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Der Pornograf V – 03

Auszüge aus Band 5

(Hausfrauen, Nachbarn und andere Amateure)

*** Dies ist ein Auszug aus einem Roman

*** keine selbstständige Sexstory

Fortsetzung:

Die Fahrt zu Erika Meinhard, die uns wegen eines Bettes geschrieben hatte, dauerte gerade mal 30 Minuten und lag dazuhin auch noch auf dem Heimweg, in Leonberg. Es war ein einfaches Einfamilienhaus in einer typischen Vorstadtsiedlung.

Zum Glück war die Garageneinfahrt groß genug, dass Luigi gut parken konnte.

Erika entpuppte sich als eine leicht pummelige Blondine, sie erwartete uns bereits an der Haustüre. Im Wohnzimmer tummelten sich noch fünf weitere junge Frauen und ein Mann. Ingo, der Ehemann, wie sich herausstellte. Ich stellte mich und das Team vor. Luigi blieb im Bus, die mitgegebenen Vorräte essen.

„Ihr seid ja früh dran“, stellte Erika fest.

„Wir haben euch erst um Vier erwartet. Unsere Freundinnen sind gerade erst eingetrudelt. Darf ich nun ebenfalls vorstellen? Unser zweites Blondchen, Brigitte. “ Diese erhob sich und gab jedem von uns artig die Hand.

„Das ist Nena, sie wollte uns heute unbedingt ihr neues Cheerleaderkostüm vorführen, das sie aus Amerika mitbrachte. Auch wenn kein Sommer mehr ist. “

Auch Nena ging reihum. Das blaue Kostüm passte gut zu ihr, die dazugehörenden roten Pompons wedelte sie frech vor unseren Nasen.

Mich erinnerte das Kostüm an einige Cheerleadergirls, in Boston. Als Mom damals operiert wurde und ich für 14 Tage bei einem Freund von Mikel wohnte. Ob Nena auch so rattenscharf ist?

„Dann haben wir hier Hanne und Irma. Über Letztere wisst ihr ja schon Bescheid, die alte Freundin von Ingo. Bleibt last, but not least Thea, auch eine gute Freundin und Geschäftskollegin. Wir sind bereit unser Versprechen einzulösen und für die Kamera zu posieren.

Irgendwie freuen wir uns sogar darauf. “ Sie errötete leicht.

„Und wir haben die bestellte Wäsche dabei“, erklärte Uschi. „Ich werde sie jetzt austeilen. Paul und Jürgen, unser zweiter Fotograf, können inzwischen, wohl mit Ingo, schon mal den Platz der Tat ansehen. Die Slips für Ingo gebe ich gleich Erika. “

Viel zu sehen gab es nicht. Im Gästeschlafzimmer stand es nun da, breit und mächtig: das Bett.

Vier gedrechselte Säulen ragten bis knapp unter die Decke. Man konnte ein Himmelbett daraus machen, wenn man wollte. Das Holz schien mir amerikanische Wallnuss, dunkel poliert. In der Mitte der Rückwand war eine irgendwie umgedrehte herzförmige Vertiefung angebracht, aus der ein gedrehter Holzspieß, wie ein enormer Penis, herausragte. Das war allerdings das einzig Erotische, das ich an dem Bett erkennen konnte. Aber darum ging es ja auch gar nicht. Ich setzte mich auf die Matratze – hart, wie ich es liebe.

Betten, in denen man mehr durchhängt als gerade liegt, mag ich überhaupt nicht. Ich hoppelte ein wenig, das Bett quietschte auch nicht. Eines der Dinge, die ich ebenfalls hasse. Deswegen sind Lis und ich, mal aus einem Hotel ausgezogen. Wir wollten doch nicht alle Nachbarn, an unserem nächtlichen Vergnügen teilhaben lassen.

Der Platz vor dem Bett war etwas beengt, da lief nichts mit großen Scheinwerfern. Ich bat Doris, zwei Fotolampen an die Deckenbeleuchtung zu hängen, dann würde der Blitz genügen.

Jürgen übernahm das normale Schlafzimmer, ichdas Bett.

„Thea, kommst du zuerst? Einen trifft es halt immer. “

„Kein Problem“, meinte sie freundlich.

Derweil schob Jürgen mit Brigitte ab.

„Dann leg mal los Thea. Action!“

Und Thea legte los. Im üblichen Stil derNachbarnfielen die Kleider, dann wälzte sie sich auf dem Bett, zum Abschluss gab es noch eine Vorstellung mit einem Dildo.

„Gut gemacht Thea. Aus dir kann ein Profi werden. Danke. Schickst du mir jetzt Erika rein, falls sie nicht gerade bei Jürgen ist? Sonst Nena oder wer halt gerade frei ist. “

Thea ging und Erika kam. Sie brachte gleich ihren Ingo mit. Erika hatte zudem einen großen Teddy unter dem Arm, dem an einem Gürtel ein Dildo umgeschnallt war. Nachdem Erika recht nett vor und auf dem Bett posiert hatte, wendete sie ihre Aufmerksamkeit dem Plüschtier zu.

Im Nu war sie nackt und der Teddy wusste, mit ihrer Hilfe, seinen Dildo wohl zu gebrauchen. Ingo hatte sich ausgezogen, nun riss er, mit Erikas Hilfe, die Tagesdecke runter, eine andere kam drauf. Erika murmelte etwas von Sonntagsdecke. Dann wurdesiegedeckt, von Ingo. Seine Performance war gut, bald schlich ich mich raus, sie sollten ruhig ein wenig undokumentierten Spaß haben.

Im Wohnzimmer saßen Brigitte und Hanne. Jürgen war wohl gerade mit Nena und Irma beschäftigt, Thea war im Bad.

„Was ist, Hanne? Posierst du mir im Arbeitszimmer von Ingo? Er ist gerade stark mit seiner Frau beschäftigt, da will ich nicht stören“

„Wenn immer die ins Gästezimmer kommen, können die nicht anders als eine Nummer zu schieben. Lass uns gehen …“

Hanne hatte den bereits angezogenen Neuerwerb, rotes Hemdchen, rotes Höschen, schnell wieder aus und posierte mir recht freizügig auf und vor Ingos Schreibtisch.

Auch sie brachte, dem Ende zu, einen Dildo zum Vorschein. Da scheint man hier im Hause viel Spaß damit zu haben. Die Leser werden ihn auch haben.

Zurück im Wohnzimmer, meinte Irma: „Auf, lasst uns die Zwei stören. Sonst bumsen die um Mitternacht noch. Erika und ich möchten dir noch eine hübsche Lesbenszene vorführen. Wir haben dazu vieleNachbarnundGirlzstudiert und auch schon geübt. “

Wie Irma vermutete, die beiden waren noch tüchtig tätig.

Irma öffnete den Kleiderschrank, holte für Erika ein pinkfarbenes Fähnchen raus, dann drückte sie Ingo brutal von seinem Platz weg. „Geh duschen, lass aber Thea in Ruhe. Bumsen kannst du noch die ganze Nacht, jetzt sind Erika und ich dran, wir spielen Lesben. “

„Ich geh ja schon … bis zum Fenster. Die Nummer will ich mir ansehen, bisher durfte ich ja nie dabei sein. “

Was Irma und Erika da boten, war ein wahrer Augenschmaus.

Ich kann mir vorstellen, die beiden hatten viel Spaß beim Üben. Zum Schluss kam aus der Nachtischschublade noch einer von diesen Doppeldildos. Ein Monster, mit dem sie gut umgehen konnten, nachdem sie sich mit Genuss, gegenseitig die Muschi ausgelutscht hatten.

Ingo beachtete mich gar nicht, er sah gespannt dem Treiben auf dem Bett zu. Nackt, mit hoch aufgerichteter Palme. Sein Maß ging über die Wunschvorstellung von Doris, die natürlich auch dabei war.

Sie beachtete Ingo überhaupt nicht, nach dem Motto, was für mich nichts taugt, hat auch kein Interesse verdient.

„Das war auf alle Fälle eine fantastische Vorstellung, Erika und Irma. Schafft ihr es, in anderen Kleidern und ein wenig umgestylt, das im Schlafzimmer für Jürgen nochmals zu bringen?“

„Na sicher doch, wir sind ja gerade erst in Fahrt gekommen. Ingo, komm mit, danach bist du und Irma dran“, meinte Erika lachend.

„Sonst ist deine alte Freundin völlig umsonst warmgelaufen. “

„Schickt mit Nena oder Brigitte rein“, bat ich.

Die Drei gingen, nachdem sich Erika noch zwei Fummel aus dem Schrank holte. Ingo hatte inzwischen ein Handtuch um den Bauch.

„Heiße Bräute sind das ja schon. Ingo scheint ja auch nicht schlecht, dem Freudengequietsche von Erika nach zu schließen. Mich würde er aber sicher zerreißen.

Dass er mit Irma zurechtkommt? Nun ja, sie muss es wissen. Manche sind halt dehnbar“, lachte Doris laut auf, während sie gleichzeitig die Kamera neu füllte.

Nena machte in ihrem Dress eine gute Figur, ohne dem Dress eine noch bessere. Es schien unvermeidlich in diesem Bett, auch sie brachte einen Dildo ins Spiel. Sie verriet mir eines der Geheimnisse des Hauses, die den Gebrauch dieser Spielzeuge etwas klärte.

„Wenn Ingo mit einer bumst, darf eine von uns meist dabei sein.

Zuschauen. Das macht natürlich heiß, so kamen wir dazu, es uns dabei mit dem Dildo selbst zu machen. Irgendwann wechselt Ingo dann auch mal die Pferde. Wir haben da schon manchen verregneten Nachmittag, mit viel Spaß, verbracht“, erklärte sie mir und Doris.

„Du meinst Ingo, würde also regelmäßig mit sieben Frauen, einschließlich seiner Eigenen, schlafen?“

„Mit fünf. Mit Thea und Hanne nicht. Die würden sicher gerne wollen, aber Ingo meint, irgendwie habe alles eine Grenze.

Ich denke geschlafen haben sie schon mal zusammen, es sind beides aber mehr Freundinnen von Erika. Schon von der Schule her. “ Nena musste eine kleine Pause machen, das Spiel mit dem Dildo hatte ihr einen heftigen Orgasmus beschert, vielleicht auch der Gedanken an Ingo. Sie riss sich zusammen, posierte noch einen Augenblick an einem der großen Bettpfosten, dann war Schluss. Ihre Bewegungen wurden bereits etwas unkoordinierter; sie brauchte jetzt offensichtlich eine Pause.

„Danke Nena.

Auch das war eine prächtige Leistung. Jetzt fehlt mir nur noch Brigitte. Danke auch für die Information. Darf ich sie nutzen? Ich meine für dieNachbarn?“, bat ich noch schnell. Informationen für Beatrix Mai, sind halt wichtig – wenn sie bestimmten Personen zugeschrieben werden sollen, müssen sie jedoch von diesen genehmigt sein. Pop hat da auch Mom beraten.

„Sicher“, lächelte sie. „DieNachbarnnennt ja nie Adressen und mit den Namen nimmt sie es wohl auch nicht so genau.

Im Übrigen fühlen wir uns ganz wohl in unserer Haut. Keine Probleme mit unruhigen Gefühlen und frustriertem Getue. Ich bedanke mich auch. “

Brigitte führte uns ihre neue weiße Unterwäsche vor. Sie war, wie Erika, auch ein klein wenig pummelig, aber die Proportionen stimmten noch. Sie hatte wohl ihren privaten Dildo, goldfarben. Auch sie nutze ihn eifrig.

Alle Damen waren durch, einmal bei mir, einmal bei Jürgen.

Er nahm sich noch Hanne, im amerikanischen Bett, vor die Kamera, irgendwie hatte ich sie in dieser Location übersehen, dann war das Shooting für heute gelaufen. Wir schoben uns noch ein Stück leckeren Gugelhupf, zu einer Tasse Kaffee, rein. Auch Luigi wurde dazu geholt. Dann verabschiedeten wir uns, was nicht ohne Ablutschen abging. Gina und Anna hatten nicht viel zu tun, gerade mal die Frisuren wieder hinzubekommen. Das Trinkgeld der Betthasen war jedoch nicht viel schlechter als das im Katzenhaus, wie sie mir treuherzig auf der Heimfahrt berichteten.

Im Übrigen nutze Ingo die Chance und schleckte die Eulen ab, wie seine Mädchen uns Männer. Heimfahrt.

„Wie viel Filme haben wir, Doris?“

„24 hast du und 22 hat Jürgen. Nicht schlecht für einen Mittwoch. Damusssich Mikel doch freuen, vor allem die Motive waren heute ja nicht schlecht. Die Damen vom Lotterbett waren zwar nicht so flott, dafür entfiel das Verlegen der Location. “

„Dann habe ich heute neuntausend verdient?“, rechnete sich Jürgen erstaunt aus.

„Das kann ja interessant werden. “

„Luigi, hast du dich arg gelangweilt im Bus?“, fragte ich indessen unseren tüchtigen Fahrer.

„In Pforzheim ging es mir natürlich prächtig, und hier, nun ich hörte etwas Radio, futterte fast alles auf, was mir Sara mitgab, eigentlich fehlt mir jetzt nur noch eine guter Flasche Wein und meine Freundin. In einer Viertelstunde bin ich bei ihr. Pünktlich, wenn sie nach Hause kommt.

Was will man mehr?“

„Und ihr, unsere Schleiereulen, Gina und Anna?“

„Wir haben zusammen 117 Mark Trinkgeld und 300 Mark für Tattoos und Fingernägel, davon gehen 150 Mark an Kim. “

„Ah, dann kommt das Tattoo bei Irma von euch?“

„Ja, Irma aber nicht gesagt, was Buchstaben bedeuten. “

„AnderStelle, werden es wohl kaum die Initialen der Mutter sein“, lachte Uschi frech, während Luigi elegant in unsere Straße einbog.

„Die Damen waren bei der Wäsche aber auch großzügig. Ich habe für mich und Doris auch fast 200 Mark fürs Spardösle bekommen. “

Alles packte an, der Bus war schnell leer und Luigi brauste los. Die Freundin rief wohl mit Macht. Wir gingen in die Bibliothek, die neuerdings auch unsere Lounge ist. Sara hatte wieder alles prächtig vorbereitet, heute eine halbe Stunde später, wie sie mit Doris vereinbarte. Da lassen meine Eulen nichts anbrennen.

Die komplette Hausbesatzung, außer Saya, Sonja und den Kindern, saß bereits herum. Pop hatte schon seinen ersten Cognac vor sich. Sara brachte mir einen Gin Tonic, wohl wissend, dass genau der das Richtige für den ersten Durst, nach einem langen Shooting, ist. Ich küsste meine Frauen, dann streckte ich mich wohlig in meinem bequemen Sessel aus. Ein Tag war gelaufen.

„Es war ein harter, aber auch ein guter, erfolgreicher Tag“, begann ich den Smalltalk des Abends.

„Alle haben mustergültig gearbeitet. Weil es das erste Mal in dieser Wintersaison war, spende ich für jeden der Beteiligten, außer Jürgen, einen Extrahunderter. Kannst du das bitte notieren, Kim?“

„Wenn du es sagst, natürlich“, meinte sie. „Ahm – für Luigi auch? Wie hat er sich denn gemacht?“, wollte sie dann doch wissen.

„Ja, für Luigi auch. Wie er sich gemacht hat? Du weißt es doch, Luigi ist ein neapolitanischer Taxifahrer.

Stuttgart und Umgebung ist für den Vorort. Und mit den Models? Nein, kein Problem. Warum auch? Luigi ist abgebrüht, der kennt fast alles. Nur zur Freundin eilte es ihm dann doch. “

„Das war vorhersehbar. Luigi hat vor allem Interesse daran Geld zu verdienen. Wie unser Jürgen ja auch“, sagte Lis.

„Um da keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, Jürgen hat selbstverständlich auch hervorragend gearbeitet. Er ist aber kein Mitarbeiter, wie ihr meine Eulen, im engeren Sinne.

Er arbeitet, als Fotograf bei dieser Wintertour, auf eigene Rechnung und im Auftrag des Fotoparks, wenn er auch auf meine Unkosten hier wohnt. Er bekommt nur den vereinbarten Filmpreis und keine Spesen, wenn wir in Stuttgart sind“, erklärte ich den Eulen. Der Status von Jürgen, war, ihnen gegenüber, ja nicht festgelegt, obwohl sie sich schon denken konnten, dass er dem von Gerlinde irgendwie glich.

Da fiel mir ein, Pippina sollte von diesem ersten, sehr erfolgreichen Tag, auch etwas haben.

Ich lächelte vor allem sie an und sagte: „Schaut ihn euch aber mal an, sieht er nicht aus wie eine satte Maus? Wenn er so weitermacht wie heute, dann wiegt er glatte zwei Zentner, wenn Gerlinde zurückkommt. “

Pippina wurde sofort hellhörig. So hatte ich es mir allerdings auch gedacht. Nach meinem Empfinden war Jürgen einfach ein wenig zu sparsam. Gut, bei 5000 im Monat, da muss man haushalten und das kann und weiß Pippina genauso gut.

Es sah aber ganz so aus, als würde es das 18 -fache, dass er nach Hause bringt. Da sollte Pippina auch ein wenig ihren Spaß haben.

„Wie viel?“, war jetzt alles, was sie sagte.

„Du kannst zehntausend mehr ausgeben“, antwortet er lächelnd.

Die Augen von Pippina wurden groß und rund, dann kam ein Jubelschrei. „Noch zehntausend? Oh Freude, dann kann ich ja doch … Ich meine, wenn du nichts dagegen hast … ich habe tolle Küche sehen, würden genau in unsere Haus passen …“

„Können wir da vielleicht später darüber reden? Alleine? Was glaubst du, wie sehr sich die Familie Oktober für deine Küche interessiert? Denke aber dran, wir bräuchten vielleicht auch ein Kinderzimmer,duhattest letztendlich den Wunsch danach.

„Ahm. Kinderzimmer? Du meinst wir können leisten? Oh mi Amor, wirklich? Dann nur ganz kleine Küche … und nur vielleicht?“

Jürgen hatte es locker geschafft, seine Frau auf eine andere Schiene zu bringen. Kinder. Welche italienische Frau sehnt sich nicht danach. Es war hart für sie, wenigstens vorläufig darauf zu verzichten, bis genug Geld zusammen war, die Familie zu vergrößern.

Sara brachte Pippina erst mal einen Amaretto, diesen italienischen Mandellikör den Pippina so liebte, wie unsere Sara sehr wohl wusste.

