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Der Pornograf II – 07

Der Pornograf II – 07

Auszug aus Band 2 — Der Abiturient

********************* Heute ist auch wieder was für die****

********************* Erotikfans drin*************************

*** Zurück in Stuttgart ***

In der Schule konnte ich, dank Lis, nahtlos anschließen. Eigentlich hatte ich mir das Abitur viel schwerer vorgestellt oder hatten wir einfach eine ganz andere Einstellung dazu als die Mitschüler? Wir besprachen den täglichen Stoff, pauken brauchten wir nichts mehr viel.

Meist wurde nur alter Stoff vertieft, und den hatten wir drin.

Der Wochenplan war immer noch umgestellt. Freitag manchmal Studioaufnahmen und Samstag gingen wir auf Tour zu den Nachbarn. Sie sind ein Genuss gegen das, was mir in Amerika geboten wurde. Obwohl, unsere deutschen Hausfrauen, und ihre Nachbarn, können auch ganz schön munter sein, stellten wir bald fest.

Ich hatte inzwischen meinen Führerschein und Lis traute sich sogar, mit mir zu fahren.

Wenn nur wenige Gäste bei den Nachbarn waren, fuhren wir schon mal alleine. Kim fehlte uns aber an allen Ecken und Enden. Kristin und Lisl waren uns natürlich schon fleißige Hilfen, aber eben keine Kim.

Mom kam aus den USA zurück. Sie wurde, mit Kim, direkt in die Reha im Schwarzwald gebracht, dort war sie ja bekannt. Pop telefonierte jeden Tag mit ihr, Freitagmittag fuhr er zu ihr und kam Sonntag meist erst spät nach Hause.

Lis blieb bei mir, nur sonntags gingen wir zum Essen zu Familie Bronner, ein paarmal schon am Samstagabend, das fand Papa besonders toll.

Mikel jammerte ein wenig, dass er doch mehr ‚normale‘ Bilder brauche. Es boomte ganz gewaltig. Ich sprach es mit Pop durch. Dann hatte Lis, wieder einmal, die rettende Idee. „Miete das Haus von Karen über ganz Ostern. Für einen kleineren Kreis, dann kannst du auch Models unterbringen.

Mom wird es dort auch gut tun, vor allem wenn Pop bei ihr ist. Nach allem was wir wissen, ist sie dann ja wieder daheim. Ich rufe morgen mal in der Reha an und frage, ob das an Ostern schon geht. Mikel soll dann halt einen Wettbewerb ausschreiben. Gesucht: Die heißeste Urlaubsbraut. Da passt alles rein. In den drei Wochen kannst du locker eine Fiesta füllen, für Nachbarn einen Vorrat ansammeln und für Willi viele Fotos machen.

Danach können wir uns voll auf das Abitur konzentrieren und allen ist geholfen. Ein bisschen Wärme ist auch nicht zu verachten. „

Abends im Bett hatte sie gleich noch eine gute Idee. „Im Oktober soll Mikel ein Special rausbringen: Best of Paul Oktober. Mom kann ganz sicher zu beiden Heften wieder etwas schreiben. Und dann … oh Paul, dann lass uns, ganz alleine, auf … auf Hochzeitsreise gehen? Nur ein Vierteljahr und ich verzichte auch darauf an dem romantischen Ort … du erinnerst dich doch?“ Sie zog sich wieder einmal ängstlich an die Bettkante zurück.

„Ich habe auch schon an so was gedacht, mein Herzchen. Den Meister mache ich einfach danach. Es gibt nur ein Problem. “ Lis riss die Augen weit auf und hielt den Atem an. „Ich muss auf der Hochzeitsreise leider ein paar Bilder machen. Für die Januarausgabe der Fiesta: A World full of lovely Girls. Denke ich halt mal und meine dabei, 2000 wirklich gute Bilder, wie im Sommer, sind genug.

Sonst reisen nur wir zwei, und Mikel soll, verdammt noch mal, dafür bezahlen. Wir legen die Route so, dass wir vielleicht Freunde besuchen können und … du kannst dir auch deinen romantischen Ort aussuchen. Wir können es uns wohl gerade noch leisten. „

Sie sank in meine Arme und weinte vor Glück. Gegen elf Uhr nachts stand sie auf und rief der Reihe nach ihre Mutter, Kristin und andere Freundinnen an.

Ich denke, die waren alle hocherfreut. Dann kam sie wieder zu mir und sagte: „Bora-Bora. “ Ohne weitere Erklärungen schlief sie lächelnd ein. Ich ging ins Wohnzimmer und blätterte im Lexikon nach. Dort also. Es ist eine Insel im Pazifik.

Am Morgen hatte ich nur noch eine einzige Frage: „Wir haben das mit unserer Hochzeitsreise geklärt. Ich weiß auch, wo Bora-Bora ist, international als Trauminsel bekannt. “ Das brachte mir einen stürmischen Kuss von Lis ein.

„Doch die Hochzeitsreise findet normalerweise nach der Hochzeit statt. Wann denkst du denn, dass wir heiraten sollen? Das müssten wir vor einer Hochzeitsreise dann schon klären. „

Mein Schatz war am Boden zerstört. Kleinlaut sagte sie: „Darüber sollten wir sicher zuerst sprechen. Hast du einen Vorschlag? Heiraten willst du mich doch noch, Schatz?“

„Ich habe einen Vorschlag“, beruhigte ich sie. „Bei Bronners scheint es üblich, wohl, weil die jungen Damen es so eilig haben, an den entsprechenden Geburtstagen zu heiraten.

Wenn unser Abitur besser als 1,5 ist, dann also an deinem Geburtstag. Ich werde es Papa sagen, vielmehr ich werde ihn um diesen Termin bitten. Wenn es ein blöder Tag ist, dann das Standesamt halt zum nächsten Termin. Was meinst du? Lernen geht noch vor. „

Lis meinte nichts, sie fiel schluchzend über mich her. Nach der Schule gingen wir zu Mama und Papa. Ich offenbarte unseren Entschluss. Papa ließ die Gläser vom Lachen klirren und Mama nahm die Tochter in den Arm.

„Wir haben es erwartet. Meine Töchter sind sehr zuverlässig, was solche Dinge angeht“, lachte Papa. „Die Bedingung mit der Note, das möchte ich dann doch noch sagen, die finde ich sehr gut. Meine Jüngste ist damit voll und ganz beschäftigt. Ich wette, sie bringt ein ganz prima Abiturzeugnis nach Hause. Ihre Hochzeit würde sie niemals gefährden. Nicht Elisabeth, mein geliebter Satansbraten. Bei Kristin hat das ja auch gut gewirkt. „

Dann unterhielten wir uns noch über die Modalitäten.

Papa sagte, wir sollten, wie es sich gehört, auf dem Standesamt bei dem Freund von Pop heiraten. Im kleinsten Kreise. Wegen der kirchlichen Trauung hätte er sich Gedanken gemacht und mit Mama auch schon darüber geredet. Er würde sie uns ausrichten, wie es sich für einen Vater gehört. Wir sollten uns auf ihn verlassen, er wüsste, was seine Tochter liebt und auf einen Monatsgehalt käme es ihm da nicht an. „

Wir tranken reichlich von seinem Cognac, nur Lis war etwas verstört.

Über Nacht blieben wir in ihrem Zimmer. Im Bett gestand sie, dass sie fürchte, Papa hätte etwas Schlimmes mit uns vor. „Bedenke, ein Monatsgehalt. Das ist eine Million. Ich hoffe er rechnet das nach Steuern, sonst suche ich lieber ein Mauseloch. Ich mag zwar meine Freunde, aber nicht Hunderte von Unbekannte um mich. Und viele Gäste werden es bei dem Preis auf alle Fälle sein. Es geht nach seinen Worten ja nur um die kirchliche Trauung und das Fest danach.

Fragen brauchen wir nicht, ich weiß, wie stur er da ist. „

Mir wurde jetzt auch ein wenig schwummerig. Wir schliefen schlecht in dieser Nacht. Ich träumte von Zirkus und ich war der Clown, Lis die Kolumbine und alle lachten über uns.

Mikel war mit unseren Plänen einverstanden. Natürlich würde der Verlag Mallorca übernehmen, einschließlich Assistentinnen. Er selbst wollte zu Ostern heiraten. Ob ich Trauzeuge sein wolle und ob er nach Mallorca mitkommen können, auf Hochzeitsreise quasi.

Er denke sogar daran, dann in dieser tollen Kirche in Palma das Kirchliche zu machen. Meine Hochzeitsreise würden sie auch übernehmen. Ich musste versprechen, wirklich nicht mehr als 200 Filme zu machen.

Endlich war es soweit, Mom ist wieder da. Sie kann gehen, wenn auch noch mühsam und mit Krücken. Da sie aber sah, dass es jeden Tag besser wurde, hatte sie höchstens Ungeduld in sich. Damit konnten wir alle umgehen.

Kim hat ein Notbett bei ihr im Zimmer. Noch muss jemand nach ihr sehen, dass sie nicht unglücklich fällt, wenn sie in der Nacht mal raus muss.

Gleich nach der Ankunft, nachdem Mom versorgt war, ging Kim hoch in ihr Zimmer. Sie bat mich, mitzukommen. Dort steckte sie 18 Kerzen für Buddha an und dankte ihm. Sie sprach Thai mit ihm. Dann wurde ich, sehr ernsthaft, vorgestellt. Sie bat darum, dass ich mich ebenfalls verbeuge.

Es sei kein Sakrileg, erklärte sie mir, es ging hier um Dankbarkeit für die Gesundung von Mom. Mir war es gleichgültig, um was es ging. Kim wollte es, Kim bekam es. Fraglos. Sonst hätte ich auch noch Ärger mit Lis bekommen.

Mom ging es nun von Tag zu Tag besser. Sie wurde, zweimal täglich, von Kim um den Block getrieben. Laufen, laufen, laufen. Sie hat jeden Tag recht ordentlich Muskelkater, klagte aber nicht.

Das Haus roch, freundlich ausgedrückt, nach Franzbranntwein mit Fichtennadelextrakt. Es waren nun zwei Monate her, seit der Operation und die Muskeln von Mom noch in erbärmlicher Verfassung. Kim massierte sie täglich mehrmals, rieb sie ein, kümmerte sich vor allem auch um ihr Essen. Kraftnahrung pur, wenn Mom sie auch nur in kleinen Portionen zu sich nehmen konnte. Ihr Magen war diese plötzliche Kalorienzufuhr ja auch nicht mehr gewohnt.

Mom nahm zu und wurde von Tag zu Tag beweglicher.

Es dauerte nicht lange, da sah ich sie auch schon wieder am Schreibtisch sitzen und Pläne für neue Romane und Kurzgeschichten machen. Ich gab ihr alle Bilder aus Jamaika und aus Boston, als Stoff zum Nachdenken. Inzwischen war eine Fiesta erschienen, ohne einer Novelle von Mom. Die Verhandlungen mit ihrem Romanverlag waren jedoch schon so weit fortgeschritten, dass es Mikel erlaubt wurde, Leseproben aus den Romanen, die ins Englische übernommen werden, zu veröffentlichen. Der Verlag schrieb dazu, dass Beatrix Mai in Boston an den Beinen operiert wurde und erst später im Jahr wieder aktiv sein könne.

Der Erfolg der Meldung war auszurechnen, viele hundert Briefe mit den besten Wünschen zur Genesung trafen ein. Lis hatte jedem Absender eine vorgedruckte Karte gesandt, in der sie um Geduld bat, Frau Mai könne derzeit nicht antworten. Jetzt befand sie sich gesund genug, die wichtigsten Schreiben zu reagieren.

Zwei Wochen vor unserem Flug nach Mallorca traf ich sie, nach der Schule, weinend in ihrem Zimmer an. Ich bekam natürlich einen heillosen Schreck, doch Kim winkte beruhigend ab.

Dann kam es raus: „Paul, ich bin heute zum ersten Mal, ohne jede Hilfe, alleine und ohne Krücken in den Garten gelaufen. “ Sie war so glücklich und stolz auf sich, dass ich vor Freude auch Probleme mit den Augen bekam.

*** Die Dildoparty ***

Am Montag bekamen ich eine Bewerbung für Nachbarn, in der stand, sie wollten, außer der Wäscheparty, eigentlich gerne eine Dildoparty machen. Ob wir denn so etwas auch anbieten können.

Sie wohnen auf dem Land, wo es so etwas gar nicht zu kaufen gibt, und mal richtig viele Modelle auszuprobieren, das wäre halt ihr größter Wunsch. Sie hätten auch nichts dagegen, wenn davon Fotos gemacht würden. Auf den beiliegenden Bildern sahen die Damen akzeptabel aus. Ich telefonierte mit Mikel, der fand die Idee gut, sein einziges Problem war, woher richtige viele Dildos bekommen? Keiner von uns war da der Experte. Er meinte er würde sich umhören, wir sollten doch auch mal in Deutschland nachfragen.

„Es wäre optimal, wenn wir bei euch jemand finden der ein breites Sortiment hat. Wenn er liefern kann und vielleicht auch eine große Anzeige schaltet, dann sehe ich keinen Grund, da nicht mit einem Sonderheft rauszukommen. Deine Mom wird dazu vielleicht nicht viel wissen, aber Lis. Sie hat den Artikel über das Modellstehen so toll gemacht, sie kann vielleicht auch etwas zu Dildos schreiben. „

„Das heißt, du gehst davon aus, dass sie sich damit auskennt?“, grunzte ich ins Telefon.

„Also in unserem Schlafzimmer gibt es keinen, wie es mit Kim steht weiß ich nicht. “ Dann musste ich doch lachen. „Wie ich Lis kenne, wird sie und Kim bei der Vorbereitung alles ausprobieren, nur so der Neugierde halber. Sie zeigte bereits einmal deutliches Interesse an Maiskolben. Ich denke, ich fahre heute Abend, mit Lis zuerst mal zu den Leuten. Wir haben morgen erst in der dritten Stunde Unterricht, da kann es auch spät werden, wenn die Damen interessant sind.

Wenn du da wirklich groß rauskommen willst, muss ja alles passen. Im Übrigen werden wir uns gleich ans Telefon hängen und rumfragen. Du hörst von mir. „

Ich legte auf und rief sofort Lis an, die montags ja zu Hause ist. „Hallo Schätzchen, Mikel hat Arbeit für dich. Kannst du ausnahmsweise heute schon kommen?“

„Arbeit? Für Geld? Ich komme sofort. „

Wir kauten den ganzen Fragekomplex durch.

Diesmal hatte Kim die richtige Idee: „Ich war vor kurzem in dem neuen Geschäft von dieser Beate Uhse. “ Ich grinste ihr wohl zu frech. „Nein, du Kaspar. Nicht wegen Dildos, ich wollte sehen, ob sie Literatur über Tattoos und über Piercing hat. Hatten sie auch. Die Teens führen sie übrigens auch, neben einem Haufen Schrott. Auf alle Fälle sah ich, dass sie ein riesiges Sortiment an Spielzeugen für Frauen hat. Ruf doch dort einfach mal an.

Die Idee war superb, ich rief und, bei dem Glück, das uns scheinbar verfolgt, war Beate Uhse selbst da. Auf Inspektionsreise. Ich bat, ob ich sie wegen einer größeren Presseberichterstattung in ihrem Büro besuchen könne.

„Wir haben hier kein Büro, meine Leute haben im Laden zu arbeiten. Aber um was geht es da genau?“, fragte sie mich, mit ihrer etwas schrillen aber energischen Stimme.

„Der Verlag will ein Sonderheft über Sexspielzeuge machen.

Da brauchen wir ihre Hilfe, natürlich unter Namensnennung ihrer Firma. „

„In welcher Zeitschrift?“ „In Nachbarn oder Teens, für die Fiesta ist das Thema …“ „Wie sagten sie doch, ist ihr Name?“, unterbrach sie mich. „Paul Oktober. Gnädige Frau. “ „Lass den Schmus, der Paul Oktober? Der Fotograf der Fiesta?“ „Ich bin so frei und freue mich, für sie ein der zu sein. “ „Ich habe verteufelt wenig Zeit, ich muss heute Abend noch nach München.

Sie sind doch hier in Stuttgart. Kann ich sie besuchen? Wenn ja, wo und wann …“ „Sofort, wenn sie wollen. Die Adresse ist …“

Lis und Kim hatten mit offenem Mund zugehört. Als ich sofort und dann unsere Adresse sagte, flitze Kim gleich los. „Ich mache die Bibliothek klar“, waren ihre Worte beim Hinausgehen.

„Bibliothek?“ Ich sah Lis fragend an. „Bibliothek“, sagte sie. „Frau Uhse ist eine vornehme Dame.

Es dauerte knapp eine halbe Stunde da läutete es. Beate Uhse. Sie ist recht klein, hat einen kräftigen Händedruck und ein energisches Auftreten. Sie war mir auf Anhieb sympathisch.

„Sie also sind Paul Oktober. Die Portraits, die ich von ihnen gesehen habe, lügen. Sie sehen viel jünger aus, aber“, sie sah mit tief in die Augen „… sie haben die Erfahrung und das Können. Und nun, weihen sie mich bitte genau ein, um was es geht, dann sagen sie mir, wie ich ihnen helfen kann, danach sage ich ihnen, was ich von ihnen dafür haben will.

Um Vier geht mein Zug. Wenn ihre Pläne gut sind, geht um Sechs der Nächste. Wenn sie ein Besprechungszimmer in ihrem Atelier haben, dann ziehen wir am besten dorthin um, ich liebe die Atmosphäre der Arbeit. „

Wir zogen um, dabei grinste ich Lis an. Die hob nur die Schultern und grinste zurück. In meinem Wohnzimmer, wo ich immer noch meine Kunden empfange, war es natürlich sauber, es lagen aber Dutzende von Zeitschriften und neuere Fotos herum.

