} ?>

Der Stick Teil 04

Nichts. Nichts, und wieder nichts. Es war vier Uhr morgens, seit einer Stunde stand Peter vor dem Kleiderschrank seiner Frau. Er hatte alle Fächer durchsucht, die Unterwäsche durchwühlt, die alten Fotos einzeln durchgeflippt. Er hatte alle Kleidungsstapel herausgenommen und dahinter geschaut, dann die Stücke einzeln wieder hereingelegt, um dazwischen zu schauen. Nichts.

Nachdem er sich die Schlussszene des Amateurfilms, den er am Tag zuvor auf einem Stick im Kleiderschrank seiner Frau gefunden hatte, immer und immer wieder angeschaut hatte, hatte Peter sich ins Bett gelegt.

Er fand keinen Schlaf, und so war er nach ein paar Stunden wieder aufgestanden um zu suchen, ob seine Frau weitere Dateien versteckt hatte. Weitere Pornos. Doch er fand nichts.

Müde schlenderte er hinüber ins Wohnzimmer. Er schaute sich hilflos um. Wenn es mehr gab, konnte es überall versteckt sein. Er ging in die Küche, durchsuchte in einer Eingebung das Fach mit den nie gebrauchten Utensilien: Fondueteller, eine Salatschüssel, die seiner Frau nicht gefiel, eine Warmhaltekanne.

Aber auch hier: nichts. Im Wohnzimmer suchte er weiter, hinter den Gläsern (unwahrscheinlich, er holte die Weingläser öfter raus als sie), in der Schublade mit den Batterien. Dann durchsuchte er die Bücherwand. Er zog einzelne Bücher heraus und schaute in den Hohlraum dahinter. Er seufzte. Das war aussichtslos, so würde er nie etwas finden. Wenn es überhaupt etwas zu finden gab. Er fürchtete, etwas zu finden. Aber er fürchtete noch mehr, es nicht zu finden, wenn es etwas gab.

Er setzte sich an den Esstisch und trank Wasser aus der Flasche. Er wollte nicht noch betrunkener werden.

Als Andrea und Peter sich kennenlernten, war sie 26 und er gerade 40. Nach ein paar Beziehungen, die für ihn immer nett, aber nie umwerfend gewesen waren, hatte Andrea ihn schnell fasziniert. Was aus seiner Sicht ein typischer Kneipenflirt und eine Bettbeziehung für ein paar Wochen sein sollte, erwies sich dann doch als mehr.

Sie war so attraktiv, dass er sein Glück manchmal heimlich nicht fassen konnte und sich fragte, womit er diese junge Lady verdient hatte; sie war so fröhlich, dass sie ihn und andere mitreißen konnte; sie war so intelligent, dass sie vielleicht nicht in Mensa Mitglied sein musste, aber doch beruflich gut zurecht kam in einer mittleren Marketingposition eines Lebensmittelunternehmens und vor allem eine alltagstaugliche, sozusagen pragmatische Schläue mitbrachte. Und, ein für Männer nicht zu unterschätzender Aspekt: Sie war toll im Bett.

Nicht verklemmt, dazu trotz ihrer 26 Jahre erfahren, was er sehr schätzte. In Wahrheit, das merkte er schnell, hatte sie viel mehr experimentiert als er mit seinen 14 Jahren mehr an vermeintlicher Lebenserfahrung. Sie hatten sich anfangs gegenseitig eingeschworen: Keine Eifersucht auf die Zeit vorher! Was man tut, ehe man den anderen kennt, ist keine Untreue — also bitte keine Eifersucht auf diese Zeit.

Und doch konnte er das Gefühl nie ganz unterdrücken.

Vielleicht war es auch ein Stück weit Neid, dass sie sich offenbar schon immer genommen hatte, was er sich nicht getraut hatte oder was bei ihm nicht geklappt hatte. Jedenfalls spürte Peter immer wieder dieses leichte Befremden in sich, wenn er mit seiner jungen Freundin und bald darauf Frau etwas Neues im Bett testen wollte. Denn meist lief es so: Er schlug etwas vor, was er immer schon ausprobieren wollte. Sie sagte immer ja dazu (warum eigentlich?) — und dann merkte er schnell, wie sie mit ihren Erfahrungen ihm dezent half.

