinnen, die ihre Streifen abgedreht haben.

Sie sind nicht mehr gefragt, geben aber die Hoffnung nicht auf. Indien produziert offiziell zwar keine pornografischen Filme – was unter der Hand geschieht, das weiß ich nicht genau. Ich habe auf alle Fälle aber schon welche gesehen. “

„Das ist ja zumindest erst mal eine Auskunft. Nun sind wir jedoch noch in New Delhi. Wie geht es weiter?“

„Ich musste vorsichtig sein, um keinen Massenaufstand zu verursachen.

Um Drei kommen jedoch 18 vertrauenswürdige Models, hierher ins Hotel. Wenn es recht ist, bringe ich sie dann gleich in die Suite. Ob sie euerem Geschmack entsprechen? Wir werden sehen. Morgen und übermorgen kommen je 18 Mädchen, von einer Agentur. Die zwei Tage danach bekommen wir Gelegenheit, in einem alten Palast, weitere, je achtzehn Mädchen zu bekommen. Auch im Garten dieses Palastes. Er ist vor den Blicken der Außenwelt verschlossen, wie das schon früher der Fall war.

„Das kling ja halbwegs akzeptabel. Es könnten mehr Models sein, nun ja, dann werde ich die hübschesten eben mehrmals drannehmen. Dich auch. Da fehlen aber noch zwei Tage. “

Da werden wir in das Villenviertel zu Privatbesuchen fahren. Das war ein böses Problem, wir konnten es nur lösen, in dem wir versuchten, Termine bei unserer Oberschicht, eben in den Villen, zu bekommen. Ihr, Sir, werdet euch trotzdem damit abfinden müssen, in Indien ist halt vieles anders.

Eine gut situierte Hausfrau wird niemals selbst arbeiten. Da ist Personal viel zu billig dafür, Sir. “

„Habe ich dich jetzt richtig verstanden, dass es hier … Natürlich, aus Indien kommt es ja, das Kastensystem. Da gilt wohl nur jemand etwas, der Rang und Namen hat?“

„Im Prinzip ja, jeweils die nächsthöhere Kaste bestimmt, wo es entlang geht. Ich, als Halbblut, falle ja, mit meinem englischen Vater, zum Glück raus.

So geht es uns Halbmenschen nun halt mal. Dafür habe ich allerdings das Recht, wenn ich möchte und eine Arbeit finde, nach England auszuwandern. Ich war mal dort, meinen Vater zu besuchen. Es war mir aber zu kalt und zu nass. Ich bekomme von ihm 20 Pfund im Monat, das hilft schon eine ganze Menge. Wohnen tue ich bei meiner Mutter, die hat von meinem Vater ein kleines Haus, als Ablösung sozusagen, bekommen. “

„Dann hast du ja auch kein leichtes Leben“, sagte Doris besorgt.

„Mir geht es besser als den meisten in meinem Alter. Mit 19 ist eine Frau entweder verheiratet oder sie nagt am Hungertuch. Als Alternative bleibt nur sich selbst zu verkaufen. Nichts davon war bisher nötig. Ich habe eine eigene kleine Agentur, und das Glück über meinen Vater Verbindung nach England zu haben. So kam ich an den Verlag. Er ist mit einem der Direktoren befreundet. “

„Ja, ja.

Eine Hand wäscht die andere“, gab ich von mir. So ganz glücklich war ich jedoch nicht mit dieser Auskunft.

„Don Paolo“, grinste jetzt Gina und sagte auf Italienisch: „Ich denke, wir sollten, wenn wir Fremde um uns haben, Graf Paul, zu dir sagen. Doris auch. Damit bist du dann, hier, ein Mitglied der obersten Kaste. Das bildet einen Schutzpanzer um uns alle. In Italien wäre das zumindest so – in der armen Gegend.

„Du hast recht, Gina“, verstand es Doris. „Und wir sind dann seine ganz intimen Eulen. Wir sind also auch jemand, weit erhaben über dem Gesinde, weit erhaben über den Models. Das müsste doch wirken, wenn die sich schon so blöde verhalten. “

„Ihr schlitzohrigen Menschenschinder“, musste ich jetzt doch loswerden. „Wenn Indien jedoch nach so etwas verlangt, dann soll es so etwas bekommen. “ Ich wechselte zu Englisch.

„Meine mir sehr nahe stehenden Assistentinnen haben mich gerade darauf hingewiesen, liebste Dina, dass uns leider ein böser Fehler unterlaufen ist. Aus welchem Grund auch immer, wir gingen davon aus, dass in Indien Gleichberechtigung gilt. “ Ich fischte in der Brieftasche meinen alten Diplomatenpass heraus, in dem mein Titel vermerkt ist. Er ist immer noch gültig, nur wer honoriert einen iranischen Pass? „Hier, in meinem Pass steht, dass ich ein Gwaihir bin. Der Titel entspricht im ursprünglichen Sinn einem Lord.

Ich möchte dich daher bitten, mich überall als Lord Paul vorzustellen. Du selbst, wirst mich auch so anreden, wenn wirnichtunter uns sind. Sonst kannst du bei Paul bleiben, wie es dann meine Assistentinnen auch tun. Ich denke, damit werden wir, hier in Indien, wohl ebenso wie in Russland, den Gepflogenheiten besser entgegenkommen“, sagte ich völlig ruhig.

Dina sah mich mit großen Augen an. Sie nahm mir den Pass aus der Hand und schaute hinein.

Sie gab ihn zurück und – kniete vor mir nieder. Ich dachte unwillkürlich an Persien.

„Lord Paul. Ich habe von meinem Vater, Gerüchte darüber gehört. Es besagt, eure verehrte Gemahlin sei sogar eine Prinzessin. Mein Vater meinte, ihr, eure Hoheit, würdet nicht sehr viel Wert auf eueren Titel legen, wie viele hohe Herrschaften, es in England auch nicht tun. Daher habe ich es gewagt, euch nur mitSiranzusprechen. Bitte verzeiht mir Unwürdigen.

Selbstverständlich komme ich euerem Wunsche nach. “ Nun lächelte sie, wenn auch nur andeutungsweise und ganz diskret. „Es wirft ja auch einen kleinen Abglanz auf mich, euere gehorsame Dienerin. “

„Gut meine Liebe. Ich sehe, es ist bald Drei. Ich erlaube es, dass du dich entfernst um die ersten Models zu holen. “

Dina verschwand, nicht ohne vorher unsere Personal anzusprechen, das danach in Ehrfurcht erstarrte, bis ich es durch ein gnädiges Winken entließ.

Meine Eulen vermieden es, sinnvollerweise, jetzt loszulachen. Sie taten als sei alles höchst Normal.

Die Models kamen, und mit ihnen der Geruch, den ich schon bei dem Concierge und dem Fahrer festgestellt hatte. Dina stellte sie vor. Die Mädchen sahen – nun sie sahen indisch aus. Gekleidet waren sie halbwegs passabel, einige sogar in frischen Kleidern.

„Das geht ja“, sagte Doris. Gina zuliebe auf Italienisch.

„Sie riechen aber nach ranziger Butter“, maulte diese.

„Richtig“, stimmte ich ihr zu. „Und ein wenig nach Curry. Das kommt vom Essen“, wurde mir klar. „Und genau daher kommen auch die Flecken. Sie tragen ihre Kleidung zulange und beim Essen, mitNananstelle eines Löffels, tropft es halt. Ich habe noch nicht in den Bädern nachgesehen, gibt es dort Seife, Shampoon und so Zeug?“

„Nur wenig. Kim hat so was geahnt, wir haben von allem reichlich dabei.

Sie meinte, es würde hier genau so sozialistisch wie in Russland sein. Daher wohl auch dein Vergleich“, vermutete Doris.

„Dann werden wir jetzt gleich mal etwas gegen den Geruch tun. Holt Seife, Shampoon und 18 Satz Baumwollwäsche. Willi hat dir für die hiesigen Maiden ja genug mitgegeben. Dann kommen die Damen erstmal in die Bäder der zwei Schafzimmer. Unseres bleibt unangetastet, für uns, heute Abend. “ Wieder Wechsel zum Englischen.

