Der Pornograf II – 02
Veröffentlicht am 15.02.2025 in der Kategorie AllgemeinGeschätzte Lesezeit: 63 Minuten, 50 Sekunden
Auszüge aus Band 2 (Der Abiturient)
Die Hochzeit von Axel und Kristin stand vor der Türe. Unaufhaltsam ging eine Junggesellenzeit zu Ende. Ich hatte mit Pop und Lis gesprochen, dann ging ich zu Papa Bronner ins Geschäft. Er war überrascht, mich zu sehen. Ich präsentierte unsere Überlegungen:
„Ich habe da so eine Idee, die ist noch nicht so ganz ausgekocht. Sie betrifft Axel und Kristin. Zuerst eine Frage: Das Versprechen mit der Hochzeitsreise nach Hawaii gilt doch noch?“
„Natürlich.
Axel ist sehr fleißig. Nein, er ist sogar ausnehmend tüchtig. Kristin steht ihm in nichts nach. Ich bin stolz auf sie. „
„Nun, Lis und mir ist etwas eingefallen. Höre es dir erst an, bevor du nein sagst. Die beiden fliegen mit nach Persien. Das war klar?“
„Ja. Axel bekommt den letzten Schliff und soll mir dann helfen. „
„Jetzt kommt mein Vorschlag: Sie fliegen von Teheran über Bangkok, Bali nach Australien.
Dann über die Fiji Inseln nach Hawaii, über Los Angeles nach Miami. Dort treffen wir uns zu unserem Karibik Shooting. Das spart die Rückflugtickets von Teheran und dem Verlag die Hinflugtickets nach Miami. Das reicht für den Umweg über Australien. Ich habe mich erkundigt. Ein Rundflugticket ist sogar billiger und es geht alles mit PanAm. Was der Verlag spart, leiere ich Mikel als Bargeld aus den Rippen. Die zusätzlichen Hotelkosten übernehme ich. Ich denke, sie werden mit Junior Suiten zufrieden sein.
Die Nebenkosten werden sie auch nicht umbringen. Ich gebe ihnen das Honorar vom Verlag im Voraus. Sie haben danach etwas von der Welt gesehen. Die Erfahrungen, die sie da sammeln, können nur gut sein. „
Papa stierte an die Decke. Dann sah er mich an. „Ich werde sie an Weihnachten vermissen. Noch viel mehr aber im Geschäft. Aber deine Idee ist gut. Ich rufe meine Agentur an und lasse sie alles ausarbeiten.
Was möglich ist, wird vorher bezahlt. Sonst müssen sie zu viel Geld mit rumschleppen. Voucher sind ersetzbar. Die Kosten für die Hotels lasse ich auf deinen Namen berechnen. Alles andere übernehme ich, wenn du ihnen ihr Honorar gibst. „
„Kann die Agentur die Unterlagen bis zu Hochzeit fertig haben?“
„Das können die. Ich werde ihnen das Ticket und den Voucher für Hawaii als Hochzeitsgeschenk geben. Du gibst ihnen die Voucher für den Rest.
Dann kann das Paar erst mal rätseln, was los ist. „
Es war soweit, Hochzeit bei Bronners. Lis und ich hatten schon vorgezogene Ferien. Es ist ja eine wichtige Familienfeier. Mit Lis war das sofort klar, als ich verdeutlichte, dass Lis und ich verlobt sind, bekam ich auch frei. Ich kam auch mit als Hoffotograf. Zuerst Standesamt. Umziehen, dann Kirche. Danach Galadinner in den Ratsstuben, wo Klarissa arbeitet. Sie übernahm dort die ganze Regie für 120 Gäste.
Es war ein Ereignis, das sich Rama und Friedrich nicht entgehen ließen. Leila musste noch zur Schule. Aber auch ohne ihr, kam königlicher Glanz in die Feier. Das Haus Radama schenkte ihnen ein komplettes Geschirrset aus dem Hause Meißen. Weit über 240 Teile. Mama wurde fast ohnmächtig, als sie das sah. Papa fragte, ein Geschenk von diesem Wert hätte er nie erwartet, ob ich da gemauschelt hätte. Ich versicherte ihm, dass ich auch völlig überrascht sei.
Auch von Willi, der mit seiner Blondi geladen war, kam ein großes Paket. Als Kristin begann es auszupacken, sah sie sofort Mengen der feinsten Spitze. Sie flüsterte ihrem Axel zu, das sei für diese Nacht und könne hier nicht ausgepackt werden, erstens weil und zweitens überhaupt. Er solle es aber sofort in Auto packen, damit es nicht vergessen wird. Axel tat es und Kristin küsste Willi ab. Nicht ohne vorher Blondi um Erlaubnis zu fragen.
Willi sagte mir später, sie hätte sich ein schönes Nachthemd gewünscht. Er hätte herumgehört und ein Prachtstück gefunden. Sie, als meine Schwägerin und Hilfe bei der Arbeit, hätte sich das schon verdient. Es sei nur schade, dass er sie nicht darin sehen könne. Blondi gab ihm eine Ohrfeige und lachte.
Pop hatte sich auch etwas ausgedacht. Er sprach mit mir darüber und ich leistete einiges an Vorarbeit. Ich muss dazu sagen, damals war es üblich, im Schlafzimmer einen Ölschinken mit Leda und dem Schwan, oder so etwas, hängen zu haben.
Pop malte den beiden einen Ölschinken: Kristin, als schlafende Maya. Er signierte das Bild sogar. Es wurde ein enormer Erfolg. Über das Gesicht von Kristin und Axel, beim Auspacken, lachten Papa, Friedrich und Pop derart, dass wieder einmal ein paar Gläser zerschellten. Als Kristin sah, dass ihr Papa sich fast totlachte, lachte sie mit. Das Bild kam natürlich ins Schlafzimmer. Da hängt es heute noch. Nur einmal bekam es fast den Gnadenschuss, als Kristins Sohn, später dumme Fragen stellte.
Das Fest auf jeden Fall, verdiente seinen Namen. Das Paar musste den Bulli vom Laden holen, um ihre Geschenke später abzutransportieren. Die letzten Gäste gingen um Drei.
Lis kam mit zu mir, am nächsten Tag hatten wir ja frei. Am Mittag kamen Frau Kristin König und Mann. Kristin schleckte mich ganz fürchterlich ab. Axel versuchte mich zu erdrücken, ich konnte mich gerade noch retten. Lis stellte fest, dass Ehemänner auch nicht anders schmecken.
Was sie sich da wohl wieder vorgestellt hat? Auf jeden Fall kann sie es mit ihrem Schwager Axel ganz prima. Die beiden verstanden sich auf Anhieb, schon damals auf der Party zum Kennenlernen.
Es stellte sich heraus, dass Kristin und Axel bis fast zum Morgen rätselten, was es mit den Gutscheinen auf sich hat. Erst um Sechs kamen sie auf die Idee und schauten sich das Ticket genauer an. Auf dem Deckblatt der Agentur stand Frankfurt – Honolulu – Frankfurt.
Dazu lag in dem Umschlag noch der Voucher für Transfers und den Hotels auf Hawaii. Das versprochene Geschenk von Papa.
„Axel hatte endlich die richtige Idee, dass da vielleicht mit dem Flugticket etwas sein könnte. Wir schauten rein und sahen gleich, dass die Route seltsam war, aber genau zu den Hotels passte. Ich bin sicher, dass du und Lis das ausgekocht habt“, erkannte Kristin.
„Haben wir.
Die Grundidee hatte Lis. Wir wollten euch zur Hochzeit ja nicht noch ein paar Töpfe schenken. Sie dachte an eine Reise auf die Kanaren oder so. Dann fiel mir ein, dass für euch die Zeit zwischen Persien und der Karibik viel zu knapp ist. Dazu ein so langer Flug und dann nur drei Wochen“, erklärte ich.
„Dann war euere Hochzeitsnacht ja recht kurz“, bedauerte Lis.
Kristin wurde rot und verlegen.
Axel gestand: „Auf jeden Fall war sie. Und das, bevor wir an das Problem mit dem Gutschein gingen. Vielleicht fiel es uns deshalb ja so schwer. „
„Dann beginnt ja morgen schon unsere Hochzeitsreise, wenn auch mit viel Arbeit für meinen Axel, aber das macht nichts. Wir hatten vorher gerätselt, wann wir denn nach Hawaii fliegen können. Zwischen Teheran und Karibik war es uns eigentlich zu knapp. Auf die Idee, beides zu kombinieren und einen tollen Urlaub für uns raus zu holen, da musstest natürlich wieder du kommen“, sagte Kristin und küsste mich noch einmal ganz toll.
Axel sah es sich gelassen an. Eifersucht war nicht so sehr sein Ding. Zumindest nicht mir gegenüber. Ich glaube, sonst würde es Ärger geben. Sie zogen wieder los, Koffer umpacken. Die waren nur auf Teheran eingestellt.
Den Rest des Nachmittags hatte Lis eine wilde Lust mit mir zu schmusen, sie fraß mich fast auf. Zu mehr, hatte sie jedoch keine Lust. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich die Lösung zu diesem Überschwang an Schmuselust fand: Die Schahsuite nahte …
*** Die Nacht der Nächte ***
Axel fuhr diesmal den gemieteten Bulli nach Frankfurt.
Papa und er hatten weniger Geld dabei, eben nur die 18 Prozent. Immerhin drei Millionen. Papas Lager waren stark gelichtet, er hat sehr gut verkauft. Seine Kollegen, für die er letztes Mal mit einkaufte, orderten doppelt so hohe Margen. Unübersehbar ging es mit Deutschland aufwärts. Nun war auch Geld für Luxusgüter vorhanden. Papa war jetzt auch Großhändler, unschlagbar in Qualität zu einem günstigen Preis. Billigware gab es bei ihm längst nicht mehr. Dafür viele potente Kunden.
Das Haus Radama konnte mit so einem Händler sehr wohl auch zufrieden sein.
Es war alles wie gehabt. Auch nach Teheran flogen wir diesmal mit der Boeing 707 . Diesmal ohne Zwischenlandung. Wir waren fast eine Stunden schneller da. Dafür flogen wir später von Frankfurt weg.
Sonntag. Am Flughafen erwarteten uns der Majordomus und Renate. Der Majordomus kümmerte sich um Papa und Familie König, Renate um uns.
Ihre Augen glitzerten vor Freude, als sie uns im Namen des Hauses Radama begrüßte. Geküsst wurden Lis und ich erst in der Limousine. Das war sie wohl ihrem Ruf schuldig. Wir bekamen wieder die Schahsuite. Abdallah, unser alter Wächter, grinste uns an der Türe an. Ein 18 -Dollarschein wechselte diskret den Besitzer. Drinnen wartete Kitty. Sie traute sich natürlich erst nicht, Lis und mich zu küssen. Gegenüber Renate war sie sehr devot, es war aber keinesfalls wie Herrin und Magd.
Lis kürzte das Verfahren ab und nahm Kitty in den Arm, danach wurde sie an mich weitergereicht.
Renate lächelte nur, sie kennt uns halt und sie kannte ja die Geschichte, die Kitty und uns verbindet. Kitty räumte die Koffer aus und Renate erzählte erst einmal. Sie sah wirklich gut aus, ich musste sie immer wieder ansehen. Dass es ihr auch gut ging, konnte man jedem ihrer Worte entnehmen, sie war schlichtweg begeistert von ihrem Job.
„Ich habe mich voll reingestürzt. Es hat geholfen. Jetzt habe ich kaum Zeit nachzudenken“, gestand sie uns.
Dann kam Papa mit Kristin und Axel. Der Wächter ließ sie einfach rein. Papa gab ihm Bakschisch. Renate machte sich einen Spaß daraus, Kristin mit einer tiefen Verbeugung und sehr verehrte Frau König zu begrüßen. Dann gab es die üblichen Küsse. Auch Papa kam nicht zu kurz. Danach war Renate ganz die Assistentin:
„Heute Nachmittag gibt es einen kleinen Empfang.
Nur die Familie und die Handelsherren sind da. Ich bin beauftragt worden zu sagen, dass für Axel harte Arbeit anliegt, mit vielen Prüfungen. Sie endet, bei Erfolg, mit einem Zertifikat unserer Handelskammer zum zugelassenen Fachmann und vereidigten Wertschätzer für persische Teppiche. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass es für dich, Axel, so kurz nach der Hochzeit, sehr erstrebenswert ist diese Prüfung zu machen, aber Papa Bronner wird den Wert einschätzen können“, lächelte sie beide freundlich an.
„Und ob er das kann. Das ist so gut wie ein Meisterbrief in Deutschland. Blamiere uns nicht, Axel. Deine Frau hast du noch lange, diese Chance hast du kaum noch einmal“, staunte Pop.
„Meine Frau muss mit den wenigen Stunden in der Nacht halt zufrieden sein. Danach beginnt ja erst unsere eigentliche Hochzeitsreise. Ich fühle mich geehrt, liebe Renate“, grinste dagegen Axel.
Sie fuhr ganz geschäftsmäßig fort.
„Paul, auf dem Schreibtisch liegt eine Notiz mit allen Terminen. Bei Papa Bronners auch. Er und Axel werde um 9 Uhr, morgen früh, abgeholt. Paul, Lis und Kristin ebenfalls. Ihr werdet am Pool erwartet. Ich habe veranlasst, dass das Frühstück und das Abendessen, hier in der Suite serviert werden. Ich denke es ist euch recht, nach dem ihr es im letzten Jahr auch so gehalten habt, wie ich im Journal und von Kitty erfahren habe.
Unsere beiden Herren Kunden werden zu Mittag im Basar verköstigt. Paul, Lis und Kristin werden wohl öfter am Pool essen. Ihr könnt euch natürlich auch etwas aufs Zimmer kommen lassen. Abdallah, euer Wächter, ist tagsüber für euch drei zuständig. Er folgt euch wie ein Schatten. Aber, das kennt ihr ja. Paul hat morgen bei Marni einen Termin um 10:30 Uhr, alleine! Am Donnerstag ist wieder ein Landausflug geplant. Da werde ich die Freude haben euch zu begleiten.
