Der Pornograf II – 01
Veröffentlicht am 14.02.2025 in der Kategorie AllgemeinGeschätzte Lesezeit: 44 Minuten, 26 Sekunden
Auszüge aus Band 2 (Der Abiturient)
*** Vorwort ***
Personen: Paul und Lis haben inzwischen einen enormen Freundeskreis. Zur Übersicht seien nachfolgend die wichtigsten Personen genannt:
Familie Oktober: Paul, Schüler und Fotograf, die Hauptperson. Mom (Klara), seine Mutter, schreibt Frauenromane als Beatrix Mai. Mom hat kaputte Knie und ist auf den Rollstuhl angewiesen. Pop (Heinrich), Professor, sein Vater.
Familie Bronner: Elisabeth (Lis) Bronner, Pauls Verlobte.
Papa (Albert), Teppichhändler, ihr Vater. Mama (Elisabeth), ihre Mutter. Kristin, ist verlobt mit Axel König, sie ist die ältere Schwester von Lis.
Das Haus Radama: (Konstanz) Prinzessin Rama Schmitt Radama, die älteste der drei Radama Schwestern. Friedrich Schmitt, ihr Mann. Prinzessin Leila Schmitt Radama, ist ihre Tochter. Leila will Peter Hartmann heiraten. Er hat eine jüngere Schwester, Traudl. (Teheran, Persien) Prinzessin Leila Radama, gewählte Älteste und Regentin des Hauses (als Schah).
Prinzessin Marni Radama, Direktorin des Wirtschaftsunternehmen Radama. Kitty, Mitzi und Irma, sind VIP-Betreuerinnen des Hauses Radama. Abdallah, ist Schutzbeauftragter (Leibwächter). Renate Schäfer, Pauls erste Nebenfrau (mit Billigung von Lis), ist jetzt für ein Jahr in Teheran, als Assistentin von Marni. Sie ist mit Hans Meise intim befreundet.
Freunde von Paul: Mikel Down und Willi Wollweber, sind Pauls Geschäftspartner vom Verlag und der IGDuM. Willi hat Blondi geheiratet, eine von Mickis 18 wilden Mädchen (Mickimäuse).
Sie waren alle Models für Paul; wie die 18 spanischen Tänzerinnen um Terry, die er, an Renates Geburtstag, in Alicante kennen lernte. Auf der Reise nach Japan, im Auftrag des Verlags, lernte Paul Kikki Okura kennen, die als Reiseleiterin fungierte. Er reiste mit Lis und Renate als Assistentinnen. Kikki zählt heute zu ihren engsten Freunden. Auf dieser Reise lernte Renate auch Hans Meise kennen. Kim Wongsawa, Thailänderin. Urlaubsbekannte von Paul aus Konstanz, Freundin von Leila und Traudl.
Was bisher geschah: Die Eltern von Paul und Lis, sind mit den beiden Verlobten sehr zufrieden. Papa Bronner hat seiner Jüngsten sogar zugestanden, auch über Nacht bei ihrem Paul zu bleiben. Für alle war es inzwischen selbstverständlich, dass die beiden ihr Versprechen auch halten werden, nämlich in keinem Fall mit einander zu schlafen. Lis ging sogar soweit, dass sie den Eltern hoch und heilig versprach, wenn es denn dann mal soweit sei, nach ihrem neunzehnten Geburtstag, dann würde sie es ankündigen, wenn es geschehen würde.
Nach wie vor sind Paul und Lis in der Schule die Besten ihrer Klasse, und – das hat sich einfach so ergeben, Paul ist schon einen erheblichen Schritt in seinem zukünftigen Beruf vorwärts gekommen. Der Verlag, vor allem Mikel Down, kann nicht genug Bilder von Paul bekommen. Es stellt sich heraus, auch Pauls Mutter, als Beatrix Mai, brachte dem Verlag unerwartete Verkaufszahlen. Die ganze Familie kann es manchmal noch nicht so recht fassen, dass, wegen ein paar schlechter Pornobildchen (die Paul von Martin, einem Freund, zugespielt wurden), er plötzlich in diese Art der Fotografie rutschte.
Er wollte eigentlich nur zeigen, dass man das besser machen kann. Er machte es so viel besser, dass er jetzt halt, wie Renate feststellte, ein Pornograf ist. Es macht ihm sogar sehr viel Spaß.
Die Familie lässt ihn gewähren, denn einerseits ist er wirklich gut, andererseits bedeutet das noch lange nicht, dass er da womöglich selbst, in ein schmieriges Milieu abgerutscht ist. Eher im Gegenteil. Er beschäftigt sich mit der Aufgabe und sieht da durchaus Möglichkeiten, so manchem Kunden sogar zu helfen.
Noch ist die Schule, bei den täglichen Pflichten, aber ganz vorne dran. Nun sind aber erst einmal Sommerferien. Darüber hinaus wartet Traudl auf ihn: Es war vereinbart, dass sie seine dies jährige Ferienfreundin ist – danach will sie sich um ihren neuen Freund kümmern, der noch an der langen Leine läuft.
*** Ende Vorwort ***
*** Traudl, Kim und die große Idee ***
Traudl holte mich um Halbzwei am Bahnhof ab.
Sie wirkte etwas schüchtern. Als ich sie jedoch vor all den Leuten küsste, taute sie schnell auf. Sie sah jetzt wie eine hübsche junge Frau aus. Das Mädchenhafte war weg, ihre blonden Haare trug sie kürzer und leicht gewellt. Sie sah damit eher wie Neunzehn als wie Achtzehn aus, was sie ja erst war. Sie ist neun Monate jünger als Lis. Auf der Fahrt, im Bus nach Wollmatingen, erfuhr ich, dass Vater und Mutter in Friedrichshafen waren.
Ein Unfall in der Gärtnerei der Freundin brauchte ihre Hilfe. Sie und Peter sind drei Wochen alleine im Haus.
Ich bekam einen kleinen Imbiss. Tante Rösle und Onkel Franz, bei denen ich wohnen werde, kommen erst um Vier von der Arbeit.
Ich musste immer wieder Traudl ansehen, obwohl ich nicht so sehr auf Blond stehe. Hübsch, verdammt hübsch. Traudl merkte es natürlich. „Ich habe ein bisschen Angst, jetzt wo du da bist.
Ob du mich noch magst? Darf ich noch deine Urlaubsfreundin sein, wie du es mir versprochen hast? Ein bisschen habe ich auch Angst vor … du wirst mir nichts tun, das weiß ich, aber du hilfst mir, gell?“
„Ich fürchte, es wird mir mehr Vergnügen machen, als es dürfte. Wegen Lis. Natürlich bleibt es aber bei unserer Abmachung. Weil du so wunderschön bist, hätte ich aber gerne nochmals ein Bild von dir gemacht.
Ginge das? Gleich hier im Garten?“, bat ich.
Traudl lachte. „Peter sagte schon, ich hätte einen ordentlichen Schuss getan. Meine neue Frisur sieht wohl auch gut aus. Bitte mache eines für meinen Freund mit. „
Ich zog die kleine Kamera aus der Tasche und sie posierte. Dann zog sie die Bluse und später die kurzen Jeans auch noch aus. Ihr Busen ist umwerfend. Ich fotografierte.
Onkel Franz und Tante Rösle freuten sich, dass ich da war.
Ich konnte wieder im Gartenhaus nächtigen, wenn ich nicht etwas anders vorhätte. „Wie ich dich kenne, bist du ja doch kaum da. Hier ist der Schlüssel. Und benimm dich mit Traudl. Deine Mom sagt, man könne dir vertrauen. Martha tut es auch. Also!“, bat mich Tante Rösle.
Traudl wurde rot und sah aus Verlegenheit zu Boden. Ich erzählte das Neueste aus Stuttgart, dann zog es mich unwiderstehlich zu Rama.
Peter war bei seiner Leila, wo sonst.
Es war die übliche, überschwängliche Begrüßung. Rama machte gleich Nägel mit Köpfen:
„Solange Mama Hartmann nicht da, Peter und Traudl essen hier. Du auch essen hier. Auch Frühstück. Dann gehen Baden. Haben gehört, Kim haben auch Urlaub. Kim essen am Abend. Geben Mittagessen mit. Wenn Regen, dann hier. „
„Du bist ein Schatz. Jetzt lass mich aber erst einmal Grüße von Lis und Papa Bronner ausrichten“, unterbrach ich ihren Redeschwall.
„Oh fast vergessen, Grüßen von Nebenfrau Renate. Sie gesund und fühlen wohl. Marni sagen an Telefon, große Brief von Renate für dich kommen. Ich hören du besuchen Haus Radama in Herbstferien mit Lis. Warum nicht bringen hierher? Leila und Traudl mögen Lis. „
„Sie will jetzt gerne ganz alleine sein. Wir waren ja gerade eine Woche, ohne Eltern, zusammen auf Mallorca. Es war wunderschön und Lis ist sehr glücklich.
Jetzt schläft sie in meiner Wohnung. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, Pläne zu machen, wie es dort auszusehen hat, wenn wir heiraten. Ihr war es viel früher klar als mir, dass es dann ja auch ihr Lebensmittelpunkt ist. Sie meinte auch, sie wolle Traudl ihre Zeit nicht verderben. Dann geht es ja auch bald nach Persien, wo sie mich wieder bei sich hat. Wegen Teheran muss ich dich aber privat noch etwas frage.
Alleine, du verstehst?“
„Oh, besser machen gleich, vielleicht sonst vergessen. Wir gehen in Wohnzimmer“, sagte sie, offensichtlich neugierig.