Frau Uhse fand das offensichtlich Normal. Ich zeigte ihr den Brief, der Auslöser für alles war. Lis servierte Mokka und Baklava. Ich sagte ihr, was ich mit Mikel besprochen hatte. Sie blätterte durch die letzten Nachbarn, ich legte ihr diskret das Wäschesonderheft von Willi hin. Sie verstand sehr wohl den Wink. Dann bat sie, mit Mikel telefonieren zu können. Ich sagte ihm, um was es ging, dann sprachen die Zwei miteinander.

Sie bekam ihren Zug und der Verlag hatte einen neuen potenten Kunden.

Ihr Anruf in Hamburg brachte das komplette Sortiment, in doppelter Ausführung, per Boten, auf den Weg. Die benutzten Spielzeuge konnten zu einem Einheitspreis von 18 Mark an die Darstellerinnen abgegeben werden. Sicher kein schlechtes Angebot.

„Kim, mein Schatz, du hast für diese Idee einen Wunsch frei. Ich werde Mikel sagen, dass er dir einen kleinen Scheck schicken könnte. Deine Idee hat uns viel Rennerei erspart und Beate Uhse ist kompetent.

Gespannt bin ich aber auf die Beraterin, die sie uns versprochen hat. Beraterin für die Anwendung von Dildos?“

Ich rief beim Absender des Briefes an, der den ganzen Aufruhr verursacht. Sollten die Damen plötzlich nein sagen, nun, dann hatten wir ein Problem, aber nur ein Kleines. Auch für die verrücktesten Themen gibt es Models. Es gab aber kein Problem, wir wurden freudig erwartet. Ich hatte deutlich gemacht, dass es erst einmal um eine Besprechung ging, der eigentliche Termin sei am kommenden Samstag.

Lis kam mit, Kim wurde von Mom gebraucht.

Die Adresse war zwischen Fellbach und Schorndorf, am Eingang zum Remstal. Es dauerte ein Weilchen, bis wir die Adresse fanden, obwohl ich schon zweimal daran vorbeigefahren war. Es handelte sich offensichtlich um ein Landgasthaus, sehr im abseits, etwas trist wirkend und ohne jede Reklame. Es war Halbsechs. Ich läutete.

„Oh wie schön, dass sie uns gefunden haben, kommen sie doch rein, und das Fräulein auch“, wurden wir, von einer (für uns) älteren Dame, fröhlich begrüßt und dann in eine Art Wirtsstube geführt.

Ich sage eine Art, weil es drei Tische mit je sechs Stühlen und einen Tresen gab, im Hintergrund des Raumes. Im Vordergrund, an den Fenstern, waren aber gemütliche Sitzgruppen mit Sofa und Sessel. Das sah mehr wie ein Wohnzimmer für eine sehr große Familie aus.

„Ich bin die Bertha Leindinger, eine der beiden Besitzer des Hauses. Meine Schwester Martha kommt auch gleich, und in einer halben Stunde ist der ganze Rest der Belegschaft da.

Ich stellte Lis als meine Verlobte und Assistentin vor. „Ein schönes Anwesen haben sie da, wenn auch etwas seltsam eingerichtet. Ein Wirtshaus ist das wohl nicht mehr?“, konnte ich meine Neugierde nicht ganz zähmen.

„Nein, Wirtshaus nicht, Gasthaus nicht so recht, aber lassen sie uns doch zuerst setzen, wohin – wenn sie ein Most oder ein Bier trinken möchten, am besten am Tisch. Sonst …“, empfahl Bertha.

„Oh, einen gespritzten Most, wenn es das gibt, das wäre prima“, freute sich Lis schon darauf. Es gab. Im Nu war ein Krug, dessen Wände vom kühlen Most perlten und zwei Flaschen Mineralwasser, zusammen mit vier Gläsern, auf dem Tisch. Wir saßen kaum, da kam Martha, die Schwester. Sie begrüßte uns so freundlich wie Bertha.

„Der Brief von Lene scheint also eingetroffen zu sein. Wenn sie sich die Mühe machen hier her zu kommen, scheint er ihr Interesse gefunden zu haben.

Wir haben, wegen dieser frechen Frage der Dildos wegen, eigentlich nicht so ganz daran geglaubt. Oder sind sie nur hier, um deswegen mit uns zu sprechen?“, begann Bertha. Sie scheint, bisher, der Wortführer zu sein. Martha sah eher etwas schüchtern aus.

„Ja, gerade wegen der Sache mit den Dildos sind wir hier, aber nicht, weil es nicht unser Interesse fand, sondern weil es sogar unser ganz besonderes Interesse fand“, erwiderte ich.

Schnell fügte ich hinzu: „Wir haben schon Hunderte von Bildern dieser Art gemacht, das waren aber meist Bilder mit Profis. Von Amateuren, um die es hier ja wohl geht, wenn ich das Schreiben richtig interpretiere, da hatten wir das Angebot noch nie. Es wird also eine Premiere. „

Martha kicherte und Bertha lachte: „Das kann ich mir wohl denken. Ich hoffe jetzt nur, sie denken nicht, wir wären eine versaute Bande oder so was in dieser Richtung.

Wir sind arbeitsame Bürger und haben, so hoffe ich doch, einen tadellosen Ruf. Wenn ich ihre lächelnde Verlobte und sie aber so anschaue, dann denke ich, dass es genau diese Frage ist, die sie hertrieb. Nun“, sie schenkte uns nach „bevor der Rest der Belegschaft kommt, werde ich ihnen sagen, was unser Problem ist. Es ist nicht ganz einfach zu erklären. “ Sie starrte zum Fenster. „Vor einigen Jahren hat der Schlag meinen Mann getroffen.

Ich stand da, mit einem Gasthaus, das sich kaum noch lohnt. Kaum Gäste im Wirtshaus und noch weniger Gäste in den Zimmern oben. Das Remstal war nicht mehr gefragt; mit dem Auto gibt es schönere Ziele von Stuttgart aus. Ich dachte daran, einfach zu zumachen und zu verkaufen. Da stand plötzlich Martha vor der Tür. Ihr Mann hat sie wegen einer Jüngeren sitzen lassen, ihre große Wohnung konnte sie nicht mehr bezahlen. So kam sie halt zurück ins Vaterhaus.

Was tun? Ich werde es kurz machen, die Mädchen kommen gleich nach Hause. An einem der nächsten Wochenenden fiel eine Gruppe junger Frauen hier ein. Sie waren auf einer Wanderung und hatten unsere Adresse in einem alten Reiseführer entdeckt. Sie wollten bei uns Mittagessen. Darauf waren nun weder Martha noch ich vorbereitet, die wenigen Gäste die kamen, wollen ein Vesper mit Hausmacher Wurst und etwas zu trinken – aber warmes Essen?
Die Gäste wirkten sehr enttäuscht, ich bekam irgendwie Mitleid mit ihnen.

Ich dachte nach. Unser Garten war voll mit Gemüse, im Kühlraum hing ich einen großen Vorrat Roter (geräucherte Rindswürstchen), den Martha verkaufen wollte. Ich bot meinen Gästen an, ihnen einen deftigen Gemüseeintopf, frisch aus dem Garten, mit reichlich Wurst zu machen. Sie waren einverstanden, zwei der Frauen boten mir sogar an, beim Gemüseputzen zu helfen. Nun, es wurde ein Riesentopf und – er wurde völlig leer gefuttert. Die Damen waren begeistert und lobten meine Kochkunst.

Endlich mal wieder richtige Hausmannskost und nicht die nächste Version des ewig gleichen Jäger- oder Zigeunerschnitzels, lobten sie.

Wir kamen ins Gespräch und dann kam es heraus: Sie wohnten in Stuttgart in einem dieser Frauenhäuser, in dem Frauen, die Ärger mit ihren Männern oder Freunden haben, unterkommen können. Nun stand ihnen die Kündigung ins Haus. Die Wanderung heute, sollte so eine Art Abschied sein. Zum Monatsende müssen alle raus, in eine eigene Wohnung.

Sie hatten vergebens versucht ein großes Haus oder so etwas zu finden, wo sie wieder gemeinsam wohnen konnten, denn im Laufe der Zeit hätten sie sich halt angefreundet. „

Martha übernahm das Wort. „Meine Schwester ist sicher die klügere von uns beiden, aber manchmal fehlt ihr die Fantasie. Ich sagte den Damen, dass wir vorhatten, das Haus zu schließen und zu verkaufen. Wenn die Damen aber Interesse hätten, oben in den 18 Zimmern, die wir haben, zu wohnen, dann würde es uns, Bertha und mir, eine Freude sein, das Haus in eine Pension umzuwandeln.

Wenn sie wollen, mit Frühstück und Abendbrot. „

„Die nächsten Minuten, konnte man kein Wort verstehen, unsere Gäste machten einen Höllenlärm mit ihrem Durcheinandergerede“, setzte Bertha fort. „Dann rief eine: ‚Ruhe!‘, und es wurde schlagartig ruhig. Sie meinte das wäre sehr wohl überlegenswert, dazu müssten sie jedoch die Zimmer sehen und Preise hören. “ Sie hob den Kopf. „Ich höre draußen Autos, sie kommen. Ganz schnell noch, wir einigten uns, sie wohnen jetzt bereits über ein Jahr bei uns.

Das ganze Haus ist darauf abgestellt, daher die seltsame Möblierung. So war uns allen geholfen. Alle sind wohl auch glücklich mit dieser Lösung. „

Die Türe ging auf, und ein ganzer Pulk junger Frauen kam herein. Wir wurden freundlich begrüßt aber nicht weiter beachtet. Eine der zuletzt hereingekommenen Frauen stutzte bei meinem Anblick.

„Kann es sein, dass ich sie kenne?“, wollte sie wissen. „Ich bin Lene Huber.

Sekretärin. Oh, jetzt erkenne ich sie, der Fotograf. Sie haben also meine Post bekommen. Wow, Mädchen hört, der Fotograf ist da! Unser Brief scheint angekommen zu sein. „

Ich habe es nicht gleich nachgezählt, es waren aber, wie sich herausstellte, 18 junge Frauen, die plötzlich um uns herumstanden, und uns die Hand schütteln wollten.

„Ja, richtig geraten und das ist Lis, meine Frau und Assistentin. Wir haben die Post bekommen.

Deshalb sind wir zu einer Vorbesprechung da. Ich hatte vorher bei Bertha Leindinger angerufen. „

„Und? Klappt das mit der Party?“, wollte Lene wissen.

„Vorab – ja. Ich habe die Genehmigung des Verlags und einen kompetenten Lieferanten. Auch für die Wäsche ist gesorgt. Termin ist kommender Samstag, Beginn Acht Uhr, Ende offen. Wenn es den Damen genehm ist“, beruhigte ich die aufkochende Emotionen. Ein Geraune und Kichern füllte den Raum.

Ich vermeinte fast, ein Aufatmen zu spüren. Ich sah, dass ein paar der Frauen sich in den Arm nahmen und drückten. In meinem Hinterkopf spuckte das Wort Lesben herum. Nun, wenn schon.

„Meine Damen, es wäre mir lieb, wenn sie eine aus ihrer Mitte als Sprecherin wählen würden. Mit ihr würde ich dann gerne ein Gespräch führen. Natürlich können sie alle dabei bleiben, gegen Zwischenfragen habe ich nichts, solange sie hilfreich sind.

„Ich denke, die Sprecherin bin ich“, meldete sich Lene. „Haben sie und ihre Frau genug Zeit mitgebracht, oder eilt es? Falls sie genug Zeit haben, würde ich vorschlagen, wir essen jetzt zu Abend, denn wir sind alle ausgehungert. Sie sind natürlich eingeladen. Sonst unterhalten wir uns halt sofort. Ich fürchte, so bekannte Leute wie sie, haben kaum Zeit für große Gespräche. „

„Halt, halt, nicht so schnell“, meinte Lis laut und deutlich.

„Wir haben immer Zeit für unsere Klienten. Ich habe da aber zuerst eine Frage an Frau Leindinger, sie sagten vorher, sie hätten 18 Zimmer und es seien 14 Frauen da. Haben sie vielleicht ein Gästezimmer frei?“

„Ahm … ja, das Bett müsste frisch bezogen werden, das ist aber schnell gemacht. Warum?“

„Weil ich jetzt Paul überreden werde, dass wir hier übernachten. Dann haben wir genug Zeit, über alles zu reden.

Ich hoffe sie haben von der Hausmacher Wurst noch etwas am Lager und noch mehr von diesem wirklich tollen Most. Dann kann Paul auch einen Schluck mehr davon trinken, wenn er nicht mehr fahren muss“, grinste sie.

„Ich habe nichts dagegen, wenn es nicht zu viele Umstände macht. Du solltest dann aber bei Mom und Kim anrufen, dass sie sich keine Sorgen machen. “ Ich fand ihre Idee nicht schlecht, vor allem deswegen, weil morgen früh ja die ersten drei Stunden in der Abiturklasse ausfielen.

Irgendeine Konferenz.

„Serafina, du hast diesen Monat Wäscheaufsicht, kannst du das erledigen? Zimmer 18 „, übernahm Bertha das Kommando. „Zum Abendessen gibt es heute Hausmacher Wurst und Backsteinkäse. Most, wer will, sonst Tee wie üblich. Martha und ich werden sofort auftragen. Helga und Gesine, ihr seid mit Tischdecken dran, unsere Gäste sitzen am Stammtisch mit Lene, Mira, Martha und mir. Vorher geht es noch zum Frisch machen. Abmarsch!“

Die Damen waren das scheinbar gewohnt.

Nach knapp einer Viertelstunde waren die Tische gedeckt und alle wieder da. Das Angebot an Hausmacher Wurst war überzeugend und reichlich, der Backsteinkäse stank verführerisch. Sogar Selleriesalz gab es dazu. Das Brot wurde am Tisch, von einem riesigen Sauerteiglaib, aus dem Steinofen, abgeschnitten. Die Butter leuchtete als goldgelber Kloß von einem Teller, Butter vom Bauer. Lis und ich schlugen mächtig zu.

„Prima, ganz prima. Wo bekommt man denn heute noch so was? In Stuttgart auf jeden Fall nicht“, wollte ich wissen.

„Wir haben da ein paar Bauern, tief im Welzheimer Wald. Die sind noch 100 Jahre zurück. Martha holt dort die Ware und verkauft sie in Schorndorf und Fellbach auf dem Markt. Ich füttere unsere verfressenen Bestien damit, zum Frühstück und zum Abendessen. Da wissen wir wenigstens alle, was wir haben“, lachte Bertha.

Unser Hunger war gestillt, nun konnte es, langsam, an die Arbeit gehen. „Es würde mich schon arg interessieren, wie ihr zu diesem, doch recht ungewöhnlichen Angebot, mit den Dildos, gekommen seid“, wollte ich von Lene wissen.

„Das ist eigentlich ganz einfach. Vor vier Wochen bummelte ich in Stuttgart herum. Ich hatte den Nachmittag frei. Die Neugierde trieb mich in so einen Laden, der gebrauchte Bücher und Zeitschriften verkauft. Nun, ich betrat auch die Abteilung: Nur für Erwachsene. Ich war erst ein wenig schockiert, da plötzlich Hefte mit Bildern von kopulierenden Paaren zu sehen. Ich nahm andere Hefte zur Hand – nackte Frauen, na gut, da konnte ich in den Spiegel schauen.

Dann sah ich Bilder von Frauen die mit Dildos an sich herumfummelten. Ich denke, ihr wisst schon, was es da gibt und zugegebenermaßen, wir alle hier im Haus haben schon mal Gegenstände dazu benutzt. Der Griff vom Schraubenzieher, eine gut geformte Spraydose und Wasweißich. “ Sie wurde etwas rot im Gesicht und Mira kicherte. „Ich will damit nur ausdrücken, dass wir sehr wohl wissen, wie das geht. Doch zurück zu dem Laden. Ich suchte etwas, was ich mit nach Hause nehmen könnte, dass das Haus aber nicht in Brand setzen würde.

Da fielen mir ein paar Hefte der Fiesta in die Hand, die Sonderhefte 1 bis 6 . Die Fotos waren klar und nicht brutal, die Themen schienen interessant. Ich kaufte sie und nahm sie mit auf mein Zimmer. “ Sie trank einen großen Schluck Most und schenkte mir und sich gleich nach.

„Gleich beim ersten Heft blieb ich hängen. Mickis wilde Mädchen. Wahnsinn – ihre Geschichte glich so sehr der unseren.

Ich fühlte mich ganz eigenartig. Ich las die Geschichte dieser Mai, auch im zweiten Heft, als alles gut ausgegangen zu sein schien. Am nächsten Tag war ich im Büro arg zerstreut. Es fiel nicht auf, aber meine Gedanken waren bei Mickis Mädchen. Abends bat ich Mira, bei mir zu schlafen. Ich las ihr beide Geschichten vor und sie blätterte derweil in den anderen Heften. Es ging ihr wie mir. „

„Die Geschichte berührte mich ganz merkwürdig“, fiel ihr Mira ins Wort.

„Wir alle hier im Haus haben etwa das gleiche Schicksal. Wir sind Opfer von Gewalt. Wir wurden von unseren Männern oder so genannten Freunden vergewaltigt, viele auch noch ständig verprügelt. Wir sind alle in Behandlung bei verschiedenen Seelenklempnern. Vor zwei Jahren konnte ich nicht einmal mit einem Mann reden, ohne hysterisch zu werden. In näheren Kontakt zu einem wollen wir noch nicht wieder kommen, obwohl es uns dazu drängt. Die Geschichte der wilden Mädchen, zeigte nun eine Lösung auf, die zwar ungewöhnlich ist, aber in Vielem unseren Neigungen entgegenkam.

