Der Pornograf V – 02
Veröffentlicht am 22.01.2025 in der Kategorie AllgemeinGeschätzte Lesezeit: 83 Minuten, 32 Sekunden
Ausschnitte aus Band 5
(Hausfrauen, Nachbarn und andere Amateure)
Anmerkung:Dies sind Ausschnitte aus einem Roman und keine selbsständigen Sexstores
Fortsetzung:
„Nun hätten wir da, neben den üblichen Kunden, noch eine Gruppe von Pipimädchen. So was ist ja im Sommer günstiger, da können sie ihre Künste im Freien vorführen. Ich fand zumindest den Brief aber recht witzig – ehrlich gesagt, ich hätte mir beinahe auch ins Höschen gemacht.
Das Bild, das dabei lag, sah ich mir mit gemischten Gefühlen an; ist das Girl schamlos, weil sie sich so zeigt oder zu schamhaft, weil die dabei nicht erkannt werden will. Das gilt übrigens für Bedesta auch, eigentlich noch viel mehr, dort sieht man genau genommen gar nichts“,fuhr Doris fort zu referieren.
„Dafür funktioniert aber die Fantasie. Wohl auch bei dir. Lass halt mal das Bild sehen. “ Ich nahm es.
Mit einem Schlag kamen Erinnerungen auf. Ich reichte es weiter an Lis, die auch längst wieder unter uns weilte.
„Oh, oh. Das erinnert mich stark ans Siebenmühlental“, erkannte sie.
„Ja. Damit ihr das auch versteht, wir waren noch Kinder, unbedarft und neugierig. Ich ging mit vier Mädchen auf eine Wanderung. Irgendwie ergab es sich – wir kamen, auf den viel häufigeren Harndrang von Frauen, zu sprechen.
Ich hatte damals gerade mal erste tastende Versuche mit dem Fotografieren gemacht, genau genommen mit Schulfreundinnen, eine davon war Lis. Der damalige Tag sollte dazu dienen, weitere drei Mädchen in meinen Erfahrungsschatz aufzunehmen – beim Fotografieren, um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Nun, ich sagte damals, wohl in einem Nebensatz, ich würde zu gerne mal fotografieren, wie ein Mädchen Pipi macht. So ganz schlüssige anatomische Vorstellungen hatte ich zu dieser Zeit noch nicht.
Nun, die Mädchen machten das unter sich, für mich. Ich sah nur die Ergebnisse. Diese Bilder ähnelten sehr diesem hier. Doris, haben wir Altersangaben? Das könnten genauso gut auch noch neugierige Kinder sein. “
Die Jüngste ist Neunzehn, die Älteste Einundzwanzig und verheiratet. Das prüfe ich immer zuerst, falls du deine eigene Anweisung vergessen haben solltest. “ Es klang ein wenig sauer. Ich stand auf, drückte auch sie fest und entschuldigte mich.
Sie lächelte, dann las sie den Brief vor.Hallo Fotograf, nicht nur mein Mann und ich, lesen gerne dieTeensund dieNachbarn,auch unsere Freunde freuen sich darauf, wenn wir jeden zweiten Samstag Lesestunde halten. Dass zwischendurch mal ein Paar unsere Schlafzimmer verwüstet, nun, wir wechseln den Ort des Geschehens regelmäßig. Vor vier Wochen war da nun ein Bericht über ein Pipimädchen drin, das es einfach nicht lassen konnte, sich Nass zu machen.
Der Bericht traf bei uns auf offene Ohren – das Problem ist uns allen nur zu bekannt. Aus eigener Erfahrung; erst leidvoller, dann qualvoller, inzwischen lustvoller Erfahrung. Wir redeten lange darüber, dann hatte Josef, mein Mann, einen Vorschlag: Ich solle doch an Euch schreiben, wiewirmit diesem Thema umgehen und woher unsere Vorliebe kommt. Er vermutet, dass es noch viele Gleichgesinnte in Deutschland gibt.
Ich habe mindestens fünf Entwürfe gemacht und sie Josef gezeigt: zu nichts sagend, zu blöd und was es sonst noch an dummen Aussprüchen gibt.
Ich war nahe daran mich zu verweigern. Dann schriebereinen Entwurf, prompt machte ich mir in die Hose. Die Erinnerung wurde übermächtig. Nass wie ich war, schrieb ich diese Erinnerung nieder – sozusagen die nasse Wahrheit. Hier ist sie:
Es war übles Wetter draußen, November, kalt, Graupelschauer und Nacht. Neunzehn Uhr, ich war auf der Fahrt nach Hause, im Bus. Der Chef war heute den ganzen Tag grantig, ich allerdings auch nicht gerade gut drauf.
Zwei Briefe musste ich neu tippen.
Noch vier Stationen. Ich saß ganz hinten im Bus. Zwei Plätze vor mir ein netter Bursche. Seit vier Wochen fährt er mit. Ich muss ihn mal ansprechen, er scheint ja bei uns im Dorf zu wohnen. Der Bus schaukelte heute mal wieder besonders toll. Dazu kam, ich musste ganz dringend aufs Klo. Es ist der letzte Bus, aussteigen und dem Drang nachgeben, bedeutet 6 Kilometer laufen.
Oder Anhalter? Dazu hatte ich natürlich schon gleich gar keinen Mut. Es gab da ein bewährtes Mittel, den Mantel über die Beine, die Hand unter den Rock. Recht angenehme Gefühle verdrängten bald den Drang zum Wasserlassen. Bis zur Haltestelle würde es halten. Da war ja gleich, ein paar Meter weiter, diese Ruine; dort konnte ich in aller Ruhe meinen Bedürfnissen nachkommen. Meine Gedanken waren schon bei der ungeheuerlichen Erleichterung, die ich dann spüren würde.
Wilde Lust überfiel mich, mit der Hand rein in diesen goldenen Strom, dann mit der feuchten Freudenspenderin spielen, bis dieses heiße Lustgefühl kommt. Ich war nahe daran, jetzt, hier im Bus, auf den Boden zu pinkeln und es mir dann ordentlich zu geben. Ich schätzte ab, ob mich jemand sehen würde. Wenn ich ganz nach rechts rutschen würde? Nur der Bursche! Soll ich es wagen? Noch ein Blick — was machte er da mit seiner Hand? Seine Hose war hochgewölbt und er rubbelte an dieser Wölbung.
Meine Gedanken rasten, ich hatte schon mal einen Freund. Ein Ruck riss mich nach vorne. Der Bursche stand auf. Wir waren da. Ich drückte mich rücksichtslos vorbei, nichts wie raus. Ich rannte zu der Ruine. Rock hoch, Hose runter, oh. Der Wasserfall löste fast einen Orgasmus aus. Unendlich lange, meine Schuhe standen in der selbst verursachten Pfütze, der Mantel hing an dem wohlbekannten Nagel, in Sicherheit. Jetzt kam das Schönste, die Hand längst unten, Nass, griff an die brennende Stelle.
Oh Himmel, oh Hölle, oh verdammte Lust! Kommt schon, ihr teuflischen Gefühle – ja. Ja. JAAA!
Meine Sinne kehrten zurück. Das Gehör zuerst. Etwas weiter vorne pladderte es. Ich schrak hoch. Noch jemand urinierte. Rauf mit der Hose, runter mit dem Rock. Raus, nichts wie raus. Schreck! Dann muss ich ja an dem Pladdern vorbei.
Es hatte aufgehört. Die Augen, inzwischen an die Dunkelheit gewöhnt, sahen einen Umriss.
Ein Auto kam die Straße hoch. Im fahlen Scheinwerferlicht sah ich ihn, den Burschen, sein Glied in der Hand onanierte er völlig losgelöst. Er hatte mich wohl nicht gesehen. Fasziniert besah ich mir den roten Kopf seines Schlingels, meine Hand war längst wieder unter dem Rock, im Höschen, ich rubbelte im Gleichtakt. Ein Stöhnen kam von ihm, dann, die Hand wurde langsamer, ein weißer Strahl hob sich vom Dunkeln ab, als er gegen die Wand platschte.
Ein Schrei floh mir von den Lippen, der heftigste Orgasmus, an den ich zurückdenken konnte, durchzuckte mich.
Das brauchten wir jetzt wohl gerade beide!Hörte ich den Burschen sagen. Ich wurde ohnmächtig. Zum Glück fing er mich auf, er, Josef, mein heutiger Mann. Nun, das war die Geschichte, wie ich meinen Mann kennen lernte. Er verlor seine Eltern bei einem Verkehrsunfall, damals wohnte er nur zwei Häuser weiter, bei Oma und Opa.
Er ist so alt wie ich. Er hatte an jenem Abend, im Bus, das gleiche Problem. Auch ihm erschien die Ruine günstig; von außen hätte ihm genügt, dann sah er mich reinhuschen. Neugierde. Er folgte und er sah, was ich da trieb. Das machte ihn scharf. Sonst würde er es lieber abends im Bett tun, noch viel lieber morgens, gestand er mir noch an diesem ersten Abend. Schon wenige Tage später, bat er mich, mir beim Pipi machen zusehen zu dürfen.
