Der Flaschengeist Teil 21
Veröffentlicht am 22.03.2025 in der Kategorie AllgemeinGeschätzte Lesezeit: 25 Minuten, 19 Sekunden
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Diese folgende Geschichte ist geistiges Eigentum des Autors der in dieser Community das Pseudonym „Drachenwind“ trägt und von ihm frei erfunden, Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen und/oder Orten sind rein zufällig.
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Für Personen unter 18 Jahre ist diese Geschichte nicht geeignet…
Ich gebe aber auch von vorn herein, zu, die Grundidee für diese Geschichte habe ich aus dem www.
von einem Comic abgekupfert. Als ich dieses Comic mir durchgelesen habe, gab mein Kopfkino keine Ruhe mehr und eine Geschichte war geboren. Der Autor dieses Comic möge mir dieses verzeihen aber seine Fantasie hat meine stark beflügelt. Über manche, etwas nicht ganz stubenreine Ausdrücke möge der Leser auch wohlwollend hinweg sehen, aber ich bin der Meinung, das nur Sie gerade an einigen Stellen in diese kleine Geschichte passen.
Noch eines am Rande: Hinweise, Kritiken, Meinungen und Vorschläge sind von Seitens der Leser ausdrücklich erwünscht.
Sie helfen den Autor seine Geschichte zu verbessern.
Drachenwind
Hier nun meine neueste Geschichte. Wer nun seitenlange Sperma triefende Beschreibungen von aneinander gereihten Sexualpraktiken erwartet, sollte nicht weiter lesen. Dieses Thema Nr. 1 ist aber hintergründig Bestandteil der nicht unbedingt ernst zu nehmenden Geschichte und gelegentlich kommen sexuelle Spielereien vor.
Der Flaschengeist
Teil 21
Geschrieben von Drachenwind
Die letzte Fortsetzung endete wie folgt:
„Ach, hör auf, du süßer Trottel, komm her und küss mich endlich wieder, das kannst du besser als reden.
“ Jeanie ist auf einmal wieder die zärtliche, total verliebte junge Frau und kuschelt ihre sehr erregenden Kurven fest an Siglinde.
„Und du willst wirklich Diet nicht mal auf diese Weise kennen lernen?“
„Jeanie! Ich kann doch nicht…!“ Sieglinde ist auf einmal kräftig errötet.
„Komisch, dein Nein verstehe ich nicht, wo du vorhin bei unserem kleinen Spielchen so zufrieden gejubelt hast. „
„Ich bin doch ein Mann!“
„Sooooo? Na, wo denn?“ kommt es grinsend von Jeanie.
Manchmal kann sie Siggi ganz schön sticheln, der jetzt als Sieglinde mit seinem knallroten Kopf vor Jeanie steht.
Gerade dieser ständige Wechsel macht Siggi ganz irre und Jeanie für ihn total unberechenbar. Er kann nur noch denken, typisch Frau und sich sehr schnell in seine Gefühle flüchten und voll fallen lassen, als Jeanie Sieglinde wieder mit Streicheleinheiten an allen empfindlichen Stellen einer Frau intensiv verwöhnt. Es bleibt nicht aus, das Jeanies Verlangen gleichfalls ins Unermessliche ansteigt und nach Erfüllung ruft.
Mit dem letzten bisschen Verstand kann sie in ihrer Erregung und aufsteigende unbefriedigten Lust aus tiefster Sehnsucht nur noch eines, „Zieeeeeep“ und Siggi ist wieder da, allerdings immer noch im leicht transparenten Haremskostüm. Jeanie lächelt nur kurz darüber und stürzt sich lieber überfallartig auf ihren Siggi.
Die nächsten Stunden ist er dermaßen gefordert, dass es ihm schlussendlich wie dem Sklaven ergeht. Er kann am Ende nur noch total geschafft mit der weißen Fahne winken und erschöpft einschlafen.
„Der Apfel fällt nicht weit vom Baum!“ heißt es so schön, so hat auch Jeanie ihn total gefordert, Eben typisch die Tochter ihres Vaters. Er wurde durch Jeanie total bis ins Letzte beansprucht und hat daher wahrlich kein Quäntchen Energie mehr ab zu geben, selbst Viagra kann da nichts mehr erreichen.
Apropos Viagra! Was ist Viagra-Oxyd? Na, klar doch: Lattenrost!
Jeanie hat ihn überfallen, wie ein unersättlicher, ausgehungerter Vampir, und ausgesaugt, als hätte sie Monate lang völlig keusch gelebt und alle schönen Gefühle auf einmal nachholen möchte.
Die simple Frage nach dem Unterschied zwischen einem Huhn und einer Frau bewahrheitet sich mal wieder, denn nur ein Huhn sitzt immer ruhig auf den Eiern.
Wie ein sattes und rundum zufriedenes Kätzchen schmiegt sich Jeanie am Schluss eng an ihren Siggi, nimmt ihn zärtlich in ihre Arme und schläft auch ein.
Ihr Liebesspiel war für Außenstehende dermaßen erregend, dass selbst Jeanies Dienerinnen einige Zeit ihre eigenen aufgeputschten Bedürfnisse miteinander befriedigen.
So einen liebevollen ausdauernden Nahkampf wie zwischen Jeanie und Sigge haben selber sie noch nie erlebt.
Am nächsten Morgen braucht Siggi eine ganze Weile, bis er auf Jeanies zärtliche Weckversuche reagiert.
„He, du Schlafmütze, werde mal langsam munter. Na los, du süßer Trottel, mach endlich deine Augen auf. Deine Jeanie braucht viel mehr von deiner Zärtlichkeit. Lass uns endlich da weiter machen, wo du gestern einfach eingeschlafen bist und mich völlig allein gelassen hast.
“ ermuntert Jeanie schnurrend ihren Siggi.
„Hilfe! Nicht schon wieder!“ tönt es vom immer noch ermatteten Krieger.