Die beiden waren, in der Villa, ja des Öfteren Gast beim Cocktail. Die Augen von Pippina glühten vor Freude, wegen der Kinder, nicht wegen dem Likör, nehme ich mal an.

„Und wie waren die Shootings? Hast du mir ein paar nette Geschichten mitgebracht? Du weißt doch …“, fragte Mom.

„Also was das Katzenhaus betrifft, da habe ich so einiges erfahren. Die Models, ja, du hörst recht, es sind Models, sie arbeiten für ein Versandhaus – als Teenagermodelle.

“ Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen, auch Jürgen und die Eulen feixten. „Auf alle Fälle ging es bei der Darstellung aber überhaupt nicht gesittet zu. Da hatte keine Angst, aus sich herauszugehen. Im Haus, so untereinander, scheint aber sehr viel mehr Anstand zu herrschen. Angeblich, und ich bin geneigt das zu glauben, spielt sich da nichts zwischen den Familien ab. “

„Von Notfällen abgesehen, wurde uns gesagt“, ergänzte Doris.

„Ich will ja keine Namen nennen, aber zwischen zumindest drei Damen, herrscht da schon eine etwas engere Beziehung. Deren Männer sind aber auch öfters länger auf Reisen, im auswärtigen Dienst oder Ähnlichem. Holly, eine davon, sagte so was“, warf Jürgen ein.

„Das geht uns im Enderfolg ja auch nichts an, aber danke für die Information. Ich muss mir halt wieder mal ein Exposee aus den Fingern saugen, für Danielle.

Da hilft jede auch noch so kleine Information“, nahm Mom wieder den Faden auf.

„Oh, wissen, dass Signora Holly lange möchten Baby, nicht bekommen, nun suchen kaufen Baby“, hatte Gina ebenfalls etwas beizutragen. Sie wusste zwar, von der Vorbesprechung, dass wir Informationen aller Art suchen, dass sie es aber nicht nur verstanden sondern auch aktiv tat, freute nicht nur Mom, wie ich an deren Gesicht sah. Auch Kim blickte erfreut auf die Schleiereule.

„Gute Information, Gina“, lobte Mom auch sofort.

„Ich wissen Signora Isabel auch wollen Baby. Da Mann noch nicht wollen, Signora Isabel sagen, das kein Problem, kann immer vergessen Medizin“, gab Anna preis.

„Du meinst die Pille? Ein bisschen gemein ist das schon“, meinte Kim. „Vielleicht fehlt ihm ja noch einiges an Geld?“

„Das glaube ich weniger“, sagte Uschi. „Die ganze Gesellschaft gehört eher zum obersten Mittelstand als zu den Armen.

„So würde ich das wohl auch sehen“, bestätigte ich. „Das Haus gehört ihnen, wenn jede Familie auch 1000 Mark im Monat, Zinsen und Abtragung, zahlen muss. Das Haus dürfte aber schon ein paar Millionen wert sein. Es ist prachtvoll, wenn auch noch einige Renovierungen nötig sind. Das sind aber mehr Äußerlichkeiten. “
Mom erfuhr noch, dass das Haus, in der Nachbarschaft, als das Katzenhaus bezeichnet wurde, und warum. Dann kamen noch Einzelheiten, die das Team zusammengetragen hatte; persönlicher Art, aber auch die Einrichtung des Hauses betreffend.

Der eigene Pförtner hatte wohl die Schleiereulen sehr beeindruckt.

„Und was war nun mit dem Bett?“, wollte Lis wissen. Sie hatte ihre Neugierde lange genug gezügelt.

„Also ich fand nichts Aufregendes daran. Es ist groß und stabil, gefallen würde es mir schon, ob die vier Bettpfosten erotisch sind? Also, ich weiß nicht. Was meinst du Doris?“

„Erotisch, wenn ich es mal so sagen darf, war eigentlich nur Ingo.

Er scheint ein guter Hahn zu sein, mit der entsprechenden Wirkung auf seine Hühner. Ich vermute, dem Brief nach, als sie im Urlaub damals das erste Mal wieder in einem Bett schliefen,diesem Bett, da konnte er wieder so richtig loslegen. Anders als im Schlafsack im Freien. Er ist einer dieser Männer, die fast unersättlich sind. Stell dir vor Mom, der schläft regelmäßig mit fünf Frauen. Da ist unser Paul ja ein völlig harmloses Würstchen dagegen.

“ Sie grinste mich freundlich an. Dann erzählte sie, was sie erfahren hatte. Uschi wusste auch einiges und die Schleiereulen hatten ebenfalls Information.

„Und ihr seid sicher, wenn dieser Ingo mit einer schläft, ist eine Andere dabei und spielt mit ihrem Dildo? Die haben doch einen Hau unterm … Nö, jeder sucht sich halt sein Vergnügen auf seine Art und Weise. Warum also nicht auf diese Art“, schloss Mom das Thema.

„Nun habe ich aber auch noch eine kleine Überraschung. “

„Überraschung? Kommt Besuch? Mikel?“

„Nein. Ein Stuttgarter Verlag rief heute an. Der Anruf landete bei mir. Deine Frauen waren wohl alle irgendwo tätig. Dieser Verlag bringt ein Aufklärungsbuch heraus, für Schüler der Oberstufe. Sie bieten 3000 Mark für Fotos eines Paares, das 100 vorgegebene Liebesstellungen präsentiert. Es sind Amateure, sie haben es im Verlag vorgeführt und der hat sie gekauft.

Es geht hier um eine Demonstration und nicht um die tatsächliche Vorführung eines Aktes. “

„Warum auch nicht? Was hast du gesagt?“

„Da es eilt, habe ich vorgeschlagen, das Paar solle doch morgen Vormittag einfach mal herkommen. Wenn es irgendwie klappt, würdest du es übernehmen. Ich erinnerte mich daran, dass für morgen nichts anliegt, erst Freitagmittag wieder. Sonst ist ja auch Jürgen da. “

„Doris, liegt was an?“ Meine Obereule hat alle Termine.

„Gina und Anna sind im Theater, Uschi wollte zum Friseur und du wolltest mit mir die Ausrüstung durchchecken, fürs Wochenende. “

„Gut. Wann kommen die beiden?“

„Gegen Zehn. “

„100 Positionen“, rechnete ich mir aus. „Sechs Schüsse pro, das sind 18 Filme, drei Stunden maximal. Einmal ausleuchten. Im Studio, alles Weiß und auf dem Boden – Doris, mach das gleich zu Arbeitsbeginn morgen.

Nimm weiße Tücher. Das müssten wir hinbekommen, ich hoffe nur, die beiden sind keine Langweiler. Danke Mom, für die Vermittlung von Arbeit. Das macht zumindest Kim glücklich. “

Lis war aufgestanden und suchte etwas in den Bücherregalen. Da kam sie auch schon mit einem kleinen Band zurück. Irgendwie kam er mir sehr bekannt vor. „Ich erinnerte mich plötzlich“, sagte sie. „Renate hat vor Jahren, für Paul, doch mal so ein Buch erstanden.

MitZeichnungendrin. Fotos wären Pornografie, erfuhr sie damals und dadurch bekam Paul seinen Namen – der Pornograf. Hier Paul, da kannst du kontrollieren, ob deine Models alles richtig machen. “ Sie gab mir lachend das Buch.

„Und du hast doch ein Elefantengedächtnis“, lachte ich zurück. „Hier unten hätte ich das Buch allerdings nie gesucht. “

„Als wir uns oben neu einrichteten, kamen viele Bücher hier runter.

Irgendwie sind sie dann auch hier geblieben. Hier passen ja auch noch ein paar hundert Bücher her“, erklärte sie. „Da wären übrigens auch gut Platz, all die Belegexemplare unterzubringen, Doris. “

„Macht mal“, gestand uns Mom zu. „Da unsere Bibliothek, nun scheinbar einen nützlichen Zweck erfüllt, istFachliteratur …“Sie lachte laut auf. „Macht aber kein Lager draus, die Reservehefte, sind, denke ich, im Keller gut untergebracht. “

Zum Abendessen, im Esszimmer unten, tauchten auch PH und Pele auf.

Aus der Bibliothek werden sie ferngehalten. Die vielen Bücher und die Leitern, die man hochklettern kann, sie sind einfach zu verführerisch für zwei solche Rabauken. Bei Tisch benahmen sie sich jedoch gesittet, sonst gibt es keine Gutenachtgeschichte von Saya.

Unsere Unterhaltung glitt nun aufs Alltagsgeschehen ab. Keiner in der Familie war mehr besonders an unseren Models interessiert, irgendwie glichen sich inzwischen die Geschichten doch sehr. Anna und Gina gingen nach dem Abendbrot auf ihr Zimmer.

Ich sah, wie Doris, Gina noch verstohlen etwas in die Hand drückte. Im Bett erfuhr ich, dass es ein Dildo war. Unsere Schleiereulen sind halt erst frisch dabei, da fehlt die Erfahrung und das abgebrüht sein. In ein paar Wochen wird sich das gegeben haben. Im Übrigen sind sie erwachsen, und sollten wissen, wo es lang geht.

Im Gegensatz zur Behauptung von Doris, im Katzenhaus, war es bei mir heute nicht dringend.

Erst in den frühen Morgenstunden, als Lis von der ersten Fütterung der Raubtiere zurückkam, schmusten wir ein wenig. Irgendwie sind wir dann darüber eingeschlafen. Wir werden älter – ob auch vernünftiger?

Körperhaltungen

Doris und Uschi hatten das Studio hergerichtet. Sogar die Scheinwerfer waren bereits eingeleuchtet. Die beiden waren schon sehr fleißig. Anna und Gina waren früh weg ins Theater. Wir würden sie erst am Abend wieder sehen. Sara hatte führsorglich jeder eine Vesperdose mitgegeben.

Kaffee gab’s vor Ort. Verhungern werden unsere Schleiereulen also nicht.

Rita und Thomas kamen pünktlich. Rita, blond und mollig, das scheint derzeit der begehrte Frauentyp zu sein, und Thomas, schwarzhaarig und robust, waren beide um die Dreißig. Als Teenmodelle wären sie allerdings nicht mehr durchgegangen.

„Und wie kamt ihr auf die Idee mit den 100 Positionen?“, plagte mich, gleich nach der Begrüßung, die Neugierde.

„Eine saublöde Wette, unter Alkoholeinfluss.

Damals allerdings recht ziemlich in Unterwäsche“, erklärte uns Thomas.

„Wobei es mir trotzdem ganz schön heiß wurde“, lachte Rita.

„Wir kamen an einem feuchtfröhlichen Abend auf das Thema Bumsen. Genauer gesagt, auf die verschiedenen Stellungen. Helga, unsere Gastgeberin meinte, einmal sei sie unten und einmal er oben; was es da denn schon für weitere Variationen gäbe. Ach ja, fiel ihr dann doch noch ein, von hinten, das sei ja auch ganz lustig, wenn es auch mehr an Hunde auf der Straße, erinnere“, sprach Thomas ungerührt weiter.

„Da hatten die Anderen viel dazu zu sagen“, übernahm Rita wieder das Wort. „Mein Oberschlaumeier meinte zum Schluss, das sei doch Pipifax, ein gut eingespieltes Paar, müsse mindestens 100 Stellungen beherrschen. Jetzt wurde der Lärm ohrenbetäubend und endete damit, dass Detlev, der Mann von Helga, Thomas fragte, ob wir denn ein gut eingespieltes Paar wären, oder er nur heiße Luft produziere. Mein Schlaumeier sagte, 100 Stellungen seien ein Klacks für uns.

Nun hatte er alle gegen sich. 200 Mark wurden ausgesetzt, wenn wir es beweisen könnten. Und wisst ihr was, der Bescheuerte nahm die Wette an. Einzige Bedingung, wir müssten dabei nicht wirklich zur Sache kommen. Es wurde beschlossen, die Tat solle zumindest in Unterwäsche stattfinden, damit man überprüfen könne, ob es in der gezeigten Stellung überhaupt möglich sei. Obwohl wir beide sehr unzüchtige Unterwäsche anhatten, gingen wir auf die Wette ein, die inzwischen auf 300 Mark erhöht wurde.

Ja, und dann legten wir, einfach so, los. Ich gestehe, Thomas und ich haben das schon drauf. Er schleppte ganz im Anfang unserer Beziehung mal ein Buch an, mit Zeichnungen, und das probierten wir durch. Im Laufe der Zeit kamen noch einige Positionen dazu. Es machte uns einfach mehr Spaß, als immer nur aufeinander zu liegen. “

„Das finde ich allerdings auch“, gestand ich ihnen zu. „Und wie wollt ihr es nun machen? Wieder in Unterwäsche?“

„Wir bekommen ein sehr anständiges Honorar, wenn wir es nackt machen.

Einfach, weil es natürlicher aussieht. Es macht uns nichts aus, dassihruns nackt seht, für die Fotos soll alles deutlich zu erkennen sein, die Geschlechtsteile nach Möglichkeit aber versteckt bleiben. So möchten es der Verlag und wir. Geht das? Um ehrlich zu sein, wir, Rita und ich, können uns das nicht so ganz vorstellen: Liebevoll bumsen und man sieht nichts?“, fragte Thomas.

„Das geht schon, ihr müsst euch halt recht eng aneinander schmiegen, imErnstfall, tut ihr das doch sicher auch.

Ich werde mir dann auch viel Mühe geben, den geeigneten Blickwinkel zu finden, in dem man erkennt, was Sache ist, aber nicht, was da genau läuft. Den Busen von Rita, werde ich allerdings nicht voll ausblenden können. “

„Der ist auch nicht gemeint, nur die primären Geschlechtsteile, sagt der Verlag“, lächelte Rita.

„Nun, dann lasst uns doch einfach anfangen. Ausziehen und dann in Missionarsstellung, mitten auf dem ausgeleuchteten Platz“, kommandierte ich die beiden ab.

Ohne Scheu fielen die Kleider. Da hatten wir schon besser aussehende Models. Die armen Schulkinder sollten aber wohl nicht zu sehr frustriert werden. Sie würden ja, unweigerlich, die Körper des agierenden Paares, mit dem Eigenen vergleichen. Für meinen Geschmack, war Thomas auch etwas zu sehr behaart. Nun ja, das war nicht meine Sache.

„Doris, ausleuchten. Das Licht greller. Ich möchte das Ganze sehr hell, dass man die Falten im Stoff nicht so sieht.

Uschi, kämm noch mal das Haar von Rita aus. Noch ein wenig Lippenstift. “

Meine Eulen funktionierten. Das Set war bereit.

„Von jeder Position mache ich ein paar Bilder, wenn ich genug habe, sagte ichweiter. Geht dann einfach von einer Stellung in die andere über. Wenn ihr müde werdet, sagt Bescheid. Eine kurze Pause ist immer drin. Und jetzt – Action!“

Thomas und Rita legten los.

Das Ding von Thomas war nicht ganz unmunter, gerade so, dass er sich noch leicht in der Po-Falte von Rita verstecken ließ – um für den Fotografen aus dem Weg zu sein. Die Stellung stand, ich knipste.

„Weiter!“ – „Prima so. Ja. Weiter!“ – „Weiter!“

Thomas lag auf Rita, die ihre hocherhobenen Füße auf seine Schulter legte. Der Schniedel schaute hervor, wie er auf der Scheide von Rita lag, nicht, wie es in Wirklichkeit vorgesehen ist, drin steckte.

Ich knipste erst mal, dann erhob ich mich mehr, jetzt verschwand er gerade aus dem Blickfeld der Kamera. Knips.

„Weiter!“

Wir hatten schon gut 50 Stellungen durch. Doris füllte eine Kamera nach der andern, da zeigten die Models Ermüdungserscheinungen. Kleine Pause. Doris reichte eine Erfrischung, Uschi kümmerte sich erneut um Frisur und Lippenstift. Auch Thomas war jetzt etwas verstrubbelt. Rita konnte nicht umhin, ihm mehrmals durch die Haare zu streichen.

So enger Hautkontakt führt unweigerlich zu Gefühlen. Rita zog ein T-Shirt über, ihr Körper war erhitzt, trotz der Scheinwerfer fröstelte sie plötzlich. Dann war alles wieder gut.

„Action!“

Rita saß abgewendet auf dem Schoß von Thomas. Eine Stellung die Lis auch manchmal mag, weil ich da so schön mit ihrer Brust spielen kann. Brust?

„Aus! Verdammt“, rief ich in den Raum. „Habt ihr denn alle Tomaten auf den Augen? Rita hat doch noch ihr T-Shirt an.

Doris hilf ihr. Ja. Weiter – Action!“

Bis auf diese kleine Panne, so was kommt halt immer mal wieder vor, lief das Shooting ausgezeichnet. Ich hatte mich längst auf vier Bilder pro Stellung eingeschossen. Wir wurden bis Zwölf gut fertig.

„Ihr hattet gutes Durchhaltevermögen“, lobte ich die Zwei, nachdem sie sich geduscht und wieder angezogen hatten. „Kann es sein, dass ihr beim aktiven Ablauf auch so ausdauernd seid?“

Rita wurde rot, als Thomas sagte: „Wenn nicht, würde Rita mir wohl arg zusetzten.

Sie mag es halt lange und ausdauernd. Daher ja auch die vielen Stellungen, damit es nicht plötzlich irgendwo drückt und zwickt. Wenn ich mir vorstelle, eine Stunde in Missionarsstellung? Das würde mir kaum Spaß machen. “

„Da hast du allerdings recht“, stimmte ich ihm zu. „Alle drei Minuten Stellungswechsel, das reicht immerhin für 5 Stunden. “

„Nun ja“, lachte Rita auf. „Fünf Stunden bekommen wir auch nicht hin, zumindest nicht in einer Sitzung.

Hin und wieder muss ja auch Thomas so ein gewisses Vergnügen haben und dann ist sowieso erst mal Pause. Aber die Winternächte sind ja lang. “

Wir brachten unsere Kunden nach unten, nachdem sie einen Satz Bilder für sich bestellt hatten. Doris gab die Filme noch zum Entwickeln, dann war es Zeit zum Mittagessen.

Bei Tisch erzählte ich Mom die Geschichte, die wir erfuhren. Mittags, im Büro, gestand mir Doris, mit Thomas hätte es ihr sicher auch Spaß gemacht, diese 100 Positionen durchzuüben.

Auf jeden Fall wisse sie jetzt, dass Männer mit normalem Schniedel, auch sehr ausdauernd und fantasievoll sein könnten. Sie glaube nämlich nicht, dass die beiden uns angelogen hätten.

Die Definition von Normal, ist bei Doris und Uschi etwas eigenwillig, wie der verehrte Leser wohl weiß. Was zu groß und damit unkomfortabel für sie ist, nennensiegnadenlos einen Riesenschwanz. Ich nenneihrDing ja auch nicht Mauseloch, obwohliches ja nur aus ihren Erzählungen her kenne.