Was soll ich sagen? Er durfte das natürlich. Es machte uns beide noch mehr an. Es führte, wohl unweigerlich, zu Weiterungen. Ich konnte es nicht lassen, auch wenn einer behauptet, alle Frauen sind so, ich erzählte alles den Freundinnen. Dann kam heraus, dass drei davon genauso gerne wie ich die Lust des Pipimachens genießen. Zwei davon sind so besessen, sie ziehen sich Gummiklamotten an und bepissen sich selbst. Es klang so ekelhaft wollüstig, ich musste es probieren.
Ich erzählte es Josef. Er fand das keinesfalls zu schmuddelig; das Baden danach brachte im Gegenteil weitere Freude. Dann brachte ich Josef mit zu den Freundinnen. Es wurde eine Orgie. Die Freundinnen hatten ihre schiere Freude daran von ihm bepisst zu werden. Danach, unter der Dusche, gemeinsam natürlich, wurde Josef dankbar von allen Damen beblasen, ich war allerdings immer die Einzige, mit der er weiter ging. Nur er und ich schlafen zusammen. Dass die Freundinnen dabei zusehen, stört uns an so einem fröhlichen Nachmittag oder Abend wenig.
Wir halten alles schön mit Gummiplanen bedeckt, auch ein paar Nachttöpfe stehen bereit. Nachher hilft er den Damen gerne mal mit einem Dildo aus. Wenn ich frech bin, komme ich auch noch mal dran – damit.
Dies zu unseren Erfahrungen mit dem goldenen Strom, wie wir es nennen. Einem Berichterstatter mit notwendigem Anhang würden wir gerne empfangen, und ihm etwas vorpissen. Mit ein wenig Gummiwäsche besonders gerne. Selma und Josef Anders.
„Wow!“, kam es von Lis. „Diese junge Frau sollte sich Mikel an Land ziehen. Die kann so armen Müttern wie mir, ja wirklich den Harndrang als Lustobjekt verkaufen. Vor allem, wenn die Säuglinge mich mal wieder bebieselt haben. Ich geh schon mal Pipi machen. “
Alles lachte. Gina und Anna hatten ebenfalls sehr wohl verstanden, was Doris da vorlas. Vielleicht nicht die Feinheiten, die waren auch nicht von Nöten.
Anna, auf alle Fälle, hatte einen roten Kopf.
„Na Anna, du scheinst da Erinnerungen zu haben. Würdest du sie uns wohl erzählen wollen? Du musst nicht, ich fände es aber schade, denn solche persönlichen Dinge schweißen unsere Gemeinschaft meist noch mehr zusammen. Und ihr gehört nun mal zum Team, ganz zweifellos“, ermutigte ich sie.
Anna schubberte zusammen, als wäre da gerade ein Unglück geschehen. Gina lächelte wissend.
Kim nickte den beiden zu.
„Ich erzählen, aber viel schämen“, begann Anna. „Ich spielen in Garten in Busch mit rotes Obst. Beeren, klein aber wie Trauben. “
„Johannisbeeren“, vermutete Uschi.
„Vielleicht. Da kommen großer Bruder. Ich immer viel Angst. Er nicht mögen seine Schwester. Ich machen ganz klein und er kommen immer näher. Vor mir bleiben stehen, er holen heraus seine, seinen Penis? Ist das richtige Wort?“
Alles nickte, gespannt lauschend.
Bahnte sich da ein Familiendrama an? Wurde das arme kleine Mädchen gar … „Nun, er holen ihn raus und, und … er machen Pipi. Mich treffen. Dann er spielen an sich, wie Brief schreiben. Ich nicht wissen warum, ich plötzlich Hand an meine … Ich haben an nur Kleid, keine Höschen, weil wir doch arm. “
Da kamen doch tatsächlich ein paar Tränen raus. Doris war schon bei ihr, als ich es gerade erst feststellt.
Ein wenig knuddeln, dann ging es auch schon weiter.
„Ich Elf, Bruder Fünfzehn. Bruder wissen was tun, ich nicht, aber an diesem Tag lernen. War schönes Gefühl als da spielen. Bruder bald gehen, auch nach machen — wie Brief schreiben? Ach ja, weiße Strahl. Mir in Haare, sehr mühsam wieder raus machen. “ Jetzt guckte sie keck. „Ich Bruder nie sagen, aber am Abend, probieren anfassen, da unten, nochmal, in Stall, wo ich haben kleine Kammer.
War immer noch schön. Dann sprechen mit Freundin. Sie nicht wissen. Wir probieren nochmal. Freundin machen vor Schreck Pipi, dann ganz große Augen. Als wir bekommen erste Mal rote Woche, wir wissen, was machen fröhlich. Als erste Freund, wir keine Probleme, nur haben viel Spaß“, ihre Augen leuchteten, wohl in Erinnerung an diese Zeit.
„Das hast du sehr schön erzählt, Anna. Ich werde es weitererzählen, wenn ich darf, dann kann Danielle, du erinnerst dich an sie? Dann kann sie eine kleine Geschichte daraus machen, und gibt dir von ihrem Honorar etwas ab.
Wäre dir das Recht?“, bot ich ihr an.
„Keiner kennen Anna Pappa, sie erzählen und Don Paolo machen freche Bild. Wenn wollen, ich machen gerne auch Model. Pfarrer uns sagen, bei Ausbildung in Schule, dass sein besser, Geld auf dieser Straße zu verdienen, als verkaufen selber. “
„Langsam. Das Angebot nehme ich gerne an“, lachte ich. „Aber dein Deutsch ist nicht stubenrein. Geld verdient manauf diesem Weg.
Auf der Straße verdienen es nur Huren und Straßenbauer. Mit dem Verkaufen hat das auch so seine Eigenart. Du kannst sehr wohl auf der Straße etwas verkaufen, das muss kaum ehrenrührig sein. Nicht aber solltest dudichverkaufen. Sich selbst verkaufen, bedeutet seinen Körper, mit Leib und Seele hinzugeben. Für Geld. Ich denke, das hast du auch längst nicht mehr nötig. Oder hast du keinen Freund, mit dem du hin und wieder ein wenig … du weißt schon?“ Ich fand die Gelegenheit passend, da mal zu bohren.
„Oh, verstehen. Verkaufen Blumen auf Straße, ist gut, verkaufen mich auf Straße ist nicht gut. “ Sie zog die Schultern hoch, spiele uns ein gewaltiges Schütteln vor Ekel vor, dann lachte sie. „Hat aber viel Spaß gemacht, wenn Mann war nett. Alte Mann nicht nett, geben aber mehr Geld. Ich glauben, war dann doch klein wenig Spaß. “
Das freundliche Lachen der Anwesenden, machte ihr sichtlich Mut.
Ich denke die vorgelesenen Briefe trugen auch dazu bei.
„Du fragen, haben Freund? Nein, keine Freund, nicht Freund für Herz. Sonst viele Freunde, arbeiten alle als Papagallo an Strand und in Fotopark. Wenn arg viel Sehnsucht, sie uns helfen. Sara uns besorgen kleine Spielzeug, hier in Deutschland benutzen. Bisher noch nicht nötig. Ich fürchten, heute schon. Leider nur eine Spielzeug und wir nicht mögen sein ohne Kleider zusammen. Gina und ich sehr gute Freund, aber nicht wollen zusammen … „ sie sah ratlos zu Gina hin.
„Wir nicht wollen sein oder wollen werden lesbisch. Das war doch Wort, für Frauen machen Liebenurmit Frauen? Wir wollen machen Liebe mit Mann und wollen heiraten. Später, wenn genug Geld haben. Nicht wollen, dass Kinder bleiben in Italia, wenn Eltern gehen weg, nach große Amerika. Nicht wollen traurige Kinder“, eröffnete diese uns, begleitet von eifrigem Nicken von Anna.
Oh je. Da hing noch viel verschütteter Zündstoff in der Luft.
Das hieß für uns alle, ganz vorsichtig mit den Mädchen umzugehen. Ich erkannte sehr wohl, bevor die beiden Selbstvertrauen bekommen, müssen sie erst einmal Vertrauen in die Menschheit haben. Meine Obereule erkannte das genauso schnell. „Ihr könnt meinen Dildo haben. Ihr werdet ihn brauchen, wenn wir auf Tour sind. In Neapel habt ihr es im Sommer ja nur mit harmlosen Amateuren zu tun gehabt. Meist auch noch Italienerinnen wie ihr Selbst. Ich fand es allerdings schon mal ganz toll, wie schnell ihr euere Scheu vor nackten Frauen abgelegt habt.
“ Die Zwei strahlten.
