Der Pornograf II – 03
Veröffentlicht am 16.02.2025 in der Kategorie AllgemeinGeschätzte Lesezeit: 91 Minuten, 50 Sekunden
Auszüge aus Band 2 (Der Abiturient)
*** Der Karibiktraum ***
Kim machte den Crashkurs in Spanisch mit. Mom ebenfalls. Unser Spanischkurs neigte sich dem Ende zu. Mercedes, die Lehrerin, eine rassige Spanierin von gut Dreißig, hatte mitbekommen, was ich so mache. Sie bat, bei einem Shooting einmal dabei sein zu dürfen. „Ich denke es gibt da einige Redensarten, die im Kurs nicht besprochen wurden. “ So war es auch.
Wir bekamen danach nicht nur eine Liste mit neuen Ausdrücken, diese wurden auch gepaukt. Am Ende der Stunde meinte Mercedes: „Und jetzt üben wir das am Set. „
„Sie meinen, sie wollten …“, stotterte ich spanisch.
„Ich habe einen strammen, sehr jungen Mann zum Freund. Er traut sich aber nicht, den letzten Schritt zu tun. Machen sie bitte Bilder, die ihm verständlich machen, was ich will. “ Sie schminkte sich sehr überrieben.
Sie hielt es wohl für sexy. Das ist ihre Sache. Die Fotos waren meine Sache. Lis meinte später, die Bilder seien so geil geworden, da müsse der Junge doch aufhüpfen.
Wir, auf jeden Fall, waren vorbereitet für das Abenteuer Karibik. Aus London kamen die Tickets und der Reiseplan. Eine Dolores Rodrigues wird uns in Puerto Rico erwarten. Willi schrieb, er habe sich mit Dolores in Verbindung gesetzt. Ihn interessieren hauptsächlich Bademoden und leichte Tops, vor allem aber schöne Frauen.
Nicht für sich, er sei mit seiner Blondi bestens bedient. Liebe Grüße übrigens …
Der Verlag hatte, auf unsere Anregung hin, die Grundidee kam von Lis, das Konzept für die Karibik auch zu seinem Vorteil geändert. Das ganze Shooting wurde jetzt als Wettbewerb zur schönsten Frau in der Karibik aufgemacht. Miss Caribbean wurde gesucht. Es gab zwei Kategorien: Lingerie, in Wäsche, und Nude, also nackt. In dieser Gruppe durften auch Fotos in Richtung gemäßigter Pornografie sein.
Die entsprechenden Bilder sollten in einer der anderen Zeitschriften des Verlags, wie der Teens, erscheinen. In der Fiesta werden sie dann wohl wieder mit einem Punkt und entsprechendem Hinweis erscheinen. Ich war auf alle Fälle aufgefordert, alles zu fotografieren. Es war zugelassen, in beiden Kategorien anzutreten, die Models mussten ja nur die Wäsche ausziehen. Es lag bei mir, ob ich, falls mir ein Girl besonders gefiel, auch ein weiteres Shooting machen wollte.
In den Regionen, die wir bereisen, waren Anzeigen geschaltet.
In den Wäschegeschäften hingen Plakate (von Willi). Mit zusätzlicher Werbung für deutsche Wäsche natürlich. Es war mir etwas peinlich, denn in den Anzeigen wurde gesagt, die Aufnahmen würde der international anerkannte Fotograf Paul Oktober machen. Ich konnte dem Wunsch des Verlages auch nicht ernsthaft entgegentreten, ein Bild von mir in den Inseraten und dem Plakat von Willi abzudrucken. Vor allem nicht, weil der Vorschlag von mein Satansbraten Lis kam. Pop und Onkel Franz machten Bilder von mir, und dann begann die Auswahl.
Mir gefiel keines der Bilder. Lis vereinfachte die Prozedur, sie schickte alle an den Verlag und ließ ihn entscheiden. Er wählte eines aus, in dem ich halbwegs seriös aussah — dafür nahezu unkenntlich. Es war ein Bild, das Lis gemacht hatte.
Die Prozedur eines Shooting war ganz einfach: Der Verlag druckte Blöcke mit Verträgen. Die Mädchen mussten Namen und Adresse hinschreiben; die Unterschrift bestätigt, dass sie ein Honorar (zwischen 20 und 100 Dollar) erhalten haben und die Rechte an den Bildern an mich und den Verlag abtreten.
Die Höhe des Honorars sollte jeweils ich entscheiden. Kriterium war, was die entsprechende Dame zu bieten hatte. Ich hatte auch das Recht, Aufnahmen abzulehnen. Das Geld sollte Dolores, unsere Reiseleiterin in der Karibik, sofort nach der Aufnahme auszahlen. Sie bekam eine volle Kriegskasse vom Verlag, in bar und in Reiseschecks, die sie überall einlösen kann.
Die Leser der Fiesta sollen dann, in drei Ausgaben, wählen. Es wurden schöne Preise dafür ausgelobt.
Die Top Ten jeder Ausgabe, sollten dann noch einmal vorgestellt werden. Zur Endausscheidung. Es wurde mir bedeutet, ich hätte doch sicher den entsprechenden Blick, um diese 30 Mädchen schon im Voraus zu erkennen -für ein paar extra Bilder. Sie dachten, diese in einer extra Super Luxus Sonderausgabe zu bringen. Lis meinte grinsend, da könne ich ja zeigen, ob ich einen guten Geschmack hätte. Ich wälzte den Schwarzen Peter auf sie ab. Sie hätte ja bisher fast alle Frauen für mich ausgesucht.
Unter den Lesern, die eine spätere Siegerin wählten, wurden dreimal 100 £ ausgelost. Anderen, die richtig geraten hatten, bekamen Freiexemplare der Produkte des Verlages. Das kostete den Verlag wenig, der Werbeeffekt ist aber nicht zu vernachlässigen. Die Siegerin in jeder Kategorie erhält 5000 Dollar und eine Reise nach Europa, natürlich mit Empfang in London. Platz 2 erhielt 3000 Dollar, Platz 3 noch 1500 Dollar. Die Plätze 4 bis 18 erhielten je 500 Dollar.
Danach kamen noch 90 Sachpreise im Wert von 50 Dollar, die Willi als Wäschegutscheine springen ließ.
Mit das Beste aber war, dass der Verlag, sehr zu meiner Freude, ab sofort die Vertragsbedingungen änderte: Wie ich schon im ersten Tarif gelesen hatte, wird mir nun, für jeden Film, sogar 400 Mark vergütet. Dazu kommt eine zeitliche Vergütung. Das Allerbeste aber war, der Grundpreis von 400 Mark, pro Film, würden auch für meine Auslandseinsätze gelten, der Zeitaufwand wird jedoch durch den Bonus abgedeckt.
Der hatte sich, für die Karibik, nicht geändert. Damit wurde auch honoriert, dass ich ja 24 Stunden, in fremder Umgebung bin, mit all den Unannehmlichkeiten, die da auf einen zukommen.
Es war natürlich Lis, die fragte, welche Unannehmlichkeiten dies wohl seien. Sie hätte, zumindest in Japan, eigentlich keine entdecken können. Selbst der Flug, sei doch eigentlich eine nette Abwechslung gewesen. Als ich ihr sagte, dann könne sie ja auf ihren Bonus verzichten, änderte sie ihre Meinung jedoch blitzartig.
Alle Spesen, für Transport, Unterkunft und Verpflegung, wurden natürlich weiterhin, extra, gegen Quittung, abgerechnet. Es standen uns auch erste Klasse beim Flug und Suiten im Hotel zu. Der Verlag konnte sich leicht ausrechnen, wie viele Stunden wir für ihn tätig sind. Das ist nur zu schaffen, wenn das Umfeld stimmt. Nach einem zwölfstündigen Anflug in der Economy, selbst in der Business Klasse, kann nicht erwartet werden, dass das Team ausgeruht ankommt; die zusätzliche, notwendige Erholung, geht dann schnell ins Geld.
Das Gleiche gilt für die Unterkunft: In einfachen Zimmern würden wir die notwendige Ausrüstung kaum unterbringen können, Shootings wären dort ebenfalls kaum möglich. Es war auch Vertrauenssache.
Ach ja, Lis erhielt 1000 Mark vom Verlag, für die grandiose Idee mit dem Wettbewerb und Willi schenkte ihr einen Berg Unterwäsche aus feinster Spitze. Das Konsortium hatte in den Firmen das Beste vom Besten, genau nach ihren Maßen, hergestellt. Mit ihren Initialen.
Sie flippte fast aus vor Stolz. Wenn es nach ihr gegangen wäre, sie hatte in der Schule nur Unterwäsche getragen, mit dem blutroten EB, im Stile der englischen Königin (ER), aber nur mit dreizackiger Grafenkrone. Ich freute mich natürlich mit meinem Schatz. Die Idee war aber auch brillant, noch besser – sie funktionierte. Es lagen bereits Hunderte von Bewerbungen aus der Region vor.
*** Freitag, 25 . Dezember. Nach zweimal umsteigen, in Zürich und Washington, landeten wir am Nachmittag in Miami.
Die Zeitverschiebung spielte uns mal wieder einen Streich. Miami liegt 6 Stunden vor deutscher Zeit. Als wir in Stuttgart abflogen, war es in den USA noch tiefe Nacht. Wir hatten in einem sehr spanisch wirkenden Hotel in Coral Gables, eine wundervolle Suite mit zwei Schlafzimmern. Axel und Kristin erwarteten wir am nächsten Morgen. Sie haben den Nachtflug von Los Angeles nach Miami. Wir freuten uns auf ein Wiedersehen; es ist fast ein Vierteljahr her, dass wir sie sahen.
Samstag, 26 . Dezember. Um 9 Uhr kamen Königs; fröhlich, braungebrannt und sehr ineinander verliebt. Natürlich gab es Unmengen zu erzählen. Die Schwestern saßen eng umschlungen in einem breiten Sessel und quasselten ohne merkbare Pausen.
Ich erhielt von Axel einen sachlichen Bericht, wie zauberhaft Thailand, und wie romantisch Bali sei. „In Bali wurden wir nur verwöhnt. In Sydney konnte Kristin einen Koala auf den Arm nehmen. Er roch wie ein Eukalyptusbonbon.
Sydney ist wirklich eine sehr schöne Stadt. Da würde ich wohl auch wohnen wollen. Nur, das Englisch, das dort gesprochen wird, ist grausam. Fiji war natürlich toll. Wir wohnten in einem kleinen Bungalow, mBure nennen die das, auf einer kleinen Insel vor Nandi. Stell dir vor, die Einheimischen waren einmal Menschenfresser. Manche sehen auch heute noch so aus. Ihre Begrüßung, mBulla, klingt auch nicht gerade sehr freundlich, dabei sind sie es. Trotz ihrer enormen Krausköpfe hatte auch Kristin nie Angst vor ihnen.
Sie traute sich sogar, in einem kleinen Segelboot, ganz alleine mit einem, aufs Meer hinaus zu segeln. Ich hatte mir den Stachel eines Seeigel zuzog und konnte nicht mit. Ja, und dann Hawaii. Der Traum an sich. Wenn auch ein stark kommerzialisierter Traum. Was ist das bei den Amis aber nicht. Nach ein paar Tagen auf Oahu, der Hauptinsel, in einem wundervollen Hotel, dem Outrigger, direkt am Strand von Waikiki, flogen wir nach Kauai.
Wir hatten ein kleines Hotel, mit einer kleinen Suite, vor einem wunderschönen, meist menschenleeren Strand. Das Hotel liegt mitten in einer Kokosnuss Plantage. Jeden Morgen begrüßten wir den Sonnenaufgang mit einem Sektfrühstück, auf unserem großen Balkon. Du wirst dich kaum wundern, wenn ich dir sage, dass Kristin vor Begeisterung beim Frühstück so manche Freudenträne weg drückte. Die Bronnertöchter sind halt unheilbare Romantiker. Nun, ich denke wir können damit leben“, unterbrach sich Axel. Ein kaltes Bier und weiter ging es.
„Los Angeles ist ein Moloch von Stadt, ohne Zentrum. Wir besuchten natürlich die Filmstudios und machten einen Tagesausflug nach Tijuana in Mexiko, mit einer Rundfahrt in San Diego. Die haben dort ein Hotel, riesengroß aber völlig aus Holz gebaut. Kristin hätte am liebsten dort einmal übernachtet. Es ging aber nicht, das Hotel war voll. Gott sei Dank. Nun sind wir also hier. Bereit zu weiteren Abenteuern. An den nächsten Abenden gibt es bestimmt genug Zeit genauer zu berichten.
Kristin wird sicher mit Vergnügen alles haarklein vor euch ausbreiten. „
Das ist natürlich nur eine Kurzfassung von dem was Axel erzählte. Einiges davon kam auch von Kristin, die, nachdem sie das wichtigste mit Lis bequatscht hatte, jetzt mit am Couchtisch saß. Die beiden Hochzeitsreisenden waren in einem Rausch der Erlebnisse und der Sinne. Vor allem Kristin schilderte alles in leuchtenden Farben. Lis konnte nicht genug davon hören, sie sog alles in sich hinein.
Dort lag es auf Abruf. Vor allem schöne Dinge vergisst sie nie. Wie es mit üblen Erfahrungen ist, weiß ich nicht. Noch hatte sie wohl keine.
Wir bummelten die Miracle Mile in Coral Gables entlang, wir besuchten Miami Beach mit seinen schönen Art Deko Häusern. Am Abend aßen wir im Hotelrestaurant Two Sisters. Am Tisch neben uns, saßen vier wohlgeformte junge Damen.
„Da hast du wohl ein paar Verehrerinnen gewonnen, die schauen immer zu dir rüber“, machte mich Lis darauf aufmerksam.
Ich grüßte freundlich lächelnd hinüber. Eines der Mädchen stand auf und kam an unseren Tisch. „Entschuldigung, wir fragen uns, Sir, ob sie vielleicht Paul Oktober, der Fotograf, sind? Wir haben Anzeigen und Plakate in San Juan gesehen. „
„Ich muss es gestehen, und das ist mein Team. Wir machen hier noch eine kleine Verschnaufpause, bevor es losgeht“, gab ich zu.
Das Mädchen wurde ganz zappelig und winkte den Freundinnen zu.
„Wir sind Models. Wir kommen aus San Juan. Der Beruf führt uns her. Wir hätten ja so gerne mitgemacht, aber dummerweise sind wir am Termin immer noch hier unter Vertrag. „
„Nun“, lachte ich. „Ihr wohnt in San Juan, also auf Puerto Rico. Wollt ihr euch zu uns setzen?“ Die jungen Damen wollten. Der Ober rückte die Tische. Allgemeine Vorstellung. Ich fragte mein Team, ob es Lust hat sich einzuarbeiten. Es hatte Lust.
Ich bat Lis, die Formulare zu holen. „Nun, meine Damen. Wir haben hier eine annehmbare Location. Wenn ihr Lust und Zeit habt, ich habe es auch. Lest die Verträge durch, unterschreibt und ihr bekommt euer Shooting. „
„Jetzt gleich?“
„Nein, aber gleich nach dem Essen. Ich habe auch morgen früh, sofort nach Sonnenaufgang, noch Zeit. Dann aber am Pool. „
Lis und ich hatten festgestellt, dass die Zeitverschiebung uns sehr früh wach machte.
Wenn es hier 6 Uhr morgens ist, ist es in Deutschland bereit Mittag. Unsere innere Uhr war noch nicht umgestellt. Axel und Kristin ging es ähnlich, nur umgekehrt. Sie lagen drei Stunden zurück. Das ließe sich aushalten, meinten sie.
Ich zahlte, nach dem Essen, die Rechnung der Mädchen gleich mit. Dann bat ich sie aufs Zimmer. Mit offenem Mund bestaunten sie die Pracht der großen Suite. Es stellte sich heraus, dass sie im Hotel zwar oft essen, hier zu wohnen konnten sie sich jedoch nicht leisten.
Lis und Kristin verschwanden. Sie kamen in ihrer Teamuniform zurück. Lis hatte die ihrer Schwester mitgebracht.
„Nun Ladys. Es kommt die Stunde der Wahrheit. “ Ich holte den Koffer von Willi mit Nachschub für die Wäsche. „Sucht euch etwas aus, falls ihr nicht gleich nackt posieren wollt. Danach werden wir entscheiden, wo euer Set ist. „
Die Ladys wühlten. Betty meinte kurz darauf: „Das sind wirklich tolle Sachen.
Aber ich bin Kindermodell, obwohl ich achtzehn bin. Ich lass es lieber bleiben und posiere nude. „
Lis holte ein Top, dass sie aus dem Fundus von Zuhause gegrapscht hatte, naughty stand drauf. Unartig. Dazu brachte sie ihre abgeschnittenen Jeans mit. „Ziehe doch das an. Du kannst es ja gleich wieder ausziehen. Der Top gilt als Wäsche. Das gibt dir eine doppelte Chance. “ Betty ließ ihr enges schwarzes Kleid und die Unterwäsche fallen und zog sich vor uns um.
Wir kannten das inzwischen. Zu was sich genieren, wenn man doch gleich nackt posiert. Betty sah wirklich wie ein junger Teenager aus.
„Axel, auf, du fauler Sack. Der Vorraum zum Bad hat weiße Wände und weißen Fußboden. Drei Fotolampen und den Synchronblitz. Ich will es hell. „
Axel zog los, keineswegs erschüttert von meinem Ton. Das Team weiß was Ernst und was Spaß ist. Nach 10 Minuten war alles klar.
Gena hatte sich inzwischen auch entschieden. Ein halb durchsichtiges rotes Nichts mit merkwürdigem Ärmel, dazu einen roter Slip.
„Gena, gut gewählt. Gehe bitte in das Zimmer, zweite Türe links, und bereite dich vor. Axel wird gleich kommen und dich ausleuchten. Axel, die komische spanische Wand hinter dem Bett soll wie ein Fenster aussehen, aus dem helles Sonnenlicht dringt. Ich weiß nicht, ob es wirkt. Setzt Gena einfach mal aufs Bett.
Ich bin gleich da. Lis ist mein Wachhund, du Kristin gehst mit Axel. „
Betty funktionierte prima. Gelernt ist gelernt und sie hatte keine Furcht zu zeigen, was sie hat. Als Letztes machte ich noch eine Studie im weißen Korbstuhl. Der freche Teenager war weg, sie zeigte die junge Frau. Natürlich bekam sie das verdiente Lob.
Beim Weg durch das Wohnzimmer sah ich, dass Klara in ihrem schicken Kleid posieren wollte.
Nur ihre einfache Unterwäsche hatte sie gegen schwarze Spitzenwäsche aus dem Koffer getauscht. Maria hatte sich ein schwarzes Oberteil mit ebenfalls sehr seltsamen Ärmeln ausgesucht. Beide sahen gut aus.
„Lis, lass dir für Maria etwas einfallen. Ich denke die Couch an der Bar oder so etwas. Für Klara soll Kristin nachher das kleine Zimmer da hinten fertig machen. „
Das Shooting mit Gena war toll. Die Beleuchtung von Axel perfekt.
Ein paar Handgriffe und Gena konnte loslegen. Sie war sehr viel besser als die Mädchen von Willi. Sie ist der absolute Vollprofi. Was man mit einem einfachen Kleid anstellen kann, es ist unglaublich. Mal Vamp, dann Unschuld vom Lande. Es war einfach faszinierend. Ich hatte das Gefühl der Film raste extraschnell durch.
„Fertig! Du warst der Mount Everest unter den Bergen, du warst wundervoll. Wenn du willst, kannst du dieses Kleid, wenn man es so nennen kann, behalten.
Du bist eine Wucht. „
„Vielen Dank. Ihr seid aber auch gut. Da stimmt jeder Handgriff. Du ahnst wohl schon im Voraus, wie ich mich bewege. Das zeigt eine große Erfahrung, die man dir, entschuldige bitte, nicht sofort ansieht. Die Anzeigen haben nicht gelogen. “ Dann bekam ich einen Kuss. Inzwischen hatten meine Frauen sich daran gewöhnt, blieben aber wachsam, falls weitere Übergriffe erfolgen sollten.