„Was soll denn das heißen, hee? Liebst du mich denn nicht mehr? Wills du keine Zärtlichkeiten mehr?“
„Nei… äh… Ja doch… verdammt, du… du hast mich geschafft, mir tun noch alle Knochen weh, sogar solche, die ich noch nicht kannte. Hab doch Erbarmen mit einen armen, geschafften Mann und lass mir noch ein bisschen Zeit zum Erholen.
„
„Typisch Mann! Nix da, gepennt wird zu Hause. Ich bin jetzt der Mittelpunkt deines Lebens und du hast dich gefälligst nur um mich zu kümmern!“ und überfällt wieder Siggi mit Küssen und Streicheleinheiten.
„Hilfe, mmmpf… lassmmmpf …mmmpf noch… wa… mmmmpf… übrig… mmmmpf!“
„Waaaaas? Du Schuft! Ich hör wohl nicht richtig! Ich soll was übrig lassen? Du willst doch bloß mit anderen Weibern fremdgehen, du… du Scheusal, aber mir vorher eine Liebeserklärung machen.
“ kommt es gespielt ärgerlich von Jeanie.
„Stimmt doch gar nicht, ich mmmmmpff…“
„Ich warne dich! Geh mir nicht fremd, sonst fresse ich dich auf. „
„Was denn, sind Dschinnis etwa Kannibalen?“
„Wie bist du denn drauf?“
„Na ja, wenn du von mir nichts übrig lassen willst…!“
„Ich nichts übrig lassen? Na warte!“
„Hey mmmmpffff…“
Und wieder verknoten sich ihre Zungen und der gründliche Austausch von Zärtlichkeiten zwischen den beiden Liebenden ist weiter angesagt.
Erst als Siggi endgültig völlig fertig ist und quasi aus dem letzten Loch pfeift, wird eine kleine Pause eingelegt. Jetzt ist die Stunde der zärtlichen sanften Streicheleinheiten. Nur eine kleine leichte Mahlzeit unterbricht ihr Tun.
Jedes Mal blickt Siggi natürlich die Dienerinnen, wenn sie was bringen, kurz an, diesmal schaut er nur, nach Meinung von Jeanie. Lektion beendet, denkt sie lächelnd und überfällt ihren Siggi erneut, der diesmal, nach für Jeanie zu kurzer Zeit, endgültig nur noch total erschöpft die weiße Fahne erneut und endgültig hissen kann.
Weiblich Dschinn sind eben manchmal unersättlich und sehr anlehnungsbedürftig, vor allem dann, wenn sie frisch verliebt sind.
Sich wohl fühlend, räkelt sich Jeanie neben ihren Siggi, bei dem sich jetzt sein Klein-Siggi endgültig total zurückgezogen hat und absolut keine Reaktion mehr zeigt. Jeanie kann nur sehr zum Missfallen von Sigge darüber schmunzeln, widmet sich als Entschuldigung mit Streicheleinheiten sehr zärtlich dem kleinen, erschöpften Krieger. Siggi lernt wieder was Neues, er kann nur genießen und seine Hände sanft an Jeanies Körper auf Wanderschaft schicken, die ihn in ganz andrer Art befriedigt.
Wieder lernt er eine neue Variante der Liebe kennen, eine Möglichkeit hinter der keine sexuelle Gier steht, sondern nur der Wusch seinem Partner seine Zuneigung zärtlich zu zeigen.
Aber geht es dem Kätzchen zu gut, wird es wieder frech.
„Duu… huu Siggilein?“ kommt es von Jeanie unschuldig.
„Ja?“
„Du Siggi, kennst du die Bestandteile von Antibabypillen?“
„Was soll denn dass nun wieder?“ fragt Siggi misstrauisch.
„Na sag schon, kennst du sie?“
„Wieso? Ist das wichtig? Nein! So ein Unsinn, was soll der Quatsch. „
„Nicht doch, ich meine es ganz ernst!“
„Wer es glaubt wird selig, du hast bestimmt eine Gemeinheit auf Lager. „
„Aber Siggi, wie schlecht denkst du von deiner allerbesten Freundin? Kennst du sie nun?“
„Ach, was soll´s, nein!“
„Ist doch ganz einfach, Ajax und Terpentin.
Ajax macht das Becken sauber und Terpentin macht den Pinsel weich. Intensiver Sex hat die gleiche Wirkung auf den Pinsel. „
„Was? Na warte, du ungezogenes Mädchen, mich erst fast wund scheuern und dann auch noch darüber lästern. „
„Hi, hi, hi… Hilfe!“
Siggi stürzt sich diesmal auf seinen liebestollen Frechdachs und kitzelt sie zu erst richtig durch und geht anschließend wieder zu zärtliche Streicheleinheiten über, die mit wahrer Begeisterung erwidert werden.
Nach einigen anschließenden zärtlichen, sanften Schmusereien kommt ihr Gespräch zu Beziehungen im Allgemeinen und ihrer insbesondere in Gang. Der richtige Zeitpunkt dafür ist gekommen. Anfangs sind Siggis Hemmungen bei diesem Gespräch sehr groß. Über Liebe, Sex und Beziehung, vor allem über seine Gefühle zu sprechen, fällt ihm sehr schwer. Wie jeder Mann hat er große Hemmungen. Die alten verstaubten anerzogenen Klischees und allgemeinen gesellschaftlichen Konventionen wirken auch bei ihm und müssen von ihm erst mit Jeanies Hilfe überwunden werden.
Jeanie hat ihn die ganze Zeit darauf vorbereitet. Als er es schließlich geschafft hat, können beide offen über ihre Wünsche, Vorstellung, Sehnsüchte und Gefühle sprechen. Dieses Gespräch, immer wieder von Zärtlichkeiten unterbrochen, ist für beide sehr wichtig, vor allem für Siggi hilfreich.