„Also ich – das gebe ich gerne zu – ich hätte es nicht so gelassen gekonnt, den jungen Frauen beim Rasieren ihrer edelsten Körperteile zu helfen. Ich hätte mich so schlimm nass gemacht, dass es jeder Meilenweit gerochen hätte. “ Doris griff sich zwischen die Beine, um auch dem Dümmsten klar zu machen,wosie sich nass gemacht hätte. „Nun, das gebe ich jaauchzu, Uschi und ich, wir vertragen uns ganz besonders gut.
Wir haben schon viele Nächte eng umarmt verbracht, uns gute Gefühle gemacht und in den Schlaf geweint. “ Sie sprach jetzt völlig emotionslos, mit ernstem Gesicht. Sie war sich voll bewusst, was sie da sagte. „Ihr habt es natürlich mitbekommen, wir können es auch ganz gut mit Männern. Uschi hat sich da zwar ein besonderes Exemplar rausgesucht, im Vollbesitz ihrer Sinne, behauptet sie wenigstens. Ich denke, man sollte auch hier nicht vom Äußeren zur Fähigkeit für wichtigere Dinge schließen.
Genauso müsst ihr noch lernen, am besten so schnell wie möglich – alle Frauen hier im Haus, auch Signora Mom, wird euch bestätigen, dass es die natürlichste Sache der Welt ist, wenn zwei Frauen sich gegenseitig helfen. Auch in der Not sexueller Wünsche. Bekommt es endlich in eueren Kopf, jede von euch entscheidet fürsich, fürsichalleine, wassiewill. Es kann und muss euch völlig egal sein, was andere von euch denken.
Das ist der wichtigste Schritt zum wahren Selbstverständnis. “
Gina und Anna hingen an ihren Lippen. Lis hörte genauso aufmerksam zu, wie ich. Unsere Doris ist in den wenigen Jahren erwachsen geworden. Da darf sie gern auch ein wenig frech zu mir sein.
„Du meinen, wenn lieben Frau, trotzdem können lieben Mann und können haben Kinder?“ Gina war hochrot vor Aufregung.
Nun plauderte Doris etwas aus dem Nähkästchen; obwohl ich nicht gleich verstand, auf was es ihr dabei ankam.
Sie hatte nachträglich meinen Segen dazu.
„Ja. Das kann man, sogar ganz sicher. “ Und dann kam es: „Liebe ist ein so großes Wort, das eine Unmenge von Gefühlen umschreibt. Mir hat es gewaltig geholfen, auf meinem Weg zu mir selbst, als ich das Leben von Paul durchblickte. Hört genau zu, lasst jedes Wort tief einsinken, jedoch kein Wort davon nach außen dringen.
Das ist unsere Art euch zu sagen, dass wir euch vertrauen.
Vertrauen als neue Teammitglieder. Und, merkt euch auch das; im Team sind und werden stets nur Leute sein, die unser vollstes Vertrauen haben. Nun zu Don Paolo, wie ihr in nennt. Donna Lisa, seine Frau, hat euch doch nie Anlass gegeben, zu vermuten, dass Don Paolo sie nicht liebt? Vier Kinder zeugen davon, dass die Ehe auch vollzogen wurde. Ist bis hierhin etwas unklar?“
Kopfschütteln bei Gina und Anna.
„Dass Kim seine Schwester ist, das wisst ihr?“
Kopfnicken.
„Der Professor ist aber nicht ihr Papa. “
Erneutes Kopfnicken.
„Es war Don Paolo, der sie als Freundin einschleppte, bevor – achtet auf meine Worte – bevor er mit Donna Lisa verheiratet war. “
Zögerliches Kopfnicken. Seltsame Blicke von Lis und Kim.
„Das mag euch merkwürdig erscheinen, aber Don Paolo war bereits damals ein Ehrenmann, denn Donna Lisa war noch keine Achtzehn.
Sie wusste aber sehr wohl, dass Don Paolo Erfahrung mit Frauen brauchte, diesieihm nicht geben durfte. Er übte seinen Beruf damals ja schon aus, in den Anfängen zwar, aber immerhin. Sie verlieh ihn, sozusagen, an Kim, damitsiebis zur Ehe, Jungfrau bleiben konnte. “
Gina nahm die Hand vor den Mund und blickte schamhaft zu Lis und Kim. Doch Doris ließ sich nicht beirren.
„Nun, Kim wurde Angestellte, Mom war damals arg krank und brauchte viel Hilfe.
Kim übernahm das. Es war für die Familie eine aufregende Zeit, da kam ihnen das gute Herz von Don Paolo zur Hilfe, ein großes, fürstliches Haus nahm ihn – ich würde sagen, der beste Ausdruck wäre: Es nahm ihn in Besitz. Es war, ihr wisst es ja, was das bedeutet, ein islamisches Haus, in fernen Landen. In Persien. “
Die beiden nickten, jetzt höchst interessiert. Lis hatte sich zurückgelehnt, bereit zum Einspruch wenn nötig.
Ich war erstaunt, was meine Obereule da alles ausgegraben hatte. Bisher war jedoch jedes Wort wahr. Vielleicht arg verkürzt, nichtsdestotrotz – es war die pure Wahrheit. Ob sie den Mädchen hilft?
„Ich weiß nicht, ob er jemals zum Islam konvertierte, eines der wenigen Geheimnisse, die ihn umgeben. Es geht mich auch nichts an. Auf alle Fälle, kam er in den für europäische Männer kaum vorstellbaren Genuss, bis zu drei Nebenfrauen haben zu dürfen.
Stellt euch das aber bitte nicht zu lustig vor. Ich habe mit seiner Frau und drei, teilweise ehemaligen, Nebenfrauen geredet. Ich selbst bin natürlich keine Nebenfrau, ich habe nie mit ihm geschlafen, so geht es bei uns dann doch nicht zu. Mit ihm im Bett gelegen habe ich schon. Mit Erlaubnis der Hauptfrau und somit in allen Ehren. Don Paolo braucht einen warmen Arm neben sich, da ist er wie ein Vampir; für ihn bedeutet es Lebenskraft, für seine Arbeit.
Ich habe dabei gelernt was Vertrauen bedeutet; Verlass auf ein paar Worte, wissen, dass diese gehalten werden, egal was geschieht. Für Don Paolo gibt es seine Nebenfrauen, die alle Liebe dieser Welt bekommen. Wer sie sind? Nun, Kim gehört dazu, wenn ihr das nicht erkannt habt, dann habt ihr nicht nur Tomaten, sondern Scheiße auf den Augen. Das nehme ich aber nicht an. Dass siedanachadoptiert wurde und damit jetzt seine Schwester ist? Das ist doch nur eine Äußerlichkeit.
“
Ich sah zu den Girls. Lächelndes Kopfnicken. Unser Geheimnis war keines. Kim lächelte nur, Lis nahm sie in den Arm.
„Nun, eine andere Nebenfrau kennt ihr auch. Ihr Status ist für mich sehr undurchsichtig, da sie inzwischen verheiratet ist. Sie erwartet ein Baby, habe ich gerade erfahren …“
„Renate bekommt ein Baby? Warum weiß ich das nicht. Hat es endlich geklappt?“ Vor lauter Freude über diese Nachricht, hatte nun ich geplappert.
Die Nachricht war es mir jedoch wert.
„Telefon von Hans, als du bei den Babys warst. “ Sie lachte. „Ich habe diese Rede natürlich vorbereitet und fand das einen extrem guten Aufhänger dafür, wie es im Haus Oktober so zugeht. Es soll ein Junge sein, sagte Hans. “
„Rabeneule“, schimpfte ich lachend.
„Ich geh telefonieren“, sagte Lis. „Unsere eigene Familiengeschichte kenne ich ja.
Kim, pass auf, dass da keine Lügen vorkommen. Verzeih Doris, Unwahrheiten aus Nichtwissen meine ich damit. “
„Nichtwissen. Ich?“ Doris konnte sich eines Lachens nicht erwehren, ich allerdings auch kaum.
Gina und Anna schauten ein wenig konsterniert, diesen ständigen Themenwechsel, waren sie einfach nicht gewohnt. In der Villa lebten sie ja nicht so nahe bei uns wie hier.
„Nun, die momentan einzigeweitereNebenfrau verdient diesen Titel eigentlich nicht“, setzte Doris ihren Vortrag fort.
„Ich sehe sie, definitiv, nur als eine sehr gute, alte Freundin. Nicht nur von Don Paolo, auch von Donna Lisa und Kim. Dass ich sie Freundin nennen darf, macht mich stolz, wenn sie auch eher das Alter meiner Mutter hat. Zu jener, habe ich jedenfalls kein so gutes Verhältnis. Ich meine zu meiner Mutter. In unserem Alter muss man sich abnabeln können und neue Verbindungen suchen. Wenn nötig. “ Sie lehnte sich in ihrem Sessel zurück.