Ich sprach darüber mit meiner Psychiaterin, ich zeigte ihr auch die Hefte. Wir hatten an diesem Tag eine lange Sitzung. Dabei kam heraus …“ Sie wurde plötzlich knallrot und ergriff die Hand von Lene.

„Egal, es muss raus. Nun, ich wurde von drei jungen Männern verschleppt und in einer Scheune vergewaltigt. Das Martyrium dauerte zwei Tage. Wie oft sie in mich drangen, nur von kurzen Schlafens- und Essenspausen unterbrochen, das weiß ich nicht mehr.

Sie ließen mich in der Scheune liegen. Erst ein Tag später wurde ich von Kindern gefunden. Die Burschen sitzen jetzt im Zuchthaus.

Wie ich bereits sagte, habe ich noch Angst vor Männer. Mit Ihnen zu reden … Ich vertraue den Geschichten in den Heften und dem Prospekt, dass sie ihre Kunden nie anrühren und – in der Gemeinschaft ist die Gefahr ja wohl auch sehr gering. „

„Es nützt nichts, wenn ich Sie jetzt bedauere“, sagte ich und Lis nickte wieder einmal heftig.

„Sie scheinen aber auf dem besten Weg zu sein, den Schaden zu beheben … nein, so geht es auch nicht, abzuschreiben wäre vielleicht richtiger. “ Mira lächelte. „Ich kann jetzt ihre Gemeinschaft gut verstehen, wenn, wie sie sagen, alle das gleiche oder ein ähnliches Schicksal hatten. Eine Erklärung für die Dildos ist das aber noch nicht. „

„Doch. Ich habe ja noch gar nicht gesagt, was bei der letzten Sitzung herauskam, ich habe erst einmal den peinlichen Hintergrund erwähnt“, stelle Mira mit fester Stimme klar.

„Heraus kam, dass ich, zumindest tief im Inneren, eine abartige Lust auf Sex habe. Es gab keine Nacht, in der ich nicht stundenlang an mir herumspielte. Ich will dieses männliche Ding wieder in mir spüren, ich will das Gefühl. Was ich nicht will, das ist die Gewalt, die Brutalität, der Schweißgestank der Männer – Männer – ich will einen Mann, der mich auch liebt, aber woher nehmen? Ich hatte Angst. Meine Finger genügten bald nicht mehr, ich steckte alles in mich hinein …“

Ihr Gesicht war jetzt sehr bleich, sie begann zu schluchzen.

Lis nahm sie in den Arm, tröstend. Bertha nahm sie ihr ab und ging mit ihr in den Wohnteil der Schankstube.

„Mehr oder weniger geht uns das allen so. Jetzt kommt es nur noch in Schüben, aber es kommt“, fuhr Lene, ein klein wenig kläglich, fort. „Unsere Idee ist, wir haben alle darüber gesprochen und auch den Rat der Seelenklempner eingeholt, durch ein Überangebot und einem wollüstigen Schwelgen, aus diesem Teufelskreis herauszukommen.

Die Fotos sollen dann Beweis sein, was wir da tun, denn manche von uns wissen am Morgen nicht mehr, was sie taten. Die Bilder sollen gruselig schön sein, geil, wahnsinnig geil, wir wollen damit den Männern zeigen, dass wir sie nicht brauchen, um uns das mit Gewalt anzutun. Es ist auch ein wenig wie Schneewittchen, nur Liebe kann uns noch aufwecken – Liebe …“

„Ihr macht mir ein klein wenig Angst.

Was ist, wenn eine von euch am Samstag ausrastet? Da bin ich nicht darauf vorbereitet“, machte ich ihr meine Sorgen klar.

„Das wird kaum passieren, wenn doch, haben wir Beruhigungsspritzen, bekommen vom Arzt. Ein Psychiater wird ebenfalls im Haus sein. Bedenke bitte auch unser Problem, es soll eine Therapie sein. „

„Das ist mir schon klar, ich will mich da auch überhaupt nicht davon drücken, ich habe Angst um euch, nicht um mich.

„Mein Gott Paul“, schimpfte Lis mit mir. „Das sind alles erwachsene Frauen, die Frust abbauen müssen. Dir werden sie kaum etwas tun, angesichts der Ursache. Sie selbst wollen doch wohl eine Lösung, also sei kein Feigling und tue deine Pflicht als Fotograf. Bei den Mickimäusen hat die Therapie geholfen, die bersten heute vor Selbstachtung und haben den Spieß umgedreht, die Männer müssen jetzt erst ihnen ihre Liebe beweisen. Hier wird es auch helfen, vielleicht nicht bei allen, aber ein Versuch ist es immer wert.

„Du hast natürlich Recht“, stimmte ich ihr zu. „Haben alle aufgegessen?“, rief ich in die Runde. Alle hatten. „Dann lasst uns reden, ich denke in der Sitzgruppe ist es am bequemsten. Aber einen Krug Most, dort, könnte ich noch gut vertragen. Er ist einfach köstlich. „

Wir zogen um, ein Krug Most kam mit. Ich holte zu meiner Begrüßungsrede aus und erklärte allen das Du und das warum.

Es kamen keine Fragen und keine Zwischenrufe. Dann war Lis dran. Sie zog ihre Rede mit Routine durch. Da kamen Zwischenfragen. Wegen der Wäsche. Lis verteilte Fragebögen. Die Konzentration schwand, sie wand sich den Fragebogen zu.

„Ich möchte die Bögen morgen früh mitnehmen, die Damen. Ihr habt die ganze Nacht Zeit dafür, jetzt braucht Paul wieder eure Aufmerksamkeit“, rief sie in den Raum. Sofort herrschte Ruhe.

„Ich bin aufgeklärt …“ lautes Gelächter.

„… über euer Problem. Lene und Mira haben es mir geschildert. Nun haben wir da ein Angebot von Beate Uhse, uns am Samstag eine, wie will ich es sagen, eine Dildo-Beraterin? Nun gut, eine solche zu schicken. Denkt ihr, das wäre opportun? Ich meine, ist sie euch willkommen? Ich möchte nicht, dass sie hier einfach ausgebuht wird. “ Gelächter.

„Vielleicht lernen wir ja was dazu?“ „Führt sie uns die Dinger dann auch vor?“ „Hat sie denn genug Praxis?“ „Wir dürfen die Dildos doch auch selbst mal …“

Das Chaos war wieder einmal perfekt.

„Nein!“, schrie ich zurück. „Nicht, wenn ihr euch nicht beherrschen könnt. “ Dann im ruhigeren Ton. „Sonst natürlich schon. Ich bin befugt, euch zu sagen, dass darüber hinaus, auch jedes bei einem Shooting benutzte Spielzeug, für 18 Mark abgegeben wird. „

„Shooting?“, kam unvermeidlich die Frage.

Ich erklärte den Begriff. Endlich waren alle Fragen durch. Die Ersten begannen sich schon zurückzuziehen, morgen früh ist die Nacht rum.

Zuletzt war nur noch der Stammtisch da, wie Bertha vor vier Stunden zu unserer Tischbesetzung sagte. Ich hatte zuvor noch ein paar Einzelgespräche, Lis auch. Die Damen sind, wie sich herausstellte, durchaus eitel. Ob sie denn vielleicht die Fingernägel bemalen dürften? Ob sie die Muschi vielleicht rasieren sollten? Ob es schlimm sei, wenn sie beim Spielen einen Orgasmus hätten, das sei ja eigentlich der Zweck der Übung und, ob man das auf dem Foto sehen würde.

Ob ich diesen Moment erkennen würde …?

Wir prosteten uns ein letztes Mal zu. Frühstück um Acht, dann sei die Meute bereits weg. „Gute Nacht“

Lene brachte uns auf unser Zimmer. Es war etwas unmodern eingerichtet, hatte aber ein Riesenbett, wie ich es liebe. Im kleinen Bad mit Dusche, gab es neben Handtücher auch Seife, Zahnbürsten in Zellophan, Zahncreme und einen Einmalrasierer. Ich befreite mich erst einmal vom Most, der arg auf die Blase drückte.

Im Zimmer war immer noch Lene. Mir schwante Böses, als ich die funkelnden Augen von Lis sah. Ihr verdammt gutes Herz.

„Lene ist einverstanden heute bei uns zu schlafen. Ich habe ihr gesagt, um was es geht und die Regeln erklärt. “ Lene wurde rot bis zu den Haarwurzeln.

„Na schön“, sagte ich bewusst freundlich. „Dann ab ins Klo mit euch, dann in die Heia. Eine Stunde lang gibt es sicher noch viel zu reden.

“ Ich zog mich aus und hüpfte ins Bett. Das Zimmer war warm genug, die dünne Decke hängte ich über das Fußende.

Lene starrte Klein Paul an, dann zog Lis sie ins Bad. Nach 10 Minuten kamen sie wieder. Lis lag rechts von mir, wie gewohnt, Lene steif auf meiner Linken. Ich beachtete sie bewusst nicht, dabei hatte sie eine sehr nette beachtenswerte Figur. Ich freute mich auf die Fotos.

„Ich bin heute etwas durcheinander“, begann ich. „Lis, wir hatten bisher viel Erotik, aber doch recht wenig Frust. Selbst damals bei den Mickimäusen hat man nichts davon gemerkt. Die hatten offensichtlich viel Spaß am fotografiert werden. „

„Ja, das hatten sie, das merkte man in jedem Augenblick. Die hatten aber auch weniger ein Problem mit den Männern als solche, sondern mehr mit ihrem eigenen inneren Schweinehund. „

„Hatten diese Mädchen eigentlich auch sexuelle Entzugserscheinungen?“, fragte Lene unerwartet.

„Puh, ich glaube die haben sich im Entzug von allem befleißigt. Männer? Ich habe nichts gehört. Wie sich später herausstellte, hatten sie aber keine Angst davor“, meinte Lis. „Dabei wurden sie sicher sehr oft mit Gewalt genommen. „

„Ich wollte, ich wäre soweit und könnte einem Mann wieder vertrauen. Entschuldige Paul, ich meine das mehr allgemein. “ Sie sah, wieder einmal zu Klein Paul. „Bist du eigentlich impotent?“, kam dann die überraschende Frage an mich.

Lis lachte laut auf.

Ich war geschockt. „Wie kommst du denn bloß dadrauf, impotent? Nein, bestimmt nicht. „

„Warum steht dein Ding dann nicht weit und gierig ab. So wie ich es bei den anderen Männern immer sah. Dieses dicke, nasse Ding, das ist es, dass ich so …“ Sie schüttelte sich, Gänsehaut jagte über ihren Körper, sie hatte offensichtlich einen Orgasmus. Alleine beim Gedanken daran.

„Ach Scheiße … ich fürchte es ja gar nicht, ich will es und ich hasse es, was es mir antat …“

Ich nahm sie einfach in den Arm und zog sie an mich. Sie versteifte sich. Ich gab ihr einen Kuss, noch einen, ihre Zunge kam mir entgegen, sie wurde weich in meinen Armen. Ich streichelte sie zart, kam ihr aber an den gewissen Stellen nicht zu nahe. Sie seufzte. Noch einen Kuss, nicht zu heftig, gerade so wie ihn meine Frauen mögen, dann ließ ich sie wieder los.

„Puh … Paul … Lis, er hat mich geküsst. Entschuldige, ich habe ihn nicht darum gebeten, es nicht einmal … was macht ihr mit mir?“

„Machen? Nichts natürlich“, lächelte Lis. „Küssen darf Paul alle Mädchen, die er mag. Gebumst wird zu Hause. Er hat zwar noch zwei Freilose, aber im Prinzip ist es so. „

„Bumsen? Nein, das möchte ich keinesfalls, aber so im Arm eines Mannes, mein Gott, das war schön.

Könntest du noch mal …“

„Du kannst nachher in meinem Arm schlafen. Es wird dir nichts geschehen. Ich weiß mich sehr wohl zu beherrschen, aber bitte, ich hätte da noch eine Frage. Würdest du sie beantworten?“

„Im Arm eines Mannes schlafen ohne … davon habe ich noch nicht einmal geträumt. Aber welche Frage hast du?“

„Seid ihr eigentlich Lesben?“

Sie kicherte. „Lesben? Ach Paul, das wäre der beste Weg gewesen, aus unserem Dilemma herauszukommen.

Liebe zwischen Frauen und Ablehnung, gar Hass auf Männer. Dr. Maas, meine Psychiaterin, meint, in unserer Situation wäre das im Allgemeinen der Königsweg. Unser Problem ist es aber, dass wir einen Mann wollen und brauchen. Viele von uns mögen es zwar, mit einer Freundin zu schmusen, aber auch ihnen genügt das alleine nicht. Uns fehlt das ekelhafte gefürchtete Ding, das Echte, dabei ist ein Phallus ein schrecklicher Albtraum für uns. Das macht es ja so schwer.

„Das Problem mit der Vergewaltigung, kenne ich von zwei sehr guten Freundinnen her, die hatten aber ein anderes Problem, die Burschen brachten es nicht. Es blieb bei einer Vergewaltigung, ein Orgasmus kam erst gar nicht auf. Das bringt natürlich auch Frustration und Hass. Was war dann aber genau dein Problem, so ganz verstehe ich es immer noch nicht“, insistierte ich.
„Das haben wir nun schon so oft analysiert; ich mochte den Akt, ich mochte das Gefühl, ich wurde süchtig danach.

Was ich nicht will, ist die Art, die Brutalität, das fehlende … Oh Scheiße, das ist es ja, da war nur Erniedrigung und Gewalt, das kann es doch nicht sein. Ich habe noch nie Zärtlichkeit genossen, ohne gleich darauf wieder hinab in den Sumpf der Begierde gezogen zu werden. Mit Gewalt. Und, ob das wirklich Zärtlichkeit war … Ein flüchtiger Kuss, ein tatschen an die Brust … Vorhin … so stelle ich mir das schon eher vor.

Ich habe viel gelesen, die Schilderungen von Liebesszenen kommen mir da immer abstrus vor, ich glaube einfach nicht, dass es das gibt. „

„Lene, glaube mir, das gibt es. Ich habe mit Paul schon so viele romantische Stunden erlebt, das würde fast für ein Leben reichen“, sagte Lis. Dann erzählte sie von ihrer Zeit als Jungfrau, sie verstieg sich sogar dazu, unsere Hochzeitsnacht haargenau zu schildern. Sie zitierte Renate und Kim.

Meine Frauen müssen wohl dauernd über das Thema Eins quasseln. Endlich ließ sie von mir ab und sprach von Kristin und Axel, von Renate und Hans, von Leila und Peter. Sie kannte viele Beispiele und wusste sehr gut in deren Schlafzimmer Bescheid. Dann fiel mir ein, mein Satansbraten musste ja gar nicht alles wissen, sie hatte genug Erfahrung in dem, was sein könnte. Sie wollte Lene einfach mit solchen Geschichten beruhigen.

„Ich denke, jetzt ist es genug.

Gleich Halbzwölf. Nachtruhe“, befahl ich, gab Lis einen Kuss, zog die Decke hoch und nahm Lene in den Arm. Sie reckte den Kopf hoch, wollte auch einen Kuss, dann schmiegte sie sich fest an mich, mit dem ganzen Körper. Vertrauensvoll. Es dauerte nicht lange, dann hörte ich den ruhigen Atem von Lis und ihr, ich schlief auch ein.

Ich wachte auf, eine Hand lag auf Klein Paul. Lene. Klein Paul wusste was sich gehört, er schlief friedlich.

Ich küsste Lene in den Nacken. Sie zog verschlafen die Hand weg, dafür presste sie ihre nasse Muschi fest an meinen Oberschenkel. Ich küsste nochmals ihr Gesicht, dann schlief ich wieder ein. Lene war nicht aufgewacht.

Der Morgen schimmerte zum Fenster herein, ich blinzelte. Lene lag immer noch eng bei mir, meinen Rücken hatte Lis erobert. Sie atmete noch tief und leise. Lene wurde unruhig. Sie fasste meine Hand und zog sie, im Halbschlaf, zwischen ihre Beine.

Ich spreizte den Mittelfinger nach innen, sie nutzte ihn und onanierte, kaum eine Minute und sie kam mit Macht. Sie stöhnte leise und genussvoll, dann drehte sie sich weg von mir, die eigene Hand zwischen den Beinen. Tiefer, ruhiger Atem. Ich drehte mich zu Lis, sie klammerte unbewusst, wie so oft getan, im Schlaf. Draußen sang die Amsel ihr Morgenlied.

„Was für ein seltsamer Traum“, hörte ich eine Stimme. „Oh!“ Panik klang durch.

„Oh, wo bin ich?“ Lene fuhr neben mir hoch. Ich drehte den Kopf nach ihr, Lis nörgelte und drehte sich weg.

„Paul! Oh Gott, ich habe mit einem Mann im Bett geschlafen. “ Sie begann, an sich herumzutasten. „Ich spüre nichts. Oh Gott, du hast mir nichts getan? Wer ist das?“ Sie bemerkte, dass Lis neben mir lag. „Ach ja, Lis, deine Frau, sie schläft noch. Hast du sie gehau … nein, da war nichts, du hast – du hast mich geküsst.

Obwohl deine Frau da war. Jetzt ist sie sicher sehr böse auf mich. „

„Ach halt doch die Klappe, nichts ist geschehen. Mach dich doch nicht selbst verrückt. Wir haben ganz normal zusammen – beisammen geschlafen. Ohne Sex, einfach so, das geht nämlich auch“, holte ich sie in die Wirklichkeit zurück.