Wir gingen. Ich erzählte ihr, was zwischen Lis und mir geplant war. Von Hans sagte ich natürlich nichts, nur, dass Renate einen Tag beanspruchte. Das war für Rama selbstverständlich. Ich bat sie, mir zu helfen, dass es für Lis der Tag wird, von dem sie immer träumte.
Rama lobte mich, weil wir unser Versprechen hielten.
Sie hatte viele Rat- und Vorschläge. Sie ist wirklich aus einer anderen Welt, Lis wird entzückt sein. Mein Verhältnis zu Traudl kannte sie, das hat diese ja lange genug rum erzählt. Bei Leila hatte ich Wort gehalten, sie gönnte nun Traudl das Vergnügen. Dass ihr nichts geschieht, da war sie sich sicher. Dann fragte sie mich ungeniert, was ich mit Kim vorhätte. „Deine Frauen sagen ja. Kim sagen ja. Du wollen Kim als Nebenfrau? Jetzt, wo du Renate gegeben an Haus Radama?“
„Nein.
Kim braucht ein wenig Liebe. Das ist begrenzt auf den Urlaub. Danach ist es vorbei, Konstanz ist halt auch weit weg von Stuttgart. Lis hat mich aber extra an Kim erinnert. Sie fürchtet, sonst würde ich in Teheran nichts mehr taugen beim …“
Rama lachte laut auf. „Nicht vergessen das. Ich bin sicher. „
Vati Friedrich kam. Er zerdrückte mich, den Sohn, fast, während seine Frauen das Essen fertig machten.
Traudl saß fröhlich an meiner Seite. Es wurde bis 18 erzählt. Als wir nach Hause gingen, sagte Peter unvermittelt: „Komm heute Nacht einfach mit. Du wirst Traudl nicht fressen, das weiß ich. Sie soll ihren Freund aber auch nicht ewig hängen lassen. Sie hat mir gesagt, dass du ihr so hilfreich sein willst, wie Leila und mir. Sie ist meine Schwester, ich mag sie. In diesem Fall kann ich ihr zwar Ratschläge geben, verbal, in der Praxis aber nicht.
Das wäre auch sehr ungehörig, denke ich mal. Wir haben lange gerätselt, wie wir alles organisieren können. Traudl, Kim und ich kamen zu einer Lösung, als sich rausstellte, dass die Eltern weg sind: Die nächsten beiden Nächte kommt Kim nur zum Abendessen zu Rama, tagsüber natürlich zum Baden. Sie hat sich Urlaub genommen. Du wirst dich zuerst um Traudl kümmern, dann tritt sie etwas in den Hintergrund. Du kannst dann mit Kim im Gästezimmer schlafen.
Tagsüber gehörst du Traudl. Die bringt das Gästezimmer auch wieder in Ordnung. Natürlich kannst du dich auch um Kim kümmern, sie ist ja nicht nur zum … na, ja, dazu da. Ich fürchte, auch Leila wird ihren Bruder nicht so ganz in Ruhe lassen. Sie träumt davon, dass es vielleicht etwas Neues gäbe, was sie unbedingt mit mir ausprobieren muss. „
„Ich weiß nicht, was für Spiele ihr treibt. Harmlose wohl längst nicht mehr.
“ Dann erzählte ich ihm von unseren neuesten Spielen, die wir aus dem Buch von Kikki gelernt hatten. Lis gab mir sogar entsprechende Fotokopien für Leila mit.
„Das wird Leila mögen. Sie nimmt schon die Pille, damit die Brust wächst und Verschüttetes nicht eine wahre Jungfrau schändet, denn das wäre wohl ausgesprochen blöde. Ich würde es Lis auch raten, vor allem wenn das Gerücht stimmt, dass von der Pille die Brust wächst.
Leila machten da mal so eine Andeutung …
Traudl hörte sich unsere Unterhaltung seelenruhig, auf dem Weg nach Hause, mit an. Angekommen, zog sie mich gleich in ihr Zimmer.
„Bitte sei lieb zu mit und zärtlich. Ich habe etwas Angst aber ich bin auch neugierig. Lass uns mit Küssen beginnen. Bitte, Paul. „
„Ich tue, was du möchtest. Aber ziehe dich erst mal aus, ich möchte dich zuerst bewundern.
Ausziehen ist doch sicher kein Problem für dich, als gestandene Naturistin. „
„Nein. Natürlich nicht. Nur die Angst. „
Sie zog sich aus. Ich auch. Sie zog mich ins Bett. Die Nachttischlampe brannte, die Läden waren zu. Dafür lief im Hintergrund ein Ventilator. Ich küsste sie. Da hat sie schon etwas gelernt. Kein vorsichtiges Tasten mit der Zunge mehr. Ganz langsam küsste ich danach ihren Körper. Die Ohren, den Hals, den Nacken.
Dann kam ihre schöne Brust. Das mochte sie sehr, ihre Nippel wurden schnell steif. Dann ging ich tiefer. Der Bauchnabel. Sie wurde etwas starr, als ich tiefer rutschte. Ich kniete mich vor das Bett, Klein Paul wollte ich ihr nicht vor Nase halten, noch nicht, er war fast munter. Kein Wunder. Dann küsste ich ihre Zehen. Langsam wanderte ich nach oben. Es war soweit. Ich drückte ihre Beine etwas auseinander und dann … zweimal kniff sie die Schenkel zusammen.
Dann ließ sie mich machen. Ganz vorsichtig berührte ich sie. Sie zuckte. Ich kam wieder hoch und küsste sie zärtlich auf den Mund.
„Es gefällt mir, was ich sah. Deinem Freund wird es auch gefallen. Sonst jage ihn davon. Jetzt sag mir, vor was hast du eigentlich Angst? Warum?“
„Bis jetzt eigentlich vor nichts. Die Berührung da unten und, dass du so aus der Nähe geschaut hast.
Leila sagt, das sei einfach die erste Scheu. Hunderte haben bei den Naturisten meine Muschi gesehen. So nah und so … und so … offen? So hat sie noch keiner gesehen. Nicht mal ich selbst. Leila hat mir gezeigt, wie man damit spielt und recht schöne Gefühle dabei hat. Sie sagt, mit einem Mann sei es viel besser. Es gäbe da auch etwas, was Orgasmus heißt. Sie hat es beschrieben aber dann gesagt, das müsse man erleben.
Bringst du das hin? Bitte Paul. Es ist mir wirklich sehr wichtig. „
„Wenn du dazu fähig bist, dann bekomme ich es auch hin. Mach die Lampe aus, wir machen es im Dunkeln, dann brauchst du nicht rot zu werden. Ich werde bei mir da unten wohl hart werden. Das kennst du sicher von Peter. Ich halte ihn so weit wie möglich fern. Kümmere dich nicht um ihn. Das kommt in der zweiten Lektion.
Entspanne dich. Wenn ich aufhören soll, sage es. „
Ich machte all die Spielchen mit ihr, die Lis auch so gerne mag, und, die eine Jungfrau nicht schändet. Ich kannte mich längst gut aus, mit dem, was sein durfte. Endlich war es soweit, sie kam und das mit Macht. Sie schrie vor Schreck und Lust laut auf.
An der Türe klopfte es. „Alles klar Traudl?“ Es war Peter.
„Es himmlisch und ich brauche dich nicht. Ich brauche jetzt nur Paul“, rief sie ihrem Bruder zu.
Sie brauchte mich wirklich. Es war schon lange nach Mitternacht. Traudl wusste jetzt, was ein Orgasmus ist und wie sie selbst nachhelfen kann. Ich hatte sie durch Himmel und Hölle gejagt. Dann versuchte sie es selbst, bis ein wohliger Schauer sie schüttelte. „Ich kann es“, stöhnte sie. Danach schliefen wir ein, Traudl ganz eng an mich gekuschelt.
Es erinnerte mich sehr an das traute Zusammensein mit Lis.
Rama sah beim Frühstück sofort, was los war. Sie lächelte und strich Traudl über die Haare. Nach dem Frühstück ging Leila erst einmal mit ihr aufs Zimmer. Sie kamen bald wieder und Leila gab mir einen dicken Kuss, bevor Traudl wieder eine Chance dazu hatte, sich an mich zu hängen. Leila nickte zu Peter, der grinste sie an.
„Sie brauchte mich nicht.
Sie hat mich sogar verjagt. Jetzt hat sie’s davon. Sie ist auf dem Weg erwachsen zu werden. „
Traudl wurde rot. Rama nahm sie in den Arm. „Sind Freunde. Reden dumm. Ist aber nur Liebe zu Traudl. Dir gut gehen, ich sehen. Du mögen? Du haben Freund und jetzt wissen. Paul werden sagen, was nicht tun. Aber du wissen auch so. „
Kim war schon an der Kreuzung, als wir kamen.
Ganz selbstverständlich küsste sie erst mich, dann die Anderen. Mit Traudl flüsterte sie, dann bekam ich noch einen Kuss und „danke wegen Traudl“ ins Ohr geflüstert. Ihr Wohlergehen lag wohl allen am Herzen.
Es war wie letztes Jahr. Wir waren alle wieder Kinder, die ihren Spaß am Leben haben. Leila hatte Peter den Gepäckträger voll mit leckerem Essen gehängt. Unsere wilden Wasserspiele kosteten eine Menge Kalorien. Wenn wir ruhten, lag Kim an einer, Traudl auf der anderen Seite von mir, Leila und Peter etwas abseits.
Nicht zu weit weg, noch in Hörweite.
„Ich will nur bei euch sein. Ich schau euch nicht zu, wenn ihr schmusen wollt. Ich gehe auch, wenn ich störe“, sagte Kim.
„Bleib. Schlimme Dinge machen wir sowieso nicht, wenn überhaupt“, kicherte Traudl. Ich spielte ein wenig mit ihren netten Brustwarzen, die sich prompt aufrichteten. Zwischendurch küssten wir uns. Auch Kim bekam ein paar Küsse ab.