Atmete tief durch, dann ging es weiter:
„Was ich euch mit diesem Vortrag sagen will, und ich bitte euch, wenn sonst nichts, aber gerade dies sollte ihr euch hinter die Ohren schreiben. Diese ganze gewagte Konstruktion der Familie Oktober bräche sang- und klanglos, wegen der Gesetze in Deutschland und Italien, zusammen, wenn es da nicht dieses unbedingte Vertrauen, nicht nur auf diese Nebenfrauen, auch auf alle Mitarbeiter gäbe. Ich könnte mir keinen Fall vorstellen, in dem die Familie einen Mitarbeiter fallen ließe.
Ich könnte mir noch viel weniger einen Fall vorstellen, indem einem Mitarbeiter etwas zustößt, was in irgendeiner Weise mit dem sexuell aufregenden Beruf des Meisters zusammenhängt. Von Fremden vielleicht, da hat keiner Einfluss, von allen Freunden der Familie nie. Ich denke, ohne euch Angst machen zu wollen, wie wir alle im Team, werdet auch ihr mal im Familienbett landen. Ich schwöre euch, es ist nur eine Tagungsstätte, es geschieht dort nichts Ehrenrühriges. Es kann auch sehr wohl sein, dass Don Paolo euch mal persönlich braucht.
Abends, wenn er alleine ist. Ihr könnt nackt, aufreizend, geil sein, Don Paolo tut nur das, was ihm seine Frauen erlauben. Darüber hinaus wird er fragen, ob es erlaubt sei. Ich, und ich nehme an, Uschi auch, wir sprechen über so was nicht, weil es sowieso keinen interessiert, ich auf alle Fälle habe ihm einen geblasen und er hat ganz liebevoll in dieser bestimmten Stelle gerührt. Das ist von seinen Frauen zugelassen. Ich habe es nicht versucht, bin mir aber völlig sicher, sein Ding hätte er nicht in mich gesteckt.
Ich bin mir fast sicher, er könnte das gar nicht, es würde abschlaffen. “
„Du bist eine echte Dummschwätzerin, Doris. Hätte ich dich heute Abend im Bett, ich würde für deine tolle Rede glatt einen der mir bleibenden Freischüsse riskieren. “ Ich war etwas aufgebracht. „Dabei ist dir auch noch völlig klar, dassdues ja eh verweigern würdest und ich glatt verhungern würde. “
„Aber Don Paolo, willst du jetzt womöglich unsere Bettgeheimnisse verraten? Dass ich deinen riesigen Liebespfeil einfach nicht aufnehmen kann? Ich hab nun mal eine Babymuschi.
Das hättest du nun aber nicht verraten dürfen. Wo bleibt da das Vertrauen?“
„Du Kröte. “ Ich musste leider lachen. „Ist es meine Schuld, dass du da gerade mal einen Bleistift reinkriegst? Und klage jetzt nicht über mangelndes Vertrauen. Nicht ich habe damit angefangen. Ich heiße mit zweitem Vornamen Diskretion. “
„Das schon“, gestand mir Doris zu. „Deine verführerische Ausstrahlung und die, zwar seltene, Freigabe deiner Frauen, macht dich aber trotzdem zum Traum meiner Nächte.
Was sagst du, Uschi?“
„Ich habe lieber einen Chef, mit dem ich gerne schlafen würde, er es aber nie tut, als einen Chef der gerne mit mir schlafen würde, ich es aber nicht wollte. Vor allem in unserem Beruf, wo Sex das tägliche Brot ist, Erregung normaler Stress und der Geruch nach beidem, an uns haftet, wie Fischgeruch an einem Fischweib“, antwortete sie.
„Da hast du leider recht“, schloss Doris ihre Rede ab.
„Aber lieber leicht nach Liebe riechen, als keine zu bekommen. Es muss ja nicht immer körperlich sein. Mich auf jeden Fall, kann sich Don Paolo, jederzeit nackt auf den Bauch binden. Ich habe keine Angst vergewaltigt zu werden, selbst wenn ich es wollte. Ich weiß nicht wie viele weibliche Angestellte das von sich sagen können. Basta!“
„Nun habt ihr es Gina und Anna ja gewaltig gezeigt, was ihr so unter Selbstverständnis versteht“, knurrte ich.
„Beiden müssen ja den Eindruck haben, es sei nur eine Frage der Zeit, bis ich sie im Bett haben will. Wenn ich jetzt auch noch sagen würde, es sei das Letzte, an das ich denke, dann sind sie auch noch beleidigt. Mit Recht. Weil dadurch mein mangelndes Interesse für sie zum Ausdruck käme. Um das Thema abzuschießen, Gina und Anna, mein Beruf ist im weitesten Sinne des Wortes Sex.Sex auf Fotos.
Meine Mitarbeiter helfen mir dabei die Models so schön wie möglich zu machen, sie helfen ihnen, ihre Ängste zu nehmen, die tief in jedem Menschen schlummern, Ängste zu viel von sich preiszugeben.
Sie helfen ihnen, in dem sie ihnen viel Vertrauen zu unserem Team geben. Ich muss dazu sagen, auch ihr habt dabei ganz hervorragende Arbeit geleistet. Arbeit, die nicht nur durch eine Prämie zum Jahresende belohnt werden kann, da ist ein Händedruck kaum genug. Ich habe mir von Anfang an angewöhnt, Dank durch Liebe zu beweisen. Nicht die, wie sie zwischen Lis, Kim und mir herrscht, mehr so, wie ich sie zu Mom und Pop verspüre.
Ich möchte, dass sich meine engsten Mitarbeiter wie Mitglieder meiner Familie fühlen. Sie sollen und können jederzeit auf uns zählen.
Doris und Uschi, waren auch einmal so unbedarfte, schutzsuchende Küken wie ihr, obwohl mir das heute kaum mehr einer abnimmt. Auch Sara und Saya gehören dazu – ich sage es jetzt und heute zu euch, Gina und Anna, seid willkommen im Team, glaubt keinem frechen Wort, ohne es zu hinterfragen, glaubt nur, was ihr mit eigenen Augen seht und vor allem, vertraut uns, wie wir euch vertrauen.
“
Ich ging noch mal hin zu den beiden und nahm sie fest in den Arm. Ein Kuss auf die Backe, die übliche Begrüßung in Italien. Das freundliche Leuchten in ihren Augen belohnte mich.
„Und jetzt …“ Ich sah auf die Uhr. „Gleich Vier, und nichts geschafft. Doris du vernachlässigst deine Arbeit!“
„Wenn du mit unseren Schwestern rumschmust, um mal bei deinem Vergleich mit der großen Familie zu bleiben, kann ich ja schlecht einfach so weiter referieren.
Aber ich hab da wirklich noch was. Ob es zum Thema passt, musst du schon selbst entscheiden. “
„Na endlich geht es weiter“, blieb mir nur zu sagen.
„Ich lese wieder vor, so haben alle was davon und wissen Bescheid. Das Bild dazu ist eher nichts sagend“, lachte sie, dann las sie.
Hallo Nachbarn, unsere ganze Berufsschulklasse ist begeistert von derTeensund denNachbarn.
DieFiestaist uns zu brav und dieAbenteuer der Bräute,können uns noch nicht tangieren. Ich weiß auch nicht, wie es kam, irgendwann fragte eine von uns, so in den Raum hinein, ob wir alle denn, da unten, rasiert seien. Langes Schweigen, dann kam heraus, nicht zuletzt durch die Magazine angeregt, hatten eigentlich alle den Wunsch danach, getraut habe aber scheinbar nur ich mich. Schon vor einem Jahr im Sommerurlaub. Mein damaliger Freund drängte.
Für mich war es ein Fehler, es machte ihn nur neugierig auf andere Frauen. Soll ihn der Teufel holen, mein Pelzchen wächst nach!
Das Gespräch weitete sich auf Tätowierungen und Piercing aus. Die Meinung dazu war zwiegespalten, pro und kontra. Als nun in der letztenTeensder Bericht über die Freundinnen kam, die so stolz auf ihre dicht bewaldeten Muschis sind, brach die Diskussion erneut los. Es klingt bestimmt bescheuert, aber – wir sind, nach der Schule, in den nahen Wald gegangen und haben uns gegenseitig eine Show unserer behaarten Unterkörper vorgeführt.
Die meisten sahen langweilig normal aus, einige waren etwas spärlicher behaart. Darunter ich, weil mein Pelz ja noch am Nachwachsen ist. Eine sieht aus wie ein Tier. Sie wusste das wohl selbst, sie war die Einzige, die sich etwas sträubte, sich zu zeigen. Es muss ein Bild für die Götter gewesen sein, da saßen wir auf einer Lichtung, mit entblößtem Unterkörper, und unterhielten uns über die vorhandene oder nichtvorhandene Schönheit der weiblichen Vagina. Nicht genug damit, jede von uns wurde eingehen inspiziert; die Fötzchen mit denen aus den Magazinen verglichen, dann kam die einhellige Meinung heraus, gerade jetzt, wo wir im Aufbruch sind, unsere zukünftigen Ehegatten zu suchen, sei es an der höchsten Zeit, da unten zumindest mit geeigneten Trimmmaßnahmen tätig zu werden.