„Dina, ich bitte die Models, wenn es geht, sich in den beiden Zimmern, die Doris ihnen gleich zeigt, umzuziehen. In den Bädern können sie sich vorher frisch machen. Baden und Duschen. Dann bekommt jedes der Mädchen frische Unterwäsche. Danach wird Signora Gina, ihnen beim Schminken und kämmen helfen, bevor es losgeht. “

Die Mädchen verstanden mich wohl auch so, Dina übersetzte jedoch pflichtgemäß meine Worte in Urdu. Die Mädchen verneigten sich tief, mit den Händen vor dem Gesicht gefaltet, wie ich das von meinen Thais her kenne.

Dann zogen sie los. Ich ging erst mal an die Open Bar und zog mir einen Gin rein. Ohne Tonic. Ich war frustriert.

Dann war es soweit. Zweimal 90 Minuten. Die Girls waren ungelenk, schüchtern aber wenigstens guten Willens. Amateure halt. Nochmals 90 Minuten, jetzt kamen wenigstens ein paar Bilder zustande, auf denen die Damen lächelten. Mit dem Ausziehen hatte keine ein Problem. In der Beziehung konnte Mikel zufrieden sein.

Was mir aber sofort auffiel, da gab es keine geschönten Busen, die Damen waren auch nicht rasiert. Viele nicht mal unter den Armen. Es war offensichtlich, zu so was war kein Geld da, und sei es für einen Rasierer.

Doris hatte beim Butler Tee und Softdrinks, sowie einen Berg Sandwiches, für die Girls bestellt. Die knabberten sie nun sichtlich gelöst, ihre Arbeit ohne Weiterungen geschafft zu haben. Doris zahlte die Mädchen in Dollar aus.

Die getragene Wäsche, von Willi, wurde gerne genommen. Zweimal, wo das Model passte, hatte Gina sogar gute Wäsche ausgegeben. Da kamen die Augen erst so richtig zum Leuchten. Gina meinte, morgen sei die Wäsche wohl gewaschen und auf dem Markt zu kaufen. Kennt sie sich da aus?

Die Models zogen ab, Dina blieb. „Lord Paul, das war eine liebenswerte Idee von euch, den Mädchen die Gelegenheit sich zu waschen zu geben.

Wenn das Hotel von dem enormen Wasserverbrauch auch wohl nicht sehr beglückt ist. Wasser ist Mangelware in Indien, sauberes Wasser vor allem. So viel Seife, Duschgel und Shampoon, dann noch so gut duftend, das war aber doch ein wenig leichtsinnig von euch. Die Mädchen waren zwar sehr sparsam damit, aber solchen Luxus haben wohl die wenigstens je erlebt, Mylord. “
„Du meinst die Mädchen waschen sich nicht?“ Fragte Doris.

„Doch, doch.

Täglich. Aber sie haben selten mehr als einen Liter Wasser, zweifelhafter Herkunft, zur Verfügung. Seife? Auch, aber die schäumt kaum, riechen tut sie auch eher schlecht. Wir haben da so einige Naturprodukte, die auf dem Markt zu kaufen sind; genauso wie unsere Zahnbürsten, als Zweige, von einem bestimmten Baum stammen. Das ist schon teuer genug. Aber ich will euer Lordschaft natürlich nicht mit unseren kleinen Problemen belasten. “

„Das ist schon okay“, knurrte ich.

Sauer auf den Staat. Dann wurde mir aber klar, hier ging es um mehr als eine Milliarde Menschen und um einen Staat, der seit Jahrhunderten von den Mächtigen ausgebeutet wird. „Doris, was meinst du, das Hotel schert mich wenig, unten in der Halle gibt es doch bestimmt einen Laden, wo man Seife und so kaufen kann? Morgen und übermorgen werden wir den Models die gleiche Chance bieten. Kannst du entsprechend einkaufen?“

„Das tue ich gerne und am besten persönlich.

Vorher sollten wir aber noch über das Abendessen sprechen. Wie ich dich kenne und wie mein Magen knurrt, ist das jetzt noch wichtiger“, antwortete sie.

„Hast du so was wie eine Room Service Karte gesehen, ach …“ ich klatschte in die Hände. Das wusste ich aus Persien. Der Butler stand in Sekundenschnelle unter der Türe. Begleitet von einem der Mädchen. Gina staunte über mein Gehabe. Händeklatschen? Das kannte sie nun überhaupt nicht.

In Italien wird laut gerufen.

„Wir möchten in der Suite speisen“, erklärte ich dem Butler. „Gibt es dazu eine Karte oder bestellen wir nach Geschmack?“

„Es gibt eine unbedeutende Karte, euer Wunsch, Mylord, genügen. Unsere Küche erfüllt alle Wünsche, außer Fisch, der ist nur auf Vorbestellung möglich. Der Frische wegen, Mylord. “

„Ich denke, wir möchten eine sehr große Auswahl an Vorgerichten. In allen Geschmacksrichtungen.

Als Hauptgericht gegrilltes Huhn mit Beilagen. Zum Nachtisch eine Auswahl von Obst, wie es landestypisch ist. Kein Importobst. Dazu drei Flaschen sehr guten Weißwein, gut gekühlt. Das Ganze für 4 Personen und in einer Stunde. Ist das machbar? Wie ist übrigens dein Name?“

„Mein Name ist John, Mylord. Es ist sicher machbar. In einer Stunde, Mylord. Darf ich mich dazu entfernen, bitte, Mylord?“

„Ja sicher. Junges Fräulein, und dein Name ist?“

„Ich bin Mandy, Mylord.

Ich bin euer erstes Zimmermädchen. “ Wieder einmal große Verbeugung mit gefalteten Händen vor dem Gesicht. Das scheint hier, wie in Thailand, gebräuchlich zu sein.

„Doris, nimm bitte Mandy mit, zum Einkaufen. Du wirst die Sachen doch nicht eigenhändig hoch schleppen wollen?“

Ein frecher Blick von Doris, dann verschwanden die beiden.

„Nun Dina“, sprach ich unseren Reisemarschall an. „Ich denke, du hast es nicht so eilig, nach Hause zu gehen.

Wenn du möchtest, ich denke unsere dienstbaren Geister waren schon tätig, kannst du dich vor dem Essen natürlich ebenfalls erfrischen. Wir tun es auch. Wir treffen uns dann wieder hier. “

„Gerne, Mylord“, freute sich Dina.

Nachdem wir erst ein wenig Frust abbauten, Gina hatte es auch nötig, gingen wir ins Bad. Die Armaturen waren zwar nicht mehr die neuesten, vor allem nicht die modernsten, die Wanne aber war groß.

Sie war gemauert und gekachelt und ähnelte mehr einem Whirlpool. Die Dusche war darüber angebracht und reichte gut für uns zwei. Es dauerte nicht lange, da kam auch Doris dazu. Sie schüttete aus einer der mitgebrachten Flaschen, reichlich in die Wanne; Schaumberge stiegen auf, durch die Dusche aufgepeitscht. Doris stieg zu uns, als sei das selbstverständlich. War es eigentlich auch irgendwie. Es dauerte nicht lange, da fing sie eine Schaumschlacht an. Gina schaute erst etwas erschrocken zu mir, dann machte sie lachend mit.

Ich vermute ich brauche nicht zu erklären, wer das schaumbedeckte Opfer war.

***

Dina saß schon im Salon, als wir aus unserem Schlafzimmer kamen. Meine Damen hatten sich bis zur Unkenntlichkeit schick gemacht. Auch mir hatte Doris, meine Dinner Jacke aufgedrängt. Die arme Dina sah uns natürlich voll Schreck an – sie war recht einfach gekleidet. Das konnte Doris natürlich nicht so lassen. Sie schnappte sich das Mädchen und plünderte den Kleiderfundus, darüber kam ein nettes Kleid von ihr.

Dina sah jetzt irgendwie prächtig aus. Sie roch auch gut, Doris hatte wohl ein paar Tropfen Parfum spendiert. Sparsam, wie ich es meinen Frauen anbefohlen hatte.