„Ahm – aber – du hast mich geküsst und du warst in mir. Das habe ich doch nicht nur geträumt?“

„Natürlich habe ich dir einen Gutenachtkuss gegeben und du hast ihn erwidert.

Es schien dir gefallen zu haben. In dir war ich auch, aber nicht mit – du weißt schon. Du hast mit meiner Hand an dir gespielt und bist gekommen, dann hast du gegrunzt und dich weggedreht. Es ging so schnell, dass ich mich gar dagegen wehren konnte. “ Ich übertrieb bewusst, dass ich einen Finger … na, das brauchte sie ja nicht zu wissen, es macht ihr womöglich Angst.

„Du meinst ich – ich hätte dich – vergewaltigt kann man da wohl nicht sagen?“ Sie lachte irgendwie befreit los.

„Und ich habe selbst, mit deinem Finger – oh, was bin ich für eine Schlimme. “ Ihr Lachen wurde lauter, Lis erwachte.

„Na, ja. Ich hätte sie ja wegnehmen können, meine Hand. Nachdem du so weit warst, tat ich es auch. Du hast aber auch ganz schön mit deiner Muschi an meinem Bein gerubbelt. Ich war patschnass“, übertrieb ich jetzt maßlos.

„Oh, dann war ich ja wirklich eine ganz Böse.

Entschuldige bitte, das war nicht meine Absicht. Aber, mit einem Mann …“

„Verdammt“, knurrte Lis. „Jetzt küsst euch endlich, ich will noch eine Stunde schlafen. Ich muss noch wachsen und brauche meinen Schönheitsschlaf. „

Lene nahm das Angebot sofort an, wir schlabberten und schmusten. Sie drückte sich ganz fest an mich. Ohne dass ich sie da unten berührte, kam sie und kam sie … Jetzt war ich wirklich Nass.

Lene genoss es und Lis war wieder eingeschlafen.

Es klopfte an die Türe. „Aufstehen, Frühstück!“ Es war kurz vor Acht. Lene schreckte hoch. Ihre Augen waren klar. Sie wusste, wo sie war. Sie seufzte abgrundtief aber zufrieden. Ich ging ins Bad.

Das Frühstück war ausgezeichnet. An einem Buffet gab es alles, was mein Magen brauchte. Mehr als das, auch das gab es, was er nicht brauchte, aber was ich mochte.

Die Damen leben nicht schlecht.

Mit am Tisch saßen, außer Lis, nur Lene und Bertha. Der Rest war schon weg, zur Arbeit. Von Lene nahm man an, sie sei ebenfalls schon weg. Jetzt sah mich Bertha mit großen fragenden Augen an.

„Sie hat bei uns geschlafen. Es ist ihr nichts geschehen, Lis kann dir das vielleicht am Samstag erzählen, warum und wieso. Sie hat Lene ja auch eingeladen.

„Ich fühle mich prima, Bertha. Keine Angst. Wir haben noch lange geplaudert und dann einfach geschlafen. “ Lene sah neckisch zu mir her. „Natürlich nicht ohne einem Gutenacht- und einem Gutenmorgenkuss. Ich bin nicht davon gestorben und Lis hatte nichts dagegen. Ich lustigerweise auch nicht. Vergewaltigt wurde keiner, gehauen gleich gar nicht. „

„Na dann ist es ja gut“, lächelte Bertha.

Lis sagte nichts, sie futterte.

Gerade fiel sie über den Kuchen her.

„Ich hab schon mit dem Büro telefoniert. Sie haben mir frei gegeben, als ich behauptete, heute schreckliche Kopfschmerzen zu haben. Da ich kaum mal krank bin, wurde es geglaubt und mir gute Besserung gewünscht. Ich werde mich, wenn Paul und Lis heimgefahren sind, auf mein Zimmer verziehen und viel, viel Nachdenken. Die Zwei haben mir mehr Stoff zum Nachdenken gegeben, als dieser Seelenklempner in einem Jahr.

Ich bin immer mehr davon überzeugt, dass unsere Idee mit den Bildern gut ist. „

*** Es war das erste Mal, dass wir mit dem Auto in der Schule vorfuhren. Unausbleiblich, dass wir gesichtet wurden. Wieder Wasser auf der Mühle der ewig Quatschenden. Auf alle Fälle waren wir pünktlich, wenn auch ohne Schultasche. Wir schauten beim Nachbarn ins Buch, denn wir saßen, auch nachdem unsere Verlobung bekannt wurde, nicht zusammen an einem Tisch.

Warum für Unruhe sorgen.

Ich denke Lis ging es ebenso wie mir, der Unterricht ging ein wenig an uns vorbei. Unsere Gedanken waren noch bei den jungen Frauen von gestern. Wir waren noch zu jung, um das Unheil zu kennen, das Männer bei einer bestimmten Art von Frauen anrichten können. Jetzt wurden wir mit dem Problem konfrontiert: Hörigkeit.

Nach dem Unterricht waren wir schon ein ganzes Stück Richtung Heimat gelaufen, bis mir einfiel, dass ich ja den Wagen dabei hatte.

Also zurück und neuer Anlauf.

Kim hatte das Mittagessen gemacht, Mom war neugierig und Pop brummte ein wenig. Er hatte gestern vor, mit uns allen ins Theater zu gehen. Es sollte eine Überraschung sein. Dann hat Mom einfach Kristin und Axel dazu eingeladen. Keine der Karten verfiel also und allen hat es wohl auch gut gefallen. Pop murrte eigentlich auch nur aus Prinzip. Wenn ich auch abends nie da sei, wenn ich mal gebraucht würde.

Das kam höchstens einmal im Jahr vor.

Lis tröstete ihn, Kuss- und wortreich, dann war der Schaden behoben und Pop zog wieder los in die Uni. Wir gingen mit Mom in ihr Arbeitszimmer. Kim nahmen wir gleich mit, denn es gab viel zu erzählen. Mom hat schnell erkannt, was da auf uns zukam. Ihr erstes Wort war: Mickimäuse. Dann fragte sie, ob das Haus denn geeignet sei, dass sie mit könnte, ohne unseren Arbeitsablauf zu stören.

Sie würde zu gerne Interviews mit den Frauen machen.

„Wenn du dir das antun willst, mit Krücken, ich denke, das bekommen wir schon hin. Kim hat ja schon viel mit dir trainiert und dort sind es kaum 30 Meter. Paul hat noch nichts über mögliche Locations recherchiert. Ich denke aber ein Tisch im Essraum, kann dir locker als Büro dienen und du musst dir ja nicht mit ansehen, was sich da abspielt.

Vielleicht kannst du dich mit der Psychiaterin, die da sein soll, etwas zusammentun. Du kannst auch im Hintergrund einfach zuhören, um etwas Wesentliches erfahren. Die Mädchen werden wohl in etwas eigentümlicher Stimmung sein“, wusste Lis, bevor ich dazu kam, über die Frage von Mom nachzudenken.

„Ach Paul, mein tüchtiger Sohn“, meinte Mom. „Als du damit angefangen hast, diese Nacktfotos zu machen, trug ich die Hoffnung in mir, dass es nur eine natürliche Entwicklungsphase sei, und du bald in die normalen Pfade der Fotografie zurückkommst.

So wie Pop und Onkel Franz. Aber keineswegs. Nicht nur dir, auch Lis und Renate machte es plötzlich Spaß. Dann kamen die Mädchen aus Singen. Mein Sohn brachte damit ein Problem ins Haus, das er bravourös löste und ich – ich hatte schon wieder ein Thema, nein eine ganz neue Aufgabe. Ich sah das Ganze plötzlich mit völlig neuen Augen. Dann kamen euere Reisen, die Fotos wurden immer, wie will ich es sagen, ja, sie wurden nicht nur schöner sondern auch menschlicher.

Das war plötzlich eine Dokumentation der weltweiten Schönheit – aber dafür haben sicher deine Frauen, vordringlich Lis, gesorgt. Es zeigte auch Menschen mit einem Schicksal. “ Sie ging ohne Stöcke an ihre Espressomaschine und machte für jeden eine Tasse voll davon, aus einem Schrank holte sie Baklava hervor, dann sprach sie weiter.

„Ein kaum jemals versiegter Strom an Material brach auf mich ein. Monatelang kam ich gar nicht dazu, an meine Beine zu denken, sie waren hinderlich aber – mich hatte – nein, ein Fieber hat mich gepackt.

Es war wie ein Zwang, ich muss einfach schreiben und du Paul, illustriertest es mit deinen Bildern. Hätte mir jemand vor fünf Jahren gesagt, ich würde einmal für ein Magazin schreiben, ich hätte ihn ausgelacht. Ihr brachtet aber nicht nur Material über Frauen, nein, ich denke da nur an Teheran und Japan. Dabei bin ich ganz sicher, dass es noch viele andere, sehr verzwickte Dinge in euerem Leben gab und gibt. Nun hast du dieses heikle Thema mit diesen armen Frauen ausgegraben.

Ein Thema von schwachen, leicht zu verleitenden und hörigen, untertanen Frauen, die aus diesem Teufelskreis ausbrechen wollen. Ich bin sicher, wir werden zusammen auch dieses Thema richtig darstellen. Paul, bitte, reduziere es mit deinen Bildern nicht nur auf die Intimität mit einem Dildo. Lass dir was einfalle, mache Bilder die, wenn das irgendwie möglich ist, auch die Qual der Frauen zeigt. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine: Zeige die Abhängigkeit. „

„Die verstehe ich sehr wohl, wenn ich mich auch keineswegs in einen derart rüden, unsensiblen Mann hineindenken kann.

Ich habe auch ein Problem damit, was Frauen an solchen Männern reizt. „

„Reizen?“ Mom sah grimmig aus. „Reizen tut sie nicht die Gewalt, sie sind nur vom Sex besessen und suchen noch Anerkennung, Freundlichkeit und Liebe. Sie sind schwach und sie sind ganz einfach an die falschen Männer geraten. Vielleicht, weil sie auf den jeweiligen Typ stehen und dabei nicht auf den Charakter achten. Es ist diese Art von Frauen, die heute einen Großteil der Besatzung in den Bordellen ausmacht.

Die haben es wenigstens verstanden, Geld aus ihrer Veranlagung zu schlagen. Ich denke, viele lassen sich auch einfach gehen, von ihrem Mann weiter verprügeln und sind glücklich dabei, wenn sie nur ihre sexuellen Gelüste befriedigt bekommen. Ich habe es jetzt das erste Mal begriffen, dass es auch Frauen gibt, die sich energisch dagegen wehren. Ihren Drang nach Sex werden sie wohl nie verlieren …

Aber sich selbst den Rücken stärken, selbstbewusst und unabhängig zu werden, das ist sicher möglich.

Alleine, wenn ich daran denke, was die Mädchen aus Singen mir erzählten, wie sie ihre Wohnung mit sehr unkeuschen Nacktfotos von sich dekorierten, quasi als Abschreckung, dann ist diese Idee sicher eher lächerlich. Da die Bilder gut sind, konnten sie sich damit identifizieren, der Schritt dazu, auf sich stolz zu sein, derart freizügig über das eigene Wollen zu triumphieren, der war dann der eigentliche Auslöser. Maria schrieb mir vor kurzem, dass sie das jetzt erst erkannt hätte, das Ergebnis sei es aber, das zählt.

„Ich denke, wenn ich mit meinen Kunden sorgsam umgehe, ich sie sich ausleben lasse, sie so posieren lasse, wie sie es möchten, dann kommt meist ein Spiegel ihres Wesens dabei heraus. Meist. Ich denke, viele Frauen schauspielern aber auch. Jetzt, nachdem ich diese Dildo-Girls kennen gelernt habe, denke ich, da sind viele dabei, die einen latenten Drang zum Exhibitionismus haben. Der ist im Prinzip, so sehe ich das, die abgeschwächte Form der Krankheit der D-Girls.

„Ich glaube, du hast Recht“, unterbrach mich Lis. „Ich denke da an unseren ersten gemeinsamen Fototermin. Da wollte ich mich zeigen, dir zeigen. Wenn du mich da genommen hättest, ich fürchte, ich hätte es dir nicht verweigert. Es kommt wirklich ganz entscheidend darauf an, dass der Mann weiß, wie weit er gehen darf. Dass man ihm vertrauen kann. Heute? Nein, dieser Drang ist längst weg. Ich habe deine Liebe gefunden und bin mir ihrer recht sicher.

Wenn ich sexuelle Wünsche habe, werden sie von dir erfüllt. Ich brauche keinen Ersatz dafür, keinen Dildo. “ „Ich kann dem nur zustimmen“, lächelte Kim in ihrer ruhigen Art. „Ich war in Thailand, in frühester Jugend, ein sehr böses Mädchen. Mir machte es Spaß. Wanda petzte es an Nun, sie holte mich, Gott sei Dank, auf den Boden der Vernunft zurück. Wir gingen dann beide zur Schwesternschule. Im Wat Po wurde mir zusätzlich geholfen; bei unseren Lehrern der Massage, ist dieser Spruch vom gesunden Körper und dem gesunden Geist sehr wohl auch bekannt.

Bei mir war es Paul, der genau das war, was ich später suchte. Keine Abhängigkeit, aber viel Liebe. Er sorgt dann für meinen Körper, wenn der es braucht. Es hat sich bei uns drei so gut eingespielt, dass dieses Thema keines mehr ist. Wir können alle unsere Kraft anderen Dingen zuwenden. Zugegeben, inzwischen gibt es auch wieder eine gewisse Abhängigkeit für Lis und mich, nämlich die von Paul. „

„Das hast du gut gesagt“, lachte Lis.

„Wir sollten unseren Paul aber nicht zu viel loben, sonst wird er vielleicht gar übermütig. „

„Kommt ihr mir bloß ins Bett. Weiber!“, schimpfte ich lachend.

Wir verabschiedeten uns von Mom und gingen nach oben. Die Ware von Beate Uhse war schon am Morgen gekommen. Jetzt wurde sie erst einmal inspiziert. Meine Zwei kamen kaum mehr aus dem Lachen raus, was für seltsame Spielzeuge sich die Erotikindustrie da ausgedacht hatte.

Zu meiner Verblüffung wollten sie die neuen Spielzeuge aber nicht ausprobieren.

„Ihr habt wohl genug von den Geräten in euerem Vorrat oder was ist los mit euch?“, wollte ich wissen.

„Wir werden …“ Sie antworteten fast gleichzeitig. Kim grinste und meinte: „Sag du es ihm Lis. „

„Wir werden dir, nach dieser zu erwartenden Vorstellung, zu Hause ganz gewaltig auf den Nerv gehen.

Wir werden wohl beide sehr scharf sein und deine Hilfe brauchen. Da wollen wir dir heute lieber deine Ruhe für die Planung des Tages lassen. Heute Abend vielleicht besonders lieb Schmusen …“

Danach suchten sie seelenruhig die bestellte Wäsche aus. Ich telefonierte inzwischen mit Mikel, er musste natürlich informiert werden. Willi rief ich auch an. Er sagte er hätte gerade ein paar besonders schöne Stücke bekommen, er würde sie schnell bringen.

Natürlich wollte er nur, neugierig, noch mehr über die Damen erfahren. Intern hatten wir ja auch schon einen Namen für die Gruppe, die D-Girls. Woraus wir das wohl abgeleitet haben? Dann rief ich Papa Bronner an, ich wollte Kristin und Axel als bewährte Hilfe, denn es wurde mir immer klarer, dass am Samstag mindestens so ein Theater wie bei den Mickimäusen anstand. Dann fiel mir noch ein, dass es ja auch 18 Mädchen plus 2, die Wirtinnen, sind.

Papa war einverstanden, Kristin und Axel auch. Ich rief darauf bei Bertha an, ich wollte morgen, am Mittwoch, noch mal zwei Stunden kommen, zum Abendessen mit 5 Personen, und bereits einiges Material mitbringen. Eventuell auch schon ein paar Fotos zu meiner eigenen Orientierung machen. Es war ihr recht, sie würde es Lena sagen, falls etwas sei, würde sie zurückrufen. Ach ja, bat ich noch, es sollte wieder gute Hausmacher sein und Most.

Willi stand kurz nach Sechs vor der Türe, mit einer Riesenkiste. Er wurde zum Abendessen eingeladen, er kennt inzwischen unsere Zeiten und unsere Küche. Damit will ich keinesfalls sagen, dass Blondi, seine Frau, schlecht kocht. Ihm geht es nur um die Abwechslung beim Essen. Da braucht sich Blondi keine Sorgen zu machen.

Willi wurde natürlich aufgeklärt, was da auf uns zu kam. Er atmete auf als ich ihm sagte, die D-Girls seien bessere Angestellte, gut gekleidet und gut aussehend.

Ihre Macke sei innerlich, von außen nicht zu erkennen und auf einem Bild schon gar nicht.

„Ich fahre morgen Abend noch mal hin, mit meiner ganzen Mannschaft“, erklärte ich ihm. „Wenn es geht, mache ich auch schon mal ein paar Probeaufnahmen. Ich möchte schon frühzeitig Pannen ausschließen. Es gibt einen Tag wie damals, mit Mickis Mädchen. Das waren auch so viele, 18 und zwei. Ich denke, die beiden Älteren kann ich auch überreden, vor die Kamera zu kommen, nicht unbedingt mit einem Dildo in der Muschi, aber du sagtest mir ja schon, ältere Models für Wäsche, seien von allen Modezeitschriften sehr gesucht.