Am Freitag will Prinzessin Leila, die Älteste, Paul und Lis um 11:00 Uhr empfangen. Es wird besonders gepflegte dunkle Kleidung und Krawatte für Paul empfohlen. Ich gebe das nur so weiter. Am Nachmittag ist Abschiedsfeier im großen Rahmen. “ Sie holte tief Luft. „Das war meine letzte Amtshandlung. Ich habe jetzt 18 Stunden Urlaub. Danach muss ich bis Mittwoch geschäftlich nach Isfahan. Es gibt Ärger in unserem Hotel, den ich beilegen soll. Ich komme am Mittwoch erst spät heim.
“ Sie setzte sich neben mich. „Und heute fordere ich meine Rechte als Nebenfrau ein. So ist es vereinbart, oder habe ich da etwas falsch interpretiert?“, fügte sie noch grinsend dazu.
„Du hast nicht, meine liebe Renate. Ich habe ein wenig Migräne nach dem langen Flug“, klagte Lis. Auch der Dümmste konnte sehen, dass dies eine Ausrede war. „Ich werde heute Nacht wohl besser alleine schlafen. Ihr könnt doch sicher das Gästezimmer nutzen?“, sagte sie betont affektiert tuend.
„Wir werden aber vorher gemeinsam baden. Darauf freue ich mich schon, seit ich das Badezimmer das erste Mal gesehen habe und mich an euere Erzählungen erinnerte“, bat Renate.
„Wenn man euch so hört, müsste man ja eigentlich schamrot werden“, lachte Papa. „Ich werde aber einen Teufel tun und meinen roten Blutkörperchen unnötige Arbeit zumuten. „
Kristin und Axel waren mit sich selbst beschäftigt.
Sie hörten wohl überhaupt nicht zu. Kitty stellte sich hinter Papa. Dann fragte sie uns. „Wollen feine Duft? Wollen kalte Champagner? Wollen Blubblub? Wollen Kitty oder haben andere Wunsch?“ Als Pop loslachte, nahm sie ihm elegant das Glas aus der Hand um es nachzuschenken. Abdallah sah kurz rein, gab seine Version des lauten Lachens ab und verschwand wieder.
„Es sind halt Spitzenkräfte mit einem Gedächtnis wie ein Elefant“, flüsterte mir Renate ins Ohr.
*** Es war Zeit für ein Nickerchen. Wir verabredeten uns um Vier, in der Halle. „Ich denke wir ruhen uns gemeinsam aus. Ich hab den kleinen Urlaub auch dringend nötig. Jetzt ist Mittag, wenn du, Lis, ihn alleine brauchst, ruhe ich natürlich bei Kitty“, konstatierte Renate.
Lis nahm Renate ganz fest in den Arm. „Was soll der Quatsch. Wir sind weit mehr als Freunde. Das vorher war doch nur Show.
Wenn du mit Paul auch jetzt schon schlafen willst, nur zu. Ich denke, sonst entspannen wir uns im Whirlpool. Dann gehen wir ins große Bett, bis Kitty uns weckt. „
Renate schnalzte mit den Fingern. Kitty war sofort da. Ein paar persische Worte und Kitty entschwand. Nach zehn Minuten tauchte sie wieder auf. „Bad sein fertig. Duft sein gut. Blubblub fertig und Champagner kalt. Nur nicht verstehen 4 Gläser. Wer noch kommen?“
„Niemand kommen.
Du kommen mit in Bad. Sonst ich böse. Du wollen?“, lachte Renate.
Wir waren so schnell ausgezogen, dass Kitty gar nicht dazu kam, uns zu helfen. Sie richtete noch die Handtücher, Latschen und Bademäntel hin, dann ließ sie ihr Kleid fallen und kam in die Wanne. Sie war total nackt an ihrer Muschi, nur oben ein kleines Bärtchen. Die Sensation aber war Lis, vielmehr der Engel auf ihrem Rücken. Er wurde bewundert.
Renate verlor kein Wort darüber, dass sie ihn mit mir zusammen ausgesucht hatte. Damals in Alicante. Dann wurde die Narbe von dem bösen Furunkel entdeckt. Renate wollte alles genau wissen und bedauerte Lis. Wir tranken Champagner und redeten einen Haufen Stuss, bis Lis die Augen zu fielen. Kitty brachte uns ins Bett. Lis schlief gleich ein. Ich plauderte noch einen Moment mit Renate, dann traten wir auch weg. Kitty weckte uns pünktlich.
Wir wurden sehr herzlich empfangen.
Leila Radama begrüßte zu meiner Verwunderung vor allem Lis sehr herzlich. Dieses Mal war nur ein kleiner Tisch aufgebaut. Auf unserer Seite, ganz links außen, saß Papa, ihm gegenüber, sein Handelspartner. Dann kam Kristin gegenüber von Prinzessin Irdana, Axel gegenüber saß der alte Meister, der ihn schon letztes Mal betreut hatte. Dann kam Lis, gegenüber von Marni. Mit gegenüber saß Leila, die Älteste. Ich wusste die Ehre wohl zu schätzen. Gegenüber von Renate saß der Mann von Prinzessin Leila.
Er sprach nur wenig englisch, Renate konnte aber locker auf Persisch mit ihm parlieren. Sie musste wohl inzwischen das absolute Vertrauen von Prinzessin Leila genießen. Es war viel fröhlicher als bei unserem ersten Empfang. Da waren wir aber auch noch voll schüchtern. Um Sieben wurden wir wieder nach Hause gebracht. Kitty erwartete uns.
„Haben bestellt Buffet. Was mögen trinken?“ Wir gaben unsere Bestellungen auf. Lis saß neben ihrem Papa, ich in meiner nun schon fast gewohnten Ecke auf dem Sofa, mit Renate neben mir.
Alle wussten Bescheid, es war alleine unsere Sache.
„Mädchen gibt es aber dieses Mal keine mehr auf dem Zimmer. Oder genüge ich dir nicht?“, sagte Axel lächelnd zu seiner Frau.
„Was für Mädchen? Meinst du die kleine Dienerin, die mich mühsam wieder sehenswert machte, als du mich letztes Mal die halbe Nacht durch die Suite gejagt hast? Die hätte ich gerne noch mal. Aber nur um zu verdecken, was du mir wieder antun wirst.
„
Kitty war schon auf dem Weg zu Papa und nahm ihm sein Glas ab – um nachzufüllen. Das Buffet war königlich. Der Geschmack der Speisen perfekt. Die Auswahl war gigantisch.
„Ich habe einen neuen Chef eingestellt“, erklärte uns Renate. „Die Familie war wohl mit meiner Entscheidung zufrieden, die Gäste auch. Unser Restaurant ist jetzt meist bis zum letzten Platz, auf Wochen im Voraus, besetzt. Ja, guckt nicht so, ich bin manchmal auch ein wenig Stolz auf meine Arbeit und auf mich.
„
Wir klatschten laut Beifall. Abdallah kontrollierte, was das nun wieder war. Renate bewegte die Lippen. Abdallah verbeugte sich sehr tief, dann ging er wieder. Nicht ohne vorher laut zu grunzen.
„Er ist zuverlässig und treu. Ich mag ihn. Ich nehme ihn gerne mit, wenn ich mal Zeit habe in der Stadt zu bummeln und er ist gerade frei. Mit ihm fühle ich mich völlig sicher. Wir waren einmal, alleine, für zwei Stunden in einem Fahrstuhl eingesperrt.
Zuerst hatte ich Panik, weil er mich plötzlich in den Arm nahm. Er streichelte mir über den Kopf und summte irgendeine Melodie. Er wollte mich nur beruhigen. Den Mann, der uns endlich befreite, den schlug er ganz brutal nieder. Er war für ihn der Schuldige. Ich konnte mit Hilfe von Marni die Angelegenheit erledigen. Marni hat ihn jetzt auch öfters dabei. So hässlich er aussieht, er ist einfach ein ganz lieber, treuer Schatz. „
Papa und ich standen demonstrativ auf.
Von jedem von uns bekam er 50 Dollar als Bakschisch. Er grunzte noch eine Viertelstunde vor der Türe. Es war für ihn fast ein Jahresgehalt. Dann hatte Renate noch eine weitere deftige Überraschung für uns:
„Ich wurde übrigens vor einer Woche zum Direktor für Personal und Hotelfragen ernannt. Mein Gehalt lässt sich jetzt sehen. Marni ist der Generaldirektor. Sie hat noch ein paar Aufgaben dazu bekommen und betreut eigentlich auch alle VIPs.
Ihr seid eine Ausnahme. „
Natürlich gratulierten wir ihr und wünschten ihr alles Gute.
Über Renates Nacht sei Schweigen gebreitet. Wir lieben uns immer noch. Hans wurde in dieser Nacht nicht einmal erwähnt. Erst gegen Morgen sagte sie: „Du hast es wohl gemerkt, heute Nacht, ich bin nicht mehr so sehr hungrig nach Sex. Meine Arbeit ist ein guter Ersatz und Kitty hilft mir über die schlimmsten Probleme hinweg.
Ich habe nur ein Ziel vor Augen: Rottweil. Unserer Lis wünsche ich auf alle Fälle alles Liebe für ihren Tag. Mach sie so glücklich, wie sie es verdient hat. Unsere Wege können sich nicht mehr trennen, aber nun ist sie dran. Ich komme gut zurecht. Unsere Freundin Kikki aus Japan und ihr Liebhaber Hans schreiben mir fast jede Woche. “ Sie blinzelte mir zu. Ich verstand. Die möglichen Spione an der Wand. „Von dir höre ich ja leider wenig.
Lis schreibt mir dafür fast jede Woche. Manchmal sogar zwei Briefe. Die Briefe kommen über Rama und sind versiegelt. Ich weiß also auch Bescheid über alles das, was du alter Faulpelz mir nicht schreibst. „
Ich verstand, was Renate wirklich meinte. Wie kann ich ihr beibringen, ohne der Wand Hans zu offenbaren? Dann hatte ich es. „Es ist schade, von Kikki höre ich gar nichts mehr. Ich wollte es dir schon mir meiner Post schreiben.
Sie hängt aber wohl mehr an dir. „
Die Augen von Renate blitzten. „Ich werde ihr schreiben, sie soll sich halt mal bei dir melden. Du kannst mir dann ja die Antwort schicken. “ Es war klar, sie wollte die Post von Hans über mich, versiegelt, via Rama, geleitet sehen. Auch ihre an ihn. Hans muss im Verborgenen bleiben. Jetzt kamen seine Liebesbriefe nur postlagernd. Das war umständlich für Renate, sie auf der Post abzuholen und obendrein keinesfalls sicher.
Ich sprach mit ihr über die Sache mit der Meisterprüfung. Sie meinte: „Lass es mich in aller Ruhe überlegen. Ich sagte dir meine Meinung, wenn ich aus Isfahan zurück bin. Wir werden wohl auch gleich geweckt. “ Dann fragte sie noch nach Klarissa und ihrem Mann. Ich berichtete ihr von Kim und, dass Klarissa jetzt kaum mehr da sei. Nur wenn eine Einladung ist, zum Kochen. Renate konnte wieder eine kleine Klappe in ihrem Gemüt beruhigt schließen.
Mom war gut versorgt, das bestätigte ich ihr auch. Mit Kim hatte sie kein Problem. Sie kannte sie ja vom Besuch bei Rama her, in Konstanz. Dass sie quasi ihre Nachfolgerin ist, fand sie gut. Sie sagte ja schon früher, Kim würde gut ins Haus passen.
*** Montag. Kitty kam, uns zu wecken. Renate hörte sie zur Tür kommen, sie muss Mauseohren haben. Sie fiel in meine Arme und küsste mich sehr verwegen.
Wir waren ja beide nackt. Kitty räusperte sich. „Oh. Sein sehr traurig stören. Bad sein fertig. Tochter Lis schon baden, bitte kommen. “ Sie ging voraus. Wir folgten, nackt, wie wir waren.
„Müssen sein Nebenfrau. Paul haben gemacht Pflicht. Müssen berichten“, flüstere mir Renate lachend und auf Deutsch zu.
„Ah, ihr kommt ja auch schon. Ganz ehrlich, ich habe geschlafen wie ein Murmeltier. Als Kitty kam, wollte ich überhaupt nicht aufwachen.
Kommt rein in die Wanne. Kitty, ist das Buffet fertig? Sind alle raus? Noch keiner der Verwandtschaft da?“
„Frühstück fertig. Mädchen weg. Keiner da. „
Lis schoss aus der Wanne und kam nach zwei Minuten, eine nasse Spur hinterlassend, mit einem Teller voll Leckereien zurück. „Ich habe Hunger. Kitty hätte mir sicher etwas gebracht, aber nicht das, was ich will; weil ich es selbst nicht wusste. Da musste ich schon selber raus.
Ich habe eine seltsame Gier nach seltsamen Dingen. Keine Angst, ich bin nicht schwanger. Von was auch. Solche Gelüste packen mich einfach manchmal. Hier kann ich ihnen nachgeben. „
Renate klaute ihr ein Gürkchen vom Teller, dann mahnte auch schon Kitty. Wir wurden trocken gerubbelt, zogen uns an, dann hörten wir Abdallah an der Türe hämmern. Kitty sauste los, um die Familie zu begrüßen. Das gemeinsame Frühstück war angesagt.
Am Pool war uns die kleine Irma zugeteilt.
Sie war reifer geworden. Sie empfing uns sehr fröhlich, vor allem Lis. Die Zwei flüsterten eine ganze Weile zusammen. Sicher Frauengeheimnisse; sie haben schließlich ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis. Zuvor wurden wir alle von ihr jedoch sorgfältig mit Sonnencreme eingerieben. Dann holte mich Mitzi zu meinem Termin ab.
Marni begrüßte mich sehr freundlich. Sie schickte Mitzi weg, wohl etwas für sie zu holen. Dachte ich. Ohne viele Worte küsste sie mich.