Ich klatschte nach dem Butler. Wir bestellten unsere Getränke von der Open Bar. Gina musste sich heute leider mit Campari zufrieden geben. Amaretto gab es nicht. Ich war froh, mich längst an Gin Tonic gewöhnt zu haben, eine Erfindung der Engländer, in Indien zur Kolonialzeit entdeckt.

Mit Gin vertrug sich der bittere Geschmack von Chinin, damals ein lebenswichtiges Medikament.

Wir plauderten über dies und das, bis sich im Esszimmer etwas rührte. Dutzende von Schälchen mit Vorspeisen kamen auf den Tisch. Teils warm, teils kalt. Ich sah einen Koch in unserer Küche verschwinden. Mit einem gut beladenen Servierwagen.

„Das Geflügel, Mylord“, hörte ich ihn murmeln.

Dann kam noch ein zweiter Wagen, mit Bergen von Obst.

Doris und Gina waren neugierig. Dann zeigten sie Anzeichen von Begeisterung. „Nicht ganz wie in Indonesien, es ist aber auch nicht die Zeit dazu“, erkannte Doris. „Und immerhin, bekamen wir dort das beste Obst. In Thailand war ich ja noch nie, von dem du, Mylord, so begeistert bist, wenn es um Obst geht. Ich stehe da mehr auf Hawaii. “ Meine Obereule war mal wieder frech. „Ich habe aber noch eine Frage, Paul, was hat Indien, mit Indonesien zu tun, und mit Indochina.

Das fiel mir beim Mittagsschlaf ein. “

„Erwischt“, gestand ich. „Da werden wir wohl bei Mom nachfragen müssen. Im Moment könnte ich mir da nur irgendwas mit dem englischen Kolonialismus, zusammenreimen. Irgendwelche genetischen Zusammenhänge? Ich glaube es kaum, aber, wer weiß. “

„Ich werde mich kundig machen“, versprach Doris.

Meine Eulen schlugen bei den Vorspeisen zu. Gina probierte erst, wenn (für sie) gut, nahm sie sich, wenn nicht, ging die Schale weiter.

Am Schluss standen einige Schalen vor Dina.

„Hast du keinen Hunger, Dina?“

„Doch, schon. Bin ich denn eingeladen, Mylord?“

„Du kannst vielleicht dumm fragen, ich habe für vier Personen bestellt, das musst du doch gehört haben?“

„Ich dachte, Mylord isst vielleicht für zwei?“

Prompt lachten meine Eulen sich fast kaputt. Vielleicht auch deshalb, da darin schon ein wahrer Kern steckte.

Nur hatte ich mich heute noch nicht so sehr abgerackert. 18 Mädchen am Nachmittag, da werden wir normalerweise erst richtig warm.

Auch jetzt, am Abend, war das Essen gut. Ungewohnt im Geschmack zwar, ein Gewürz konnte ich gar nicht analysieren, bis Dina es erkannte: Kreuzkümmel. In Indien viel verwendet.

„Dina, jetzt habe ich mal eine ganz dumme Frage, das Essen ist doch auch mit Butter gekocht.

Warum riecht es dann nicht so merkwürdig? Die Mädchen hatten fast alle den Geruch danach. “

„Oh. Das ist ganz einfach, Mylord. Das übliche Fett in Indien ist Butterschmalz. Butter zerläuft in der Hitze des Tages und wird schnell ranzig. Butterschmalz bleibt lange haltbar. Wir nennen es Gee. Hier im Hotel wird es frisch gemacht, aus frischer Butter. So hat es den vollen Geschmack. Die ärmere Bevölkerung kauft es um so billiger, je älter es ist.

Irgendwann mal, beginnt es dann halt zu riechen. Wir haben aber sonst kaum Fett. Klärt das eure Frage, Mylord?“

„Tut es. Danke. Kannst du mir ein Kochbuch beschaffen, Dina? In Englisch? Lass dir Geld von Doris geben. “

„Ja selbstverständlich. Eines mit Bildern? Das kostet zwar mehr ist aber sicher anschaulicher. “

Ja, das ist gut. Jetzt habe ich doch noch eine Frage, eine ganz besonders Dumme: Ich weiß, dass euch die Kühe heilig sind.

Wieso esst ihr dann die Butter? Oder ist die irgendwie nicht heilig?“

Dina lächelte. Sie fand die Frage offenbar lustig. „Mylord, die Kuh ist heilig, das Wesen Kuh – nicht ihre Milch. Wir werden zwar nur im Notfall ihr Fleisch essen, die meisten Inder sind sowieso Vegetarier, aber warum die Milch wegschütten? Nur Käse gibt es bei uns so gut wie keinen, Joghurt und Buttermilch werden aber zu Lassi verarbeitet, ein wohlschmeckendes Getränk.

„Ja, doch. Das kenne ich sogar. Eine gute Idee, das können wir morgen zum Mittagessen bestellen“, entschied ich. „Ich kenne es aus Persien – Ahm – aus dem Iran“, erklärte ich meinen Wunsch danach.

Wir hatten die Vorspeisen inzwischen gewaltig dezimiert. Zeit für das Geflügel. Ich gab dem Butler bescheid, der dienstbereit hinter mir stand. Das Geflügel kam, mit Koch. Er legte es vor. Der Butler tat etwas von dem mitgelieferten Gemüse dazu.

Es schien mir nicht nur Huhn sondern auch Ente zu sein. Es roch verführerisch, war knallheiß und schmeckte einfach köstlich. Würzen können die Inder. Es war ein Bakschisch wert. Zu viel. Der Koch zerfloss in Dankesbezeugungen.

„Lecker“, erklärte Doris und griff nochmals zu, obwohl ihr Teller noch fast voll war. Gina sah sie entrüstet an und – griff auch zu.

„Meine Damen“, rief ich sie zur Ordnung.

„Wir können notfalls nachbestellen. Benehmt euch bitte. “

Gina wurde rot. Doris grinste nur.

„Es ist noch Vorrat in der Küche, Mylord“, erklärte der Butler unbeeindruckt. Jetzt genierte sich auch Doris ein wenig.

Der Vorrat musste nachgereicht werden. Ich kann mich nicht erinnern, dass in Italien oder in Stuttgart jemals so beim Geflügel zugeschlagen wurde. Man bedenke, es war nur gebraten, keine besondere Soße, nur die Gewürze machten den Unterschied.

Vom Gemüse ging bei weitem nicht so viel. Es war britisch, halbgar in Salzwasser gekocht. Dafür verschwanden Berge der Fladenbrote, Nan. Auch davon war ein guter Vorrat in der Küche.

Nach dem Essen unterhielten wir uns noch lange mit Dina. Es hieß Informationen sammeln, für Mom und für Danielle. Natürlich auch für uns selbst. Gegen Zehn war unser erster Informationshunger gestillt. Dina wollte nach Hause. Ich bot ihr an, in einem der Schlafzimmer zu übernachten.

Nach etwas sträuben blieb sie, noch vor Morgengrauen ging sie aber in ihre Wohnung – und holte sich etwas Wäsche und Kleidung. Sie blieb bis zum Ende der Reise bei uns.

Meine Eulen waren müde. Sie kuschelten sich, eine links, eine rechts von mir, an mich. Die Temperaturen waren jetzt im Januar annehmbar. Die Klimaanlage stand auf low.

Das Frühstück nahmen wir, unter einem Sonnensegel, auf der Terrasse zu uns.

Der Kaffee war völlig ungenießbar, der Tee aber gut. Säfte wurden aus einem reichlichen Vorrat an Obst, nach Wunsch, frisch gepresst. Das war natürlich etwas für meine Eulen. Blitzartig schwenkten sie von Tee auf Fruchtshake um. Eines unserer Mädchen war damit plötzlich reichlich beschäftigt. Nur Dina war etwas scheu heute Morgen.

„Was ist los Dina?“, fragte ich sie.

„Oh Mylord, es ist für mich das erste Mal, dass ich in einer so herrlichen Umgebung geschlafen habe.