„Richtig, vor allem, wenn sie noch gut aussehen. Da haben mir ein paar Verlage geschrieben, sie hätten böse Briefe bekommen, weil schöne Wäsche offenbar nur von Teenager getragen werde. Ob die denn wohl das Geld hätten, solche Wäsche zu kaufen? Dr. Schlegel machte mich ganz schön zur Sau und, er hat auch noch recht. „

„Bei mir steht es bereits obenan, ältere Models für sehr teuere Wäsche, jüngere Models für nicht so teuere Wäsche.

Leider muss ich beim Alter, meine beiden Weiber ausnehmen. Die kleinen Biester haben den ausnehmend teueren Geschmack der ältesten Semester …“

Mir flogen ein angebissenes Brot und zwei Radieschen an den Kopf. Lis und Kim hatten zurückgeschossen. Ich duckte mich, um weiteren Attentaten zu entgehen und brüllte unter dem Tisch hervor: „Und IGDuM liefert für junge Frauen manchmal halt sehr Eigentümliches! Kim kann dir gerne einmal unsere Ladenhüter zeigen. Und überhaupt, sie haben auch einen ausnehmend guten Geschmack, sonst hätte ich sie gar nicht genommen.

Pop brüllte vor Lachen, Mom verschluckte sich und hustete, meine Weiber fielen lachend über mich her. Willi sah etwas betröppelt aus. Mit Kritik hat er es nicht so ganz, und das war wohl welche. „Und warum lässt du das an mir aus? Mache ich die Mode? Sag das mal Dr. Schlegel und Co. „, maulte er leicht säuerlich.

„Für Public Relation bist nun halt mal du verantwortlich, oder habe ich da etwas falsch verstanden?“, gab ich zurück.

Für Kim war das jetzt genug. Sie ging zu Willi und tröstete ihn. Lis kam gleich hinterher. Wahrheit und auch Spaß muss sein, in den Boden gestampft wird aber keiner. Willi war schnell wieder versöhnt, verzog sich dann aber doch bald nach Hause.

*** Am nächsten Abend, nach dem Kristin und Axel von der Arbeit eintrudelten, fuhren wir los. Vollgepackt mit der bestellten Wäsche und dem üblichen Kram, wie ich ihn zum Fotografieren brauche.

Ich stellte mein Team vor, dann gab es erst mal Abendessen. Kim mochte sogar den Backsteinkäse, er war ihr mild genug. Die Nase hielt sie sich dennoch zu. Asiaten mögen keinen Käse aus Milch.

Nach dem Essen verteilten Lis, Kim und Kristin die bestellte Wäsche. Also diszipliniert ist sicher etwas anderes, es ging aber zumindest nicht so sehr laut zu. Mira zog sich, von uns abgewandt, schon im Wohnzimmer um und stellte sich gleich dem Team zu einer Aufnahme.

Sie wirkte ein wenig hölzern, ihr freundliches Aussehen machte das wett. Gesine, in einem weißen Ganzbody, drängte sich förmlich vor die Kamera und sie machte es erstaunlich gut. Wenn sie auf eine Schule geht, könnte aus ihr sicher ein sehr gutes Model werden. Ich sagte es ihr natürlich, ich glaube sie freute sich sogar über das Lob. Dann verzog sie sich auf ihr Zimmer. Rufe kamen über die Treppe, Lis erkundete, was los sei.

Weitere Girls waren bereit, in ihren Zimmern zu posieren.

Lene hatte ein freches durchsichtiges Unterkleid an und keine Scheu sich darin zu zeigen. Ich bat, ob sie sich für die Kamera denn aus dem Wäscheteil auch auswickeln würde. Es kam wieder die hübsche junge Frau heraus. Ohne Scheu posierte sie für mich. Axel leuchtete wortlos aus, nur ein fragender Blick traf mich. Ich wusste, was er sagen wollte: Und die sollen Probleme haben?

Helga war als Nächste dran, einfach, weil sie das Zimmer neben Lene hatte.

Auch sie hatte einen Ganzkörperbody gewählt. Diesmal einen in Schwarz. Gelangweilt ganz sicher nicht, aber ohne sichtbare Emotionen, stellte sie sich dar. Das ließ hoffen.

Ich machte jeweils rund acht Bilder, es ging also flott weg, noch vier Zimmer, fast alle Girls mit Body. Ich fragte Lis, die irgendwo im Hintergrund stand; ja, alle hätten Bodys bestellt, meist als Ganzkörperbody, seltener ohne Bein. Aber alle hätten auch hübschere Sachen bestellt.

Das Unterkleid von Lene hätte sie toll gefunden und für sich auch vorgemerkt. Es sei allerdings auch nicht gerade billig, lachte sie dann noch. Wohl eingedenk der Diskussion mit Willi.

Ich hatte nun gut eine Stunde gearbeitet und alle Mädchen auf Film, alle im Body. Selbst Bertha und Martha ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen, billig an einen Body zu kommen. Die Damen sahen sogar richtig gut darin aus. Mit 43 und mit 45 Jahren haben Frauen immer noch eine gute Figur, stellte ich fest.

Das hatte ich auch schon bei den Nachbarn festgestellt. Einmal hatte ich eine Kundin, die war Sechzig, mit der Figur einer halb so jungen Frau. Lis wollte es gar nicht glauben und bat den Ausweis sehen. Sie sah ihn, es stimmte.

„Nun meine Damen“, rief ich über den Flur. Die D-Girls kamen raus, teilweise noch im Body, teilweise nackt oder im Bademantel. „Wenn ihr noch Lust habt, ihr seid ja die Hauptpersonen, würde ich gerne noch ein paar Aufnahmen in schicken Dessous machen.

Wer also möchte, ich würde gerne noch eine Stunde dranhängen. Dann haben wir am Samstag mehr Zeit für jede. Aber wirklich nur wer mag. „

Inga war mein nächstes Modell. Ein Zweiteiler aus graublauer Seide, das Oberteil fest, ohne Spitzen, es wirkte fast wie ein Panzer. Inga hat da ein paar kleine Speckröllchen an der Hüfte. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, dachte ich. Der Slip dagegen, ich denke aus dem bisschen Stoff hätte man kein Taschentuch machen können.

Die Strapse waren nur an einem String befestigt. Also das Unterteil fand ich total gut. Ich blinzelte zu Lis, die blinzelte zurück. Ihr gefiel es wohl auch. Inga war ein wenig skeptisch, ich sagte ihr, sie sehe sehr begehrenswert darin aus.

„Mir, als Frau, gefällst du ganz toll“, ermutigte sie Lis. „Den Männern sicher auch, obwohl ich da eine Gefahr sehe, du könntest leicht zu begehrenswert sein. Du verstehst mich? Meine Schwester sagte mal, deshalb heißt es ja auch Reizwäsche.

Unsere Männer fahren total darauf ab, mit ihnen gibt es aber auch keine Probleme. Bei dir würde ich sagen, du hebst es besser auf, bis du einen Mann gefunden hast, dem du vertrauen kannst und glaube mir – den findest du. „

Inga errötete etwas, dann zogen wir auch schon weiter. Nicht alle Girls hatten noch Lust, aber vier weitere Filme füllte ich leicht.

Wir gingen runter, ich hoffte noch einen Most zu bekommen, Kim würde fahren und Lis will einen ordentlichen Vorrat von der Hausmacher Wurst, für zu Hause ergattern.

Ich fragte sie, wo zu Hause. Sie sah mich reichlich dumm an: „Na bei uns, bei dir, mir und Kim. Mama sage ich vielleicht die Adresse, kaufen kann sie selber. „

Unten erwartete mich noch eine hübsche Überraschung: Martha hatte ihr streng gekämmtes Haar jetzt offen und unter einem Bademantel trug sie ein heißes Outfit von Willi.

Ob sie denn auch ein Bild von sich haben könnte? Das war nun gar keine Frage.

Willi hatte doch extra um Bilder von Vierzigplus, wie er sie nennt, gebeten. Ich fotografierte. Bertha, die Jüngere, meinte, vielleicht würde sie sich Samstag auch trauen. Ich hoffe sie tut es, ihre Figur ist noch besser.

Als Letztes gab es noch eine Überraschung: die schwarzhaarige Hellen kam im Bademantel, gut geschminkt und mit strahlenden Augen, die Treppe herab. „Es tut mir Leid Paul, ich bin gerade erst mit dem Umziehen fertig geworden.

Es dauerte ein Weilchen, bis ich begriff, dass ich es bin, die mich da aus dem Spiegel ansieht. “ Sie öffnete ihren Bademantel und entlockte Axel tatsächlich einen anerkennenden Pfiff. Er entschuldigte sich sofort, Hellen wurde rot und neigte, die Entschuldigung annehmend, den Kopf in seine Richtung. „Kannst du mich vielleicht doch noch – auf meinem Zimmer – doch noch fotografieren?“

„Ich müsste ein wahnsinnig gewordener Volltrottel sein, wenn ich mir das entgehen ließe.

Ich habe schon lange nicht mehr so eine schöne Frau fotografiert. Axel, auf geht’s“. Es wurde fast ein komplettes Shooting daraus, 24 Bilder, die sich sehen lassen können. Hellen ist ein Prachtweib; wenn ich da an die Hellen in Konstanz denke – Schwamm drüber. Lieb war sie doch.

Während ich fotografierte, dann mit Axel unseren Kram zusammenpackte und ordentlich in unserem alten Gästezimmer verstaute, kauften Lis, Kim und Kristin, große Löcher in den Vorrat von Bertha.

Sogar einen 20 -Liter-Ballon des leckeren Mostes kauften sie. Auf der Heimfahrt roch unser Wagen wie ein Räucherofen, von innen. Wir lieferten Kristin und Axel ab, um Zehn waren wir zu Hause.

Mom und Pop waren noch wach, Kim machte uns noch ein kleines Vesper vom Mitgebrachten. Pop musste das Brot von dem riesigen Laib abschneiden. Kim und auch Lis, konnten ihn zwar halten, aber nicht gleichzeitig etwas davon abschneiden. Alle schmatzten.

„Gab es denn Probleme, Paul?“, wollte Mom wissen.

„Ich habe keine gesehen? Ihr?“, fragte ich Lis und Kim.

„Ja, ein ganz Kleines“, lachte Lis. „Erika wurde so scharf, als sie die heiße rote Unterwäsche anzog, dass es ihr urplötzlich kam. Das Höschen muss in die Wäsche, es färbte sich dunkel, wo sie es nass machte. Sie fing, vor Schreck, an zu weinen.

Ich holte ein neues Höschen, half ihr sich trocken zu legen, dann war der Schaden behoben. „

Pop lachte, dass Kim Angst um den Mostballon bekam. Lis meinte: „So was kommt immer mal vor. Ich warte nur noch drauf, dass es mal bei Paul vor der Kamera geschieht. Es gibt halt mehr scharfe Bräute, als man in seiner Einfalt annimmt. Nicht umsonst haben wir so viele Kunden. Die tun es nicht nur des Geldes wegen.

Meine Frauen wollten an diesem Abend nur noch ein wenig geschmust werden. Lis schlief bald ein, nur Kim brauchte noch meine Hand zwischen ihren Beinen. Aber auch sie schlief bald und ich wohl auch. Das Fotografieren der heutigen 18 Filme war keineswegs aufregend, es war Arbeit, wie immer für Nachbarn. Wenn ich nicht wüsste, was mit den armen Frauen los ist, hätte ich von einem stinknormalen Tag gesprochen. Eigentlich war nur Hellen eine echte Überraschung.

Vom Aussehen her ist sie eine glatte Nummer eins.

Am Donnerstag gab es unerwartet eine Klausur in Französisch, prompt auch ein großes Wehklagen. Lis und ich zumindest, fanden keinen Grund zu Klage. Rückübersetzung eines französischen Textes ins Deutsche. Wir fanden es fast lächerlich; es sollte sich herausstellen, dass es doch zwei Vieren gab. Und nur zwei Einsen. Unsere.

Nach dem Abendessen, oben im Wohnzimmer, kicherten meine Weiber herum.

Sie scheinen wieder einmal etwas ausgeheckt zu haben. In der Beziehung benehmen sie sich manchmal wirklich wie die Kinder. Nur Blödsinn im Kopf. Wenn ich mich da jetzt einmische, bekomme ich nur dumme Antworten, so besah ich mir lieber die Bilder vom Vortag, die mir Roland kurz vor dem Abendessen brachte. Sie waren so gut wie immer, wenn ich Nachbarn fotografiere. Auf Hellen wird Willi auf alle Fälle voll abfahren. Sie ist auch schon Dreißig.

„Was hast du dir eigentlich dabei gedacht, dass deine Opfer gestern alle, erst einen Body trugen, sogar meist einen Vollbody? Diese Art der Unterwäsche haben wir zwar öfters mal, vor allem bei Älteren, aber in dieser Häufung noch nie“, fragte mich plötzlich Lis.

„Jetzt, wo du es sagst. Ich muss gestehen, ich habe mir keinerlei Gedanken gemacht, sondern fotografierte was kam“, gab ich zu.

„Irgendeinen Zusammenhang zwischen Body und ihrer Sucht, muss es da geben, da sind Kim und ich uns einig.

Wir haben ein kleines Experiment vorbereitet, würdest du da mitmachen?“

„Ihr habt eine Teufelei vor, daher das Gegacker. Was muss ich tun? Vorher gibt es ja doch keine Ruhe. Wo ist eigentlich Kim?“

„Sie ist Teil des Experimentes, kommst du bitte mit hoch zu ihr?“

Wir gingen. Lis schnappte sich vorher noch die kleine Kamera. Ich war jetzt doch schon etwas gespannt. Auf der Treppe kicherte Lis „Bitte versprich uns, dass du jetzt nicht den coolen Fotografen spielst, sondern dich voll gehen lässt.

Denke, ich sei nicht da und du würdest jetzt Kim besuchen, weil du den Drang dazu hast. Du verstehst mich doch? Es ist, dass du nicht völlig unvorbereitet bist, eine Art Test, den wir uns ausgedacht haben. Ein Reaktionstest genau genommen. Bitte sei völlig du selbst und vor allem, außer Dienst. „

Ich klopfte an die Tür, wie es sich gehört. „Herein. „

Kim war in einen weißen Vollbody gekleidet.

Eine Brustwarze schaute frech durch das Gewebe durch. Sie trug dazu ihre blaue Sonnenbrille und sah richtig jung und frech aus. Dann tänzelte sie schlangengleich um mich herum, legte sich sehr lasziv auf ihre neueste Errungenschaft, ein rotes, aufblasbares Sofa aus Kunststoff. Sie steht auf solche Sachen. Nun aalte sie sich in Wollust, dann zeigte sie mir ihre Rückseite. Ihre freche Muschi schaute zu dem offenen Schlitz raus. Es war so verführerisch, dass Klein Paul aufwachte.

Sie merkte es, holte ihn raus und lutschte an ihm. Dann zog sie mich aus, viel trage ich am Abend ja nicht. Sie kuschelte sich an mich, rieb mit dem harten Gewebe des Bodys an meiner Haut, vorsichtiger auch an Klein Paul, dann flüsterte sie mir ins Ohr: „Was würdest du jetzt am liebsten machen? Bitte, bitte, tue es, alles, was du willst …“

Ich hob sie auf ihren Wohnzimmertisch und nahm sie her zu einem knallharten Quicky.

Sie genoss es, auch wenn sie dabei ihr stetes Lächeln vergaß, dafür schrie sie ihre Lust hinaus. Nach fünf Minuten war die Affäre vorbei. Ich entschuldigte mich bei ihr, wenn ich zu grob gewesen sei, aber da sei sie nun halt mal selbst schuld daran.

„Du warst nicht so zärtlich wie gewohnt, das hätte mich auch überrascht. Danke, dass du so mitgespielt hast, wie Lis und ich es uns erhofften, du hast exakt reagiert.

„Lis? Verdammt, ihr Saubande. “ Ich drehte mich um. Lis stand da, die kleine Kamera in der Hand, grinsend. Ich hatte sie völlig vergessen und sie hatte wieder einmal alles fotografiert.

„Ich bedanke mich auch, Paul“, grinste sie. Dann fiel sie mir in den Arm. „Jetzt weiß ich, dass du wie ein normaler Mann reagierst. „

„Normaler Mann? Ich bin ein normaler Mann, auch wenn ich zwei Frauen habe.

Andere haben halt eine heimliche Bumsfreundin, das finde ich eher unnormal. „

Lis gab mir einen Bademantel, Kim hatte den Body ausgezogen und war ebenfalls im Bademantel. „Lass uns runtergehen, dann erklären wir dir allen. Du bist uns doch nicht böse?“

„Böse? Kim hat ihr Fett ja bereits weg, du wirst später deines bekommen. Morgen früh wärst du froh, nie so eine blöde Idee gehabt zu haben, du, du … Voyeuristin du“, schimpfte ich noch ein wenig.

Im Bett wurde ich über die Gedanken meiner Frauen aufgeklärt. Sie kamen auf die Idee, die D-Girls hätten Bodys gewählt, um quasi ihren Körper zu schützen. Vor Schlägen oder so. Sie waren ja, prinzipiell weitgehendst bekleidet. „Nur die Muschi liegt frei zugänglich, das muss auch so sein, denn sie sollte ja … bedient … beruhigt … nein, befriedigt werden. Der Mann kommt aber nicht an den restlichen Körper dran“, erklärte mir Lis.

„Wir konnten den Gedankengang akzeptieren“, sagte Kim.

„Waren aber auch sicher, dass ein normaler Mann, eher zu Gewalt neigt, wenn er so angemacht wird“, sagte Lis.