Klara war mindestens genau so gut.
Sie ist etwas schlanker und dunkelhaarig. Mehr mein Typ. Sie agierte schlichtweg wundervoll. Die Bilder rasten durch. Für Maria hatte Lis kurzerhand die Open Bar zum Schminktisch umfunktioniert. Ein dicker Wandteppich kam auf die Couch. Es sah aus wie im Boudoir einer Dame. Kein Zweifel, diese Mädchen waren einsame Spitze. Wenn alle Latinas so sind …
Schon nach dem Shooting mit Gena, hatte ich Kristin gebeten, Sekt und Gläser, dazu irgendwas zum Naschen, zu bestellen.
Als ich jetzt ins Wohnzimmer kam, war alles da. Ich bat die Ladys, noch ein Glas mit uns zu trinken. Sie nahmen dankend an. Klara sprach es aus:
„In dieser tollen Atmosphäre könnte ich sterben. Uns treiben sie nur so durch die Säle. Wir spucken nicht in die Suppe, wenn uns einer gefällt, dann gehen wir auch mal mit. In einfache Hotelzimmer. Solche Räume wie diese hier, die sieht unsereins nur im Kino.
„
Lis legte alle Ausgaben der Fiesta auf den Tisch. „Das sind alles, Bilder, die Paul gemacht hat. Es gibt natürlich noch viel, viel mehr. Diese Hefte zeigen aber seine ganze Bandbreite. „
Die Mädchen vergaßen fast den Sekt, beim Anschauen der Bilder. Sie wurden keineswegs geil, wie meine Frauen am Anfang. Sie wussten die Qualität zu schätzen. Und dann aber kam die verhängnisvolle Frage:
„Können wir Abzüge von unseren Bildern bekommen?“
Das war bisher Renates Resort.
Von uns hatte keiner daran gedacht. In Stuttgart war es eine Routine, die inzwischen Kim übernommen hat. Lis rettete den ganzen Fall wieder einmal.
„Ihr erwartet natürlich nicht, dass ihr bezahlt werdet, wenn auch gering, und dann noch die Bilder geschenkt bekommt? Pressebilder kosten für unsere Models einen Dollar pro Stück. Wenn Paul einen Film durchzieht, dann rechnen wir pauschal 32 Bilder. Meist sind es mehr. Mit Porto in die USA sind das 40 Dollar.
Die Bestellung wird auf den Durchschlägen, zusammen mit der Filmnummer, notiert und der bezahlte Betrag auf eurer Kopie quittiert. Es gilt Vorauszahlung. „
„Hi, dann bekomme ich ja doch Geld und die Bilder dazu“, erkannte Gena sofort. „Wo muss ich unterschreiben?“ Das Problem war gegessen. Bei Betty hatte ich nur einen halben Film gemacht, entsprechend reduzierte sich der Preis auf 24 Dollar.
Wir waren an der letzten Flasche.
Es war schon nach Zehn, da rückte Klara damit heraus: „Unsere Freundin Ana hat leider den heutigen Abend versäumt. Sie besucht eine Freundin, die in Miami wohnt. Sie ist bestimmt völlig von der Schiene, wenn sie erfährt was los war. „
„Ich kann hübsche Frauen nicht leiden sehen. Erreicht ihr sie?“
„Wir schlafen in der gleichen Pension. Wenn sie nach Hause kommt, können wir sie schon erreichen. Aber was hilft ihr das?“
Ich lachte: „Wenn sie nach Hause kommt, dann kann sie morgen früh zum Sonnenaufgang am Pool sein.
Ich kann ein schnelles Shooting machen, dass keiner etwas mitbekommt. Große Aktionen gehen nicht, das könnte Aufmerksamkeit erregen, aber in zehn Minuten kann ich mit Mädchen, die solche Profis sind, wie ihr, ein Buch füllen. Wir baden um diese Zeit. Ist sie da, ist sie dabei. „
Die Mädchen gingen hoch zufrieden nach Hause. Auch Axel bekam einen Kuss ab. Er war wie immer im Hintergrund geblieben. Kristin lächelte nur, sie gönnte es ihrem Axel.
„Puh. Das hat mal wieder so richtig Spaß gemacht“, gestand ich. „Noch mehr Freude hat mir mein Team bereitet. Aufgefallen ist mir nur, dass Axel ebenfalls eine Teamuniform braucht. Er kann ja sonst irgendwer sein. Schaut zu, dass ihr das hinbekommt. Bitte. „
Lis und Kristin lachten, als Axel meinte „aber BH muss ich nicht tragen oder doch?“ Kristin schleppe ihn ab ins kleine Schlafzimmer.
Sonntag, 27 .
Dezember. Lis und ich wachten schon um Vier auf. In Deutschland schliefen wir nie bis 10 Uhr, es war verwirrend. Mit dem ersten Morgengrau gingen wir, zusammen mit Königs, an den Pool. Ana kam, als wir schon im Wasser waren. Sie war in ein großes, bunt gestreiftes Badetuch gehüllt. Man ahnte eine gute Figur.
„Ich bin Ana. Wer ist Paul?“
„Ich komme sofort raus. Gesagt ist gesagt.
Mach dich schon mal fertig. “ Lis rubbelte mich trocken, ich nahm die Canon und ging zu Ana. Sie lächelte ganz niedlich.
„Ich bin fertig. Action?“
„Action!“, bestätigte ich.
Ana ließ einfach das Tuch fallen. Sie war darunter total nackt bis auf eine rote Glasperlenkette. Ana agierte. Was man in 10 Minuten alles machen kann, ist unglaublich. Der Film wird dem Verlag mit Sicherheit gefallen.
Willi kam zu kurz, das kann er sicher verschmerzen. Ana verschwand danach in der Umkleidekabine. Als sie zurückkam, lud Lis sie zum Frühstück ein. Die Papiere mussten ja noch gemacht werden. Mein Hausengel übernahm diese Aufgabe.
Das Frühstück wurde am Pool serviert. Danach Erholung pur. Gegen Mittag mietete ich einen Wagen und Axel fuhr uns nach Key West. Wir bummelten die Duval Street entlang, schauten bei Slopy Joe rein und waren zum Sonnenuntergang am Mallory Square.
Um Zehn waren wir wieder im Hotel.
Montag, 28 . Dezember. Heute verbummelten wir den Tag in Miami Beach. Derselbe Atlantik, der bei uns so saukalt um diese Jahreszeit ist, war viel wärmer als die Nordsee im Hochsommer. Die Kamera ließ ich im Hotel. Am Abend gingen wir chic aus, ein paar Spesen müssen sein. Wir genossen das Nichtstun, das uns Pop mit seinem genialen Vorschlag ermöglichte. Lis fühlte sich im Paradies.
*** Dienstag, 29 . Dezember. Es ging schon früh weiter nach Puerto Rico. Wir wohnten nahe bei Old San Juan, im Hotel Normandie. Das Hotel sieht fast aus wie ein großes Schiff. Die Suiten waren im Art Deko Stil möbliert. Wir fühlten uns sauwohl und noch war Urlaub. Ich hatte nur unser Zimmermädchen Ana erwischt (aber lange nicht so hübsch wie die Ana am Pool in Coral Gables). Ein scharfer Feger.
Sie wollte mir, in ihrem Zimmer, sogar an die Wäsche. Kristin rettete mich. Danach hüpften wir ins Meer. Puerto Rico liegt auf der einen Seite am karibischen Meer, auf unserer Seite am Atlantik. Das Wasser war sehr viel wärmer als in Miami. Ich schätze mindestens 27 °C.
Mittwoch, 30 . Dezember. Heute kam Dolores Rodrigues mit ihrer Assistentin Jacky. Schon um Acht. Die Arbeit begann, sie hatte alles organisiert. Zuerst bekamen wir einen Schnellkurs in der Mentalität karibischer und südamerikanischer Frauen.
In der Jugend frech und nicht abgeneigt für frivole Spiele, wenn der Mann ihr gefällt. Einmal verheiratet wird schon eher an Treue gedacht. Nur ganz selten lassen sich Frauen halb oder ganz nackt im Freien fotografieren. Vielleicht Putas. In geschlossenen Räumen oder in geschlossenen Patios, sind sie jedoch meist gerne bereit ein paar Dollar zu verdienen. Vor allem die Mädchen aus armen Familien. Die wirklich reichen Mädchen bekommt man kaum zu Gesicht, sie werden von einer Gouvernante bewacht.
Es gibt viele Mischlinge, aber auch fast reinrassige Engländerinnen und Französinnen. Amerikanerinnen sind in Puerto Rico jedoch in der Überzahl. So weit zur Bevölkerung, nach Auskunft von Dolores. Ich konnte mir allerdings gut denken, dass so ein Schönheitswettbewerb nach völlig andern Regeln ablief. Hoffentlich …
Um Neun fuhren wir zu unserer ersten Location, nach Dorado. Eine Hotelgruppe will hier, in einer von einem Wirbelsturm vernichteten Kokosnuss Plantage, ein Bungalow Hotel errichten.
In das alte Herrenhaus sollen Suiten für VIPs und ein Restaurant. Die meisten Räume waren schon fertig nur das Äußere des Hauses, bedurfte noch einer gründlichen Überholung. Dolores hatte für zwei Tage (eine Nacht) das ganze Gelände gemietet, denn die Arbeiten beginnen erst im Januar wieder. Ein Bus brachte 24 kichernde Mädchen, sowie Essen und Trinken für alle mit. Da es zu wenig Zimmer gab, hat Dolores kurzer Hand Zelte aufstellen lassen. Ein alter Wächter machte sich für 20 Dollar unsichtbar.
Wir waren also praktisch alleine.
Der Wahnsinn hält sich in Grenzen. Nicht für alle Mädchen lohnt wohl einen ganzen Film. Mit aller Vorbereitung und mit den oft nötigen Anweisungen (ach wären alle so gut wie die Ladys in Coral Gables), geht im Schnitt wohl knapp eine halbe Stunde drauf, schätzte ich vorab. Egal wie, das wird ein langer Tag. Geld will verdient werden. Ich sah mir die möglichen Locations an, die Außentreppe vom Herrenhaus, die Zelte, zwei Patios, der Duschplatz, der Strand.
Auch in den Zimmern, gab es viele schöne Möglichkeiten. Nun musste ich sie mit Leben füllen. Mit lebenden Mädchen aus Puerto Rico.
Mein Team war bereit, Dolores und Jacky waren bereit, ich ließ die Mädchen rufen. Ich sah sie mir an, rief mir die Plätze in Erinnerung, dann diktierte ich Kristin. Sie wurde verantwortlich dafür, dass das richtige Mädchen zur richtigen Zeit am richtigen Platz war. Axel musste ausleuchten und die Ausrüstungskoffer schleppen.
Dolores war verantwortlich für die Wäsche und, dass die Mädchen zur rechten Zeit bereit waren. Jacky war Bote und Dolmetscher, wenn es dann mal sein musste. Lis ist Wachhund und Hilfe für die Models, notfalls würde sie einfach vorturnen und nicht zu vergessen, den leidigen Papierkram erledigen, den sonst Renate machte. Erste Location, die Treppe. Es war kurz vor Elf. Candy und Klea standen bereit, das Team ist in Hochform. Die Mädchen hoffe ich auch – also: „Action!“
Candy bringt es tadellos, auf der Treppe zu agieren.
Klea ebenfalls. Es ging schneller als erwartet. Blick auf die Uhr … Action! Ich war der Zeit voraus. Es lief optimal. Zeltplatz. Marie, Mariel und Yessica posierte vor ihren Zelten, Zukimara im Zelt. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Mein Spanisch reichte, um Anweisungen zu geben. Die Mädchen machten ohne zu murren mit und … sie machten es gut. Daheim habe ich viel öfters Problem, meine Models in die richtige Pose zu bringen. Offensichtlich hatte ich heute keine scheuen Jungfrauen.
18 Shooting in knapp zwei Stunden. Hätte ich doch zehntausend für mein Team ausgehandelt. Wenn es so weiter geht, dann zahle ich den Rest aus der eigenen Tasche. Ihre totale Gelassenheit stützte mich, gab mir die Kraft, die Bilder zu machen, die überhaupt möglich waren. Ein Küsschen von Lis, hin und wieder, nahm mir womöglich aufkommende Gefühle. Axel ist ein Sturkopf, stelle ich fest. Seine ganze Konzentration steckte er in seine Arbeit.
Die Mädchen? Ich glaube er sah sie sich gar nicht an. Sie waren Objekte, die ins rechte Licht gesetzt werden mussten. Irgendwie ähnelt er da Hans Meise.
Nächste Location. Der Patio. Dort ist es wenigstens ein wenig kühler. Fünf junge Damen warten. Azuleija, Johana, Karla … alle wussten sich gut ins rechte Licht zu rücken. Yenitza, die Letzte, überbrückte die Wartezeit, bis sie dran war, mit einem Dildo. Dass mein ganzes Team da war, scherte sie nicht.
Sie musste zusehen, wie die anderen agierten, das machte sie heiß. Zwei Uhr, die Hitze brütet gnadenlos. Mittagspause. Zeit für einen schönen Salat und ein kühles Getränk … Dachte ich! Es gab Reis mit schwarzen Bohnen. Mein Team meuterte – und ich mit. Wir bekamen einen Tomatensalat gemacht und Schinkenbrot dazu. Dolores entschuldigte sich. Reis und Bohnen sei halt hier der gewohnte Lunch. Am Abend würde gegrillt, das würde uns sicher weit besser gefallen.
Die nächste Location, die Duschanlage hinter dem Herrenhaus. Sie bot so einige Möglichkeiten, nicht nur zum Abkühlen. Scarlett, Cassie und Michelle wussten sie zu nutzen. Ich hätte fast weiter fotografiert als erst Lis, und dann auch Kristin, die Kühle des Wassers suchte. Sie rissen sich alles vom Leib und schwelgten in der Kühle des lauwarmen Wassers.
Axel blieb cool. „Komm du mir heute nach Hause!“ War sein einziger Kommentar zu seiner nackten Ehefrau.
Die steckte ihm nur keck den Po hin.
„Dusch doch einfach mit ihnen“, forderte ich ihn auf. Wir liegen gut im Zeitplan. Eine Pause ist locker drin. „Noch ist es nicht dringend. Seit wann hat Lis aber einen Engel auf dem Po. Er sieht gut aus. Der Engel. Der Po aber auch. „
Lis errötete stolz. Ich wunderte mich, dass Axel es überhaupt sah. Ich erzählte ihm auf dem Weg zur nächsten Location, was für eine Art Tätowierung es ist.
Er fand das gut.
„Gibt es da auch ein Damebrett? Auf dem Bauch von Kristin Dame zu spielen, mit Pralinen als Figuren, könnte ich mir gut vorstellen. “ Er verstand überhaupt nicht, warum ich laut lachte. Mein Pop kam wohl in mir durch.
Beim Mittagessen hatte ich Dolores schon für die Location und die Qualität der Models gelobt. Es fiel mir leicht, denn es stimmte ganz einfach.
Alazandra und Beatrice posierten in einem Wohnzimmer. Auf dem Boden. Vor gut gemachten Bambusmöbeln, genossen die Mädchen die Kühle der Steinfliesen, ohne auch nur einen Augenblick in ihrer Arbeit zu zögern. Sissi war auch da. Ich ließ sie an einer anderen Stelle im Zimmer posieren, ebenfalls auf dem Boden. Beim kurzen Gang durch das Haus, hatte ich zwei Kamine gesehen. Beide waren nun als Set dran. Axel war schon vorgegangen zum Ausleuchten, als ich mich noch bei Sissi bedankte.
Am ersten Kamin stand Alexis zu Aufnahmen bereit.
Mitten im Shooting musste ich die Batterie für den Motoraufzug wechseln, Axel hatte natürlich welche in seiner Kiste. Der Kamin gefiel mir nicht so gut, er war fast zu wuchtig für die Mädchen. Ich bat Josibeth mitzukommen, an den anderen Kamin. Dort warteten bereits Odit und Sandra. Klick, Klick, die Filme rasten durch. Klick …
Endlich war es soweit.
„Schluss für heute! Alles ab ans Meer. Vielleicht mache ich dort noch ein paar Bilder. Zwanglos, wer gerade Lust dazu hat“, ließ ich verbreiten. Axel packte seine Kiste zusammen, eine Viertelstunde später waren wir im herrlichen Wasser. Wir blieben mindestens eine Stunde drin, danach massierte mir Lis ein wenig den Rücken, wie sie es von Kim gelernt hatte.
Alazandra und Cassie sahen zu, dann bat Cassie, sie doch mal dran zulassen.
Es sei ihr Beruf. Sie nahm mich vor und Alazandra den verblüfften Axel. Karla und Johana wurden herbeigerufen und malträtierten Lis und Kristin. Sie hatten kein Massageöl oder so etwas dabei, sie waren ja nicht im Dienst. Kurzerhand wurde unsere Sonnencreme benutzt. Nach fast einer Stunde waren wir wieder topfit. Ich gab jedem der Mädchen 20 Dollar. Es schien genug zu sein, ihre Freude war offensichtlich. Ich erfuhr später, der Tarif am Strand ist 18 Dollar.
Dolores kam und verkündete, das Barbacoa sei jetzt bereit. Wir zogen uns noch schnell um, dann fielen wir wie hungrige Wölfe über das Essen her. Dolores und Jacky saßen bei uns, ich lobte noch einmal ausdrücklich die gute und flotte Arbeit der Mädchen. „Das habe ich mir auch so erhofft“, antwortete Dolores. „Du hast es sicher gemerkt, es sind alles, junge Latinas. Viele haben Sklavenblut in den Adern. Es sind meist Mädchen aus sehr einfachen Familien.
Sie verdienen sich ihr Geld als Masseusen, als Friseusen oder als Bedienung in Kneipen und Restaurants. Fast alle, die da sind, sind auch bereit an den Wochenenden bei einer Stripshow mitzumachen. Es sind keine Putas, wenn ihnen aber ein Mann gefällt, nehmen sie schon mal den einen oder anderen Dollar mit. Der Wettbewerb lockte sie natürlich. 5000 Dollar und eine Reise nach Europa, das gelobte Land Spanien zu sehen, das ist für sie ein Traum und wird es wohl auch immer bleiben.
Es sind nette Mädchen und Schönheit ist relativ. Eine Chance haben sie wohl kaum, ihren Spaß aber auf alle Fälle. Bilder von sich sind ihnen kaum wichtig, das verdiente Geld schon eher. Aber nun zu euch, ihr habt da ja wirklich tadellose Arbeit gemacht. Ich hätte nie geglaubt, dass ihr so gut zurechtkommt. Ich habe befürchtet, dass nur die Hälfte der Mädchen zum Zuge kommt. Wenn ich richtig gezählt habe, dann sind für Morgen nur noch fünf übrig.
Das schaffst du am Vormittag locker. Wir werden gegen Fünf ins Normandie zurückkehren. Morgen ist Sylvester, falls ihr es vergessen habt und, am Ersten fliegen wir schon früh nach Barbados. „
Wir erlebten einen blutroten Abendhimmel. Hunderte von kleinen weißen Reihern suchten ihre Schlafbäume auf. Die Nacht fiel lau über uns her und kleine Frösche, Cookies, sangen ihr monoton klagendes Lied. Die Mädchen führten einen Volkstanz vor. Lis wollte sich an mich kuscheln.
Es war einfach zu warm dazu. Als dann noch eine einsame Gitarre spanische Weisen spielte, war sie soweit: Tränen kullerten. Kristin ließ sich anstecken. Axel zuckte nur die Schulter. „Ich hab’s dir ja gesagt. Unheilbar romantisch die Zwei. „
Donnerstag, 31 . Dezember. Sylvester. Wir gingen im Morgengrauen ins Meer zum Baden, danach erst duschten wir. Nach dem recht einfachen Frühstück machten wir uns wieder an die Arbeit. Erste Location, eine große Suite, wo Alondra auf einer Couch aus Bambusrohr, Spielchen mit dem Telefon trieb.