Daheim habe ich nur einen Ventilator, das ist bereits schon der pure Luxus. Hier hatte ich die Klimaanlage. Ich konnte mich tatsächlich unter ein Leintuch kuscheln. Wie schön muss das erst im Sommer sein, wenn das Thermometer auf über 50 Grad steigt. Und dann, dann habe ich mir erlaubt, mich heute Morgen nochmals unter die Dusche zu stellen. Mylord, ich bin einfach glücklich und traurig zugleich. Ich denke, ihr könnt es vielleicht ein wenig verstehen?“

„Ich denke schon“, sagte ich.

„Du sagtest um Neun kommt der erste Schwung Mädchen?“

„Ja, Mylord. ”

“Gut. Dann halten wir es wie gestern. Sie können duschen oder baden, dann kümmern sich meine Assistentinnen um sie. “

Ich bat John, den Butler, nach Mandy zu rufen. Diese wurde beauftragt, mit ihren Mädchen, alle benutzten Zimmer sofort in Ordnung zu bringen und, wenn wir mit der Arbeit angefangen haben, nachzuräumen, wo dies notwenig war.

Unsere Zimmermannschaft hatte natürlich gestern schon mitbekommen, was wir hier so treiben. Doris, unsere Gewiefte, hatte dem Butler zwei unserer Magazine in die Hand gedrückt, das wirkte besser als lange Erklärungen.

Die Models kamen. Sie waren besser als gestern. Dass sie in klimatisierten Räumen arbeiten konnten und sogar die Baderäume benutzen durften, fanden auch sie gut. Es ging zügig voran, ich hatte alle schon zweimal durch, da schleppte Doris plötzlich auch Mandy an.

Sie hatte schon ein Weilchen aus der Ferne zugeschaut. Das hatte ich wohl gemerkt aber nichts dazu gesagt, sie störte nicht. Nun stellte sich heraus, dass sie sogar halbwegs begabt war. Ich zog gleich zwei Filme mit ihr durch. Dann empfahl sie mir noch ein paar Kolleginnen aus dem Haus. So bekam ich, bis Eins, doch ganz schön was zusammen.

Nach dem wieder erfreulich guten Mittagessen, kam der nächste Schwung an Models.

Es waren unaufgeregte Tage, an denen ich viele Bilder machen konnte. Von Überarbeiten keine Rede. Auch meine Eulen ließen es ruhig angehen. Mit Gina wanderte ich einmal in unser drittes Schlafzimmer aus. Mit Doris auch, aber nur zum heftigen Schmusen. Um ihr eine Freude zu machen, hatte ich dazu extra Fingerlinge mitgebracht. Sie mag den mit den kleinen Noppen. Keine der Damen zeigte Anzeichen von Interesse an indischen Männern. Am dritten Nachmittag hatte ich auch diese vor der Kamera – das gehört nun mal dazu.

DasFormatder meisten Herren würden schon gut zu Doris passen, die meinte aber nur ablehnen: „Wenn es saubere Japaner wären, auch Dunkle, ich fürchte, dann könnte ich mich kaum bremsen. Aber so – tut mir Leid. Inder sind nicht mein Typ. Da würde ich mich lieber von dir zerreißen lassen, wenn es so nötig wäre. “ Dann grinste sie frech: „Aber euere Lordschaft, haben ja einen begnadeten Finger. “

Mir ging es ähnlich.

Wir hatten da ja unser VIP-Mädchen, auch Dina stände sicher zur Verfügung; so was merkt man halt, aber Lust? „Ihr habt doch sicher auch im Kamasutra gelesen?“, fragte ich, meine beiden, abends im Bett.

„Ja, natürlich“, lachte Doris.

„Man lernt, solange man lebt“, grinste Gina.

„Es soll das indische Handbuch der Verführung sein“, setzte ich nach. „Ihr habt es wohl selbst gemerkt, einige der Models hielten sich sogar daran; könnt ihr mir nun aber wohl sagen, warum ich überhaupt keine Lust auf eine Inderin habe? Bei den vielen italienischen Mädchen vom Lande, da meldete sich mein innerer Schweinehund sehr viel öfters.

Dieses schwülstige Augenklimpern und schmachtendes verschämtes Tun der Inderinnen, spricht mich dagegen überhaupt nicht an. Könnt ihr mir da helfen?“

„Helfen? Sollen wir dich geil machen?“, lachte Doris frech.

„Danke für das Kompliment für uns Italienerinnen“, freute sich Gina aufrichtig. „Ich denke, ich weiß, an was es liegt. “

„Da bin ich aber mal gespannt. “ Doris richtete sich auf.

„Ich auch.

Erzähle!“

„Ich habe, zusammen mit Anna, das Kamasutra gelesen. Es war erst schwer, bis wir merken, es ist uralt. Daher auch die komische Ausdrucksweise. Und dann fiel uns ein Gespräch mit Signora Mom ein. Sie hat gesagt, ihr Wissen sei veraltet, daher sie immer neugierig um zu lernen Neues. “

„Ihr seid wirklich zwei intelligente kleine Teufel“, sagte ich. „Ja, das könnte es sein, die Inder leben noch in einer völlig anderen Welt, in der Liebesspiele zum Ritual wurden.

Das wird abgehandelt, runtergespult und fertig. Uns sagt dieses Getue einfach nichts,unsereWeibchen haben heute andere Lockmittel. “

„Hui. Wieder was dazu gelernt“, freute sich Doris. „Ja, so ist das. Ich habe da gerade in einer Zeitschrift über den Borkenkäfer gelesen, der reagiert auch nur auf einen bestimmten Duftstoff. Damit kann man ihn sogar in die Falle locken. Bei Vögeln, den Tieren meine ich, nicht der Tätigkeit, wirken nur bestimmte Balzgesänge.

„Und die der Inderinnen sprechen Don Paolo einfach nicht an. Ich vermute, umgekehrt auch nicht – allerdings wäre ein 20 -Dollarschein ein guter Ersatz für Balzen“, unterbrach Gina.

„Aber irgendwie war mir das bisher keine Dame wert“, grinste ich sie an. „Vor allem nicht, wo ich so bezaubernde Bettgenossinnen habe. Dabei fällt mir ein, es ist das erste Mal, dass ich ohne eine meiner Frauen auf großer Reise bin – ich denke, ich werde es überleben.

Ihr beiden Schnuckelchen solltet euch aber schon mal Gedanken machen, welchen Wunsch ich euch erfüllen kann. “

„Wunsch?“, fragte Doris. „Ach Paul, man sollte es ja nie zugeben, aber du, die ganze Familie ist so – gut, klingt irgendwie bescheuert …“

„Lieb?“, half Gina.

„Lieb zu uns, danke Gina. Wenn ich da nur an Cesare und Uschi denke. Wie es den beiden jetzt wohl geht? Die Operation? Ist alles gut gegangen? Ja, das wäre ein Wunsch – dort anzurufen.

„Blödsinn. “ Ein Kloß saß mir im Hals. „Mach das, wenn dort eine akzeptable Zeit ist. “

„Dort ist jetzt Arbeitszeit. “

„Na, dann ruf jetzt an. Die Nummer ist in meinem Notizbuch. “

Doris machte sich auf den Weg ins Wohnzimmer. Gina kam angeschmust. Sie brauchte ein wenig Zuwendung, in den Arm nehmen, küssen, streicheln. Da unterschied sie sich kaum von meinen Frauen.

Mir fehlt manchmal auch so etwas. Eigentlich sogar oft.

Die Türe flog auf. „Paul! Ein Wunder! Beide Beine … die konnten den Nervenstrang reparieren. Es dauert zwar noch sehr lange, aber mit Stock kann er schon Anfang Februar etwas gehen. Es müssen halt alle Muskeln erst wieder aufgebaut werden. Ich habe nicht alles verstanden, Uschi heulte, wie der berühmte Schlosshund und Cesare redete in einem derartigen Höllentempo, da setzten meine Sprachkenntnisse etwas aus.

Glücklich erschienen sie mir aber beide. Stuttgart weiß Bescheid. Oh was eine tolle Nachricht!“

Doris war völlig von der Rolle. Gina kaum weniger, sie musste die Nachricht aber wohl erst noch richtig einordnen. „Du meinst Cesare hat keine neuen Beine? Die alten Beine wurden repariert und er kann bald wieder gehen?“, fragte sie dann, sicherheitshalber auf Italienisch, nach.