So gegen Vier bat Kim, Traudl.
„Kann ich mir Paul wohl mal eine Viertelstunde oder so leihen? Du, Traudl, hast ihn dann ja noch die ganze Nacht. „
„Hättest du es früher gesagt, hättest du ihn früher gehabt. „
Mich fragte keiner – ich ahnte aber, dass ein Quicky bevorstand. Kim schwamm mit mir Richtung Staat. Fast am Ende des Schilffeldes zog sie mich an Land. Da war ein schmaler Pfad, ganz neu angelegt.
Nur wenige Meter landein, war das hohe Schilf zu einer Art Sonnendach zusammengebunden. Darunter war sorgfältig Gras und Sand aufgeschüttet, kein einziges scharfes Schilfblatt lag da. Kim nahm eine große Dose von der Seite und zog eine Decke daraus hervor, die breitete sie ebenfalls sorgfältig aus. Dann zog sie noch einen breiten Stoffstreifen hervor.
„Ich warte seit dem letzten Jahr darauf. Glaube mir, es hat sich nie ergeben, dass ich … Paul.
Bitte. Ich binde mir jetzt das Tuch um den Mund, dass man es nicht hört wenn ich schreie. Dann vergewaltige mich, schände mich, tu mir weh. Sei ganz brutal, ich muss dich, den Mann, in mir spüren. Morgen bin ich wieder die zarte, liebebedürftige kleine Thai. Heute bin ich ein gieriges Tigerweib. Wir haben noch zehn Minuten. Fang an. Friss mich!“
Sie wollte erdrückt werden. Ich gab mir Mühe, dass es mir selbst wehtat.
Kim stöhnte unter ihrem Tuch. Ich ließ nicht ab. Sie war scharf, zehn Minuten lang eine einzige Gänsehaut. Sie blutete ein wenig, beachtete es jedoch kaum, als wir fertig waren. Ich hatte mich voll auf sie konzentriert. So brutal macht es mir zwar keinen Spaß, für Kim war es aber wohl lebensnotwendig. Sie genoss jede Faser von mir. Mir tat es, ehrlich gesagt, auch gut. Die Nacht gestern, mit Traudl, die für mich selbst ja unbefriedigt blieb, steckte mir doch ein wenig in den Knochen.
Und Traudl hatte mich ganz schön angetörnt.
„Danke Paul. Morgen werde ich dir die liebende Frau sein. Vergess bitte, was für ein Tier in uns Asiaten steckt. Lass mich noch einen Augenblick hier. Geh du zu Traudl. Diese Unterbrechung war nicht vereinbart, ich schäme mich deswegen und werde mich bei ihr entschuldigen. “ Ich schwamm zurück.
Traudl empfing mich mit einem Kuss. „Kim konnte wohl nicht anders, Leila hat mich gewarnt.
Sie hatte wohl sehr lange keinen Mann. Ich meine Kim. Die Viertelstunde war ihr mehr als gegönnt. „
Leila und Peter waren irgendwo tiefer im Schilf. Ich kümmerte mich um Traudl. Ein paar Küsse auf die richtigen Stellen – und sie war glücklich. Kim blieb fast bis Fünf weg. Dann kam sie, lärmend, um sich anzukündigen. Ihr Gang war zwar etwas seltsam, sie versuchte es zu vertuschen, indem sie rumalberte.
Dann flüsterte sie mit Traudl. Ein Lächeln glitt über ihr Gesicht, als Traudl sagte: „Warum denn böse? Ich habe Paul lange genug gehabt und habe ihn noch die ganze Nacht. Obwohl ich fürchte, irgendwann müssen wir auch mal schlafen“, gähnte sie demonstrativ.
*** Abends saßen wir bei Rama. Wir aßen, wir machten Spiele, die Männer tranken Ouzo. Es war als sei das Jahr dazwischen nicht gewesen.
Die Partner hatten zwar gewechselt, Traudl mochte ich wie Leila, und Kim war mir viel lieber als Hellen. Das mag gemein klingen aber ist einfach so. Sie regte wohl auch meinen Beschützerinstinkt, so eine Hand voll liebenswerter Mensch, wie sie ist. Ich fragte doch nach Hellen und erfuhr von Peter, dass sie verheiratet sei, mit dem Jungen vom Sommerfest, dazu erblondet und noch etwas fülliger. „Sie kommen aber wohl gut zurecht. Ich habe Gerüchte gehört, dass Nachwuchs unterwegs ist.
Gewollter Nachwuchs, wie man sagt. „
„Wenn ihr sie seht, sagt Grüße. Ich wünsche ihnen alles Gute. „
Traudl war schwupp im Bett. Ängstlich? Gehemmt? Fehlanzeige. Frech wie im letzten Jahr. Ich machte den Spucketrick mit ihr. Sie jaulte auf vor Vergnügen. Peter meldete sich nicht. „Und wie geht es nun weiter? Da fehlt doch noch etwas Wichtiges außer …“ Traudl machte jetzt einen etwas hektischen Eindruck.
„Gut, jetzt kommt halt die zweite Lektion.
Die Erste, hast du ja flott begriffen. Beim nächsten Thema bin also ich dran. Gesehen hast du sicher schon viele Lümmel, steif sicher nicht so viele. „
„Mal bei Peter. Zufällig und nur kurz. Er hat mich weggejagt. „
„Ich werde dir jetzt zeigen, was man mit ihm machen kann. Wenn du willst, kannst du es auch selber versuchen. „
Traudl wollte. Sie hatte es schnell raus und quietschte vor Freude, als sich da etwas tat.
Dann besprachen wir die Sache. Nun blieb noch ein schwerer Schritt. Traudl war furchtlos und nahm ihn in den Mund. Ich sagte, ich würde warnen, wenn es so weit ist. Sie hätte Zeit genug ihn frei zu lassen oder …
„Was machen Lis und Renate?“
„Die schlucken und mögen es“, verriet ich ihr.
Traudl schluckte auch. Ich glaube, das erste Mal war es einfach Zufall.
Während sie lutsche, tat ich dasselbe bei ihr. Wir kamen gleichzeitig, ohne darauf hinzuarbeiten. Sie schluckte, um das schöne Gefühl nicht zu verpassen. Danach war es einfach. Ich zeigte ihr noch ein paar erogene Zonen, dann wollte sie wieder geschmust werden. Später hatte sie noch Fragen, die ich ihr beantworten konnte. Den Grundkurs hat sie mit sehr gut bestanden. Sie schlief mit Klein Paul in der Hand ein. Der war ganz friedlich. Es gab heute keinen Grund mehr für ihn, sich aufzuregen.
Habe ich mit Traudl alles richtig gemacht?, fragte ich mich. Mir fiel Toni, Dorle, Leila und natürlich auch Lis ein. Im Van der Velde hatte ich gelesen, dass junge Frauen meist von der Mutter aufgeklärt werden, nur selten von der Freundin. Traudl wusste offensichtlich auch Bescheid – in der Theorie. Mir kam die Idee, dass Theorie halt wirklich Grau ist. Da alle Frauen die ich kenne, sehr neugierig sind, war es also kein Wunder, dass sie ebenfalls mehr wissen wollte.
Diese neue Erkenntnis muss ich unbedingt berücksichtigen, wenn ich sehr junge Mädchen vor der Kamera haben. Ich konnte mir gut vorstellen, dass solche Models weiter gehen könnten, als vielleicht gut für sie ist – vor allem, wenn sie mit dem Fotografen alleine sind.
Mein schlechtes Gewissen, meiner jungen Freundin gegenüber, verflüchtigte sich. Wir hatten beide etwas gelernt. Traudl für ihren Umgang mit dem neuen Freund und ich im Umgang mit jungen Models, die womöglich noch Jungfrau sind – sie könnten so tun, als seien sie wissend – dabei sind sie nur unerfahren aber neugierig.
*** Das Sommerfest bei den Naturisten war schon am letzten Samstag. Trotzdem gingen wir am nächsten Tag hin. Ich wurde von Vielen aus dem Vorjahr erkannt und freundlich begrüßt. Die meisten bedauerten, dass ich eine Woche zu spät kam. Viele wollten Fotos, auch sehr freche Fotos. Ich konnte es verstehen, als ich die Bilder des offiziellen Fotografen am schwarzen Brett sah. Traudl hat da wohl auch ein paar Fiestas herumgezeigt.
Hellen und ihr Mann war auch da. Wir begrüßten uns freundlich. Ich durfte sogar ein paar Bilder von ihr machen, auf der Wiese. Sie war noch fülliger geworden. Wir zogen jedoch schon früh wieder ab, zu unserem privaten Badeplatz. Er war uns irgendwie lieber geworden, jetzt, wo wir alle Lust auf Schmusen hatten.
Nach dem üblichen fröhlichen Abend bei Rama, kam Kim mit. Einfach so. Sie bekam das Gästezimmer.
Natürlich wollte ich auch ein paar Bilder von ihr, für meine private Sammlung. Sie war voll bei der Sache, dann schmusten wir. Bisher kannte ich sie nur brutal, oder vor einem Jahr bei dem Quicky. Wie ein erster Eindruck täuschen kann. Sie ist die Liebe in Person. Sie gab sich völlig hin, ohne das geringste zu fordern. Nach einer Stunde geruhsamen Zusammenseins, genoss sie noch jede Sekunde. Sie kam freudig und in kurzen Abständen, sie machte jeden Stellungswechsel mit, bremste aber sofort, wenn ich Tempo machen wollte.