Richtig. „Ach Paul. Das musste jetzt einfach sein, bitte vergesse es wieder. Ich bin sehr glücklich. Dein zweiter Satz Bilder hat geholfen. Zum Jahreswechsel werde ich heiraten. Was zuerst wie zweite Wahl aussah, scheint jetzt das große Glück zu sein. Er hat in Europa studiert und dort auch Benimm gelernt. Lakshmi, unsere Freundin, ist auch unter der Haube. Deine Bilder zeigten volle Wirkung. „
Dann erzählte sie mir, wie überaus zufrieden sie mit Renate ist.
„Sie ist völlig selbstständig. Ich habe endlich mal etwas Zeit für die schöneren Dinge des Lebens. Deine Frau arbeitet wie ein Pferd. Sie sagte mir, das würde ihr helfen alleine zu sein. Ich kann das verstehen, es ist eine vertrackte Situation. Ich verstand zuerst nicht, warum sie gerade jetzt nach Isfahan will, dann sagte sie mir jedoch, was du und deine Frau hier vorhaben. Ich fühle mich für die ganze Familie geehrt. Von Rama kam schon vor Wochen ein Brief, der dasselbe sagt.
Du willst also deiner Frau, hier die Ehre geben, um sie für ewig an dich zu binden? Rama, als ältere Schwester, gab mir für diesen Fall strenge Anweisungen. Stimmt der Termin noch? Ist Dienstag die Nacht?“
„Ich liebe meine Frau. Wir haben es so geplant. Den genauen Termin kennt sie jedoch nicht. Sie will von mir überrascht werden mit meinem Besuch. „
„Es wird aber morgen sein?“, bohrte sie.
„Ich will nicht neugierig erscheinen, obwohl ich es natürlich bin. Aber Rama hat mit sehr strickte Befehle gegeben für den Tag. „
„Ja. Es ist morgen. “ „Dann bitte ich dich einfach, das zu tun, was Kitty dir sagt. Lis wird den Tag nie vergessen. „
„Du meinst ich soll nicht fragen, nicht planen, mich einfach in die Hände von Kitty begeben?“
„So ist es gedacht.
Vertraue ihr. Sie handelt nur nach ausgeklügelter Anweisung, die sie exakt befolgen wird. „
„Danke. Das wird Lis freuen. Ich habe da aber noch eine andere Kleinigkeit. Bekommt Renate eigentlich auch mal mehrere Tage frei? Ich denke da an ein Treffen, kurz nach Neujahr in Bangkok. So eine Woche, mit Flug, sollte es aber schon sein. „
„Das ist eine gute Idee. Es ist mir schon klar, warum Renate soviel arbeitet; sie muss ihre Gefühle im Zaum halten.
Ich mag gar nicht an die vielen Stunden denken, die sie über ihre Pflicht hinaus gearbeitet hat. Dass sie dafür jetzt Direktorin ist, hat sie euch sicher gesagt. Nenn mir den Termin, das Ticket bekommt sie von uns. Ihre Arbeit ist es uns mehr als das wert. Doch meine Arbeit ruft auch wieder. „
Sie gab mir noch einen unkeuschen Kuss, dann war ich in Gnaden entlassen. Ich suchte den Weg zurück an den Pool, wo Lis und Kristin auf mich warten würden.
„Nun, was wollte sie?“, war Lis gewohnt neugierig.
„Belanglose Geschäfte. Als Sohn hat man auch Pflichten. „
„Ach so – das ist ja langweilig. „
„Und was habt ihr inzwischen Schönes getrieben?“
„Gebadet und gefaulenzt“, antwortete Kristin. „Das hier ist die richtige Einstimmung auf unseren Urlaub. „
Irma sorgte sich rührend um uns. Als sie merkte, dass mein Rücken etwas verspannt war, vom ewigen Bücken bei der Arbeit, rief sie irgendwo an.
Minuten später kam eine kräftige Frau und massierte mich, dass mir hören und sehen verging. Nach einer Stunde fühlte ich mich sauwohl. Zu Hause kümmert sich zwar Kim manchmal um meinen Rücken, ich wollte das aber nicht zur Regel werden lassen und verheimlichte es ihr. Sie hat ganz sicher genug Arbeit und soll keinesfalls ausgenutzt werden.
Es gab ein leichtes Mittagessen, dann zogen wir, auf Anraten von Irma, in den Schatten um.
Mit belanglosem Geplauder und kleinen Scherzen mit ihr, verbrachten wir wieder einen sehr erholsamen Tag, der uns richtig gut tat. Pünktlich zum Abendessen waren wir wieder daheim, in der Schahsuite.
*** Pop hatte wieder einmal glänzende Augen. „Diesmal haben sie mich erst gar nicht zu der minderen Ware gebracht. Ich habe da ein paar Prachtstücke gefunden, da fällt es mir schwer zu entscheiden, ob ich sie behalte, oder weiter gebe.
„
„Eine Stunde vor Schluss, führte mich der alte Meister vor einen Stapel Teppiche“, stöhnte dagegen Axel. „Es war Teil der Ware, die Papa heute ausgesucht hatte. Dann sagte er, in dem Stapel ist ein Teppich der nicht hinein gehört, suche ihn. Ich habe gesucht. Ich dachte ich müsse verzweifeln. Dann kam mir die Erleuchtung, er hatte nicht gesagt ich soll den schlechtesten heraussuchen, sondern einen der nicht zu den anderen passt.
Es lag ein Teppich mit fast der doppelten Knüpfdichte dabei. Papa hätte ihn sicher ausgesucht; nach der Qualität der anderen, konnte er bei dieser Marge jedoch gar nicht dabei sein. Der Meister klopfte mir auf den Rücken. Dann fragte er, welcher wohl der Schlechteste sei. Einer war dabei, das hatte Papa wohl nicht gesehen, der war nicht ganz gerade geschnitten. „
Er blickte irgendwie stolz zu Papa hin. „Er war mir bereits bei der ersten Durchsicht aufgefallen.
Die Augen des Meisters lachten. Er räumte diesen Teppich beiseite und sagte, die heutige Prüfung sei bestanden. Er tausche die Teppiche kostenlos gegeneinander aus. „
„Du meinst – du hast … Ich habe ein schlechtes Stück erwischt?“, fuhr Papa überrascht hoch.
„Das kann doch mal passieren. Dem Meister traue ich aber auch zu, dass er ihn einschmuggelte. Einen Verlust hast du deswegen kaum. Der Preis bleibt ja.
Es sind übrigens sehr schöne Stücke dabei. Auch der schräg Geschnittene ist ein Prachtexemplar. Wenn er begangen ist, wird man diesen Fehler kaum mehr sehen“, tröstete ihn Axel.
„Es freut mich auf alle Fälle ungemein, dass du dich nicht hereinlegen ließest. Du schaffst das schon. Ich werde dann wohl leider auch dein Gehalt aufbessern müssen. Oh, ich armer Mann. Wenn ihr zurück seid, melde ich dich beim Gericht als vereidigten Gutachter an.
Das gibt für dich ein paar Mark in die Portokasse und stärkt unseren Ruf. Also strenge dich an. “ Papa schien sehr zufrieden mit Axel.
Kristin und Lis erzählten von unserem aufregenden Tag am Pool. Ich würgte alle Fragen nach meinem Treffen mit Marni ab. Privatsachen des Hauses. Da meine Canon auf dem Schreibtisch lag, konnte auch in dieser Richtung kein Verdacht aufkommen.
Das Buffet war wieder ganz hervorragend.
Kitty bewirtete uns in alter Qualität. In den Ruhepausen kniete sie wie gewohnt neben mir. Mich ritt der Teufel und ich probierte, ob sie vielleicht jetzt ein Höschen anhatte. Sie hatte nicht. Unser Besuch ging schon früh. Wir waren alle etwas müde. Jetlag. Kitty versorgte uns liebevoll.
Im Bett fragte Lis: „Wird es heute Abend sein?“ Ich verneinte. „Oh gut, lass uns ein klein wenig schmusen und dann schlafen. Ich bin wirklich müde.
“ Sie gähnte ostentativ und überzeugend.
*** Dienstag. Am Morgen kam Kitty. Wir wurden gebadet und massiert. Ich wurde rasiert und Lis frisiert. Dann wurden wir angezogen und zum Frühstück geleitet. Die Familie kam, kaum, dass wir saßen. Der Tagesablauf entsprach dem vom Vortag. Am Pool wartete wieder Irma auf uns. Wir tollten im Wasser und aalten uns in der Sonne. Die Frau kam und massierte mich. Dann nahm sie sich Lis vor, danach Kristin.
Wir waren so entspannt wie seit Monaten nicht mehr. Irma cremte uns immer wieder ein, trocknete uns ab, wenn wir aus dem Wasser kamen, und sorgte für kühle Säfte. Hin und wieder gab es ein wohlriechendes feuchtes Tuch um den Schweiß abzuwischen oder sie fächelte uns ein wenig Kühle zu. Tausendundeine Nacht pur.
Abends berichtete Axel von seiner heutigen Prüfung. Es ging um die Färbung der Wolle und der Seide.
„Über das Thema hat mir Papa ein Buch besorgt. Zusammen mit den Erklärungen des Meisters, war es heute leicht“, meinte er sehr zufrieden. Papa nickte wohlwollend.
„Nun, ich habe bereits einen ordentlichen Teil des Geldes ausgegeben“, berichtete dagegen Papa. „Ich verstehe mich gut mit den Burschen, die mich rumführen. Ich glaube jedoch einmal den Namen Renata im Hintergrund gehört zu haben und, dass ich gleich an die richtige Stelle gebracht werden soll.
Meinst du, Paul, sie hat da etwas dran gedreht?“, wollte er von mir wissen.
„Zutrauen würde ich es ihr schon. Vergiss nicht, wir sind immer noch ein Teil ihrer Familie. Du hattest Vertrauen zu ihr und das hat noch nie geschadet. „
Kitty kniete wie üblich neben mir. Sie zupfte mich am Arm, als Lis in ein Gespräch mit Kristin vertieft war.
„Sein heute?“ Ich nickte.
Kitty schenkte allen nach, dann verschwand sie. Nach einiger Zeit war sie wieder da und flüsterte „Sein. Machen, was nachher sagen. Bitte. „
Unsere Gäste gingen frühzeitig. Papa und Axel waren sichtbar erschöpft. Arme Kristin. Kitty brachte uns ins Bad. Heute war da einen anderen Duft als sonst, schwerer, ich würde fast sagen, sinnlicher. Nach dem Bad wurde Lis eingecremt und massiert. Das gab es bisher am Abend noch nie. Kitty flüsterte mir zu: „Warten bis Kommen.
„
Lis wurde ins Zimmer gebracht und ich trödelte herum. Kitty kam wieder und rasierte mich noch einmal. Dabei sagte sie „ich warten vor Tür. Du klatschen in Hand, wenn machen fertig. Ich kommen und kümmern um Frau. Du gehen und waschen dich. Ich Salbe auf Tisch hier. Du benutzen. Wieder kommen in 10 Minuten und ich gehen. Ich bleiben an Tür. Wenn klatschen in Hand, ich kommen. Gehen wenn hell.
Nun du schnell zu Braut. Sie sicher warten. “ Ich ging.
Das Schlafzimmer war ein Traum in Rot und Gold. Gut zwei Dutzend große Honigkerzen tauchten den Raum in ein weiches goldenes Licht, Dutzende von Orchideen schmückten ihn. Ihr schwülstiger Duft erfüllte die Luft, Räucherkerzen, in einem kleinen Becken, gaben das ihr dazu. Das riesige Bett war mit roter Seidenwäsche bezogen. In der Mitte des Bettes lag ein großes rotes Badetuch, gut in der Farbe auf die Seidenwäschen abgestimmt.
Lis lag mitten drauf, in ein Babydoll aus feinster Spitze gekleidet. Mir kommt es fast ein wenig zu kitschig vor, Lis fährt sicher total darauf ab. Ich konnte es ihr ansehen, als sie flüsterte: „Heute wird es passieren. Es muss einfach so sein. Hast du jemals so ein romantisches Zimmer gesehen? Diese Orchideen. Die Wäsche. Dieser Geruch. Dieser Nachtanzug. Bitte küss mich. Dann ziehe mich ganz langsam und vorsichtig aus. Keine Hast. Wir haben die ganze Nacht.
Und dann tue es. Ich beiße die Zähne zusammen und verspreche dir, nicht zu schreien. „
Ich küsste sie mit all meiner Liebe. Dann schälte ich sie vorsichtig aus dem Babydoll. Das Oberteil zuerst, dann ganz langsam das Höschen. Es war hauchdünn. Lis war sehr erregt. Ich rückte sie in Position. Dann mich.
„Schreie! Das Glück muss raus!“
Sie wollte antworten, da war ich schon in ihr.
Zurück und – durch. Lis schrie. Ich tat den zweiten Stoß. Ich klatschte in die Hände und küsste Lis. Da wurde sie auch schon von Kitty versorgt. Ein weißes nasses Tuch wurde mir präsentiert, es waren Blutflecke daran. Ich ging ins Bad wie befohlen. Ich hielt mich an die Zeit. Als ich zurückkam, war Kitty gerade fertig. Das rote Badetuch war verschwunden. Auf einem Tablett lagen ein paar feuchte wohlriechende Tücher. Wie am Pool.
Der Champagner stand auf Eis. Leckere Häppchen unter einer Glasglocke. Kitty verschwand wortlos. Lis war offensichtlich glücklich, wenn auch in einer Art Traumwelt. Ihrer Traumwelt.
Ich nahm sie liebevoll in den Arm. „Wie fühlst du dich meine Königin. Ich war ganz brutal, wie wir es von Kitty gelernt haben. „
„Es war nur ein schneller, greller Schmerz. Jetzt fühle ich eine Art dumpfes Pochen. Die Tage sind viel schlimmer.
Kitty sagt, das sei bald weg. Sie sagte auch, sie habe dir mein Blut gezeigt. Zum Beweis, dass ich Jungfrau war. Mein Gott – Paul, ich bin jetzt eine Frau. Deine Frau!“ Nun kamen doch ein paar Tränen. Aus Glück.