„Nun bist du, unser lieber Paul, nicht gerade ein Muster an Gewalttätigkeit, trotzdem hat dich mein Aufzug so scharf gemacht, dass unser Quicky ganz schön heftig wurde“, lächelte Kim. „Gerade mal heftig genug, um mir meine frivolen Gedanken von heute aus dem Leib zu jagen.

Danke. Ich hoffe du hattest auch Spaß?“

„Hatte ich. Mit meinen Frauen immer. Wenn ich euch recht verstanden habe, seid ihr demnach der Meinung, ein Body mache Männer scharf? Wenn ihr mich gefragt hättet, das hätte ich euch auch so sagen können. Ein schöner Frauenkörper verhüllt und doch sichtbar, das, worauf es ankommt, frei zugänglich, was erwartet ihr denn von uns Männer? Dass wir da nicht zugreifen? Mich macht solche Wäsche an, wenn ich nicht arbeite.

Als damals du, Lis, und deine Schwester Kristin, bei den ersten Versuchen für Willi – du weißt doch?“ Lis nickte lachend. „Nun, damals musste ich mich schon sehr beherrschen, um die solche nicht zu verlieren. Und dann hat Kristin mich auch noch ihre Brüste anfassen lassen. Ich kann mir schon vorstellen, dass ein Mann da die Beherrschung verliert. Könnt ihr es ihm verdenken?“

*** Samstag, es war so weit. Wir fuhren um halb acht los.

Bertha hatte uns zum gemeinsamen Frühstück um Acht eingeladen. Mom, Lis und Kim fuhren mit mir, Axel mit Kristin in seinem Wagen, mit reichlicher Ausrüstung, der Wunderkiste von Beate Uhse und den Neuheiten von Willi. Meine Ausrüstung, außer den Fotoapparaten, war ja schon dort. Alle, außer Mom, trugen unsere Uniform. Wir freuten uns auf den Arbeitstag, es versprach, nach dem Shooting vom Mittwoch, ein zwar harter aber auch durchaus vergnüglicher Tag zu werden. Zuerst freuten wir uns aber auf das Frühstück von Bertha.

Alle D-Girls waren bereits da. Wir bekamen einen, woher auch immer kommenden, eigenen Tisch. Er stand ganz vorne und sollte, wenn unsere Arbeit anfängt, als Büro für Mom dienen. Ich hatte sie, zur Überraschung der Girls, als die Beatrix Mai vorgestellt. Dass sie auch meine Mutter ist, das haben wir wohl vergessen zu erwähnen.

Mom begrüßte die plötzlich sehr aufmerksamen Damen und erklärte ihre Wünsche; die Interviews zur Verwertung in einem Sonderheft.

Sie hätte auch ein paar ihrer Romane mitgebracht, die sie gerne als Dank ihren Interviewpartner, mit Signatur, widmen würde. Die Damen spendeten Beifall, Beatrix Mai war ad hoc akzeptiert.

Der Psychiater von Lene, wollte erst um Zehn kommen. So ganz wichtig schien er mir nicht mehr. Um 8:45 Uhr kam die Dildoberaterin. Mit einem Koffer in der Hand. Ich hatte sie vergessen, gebe ich zu, sonst hätte ich sie natürlich ebenfalls zum Frühstück eingeladen.

Neun Uhr. Start. Es roch heute nicht so schwülstig, wie am Mittwoch. Ich hatte, auf Anraten von Kim, darum gebeten, dass die Damen kein Parfüm benutzen und wenn irgend möglich alle das gleiche Deo. Das war kein Problem, sie merkten am Mittwoch selbst warum.

„Unsere Frau Waagrain, die Dildoberaterin, wird im Wohnbereich gleich einen Vortrag – oder so, halten. Kim, die Maus hier, wird gleichzeitig, in Sicht- und Hörweite davon, denjenigen helfen, die meinen sie bräuchten die Hilfe einer Visagistin.

Kristin wird euch helfen, im Auftrag von Kim, gegen eine geringe Gebühr von 18 Mark, völlig neue Fingernägel anzukleben. Sie ist da inzwischen Keksperte. “ Gelächter. „Wenn euere Finger in Kürze in Großaufnahme rauskommen, sollen sie ja keine Trauer tragen. “ Großes Gelächter. „Lis, meine Geliebte, hilft euch gerne, wenn ihr noch immer Probleme mit der Unterwäsche habt. Wie ich aber feststellen konnte, bei den Aufnahmen vom Mittwoch, scheint dies euer kleinstes Problem zu sein.

Die Bilder wurden Spitze, ich zeige sie euch nach der Arbeit. Sonst seit ihr so spitz, da flutscht so ein kleiner Dildo wie ein Zäpfchen gleich voll durch. “ Riesengelächter und Pfuirufe. „Wenn nachher die Arbeit losgeht, ich habe es am Mittwoch ja bereits angedeutet, dann bitte ich mein erstes Opfer, alleine oder mit Freundin, ihr Zimmer aufzusuchen. Die Zweite, etwa 10 Minuten später und so fort. Wir werden bis Halbeins durcharbeiten. Um Eins ist Mittagessen, Bertha und Martha haben versprochen etwas Leckeres zu kochen.

Weiter geht es dann um Zwei, bis ihr ausgelaugt seid oder mein Filmvorrat zu Ende ist.

Zum Ablauf: Meine Assistentinnen rufen mir die Zimmernummer zu. Ich erscheine und ihr beginnt mit der Arbeit. Es gibt keine Vorschriften, tut, zu was ihr Lust habt. Lasst euch bitte nicht von Axel und mir stören, denkt, wir sind gar nicht da, obwohl wir natürlich schon Fremdkörper sind. Meine Assistentinnen habe ich gebeten, wenn sie, meine Damen, nichts dagegen haben, sich ihrer Uniform zu entledigen und in koketter Wäsche zu erscheinen.

Wir denken, das macht es für sie, meine Damen, einfacher sich völlig entspannt zu geben. Nur keine Hemmungen. Meine Mädchen können euch im Notfall hilfreich zur Hand gehen, wir Männer stehen jedoch keinesfalls zur Verfügung, damit das völlig klar ist. “ Die D-Girls hörten aufmerksam zu. Bemerkungen gab es keine, Fragen auch nicht.

„Lis hat noch eine Kiste der neuesten Wäsche mitgebracht, ihr könnt sie, während des Vortrages von Frau Waagrain, gnadenlos plündern.

Lasst sie am besten durch die Reihe gehen, so wird die Aufmerksamkeit der Anderen für den Vortrag nicht abgelenkt. Das Sortiment von Spielzeug stellen wir nachher oben in den Flur. Ihr könnt wählen, was ihr wollt, doch müsst ihr euch schon einigen. Bitte keinen Streit. Die Dinger können gereinigt werden und sind, nach Gebrauch, zum Tauschen geeignet. Ich hoffe ihr wollt nicht alle nur dasselbe Model. Also, dann mal los, Frau Waagrain. „

Frau Waagrain legte los.

Gekonnt. Bei meinen Assistentinnen herrschte zwar Hochkonjunktur, alle saßen aber so, dass sie gut zusehen und -hören konnten, es wurde höchstens mal geflüstert. „Es ist wie in der Schule,“ begann Frau Waagrain. „Erst die Theorie, trocken und blöd, aber ohne sie, verstehen wir später nur Bahnhof. Nun, es gibt verschiedene Sorten von erotischem Spielzeug für die Frau. Dann gibt es Einiges für zwei Frauen oder Mann und Frau und endlich eines, dass nur ein Mann ausfüllen kann, im Sinne des Wortes.

“ Es summte im Raum. „Obwohl, es gibt da eine Neuerung, die kann den auch noch ersetzen, wenn es nicht gerade um den Nachwuchs geht. “ Sie hob ihren Koffer hoch, wühlte kurz, dann zog sie etwas hervor.

„Fangen wir damit an: billig, effektiv und einfach zu bedienen. Meine Damen: Fingerlinge. Man stülpt sie über den schmutzigen Finger und schon geht es los. Sehen sie die verschiedenen Sorten? Gerillt, gerippt und mit kleinen weichen Stacheln und Noppen.

Ich gestehe euch, auf Reisen habe ich zwei, drei dieser Dinger immer dabei. Sie sind vor allem sehr praktisch, wenn man lange Fingernägel hat. Können sie sich vorstellen, warum?“ Die Damen konnten es, ich sogar auch.

„Nun kommen wir zu den eigentlichen Spielzeugen. Da gibt es grundsätzlich zwei Arten: Aktive oder Passive, auf Männer umgesetzt, heißt das aber nicht, agil oder impotent. “ Ein helles Lachen kam aus dem Hintergrund, ein Raunen sonst.

„Der Vibrator ist eines der am meisten verbreiteten Freudenspender“, sprach sie ungerührt weiter.
Tilly, Frau Waagrain, war keinesfalls Prüde. Ich dafür, Axel sah auch etwas dumm aus der Wäsche, war fast geschockt. Sie griff sich einen kleinen Vibrator, lehnte sich weit zurück, schob den Rock weit hoch, sie war darunter nackt und – steckte sich das Ding rein. Totale Ruhe im Saal. Tilly schaltete ein. Leises Rattern. Sie hob den Hintern an, dann sprach sie weiter.

Völlig gelassen. „Diese kleinen Racker rattern sich laut und schnell in jede nasse Vagina. Wenn er klein ist, ich habe es schon erlebt, dann verschwindet er völlig von der Bildfläche. Mein Gott, was war das damals für ein Theater, das Ding wieder rauszubekommen. „

Das Gelächter kann man sich vorstellen, ich sah aber auch schon die erste Hand unter dem Rock. Das Gelächter wurde riesig, denn inzwischen war ihr angesetzter Vibrator verschwunden – wie ein Maulwurf im Garten, wenn der Gärtner kommt.

Sie fischte ihn irgendwie wieder raus, dann nahm sie einen Größeren.

„Es gibt da nur eine Lösung: größer. Nun frage ich euch, meine Damen, muss er größer sein? Bei vielen nicht, ihr werdet lachen, ich mag sie lieber kleiner und nicht ratternd. „

Ich hatte kurz entschlossen, einen Schnappschuss gemacht. Ohne erkennbaren Kopf, konnte es ihr egal sein, keiner würde sie erkennen.

Jetzt quasselte sie über die verschiedenen Vibratoren, sie zeigte welche in allen Größen, extralang, hinten verdickt, sogar mit der Nachbildung eines Hodensackes.

Es gab welche aus schimmerndem Metall und welche aus Kunststoff, in allen Farben, als Nachbildung eines Penis, glatt, gerippt oder mit kleinen Noppen.

„Bei den großen Ungeheuern ist es ratsam, meine Damen, eine Gleitcreme zu benutzen. Sonst ziehen sich womöglich die inneren Schamlippen hinein. Ich habe ihnen, für ihre Versuche, einige Tuben und Flaschen mitgebracht. Ich packe sie nachher mit in die Kiste. „

Ich sah ins Publikum, es herrschte großes Interesse, ich sah aber auch, dass die Kiste von Willi genutzt wurde.

Zwei der D-Girls saßen bereits in neuer Unterwäsche da, eine Dritte zog sich gerade um. Keine Anzeichen von Hemmungen.

„Nun ist die Fantasie natürlich grenzenlos, das bedeutet, sie geht ins Uferlose. “ Tilly griff wieder in ihre Wunderkiste. „Nun, so kamen die Herren Erfinder, auf neue Ideen. Zuerst der Stößel: ein Ding, das eher wie ein Colt aussieht. “ Sie hob ihn hoch, Gemurmel im Raum. „Man steckt ihn rein, zieht am Abzug und er reagiert wie eine Nähmaschine.

Zieht man zu weit durch – ich habe noch nie einen Mann erlebt, der so schnell ist. Es liegt am Fingerspitzengefühl. Aber welcher Stößel hat das?“ Gelächter. „Wir nennen das Gerät intern, den Cowboy. Er dient, zusammen mit diesem Apparat, eigentlich mehr der Belustigung bei Parties, als zur wirklichen Befriedigung. “ Sie hob ein Gerät auf den Tisch, das eher wie eine größere Schleifmaschine aussah. „Wir nennen dieses Gerät, den Turbobumser. Er sollte eigentlich zu zweit angewendet werden, er verspricht aber einen sensationellen Erfolg.

Er ist, im Gegensatz zu den meisten Dildos, auch für Jungfrauen geeignet, da er seine Arbeit nur von außen verrichtet. Wie gesagt, am besten unter Assistenz zu verwenden, weil er etwas sehr schlecht zu handhaben ist. Er eignet sich übrigens, zur Not und als Ausrede, auch um Speckpolster wegzurütteln. „

Evamaria kam nach vorne und nahm das Gerät in die Hand. Sie schaltete es ein und es dröhnte los. Vor Schreck hätte sie es beinahe fallen lassen.

Sie bat, es ausprobieren zu dürfen. Tilly meinte, in der Kiste seien zwei davon, dieser gehöre in den Musterkoffer.

„Nun, das waren also die Lärmmacher. Sie sind verständlicherweise nicht dazu geeignet, heimlich seinem Vergnügen nachzugehen“, setzte sie ihren Vortrag fort. Wieder holte sie ein kleineres Gerät heraus, sie fummelte kurz daran, dann hatte sie eine Art fleischfarbenen Schmetterling in der Hand, dessen Flügel flatterten. „Das ist Madame Butterfly, ein sehr liebenswertes Spielzeug.

Und so wird sie angewendet. “ Sie zog wieder ihren Rock hoch. Sie legte den Körper des Schmetterlings in die Spalte ihrer Muschi, die Flügel des Gerätes ausgebreitet. Dann zog sie einen festen Slip darüber. „Ganz einfach wie sie sehen“, lächelte sie.

Was man sah, war ein Zwickel, der sich ruhig hob, und senkte. Es dauerte einen Augenblick, dann kam bei den Girls Freude auf. Sie hatten erkannt, um was es da ging.

Ich sah zu meinen Frauen, Lis schien ebenfalls fasziniert, dabei hat sie es mit Dildos nicht so sehr.

„Man hört nichts, unter einem Rock sieht man nichts, Madame Butterfly ist der ideale Begleiter bei blöden Partys oder beim Pflichtbesuch zum Kaffee bei Tante Käthe“, fuhr Tilly fort.

Es gab tatsächlich Applaus. Madam Butterfly kam an. Tilly fischte Madame Butterfly wieder heraus. Dafür holte sie zwei große Metallkugeln aus ihrem Koffer.

„Kommen wir nun zu den inaktiven Spielzeugen. Da gibt es eines, das trotzdem recht munter ist. Diese Kugeln, steckt man sich in … sie wissen schon. Man trägt sie auch unter dem Slip. Bei fast jeder Bewegung klirren sie, ganz leise, aneinander. Die leichte Erschütterung löst, man glaubt gar nicht wie schnell, einen was? Richtig, einen Orgasmus nach dem andern aus. “ Diesmal verzichtet sie auf eine Vorstellung, ich denke jeder konnte sich gut vorstellen, um was es ging.

„Nun meine Damen, die Japaner behaupten, es sei ihre Erfindung. Da sind sie wie die Russen. Erfunden haben es aber, im Prinzip, englische Näherinnen an der Nähmaschine. “ Sie demonstrierte das Wippen, wie es früher nötig war, elektrische Maschinen gibt es ja noch nicht so lange. „Nun, die alten und jungen Frauen klauten den armen Kindern die großen Glasmurmeln – reicht ihre Fantasie?“ Sie reichte zu einem fröhlichen Gelächter.

„Ich denke, meine Damen, sie sind inzwischen schon etwas hippelig.

Sie haben recht, nur die Praxis zeugt – ahm, zeigt Ergebnisse. Ich werde mich beeile. Die Vielzahl der Dildos ohne Vibration, ist kaum überschaubar. “ Sie zog einige heraus und stellte sie auf den Tisch vor sich. „Diese Dildos gibt es von der Größe eines Lippenstiftes für die Handtasche, bis zur Größe eines Elefantenpenis. “ Sie holte ein Monster von 40 cm Länge und gut 7 cm Durchmesser heraus. Ein Raunen ging durch die Menge.

„Dieses Monster dient, wie der Turbobumser, eigentlich mehr dem Spaß auf Partys, wie sie sich denken können. Sinnvoll ist er eigentlich nur zur äußeren Reizung. Glauben sie aber nicht, er würde nicht reinpassen. Denken sie daran, wie groß ein Baby ist. Es gibt Frauen die mögen es sogar. Ich will nur noch schnell erwähnen, dass es für einige Modelle einen Gürtel gibt, den Frau oder ein impotenter Mann, obwohl es die ja dem Vernehmen nach nicht gibt, vorschnallen können, mit einem Dildo, und damit wie das Original wirken können.

Für Männer gibt es Dildos, die innen hohl sind, da können sie ihren Schniedelwutz darin verbergen. Dann gibt es noch den Eselsschwanz, doppelt lang und an beiden Enden mit Kopf. Alleine oder zu zweit zu benutzen – lassen sie ihre Fantasie walten. Ich bin für weitere Fragen jederzeit da, nun viel Spaß. „

Ich machte schon ein ganzes Weilchen Schnappschüsse. Inken z. B. hat den Aufbruch doch tatsächlich versäumt, der Vortrag hatte sie total geschafft, sie musste einfach zur Handarbeit schreiten, auch wenn die hübsche fliederfarbene Unterwäsche etwas störte.