Mittags konnte Uschi endlich zum Friseur. Doris und ich checkten die Ausrüstung. Neue Batterien, Wackelkontakte an Kabel, halt der ganze Kram. Dann ging Doris noch mal an die Dekorationsteile, die ich jetzt immer dabei haben wollte. Sie sortierte gnadenlos aus was nicht 100 % in Ordnung war und fand dafür Einiges, das mit musste.

Zum Cocktail waren Gina und Anna auch wieder da. Sie hatten wohl einen aufregenden Tag; beim Zuschauen, wie eine neue Maske geboren wurde.

Graf Dracula gab sich die Ehre.

Heute plagte allerdings Mom die Neugierde. Nicht nach Graf Dracula. „Habt ihr denn gestern gut geschlafen, meine Lieben?“ Da sie Gina direkt ansah, antwortete diese auch.

„Warum nicht gut schlafen? Oh“, kam ihr dann die Erleuchtung. „Meinen gestern soviel gesehen? Doch, schlafen gut. Anna, ich denken, auch. Wir nicht viel sprechen, aber ich nehmen kleine Spielzeug, dann schlafen wie Engel.

“ Sie lächelte.

„Auch nutzen, leider viel lange, dann auch gut schlafen. Nicht wie Engel, aber gut. Sprechen mit Doris, Dosis sagen, das nur erste zwei Wochen, vielleicht drei. Dann gut schlafen fast immer. Sie sagen, hängen meist nur ab, ob Mann nett oder nicht. Ich verstehen was meinen“, erläuterte uns Anna. Dann kam noch ein inhaltsschwerer Nachsatz. „Gina und ich hier viel Arbeit. Wollen. Jetzt keine Zeit für Mann, auch viel zu kalt um haben Liebe.

Spielzeug gut für ganz dringend haben Wunsch, kalte Dusche besser. Machen keine Problem. “

„Das ist natürlich auch eine Methode“, musste ich lachen. „Das könnte ich ja auch mal versuchen. Kalt? Du meinst richtig eiskalt?“

„Ganze kalt. Gestern müssen ganz lang unter kalte Wasser“, lachte der kleine Satan. „Waren gut für Körper, waren schlecht für – wie ist Wort? Ah, erinnern, Traum. Ich viel träumen in Nacht. Das aber kein Problem.

Traum war schön, nicht wollen aufwachen. “

„Dann habt ihr es also halbwegs unbeschadet überstanden, was Paul euch da zumutete?“, insistierte Mom.

„Unbeschadet? Oh, verstehen? Bisher niemand fragen ob Arbeit machen Schaden. Schaden gestern nicht machen kaputt Gesundheit, wie viel Arbeit in Italia machen“, lachte jetzt auch noch Gina. „Wenn Schaden nur machen heiße Gefühl – das viel besser als haben Schmerzen im … im … oh, ja, als haben Schmerzen in Rücken.

Da brauchen Medizin. Bei arbeiten für Don Paolo, nur brauchen Mann, das aber nicht tun weh und haben Zeit bis zurück in Villa Rama Radama. Dann sagenarmeFreund Papagallo. “ Sie wollte sich ausschütteln vor Lachen. Mom lachte mit. Lis und Kim warfen mir freche Blicke zu.

„Na, dann warten wir mal dieses Wochenende ab. Nach allem was mir mein Gefühl sagt, wird es das heißeste Wochenende, das wir zumindest fürNachbarn,je hatten“, versetzte ich alle in Unruhe.

„Ich fürchte das ja auch fast“, meinte Jürgen. „Ich hab mir von Doris den Brief noch mal geben lassen, das scheint ja eine scharfe Meute zu sein. Pippina, willst du nicht doch besser mitkommen? Einfach sicherheitshalber? Du brauchst bei den Aufnahmen ja nicht unbedingt dabei zu sein. “

„Wenn mitkommen, dann machen nützlich. Können helfen als zweite Assistentin. So lernen für arbeiten, als Assistentin für dich, mi Amor“, reagierte die Angesprochene.

„Das ist auch keine schlechte Idee“, fiel mir ein. „Für dich, Jürgen, wird es wohl, im kommenden Sommer, auch noch happiger. Kim sagte mir, da seinen schon Berge von Vorbestellungen für Zimmer eingegangen. Fast alle mit der Option Fotopark. Wir können dir aber sicher wieder an manchen Wochenenden helfen.

Während der Seminare sieht es übel für dich aus. Ich denke daran, zumindest in den letzten 14 Tagen, dir dann die drei Klassenbesten zur Verfügung zu stellen.

Das wäre doch auch eine Hilfe?“

„Wenn es auch nur ansatzweise so weiter geht, wie es in diesem Jahr endete, könnte das schon eine Hilfe sein“, freute sich Jürgen.

„Das heißen, du denken Jürgen verdienen viele Geld in nächste Jahr? Richtig viele Geld?“, fragte Pippina prompt. Deutsch versteht sie schon mal verdammt gut, wenn sie einer Diskussion folgen kann.

„Das hoffe ich schon, so wie es aussieht.

Ich fürchte aber, Geldverdienen beginnt für deinen Jürgen schon hier in Deutschland. Das mit den Nachbarn sieht schon mal gut aus“, erwiderte ich ihr.

„Dann kaufen Kücheundhaben Baby!“, kannte Pippina jetzt keine Gnade mehr. „Und, dass Jürgen keine Probleme, ich kommen mit, wenn übernachten fürNachbarn.Was können tun?“

„Das mit der zweiten Assistentin ist okay. Ich zahle dir die Spesen, als Bonus bekommst du aber nur 50 Mark.

Wenn es sich zeigt, dass du eine wirkliche Hilfe bist, dann reden wir noch mal darüber. “
„Sein gut!“ Pippina schmuste sich an Jürgen ran. Sehr zufrieden.

„Dann werde ich wohl mit Luigi ein Zimmer teilen müssen?“, stellte ich fest. „Wir haben ja nur vier Zimmer. “

„Willst du mit Luigi schmusen?“, lachte Kim.

„Bumsen kann er ja kaum mit ihm“, stellte Lis lachend fest.

„Das ist wohl alles, an das ihr denken könnt“, meinte ich erbost.

„Haben Idee. Wollen hören?“, warf Gina ein.

„Lass hören“, antwortete ich ahnungslos.

„Donna Lisa sprechen mit uns“, antwortete Gina.

Mir kam ein schrecklicher Verdacht. Da war, mit meinen Weibern, doch die Rede davon, dass …

„Anna und ich sprechen.

Vielleicht gute Lösung. Eine von uns schlafen bei Luigi, dieser bestimmt wollen gerne. Wir wissen, da schon haben. Dann eine schlafen bei Don Paolo. So er nix allein. Wenn wollen, dann können – wissen was meinen. Wenn nix wollen, dann immer eine Arm für Schmusen. Denken, das besser als Problem mit Sehen an Tag. “ Gina lehnte sich zurück und sah lächelnd zu Anna, dann zu Lis.

„Ups“, sagte Mom.

Sie mischte sich jedoch nicht ein. Sie kannte uns längst gut genug, dass wir wohl wissen, was wir da treiben.

„Ups“, sagte ich. Von der Idee als solcher zwar begeistert, eher als davon, mit Luigi ein Zimmer teilen zu müssen. Aber so ganz wohl war mir dabei nicht. Da müsste ich mich ja entscheiden, wer zu mir ins Bett kommt. So was gibt womöglich leicht, böses Blut. Alle beiden, wie Lis und Kim, mit zu nehmen, war auch nicht der richtige Weg, es konnte da ja, womöglich, zu Weiterungen kommen.

Dazu kommt, eine der Schleiereulen, sollte ja bei Luigi schlafen.

„Gina und ich denken, wir spielen … Nein, richtige Wort ist – Tombola – Los – losen, auslosen – wir auslosen, wer gewinnt Don Paolo und wer gewinnt Luigi. Das sein richtig so, Donna Lisa?“

„Von mir aus“, lachte Lis laut auf. „Lasst mich aber bitte, noch einmal ganz klar stellen, diese Vereinbarung gilt nur auf Reisen, wenn weder Kim noch ich dabei sind.

Gerlinde hat da ebenfalls ein gewisses Vorrecht, von dem sie aber kaum mehr Gebrauch machen wird. In Italien ist jeder intime Kontakt verboten. Nur um es nochmals klarzustellen, unter intim verstehen wir Beischlaf. Von vorne oder hinten, auch anal. Alles andere ist Schmusen und stets erlaubt. “

Mom hüstelte, Pop verlangte einen Vierstöcker, der Rest meiner alten Mannschaft lächelte, wissend.

„Diese Regel sein bekannt. Wir immer mehr Selbstverständnis, wir auch viel ehrlich“, sagte Anna im bestimmten Ton.

„Wenn Donna Lisa erlauben, Anna und ich haben verstanden, und Don Paolo nix Chance zu falsche Zeit“, fügte Gina noch an.

„Dann kann ich euch nur viel Arbeit wünschen“, grinste Kim.

„Und wir haben unseren Paul voll unter Kontrolle“, lächelte Lis. „Wenn nicht er, so werdet wenigstens ihr berichten, was los war. Das ist unsere einzige Bedingung. Wir wollen wissen, was der Herr des Hauses so treibt, nachdem wir selbst nicht mehr mitkommen können“, setzte Lis dem Ganzen noch die Krone auf.

„Was ein Glück, dass ich bereits auf dem Altenteil bin“, grunzte Pop und verlangte noch einen Cognac. Sara verweigerte ihn aber, nach dem Essen sei früh genug.

„Du bist auch kein Pornograf“, statuierte Mom. „Nur die dürfen so was. Ein ganz normaler Professor kann höchstens fremdgehen. Da kann ich aber nur sagen,wehe. “

Der Wespenklub

Die Anfahrt dauerte gut eineinhalb Stunden.

Dieser Bauernhof war etwas schwieriger zu finden, wenn Luigi das Problem auch gut im Griff hatte. Er hatte sich eine Generalstabskarte besorgt, auf der war der Hof eingezeichnet. Einem guten Taxifahrer kann man halt nichts vormachen. Dass ein Schwein seine Weiterfahrt blockierte als wir in die Toreinfahrt einfuhren, konnte ihn ebenso wenig tangieren, wie die Tatsache, dass da halb nackte Maiden, unter einem Scheunentor standen. An das Schwein pirschte er sich ganz langsam heran, bis es Reißaus nahm, den Maiden winkte er nur freundlich zu.

Doris hatte ihm den Brief übersetzt, er wusste, was auf ihn zu kam. Als er erfuhr, dass er über Nacht mit Anna das Zimmer teilen würde, war er keinesfalls sauer. Er ist einer dieser Typen, für die jede Gelegenheit günstig ist. Mir wurde von Doris mitgeteilt, dass Gina meine Zimmergefährtin sei. Gina selbst, so sagte mir Doris, sei es zu peinlich, mich, den Don, vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Doris nahm es erstaunlich gelassen.

„Das entbindet Uschi und mich, wenigstens von dem Stress, mit dir womöglich doch etwas zu tun, was wir eigentlich gerne wollen, aber eben nicht können. Wenn es denn Spaß machen soll“, war ihr ganzer Kommentar.

Ganz verstanden habe ich es nicht, denn eigentlich sind meine beiden Eulen, mit ihren Mausemuschis, inzwischen recht fleißig am Bumsen gewesen. Da sollte man doch denken, sie seien nun langsameingefahren. Irgendwann muss ich sie fragen, ob sie denn nur Luftnummern oder Quickies schieben.

Alternativ muss ich mal Kim fragen, als Krankenschwester muss sie doch wissen, ob sich so eine Muschi nicht weitet – auch außer nach einer Geburt. Bei Lis flutscht das inzwischen ganz prima, nach vier Kindern. Früher, so gestand sie mir mal, da hatte sie manchmal auch etwas Probleme mit Klein Paul, wenn der so besonders aktiv war; mit Tigerbalsam und so. Sie sei da aber wohl schmerzunempfindlicher als unsere Eulen. Warum ich ausgerechnet jetzt aber auf dieses Thema komme? Keine Ahnung.

Luigi hielt vor dem Eingang des Wohnhauses; eigentlich mehr eines Gutshauses. Doris und ich zogen los, zu erkunden, wo es lang ging. Ich stieß die große Haustüre auf.Gaststube,besagte ein Schild gleich rechts. Ich klopfte kurz, dann trat ich ein. Wir waren offenbar richtig, zumindest saßen da eine Menge Leute.

„Hallo! Sind wir hier richtig beim Wespenklub?“, rief ich in den Raum. Bemerkt hatte uns keiner, sie schienen in einer heftigen Diskussion vertieft.

Wegen uns?

„Oh, da seid ihr ja. Paul Oktober und Mannschaft, wie ich mir denken kann. Entschuldigt unsere Nichtkenntnisnahme. Wir haben gerade ein heißes Thema drauf. Aber kommt rein. Ach ja, ich bin Traute Müller. Ich habe euch geschrieben. “

Ich hätte sie nach dem Bild nicht erkannt. Nun ging ich zu dem Tisch, an dem sie saß, klopfte auf die Tischplatte und sagte: „Hallo. Ja, ich bin Paul.

Das ist Doris, meine Chefassistentin. Ich hoffe wir sind nicht zu früh, aber Luigi, unser Fahrer, fand hierher wie ein Traumwandler. Und das, obwohl er ein waschechter Italiener ist. “

„Nö, zu früh nie. Wir sind schon seid Mittag da“, lächelte Traute. „Die Zimmer sind fertig, ihr könnt sie sofort beziehen. Dann gibt es ein Vesper, auch das ist vorbereitet. “

„Ich geh mal die Andern reinwinken“, sagte Doris und ging.

„Es ist ja wenigstens noch mal ein schöner Herbsttag geworden. “ Was Dümmeres fiel mir im Moment auch nicht ein. Ich musterte allerdings schon mal die Anwesenden. Wenn da alle mitmachten – so schlecht sah das auf keinen Fall aus. Dann fiel es mir wieder ein: „Bei der Einfahrt in den Hof, sah ich zwei Nymphen in der Scheune ihr Unwesen treiben. Ich nehme an, die gehören dazu?“

„Nur indirekt.

Das sind junge Frauen, die von unserem Klub gehört haben. Sie sind sozusagen auf Probe bei uns, eintreten können sie erst, wenn sie einen eigenen Freund haben. Den Gesundheitscheck haben sie schon gemacht. Da sind unsere Regeln eindeutig. Nun versuchen sie halt alles, doch auch in dieNachbarnzu kommen. “

„Ich nehme an, sie sind auch alt genug?“, fragte Doris prompt.

„Nun, wenn ihr 19 als alt genug bezeichnet?“

„Na sicher“, lachte ich.

„Sonst dürfte ich sie leider nur mehr oder weniger voll bekleidet fotografieren. Wie ich da so im Vorbeifahren sah, wäre das ganz schön schade. “

Inzwischen stolperte mein Team in die Schankstube. Alle mit ihrem Wochenendgepäck und alle mit zumindest einem Ausrüstungsteil. Da waren Doris und ich unpraktischer. Gina schleppte sogar noch mein kleines Übernachtungsgepäck zusätzlich.

„Na, dann will ich euch mal euere Zimmer zeigen“, brummte ein gut aussehender Mann.

„Ich bin Georg, das ist Irmgard, meine Frau. Uns gehört das Gut“, erklärte er noch. Er ging hinter den Tresen und nahm 4 Schlüssel von einem Board. „Zimmer 18, für Paul. Das ist das schönste Zimmer, das wir haben, also ist es für den – nein den Schönsten von euch kann ich nicht sagen. Deine Damen laufen dir da bei weitem den Rang ab“, lachte er laut. „Dieter und Detlev, unsere Schwulen sind da vielleicht anderer Meinung.

“ Jetzt lachten die andern der Gruppe auch noch. „Nun, der Rest von euch verteilt sich, wie ihr das wollte, auf die angrenzenden Zimmer 18 bis 18 . Ein Zimmer 18 haben wir nicht. Diese Nummer wurde an die Wäschekammer vergeben. Die Zimmer sind übrigens nur unwesentlich kleiner und eben keine Eckzimmer. Da ich in euerem Team aber fünf Frauen und nur drei Herren sehe, lässt sich schließen, dass zwei Damen zusammen ein Zimmer teilen.

Sehe ich das richtig?“

„Ja, das siehst du recht“, meinte Doris. „Uschi und ich haben so viel Arbeit, da müssen wir auf Herrn im Zimmer leider verzichten. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, wir haben beide Freunde. “ Sie sah zu Uschi. „Was uns allerdings nicht hindert, hin und wieder, nach einem harten Arbeitstag, auch mal lieb zu uns selbst zu sein. Wie ich las, gibt es in euerer Männerwelt ja auch so was.

Meine Obereule war wieder so richtig frech. In diesem Falle, wir kannten ja unsere neuen Kunden nur von einem Brief her, half das aber bestimmt das Kennenlernen zu fördern.

„Wir haben da vollstes Verständnis“, erklärte Traute auch sofort.

„Als reines Damenzimmer, würde ich die Nummer 14 empfehlen“, grinste Georg. „Es ist dämlich eingerichtet, ich meine Damenhaft. Schön in Pink und Weiß, nicht so rustikal wie die anderen.

„Das nehmen wir“, erklärte Uschi, vorlaut wie immer.

Die Zimmer waren urig gemütlich. Jedes hatte sogar eine Nasszelle, etwas, das ich auf einem Bauernhof nicht unbedingt erwartet hatte. Ich fürchtete da eher dieses unselige Waschgeschirr auf einer Kommode und das Klo auf dem Flur. Die buntkarierte Wäsche, im Bett, störte mich da schon ganz und gar nicht.

„Gemütlich“, entfuhr es mir, als ich mein Zimmer betrat.

Gina blieb vor der Türe stehen. Schüchtern? Eher vorsichtig. „Komm schon rein Gina“, sagte ich zu ihr. Georg war mit dem Rest schon eine Türe weitergegangen. „Oder hast du plötzlich Bedenken? Vielleicht haben sie ja noch eine andere Kammer. “

„Nix Bedenken. Wenn Don Paolo sagen komm, dann kommen. Ich keine Angst vor Don Paolo, ich kommen gerne. “

„Könntest du dich vielleicht entschließen, einfach Paul zu mir zu sagen, Gina?“, versuchte ich es, als sie im Zimmer war.