„Ja!“, kreischte Doris vergnügt. Dann fiel sie über mich her und schlabberte mich ab.

So toll, dass ich merkte,siekannte schon das richtige Balzritual für mich. Mein Schlingel wachte vor Schreck auf. Nachdem die Damen das Malheur bemerkten, sorgten sie in Gemeinschaftsarbeit für seine Beruhigung. Ihm gefiel das Schlabbern auch noch, zum Dank bespritzte er beide, wir mussten unter die Dusche. Kurz vor dem Einschlafen fiel mir dann ein, dass Doris und Gina, mich mit einer solchen Selbstverständlichkeit gemeinschaftlichmissbrauchten, wie es sonst nur Lis und Kim tun.

Die Außenaufnahmen, in den Villen der gut Betuchten, liefen ab, wie ich durch die Ankündigung von Dina schon vermutete; die Damen posierten in allen Räumen, in der Küche allerdings so ungeschickt, dass selbst ich merkte, dass sie sich in derartige Räume wohl selten verirren. Aber auch hier – prächtige Saris und internationale Mode vom Feinsten, so genau durfte man allerdings nicht hinschauen. Der Geruch wurde von schwülstigem Parfüm überdeckt, die Damen waren etwas zickiger, aber sonst kaum besser als meine vorherigen Models.

Nun, vielleicht waren sie etwas besser gepflegt. Die Haarbüschel waren gut getrimmt, die Wäsche passte und der Schmuck war reichlicher und meist wohl auch echt. Abends im Bett, musste ich am letzten Tag in New Delhi, aber zugeben, zumindest bei zwei Damen meldete sich mein innerer Schweinehund ein wenig. Aber keine kam auch nur im entferntesten an meine Freundinnen in Teheran heran. An die gepflegten Huren aus Rottweil schon gleich gar nicht. Da lagen ganze Welten dazwischen.

Es war übrigens Doris, die diesen Vergleich anstellte.

Einen Tagesausflug nach Agra, zum Taj Mahal, konnte ich meinen Eulen natürlich nicht verwehren. Sie hatten beschlossen, dies als Wunsch zu äußern. Dina nahmen wir einfach mit.

***

Wir flogen nach Bombay. Zwar erster Klasse, es war aber eher ein Horrortrip. Völlig überfüllt, da wurden die Sitze in der Ersten auch noch mit Gästen aus der Economy gefüllt.

Ich fürchte, da war wohl auch einiges an Bestechung fällig, was sonst sollte, in der Ersten, an eine Stewardess zu bezahlen sein? Nun, wir kamen lebend an, unsere Ausrüstung war ebenfalls noch heil und vollzählig. Das lag vor allem an Dina, die mitflog. Sie bat Doris schon vorher um 30 Dollar in kleinen Scheinen, damit brachte sie die notwendigen Leute auf Schwung. Wir waren auch als Erste draußen, wo ein Kleinbus auf uns wartete.

Organisieren konnte sie, unsere Dina.

Wir hatten einen kleinen Palast, etwas außerhalb von Bombay, als Residenz. Platz genug und, zu unserer aller Freude, mit modernen Bädern, die sogar funktionierten. Auch einen großen Garten gab es und reichlich Personal. Der Majordomus, Sing Mang, mit riesigem Turban, stellte uns die wichtigsten Leute vor: den Koch Irriwan, die Hausdame Lucie und den Butler James. Wir hatten 6 Schlafzimmer zur Verfügung, jedes mit einem eigenen Zimmermädchen und natürlich mit einem eigenen Bad.

Lucie führte mich in das größte davon. Gina belegte das nächste Zimmer, mit Durchgang zu meinem, und Doris eines ganz in der Nähe. Prophylaktisch. Schlafen würden sie meist ja doch bei mir. Auch Dina fand ein Zimmer, das ihr gefiel.

Als Erstes machten wir eine Hausbesichtigung. Ja, hier ließ sich arbeiten, in Haus, Garten und Pool. Es war eindeutig schöner hier, als in New Delhi. Wir setzten uns zu einer ersten Besprechung ins Wohnzimmer, von James gut mit Fruchtsäften versorgt.

„Ich denke, in diesem Rahmen können wir auch mal schöne Bilder machen. Ich hoffe die Models passen“, begann ich. „Doris, lasse irgendwie weißen und schwarzen Stoff organisieren. Du weißt schon. Gina, teile den Rest der Wäsche auf, einmal Gute in ein Zimmer, für schöne Models, einmal die normalen Sachen für die weniger geeigneten Damen. Wer zu welcher Sorte gehört, entscheide ich, wenn ihr gestattet. Dann müssten doch auch noch ein paar Sommerfähnchen da sein, packe die zu der guten Wäsche.

Dina, du wirst reitender Bote, wie du es schon in Delhi ganz gut hinbekommen hast. Einwände?“

Es kamen keine. Ich hatte auch keine erwartet. Dafür sagte ich das, auf was meine Zwei sichtlich warteten. „Wenn das erledigt ist, hüpfen wir erst mal in den Pool, danach gibt es Mittagessen. James, rufst du bitte Irriwan?“

Das Mittagessen, und das Abendessen gleich mit, wurden besprochen, dann zogen meine Damen los.

Ich trottete in mein Schlafzimmer, zog mich aus, einen Bademantel über und ging zum Pool. Auf die Eulen brauchte ich nicht lange zu warten, sie brachten eine schüchterne Dina mit, ebenfalls im Bademantel. Darunter war sie, wie die Eulen und ich, nackt. Das bereitete ihr etwas Hemmungen. Uns nicht, die Badmäntel fielen und wir hüpften ins Wasser. Dina wurde überhaupt nicht beachtet. Irgendwann tauchte sie dann neben mir auf. Ihre Augen glitzerten, es schien ihr doch Spaß zu machen.

Das Mittagessen war gut, es gab sogar frischen Fisch. Auch der Wein war trinkbar. In der Beziehung schien Indien entschieden unterschiedlich zu den sonstigen ehemals englischen Kolonien, die Essensgewohnheiten der Engländer haben die Inder nicht übernommen.

„Nun Dina, was erwartet uns hier als Kundschaft?“, fragte ich sie, nachdem wir uns nach dem Essen in das kühle Wohnzimmer verzogen hatten. „Du sagtest am Anfang mal, hier seien die Models viel besser als in New Delhi.

„Schönheit ist natürlich Geschmackssache“, antwortete sie. „Hier ist jedoch das Zentrum der indischen Filmindustrie. Dieses Haus gehört einem der Filmbosse. Die Studios sind nur zwei Kilometer von hier. Doch zu den Models … die meisten waren oder sind Filmsternchen, einige wollen es werden. Betrachtet Bombay als das Hollywood von Indien.Bollywood.Da müsst ihr doch schon davon gehört haben. Es mag euch aufgefallen sein, hier herrscht bei weitem nicht die Armut wie in New Delhi.

In Bombay wird Geld verdient. Die meisten jungen Frauen stecken es in ihr Aussehen; natürlich mit dem Ziel irgendwann Star in einem Film zu werden. Ähnlich wie in Hongkong, sind das natürlich meist Billigproduktionen, und meist für das eigene Land. Die Themen: Reichtum und Liebe. Nahrung für die Fantasie des armen Volkes. “

„Ich danke dir, Dina. Das war ja sehr informativ. Wann geht es los mit dem Modelauftrieb? Wir sind schon sehr gespannt.

„Wie verabredet, um Drei. Es werden zwischen zwölf und 18 Models erwartet. Ich werde sie in der Halle empfangen und euch, Mylord, dann rufen lassen. Ist das recht so?“

„Ja, du machst das prima. Ich verlasse mich völlig auf dich. “

Dina zog Viertel vor Drei los. Doris und Gina hinterher, sie mussten ja auch vorbereitet sein. Ich trank noch einen kühlen Saft, dann brachte ich ihn weg.

Sogar die Gästeklos waren sauber.