Inzwischen stöhnte sie, kaum hörbar, ihre Augen waren in sich gekehrt. Sie saß gerade auf mir, da flackerten ihre Augen plötzlich wie wild. Sie keuchte:
„Paul, bitte komm. Es ist so schön und ich am Ende, komm. “ Nach kaum einer Minute war es soweit. Sie gab einen halblauten Schrei von sich und fiel vornüber. Nach ein paar Minuten, rollte sie von mir runter. Sie verzog ihr Gesicht, als ob sie weinen wolle, hatte sich jedoch sofort wieder im Griff, schloss aber ihre schönen schwarzen Augen.
Sie hatte wohl ein größeres Problem.
„Lass dich gehen. Lass es raus, sonst frisst es dich“, bat ich sie. Da war es auch schon. Kein Ton, aber eine dicke Kullerträne fiel auf meine Brust. Kim zitterte. Ich glaube, es war ein Schwächeanfall. Ich Esel hatte vergessen, dass sie es nicht mehr gewohnt war. Sie schlief in meinen Armen ein, war aber vor der Amsel wach.
„Paul, kann ich mit dir reden?“
„Es tut mir ja so Leid, Kim.
Nach der Tigerin habe ich einfach nicht nachgedacht, sondern dich behandelt, wie du dich gabst. „
„Mein faules Nichts von Körper hat versagt, ich bin einfach zu unerfahren. Sage nichts. Ich bin eine Thai und will auch eine Thai bleiben. Wir sind die Freien und haben unseren freien Willen. “ Tränen glitzerten wieder. „Wir gehen nicht in Knechtschaft, ohne es zu wollen. Nimm mich, aber nimm mir nicht meine Ehre!“, wurde mir, ganz leise, erklärt.
Dabei kuschelte sie ganz eng an mich. Wie soll man damit nur umgehen. Ich küsste sie erst einmal ganz zärtlich und sagte nichts. Sie schnurrte wie eine sehr zufriedene Katze. Dann fiel mir ein, Tiger sind auch Katzen. Wir schliefen ein.
*** Schönes Wetter. Kim muss in die Stadt und kommt nach. Der Morgen gehörte also Traudl. Sie wollte schmusen – warum nicht? Kim kam zum Mittagessen.
„Entschuldigt Leute.
Ich hatte mich etwas verlegen, meine Schwester musste das erst rausmassieren. Du kennst das ja, Leila. Kannst du vielleicht später auch noch mal mein Rücken massieren, wie ich es dir gelernt habe?“
„Natürlich kann und werde ich. Komm einfach, wenn du mich brauchst. Peter ist offenbar zufrieden. Er hat zumindest keine besonderen Wünsche angemeldet. „
Kein Wort, über die mögliche Ursache. Auch Peter streckte sich nur gähnend und sah in den Himmel.
Kim setzte sich neben Traudl und flüsterte. Ich konnte hören, wie sie sagte:
„Wenn du willst, kannst du Paul heute Abend haben. Wenn er erst Mitternacht zu mir kommt oder um Eins, dann ist meine Verspannung sicher vorbei. Bei mir brennt nichts mehr an, ich denke, du weißt jetzt, was ich meine. „
„Ihr seid die Richtigen, hinter meinem Rücken um mich schachern. Kommt ihr ins Bett, das hat schlimme Folgen“, schimpfte ich.
Sie lachten nur. Diese Weiber …
Traudl genoss auf jeden Fall die ihr geschenkte Zeit. Ihre Erfahrung wuchs. Irgendwann flüsterte sie: „Es war richtig zu warten, bis du es mir zeigst. Ich hätte ja so vieles falsch gemacht, mein Freund sicher auch. Wenn ich denk, mit welchem Halbwissen ich mir Sorgen machte und was ein Huhn ich war. Ich wusste zwar fast alles – in der Theorie (also lag ich richtig mit meiner Vermutung).
Aber die ist nicht nur grau, sondern auch nebelhaft. “ Dann kicherte sie: „Ein Schwanz in der Hand, ist halt doch besser als die Muschi auf dem Dach. “ Sie stutzte. „Das hätte ich jetzt wohl lieber nicht sagen sollen. „
Ich musste so richtig herzhaft und sehr laut lachen. Kurz nach Mitternacht. Peter kam verschlafen ins Zimmer gestürmt. Als er sah, dass wir nur lachten, murrte er, getreu dieser Fabel.
„Wer zu oft ruft, dem glaubt keiner mehr. “ Ich glaube er war nur sauer, weil seine Nachtruhe gestört wurde. Traudl lachte noch lauter.
Ich ging zu Kim. Sie wollte wissen, was los sei. Ich zitierte Traudl. Kim drückte ihr Gesicht tief in die Kissen, damit niemand hörte, dass auch sie mitten in der Nacht laut lachte. Sie konnte sich eine ganze Weile nicht beruhigen. Später schmusten wir.
Dann flüsterte sie mir ins Ohr: „Lieber Paul.
Ich bin wieder fit. Ich werde dir sagen, wenn ich Schwäche fühle, du musst nicht, aber … kein wilder Ritt, eine genüssliche geruhsame Orgie? Renate hat mir damals ein paar eurer Bettgeheimnisse verraten. Ich kenne deine Situation, lass mich deine Renate sein. “ Er war eine geruhsame Orgie. Kim hat mich geschafft, sie blieb putzmunter. Ich hörte die Amsel, als Kim sagte, sie erlebe das Ganze noch einmal in einem Tagtraum und ich hätte leise geschnarcht.
Was mich wirklich störte, war, dass Rama beim Frühstück lächelte. Was hat sie gesagt? Wollen zweite Nebenfrau? Es ging mir nicht mehr aus dem Kopf. War da mit Kim doch mehr als nur Mögen?
Traudl hatte wohl nicht so ganz mitbekommen, was mit mir los war, dass ich geschafft war. Das Wasser tat mir gut. Kim massierte mich nach dem Baden. Unglaublich, sie lief sogar auf meinem Rücken rum.
Sie rubbelte meine Muskeln nicht, sie presste sie fest zusammen. Es war himmlisch. Ich stöhnte ungewollt, als ob ich einen Orgasmus hätte. Es war aber nur die wahre und pure Freude.
Am Abend, bevor wir ins Bett gingen, hatte Kim eine Idee. „Leila hat es mir verraten und ich gebe ihr recht, Traudl braucht noch eine abschließende Lektion. Sie muss wissen und sehen, wie es geht. Leila ist immer noch voll von diesen Eindrücken.
Ich mag Traudl, wenn sie es will und du es möchtest, ich bin bereit mitzuwirken. „
Sie nahm ihr Taschentuch und präparierte es, ich holte Traudl. „Wir werden dir jetzt vorführen, wie dein erstes Mal sein sollte. Pass genau auf. Erst die eigentliche Entjungferung. „
Wir zogen das Programm durch. Traudl erlebte das Drama und die Befreiung in jeder Phase mit. Ich glaube sie kam sogar selbst, als ihr Kim einen Orgasmus vorspielte.
Eine Gänsehaut sah ich auf jeden Fall. Das mit dem Blut auf dem Taschentuch beeindruckte sie gewaltig. Angst hatte sie aber nicht davor. Als wir ihr danach ganz ruhig viele Stellungen vorführten, merkte sie sich wohl jedes Detail. Sie spielte an sich, während wir bumsten, ohne rot zu werden. Armer Freund – Traudl wird ein harter Brocken. Sie ist vorbereitet.
*** Ein Brief von Renate war da. Er war versiegelt, Nebenfrauen haben das Recht dazu.
Es war ein lieber Brief, kein Liebesbrief. Renate schilderte in den glühenden Farben, wie ihre erste Woche verlief. Da war kein Frust, der sie zur Feder greifen ließ, das war die pure Freude am Erlebten, das einem lieben Freund berichtet wurde. Ich musste mein Gefühl für sie stark unterdrücken, unsere Bande sind verdammt zäh. Und jetzt? Sie ist weg. Natürlich liebe ich Lis, es geht auch gar nicht so sehr um Sex. Aber die Gespräche und Diskussionen, im Bett, zu dritt, die werden uns sehr fehlen.
Renate wohl auch, fiel mir ein.
Ich antwortete ihr auf den Brief und schilderte, was bei uns los war, als ob wir uns, wie früher im Bett, das Tagesgeschehen erzählen. Ich unterschrieb: in inniger Freundschaft, dein Paul. Nur keinen Gefühlsausbruch. Dann fiel mir noch etwas ein, Renate wusste es ja noch nicht, es betraf uns alle drei. Ich grübelte. Dann schrieb ich: Dein ist der erste Tag.
Alleine – als der letzte Tag. Ihr Tag ist der Nächste, Der Dritte dann ihr Erster. Aufgespart um dich und sich zu ehren. Sie wird die Einsamkeit genießen, wie du.
Auf die Antwort war ich gespannt. Ich versiegelte die Post bei Rama und gab sie ihr zum Weiterleiten. Das war ja ihre Aufgabe: Poststelle, um Diplomatenpost nach Persien abzufertigen.
„Oh, schreiben an Nebenfrau. Gut. Renate gute Frau.
Hören sehr tüchtig. Marni sehr froh haben. Keine Wunder, ist Frau von Paul. “ Ich wusste nicht, ob ich rot werden solle, für mich oder für Renate. Ein dickes Lob war es allemal.
Traudl kannte nun alle Geheimnisse, die ein Mädchen kennen muss. Sie hat, wie ihr Bruder, entschieden es erst in der Hochzeitsnacht zu tun. Die Zwei haben es leichter; kein Studium, statt dessen eine Lehre. Sie sind fertig, wenn die Ausbildung bei mir erst beginnt.