Jetzt weiß er, er kann sich zu guter Letzt beim Liebesspiel mit Jeanie ohne ständig groß dirigieren zu müssen, sogar völlig fallen lassen. Eben nur genießen kann er ohne den starken Mann heraus kehren zu müssen.
In der Zukunft kann er sich an dem Vielen erfreuen, was er aus Liebe von Jeanie geschenkt bekommt und kann sich selber schenken. Er hat seine Gefühle vom so genannten verstaubten, männlichen Ballast befreit. King Kong in ihm hat sich schließlich für immer verabschiedet. Er hat es geschafft, ein wahrer Partner von Jeanie zu werden, gelegentliche Rückfälle sind möglich.
Vieles gibt er in der nächsten Zeit mit einer inneren Freude und Befriedigung an Jeanie zurück und er lernt auch damit das Vergnügen kennen, einem anderen Menschen aus vollem Herzen sich und seine eigenen Gefühle zu offenbaren.
Aus ihrer innigen Kinderfreundschaft ist durch Jeanies Wandlung eine tiefe Liebe geworden, die keiner von den beiden mehr missen möchte und beide voll ausfüllt.
Ein neues „Zieeeeeep“ signalisiert den Beiden, das das Wochenende leider nun zu Ende geht. Beide stehen mit Bedauern in ihren Gefühlen, in ihrer normaler Kleidung vor Siggis Zuhause und verzögern durch ihre langen Küsserei den Abschied. Schweren Herzens trennen sich beide schließlich und Siggi geht zu sich nach Hause, in die Wohnung, in der eine besorgte Mutter sitzt.
Das ganze Wochenende wollte sie Siggi erreichen um ihn zu bemuttern. Das Diet, der Freund ihres Sohnes jetzt Jeanie ist, erfüllt sie mit leichten Eifersüchteleien.
Wieder haben Siggi und Jeanie die Rollen getauscht. Diesmal hat die verliebte Frau ihren Mann nach Hause gebracht ohne seine Briefmarkensammlung zu sehen. Über seinen etwas breitbeinigen staksenden Gang kann Jeanie nur lächeln, es war wohl für Siggi doch etwas zu heftig, …oder?
Glücklich, auch etwas traurig schlendert Jeanie alleine zu sich nach Hause.
Völlig in Gedanken versunken bummelt Jeanie ihren gewohnten Weg endlang und bemerkt diesmal nicht, welche Aufmerksamkeiten und ungewöhnliche Aufruhr sie wieder bei den männlichen Passanten auslöst. So manche männliche Stielaugen werden von erzürnten Frauen zu Recht gestutzt, bei einigen Laternenpfählen besteht die Gefahr, dass sie wegen der zahlreichen Beulen ausgetauscht werden müssen, die die daran rennenden Männerschädel ihnen verpassen. Zu Hause angekommen, wird sie ohne Gruß sofort von ihrer sehr besorgten Mutter buchstäblich überfallen.
„Sag mal Jeanie, was hast du mit dem armen Siggi am Wochenende angestellt? Siggis Mutter hat mich gerade angerufen, als er eben nach Hause angekommen ist, ist er entgegen seinen üblichen Gewohnheiten augenblicklich ohne Abendbrot oder sonst irgendetwas ins Bett gefallen und sofort eingeschlafen. „
„Erst einmal guten Abend, Mama, und zu deiner Frage, nichts, Mam! Von wegen, armer Siggi! Es war ein ganz normales Wochenende, wie es bei zwei frisch Verliebte eben so üblich ist, besonders wenn sie Männlein und Weiblein sind.
„
„So, so! Wo wart ihr eigentlich? Siggis Mutter hat wie wild herumtelefoniert, weil sie ihn nicht erreichen konnte. „
„Das habe ich mir beinahe gedacht, darum habe ich für uns beide ein Handyverbot ausgesprochen, bei wichtigen Dingen hättest du mich nur rufen brauchen. „
„Und wo wart ihr nun?“
„Na wo schon, wir waren nur im Palast. Eure ständigen Kontrollen sind uns auf die Nerven gegangen.
Wenn es nach euch ginge, wären wir noch nicht mal fünf Minuten alleine und dürften nur Händchen haltend Gänseblümchen auf der Wiese pflücken. „
„Aber, Jeanie, wir sind eure Mütter und müssen…“
„Uns unseren Freiraum lassen. Wir beide sind alt genug und möchten die Nähe des Partners ohne Spanner genießen. „
„Wir spannen doch nicht, wir wollen doch nur das Beste…“
„Dann lasst uns auch mal ungestört einige Zeit alleine.
„
„Ihr seit doch unsere Kinder!“
„Das werden wir immer sein, Mam, und auch nicht vergessen. Falls du Angst hast, schon jetzt Oma zu werden, so habe ich dir doch schon einmal gesagt, nur ich alleine entscheide, wann ich Mutter werde, sonst niemand und dann ist Siggi nur derjenige, der das Kind zeugt. Jetzt ist es mir dazu noch viel zu früh!“
„Und was ist nun mit Siggi los?“
„Ich sagte es dir doch schon, nichts! Wir haben nur die letzten Wochen nachgeholt.
„
„Du meinst…? Jeanie! Du bist unmöglich. Einen Mann so ran zu nehmen, so dass er am Ende auf dem Zahnfleisch läuft, dass macht man nicht. „
„Warum nicht, wer sagt das? Wen meinst du mit Mann? Wenn es uns beide so einen Spaß macht und wir es genießen toben wir uns eben aus, und wenn du nicht weißt was ich meine, so frage einfach Aischa, meinen Vater.
„
„Ihr müsst auch nicht zum Palast flüchten, wenn euch danach ist. „
„Doch müssen wir, es fehlt nämlich nur noch, dass ihr beiden mütterlichen Glucken neben dem Bett steht und noch ne brennende Kerze dabei halten wollt, anderes bleibt uns nicht übrig. Wir sind auch keine Tiere, die irgendwo auf der Straße bocken. „
„Jeanie, wie sprichst du denn mit mir. „
„Genau so, wie es in diesem Fall einmal sein muss, damit ihr es versteht.