Analverkehr? „Okay, wenn Du möchtest. Aber erst mal von vorne, dann geht es leichter. Nach einer Weile kann ich mich ja immer noch umdrehen, wenn Du es von hinten geiler findest. “ Brust-Bondage? „Echt, das magst Du? Okay, aber nicht mit den Seilen hier, die Du gekauft hast. Die sind zu dünn, damit schneidest Du mir ins Fleisch. Ich besorge Dir morgen neue mit dem richtigen Durchmesser. “ Sie anpissen? „Gibt Dir das ein Gefühl von männlicher Überlegenheit? Okay, aber nicht in den Mund.

Dann muss ich immer brechen. “

Sie war toll — und doch machte ihn all das insgeheim immer wieder eifersüchtig. Er hätte ihre Sexualität gerne besser verstanden, ihre Okays zu allem, was er sich zu fragen traute (und vermutlich auch zu allem, was er sich nicht zu fragen traute oder wofür seine Phantasie nicht reichte) — und er hätte gerne gewusst, was genau sie schon alles erlebt hatte. Und mit wem.

Und unter welchen Umständen. Er malte sich Szenen aus: Wie sie mit ihren blonden (gefärbten, aber egal) langen, leicht gelockten Haaren und ihren runden Brüsten, ihrem flachen Bauch und ihrer stets sorgsam rasierten Möse vor einem anderen kniete, damit der ihre Titten abband — mit der richtigen Seilstärke. Wie sie in der Dusche kniete und sich die Pisse ihres Geliebten über die vollen Brüste laufen ließ. Auch wie sie gevögelt wurde, während sie einen anderen blies? Er wusste es nicht, und nach ihrer Abmachung traute er sich nicht, danach zu fragen.

Peter saß am Esstisch und grübelte. Er schaute sich wieder unschlüssig um. Wo suchen? Er hatte noch zwei Tage Zeit, erst dann würde Andrea zurückkommen. Zwei Tage. Genug Zeit, systematisch vorzugehen. Also stand er auf und begann, sämtliche Bücher aus dem Regal zu räumen. Würde sie merken, dass er die Wohnung auf den Kopf gestellt hatte? Es war ihm egal. Nach diesem Film, nachdem sie mit der Scheiße eines 60jährigen Proleten im Mund so heftig gekommen war, würde ihre Ehe sowieso nie mehr so sein wie vorher.

Peter räumte weiter aus.

###

Das Ziel lag hinter Bangkok. Genauer gesagt: Schräg hinter Bangkok und der Toskana. Hinter diesen beiden Reiseführern fand Peter ein Moleskine-Notizbuch im Format A4. Er klappte es auf, es war beschrieben in der gleichmäßigen und immer noch recht mädchenhaften Handschrift seiner Frau. Kein weiterer Stick, aber ein Tagebuch. Peter klappte es zu, ohne wirklich gelesen zu haben. Wollte er es lesen? Wollte er wirklich wissen, was seine Frau im geheimen dachte? Und womöglich im geheimen trieb? Natürlich wollte er.

Peter setzte sich an den Tisch. Es war inzwischen kurz vor sieben in der Früh. Er machte sich einen Kaffee, ging wieder an den Esstisch und schlug das Buch auf:

###

Mein Leben droht aus dem Ruder zu laufen. Deshalb schreibe ich jetzt auf, was mir durch den Kopf geht. Vermutlich wird das wieder so ein Tagebuch, das nach drei Seiten aufhört und das man dann irgendwann auf dem Speicher wiederfindet.

Aber egal. Ich muss es jetzt einfach aufschreiben, weil ich nicht weiß, wo das alles hinführt.

Peter blätterte vor. Nein, das Buch war nicht nur auf den ersten drei Seiten beschrieben. Er war ein richtig durchgängig geführtes Tagebuch, wie es schien.

Eigentlich weiß ich nicht mal, wie das alles angefangen hat. Ich erinnere mich zwar sehr genau an den Schlüsselmoment, seit dem mein Leben auf den Fugen gerät.

Aber warum dieser harmlose Augenblick das Zeug hatte, zum Schlüsselerlebnis zu werden, das weiß ich nicht. Dafür müsste ich vermutlich Psychologin sein und mich selber analysieren, aber das mag ich nicht. Also fange ich nicht mit meiner Kindheit oder meiner Mutter oder meinem Vater an, mit ihren Tabus oder ihren Erziehungsversuchen zum Thema Sexualität, und auch nicht mit meinem bisherigen Liebesleben. Nicht mit der Frage, warum ich so bin wie ich bin. Sondern mit dem Moment vor knapp einem halben Jahr, der mein Leben verändern sollte, ohne dass ich es geahnt hätte:

Ich bin Leiterin Trade Marketing in einem Lebensmittelunternehmen, das Fleisch- und Wurstwaren verkauft.