Sie genoss mit jeder Faser ihres Seins, dieses erste Mal. Kein Wahnsinn, keine Gier und keine Wollust. Ich ging bewusst zärtlich, mit ihr, der Unerfahrenen um.
Mein Gedächtnis holte, irgendwie, die Stellungen zurück, die Renate und ich damals, bei unserem ersten Mal so draufhatten; Missionar zu Beginn, dann seitlich.
Renates Lieblingsstellungen, von hinten, ließ ich raus. Das klingt jetzt, wo ich das schreibe, als hätte ich in jenem Moment intensiv an Renate gedacht — Fehlanzeige, diese beiden Stellungen und dann noch die Reiterstellung, hatte ich mir schon im Voraus überlegt; als gut geeignet für ein erstes Mal. Es war die pure Liebe. Das Gesicht von Lis war ganz … nein verklärt ist sicher der falsche Ausdruck, entzückt ebenfalls; vielleicht freudig entrückt, ernsthaft forschend, aber lustvoll dabei.
„Ich nehme die Pille“, sagte sie zwischendurch.
Ich zeigte ihr gerne, was ich da so gelernt hatte, was Ausdauer angeht. Von der Technik verstand sie nichts, das hatte Zeit bis später. Sie soll es aber genießen, so lange, wie sie es mag. Innerlich bereitete ich mich auf einen Zweistundenbums vor — einen gemütlichen, ruhigen, liebevollen Bums. Meine Gedanken waren dabei nur bei ihr – meiner Frau.
„Bitte Paul komme, ich kann nicht mehr“, keuchte sie aber schon nach einer guten halben Stunde.
„Jetzt!“, kündigte ich mich an.
Lis schrie ihre Freude hinaus, als wir es tatsächlich schafften, zusammen den siebten Himmel zu betreten. Wir hatten oft, mit anderen Mitteln, für diesen Moment geübt. Nun war es also geschehen.
Ich zog mir die Decke über den Unterleib, dann klatschte ich in die Hände.
Kitty war sofort da. Auch sie lächelte sehr vergnügt, sie freute sich mit uns.
„Bitte reinige Lis, es ist geschehen. Sie ist jetzt meine Frau. Dann gieße uns Champagner ein und reiche uns ein paar Häppchen. Danach, nimm dir auch ein Glas. Wir wollen zusammen anstoßen. Dass alles so gut ging, haben wir nicht zuletzt dir zu verdanken, und deiner Vorführkunst im letzten Jahr. „
Kitty war die Fürsorge in Person.
Lis ließ sich ohne Scheu verwöhnen. Kitty war genau die Richtige dafür.
„Du kannst uns morgen ein wenig früher wecken, Kitty. Ich denke meine Frau braucht etwas mehr Hilfe als sonst. Jetzt kannst du beruhigt in dein Bett gehen. Wir kommen zurecht. „
„Du wissen, ich berichten. Müssen und, machen gerne. Frohes Ereignis für Haus Radama. Ich zeigen Tuch. Später geben Tuch zu Mann, machen fertig für halten lang.
Haben schöne Andenken für erste Nacht. Ich nix mehr reden. Ich jetzt gehen. “ Und weg war sie.
Ich wurde sanft aus dem Schlaf gerüttelt. Draußen wurde es gerade hell. Lis. „Ich glaube ich muss testen, ob meine Kleine nicht wieder zugewachsen ist. Meinst du, du könntest das bitte für mich tun?“ Ich konnte und wollte. Ich gab ihr alle Liebe und mir alle Mühe, obwohl es kaum 15 Minuten dauerte als sie unter mir erschlaffte.
Fertig für heute Nacht …
Die wurde aber wohl der Erfolg, den sie sich erträumt hat. Sie meinte später, ihre Vorstellungskraft sei sogar bei weitem übertroffen worden. Mein Gott, was hat sie sich bloß vorgestellt?
*** Mittwoch. Kitty kam früher wie sonst und kümmerte sich vor allem um Lis. Sie hatte alle Tricks drauf. Dann sagte sie zu mir. „Du gehen. Frau kommen später. Lassen sie, sagen Papa, dass jetzt deine Frau.
„
Sie hatte ja so recht. Den Triumph musste ich ihr gönnen. Wir hatten durchgehalten, obwohl es sehr viele Verführungen gab. Als ich rauskam, hämmerte es gerade an die Türe. Papa, Kristin und Axel kamen. Wir setzten uns an den wie stets liebevoll gedeckten Esstisch. „Lis kommt gleich. Lasst uns einfach anfangen“, bat ich. Keiner schien sich etwas dabei zu denken, nur Kristin sah mich prüfend an.
Kitty klapperte mit der Tür.
Gewollt, sonst hat sie das nie gemacht. Alles schaute. Und dann schwebte ein schwarzhaariger Engel herein. Schönheit ist relativ, so schön und vor Glück strahlen hatte ich Lis aber noch nie gesehen. Ihr Ring blitzte, ihre Augen blitzten fast noch mehr. Sie ist mein, jubelte mein Herz. Sie ist jetzt meine Frau.
„Es ist geschehen! Heute Nacht. Es war so unendlich romantisch in unserem Schlafzimmer. Es war so unbeschreiblich, ich könnte heulen.
Ich bin glücklich und ich schwöre bei Gott, mein Leben gehört Paul!“ Sie sank weinend in die Arme ihres Papas.
Kitty kam hinter ihr her und verkündete der Tischgesellschaft, in dem sie das bewusste Tuch hochhielt: „Bitte Beweis! War Jungfrau!“ Schnell nahm sie das Tuch wieder runter. Wir saßen ja beim Frühstück. Sie ging jedoch damit zu Papa: „Wollen prüfen? Können. Ich Tochter waschen. Ich wissen genau, können schwören. „
Papa gab Lis an Kristin ab und küsste die verblüffte Kitty herzhaft.
„Dein Wort genügt mir. Ich habe es auch nicht anders von den beiden erwartet. “ Unauffällig gab er Kitty einen Geldschein. Kitty verneigte sich sehr tief. Es war wohl ein sehr großer Geldschein.
Wir frühstückten. Lis berichtete haarklein über das wundervolle hergerichtete Zimmer und über die zärtliche Fürsorge von Kitty. Zu dem Durchbruch sagte sie nur, dass er schnell und ziemlich schmerzfrei war. Wieder wurden die hervorragenden Dienste von Kitty erwähnt.
Sie schloss lächelnd mit: „Was danach folgte, das kennt ihr ja selbst. Ich jetzt auch. Ihr werdet jedoch verstehen, bis heute Abend will ich meinen Paul für mich. Du, Kristin, wirst am Pool bestimmt alleine zurechtkommen. Wenn Kitty das Zimmer fertig hat, kannst du aber gerne einen Blick hineinwerfen. „
„Nun ist mein kleines Mädchen also eine Frau. Ihr, Elisabeth und du, Paul, habt euer Wort gehalten. Es hat sich gelohnt, euch unser Vertrauen zu schenken.
Der Rest wird auch noch gut. Ich wünsche es euch von ganzem Herzen“, sagte Papa heiter.
Bevor die Mannschaft abzog, nahm Axel, Lis vorsichtig in den Arm. Dann mich, aber nicht vorsichtig. Er drückte mich, dass Kitty mich danach tüchtig massieren musste. Kristin wollte natürlich das geschmückte Zimmer sehen. Kitty zündete dafür nochmals die Kerzen an und Lis schlüpfte in das Babydoll. Ich hatte danach die Arbeit und Kristin Tränen in den Augen.
Sie tat mir Leid. Dieses Vergnügen ging an ihr, in einer Schultoilette, vorbei.
„Kitty, sorgst du bitte dafür, dass Kristin, entweder an den Hotelpool oder den Pool im Palast kommt“, bat Lis, für mich etwas unvermutet. Ich ahnte jedoch Schlimmes. „Wenn du möchtest, gehe doch einfach mit. Wir benötigen deine Dienste erst wieder zum Mittag. Sag Abdallah, die Suite ist geschlossen. Ich will keinen sehen — keinen! Ich denke, du wirst meinen Wunsch verstehen?“
„Oh, gut verstehen.
Du wollen Paul ganz alleine. Jetzt denken an Vorstellung von letzte Jahr?“, grinste sie dann.
Lis grinste zurück; ich holte mir noch was vom Frühstücksbuffet. Ich würde ganz sicher viel Kraft brauchen. Die hatte ich damals auch gebraucht, als ich zusammen mit Kitty, ihr, Lis, diese irre Vorstellung gab, die ihr zeigen sollte, wie das mit dem Bumsen funktioniert.
Kristin und Kitty schoben ab. Meine Frau zog mich ins Schlafzimmer; ins Bett.
„Paul, ich freu mich drauf, wenn wir gleich wieder … du weißt schon“, erklärte sie mir. Dann küsste sie mich heftig.
„Könnte es sein, dass es dir gestern schon, so richtig Spaß gemacht hat, mit mir zu schlafen? Bist du heute nicht kaputt?“, fragte ich etwas besorgt. Sie musste doch eigentlich etwas Schmerzen haben, bei dem Blut, das ihr gestern aus der Scheide lief.
„Ich habe keine Schmerzen“, stellte sie nach kurzem Nachdenken, selbst überrascht, fest.
„Da fällt mir ein, ich kann das ja leider nicht selbst, kannst du mal gucken, ob meine Kleine arg verletzt ist?“, dann grinste sie, fast hinterhältig „hol doch mal schnell deine Kamera. Ich möchte ein Bild von ihr — im Vergleich zu damals, wo mein Jungfernhäutchen noch ganz war. Dass es das jetzt nicht mehr ist, muss doch dokumentiert werden!“
Die kleine Kamera lag auf dem Nachttisch, wie eigentlich meist. Ich nahm sie zur Hand und sagte zu Lis: „Wenn du aber auch Bilder haben willst, wo ich mehr mache als nur nach deiner Jungfernhaut zu suchen, dann müssen wir warten, bis Kitty wieder da ist.
„
Sie schlug lachend auf mich ein. „Dass du dann überall rumzeigen kannst, dass wir jetzt wirklich zusammen vögeln. Nein! Davon wird es nie Bilder geben; das ist mein Privatvergnügen!“
„Aber von Renate und mir, damals, da wolltest du welche. „
„Das war nur Neugierde. Ich hatte da einfach keine Vorstellung, was da auf mich zukommt. Ich hatte da ja gerade einmal, Klein Paul, auch noch schlaff, gesehen.
Das erste Mal, dass ich überhaupt einen Penis gesehen hatte, und für uns zwei, war damals ja gerade der Kopf freigegeben; zum Küssen. Aber, das ist jetzt nicht das Thema, das ist meine arme, verletzte Muschi. Mach dich an die Arbeit — diesmal darfst du sie selber aufhalten!“ Dann legte sie sich bereit.
Ich griff zu, mit beiden Händen. Lis hatte da einen geilen Trichter. Dieser Anblick ließ auch Klein Paul nicht unberührt.
Steif und stahlhart wuchs er Lis entgegen,
„Du Sittenstrolch! Wir werden jetzt noch nicht bumsen! Ich will erst einen Bericht darüber, ob meine Kleine das überhaupt aushalten wird. Jetzt guck halt mal!“, maulte sie.
Ich guckte. Genauer. „Also das Hymen ist weg. Nein, ich glaube ein kleiner Fetzen hängt da noch, aber nicht eingangverwehrend“, setzte ich grinsend hinzu. „Der Rand zum Schleimrohr ist etwas sehr gerötet.
Es scheint mir, dass es dieser Rand war, der da blutete, als das Hymen rausgerissen wurde. Das Hymen selbst sah ja nicht sehr durchblutete aus, bei unserer ersten Erforschung, am Wochenende nach deinem achtzehnten Geburtstag. Ich kann aber keinerlei Narben oder sowas erkennen“, berichtete ich ernsthaft. „Ich denke, bei dem heftigen Verkehr, der dort herrschen kann, hat dieses Teil sicher eine gute Heilhaut. „
„Das klingt ja beruhigend, Nun ja, Schmerzen habe ich, wie gesagt, auch keine mehr.
Wie groß ist denn dieser Fetzen, der da noch hängt? Kann der nochmal Ärger machen? Ich meine das Betttuch versauend? Ach lass mal, ich werde Kitty fragen, beim Mittagessen. „
„Geile Wildsau! Das ist doch kein Thema beim Mittagessen!“
„Blödmann! Heute schon, ich muss doch wissen …“
Ich küsste ihre, heute so extrageil aussehende Muschi. Mit den Lippen und Zunge, suchte ich diesen Fetzen. Dann biss ich ihn einfach ab.
Lis schien nichts davon bemerkt zu haben, keinen Schmerz. Dafür brach bei ihr wieder die geile Lust aus. „Das mit dem Fetzen kannst du vergessen“, erklärte ich ihr, etwas nuschelnd, denn ich versuchte, den Fetzen auf die Zungenspitze zu bekommen. Ich griff ihn mir von dort und zeigte in ihr. „Das war er, ich hab ihn abgebissen. „
„Ich hab es nicht mal gemerkt, du Strolch. “ Dann nahm sie mir, den kleinen Fetzen ab (6 mm lang, 2 mm breit), und — nahm ihn in den Mund.
Kaute darauf. „Schmeckt nach nichts!“, stellte sie fest.
Ich hatte inzwischen das Öffnen ihrer Muschi sein lassen. Nun fiel mir ein, sie wollte ja ein Bild davon. „Für das von dir gewünschte Bild, musst du aber deine Muschi selbst aufhalten, einhändig kann ich die nicht fotografieren. „
Lis hielt offen, noch weiter als ich. Kamera auf Naheinstellung, knips, knips. „Darf ich ein paar mehr machen, für Mikel? Keiner wird je erfahren, wem dieses edle Teil gehört.