Mam, lasst uns unseren Freiraum. Ich verstehe dich nicht, du hast doch sonst immer Verständnis für mich gehabt. „
„Na da warst du doch nur Diet. Jeanie, ich mach mir doch Sorgen um dich, weil du jetzt meine Tochter bist! Dir könnte doch so viel passieren. „
„Das darfst du auch, aber nur, wenn es notwendig ist. Wieso machst du zwischen Diet und mir solch einen Unterschied? Als ich mit Monika intim wurde, hat es dich nicht gestört… und passieren…? Was soll mir denn geschehen? Mam, du vergisst, ich bin ein besonderes Mädel.
Ihr beiden Mütter kennt uns zwei doch lange genug, lasst uns alleine auf Entdeckungsreise gehen. Siggi und ich tragen keine Windeln mehr, und der Schnuller ist auch schon lange weg, denn diesen Weg müssen wir alleine finden. „
„Es geht mir alles so nur zu schnell!“
„So ist das eben, das wahre Leben. „
„Ach, Kind!“
Die restliche Zeit sitzen beide nachdenklich lange schweigend zusammen.
Trotz ihres kleinen Disputs kuscheln beide wie jeden Abend. Miteinander reden klärt viele Spannungen in Ruhe auf, denkt Jeanie.
„Sind wir wirklich so schlimm, Jeanie?“ unterbricht Jeanies Mutter das Schweigen.
„Ja. „
„Ich glaube, ich muss mich mit Siggis Mutter unterhalten. „
„Tue das, Mam. Guten Nacht!“
„Schlaf schön, Kind. „
Mit einem „Guten – Nacht – Kuss“, wie neuerdings jeden Abend, geht Jeanie schlafen.
Am nächsten Morgen können seit langer Zeit Mutter und Tochter mal wieder wochentags zusammen frühstücken, weil Jeanies Mutter etwas später einen Kundentermin hat und ihn direkt von zu Hause wahrnimmt. Beide werden emsig von ihren Dienerinnen unauffällig verwöhnt. Die Frauen geniessen diese zusätzlich gewonnene Stunde der Zweisamkeit aus vollen Zügen.
Wenn ein Mensch nur die schönen Seiten des Lebens erfährt, tauchen sehr schnell die Neider auf.
Auch das muss nun Jeanie erfahren. Irgendein unterbezahlter Beamter hat seine Schweigepflicht, durch eine monetäre Spende für seine eigene Brieftasche angeregt, gebrochen und über Jeanies wundersame Wandlung an der falschen Stelle geplaudert.
An diesem Morgen klingeln mehrere auffällig unauffällige Herrn in stark gebügelten Nadelstreifenanzüge und Schlapphut heftig an der Wohnungstür. Beide Frauen schauen sich über dem Frühstückstisch erstaunt an.
„Was soll denn das?“ fragt Jeanies Mutter.
Jeanie befragt blitzschnell ihre Aura.
„Ich glaube, jetzt kommt der Ärger auf uns zu. Soll ich was machen?“
„Untersteh dich, Kind! Ich gehe mal aufmachen, sonst brauchen wir eine neue Wohnungstür. „
„Mama, ich ahne Böses, soll ich nicht doch lieber…..?“
„Nein! Ich gehe aufmachen. „
„Mach es lieber nicht. Oh Mann! Stur wie immer.
„
„Das habe ich gehört!“
„Los Mädels, verschwindet auf euer Zimmer, sicher ist sicher!“
Beide Dienerinnen gehen schnell auf ihr Zimmer als Jeanies Mutter die Tür öffnet. Sofort wird sie grob bei Seite gedrängt und die ungebetenen Besucher stürmen regelrecht unaufgefordert die Wohnung.
„Sind sie Frau Kronbauer? Wir sind vom Bundesgesundheitsamt. Wo ist ihr Sohn? Los vorwärts, sie beide müssen sofort mitkommen.
„
„Was soll denn das, und wer sind sie überhaupt?“
„Halts Maul, blöde Ziege, ich habe es eben schon gesagt, wir kommen vom Bundesgesundheitsamt, Abteilung Seuchenbekämpfung. Wir haben erfahren, dass ihr Sohn plötzlich angeblich zur Tochter geworden ist. Es steht der Verdacht, dass dieses durch eine Infektionskrankheit ausgelöst wurde. Ihr behandelnder Arzt weigert sich, die Patientenunterlagen ihres Sohnes heraus zu rücken. Auf Grundlage des Bundesseuchenverordnung von 1874 sind sie sofort zu isolieren, wir werden sie umgehend im Institut Bernburg unterbringen.
Machen sie keine Schwierigkeiten, sonst müssen wir Gewalt anwenden. „
„So, so! Eine Infektionskrankheit? Wo ist dann ihre Schutzausrüstung? Moment mal, erst zeigen sie mir ihre Dienstausweise und dann erklären…..“
„Halts Maul, du alte Schachtel, los vorwärts! Und du kleine Hure folgst uns sofort. „
Jeanies Mutter wird von einem der Männer grob am Arm angefasst und zur Wohnungstür gedrängt.
„He, du Gehirnamputierter, lass sofort meine Mam los!“
„Werd hier nicht frech du Göre, wir machen nur unsere Arbeit.
„
„Das kann auch höflicher geschehen, vor allem stellt man sich als erstes mal richtig vor und legt dann sein Anliegen klar. „
„Ach nee, du willst hier rum zicken. Ein Paar Maulschellen werden dich Schlampe ganz schnell zur Räson bringe. Los vorwärts, Abmarsch!“
Jetzt reicht es Jeanie, als keine Reaktion auf ihrer Warnung folgt und sie selbst ergriffen wird. Blitzschnell entscheidet sie sich, erst einmal ihre Magie nicht anzuwenden.