Trade Marketing heißt: Mein kleines Team kümmert sich um die Kontakte zu den Händlern, das andere Team Customer Marketing kümmert sich um die Verbraucher. Wir sind ein mittelgroßes Unternehmen in einem Industriegebiet, mit anderen Firmen links und rechts. Eigentlich habe ich einen reinen Bürojob, Telefon, Mails, ab und zu eine Konfi, sehr selten Termine außer Haus, denn das macht der Vertrieb, die Key Accounter. An jenem Tag war ich runtergegangen ins Lager, wo wir zum Glück nicht produzieren (habe mir das Werk nach der Neueinstellung einmal angeschaut, danach war mein Bedarf gedeckt), sondern nur Proben und die Tiefkühlhalle haben.

Wir stellen unter anderem Würste her, Knackwürste, Fleischwurst — der ganze Kram.

Jedenfalls war ich an jenem Tag im Lager, um mir die Muster für die Neugestaltung von ein paar Etiketten für Wurstgläser anzuschauen. Außer mir war niemand hier unten, bis ich hörte, wie die schwere Schiebetür am Eingang geöffnet wurde. Dazu muss man wissen, dass wir uns die Flächen mit ein paar anderen Unternehmen teilen, der Kosten wegen. Ich achtete also nicht weiter auf den Ankömmling, bis er mich grüßte.

„Naaa. “ So gedehnt. Ich drehte mich um. Was für eine eloquente Begrüßung. „Guten Tag“, lächelte ich. Er nickte. Es war ein alter Mann, um die 60, vermutlich der Lagerarbeiter eines unserer Nachbarn. Er wirkte ungepflegt, war dick und hatte die grauen, leicht fettigen Haare quer über den Kopf gekämmt. „Was machstn hier, darfste überhaupt hier rein?“ Das Duzen brachte mich fast auf die Palme, aber ich blieb ruhig. „Schön, Sie zu treffen. Ich arbeite bei Meskata Wurst.

Und Sie?“ Er nickte nur. „Hier unten. Biste oft hier?“

„Nein, leider nicht. Ich bin die Managerin für Trade Marketing. Da habe ich nicht so oft die Chance, mir das Lager anzuschauen. “ Ich wollte sarkastisch sein, bereute es aber eigentlich, noch während ich sprach. So bin ich sonst nicht.

„Bin immer hier, wennde mich suchst. Kannst ja jetzt öfter mal vorbeikommen. “ Er kratzte sich am Kopf und ergänzte: „Kann ´n bisschen Gesellschaft gut gebrauchen.

Vor allem mit so schönen Beinen. “

Der Mann war der Wahnsinn. Hässlich wie die Nacht, fett, mindestens doppelt so alt wie ich — und rüde genug, mich auf meine Beine anzusprechen. Ich schaute an mir herunter. Ich sah aus wie immer, ein Kostüm, das fast bis zum Knie reichte. Als Mann hätte ich eher auf meinen Hintern geachtet oder direkt auf die Boobs, denn das Kostüm war sehr figurbetont geschnitten, so dass meine weiße Bluse inklusive „Inhalt“ gut zur Geltung kam.

Sexy ja, aber auf keinen Fall so aufreizend, dass er sich Kommentare erlauben durfte.

„Hast recht, sieht auch gut aus. Was für ne Körbchengröße issn das?“ Unfassbar. Konnte er Gedanken lesen? Vermutlich war er einfach nur meinem Blick gefolgt, als ich mich selber musterte.

Er schaute so erwartungsvoll, als erwarte er wirklich eine Antwort. Nein, mehr noch: Als sei ihm klar, dass ich auf jeden Fall zu antworten habe.

Ich wollte ihn noch ein bisschen aufziehen, vielleicht meine Macht über den innerlich sabbernden alten Mann auskosten. „Was tippen Sie denn?“

„80C“, kam seine Antwort wie aus der Pistole.

„Stimmt genau“, entfuhr es mir, weil es wirklich stimmte und ich so überrascht war. Hatte ihm das Urteilsvermögen niemals zugetraut — und bedauerte die Antwort sofort, als sie raus war.

Er nickte. „Siehste.

Kommal mit. “ Und dann schlurfte er in Richtung einer Tür, die ich in der Lagerhalle noch nie beachtet hatte. Er öffnete sie und ging hinein, ohne sich umzudrehen. Offenbar hatte er keinen Zweifel, dass ich ihm folgen würde.