Soweit so gut, dann kam noch ein Vorschlag, der zuerst mit Protest, innerhalb einer Viertelstunde jedoch mit Zustimmung bedacht wurde. Ausgerechnet auf mich fiel nun das Los, genau diesen Vorschlag an Euch weiter zu leiten. Hier ist er:
Wir wollen so bald wie möglich den Urwald zwischen unseren Beinen loswerden. Diese Aktion soll gemeinsam erfolgen und – wenn es dieTeensoder dieNachbarnmöchten, darf sie dabei fotografieren. Ein paar möchten nicht erkannt werden, sie denken, das sei wohl kein Problem, da das Interesse jatieferliegt.
Was wir uns als Gegenleistung wünschen würden, ist Beratung. Wir denken, da seid ihr Experten. Wenn ihr auch im Sinne von Tätowierungen und Piercing beraten könnt, dann wäre unsere Freude doppelt hoch. Ach ja, so steht es ja in den Unterlagen für Hausbesuche, die Jüngste wurde im Sommer Achtzehn, die älteste ist Zwanzig – euere Ingeborg Halma.
Ich musste lachen, da half jetzt alles nichts. „Auf was so junge Frauen manchmal kommen, da kann man nur den Kopf schütteln.
Ich stelle mir das gerade vor, ein Schwung junger Mädchen mit nacktem Unterkörper im Wald. Das wäre ein Fressen für die Kamera gewesen. “
„Ich habe pflichtgemäß nachgefragt. “ Doris war wieder voll geschäftsmäßig. „Es handelt sich, und das kann doch kein Zufall mehr sein – es handelt sich um ebenfalls 18 junge Frauen. Meist Teenager. Nur Ingeborg hat die Hürde zum Twen übersprungen. Sie sind bereit, die entsprechendenvorher – nachherBilder machen zu lassen.
Die Idee mit den abwaschbaren Tattoos fanden sie geil, und bis zu 100 Mark angemessen. Wie es mit Piercing steht, konnte ich nicht zusagen, ich habe einfach vergessen, dich Kim, vorher zu fragen. “
„Sag Bescheid, ich kann zwar im nächsten halben Jahr nicht, da ist meine Hilfe im Haus gefragt, ich werde aber Wanda bitten, jemand mitzuschicken, wenn sie nicht selbst kann. Mit einem Sortiment. “
„Die Girls einplanen.
Selbst wenn nur ein paar schüchterne Teenager mit nackten Schamlippen rauskommen. Solche Bilder bekommen wir mit Sicherheit los. Was ist, Anna und Gina? Wollt ihr das mit den Tattoos nicht übernehmen? Ihr könnt das doch. “
„Wenn dürfen? Wir haben oft denken, sein gutes Nebenjob in Italia. Frauen lieben Tattoo, Männer lieben Frauen mit Tattoo. Problem ist, Frau wechseln Freund, neues Freund lieben andere Tattoo. Dann Tattoo von Kim prima weg“, antwortete Anna.
Ich hatte keine Lust grammatikalischen Unterricht während der Arbeitszeit zu geben, verstanden hatten wir sowieso alle, was sie uns da sagte. „Versucht doch einfach mal, ob ihr in den nächsten zwei Wochen nicht auch den Trick mit dem Klemmpiercing hinbekommt. Keine komplizierten Dinge, die gibt es bei Kim sowieso nicht. “
„Ja, das ist eine gute Idee“, schlug Kim in die gleiche Kerbe. „Ich mache euch dann, erst mal gemeinsam, ein Sortiment zurecht und ihr bezahlt an mich einen gewissen Betrag.
Wie das Geld halt reinkommt. Was ihr für euere Dienstleistung verlangt, das ist dann alleine euer Problem. Ich besorge euch einen Gewerbeschein, damit alles seine Ordnung hat. Steuern fallen ja sowieso keine an, da ihr quasi nur auf Leihbasis hier arbeitet. “
Gina und Anna wurden wieder mal rot im Gesicht. Diesmal war es die Vorfreude auf einen netten Nebenverdienst, aber sichtlich auch der Stolz, von uns allen ernst genommen zu werden.
Dieses Gefühl hatten sie sicher noch nicht zu oft. Sie waren es gewohnt, einfach abkommandiert zu werden, Einspruch zwecklos oder kein Geld.
„Das ist sicher keine schlechte Idee. Und ich habe eigentlich nur noch einen Sonderfall. Im übrigen …“, Doris schaute auf eine Liste. „Zwölfmal Wäscheparty mit Nacktfotos, im Hausfrauenkreis, dreimal Kegelklub mit Bumsoption, viermal Saunaklub mit anfassen und sechsmal Nachbarn, die sich nackt in ihre Küche, mit Gemüse, Dildo und Männereinlage vorstellen wollen.
Der übliche Durchschnitt halt. Auch diesmal Jugendliche, denen ich abgesagt habe, zwei Jungfrauen wollten uns ihre Defloration verkaufen, und ein Irrer wollte uns zeigen, wie seine Schwester von ihrem Hund besprungen wird. Alles weit außerhalb der von uns gesteckten Grenze. Da bliebe nur noch ein Brief übrig, der hat es allerdings auch in sich. “
„Bis Ende Dezember ist also gut gesorgt und erfahrungsgemäß kommt da sowieso noch einiges“, gab ich zurück.
„Die Leute wissen inzwischen, wann wir tätig sind. Ruf doch Mikel an, er soll doch auch mal in Frankfurt inserieren. Fürs Wochenende. Das bringt mit Sicherheit etwas und ist noch gut zu erreichen. Obwohl?“ Fiel mir dann doch ein. „Kim, ich glaube wir brauchen dringend einen Kleinbus, wir haben recht viel Material und immerhin sind wir zu sechst. “
„Sechs?“ Kam es von Kim zurück.
„Ja, mindestens.
Jürgen kommt doch auch, wie wir es schon in Italien besprochen hatten. Doris soll ihn anfordern. Alleine schaffe ich das nicht, dann wären ja auchzu vieleHilfen dabei. “
„Klaro“, erkannte Kim sofort das Problem. „Ich höre mal rum. Kaufen wäre Blödsinn, ich frage rum, wie es mit leihen steht. Ich rufe aber auch mal Luigi an. Der langweilt sich im Winter. Ihn unterzubringen, das schaffen wir auch noch. “
„Auch das ist eine gute Idee, Kim.
Eine von deiner Sorte, wenn es ums Geld geht. Nun Doris, du hattest noch einen letzten Brief. “
Sie grinste, nahm sich den Brief, und las vor:
Sehr geehrter Verlag. Immer wieder haben wir in eueren Magazinen gelesen, dass sich einsame Hausfrauen einen Nebenjob suchen. Wirsindeinsame Hausfrauen! Unsere Männer arbeiten in der Stadt, uns lassen sie einfach auf dem Land versauern. Das wäre mit Sicherheit nicht das Schlimmste, nun kam aber bei vier von uns heraus, die Herren Gemahle haben in der Stadt eine Freundin! Wir denken, das wird bei den anderen drei unserer Klicke nicht viel besser sein.
Wir haben sie nur noch nicht erwischt. Ich könnte jetzt natürlich den üblichen Satz, dieser angeblichen Emanzen, bringen: Alle Männer sind Schweine!
Irgendwie kommt mir das aber zu billig vor. Wie recht ich dabei habe, kam letzte Woche, durch Zufall, ans Tageslicht – eine Hausfrau hatte auch einen Freund und eine andere bumst höchst fröhlich und regelmäßig mit unserem Landbriefträger. Nur ein Eiermann würde in diesem Morast noch fehlen. Nach schwerster Inquisition, wurde gestanden: Wir alle waren potenzielle Huren.
Nicht wegen des Geldes, noch wegen der geringen Neigung auf sittlichen Lebenswandel, mehr wegen der Lust auf Abenteuer in unserer langweiligen Ehewelt, während der langen Woche, wo unsere Männer nicht da sind. Liebe nur am Wochenende? Das ist uns zu wenig!
Gitta, die verwegene Landbriefträgerverführerin, brachte eine Idee auf den Tisch, an der wir lange knabberten. Sie schlug nichts Geringeres vor, als einmal in der Woche einen, sie nannte es Hausfrauenpuff, zu eröffnen.
Sie hatte auch die irre Idee, unsere Ehemänner zu erpressen, in der Form, dass sie uns gewähren lassen und dafür ihre Freundinnen behalten können. Ich werde mir auch mal einen Briefträger angeln, wenn man dabei so irre Ideen bekommt! Als sei die Idee nicht schon pervers genug, zu allem Übel waren unsere Herren der Schöpfung, damit auch noch einverstanden. Sie hatten nur eine Bedingung: keine Betrunkenen, keine Landstreicher, nur ordentliche Typen und nur mit Kondom.