Keiner kümmerte sich um sie. Es ging ein Run auf die Spielzeuge los, ohne Streit, die meisten hatten wohl schon im Voraus gewählt. Meine Assistentinnen hatten viele der Mädchen bereits versorgt, gut und etwas unkenntlich geschminkt, mit prachtvollen Fingernägeln und hübscher Wäsche. Als Erste zog Inga los, mit dem Cowboy. Tilly kam mit und gab ihr noch ein paar Ratschläge, dann legte sie los. Ich fotografierte und Axel leuchtete aus. Inga, am Anfang lachend, fand den Cowboy richtig gut, sie versank in ihrer Traumwelt, wir gingen.

Evamaria wartete gleich nebenan auf Tilly. Sie brauchte den Rat und die Hilfe von Tilly mit dem Turbobumser. Es dauerte nur Minuten und Evamaria begann auszulaufen.

Ich hörte Lis rufen: „Zimmer Sechs. „

Dörte hatte ein ganzes Sortiment verschiedenster Dildos mit auf ihr Zimmer genommen. Sie liebt es scheinbar groß, vom Elefantenpenis bis zum schwarzen Stachelkaktus war alles da, auch Gleitcreme. Ohne sich weiter um uns zu kümmern, probierte sie in der nächsten halben Stunde, einen nach dem anderen der Dildos aus, bis sie sich dann für einen entschied, der wie ein Eis am (Glas) Stiel aussah.

Mit dem gab sie sich dann völlig der Lust hin, ohne auf uns auch nur zu achten. Ich hatte alleine mit Dörte bereits den zweiten Film durch, jetzt überließen wir sie ihrem Vergnügen.

Es gab einen kurzen Leerlauf, Kristin rief: In 5 Minuten geht es erst weiter, in Zimmer Acht.

„Geh doch mal kurz runter zu Bertha“, empfahl Lis.

Wir gingen und – es lohnte sich.

Bertha hatte ebenfalls in der neuen Kiste von Willi gewühlt und sich ein etwas eigenwilliges, aber durchaus sexy aussehendes Ensemble zusammengestellt. Ich hatte vorher gar nicht erkannt, welch schöne Beine sie hat. Sie hatte wohl nie Probleme mit Männern, also fragte ich sie, ob ich ihr einen Kuss geben dürfe. Als Dank dafür, dass sie sich so schick gemacht hätte.

Sie lacht laut auf: „Also, wenn das die Wirkung ist, dann gehe ich so glatt auf den nächsten Ball.

“ Und dann küssten wir uns, sie eng an mich gedrückt. Lis sagte nichts dazu, sie kannte mich und wusste, dass es absolut harmlos war. Bertha holte tief Atem und meinte, das alleine sei den ganzen Trubel heute wert gewesen.

Oben brüllte Kristin die Treppe herab: „Zimmer Acht. Kommt ihr nun endlich, sonst fangen wir schon mal an.

Bis Halbeins, wurde es nun doch fast Stress.

Rein ins Zimmer, je nach Motiv wenige oder viele Aufnahmen. Raus aus dem Zimmer. Rein, raus, rein, raus.

Axel lachte: „Ich komme mir fast vor, als sei ich selbst ein Dildo. Rein, raus. Aber weißt du was? Die meisten Girls haben scheinbar mehr Spaß als Frust – wie ich es ursprünglich befürchtet hatte. „

„Das ist mir auch aufgefallen“, musste ich zugeben. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie, praktisch in aller Öffentlichkeit, gar nicht dazu kommen, an ihr eigentliches Problem zu denken.

Der Spaß hat den Frust verdrängt. Etwas zumindest. Hast du das vorhin bei Dörte auch so empfunden? Die hatte irgendwie für jeden Dildo ein Feindbild gehabt, so verbissen hat sie begonnen. Dann hat sie gemerkt, dass sie selbst völlig Herr der Lage ist, sie wurde sichtlich locker. Mit ihrem Eis am Stiel, hat sie dann wohl einen Wunschmann verbunden und sich ihm ergeben. Wie es schien, fast glücklich. „

„Also, ich weiß nicht? Könnte sein oder nicht.

Auf jeden Fall ist bisher keine ausgerastet“, meinte Axel. „Und das ist gut so. „

Bertha, inzwischen hatte sie ein Kleid angezogen, sagte, wir könnten uns in unserem alten Zimmer frisch machen. Das Essen sei pünktlich fertig. Wir würden bei Beatrix May am Tisch essen. Nur das komische Gerät auf ihrem Tisch und die Bücher müssten wir noch wegräumen, decken würde heute ausnahmsweise Martha.

„Es gibt übrigens Schweineschinken im Brotmantel, mit Sauerkraut für die Puristen, sonst Salaten und verschiedenen Soßen.

Wir haben zwei Stück im Ofen, das müsste eigentlich reichen. Die Mädchen haben zusammengelegt, heute sollte es schon etwas Besonderes sein, haben sie sich gewünscht. „

„Da freue ich mich drauf, würdest du aber lieber mir eine Rechnung schreiben, das Essen übernehme ich gerne. Was gibt es dazu zum Trinken? Ich denke Most passt zwar, aber nicht so gut. „

„Natürlich einen Remstaler Weißwein, Martha hat ihn ausgesucht, halbtrocken und sehr gut, schwört sie.

Wer will, kann natürlich auch ein Bier haben. Wir haben ein gutes Bayrisches da. „

Wir setzten uns zu Mom. Kim wollte zuerst wissen, wie es ihr gehe, mit den Beinen und überhaupt. Es sei doch sicher sehr anstrengend gewesen, sie könne sie, nach dem Mittagessen, auch gerne schnell nach Hause fahren, wenn sie das wolle.

„Mir geht es so gut, wie seit Jahrhunderten nicht mehr. Für heute Nacht brauche ich aber wieder mal einen Tee von dir, sonst plagen mich ein paar Albträume.

Ich bin nur froh, dass die D-Girls alle recht gebildet sind. Da ist es viel einfacher, als bei den Mickimäusen, mit ihnen zu reden. Und zu reden gibt es reichlich, wenn bisher auch erst sieben der Girls bei mir waren, mit denen ich sprechen konnte. Ich bin sehr zufrieden und tief bewegt. Ich denke die Anderen kommen noch, ihr hattet ja wohl vollen Betrieb heute Morgen?“

„Acht, nein, mit Bertha 18 Damen.

Dann noch viele Schnappschüsse in den kurzen Pausen. Wenn ich darum bat, haben die Mädchen sich auch gerne als Paar, in Unterwäsche, gestellt. Einfach so nebenbei. Lene sagte mir, sie alle hätten, nach den Fiestas, die Posen geübt, sie wollen alle besonders gut herauskommen. Ich glaube ich habe 18 Filme voll, alles zusammengezählt. Soviel wie am Mittwoch. Dabei sind zwar nur 7 Serien, davon eine Doppelserie mit Dörte. Sie ist heute der Star unter den Darstellerinnen, was die Menge der Bilder angeht.

Mikel wird wahrscheinlich wahnsinnig. „

„Und jetzt wird gegessen“, kommandierte Martha. „Die Suppe dampft schon auf der Theke. Mahlzeit!“

Ich brachte schnell Moms Tonbandgerät, mit dem sie die Gespräche aufnahm, und die Bücher in Sicherheit. Dann kam auch schon eine leckere Suppe mit Eierstich. Ich bestellte von dem Wein, Axel wollte vorher ein Bier, er hätte einen Saudurst. Er hat recht, ich auch.

Die zwei Riesenschweinehintern standen auf dem Tresen, umgeben von Sauerkraut, Salaten und Soßen.

Heiß und kalt. Bertha bat mich, wenn ich schon bezahle, die Brotkruste aufzuschneiden und Frau Beatrix Mai, als Ehrengast, die erste Portion zu servieren.

Mom fühlte sich auch geehrt und bedankte sich. Wir schlugen zu, der erste Schinken war im Nu alle. Immerhin waren wir 23 Personen, die Frau Psychiater kam nicht. Keiner hat sie vermisst, ob das allerdings Kundendienst ist?

Tilly Waagrain hielt noch einen Vortrag über den Nutzen und die korrekte Anwendung von Kondomen.

Dann zeigte sie jene, die nur von einem Mann ausgefüllt werden können, wie sie sagte. Kondome, die an der Spitze Auswüchse haben und sich, gefüllt mit Sperma, ausdehnen. Sie demonstrierte es an einem Dildo, der eher wie ein Gummiklistier aussah, mit einem großen Ballon unten. Sie stülpte ein Kondom über, es sah recht unauffällig aus, dann drückte sie fest auf den Ballon und – ein kleiner Schrei drang durch den Raum, die Spitze des Kondoms fuhr wie ein Krake, Arme aus, fast zwei Zentimeter lange dünne Tentakel.

Lis, neben mir, stieß scharf die Luft aus. Dann gab es Beifall und viel Gelächter.

„Das war’s von mir für heute“, verabschiedete sich Tilly. „Ach ja, dieser Dildo wird am besten mit lauwarmem leichtem Seifenwasser oder warmer Milch gefüllt. Ich habe einige der Spaßkondome in die Kiste gelegt. Diese können gereinigt und wiederverwendet werden. Der Hersteller garantiert die Sicherheit bei bis zu 18 Anwendungen. Ich verabschiede mich jetzt und bedanke mich für ihre Aufmerksamkeit.

Mir hat es viel Spaß gemacht, ich hoffe ihnen auch. „

Der Abschied von Tilly war stürmisch, auch ich bedankte mich für die freundliche Hilfe. Sie meinte, über den Laden könne sie jederzeit angefordert werden. Üblicherweise verlange sie 30 Mark die Stunde, ich bekäme 3 Mark Rabatt.

Dann begann der Nachmittag. Nach dem Essen hatte Susanne so richtig Lust auf einen großen Dildo. Sie war schnell völlig weggetreten und wir ließen sie gerne alleine.

Wir gingen weiter ins nächste Zimmer.

Uschi hatte sich einen der neuen Dildos erobert und nutzte ihn mit viel Genuss. Die anderen Mädchen wirkten ebenfalls sehr zufrieden oder sollte ich eher sagen befriedigt? Nun hatten sie auf alle Fälle Zeit und Lust, mit der einen oder anderen Freundin in oder auch ohne Wäsche zu posieren. Nein, sie seien keine Lesben, zumindest nicht ausschließlich, wurde mir immer wieder versichert. Lesben würden sich küssen, das würden sie nicht tun.

Aber Körperkontakt, an den gewissen Stellen mal anfassen, auch mit einem Dildo, oder auch so behilflich sein, das würde jedem gut tun und überhaupt …

Mir war das völlig egal, Hauptsache ich bekam Bilder. Schöne Bilder, geile Bilder, scharfe Bilder. Heute machte ich bewusst die Bilder, die mir meinen Titel eingebracht hat: Pornograf. An- und aufreizend. Selten hatte ich an einem Tag, eine derartige Menge von recht hübschen und sehr munteren Muschis vor der Linse.

Ich schoss auch jede Menge Nahaufnahmen davon, aus allen Richtungen. Die jungen Frauen hatten kein Problem damit, sich mir zu präsentieren. Es sind alles Exhibitionisten, sagte Lis. Ich glaube sie hat recht, irgendwie.

Nun, wie ich bereits sagte, einige der D-Girls erkundeten zusammen, wie das mit den vorschnallbaren Dildos geht. Es gab viel Gelächter, selbst den immer so beherrschten Axel sah ich grinsen. Kein Wunder, da steht ein nettes Mädchen im Raum, unten hat sie einen gewaltigen, abstehenden Penis umgeschnallt.

Sie tritt auf die Freundin zu, doch der Dildo ist im Weg. Sie versucht mit ihm, der Freundin eine Freude zu machen. Für sie ist das natürlich ein ungewohnter Spaß. Sie muss üben, das Ding soll ja drin bleiben. Nun hat so ein Dildo natürlich kein Gefühl, das ihr sagt, jetzt ist Ende; Schubumkehr. Dann kam Frust auf, die Freundin stöhnte vor Wollust, sie selbst empfand nichts. Von was auch?

Kim hatte die Idee.

„Steck dir doch zwei der Kugeln rein, bei dieser heftigen Bewegung müssten die doch ganz schön klirren. Vielleicht hilft es ja“, schlug sie vor.

Jetzt musste einer der beiden Kugelsätze gesucht werden, beide waren im Einsatz. Einer wurde mit leichtem Protest abgegeben. Kristin erklärte sich bereit, dafür mit dem Turbobumser zu helfen. Das mit den Kugeln brachte etwas. Als beste Lösung wurde dann aber ein ganz kleiner Dildo empfunden, der völlig verschwand, von dem Halfter aber gehalten wurde.

Nun hatte ich also zwei Frauen vor der Kamera, die zwar asynchron, dafür aber dauern kamen. Um uns kümmerten sie sich überhaupt nicht mehr, ihre zitternden schwitzenden Körper gaben sich völlig dem Sex hin. Wir gingen weiter, nächstes Opfer.

Dörte hatte sich inzwischen, zusammen mit Helga, an Versuche mit einem Eselsschwanz gemacht. Sie waren so intensiv miteinander beschäftigt, dass sie uns keinen Blick würdigten. Ich sah später noch mal rein, da hatten sie gerade entdeckt, dass die Reiterstellung ebenfalls gut geeignet war.

Ich war schon etwas erstaunt, welche Energie die D-Girls in dieses Spiel legten. Es gab jetzt, kurz nach Vier, aber immer mehr Gelegenheit für nette Aufnahmen.

Kim muss enorm fleißig gewesen sein, alle Damen, die mir jetzt vor die Kamera kamen, waren wohl frisiert und geschminkt. Die Girls hatten auch Geschmack in der Farbwahl, obwohl weiß und schwarz dominierte. Auch paarweise standen sie vor der Kamera. Martha und Bertha zögerten nicht, auch noch ein paar Dessous vorzuführen.

Willi wird begeistert sein. So billig kamen er wohl nie mehr daran.

Zu meiner und Axels Überraschung, trafen wir bei unserem Rundgang Kristin, seine Frau, an. Sie hatte nur Söckchen an. Es kam heraus, sie hatte nicht dem Drang widerstehen können, einmal den Turbobumser in Aktion, an sich selbst, zu erleben. Es sei einfach grandios gewesen und die Gelegenheit einmalig aber doch wohl kein Grund jetzt auf sie böse zu sein.

Wer kann das schon?

Axel zuckte lediglich mit den Schultern und meinte: „Zur Strafe, darf dich jetzt Paul fotografieren. „Kristin lächelte freundlich, posierte für ein paar Bilder und Paul, ich, knipste seine baldige Schwägerin. Lis lachte sich später, als ich es ihr erzählte, halb tot. „Kristin und ein Turbobumser!“

Um Sechs waren meine Filme alle, nur in der kleinen Kamera steckte noch ein Halber, unbelichteter. Mom hatte 18 Interviews, zwei der jungen Frauen hatten keine Lust.

Mom meinte, sie sei sicher, die beiden würden sich einfach genieren über etwas zu reden, das fast überwunden sei. Ich denke, da hat sie Recht. Mir kam es auch so vor, dass die Mädchen sehr wohl bereit waren, wieder ins normale Leben zurückzukehren. Da fehlte nur noch ein gewisser Mut und den hatten sie sich heute selbst bewiesen, dadurch, dass sie sich fotografieren ließen. Es war wie damals bei den Mickimäusen.
Wir verabschiedeten uns von allen.

Lene und Bertha wollten einen Kuss. Warum auch nicht. Ich versprach, am Mittwoch einen Satz Bilder zu schicken. Wegen Nachbestellungen oder Vergrößerungen, auch Bilder für die Brieftasche, sollen sie sich an Lis wenden. Alle halfen, unser Zeugs ins Auto zu bringen. Von den Dildos wurden, von jeder, im Schnitt zwei gekauft, der Rest kam wieder mit. Von der Wäsche war nichts mehr vorhanden. Bertha gab uns, fein säuberlich geschnitten, den Rest des Schinkens mit und, in Plastikdosen, die kalten Saucen.

Auch die vier Flaschen Wein die übrig blieben.

Auf der Heimfahrt hingen wir alle unseren eigenen Gedanken nach. Sie verlief fast schweigend. Um Sieben waren wir zurück. Von Pop sehnlichst erwartet. „Ich wollt grad ins Gasthaus. Ihr habt ja zu Mittag gegessen, ich hatte nur das Wurstbrot, dass mir Kim heute Morgen mitgab“, maulte er, nachdem er Mom fest in den Arm genommen hatte. Kim tröstete ihn ein wenig, während Lis den Tisch deckte.

Es gab den inzwischen kalten, aber immer noch sehr leckeren Schinken. Das war nun mal wieder etwas für Pop. Hatte er in den vergangenen Tagen, bei der Hausmacherwurst, schon gefährlich zugeschlagen, vom Schinken blieb auch nicht mehr viel übrig. Er verstieg sich sogar zu der Behauptung, diese Martha und Bertha seien einfach begnadete Köchinnen. Den Wein dazu mochte Pop auch.

Kristin und Axel waren natürlich ebenfalls beim Abendessen dabei. Es war Axel, der heute seine arme Frau in Verlegenheit brachte.

Er erzählte Pop und Mom, die das natürlich nicht mitbekommen hatte, von Kristins Experiment mit dem Turbobumser. Die rächte sich, in dem sie behauptete, zu so einem flotten Orgasmus hätte er, Axel, sie noch nie gebracht. Was prompt das Thema darauf brachte, ob die Schnelligkeit irgendeinen Vorteil hätte.

Pop wurde natürlich wieder mal verlegen und holte Cognac. Er behauptete, den bräuchte er für den Magen, da er leider zu viel Schinken gegessen hätte.