Andrea, endlich mal eine braunhaarige Latina, posierte auf dem Schminktisch. Catina, mit braunen Strähnen im Haar, posierte auf dem Bambusbett. Beide hatten europäische Vorfahren. Negrita strippte flott weg. Es ist geschafft.
Die Mädchen fuhren nach Hause. Wir blieben noch am jetzt einsamen Strand. Ich zog Bilanz, 27 Filme in Puerto Rico und Fünf in Miami. Zweihundert Rollen haben wir dabei. Der Stress hielt sich in engen Grenzen, auch meine Drei waren gut zufrieden.
Wir erschreckten Dolores damit, dass wir nackt ins Wasser gingen. Sie ging mit Jacky ins Haus. Sie ist wohl etwas schüchtern. Nach dem Mittagessen verzogen wir uns ins Kühle. Lis überredete Jacky zu ein paar Aufnahmen. Sie zog sich nicht aus, führte uns aber immerhin einen Bikini von Willi vor. Sie durfte ihn behalten und Lis gab ihr einen Schein für 20 Dollar, die Dolores ohne Kommentar auszahlte. Für uns war es auch ein Andenken an Jacky.
Sie fliegt nicht mit nach Barbados.
Unsere Suite im Normandie hatten wir behalten. Der Umstand wäre zu groß gewesen und wir wollten ja auch nicht unser ganzes Gepäck mitschleppen. Die Bucht vor dem Hotel lud zum Baden ein. Später gingen wir zum Essen nach Old San Juan und blieben bis zum Feuerwerk. Von der letzten Nacht in Puerto Rico hatten wir nicht mehr viel … Schlaf zumindest kaum.
*** Freitag, Neujahr.
Um 6 Uhr wurden wir gnadenlos geweckt. Der kleine Privatflughafen lag praktisch um die Ecke. Eine achtsitzige Propellermaschine brachte uns mit allem Gepäck nach Bridgetown auf Barbados, wo Sarah schon auf uns wartete. Sie ist eine kesse Mischung aus Mexikanerin und Negerblut. Sarah ist unsere örtliche Begleiterin. Wir wurden zu einem uralten Bus gebracht, dann ging es los.
„Wir haben das Sam Lord’s Castle gemietet. Früher war es das Schloss von Samuel Lord.
Im Anfang des letzten Jahrhunderts war er ein berüchtigter Pirat mit einem Freibrief der Briten. In ihrer Inselhauptstadt wollten sie ihn nicht haben, also gaben sie ihm einen Landzipfel im Südosten. Das Haus, mit seinem prächtigen Garten, ist heute eine Luxusherberge für Touristen. Es hat sehr schöne Zimmer und eine ganz tolle Suite, den Lord’s Room. Das Schloss liegt auf einem Plateau, eine alte Mauer führt zum Meer. Da gab es früher einen Anleger, ein Wirbelsturm hat ihn aber zerstört.
Auf der südlichen Seite der Mauer ist ein öffentlicher Strand, nördlich davon ist der private Hotelstrand. Er ist berühmt dafür, dass er bei bestimmter Sonneneinstrahlung rosa schimmert“, erläuterte uns Sarah auf der Fahrt.
„Wir nehmen auf dem Weg noch ein paar Mädchen auf, die sonst Probleme haben, dorthin zu kommen. Das Haus ist, durch uns, praktisch ausgebucht. Wir waren sehr verblüfft, dass sich sehr viele Töchter aus dem Oberstand gemeldet haben.
Meist Engländerinnen. Einheimische sind weit weniger Vertreten. Ein paar zugewanderte Latinas, das ist alles. „
„Wieso verblüfft?“, fragte Lis neugierig. Es ging aber wohl auch um Fakten und Geschichten für Mom. Sie bat uns darum.
„Nun ja, wie soll ich sagen, die Anzeige spricht von Lingerie und Nude. Dahinter steht in Klammer be better horny to win. Ob die hohen Töchter das bringen? Auf der anderen Seite ist hier Ödland.
In den Hotels, Bars und Tanzpalästen am Touristenstrand, ist zwar fast immer etwas los, für feine Töchter passt dort aber das Niveau nicht. Das ist mehr etwas für Einheimische, die den Touristen ein paar Dollar abknöpfen wollen“, antwortete Sarah.
Der Bus hielt. Eine Meute frecher Mädchen stieg mit großem Hallo ein. Das konnte ja heiter werden. Dann erkannten sie wohl den Fotografen in mir und wurden etwas sittsamer. „Wir sind gleich da.
Ihr werdet umgehend zum Lord’s Room gebracht. Der erste Termin ist um Drei. Ich stehe ihnen zur Verfügung, wenn sie, Mr. Paul, Sir, mich für einen Rundgang benötigen. Sie können über mich verfügen“, informierte mich dann Sarah.
„Aber Sarah, lass bitte den Sir weg. Wir duzen uns alle, mein Team und auch die Mädchen. Prinzipiell. Es arbeitet sich so besser, wie wir immer wieder feststellen konnte“, bat ich das Mädchen.
Wir waren da. Ein paar Hütten, dann das Schloss. Es sah nicht schlecht aus. Der Lord’s Room war sogar sehr beeindruckend. Die Räume im Untergeschoss ebenfalls. Speisesaal, Bibliothek und Raucherzimmer. Ziemlich britisch. Wir hatten das Master’s Schlafzimmer mit einem Himmelbett, die Vorhänge drum rum dienten als Moskitonetz. Das war natürlich wieder mal ein Zimmer nach dem Geschmack von Lis. Axel und Kristin residierten im ehemaligen Gemach von Frau Lord. Zwischen beiden Schlafzimmer gab es ein ganz tolles Bad.
Das war nun was für uns alle.
Wir verschnauften gerade im Wohnzimmer, da wurde eine kleine Salatbar angerichtet. Dazu eine große Schale Punsch und daneben eine Flasche Rum. Der Punsch, ein Gemisch aus Säften, schmeckt recht gut. Mit einem ordentlichen Schuss Rum schmeckt er exzellent. Ich war unruhig, wie meist vor der Arbeit. Ich rief nach Sarah. „Wo ist jetzt die günstigste Location?“, wollte ich von ihr wissen.
„Dolores hat mich das auch gefragt.
Eindeutig der Strand. Morgen nach dem Frühstück müssen einige Mädchen wieder nach Bridge Town, denn wir müssen ein paar Zimmer räumen, für Gäste, die schon vor uns gebucht hatten. Daher ist es empfehlenswert alle Aufnahmen in den Public Rooms noch heute zu machen. Das oberste Stockwerk bleibt für uns. Wer uns morgen verlässt, hat das Los entschieden. Dolores hat für die Mädchen den Wäschekoffer geöffnet, das war doch korrekt so? Sie sagt, sie war schon in Puerto Rico dafür verantwortlich.
“ Sarah war ein wenig ängstlich, ob alles so in Ordnung ist.
„Das klappt ja wirklich bestens. Axel, lade mir bitte die Kameras. Nimm die Tasche mit den Filtern und Filme mit. Lis den Auftragsblock, Kristin kümmere dich um die Mädchen, und, ihr beiden fragt sie auch aus. Geschichten für Mom. Sarah kommt mit als Bote. Irgendwelche andere Vorschläge, Einwände?“ Es kamen keine.
Wir zogen uns Badesachen an, wir Männer hatten Shorts darüber, meine Damen kurze Wickelröcke.
Der Strand schimmerte wirklich ein wenig rosa. Das Wasser schimmerte hellblau und war völlig klar. Ich nahm die Kamera zur Hand. Gerade ging April ins Wasser im Bikinioberteil und Wickelrock. Sie planschte im Wasser herum.
„Nur abkühlen“, rief sie. Da kam sie auch schon wieder. Das Oberteil fiel, sie breitete ein Tuch aus und zeigte, was sie zu bieten hat. Während Lis mit ihr die Papiere fertig machte, nahm ich mir Susan vor.
Sie hatte ein blaues, sehr geiles Strandkleid an. Es betonte mehr als es verhüllte. Nach dem sie genug posiert hatte, zog sie es aus und wälzte sich im nassen Sand. Jill kletterte von einem kleineren Motorboot, das etwas seitwärts ankerte. Sie ist mehr der mexikanische Typ. Der Bikini stand ihr prächtig, ausziehen wollte sie ihn aber nicht.
Sarah brachte mich zu Wendy, einer flotten Latina. Sie strippte gekonnt für mich, an der Mauer, welche die Buchten trennt.
Als Nächste war Nicole dran. Sie wartete ein paar Schritte weiter, bis ich kam. Sie hat deutlich negroiden Einschlag, sieht aber sehr hübsch aus. Sie musste sich nur aus einem Seidenkleid schälen, oder ist es ein langer Top? Weiß der Teufel – im Gegensatz zu Japan scheuen sich die Mädchen kaum, ihr bestes Stück zu zeigen. Die meisten hatten auch ordentlich Holz vor der Hütte. Das war in Japan eher selten.
Ein größeres Motorboot legte an.
Sarah rief ein paar Namen. Dann holte sie das Team und mich. „Wir fahren zuerst zu einem öffentlichen Strand. Ihr müsst ja ein bisschen von der Insel sehen, danach zu einem Strand, wo wir den Sonnenuntergang erwarten. „
Auf dem Boot posierte Candy auf einer bunten Decke. Sie entledigte sich gekonnt ihres Strandkleides. Ich lobte sie, die anderen Mädchen kicherten. Die Show ging weiter. Auf dem Vorderdeck befreite sich die rothaarige Donna von ihrem gelben Bikini.
Die Mädchen sind wirklich gut. Sie brauchen nur sehr wenig Anweisung.
Ein sehr langer Strand tauchte auf. Nach ein paar Minuten waren wir am Ziel. Zuerst produzierte sich Ornella, die Tochter des spanischen Konsuls. Sarah hatte schon recht, die ganze Oberschicht schien vertreten. Und es machte ihr offensichtlich Spaß. Als Nächstes war Tessa dran. Sie kam aus Venezuela hierher und arbeitet in einem Hotel, am Empfang. Sie suchte sich das andere Ende des Strandes aus.
Hier lagen Felsbrocken im Wasser, ausgebrochen als ein Zugang vom Plateau zum Wasser gesprengt wurde, informierte mich Sarah. Zusammen mit Sarah, Kristin und zwei Mädchen kletterten wir nach oben. Lis, Axel und alle anderen Mädchen stoben bereits ins Wasser.
Wenn ein Wirbelsturm kommt, dann muss der ganz schön wüten; das Plateau war gute 10 Meter hoch, trotzdem war so viel Sand hier oben, dass er in der kargen Vegetation kleine Dünen bildete.
Das Mädchen, das mit hoch kletterte, hieß Kay. Eine sehr wohlproportionierte Latina. „Was ist Kay, hast du Lust hier oben zu agieren?“ Sie machte die Bluse auf, ein paar wohlgeformte Möpse kamen zum Vorschein. Das blaue Bikinihöschen war auch nur im Weg. Sie hatte einen schönen Körper, der mich ein klein wenig an Renate erinnerte. Die Sonne näherte sich dem Meer. Ich bat Alena, dem zweite Mädchen, gegen den Sonnenuntergang zu agieren. Ich weiß nicht, was los ist, die Mädchen aus der Karibik scheinen eine natürliche Begabung zu haben.
Sie machte es toll, die Kamera klickt fast von alleine.
Ein Blick nach unten. Das Abendrot glitt über den Strand. Es müssen einfach tolle Bilder werden, wie ich im letzten Sonnenlicht Melody fotografierte. Bei dem Namen kann es sich nur um eine Latina handeln. Dann drückte ich Axel die Kamera in die Hand, schnappte mir Lis und planschte mit ihr ins Wasser. Es war einfach herrlich. Danach musste ich Lis erst einmal knuddeln, wir hatten den ganzen Tag noch nicht viel von einander.
„Wie geht es dir denn, mein Schatz?“
„Ich fühle mich pudelwohl. In den Weihnachtsferien in so schönem Wasser zu baden, das ist mehr als ein Traum. Und wie fühlst du dich, mein Lieber?“, fragte sie mich.
„Ausgezeichnet. Es hat genauso viel Spaß gemacht, wie in Coral Gable. Die Mädchen sind einfach gut. Da können sich die meisten deutschen Models eine dicke Scheibe davon abschneiden. Vor allem, sie scheinen kein bisschen verklemmt zu sein …“
„Das wundert mich nicht.
Dolores hat mir erzählt, dass viele sich etwas Geld verdienen, dass sie strippen. Zwar mehr oder weniger sittsam, es sind keine Putas darunter, aber … Für viele Mädchen ist es so gut wie die einzige Unterhaltung. Vor allem, alleine kommen sie nicht in die Lokale. Mit einem Mann dorthin zu gehen impliziert, dass der mit ihnen schlafen will. Als Stripperinnen haben sie freien Eintritt, freie Getränke und etwas Taschengeld,“ wusste Lis schon wieder.
Das Boot brachte uns schnell wieder ins Hotel.
Wir duschten das Salzwasser ab, dann gab es wieder einen Rumpunsch. Abendessen war für neun Uhr vorgesehen. Ich zählte die belichteten Filme. Zehn. Das Ziel war noch nicht erreicht. Ich rief nach Sarah.
„Ich muss noch mindestens zwei Filme durchziehen. Als ich am Mittag durch das Haus ging, sind mir drei Plätze aufgefallen: die Bibliothek, der Glasschrank im kleinen Speiseraum und die Tanzfläche. Kannst du schnell drei Mädchen besorgen? Ich fange in der Bibliothek an, dann Speiseraum und danach die Tanzfläche.
Wenn ich fertig bin, kommst du bitte zu uns hoch. Du bist so ein hübscher Käfer, mit dir kann ich locker einen halben Film füllen. Nein, du brauchst nicht rot zu werden, das bekommen wir schon hin. “ Sarah entschwand. Nach zehn Minuten folgte ich, mit Lis und Axel im Schlepptau.
Lieber Leser, glaube nicht, ich könnte mich nach so langer Zeit noch an die Namen aller Mädchen erinnern. Nicht einmal an einen Bruchteil davon.
Lis hatte jedoch sauber Buch geführt und zu Hause Karteikarten, wie für alle Kunden, angelegt, auf denen Kontaktabzüge kleben. In Japan hatten wir das noch nicht. Hier hatten wir eine Kopie aus dem Block und die Filmnummer. Also, keine Hexerei.
Evelin, eine Latina, wartete schon in der Bibliothek. Über ihrer blauen Hose trug sie ein Top. Unter der langen Hose einen blauen Slip aus Spitze. Ich war kaum mehr überrascht, dass sie wie ein Uhrwerk funktionierte.
Darüber hatte ich in der Karibik noch nie zu klagen.
Natali, auch eine Latina, saß auf dem Sideboard, neben dem Glasschrank, als wir kamen. Sie trug einen schwarzen Top über Bluejeans. Die Unterwäsche kam von Willi. Der Film raste durch. Maren posierte auf der Treppe zur Tanzfläche. Im schwarzen Seidenhemd, schwarzem Slip und schwarzem Strumpfband. Den Slip behielt sie an. Ich denke fast, sie hatte ihre Tage.
Ich bedankte mich, 18 vor 18 waren wir wieder oben.
Ich griff mir Sarah von ihrem Stuhl, winkte Lis und ging mit beiden in den Ankleideraum. Sarah hatte Angst. Ich bat Lis, ihr zu zeigen, was sie machen könnte. Sarah sah es sich an, lächelte und machte es nach. Es scheint doch angeboren zu sein. Ihre Brüste wollte sie jedoch auf keinen Fall zeigen, ich ahnte auch warum. Da war Nichts, das hielt sie für nicht akzeptabel. Sie ist trotzdem nett, vor allem tüchtig.
Wir zogen uns gut an, das scheint Pflicht auf Barbados. Es gab ein eher englisches Abendessen. Wenig Suppe, viel Fleisch, in Salzwasser gekochtem Gemüse und danach ein Plumpudding, es war ja auch hier Weihnachtszeit. Wir hatten das beinahe vergessen. Neben dem Fleisch war der Pudding das Beste. Getrunken wurde Rotwein. Beim Blick über die Tafel konnte ich feststellen, im Gegensatz zu den Amis, konnten die Mädchen mit Messer und Gabel umgehen.
Kurz nach Zehn waren wir in der Suite. Kurze Besprechung des Tages. Keiner hatte Probleme. „Es war eigentlich recht locker“, meinte Axel. „Die Shootings gingen ja fast wie nebenbei. Was haben wir denn, 18 Filme? Dann waren wir doch gar nicht so schlecht. „
Lis gähnte und ich sagte: „Dafür, dass es eigentlich der 1 . Januar ist, ein Reisetag und dazu noch der Tag zum Eingewöhnen, können wir wirklich zufrieden sein.
Ich denke Morgen, bei Sonnenaufgang, gehen wir erst mal ins Meer, baden. Es wird ja kaum über Nacht kalt werden. Bei diesem Wasser wäre es eine Schande es nicht zu tun. Wir wagen es einfach, nackt zu baden. Nach dem Frühstück wecken wir gnadenlos die Mädchen, falls sie noch nicht auf sind. „
Samstag, 2 . Januar. Lis war am Abend müde, jetzt um Vier war sie munter. Das kannte ich nun schon aus Florida.
Da ich auch munter war, lag es nahe, das nachzuholen, was wir am Abend, wegen Müdigkeit, nicht taten. Beinahe hätten wir das Baden im Meer verpasst. Es war schöner als gestern, vielleicht weil die Sonne noch nicht so warm schien. Sie lugte eben über den Horizont, als wir kamen.
Wenn das Abendessen britisch war, das Frühstück war es nicht. Das war eher spanisch. Den Kaffee konnte man wenigstens trinken. Dolores und Sarah kam kurz nach uns, sie waren im Nu mit dem Frühstück fertig, zwanzig Minuten später holte uns Sarah.
Der Arbeitstag begann. Es würde langweilig diese Shootings zu kommentieren. Dann gab es einen kleinen Snack, Obst – zur Freude meiner Damen.
Zum Mittagessen gab es Sandwichs, Salate und Bier. Na ja. Besser als Nichts. Wir ergaben uns einer Siesta, bis vier Uhr. Dann war ich mit Ojitos und Myriam im Garten verabredet. Axel trotte treu hinterher, mit den Kameras, Filmen und Filter. Lis kam mit; befragen und Formulare ausfüllen lassen.
Kristin hatte ich gebeten, Diana für heute nach den Cocktails auf die Suite zu bitten. Sie kam mir als ideales Model für ein größeres Shooting vor. Ich hatte mit ihr schon beim Mittagessen gesprochen und sie war einverstanden. Sie sollte sich nun mit Kristin die Location ansehen. Sie war in meinen Augen ein guter Kandidat für einen vorderen Platz. Vielleicht habe ich ja Glück. Kristin sollte auch Dolores überreden und Shea, das Mädchen, das in unserer Suite für Ordnung sorgt.
Unter ihrem Hauskleid vermute ich eine gute Figur. Versuchen kann man es ja. Jeder Film zählt.
Ojitos wartete schon in einem Gartenstuhl auf uns. Sie ist 22 und so ganz der spanische Typ. Eine Hispaniola, klärte sie uns auf. Sie trug ein Top aus Netzgewebe und einen Schlüpfer aus Spitze. Sie machte ihre Sache so gut wie sie alle. Wenn die Mädchen etwas mehr mein Typ wären, würde die Arbeit noch mehr Spaß machen.
Plötzlich quietsche Lis: „Paul, da, riesige Ratten. Tue was!“ Ich schaute mich um, dann zurück zu Ojitos.
Die lachte lauthals. „Das sind keine Ratten. Das sind Mungos. Die kommen aus dem Zuckerrohr. Sie sind harmlos. Viele zähmen sie, denn es sind furchtlose Kämpfer, wenn sie eine Schlange erwischen. „
„Tun die einem wirklich Nichts?“, wollte Lis wissen. „Sie tun dem Menschen nichts, die Drei könnten gezähmt sein und sind nur auf Ausgang.