Sie würden es auch so halten! Auf die Frage von Gitta, ob sie sich eine Beschränkung auf Büromäuschen auferlegt hätten, bekamen wir leider keine Antwort.
Gitta hatte blitzschnell einen Landgasthof aufgetan, in dem ist nur am Wochenende was los, wenn die Städter kommen. Wenn wir in der Kneipe zuvor etwas umsetzen, sei das mit den Zimmern klar. Da sitzen wir nun. Erlaubnis, Platz und Lust hatten wir auch, doch wie kommt man an einen Mann? Wir haben es mit einer Anzeige versucht.
Prompt kam auch Besuch: einmal die Sitte und zwei Pickelgesichter, die noch nicht mal 18 waren. Ein zweiter Versuch, brachte einen Opa mit zu hohem Blutdruck. Der wollte nur mit uns geil quatschen, einen hoch bekam er schon lange nicht mehr.
Nun, lieber Verlag. (Wie man sieht, wird die Anrede immer Vertraulicher, je mehr Hilfe man braucht.) Es ist klar, dass wir natürlich nicht noch drastischer inserieren können. Nur mit dem Wirt zu schlafen, um die Kosten zu mildern, macht auch nicht so ganz viel Sinn.
Da kam diesmal mir eine Idee (deshalb muss ich ja auch schreiben). Wir würden alle sehr sinnlich – ach sagen wir doch eher geil – für einen Fotografen posieren. Das Angebot für schöne Wäsche, auch das sei gerne akzeptiert. Wie wir aus denNachbarnsehen, ist das natürlich noch lange nichts Besonderes, auch nicht, wenn wir mit jemand dem Beischlaf huldigen oder lesbische Neigungen vortäuschen. Was wir vorschlagen, sozusagen als das Tüpfelchen auf dem i, wir bieten dem Fotografen die tollste Show, die er sich vorstellen kann …
Nämlich genau das, was er sich wünscht.
Egal was, eine findet sich immer bereit dazu. Wir machen das Ganze kostenlos und – so haben wir uns das gedacht, der Verlag druckt, meinetwegen gegen Gebühr, eine 190 er Telefonnummer, die wir uns beschafft haben. Das ist eiskalte Werbung für unseren Hausfrauenpuff, das wissen wir. Einen Versuch hat doch jeder mal frei. Auch der Fotograf, wenn er Lust dazu hat. Helft bitte euerer Heidrun Hamann und ihren Freundinnen.
„Ach du dicker Finger“, hörte ich Mom sagen.
Unbemerkt hatte sie die Bibliothek betreten. „Da habt ihr ja mal wieder heiße Post bekommen. Wenn die Kopien zu mir kommen, muss ich hellwach und ausgeschlafen sein, um nicht irgendwelchen merkwürdigen Rufen der Wildnis zu gehorchen. “
„Hallo Mom“, begrüßte ich sie. „Jetzt führstduauch noch so wilde Reden. Unsere beiden Italienerinnen haben heute schon ein schlimm genuges Bild von uns bekommen. Das gerade, war übrigens ein sehr harmloser Brief.
Da hatte Doris heute schon ganz andere Kaliber dabei. Was führt dich aber zu uns? Nimm Platz, du kannst gerne zuhören, wenn du Lust hast, auch wenn es dem Ende zugeht. “
„Danke nein. Entschuldigt meine Damen, ich denke speziell ihr, Gina und Anna, wegen meines Kommentars. Die Eulen …“
„Nun sag nur nicht, die sind verdorben genug. Das hat uns dein Herr Sohn heute auch schon vorgeworfen.
Gleich muss ich heulen“, jammerte Uschi zum Herzerweichen – doch zum Glück völlig fruchtlos. Selbst unsere neuen Mitarbeiterinnen nahmen das nicht ernst.
„Ach ihr. Wenn doch mal alle junge Frauen so emanzipiert wie du und Doris, Hauptsache aber, so weltoffen, fröhlich und selbstbewusst wären, verbunden mit eurem gerüttelten Maß an Verständnis und Disziplin, dann sähe es auf der Welt besser aus“, lächelte Mom.
„Danke. Danke“, stöhnte Doris, als ging es um ihr Leben.
„Endlich lobt uns mal jemand. Ich war drauf und dran, mich in einem Sektglas zu ersäufen – so wie Paul uns wieder mal behandelte. “
„Nun lass mal die Kirche im Dorf, ihr wart ja gar nicht so schlecht heute. Ihr könnt zumindest gut vorlesen. “ Doris erhob die Faust. „Und gut recherchieren. Ich werde das, mit Kim, bei der Berechnung des Jahresbonus sehr wohl zu berücksichtigen wissen. “
Damit hatte ich sie.
Die Eulen sind keinesfalls geldgierig. Seit unseren Reisen, haben sie jedoch viele ausgefallene Kleiderwünsche. Schmuck ist neuerdings auch nicht gerade etwas, was sie ablehnen.
„Ich kam eigentlich auf einen Vorschlag von Sara“, meldete sich Mom zum Wort zurück. „Ja, von Sara, ihr habt recht gehört. Unser Zwerg hat sich zur Persönlichkeit entwickelt, jenseits der Frechheit, die ihr eigen ist. Nun, sie schlägt vor, sie, in höchsteigener Person, sei gerne bereit in Stuttgart, hier in der Bibliothek, um Halbsechs – weil da Pop auch da sei – Snacks und Getränke zu reichen.
Wir seien es ja aus Italien gewohnt und sie auch. “
„Das ist eine bezaubernde Idee“, fand Lis. „Ein Glas Champagner wird die Säuglinge kaum umbringen – ich meine, wenn es durch mich durchgelaufen ist. “ Sie sah auf die Uhr. „Fünf! Ab sofort gibt es neue Fütterungszeiten. Kim, bleib da und prüfe, ob alles klappt. Ich komme mit Saya zurecht. Bis gleich. “ „Frau Gräfin, Stammmutter und Hausherrin des Obergeschosses haben gesprochen.
So sei es dann. Vorher, Doris, rufe wegen dieser Freizeitbeglückerinnen Mikel an. Wenn er sein Okay gibt, mache einen Termin. Ich denke zwar, man sollte so was nicht unterstützen, aber wenn mit oder ohne uns? Dann lieber ein Shooting für die Kasse. “
„Alles klar, Paul. Ich rufe auch Italien an. Sofort. Vielleicht komme ich ein paar Minuten später“, war Doris einverstanden.
Kim ging auch gleich mit.
Gina und Anna schauten fragend. Ich übernahm es sie aufzuklären; bei unserem abendlichen Cocktail waren sie ja nie dabei. „Wir lassen damit den Tag ausklingen. Oft werden nochmals die Vorkommnisse des Tages durchgehechelt – ahm, besprochen. Viel öfters wird allerdings der reine Blödsinn gequatscht. Es ist sozusagen ein Puffer zwischen Arbeit und Privatleben. Beim Abendessen geht es manchmal, eher selten, weiter. Eigentlich nur, wenn was Wichtiges vorliegt. Ach ja, und was ich noch sagen wollte, wenn wir die Möglichkeit haben, ziehen, die Frauen zumindest, sich alle dazu hübsch an.
Die Herren sollen ja auch ihre Augen entspannen und wo geht das besser als beim Anblick einer schönen Frau. “
„Oh!“ Gina lächelte doch tatsächlich. „Wenn ich denken, Don Paolo sehen nackte Frau ganzen Tag, dann verstehen seine Augen gerne ruhen auf gutangezogenerFrau, wenn machen Tag fertig. “
„Zum Feierabend, wäre hier der richtige Begriff.Feierabend.Das hast du gut erkannt. Nun husch, husch, umziehen. “
„Du meinen, die Augen von Don auch aufunsruhen?“, hörte ich Anna noch fragen.
Ich war schon auf dem Weg zu meinen Kindern. So nebenbei bin ich ja auch noch Familienvater.
Ich stieß an der Türe, auf dem Weg zurück in die Bibliothek, fast mit Doris zusammen. Sie kam aus dem Büro, ein Fax in der Hand, in dem Mikel unsere heißen Termine bestätigte. Ich überflog es. Seine schamlose Aufforderung viele, viel Bilder zu machen, reihte sich in seinen ewig ähnlich unverschämten Forderungen ein.
Er war unersättlich. Arbeiteten wir bis an die Grenzen des physisch Möglichen, hörten wir selten einen Dank. Seine Schecks kamen allerdings um so schneller, je höher sie waren. Ob das die Form eines Dankes der Engländer ist? Ich nahm mir vor, zusammen mit Jürgen, ihn in dieser Saison, einfach zu zumüllen. Nach den Hunderten, meist oberbraven, Models in der Villa, hatte ich heute so richtig Lust bekommen, das außergewöhnlich zu fotografieren. Da soll die Geilheit aus den Bildern tropfen, beschloss ich.
Was zu heiß ist, kann Mikel ja rauslassen. Es wird wenig sein.