„Ich sagen Paul, wenn machen Bumbum. Sonst du Don Paolo. Bitte dabei lassen. Geben mir viel Ehre, zu sein Schleiereule von eine Don. Sein wichtiges Person von eine Don. “

„Dann ich halt vielleicht schlafen mit wichtiges Person von Don. Wenn du wollen, dann können!“, war alles, was mir dazu einfiel.

„Bah! Don Paolo können reden mit Gina, wie mit eine normale Mensch.

Wir wissen, das müssen lernen korrekte Deutsch. “

„Entschuldige bitte. Das war einfach ein Spaß“, entschuldigte ich mich. „Du hast den Vortritt, du kannst dich zuerst im Bad frisch machen. Weder Georg noch Traute haben etwas gesagt, ich denke aber, zu dem angekündigten Vesper werden sie uns bald erwarten. Also los, mach dich frisch, du braucht sicher länger zum Anziehen. “

„Was anziehen für Kirche in Deutschland?“

„Kirche?“ Ich war verblüfft, dann kam es mir.

„Oh Gina. Das war wieder mal eine Glanzleistung. Vesper bedeutet in dieser Gegend nicht eine kirchliche, sondern viel eher eine sehr weltliche Angelegenheit. Um diese Zeit ist es nichts anderes als eine vorgezogene Cocktailstunde. Nicht so vornehm, eher etwas bäuerlicher. Nett anziehen solltest du dich aber trotzdem. Eben so, wie du es in Stuttgart auch tust. Ich möchte viele Augen, wohlwollend auf meinen Assistentinnen ruhen sehen. “

„Ich schnell laufen zu Anna.

Sagen, keine Kirche. “ Schwups war sie weg, nach kaum einer Minute aber wieder zurück. Sie hatte das Glück, dass Anna bereits im ersten Zimmer nach unserem wohnte.

Fast wie verabredet standen wir Punkt Vier im Flur. Nur Jürgen und Pippina mussten rausgeklopft werden. Die beiden kannten ganz einfach noch nicht, wie es bei uns auf Reisen zuging. Luigi dagegen hatte, trotz Anna auf seinem Zimmer, einen Riecher dafür. Das scheint einem ehemaligen Fernfahrer angeboren.

Unten, im Schankraum, war an 5 Tischen, jeweils Platz für zwei von uns freigehalten worden. „Ihr könnt den Tisch ja nach einer Weile oder zu jeder Mahlzeit tauschen. So hat aber jeder von uns die Chance mit allen von euch zu reden. “ Wurden wir von Traute aufgeklärt. „Ihr hängt ja sonst sicher dauernd zusammen, da kann es euch nur gut tun mal andere Gesichter zu sehen. “

„Das ist okay für uns“, sagte ich und stellte mein Team vor.

Es war natürlich kein Zufall, dass Gina und ich an dem Tisch saßen, an dem Traute und Detlev, ihr Mann, sowie Georg und Irmgard, unsere Gastgeber, saßen. Mit am Tisch saßen die vollbusige Anita und ihr Mann Dieter. Der engere Freund von Detlev. Anita war schwarzhaarig, ein netter Gegensatz zur blonden Irmgard.

Alle Tische waren bald voll besetzt. Nur am hintersten saß keiner aus dem Team, da saß das Jungvolk, wie ich schnell erkannte.

Nun, ich werde die Namen noch kennen lernen, zumindest Doris wird sie sich notieren. Sie führt ja das Filmbuch. Jetzt, auf alle Fälle, kamen erst mal große Vesperbretter mit leckerem Schwarzwälder Schinken und offenbar schön fettem wohlstinkendem Backsteinkäse. Aus der Küche, wie ich annahm. Die Serviermädchen, das sah ich beim zweiten Blick, waren die Teens aus der Scheune. Ihre Probezeit ist wohl auch Arbeitszeit. Ich sollte aber schon bei der nächsten Mahlzeit merken, dass das reihum ging.

Es gab auch Angestellte. Als Letztes kam noch ein Krug Most auf den Tisch, dann sagte Irmgard:

„Lasst es euch schmecken und gleich Prost, auf ein schönes und geiles Wochenende für uns alle!“

Ich prostete zurück, dabei wurde mir klar, dass wir wohl wirklich ein solches haben werden. Wenn sich der Brief auch nur halbwegs als wahr entpuppt, die Gastgeber sahen zumindest so aus.

„Ich meine, es geht mich zwar nichts an, als wir kamen schien es, als hättet ihr euch gestritten“, begann ich die Unterhaltung, nachdem wir uns alle zugeprostet hatten.

„Im Übrigen, es ist nur eine dumme Frage, hättet ihr wohl einen Himbeergeist oder ein Kirschwasser als Appetitmacher, vor dem Vesper?“

„Aber natürlich“, meinte Georg und ging selbst los. Er brachte auch dem Team passende Gläschen und füllte sie. Einige aus dem Wespenklub bekamen ebenfalls plötzlich Lust darauf.

„Das war kein Streit“, erklärte inzwischen Traute. „Es ging um ein neues – sagen wir mal Theaterstück. Das klingt harmlos genug.

Irgendwann kam hier mal abends, nach dem zigsten Glas Wein oder Bier, die Frage zu dem Thema auf, ob unsere Altvorderen, wirklich so unkeusch waren, wie man aus den alten Schriften lesen kann. Du wirst lachen Paul, wir beschäftigen uns damit. Nicht nur des sexuellen Kicks wegen. Zugegeben, an erster Stelle seinetwegen. Nun tauchte die Frage auf, ob denn die Brüder und Schwestern in den umliegenden Klöstern wirklich so keusch waren, wie sie sein sollten.

Und siehe da, vieles sprach dagegen. Das hatte natürlich seinen Grund, Dietlinde, du wirst sie noch kennen lernen, hatte da eine ganz verrückte Idee. Sie hat mit drei unserer Herren Gemahle, eine Nummer eingeübt, in der die Drei als Mönche verkleidet sind und auf dem Heimweg in ihr Kloster eine Nonne treffen. Die Mönche sind heiß und die Nonne ist heiß und dann – genau darum ging es – dann treiben die Vier ein Spiel, das, wenn es nach Dietlinde geht, denn beteiligten Herren sehr viel Freude bereitet.

Ihr natürlich auch. “ Sie lachte laut auf. „Unseren Herren am Diskussionstisch blähte sich die Hose auf, nur bei dem Gedanken an dieses Theaterstück. Dann kam die Frage, ob man so was denn aufführen kann. Von wegen Sakrileg, Verunglimpfung der Kirche. Genau bei diesem Thema waren wir, als du hereinkamst. “

„Du meinst, drei Mönche und eine Nonne treiben es. Womöglich noch in ihrem Habitus. In ihren Roben. Oh, Oh. Ich wollte, ich hätte meine Frau dabei“, sagte ich, doch etwas verwundert.

„Ist die Dame neben dir denn nicht deine Frau?“, fragte Irmgard.

Ich war etwas sauer auf mich. Wieder einmal hatte ich geplappert. Da musste ich jetzt halt durch, also antwortete ich „nein, Gina ist aber mit Erlaubnis meiner Frau hier. Diese muss sich um unsere vier Kinder kümmern. Sie wäre lieber hier, glaubt mir das, aber die Kinder haben Vorrang. Das ist ihre eigene Entscheidung. “ Ich entschloss mich, kurze fünfzehn zu machen und fuhr fort.

„Gina wird sie nie ersetzten, meine Frau meine ich, aber wenn es ein harter Arbeitstag wird, dann hat sie die Erlaubnis mir einen zu blasen, wenn es ganz schlimm wird, dann dürfen wir auch bumsen. Hier geht es natürlich nicht nur um unser Vergnügen, sondern vor allem, um die Sicherheit unserer Kunden. Ihr werdet es vielleicht nicht glauben, aber ich bin im Enderfolg, auch nur ein Mann, und Frauen machen mich manchmal scharf. Manche Frauen zumindest.

Traute, Anita und Irmgard lachten. Dieter fragte ganz harmlos: „Männer nicht?“

„Eigentlich nicht“, gab ich brutal zurück. „Die Männerabteilung wird bei uns vonBoyzvertreten. Ich gestehe allerdings, nein, nicht was du hoffst, aber einen gut gebauten Mann banne ich gerne mal aufs Zelluloid. Bevorzugt sind aber auch kleine Schniedel, als Service für Damen, die mit der ungehemmten Größengier mancher Männer, was ihren Penis angeht, so ihre Probleme haben.

„Oh, den Bericht habe ich gelesen. Wenn es nicht gegen unsere Abmachung wäre, ich denke, Detlev und ich, könnten den Damen da gut helfen. Wir sind keine Riesen, unsere Frauen sind allerdings mit unserer Abmessung und Leistung ganz gut zufrieden. Nicht war mein Schatz?“, suchte er Bestätigung bei seiner Frau Anita.

„Schon mein Schnuckiputz. Das mit dem Nachwuchs hast du ja auch prima hinbekommen. Danach? Du weißt es ja, so hin und wieder, mal einen richtig strammen Max, das muss halt auch mal sein.


„Aber ja, mein Engel. Du bekommst deinen strammen Max und ich schmuse mit Detlev oder bumse mit Nadine, die hat so eine wunderschön enge und kleine Möse. Deshalb lässt sie die Hengste ja auch nicht so gerne an sich ran. “

Jetzt meldete sich Gina zu Wort. „Ich richtig verstehen Möse? Sein das, was Frau machen so viel Lust?“

„Nicht nur Frau, auch ein Mann hat da viel Lust daran“, gab Detlev zu.

„Deshalb haben wir uns ja zu Bisexualität überreden lassen. Von Nichts kommt nichts. “

Gina kämpfte mir sich, das war offensichtlich. Dann ließ sie es raus: „Wieso Bi? Verstehen Bi sein zwei. Sein einmal Mann und einmal Frau. Wenn du, wie sagen, aber schlafen mit, ahm, Nadine, die mit kleine Möse, und schmusen mit Detlev, dann Bi gut. Du aber auch schlafen mit deine Frau Anita. Dann Tri? Oder denken falsch?“ Sie sah ausgerechnet mich an.

Die andern am Tisch feixten.

„Dieses Bi meint nur, dass jemand Beziehung zubeidenGeschlechternhat“, erklärte ich ihr. „Es hat nichts mit der Anzahl der Partner zu tun. “ Sie schien zufrieden gestellt und nickte nur, bestätigend, dass sie es verstanden hatte.

„Kommen wir auf die Sache mit den Mönchen zurück. Ich wäre schon bereit, da ein paar Bilder zu machen. Wir müssen ja recht ordentlich was zuwege bringen, wenn wir ein ganzes Heft füllen wollen.

Der Chefredakteur vonNachbarnkann sich notfalls immer noch entscheiden, diese Bilder auf Halde zu legen. Los bekommen wir sie schon. Mich führt das aber zu der Frage: Was bekommen wir überhaupt geboten und wann?“

„Gute Frage, die ich auch gleich beantworten will“, sagte Traute. „Ditta und Jesban, die Nymphen, wie du sie vorhin nanntest, würden gerne, noch vor dem Abendessen, frech für dich posieren. Lucy möchte sich anhängen, sie gehört mit zu den Neuen.

Wir haben uns für die Drei entschieden … ich meine, dass sie den Anfang machen, weil es für die Mädchen so quasi der erste Auftritt werden soll. So vor dem ganzen Publikum. Wir lieben halt solche Zurschaustellungen. “

„Das hört sich schon mal gut an“, freute ich mich.

„Danach wird uns Beate ihr neues Kostüm vorführen. So quasi als Einführung für euch, in unsere Abteilung Fetischkostüme. Adriana wird ein wenig aus dem Sado Maso Bereich zeigen und unsere Anita, wird uns danach ihren neuen Latexanzug präsentieren.

Zum Abschluss werden drei von uns, eine kleine masochistische Lesbenshow veranstalten. Nach dem Essen gibt es dann noch eine Theatervorstellung: Ein Paar spielt Mittelalter, wiewiruns das so vorstellen. Mit schönen Kostümen und heißem Bumsen. Ich denke für den ersten Tag, dürfte das genug sein. Wir zumindest, sind dann alle so scharf, dass wir dringend das Wochenende einläuten müssen. “

„Wir werden dann schon mal einen guten Einblick haben, was ihr so bietet“, gab ich zu.

„Ich denke die Akteure bringen es, ihre Show zweimal abzufahren. Wenn möglich auch mit Variationen, dann können Jürgenundich Fotos machen, jeder hat ja einen etwas anderen Stil bei den Fotos und mein Verleger hat die freie Auswahl.

Ich schlage das vor, da ich deinen Worten entnehme, Traute, dass es für alle Klubmitglieder eine erwartete Freude ist, alle Zurschaustellungen gemeinsam zu genießen. “

„Das dürfte wirklich kein Problem bedeuten.

Das mit dem Genießen stimmt natürlich, vor allem dieWespenmitGlieder, freuen sich schon seit 5 Wochen auf die heutige Show. Wir Frauen allerdings auch. Im Übrigen, wenn ihr wollt, wir können gleich anfangen. “

„Okay. Ich informierte meine Leute. “

Schnell hatte ich meine Mannschaft zusammen, blitzschnell waren, im Saal nebenan, alle Location festgelegt. Luigi hatte diesmal viel Arbeit, mit Pippina zusammen drapierten sie einige Tücher an die kahle Wand.

Uschi verteilte die bestellte Wäsche, was wie stets, zu lautenAhundOhRufen führte. Gina und Anna machten Maske. Doris war, wie immer, die Chefeule und kontrollierte, ob alles lief, wie ich es erwarte. Sie trieb alle an, gnadenlos. Dann war es soweit.

Ditta, blond, frech und überhaupt nicht schüchtern posierte am Tresen. Der war von Luigi mit einem grünen Tuch bezogen, dass alles hygienisch blieb. Rutz Butz war sie aus ihren Klamotten, zeigte sich sehr ausführlich dem Publikum und der Kamera, dann vergnügte sie sich ausgiebig mit einem rosafarbenen Dildo.

Ihre Show war nichts Außergewöhnliches, aber gut gemacht. Die Herren im Klub hatten sichtlich ihre Freude daran. Vor allem die Natürlichkeit musste ich loben. Ein Stein fiel mir vom Herzen; der Aufwand, den wir hier trieben, schien sich zu lohnen. Wir zogen in den angrenzenden Saal um.

Ditta zog sich wieder an, während ich mich Jesban zuwand. Nun war Jürgen dran sich um sie zu kümmern, ich hatte Jesban vor der Linse.

Jesban hatte sich einen roten Plastiksessel gegriffen und veranstaltete eine tolle Schweinerei mit Bananen. Erst hatte ich sie gar nicht erkannt, unsere Schleiereulen hatten ihr Haar zu Zöpfen geflochten, das ließ sie noch jünger und noch frecher wirken. Erst zog sie sich langsam aus, dann spielte sie mit einer Banane, dann wurde diese zermanscht und der Brei genüsslich über den Körper verschmiert. Natürlich wurde auch die Muschi, von innen, behandelt. Sie ließ sich gut 15 Minuten Zeit dazu.

Ein Fressen für die Kamera.

Lucy posierte vor einem Bett, das weiter hinten im Saal stand. Der Hintergrund war arg trist, so hatte Luigi, mit Pippina zusammen, einfach einen blauen Vorhang drapiert. Eine Zimmerpalme vervollständigte die Dekoration. Lucy hatte sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Sie war in viele Meter, gut 8 cm breites, schwarzes Latexband eingewickelt. Es sah aus, als hätte sie ein schickes Minikleid an. Aus dem wickelte sie sich nun sehr lasziv und absolut gekonnt wieder aus.

Nicht einfach so der Reihe nach, sie verstand es reizvolle Einblicke zu gewähren, an Stellen, die noch gar nicht dran waren. Da sie am Rocksaum, wenn ich mal so sagen kann, begann, kam natürlich ihre Muschi zuerst zum Vorschein. Die war sehr sauber rasiert, hatte nur oben ein Bärtchen. Ihre Möpse waren eher klein, aber schön handlich, wie mir mein innerer Schweinehund zuflüsterte.

„Die Idee mit dem Band ist prima, Lucy.

Darf ich sie in der Modelschule meines Freundes verwerten? In Italien. Du hast das sehr elegant gelöst, denn ich vermute, da gehört sehr viel Körperbeherrschung dazu. Darf ich?“

„Na sicher doch. Das Ganze ist Jesban und mir an einem faulen Nachmittag eingefallen. Eingewickelt war ich schnell, aber da wieder rauszukommen, ohne sich an dem Band aufzuhängen, zumindest sich nicht maßlos zu verheddern, war gar nicht so einfach. Dann stellte sich raus, dass nicht nur ich, sondern auch Jesban beim Zusehen sehr – wie will ich es sagen – sehr angetörnt wurden“, antwortete Lucy.

„Das ging wohl den Zuschauern hier auch so, wie ich sehr wohl sah“, grinste ich in den Raum. Ein Lachen antwortete mir. „Na, dann lass dich wieder einwickeln, dass Jürgen auch seine Freude hat. Wer ist die Nächste? Beate, wenn ich mich recht erinnere?“

„Ja, hier“, meldete sich Beate in einem dunkelroten Bademantel. „Hier rüber bitte. “

„Kann Jürgen nicht einfach mit mir auf mein Zimmer kommen? Dann stören wir Beate bei ihrer Performance nicht“, fragte Lucy.

„Na sicher doch. Uschi, kommst du mit? Anna, zum Kämmen?“, antworte Jürgen, mit Jesban auch bereits fertig. Sie zogen mit Lucy los. Ich wendete mich Beate zu. Sie posierte an einer Heimorgel, die wohl hin und wieder zur Unterhaltungs- oder Tanzmusik diente. Ich bekam schnell raus, die Künstlerin war Beate. Nun posierte sie uns jedoch in einem raffinierten Lederkostüm – obwohl, Kostüm ist zu viel gesagt. Schwarze Lederstreifen wurden, mehr oder weniger, von Messingringen in etwa quadratische Felder zusammengehalten.

Zwei Felder umfassten je einen ihrer strammen Brüste, die da hervorquollen. Ein Feld gab den tätowierten Bauchnabel frei. Das Motiv kam mir bekannt vor, ein Blick zu Gina, sie nickte lächelnd. Die Muschi war von einem Lederfleck verdeckt. Beate begann ihre Vorstellung. Sehr genau wurde jedes Teil des Kostüms gezeigt, dann, da hat einer wohl viel Arbeit investiert, wurde das Unterteil abmontiert. Eine sauber rasierte, offensichtlich häufig benutzte, Muschi kam zum Vorschein. Dazwischen spielte Beate immer mal wieder mit einer langen, geflochtenen schwarzen Lederpeitsche.

Die war echt, sie konnte damit sogar knallen, wie sie uns vorführte.