“ Lis ging hin, die Mungos hauten ab. Ich fotografierte noch, als Lis berichtete, sie würden ganz nett aussehen. „
Filmende. Ich bedankte mich. Sarah lotste uns weiter. Myriam wartete an einem blau gestrichenen Sitzplatz, oberhalb des Strandes. Der Platz ist nicht sehr romantisch, aber kühl und abgelegen. Myriam ist französischer Abstammung. Die Eltern hat es schon vor vielen Jahren hierher verschlagen. Sie waren mit der damals 18 jährigen auf Segeltour. Mehr oder weniger rund um die Welt.
Ihr Boot lief, von einem Wirbelwind erwischt, hier auf Grund. Es war fast das ganze Kapital, das die Familie hatte. Die Eltern arbeiteten darauf in einem Kaufhaus, vor Ort, als Angestellte. Dann kam das große Erbe. Jetzt gehört ihnen das Kaufhaus.
Sie erzählte die ganze Geschichte, während ich fotografierte. Keinen Augenblick, vergaß sie jedoch zu posieren. Sie würde lieber in Martinique leben, im Urlaub fährt sie immer hin. „Vielleicht finde ich ja dort meinen Zukünftigen“, schloss sie.
„Ihr seid ja schon da“, freute sich Kristin, als wir vom letzten Shooting hochkamen. „Die letzten Termine sind klar. Wenn du willst, kannst du gleich in unsere Küche gehen. Shea hat gerade den Kühlschrank nachgefüllt. Ich habe zum Cocktail ein kleines Buffet mit Leckereien bestellt. Dolores, Sarah, Diana und wir werden hier oben alleine sein. Der Rest der Mädchen wird in einer halben Stunde abgeholt. Diana fährt morgen früh mit uns.
Wir liefern sie zu Hause ab. Oder gibt es irgendwelche Einwände?“
„Was Warmes hätte ich ja einmal am Tag schon“, murrte ich.
„Ich habe in der Küche für Acht, nicht wieder mitten in der Nacht, eine Lambscrown mit Salzkartoffel und Gemüse, mit gebundener Soße bestellt. Das mit der Soße musste ich dem Koch erklären. Dem Chefkoch. Stell dir das vor. Briten. Von Essen keine Ahnung. “ So richtig verstanden Dolores und Sarah nicht, warum wir lachten.
Ich ging in die Küche der Suite, Shea war da und bereit. Axel holte drei Fotolampen um sie in das Deckenlicht zu schrauben. Als er zurückkam, war Shea bereits ausgezogen und lächelte mich an. Ich hatte richtig vermutet. Unter dem Hauskleid verbarg sich ein strammer Körper mit knackigem Busen. Lis schrieb ihr einen 50 Dollar Schein, den Dolores in bar einlöst. Als sich Shea zurückzog, sie wird wohl anfangen die Häppchen für die Cocktailstunde zu machen, forderte ich die anderen auf, nochmals mit ins Meer zu kommen.
„Es ist noch Zeit genug und der Strand ist leer. Ich denke wir gönnen uns das Vergnügen und baden nackt. Es ist ja ein Privatstrand. “ Mein Team fand es gut, Dolores zögerte, dann meinte sie lachend: „Warum auch nicht, du wirst mich nachher beim Fotografieren ja sowieso nackt sehen. Also, kann es auch gleich sein. „
Irgendwann kamen zwei Gäste aus dem Hotel dazu. Ob sie wohl dachten es sei hier so üblich? Sie zogen sich auf jeden Fall aus und tobten mit uns durch die Brandung.
Die Sonne ging schon unter, als wir endlich ins Haus gingen. Um den Körper ein Badetuch, die Kleider überm Arm. Ein paar der neuen Gäste im Hotel guckten dumm. Wir waren ihnen ganz offensichtlich nicht britisch genug; nicht vornehm genug. Wir konnten über so viel Hochnäsigkeit und Standesdünkel nur lachen. Selbst Dolores konnte es sich nicht verkneifen. Ich fragte mich, ob diese vornehmen Leute denn nie Spaß haben …
Shea hatte alles vorbereitet.
Es gab Platten mit Tapas, wie wir sie aus Spanien kannten und sie waren richtig lecker. Ich bestellte Rotwein dazu, wenn schon, denn schon. Viertel vor 18 sagte Dolores. „Lass es uns schnell erledigen. Ich muss mich zum Dinner sowieso umziehen. Kannst du es alleine machen? Wenn das ginge?“
„Wenn du versprichst, ganz bestimmt Paul nicht zu beißen, weichen wir von der Regel ab“, erklärte sich Lis lachend einverstanden. Dolores versprach es.
Hoch und heilig. Ich hatte es beim Baden schon gesehen, Dolores ist mit ihren 30 Jahren voll dabei, ihr Körper sehr gepflegt. Das Shooting ging flott. Entweder hat sie beim Zuschauen gelernt oder es ist wirklich angeboren. Nach zehn Minuten war ich zurück. Dolores zog sich noch um. Wir auch. Es war uns damals eine lästige Tradition, so in Gala zum Abendessen zu erscheinen.
Die Lambscrown war wenigstens lecker, dass die Soße mit Pfefferminze gemacht war, roch ich noch in letzter Sekunde und konnte die anderen warnen.
Weder Dolores noch Sarah, auch Diana, die mit uns aß, verstand das. „Zu Lamm gehört nun mal Mintsauce. „
Wir waren beim Nachtisch angelangt. Apfelkuchen. Es sah mehr wie ein Strudel aus, war aber rund. Er war noch warm und schmeckte wirklich gut. Eine Kugel Vanilleeis rundete das Vergnügen ab.
Diana saß in einem netten weißen Kleid, mit dünnen Trägern, sehr gesittet am Tisch. Ihre dunklen Augen blickten interessiert vom einen zum anderen.
Sie kam ganz offensichtlich aus gutem Hause, denn gesittet essen konnte sie auch.
„Wie wäre es, kannst du ein wenig von dir erzählen?“, bat ich sie. „Es könnte wichtig sein, um deine Persönlichkeit besser einzufangen. „
„Oh, von mir gibt es nicht viel zu erzählen. Vielleicht eher von meiner Familie. Wo fange ich an? Nun ja, bei Daddy. Er ist der jüngste Sohn einer bekannten Familie, die Gin, in England, produzieren.
Der älteste Sohn erbt, der jüngste darf gegen geringen Lohn für ihn arbeiten. Nicht mit Daddy. Er verschwand, nach Plünderung der Portokasse. Behauptet er. In Wahrheit hat sein Bruder ihm ein Darlehen gegeben, an dem er lange zurückzahlte. So erzählt wenigstens Momy die Geschichte. Daddy landete nach etwa einem Jahr in Kuba. Er arbeitete für einen amerikanischen Zuckerbaron. Dann kam die Wirtschaftskrise und Zucker war kaum zu verkaufen. Daddy überredete den Boss, doch Rum zu destillieren.
Die Erfahrung dazu hatte er, wenn der Grundstoff für Gin auch anders ist. Mit ein paar Arbeitern bauten sie eine Anlage und, oh Wunder, es klappte. Der Rum wurde hochprozentig in die USA geschmuggelt, dort verdünnt. Auf Trinkstärke herabgesetzt, sagt Daddy. Das Originalgebräu hatte 85 %. Plötzlich war genug Geld da. Dann begann der Ärger mit den USA, der Chef floh rechtzeitig nach Puerto Rico. Daddy schnappte sich eine feurige Mestizin, ein Jahr jünger als er, und floh nach Barbados.
Mit reichlich Geld, das er gespart hatte. Ein ordentlicher Teil stammt aber auch aus dem Verkauf der verlassenen Destillieranlage. Zusammen mit dem Rezept, kaufte sie ihm ein bescheuerter Mexikaner für ordentlich Pesos ab.
Hier auf Barbados begann das Spiel von vorne. Er ist gebürtiger Engländer, damit war es hier sehr viel leichter für ihn. So hat er die Mestizin Donna Inez Rodrigo Lopez, meine Momy, geheiratet, hat eine freche Tochter, sagt er, und dazu eine sehr gut gehende Brennerei.
Ich habe gerade mein Abitur bestanden und fahre im April nach Europa. Ein Geschenk von meinem Daddy. Ich möchte Spanien sehen, in England die Verwandtschaft nerven und in Deutschland eine Freundin besuchen. Ihr Vater war bis Anfang Dezember Konsul auf Barbados. Nun ist er im Ruhestand. Das sollte schon früher sein, Inge wollte aber wenigstens die Matriculation (Abitur) hier machen. Nun, wir schafften es zufrieden stellend. Mehr gibt es von unserer Familie allerdings nicht zu erzählen.
„
„Und wo wohnt diese Inge?“, wollte Kristin wissen.
„Oh, in, in … Ach ja, in Stuttgart. „
„Dann kannst du uns ja mal besuchen. Wir wohnen auch in Stuttgart. Die Welt scheint kleiner zu sein, als man denkt. Ich gebe dir nachher meine Karte“, lud ich sie ein. Lis nickte begeistert. Wir plauderten noch ein wenig. Dann fand ich, dass es Zeit sei, zu arbeiten.
„Welche Location hast du dir denn ausgesucht, Diana?“
„Ich habe mit eigentlich zwei ausgesucht. Ich hatte vorher keine Zeit mehr zum Duschen und fühle mich ein wenig schmuddelig. Ich dachte, ich ziehe meine Unterwäsche aus und das Kleid wieder an. Es muss sowieso in die Wäsche, dann agiere ich in euerem wunderhübschem Bad. Falls ich das darf. Danach wollte ich hinter dem Moskitonetz dieses tollen Himmelbetts verstecken spielen“, sie lachte auf „und vielleicht ein wenig sehr unartig auf dem Bett das zeigen, was ich da so habe.
So habe ich es mir heute Nachmittag überlegt. Ist dir das Recht? Ich kann natürlich auch tun, was du möchtest. Nur schlafen möchte ich mit keinem, dazu muss bei mir schon Liebe kommen. „
„Dein Vorschlag hört sich gut an. Irgendwie ahne ich, dass du das Covergirl für Barbados bist. Hast du das irgendwie gelernt? Es fällt uns auf, dass die Frauen hier besonders begabt sind“, ließ ich meiner Neugierde freien Lauf.
„Im Übrigen sind unsere Models völlig tabu. Sie werden nie und nimmer angefasst. Aus Geschäftsprinzip. „
„Das finde ich gut. Wegen dem Talent? Vielleicht auch ein wenig begabt. Wir höhere Töchter, langweilten uns nun schon über Jahre hinweg. Anfang des letzten Jahres machte eine Negermama, aus New Orleans, eine Tanzschule auf. Nur für Frauen und nur für Ausdruckstanz. Genau genommen wurde uns dann aber gelehrt, wie man sich gekonnt vor seinem Mann auszieht.
Die Kurse sind teuer, also nicht für jeden geeignet. Natürlich lernten wir auch etwas Vernünftiges: Einmal im Jahr gibt es ein öffentliches Ballett. „
„Das erklärt natürlich alles. “ Ich hätte es wissen müssen, nach den Erfahrungen mit den Senoritas in Alicante. Stripperinnen machen das von Berufswegen. „Dann auf zu frischen Taten. Axel bitte Licht. Zuerst im Bad. Lis, zuvor die Unterlagen und du Kristin kommst als Anstandswauwau mit. Um Dolores und Sarah kann sich Lis derweil kümmern.
Vielleicht kannst du ja ein wenig Spanisch üben Schatz. „
Das Licht passte schnell, Axel beherrschte diese Kunst inzwischen aus dem Effeff. Diana agierte: Die ganz Scheue kletterte vorsichtig in die Wanne. Sehr bedacht darauf, nichts von sich zu zeigen (dabei hatte sie eben, vor unseren Augen, ihre Unterwäsche ausgezogen). Langsam stieg sie, mit Kleid, in die Wanne. Sie besah sich im Spiegel, direkt neben der Wanne. Sie tat, als ob sie sich an ihrem eigenen Spiegelbild aufgeilen würde.
Das Kleid wurde nass, das Kleid wurde langsam unbequem, das Kleid wurde ausgezogen. Sie war heiß, spielte sie, und sie musste die Muschi mit Wasser kühlen.
„Jetzt habe ich mich doch fast selbst scharf gemacht. War es gut so? Kann ich jetzt bitte kurz wirklich Duschen? Ich meine ohne, dass du Bilder machst? Das wäre mir jetzt doch sehr viel angenehmer. „
„Du warst ganz hervorragend. Wir leuchten jetzt das Bett aus.
Komme einfach, wenn du fertig bist. „
Diana kam nach zehn Minuten, nackt. Sie spielte ein hübsches Spiel hinter dem Moskitonetz. Anmutig, das muss ich schon sagen. Ich gab mir Mühe, sie ins rechte Bild zu setzen. Dann ließ sie sich aufs Bett fallen und zeigte noch einmal, was sie so zwischen den Beinen hatte. Sie spielte auch ein wenig an sich herum. Dann hatte sie genug. „Es ist sicher nicht gut, wenn ich wirklich heiß werde.
Kann ich bitte einen der Bademäntel haben? Ich ziehe mir nur schnell was Sauberes über, dann bringe ich ihn zurück. „
„Aber natürlich. Ich danke dir sehr für die gelungene Vorstellung. Sage der Negermama, sie hätte ausgezeichnete Arbeit, wenn auch mit hervorragendem Material, geleistet. „
Diana huschte davon. Schon nach fünf Minuten war sie wieder da. Sie hatte ein T-Shirt und Bluejeans an. Ihre festen Brüste sah man gegen das zu enge T-Shirt drücken.
BH hatte sie keinen an.
Wir plauderten, bei spanischem Cava, bis fast Elf. Dann erhob sich Dolores demonstrativ. „Ich gehe jetzt zu Bett. Unser Flug geht um Neun. Wir müssen eine Stunde vorher los. „
Lis und Kristin stoben hoch. „Wir müssen ja auch noch packen. Aber bei Sonnenaufgang geht es noch einmal ins Meer“, befahl Lis.
*** Sonntag, 3 . Januar. Das Meer war wundervoll.
Lis meinte, es sei eine Schande, es nicht zu nutzen. „Wer weiß, wie der Strand auf Martinique ist. Wir haben Dolores noch nicht einmal danach gefragt. „
„Eigentlich mag ich es, überrascht zu werden. Sie hat es in Puerto Rico und hier doch prima gemacht, warum soll es also in Martinique schlechter sein? Wir werden dort aber wohl unser Französisch brauchen. Endlich mal Praxis, ich bin schon sehr gespannt, wie wir da zurechtkommen“, tröstete ich meine Verlobte.
Der Flug ging flott und reibungslos über die Bühne. Am Flughafen wartete eine junge stramme Blondine mit einem kleinen Bus auf uns. Sie begrüßte uns, zu unserer Verblüffung, auf Deutsch. „Hallo, ich bin die Fortune. Ihr könnt Deutsch, Französisch, Spanisch oder Englisch mit mir sprechen. Sie gab jedem freundlich die Hand. Dolores wurde fest in den Arm genommen. „Dass man dich auch mal wieder sieht. Diesmal hast du aber eine vornehme Gruppe.
Nicht nur das feinste Gästehaus der Insel, auch noch die besten Zimmer — nein, gleich alle. So einen Kunden hatten wir noch nie gehabt“, sagte sie auf Spanisch zu ihr. Dolores lächelte nur. Fortune wandte sich wieder uns zu. „Dolores ist eine alte Freundin des Hauses. Aber jetzt zu ihnen, ich hole mit einem Gepäckträger ihre Habe. Die Kiste mit Wäsche, die mit Luftfracht ankam, habe ich schon im Bus. Dann fahren wir los.
Knapp eine Stunde. Lassen sie sich überraschen. Ich bin ganz sicher, es gefällt ihnen. „
„Wirklich gefallen würde mir, wenn wir uns gleich duzen. “ Wieder einmal Erklärungen meinerseits.
„Mir ist es recht. Wir haben drei Fiestas bekommen. Alle Bilder sind wohl von Ihhh … von dir. Zuerst war die Familie etwas schockiert. So etwas in unserem Hause, stöhnte Mam. Als sie dann die Bilder aus Japan sah, war sie aber wieder voll begeistert.
Die sind teilweise ja richtig zauberhaft. Diese Beatrix Mai schrieb aber auch ganz toll dazu. Bei Mickis Mädchen mussten wir fast, ein bisschen taten wir es, weinen. Vor allem, weil alles so gut ausging.
Lis konnte nicht schweigen. „Beatrix Mai ist der Künstlername von Pauls Mom. In Deutschland ist sie eine bekannte Schriftstellerin. Es war das erste Mal, dass sie für ein Magazin dieser Art schrieb. „
Fortune, das Glück, fuhr den Bus in die Berge.
Plötzlich waren wir mitten im Urwald. So hatte ich mir Martinique nun überhaupt nicht vorgestellt. Vor allem nicht nach Barbados. Nur wenige Bäume spendeten dort Schatten, das Grün des Zuckerrohrs ist auch eher ein Gelb. Es war kaum Verkehr, Fortune meisterte die kurvenreiche Strecke in flottem Tempo. „Unsere Hauptstadt, Fort-de-France, hat ein wenig das Flair einer Provinzstadt in Frankreich. Ansonsten sind wir stolz auf unsere grüne Insel. Die Einheimischen nennen sie Madynina, die Blumeninsel.
Sie ist sehr fruchtbar, wir können fast alle Gemüse anbauen, die es in Europa gibt. Dazu Bananen, Kokosnüsse, Pampelmusen, Ananas, Mangos und vieles mehr. Stolz sind wir auch auf das reine klare Wasser, das aus den Bergen kommt. Wir versorgen die Kreuzfahrtschiffe damit. Nicht billig, dafür besonders gut. „
„Was sind das für komische Pflanzen, die da an den Stämmen der Bäume kleben?“, fragte Kristin interessiert. Sie hat’s mit Pflanzen.
„Oh das. Orchideen. Jetzt blühen sie nicht, im Frühjahr und Sommer kann man jedoch sehen, woher die Bezeichnung Blumeninsel kommt. “ Der Wald lichtete sich. Wir fuhren durch Hunderte, vielleicht Tausende Bananenstauden. Fast alle hatten eine noch grüne Dolde. Dann ein Schild: Residence Janssen. Wir fuhren gleich darauf in eine Ansiedlung von Bungalows, Lagerhäuser und Stallungen. Fortune hielt vor einem besonders großen Bungalow.
„Willkommen in der Residenz Janssen.
Es ist der Name meines Vaters. Er ist leider vor zwei Jahren gestorben. Nun sorgen wir Frauen dafür, dass es weitergeht. Dieser Bungalow ist unser Prachtstück, er hat alles, was das Herz begeht. Vom Dampfbad bis zum eigenen Pool. Vom Kamin bis zur eigenen Küche. Zwei große Schlafzimmer mit großen Bädern und ein kleines Zimmer mit Dusche. Ein sehr großes Wohnzimmer, ein Esszimmer und eine Kammer für die Wäsche, notfalls für die Kammerzofe. Deswegen heißt sie ja wohl so“, erklärte Fortune.
„In einer Stunde ist das Essen fertig. Ihr werdet abgeholt. Dann könnt ihr auch gleich einen Teil eurer Opfer begrüßen. Der Schlüssel steckt, das Gepäck bringe ich gleich, ich bin halt die Jüngste und das Mädchen für alles. Am Sonntag hat das Hausmädchen frei. „
„Das mit dem Gepäck schaffen wir schnell“, sagte Axel und half.
Lis schoss zuerst ins Haus. „Das ist ja wirklich eine Luxusherberge.
Noch besser als das Herrenhaus in Dorado und das Schloss. “ Sie sah ins Bad. „Das Bad ist mindestens genau so gut wie beim Lord. Kristin, welches Schlafzimmer wollt ihr?“
„Das Kleinere. Dann braucht mich Axel nicht zu suchen. Der Arme wird tagsüber von Paul ja sooo sehr ausgenutzt, da ist er abends leider meist todmüde und – ich habe darunter zu leiden. „
Axel schnappte sich seine Frau und legte sie sich über das Knie.