Als ich in den kleinen Nebenraum kam, stand der Mann wartend da. „Mach ma die Tür zu. Gut. So, jetzt“, sagte er und knöpfte ohne Hast seine Jeans auf. Er zog die Unterhose herunter.

Zum Vorschein kam eine dicke Bauchwulst und darunter ein ziemlich kleiner, nicht erigierter Penis. Der Mann war definitiv wahnsinnig. „Na, komm schon“, sagte er ungeduldig. Ich sah ihn fragend an. Was erwartete er jetzt?

Dick, alt, ungepflegt, kleiner Schwanz — war das einer der beiden Typen aus dem Video, fragte sich Peter. Er blätterte ein paar Seiten suchend vor. Nirgends Datumseinträge. Er würde wohl weiterlesen müssen.

„Komm schon“, sagte der Mann noch einmal.

Es wäre albern gewesen, jetzt weiterhin so zu tun, als wisse ich nicht, was er wollte. Aus einem Impuls heraus, den ich in der Sekunde selber noch nicht verstand (das gelang mir erst viel später), ging ich hinüber, kniete mich ohne weiteren Kommentar vor ihn auf den schmutzigen Boden und nahm seinen kleinen, weichen Schwanz in den Mund. Er schmeckte nicht frisch gewaschen, aber — fast ein wenig überraschend — auch nicht ekelig. Behutsam blies ich den Schwanz, um ihn hart zu machen.

Ich nutzte nur meinen Mund, meine Hände legte ich auf die ein wenig schwabbeligen Pobacken des Lagerarbeiters und zog ihn näher heran.

Der Mann stöhnte auf und murmelte irgendwas von Luder und „schön dreckig blasen“, was ich aber nicht genau verstand. Er versuchte, die rechte Hand in meine Bluse zu schieben, war dafür aber zu ungeschickt. Ich half ihm, indem ich, während ich weiterblies, drei Knöpfe öffnete und den Oberkörper so drehte, dass er meine linke Brust aus dem BH heben konnte.

Sofort knetete er eifrig und ein wenig schmerzhaft meine Titte und kniff in den Nippel. Ich umfasste wieder seinen Hintern; sein Schwanz war jetzt nicht mehr ganz so weich, aber nicht so hart, wie ich es eigentlich gewohnt war, wenn ich möglichst kunstvoll lutschte. Er kniff immer fester in meine Brust, ich blies immer schneller und so tief ich konnte, während ich mit meinen langen Nägeln seine Arschbacken kratzte. Schließlich zog er meinen Nippel richtig schmerzhaft lang und spritzte auf meine Zunge.

Weiter mit dem Kopf vor und zurück poppend schluckte ich und rieb mit dem Zeigefinger auf und ab durch seine Arschfurche, bis der Spermafluss versiegte. Bedächtig zog er seinen Schwanz aus meinem Mund, ordnete in Seelenruhe seine Hose und tappte mir zweimal anerkennend auf die Schulter. „Morgen um drei, selbe Stelle, selbe Welle. Haste verstanden?“

„Ja, ich habe Sie verstanden“, antwortete ich und hatte das Gefühl, meine Stimme müsse sich noch stickig vom geschluckten Sperma anhören.

Er nickte und schlurfte hinaus, ohne sich noch mal umzudrehen. Was für einen Anblick ich jetzt einem zufälligen Besucher geboten hätte. Ich kniete noch immer auf dem Boden, die Bluse halb offen, meine pralle linke Brust ragte aus dem BH und war ganz rot vom Malträtieren. Natürlich war ich nicht gekommen, wie auch. Aber es war unbestreitbar: Auch meine Wangen waren rot – und meine Möse auch. Rot durchblutet und ziemlich feucht.

Ich setzte mich auf einen Klappstuhl im hinteren Eck des Zimmers — und besorgte es mir selber.

Meine Phantasie kreiste um das bizarre Erlebnis der vergangenen Minuten, während ich gierig mein Fötzchen rieb. Ich versuchte mich selber zu sehen, wie ich einem ungebildeten, dicklichen, hässlichen und vermutlich mindestens 30 Jahre älteren Lagerarbeiter den Schwanz blies, während er meine Titten misshandelte. Das tat ich mit der anderen Hand selber, während ich mich rieb. Dann hob ich die Hand von meiner Brust und schnüffelte daran. Ich hatte sie vorhin durch den Hintern des Mannes gezogen, damit er besser kommt.

Sie trug noch den herben, erdigen Geruch eines Hintern; nicht zu intensiv, aber deutlich genug, um mir meine Verkommenheit präsent zu machen. Das war der finale Kick: Wild wichsend und den Altmänner-Arschgeruch an meiner Hand einatmend hatte ich einen feinen Orgasmus.