Ich fragte mich, ob das denn so begehrenswert sei, was ich da vorhatte. Noch mindestens drei Jahre nach dem Abitur studieren …
Kim war sehr traurig, als unsere vorletzte Nacht vorbei war. „Und wo finde ich jetzt einen Ersatz für dich. Selbst einen armseligen Ersatz? Ich wusste es ja, keine Sorge, aber mir ist sehr elend zumute. Ein ganzes Jahr, ist eine höllisch lange Zeit. „
Da blitzte mir die Lösung des Problems, an dem ich nun schon seit Tagen kaute, durch den Kopf.
Ich rief, noch vor dem Frühstück, bei Lis an. Ich erreichte sie auf Anhieb, sie war zwar noch etwas verschlafen, aber in unserer zukünftigen Wohnung. Ich unterbreitete ihr meine Idee. Sie sagte einfach: Ja, damit bin ich absolut einverstanden. Dabei war meine Idee alles andere als alltäglich. Jetzt musste ich sie umsetzen. Ich hockte mich an den Frühstückstisch, zu den andern.
„Kim, ich muss mal mir dir reden. Nein, nichts Geheimes, es bleibt in der Familie.
Zuerst eine Frage, musst du eigentlich in Konstanz bleibe? Ich meine, bei deiner Schwester?“
Rama horchte auf. Leila grinste. Ahnte sie etwas?
„Ich kann auch zurück nach Thailand gehen. Ich habe hier einen akzeptablen Job und – meine Schwester ist halt meine Schwester. Sonst gibt es nichts, was mich hält. Warum fragst du, Paul?“
„Nun sag mal, was du kannst, außer sehr lieb zu sein? Was hast du gelernt? Aber bitte ganz im Ernst.
Es ist mir sehr wichtig. „
„Nun, ich habe Krankenschwester gelernt und ich habe Haushalt gelernt. In Wat Po habe ich massieren gelernt. Das war teuer. Hier bin ich gut genug für den Garten, das kann ich also auch. „
„Das ist sehr gut, absolut Spitze. Nur noch eine letzte Frage. Was verdienst du? Bitte, antworte ehrlich. „
„Wenig. Knapp 600 Mark. „
„Das ist gut, vielmehr nicht gut.
Ich mache dir jetzt einen Vorschlag. “ Ich nickte zu Rama, die dem Gespräch sehr aufmerksam lauschte. „Mein Laden brummt, ich brauche dringend Hilfe. Meine Mom braucht auch jemand, nachdem Renate jetzt in Persien ist. Unser Garten schreit nach Hilfe. Du bekommst 1200 Mark, netto, ein zwar einfaches Zimmer, bei mir, aber mit Familienanschluss. Mom weiß noch nicht Bescheid, sie wird dich aber sicher mögen. Notfalls“, grinste ich, „ich auch. Für Mom müsstest du Hilfe sein.
Sie hat kaputte Knie, falls du es noch nicht weißt. Für mich brauche ich ein Mädchen für Alles, nicht Negativ gemeint. Du müsstest Renate ein bisschen ersetzen. Und – Lis hat mir eben signalisiert, dass sie damit einverstanden wäre. Völlig einverstanden, mit allem, du verstehst?“
Kim saß bleich auf ihrem Stuhl. Sie brauchte eine ganze Weile. „Du meinst, du würdest mich einstellen. Wohnen und Kost frei? Wie lange muss ich arbeiten, für so viel Geld?“
„Unregelmäßig.
In der Woche sicher 50 Stunden. Einige davon, bis Ende Oktober, in meinem Bett, um es genau zu sagen. Dann wird es wohl sehr viel weniger, ich denke so 45 Stunden. Leider meist Freitag und Samstag und bei meiner Mom täglich zwei Stunden. „
Kim überlegte, dann fiel der Groschen. „Du meinst Hilfe und Pflege deiner Mutter. Hilfe in deinem Atelier. Hilfe im Garten für 45 Stunden. Bis Lis deine … also bis dahin, brauchst du noch meine persönliche Hilfe.
Lis ist einverstanden? Wirklich? Auch damit?“ Ich nickte. Ein Ruck ging durch Kim, sie richtete sich steil auf. „Ich kann morgen gleich mitkommen. Nur in Blumenerde zu wühlen und dumme Sprüche zu hören, reicht mir. Ich bin zwar klein, aber auch ein Mensch. Ich kann auch gut kochen. Thailändisch: süß und scharf, wie Thaimädchen sind. “ Sie verbeugte sich sehr tief. „Kap kun kaa, Paul. Das heißt danke auf thailändisch. „
„Also, doch drittes Frau“, stellte Rama fest.
„Wenn wollen, dann können. Kim sein gutes Frau. Machen keine Problem, du müssen aber lieben auch dritte Frau. Sie haben verdient. „
„Ich werde Kim nicht lieben. Lis und ich werden ihr aber alle Ehre einer Nebenfrau geben. Mögen, das muss man Kim aber einfach. Liebe ist ein so großes Wort, ich habe es selbst noch nicht ganz begriffen. Ich weiß aber, was du meinst, Lis sicher auch. Kim wird gut behandelt werden, bei uns in Stuttgart.
„
„Du Sohn, du weise, wenn auch noch so jung. Kim in guten Händen. Wie Leila und Traudl waren, anders, aber Hände gut. „
Rama hob überzeugt den Kopf. Es war für sie kein Thema mehr, das ausdiskutiert werden musste. Rama ist sowieso nicht für große Diskussionen, sie ist ein Tatmensch, wie alle Radamas. Das sollte ich im Laufe der Zeit noch zu Genüge feststellen.
Leila und Traudl fanden die Idee prima und redeten Kim gut zu.
Sie bedauerten zwar eine gute Freundin zu verlieren, aber es gäbe ja noch das Telefon und die Post. Kim ging kündigen und packen. Um Neun, morgen früh, Treffen am Bahnhof. Baden fiel für sie heute aus. Sie verabschiedete sich herzlich bei allen. Ich sah, dass Rama ihr einen Umschlag zusteckte und hörte, wie sie sagte, das sei eine kleine Hilfe für den Umzug. Peter bot, wie selbstverständlich, seine Hilfe an. Sie wurde nicht gebraucht.
Kim war dabei, ihre Zelte abzubrechen.
*** Die neue Haushaltshilfe ***
Ich fiel auf, mit Kim und ihren beiden Koffern, die ihr ganzes Hab und Gut enthielten. Lis war in meiner Wohnung und empfing Kim wie eine Freundin. Die beiden lagen sich eine Weile in den Armen. Dann brachte Lis, Kim erst einmal ins Gästezimmer.
„Für die ersten Tage muss das reichen. Ich habe gleich, nachdem Paul mich angerufen hat, hin und her überlegt und bin durchs ganze Haus geturnt.
Dann hatte ich die optimale Lösung: Wir werden den Speicher für dich ausbauen. Zuerst wird es noch ein wenig primitiv sein, aber Gott hat die Welt ja auch nicht an einem Tag geschaffen. „
Kim sagte gar nichts. Sie war noch von dem Haus, der Eingangshalle, meiner Wohnung, einfach von allem, überwältigt. Der liebevolle Empfang von Lis nahm ihr sichtlich einen Stein vom Herzen. Auf der Herfahrt hatte sie mich mindestens ein Dutzendmal gefragt, ob Lis denn wirklich einverstanden sei.
Bei 1200 Mark könne sie sicher auch anderswo ein Zimmer finden.
„Ich habe Mom und Pop gesagt, dass du Kim mitbringst. Weder warum, noch wieso“, quasselte Lis weiter. „Der Mittagstisch ist gedeckt, ich habe gekocht, deine Leibspeise, ich denke wir gehen jetzt runter zum Essen. Deine Eltern freuen sich sicher auf dich und Kim. „
Die Begrüßung war dem Stile unserer Familie entsprechend. Kim wurde an den Platz von Renate, neben Pop, gesetzt.
Das Essen, das Lis machte, war hervorragend. Klarissa war mit ihrem Holger noch in Italien, ausspannen. Dann wurde vom Urlaub erzählt. Mom und wohl auch Lis waren sehr zufrieden mit mir, dass ich keine neuen Eskapaden hatte. Ich weiß nicht, was die sich vorstellen, was für ein Mensch ich bin, drum maulte ich:
„Ich bin doch kein Sexmonster, das dauernd irgendwelche Frauen vernascht. Ich habe Kim auch nicht mitgebracht, damit sie abends mein Bett warm hält, sondern um hier zu arbeiten!“ Meine Familie sah mich erstaunt an.
„Sie soll mir oben helfen, Renate wird auch mir an allen Ecken fehlen. Bei der Arbeit natürlich. Das mit Klarissa ist zwar eine ganz nette Lösung, aber Klarissa ist Köchin. Eine gute Köchin, als Frau versteht sie auch etwas vom Haushalt. Das tut Kim sicher ebenfalls, sie hat’s gelernt. In Thailand mag das etwas anders sein, aber dazulernen ist keine Schande. Sie sieht zwar sehr unschuldig aus, sie ist aber sehr klug und auch sonst noch passend ausgebildet.
“ Kim sah verlegen auf den Boden. „Sie ist nämlich diplomierte Krankenschwester!“ Mom hob den Kopf. „Sie hat auf der Mainau in der Gärtnerei gearbeitet, das kann sie also auch. Lis weiß über alles Bescheid und vor allem, sie kann Kim gut leiden. „
Mom war doch sehr verblüfft. Ich hatte Kim instruiert. Nach dem Mittagessen gab es für Mom eine entspannende Massage, ein langes Gespräch dabei und Mom war voll überzeugt.