„Du nichtsnutzes Frauenzimmer. Unseren Chef so arg zu beleidigen. Entschuldige dich sofort. “ Kristin schrie wie am Spieß. Sie tat es lachend. Da war natürlich nichts davon im Ernst gemeint.
Es klopfte. Ich ging zur Türe. Fortune stand draußen, ein großes Paket in den Händen. „Hier werden wohl Frauen vergewaltigt“, vermutete sie. Ich bat sie herein. Sie sah Kristin lachen. „Es scheint mir aber eher wie ein Akt der Freude“, lachte sie dann mit.
„Ich war halt ein bisschen frech“, gab Kristin zu.
„Und ich habe vergessen, das Paket hin zu stellen. Dolores hat es telefonisch für Axel König bestellt. Es ist gestern gekommen. „
„Na Gott sei Dank, es hat also geklappt“, freute sich Axel. „Dazu muss ich etwas sagen. Also, unsere Uniform gefällt mir. Das Hemd ist mir hier aber zu warm. Ich fragte Dolores, ob es solche Hemden in Dünner, und mit kurzem Arm gibt.
Das gibt es natürlich. Dann hatten wir eine Idee. Schau nicht so Kristin. Eine Idee, sonst nichts …“
„Und wenn schon. Du hast noch ein, zwei Schüsse frei. Absolute Treue verlange ich erst, wenn unser Kind da ist. Wissen möchte ich es natürlich vorher schon“, lächelte Kristin.
„… sonst nichts! Habe ich gesagt. Ich gab ihr einen Entwurf und sie bestellte“, sprach Axel einfach weiter.
„Nun spanne uns halt nicht auf die Folter.
Was bestellt?“, bohrte Lis. Neugierde dein Name ist Weib, dein Vorname ist Elisabeth.
Axel machte das Paket auf. „Unsere Idee war, warum Hemden? T-Shirts sind hier viel besser geeignet. Notfalls kann man die abends selbst auswaschen. Darum habe ich welche bestellt, für dich mein Schatz …“ Er gab Kristin eines. „Und natürlich auch für meine liebe kleine Schwägerin. “ Lis bekam ebenfalls eines.
Die Uniformblusen fielen – und der BH auch.
Die T-Shirts wurden angezogen. Dieser Stoff kratzt nicht, daher, aber man(n) konnte die Knöpfchen deutlich sehen. Die T-Shirts waren im typischen Jeans Blau, über der Herzgegend war in einem leuchtenden Rot PO aufgedruckt, fast so, wie es auf meinem Siegelring ist. Axel drehte seine Frau um. Über die ganze Rückenbreite stand mein Name, auch in diesem Rot. Darunter stand, etwas kleiner: Masters Assistant.
„Das sieht gut aus. Richtig professionell“, musste ich Axel loben.
Er griff ein nächstes T-Shirt und zog es sich über. Gleiche Aufmachung. Unter meinem Namen stand jedoch Master of Lights. Unter dem PO vorne auch. Meine Masters Assistants klatschten vor Freude in die Hände, ich klatschte mit. Das war wirklich eine sehr gute Idee. Axel griff wieder in die Wundertüte.
„Mach die Augen zu und ziehe es bitte über, Paul. „
Ich tat, was er wollte.
Lis und Kristin jubelten. Das PO war auch da. Im O war ein großer weißer Punkt. Der Diamant, schoss es mir durch den Kopf. Zwei goldene Lorbeerzweige hüllte das Signet von unten ein. Darunter, wieder in Rot, stand Himself. Ich sah in den Spiegel. Auf dem Rücken, prangte mein Name, darunter sehr prahlerisch: The Master Himself.
„Das ist noch nicht alles. Ich habe, für jeden, drei T-Shirts machen lassen, auch für Kim.
Dann habe ich noch 18 Stück, mit dem Aufdruck Team Assistant in Damengröße und Fünf in Herrengröße. Diese T-Shirts können wir unseren örtlichen Helfern geben. „
„Womit kann ich dir da nur danken?“, fragte ich.
„Danken? Es ist mein Dank, dass ihr uns zu dieser fantastischen Weltreise verholfen habt. „
Es klopfte. Dolores und Fortune wollten uns zum Essen abholen. „Ihr kommt genau richtig“, grinste Axel.
„Ich habe es doch richtig interpretiert, dass Fortune unsere hiesige Assistentin ist?“
„Ja, das bin ich. Gerne zu Diensten. „
„Dann habe ich eine schlechte Nachricht für euch. Wir sind schon umgezogen, wie ihr seht. Ihr noch nicht. Hier sind eure T-Shirts. Los Umziehen, das Team muss einheitlich aussehen. “ Sie schauten erst etwas verblüfft, drehten sich um, zogen die Bluse aus und das T-Shirt an. Beide sahen sehr appetitlicher darin aus.
In einem gemütlichen Speisesaal, saßen etwa zwei Dutzend hübscher Mademoiselles. An einem noch fast leeren Tisch, nur eine etwas ältere, jedoch sehr knackige Blondine und eine sehr rassige schwarzhaarige Jüngere.
„Das ist meine Mam, Heidi Janssen, und dies,“ sie zeigte auf die Schwarzhaarige „ist meine Schwester Contessa. “ An alle gewandt, stellte sie nun uns vor. „Das ist Paul Oktober, der Meister selbst, Axel König, der Beleuchter und dessen Frau Kristin.
Lis ist die Verlobte des Meisters. Beides sind seine Assistentinnen. “ Jetzt lachte sie und drehte sich und Dolores um. „Wie ihr seht, sind wir für das ganze Team zuständig. Also, benehmt euch. Jetzt wird gegessen, dann hoffe ich, dass the Master Himself zu euch spricht. “ In ihren Augen blitzte der Schalk. Mein Team und ich verbeugten uns. Dann grüßten wir Mam und Contessa per Handschlag. Derweil wurde bereits, als Vorspeise, eine dicke Scheibe Pastete an kleinem Salat serviert.
„Das schmeckt viel besser als in Barbados“, konnte es Lis sich nicht verkneifen laut zu sagen. Ich fragte Fortune, sie saß zwischen Axel und mir, nach möglichen Locations. Halt das Wichtigste.
„Ich habe mir noch einmal die Hefte angesehen. Dann habe ich mit Dolores geredet. Ich denke zuerst gehen wir ein wenig in den Wald. Dichter Busch, viel Grün, teilweise sehr exotisch. Danach fahren wir zum Stand.
Teils flach, teils mit Felsbrocken. Ähnlich wie auf Barbados, wie mir Dolores sagte. Ihr würdet dort auch gerne selber baden, hat sie mir anvertraut. „
Ein wundervoller Fisch unterbrach sie. „Was ist das für eine leckere Sauce. Kokosnussmilch?“, wollte Kristin wissen. Axel klaute ihr derweil ein Stück Fisch und mampfte.
„Ja, ist es, sie bedarf einer speziellen Zubereitung. Unsere Köchin zeigt es dir gerne. Wenn dein Mann übrigens mehr Fisch haben will, braucht er es nur zu sagen.
„
Kristin schlug Axel auf die Finger. „Du hast schon wieder geklaut. Oh ich armseliges Wesen, mein Mann gönnt mir auch gar nichts. Nicht mal das Essen. Oh weh, wen habe ich da nur geheiratet. “ Sie jammerte so völlig übertrieben, dass alles lachte. Ganz ihr Papa, der kann so etwas auch ganz gut.
„Die Location hören sich gut an. Ich denke, wenn ich heute 18 Shootings bekomme, dann ist das genug für einen Reisetag.
Was meint ihr, mein Dreamteam?“ Die nickten mit vollem Mund. Das Essen war ganz nach unserem Geschmack. Axel hatte noch einmal einen Nachschlag vom Fisch geordert. Ich werde es wohl auch tun.
„Acht? Wie viele Bilder sind das?“, wollte Fortune wissen.
„So runde 300 Bilder“, antwortete ich. Ich war rund rum satt, aber keinesfalls voll gefressen. Der leichte Weißwein war gerade das Richtige. Einem Nachschlag des Desserts, einer Quarkspeise, musste ich leider entsagen, sonst hätte ich den Nachmittag verschlafen.
„Willst du jetzt mit den Mädchen reden?“, drängte mich Fortune.
Ich stand auf, klopfte ans Glas und sprach. Französisch. Wir haben einen großen Wortschatz, konnten die Grammatik, aber hatten keinerlei Praxis. Schulfranzösisch eben. „Meine Damen. Ihr wisst, wer ich bin und ihr habt bestimmt die Magazine gesehen. Ihr wisst also genau, was ich mache. Wir fahren heute zuerst in den Wald, danach ans Meer. Ich bitte 18 von euch, sich zu melden.
Wer denkt, er hätte etwas zu bieten?“ Die Mädchen sahen nicht nur gut aus, viel besser als die im Dorado, sie verstanden mich wohl auch. „Wer meldet sich für den Wald?“ Es war drei. Nun ja, Wald scheint nicht so gefragt. Von den andern, wählte ich Sieben fürs Meer aus. Mehr als 15 Personen passen nicht in den kleinen Bus. Dolores muss schon hier bleiben. Ich bat sie, die Mädchen schon mal Wäsche aussuchen zu lassen.
In 20 Minuten wolle ich losfahren.
Die Landschaft hier gefällt mir. Meinem Team auch, sie schauen mit ganz verträumten Augen. Wenn es nur etwas kühler wäre. Runde 29 °C und dabei etwas schwül. Fortune hielt an einem kleinen Bach. „Da kommt das Wasser für unsere Plantage her. Es ist sehr sauber, zum Bewässern eigentlich viel zu schade. „
Ich ließ meinen Blick schweifen. Er fiel auf eine kleine Latina, in Jeans und dunkelblauem Top.
„Pause! Hier ist unser erster Set in Martinique. Axel, ich denke nur die aufgezogene Alufolie zum Aufhellen und die Canon. “ Ich zeigte auf das Mädchen. „Du bist dran. “ Ich führte sie zur Location, sagte, was ich von ihr erwarte und dann „Action!“
Becky begann. Zögernd.
„Stopp. Fortune, fahre den Bus weg, wer will schon ein Shooting machen, wenn die ganze Konkurrenz dabei zusieht. „
„Nun dann, noch einmal.
“ Es lief flüssig. Becky stand im Bikini da, er fiel Stück für Stück. Sie war keine große Sensation, gehorchte aber jedem Kommando. Sie machte ihre Sache gut und ohne Hast. Nach kaum 8 Minuten lag sie auf einer kleinen Mauer, völlig nackt. Nach 10 Minuten waren wir wieder im Bus. Becky schnatterte aufgeregt mit den Freundinnen – da verstand ich nichts mehr.
Fortune fragte verblüfft „stimmt was nicht?“
„Was soll nicht stimmen? Ein Film ist bis auf ein paar Bilder durch.
Becky war recht gut. „
Urwald. Tiefer Urwald, und doch nur knapp ein Dutzend Schritte von der Straße entfernt.
„Das mag ich machen“, bat Calista. „Das passt zu mir. Ich bin eine echte Mestizin. Papa Indianer und Mama Spanierin. Ich bin wie Papa. Ich liebe den Wald und ich liebe die Natur. „
„Dann mal los. Liebe ihn!“ Sie trug ein braunes, kurzes Top von Willi, es hob sich kaum von ihrer Hautfarbe ab.
Dazu trug sie eine kurze schwarze Turnhose. Im Haar ein grünbraunes Band und am Oberarm eine Spirale als Reif. Sie beanspruchte nicht viel Platz. Ein Stein genügte. Calista war so gut wie ihre Figur. Der Motor der Kamera schnurrte den restlichen Film von Becky durch, Axel gab mir die Rollei. Ich zog auch diesen Film durch. Das Mädchen und die Location waren irgendwie passend. Wenn sie am Schluss einen Speer in der Hand gehabt hätte, ich wäre kaum verblüfft gewesen.
Ein bunter Papagei war alles was fehlte. Leider gab es keinen.
Beim Zurücklaufen zum Bus, sah ich eine sehr merkwürdige Pflanze. Eine Art Schilf, die Blätter wachsen aber nur aus zwei, gegenüberliegenden Seiten heraus, ähnlich dieser Palme, die ich sah. Im Hintergrund ein hoher Wasserfall. Ich winkte das verbleibende Waldmädchen heran. Sie kam; auch in einem braunen Bikini. Zuerst dachte ich sie sei nackt, Willi wird wohl auch zweimal schauen müssen.
Sie ist eines der Naturtalente; ihre Brüste zu zeigen war für sie kein Problem. Sie zog auch das Höschen aus, es gab für die Kamera aber nichts Genaues zu erkennen.
„Ich heiße Never und so ist es auch. Das wird nie einer sehen, bis ich verheiratet bin. Und dann nur der,“ erklärte sie. Ihr gutes Recht.
„Dann wollen wir mal ans Meer fahren. “ Lis machte inzwischen die Papierarbeit und Kristin redete mit den Ladys.
Stoff sammeln für Mom. Fortune steuerte eine Bucht an. Ein völlig einsamer schöner Strand und am Ende große Steinbrocken. Hinter den Steinbrocken ging ein Tal ab. Es war der Zufluss eines Baches. Es hatte sich dort etwas grünliches Wasser angesammelt. Der Bach selbst war fast leer.
„Es ist Trockenzeit. Das Wasser, das noch fließt, geht meist in unsere Plantage“, informierte Fortune uns unerfahrene Europäer.
„Wer will, kann ins Wasser.
Ich schaue mich mit Axel um. Dann hüpfen wir auch rein. Weiter in 30 Minuten“, kommandierte ich. Die Mädchen stoben los. Axel und ich gingen auf die Suche. In dem Tal wurden wir sofort fündig. „Da muss, was Vollbusiges rann. Sonst wird sie als Motiv erschlagen“, entschied ich. Der Strand selbst bot alle Möglichkeiten. Wir gingen nochmals nach oben zurück. Am Plateau war ein netter Platz. „Was meinst du, du Master of Light? Sag schon was.
Lass dir nicht jeden Wurm aus der Nase ziehen. „
Axel nickte nur. „Es gibt nicht mehr dazu zu sagen. „
Wir hüpften nackt ins Wasser, ohne weiter nachdenken. Die Mädchen waren es auch, außer Fortune. Als wir nackt reinkamen, ging sie raus – sich ebenfalls ausziehen. Die Zeit war bald um.
Ich musterte die Mädchen. „Ich suche eine Kandidatin. Ja du. Du bist der Typ, den ich suche, komm mit uns.
„
„Ich heiße Gloria. “ „Und du bist die Nächste. “ Es war Holly, wie ich prompt erfuhr. „Na prima. “ Ich sah mich um. Mein Blick fiel auf ein asiatisch aussehendes Girl. “ „Heißen Susy. Alle nennen Susy Wong. Ich freuen. “ Noch eine Vollbusige. „Dich möchte ich im Abendsonnenschein. Wenn es denn einen gibt. “ „Ich bin die Chantal. “ Erfuhr ich noch. Lis notierte den Ablauf.
„Du und der Rest, können wieder ins Wasser.
In 45 Minuten seid ihr wieder da. Holly und Susy warten, Gloria kommt mit. „
Sie kam mit, nackt, wie sie war. Vor Ort lehnte sie an einem Felsen, während ich ihr erklärte, was ich wollte. Zwei Nachfragen, dann war sie bereit. Es wurde ein selten schönes Shooting. Der Platz war perfekt; die Sonne stand noch hoch und reflektierte das grüne Wasser in einem eigentümlichen Licht. Ich schoss Bild um Bild.
Erst das Ende des Films bremste mich. Notgedrungen.
„Du bist begnadet, deine Figur fantastisch und dein Agieren traumhaft. Du bist ein Siegertyp. Vielleicht reicht es nicht zum ersten Platz, Angebote wird es aber bestimmt geben. Ich meine Seriöse. Ein paar geile Kerle melden sich natürlich auch. Diese Post brauchst du ja nicht zu lesen. “ Gloria lachte erfreut, dann ging sie ins Meer.
Holly ist ein ganz anderer Typ.
Mehr mongolisch, ohne der Augenfalte. Ihre Brüste waren klein, ihr Körper gepflegt, die Muschi kahl. Sie posierte mit einem roten Tuch, Sarong heißen die Dinger wohl. Ist der auch von Willi? Er wird es wissen. Auch sie verdiente ein Lob.
Susy Wong war dran. Sie wartete am langen Sandstrand, ein blaues Tuch um die Hüfte. „Hallo Susy Wong. Ich denke, du wälzt dich erst ein bisschen im Sand. Lässt dir dann bitte zwischen die Beine schauen, in Europa denken immer noch sehr viele, asiatische Mädchen hätten die Vagina quer.
„
Susy lacht fröhlich. „Ich nix quer, ich zeigen. “ „Und danach ins Wasser, dass knapp die Muschi nass wird. “ „Was sein Muschi?“ „Das, was du nicht quer hast. Nun also los. “ Es ist einfach toll, wenn man Modelle hat, die es verstehen sich zu bewegen. In der Karibik waren das gut 80 % meiner Opfer. Susy gehörte dazu. Der Film füllte sich rasant.
„Gloria, Holly, Susy und Chantal können ins Wasser.
Der Rest kommt mit nach oben. Beeilung bitte. „
Rinette führte einen Bikini im Anblick des Meeres vor. Ein klein wenig hölzern. Auf den Bildern wird man es kaum sehen. An der Bambuswand eines neuen Unterstandes, es kamen scheinbar doch Leute hierher, führte sie, jetzt entspannt lächelnd, einen Zweiten vor. Dann hatte sie es satt und zog sich aus. Auch ihre Figur kann sich sehen lassen. Eines ist sicher, Busen wachsen in der Karibik zu besonderer Schönheit heran.
Ich konnte Rinette nur danken.
Mimi agierte auf einer blauen Decke, ich hatte einen guten Blick auf sie und das Meer. Sie versteckte nichts. Nikki posierte an der rostigen Brücke über dem keinen Bach, wo ich vorher mit Gloria war. Sie startete mit einem kleinen roten Bikini; völlig nackt, an einen rostigen Pfeiler gelehnt, hörte sie auf. Sie sah nicht nur Gloria sehr ähnlich, sie war auch genau so gut.
„Wann geht die Sonne unter?“, wollte ich von Fortune wissen.
Sie sah zur Sonne. „Ich denke in knapp einer Stunde. “ „Gut. Ich will jetzt mit meinem Team nochmals ins Wasser. Chantal soll, kurz bevor das Abendrot kommt, fertig sein. Dann will ich für gut zehn Minuten keinen am Strand haben, der mir ins Bild kommt. Und nun los … Meer, ich komme …“
Eine quietschende, jaulende, fröhliche Meute junger Menschen erschreckte die Fische. Dass zwei nackte junge Männer mittobten, das störte offensichtlich keinen.
Die ersten neugierigen Blicke waren längst vorbei, das kannte ich inzwischen. Bei Sonnenuntergang gingen wir raus. Chantal duschte sich schon, oder noch, genüsslich. Ich hatte keine Zeit mehr die Hose anzuziehen, sie war ein zu lohnendes Motiv.
Alle verschwanden aus meinem Blickfeld, nur Chantal blieb. Ich fotografierte sie unter der Dusche. Sie agierte.
„Was erwartest du von mir?“
„Sei schön und präsentiere dich gleich dem Licht der untergegangenen Sonne.
Den Rest mache ich. “ Dann kam das Backfire. Die Landschaft färbte sich golden, der Körper von Chantal auch. Ich muss wohl wie ein wild gewordener Affe ausgesehen haben, wie ich da nackt um sie herumhüpfte. Die Zeit war sehr knapp, in den Tropen ist das Abendrot schnell vorbei. Auf der Heimfahrt kicherte mir Lis ins Ohr. „Das nächste Mal, solltest du lieber doch eine Badehose anziehen. Klein Paul schlenkerte ganz schön durch die Landschaft.