„
„Dann mach schon. Aber das Modelhonorar gehört mir,“ bekam ich zu hören. Ich machte. Klein Paul war inzwischen stark abgeflaut. Ich muss mal nachforschen, ob das damit zusammenhängt, weil ich einen Fotoapparat in der Hand hatte? Aber jetzt nicht; Lis war so erregt, dass sie einen Orgasmus bekam.
„Meine Kleine ist also in Ordnung, mein Schatz. Kitty hat mir da eine desinfizierende Salbe gegeben. Reibst du sie bitte damit ein, und dann — fick mich.
Zum warm werden von vorne, bis sie Betriebswärme hat, und dann, bitte, von hinten. Renate sagte, das sei besonders geil. Beim Rumschmusen merkt man das ja nicht und einen Dildo konnte ich ja auch nicht benutzen also …“
Mein Schwanz richtete sich von ganz alleine auf, auf Kampfgröße. Von vorne kurz eingetaucht, dann rückte ich Lis in Position. Vorsichtiges eindringen, Lis atmete tief ein, dann aus. Zweiter vorsichtiger Stoß, der Dritte, dann stieß Lis heftig die Luft aus … und schrie ihre Wohllust ins Schlafzimmer.
„Affengeil!“ setze sie stöhnend hinzu. Die gleichen Worte wie damals Renate. „So tief, wie es geht …“. Ich bohrte, immer noch vorsichtig. Lis wackelte mit dem Arsch, kam mir entgegen, schrie schon wieder einen Orgasmus hinaus, und wieder, wieder. Ich bemühte mich, zu kommen. Sie durfte auf keinen Fall zu sehr belastet werden. Nach knapp 20 Minuten pumpte ich sie voll, mein Sperma lief nur so aus ihr heraus; aufs Betttuch, wir hatten keine Unterlage.
Mein Schatz ließ sich einfach nach vorne fallen, die Augen verdreht. Kurzes seitwärts wälzen, dann schlief sie ein.
Ich ging ins Bad und holte Handtücher, ein Kleines um Lis zu reinigen. Mich auch, dann das Leintuch. Das Badetuch legte ich auf den Nachttisch; ich fürchtete Weiterungen.
Lis schlief gut eine halbe Stunde, ich überlegte, ob ich alles richtig, mit ihr, gemacht hatte; auch was wir in der nächsten Runde treiben können.
Dann bekam ich Durst. Raus an den Kühlschrank. Kitty war ja nicht da. Ich fand eine angebrochene Flasche Champagner, zwei Gläser. Ich nahm alles mit.
Mein Schatz wachte gerade wieder auf, wohl, weil sie die Türe hörte. „Au ja, da hab ich jetzt auch List darauf,“ lachte sie.
Ich schenkte uns ein und trank ihr zu.
„Wie oft bist du eigentlich gerade gekommen?“, fragte ich dann.
„Keine Ahnung, aber oft“, gab sie zu. „Zehnmal?“, versuchte sie sich zu erinnern. „Aber es hat unheimlich viel Spaß — nein Spaß kann man dazu wohl nicht sagen, Spaß ist was Lustiges. Es war ganz einfach … Sinnbetörend? Ein glückliches Gefühlschaos? Geil? Ich glaube alles zusammen. Ich bedaure Kristin zutiefst, damals mit ihrem ersten Kerl, der es nicht brachte. Sie musste diese Gefühle ja auch gerade bekommen haben und dann Schluss.
Die Arme. Ich glaube, ich hätte es noch viel länger gekonnt, viel länger gemocht. An dein Ungeheuer scheine ich mich nämlich in der Zwischenzeit gewöhnt zu haben, ich könnte schon wieder … Nein. Vorher muss noch etwas Anderes geklärt werden“, wurde ich mit ihrem neuesten Entschluss konfrontiert.
„Was kommt jetzt“, stöhnte ich.
Hör zu, da gibt es noch was, das wir vorher nicht probieren konnten. Auch da brauche ich deine Hilfe und Erfahrung.
Ich habe heute am frühen Morgen, bevor ich deiner Hilfe bedurfte, mal in meiner Kleinen gestochert. Von Kristin und Renate weiß ich, dass es da etwas gibt, was der G-Punkt heißt. In deinem Van der Velde habe ich nichts darüber gefunden. „
„Und jetzt willst du wissen, wo er sich versteckt“, lachte ich.
„Weißt du es denn?“
„Ich weiß es, Kitty hat mich aufgeklärt.
Das letzte Mal schon. Die Sache, die ich für dich aufheben wollte. Erinnerst du dich?“
„Ja, dunkel. „
„Nun gut, setz dich hin, als wolltest du Pipi machen. In der Hocke, wie ich weiß. Die Beine etwas mehr auseinander. „
Lis machte. Ich griff ihr an die Muschi, mit dem Mittelfinger nach oben zeigend, bohrte ich tiefer. Ich fingerte herum, bis Lis einen kleinen Schrei ausstieß.
„Ja, da war was. Forsche weiter. „
Ich tat es, wir fanden sie Stelle. Lis zog ihre Hand weg, griff selbst zu. „Scheiße, meine Finger sind zu kurz, ich komm da nicht dran — verdammte Kacke!“
„Dein Sprachschatz lässt zu wünschen übrig. Normalerweise kommen solche Worte wie Scheiße, Kacke und … ficken, nicht darin vor. Im Übrigen ist dieser G-Punkt nicht dazu da, dass du damit selbst rumspielst.
Dazu hast du mich. Für Notfälle gibt es da besondere Dildos. Du solltest da mal den Rat von Kitty einholen. Sosehr Fachmann bin ich ja auch nicht …“
„Aber Fachmann genug, dort jetzt ausgiebig rumzuspielen und dann — nochmals ausgiebig von hinten. Ich vermute, nach Lage der Dinge, dass dein Lümmel dabei, besonders tüchtig dort vorbei rubbelt. Im Übrigen muss ich ja auch trainieren so gut zu werden wie du“, erklärte mir meine inzwischen leicht versaute Ehefrau.
Es wurde eine prachtvolle Nummer, die uns bis zum Mittagessen in den Schlaf wiegte.
Am Nachmittag ging es weiter. Lis hatte es irgendwie geschafft, von Kitty einen passenden Dildo zu beschaffen; relativ dünn und vorne seltsam gebogen. Eine Penisnachbildung war das nicht. Den Zweck erfüllte er aber sehr wohl. Es folgte die dritte Nummer von hinten. Sie dauerte fast eine Stunde. Lis hatte gezählt: zwölf Orgasmen.
Der Abend gehörte uns auch. „Ich lassen bringen Essen auf Suite von Papa. Abdallah schließen Zimmer. Papa verstehen. Morgen kommen zu Frühstück. Mitzi mich jetzt ablösen“, erklärte uns Kitty, dann verschwand sie.
Mitzi kam Sekunden danach und servierte uns ein tolles Abendessen. Viel Krebs, Languste und Hummer. Auch echten persischen Kaviar. Alles aufbauende Nahrung, wie ich sehr wohl wusste. Im Bett wollte Lis die Reiterstellung erkunden; vorwärts und rückwärts.
Sie fanden ebenfalls ihr Gefallen. Vor dem Frühstück wollte sie aber nochmals von hinten beglückt werden. Ich fürchte, sie ist genau so ein Nimmersatt wie es Renate, bei unserem ersten Zusammensein, mal war. Ihre Mutter sagte ja schon, sie sei ein scharfes Möhrchen.
*** Donnerstag. Renate kam schon zum Frühstück. Wortlos ging sie zu Lis, umarmte und küsste sie. Dann bekam ich auch noch einen Kuss ab. Lis zog sie ins Schlafzimmer, danach zum Schreibtisch im Wohnzimmer.
Die beiden aßen fernab von uns und Lis berichtete, nehme ich an. Endlich kamen sie wieder an den Tisch.
Renate setzte sich an meine andere Seite und wisperte: „Danke. Lis ist im siebten Himmel. Ihr Traum wurde Wirklichkeit. „
Wir danken dir“, wisperte ich zurück. „Das Üben hat sich gelohnt. Für uns alle, denke ich mal. „
Unser Ausflug war wieder ein tolles Erlebnis.
Ich konnte bei den Teppichwebern sehen, wie beliebt Renate war, auch die zahlreichen Kinder wichen kaum von ihrer Seite. Für sie verteilte sie allerdings Mengen an Bonbons, was den Beliebtheitsgrad mit Sicherheit steigerte. Einige Frauen kamen und sprachen mit ihr, sie machte sich Notizen. Da ging es wohl um kleine Probleme, Personalfragen.
Das Mittagessen fand, wie schon im letzten Jahr, unter freiem Himmel statt. Auch Ouzo wurde mir wieder versteckt in die Hand gedrückt.
Bakschisch floss reichlich, diesmal jedoch aus eigener Tasche. Renate hatte mir entsprechende Scheine gegen Mark eingewechselt. Ich werde es mir wohl leisten können.
Renate konnte, zurück im Hotel, am Abendessen nicht Teilnehmen. Die Arbeit rief. Sie fragte Lis, ob sie denn gegen Zehn noch einmal schnell bei uns vorbei kommen könne. Es sei etwas zu besprechen.
Lis boxte sie in die Rippen. „Was für eine saudumme Frage.
Für dich haben wir immer Zeit. Immer!“
Axel hatte auch die heutige Prüfung gut überstanden. Es ging irgendwie um das Punktsystem, in dem Teppiche geschätzt werden. 0 ist absoluter Schund, 100 ist die beste Wertung, die jedoch kaum zu erreichen ist. Axel ist da voll durchgestiegen und hat auch diese Prüfung bestanden. Die von gestern auch. „Morgen noch eine, dann ist es endlich geschafft“, seufzte er.
Renate kam kurz nach Zehn.
Wir lagen noch in der Wanne. Sie zog sich aus und kam mit hinein. „Ich gehe dann gleich wieder. Es ist wegen dem Meister. Ich denke, Paul, du solltest es machen. Studieren kannst du ja immer noch, wenn du das Abitur erst mal hast, und sollte es auch länger dauern, weil du nebenher arbeitest. Ein Meister ist in Deutschland eine Respektsperson. Du bist, wer will das ableugnen, ein Meisterfotograf. Was ist da schon ein Diplom.
Ihr habt das Diplom der mittleren Reife. Ihr werdet das Diplom der Reife haben. Das sind doch keine Titel, die große Beachtung findet. Meister jedoch schon. Dazu kommt, deine Ausbildung ist viel früher fertig. Nicht so hochkarätig vielleicht, aber da geht es doch nur um graue Theorie. Ich denke, wenn du den Meister hast, dann hast du sowieso schon einen Namen. Du bist ein Macher, dann mach mal!“ Sie küsste uns ganz herzlich, ließ sich trocken rubbeln und anziehen, dann ging sie wieder.
„Ich habe noch Arbeit, ihr wohl auch“, lächelte sie zum Abschied.
„Oh, Renate viel Arbeiten. Immer arbeiten. Aber alle Renate lieben“, sagte Kitty, die natürlich zugehört hatte.
Lis kehrte zur Normalität zurück. Wir gingen ausgiebig ihrer neuen Lieblingsbeschäftigung nach. Danach kuschelte sie sich an mich und wir redeten über Zukunftspläne, dann stellte sie fest, dass ich ja überhaupt noch keine anrüchigen Bilder gemacht hätte außer von ihrer Muschi.
Ich gestand, ich hätte doch welche gemacht, von ihr. Die würde sie jedoch erst zu Hause sehen, sie seien auch nur zu meinem eigenen Vergnügen. Dann beschlossen wir noch, einen Crashkurs in Spanisch zu machen. In der Karibik wird neben Englisch, fast überall Spanisch gesprochen. Sie schlief darüber ein.
*** Freitag. Heute ist unser Termin bei Prinzessin Leila, der Ältesten. Renate konnte oder wollte uns nicht sagen, wofür diese Kleiderordnung gut war.
Wir befolgten sie einfach. Die Älteste saß an einem sehr wuchtigen Schreibtisch. Marni saß, etwas zurückgesetzt, auf ihrer einen Seite, ihr Mann, auf der anderen Seite. Vor ihr standen zwei Stühle, mit rotem Samt bezogen. Im Hintergrund standen vier Leibwächter, Abdallah ergänze sie auf fünf. Er war plötzlich ebenso prächtig gewandet, wie die vier anderen und ebenso martialisch bewaffnet. Wir wurden gebeten, uns zu setzen. Das sah hochoffiziell aus.
Die Älteste erhob sich.
Sehr würdevoll. „Lieber Gwaihir Paul. Liebe Gwaihira Elisabeth. Es wurde uns berichtet, dass ihr dem Hause Radama die Ehre erwiesen habt, euere Ehe in einem unserer Häuser zu vollziehen. Es wurde uns der Beweis vorgelegt, für eine, nach unserem Recht vollzogen Vereinigung zwischen dir, Gwaihir Paul, und der ehemaligen Jungfrau Elisabeth. „
Die ehemalige Jungfrau wurde knallrot und griff Hilfe suchend nach meiner Hand. Ich drückte sie ganz fest. Es erinnerte mich an Leila, als Peter damals seinen Antrag machte.
„Ich möchte zudem nicht vergessen, dass du Paul, in besonders großmütiger Haltung, deine Nebenfrau, Renate, uns zu Diensten überlässt. Wir ahnen, dass es kein leichter Schritt für dich war. Noch war die Ehe mit deiner Frau Elisabeth ja nicht vollzogen. Alles dies zusammen, so hat unser Rat beschlossen, ist Grund genug, dir die volle Ehre eines Gwaihir des Hauses Radama, in dem Zweig der hochedlen Prinzessin Rama Radama, zu geben.
„
Marni winkte uns zu, aufstehen. Ich zog Lis hoch. Keine Ahnung, was es sollte, auf jeden Fall etwas Unerwartetes. Die Älteste hob ein dickes Buch hoch, es musste uralt sein, und las daraus vor.
„Mit dem heutigen Tag ist unser Sohn Paul Oktober und unsere Tochter Elisabeth Bronner, in den Stammbaum im 51 . Zweig der ersten Tochter Rama, Mutter des 52 . Zweiges, als Kinder des zweiten Gliedes eingetragen.