Nach dem Kaffee kam Pop dran. Seine Schulter wurde massiert. Ein sehr delikates, vor allem toll angerichtetes kleines Abendessen, nahm Pop dann völlig für Kim ein. Dass sie sich, wie eine kleine Tochter, und das auch noch gerne, knuddeln ließ, gab nicht den Ausschlag, aber es half. Meine Eltern waren mit meinen Plänen voll zufrieden.
Kim wurde Angestellte der Familie. Ich zahlte die Hälfte, dabei sollte ich gut wegkommen. Das mit dem Speicherausbau wollte ich alleine übernehmen.
Pop meinte ich solle nicht doof sein, sondern das Finanzamt daran teilhaben lassen. Es könnten ja auch Studioräume sein, da ich ja doch meist Schlafzimmerszenen fotografieren würde.
Nach dem Abendessen ging ich mit meinen Weibern nach oben, nach dem der Tisch abgeräumt und das Geschirr gespült war. Lis gefiel sich in der Rolle der Hausdame. Oben, in meinem Wohnzimmer fiel es mir wieder auf. „Was ist los mit dir Lis? Du hockst auf dem Stuhl, als hättest du das Höschen voll.
Ist es so dringend?“
Sie lächelte etwas verkniffen. „Ich habe da einen großen Pickel auf dem Rücken, der tut sauweh. Ich muss Montag mal zum Arzt. „
„Das will ich mir mal ansehen“, befahl Kim. Lis zog gehorsam die Bluse aus. Es sah schlimm aus. Kim betrachtete sich die dicke Eiterbeule. „Paul, du gehst mit Lis am besten gleich in eine Notaufnahme. Das muss sofort aufgeschnitten werden. Ich könnte es zwar, traue mich aber nicht.
Ich hab halt nicht das notwendige Material da. Jede Stunde, die ihr wartet, wird die Narbe nachher größer. Ich weiß von was ich rede, als Schwester habe ich solche üble Furunkel schon oft gesehen. Das kann bis zu einer Blutvergiftung führen. Mach sofort was!“ Sie half Lis wieder in die Bluse und ich telefonierte mit Dr. Korr. Er war zu Hause und versprach gleich zu kommen.
„Oh Mädchen. Warum bist du nicht früher gekommen.
Jetzt gibt es eine hässliche Narbe. Ich werde es gleich hier aufschneiden und säubern. Morgen und übermorgen kommst du in die Praxis um den Verband zu wechseln und zu sehen, ob alles so heilt, wie es soll. „
„Entschuldigung, Herr Doktor. Ich bin Kim Wongsawa. Ich bin ausgebildete Krankenschwester, mit Zertifikat, und seit heute hier angestellt. Ich kann das gerne übernehmen. Ich brauche nur das Material. Die Hausapotheke habe ich noch nicht überprüft, dazu bin ich noch nicht lange genug da.
Ich werde es morgen tun. „
„Sie sind Schwester?“ Dann fragte er sie ein paar mir unverständliche Dinge. Kim antwortete mit ebenfalls Unverständlichem. Er nickte. „Schwester Kim, dann legen sie die Patientin mal auf ein sauberes Tuch. “ Er sah sich um. „Am besten auf den Schreibtisch. Dann waschen wir uns die Hände und befreien Lis von den Schmerzen. „
Lis kam mit freiem Oberkörper auf den Tisch.
Dr. Korr und Kim wuschen sich die Hände, Lis bekam eine Spritze, zehn Minuten später war der Fall erledigt. Kim wurde von Dr. Korr gelobt. Er machte ihr sogar ein unsittliches Angebot; er wollte sie abwerben. Kim lachte nur und Dr. Korr lachte mit. „Man kann’s ja probieren. „
Er ließ ihr einiges Material und ein Rezept da. „Du kannst Montag in die Schule, falls sich nichts entzündet. Schwester Kim wird das entscheiden.
Sie hat offenbar die Kenntnis. Sie kann kein Latein, aber die Fachbezeichnungen kennt sie und sie hat sich sehr kundig angestellt. “ Kim genierte sich sichtlich. Das Lob schien ihr unnötig.
Ich rief Papa an und informierte ihn. „Ich habe sowas geahnt. Dieser kleine Satan. Sie war die letzten Tage schon so merkwürdig, sie wollte nur warten, bis du wieder da bist. Erst dann hätte sie etwas gesagt. „
Ich sagte ihm, dass sie besser hier bliebe.
Wir hätten jetzt eine ausgebildete Krankenschwester angestellt. Papa war einverstanden.
„Was ein Glück, dass Kim da ist. Sonst hätte Papa mir doch noch die Freude verdorben. „
„Wo willst du schlafen, Lis. Vielleicht besser im Gästezimmer, dass ich dich nicht versehentlich renne“, schlug ich fürsorglich vor.
„Kim, klopfe mir bitte mal auf den Rücken. “ Kim tat es ganz vorsichtig. „Fester. Noch fester.
Richtig fest. Au, nicht das Rückgrat zertrümmern. Ich habe keine Schmerzen mehr, die Lust an einer Nacht mit Paul alleine, ist mir aber auch ein bisschen vergangen. Ich glaube es ist die richtige Gelegenheit uns besser kennen zu lernen. Du mein lieber Paul wirst mir ja doch nichts erzählen, dann werde ich eben selbst prüfen, ob du Kim pfleglich genug behandelst. „
Kim wurde rot. Ich nahm sie in den Arm.
„Meine liebe Lis ist ein versauter Wonnebrocken. Sie hat sich schon mehrfach dazu eingeschlichen, das hat dir ja Leila schon erzählt. Sehe es einfach als weibliche Neugierde und den Drang daraus zu lernen. „
Kim lachte wieder. „Was darf es sein, Lis? Erste Nacht, erste Hingabe oder die wilde Tigerin? Die kann ich jetzt prima. „
„Ich glaube eine ganz liebevolle Nummer ist mir jetzt am liebsten, wenn ihr die auch drauf habt“, lachte sie.
Wir gingen ins Bett. Es wurde noch ein Weilchen geredet. Dann war Kim ganz die liebevolle Frau. Nach einer halben Stunde meinte sie, es sei genug für heute. Dann schmuste sie noch ein wenig mit Lis, die es ganz offensichtlich sehr genoss. Sie schnurrte förmlich.
Nach dem Aufwachen sagte Lis zu Kim. „Weißt du was? Ich gebe dir alle Nächte mit Paul, wenn ich nicht da bin.
Bis wir aus Persien zurück sind. Danach einen Tag, vorzugsweise Montag und im Übrigen mag ich dich. Ich bin die Hauptfrau, dann kommt Renate und dann du. Statt streiten wird gesprochen. Wenn es dir irgendwann mal schlecht geht, komm zu mir. Wir können über alles reden. Alles. Paul hat zu viel Arbeit. Streit zwischen seinen Frauen hasst er, hat er mal gesagt. Bisher gab es noch keinen und du wirst sicher nicht damit anfangen.
„
„Meine Frau – meine baldige Frau ist einfach gut. Mit ihr kann man zurechtkommen. Nicht zuletzt deswegen liebe ich sie. Wenn ihr beide euch vertragen könnte, es wäre prima“, musste ich loskriegen.
„Paul, bitte gehe raus. Bitte“, bat Kim mit einem merkwürdigen Ausdruck im Gesicht. Ich verstand nicht warum.
„Geh!“, befahl Lis lautstark.
Ich ging. Lis klärte mich später auf.
Kim rastete aus, sie heulte sich an der Schulter von Lis aus. Es war Kim mehr als peinlich, ich sollte es auf keinen Fall sehen, dass sie weinen musste. Es hatte den Nebeneffekt, dass Lis sie ganz fest in ihr Herz schloss.
*** Am Montag machte ich mit Roland, im obersten Stock, mit Rigipsplatten, eine große Kammer fertig. Direkt neben dem neuen Bad. Kim fand ihr vorläufiges Zimmer großartig. Als ich ihr sagte, dass sie das Atelier als Wohnzimmer nutzen kann, wenn keine Kunden im Haus sind, war sie sehr erfreut.
Dass sie bei mir sein kann, wenn Lis nicht da ist, war die Vollendung ihres Glückes. Sie hatte wieder eine Art Familie und Mom eine tüchtige Hilfe beim täglichen Kleinkram und bei persönlichen Diensten. Nicht nur die Krankenschwester tat ihr gut, sondern auch die Masseurin Kim.
Pop gewöhnte sich schnell an den neuen Geschmack in der Küche. Kim war sich nicht zu fein, auch Klarissa ihre kleinen Küchengeheimnisse anzuvertrauen; die kam jedoch bald nur noch selten, dann nur noch auf Anforderung.
Kim übernahm das Haus Oktober in ihre Obhut – es fühlte sich wohl damit.
Der Verlag brauchte nach der Sommerpause dringend Bilder. Die Schule brauchte unsere Aufmerksamkeit noch nicht so sehr. Kim wurde der gute Geist im Haus. Sie fiel kaum auf, so ruhig war sie. Ihre Arbeit war immer bestens erledigt. Wünsche von Mom waren erfüllt, bevor sie diese aussprach. Mom plant jetzt einen Roman über Thaimädchen. Pop wollte sie gerne als seine kleine Tochter sehen und Kim ließ es geduldig über sich ergehen.
Ich war mir mit Lis einig, echte Liebe wollten wir nicht in Kim investieren, solche Innere, wie zwischen uns und Renate. Aber mögen taten wie sie. Wir waren uns jedoch auch völlig im Klaren, die Liebe wird unweigerlich doch kommen.
Kim spürte es und war sichtlich zufrieden. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Ich weiß wer und was ich bin. Dafür werde ich wie eine Königin behandelt und auch noch gut bezahlt“, war ihr Kommentar – zwei Wochen später.
Nachts weint sie manchmal, aber selten. Sie war sehr glücklich und konnte sich kaum eine Steigerung vorstellen.