Als ich zurückkam, stand schon Dina unter der Türe. Die Models waren vollzählig. Ein erster Blick – ja. Diese Models sahen zumindest besser aus. „Guten Tag meine Damen. Ich bin Lord Paul. Ich freue mich, euch zu sehen. Ich werde euch nun in zwei Gruppen einteilen. Die eine Gruppe folgt meiner Assistentin Gina, die andere Gruppe meiner Assistentin Doris. Ihr bekommt Gelegenheit, euch frisch zu machen.

Signora Gina hilft euch beim Schönmachen, sie ist Visagistin. Miss Dina bringt euch dann zu mir, an das Set. Miss Doris wird dann bei mir sein, zum Ausleuchten und als meine Assistentin. Es besteht kein Grund für euch, etwa Angst vor mir zu haben. Ein Lord frisst keine Models. Bisher wenigstens tat es noch keiner. Das Personal des Hauses hält sich zurück. Wer fertig ist, kann sich im Pool vergnügen oder im Wohnzimmer abkühlen.

James, unser Butler und Lucie, unsere Hausdame, sind gerne bereit, für einen kostenlosen kleinen Snack oder einen Drink zu sorgen. Und nun los. “

Das Aussuchen ging langsamer als gedacht, es war heute eher schwer, Mädchen für Ginas Abteilung zu finden. Zwei fielen mir besonders ins Auge; sie schienen verdammt hübsch zu sein. Ich sprach sie an. Lakshmi, sie gefiel mir besonders, wollte ein Star werden. Ihr fehlten nur noch die passenden Bilder zum Casting.

Marisa hatte schon mal eine kleine Nebenrolle, sie wollte mehr. Ich bat Doris, auf Deutsch, auf die beiden besonders zu achten und sie gut einzukleiden. Dann hatte ich erst mal Pause.

Es machte Spaß heute. Die Mädchen waren gut. Sie verstanden sich zu bewegen und sie sahen auch unter der Wäsche gut aus. Erstmals sah ich nun auch gut getrimmte, sogar kahle indische Muschis. Es gab sogar welche ohne diesem dunklen Rand.

Mein innerer Schweinehund meldete sich befriedigt. Er drängte mir Vergleiche zu Gina auf. Diese kam allerdings sehr gut weg. Da waren noch Welten.

Ich war schneller durch, als ich fürchtete. Bis auf vier Mädchen, darunter Lakshmi und Marisa, konnten alle gegen Sechs abziehen. Sie schienen zufrieden. Dann nahm ich mir zuerst Lakshmi vor. Doris und Gina hatten einen kleineren Raum mit dunklen Tüchern verhängt, darin ließ ich Lakshmi agieren.

„Spiele eine indische Tempeltänzerin, bewege dich wie eine Schlange, ziehe dich dabei so sinnlich wie möglich aus.

Versuche halt mich zu verführen … Lakshmi, Action!“

Doris funktionierte wie immer mit dem Spotlight. Gina unterstützte sie mit dem Aluspiegel, Lakshmi agierte.

„Gut … Ja, prima so. Etwas mehr durchbiegen … noch mehr …“ Die Kommandos purzelten mir nur so aus dem Mund. Lakshmi spielte Pantherkatze und Tempelvenus. Wow, das war – endlich – das war mal wieder Fotografie, wie wir es aus L. A. kannten.

Ich bedankte mich. Die Augen von Lakshmi glitzerten vor Freude. Sie hatte wohl auch erkannt, dass aus diesem Shooting etwas geworden ist.

Die verbleibenden drei Girls waren nicht mehr ganz so gut, aber besser, als alles bisher Dagewesene. Ich lud alle Vier zum Abendessen ein. Dina unterrichtete den Koch; drei der Mädchen sind Vegetarierinnen, etwas mit dem die indische Küche gut umgehen kann. Auch wir versuchten diese Gerichte – sie schmeckten prima, wenn einige auch besonders scharf waren.

Die Linsen vor allem. Da Gina Linsen sehr mag, blieb ihr nichts anderes übrig als sich daran zu gewöhnen – sie hätte auch den Koch bitten können, für sie eine Portion zu kochen die weniger scharf ist; das wäre ihr jedoch nie in den Sinn gekommen. Das unterschied sie dann doch von meinen Frauen.

Das Glück blieb uns hold, die Models der nächsten Tage wurden eher noch besser. Auch meine Zwei, sahen das natürlich und gaben sich alle Mühe, damit die Mädchen auch ins rechte Licht gerückt wurden.

Ich schaffte bequem 35 Filme am Tag. Zeit zu einem kleinen Ausflug, wie schon in New Delhi, fanden wir auch noch. Da gab es in New Delhi zwar mehr zu sehen, aber die Altstadt und der Hafen von Bombay sind einen Besuch schon wert. Wenn nur diese Menschenmassen nicht wären. Aber das ist nun halt mal Indien.

Doris sagte, sie würde es sich nicht trauen, die Filme bereits in Indien entwickeln zu lassen.

Sie hatte sich zwei dieser Läden angesehen und die Qualität der Bilder. Das sei finsterstes Mittelalter. Sie nahm die Filme in ihr Handgepäck, ihre Toilettenartikel gab sie Gina. Es waren immerhin 200 Filme, die wir produzierten.

Ich war frech genug, meinen alten Diplomatenpass zu benutzen. Wir kamen durch damit. Ich vermute allerdings, der Grenzbeamte konnte ihn gar nicht lesen. Im Flugzeug wollte Doris diesen Pass sehen. Es stellte sich heraus, sie hatte einen 20 -Dollarschein hineingelegt, der war jetzt weg.

Warum habe ich immer so schlaue Biester um mich? Doris ist wirklich meine Obereule – schade, dass es mit uns beiden sexuell nicht so klappt, wie ich es mir wünschen würde, obwohl, ich denke Lis hat recht – es ist sicher besser so. “

Der Rückflug war so gut wie der Hinflug, wenn auch fast ausgebucht. Trotzdem konnten wir noch Sitze in einer Reihe bekommen, so saß Doris wieder nur durch den Gang getrennt von mir.

Gina hatte erneut den Fensterplatz neben mir erobert, vielmehr Doris abgeschwatzt. Da wir in der Nacht flogen, hatte sie nicht viel davon und Doris wusste das natürlich genau.

Wir kamen pünktlich in Zürich an. Verblüffenderweise erwartete uns Uschi, um uns abzuholen. Es gab eine Stockung am Ausgang des Zollbereiches, sie, Uschi, hing an meinem Hals und heulte mir das Hemd nass. Da sie zwischendurch arg schlabberte, konnte es sich um keine Katastrophe handeln.

Endlich bekam ich wieder Luft; Doris kam durch die automatische Türe und wurde ähnlich wie ich behandelt. Gina, die Letzte, kaum besser. Des Rätsels Lösung kam mir schon, bevor Uschi etwas sagte: Cesare scheint es gut zu gehen. Wie sonst war dieser Überschwang an freudigen Gefühlen zu erklären. Und so war es dann auch:

„Hallo ihr Lieben. Luigi ist noch in Hamburg, da habe ich Kim abgeschwatzt, euch abholen zu dürfen.

Ich bin vorgestern gekommen. Ja, Cesare ist in der REHA. In Italien sind die wohl ein bisschen doof, da darf die Frau nicht mit – der Boss dort sagte, sonst käme die ganze Familie und die Patienten sollten ja ihre Ruhe haben. Paul, oh Paul, ich bin ja so was von glücklich. Er kann GEHEN. Nun ja, es sieht bescheuert aus, wie er da noch rumeiert. Der Prof im Krankenhaus sagte mir aber, in einem halben Jahr würde man es kaum mehr merken.

Nur das linke Bein würde er später wohl etwas nachziehen. Ach Paul, nur das linke Bein. Was denkst du, wie scheißegal uns das ist. Er muss weder einen Marathonlauf bestreiten, noch einen Tanzwettbewerb gewinnen. Er lebt wieder wie ein Mann. Oh Paul, wiemeinMann. Paul, ich danke dir und deiner Familie, Danke!“

Sie hatte ohne Punkt und Komma gesprochen, jetzt war mal wieder Doris dran abgeschlabbert zu werden.