Ihr Name und Rang in unserem Hause laute von nun ab‚ Graf Paul Oktober Radama von Karaj und Gräfin Elisabeth Bronner Radama von Karaj. Nach der Vermählung, nach deutschem Recht, sei dieser Name geändert in Gräfin Elisabeth Oktober Radama von Karaj, in Anerkennung der deutschen Gesetze. Der Eintrag für Gräfin Elisabeth gilt bis zum möglichen Ende ihrer Ehe mit Graf Paul, sonst für immerdar. Sollte euch ein Sohn, vor einem Sohn von Prinzessin Leila Schmitt Radama geboren werden, hat er das Recht, als Ältester des Hauses gewählt zu werden, wenn er mindestens fünf Jahre geschult wurde und Sprache, Sitten und Gebräuche beherrscht.
So will es das Gesetz. Renate Schäfer werden, nicht zuletzt wegen vorzüglicher und treuer Dienste in unserem Hause, die vollen Privilegien als Nebenfrau von Graf Paul Oktober Radama von Karaj zuerkannt, bis das Verhältnis sich löst, sonst für immerdar oder einem anderen Beschluss.
Ich frage euch nun: Wollt ihr, dass diese Seite, in diesem Stammbuch der Familie Radama von Karaj auf ewig verbleibt?“
Es war keine Frage.
Lis zerdrückte mir fast die Hand als wir gemeinsam sagten: „Wir nehmen die Ehre an. „
Dann tretet hervor und bezeugt es mit euerer Unterschrift. Bitte mit vollem Titel und Namen. „
Ich ließ Lis den Vortritt. Dann verbeugten wir uns tief vor der Ältesten, vor Marni und nicht zuletzt vor dem Prinzgemahl. Wir wurden durch höfliches Neigen des Kopfes zurückgegrüßt. Die Wächter klopften mit ihren Speeren auf den Boden und murmelten irgendwelche Sprüche.
Vorsichtshalber verneigten wir uns ihnen gegenüber auch. Zwar nicht so tief, aber schaden kann es ja nicht. Die Älteste stand lächelnd noch einmal auf. Sie reichte mir ein kleines Kästchen.
„Dies ist dein Siegel. Post, die mit ihm kommt, wird nur an den Empfänger gegeben. Sie gilt als Diplomatenpost und ist den Behörden nicht zugänglich. Wir denken dabei besonders an Post, die an deine Nebenfrau Renate geht. Vielleicht auch an Berichte, um die wir dich im Namen der Familie, einmal bitten müssen.
„
Ich bedankte mich mit einer erneuten tiefen Verneigung. Dann war das Zeremoniell beendet. Die Älteste und ihr Mann verschwanden. Marni kam zu mir und schüttelte uns die Hand. Sie gab uns jedem ein Dokument. Es war ein Auszug der Seite aus dem Stammbuch in Persisch und Englisch. Er trug die Unterschrift von 18 Ratsmitgliedern. Dazu ein prächtiges Siegel mit rotem Band. Es sah sehr offiziell aus.
„Ich denke, ihr seid würdevolle Mitglieder des Hauses.
Sehe es bitte aber auch als Würdigung von Prinzessin Rama. Sie ist hier nach wie vor sehr beliebt. Keiner hat es ihr übel genommen, dass sie die Ehre, unsere Älteste zu werden, ablehnte. Wir achten ihren Beschluss. Bitte sage ihr, sie sei immer willkommen und könne jederzeit wieder zurückreisen. Das garantiert unser Wort. Über die volle Anerkennung von euch wird ihr sofort berichtet. Sie ist euere Stammmutter, wenn ich so sagen kann. Leila bleibt natürlich die Prinzessin, weil sie leiblich ist.
Euer Rang ist aber nur wenig darunter, es sind nur Äußerlichkeiten. Bitte noch eines, achtet unsere Gebräuche. Es werden euch wohl hin und wieder besondere Ehren angetan. Lasst sie über euch ergehen, sonst beleidigt ihr den Ehrenden.
Danach könnt ihr besonders Vertrauten bitten, ich denke da an Renate, die Ehrung zukünftig zu unterlassen. Ihr werdet sehen was geschieht. Beim Fest, heute Nachmittag, wird euere Ernennung dem Volk verkündet. Kitty gibt dir, lieber Paul, einen Beutel mit Münzen.
Die wirf bitte unter das Volk. Es ist so der Brauch, der leider selten genug zelebriert wird. “ Sie neigte ganz leicht den Kopf, dann verabschiedete sie sich.
Wir gingen an den Pool. Die Geschäfte von Papa werden heute Morgen abgeschlossen und Axel seine letzte Prüfung haben. Das Buffet ist um Eins fertig. Kristin war heute wohl im Hotel geblieben, am Pool war sie jedenfalls nicht.
Lis, mein kleines Biest, blieb ewig im Umkleideraum der Damen.
Als sie endlich kam, grinste sie: „Wir werden ja jetzt wohl leider zum Essen zu spät kommen. “ So war es. Abdallah begleitete uns, heute noch in voller Ausrüstung, durch die Halle zu unserer Suite. Unten war Lis mindestens einen Kopf größer als ich. Sie genoss ihren Auftritt. Oben öffnete Abdallah die Türe, zertrümmerte mit seiner Lanze fast das wertvolle Parkett und erregte so das Aufsehen, das er verlangte. Unsere Familie schaute etwas verwirrt.
Kitty kam angeschossen. Sie kniete vor mir nieder. „Oh Graf Paul. Welche Ehre für Kitty. “ Dann küsste sie mir, andeutungsweise, die Füße. Danach kam Lis dran. „Gräfin Elisabeth. Kitty sein euere Sklavin. Bitte verfügen über Kitty. “ Dann wurde der Rocksaum ihres dreiviertellangen schwarzen Cocktailkleides ehrfurchtsvoll geküsst.
Papa, Kristin und Axel waren aufgestanden und sahen sich das Schauspiel verblüfft an. Es war aber noch nicht das Ende.
Abdallah stand immer noch unter der Türe. Nun kam er ebenfalls zu uns. Er verbeugte sich so tief vor Lis und mir, dass ich fürchtete er würde vornüber fallen. Dann richtete er sich zu seiner vollen, imponierenden Größe von 2,09 m auf und hieb sich die Faust in die Herzgegend. Dann brummte er Unverständliches, um sich danach noch einmal tief zu verbeugen. Es war ein absolut imponierender Auftritt. Das empfand wohl auch Lis, ihre Augen glitzerten feucht.
Kitty flüsterte mir ins Ohr: „Geben Ouzo. Freuen. „
Ich gab ihm die Hand, dann winkte ich ihn zur Open Bar und zeigte darauf. Er verstand meine Geste und zeigte Kitty zielsicher die Flasche mit dem Ouzo. Sie schenkte ihm ein extra großes Glas ein, dann mir und Lis ein kleineres. Wir tranken aus. Ich verbeugte mich knapp vor Abdallah, Lis folgte unmittelbar. Er grunzte mit lachendem Gesicht.
Ich sagte Kitty, „wenn er will, gib ihm noch einen. “ Er wollte. Dann zog er sich an seinen Platz vor die Türe zurück.
Wir gingen zur Familie. Ihre Gesichter schauten recht wenig geistreich. Lis kürzte die Prozedur ab und gab ihrem Papa das Dokument. Die Idee war gut, ich gab meines an Axel. Zwei Minuten vollständige Ruhe.
„Was habt ihr euch da bloß wieder geleistet?“, fasste sich Papa als erster, mit rauer Stimme.
„Es steht doch alles da. Ich wurde in Ehren entjungfert und Renate wurde für einen Job, der sie glücklich macht, abgetreten. Das war alles. Ach ja und – Kitty hat gequatscht“, giggelte Lis.
Kristin und Axel machten sich einen Spaß daraus, uns genau so achtungsvoll wie Kitty und Abdallah zu grüßen. Lis lachte: „Wir nehmen euere Ehrerbietung an. Ihr mögt sie in Zukunft unterlassen. Es ist der Sitte genüge getan.
“ Sie sagte es auf Englisch. Kitty wegen.
„Eigentlich müsste ich ja wohl auch vor meiner Tochter knien. Ihr werdet es mir jedoch sicher erlassen“, schmunzelte Papa. Ich denke es wird auch nicht erwartet. Lis rannte in seine geöffneten Arme.
Papa zeigte auf Axel. „Der Bursche hat es geschafft. Ich muss nun leider einen Tausender auf sein bereits übermäßiges Gehalt drauflegen. Ich fürchte sogar, es wird bald noch mehr werden.
„
Axel hob sein Diplom hoch. Es sah mindestens so gut aus, wie unsere Dokumente. Kristin konnte ihren Stolz auf Axel, kaum unterdrücken. Gräfin Elisabeth war sich nicht zu fein, die beiden zu küssen. Ich auch nicht. Es war ja schließlich auch kein Pappenstiel, so eine Prüfung. Da muss Axel recht ordentlich gepaukt haben.
Papa berichtete von seinem unerwartet guten Einkauf. „Die Preisverhandlungen waren wesentlich weniger zäh als das letzte Mal.
Dafür die Qualität noch wesentlich besser. Und den Rabatt gab es tatsächlich auch. 18 wundervolle Teppiche. Danach griff er in die Brusttasche, holte seine Brieftasche hervor und verteilte wieder großzügig je 500 Dollar an uns. Kitty wurde ebenfalls bedacht, was sie zu einer besonders tiefen Verbeugung veranlasste. Sie sah zu mir, ich nickte und dann wurde Papa gnadenlos geküsst. Er wurde knallrot, fand es aber sichtlich angenehm. Dann ging er zu Abdallah und gab ihm noch einmal einen Hunderter.
Von meiner Sicht aus, hatte er es sich an Renate verdient. Da musste ich auch noch etwas tun.
Wir hatten das Buffet fast leer gefegt, da kam Renate. Als sei es selbstverständlich, benahm sie sich so devot wie Kitty, als wir vorhin kamen. Nur, sie küsste Lis und mich danach lachend. Ich sagte ihr, dem Brauch sei damit Genüge getan, sie möge es in Zukunft, als meine Nebenfrau, unterlassen. Kitty notierte es sicherlich für ihren Bericht.
Lis zeigte ihr das Dokument.
Renate wurde richtig Rot vor Stolz, als sie sah, dass sie ebenfalls erwähnt war. Das wusste sie nicht. „Dann gehöre ich ja irgendwie auch dazu. Ich bin ja zumindest im Stammbuch erwähnt. Das wird mir die Arbeit gewaltig erleichtern. Marni hat mir den Zusammenhang genauer erklärt. Also, hört zu: Die Radamas sind schon seit Jahrhunderten ein Fürstengeschlecht. Der älteste männliche Erbe hat das Recht auf den Titel Schah von Karaj.
Schah bedeutet auf Deutsch, König. Das Oberhaupt von Persien, das wir als Schah kennen, hat den Titel Schah in Schah, König der Könige. Das Haus Radama hat derzeit keinen Schah, es wurde seit Jahrzehnten kein Sohn mehr geboren. Die Älteste, Prinzessin Leila, nimmt stellvertretend seinen Platz als Regentin ein. Ein angenommener Sohn, in Ermanglung Eigener, kann nur den Titel eines Grafen bekommen. Er steht im Rang unter der leiblichen Prinzessin. Bekommt er einen Sohn, kann dieser, hier geht es nach der Stunde der Geburt, der neue Schah der Radamas werden.
Eine Tochter wird nur dann Prinzessin, wenn ich es richtig verstanden habe, wenn Leila, bis dahin keine eigene Tochter bekommt. „
„Das hat uns Leila, schon so ähnlich erklärt“, überraschte ich Renate. „Als Sohn, vor einem Jahr, galt ich als Gwaihir…“
„Oh, ein Lord des Windes“, unterbrach mich Renate.
„Ja. Ich bekam bei der Wahl dazu, halt nicht die dazu erforderlichen 75 %, um gleich ein Graf zu werden“, sagte ich ihr.
„Diesmal hat es wohl gereicht – wohl wegen der Jungfrau Elisabeth und der Nebenfrau Renate. “ Ich musste jetzt doch lachen. „Im Übrigen halten wir es wie Rama: Titel in Persien ja, zu Hause besser nicht. Neid ist kein guter Weggenosse. Ich habe jetzt allerdings ein eigenes Siegel. Ich kann dir nun Liebesbriefe direkt, ohne Umwege über Konstanz, senden. Dieses Privileg sollten wir schon nutzen. Damit ist jetzt jeder meiner Briefe Diplomatenpost – damit keinem zugänglich außer dir.
„
Renate verstand sofort, was ich meinte. Hans konnte ihr über mich, unkontrolliert, Briefe schreiben. Sie verneigte sich ehrerbietig, der Schalk lachte aus ihren Augen. Wir verstanden uns ohne Worte.
„Heute ist Freitag, hier quasi der Sonntag. Ich habe bis morgen Früh frei und wurde, standesgemäß, zu dem Fest heute Nachmittag eingeladen. Ich würde auch gerne den Abend mit euch verbringen. Ist das wohl möglich, Lis?“
„Es ist nicht nur möglich, es ist deine Pflicht, mit uns zu sein.
Wir werden dich danach sehr lange nicht mehr alleine sehen. Du weißt, was du uns bedeutest“, antwortete Gräfin Lis mit warmem Leuchten in den dunklen Augen. Sie sprach mir aus der Seele.
„Wegen der Feier heute. Es ist wohl wenig angesagt, wenn ich dabei fotografiere. Kannst du mir jemand vermitteln, der das könnte, Renate? Es geht mir vor allem um ein Bild von uns drei, aber auch vom Haus, der Familie Radama und unseren Freunden.