Am Wochenende kam ein Brief von Renate. Sie war immer noch begeistert von ihrem Job bei Marni. Sie übermittelte mir auch Grüße von Kitty und Mitzi. Mit den beiden käme sie ganz prima aus; sie würden manchmal auch gerne als Ersatz dienen … von Hans oder mir.
Im Übrigen kommt diese Lust nur noch selten auf, die Arbeit beansprucht mich halt total; es sind ja tausende von Dingen, die ich beachten muss.
Ich bin hier halt nicht mehr die Schülerin, die Scheiße bauen kann — ich habe Verantwortung und muss Vorbild sein.
Du kannst den Brief gerne Lis zum Lesen geben. Wenn ich einmal Zeit habe, schreibe ich ihr natürlich auch. Sie will sicher auch wissen, wie es mir geht, im Übrigen noch die Antwort: Eins bleibt eins, aus zwei mach drei. Erst nach der Vier, da sehen wir, was nach fünf, sechs und sieben – an Freunden geblieben.
Es ist ein arger Schüttelreim, doch anderes fällt mir nicht ein.
Euere Renate.
Ich gab den Brief Lis, danach Mom. Beide runzelten, am Briefende, die Stirne, wohl wegen diesem seltsamen Nachsatz. Beide schauten mich fragend. an.
„Zwischen Renate und mir funkt halt noch was“, lachte ich nur; Neugierde muss nicht immer sofort befriedigt werden. „Im Übrigen verstehe ich es auch nicht ganz“, flunkerte ich.
Die oberste Etage blitzte von Sauberkeit. Der Fundus war ordentlich in Regale gepackt, der Raum war jetzt doppelt so groß. Die Kleiderschränke mit IGDuM Ware sind geordnet und mit Schildern beschriftet. Das Atelier sah eher wie eine übermöblierte Wohnstube aus. Beschädigte Dekorationen waren repariert und die Böden blitzblank. In dem kleinen Zimmer von Kim standen ein sehr großes Bett, ein bequemer Sessel, ein Kleiderschrank und ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen.
Auf einer kleinen Vitrine neben der Türe, stand ein kleiner Korb mit all den Sachen, die eine Frau morgens im Bad braucht.
Sie begann, dem Haus nachhaltig ihren Stempel aufzudrücken. Überall Blumen, auch im Bad. Natürlich bei Mom und Pop auch. Die Betten waren abends aufgedeckt. Wenn Lis blieb, lag ihr Nachthemd ebenfalls da. Nicht selten lag auch eine Blume auf dem Kopfkissen, zumindest ein kleiner Zettel mit einem kleinen handschriftlichen Text oder Gedicht.
Bei uns und bei Mom. Es konnte auch mal eine Praline sein, die Kim von ihrem eigenen Geld gekauft hat. Sie ist ein Süßzahn und verputzt den meisten Baklava.
Mom fragte mich, wie viel Stunden Kim eigentlich für sie arbeitet. „Es ist unglaublich. Schau dir mal an, wie akkurat die Vorhänge eingebunden sind. Dabei weiß ich nicht, wann sie solche Sachen überhaupt macht. Sie ist immer in einem anderen Zimmer.
Außer wenn sie mir persönlich hilft, als Krankenschwester, sehe ich sie nur selten. Meist nur zur Befehlsausgabe. Natürlich bespreche ich mit ihr noch alles. In der Beziehung war Renate halt doch besser ausgebildet. In ein, zwei Monaten, da bin ich ganz sicher, hat Kim aber auch mit diesen Dingen den Bogen raus. Wenn sie heute ginge, würde ich sie jetzt schon, glaube ich, noch mehr vermissen als Renate. Was können wir nur tun, um ihr eine Freude zu machen.
„
„Sie vor allem lieb haben. Für ihre Seele, hat ihr Lis gestattet, hin und wieder mit mir eine Nacht zu verbringen. Ganz selbstlos war das sicher nicht, nachdem Renate nicht mehr da ist, fürchtete sie, ich könnte meine mit ihr erlernte Fähigkeit vergessen. Allerdings hat mir Rama versichert, dass das kaum so sein wird. „
Mom lachte laut auf.
„Kim hat mir gesagt, sie würde sich hier so glücklich fühlen, wie nie in ihrem Leben zuvor.
Sie spricht von uns, als ihrer Familie, die in Thailand sehr ehrenvoll behandelt wird. Lis und ich haben alle Tricks angewendet, um herauszubekommen, was sie gerne mag. Für Weihnachten hat Lis nun etwas gefunden: Thailänderinnen lieben Goldketten. Es ist ihre beliebteste Kapitalanlage. Ich werde ihr eine kaufen. Als Weihnachtsbonus sozusagen“, informierte ich Mom weiter.
„Lass das mich machen“, bat mich Mom. „Euch fällt sicher noch was anderes für sie ein.
Ich werde Pop beauftragen, mir eine Kette von seinem Freund zu besorgen. „
„Na gut“, gestand ich ihr zu. „Aber, Mom, kannst du mir sagen, was an Kim so Besonderes dran ist, dass wir sie alle so sehr mögen? Auch in Konstanz war sie sehr beliebt.
„Das ist ganz einfach“, behauptete Mom. „Ich denke, ein wenig liegt es natürlich daran, dass sie so klein ist, aber vor allem, weil sie so wohl erzogen, so höflich und noch mehr, so freundlich ist.
„
*** Der 19 . Geburtstag von Lis wurde in kleinerem Rahmen, bei uns im Haus gefeiert. Eigentlich war nur meine Familie und Familie Bronner da. Axel und Kristin natürlich auch. Kim und Klarissa sorgten für das Essen. Pop für die Getränke. Klarissa saß mit am Tisch, Kim ist ja neuerdings auch Familie. Das wusste natürlich auch Familie Bronner; Lis konnte mal wieder nicht die Klappe halten und erzählte, dass Kim, bis Teheran, mein Ersatz für Renate sei; wegen der Kundschaft.
Rama und Leila riefen an und Traudl riefen an. Die Singer Mickimäuse ließen auch von sich hören. Von Renate kam pünktlich ein ganz lieber Brief, in dem sie, immer noch freudig, von ihrer Arbeit berichtet, dazu ein wundervoller silberner Anhänger.
Am nächsten Tag war Schule. Wie üblich. Lis schlief bis zum Wochenende zu Hause. Dann blieb sie bei mir und im Bad sah ich ihn zum ersten Mal, den kleinen Engel der sein Lendentuch von sich schwenkt.
Der Einkauf von Renate und mir in Alicante. Er hat als Tätowierung, zum aufkleben, nun einen Ruheplatz über der rechten Pobacke von Lis gefunden. Kim hat ihr geholfen. Mir gefiel er, Engel und Po.
Lis war glücklich darüber. „Wir werden sehen, ob er uns in einem Jahr noch gefällt. Ob uns dann eine Tätowierung überhaupt noch gefällt. Kim mag sie. Leider würde sie es nicht sagen, wenn sie ihr nicht gefällt.
Sie kann einfach niemand kränken. Wenn wir das nächste Mal Schwimmen in der Schule haben, dann ziehe ich einen Bikini von Willi an. Die anderen sollen platzen vor Neid. „
„Darf ich dich jetzt eigentlich auch mal mit Kopf fotografieren? Einfach mal so?“
„Du darfst. Wenn ich die Bilder gut finde, kann der Verlag sie auch veröffentlichen, nur in der Fiesta nicht. Die ist in Deutschland inzwischen sehr bekannt, sie ist an jedem guten Kiosk zu kaufen.
Nicht, dass ich es mich nicht traue — ich will es einfach nicht.
*** Befehlsempfang ***
Schule und Arbeit ging weiter. Wir mussten für beides tüchtig rann. Neue Gesichter tauchten beim Shooting auf, aber auch Alte. Hin und wieder wollte eine Mickimaus aus Singen wieder ein paar Mark dazu verdienen, die Hälfte davon liefern sie regelmäßig an die Gemeinschaftskasse der WG ab, so hatten sie es vereinbart.
Ich machte auch die Erste von zahlreichen Fotoserien mit Lis. Einige der frechen Bilder blieben, für immer, unter Verschluss, einige gingen an den Verlag. Das Geld dafür kassierte sie jedes Mal gnadenlos ein, obwohl sie eigentlich nie viel ausgibt. Ich denke, es kommt aufs Sparbuch. Es ist ihr Geld und sie kann damit machen, was sie will. Für was sie wohl spart? Irgendwie hatte ich so eine Ahnung, dass es besser sei, nicht zu fragen.
Ich hatte mich mit Mikel und Willi geeinigt, dass ich, wenn die Kundinnen es wollten, zuerst einige harmlose Wäschefotos mache, dann erst die eigentlichen Bilder für den Verlag. Willi setzte in die Bedingungen, für die Veröffentlichung, den Text: Ein Modell von … in deutscher Unterwäsche. Mit dem Name des entsprechenden Magazins. Mikel gibt Willi eine kostenlose Anzeigenseite, wenn mehr als 6 Zeitschriften diesem Text veröffentlichten. So war beiden geholfen.
Beim Frühstück am Sonntagmorgen, Lis war dabei, begann Pop eine sehr merkwürdige Befragung.
„Wie gut kennst du dich eigentlich in der Fototechnik aus, mein lieber Paul. Ich meine in der speziellen Chemie, der Warenkunde und das ganze Zeug. „
Alle sahen mich an. „Du kannst fragen. Mit meiner Schulbildung und meiner Praxis, könnte ich sogar die Gesellenprüfung locker machen. Na ja, in ein Fachbuch müsste ich vielleicht doch mal reinschauen. Aber warum fragst du?“
„Ich beschaffte dir die Bücher. Würdest du dann zu Ostern wirklich die Prüfung schaffen?“
„Da bin ich mir ziemlich sicher.