„Uschi, mein Schatz.

Wo steht das Auto?“, unterbrach ich sie.

„Oh. Ich bin wohl etwas vom Pfad der Vernunft abgewichen? Entschuldigt. Ihr seid müde … hier entlang. Kann ich helfen?“

Doris hatte längst einen Träger mit Karren beschafft. Unser Mercedes parkte im Parkverbot. Uschi hatte einen jungen Mann besorgt, der alleAngriffeauf unseren Wagen abwehrte. Gerade stand wieder ein Polizist da.

„Entschuldigung. Sie stören! Sie versperren Graf Paul von Karaj den Weg“, behauptete Uschi frech.

Bevor der arme Polizist so richtig zu Besinnung kam, war unser Wagen beladen und Uschi brauste ab. Ich lehnte mich beruhigt zurück, Uschi war doch noch die alte, freche Eule. Sie musste halt mal etwas Dampf ablassen, das Glück brodelte zu stark in ihr. Das konnte ich gut verstehen.

Auf der Fahrt nach Stuttgart erfuhren wir detailliert, wie das in Boston war. Die Operation war verblüffend klein, dauerte aber verblüffend lang.

Da musste wohl filigranst genäht werden, was durch den Unfall gerissen war. Auch hier hatte die Technik inzwischen viel erreicht. Vor einem Jahr wäre es noch nicht möglich gewesen.

„Nachdem alles verheilt war, erkannten wir, dass jetzt natürlich erst die Hauptarbeit kommt“, erklärte uns Uschi. „Cesare muss wieder laufen lernen, dazu aber erst mal die richtigen Muskeln aufbauen. Das dauert halt, und wir sollen nicht ungeduldig sein. Nun, ich habe mich um meinen Schatz natürlich gekümmert, so gut ich konnte.

Dafür habe ich von Boston kaum etwas gesehen. Es war saukalt und ich sah keinen Sinn darin, mir für die paar Wochen extra dicke Winterkleidung zu kaufen. Oder müssen wir mal nach Alaska?“

„Ja, das kenne ich. Dort kann ein ganz schön kalter Wind blasen. Ich denke, auch Kim konnte dir davon ein Lied singen. Mom war ja fast zur gleichen Zeit dort“, stimmte ich ihr zu.

„Nun ist Cesare halt in der REHA.

Wir telefonieren jeden zweiten Tag miteinander. Er kann, noch mit kleinen Trippelschritten, schon ganz gut gehen. Seine Mutter besucht ihn zweimal in der Woche, im Übrigen sind, während der Besuchszeit, immer ein paar der Mädchen da, für die er nun schon so lange den Vermittler spielte. Die freuten sich natürlich auch sehr. Ach ja, gut, dass wir verlobt sind. Da gab es schon welche, die das nicht wussten und ihn arg angebaggert haben. Er ist halt ein beliebter Bursche.

Aber jetzt ist esMeiner, daran lässt er übrigens keinen Zweifel. “

„Glaube ich dir“, lachte ich. „Cesare war und ist ein Bursche, dem man vertrauen kann. Sollte er irgendwann mal auf die Seite hüpfen, dann solltest du das aber nicht so tierisch ernst nehmen. Er ist Italiener. Mit Treue haben die es nicht ganz so. “

„Ich habe mit ihm geredet. Zeit genug hatten wir ja in Boston.

Dabei konnte ich ihn überzeugen, dass es mir nicht auf bedingungslose Treue ankommt. Ich habe natürlich nicht gesagt, wie es du mit deiner Familie hältst, aber wir kamen überein – von euch gelernt – den Partner nie im Unklaren zu lassen. Ich hatte ihm, bevor an Verlobung überhaupt gedacht wurde, immer erzählt, was für freche kleine Abenteuer ich auf Reisen hatten. Es war mir wichtig, dass er begreift, dass diese nichts mit einem festen Verhältnis zu tun hatten.

Es diente nur – wer weiß das besser als du – dem Frustabbau, in unserem, nun doch recht seltsamen Beruf. Das hat er schneller begriffen als ich fürchtete. Er kannte ja auch die Bilder und gestand, da sei er manchen Abend vor dem Einschlafen auch sehr unartig gewesen. Deshalb liebe er mich ja so, da ich als erste Frau keine Rücksicht auf seine Behinderung genommen habe und ihm … Du kannst dir ja denken was.

„Natürlich kann ich es mir denken“, lachte ich. „Du wirst es aber kaum leugnen können, dass im Falle Cesare schon vorher ein paar tüchtige Funken geflogen sein müssen. Obwohl ich gestehen muss, ich selbst habe es sehr lange gar nicht mitbekommen. “

„Ich glaube, da ist meine ständige Neugierde daran schuld. Als du vor – wie lange ist das wohl her, fast fünf Jahre? Als du damals für uns die Papagalli mit den richtigen Maßen für uns ausgesucht hast, über Cesare – erinnerst du dich?“

„Ja, damals waren doch die ersten Gäste bei Lis im Klub.

„Ja. Da habe ich ihn einfach gefragt, was er sich denn dabei dachte, als du ihm diesen Auftrag gabst. Und weißt du, was er da zu mir sagte? Das sei endlich mal ein vernünftiger Gedanke gewesen, nicht immer nur diese Schwanzprotze zu fotografieren. Wir kannten uns noch nicht so gut, dieser Ausspruch ließ mich aber vermuten, er sei ebenfalls keiner – Schwanzprotz, wie er sagt, meine ich. “

„Und dann bist du ihm einfach …“

„Oh nein“, lachte Uschi laut auf.

„Ich habe es mir gemerkt und ganz heimlich gebohrt. Es dauerte noch lange, bis es eine günstige Gelegenheit gab. Dann allerdings, ach Paul, dann war es halt um mich geschehen. Inzwischen kannten er und ich uns, durch lange Gespräche, in und auswendig. Irgendwann wurde innige Freundschaft daraus und dann Liebe. Nein, das hatte nur wenig mit Sex zu tun, das war etwas Innerliches. Die berühmten Schmetterlinge halt. “

Uschi kurvte locker auf die Autobahn in Singen ein.

Noch gut eine Stunde bis Stuttgart. Unser Gespräch versandete etwas, Müdigkeit machte sich breit, obwohl es noch früh am Morgen war. Zum Mittagessen würden wir längst daheim sein.

Wir waren um Elf da. Doris wurde bei Bronners abgeliefert. Sie wollte sich halt zurückmelden. Mein erster Weg führte mich zu den Kindern. Lis und Kim waren beide bei ihnen. Natürlich gab es die gewohnte Begrüßung.
„Hast du mir einen Indianer mitgebracht?“, wollte PH wissen.

„Tragen die Indianerinnen nun Federn im Haar oder nicht?“, ließ es auch Pele keine Ruhe.

„Nun, meine Schätzchen, ich war in Indien. Nicht bei den Indianern. Die wohnen in Amerika. Die Leute in Indien heißen auch nicht Indianer sondern Inder. Ich gestehe, lieber hätte ich euch aber eine Indianerausrüstung mitgebracht, als Kleidung aus Indien. Du, PH, du würdest dir wohl dumm vorkommen in einem Kleid. Die Indermänner tragen nämlich so eine Art langes Kleid.

Darunter nur ein Höschen; dort ist es halt arg warm. “

„Wärmer als in Italien?“, wollte er wissen.

„Viel wärmer. Und so dumm warm, wie vor einem Gewitter. Papa hat so geschwitzt, dass sein blaues T-Shirt immer ganz dunkle Flecken hatte“, erklärte ich ihm.

„Dann hättest du vielleicht auch ein Kleid anziehen sollen“, erklärte mir Pele altklug. Meine Weiber kicherten albern. Sie stellten es sich wohl vor, wie ich darin aussehen würde.

„Und dann tragen die Frauen also Hosen?“, wollte Pele schlau gemacht werden. Sie sah mich aus großen runden, grünen Augen an.