Den Rest des Tages fühlte ich mich seltsam. Ich hatte ein schlechtes Gewissen. Mir selber gegenüber, wie dämlich ich gewesen war. Und natürlich meinem Mann gegenüber, der so viel attraktiver, jünger (nicht als ich, aber als der Lagerarbeiter), sauberer, gebildeter und einfallsreicher war.

Ich musste verrückt sein. Und dennoch konnte ich nicht bestreiten, dass die Sache irgendwie… reizvoll gewesen war. Ich konnte nicht einmal bestreiten, dass nach einer Weile sich sogar schon wieder eine leichte Erregung in die Erinnerung mischte.

Der Abend zuhause mit meinem Mann war gut. Wir hatten ausgiebigen Sex (obwohl ich mich ein wenig schlecht fühlte), er versohlte mir dabei spielerisch den Hintern. Fest, nicht zu fest. Nichts, was wir nicht oft machen würden.

Wir stehen halt auf etwas kinky. Ich kam sogar ein wenig.

Das war der Moment, in dem Peter doch wieder zu trinken anfing, während er mit Gier und Ekel das Tagebuch seiner Frau weiterlas.

Später, als Peter schon schlief, aber ich keine Ruhe finden konnte, stand ich wieder auf. Mit einem Weißwein im fast dunklen Wohnzimmer sitzend, dachte ich über den Tag nach. Was hatte mir den Kick gegeben? Ich ließ mein Sexualleben Revue passieren.

Ich war immer offen gewesen, hatte schnell gemerkt, dass ich Männer gerne stark habe (oder wie ein Ex mal sagte: Männer müssen hart sein und Frauen weich) und dass ich gerne experimentiere. Nach und nach habe ich mit meinen Partnern alles ausprobiert, wozu ich Lust hatte. Oder wozu sie Lust hatten. Die Grenzen weiter hinauszuschieben, war einer der wesentlichen Punkte für guten Sex.

Und in diesem Augenblick wurde mir klar, was nachmittags passiert war: Mein Mann und ich waren sehr experimentierfreudig gewesen.

Mit ihm konnte ich die Grenzen nicht weiter hinausschieben, ohne in Sphären abzugleiten, die völlig abwegig waren und die mich auch nicht reizten. Mich aber freiwillig und ohne Gegenleistung einem an sich völlig unattraktiven Mann hinzugeben und vielleicht sogar zu unterwerfen, war so ziemlich der letzte Tabubruch, der mir noch einen Kick geben konnte, ein Gefühl, nochmal etwas draufgesattelt zu haben. Darauf war ich bisher nie gekommen. Mir war sofort klar, dass dieses Verhalten absurd war und nirgendwohin führte.

Dass ich das nicht wiederholen könnte. Aber schon darüber nachzudenken, dass dies der Trigger in meinem Kopf gewesen war, machte mich sofort wieder warm und lüstern. Am liebsten hätte ich gleich wieder mit mir gespielt. Aber ich ließ es bleiben und ging ins Bett.

An nächsten Morgen kam mir meine weingetränkte Selbstanalyse vom Vorabend albern vor. Und doch: Nachdem mein Mann das Haus bereits verlassen hatte und ich mich fertigmachte fürs Büro, stand ich nicht allzu lange vor dem Kleiderschrank und fragte mich, was ich anziehen sollte.

Mir war klar, dass ich so sexy sein wollte, wie die Gepflogenheiten unserer Firma es zuließen. Die einzige Frage, die ich mir nicht beantwortete, lautete: Sexy, um den Mann ein bisschen zu ärgern, indem er ein letztes Mal sehen sollte, was er nie wieder kriegt? Oder weil ich das Spiel doch fortsetzen wollte?

Seit dem Mittagessen (am Schreibtisch Salat aus einer Fertigportionierung) war klar, warum ich einen Push-up (eigentlich unnötig, bei aller Bescheidenheit), eine kobaltblaue Seidenbluse, einen dunkelblauen Mini, schwarze Mörderpumps und sonst absolut nichts trug.

Ich schielte ständig auf die Uhr und konnte nicht abwarten, bis es endlich drei sein würde. Ich spürte heiße Flecken am Hals und Dekolletee, dazu eine Wärme und Feuchtigkeit, die zusammen mit einem süßen Duft meiner Möse entströmte und von der ich glaubte, jeder im Raum müsse sie längst wahrnehmen. War aber wohl nur Einbildung.