„
„Ich habe mir bereits Gedanken gemacht, du kannst es wirklich nicht. Meine erste Assistentin ist ausnehmend tüchtig. Mit ihrer Billigung nehme ich sie sehr hart ran. Sie folgt mir wie ein Schatten und ist mir eine große und sehr zuverlässige Hilfe. Ich möchte sie zumindest als Managerin aufbauen damit sie, wenn ich gehe, einen großen Teil meiner Pflichten übernehmen kann. Ich habe sie gebeten, beim Fest, als Dienerin, in meiner Nähe zu sein.
Nur so ging es. „
„Du bist immer noch die kluge Hilfe wie früher. Es scheint dir einfach angeboren. Ich weiß es zu würdigen. Wir sprechen heute Abend darüber“, freute ich mich.
Gegen Drei meinte Kitty: „Hohe Damen vielleicht anziehen? Kitty machen Haar und Gesicht. Vielleicht kleine Tochter Kristin auch? Vorher sagen, welche Kleid. Kitty holen. „
„Das hole ich schon selbst. Danke Kitty.
Das mit den Haaren und dem Make-up ist aber eine sehr gute Idee“, lachte Kristin und verschwand. Ebenso meine Frauen. Dann zogen wir Männer ebenfalls los, uns anzukleiden. Kitty fand noch Zeit, mich sauber zu rasieren.
*** Es klingt bescheuert, aber es war so, wir wurden mit Pauken und Trompeten empfangen und an unsere Plätze begleitet. Wir saßen an einer langen Tafel, gegenüber von vielen Tischen, mit den Gästen des Hauses.
Rechts außen saß Kristin, gefolgt von Axel, Marni, Papa, Lis und in der Mitte mir. Auf meiner anderen Seite saß Renate, neben dem Prinzgemahl der Ältesten; einem jungen Mann und Irdana. Ich nehme an, der junge Mann ist der zukünftige Prinzgemahl von Irdana. Hinter uns knieten junge Mädchen. Wohl die Dienerinnen, denn zwischen Lis und mir kniete Kitty. Mit lächelndem Gesicht. Zwischen mir und Renate kniete ein sehr hübsches Mädchen. Ihre Assistentin.
„Gebe ihr die Kamera.
Zeige ihr zur Sicherheit die Handgriffe“, flüsterte Renate. „Ich habe ihr schon gesagt, dass sie nicht erschrecken soll, wenn nach jedem Bild der Motor anläuft. “ Das Mädchen trat furchtlos vor den Tisch und blitzte. Die Älteste schaute fragend zu mir rüber. Ich zeigte auf mich und hob die Schulter. Sie verstand und nickte. Gelassen. Marni lächelte nur freundlich.
Es wurden delikate Säfte gereicht. Dazu kleine Vorspeisen. Lis kaute tapfer eine eingelegte Knoblauchzehe, die sie versehentlich erwischt hatte.
Ich nahm mir ebenfalls eine und bot auch Renate eine an. Versteckt bekam auch Kitty eine. Man kann nie wissen, was der Abend bringt. Nach einer guten Viertelstunde erhob sich Prinzessin Leila Radama und sprach zum Volk. Auf Persisch natürlich.
„Sie zitiert das Stammbuch. Jetzt weißt sie daraufhin, dass wir drei den entsprechenden Respekt verlangen … verlangen dürfen“, übersetzte Renate. Immer lauter werdendes Gemurmel. Als die Älteste sich setzte, stand das Volk auf und verbeugte sich tief und still vor unserem Tisch.
Lis, Renate und ich standen auf und verbeugten uns ebenfalls. Dann brandete Jubel auf. Ich spürte den Beutel in der Hand, den mir Kitty gab. Renate flüsterte mir persische Worte zu. „Sag sie. „Ich öffnete den Beutel. Griff hinein, sagte die Worte, die Renate gerade noch einmal wiederholte, dann warf ich die Münzen ins Volk. Erst beim dritten Griff sah ich, dass es Goldmünzen waren. Ich ließ drei vor mir fallen. Kitty zog sie weg.
Als die Münzen alle waren, verbeugte ich mich sehr tief. Der Jubel brandete noch einmal auf. Geschafft. Ich setzte mich. Ich gebe zu, sehr aufgewühlt von der Ehre. Lis und Renate drückten mir fest die Hand.
„Ich haben Münzen, geben Abend“, flüsterte Kitty. Als ich zu ihr herunterblickte, sah ich erst, dass Abdallah auch hinter mir stand. Voll bewaffnet und martialisch. Ein Funkeln in seinen schwarzen Augen, sah er zu mir herunter.
Ich konnte, mit einem Mal, keinerlei Hässlichkeit mehr an ihm erkennen. Er ist halt ein stattlicher Krieger und kein Adonis. Das Essen rollte an. Es war wie im letzten Jahr. Kitty unser treues Mädchen hatte für alles gesorgt. Als der fette Hammel serviert wurde, war plötzlich Ouzo in meinem Becher. Das Husten von Lis zeugte davon, dass sie ebenfalls bedacht wurde. Renate gab mir ihren Becher und wisperte: „Trink mir daraus zu. Ich will lieber mit euch, heute Abend, etwas trinken.
Ich bin es ja kaum noch gewohnt. Es verträgt sich auch schlecht mit meiner Arbeit. “ Ich trank ihr zu. Dann gab ich ihr in aller Öffentlichkeit einen zärtlichen Kuss. Das gab Beifall. Da durfte ich meine Frau nicht vergessen. Es gab großen Beifall.
Es kamen die Tänzer, die Artisten, die Clowns und die Feuerschlucker. Eine Gruppe sang für uns persischer Lieder.
„Es sind meine Leute“, sagte Renate.
Ihre Stimme wankte etwas. Wohl vor Rührung.
„Kann es sein, dass ich diesen Tag nur träume?“, fragte Lis. „Zwicken nützt nichts, ich habe es versucht. Es tut weh und danach ist alles immer noch so. Sollte es real sein, dann ist es wohl auch nicht angebracht, wenn ich dich um eine Ohrfeige bitte. “ Dann schlich sich ihre Hand in meine. Die zitterte etwas, wie ein junger Vogel.
Das Fest ging dem Ende zu.
Lis und ich bedankten uns bei der Ältesten und bei Marni. Der Dank wurde abgewiesen. Mit großem Gepränge wurden wir ins Hotel gebracht. Abdallah schritt voraus. Meine zwei Frauen einen halben Schritt hinter mir, dann kam Papa mit stolz geschwellter Brust. Kristin und Axel folgten, Trommler hinterher. Gut hundert Leute besahen sich das Spektakel in der Hotelhalle. Alle Bediensteten verbeugten sich tief. Der Hoteldirektor kam gerannt um seine Referenz zu erweisen, ebenfalls mit einer sehr tiefen Verbeugung.
Ich dachte an die Schule, Klausuren und an die Arbeit, sonst hätte ich mit Sicherheit feuchte Augen bekommen, das war natürlich keinesfalls angebracht. Bei Lis arbeiteten die Schläfen, ihr ging es wohl ähnlich. Oben, in der Suite, brauchten wir Männer erst einmal einen Cognac. Die Damen mochten einen Orangenlikör. Kitty flitzte.
Dann fiel es mir wieder ein: „Renate, bitte sag mir ein paar Mal auf Persisch vor: Ich danke für die Sorge um meine Nebenfrau.
Ich vertraue sie dir an. Hüte sie wie mich selbst. Nimm diesen Umschlag als Dank, dann lasst uns trinken. Ich ehre dich. “ Renata machte große Augen. Es dauerte fast zehn Minuten, bis ich den Text drauf hatte. Dann pochte ich gegen die Tür. Abdallah war sofort da. Ich sagte meinen Spruch auf, leicht stotternd. Renate half nach.
Abdallah war völlig erstarrt. Dann ging er zu Renate, nahm sie ganz vorsichtig in den Arm und strich ihr über den Kopf.
Seine Augen schweiften umher, dann ging er zu Lis. Auch sie verschwand in seinen riesigen Armen. Dann kam er zu mir. Er war größer, schwerer und sicher sehr viel stärker als alle Freunde, die ich habe. In den Arm nahm er mich jedoch fast so zärtlich wie Lis und Renate, dabei grunzte er vergnügt. Ich gab ihm den Umschlag mit 200 Dollar. Die absolute Sicherheit von Renate ist es mir Wert. Wir gingen zur Bar, Papa und Axel kamen mit.
Wir bekamen wieder ein kleines Glas, Abdallah der Riese, ein volles Wasserglas. Er trank einen großen Schluck, dann trat er zu Papa; er begann das, was er unter lautem Lachen verstand. Papa fiel ein, er wusste, was Abdallah wollte. Das Lachen schwoll zum Orkan. Kitty warf eine Tischdecke über die Gläser.
Buffet brauchten wir keines, Renate orderte Kleinigkeiten und leichte Nachspeisen. Der Abend war früh zu Ende. Papa war müde, Kristin hatte mit Axel eigene Pläne.
Ich saß mit Lis und Renate noch einen Augenblick im Wohnzimmer und ließ den Tag Revue passieren.
„Ich dusche jetzt“, sagte Lis. „Ich fühle mich verschwitzt. Dann gehen wir in die Wanne, danach ins Bett. Ich bin heute so aufgewühlt, ich möchte noch ein wenig reden, sonst nichts. „
„Reden finde ich gut. Ich würde zwar liebend gerne mit Paul schlafen. Es ist, glaube ich, aber für meine innere Ruhe besser, wenn ich es nicht tue“, erklärte Renate unerwartet.
„Ich habe es mir gedacht, liebe Renate. Ich verstehe dich. Es hat sich nichts zwischen uns geändert. Du musst jetzt sehr lange aushalten, da ist es wohl besser, enthaltsam zu sein“, tröstete sie Lis.
„Apropos aushalten. “ Ich formulierte ganz vorsichtig, mit einem warnenden Blick auf Lis. „Vor unserem Shooting in der Karibik, gibt es da einen Termin in Bangkok. Die Thais scheinen nett zu sein, darüber sollte man berichten.
Ich habe mit Marni ausgehandelt, dass du, meine Nebenfrau Renate, auf Kosten des Hauses, eine Woche Urlaub bekommst, um den geliebten Mann dort zu besuchen. Übrigens, nur Hans wird dort sein, wie damals in Japan. Sonst kommt keiner. „
Renate überfiel mich mit Küssen. Lis verstand nichts, hielt jedoch die Klappe. Sie kannte mich zu gut, um nicht ein Komplott zu ahnen – und so was liebt sie ganz besonders.
„Oh wie gerne würde ich meinen Liebsten in Bangkok treffen, dann habe ich seinen Trost sicher nötig und er auch.
Es bleibt dann ja immer noch mehr als ein halbes Jahr, bis ich in seinen Armen liege. „
Es klang arg schwülstig, als ob wir je so miteinander geredet hätten. Trotzdem schlug ich in die gleiche Kerbe: „Meine Frau Lis hat Verständnis für dich. Sie hat mir ihr volles Einverständnis signalisiert. “ Noch einmal sah ich Lis warnend an. Sie nickte gelassen. Sie hatte erkannt, dass meine Rede hauptsächlich wegen der Wand so seltsam ausfiel.
Wer immer horchte, was Vernünftiges erfuhr er nicht.
„Ich habe immer Verständnis …“ Lis betonte das letzte Wort leicht „… wenn es um Renate geht. Schon in unseren stillen vier Wänden zu Hause war sie mir lieb und wert. “ Ein kluger Satansbraten. Da hat Papa recht. „Oh mein lieber Gemahl. Renate und ich sind heute müde, wollen auch noch ein wenig Frauengerede führen, dass du so hasst. Wir gestatten dir, heute unserer treu sorgenden Kitty, im Gästezimmer, deine Aufwartung zu machen.
Wenn es hell ist, erwarten wir euch hier im Bett. Wir brauchen dann unsere morgendliche Massage. “ Sie grinste über alle vier Backen.
Renate klatschte in die Hände und Kitty kam augenblicklich. Ein paar persische Worte und die Glut in den Augen von Kitty konnte Städte niederbrennen, schien mir.
Die Kissen meiner Frauen wurden aufgeschüttelt, die Decke zurecht gezogen, dann zog sie mich mit sich. „Ich lieben Frau Lis, ich lieben Frau Renata, ich lieben dich.
Ich jetzt glücklich, fürchten du keine Zeit. Ich haben nur sechs Gäste in eine Jahr. Sehr alt. Sehr weich. Du können? Du wollen? Kitty sauber. Extra bei Doktor. „
Sie war so wild wie damals die Tigerin in Konstanz. Ich zähmte sie. Sie war so liebebedürftig wie Lis. Ich gab ihr die Liebe, die sie brauchte. Sie wollte Ruhe in ihrer Seele, ich beruhigte sie. Ich bot ihr meine Schulter, als sie ihren Frust ausweinte.
Am Morgen war sie stark wie 18 Löwinnen. Ich bat sie, ganz besonders auf das Wohl von Renate zu achten.
„Du nicht brauchen sagen. Renata sagen ich Freundin. Ich sagen Renata Freundin. Renata sein Frau von Paul. Kitty geben Leben“, sagte sie todernst. Das war es mir wert mit Kitty zu schmusen, wie ich es sonst nur mit meinen Frauen mache. Kitty muss man einfach mögen. Ich hatte Mühe, den Begriff Liebe da rauszuhalten.
*** Samstag. Kitty weckte mich um Fünf. Sie drückte mir die drei Goldmünzen in die Hand, danach zog sie mich ins große Schlafzimmer. Vorsichtig schlüpften wir ins Bett. Kitty neben Renate, ich zwischen Renate und Lis. Lis wachten natürlich auf. Kein Wort über die Nacht von Kitty und mir. Als auch noch Renate aufwachte, zeigte ich ihnen die Goldmünzen.
„Kitty hat sie gestern Abend für mich gerettet.
Es ist vielleicht ein kleiner Betrug am Volk. Für mich ist es eine unwiederbringliche Erinnerung, die ich mit meinen beiden Frauen, in Gedenken an einen der schönsten Tage in unserem Leben teilen möchte. Für dich, liebe Renate, habe ich versucht, die ganze Liebe von Lis und mir hinein zu beschwören. Mach einen Anhänger daraus und trage ihn. Lis und ich werden es genauso halten. Ich wünsche, dass es der Anker ist, der unser Schiff sicher hält und in eine glückliche Zukunft führt.