Mom meinte, solche frivolen Sprüche seien heute halt zu erwarten gewesen, die jungen Frauen hätten da wohl doch recht heftig ihren Frust abgelassen, wie sie den Erzählungen des Nachmittags entnommen hätte. Dann bat sie mich, die etwas zu pornografischen Bilder doch bitte rauszulassen, wenn ich ihr die heutige Ausbeute zeigen würde. Ihre Nerven seien schon angespannt genug und bis Mallorca – wo sie ein Zimmer mit Pop teilt – sei es noch lang.

Karin und Axel verzogen sich schon um Neun nach Hause.

Wir saßen noch ein Weilchen zusammen und ich erzählten Pop von den weniger anrüchigen Dingen, die wir heute erlebten. Ich lobe ihm gegenüber, vor allem die Kunstfertigkeit von Kim, die es verstand die Damen so gut zurechtgemacht der Kamera zu präsentieren, dass es eine wahre Freude war sie zu fotografieren.

Kim wurde natürlich arg verlegen. Sie hatte heute aber wirklich so gute Arbeit geleistet, dass ein öffentliches Lob das Mindeste war.

Das soll die Arbeit der Anderen keinesfalls schmälern, auch Lis bekam ihr Lob, weil sie heute genau das tat, was ich an ihr so schätze: Sie hatte den ganzen Aufruhr im Griff und war der gnadenlose Regisseur. Ohne sie, hätten wir mindestens eine Stunde mehr gebraucht, um über die Runden zu kommen.

An diesem Abend, oben in meiner Wohnung, waren Lis und Kim so angetörnt, dass Lis als die Hauptfrau, auf alle Fälle erst ein wildes Quicky verlangte.

Wir gingen in die kleine Küche, wo ich ihr, über den Küchentisch gebeugt, wieder zu der inneren Ruhe verhalf. Mir tat es natürlich auch gut, zu viele hübsche Muschis hatten heute doch meine Standfestigkeit arg bedroht. Als ich mit ihr zurück ins Wohnzimmer kam, wollte mir Kim unbedingt und sofort einen blasen. Ein Spiel, das sie sehr liebt. Sie mag es dabei voll gespritzt zu werden, es zu schlucken ist ihr genauso lieb. Sie lutscht voller Hingabe aber mit einer Hand spielt sie stets an ihrer Muschi.

Das Vergnügen muss ja beidseitig sein, meint sie und das ist es auch. Ich sah, immer wenn sie es tat, mehrmals eine Gänsehaut über ihren Rücken laufen und sie schloss wollüstig ihre schönen dunklen Augen. Wenn ihr jemand sehr sympathisch sei, gab sie uns einmal mal kund, täte sie das gerne mal, um Spannungen jeder Art abzureagieren. Aber bumsen wolle sie nur mit mir. Höchstens es läge, bei einem wirklich sehr guten Freund ein absoluter Notfall vor, der auch mit einem Blaskonzert nicht zu beheben sei.

Keinesfalls wolle sie es aber nur zu ihrem eigenen Vergnügen tun. Daran hätte sie sich gehalten, seit sie mich kenne und hätte nicht vor, das jemals zu ändern. Sie wisse sich bei einem Überfall gut zu wehren, wie wir aus Thailand doch sicher noch wüssten. Auf jeden Fall würde sie sich aber an die Hausregel halten, dass es erst besprochen werden muss; das Bumsen mit fremden Partnern. Lis und ich empfanden das als eine Ehre.

Wir redeten an diesem Abend nicht mehr viel, Kim schlief als Erste ein, Lis nach einem langen Gutenachtkuss. Als ich in der Nacht aufwachte, wegen des Weins, hing sie immer noch fest geklammert an mir. Ich löste sie ganz vorsichtig und stieg am Fußende des Bettes aus. Ich war wieder einmal mit meinen zwei Frauen voll zufrieden.

*** Sonntag, beim Frühstück. Das Thema natürlich immer noch das gestrige Shooting.

Wir lachten über die vielen kleinen Pannen, die bei so einem Shooting immer mal wieder passieren und stets zur Erheiterung beitragen. Das mit dem nassen Slip ist wohl zwei anderen Frauen ebenfalls passiert. Bei Anwendung des Turbobumsers ist ein Mädchen ohnmächtig geworden, vor Freude, wie sie schwor. Eine andere junge Frau, Namen nennen meine Frauen nur selten, hatte eines der Höschen an, die wie Boxershorts aussehen. Darunter wollte sie Madame Butterfly ausprobieren.

„Der Schmetterling rutschte ab und versuchte mit Macht, sich in ihren Anus zu bohren.

Das Gefühl fand sie zwar offenbar auch nicht schlecht, wenn auch völlig unerwartet. Sie rief um Hilfe. Die Freundin konnte, vor Lachen, aber auch nicht gleich zugreifen“, erzählte Lis kichernd. „Das Ding flatterte also, und flatterte …“

Pop wusste nicht, ob er das jetzt begreifen sollte und lachen, oder dumm spielen und so gucken. Er holte sich einen Cognac. Mom sah es und musste nun ihrerseits lachen. Sie, Kim und Lis erzählten weiter und weiter.

Auch Mom hatte ein paar lustige Geschichten gehört. Sie zumindest, fand eine versuchte Vergewaltigung ganz lustig, wo der Bursche, es fand auf einem Heuboden statt, anstelle die Frau zu nehmen, durch die Dielen krachte und im Schweinekoben landete. Ein Ferkelchen fand seinen erigierten Penis ganz toll und benutze ihn als Zitze. Die Muttersau legte sich über seinen Oberkörper, er konnte nicht mehr hoch. Die Frau sagte, das Ferkelchen hätte ihm tatsächlich einen Orgasmus abgelutscht, sie sah es von oben, durch die Dielen durch.

Jetzt konnte Pop nicht mehr anders, sein Lachen dröhnte durch den Raum. Wir lachten mit.

Den zweiten Teil, wo der Bursche die Frau aus Wut schrecklich verprügelte, deutete Mom nur an. Das gehörte zu dem absolut nicht lustigen Teil und war Grund zu einer ganzen Serie von Rohheit.

Um Zehn rief ich Roland an, Filme abholen und bis zum Kaffee die Üblichen drei Satz Bilder.

Er arbeitet gerne am Sonntag, da hat er Zeit und bekommt 50 % Aufschlag.

*** Montag, Schule. Nichts Besonderes. Als ich nach Hause kam, Lis ging zu ihren Eltern, die hatten ja das ganze Wochenende nichts von uns, war Mikel schon da.

„Er fällt mir schon seit Zehn auf die Nerven“, lachte Mom. „Du hast vergessen die Bilder rauszulegen. Kim hat oben geguckt, sie sind aber wohl im Safe.

Da kam sie nicht dran. „

„Ich habe ja auch nicht damit gerechnet, dass Mikel wieder mal mitten in der Nacht hier ankommt und dich belästigt. „

Mikel ist unsere Umgangsform längst gewohnt, er sah keinen Vorwurf darin. „Nun zier dich nicht, rücke die Bilder raus. Ich fürchte es sind wieder mehr als befürchtet und sie sind besser als erwartet. Kim hat mir schon gesagt, wie viel Stunden du verbraten hast; die Nebenkosten hat sie nur angedroht.

Es wird ein teueres Wochenende. Du wolltest am Telefon ja nichts sagen. „

Kim gab ihm wortlos die Kiste mit den Fotos, sie wusste natürlich, wo sie war, hatte aber Anweisung damit auf mich zu warten. Wie ich schon sagte, es sind knapp 2000 Bilder. Mikel holte tief Luft. „Himmel vergib mir, dass ich diesen Menschen jemals beauftragt habe ein paar Bilder zu machen“, sagte er beim Anblick des Stapels. Da brauche ich erst eine Stärkung und dann den ganzen Esszimmertisch.

Noch lieber den in der belle Etage. „

„Das wollte ich auch gehofft haben. Ich habe mir die Finger wund geschruppt, um dir ein feines thailändisches Essen zu zaubern. Bring die Bilder hoch und komme sofort zurück. Ich decke den Tisch, in fünf Minuten wird gegessen“, maulte Kim.

Mikel war in 4 Minuten zurück und Pop gerade gekommen, die Schwelgerei ging los. Kim hatte inzwischen, von Mama Bronner, erfahren, wo ein guter chinesischer Laden ist, der alle Gewürze hat, die sie braucht.

Dafür sind ihre Gerichte inzwischen auch sehr viel schärfer als früher. Wir haben es in ihrer Heimat kennengelernt, Mom und Pop, etwas mühsamer, hier. Inzwischen mochten sie es auch.

Asiatisches Essen hat den Vorteil, den Magen nicht so sehr zu belasten. Mikel brauchte trotzdem einen Cognac, den Pop großzügig ausgab. Danach erst ging er nach oben, in die belle Etage. „Lasst mich eine gute Stunde alleine, dann komme ich hoch zu dir, Paul.

Nach knapp zwei Stunden kam er hoch, sein Gesicht grimmig verzerrt. Er kann mich damit aber längst nicht mehr täuschen, denn seine Augen lachten. „Und, was soll ich jetzt mit den Bildern machen, die Hälfte wegwerfen?“, murrte er, sichtlich gespielt. Dann kam sein ansteckendes Lachen, nicht laut aber durchdringend. „Mensch Paul, mit diesem Ergebnis hätte ich nie gerechnet. Die Frauen sind gut, sehr gut. Die Mickimäuse waren ein Erfolg, alleine vom Aussehen dieser Frauen, können sich die meisten aber eine dicke Scheibe abschneiden.

Das soll natürlich keine Beleidigung sein. Die Mickimäuse waren der Erfolg. Diese Frauen, die müssen diesen Erfolg aber einfach Toppen.

Da ich ja nun, seit Jamaika, einer der Verlagsleiter bin, habe ich mich dazu durchgerungen, ein Sonderheft der Fiesta mit den Mädchen zu machen. Beatrix“, er bestand darauf, Mom so zu nennen. „… wird da eine klasse Story schreiben, dass unsere weiblichen Leser das Centerfold zuweinen. Wir werde ein paar der ganz schlimmen Fotos zeigen, mit einem kleinen, dezenten Punkt.

Ich denke, das Thema ist es wert. Beatrix hat mir am Vormittag da so ein paar Stories erzählt. “ Er unterbrach sich und bat um ein Bier. Die Zunge sei vor Begeisterung trocken geworden. Dann ging es weiter.

„Wir werden auch, ohne Bezug zu einem anderen Magazin, ein Heft herausgeben, das sich alleine den Thema Vibrator, Dildo und Kondom widmet. Beate will davon 10000 in Deutsch, mit einem speziellen Cover, der ihre Firma nennt.

Sie will darüber hinaus 12 Seiten ihres Katalogs vor dem Centerfold einfügen. Sie steht bereits mit Willi in Verhandlung, ob sie nicht einiges aus seinem Sortiment, auch bei sich aufnehmen kann. Dann werden es 16 Seiten. Willi rief heute bereits um Sechs an, sie sind bereit dazu, wollen 4 Seiten extra Anzeigen für die Teile, die Beate nicht nimmt, und wollen einen Teil der Auflage bezahlen, wenn zu den Girls ein Bild in ihrer Wäsche dabei ist.

Ich habe oben die Bilder mal geordnet. Um dem Wunsch von Willi entgegen zu kommen, musst du noch mal hin, es fehlen 5 Motive. Es gibt zwar Fotos in Wäsche von allen, doch nicht solche die zu den Szenen passen. Ich glaube, da musst du mehr aufpassen. Nimm es mir nicht übel. Ich selbst wäre allerdings auch nie darauf gekommen, einer meiner Redakteure sagte aber auch schon mal so was. „

„Tut mir Leid, Mikel.

Das hätte ich sehen müssen. Leider bin ich halt doch noch nicht so gut, wie ich sein sollte. „

„Ach, scheiß drauf, wir alle müssen noch lernen. Ich denke, dass diese beiden Projekte voll durchschlagen. Das mit dem Cover von Beate finde ich jedenfalls gut. Ich hab mal umsortiert, ein halbes Heft der Teens und ein paar Seiten in den Nachbarn sind locker noch mit drin. Was mir auffiel, die fünf Bilder von Kristin, sind die nur versehentlich drin? Ich hätte sie nur zu gerne für die Fiesta.

„Axel hat es genehmigt, es sollte eigentlich eine Strafe sein, weil sie sich zuvor mit dem Turbobumser vergnügt hatte. Kristin machte es aber wieder gewaltigen Spaß. Du kannst sie in deine Honorarliste aufnehmen. Die Fotos sind zwar frech, aber außer ihren schönen Brüsten, sieht man ja nichts Gefährliches“, musste ich lachen.

„Na, dann sind wir ja mal wieder klar. “ Mikel gab mir die Fotos der D-Girls, von denen ich nachträglich noch Bilder machen sollte.

Bei Lene war ich sicher, dass doch welche da waren. Wir suchten und fanden. Blieben vier. Sicherheitshalber notierte ich die Nummern. *** Ich rief bei Lene im Büro an. Gleich am Mittwoch, nach der Arbeit, sei ein guter Termin. Sie würden sich freuen berücksichtigt zu werden. Ja, die Wäsche hätten sie natürlich noch. Ob Kim mitkäme, wegen des Schminkens, das bekämen sie alleine nicht so gut hin, die Fingernägel seine nicht so wichtig, die könnten sie verstecken.

Mom hat schon Recht, die Girls sind intelligent aber vor allem kooperativ.

Am Mittwoch, nach der Schule, lag ein Paket in meinem Büro. Ein nettes Schreiben von Beate Uhse lag dabei. Sie hätte Euphorisches von Mikel gehört. Ob sie denn, gegen Rechnung natürlich, auch einen Satz der Fotos haben könne. Ich solle gleich ein Angebot dazulegen, für Sätze von je 100 Stück gemischt. Sie denke dabei an 1000 Sätze. Sie hätte sich überlegt, dass gute Fotos recht wohl zu verkaufen sind.

Einen Versuch sei es wert. Im Übrigen hätte sie gerade lebensgroße, ziemlich gut aussehende Puppen hereinbekommen. Mit allem, was eine Gefährtin so benötigt. Sie erlaube sich zwei Exemplare beizulegen, eine mit passendem Gürtel für einen Dildo. Sie könne sich vorstellen, dass die Mädchen damit viel Spaß haben.

Lis beantwortete den Brief; ich beauftragte Roland, noch einen Satz Bilder zu machen und die Filme dann leihweise an Mikel zu schicken. Ich hatte es, Gott sein Dank, am Morgen vergessen ihm zu sagen, dass die Filme weg müssen.

Die Bilder soll er im Laden von Beate Uhse abgeben. Sie hat einen ständigen Kurierdienst zur Hauptstelle in Hamburg.

Ich zog gegen Sechs, mit Lis und Kim, zu unserer Verabredung. Ich nahm auch die versprochenen Bilder mit. Während wir ein kleines Abendessen vorgesetzt bekamen, kämpften sich die Girls durch die Fotos. Hin und wieder Gelächter, immer wiederkehrende Ah’s und Oh’s. Die Bilder scheinen gut anzukommen. Als ich ihnen dann noch sagte, was Mikel und Willi für die Fotos bezahlen würden, weil sie ja weit über den Rahmen der Nachbarn hinausgingen, fanden fünf der Mädchen den Mut mich abzuschlabbern.

Ich erfuhr später, dass Lene geplaudert hatte, was für ein lieber Kerl ich doch sei.

„Meine Damen, wir wollen uns gleich an die Arbeit machen. Die Damen Gerlinde, Erika, Helga und Gesine wollen sich bitte fertig machen. Lene hat ja wohl gesagt, um was es geht. Diesmal ohne Spielzeug oder, wenn die Damen es möchte, ein ganzes Shooting von A bis Z. Im Auftrag von Frau Uhse, habe ich hier …“ ich packte das Paket auf den Tisch „… zwei aufblasbare Begleiterinnen.

Sie dachte, sie könnten euch erfreuen. Sie haben alles dabei, was gebraucht wird. “ Die genannten Damen verschwanden in ihre Zimmer, Kim und Lis gingen mit, zum Helfen. Mit der Beleuchtung muss ich heute selbst klar kommen. Wir hatten jedoch genug Zeit.

In der Zwischenzeit war eine Puppe aufgeblasen. Sie hatte fast die Größe von Kim und wirklich alles, was eine Frau haben sollte. Die Girls kicherten als sie die künstliche Muschi sahen und im Begleitschreiben lasen, dass diese und der After nutzbar sind.

Die Pflegeanleitung lag dabei. Käthe, so wurde die Puppe gleich benannt, wurde von Hand zu Hand gereicht. Es wurde mit ihr geschmust – ich konnte nicht umhin, ein paar Bilder davon zu machen. Dann rief schon Lis.

Meine vier Opfer waren eher noch besser als am Samstag. Ich zog von jeder einen Film durch und die fehlenden Fotos in Wäsche. Als ich nach einer Stunde runterkam, waren die Mädchen immer noch beim Bilder gucken oder mit Käthe und Detlev, der anderen Puppe, am schmusen.

Erika, inzwischen wieder unten, bot mir an, mit Detlev eine heiße Liebesszene zu spielen.

Natürlich wollte ich, Mikel wird es sicher auch gut finden. Erika brachte eine lustige Nummer mit der Puppe. Am Schluss wurde sogar mit dem Dildo im Gürtel gebumst. Ich sah, dass Erika sehr wohl auch ihren Spaß hatte. Am Schluss wurde der Spieß umgekehrt, Erika band sich den Gürtel um und fiel über Käthe her. Lis konnte sich das Lachen nicht mehr verkneifen, inzwischen standen auch vier der Girls um uns herum und hatten ebenfalls ihren Spaß.

Ende des Auszuges aus Band 2 — Fortsetzung folgt (die Hochzeit).

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