Als es endlich kurz vor drei war, ging ich unter einem Vorwand mit zittrigen Knien runter in die Lagerhalle.

Gott, so aufgeregt und horny war ich seit Jahren nicht mehr zu einem Date gegangen. Wobei man das hier kein Date nennen konnte. Der alte Fettsack hatte mich einfach einbestellt.

Und dann war er nicht da. Seit Sunden fieberte ich dem Treffen entgegen, und er war nicht da. Verdattert stand ich eine Weile unschlüssig in der Lagerhalle. Dann ging ich zu der Tür, hinter der ich ihm gestern einen geblasen hatte.

Sie war unverschlossen, ich sah die Stelle, wo ich gekniet hatte. Ich sah den Stuhl, auf dem ich gekommen war. Aber meinen Lageristen sah ich nicht. Was sollte ich tun?

Das Beste wäre es gewesen, wieder nach oben zu gehen und die ganze absurde Episode abzuhaken. Mein Leben in geordneten Bahnen zu halten, mit meinem gepflegten Mann gepflegten Sex zu haben und den alten Spinner zu vergessen. Stattdessen setzte ich mich auf den Stuhl und wartete.

Es war schon fast halb vier, als ich Schritte jenseits der Türe hörte. Ich wusste nicht, ob er es war oder jemand anderes. Dann ging die Tür auf. Er stutzte kurz, dann sagte er: „Mensch, Perle. Hast mich fast zu Tode erschreckt. Wat willsten hier, schon wieder notgeil?“
„Sie haben mir doch gesagt, ich solle heute um 15 Uhr wieder herkommen. “

Er kratzte sich am Hinterkopf.

Erst jetzt fiel mir auf, dass er mich schon gestern die ganze Zeit geduzt hatte, während ich immer noch beim Sie war. Obwohl ich bereits sein Sperma geschluckt hatte. Aber das passte irgendwie zu unserer „Beziehung“.

„Ja richtig, und jetzt sitzte da und kannst es kaum erwarten. “ Ich nickte.

Er seufzte, „tja, dann wollen wir mal. Los, hinknien. “

Also ging ich wieder vor ihm auf die Knie, fischte ohne weitere Aufforderung seinen nicht erigierten Schwanz aus Hose und Unterhose und nahm ihn in den Mund.

Heute schmeckte er intensiver, so als sei er vor nicht allzu langer Zeit pissen gewesen. Seine Bauchspeckrolle drückte von oben gegen meine Stirn, was die Situation noch absurder und für mich dadurch noch geiler machte. Ich knetete und kratzte behutsam seine Eier, sein Schwanz dankte es mir mit ein wenig mehr Härte. Aber bis zu einem rechten Winkel weg vom Körper oder gar nach oben wieder zum Bauch hin wollte er sich nicht aufraffen, so sehr mein Kopf auch vor und zurück poppte.

Schließlich zog er seinen Schwanz aus meinem Mund und wichste ihn fast schon gelangweilt. Dann drehte er sich um und präsentierte mir seinen bleichen, behaarten Arsch. „Los, leck mal schön sauber“, sagte er, sich weiter wichsend.

Ich rutschte auf Knien ein Stück nach vorne, nahm seine schlaffen Pobacken in beide Hände und zog sie auseinander. Seine Rosette war behaart und vermutlich verschwitzt, aber zum Glück nicht sichtbar dreckig.

Ich beugte mich noch ein Stück vor und atmete den intensiven Geruch von getrocknetem Arschwasser ein. Dann streckte ich meine Zunge heraus und leckte einmal vorsichtig über seinen Anus. „So is gut. “

Das Lob war kein Ansporn — wohl aber war es meine Geilheit. Mit masochistischer Wollust leckte ich langsam und nicht nur mit der Spitze, sondern der vollen Zungenbreite feucht über sein Arschloch. Das machte ich immer wieder, bis ich nicht mehr an mich halten konnte und eine Hand unter meinen Rock schob, um meine rasierte Möse zu wichsen.

Gott, war das erniedrigend und geil! Er bekam mit, wie ich an mir spielte, und sagte: „Komm, das Fickröckchen kannste ganz ausziehen, dann sehe ich besser, wie du Fotze mit deiner Fotze rummachst. Du bist ja so ein Drecksluder!“

Ich schlug einfach den kurzen Rock ganz hoch und stülpte ihn auf links nach oben, damit mein Uralt-Geliebter meine junge Möse und meinen Hintern sehen konnte. Dann spielte ich wieder mit mir und begann erneut, seinen Arsch auszulecken.