Alle waren schon da. Sara hatte ein verflucht nettes Buffet angerichtet. Da wurden sicher die teuersten Feinkostläden und die besten Metzger ausgeraubt. Ein prüfender Blick, nichts, aber auch schon gar nicht war vergessen. Weder bei den Speisen, noch bei den Getränken. Bei denen entdeckte ich gar einige neue italienische Spezialitäten. Da werden sich die Frauen freuen, speziell Gina und Anna.
Die saßen aufgeregt auf der Vorderkante ihrer Stühle. Gefährliches Neuland? Sara stand stolz wie ein Spanier neben dem Buffet. Ich knuddelte sie fest, bedankte mich für die gute Idee, dann bekam sie auch noch den erwarteten Kuss. Das Verhältnis zwischen uns zwei könnte nicht besser sein, seit Kim und ich sie vor zwei Jahren mit nach Bangkok nahmen. Sie ist nun ja knapp so alt wie Lis – mit mir ging sie jedoch um, wie mit einem geliebten Vater.
Nun ja, beim Küssen schlabbert sie manchmal, wenn die Gefühle mit ihr durchgehen. Das schützt uns arme Ersatzeltern allerdings nicht vor ihrer gnadenlosen Frechheit, bedingt durch die kompromisslose Überzeugung, sie sei die absolut Größte. Die Familie konnte da vielleicht mithalten, Pop vor allem, die Eulen hatten es jedoch schon sehr schwer sich durchzusetzen. Da galten nur Argumente. Nun hatte sie allerdings ein völlig unerwartetes Problem: Gina und Anna. Das Verbot Italienisch zu sprechen, traf sie fast noch härter als die beiden.
Sara spricht ganz arg Schwäbisch und unsere italienischen Maiden, verstehen das kaum. Es war Mom, die mir zu diesem Schachzug geraten hatte und – er wirkte. Sara bemühte sich, Schriftdeutsch zu sprechen. Ein wenig schade ist es schon, fand Pop, die Sprüche von Sara seien halt oft sehr unterhaltsam gewesen. Eine schwache Umschreibung dessen, wie eine sehr klein geratene junge Thai, auf einen Besucher wirken muss, wenn sie ihn in glasklarem Schwäbisch anspricht. Es war oft genug sinnverwirrend.
Nun, Sara zeigte sich heute zufrieden mit meinem Lob. Gerade mal ein normales Danke, entfleuchte ihrem Mund. Dann ging sie zu Pop. Er bekam seinen zweiten Cognac. Sie hatte schnell gemerkt, dass Pop seinen Cognac nur in Ausnahmezuständen in vierfacher oder gar noch größerer Portion möchte. Exakt doppelt, dafür zwei kurz hintereinander, damit beginnt er gerne den Abend. Er nennt es den bitteren Geschmack wegspülen. Zum Glück hatte ich das noch nicht nötig.
„Heute hatten wir einen sehr ruhigen Tag“, begann ich die Unterhaltung. „Das will aber keinesfalls bedeuten, einen sehr geruhsamen Tag. Doris hat uns die Highlights der nächsten acht Wochen für die Arbeit bei den Nachbarn vorgestellt. Ich fürchte, beim Aufbereiten des Materials hatte sie ein heißes Wochenende. “
„Da kannst du einen drauf lassen“, kam prompt die Antwort von Doris. „Zum Glück hab ich Uschi. “
„Da fällt mir ein, alles klar bei Mama und Papa?“ „Voll klar.
Die beiden haben sich die Mühe gemacht, diese Kammer neben uns, durch eine Türe mit unserem Zimmer zu verbinden. Jetzt haben wir eine tolle Suite. Wenn Uschi mal schnarcht, schlafe ich auf unserer eigenen neuen Wohnzimmercouch. “
„Gewitterhexe. Wenn einer schnarcht dann du“, sagte Uschi betont freundlich.
„Oh fein, ihr versteht euch also immer noch gut“, lacht Lis. „Im Übrigen bin ich sauer. Wir haben Papa jahrelang gebeten, diese Kammer herzurichten, dass wir einen Rückzugsraum haben.
Er hat es einfach ignoriert. Wenn ich das Kristin sage …“
„Bitte Lis, mach da kein Theater. Wir haben uns so gefreut. Du weißt ja, Onkel und Tante sind so was wie Eltern für uns“, bat Uschi.
„Natürlich weiß ich das. Ich akzeptiere euch ja gerne als Schwestern. Das eben war nur eine Feststellung“, antwortete Lis.
„Gebt ihr mir jetzt bitte erst mal eine Chance, Gina und Anna, im Kreisder ganzenFamilie zu begrüßen? Wir kennen uns ja alle, seit heute zählen sie jedoch, zu meinen engsten Mitarbeitern.
Das birgt Pflichten, nämlich harte Arbeit. Aber auch Rechte, zum Beispiel die Teilnahme am abendlichen Cocktail, den wir im Winter, dank Sara, jetzt auch in Stuttgart genießen dürfen. Auf Gina und Anna, genauso wie auf Sara – ich sehe alle haben ein gefülltes Glas – möchte ich hiermit anstoßen. Die Wintersaison ist eröffnet!“
Der Applaus war etwas schleppend. Pop war zu faul, die Eulen fühlten sich nicht aufgefordert und Mom war bereits in die Kopien vertieft, die ihr Doris, von den Briefen der Bewerber, gemacht hatte.
Gina und Anna waren noch zu schüchtern. Sara verteilte Häppchen, sie fühlt sich sowieso selten angesprochen. Heute war sie außerdem maulfaul, das reizte mich natürlich.
„Sara, bist du eigentlich gerne mit nach Stuttgart gekommen? Italien muss dir doch viel besser liegen? Des Klimas wegen. “
„Lugenbeutel. Das isch dir voll scheißegal. Du willscht doch bloß wissen, ob ih dort n’Freind z’rückg’lassen hab. “
Das war ja fast verständlich.
Ich war verblüfft. Einem Württemberger wird man zwar lebenslang gewisse ‚ ;sch’ Laute und sonstige Eigenheiten anhören, aber die meisten Worte kann er verständlich ausdrücken; wenn er will. Die Kur von Mom zeigte Wirkung.
„Eigentlich eher weniger. Wir haben uns ja geeinigt, erst, wenn es ernst wird, werden Lis, Kim oder ich informiert. Ganz ehrlich gesagt, ich hoffe, da haben wir noch ein wenig Zeit. “
„Und was willscht denn dann wissen?“
„Einfach was ich gefragt habe, ob du gerne mitgekommen bist.
“
„Wenn du so fragscht, du wirsch’s nicht glaube – ja! Du glaubscht gar net, wie gut’s tut, wenn man so richtig fescht g’froren hat, und dann wieder ins Warme kommt. Dann hab ih feschtg’stellt, im Winter wird mei Haut so richtig hell, dann noch blonde Haar dazu und in der Villa steh’n se wieder Schlange. “
„Komm her du blondes Gift“, lachte Pop dröhnend. „Ich glaub, ich muss dich jetzt knuddeln.
“
„Au scho wieder, na ja, s’gibt Schlimmers“, sagte Sara mit todernstem Gesicht. Sie ging aber hüftschwingend zu Pop, der sie richtig liebevoll knuddelte. Sie ließ es sich sichtlich gerne gefallen, ein Küsschen fiel auch noch ab.
„Darf ich haben Frage?“, meldete sich Anna.
„Ja, natürlich. Dazu ist der Cocktail ja gedacht“, sagte Kim.
„Uh, sein schwer“, sie sah zu Gina, sie berieten sich leise.
Dann kam es. „Professore Pop sein nicht Papa von Sara. Wir nicht verstehen, warum Professore machen – oh, sein nix Liebe, sein – oh, wissen, schmusen mit Sara. Verstehen?“
„Ach ihr armen Spatzen. Ihr habt wohl zu Hause nie wirkliche Liebe kennen gelernt. Liebe, Verständnis und Zutrauen zueinander. Pop mag Sara und Sara mag Pop, wenn sie meinen, sie müssten sich das mal wieder beweisen, dann tun sie das. Ob wir da sind oder nicht.
Das hat nichts, aber auch schon gar nicht mit Sex zu tun, wieihrwohl denkt. Da würde Mom mit Sicherheit den eisernen Besen schwingen und gewaltig draufhauen“, erklärte ich ihr.
„Woischt“, sagte nun auch noch Sara. „Ich hab auch nur wenig von meim Pa g’habt. Jetzt hab ih Paul. N’Opa hab ih nie g’habt. Da kommt mir Pop grad recht. Ih han halt viel Lieb in mir, nun sag mir, warum soll ih Pop nix davon abgebe? Da nehm’ ih Mom nichts weg, mir tut’s gut und Pop freut sich.
So isch allen g’holfen. Ih glaub das isch euer Problem; ihr wisst einfach net, wohin mit euerer Lieb’, einfach weil ihr no net wisst, dass se in euch drin isch. Das isch derbe Scheiße und ih weiß net, wie ih euch da helfe kann. S’isch halt was Innerliches. Ih denk, genauso verschteckt wie bei mir, als ih herkam. Ih hab mich damals einfach falle lasse und dr’Kim vertraut. Ganz plötzlich war se da, die Lieb.