Auch diese Vorstellung war äußerst sinnlich und nur dem einzigen Zweck dienend, den Zuschauer anzutörnen. Mein innerer Schweinehund gestand mir, er würde gerne und sofort mit Beate ins Bett gehen. Es gelang mir allerdings schnell, ihn zur Ordnung zu rufen. Es sprach aber für die Fähigkeit der Mädchen, Unruhe zu verbreiten. Das konnte ja was werden, wenn es so weiter ging.

Zum Abschluss war Beate völlig nackt, obwohl sie eigentlich nie angezogen wirkte. Plötzlich hatte sie einen rosafarbenen Dildo in der Hand, aber im Gegensatz zu anderen Darstellerinnen, begnügte sie sich damit, nur liebevoll daran zu lecken. Dann trat sie ab.

Der Applaus zeigte mir, dass alle, auch mit dieser Vorstellung, höchst zufrieden waren. Bei den Bildern von Jürgen sah ich später, bei ihm benutzte sie den Dildo auch.

Die Nerven seien ihr durchgegangen, sagte mir Uschi. Einmal könne man sich zusammennehmen, aber so kurz hintereinander, zweimal, wo die Anspannung des ersten Mals noch in einem ist, das sei zu viel gewesen. Sie brauchte Entlastung.

Adriana kam düster gekleidet, düster geschminkt, in einem kurzen dunkelroten Kleid. Das Dunkelrot passte hervorragend zu dem dunkelroten Haarteil, das ihr Gina eingeflochten hatte. Sie hatte Adriana dunkel geschminkt. Es sah wirklich satanisch aus.

Dazu trug mein neues Model schwarze Netzstrümpfe und war irgendwie mir einer schweren Kette am kämpfen, als Doris das Licht einschaltete. Ein rotes Spotlight unterstützte die düstere Stimmung. Schnell noch ein paar rote Kerzen, von Doris in einem Leuchter angezündet, dann konnte es auch schon losgehen.

Das Publikum schien fasziniert, der Begrüßungsbeifall tobte. Adriana legte los. Sie kämpfte mit der schweren Kette, die an einem Lederband um den Hals befestigt war.

Irgendwie schaffte sie es, nicht nur die Kette sondern auch das Kleid loszuwerden. Dann kam der Teil, den ich bei diesen Sado Maso Spielen nicht so sehr mag; wie ich aber genau weiß, sind gerade diese Dinge sehr beliebt. Nun, die Mädchen müssen selbst wissen, was sie tun. Adriana auf alle Fälle, klemmte Karabinerhaken an ihre äußeren Schamlippen. Eine etwas leichtere Kette wurde daran befestigt. Dann hing das Gewicht frei. Im Gesicht von ihr sah ich keine Regung des Schmerzens.

Es schien mir mehr, als sei sie womöglich in einer Art der Trance. Nach einem Augenblick des freien Hängens, nahm sie die Haken wieder ab. Dafür erschien ein nachtschwarzer Dildo mit vergoldeter Spitze. Das Publikum wurde gut im Gebrauch desselben eingeführt.

Ich muss gestehen, ich war überrascht von der Qualität dessen, was uns hier geboten wurde. Man bedenke, es waren alles Amateure. Wenn auch einiges, überhaupt nicht aufmeinerSchiene der Lust auf Sex lag, so konnte ich immerhin die Qualität erkennen.

Da hatte ich, im Laufe der Jahre, schon sehr viel schlimmere, besser gesagt dümmere Dinge fotografieren müssen, weil es nun halt auch zu den Motiven gehört, die in einem Magazin erwünscht sind. Der Verlag hat inzwischen längst ein weiteres Magazin herausgebracht, das sich nur diesem Thema widmet. Ich konnte Mikel davon überzeugen, dass ich dafür keine Zeit aufwenden könne.

Zurück zu Adriana. Ein enormer Beifall verabschiedete sie. Zu meiner nicht geringen Verblüffung, klatschten auch Pippina und Gina.

Haben auch sie einen masochistischen Zug? Ich glaube eher nicht, ich denke sie wurden einfach von der Ausstrahlung der Performance gefangen. Beide bekamen aber ein Extralob ab, weil sie die Deko und die Maske so toll gemacht hatten. Solche aufwendigen Locations und Maske machen wir fürNachbarnselten. Hier hatte es sich gelohnt und meine Eulen schienen auch kein Problem damit zu haben. Auch Luigi nicht, ich sah ihn quietschvergnügt neben einer drallen Blonden hocken und völlig gelassen die Show genießen.

Anita trat in einem mehrteiligen Hosenanzug aus schwarzem Latex auf. Auch sie war extrem toll geschminkt. Luigi und Pippina hatten die weiße Stoffwand aufgezogen, dahinter konnte Adriana ungestört für Jürgen wirken. Der hatte irgendwie das Glück alle Vorstellungen noch einmal, viel intimer, als Privataudienz zu bekommen. Nun war aber erst mal Anita dran. Doris hatte ganz grell hell ausgeleuchtet. Ein starker Kontrast zu eben. Anita machte sich aber fantastisch in diesem Umfeld.

Das erkannte auch das Publikum, das prompt applaudierte.

Mein neues Model entblätterte sich, nachdem ihr Hosenanzug aus jeder Perspektive vorgeführt war. Ihre großen weißen Brüste wurden zuerst vorgestellt. Danach wurden die sieben Schnallen des Mittelteiles aufgemacht. Es ist offenbar mühsam, aus so einem Latexzeug wieder rauszukommen, der Versuch dazu, brachte aber eine Menge frecher Einblicke in die intimsten Zonen einer Frau. Natürlich so gewollt. Als sie sich endlich herausgeschält hatte, begann das umgekehrte Spiel; sie zog ein Latexmieder, Latextrümpfe und danach einen Latex BH an.

Alles ebenfalls in Schwarz. Zum Schluss kamen noch schwarze, lange Handschuhe aus Latex und dann ein rosa Dildo. Offenbar ein Muss bei diesen Vorstellungen. Ich hatte längst den dritten Film für Anita drin, als sie die Kleidung langsam wieder auszog und, auf dem Boden liegend, noch ein paarÜbungenmit dem Dildo vorführte. Ich hatte noch zwei Bilder frei, als sie abtrat. Ich knipste frech ins Publikum hinein. Das ging im Beifall unter.

Die Lesbenshow folgte.

Zwei, wiederum sehr gut geschminkte, junge Frauen traten auf, nur mit kurzen schwarzen Latexröckchen bekleidet. Eine davon trug auch einen schwarzen Lederring, mit Strasssteinen geschmückt, um den Hals. Siequälteneine Dritte, die nur mit einem schwarzen Netzröckchen, von einem roten Gürtel gehalten, bekleidet war. Ihr nackter Oberkörper wurde kunstgerecht mit einem weißen Nylonseil verschnürt. Damit sie nicht protestieren konnte, kam eine Gummikugel, von einem Gummiband gehalten, in ihren Mund. Zum Schluss wurde sie, andeutungsweise, mit einer Peitsche aus vielen dünnen Silberketten, traktiert.

Wieder mal eine Szene, die mich und meinen inneren Schweinehund überhaupt nicht ansprach. Erst als die Damen dann – nun völlig nackt – gegenseitig an ihren wohlrasierten Unterkörper spielten, fand ich wieder richtigen Gefallen an der Vorstellung. Natürlich lobte ich die Models, wie es sich gehörte.

Es war inzwischen fast Sieben. Wir hatten knapp zwei Stunden Vorstellung, das heißt auch fast genau so lange fotografiert. Die Zeit war mir wie im Fluge vergangen, doch jetzt merkte ich, eine Pause war fällig.

Irgendwie kam auch Durst auf und – ich hatte schon wieder Lust auf etwas Gutes zum Essen. Meine Turnübungen vor den Models, um diese gut in Szene zu setzen, hatte wieder reichlich Kalorien verbraucht. Im Hintergrund wurden Dekorationen umgeräumt, im Schankraum klirrte Geschirr. Das Publikum verließ den Saal.

„Waren es 18 Filme, Doris?“

„Nein, neun. Jürgen hat Acht. Du hast bei Beate und Anita ganz schön draufgedrückt.

Die waren aber auch gut“, antwortete sie.

„Gina! Anna!“, rief ich meine beiden Italienerinnen. „Ihr habt heute ganz toll gewirkt. So toll hergerichtete Models hatte ich selten. Eigentlich nur bei den Profis, die so was können. “

„Danke, Don Paolo“, freute sich Anna. „Es sein heute gewesen sehr einfach. Die Frauen wissen was wollen. Sie zeigen Foto von andere Frau. Einzige Problem, wir brauchen viel Material. Wird reichen für diesmal.

Wir daran denken, haben größere Vorrat, wenn gehen wieder. “

Ich musste lachen. „Das glaube ich euch aufs Wort. Diese dämonische Maske von Adriana hat bestimmt einen ganzen Malkasten verbraucht. Gut war sie aber trotzdem. Sehr gut. “

„Das finde ich auch“, sagte eine Stimme hinter mir. „Das, was euer Team da mit den Frauen – ich sollte bessere sagen,ausden Frauen gemacht hat, das war ganz einfach superb.

“ Es war Traute, die unsere kurze Nachbesprechung unterbrach. „Alle sagten, sie hätten nicht nur viel dazugelernt, für den eigenen Gebrauch, sie hätten sich heute auch besonders wohl in ihrer Haut gefühlt. Das hat sich auch deutlich auf ihre Vorstellung ausgewirkt. Detlev meint auch, so gut wie heute, waren sie noch nie. Die Andern sind schon ganz aufgeregt, wiesiemorgen aussehen. “

„Dankt nicht mir, ich mache bloß Fotos. Dankt unseren zwei Mädchen aus Italien.

Unsere Uschi hat wohl auch geholfen. “

„Meine Opfer kommen erst morgen dran. Heute hatten fast alle noch eigene Wäsche“, erklärte diese.

„Kommt ihr jetzt bitte zum Abendessen?“, kam Traute auf den Grund ihrer Unterbrechung zurück. „Wer gut arbeitet, muss auch gut essen, sagt Georg immer. “

„Um ehrlich zu sein, mein Magen knurrt bereits“, grinste ich.

Das Abendessen, ich hatte eigentlich irgendwas Rustikales vermutet, war äußerst elegant angerichtet.

Auf jedem Tisch stand ein großer Fonduetopf, dazu unzählige Schälchen mit all den Beigaben. Gerade wurden die Platten mit Fleischwürfel verschiedenster Sorte hereingebracht. Es sah prächtig aus und obendrein konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt ein Fleischfondue genossen habe. Ich war höchst zufrieden. Ein Blick überzeugte mich, mein Team auch. Der Rotwein war ein Gedicht, der Himbeergeist ein echter Schladerer. Der Wespenklub schien nicht schlecht zu leben.

„Gibt es für deine Gäste immer so gutes Essen?“, fragte ich daher Georg, den Eigner des Landgutes.

„Dafür sind wir inzwischen bekannt. Es wird zunehmend schwieriger für uns, alle 5 Wochen mal, ein langes Wochenende frei zu halten. Wir machen aber kaum Urlaub, da muss so was halt einfach drin sein. Der Beitragssatz im Klub ist aber leider etwas gestiegen. “

„Wenn wir woanders hingingen, wäre es auch kaum billiger“, warf Detlev ein. „Dazu kommt, hier kennen wir uns aus, hier sind wir einfach fast wie zu Hause.

„Ja, das seit ihr“, lachte Georg. „Jetzt im Herbst und im Winter seid ihr ja noch so halbwegs zu ertragen. Wenn es warm wird, wird es nämlich schlimm hier“, wendete er sich mir zu. „Diese Bande liebt es dann ganz besonders, im Stroh und im Heu zu bumsen. Hans und Gudrun habe ich sogar mal in der Futterkrippe, bei meinen sechs Kühen, erwischt. Es scheint sie besonders angetörnt zu haben, als die auch noch an ihnen rumschleckten.

Das ist allerdings besser geworden, seit wir die Sauna und den Whirlpool haben. Dann haben wir da neuerdings ja auch noch die Bumshöhle. Da machen auch unsere normalen Gäste schon mal Gebrauch davon. Auch deren größeren Kindern, die spielen allerdings nur darin. “
„Hoffen wir wenigsten“, lachte Traute.

„Wenn ihr mir jetzt noch erklärt, was diese Bumshöhle ist, dann könnte ich sicher auch darüber lachen. “

„Ganz einfach.

Wir haben da einen alten Keller, äußerst stabil und trocken, aber auch äußerst unpraktisch. Er ist nur 1 . 80 hoch. In unserem MagazinSwingerklub, habe ich nun im letzten Winter einen Artikel von einem Klub im Ruhrgebiet gelesen: Die hatten so einen ähnlichen Raum, in eine Art Höhle verwandelt; aus Bergen von Plastikmatratzen, Schaumstoff und so Zeug. Darin Nischen und besonders geeignete, sagen wir mal körpergerechte Huppel, zum darauf liegen. Das Ganze bietet nur sehr wenig Licht, das dient, durch verschiedene Farben, eher der Orientierung als der Sicht.

„Ich scheine blöde zu sein, ich verstehe …“

„Das ging vielen aus dem Klub auch so. Als ich ihnen sagte, man dürfe die Höhle nur nackt betreten, wurde der Fall schnell klar. In einem kleinen Vorraum entkleidet man sich, dann schlüpft man durch eine Lichtschleuse in die Höhle. Drin ist es so dunkel, dass man sich nur mit den Händen orientieren kann. Wenn man fest in die Hände klatscht, geht allerdings eine Notbeleuchtung an.

Es kostet 200 Mark Strafe, wenn das ohne Not geschieht. Es wird auch nur zu Beginn einer Session, vom Ersten der einsteigt, getestet. Ob es funktioniert“, erklärte Georg unverdrossen.

„Ich beginne zu verstehen. Einmal drin, kann jeder an jedem Fummeln der es sich gefallen lässt. Ich nehme an, auch sonstige Zärtlichkeiten sind nicht verboten. Was ein Glück, das euere Notbeleuchtung nicht auf Lustschreie reagiert“, musste ich lachen. Zu gut konnte ich mir das Ganze vorstellen.

„Nur schade, dass man da nicht fotografieren kann. Ich finde jedoch, das ist eine richtig schöne Idee. Zumindest für Leute, die so was mögen. Natürlich halten wir uns an euere Regeln, das würde mir nämlich schon mal Spaß machen. “

„Ihr könnt gerne dorthingehen. Ich denke, wenn es nur ums Schmusen geht, da hat keiner etwas einzuwenden. Wenn jemand von euch dort, zufällig, jemand anderes vonEuchfindet; wir werden uns sicher nicht daran stören.

Die einzige Bedingung, ihr müsst ebenfalls nackt dort rein und – ihr werdet es sicher verstehen, unsere Regel, nur in den eigenen Reihen zu lieben, die nehmen wir sehr ernst. Keiner möchte ausgeschlossen werden, sei ein anderer Partner auch noch so sicher“, sagte Detlev, sehr ernsthaft.

„An eure Regel können wir uns sicher halten. Wie aber erkennt man sich im Dunkeln. Ich denke große Reden werden da nicht geschwungen, sonst würden sich die Partner ja erkennen.

Ich meine es wenigstens so verstanden zu haben, dass das Ganze, irgendwie anonym bleibt, man schmust, sozusagen, mit einem Fremden. “

„Ja, das ist ja der Witz daran. Das erkennen ist jedoch ganz einfach. Wir hatten zwei Möglichkeiten, da es wirklich saudunkel ist, könnten wir das Licht heller machen. Da waren alle dagegen. Nun haben wir Halsbänder, die in Neonfarben fluoreszieren. Je nach Wunsch kann eine Farbe für Männer und eine Farbe für Frauen vergeben werde.

Wir hatten auch schon Gäste, die bekamen ein rot leuchtendes Halsband. In diesem Fall tragen alle Wespen ein grünes Halsband und schon ist alles klar. “

„Voll genial“, musste ich lachend zustimmen. „Jetzt sehe ich eigentlich nur noch eine Frage auftauchen: wenn es da mal zu zärtlichen Begegnungen kommt, das kann doch Spuren hinterlassen?“

„Das war unser größtes Problem“, lachte Georg ebenfalls. „Die Höhle wird am nächsten Tag zwar gereinigt, aber gerade diese Spuren sind weder besonders hygienisch, noch gut wegzubekommen.

Nun haben wir auch da zwei Lösungen. Am Eingang kann sich jeder eine Art sehr dünnen Schurz nehmen, der eigentlich nichts verdeckt, aber zum Aufwischen gewisser Dinge gut geeignet ist. Er hat auch eine kleine Tasche, in die gut Kondome oder kleine Lustbringer passen. Zum Zweiten haben wir vor jeder Lusthöhle, ein mit grünen LEDs umrandetes Fach, in dem sich trockene und feuchte Tücher befinden. Darunter, mit roten LEDs umrandet, eine Abfallbox. Mit einer Klappe, die nach innen geht.

Einfach den Abfall reinwerfen und fertig. “

„Na prima. Ich sehe, ihr habt da viel Hirnschmalz verbraten. Vielleicht könnest du mir noch sagen, was eine Lusthöhle ist? Ich kann es mir zwar denken …“

„Stell dir das ganze Gebilde, wie den Gang eines Borkenkäfers vor. Wo man reinkommt, gibt es eine Art Plaza. Da trifft man sich. Hat man einen Partner gefunden, krabbelt man auf den Rand des Raumes zu.

Dort, angezeigt von den grünen und roten LEDs, die in diesem Fall auch der Orientierung dienen, sind kuschelige Höhlen eingebaut. Kleinere für ein Paar, Größere, wenn es mal eine Gruppe so haben will. Alle Höhlen sind anders eingerichtet. Nicht mit Möbeln natürlich, sondern die Form der Ruhegelegenheit ist damit gemeint. Da gibt es normale ebene Matratzen, Hügel, die für manche Stellung besonders geeignet sind und — du solltest es dir am besten selbst ansehen.

Blödsinn, ich meine natürlich ertasten. “

„Darf ich mir das für morgen Abend überlegen?“

„Na sicher doch“, gestattete es Georg.

„Mir geht es vor allem darum, mal den Effekt zu sehen – besser gesagt zu spüren. Ich glaube, in unserem Fotopark in Italien, könnten wir im Keller unserer Ruine, sehr gut so eine Attraktion einbauen. Wir haben viele Gäste, denen es ganz sicher Spaß machen würde.

Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, dass von unseren italienischen Besuchern des Parks, so mancher Lust hätten da sein Vergnügen zu suchen. Bei einem entsprechenden Eintrittspreis finden sich sicher auch weibliche Kandidatinnen. Das muss ich aber erst ausführlich mit meiner Frau und meiner Schwester besprechen. Dann natürlich noch mit dem dortigen Bürgermeister und dem Don. “

„Don?“, kam prompt die Frage.

„Don Rafael ist ein wichtiger Mann im dortigen Bürgerrat.

Er hat mehr zu sagen als der Bürgermeister. “

„Ja, so einen Mann haben wir bei uns in der Gegend auch. Zum Glück ist das meiste, was er sagt, richtig“, lachte Dieter. Seine Anita stieß ihm in die Rippen. Ein Zeichen, dass das nicht so ganz stimmte.

„Wollen alle in die Höhle?“, kam Georg auf das Thema zurück.

„Wollen vielleicht schon. Ich werde aber nur Doris und Gina, vielleicht noch Anna, zulassen.

Mit Gina kann ich ein wenig das Schmusen ausprobieren, Doris kann dann daheim berichten. Noch eine Frage, wieweit geht schmusen eigentlich bei euch?“

„Puh, wie will ich das … doch. Ganz einfach. Es darf kein Vaginal- und kein Analverkehr erfolgen“, erläuterte Traute.

„Also, Küssen, anfassen und wer mag auch lecken und blasen ist zugelassen?“, versicherte ich mich.

„So kann man es sagen. Unsere Frauen werden allerdings kein fremdes Sperma schlucken.

Das Austreten ist also anzukündigen“, warf dann noch Irmgard ein. „Nicht, dass einige von uns es nicht gerne täten, es könnte jedoch bei einem Fremden Gefahr bergen. “

„Auch nicht, dass wir annehmen ihr seid womöglich infiziert, es ist halt die Regel“, fügte Anita an.

„Für die ich volles Verständnis habe. Ich möchte aber, da ihr Blasen zulasst, bitten, alle vier meiner Assistentinnen zulassen. Doris und Uschi haben da ein gewisses Problem.

Ich habe es schon angedeutet, sie sind sehr eng gebaut und nicht jeder Schniedel bringt ihnen das erwartete Vergnügen. Genau genommen, nur wenige. Die beiden sind aber unermüdliche Lutscherinnen. Das haben sie auf eine Dienstfahrt in Japan kennen gelernt. Ich verrate bestimmt kein Geheimnis, wenn ich sage, inzwischen macht es ihnen genauso viel Vergnügen wie der eigentliche Akt. “

„Das kann ich verstehen. Gut verstehen“, kicherte Traute. „Vor der Geburt unseres Kindes ging es mir ähnlich.

Ich hatte auch derbe Probleme, mit einigen meiner frühen Freunde, bis ich Detlev fand. “

„Ich glaube wir alle im Klub haben irgendwelche Probleme“, gestand Irmgard. „Manche unserer Männer bekommen keinen hoch, weil sie ihre Fantasie nicht alleine auf Touren bringen können. Manche unserer Frauen brauchen einfach mal eine Abwechslung um wieder Feuer in ihre Beziehung zu bringen. Die meisten von uns haben jedoch einfach einen unwiderstehlichen Drang zur Selbstdarstellung. Nur wenn sie den ausleben konnten, sind sie bereit in der Liebe alles zu geben.

Das ist bei manchen genau so zwanghaft, wie manche einfach den Schmerz brauchen, um erregt zu werden. Ich will hier ja nicht tiefenpsychologisch werden, aber vieles davon hängt vom Elternhaus und dem verklemmten Leben auf dem Dorf ab. Wir kommen nun halt mal alle, aus guter Familie. Unsere Mägde, auf den Höfen, hatten es da früher viel leichter, die konnten einfach mit dem Knecht, auf der Tenne, ihrer Wohllust nachgehen. Wir junge Mädchen wurden an jeder Ecke beobachtet, bewacht, behütet.

Und, die armen Jungs, die kamen kaum an uns ran. “

„Das ist wahr“, bestätigte Detlev. „Uns blieb nur, an geeigneter Stelle, mal eine Massenmasturbation anzusetzen. Wen wundert es da, dass so mancher sich mehr zu Jungs hingezogen fühlte. Wenn wir, bei einem Besuch in Stuttgart, in der Gruppe und sturzbesoffen, nicht einen Besuch im Puff gemacht hätten, ich weiß nicht, ob ich mich dann jemals mit Traute eingelassen hätte. Ich wurde oft verhöhnt, weil ich einen relativ kleinen Pimmel habe.

Ich traute mich gar nicht so recht an Frauen ran. Aus Minderwertigkeitsgefühlen heraus. “

„Dabei hat er vergessen, dass es bei den Frauen auch ein Pendant zu ihnen gibt“, lachte Traute. „Die Natur sorgt für alles vor. “

Der Fleischvorrat war inzwischen einmal nachgefüllt worden, jetzt ging er wieder dem Ende zu. Ich war satt. Gina, anfangs tüchtig dabei, hatte das Essen längst aufgegeben. Unserer Unterhaltung lauschte sie aber aufmerksam.

Ihrem regen Mienenspiel, konnte ich gut entnehmen, dass sie das meiste davon sehr wohl verstand. Viele Worte konnte sie interpretieren, manches kam auch erst ein paar Sätze später zu Auflösung. Im Übrigen schien sie sich keineswegs unwohl zu fühlen. Als subalterne Dienstmagd auf gar keinen Fall. Sie gehörte zum Team, das wusste sie. Sie hatte prima Arbeit geleistet, das wusste sie auch. Ihr Selbstvertrauen begann zu wachsen. Und das ist gut so.

„Ich denke, so langsam wird es Zeit für unsere Freitagsabendvorstellung.

Da führen immer ein paar von uns ein mittelalterliches Schauspiel auf“, war Traute wieder am erklären. „Wir haben uns sehr genau informiert, wie es damals so zuging. Viele alte Stiche halfen uns dabei. Aus alten Manuskripten haben wir uns, das heißt jeweils die Gruppe, die da spielt, aus diesen Manuskripten, ein Drehbuch geschrieben, von dem sie glauben, dass es uns Spaß macht. Es geht da natürlich nicht um Hochgeistiges. Eher um das Gegenteil. Triviale Dialoge, die darüber hinaus auch noch gerne mit sehr schmutzigen Worten um sich werfen, begleiten ein immer dürftiger werden der Bekleidung.

Zum Schluss enden alle Stücke im Bett, oder was auch immer gerade der günstigste Platz ist. “

„Wir hatten ein Stück, da gab es eine derartige Massenvögelei, da war zeitweise der halbe Klub daran beteiligt“, lachte Georg. „Danach haben wir die Stücke auf maximal 5 Personen pro Szene beschränkt. “

„Ist die Bühne denn gut ausgeleuchtet?“, wollte ich nun wissen.

„Ob es zum Fotografieren reicht? Zum Zuschauen immer.

„Dann lasse ich einfach noch ein bisschen mehr Licht hinzaubern. Kannst du das bitte Doris sagen?“, bat ich dann Gina. Sie ging ohne zu Zögern. Dann sah ich beide hinter der Saaltüre verschwinden. Unsere ganzen Utensilien waren ja auch noch dort. Nach gut 15 Minuten kam sie zurück. Doris hinter ihr her.

„Befehl ausgeführt“, lachte Doris. „Habe mittelalterliche Beleuchtung installiert. Empfehle für heute aber 400 er Filme.

Grobkörniger, für Mittelalter aber gut geeignet. “ Sie wollte sich ausschütten vor Lachen. Das steckte auch die Gäste an unserem Tisch an.

„Du bist ein echter Clown, meine Liebe. Ich sollte euch verdammen, morgen vor dem ganzen Publikum eine Lesbenszene vorzuführen. Warum lachst du so?“

„Erstens, weil Gina mir ein wenig von euerem Tischgespräch berichtete. Diese Höhle, scheint sie schwer beeindruckt zu haben, und das mit der Lesbenszene geht nicht, wer soll denn dann assistieren?“

Ihr Glück war es, dass ein Gong ertönte und sich die Saaltüre öffnete.

Wir zockelten los. Auf dem Weg schnappte ich mir noch Jürgen. „Wir fotografieren abwechselnd. Jeder einen Film, dann Wechsel. Wie geht es übrigens Pippina?“

„Gut. Besser als befürchtet. Sie nimmt das ganze Theater eher als riesigen Spaß. Was es ja auch zu sein scheint. Ich fürchte jedoch, der Spaß hört spätestens in unserem Zimmer auf. Sie hat mir gedroht, heute sei ein guter Tag …“

„Oh, oh“, lachte ich.

„Sie hat wohl bereits die Pille abgesetzt?“

„Das ist es, was ich auch befürchte“, kam es kleinlaut.

Wir bekamen unsere Plätze, in der ersten Reihe, zugewiesen. Von einem frechenDienstmädchen,in kurzer Latexuniform. Sehr sexy. Dann begann das Stück.

Ein schön gekleideter junger Mann trat vor den Vorhang. Er erzählte die Geschichte einer Braut aus gutem Hause, die am nächsten Tag einen ungeliebten, aber reichen Kaufmann heiraten soll.

„Nun geschah es, dass der alte Fürst das Recht der ersten Nacht einforderte. Dazu solle die Braut, gut gekleidet und bereit, in die Burg kommen. Die Braut hatte nur wenig Lust dazu, denn der alte Fürst war bekannt dafür, dass er ständig Schwierigkeiten hatte, dem, was er seine Pflicht nannte, nachzukommen. Viel Schlimmer noch, die Braut war gar keine Jungfrau mehr, der Sohn des Barons aus dem Nachbarkreis, war da schon eifrig tätig geworden.

Der Vorhang öffnete sich. Man sah die Braut, die sich in ihrem Zimmer für diese Nacht ankleidete. Tagesklamotten runter, ausführlich waschen, dann rein in das Mieder. Ein Mädchen musste helfen, dabei kam es natürlich zu ein paar unsittlichen Handlungen. Dann die Robe über. Die Braut verließ das Haus. Gesprochen wurde nicht viel, dem Zuschauer war ja der Sinn der Handlung bekannt.

Nächstes Bild. Ein alter Mann, der Fürst, und ein junger, gut aussehender Bursche, saßen beim Würfelspiel und Rotweintrinken.

Der Sprecher von vorhin tauchte wieder auf und erläuterte den Zuschauer, dass der Fürst ein unersättlicher, dafür auch hierin völlig unbegabter, Würfelspieler sei. Die zwei Darsteller liefen zu erregter Hochform auf. Der Fürst hatte wohl schon wieder verloren. Der Sprecher trat ab.

„Ich lasse euch ganz einfach köpfen, Hannes von Braunegg“, sagte der Fürst gnadenlos und genervt.

„Dann lässt mein Vater, der Baron, euere Burg schleifen.

Euer Untertanen haben längst genug von euch und sind uns gerne gefällig. “

Der Fürst erhob ein Wehklagen. „Was kann ich nur tun? So viel Geld habe ich nicht. Mein ganzes Volk müsste darben?“

„Schenkt mir dafür die Jungfrau, die heute Nacht zu euch kommt, um euer Recht auf die erste Nacht mit ihr abzugelten. “

„Ja, das ist eine gute Lösung. Ich habe sowieso keine Lust auf diese Weiber.

Mein Leibdiener bereitet mir da größeres Vergnügen. Gebt mir die Hand darauf, dann sei es beschlossene Sache. Ich selbst werde euch dann auf meine Kemenate führen. Ich vergnüge mich derweil mit meinem Leibdiener, im Gästezimmer. “

Man sah den Fürsten und den Diener kurz auf einer Nebenbühne, nackt, mit erhobenen Schwänzen, wie sie aneinander spielten. Der Hauptvorhang war runter zum Umbau der Szene. Das Spiel der beiden Männer brachte bei den Frauen viel Gekicher hervor.

Auch unser Team amüsierte sich. Jürgen war dran zu fotografieren, er erledigte es, möglichst unauffällig, von der Bühnenseite her. Nur ein paar Blitze mochten stören. Das Publikum war jedoch gebannt von der Handlung. Ich gestehe, ich hatte zwar derartig derbe Stücke noch nie gesehen, aber Spaß machte es mir auch.

Der kleine Nebenvorhang schloss sich, nachdem die beiden Akteure sich, unter dem Jubel des Publikums, gegenseitig mit Sperma beschossen hatten.

Der große Vorhang ging auf. Der Sohn des Barons stand erwartungsvoll da, da öffnete sich auch schon die Türe. Die Braut kam herein. Große Begrüßung. „Du da, mein Geliebter? Wo ist der Fürst?“

„Er fühlt sich heute unwohl, so hat er dich halt mir überlassen. “

„Oh Freude. Dann nimm mir schnell meine Unschuld. Du, ausgerechnet du, mein geliebter Hannes. “

„Wir wollen aber doch dem Zeremoniell des Fürsten folgen.

Ich war dran mit fotografieren. Ich hockte mich seitlich hinter den Vorhang, um niemand zu stören. Dann wurde die Handlung aufregend. Mein Blitzlichtgewitter begleitete den weiteren Fortgang.

„Nimm diesen Glasstöpsel. Ja so – setzte dich darauf. Ja, tiefer. Nun, meine Liebe bist du keine Jungfrau mehr“, verkündigte er, nachdem die Braut einen lustvollen Schrei ausgestoßen hatte. „Nun lerne das Gemächt eines Mannes kennen. “

Er ließ die Hose fallen, dannzwanger die Braut, das Gemächt, wie er seinen Schniedel nannte, zum Leben zu erwecken.

Diese lutschte hingebungsvoll. Offensichtlich kannte sich dieBrautganz ausgezeichnet damit aus. Danach wurde gebumst, dass es nur so eine Freude war – für die Schauspieler. Ich schlich mich von der Bühne. Allzu viel davon kann Mikel ja doch nicht zeigen. Das Publikum genoss dagegen jeden Stoß, wenn ich es mal so sagen kann. Die eine oder andere Hand war allerdings auch da, wo sie normalerweise nicht hingehört. Das Publikum war so spitz, wie jetzt auch die Schauspieler.

Der Vorhang fiel. Der Riesenapplaus war verdient. Der Saal leerte sich jedoch verdächtig schnell. Da hatten es offenkundig viele eilig. Mein Team räumte unsere Ausrüstung in eine Ecke, dann setzten wir uns im Schankraum zusammen an einen Tisch.

Eine völlig Unbekannte fragten, ob wir etwas zum Trinken wollten. Es stellte sich heraus, dass sie zur Stammmannschaft des Hauses gehörte und Ulla hieß. Um diese Tages- besser Nachtzeit, war sie für die Gäste zuständig die jetzt nicht ihrem Vergnügen, irgendwo im Hause oder auf ihren Zimmern, nachgingen.

„Machst du denn bei den Spielen auch mit?“, fragte Doris dreist.
„Wir haben unsere eigenen Vergnügen“, kicherte sie. „Wenn die normalen Gäste da sind, dürfen wir schon manchmal in die Höhle. Wir wussten von Anfang an, was an diesen Wochenenden so läuft, da hat Georg kein Blatt vor den Mund genommen. Wenn ich mir aber nicht einen Freund meiner Wahl raussuchen kann, dann mag ich dabei nicht mitspielen.

Ich denke, soviel haben wir dann auch nicht verpasst. Ich stehe halt noch auf jung und knackig, wie ich es auch noch bin. Ich hoffe, das seht ihr auch so?“

„Ja, sehe ich so. Jetzt bring mir erst mal einen Wein, oder – was meint ihr?“, fragte ich den Rest meiner Meute.

„Ja, Wein“, bestellte Doris. Uschi nickte nur.

„Nichts mehr“, sagte Jürgen.

„Pippina ist leider schon müde“, grinste er und ich wusste, dass müde in diesem speziellen Fall rattenscharf bedeutet.

„Nun, nach 14 Filmen, bist du sicher genauso müde“, lachte Doris. „Ich nehme an, Paul geht es nicht anders. “

„Ich habe noch Lust zu quatschen“, maulte ich. Irgendwie zog es mich nicht sehr ins Bett. Noch nicht. Es war gerade mal Zehn.

Luigi und Anna wollten in die Sauna, nachdem sie sich wohl schon früher die Erlaubnis dazu holten.

Italiener brauchen halt mehr Wärme. Gina zeigte keinerlei Frust, oder den Wunsch mitzugehen. Sie bestellte sich aber einen doppelten Amaretto. Den gab es sogar. Dann hechelten wir ausgiebig den Tag durch. Wir kamen zu dem Schluss, auch Gina, dass hier eine Menge Leute sehr verrucht tun, das auch noch richtig gekonnt. Im Übrigen scheint es mit dem swingen nicht so weit her zu sein. Die Eulen wussten, dass es an diesen Wochenenden zwar vorkommt, aber so gut wie nie in den Schlafzimmern.

Zumindest nicht in den ehelichen, wenn man ein Hotelzimmer mal so nennen kann. Die Mehrzahl stand irgendwie doch auf treu. Das Swingen, schien sich offensichtlich auf einAppetit holenzu beschränken.

„Die haben da so einen Raum im Keller“, erläuterte mir dann Uschi. „Da ist es dunkel und alle dürfen nur nackt rein. Wie bei dir im Bett, nur ist es da nicht gleich dunkel. Dort gehen die meisten, die heute Lust darauf haben, ihrem Trieb nach.

Ich würde da schon gerne mal Mäuschen spielen. “

„Ich habe allen Eulen für morgen Eintritt verschafft. Bedingung: Ihr dürft mit keinem der Männer aus dem Klub bumsen. Blasen ist aber erlaubt. Ihr müsst natürlich nicht hin, das ist rein freiwillig. “

„Oh, ich gerne sehen“, grinste Gina. „Wenn auch verstehen, nur wenig Licht. Muss sein große Spaß, das besser vergessen, wenn gehen Sonntag zu Beichte. Pfarrer ja auch nicht verstehen Italienisch.

Gina entpuppte sich langsam immer mehr als ein kleiner Unhold, wie es alle meine Eulen sind. Auf alle Fälle war mir das lieber, als wenn sie mich dauernd strafen ansehen würden.

„Du hast aber verstanden, wo die Grenze ist? Sicher?“

„Ich darum gerne gehen. Aufregen Mann, sehen was geschieht und ganz sicher mir niemand treten auf Fuß“, kam es zurück.

„Zu nahe treten“, korrigierte Uschi.

Das geschah längst automatisch. Die Schleiereulen reagierten nicht beleidigt, sie wussten, dass ihnen nur geholfen wurde. Sie hatten schnell erkannt, dass sie nachfragen konnten, wenn sie etwas nicht verstanden haben.

„Männer mir nicht zu nahe treten“, korrigierte sich Gina auch gleich. „Das sein gut für Selbstverständnis“, lachte sie dann.