Wegen der Gewalt gegen ihre Mutter greift sie sofort ein und verteilt mal kurz und sehr kräftig, links und rechts laut klatschend ihr Jeanie-Spezial, das deutlich jeweils einen gut sichtbaren Handabdruck mit fünf Finger in die fremden Gesichter schreibt. Die Empfänger Jeanies kräftiger Gabe hebt es aus den Angeln. Sie landen auf dem Fußboden, sehen eine zeitlang Sterne und sind erst mal leicht weggetreten. So ganz können sie auf dem Fußboden sitzend nicht begreifen, was gerade geschehen ist.
Ihre Holkörper, allgemein als Kopf bezeichnet, wurden arg durchgeschüttelt. Das alles geschieht in Bruchteilen von Sekunden.
„So, ihr Waldschrate, ich werde euch mal kurz ein Paar Takte erklären…“
In diesem Moment rappelt sich der erste wieder auf.
„Dein Gewäsch wollen wir von dir Tunte nicht hören, du hast dein stinkendes Maul zu halten und zu gehorchen. Eines ist auch klar, die Maulschellen kriegst du noch zurück.
“ Mit einem bösen Lächeln im Gesicht wendet sich Jeanie an ihre Mutter, die inzwischen wieder frei ist.
„Mama, mach doch bitte mal kurz die Tür auf und ruf danach die Bullen an!“
Kurz darauf, nachdem Jeanies Mutter die Tür geöffnet hat, segeln wieder mal ungebetenen Gäste unsanft sehr schnell aus der Wohnung und landen hart auf dem Treppenabsatz. Ihre Landung quittieren deren Sitzfleisch mit schmerzenden, sich blau färbenden Symptomen.
Jeanie hat ihre Kenntnisse der Kampfsportarten und ihre verstärkte Kraft noch immer nicht zurück genommen und wird es wohl vorläufig nicht tun. Mittlerweile ist sie wirklich mächtig sauer und der Tag hatte so schön angefangen.
„Was bildet ihr Idioten euch ein? Erst meine Mam angreifen, ihr wehtun und dann noch beleidigen. Ihr Vollidioten lügt hier nach Strich und Faden rum. Zufälligerweise weiß ich, das das ominöse Institut Bernburg eine private Forschungsanstalt ist und sich mit Genforschung beschäftigt.
Die schlachten doch für ihre unmöglichen Versuche jeden Tag unschuldige Tiere ab. Diese so genannten Wissenschaftler sind der Meinung, Gott spielen und in die Evolution eingreifen zu müssen. Ihr Gangster bleibt gefälligst schön auf dem Fußboden liegen… liegen bleiben hab ich gesagt!“ Eine erneute kräftige Backpfeife mit gleichzeitiger Lockerung der Kauleiste hindert einen der am Boden liegenden am Aufstehen.
„Also, wo waren wir? Ach ja, ihr suhlt euch weiter im Dreck, bis die Bullen da sind.
Euch hat wohl eine Pferdebremse ins Gehirn geschissen, euch hier wie die Vandalen und vor allem unhöflich zu benehmen. Ihr Würmer wagt es in meinem Beisein meine Mutter zu beleidigen und anzugreifen. Verdammt, liegen bleiben, habe ich gesagt!“
Wieder muss Jeanie flink ihren speziellen kräftigen Diskussionsbeitrag großzügig verschenken, weil sich erneut zwei Nadelstreifenanzüge erheben wollen. Wie die wildeste aller Walküren steht Jeani zwischen den ungebetenen Besucher. Alle im Haus anwesenden restlichen Bewohner sammeln sich mittlerweile im Treppenhaus.
Sie sind vom Lärm und Jeanies Geschimpfe angelockt worden.
„So, ihr Würmer, ich habe die Schnauze voll und verspreche euch eines, der Nächste der rumzuckt, den renke ich die Arme knochenweise aus. „
Diese Drohung ist eigentlich unnötig, denn so wie ihre Aura normaler Weise anderen Menschen gegenüber Offenheit und Sympathie anzeigt und diese beeinflussen kann, so kann sie genauso ihre Wut und Kampfbereitschaft signalisieren. Es reicht, um die Besucher am Boden diesmal durch Angstattacken regelrecht fest zu nageln.
Sie haben arge Probleme diese aufkommenden Ängste in den Griff zu kriegen und sind jetzt vor Furcht regelrecht gelähmt. Ihre Schließmuskeln der unteren Region zucken verdächtig vor dieser Angst. Das eine oder andere Tröpfchen landet ungewollt in den Boxershorts.
Jeanies Mutter steht erschrocken im Flur, so hat sie ihre sonst so liebevolle Tochter noch nicht kennen gelernt. Auch Diet hatte nie solche Seite gezeigt, ihr läuft eine regelrechte Gänsehaut den Rücken rauf und runter.
Endlich, ein lautes Trampeln lässt ihre Erstarrung sich auflösen als die Polizei im Großaufgebot schließlich auftaucht. Nicht nur ihre Mutter hat die Polizei verständigt sondern durch den Tumult aufgeschreckt auch gleichzeitig mehrere Mitbewohner des Hauses. Sie haben den Bullen wohl eingetrichtert, dass im Haus die Fortsetzung der Völkerschlacht bei Leipzig stattfindet.
Jeanie, die als Dienst habende Walküre zwischen den ungebetenen Gästen steht, übernimmt sofort die Initiative und zeigt die am Boden liegenden ungebetenen Besucher und das ominöse Institut an.
Das halbe Strafgesetzbuch muss dafür herhalten. Auch Jeanies Mutter verschafft sich entrüstet Luft. Dort, wo sie grob angefasst und aus der Wohnung gezerrt werden sollte hat sie etliche blaue Flecke am Arm. Eingeschüchtert durch Jeanies Aura werden die nicht eingeladenen Nadelstreifenanzüge mit Handschellen abgeführt.