Schaffen auf jeden Fall. Wie gut? Na ja. Es wirklich zu tun, bedarf aber eines Lehrherrn. „
„Das würde Onkel Franz machen. Ich will dich aber nicht auf die Folter spannen: Neuerdings haben wir einen Meisterkurs bei uns. Mein Freund Lothar leitet ihn. Man muss mindestens drei Jahre Praxis nachweisen. Das können Franz und ich dir dann bestätigen, weil es ja auch so ist. Du hast lange für ihn gearbeitet und arbeitest immer noch, quasi, unter meiner Regie.
Sagen wir besser unter meiner nicht benötigten Obhut. Unter diesen Voraussetzungen kannst du ein halbes Jahr nach dem Abitur deinen Meister machen. Ich sehe nicht ein, dass du dein Geld dafür ausgibst, ein diplomierter Fotograf zu sein. Da kräht kein Hahn danach. Gefragt sind tolle Bilder und da hast du mit Sicherheit bereits einen guten Namen. Eine akademische Laufbahn willst du wohl auch kaum einschlagen. Was hältst du davon?“
„Das ist eine prima Idee.
“ Ich war platt. Was für eine Möglichkeit. „Natürlich habe ich nichts davon ein Diplom zu haben. Das interessiert hinterher keine Sau. Mit einem Diplom verkaufe ich kein einziges Bild mehr. Dann kann ich ja Lis schon gut ein Jahr nach dem Abitur heiraten und nach der Hochzeitsreise voll arbeiten. Dann kann ich auch mehr, und andere Aufträge annehmen“, fiel mir noch ein.
Lis wurde erst kreidebleich, dann knallrot. „Ist das wahr, ich meine so bald schon? Da könnten wir ja … wenn ich so denke … ich meine an das Jahr, wo du dir die Hörner abschleifen sollst? Das hast du ja schon ein wenig.
Ich spare ja schon wie der Teufel für eine große, lange Hochzeitsreise (aha, dahin geht das Geld). Etwas Hoffnung setze ich dabei auf Papa und dich. Dann ist es früh genug, dass wir beide losziehen können, ein halbes Jahr oder so. Danach könnte ich eine junge Mutter werden, geschwängert an einem ganz besonders romantischen Platz. Paul! Du solltest die Chance wahrnehmen. „
„Lass uns eine Woche nachdenken. Noch besser, bis nach Persien.
Ich will mit Renate darüber reden, sie wird es aus anderer Sicht sehen. Es gibt aber keinen Grund, nicht schon mal in die Bücher zu sehen. Vielleicht steht da wirklich etwas, was ich nicht weiß“, bremste ich sie ab, sonst schnappt sie sicher gleich über.
„Du bist wirklich mein kluger Sohn“, lobe mich Mom für diesen Entschluss. „So wichtige Dinge müssen in Ruhe überlegt werden. Auch der romantische Platz für Lis.
„
„Du bist der Boss und du hast Recht. Du musst aber wirklich darüber nachdenken. Es mit Renate zu besprechen, finde ich sehr gut. Sie hat jetzt, hoffentlich, emotionalen Abstand zu uns gewonnen und kann es mit kühlem Kopf beurteilen“, steckte Lis etwas zurück.
„Also Pop, ich denke ich werde es machen. Meister klingt ja auch nicht schlecht. Meisterfotograf sogar besser als diplomierter Fotograf. Es sagt der Kundschaft einfach mehr.
Beschaffe mir bitte die Bücher. Zu der Prüfung trete ich an, was soll schon passieren. Mehr als durchfallen geht nicht, so blöde bin ich aber wohl doch nicht. Als Gesellenstück kann ich zwar schlecht eine Fiesta hinlegen aber, da sehe ich jedoch kein Problem auf mich zukommen. „
„Dann wäre da noch Persien“, fuhr Pop fort. „Die Woche in Persien solltest du ausspannen, soweit es geht. Einmal keine – oder nur ganz wenige Fotos.
Das würden Mom und ich uns wünschen. „
„Diese Woche gehört, bis auf eine Nacht, meiner Verlobten. Ich habe es Papa Bronner schon gesagt – irgendwann dann, ist für Lis der Tag der Tage“, klärte ich Mom und Pop auf.
„Darum“, lächelte Mom, oder war es Beatrix Mai? „Ich habe mir eingebildet zu sehen, wenn es passiert ist. Lis ist aber noch wie immer. Kein Wunder. “ Lis lächelte nur.
„Wegen euerem Flug in die Karibik, da fürchte ich mich mehr“, setzte Pop fort. „Ich kenne dich und ich weiß, was für eine immense Arbeit du in Japan geschafft hast. Ich habe mir da etwas überlegt: Es sind acht Tage vorgesehen. Ein Flugticket kann man ändern. Ich denke, wir feiern Heiligabend und ihr fliegt schon am ersten Feiertag los. Ihr macht euch ein paar schöne Tage in Miami und fliegt früher nach Puerto Rico, damit ihr etwas davon habt.
Das nimmt mit Sicherheit viel Luft aus dem engen Plan, wie der Verlag ihn sich vorstellt. Die Flugkosten sind die gleichen. Die zusätzlichen Hotels zahlst du als Spesen. Dann kann der Verlag auch nicht über die Zeit verfügen und ihr kommt zu einem schönen Kurzurlaub. Was haltet ihr davon?“
„Ich halte viel davon“, empfahl Mom.
Lis nickte begeistert, Kim etwas trauriger, was ich gut verstand. Hätte ich gewusst, wie es einmal kommt, hätte ich vielleicht sie mitgenommen, anstelle von Kristin und Axel.
Dann fiel mir ein, dass dies ja nicht geht. Mom braucht Kim viel dringender als ich.
„Dann habt ihr uns doch nicht an Weihnachten. Schlimm genug, dass wir an Sylvester weg sind. Das wollte ich euch eigentlich nicht antun. Familie Bronner natürlich auch nicht“, murrte ich deshalb.
„Das habe ich mit Albert besprochen“, sagte Pop. „Du und Lis seid zur Bescherung bei uns. Wir machen es früh. Dann geht ihr zu ihr nach Hause.
Bei Bronners wird spät beschert. Am ersten Feiertag fährt Albert euch nach Frankfurt. Punktum. Es fällt uns dieses Jahr besonders leicht, auf euch zu verzichten. Mom und ich werden unsere ganze Liebe an Kim abgeben. Für sie hat Weihnachten zwar nicht die Bedeutung wie für uns, es gibt uns aber Gelegenheit ihr Dank für die hervorragende Arbeit, die sie im Hause macht, abzustatten. Das ist sowieso das Mindeste was wir für sie tun können.
„
„Ich arbeite doch gerne hier. “ Kim schaute verlegen auf den Boden. „Und ich fühle mich hier sehr wohl, ich fühle mich zu Hause. „
„So soll es auch sein“, konstatierte ich.
„Apropos zu Hause, Kim, die Sache mit deiner Aufenthalts- und der Arbeitsgenehmigung ist klar. Ich war am Freitag bei diesem kleinen Arschloch von Beamten, der da Schwierigkeiten machen wollte. Er wagte es doch zu behaupten, du seiest nicht zum Arbeiten in unserem Hause, sondern würdest der Prostitution zugeführt.
Du weißt ja, was das ist. “ Kim nickte entsetzt. Dann sah sie mich an. „So alte Professoren wie ich“, fuhr Pop ungerührt fort, „… haben unweigerlich Freunde in passender Position. Ich sprach mit meinem Freund, seinem Chef. Der Fall ist sofort geklärt worden. Ich gebe dir gleich deinen Pass. Das Rindvieh hat jetzt ein Disziplinarverfahren am Hals. „
Kim ging, trotz des schallenden Gelächters von Pop, zu ihm hin und massierte ihn an Hals und Schulter.
Sie hatte schnell mitbekommen, dass ihm das, oft mehr Spaß macht als geküsst zu werden. Wenn Kim so richtig zugriff, dann konnte man meinen, Pop würde wie ein Kater schnurren. Das wies er jedoch weit von sich. Er behauptet einfach, es seinen die Schmerzen, die ihn stöhnen lassen. Kim sei ein richtiger Satan. Wenn er es sagt, er muss es ja wissen.
Nach einer Weile meinte Pop. „Mit deinem Pass stimmt aber etwas nicht.
Danach bist du kleiner Wurstzipfel bereits 23 Jahre alt. „
Ich sah verblüfft zu Kim.
„Ist das schlimm? Meine Ausbildung brauchte Zeit. Wir Thaifrauen haben das Glück sehr lange, sehr jung auszusehen. Ich fühle mich auch sehr jung. Vor allem hier im Hause. „
„Deshalb bist du doch unser fleißiges kleines Mädchen. Es erklärt aber, warum du so tüchtig bis. Mom und ich haben uns schon gewundert“, nahm Pop alle Angst von Kim.
Ich schlief mit ihr an diesem Abend, um ihr zu zeigen, dass sie natürlich auch mit 23 Jahren zu mir gehörte. In der Nacht fiel mir ein, dass alle meine Frauen, außer Lis, eigentlich älter sind als ich. Es hat mich wunderlicherweise nie gestört. Es scheint, ich war ein Spätzünder und jetzt bin ich frühreif. Ob dieser Ausdruck allerdings in dem Zusammenhang richtig ist, bezweifelte ich dann doch. Ich schlief über das Problem ein, mit Kim eng an mich gekuschelt.
Da ist sie wie Lis.
*** Ende des Auszuges — Fortsetzung folgt ***.
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