„
Als wir im Hotel ankamen, war es schon dunkel. Schnell duschen, anziehen und los. Zeit für die Cocktailstunde. „Es ist ein sehr amerikanischer Brauch. Viele unserer Gäste kommen von dort. Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt. Es ist halt ein ideales Forum, um dumm zu quatschen und den Feierabend einzuläuten. Unsere Gäste lieben diese Stunde“, erklärte uns Fortune.
Es gab kleine Appetithappen und Champagner. Wer harte Drinks wollte, bekam welche.
Es war alles da, natürlich auch die Mädchen. Sehr elegant gekleidet. Dann kam wieder die übliche Lobhudelei über unsere Professionalität und unser Verhalten.
„Denkst du denn, Fortune, dass mein Verlag Nichtskönner auf die Reise schickt und sie so gut unterbringt?“, gab ich zu bedenken.
„Dass du es kannst, zeigen deine Fotos in der Fiesta. Es geht darum, wie du es machst. Mit welcher Gelassenheit du den richtigen Augenblick findest, mit welcher Zielstrebigkeit du den Mädchen Kommandos gibst, die sie auch verstehen, und wie straff euer Team funktioniert – das war beeindruckend.
Ich verstehe jetzt den harschen Ton, mit dem du manchmal ein, zwei Worte hinwirfst. Zeit ist Geld, bei der Arbeit. Sonst bist du aber die Liebenswürdigkeit in Person. „
Zum Glück war es Zeit zum Essen. Köstliche gefüllte Krebse, ein bunter Salatteller und ein saftiger Rinderbraten mit breiten Nudeln. In der Soße hätte ich baden können. Dazu die passenden Weine. Danach ein Obstsalat mit reichlich Orangenlikör, eine Offenbarung nach dem Essen auf Barbados.
Ein Kaffee rundete das Essen ab.
„Hör mal, Fortune. Hätte deine Mutter, du und deine Schwester, keine Lust heute Abend mit uns, im Bungalow, zu plaudern?“
„Paul, du wirst lachen, genau diesen Vorschlag wollte ich dir gerade auch machen. Mam möchte Neuigkeiten aus Deutschland, ich bin schlichtweg neugierig und Contessa auch. Wir bringen einen Eimer Punsch mit, das Nationalgetränk der Kariben. Dazu weißen und braunen Rum extra und viel, viel Eis.
Naschwerk natürlich auch. „
Es wurde ein meist heiterer, jedenfalls sehr langer Abend. Wir erzählten von unseren Reisen. Dann packte Lis die Neugierde. „Heidi, ich verstehe eines nicht, wie kannst du zwei so schöne, vor allem aber zwei so unterschiedliche Töchter haben. Oder ist eines der Mädchen angenommen? Könnte ja sein. „
Heidi zögerte nur kurz, dann erzählte sie: „Ich stamme aus Norden in Ostfriesland. Ich hatte jahrelang gespart; als ich das Abitur schaffte, zog ich mit guten Wünschen meiner Eltern für ein Jahr in die Welt hinaus.
Ich bekam einen günstigen Flug nach Venezuela, dort sah ich mir Land und Leute an und lernte Spanisch. Dann verliebte ich mich in einen gut aussehenden Teufel. Er hatte mich viel zu schnell rumm bekommen und … er war der erste Mann in meinem Leben. Ich war völlig unerfahren. Ein paar Tage später lag eine Karte in meinem Zimmer: Don Esteban di Granada y Alcoceber ist ein Gigolo und Heiratsschwindler, stand darauf. Ich bin nun zwar blond aber nicht blöde; entweder eine verschmähte Frau oder die Wahrheit.
Ich hörte mich um, es war beides. Der letzte Beweis war, dass er mich um 10000 Mark anpumpen wollte. Er sei im Moment knapp, das Geld für den Verkauf einer großen Viehherde, sei noch nicht da und er müsse seine Arbeiter pünktlich bezahlen. Nicht mit dem Geld einer Ostfriesin! Ich sagte, ich wolle mir Geld überweisen lassen, wenn er im Gegenzug meine Zimmerrechnung übernimmt. “ Wir tranken uns zu. „Er ging mit mir zur Rezeption und tat es.
Bezahlt hätte er es wohl nie oder von meinem Geld. Und dann ließ ich ihn gnadenlos hängen, mit den Hotelkosten am Hals. Das Zimmer lief jetzt ja auf seinen Namen.
Rache ist süß – und mir war die Lust vergangen. Ich wollte auf einer schönen Insel wieder zu mir kommen und, Martinique hörte sich gut an. Ich flog hin und mietete mir ein Zimmer in Saint Pierre, am Fuße des Vulkans Montagne Pelée.
„
„Ich dachte immer, Pele wohnt auf Hawaii“, quatschte Lis dazwischen. „Wie man sich irren kann. „
„Dazu kann ich leider nichts sagen“, erwiderte Heidi. „Der Vulkan heißt halt so, er ist nicht weit von hier. Aber eigentlich ist nichts auf der Insel weit. Ich kaufte mir also ein altes Motorrad und erforschte das Hinterland. Dann schlug das Schicksal zu – mein Motorrad gab den Geist auf, laufen war angesagt.
Ich kam bald zu einer Farm, ich erhoffte dort Hilfe und sie kam, in Gestalt eines 23 – jährigen Hamburgers. Groß, stämmig und blond. Er hatte die Farm gerade von seinem Onkel geerbt und hatte außer Arbeit nichts und niemanden. Ich verliebte mich schon wieder. Innerhalb von vier Wochen waren wir verlobt. Dann geschah das einfach Unfassbare, ich merkte, dass ich schwanger war. Von dem Heiratsschwindler. Denn mit Ole wollte ich diesmal bis zur Hochzeit warten.
“ Sie schluckte, trank dann einen großen Rum pur. „Ich bat Ole Janssen darum, mich frei zu geben. Er wollte natürlich wissen warum. Was blieb mir übrig, ich erzählte ihm die ganze Geschichte. Er meinte, wenn wir gleich heiraten, dann fällt das keinem auf. Er sei vorher ja auch nicht keusch gewesen und ich hätte ihn ja noch gar nicht gekannt. Es gäbe also nichts zu verzeihen. Nach einer verheulten Nacht fragte ich ihn, ob er es wirklich wolle.
Er beharrte stur darauf. Ich telegrafierte nach Hause. Nur drei Tage später waren meine Eltern da. Ole wurde begutachtet, die Farm wurde begutachtet, dann wurde geheiratet und meine Eltern fuhren zufrieden wieder heim. Meine weitere Weltreise war storniert. Eigentlich wollte ich studieren. Landwirtschaft. Nun saß ich mitten drin und hatte leider nur sehr wenig Erfahrung damit, aber guten Willen es zu lernen, mit Ole. Dann kam das Kind. Sie sah aus wie eine Kreolin, der Verführer hatte voll durchgeschlagen.
Ole sah sie an, nahm sie in den Arm und meinte, du bist also unsere kleine Komtess. So wurde sie dann auch getauft. Eineinhalb Jahre später kam meine zweite Tochter. Strohblond. Du bist unser ganzes Glück, sagte Ole und auch sie wurde entsprechend getauft, Fortune. Etwas Verstand hatten wir aber noch, ihr zweiter Vorname ist Maria. Wir lebten so richtig glücklich, bis Ole, vor zwei Jahren, bei einem Verkehrsunfall, schuldlos starb. Eine Welt brach für mich zusammen.
Meine Töchter hielten den Laden lange alleine in Schwung. Jetzt bin ich wieder dabei. In mancher Nacht vermisse ich Ole – ich will aber nicht mehr Heiraten. Wir hatten genug Glück zusammen, davon muss ich zehren. „
Wir wechselten das traurige Thema. Lis erzählte von Persien und, dass wir eigentlich Graf und Gräfin sind. Das Thema lenkte natürlich gewaltig ab. Wer hat schon mal die Freude, eine fürstliche Familie im Haus als Gast zu haben? Axel schilderte dazu noch ein paar Episoden, wie meine Rosenehrung und die devote Begrüßung durch die niederen Sippenmitglieder, nach dem Eintrag ins Stammbuch.
Auch von meiner Nebenfrau Renate war die Rede, dass auch sie mir diese Ehre erwies. Natürlich auch das einmalige Spektakel mit Abdallah.
Heidi wurde zuerst stutzig. „Nebenfrau? Wieso Nebenfrau?“
Ich stieß Lis an. „Du hast das Thema angezettelt. Es ist dein Bier, nun erzähle es halt. Ich bin ja doch nur der geliehene Mann. „
Da hatte nun ich geplappert. Dass meine Mom als Beatrix Mai schreibt, das war ja nun bekannt.
Dass Heidi ausgerechnet diesen Roman, von einer Freundin aus Deutschland, zu Weihnachten bekam, ist einer dieser seltsamen Zufälle, die uns schon mehrfach begegnet sind.
Nach den ersten Worten von Lis, wusste sie Bescheid und lachte lauthals. „Deine Mutter schreibt wohl eher Tatsachenberichte. War es denn wirklich so?“
„Ein wenig Rankenwerk ist schon dabei. Jetzt ist meine Nebenfrau, Renate, in Persien. Letztes Jahr hat sie sich in Japan in unseren dortigen Assistenten verliebt.
Die beiden haben sich inzwischen für eine Woche in Bangkok getroffen, Gefühle auffrischen. Ich gehe aber davon aus, dass nächsten Herbst geheiratet wird. Er ist Hotelkaufmann und sie erbt ein Hotel. „
„Dann bist du jetzt also wieder ohne Frau?“, wollte Heidi wissen.
Alles wollte ich ihr nun natürlich nicht unter die Nase binden. „Lis ist seit letztem September Neunzehn und seit Oktober, in Persien, meine Frau.
Vorerst nur im körperlichen Sinne natürlich. „
„Oh wie schön für euch. In dem Buch ist ja euer Leiden so rührend beschrieben, ihr habt euch also wirklich an die Abmachung gehalten? Was frage ich, du hast es ja gerade gesagt. Ich gratuliere euch. Standhaftigkeit überzeugt. “ Auch Fortune und Contessa schlossen sich dieser Meinung an. Es war schon fast Mitternacht. The Party was over. Frühstück um Sieben. Oder vielleicht doch im Zimmer? Das sei natürlich auch möglich.
Wir entschieden uns für das Buffet im Speisesaal. Wir konnten uns gut vorstellen, dass dort die Auswahl größer ist.
Lis schlief in der Nacht sehr unruhig. Dauernd murmelte sie irgendwas. Hat sie zu viel Rum gehabt? Das Zeug ist nicht von schlechten Eltern. Ole’s Private Special Select stand auf dem Etikett. 55 Vol%. Sie wird es überleben.
*** Montag, 4 . Januar. Das Frühstück war klasse. Die Mädchen, die ich gestern fotografiert hatte, fahren nach dem Frühstück heim.
Der Bus wird um Neun erwartet, mit Nachschub an jungen Damen. Nital und Soleielle sollten auch mit dem Bus um Neun fahren, das Wochenende war für sie vorbei. Mittags mussten sie schon wieder zur Arbeit. Jetzt waren sie traurig, weil sie nicht dabei waren.
„Dann machen wir halt jetzt noch schnell ein paar Fotos. Soleielle am Pool, in einem der Stühle. Mach was mit Sonnencreme. Und du Nital agierst dort drüben an der Mauer.
Ziehe dich einfach langsam aus. Hübsche Mädchen wirken aus sich heraus. “ Die beiden wetzten los. Nach zwanzig Minuten war alles klar. Der Vertrag war gerade unterzeichnet als der Bus kam. Fortune meldete, die Zimmer von Florenze, Izabel, Luisa und Josy seien fertig. Ich sammelte mein Team ein, Lis hatte die Zimmernummern. Ich schickte Axel und Lis zu Izabel. Ausleuchten und Papiere unterzeichnen lassen. Sie sollen dann weiter zu Josy, dann Luisa und Florenze.
Die beiden zogen ab.
Dolores meinte: „Josy hat sich ein freches pinkfarbenes Röckchen mit passendem T-Shirt ausgesucht. Dann verliebte sie sich in einen weißen Top. Sie lässt fragen, ob du sie in beidem fotografieren könntest. Mit Fortune hat sie schon ausgehandelt, sie kann auch ein anderes Zimmer benutzen, wenn sie das Bett wieder zurechtmacht. „
„Sag Lis Bescheid. Wir haben keine Zeitnot. Josy soll nach Florenze, für das 2 .
Shooting fertig sein. „
Kristin und ich gingen zu Izabel. Sie ist eine wunderschöne Frau, sehr europäisch anmutend. Vater Däne, Mutter Mestizin. Sie ist für dieses Völkergemisch erstaunlich groß und wirkte, in einem Hauch von Morgenmantel, sehr gepflegt. Sie roch nach dieser spanischen Majaseife. Nur im Gesicht hatte sie, für meinen Geschmack, zu viel Rouge aufgetan. Wir sollten halt eine Visagistin im Team haben. Sie posierte, wie ich es inzwischen gewohnt war – ganz ausgezeichnet.
Josy ist ein kreolisches Temperamentbündel mit grünen Augen und Knopf im Bauchnabel. T-Shirt und Röckchen passten zu ihr, wenn sie die Kleidung auch nur kurz trug. Luisa, eine Mulattin mit gewaltigen Brüsten; unter einer schwarzen, eleganten Jacke, trug sie eine schwarze, mit Rosenblüten bedruckte Korsage. Dazu einen passenden Slip. Schwarze Stümpfe komplettierten das Outfit. Auch sie, kein Problem. Florenze, Negerin mit langen Rastalocken. Ihre Nippel waren so groß und dunkel wie bei Luisa, die Brüste aber eher klein.
Sie trug eine weiße Stützkorsage. Diese Dinger, die den Leib einschnüren die Brust jedoch frei lassen, sie wird lediglich ein wenig gestützt. Florenze ist sicher der Typ, wie ihn viele mögen. Ich gehöre nicht dazu. Das will natürlich nicht bedeuten, dass ich mir mit ihr weniger Mühe gab. Persönliche Ansichten haben nichts mit der Arbeit zu tun. Weiter, noch einmal zu Josy. Sie posierte im Nebenzimmer auf einem roten Bettüberzug. Es fiel mir erst jetzt auf, dass bisher alle Zimmer ganz individuell eingerichtet sind.
Kein 18 /15 wie in so vielen Hotels. Die Familie Janssen hatte da wirklich ein Kleinod, hier im Farmland von Martinique versteckt. Leider zu weit für ein langes Wochenende von Deutschland aus. Ich sah auf die Uhr. Es war Elf.
„Fortune“, rief ich im Flur. „Ist noch jemand da?“ Sie kam angerannt. „Eigentlich nicht. Alle Mädchen sind durch. „
„Und was bitte heißt eigentlich? Bei uns in Deutschland impliziert das, dass es doch noch etwas gibt.
Meine Kamera ist hungrig, möchtest du vielleicht oder deine schöne Schwester?“, bot ich an.
Sie wurde rot. „Gibt es eigentlich eine Altersbegrenzung?“
„Na, so jung bist du doch auch nicht. Achtzehn reicht, nach oben offen, was vor den Augen des Fotografen besteht, wird fotografiert. „
„Nun, ich traue es mich kaum, zu sagen. Contessa und ich haben versucht, es ihr auszureden. Sie will es aber tun.
Mam, meine Mutter. „
„Jetzt lass mal rechnen. Du bist Achtzehn schätze ich. Dann ist sie etwa 40 . Sie sieht sehr gut aus. Was soll dagegen sprechen?“
„Nichts, außer, dass es eben meine Mam ist“, murrte Fortune. „Im Übrigen bin ich schon zwei Monate Achtzehn“, lächelte sie dann.
„Suche irgendeine Location im Freien. Es muss ja nicht gleich jeder zuschauen. Viel Sonne bitte. Lis und ich können in zehn Minuten da sein.
Der Rest des Teams macht seine Arbeit und ich mache eine Ausnahme: Wir lassen den Film hier entwickeln. Deine Mam kann sich ansehen, wie die Bilder wurden. Was ihr nicht gefällt, werfe ich raus. Ist das ein Vorschlag für euch, mit dem ihr leben könnt?“
Seit langem bekam ich mal wieder einen ganz dicken, lieben Kuss, der nicht von Lis stammt. Sie eilte davon, ich unterrichtete Lis.
Heidi, blond und groß, mit Strohhut, wie sie hier gemacht werden, einem weißen gehäkelten Top und einem blau geblümten kurzen Rock bekleidet, wartete zwischen den Lagerhallen auf uns.
Das Häkelmuster ließ viel ahnen, von dem was darunter ist. Fortune verzog sich. Ich machte mich an die Arbeit. Mit total freundlicher Gelassenheit zog sich Heidi langsam und lächelnd aus. Etwas erregt war sie schon, ihre Nippel waren ganz steif. Dann zog sie sich genauso gelassen, wenn auch etwas schneller, wieder an.
„Entsprach das in etwa deiner Vorstellung?“
„Da können sich sehr viele meiner Models eine große Scheibe davon abschneiden.
Unser Pauker hatte schon Recht, wenn er sagte, in der Ruhe liegt die Kraft. Du hast so gelassen, so zielbewusst agiert, da müssen die Bilder einfach etwas werden. „
„Danke Paul. Also doch kein altes Eisen. Jetzt muss ich aber an die Arbeit. Die Küche braucht meine Aufsicht, der Tisch will gedeckt sein. Wir haben 18 Mädchen zum Mittagessen. “ Sie verschwand.
Lis war sprachlos. Man bedenke, Lis.
Dann kamen die ersten Worte: „Wenn ich in dem Alter auch noch so gut aussehe, nach zwei Töchtern, dann will ich dem Herrgott danken. Ich hätte sie, bei dieser Figur, höchstens auf Mitte Zwanzig geschätzt …“
„und verloren! Ich denke, wir bringen jetzt alles ins Kühle und hüpfen in den Pool. „
„Mit oder ohne?“, kicherte sie.
„Es ist keiner da. Die einen Gäste kommen erst mit dem 12 Uhr Bus, die anderen sitzen auf ihren Koffer und warten darauf.
Ohne ist angesagt. Für den Notfall reicht ein Badehandtuch. „
Das ganze Team hüpfte. Auch Fortune. Als sie sah, dass wir auch hier nackt badeten, ließ sie ihre Hüllen ebenfalls fallen. Dolores war es inzwischen gewohnt. Als wir den Bus kommen hörten, zogen wir uns an. Nicht wegen dem Bus, sondern wegen dem Mittagessen. Wir hatten Hunger nach dem Baden. Dann fiel es mir ein. „Axel, ich habe wieder mal einen Problemfall.
Fahre bitte mit dem nächsten Bus nach Saint Pierre. Von Heidi weiß ich, dass es dort ein Fotolabor gibt. Ich habe einen Film, der muss, du verstehst, muss noch heute entwickelt werden. Ich will, dass du dabei bleibst und den Film wieder mitbringst. Ich habe gerade gezählt, wir haben jetzt 110 Filme durch. Sag dem Chef dort, wenn der Probefilm gut ist, kann er den Auftrag für die anderen bekommen. Sehe dir den Mann aber vorher genau an, er muss zuverlässig sein.
Dolores soll dann die ganze Zeit dabei bleiben, dass da nichts in die Hose geht. Mit wilden Kopien und so.
Das Essen war himmlisch, die neuen Mädchen neugierig. Die Vier vom Morgen wurden nach allen Regeln der Kunst ausgefragt. An ihrer Stelle hätte ich das auch getan. Axel zog los.
„Komm mit der Taxe zurück. Nicht, dass du womöglich läufst. „
Er zeigte mir einen Vogel.
Mein Team hat einfach keinen Respekt vor Himself. Am Nachmittag ging es ein wenig zäh, ich musste selbst ausleuchten. Um Halbvier hatte ich 18 Girls durch, eine kleine Ruhepause war angesagt. Lis, Kristin und ich lagen faul im Wohnzimmer. Ein paar Minuten später kam Axel.
„Der Diafilm ist okay. Die vielen Filme kann er nicht machen. Er hat bei einem Labor in Fort-de-France angerufen. Die haben Automaten und sind bereit die Filme von Dolores bewachen zu lassen.