Zwei Beamte wollen den üblichen Schriftkram mit Jeanie und ihre Mutter erledigen, als Jeanie ihren Lieblingspolizisten erkennt, der sie zusammen mit dem Vertreter vom Ordnungsamt vor einiger Zeit zur Schule gebracht hatte.
Mit einem inneren Lächeln schmeißt sich Jeanie regelrecht wie ein ausgewachsener Vamp an ihn ran und verwendet wieder ihre sexy Schlafzimmerstimme, nach dem sie unter Einsatz ihres Körpers ihm einen zarten Begrüßungskuss auf seine Wange gehaucht hat.
„Ach, wie schön Schnukelchen, dass du auch wieder da bist. Süßer, du bist mir der liebste Polizist. Weißt du, das große schlimme Mädchen war mal wieder ganz, ganz böse und hat diese schlimmen Onkels verhauen.
Möchte der große starke Polizist das ungezogene Mädchen auch mit Handschellen wegbringen?“ haucht sie ihm ins Gesicht. Voll ihren schönen kurvenreichen Körper erneut einsetzend, bringt Jeanie sein Gesicht wieder zu glühen und lässt den Schritt seiner Uniformhose natürlich sehr eng werden, das sie mit einem wissenden Schmunzeln quittiert. Deutlich ist zu sehen, wie sich der Verstand proportional zum Wachstum im Schritt abschaltet.
Jetzt kennt Jeanie ihre Wirkung auf den Testosteron gesteuerten Teil der Bevölkerung und weiß, wie sie diese einfach lenken und um ihre Finger wickeln kann.
Ihre Mutter ist erneut total baff, so hat sie ihre Tochter auch noch nicht erlebt. Sie hat heute in kurzer Zeit zwei neue extreme Seiten ihrer Tochter kennen gelernt. Jeanie indes hackt sich bei ihrem Polizisten, der momentan durcheinander und fast völlig weggetreten ist, ein und wieder mal zieht sie ihn regelrecht hinter sich her, diesmal in die Wohnung.
Einige Minuten Erholungszeit gönnt Jeanie den armen Kerl und erzählt ihrer Mutter währenddessen ausführlich von ihrer ersten Begegnung.
Nach Erledigung des üblichen obligatorischen Papierkrams werden beide Frauen ins Polizeipräsidium eingeladen, um ihre Anzeigen amtlich zu machen. Da Mutter und Tochter die Angelegenheit sofort erledigen wollen, bleibt Jeanie nichts anderes übrig, als ihren Klassenlehrer anzurufen, ihm kurz zu erzählen, was geschehen ist und ihm Bescheid zu sagen, dass sie deswegen später zur Schule kommt. Jeanies Mam muss ihren Kundentermin ebenfalls verschieben, da inzwischen viel Zeit vergangen ist und sie zu spät kommen würde.
Im Revier erregt Jeanie natürlich wieder ein großes Aufsehen. Plötzlich hat jeder Revierangehörige irgendetwas in Jeanies Nähe scheinbar zu tun. Beide Frauen müssen etwas warten, bis sie ihre Anzeige amtlich gesiegelt abgeben können. Jeanies Identität sorgt für zusätzlichen Wirbel und zögert bis zu dessen Klärung den Aufenthalt der Frauen zusätzlich in die Länge.
„Siehst du, Mam, wenn du mir erlaubt hättest, alles auf meine Weise zu klären, bräuchten wir hier nicht stundenlang rum hängen.
„
„Aber, Jeanie, wir haben oft genug darüber gesprochen. „
„Traust du dir nicht deine Meinung zu ändern, weil du denkst, ich könnte das falsch auffassen?“
„Nicht doch, Kleines, ich will nur nicht, dass du hier mit einer, na sagen wir mal Lüge leben musst. „
„Aber, Mam, in meinem Leben würde sich doch nichts ändern. „
„Ach, Jeanie, ich möchte das nicht.
„
„Wenn es sein muss…“ seufzt Jeanie.
Endlich ist alles geklärt und beide Frauen können sich ihrem normalen Tagesablauf widmen.
Jeanie geht zum Gymnasium und ihre Mutter zur Arbeit. Nach dem Jeanie an ihrem Ziel ankommt ist, hat gerade die erste große Hofpause begonnen und sie geht zu ihren Freunden, denen sie natürlich das Erlebte bis ins kleinste Detail erzählt. Kaum fertig, wird sie zum Direktor beordert.
Als sie sein Büro betritt, ist dieser nicht alleine.
„Ach, Jeanie, da bist du ja endlich. Hier, Professor Bernburg will dich sprechen, es ist dringend und für dich sehr wichtig. „
„So, so, Bernburg. Heute Morgen hatte ich schon das Vergnügen ihre Angestellten kennen zu lernen. Herr Direktor sagen sie bitte der Sekretärin Bescheid, sie soll die Polizei anrufen und denen mitteilen, das der Anstifter des Überfalls am Morgen auf meine Mam und mich hier bei ihnen ist.
Sie sollen ihn augenblicklich abholen. „
„Aber junges Fräulein, ich habe nichts angestiftet. Ich will doch nur den Grund ihrer Transformation herausfinden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind sicher für die Genetik sensationell. Ich will…“
„Ab sofort ihre Klappe halten und mich nicht weiter belästigen. „
„Ich will doch wenigstens Einsicht in deine Patientenunterlagen haben aber dein Arzt, Doktor Haberstein will sie mir nicht geben. „
„Stimmt, das haben meine Mam und ich so festgelegt und jetzt entfernen sie gefälligst ihre komische Figur aus meiner Nähe.
„
„Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, ich werde deine Mutter…“ Zornig greift Jeanie beim Wort Mutter den Professor an seiner Krawatte und schüttelt ich kräftig durch. Heute scheint ihr Tag durch Handgreiflichkeiten geprägt zu werden.