Nach einer Weile war ich so geil, dass ich versuchte, meine Zunge in seinen Schließmuskel zu zwängen. Das war nicht leicht, der Geschmack innen war von einer herben Bitterkeit. Ich drückte die Zungenspitze ein paarmal vor und zurück, dann zog ich sie wieder heraus.

„Wollen Sie mich ficken?“, fragte ich ihn.

„Können wir ja mal versuchen. “

Er drehte sich um.

Das sah nicht so aus, als könne er mich damit ausfüllen. Wenn überhaupt, würde es nur a Tergo gehen — von hinten muss der Schwanz ja nicht ganz so hart sein wie sonst. Ich zog rasch Rock, Bluse und BH aus und präsentierte ihm meine nackte Kehrseite. Dann stützte ich mich auf ein Ablageschränkchen und lächelte ihn über die Schulter verführerisch an. „Kommen Sie , ficken Sie mich durch. “

Wie hässlich er war.

Und auch ein bisschen erbärmlich, mit seinem halbsteifen Schwanz, mit dem er eine halb so alte, sehr attraktive und vollbusige Frau (ich weiß, Tagebuch, das ist eitel) vögeln durfte.

Er schob mir den Schwanz von hinten rein, während er die Wurzel umklammert hielt. Wohl um besser zielen zu können und nicht noch mehr Blut rausfließen zu lassen. Zu spüren war wenig, aber dann begann er, mich rhythmisch zu ficken. Dabei umfasste er von hinten meine beiden Titten und zerrte wild und schmerzhaft daran.

Es war herrlich. Körperlich war eigentlich nichts erregend, meine Finger hatten an meiner Möse Besseres bewirkt als sein Schwanz, die Titten taten rasch weh — aber in meinem Kopf schlugen die Synapsen Salto. Mehr geht nicht, dachte ich die ganze Zeit. Du bläst und leckst einen ekeligen alten Mann, lässt dich von ihm ficken und misshandeln, mehr geht nicht. Das ist maximal. Richtig tabulos. Und in diesem Strudel aus kognitiver Selbsterniedrigung und Euphorie kam ich tatsächlich.

Ich stöhnte laut und ausgiebig, fast hätte ich gar nicht mitbekommen, dass ihn das Pulsieren meiner Scheidenwände beim Orgasmus so abmelkte, bis er auch kam.

Danach hatte er mir noch Anweisungen für den nächsten Tag gegeben und sich dann schnell wieder aus dem Staub gemacht (angesichts unseres albernen Treffpunkts wörtlich zu nehmen). Ich hatte meine Kleidung geordnet und saß wieder im Büro, zu keinem klaren Gedanken fähig außer dem Bewusstsein, dass ich eine neue Stufe der Verkommenheit erklommen hatte.

Und dass ich bei aller Scham schon jetzt wusste, dass ich mich ihm morgen wieder hingeben würde. Von mir aus hätte unser Arrangement eine ganze Weile unverändert weitergehen könne, doch es kam anders.

###

Am nächsten Tag saß ich wie einbestellt pünktlich um 18 Uhr auf dem Stuhl in der Abstellkammer hinter dem Lager. Meinem Mann hatte ich gesagt, dass heute Überstunden anfallen. Im Büro war ich froh, dass ich nicht den dritten Tag hintereinander ins Lager verschwinden und so das Misstrauen der Kollegen wecken musste.

Auf dem Stuhl saß ich wie befohlen nackt, mit gespreizten Beinen und einem summenden Vibrator in meiner rasierten Möse. Wenn mein fetter, hässlicher Liebhaber mich in dieser Stellung wieder eine halbe Stunde warten ließ, wäre ich schon dreimal gekommen, ehe er eintraf.

Doch diesmal ließ er nicht so lange auf sich warten. Schon nach 10 Minuten hörte ich die schwere Schiebetür draußen, gleich würde er reinkommen. Wie ein heißer Blitz durchschoss der Gedanke erst meinen Kopf und dann meine Möse, dass es auch jemand ganz anderes sein könnte, der gleich die Tür zum Abstellraum öffnen und mich als fickwilliges Luder hier sitzen sehen könnte.

Doch als die Tür sich öffnete, lugte mein Liebhaber herein. Er nickte, riss die Tür auf — und neben ihm stand ein fremder Mann. „Hab doch gesagt, ich erzähl keinen Scheiß. Da sitzt das Flittchen. Dicke Titten, kahle Möse und notgeil wie mein Dackel. Bläst wie ne eins, leckt dir den Arsch sauber und lässt sich jederzeit ficken. “ Mit Panik hörte ich, wie mein Lagerist mich einem Wildfremden beschrieb. Ich wollte aufspringen, aber meine Beine zitterten.