Es sei ihnen eine Ehre, für Paul Oktober arbeiten zu dürfen. „
„Das ist mir eine große Erleichterung. Wer weiß, was bei der Wärme mit belichteten Filmen geschieht. Es gibt für Roland sowieso Arbeit genug, um die Abzüge zu machen, wenn wir zurück sind. „
Es klopfte. Fortune. „Wir wollen ans Meer. Liegt noch was an?“
„Wir wollen mit. Ich denke Dolores auch.
Dann können halt nur 18 Mädchen mit. „
„Mam und Contessa wollen heute mit und fünf der Mädchen. „
Es war wieder einmal das ultimative Vergnügen. Mam und Contessa waren wohl von Fortune vorgewarnt. Sie ließen die Hüllen fallen, als wir es taten. Die fünf Mädchen ebenfalls, als sie sahen, dass wir uns wie Adam und Eva ins Wasser stürzten. Danach machte ich noch ein paar Fotos der Mädchen.
Auf der Heimfahrt sagte Lis ganz trocken: „Scheiße, ich glaub ich habe einen Sonnenbrand. „
Contessa hob ihr einfach das T-Shirt hoch, betastete ihren Bauch und ihre Brust. „Der ist genau in dem Stadium, in dem noch ein Dampfbad hilft. Das klingt zwar blöde, aber es gibt der Haut Feuchtigkeit. Danach Zitronensaft. Ich reibe dich gerne damit ein. „
„Das hilft wirklich?“, staunte Lis.
„Oft probiert, nie gefehlt, nur schnell muss es gehen.
Wir verschieben den Cocktail um eine halbe Stunde“, bestimmte Heidi.
„Ich habe auch Sonnenbrand“, seufzte Rachel. „Ich bin völlig überrascht. In letzter Zeit war ich halt kaum nackt in der Sonne. Das ist nun die Strafe dafür, dass man nichts für die Gesundheit tut. „
„Noch jemand?“, wollte ich wissen. Keiner. „Dann kommt Rachel einfach mit und ich versuche dort, ein paar Fotos zu machen. Endlich mal ein neues Motiv.
“ Alles lachte und Rachel wurde rot. Dann waren wir auch schon da. Contessa eilte voraus und stellte das Dampfbad im Bungalow an. Lis und Rachel schwitzten. Sie duschten kalt, dann wurden sie wieder losgehetzt. Danach posierte Rachel für mich, auch beim Eincremen durfte die Kamera zusehen. Ich versprach, sie morgen am Pool noch einmal aufzunehmen. Das erhöht ihre Chancen. In der Zwischenzeit rieb Contessa, Lis von Kopf bis Fuß mit Zitronensaft ein. Als ich ins Schlafzimmer kam, waren gerade die letzten Stellen dran.
Dann war es höchste Zeit zum Cocktail.
Das Abendessen war ein Gedicht. Eine Scheibe Gänseleberpastete mit Trüffel, auf Salat. Danach eine köstliche doppelte Brühe mit Eierstich. Als Hauptgang gab es eine halbe Languste für jeden. Für uns lagen zwei Ganze auf einer Platte, kriegerisch bäumten sie sich gegenseitig hoch. Der leckere Inhalt war herausgenommen und in Scheiben auf den Rückenpanzer dekoriert. Jede zweite Scheibe war mit einem Klecks Kaviar verziert.
Auf kleinen runden Weißbrotscheiben, waren die unansehnlichen Stücke, mit Majonäse gebunden, verteilt. Dazwischen feines Gemüse und Salate. Die Köchin kam und legte uns vor. Natürlich bekam sie ihr verdientes Lob, ein diskretes Trinkgeld ist bei solchen Anlässen auch immer angebracht. Das hatte ich in Persien gelernt und damit überall gute Erfahrungen gemacht. Zum Hauptgang gab es Champagner. Nichts gegen deutschen Sekt, aber Champagner schmeckt einfach noch besser. Zum Nachtisch gab es eine locker geschlagene Creme, halb Schokolade, halb Marzipan.
Geformt als Jing und Jangzeichen.
„Wie bei Diana über der Brust“, erkannte Lis sofort deren Tattoo, an dieser etwas ausgefallenen Stelle.
„Ob die wohl auch so gut geschmeckt hätte?“, grinste ich zurück.
Lis tippte mit einem Zeigefinger an ihre Schläfe.
*** Die Familie Janssen kam, als wir es uns gerade bequem gemacht hatten. Heidi schleppte einen Korb mit Rotweinflaschen.
Contessa einen Korb mit Gläsern und frischem französischem Weißbrot. Fortune balancierte eine Platte mit verschiedenen Käsesorten. „Da sind wir wieder. Gestern hatten wir so viel Spaß, da konnten wir nicht anders als uns heute nochmals einzuladen. Ich denke, wir schalten die Anlage auf etwas kühler, dann können wir den Kamin anmachen. Selten genug gibt es Anlass dazu“, sagte Heidi.
Und dann ging das Erzählen wieder los. Jedes Wort von uns wurde begierig aufgenommen.
Lis lief zur Hochform auf. Es wurde gefragt, wie Renate denn dazu kam, ausgerechnet in Japan ihr Herz zu verlieren. Ein gefundenes Fressen für Lis. Kein Detail blieb aus. Ich ahnte es schon, Kikki natürlich auch nicht. Als Lis dann von Mallorca sprach und dem Angebot von Renate an Agnes, da begannen bei mir, die Sturmglocken zu läuten. Als danach plötzlich Kitty im Gespräch war, mit der Vorstellung von ihr und mir für sie, der damals Unerfahrenen, bekam ich Panik.
Der Satansbraten hatte etwas vor. Eine der drei Gäste sollte geködert werden. Ich wusste nur nicht wer, fürchtete aber schnell, es ist Heidi. So unbemannt … Ich muss etwas tun.
Ablenken ist gut, dachte ich. „Der Kamin flackert so schön. Wie ist es, Fortune, was deine Mam sich traut, kannst du doch auch. Einfach so ein kleiner Strip vor dem Kamin, wäre das nichts für dich?“
Der Rotwein zeigte wohl Wirkung.
„Du meinst ich sollte … ich könnte … jetzt? Warum eigentlich nicht. Hole die Kamera. Ich glaube, ich habe Lust dazu. “ Sie ging zu Kristin und flüsterte mir ihr. Kristin ging weg. Dann begann Fortune eine unglaubliche Vorstellung. Ihr elegantes Sommerkleid fiel. Darunter hatte sie einen schwarzen Body und schwarze Strümpfe. Der Body fiel, nur der bunte Gürtel des Kleides diente als spärlicher Ersatz. Es kam eine kleine Krise. Es fiel ihr wohl auf, was sie da tat.
Dann kam Kristin, Fortune nahm ihr eine schwarze, durchsichtige Bluse aus der Hand und führte sie vor. Danach ein schwarzes Unterhemd, ein weißes Unterkleid aus Seide, dann fiel das Kleid und sie posierte nur noch in Schuhen. Spitze. Ich nahm sie in den Arm und gab ihr einen Kuss auf die Backe.
„Du warst wundervoll. Einmalig. Es ist nicht nur die Herkunft der Eltern, es muss auch das Klima in der Karibik sein.
Großes Lob. Jetzt hatten wir ja gerade eine tolle Live Show“, fügte ich hinzu. „Ich habe aber noch eine. Aufgepasst. “ Ich winkte Axel zu und machte das große Licht aus. Axel schaltete den Projektor (den aus Japan) ein und zog langsam den Film von Heidi durch. Kein Pieps im Saal. Filmende, Licht an. Dann kam der Applaus. Sechs Personen können ganz schön Lärm machen.
Heide war die Ruhe in Person.
„Von wegen alt“, war alles, was sie sagte. Ihre Töchter knuddelten sie. Contessa sagte: „Ich hätte nie geglaubt, dass Mam wirklich noch so gut ins Bild kommt. Ich habe mit den Mädchen gesprochen, sie waren alle voll des Lobes. Ich habe gesehen, wie du vorhin mit meiner Schwester umgegangen bist und nun habe ich ein erstes Ergebnis gesehen, die Bilder meiner Mutter. Ehrlich, ich bin ganz einfach begeistert. Ein, zwei Bilder sind ja sehr gewagt, zumindest arg frech.
Aber kein Einziges ist unanständig oder gar widerlich. Höchstens für jemanden der Frauen hasst. Mir bleibt nur eine Frage: Kannst du es morgen früh bei mir auch versuchen?“
„Gib mir deine Zimmernummer und sage mir die Zeit, ich bin pünktlich da. Mit Axel und Lis natürlich. Ein Wachhund löst Probleme schon im Vorfeld, daher muss er sein. „
„Gab es denn je Probleme?“, wollte Heidi prompt wissen.
Natürlich musste Lis wieder die Geschichte mit Blondi ausquatschen.
Sie zeigte ihr im Heft, das ja auf dem Tisch lag, sogar das entsprechende letzte Model. Das verrückte Busenwunder blieb mir wenigstens erspart, sonst gab es ja keine Vorfälle.
Die vier Flaschen Wein waren leer und Heide wollte Nachschub holen, denn der Weinkeller ist ihr Resort. Lis wollte mit, den Keller sehen. Nun war ich ganz sicher, wer ihre Opfer waren. Heidi und ich. Lis hatte mal wieder ihr gutes Herz entdeckt.
Der restliche Abend verlief sehr harmonisch. Wir leerten noch zwei Flaschen, dann war es Zeit abzubrechen. Ich war voll entspannt, denn morgen früh werde ich mit Contessa und Rachel den 130 . Film füllen. Es lagen dann noch fast sechs Tage vor uns.
Lis und ich duschten, dann schlüpften wir ins Bett. Sie war liebebedürftig und genoss es auch. „Nun sag es schon. Raus damit. Ich kenne dich und ahne es, dann brauchst du auch nicht mehr im Schlaf zu reden und ich habe meine Ruhe“, bat ich danach.
„Hab ich gestern geredet?“
„Du hast. „
„Es ist wegen …“
„Heidi, nehme ich an. “ „Ja. Sie tut mir einfach Leid. Zuerst dachte ich, sie hätte der Liebe wirklich entsagt. Dann sah ich jedoch ihre Augen blitzen, als Axel dann von Renate sprach. Ich wurde aufmerksam. Die Sache mit dem geliehenen Mann interessierte sie plötzlich, danach sah sie immer wieder verstohlen zu dir hin.
Heute Morgen nun das unvermutete Shooting. Da wollte sie garantiert nur zeigen, dass sie immer noch eine anziehende Frau ist. Ich habe mich erkundigt, sie badet selten im Meer. Dort wollte sie dich sicher nur nackt sehen, ob du was bringst. Ich habe bewusst von Kitty und von Kiki geredet, als ich sah, dass ihr Entschluss gefasst war. Als ich mit ihr in den Weinkeller ging, war sie aufgeregt. Es war ja nicht viel Zeit.
Unvermittelt sagte sie, kannst du mir Paul morgen Abend leihen? Eine Stunde oder so? Du kannst dir denken warum. Euere Erzählungen haben mir Mut gemacht. Vor allem die Geschichte mit dieser Japanerin. Vielleicht bin ich in ein oder zwei Jahren bereit, wieder eine Verbindung einzugehen. Dann muss aber noch ein Flämmchen glühen. „
„Und?“
„Ich habe zugesagt. Ich habe dich jeden Tag, nutzen tun wir es meist viel weniger.
Einen Abend kann ich auf dich leicht verzichten. Es muss uns nur etwas einfallen, um die Sache unter uns zu belassen. Axel und Karin würde es zwar kaum scheren, aber es geht sie auch nichts an. Wer mit 18 Mickimäusen zurechtkam, wird einer armen Frau doch ein wenig Glück schenken können. Oder was meinst du?“
„Erpressung“, jammerte ich. „Ob es überhaupt so viele waren, bleibt unbewiesen und überhaupt, habe ich jemals etwas nicht gemacht, was du dir in den Kopf gesetzt hast?“ Lis hatte keine Gegenargumente — die suchte sie wohl auch nicht.
Dienstag, 5 . Januar. In dieser Nacht war Lis so ruhig, wie ich es von ihr gewohnt bin oder ich so müde, dass ich nichts hörte. Die Amsel hörte ich nicht, hier gibt es nämlich keine. Dafür war Lis wach und forderte ihr Recht, wie sie sagt. „Wenn ich dich schon abends ausleihe, will ich jetzt etwas von ihm haben. „
„Nicht ich habe es vorgeschlagen, sondern du.
Jetzt kommt meine Rache. Ich werde mit dir für heute Abend üben. “ Und dann ließ ich für zehn Minuten den Tiger raus, wie Kim dazu sagt.
„Oh mein Gott. Oh du meine arme Kleine. Noch eine Minute und ich wäre in Ohnmacht gefallen. Jetzt verstehe ich, was Renate und Kim mir sagten, dass dies nichts mit Liebe zu tun hat. Das ist pure Sexlust und du hast davon keine Sekunde zum Üben gebraucht.
Ich hoffe meine Kleine ist schnell wieder in Ordnung. Es war teuflisch gut, himmlisch schön, ich brauche aber noch viel Zeit, für so einen heißen Ritt auf Amors Pfeil. Aber, danke mein Schatz, dass du die Gelegenheit genutzt hast mir zu zeigen, was du noch alles drauf hast. “ Sie schleckte mich ab. „Ich kann aber nun mal nicht aus meiner Haut und Heidi tat mir einfach Leid. Ich bin sicher, dir tut es auch gut.
Ich kann mir vorstellen, dass die vielen nackten Mädchen schon ein wenig Frust aufbauten, den du mit etwas Brutalität los bekommen willst. Wenn es mit Heidi nicht so klappt, wie du es dir vorstellst, dann kannst du mich noch mal so benutzen. Einmal muss es ja doch sein, dass wir richtig zur Sache kommen. „
„Ich habe keinen Frust mein Liebling. Überhaupt keinen. Es sollte eben auch keine Strafe sein, vielleicht eine kleine Warnung.
Nämlich, dass das miteinander Schlafen sehr facettenreich ist. Ich sehe da noch nicht ganz durch, aber jede Frau, mit der ich bisher geschlafen habe, hatte völlig andere Wünsche und Begierden. Bei den Mickimäusen ist es mir am meisten aufgefallen. Ich wusste zwar nicht, wer was mochte, sie brachten mich aber flott dahin, wie sie es wollten. Das ging natürlich wortlos, nur mit sanfter Gewalt. Ich habe vieles in Erinnerung, wenn ich heute mit ihnen schlafen würde, und sie ihre Wünsche offen äußern, daran könnte ich sie schon erkennen.
Ich bin aber froh, ganz ehrlich gesagt, dass dies nie der Fall sein wird. „
„Ich kann es mir vorstellen. Ich habe ja ein paarmal frech zugesehen, da war zwar teilweise nur Show dabei, aber wenn ich es mir so überlege – ja, du hast Recht. Ich werde deswegen Kim und Kristin mal ausquetschen. Aber, sag mir, sind meine Wünsche denn wirklich sehr viel anders als die der Anderen?“
„Es geht nicht ums anders sein.
Die Stellungen sind doch gleich. Es geht um die Art: zärtlich, brutal, fest, hart, tief, schnell, langsam und was weiß ich noch. Dann die begleitenden Dinge, küssen, schmusen, in die Augen sehen und streicheln. Ich meine, abgesehen von damals in Singen, mit so vielen Frauen habe ich nun ja auch noch nicht geschlafen. Da seid ihr drei, dann Kitty und Mitzi, dazu Kikki und, ach ja, Hellen. Genau genommen habe ich, außer Hellen, alle dir zu verdanken.
Oder vielleicht nicht? Auf jeden Fall sind es Sieben. „
Kräftiges klopfen an der Tür enthob Lis einer Antwort.
„He, wollt ihr nicht aufstehen?“, fragte Axel.
„Katzenwäsche, anziehen“, jagte ich Lis aus dem Bett. Fünf Minuten später waren wir im Wohnzimmer. Lis trödelt gerne erschreckend lange im Bad. Wenn sie will, geht es jedoch auch in Sekundenschnelle, wie ich heute zu meiner Freude feststellte.
Das Frühstück schmeckte wieder hervorragend, ich kann dieses kleine Ressort nur empfehlen. Das sagte ich auch Heidi, sie saß drei Plätze neben mir. Sie nickte erfreut.
„Danke Paul. Aber sage dazu: Es muss lange vorher gebucht werden. Wir werden von Jahr zu Jahr beliebter, nicht zuletzt auch wegen der Tüchtigkeit meiner Töchter. Alleine könnte ich es kaum schaffen. Eine Ruhepause oder ein Vergnügen gäbe es dann nie.
Das muss aber auch einmal sein. Apropos Vergnügen – ich habe seit Samstag eine Einladung für heute Abend, zum Präfekten in Fort-de-France. Ein Ball zum Geburtstag seiner Frau. Ich würde liebend gerne hingehen …“
„Na dann tue es doch. Fortune und ich kommen auch alleine mit dem Abendessen zurecht und heute ist es ja nicht so voll. Das bekommen wir schon geregelt. Wann fängt der Ball denn an?“, ermutigte sie Contessa, unterstützt von Fortune.
„Du hast gut reden. Cocktail und Abendessen könnt ihr natürlich. Das eigentliche Problem ist, mit wem soll ich gehen? Alleine kann ich da ja nur ganz schlecht hin. „
Lis trat mir auf den Fuß. Ich wollte gerade schreien, da sagte mein Biest: „Nimm doch einfach Paul mit. Wir kommen in Deutschland so wenig weg, da ist es bestimmt eine schöne Abwechslung. Axel ist noch auf Hochzeitsreise, so muss ich mich wohl opfern.
Einen Abend leihe ich ihn dir aber gerne. Wann kommt ihr denn wohl wieder?“
„Meinst du wirklich? Würdest du mitkommen wollen, Paul? Wir müssten um Fünf los und sind gegen Neun wieder hier. Die feiern zwar bis tief in die Nacht hinein, solange war ich aber auch mit Ole nie dort. Wir müssen ja früh raus. „
„Ich sage bei der Arbeit was geschieht, privat schwingt Lis das Szepter.
Da muss ich noch sehr viel dran arbeiten, bevor wir heiraten. Mit dir gehe ich aber gerne auf den Ball. Das wird bestimmt nett. „
„Au fein. Dann sind wir für Fünf verabredet“, freute sich Heidi. Sie hatte wohl richtig Lust bekommen. Dass es nicht um den Ball ging, war mir indes völlig klar.
„Meine Damen!“ Ich sah demonstrativ auf die Uhr. „Ich erwarte Rachel in fünf Minuten im Garten an der kleinen Quelle.
Ich wünsche den anderen alles Gute. Es war schön mit euch, ich wünsche euch viel Erfolg. “ Die Mädchen klopften auf den Tisch. „Dolores, du fährst um Neun bitte mit. Ich gebe dir jetzt gleich die Filme und lass dir den von Rachel, wenn es klappt, auch den von Contessa, an den Bus bringen. Du wirst kaum vor Sechs zurück sein. Den Burschen, der die Arbeit macht, kannst du zum Mittagessen einladen. Auf Spesen.
Das geht aber nur, wenn in euerer Abwesenheit die Filme sicher sind, ganz sicher. Sonst musst du dir halt etwas kommen lassen. “ Dann war Rachel dran. Sie turnte gekonnt an der kleinen Quelle, die den Pool speist, herum. Ritsch, ratsch war der Film durch. Dann ging ich zu Contessa auf ihr Zimmer. Sie posierte in Wäsche, die sie sich bei Dolores geholt hatte. Einen ganzen Film voll. Ein wenig scheu ist sie schon, bedauerte ich, als der Film fast alle war.
Ich wollte gehen, da sagte sie: „Wohin willst du denn? Das war die Arbeit, wie mir Kristin gestern erklärte. Jetzt kommt das Vergnügen, die wilde Mestizin bekommt Ausgang. Ich bin wählerisch und ich bin noch Jungfrau. Wenn ich einen finde, ist er mein und ich sein, für immer und exklusive. “ Und dann zeigte sie der Kamera doch ihre spärlich behaarte Muschi. Sicher war sie mal rasiert und die Haare sind nachgewachsen. Dann wurde sie rot und brach ab.