„In Ruhe lassen. Du elender Wicht wagst es meine Mam zu bedrohen? Sollte ihr irgendetwas geschehen, egal was, egal von wem, drehe ich dich Zwerg persönlich durch den Fleischwolf. „
„Aber die Wissenschaft fordert…“
„Raus! Lassen sie sofort meine Schülerin in Ruhe.
Sie haben mich in unserem Vorgespräch angelogen. Verlassen sie sofort das Gymnasium. „
„Aber…!“
„Muss ich erst wirklich die Polizei rufen lassen?“
„Besser wäre es. „
Ärgerlich vor sich hingrummelnd verlässt der Besucher das Büro.
„Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen!“
„Stimmt genau!“
„Jeanie, ich muss mich bei dir entschuldigen, er sagte mir, dass einige Untersuchungsergebnisse von dir auf eine schwere Krankheit hindeuten und er das konkret abklären muss.
„
„Ich muss meine Mam anrufen und sie über diesen Vorfall verständigen, bitte rufen sie inzwischen doch lieber die Polizei! Hier ist die Rufnummer des Beamten, der meinen Fall bearbeitet. Je mehr er von anderen erfährt, desto besser!“
Nach dem Telefongespräch verabschiedet sich Jeanie von ihrem Klassenlehrer.
„Meine Mam will mit mir sofort zum Anwalt gehen. Ich muss heute wohl blau machen. „
„Warum gleich einen Anwalt?“
Nach dem Jeanie von dem morgendlichen Überfall in allen Einzelheiten berichtet hat, bekommt Jeanie sofort frei.
„Jeanie, unter diesen Umständen kannst du natürlich gehen. Deine schulischen Leistungen sind, wie du versprochen hast, mittlerweile wirklich exzellent und ich sehe von dieser Seite keine Probleme bei dir. Du hast dein Wort gehalten und dich wirklich in Allem zu deinem Vorteil verändert. „
„Danke, Herr Direktor. „
„Solltest du Hilfe brauchen, rufe mich sofort an. „
„Ich sehe da noch ein anderes kleines Problem auf uns zu kommen, wenn dieser Genheini von mir erfahren hat, wird die Klatschpresse auch bald auftauchen.
„
„Das fürchte ich auch. Ich werde mich darum kümmern, so dass du wenigsten in der Schule vor denen in Ruhe gelassen wirst. „
„Den Rest muss mein Anwalt erledigen. „
„Mach’s gut, Jeanie! Bis Morgen!“
„Auf Wiedersehen. „
Eiligen Schrittes verlässt Jeanie das Büro, verabschiedet sich stürmisch von ihren Freunden und eilt ohne deren Fragen zu beantworten zu ihrem Anwalt.
Hoffentlich kommt ihre Mutter ungehindert dort auch an, denkt sie. So wie vor kurzem ihre Mutter um sie gekämpft hat, so kampfbereit ist jetzt Jeanie, um ihre Mutter zu schützen. Viel fehlt nicht, dass sie ihre Magie einsetzt, nur ihr Versprechen hält sie noch etwas davon ab. Sie will das Vertrauen ihrer Mutter nicht zerstören.
Als sie an ihrem Ziel ankommt, rutscht ihr, das Herz doch in ihren hübschen, zarten, mit Spitze verzierten Schlüpfer.
Vor dem Haus ist großes Aufgebot in grün angesagt. Mehrere Funkwagen und andere Fahrzeuge stehen vor dem Haus. Nach einigem rumhorchen erfährt sie, das Doktor Haberstein in seiner Praxis überfallen worden ist und seine Patientenunterlagen durchwühlt wurden. Jeanie weiß, welche Unterlagen gesucht wurden, zum Glück hat sie ihr Anwalt in Verwahrung.
Flinken Fußes eilt Jeanie zu einem Kriminalbeamten, gerade als dieser das Haus verlässt. Sie erzählt ihm ihre heutigen Erlebnisse, die bestimmt den Überfall aufklären werden.
Endlich trifft auch ihre Mutter ein, die gleich Jeanies Aussage bekräftigen kann. Anschließend gehen beide doch sorgenvoll zu ihrem Anwalt und berichten ihm alles. Er verspricht, alles ihm Mögliche sofort zu unternehmen. Mit einem Lächeln überreicht er den beiden Frauen einen Safeschlüssel für ein Schließfaches in einer Bank. Vorsorglich hat er Jeanies ärztliche Unterlage dort verwahrt. Seine Berufserfahrung hat bereits beim ersten Besuch seiner Klientinnen ahnen lassen, dass mit dieser Geschichte viel Wirbel entsteht.
Als alles erledigt ist, gehen beide Frauen anschließend sofort in die Praxis von Doktor Haberstein, die so aussieht, als wäre eine Horde wilder Büffel durchgetobt. Der Doktor sitzt in seinem Behandlungszimmer und wird gerade von einem Rettungssanitäter verpflastert, der ungebetene Besuch ist nicht gerade sanft mit ihm umgegangen.
„Hallo, Gudrun! Schön das ihr beide gekommen seid. Wie geht es euch?“ begrüßt er die Frauen fröhlich.
„Viel wichtiger ist doch, wie geht es ihnen? Tut mir leid, dass ich schuld bin, dass die ungebetenen Innendekorateure die Praxis so umgestaltet und sie verletzt haben.
Hoffentlich war ihre Frau nicht dabei. Eines wundert mich nun aber doch, dass ihnen noch nach Lachen zu Mute ist. „
„Warum nicht, ich konnte mich endlich mal wieder richtig austoben, als Student war ich doch beim Boxen gewesen. Die Ganoven haben sich einige gut platzierte Schwinger eingefangen, leider hat mir einer der Feiglinge von hinten den Scheitel nachgezogen und bei mir gingen alle Lichter aus. „
„Und wo ist ihre Frau? War sie dabei?“
„Nein, sie ist mit unserer Sprechstundenhilfe unterwegs einkaufen.