„
Erst gab es ein paar Tränen, dann gab es Küsse und viel Schmusen. Kitty gehörte irgendwie zu uns. Ich denke wir hatten ihr einiges zu verdanken. Sie war glücklich in unserer Mitte.
Dann begann der Tag der Pflichten. Kitty massierte erst Renate, sie musste ja auch zuerst gehen. Die Arbeit rief. Zärtliche Küsse für jeden, dann war sie weg. Für sehr, sehr lange Zeit. Wir werden sie am Abend vielleicht noch mal sehen, wenn sie im Dienst ist.
Danach begann die Behandlung von Lis und mir. Lis wurde wieder besonders liebevoll gepflegt und sie genoss es in vollen Zügen.
Kitty rückte noch mit einem Wunsch heraus: „Ich frech. Haben schöne Schwester, Gillian. Arbeiten in sehr gutes Haus als Nummer 1 . Sehen Foto du machen letzte Jahr von Kitty. Können machen Foto von Gillian? In kleine Zimmer? Wollen?“
„Ist sie schon da?“
„Sein da in zehn Minuten, wenn Paul wollen machen Foto.
„
„Dekoriere das Zimmer ein bisschen schön. Ich komme gleich nach dem Frühstück. Es wird mir Spaß machen. „
Papa, Kristin und Axel erschienen pünktlich zum Frühstück. Kristin sah ein wenig erschöpft aus, sie hatten wohl das Diplom von Axel gefeiert. Kitty erkannte es und rief irgendwo an, danach bediente uns Irma, Kristin verschwand mit Kitty. Axel sah mich fragend an. Ich zuckte die Schulter. Er beruhigte sich, als Kristin, endlich, als seine völlig neu aufpolierte Braut wiederkam.
Sein Bakschisch muss nicht klein gewesen sein, Kitty strahlte jedenfalls.
Ich entschuldigte uns für eine Viertelstunde. Ich müsse etwas erledigen. Dann gingen Lis und ich ins Mädchenzimmer. Eine hübsche Perserin erwartete uns. Sie hatte eine wahre Löwenmähne. Gillian zog sich gekonnt aus. Ihr kam es auf extra geile Aufnahmen an, zur Präsentation für ihre Kunden. Ich sagte, ich würde die Bilder versiegelt zu Renate schicken. Die Arbeit war getan – es hätte mehr sein können.
Wir bummelten ein wenig durch die Stadt. Kitty ging neben Papa vorne, Abdallah, Ehrfurcht gebietend und voll bewaffnet hinten. Ich kaufte ein paar Dinge für unsere Freunde in Deutschland, vor allem viel Silberschmuck, den es hier sehr schön und sehr preiswert gab. Lis und Kristin konnten sich der Verlockung einiger kleiner Kleiderläden nicht entziehen und gaben einen Teil des Geldes von Papa aus. Kitty handelte die Preise aus. Ich denke, sie sagte auch, wer wir sind, denn so ausgesucht höflich sind Kaufleute sonst nicht immer.
Lis und Kristin steckten ihr beim Abschied reichlich Bakschisch zu. Ich hatte ihr schon vor unserer Nacht einen Umschlag gegeben. Danach hätte es wie Bezahlung für Liebesdienste ausgesehen und so war es ja nicht.
Der Flug ging spät am Abend. Renate brachte uns zum Flughafen. Sie gab mir ein Päckchen von Marni und Kurierpost für Rama. Sie küsste uns mit Tränen in den Augen, wir bissen die Zähne zusammen und verabschiedeten uns von ihr.
„Ich werde aus Bangkok berichten“, flüsterte sie Lis ins Ohr.
In der Lounge von PanAm hatte es sich herumgesprochen, dass hohe Gäste kommen – so wurden wir auch behandelt. Kristin und Axel flogen eine halbe Stunde vor uns los, zum zweiten Etappenziel ihrer Weltreise: Bangkok. Papa verabschiedete sie mit aller Herzlichkeit. Wir standen dem nicht nach, wir wünschten ihnen alles Glück der Welt und gute Reise.
„Bis dann in Miami!“
Für uns ging es zurück ins kalte Deutschland. Der Flug war ruhig. Papa schlief. Mein kleines Teufelchen Lis, der Satansbraten, wollte, ich hatte es befürchtet, ein Quicky auf dem Klo. Da war offensichtlich Nachholbedarf in Neugierde. Ich gab der Stewardess einen Fünfziger, dafür bewachte sie die kleine Lounge, die es in der ersten Klasse einer 707 gibt. Lis fand die Location affengeil und sie war es auch.
Durfte sie, sie ist jetzt meine Frau.
Wir fuhren mit dem Zug nach Stuttgart. Papa hatte nur noch relativ wenig Geld dabei und keine Lust zum Autofahren und ich hatte ja noch keinen Führerschein. Es war fast Mittagszeit, als wir ankamen. Vom Bahnhof aus fuhren wir mit der Taxe. Lis erklärte, sie wolle zuerst mit zu Mom und Pop, sie sei aber zum Abendessen zu Hause.
Papa grinste.
„Du willst wohl deinen Triumph auskosten. Ich verstehe dich, lass uns aber nicht zulange warten. Ohne meine Töchter ist es sehr einsam. “ Er fuhr gleich weiter.
„Er hat Sehnsucht nach Mama. Er ist auch nur ein Mann“, wusste Lis. Daran hatte ich nun noch gar nie gedacht. Auch in diesem Alter gibt es offensichtlich noch Liebe.
*** Mom, Pop und Kim warteten schon auf uns.
Wir wurden herzlichst begrüßt, wie es bei uns nun mal so üblich ist. Kim stand ganz klein und unscheinbar im Hintergrund. Lis holte sie hervor und nahm sie in den Arm. „Was stehst du den hier so traurig rum? Ich freue mich ganz arg, dass ich dich wieder habe. Paul auch, da bin ich mir ganz sicher. “ Sie reichte sie an mich weiter. Ich gab Kim einen langen, dicken Kuss. Sie ging auf wie ein Hefekloß.
Sie hatte uns wohl auch etwas vermisst. Ihre dunklen Augen bekamen einen ganz seidigen Glanz. Mom sah es wohl, sie war offensichtlich auch glücklich, dass sich unser Verhältnis zu Kim nicht abgekühlt hat.
Kim servierte danach das Mittagessen. Sie hatte thailändisch gekocht. Diese Art der Gerichte kam jetzt immer öfters auf den Tisch. Früher mochte Pop Reis nicht so sehr, jetzt zog er ihn manchmal sogar Nudeln vor. Das hing aber wohl auch damit zusammen, dass mit Kim, völlig neue Reissorten ins Haus kamen.
Lis und ich erzählten. Pop wiederholte es zweimal: „Graf Paul Oktober Radama von Karaj, Gräfin Elisabeth Bronner Radama von Karaj. Mom unser Sohn und seine Lis sind im Hochadel, ein Graf, ein Fürst. „
Mom lächelte nur. Es war ihr nicht so wichtig, wie etwas ganz anderes. Endlich ließ sie es raus: „War er lieb zu dir, meine liebe Lis? Dein Mann, Paul. „
„Man sieht es also doch“, strahlte Lis.
„Mein Tag war tausendmal schöner als ich es mir je erträumte. “ Dann erzählte sie mit glänzenden Augen. Alles, ich meine wirklich alles. Pop wurde rot und ging Cognac holen. Mom machte keine Notizen, sondern hörte gebannt zu. Jetzt war sie Beatrix Mai, da bin ich sicher. Ihr Gedächtnis ist gut, wenn sie will. Als Pop die Gläser voll schenkte, huschte Lis zu Mom, die sie in den Arm nahm. Pop und ich hielten uns an den Cognac.
Kim ging in die Küche, aufräumen. Nach einer Weile ging Lis zu Pop.
„Wir lieben uns. So einfach ist das. Dich mag ich aber auch. „
Jetzt war Pop dran abgeschleckt zu werden.
„Paul, verdammt noch mal. Warum schleppst du dauernd solche Weiber ins Haus. Man kann nicht einmal mehr in Ruhe seinen Cognac trinken. Die eine schleckt einem ab und dieser kleine Floh, Kim, treibt mich zum Wahnsinn, weil sie dauernd meinen armen Hals und meine arme Schulter malträtiert.
Deine Renate war schon schlimm genug, denn sie fütterte mich fett. „
Warum Mom, Lis und ich lachten, musste ihm schon klar sein. Blöde ist er ja nicht. Kim hatte es aus der Küche mitgehört. Strafe muss sein, sie fiel lachend über seine Schulter her. „Die ist heute wieder völlig verspannt. Da helfen nur noch die ganz brutalen Griffe. „
Pop schnurrte und wir lachten noch mehr.
Der Alltag war im Hause Oktober eingekehrt.
Ich brachte Lis heim und machte Mama Bronners meine Aufwartung. Papa hatte ihr das Wichtigste schon erzählt. Sie nahm mich in den Arm und sagte etwas melancholisch „Sie hat ihr Ziel fast erreicht. Du wirst sie glücklich machen, das weiß ich. Sie ist ein scharfes Möhrchen und du bist der Mann, den sie braucht. Viel Glück in euerem weiteren Leben. Für meine Töchter, und uns auch, hätte es sehr viel schlimmer kommen können.
Ich mag meine Schwiegersöhne. „
Als sie mir einen Kuss auf den Mund gab, da grinste mein kleiner Satansbraten nur. Sie brachte mich zur Haustüre.
„Kim ist auch noch da. Ich habe ihr einen Tag in der Woche versprochen. Morgen beginnt unser normales Leben wieder. Ich gehe morgen nach der Schule zum Reiten. Live as usually. „
Beim Abendessen zeigte ich unsere Urkunde.
Mom wollte eine Kopie. Wegen der Syntax meinte sie. Weiß der Geier, was für eine Geschichte in ihrem Kopf herumspukt. Ich erzählte noch ein wenig, bevor ich nach Oben ging. Kim machte die Küche fertig, dann raschelte sie in meinem Wohnzimmer.
„Komm rein“, rief ich aus dem Schlafzimmer. „Lis hat mich extra daran erinnert, dich keinesfalls zu vergessen und Renate hat dich als Ersatz ausdrücklich akzeptiert. Sie meinte das nicht abfällig, sondern wortwörtlich.
Ich will dir auch noch etwas sagen, ich mag dich. Die Liebe von Lis, Renate und mir war impulsiv und ist sehr tief. Es tut sauweh, wenn man sich trennen muss. Wir wollten darum keinen mehr in diesen Bund einschließen. Lis hat mir nun gestanden, dass sie dich doch mag, es sei sogar ein wenig Liebe dabei. Ich stimme ihr zu. Rama hat mir vorhergesagt, du würdest meine dritte Nebenfrau. Lis hat es, nachdem … du weißt was ich meine, bestätigt.
Wenn es dir genügt zweite Wahl zu sein, so sei es. Wenn nicht, dann sei wenigstens unsere Freundin. Wir brauchen dich. Vor allem Mom. Ich aber auch, bei der Arbeit und auch ab und zu im Bett. „
Die kleine Kim klammerte sich an mich, Tränen tropften mir auf die Brust. „Entschuldige, dass ich weine, ich fühle mich so … Ach Paul. Ich will gerne auch euere Sklavin sein. Ich weiß, dass ihr das nie verlangt, ich würde es trotzdem sein wollen.
Die Liebe, die ich in diesem Hause spüre, gibt mir die Kraft Bäume auszureißen. Die armen Bäume. Ich liebe deinen Brummbär von Pop. Ich weiß er mag mich auch, ohne je nach mir zu tatschen. Ich liebe deine so neugierige und auch so pflegebedürftige Mom. Ich liebe deine zukünftige Frau Lis. Sie ist mir mehr als eine gute Freundin. Nicht zuletzt liebe ich dich. Mit einem ganz, ganz kleinen Anteil von dir bin ich zufrieden.
Lis hat ihn mir abgetreten, vorher. Sie wird ihr Wort halten. Es ist soviel mehr, als ich vom Leben zu erwarten hatte … oh Paul. Ich bin mehr als dankbar. Ich liebe euch alle wirklich von Herzen. Wenn es die kleinste Chance gibt, ich möchte für immer bei euch bleiben. „
„Oh Kim. Verdammt noch mal. Du hast dich in unsere Herzen geschlichen. Jetzt müssen und werden wir halt mit dir Leben.
Willkommen im Klub. „
Neuerdings waren die harten Nummern nicht mehr gefragt. Zärtlichkeit wurde gewünscht, Liebe war in und viel, viel Schmusen. Die Tigerin in Kim hatte schon lange Ausgang. Auch heute, nach einer Woche Entzug. Wie oft lagen wir drei später gemeinsam im Bett. Es gab dann nie Sex, aber immer viel Liebe, Küsse und schmusen. Viel reden über Gott und die Welt, aber nie gab es Streit. Wir hatten endlich wieder unsere abendliche Diskussionsrunde im Bett.
Lis und ich waren anfangs erstaunt, welche klugen Vorschläge von Kim kamen. Sie hat halt doch mehr Lebenserfahrung als wir, dazu kommt die Erfahrung eines ganz anderen Kulturkreises. Renate war in unseren Gedanken oft bei uns. Lis sagte einmal völlig unverblümt: „Ich schreibe ihr alles, zumindest solange, wie es ihr nicht wehtut. Sie muss ja wissen, was bei und mit uns los ist. Manchmal schicke ich auch Post ihrer Mutter mit.
Ich benutze dazu deinen Siegel. „
Ich liebe meine Weiber nicht zuletzt, weil sie sich untereinander so gut verstehen. Lis, sie ist die Seele und der Kopf meiner Familie, Kim neuerdings das Herz. Das gilt zumindest für mich.
Ende des Auszuges aus Band 2 — Fortsetzung folgt..
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