Ulla, das Schankmädchen, brachte noch eine Flasche Wein. Ich fragte sie, dreist, ob sie denn auch ein paar frivole Bilder, von sich natürlich, haben wolle.

„Warum nicht? Von mir aus auch in der Zeitung. Was bekomme ich dafür?“ Geschäftstüchtig ist sie auf alle Fälle.

Doris übernahm es, sie aufzuklären. Dann zog Ulla, völlig ungeniert, an unserem Tisch ihr schickes Oberteil aus einem Perlengeflecht aus, den Pulli darunter ebenfalls, dann das Oberteil wieder an und fragte: „Ging es so?“

Doris holte die Kamera, wir gingen zu der Treppe, die zum Keller führte.

Sie ist schön aus Backsteinen gemauert und ich liebe Backsteinwände; in der Villa habe ich extra welche so verklinkern lassen. Im Nu hatte ich einen Film mit ihr durch. Doris wickelte das Geschäftliche ab, Adresse, Unterschrift und so; Mikel hatte ein neues Opfer, für seinen fast unstillbaren Durst nach frischen Gesichtern.

Um Elf wurde mir klar, dass ich heute Nacht Gina im Bett hatte. Das nutze nun halt nichts. Morgen stand Arbeit an.

Um Elf sollte das Spiel zwischen Nonne und Mönchen stattfinden. Davor Frühstück. Um Neun frühestens. Vorher hätte, vor allem jetzt im Herbst, keiner Lust das Bett zu verlassen, wurde mir bedeutet. Verständlich, es war für unsere Gastgeber ein Urlaubswochenende, das dazu am Vorabend wohl recht stürmisch verlief. Wir letzten Vier, verzogen uns.

Auf unserem Zimmer verschwand Gina im Bad. Kurz darauf hörte ich die Dusche rauschen. Bald kam sie, nur ein Handtuch um das nasse Haar geschlungen, sonst mit nichts an, ins Zimmer zurück.

Scheu hatte sie keine, wir hatten uns in Italien oft genug, beim Baden im Pool, nackt gesehen.

Ich ging ebenfalls ins Bad. Auch duschen. Dann kramte ich aus meinem Waschbeutel eine Packung Kondome raus, die mir eine meiner Frauen dort eingepackt hatte. Lis, nehme ich an. Ich nahm sie unauffällig in die Hand, dann ging ich raus. Gina lag ruhig im Bett und blätterte in einem Magazin. Ich schob schnell die Packung unter mein Kopfkissen, dann schlüpfte ich ebenfalls unter die Decke.

Die war nötig, wir waren italienische Temperaturen gewohnt.

„Nun, Gina, heute war doch wohl schon ein etwas aufregenderer Tag als am Mittwoch. Was meinst du denn zu deiner neuen Arbeit?“

„Ahm. “ Sie legte das Magazin weg. „Wollen wirklich wissen?“

„Darum habe ich gefragt. “

„Mittwoch war schlimmer“, kam es dann etwas zögerlich. „Anna und ich noch hatten Probleme mit Lesbenmädchen.

Das dauern, bis ganz verstehen. Wir Donnerstag probieren. Sollen sagen? War ganz lustig und nachdem angefangen, auch gar nicht … oh, wie ist Wort?“

„Peinlich? Unangenehm?“, half ich aus.

„Nicht peinlich. Ahm, war angenehm. Wir jetzt viel besser kennen, wie Frau aussehen und …“ Sie zögerte.

Ich sah zu ihr hin, sah, dass sie leicht errötete.

„Wir spielen mit Dildo.

War viel Spaß. Mehr Spaß als machen alleine. Wir jetzt verstehen arme Frau haben keine Mann oder sein viel alleine in Haus – aber haben gute Freundin. “

„Da habt ihr ja ganz schön was zu beichten, wenn ihr wieder bei Padre Sebastian seid“, lächelte ich sie an.

„Wir fürchten, bis dahin vielleicht vergessen“, grinste sie zurück.

„Und wie war es mit diesem Sado Maso Gehabe?“, fragte ich dann.

Das musste doch was völlig Neues für sie sein. Aber weit gefehlt. Heute lernteicheiniges dazu.

„Oh. In Italia, das viele Frauen mögen. Wir auch haben Klub, wo machen solche Zeug. Anna und ich nicht mögen. Aber eine Abend, wir verdienen Geld, für lassen verbinden mit Seil. Tun weh, aber nicht so sehr, wie Rücken, nach ganze Tag auf Feld. Geld auch viel mehr. Viel schön, dass Mann nicht wollen schlafen, nur … schlecken? Ja, viel schlecken an Muschi.

Sogar machen viel gute Gefühl. Arme Mann einfach nicht bekommen … oh, heute sprechen schwer. “

„Er hat kein steifes Glied bekommen?“, vermutete ich.

„Du sagen“, bestätigte Gina meine Vermutung, kichernd. „Sah aus wie Don Paolo baden in Pool, nicht wie Mann schlafen mit Frau. “

„Ich nehme nicht an, du erwartest, dass ich mit einem steifen Glied im Pool bade?“

„Nein, Don, das war Spaß.

Gehören zu Selbstbewusstsein“, grinste sie wie ein Maikäfer.

„Möchtest du denn, dass ich jetzt ein steifes Glied bekomme?“

„Ehrlich?“

„Natürlich. “

„Ich habe einen sehr frechen Wunsch. Können Don Paolo morgen, in Höhle, sein ganz … in … intim mit mir? Bumsen. Das sein Wort ich suchen. Viele Leute dabei hören Don und Gina, aber nicht sehen. Das geben mir viel, viel Selbstbewusstsein“, sagte sie, fast schüchtern.

Ich konnte nicht anders, ich musste laut lachen. Schlimmer noch, auch die Vorstellung machte mich ganz schön an. „Wenn du das möchtest, dann soll es geschehen. Wir werden ein Quicky in der Höhle machen und du darfst dabei sogar schreien. “

„Aber nicht in Hände klatschen“, lachte sie jetzt laut auf. „Bitte sagen, was sein Quicky?“, kam dann die Frage.

„Eine schnelle Nummer.

Bumsen in 5 bis 10 Minuten. “

„Ahm – Entschuldigung. Selten gehabt länger als 10 Minuten. Das doch normal? Oder täuschen?“

„Täuschen. Als ich noch jung und kräftig war, da habe ich mit meinen Frauen fünf und mehr Stunden gebumst. Wenn wir heute Lust haben, so zwei, drei Stunden bringen wir das immer noch. “

„Ahm. Drei Stunden? Ohne Pause?“

„Ja doch.

Hin und wieder läuft es bei mir auch mal über. Dann lecke ich gerne meine Frau aus, sie lutscht an mir und plötzlich geht es weiter. Ich gestehe allerdings, wir sind auch geübt im Umgang miteinander. Ich erinnere mich gut, beim ersten Mal mit einer Unbekannten, da kann es schon mal schneller gehen, danach bekam ich es aber mit allen hin. Insoweit ist ein Quicky im Vorfeld ganz gut. “

„Ich denken Quicky in Höhle besser, als Quicky auf Acker.

Dann Don Paolo können machen drei Stunden auf Zimmer. Ich am Sonntagmorgen dann so kaputt, dass nicht können gehen zu Beichte. “

Wieder packte mich eine unbändige Lust, zu lachen. „Gina, nicht auf dem Feld. Vorfeld heißt … au verflucht, wie kann ich dir nur das wieder erklären … Denk nicht weiter nach, denke nur an das &#8218 ;vor’, das bedeutet genau das, was es sagt,vordem Eigentlichen. “

„Verstehen.

Erst Quicky in Höhle, dann ganz viel Bumbum in Zimmer. “ Sie sah zu mir rüber. Ihre schwarzen Augen blitzten. Dann kam es. Frech, saufrech. „Ich denken, im Vorfeld, du jetzt schmusen mit Gina. Paolo, Paul. Gina mag schmusen. Morgen dann mehr als schmusen. Morgen dann großes Bumbum. “

Ich machte das Licht aus. Nicht weil ich genierlich bin. Wenn ich aber schön geschmust habe, dann bin ich müde. Zu müde, um nach dem Lichtschalter zu suchen.

Gina verstand es sehr wohl, zu schmusen. So gut, dass ich mich bremsen musste, nicht schon heute …

Am Morgen, es war noch dunkel, saugte sie schon wieder an mir. „Bitte Paul, entschuldigen. Ich haben viel gelernt, was sein Liebe und was sein Freundschaft. Ich viel lange sprechen mit deine Schwester und mit Donna Lisa auch sprechen. Ich gestern Abend haben eine kleine wenig Angst, kommen in Bett mit dir.

War unnötig. Paul sein, wie Frauen von Paul sagen und Eulen sagen. Er wissen, wo Ende. Gina fast nicht wissen wo Ende. Ich gestehen. Aber ich freuen auf heute Abend. Dürfen sagen?“

Ich war noch ziemlich verschlafen, jetzt aber hell wach. Ich nahm Gina in den Arm, küsste sie richtig liebevoll, wir schlabberten, erst dann sagte ich ihr, dass sie ganz einfach eine liebe Schleiereule sei.

Wieder mal hatte ich ein leise weinendes Mädchen im Arm.

Ein zufriedenes Mädchen. Wir schliefen bis Halbneun. Dann duschten wir ausgiebig. Zusammen und ohne Weiterungen. Dann gingen wir runter zum Frühstück. Ein neuer Arbeitstag wartete.

Beim Frühstück saßen wir zusammen, denn vom Wespenklub sah man kaum jemand. Ulla bediente. In der Küche hörte man ebenfalls rumoren. Dann kamen auch schon Georg und Irmgard. Als Chefs muss das wohl auch so sein. Etwas lädiert sahen sie allerdings doch aus. Das konnte man von meinem Team nicht sagen.

Sehen wir mal von Pippina ab, die gehört aber nicht zum Team.

„Du hast nicht mit Gina geschlafen“, behauptete Doris.

„War das Pflicht?“, fragte Gina frech zurück. Sie hatte prompt die Lacher auf ihrer Seite. „Don Paolo und ich natürlich geschlafen, aber nicht so, wie du meinen. “ Das war nun schon sehr frech.

„Bevor mich jetzt jemand dumm fragt …“ Luigi sprach Italienisch, das verstand außer uns wohl keiner hier.

„Anna und ich waren auch fast brav. Anna meinte, sie sei ja nicht so, aber am ersten Tag einer Reise würde sie nie so was tun. Dieses Biest behauptete, sie würde Hotels lieben. Auf diese Art könne sie gut zwei Nächte rausschinden. Und wisst ihr was? Sie hat sogar Recht. So lieb wie sie im Übrigen zu mir war, wenn ich es bezahlt bekäme, würde ich gerne eine ganze Woche mit ihr hier bleiben.

Mein Team lachte. Gina grinste. Anna strahlte.

„Ach ihr Glücklichen“, stöhnte Jürgen, ebenfalls italienisch. „In meiner überschwänglichen Freude, mit meiner Frau in Deutschland zu sein, habe ich ihr Nachwuchs versprochen. Ausgerechnet in dieser Nacht bestand sie auf der Erfüllung des technischen Teils. Ich kam erst gegen Fünf zum schlafen. Dabei habe ich heute einen harten Arbeitstag. Uschi, ich brauche heute sicher deine ganze Hilfe. “

Alles sah zu Pippina.

Die errötete zart, dann sagte sie roh: „Stell dich doch nicht so an. Gebe dir kein solches Armutszeugnis. Du hast sehr fleißig an deinem Nachwuchs gearbeitet. Nur was einer großen Anstrengung bedurfte, ist überhaupt einer Erwähnung wert. Ich fühle es aber bereits in mir, das neue Leben. Ort und Zeit waren günstig. “

„Ich habe ja nicht gesagt, es hätte keinen Spaß gemacht“, wehrte sich Jürgen. „Ich habe nur gesagt, dass ich etwas geschändet bin.

Das Gelächter wurde laut. Georg kam zu uns rüber rübergestapft. „Euch scheint es ja gut zu gehen. Alles klar?“

„Wir freuen uns schon auf die Nonne“, sagte ich.

„Und wir auf die Mönche“, lachte Doris.

Mein Team war bereit. Wenn es auch noch etwas dauern würde, bis das Theater anfängt. Ich erfuhr, dass die Nonne mit einem der Mönche noch im Bett lag.

Mit ihrem Mann nämlich. Viel anderes hatte ich allerdings auch nicht erwartet.

„Darf ich dir etwas vom Buffet mitbringen, Don Paolo?“, fragte Gina. „Vielleicht ein paar Eier, gebraten von der Eierköchin?“

Sie war wieder beim Don, das hatte sie aber schon im Vorfeld – Scheiße, wie komme ich nur auf dieses blöde Wort; sie hatte es mir ja schon vorher angedroht.

„Ja gerne“, antworte ich daher nur.

„Drei, mit viel Speck, umgedreht, das Gelbe nach unten“, erklärte ich noch, bevor Rückfragen kamen.

„Three, over“, wusste Gina sogar den amerikanischen Terminus.

Anna versorgte wie selbstverständlich Luigi. Italienische Frauen haben da schon was Gewisses. Angst davor hatte ich keine, in Italien haben die Herren das Sagen. Solange sie noch nicht verheiratet sind.

Langsam tröpfelten die Mitglieder des Klubs ein. Schön Pärchenweise, zumindest so, wie sie gestern saßen.

Noch kannte ich ja nicht die eigentlichen Zusammengehörigkeiten.

„Was auch immer gestern in dieser Höhle oder in der Sauna geschah, geschlafen wird in diesem Klub daheim“, meinte Doris. Wohl nicht ganz zu Unrecht. „Wie ich schon gestern sagte. “

„Warum nicht sollen?“, wollte Gina wissen.

„Bei uns geht es ja auch hauptsächlich um die Abwechslung, nicht um die Zerstörung einer Ehe. Das habe ich wohl noch nicht deutlich genug gemacht“, sagte Traute hinter mir.

Sie schien sich gernehinterrücksanzuschleichen. Dann sagte sie: „Eigentlich bin ich ja nur gekommen, um euch einen guten Morgen zu wünschen. “

„Ja danke“, antwortete ich. „Wir haben das auch voll so verstanden. Die Bemerkung von Doris, bezog sich auch nur auf diese berühmte Nachher. Gerade das macht eueren Klub doch so cool: Jeder kann sich draußen – eueren Regeln gemäß – Appetit holen. In leichter Abwandlung des Sprichwortes, wird aber daheim geschlafen.

Im Sinne des Wortes. Was will ein Paar mehr?“

„Wenn du es so sagst, eigentlich nichts“ erläuterte sie uns nun. „Ganz im Anfang unseres Spiel, gab es da auch Übernachtungen und damit leichte Verstimmungen. Es ist immer noch erlaubt aber im Prinzip halt doch unerwünscht. Selbst wennerodersieerst in den Morgenstunden zurückkommt, ist das besser, als sich beim Frühstück zu treffen. Bedenkt, beide haben ja einen Partner. Und, so ganz verstehen wir das nicht, die Partner der Partner können es selten miteinander.

Eigentlich, haben wir das nur einmal“, erfuhren wir dann noch.

„Ich nehme an“, antwortete ich „da ist halt doch immer ein kleiner Rest von Eifersucht. Das spricht in meinen Augen nur für die Stabilität der Beziehungen. Es sind ja wohl nicht alles Ehen?“

„Doch, die meisten sind verheiratet“, erklärte Traute.

Das Samstagvormittagsspektakel begann. Die Zuschauer saßen im Saal. Der Vorhang war bereits geöffnet.

Ein graues Tuch verhüllte den Rest der Bühne. Eine große Liege, mit dunklem Samt bezogen, ein Kerzenleuchter und ein paar einzelne Kerzen, waren die ganze spärliche Dekoration. Ich denke es war Doris, die gleich vier Fotolampen in die Beleuchtung über der Bühne geschraubt hatte. Pippina half wieder, wie vereinbart. Blitz würde genügen.

Nach der Vorstellung sollten noch einige der Damen vor Publikum posieren. Nach dem Mittagessen geht es dann, nur für uns, weiter, bis zum Vesper.

Einige Damen oder Paare wollten auf ihren Zimmern oder sonst wo agieren. Der allgemeine, öffentliche Teil war dann zu Ende. Dann war nur noch frivoles Vergnügen, Querbeet, angesagt. Ringelpietz mit anfassen sozusagen.

Zwei Warmluftgebläse wärmten den Raum. Dann kam der Gong. Die große Saaltüre nach draußen öffnete sich. Man sah drei Mönche, in braunen Kutten gekleidet. Sie lustwandelten. Meditierend wohl.

Da kam eine Nonne des Weges.

Schwarzes Kleid, weißes Kopftuch. Etwas unpassend, aber wohl gewollt, mit schwarzen Seidenstrümpfen und sehr hohen Schuhen. Sie sah anreizend aus.

Es kam, wie zu erwarten war. Die Mönche machten die Nonne an. Es dauerte nicht lange, da hatten die Burschen die Nonne überzeugt, dass ihr Weg sie jetzt inihrKloster führen wird. Sie, nicht faul, hob den Rock um ihre Bereitschaft zu jeder Untat kundzutun. Der Zuschauer sah, dass sie unter dem schwarzen Kleid zwar schwarze Strapse, sonst aber nichts anhatten.

Dafür war sie säuberlich enthaart.

Die Nonne wurde in den Saal geführt. Die Türe geschlossen, damit war auch die Morgenkühle draußen geblieben. Drinnen wurde es warm, bei den Schauspielern heiß. Alle Mönche hatten ein voll erigiertes Glied unter der Kutte – sonst ebenfalls nichts. Die Nonne veranstaltete ein wahres Blaskonzert. Einer der Mönche, ich nehme an, ihr Mann, machte sich derweil von hinten an ihre Muschi. Bumsvallera in vielen Variationen.

Es wurde ein rasanter Vierer, bis die Nonne, nur noch mit Kopftuch, nackt war und jeder der Mönche seinen Samen auf ihrem Körper verteilt hatte. Die Schniedel hingen schlaff und befriedigt runter, die Nonne ging, wohl ebenfalls zufrieden von der Bühne. Ich hatte drei Filme, von denen ich nicht wusste was ich davon halten soll. Das war allerdings eher, das Problem von Mikel. Er wird sich halt was einfallen lassen müssen.

In der kurzen Pause kamen wir, das Team, überein, dass es sehr wohl vorstellbar sei, dass früher, im Mittelalter, so etwas passieren konnte.

Geschichten von schwangeren Nonnen gibt es genug. Bei denen war es mit Sicherheit auch keine unbefleckte Empfängnis.