Der andere nickte nur bedächtig und starrte meinen nackten Körper an. Er war größer als sein Freund, auch nicht ganz so fett. Vielleicht Mitte 50, das war im schwachen Licht der Abstellkammer schwer zu sagen.

Zumindest gelang es mir, den Vibrator herauszureißen und die Beine zu schließen. „Nun mal nicht so scheu, Mädchen“, sagte der Lange. „Das sah doch nett aus. “ Er grinste. Ich starrte seinen Freund an. „Das war’s dann.

“ Ich stand auf und griff zu meinen Kleidern, die neben dem Stuhl lagen. „Jetz ma sachte“, sagte mein Lagerist, „hier haut keiner ab. Entspann dich mal, bist doch sonst nich so prüde. “ Ich schaute ihn an, der Vibrator summte noch immer in meiner Hand. Wie ich es hasste, dass er dieses schöne Spiel verdorben hatte. Dass nun alles vorbei sein musste. Das konnte ich mir nicht bieten lassen. Mir war sofort klar: komischer Gedanke.

Was hatte ich mir schon alles bieten lassen. Wenn er mich zum Ficken, Blasen und Arschauslecken hierher ordern konnte, dann durfte er vermutlich annehmen, dass er auch mit mir vor seinen Freunden angeben durfte.

Der kurze Augenblick des Zögerns verriet mich. „So, hinsetzen“, sagte der Lange bestimmt. Ich schaute ihn an. Und setzte mich. „Steck dir den Dildo in den Arsch!“ Ich machte es. „Beine breit. “ Ich gehorchte. Er holte sein Handy aus der Jacke und wollte offenbar fotografieren.

„Nein, nicht“, murmelte ich. „Fresse. “ Ich blieb sitzen. Er langte herüber zu dem kleinen Tisch und holte einen Edding-Stift. Während ich ihn anstarrte, schrieb er irgendetwas auf meine Stirn. Ich hielt still. Er schoss ein weiteres Foto und zeigte es mir. Ich sah eine hübsche junge Blondine mit vollen Brüsten, ihr Becken nach vorne gekippt, weil ein Vibrator in ihrem Hintern steckte, auf deren Stirn in Großbuchstaben „HURE“ stand und die mit lüstern glasigem Blick leicht trotzig in die Kamera starrte.

Der Lange nickte und holte ohne Hast seinen Schwanz aus der Hose. Deutlich größer als der seines Kumpels. Gierig beugte ich mich vor, um ihn in den Mund zu nehmen. Er zog ihn weg. „Erst bitte, bitte sagen. “ Er hatte das Handy wieder gezückt. Ich flüsterte. „Bitte, bitte, darf ich Ihren Schwanz lutschen?“

Ich schaute mit seinem Schwanz im Mund in die Kamera. Ich lächelte für das Foto und den kurzen Film, den er drehte, während er mir sein Sperma übers Gesicht und in die Haare schoss.

Und ich hielt still und die Augen offen, während er mich dabei filmte, wie ich seine Pisse in meinen Mund laufen ließ und tatsächlich schluckte — was ich vorher für keinen meiner Liebhaber und auch für meinen Mann nie gemacht hatte.

Ich saß an diesem Abend in einer Pfütze aus Pisse, aber ich badete in meiner Selbsterniedrigung, in meiner Selbstaufgabe und genau aus diesem Grund in einem Gefühlswirbel aus Erotik, Gier und sexueller Macht.

Der Macht, sich selber hinzugeben. Der Macht, nichts dafür an Gefühlen oder Liebenswürdigkeiten zurückzufordern. Sondern selber festzulegen, dass ich einfach nur ein williges Luder sein wollte, das jeden dreckigen Wunsch ohne Zögern erfüllt. Insgeheim hätte ich mir gewünscht, die beiden wären viel phantasievoller oder emotional (auch physisch?) brutaler gewesen, aber mit dem Trinken ihrer Pisse waren ihr Einfallsreichtum und ihr Stehvermögen (beim einen, beim anderen konnte davon kaum die Rede sein) erschöpft. Auf dem Heimweg war mir klar: Sie haben dich gefilmt und fotografiert, sie haben dich in der Hand.

Mir war es gleich. Diesem Strudel wollte ich gar nicht mehr entkommen. Zu wohl fühlte ich mich darin.

Keine Kommentare vorhanden