Du weißt es doch wohl langsam selber aus eigener Erfahrung, Gudrun, dass das Einkaufsgen der Frauen ab und zu befriedigt werden muss. Und du Jeanie, mach dir bitte keine Vorwürfe, du kannst nichts dafür. Den großen Bahnhof hier wollte ich eigentlich nicht, aber unser gemeinsamer Rechtsverdreher hat mal wieder zu korrekt gearbeitet. Bei wichtigen Dingen ist das ja ganz in Ordnung, aber unnötig bei dieser Kleinigkeit. Hoffentlich sind die bald fertig und wir können uns in Ruhe unterhalten.
Wollt ihr beide einen Kaffee?“
„Warum nicht? Wir haben Zeit, aber das hier ist aber wohl keine Kleinigkeit. Wo ist denn deine Küche, ich werde das übernehmen, Peter. „
„Gudrun, ihr seit doch meine Gäste, also…“
„Nichts da! Ich werde ihn machen. „
„Widersprechen sie meiner Mam lieber nicht, manchmal hat sie Haare auf den Zähnen. „
„Das habe ich gehört!“
„Dann ist ja gut, und du kannst mir auch einen Kaffee mitmachen.
„
„Kind, das geht doch nicht, du musst noch wieder zur Schule. „
„Nein, Mam, brauch ich nicht, mein Direx hat mir heute frei gegeben, weil ich neuerdings sehr gut im Unterricht bin. Jetzt haben wir Zeit und können alles regeln. Übrigens, in der Schule hat dieser Professor Bernstein gewartet und mich belästigt. Er wollte mich einfach so mitnehmen um mich aufzuschnippeln, dann hat dieser Fiesling damit gedroht, dir was anzutun, wenn ich nicht mitgehen würde.
„
„Aber, Kleines, das musst du auch sofort der Polizei sagen. „
„Hab ich doch schon Mam, kurz bevor du gekommen bist. Ich lass mir doch nicht von so einem Wurzelzwerg ans Knie pinkeln. „
„Jeanie! Wie redest du auf einmal!“
„Ich bin jetzt richtig sauer!“
„Das verstehe ich doch, aber mach bitte keine Dummheiten. „
„Ich mach doch nie welche.
„
„So, So! Und was ist mit Siggi?“
„Och das? Das sind doch keine Dummheiten gewesen, sondern nur kleine Scherze als Erziehungshilfe. „
„Nur kleine Scherze? Dann möchte ich nie erleben, was bei dir kleine Dummheiten sind. „
„Ach, Mama, du schon wieder!“
„So Mädels, der Kaffee ist fertig, ich schenke ihn euch gleich ein. Der Zirkus ist Gott sei Dank auch zu Ende und ein allgemeines Verkrümeln ist angesagt, hi, hi, hi…“
„Peter, jetzt fängst du auch noch an.
„
„Muss sein…. AU verdammt!“
„Was ist los?“
„Nicht Schlimmes, nur einige schmerzhafte Prellungen. „
„Sind jetzt alle weg?“
„Ja, ich habe die Praxis erst einmal für heute geschlossen, schließlich muss ich hier wieder aufräumen. „
„Nicht nötig, Doc Wie heißt es so schön, nicht verzagen Jeanie fragen. Zieeeeeep!“
„Jeanie!“
Als hob ein Sturm durch die Praxis fegt, wirbeln alle Unterlagen kurz in der Luft herum, sortieren sich dabei und landen wieder als komplette Unterlagen im Aktenschrank.
„So, das war´s! Einer meine leichtesten Übungen. Jetzt sind sie noch dran „Zieeeeeep“! Meine Damen und Herren, der Wunderdoktor Jeanie hat wieder zugeschlagen und eine totale Heilung erzielt. Noch irgendwo Schmerzen?“
„Nnnnein! Es ist wieder alles in Ordnung. Ich glaube, an die Magie kann ich mich gar nicht gewöhnen. Trotzdem bleibt die Praxis heute zu! Ich muss erst das Ganze verdauen.
…Ahh, meine Frau ist zurück, einen Moment bitte.
„
Voller Elan verlässt er den Behandlungsraum, nur Jeanis Mutter ist mal wieder etwas angesäuert, weil ihre Tochter schon wieder ihre Magie wie selbstverständlich so ganz nebenbei angewendet. Jeanie merkt natürlich, was mit ihr los ist.
„Mam, sei nicht sauer, aber ich muss doch helfen, schließlich ist das Alles hier nur wegen mir geschehen, vor allem weil der Doc auch noch verletzt wurde. Immer wenn ich anderen Menschen helfen kann, tritt dein Wunsch in den Hintergrund, hilft mir aber meine Magie bei Fremden unbemerkt anzuwenden.
Vergessen lassen kann ich den Doc das Geschehene nicht, dieser Eingriff ist viel zu groß und widerspricht deinem Wunsch. „
„Du weißt doch, ich mag das nicht, du verteilst deine Magie so rum, als ob du nur Staub wischt. „
„Ach Mam, du weißt doch, die Magie gehört jetzt zu mir wie die Luft zum Atmen. „
„Ich werde mich wohl nie daran gewöhnen. „
„Dann toleriere sie wenigstens, ich kann nun mal meine Fähigkeiten nicht unterdrücken.
„
Arm in Arm betritt Familie Haberstein den Behandlungsraum. Frau Haberstein blickt sich nach der kurzen Begrüßung neugierig um, sie sucht wohl das Chaos.
„So, meine Sprechstundenhilfe macht auch blau und ist schon weg, jetzt haben wir Zeit zum Plaudern. „
„Was haltet ihr von einigen entspannenden Stunden? Mama, du gehst doch heute auch nicht mehr ackern?“
„Nein, Jeanie. Aber was hast du vor? Ich glaube, ich ahne es, Kind nicht schon wieder!“
„Aber Mam, es macht doch Spaß!“
„Zieeeeeep“
Fortsetzung folgt!.
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