„Natürlich tragen die eine Hose. Eine Unterhose. Darüber tragen sie ein Sari. Das ist auch so eine Art Kleid, das aus großen Tüchern besteht, die man locker um den Körper schlingt. Das sieht eigentlich ganz nett aus. Leider gibt es in Indien aber wenig Wasser, so sind die Saris meist etwas schmutzig.

Wie deine Kleider, wenn du wieder mal mit PH durch die Baustellen gestolpert bist. “

„In Italien gibt es genug Wasser. Aber Saya schimpft trotzdem immer mit uns. Sie sagte, wir wären halt kleine Schweinchen. Dabei ist es doch gar nicht unsere Schuld, wenn gerade da so viel Dreck rumliegt, wo wir am liebsten spielen. Gell Peha?“

Ich knuddelte meine Zwei, dann ging ich runter zu Mom, in ihr Arbeitszimmer.

Auch sie wollte natürlich von mir begrüßt werden. Ich lieferte unsere Notizen, auf Band und schriftlich, ab. Mehr würde sie jetzt nicht erfahren, sie wusste inzwischen genau, ich musste erst meinen Frauen berichten, falls Schandtaten vorlagen. Im Übrigen gibt es Informationen zum Cocktail.

Das Mittagessen, was eigentlich sonst zur Begrüßung der Heimkehrer als Rostbraten und Trollinger, war so gut wie gewohnt. Es gab mir Gelegenheit auch Sara und Sonja zu begrüßen.

Letztere saß nun auch mit am Tisch. Sie nutzte wohl die Gelegenheit, dass Don Paolo, ich, nicht da war. Vor Pop hatte sie keine Angst; sie hat natürlich schnell erkannt, dass dieser Brummbär, nicht auf kleine Mädchen losgeht. Auf jeden Fall war sie eine willkommene Bereicherung am Tisch, wenn sie auch noch ein wenig schüchtern war. Der Überhang an holder Weiblichkeit war allerdings inzwischen enorm.

„Willst du nicht vielleicht doch noch, nach dem Essen, bei Dr.

Korr vorbeigehen, mein Schatz?“, fragte Lis beim Nachtisch. Ihre Augen glitzerten und die Mundwinkel von Kim zuckten ganz leicht. Da lief eine Teufelei. Ich war mir da völlig sicher.

„Ha?“ Ich muss wohl sehr intelligent ausgeschaut haben.

„Ich meine zur Sicherheit. Gina hat mir gestanden, was mit dir war: dreimal mit ihr, einmal geschmust mit Doris und dann einmal beide mit dir. Keine fremde Person im Bett.

Das ist unnatürlich. Du musst krank sein, eine andere Erklärung habe ich nicht“, sagte sie.

„Ihr seid ja so was von blöde, so was von … Ach. Ich hatte jede Menge Aggressionen in Indien. Die konnte ich doch nicht an meinem Team auslassen. Ich habe jeden Abend mit meinen Eulen im Bett geschlafen, in jedem Arm eine. Das war mir hundert Mal lieber, als alles andere, was zur Verfügung stand.

Ja, sicher, es gab dort auch VIP-Mädchen. Nicht mit der Feuerzange. Sogar Jungs, für die Schwulen, gab es. Die habe ich gleich zum Teufel gejagt. Mir war meist nur zum Schmusen – da hatte ich hervorragendes Material in meinem Bett. Ich hoffe, jetzt ist euere Neugierde gestillt. Im Übrigen war es viel zu schwül heiß, trotz Klimaanlage. Ganz abscheulich schwül. “

„Machten das die Jungs?“, fragte Pele.

„Was machten die Jungs?“, fragte ich überrascht.

„Du sagtest, es sei schwül heiß. Dann hast du gesagt, die Jungs seien für die Schwulen. “

Ich sah wohl hilflos zu Lis. Mom kicherte und Saya runzelte bereits die Augenbrauen. Pele sah mich unverwandt an.

„Nein, mit dem Wetter hatten die Jungs nichts zu tun“, antwortete ich. „Das Wetter ist in Indien nun mal so. Was ich sagen wollte, ist, dass … Nun du und PH wisst natürlich, groß, wie ihr schon seid, dass es zwei verschiedene Arten Menschen gibt, Mädchen und Jungs, wenn sie dann älter sind, nennt man sie Frauen und Männer.

„Wir sind ja nicht doof. Den Unterschied sieht doch jeder. Saya sagt, mit meiner Brust dauere das noch eine Weile und PH bräuchte auch noch, bis sein Pipimann aussieht wie bei dir. Deshalb sind wir ja auch noch Kinder“, wurde ich altklug von meiner Tochter informiert.

„Nun, meine Süße, dann seid ihr ja schon fast so schlau wie ich. Nun hat es der liebe Gott gewollt, dass wir Männer die Frauen besonders mögen und, dass die Männer immer auf sie aufpassen, dass ihnen nichts geschieht.

„Dafür bekommen sie auch immer Küsschen. Ich habe Peha auch schon mal eines gegeben, als ich so doof von der Schaukel gefallen war und er mir half“, gestand Pele furchtlos.

„So, so, meine Tochter küsst ihren Bruder“, grinste ich. Es war natürlich so gut wie nicht zu verhindern, es lag nicht einmal in unserem Interesse, dass unsere Kinder, zumindest in Italien, immer wieder mitnackten Tatsachenkonfrontiert wurden.

Natürlich achtete jeder darauf, dass bei Zurschaustellung zweifelhafter Tätigkeiten, die Kinder nicht dabei waren. Das würde noch früh genug kommen, denn unsere Kinder sind sehr neugierig. Von mir haben sie das nicht. „Und hat dir das gefallen, Peha?“, wollte ich jetzt doch wissen.

„Sie waren wenigstens nicht so nass wie die von Oma Else und Tante Rama. Sonst? Ich weiß nicht genau, was ihr Erwachsenen dauernd mit dieser Küsserei habt.

Nur von Saya, Mama und Kim mag ich es eigentlich. Na ja, Pele geht so. “

Am Tisch grinste natürlich alles impertinent. Es war Zeit, auf das eigentliche Thema zurückzukommen. „Nun, Pele. Hast du schon mal einen Jungen oder einen Mann gesehen, der einen anderen Mann geküsst hat? Ich meine einen richtigen Kuss, auf den Mund. “

„Öhm – HastduPeha? Ich nicht. So auf die Backe, wenn einer zu Besuch kommt … Da hast du, Papa, Onkel Peter einen gegeben.

Aber auf den Mund? Nein. Haben wir nicht. Aber warum fragst du?“

„Nun meine Schätzchen, es gibt Männer, die mögen Frauen nicht. Und fragt mich jetzt nicht warum. Die mögen viel lieber Männer und schmusen halt mit denen? Die nennt man Schwule. “

„Warum?“

Trotz meiner Warnung war die Frage unvermeidlich. „Es ist eine Krankheit, die im Kopf vorgeht. Aber Papa ist nun mal kein Arzt, sondern ein Fotograf.

Wir wissen es nicht. “

„Mhm“, überlegte Pele. „Mit dem Wetter hat es also nichts zu tun?“, fragte sie nach. „Tante Rama sagte mal, das Wetter mache jeden ganz verrückt. Da kann das bei den Schwulen ja auch so sein. Aber, weißt du was? Viel wichtiger ist, dassduwieder da bist. Peha hat nämlich meine Lieblingskette zerrissen, du musst sie wieder heile machen. “

Sie sah zu PH, der bekam Kulleraugen und sagte „Petze!“

„Keine Petze.

Die Kette ist kaputt. Das kann jedem passieren, hat Saya gesagt. Wir hätten halt nicht so toben dürfen. Jetzt muss der arme Papa die Kette halt wieder heile machen. “

„Zu Diensten Prinzessin. Bring sie zum Abendessen mit. Papa versucht es, sonst bringt er sie zum Freund von Opapa. “ Ich hoffte, meine Vaterpflicht erfüllt, und von dem etwas anrüchigen Thema, das ich selbst angefangen hatte, abgelenkt zu haben. Auch Saya kam mir zu Hilfe; sie brachte unsere Lümmel zum Mittagschlaf.

Fortsetzung folgt..

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