Ich konnte Dolores die letzten Filme gerade noch zum offenen Fenster im Bus hineinreichen. Meine Morgenarbeit war getan.
„Fertig machen zum Baden!“ Dachte ich. Vor dem Bungalow wartete eine brünette Französin.
„Ich bin Celeste, eine Freundin von Fortune. Sie sagte mir, sie … du seiest nett. Ich habe die Einschreibezeit zu dem Wettbewerb verpasst. Ich weiß, es gibt viel Hübschere als mich, aber es reizt halt doch.
Könntest du vielleicht trotzdem? Fortune sagt, du hättest jetzt eigentlich Pause. Da dachte ich …“
„Axel, Lis, Kommando zurück. Wir haben noch einen Kunden. Kristin, du hast frei, darfst dafür unseren Kram in der Wohnung aufräumen. Das Mädchen muss uns ja nicht alles nachtragen. „
„Ich bin das Mädchen“, sagte Celeste unerwartet. Ich mache das gerne, es ist schließlich mein Job. Bei euch sieht es immer viel aufgeräumter auf, als in den Zimmern der anderen …“ Sie schlug sich mit der Hand vor den Mund.
Sie hatte vor Kunden geplaudert. Dann:
„Darf ich eine kleine Bitte äußern? Ich würde gerne am Pool des Bungalows fotografiert werden. Es ist weil, weil … nun mein Freund glaubt nicht, dass ich überhaupt in dieses Haus darf. Hier wohnen doch nur VIPs und …“ Celeste war nicht nur scheu, leider auch nicht begabt. Durchschnitt, wie die guten Models in Deutschland, so fies das auch klingt. An unserem kleinen Pool, viel zu warm um darin zu baden, schälte sie sich dann aber schon fast gekonnt aus ihrem Kleidchen.
Einen Film füllte sie locker. Ich bedankte mich, dann konnten wir endlich in den großen Pool. Fortune und Contessa warteten schon auf uns.
„Mam hat noch zu tun. Wer abends ausgeht, muss vorher rann. Das ist ihre eigene Regel“, lachte Contessa.
Der Pool wird mit Wasser aus den Bergen gespeist. Das klare Süßwasser tat gut, wir hatten ja am Morgen nicht geduscht. Als wir dann faul in der Sonne lagen, fiel es mir siedend heiß ein.
Ich ging zu Fortune. „Es ist mir etwas peinlich. Ahm … habt ihr … Ahm … habt ihr Kondome zu verkaufen? So weit draußen gibt es ja sonst keinen Laden. „
Sie sah mich überrascht an. „Nimmt Lis nicht die Pille? Wir hier nehmen sie alle. Auch Mam trotz … na, ja. Hier draußen kann immer mal etwas mit einem Mann passieren. Wenn das Schlimmste geschieht, sagte sie einmal, dann wenigstens ohne böse Folgen.
„
„Ahm … nein, für Lis brauche ich keine. Natürlich nicht. Ich dachte eher daran … nun ja, manchmal soll es ja schon vorgekommen sein, dass Mädchen über einen Mann herfallen. Es ist mir zwar … ich meine … ach Scheiß drauf. Danke auf jeden Fall. „
„Nichts zu danken. Dass du stotterst, wegen Kondomen, das hat mich nun aber doch verblüfft“, grinste sie mich dann auch noch an.
Mir war nicht zum Lachen. Wenn Heidi die Pille nimmt, dann ist das Problem erledigt. Irgendwelche Krankheiten wird sie kaum haben. Wenn es dann wirklich dazu kommt, dass wir – dann macht es ohne Pariser viel mehr Spaß.
Der Bus kam, mit Nachschub für die Kamera. Beim gemeinsamen Mittagessen trafen mein Team und ich schon einmal eine Vorauswahl. „Ich will versuchen, ob ich wieder 18 schaffte.
In Haus und Garten sozusagen. Ich möchte, dass ihr dann ans Meer zum Baden geht. Gönnt euch auch ein wenig Vergnügen. Nehmt vor allem die Mädchen mit, die ich heute nicht dran nehmen konnte. Die haben morgen früh ja keine Freizeit. “ Mein Team wusste Bescheid.
„Ach Fortune, was Blödes, ich habe auf der ganzen Reise noch kein Lesbenpärchen vor der Kamera gehabt. Kennst du welche oder kennst du jemand der welche … Quatsch.
Schau zu, dass morgen welche da sind. Doppeltes Honorar und einen dicken Kuss für dich. „
„Lesben? Du meinst Frauen, die mit einander … ob es das hier gibt? Ich telefoniere mal rum. „
An die Arbeit. Chessie, die erste der Neuen, trug schon einmal eine Krone und eine gelbe Schärpe. Aufdruck: Miss Nude. Jahr stand keines dabei. Wenn da mal nicht die Hoffnung trügt. Die Konkurrenz ist gewaltig.
Ich schaffte die 18 Filme bis Halbfünf. Danach duschen, rasieren, anziehen, Küsschen von Lis und fertig.
Punkt Fünf klopfte ich bei Heidi. Die Türe öffnete sich. Sie sah schlichtweg umwerfend aus. Das hellblaue Cocktailkleid passte fantastisch zu ihren blonden Haaren und ihren dunkelblauen Augen. Auch sie hat ein wenig zu viel Rouge aufgelegt, dachte ich, als ich ihr galant die Hand küsste. Wir fuhren los. Dann merkte ich, dass Heidi aus Verlegenheit rot war und nicht zu viel Rouge aufgelegt hatte.
Sie war sichtlich nervös.
„Vorhin habe ich gedacht, du hast etwas zu viel Rouge aufgelegt, jetzt denke ich fast, du genierst dich. Sag nichts, es gibt nichts zu sagen. Glaube mir, ich bin kein Hurenbock. Heute Morgen, noch im Bett, haben Lis und ich über unser Sexualleben gesprochen. Es stellte sich heraus, dass von den sieben Frauen mit denen ich geschlafen habe, sechs mehr oder weniger auf das Konto meiner zukünftigen Gemahlin gehen.
Davon waren auch noch zwei, von meiner Familie in Persien, extra zu diesem Zweck ausgewählt. Ich ignorierte sie damals, erst auf Drängen von Lis tat ich meine Pflicht. Ich weiß sehr wohl, wie es geht, ich hure aber nicht rum und schlafe nicht mit jeder. Das zur gütigen Kenntnisnahme. “ Heide wurde sichtlich ruhiger, sie lächelte sogar. „Ich muss aber gestehen, ich mache es gerne. Heute habe ich nur ein kleines Problem. “ Sie erschrak sichtlich.
„Ich schlafe nämlich grundsätzlich nie mit meinen Models. Nun, wir hatten gestern das Vergnügen. Heute bist du unsere Wirtin, nein, so kann man es nicht sagen. Heute bist du eine Frau, die nach langer Zeit den Mut gefunden hat, sich für das Leben zu entscheiden. Kikki, du erinnerst dich, die Japanerin? Sie sagte zu mir, als es soweit war: Bitte verzeihe mir, wenn ich in deinen Armen an meinen verstorbenen Mann denke. Das war für mich die schönste Liebeserklärung an den eigenen Mann.
Es war mir eine Ehre, ihn würdig zu vertreten. Du verstehst sicher, dass da keine Liebe dabei ist. Die gehört exklusiv meinen Frauen. „
Heidi bremste. „Das hast du schön gesagt. Wir sind da. „
„Fort-de-France ist das aber nicht …“
„Dort fahren wir auch nicht hin. Der Präfekt wäre sehr überrascht, wenn ich mit dir dort auftauche. Die Party gibt es natürlich, ich würde nie bewusst lügen.
Ich bin auch eingeladen. Dies ist das Haus meiner Freundin. Ich denke, sie ist schon weg, Sie geht mit meiner Einladung auf die Party. Die Concierge kann also bestätigen, dass ich da war. Du kennst sie übrigens, Izabel, dein Model von gestern. „
„Oh, die Nummer eins. „
„Nummer eins?“
„Ein Spiel, das ich mit mir selbst manchmal spiele, wenn ich fotografiere. Mädchen der Nummer 6 sind unsaubere Schlampen.
Mädchen der Nummer Eins sind welche, mit denen würde ich, natürlich nur rein theoretisch, nun ja, mit denen würde ich sehr gerne schlafen. Sie sind äußerst selten. In der Karibik noch seltener als in Deutschland. Ein völlig unbedeutender Faktor hat dir leider eine Eins Minus eingebracht, dein Alter. Da es eine Wertung aus meiner Sicht ist, kann es kaum beleidigend für dich sein. Hoffe ich. „
Heide schloss die Türe auf, zog mich rein und dann küsste sie mich.
Weder wild noch gierig, aber so, wie man einen geliebten Menschen küsst. „Das hast du lieb gesagt. Komm rein, wir haben viel Zeit. Ich hoffe Izabel hat alles so vorbereitet, wie ich es ihr auftrug. „
Izabel hatte. In einem großen Wohnzimmer, vor einem großen Fenster, mit Blick über grüne Landschaft bis zum Meer hinab, war liebevoll ein Tisch für zwei Personen gedeckt. In einem Kübel mit Eis, stand eine Flasche Champagner.
Unter einer Glasglocke kleine Häppchen mit allen möglichen Leckereien. Im Hintergrund stand ein vierarmiger Kerzenleuchter. Auch ein Strauß Rosen war nicht vergessen worden. Über die bequemen Sessel, die davor standen, waren zwei Morgenmäntel gelegt. Ich verstand den Wink.
„Deine Freundin möchte wohl nicht, dass wir ihre Möbel mit Straßenkleidung beschmutzen. Darf ich dir beim Umkleiden helfen?“
Frauen in ihrem Alter werden also auch rot. Ich half ihr vorsichtig aus dem Kleid.
Es war eng, ich musste es herunter ziehen, über den Kopf ging es wohl kaum, zumindest nicht ohne die Frisur zu ruinieren. Darunter trug sie nur BH und Slip, ebenfalls in Blau. Sehr elegant, obwohl kaum Stoff dafür verwendet wurde.
Ich küsste sie mit aller Zärtlichkeit, die ich hatte, ihre Schultern, ihren Hals, dann ihren Mund, bevor ich ihr den Morgenmantel umlegte. Rasch war ich bis auf den Slip ausgezogen und selbst im Morgenmantel.
Ich hob sie hoch und setzte mich, Heidi auf dem Schoß, in einen der Sessel. Dann wurde ein wenig geschnäbelt, meine Finger spielten in ihrem Haar, meine Zunge an ihrem Nacken und am Hals. Der Sektkübel war in Reichweite, ich schenkte ein und wir tranken uns zu. Anstoßen mit Sekt ist blöde, die Gläser klingen nicht, sie klirren nur. Diese Erfahrung hatte ich schon gemacht. Ich kramte alle möglichen Liebenswürdigkeiten aus meinem Gedächtnis, Liebesschwüre ließ ich tief unten.
Sie wären unecht gewesen und das weiß Heidi natürlich auch. Sie roch ein klein wenig nach Maiglöckchen, mehr so im Hintergrund. Ich ließ ihren Mantel ein wenig von der Schulter rutschen und streichelte ihren Hals, küsste sie auf die Schulter und am Haaransatz des Halses, dann ein wenig den Rücken hinab. Ich zog den Mantel wieder hoch und wir aßen ein paar Häppchen. Dann kamen die Beine dran. Bis zum Knie. Nicht weiter. Heide war völlig gelöst und genoss meine Aufmerksamkeiten.
Durch die Seide des Morgenmantels hindurch fuhr ich ihr das Rückgrat auf und ab. Wieder einmal am BH angekommen, ein schneller Griff, der Verschluss war offen. Ein Griff nach oben, die Träger rutschten. Es konnte nichts passieren, ihr Busen ist stramm, das hatte ich gesehen.
Ich ließ meine Hand, über die Seide, zu ihren Brüsten gleiten, ihre Nippel richteten sich unter meinen Fingern auf. Ein kleines Seufzen kam aus ihrem Mund.
Ich küsste es schnell weg. Meine zweite Hand lag plötzlich auf einem Knie. Keine Reaktion. Meine Hand wanderte nach oben. Eine ihrer Hände war im Weg. Wie zufällig landete sie zwischen meinen Beinen. Sie drückte nach, Klein Paul war schon ein wenig munter. Sie spürte ihn und zog die Hand zurück, gleich darauf war sie wieder da. Meine Hand war in der Zwischenzeit am Rand ihres Slips. Sagen konnten wir nicht viel. Unsere rege Tätigkeit wurde durch ebenso reges Küssen begleitet.
„Wo?“ Fragte ich.
Sie zeigte mit einem Kopfnicken die Richtung. Ich hob sie hoch und ging dorthin. Die Türe war angelehnt. Ich stieß sie auf. Ein großes, aufgedecktes Bett, gedämpftes Licht. Ganz leise Musik im Hintergrund und ein paar diskrete Tücher auf dem Nachttisch. Ich ließ Heidi vorsichtig ins Bett gleiten und meinen Morgenmantel auf den Boden. Dann begann ich damit, Heidi den Slip auszuziehen. Sie ließ es willig mit sich geschehen.
Nun lag sie nackt neben mir. Klein Paul war in Hochform. Im Sinne des Wortes. Ich streifte meinen Slip ab und nahm die nackte Heidi in den Arm. Ein kurzes Versteifen von ihr, dann hatte sie sich überwunden.
„Ole komm, ich nehme die Pille. Sei bitte vorsichtig, du warst lange nicht bei mir“, hörte ich sie leise sagen.
Ich war vorsichtig. Sie war eng. Aber sie genoss jeden Moment.
Nach wenigen Minuten zuckte sie kurz und ließ einen freudigen Seufzer los. Kurz danach schon wieder … Schon wieder … Sie schob mich weg. Legte sich auf die Seite, von mir abgewandt. Sie lag da wie ein Fragezeichen. Sollte es das gewesen sein?
„Komm. Kuschle dich doch an mich. Dann komm von unten. Ole, mache Löffelchen. Weißt du nicht mehr, wie sehr ich es liebe?“
Mein Gehirn macht Überstunden, es durchbrach die Schallmauer, dann kam die Erleuchtung.
Ich rückte eng an sie rann, etwas tiefer. Sie half Klein Paul, den Eingang zu finden. Er rutschte tief rein, sie arbeitete mit. Meine linke Hand lag auf ihrem linken Busen, ich küsste ihren Hals. Zwischendurch knabberte ich an ihrem Ohr. Klein Paul und ihre Muschi arbeiteten derweil fleißig zusammen, sie hatte ihren Körper voll im Griff. Sie wusste ihre Wohllust zu steuern, sie kam im Minutentakt. Wieder, wieder, wieder …
„Geht es dir gut?“ Wollte ich wissen.
Eingedenk der Probleme die Kim einmal hatte.
„Himmel“, stöhnte sie. „Hölle“, keuchte sie. „Leben! Endlich wieder Leben“, schrie sie. Ihr Körper roch jetzt intensiver nach Maiglöckchen. Und dann war es soweit. „Ich komme …“ kündigte ich an.
„Komm rein“, jauchzte Heidi. Ich kam und Heidi schrie ihr Glück in das Kissen. Ich fischte nach einem Tuch und rieb sie trocken, sie kuschelte und weinte, das musste jetzt sein.
Ich küsste ihr die Tränen weg und holte uns ein Glas Champagner. Sie nahm es mir aus der Hand und zog mich nach vorne zum Tisch. Der Himmel war Blutrot, der Sonnenuntergang war gerade vorbei. Ich wollte nicht auf die Uhr sehen, das hätte vielleicht die Stimmung getötet.
Jeder saß nun in seinem Sessel. Wir verputzten die Häppchen und wir leerten den Champagner. Heidi sagte nichts, nur ihre Augen strahlten mit den aufkommenden Sternen um die Wette.
Das Licht der Kerzen spiegelte sich im Fenster. Sie war sichtlich glücklich.
Nach einer Weile sagte sie dann doch: „Oh Paul. Ich bin ja so dankbar, es war eine so liebe Idee von Lis. Ich fühle mich wieder als Frau und Ole wird es mir verzeihen. Er hatte immer Verständnis für mich. Er lebt noch in mir, das spüre ich. “ Ein abgrundtiefer Seufzer. „Er ist lebendiger als vor einer Woche.
Ich glaube, nein, ich bin sicher, er will, dass ich wieder glücklich werde. Ich werde das tun, was mir meine Töchter geraten haben: Einen Freund suchen. Nicht zum Heiraten, aber für die Seele. “ Langsam kam sie wieder zu sich. Sie ging in die Küche und kam mit zwei Tellern wieder. Pastete, Räucherfisch und große Garnelenschwänze, dazu frisches Weißbrot. Unter dem Arm eine neue Flasche. Ich öffnete sie und wir futterten. „Ich schulde dir ja ein Abendessen.
Wenn wir nach Hause kommen, werden meine Kinder wohl eine Zwiebelsuppe bereithaben. Etwas Warmes muss man ja im Bauch haben. „
Beinahe hätte ich eine dumme Bemerkung gemacht. Heide merkte es. „Im Magen meinte ich. “ Nach kurzem Zögern, sagte sie: „Wenn Ole mal für ein paar Tage weg musste, dann hat er es mir … darf ich es dir sagen?“
„Dann hat er es dir …“ wiederholte ich ihre Worte.
„Ganz arg von hinten gemacht. Ich war dann immer schlimm kaputt. Leider musste ich dabei immer ganz schrecklich schreien. „
„Gibt es hier eigentlich Nachbarn? Ich meine Hörbare?“
„Nicht in Hörweite. “ Ihr Gesicht verzog sich zum Grinsen.
Die Teller waren leer. Ich schnappte mir Heide, hob sie über die Lehne des Sessels und stieß zu. Sie riss an der Decke des kleinen Nebentisches.
Ein Aschenbecher fiel, sie steckte einen Zipfel der Decke in den Mund und dann schrie sie. Ich gab ihr alles, was ich hatte; sie musste Schmerzen haben, sie war es ja nicht mehr gewohnt. Auch Europäer haben ganz tief drin eine Tigerin. Nach gut einer Viertelstunde konnte ich sie erlösen. Sie rutschte mir beinahe aus den Händen. Ich konnte sie gerade noch halten. Sie war nicht ohnmächtig, ihre Augen glühten förmlich, wie ihre Backen.
Sie war nur erschöpft. Ich trug sie ins Bett und zog sie an mich, kuschelte mit ihr, später löste ich ihre Spannung mit einer neuen Runde Löffelchen.
Wir gingen zusammen unter die Dusche und zogen uns danach an. Ich half ihr beim Aufräumen. Bevor wir gingen, sagte sie: „Ich danke dir, Paul. Es war für mich ein schöner glücklicher Abend. Ich versuchte deinen Rat zu befolgen und dachte an Ole.
Er ist in mir, er braucht mein Gedenken aber nicht. Ich habe sehr schnell und sehr bewusst nur mit dir geschlafen. Voller Freude und Glück. Lass es uns jetzt vergessen. Bitte. Es ist sicher besser so. „
„Was soll ich vergessen? Gibt es etwas zu vergessen? Vielleicht dieses romantische Abendessen bei Kerzenlicht? Ist davon die Rede?“
Sie gab mir einen Klaps auf die Backe. „Ja. Du kannst mit Frauen umgehen.
Du verstehst sie, ich fürchte manchmal besser als sie sich selbst. Das mag der Grund sein, dass du so gute Bilder von ihnen machst. Lass uns jetzt fahren. Dann sind wir schon kurz vor 18 da. „
Sie fuhr vorsichtig. „Ach, wegen der Party, auf der wir nicht waren, du konntest den Präfekten leider nicht grüßen, er war umringt von vollbusigen Frauen. Das ist er immer. So hast du halt mit mir, dort einen romantischen Abend erlebt.
Alles klar? Vollbusige Frauen. „
„Alles klar, Frau Heidi Janssen“, antwortete ich.
Ende des Auszuges — Fortsetzung folgt.
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