Nun begann die Vorführung der einzelnen Damen. Ähnlich wie gestern, rollte die Show ab, als seien Profis am Werk. Jürgen und ich fotografierten abwechselnd. Ein paar Damen wollten kein zweites Mal ran, andere Damen boten Jürgen eine völlig neue Show. Es erinnerte etwas mehr an normaleNachbarn. Doch was ist schon normal?

Als Erstes kam Agatha.

Im schicken schwarzen Lederkorsett, an einer Schaukel mit schweren Ketten, bot sie sich dem Zuschauer dar. Wieder mal kam ein Dildo zum Einsatz. Dann ließ sich Eleonor, in frecher roter Unterwäsche von Uschi, von ihrem Mann in Nylonseile einwickeln. Beachtenswert fand ich ihre großen Möpse – ganz natürlich hängend, nicht ausgestopft.

Dolores, toll geschminkt, präsentierte ein schwarzes Lederkleid, dann sich. Ausgesprochen frivol und ohne Dildo. Dafür gewährte sie tiefe Einblicke in ihren Unterkörper.

Gudrun, mit Perücke und ebenfalls teuflisch geschminkt, präsentierte sich in einem, mit einer roten Decke bedeckten, Sessel. Auch hier ging es eigentlichnurum eine Selbstdarstellung und das Aufgeilen des Publikums. Das allerdings gelang ihr. Genauso wie Hilda, die mit weißgeschminktem Gesicht auftrat. Ich dachte erst, sie sei so blass, bis sie mir mittags nochmals in ihrem Zimmer posierte. In Wäsche von Willi. Darin sah sie aber eher wie jedes zweite Model aus, das weiße Gesicht übte irgendwie eine magische Faszination aus.

Es war die Idee von Gina. Da war wieder ein Lob fällig.

Aus dem Rahmen fiel an diesem Morgen eigentlich nur noch Kassandra. In einem schwarzen Schleierkleid, spielte sie so ganz die Verruchte. Nach ihrer Vorstellung, wurde sie von ihrem Mann sofort abgeschleppt. Ich erfuhr, gestern trieb der Mann mit gleich zwei Damen sein Unwesen, während sie einem Galan erlag. Heute war nunFamilienfest. Ich fand Kassandra (natürlich nicht ihr richtiger Name) sehr gut.

Hätten Lis oder Kim, so eine Vorstellung für mich gegeben, und ich wäre nicht im Dienst, ich hätte die entsprechende Darstellerin noch auf den Bühnenboden gepfählt. Ich denke, ich habe damit genügend angedeutet, dass es die Frauen des Klubs, hervorragend verstanden, sehr, sehr viel Unruhe bei ihrem Publikum zu verbreiten.

Wir fotografierten, bis Eins, dann wurde zum Mittagessen gerufen. Da alle spät aufstanden, heute auch später.

Als Vorspeise gab es ein halbes Dutzend Weinbergschnecken in Kräuterbutter.

Sie wurden nicht, wie ich es kannte, im eigenen Haus serviert, sondern in irdenen Tiegel, die sechs halbrunde Öffnungen hatten. Wer Schnecken nicht kennt, isst sich so sicher viel leichter.

Gina hatte keine Probleme mit dem Gericht. Wie ich sah auch der Rest des Teams nicht. Jürgen versuchte gar, einen Nachschlag zu bekommen. Kein Problem für die Küche. Dass unsere Italiener kein Problem hatten, ist einfach erklärt: Sie haben oft genug Seeschnecken gegessen.

Arme Leute klauben sie sich von den Felsen und bereiten sie auf einem einfachen Grill zu; in den Restaurants werden sie ähnlich wie Weinbergschnecken serviert.

Nach einem Zitronensorbet in Champagner, gab es für jeden eine schöne Forelle. Müllerinnen Art. Das war ganz nach dem Herzen des Teams. In Italien gibt es eben viel Fisch. Der Nachtisch war was für Schleckermäuler, Eis und Obst. Gutes, leckeres Eis. Ich war voll zufrieden, auch mit der Unterhaltung an unserem heutigen Tisch.

Wir wurden dorthin gebeten. Die Leute waren nett, sehr nett. Die Unterhaltung brachte Informationen genug, um Mom damit versorgen zu können. Erst beim Nachtisch erfuhr ich, was die Damen und Herren wirklich von mir wollte. Fotos natürlich. Wichtig war ihnen aber vor allem, dass ihre Namen völlig rausblieben.

„Geschminkt kennt mich keiner. Da ich in einem Amt arbeite, könnte das sonst peinlich sein“, erfuhr ich von der Einen.

Die Nächste arbeitete in leitender Position in einer Bank. Die Dritte outete sich gar als Rechtsanwältin.

„Diesem Wunsch folgt der Verlag in jedem Falle. Wir brauchen nur für das Freigabepapier den richtigen Namen. Dieses Papier verbleibt jedoch in meinem Safe. Es wird nur gebraucht, falls ein Model Ärger macht, von wegen unberechtigter Veröffentlichung. “

„Und darauf kann man sich verlassen?“ Wurde nachgehakt.

„Mein Wort und das von Doris, meiner Chefassistentin, darauf.

„Ich können machen für eine Dame ganz Besonderes. Machen Tattoo, keiner kennen, wenn schon mal sehen nackt. Haben dabei auch Maske, wie üblich in Venezia. Sehen gut aus und garantiert keiner erkennen“, mischte sich Gina ein.

„Ein klasse Vorschlag“, akzeptierte eine der Damen sofort.

„Haben auch Ledermaske. Denken brauchen, wenn hören, fahren zu Damen was mögen kleine Spiele. “

„Ja, die nehme ich gerne“, lachte eine andere Dame.

„Hast du genug von diesen Tattoos? So was ganz Blödes, dass anstelle der Schamhaare passt. Die rasiere ich mir dann einfach ab. “

„Können. Haben viele Bilder. Du aussuchen. “

„Prima. Das macht es mir leicht, heute die Sau rauszulassen. “

„Für mich reicht es, die Haare umzukämmen und gut geschminkt zu werden. Ich bin nicht so bekannt. Ob meine Kunden euere Zeitschrift lesen, das wage ich, eher zu bezweifeln“, meinte die Dritte.

„Dann wir einfach anfangen schnell“, erklärte Gina. Sofort erhoben sich die Damen. Die Vier zogen los.

Ich suchte mir Jürgen und Uschi. Kurze Besprechung, wir würden die Damen, wie vereinbart in ihren Zimmern heimsuchen. Doris würde klären wer, wann und wo bereit ist und Pippina würde reitender Bote sein. Anna war ebenfalls bereits tätig. In 15 Minuten können wir den ersten Kunden besuchen.

Heike führte mir, als erster Kunde des Nachmittags, in einem, natürlich wieder mal schwarzen, Lederoutfit, sich und ein sehr geiler Umgang mit einem Staubsauger vor.

Heike ist ausgesprochen hübsch und verstand sich gut in Szene zu setzen.

Die Dame in dervenezianischen Gesichtsmaske, eigentlich waren es sogar drei Masken, hatte oberhalb der Pobacken eines dieser Tattoos, das Kim vor ein paar Jahren entworfen hat. Es machte sich auf meinem Model ganz prächtig, vor allem, weil sie nun nicht gerade die optimale Schlankheit in Person war. So unerkannt, agierte sie aber ausnehmend frech. Es dauerte ein Weilchen, bis ich dahinter kam, es galt vor allem ihrem Mann, der begeistert zuschaute.

Mit einer prächtigen Wölbung in der Hose, die seine Frau zu noch heißeren Eskapaden veranlasste. Dildo gab es keinen, das Model war nass genug. Wir waren kaum aus dem Zimmer, da hörten wir einen Jubelschrei. Unser Model wurde wohl sofort besprungen.

Dieschwarze Ledermaske,hatte kurzfristig einen Glanzleder Bikini und ein Glanzlederhöschen an. Ihre Muschi war ratzekahl, anstelle der Schamhaare prangten ein paar saftige Kirschen. Sie führte sich vor, zum krönenden Abschluss hing sie eine Kette an das Piercing ihrer Brustwarzen und ließ die Kette wie ein Orden baumeln.

Ganz nett, wenn auch nicht überwältigend. Die ganze Maskerade hätte sie sich aber gut sparen können, eine dicke Narbe verunstaltete ihren Bauch vom Nabel bis fast in das Tal ihrer kleinen Brüste. Was soll’s.

Es wurde mir noch dies und das geboten. Ich wurde von Vivian zu einer Verabredung in der Höhle gebeten. Die Dame wollte nur mal nach Klein Paul sehen, ob er denn funktioniert. Im Gegensatz zu ihrem Mann, der einen gewaltigen Ständer hatte, bemerkte sie sehr wohl, dass in meiner Hose Ruhe herrschte.

Solange sie nur prüfen will, ob ich nicht womöglich impotent bin, nur zu.

Um Vier, zum Kaffee, war ich gut geschafft. Ich sah, dass auch Jürgen so seine Probleme hatte. Das Leiden unseres Berufes: Der Rücken tat weh, manchmal auch die Knie.

Eine Schwarzwälder Kirschtorte und ein guter Kaffee versöhnten uns. Bis zum Abendessen hatte Doris noch fünf Einladungen für mich. Zum Fotografieren. Auch Anita wollte noch mal, in einem neuen Outfit.

Traute war noch gar nicht dran. Sie spielte mir eine Frau Doktor vor und danach einfach einen süßen Betthasen. Auch sie äußerte den Wunsch, mich heute in der Höhle zu treffen.

„Detlev und ich haben gestern irgendwie eine sehr erfreuliche Nacht verbracht. Wir hatten eigentlich vor, um Mitternacht in die Sauna zu gehen und dann in der Höhle ein wenig mit anderen rumzuschmusen. Irgendwie wurde dann nichts daraus. Ich denke, da seid ihr schuld.

Die Vorstellung gestern war so toll geworden, sie hat unsere Fantasie über die Maßen angeheizt. Mit wem kann man die besser ausleben als mit dem geliebten Mann“, sagte sie mir ganz schlicht.

„Und so wollt ihr halt heute eueren Frust rauslassen?“

„Frust?“ Sie schüttelte heftig den Kopf. Bereits wieder am Anziehen. Sie war meine letzte Kundin für heute. „Nicht Frust, schon lange nicht mehr. Wir sehen es eigentlich wie eine Schutzimpfung.

Alle fünf Wochen eine Andeutung von Fremdgehen. Nur unsere ganz großen Rammler und Stallhasen treiben es an jedem der Tage richtig, mit einem anderen Partner. Den meisten genügt der Kitzel, mal etwas Verbotenes zu tun. Ob mit Männlein oder Weiblein. Zu Hause haben wir dann 5 Wochen Zeit, davon zu träumen. Später erzählen wir uns gegenseitig unsere Abenteuer. Ganz detailliert. Du kannst dir denken, dass das natürlich erneut Freude ins Bett bringt. “

„Vor allem, weil keine Eifersucht sich breit macht, kann ich mir denken.

Ich erzähle meiner Frau auch alles, was ich so auf Reisen erlebe. Sie möchte es auch immer ganz genau wissen, meist mit den gleichen Folgen wie bei euch. “

Traute lachte. Laut, gelöst und sehr vergnügt. „Der große Fotograf Paul Oktober, ist also auch nur ein Mann, der von seiner Frau, nachts im Bett, ausgehorcht wird. Darf deine Frau denn auch mal einen anderen Mann anschauen?“ Sie sah mich gespannt an.

„Wenn es denn beim Anschauen bliebe“, lachte ich. Kurz zögerte ich, dann sah ich keinen Grund, nicht etwas mehr rauszulassen: „Auf Hawaii hatte ich mal eine kurze Dienstverpflichtung nach L. A. Mit Gerlinde, meiner Co-Fotografin. Deren Freund, ein Student von uns, bei einem Seminar, das wir in Hawaii hielten, dieser Freund blieb in ihrem Zimmer. Die Studenten hatten mittags, als wir weg waren, den Auftrag Hausfrauen zu fotografieren. Ich dachte das sei harmlos.

Weit gefehlt, es waren völlig ausgehungerte Offiziersfrauen der Navy. Obergeil. Der besagte Freund saß da nun, ohne Freundin und wohl auch arg aufgewühlt. Das merkt meine Frau sofort, sie ist die Führsorge in Person. Kim, meine Adoptivschwester, auch mit auf der Reise und eigentlich nicht scharf auf fremde Männer, außer einem Freund der regelmäßig einen geblasen bekommt, nun sie und meine Frau luden den Freund ein, ganz harmlos, abends auf ihr Zimmer. Dann ließensiedie Sau raus.

Meine beiden Hennen haben viel Erfahrung, der arme Freund, ein Amerikaner, nur wenig. Als wir aus L. A. zurückkamen, hatte der Freund sehr viel Erfahrung. Zu Freude von Gerlinde. Meine Frau und Schwester waren dafür bis heute, wieder treu. Sie haben natürlich sofort gebeichtet, obwohl es eigentlich festgelegt ist, dass solche Dinge zuvor besprochen werden. “

Traute schluckte. „Peng!“ Ein Lächeln kam plötzlich in ihr Gesicht. „Das beweist, du bist ebenfalls pervers oder wir sind es nicht.

– Oh, aus deinen Worten lässt sich noch etwas heraushören …“ Dann kam es, leise: „Schläfst du mit deiner – Adoptivschwester?“

„Hups. Das kommt davon, dass man quatscht. Unter uns gesagt, ja. Ja, ich schlief schon mit ihr, als ich meine Frau schon kannte, sie aber noch Jungfrau war, weil unter Achtzehn. Und, sie wusste es natürlich. Kim kam zu uns als Krankenschwester. Meiner Mom wegen. Weil sie so ein liebes Geschöpf ist, adoptierten sie meine Eltern.

Nun, Mom ist wieder gesund. Nicht zuletzt wegen oder durch Kim. Jetzt nenne mir einen guten Grund, warum ich deshalb nicht mehr mit meiner alten Freundin schlafen soll?“

„Du hättest ja sie heiraten können?“, sagte Traute zögerlich. „Das wäre aber auch Scheiße gewesen. Deiner Frau hattest du doch bestimmt schon die Ehe versprochen? Da kann man dann schlecht wieder raus – auch wenn man wollte. “

„Genau. Für mich wurde es allerdings sehr leicht, ich darf als moslemischer Fürst, sogar vier Frauen haben.

Alle mit dem gleichen Recht – wie es so schön heißt – gleichmäßig begattet zu werden. “

„Fürst? Eine Hoheit, du? Sie? Ich bin verwirrt. “

„Wir nutzen den Titel kaum. Es ist ein persischer Titel, heute Iran. So lautet mein voller Name Graf Paul Oktober Radama von Karaj. Ein Provinznest, aus dem meine persische Familie kommt. Meine Frau ist, naturgemäß, demnach eine Gräfin, Kim eine Baronin. Früher, als es noch keinen Ärger mit den Mullahs in Teheran gab, hatte ich einen Diplomatenpass.

Das brachte beim Reisen viele Vorteile. “

„Paul untertreibt ein wenig“, unterbrach mich Doris.

Sie war natürlich dabei. Nur Gina und Pippina trieb sich irgendwo rum. Ihre Sachen zusammenpacken, denke ich mal. Arbeit hatten sie ja wirklich genug gehabt.

„Lis ist inzwischenPrinzessineiner ganz neuen Stammlinie“, gab nun Doris preis. „Die zwei jungen Damen, die weiblichen Zwillinge, sind Prinzessinnen, der älteste Sohn ist Prinz, der zweite Sohn ebenfalls Graf.

Das durfte ich doch sagen, Paul, nachdem du schon soviel gesagt hast. “

„Ja, du Eule. Mir wurde nur bewusst, dass Ganze klingt halt arg aufgebauscht, wenn es auch die pure Wahrheit ist. Wir wollen es aber bitte jetzt dabei belassen. Ich bin und bleibe Paul, der Pornograf. “

Da konnte Traute natürlich wieder lachen. „Pornograf. Ja, das ist eine sehr genaue Berufsbezeichnung. Dein Team scheint jedoch ganz toll zu sein.

Alle freundlich, nett, vor allem euere Maskenbildnerinnen. Alle haben sie gelobt. Euch Assistentinnen allerdings nicht minder, Doris. Ihr habt uns viel Vertrauen gegeben. Und euere Tipps in manchen Dingen, die waren ganz prima. Da fällt mir siedend heiß etwas ein“, sie ging zu ihrem Nachtisch, öffnete die Schublade und holte einen Umschlag heraus. „Wir haben schon heute Morgen zusammengelegt. Die Kleinigkeit da drin, solltest du dir bitte mit Uschi teilen. Anna hat einen ähnlichen Umschlag von Adriana bekommen, zu teilen mit Gina.

Ihre Auslagen für Nägel und Tattoos sind bezahlt, Leihgebühr für Masken und Perücken auch. Für uns war es eine tolle Erfahrung, sie war jeden Pfennig wert. Nun freuen wir uns nur noch auf das Heft. Hoffentlich werden die Bilder akzeptiert. “

„Das nehme ich an, Traute. Wir haben sehr viele Filme durchgezogen, da müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn das nicht ein Sonderheft gibt. Da machte der Verlag schon aus sehr viel weniger Bildern eines.

Ich denke, wir haben einen 99 -%-Treffer. Sonderhefte gab es schon bei sehr viel schlechteren Chancen. “

„Das ist schön. Wir freuen uns. Den Rest des Tages gehen nun alle ihrem Vergnügen nach. Abendessen ist um Acht. Heute kaltes Buffet. Wer will, kann sich dort bedienen, oder auch etwas mit aufs Zimmer nehmen. Es bleibt bis Eins geöffnet. “

„Ganz prima. Wir kommen gerne wieder, wenn wir vom Verlag geschickt werden und das wäre keine Überraschung für mich.

Nur noch eine Frage: Was läuft morgen früh ab?“

„Oh, nichts Besonderes, eine kleine Abschiedsparty für euch. Ich darf nicht zu viel erzählen, es wird euch aber sicher Spaß machen. Fotos davon sind unnötig; wenn Jürgen vielleicht ein paar zur Dokumentation machen will, das ist in Ordnung. Nicht für den Verlag. Es wird auch kaum Motive dafür geben. “

„Gut, dass du es sagst. Dann könnt ihr alles schon wegräumen, Doris.

Nach der Party hauen wir dann gleich ab. “

„Nicht nach der Party. Nach dem Mittagessen werden wir euch tränenreich verabschieden“, lachte Traute. „Wir können euch ja nicht hungrig nach Hause gehen lassen. “

Fortsetzung folgt..

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