“
Das brachte ihr einen saftigen Schmatz von Pop ein. Mom meinte, das hätte sie schön gesagt und Donna Lisa lächelte wir Mona Lisa.
„Ich denken, klein wenig verstehen“, sagte Gina versonnen. „Ist auch Angelegenheit von Vertrauen, ich denken. Wir werden lernen vertrauen. “ Sie stand auf, kam zu mir und küsste mich frech auf den Mund. Feuerrot im Gesicht kehrte sie dann zu ihrem Platz zurück und sah sich um.
Nur lächelnde Gesichter, und ein Verblüfftes. Meines.
„Danke für den Vertrauensbeweis“, fiel mir nur ein, dann auch noch, dass ich jetzt zu lächeln hatte. Sara brachte mir ein paar neue Häppchen, dabei stieß sie mich frech mit der Hüfte an. Ich sah zu ihr hoch, sie grinste frecher denn je. Ich verstand sehr wohl, was sie damit sagen wollte: Man muss halt nur die rechten Worte finden. Ich wollte ihr auf den Po klatschen, ließ es dann aber doch – sie schlägt zurück!
Wir plauderten noch über dies und das, dann gingen wir zum Abendessen.
Wie an den meisten Tagen gab es Brote, Aufschnitt, Käse und Salate. Heute war noch von dem Kartoffelsalat vom Mittag da. Ich weiß nicht, wer Küchendienst hatte, auf jeden Fall war er schön mit hart gekochten Eiern dekoriert. Diesmal ließ ich Pop nicht den Vortritt, beim letzten Mal hatte er über die Hälfte der Eier abgeräumt. Da kann er manchmal derbe unhöflich sein.
Im Bett, wie üblich war Kim dabei, kam unweigerlich die Rede auf Gina und Anna: „Die beiden sind noch etwas verwirrt“, begann Lis.
„Erstens von der Tatsache in Deutschland zu sein – sie trauen sich ja kaum aus dem Haus. Sara ist ihnen da eine große Hilfe, da Saya ja unabkömmlich ist. Zweitens, wegen den Ausflügen, die über Nacht gehen. Ich stelle mir vor, sie müssen knallhart ran an die Arbeit. Nun, ich erinnere mich da an meine erstenNachbarn, ich zumindest hatte ein nasses Höschen und dieseNachbarn,damals, waren noch relativ harmlos. Den Eulen ging es ebenso, wie sie mir mal treuherzig versicherten.
Sie konnten sich miteinander abreagieren. Gina und Anna sind da anders veranlagt. Reden wir also Klartext, Kim und ich haben beschlossen …“ Mir schwante Schreckliches, beschlossen werden meist Dinge, die nicht unbedingt meinen Wünschen entgegenkamen. „… dass wir dir freie Hand mit den beiden lassen. Dass sie nicht bisexuell sind, ist natürlich kein Grund, ihnen einen Freibrief zu geben. Wir alle wissen aber sehr wohl, dass du völlig aufgeschmissen bist, wenn du nach einem sexuell aufregenden Tag, die Nacht alleine im Bett verbringen musst.
Und wie es ihnen ergeht, lässt sich an fünf Fingern abzählen. Wenn es unabdinglich ist, dann schlafe halt mit ihnen. Doris und Uschi fallen ja aus und Gerlinde – die ist erst mal gar nicht da. Wir möchten natürlich immer informiert werden, wenigstens unsere Neugierde soll dann befriedigt werden. Wir vertrauen euch, dass das keine Weiterungen bringt. “
„Wissen die beiden das schon? Wie ich euch kenne …“
„Es wurde ihnen gesagt, falls sie frustriert seien und dringend einen Mann benötigen; auf Reisen könnten sie sich da an dich wenden“, erklärte Kim hoheitsvoll.
„Und was sagten sie darauf?“, kam jetzt doch Neugierde auf.
„Sie würden es so diskret wie möglich erledigen“, kicherte Lis. „Sie bestanden jedoch darauf, dass es nur mit Kondomen geschieht. “
„So ganz klar waren wir uns aber nicht“, versicherte mir Kim. „Ob sie da nicht etwas missverstanden haben, ob sie nicht der Meinung sind, wir hätten sie quasi als Freudenmädchen für dich angeheuert.
Ob sie nicht gar die Prämie als Liebeslohn missverstanden haben. Ich meine, sie haben früher ja schon zeitweise so ihr Geld verdient. “
Ich sah ein gewisses Lächeln um den Mund von Kim spielen, Lis hatte eine Augenbraue hochgezogen, ihre Augen blitzten. Da war mir klar, dass es hier um einen Test und – um einen Scherz ging. Wieweit ging der aber? Ich beschloss, mich zu rächen:
„Oh, das ist ja prima.
Dann kann ich mir den Lohn für ihre Liebesdienste ja sparen und das ganze von euch inszenierte Theater ganz einfach als professionelle Dienstleistung abtun. Huren küsst man nicht, so kann auch das entfallen …“ Während Lis auf mich einprügelte, lachte Kim. „Ich habe es dir doch gleich gesagt, mit so einem Blödsinn ist Paul nicht zu erwischen. Der hat uns wieder mal voll durchschaut“, sie lachte hemmungslos. Lis mit. Der Leidtragende war nur ich.
Mein innerer Schweinehund meldete sich jetzt auch noch:Darf ich nun oder darf ich nicht?,fragte er mich. Vorstellen, dass es nötig sein könnte, das konnte ich mir gut.
„Also, alles zurück“, sagte da auch schon Lis. „Stop, natürlich nicht alles. Die Erlaubnis mit ihnen zu schlafen gilt. Die Beschränkung auf Reisen ebenfalls. Vor allem, falls sie mit ins Ausland kommen. In Italien sind sie tabu. Dort sollen sie ihre eigenen Freunde finden.
Es ihnen beizubringen ist aber alleine dein Problem. Wir sind ja keine Mama-san, und führen dir Mädchen zu. “
Das Thema war bald abgehandelt. Es gab wichtigere Dinge. Heute lag jedenfalls die Frage an, ob PH und Pele schon, vielmehr ob überhaupt und wenn ja, wo, in einen Kindergarten sollen. Wir kamen überein, hier im winterkalten Deutschland, zumindest dieses Jahr noch nicht, im Sommer in Italien aber auf alle Fälle. Wir sahen darin eine gute Möglichkeit, dass unsere Kinder schnell italienisch lernen.
Gerade im nächsten Sommer wird Saya ja besonders viel mitKimbaundMaikizu tun haben. Ach ja, diese seltsamen Namen hat Saya angeschleppt, Lis haben sie gefallen, so sind sie inzwischen halt in den Sprachgebrauch eingeflossen. Von allen unseren Kindern, hat es eigentlich nur Pele geschafft, ihren Namen zu behalten. Wir sprachen noch über Sara und wie gut sie inzwischen von Paolo, unserem Koch in Italien, ausgebildet war, eigentlich fast an unserer Nase vorbei; dann noch über Saya, was für ein liebenswertes Geschöpf sie sei und für unsere Kinder einfach ein Segen.
An die Arbeit!Am Dienstagmorgen brachte ich Gina und Anna ins Theater. Sie wurden freundlich vom Schminkmeister empfangen. Ich hatte den Eindruck, dass er erleichtert war, dass man sich mit ihnen gut verständlich machen kann. Danach führte mich mein Weg zu Roland. Er hatte längst seine Lehrzeit durch und war inzwischen Chef im Laden. Mit vier Angestellten und seiner Frau Lisl, dazu noch einige Zeitarbeiterinnen, zu Stelle, wenn von Mikel dicke Aufträge anrollten, hatte er keine Mühe den Laden zu schmeißen.
Er ist irgendwie ein ganz Ruhiger, ich habe ihn noch nie aufgeregt gesehen, auch nicht, wenn die Arbeit überquillt. Fertig bekommen, fast immer pünktlich, hat er sie aber noch stets.
Es gab nichts, in das ich eingreifen musste. Ein Rat – zu einem passenden Weihnachtsgeschenk für seine Lisl – war die einzige Hilfe, die ich ihm angedeihen lassen konnte. Der Laden lief traumhaft.
Nebenan, bei Wanda, sah ich natürlich auch rein.
Die Thais zwitscherten um mich, dass es eine wahre Freude war. Kundschaft war noch kein da. In dieser Jahreszeit würden die Ersten die Mittagpause unter dem Solarium nutzen. Neuerdings hatten sie, in einem kleinen Raum, auch einen Behandlungsplatz für Männer. Irgendwie haben sie es verstanden, Kunden für eine Nackenmassage zu gewinnen. Da waren zwei Mädchen jeden Mittag voll ausgelastet. Ich machte mir den Spaß und spielte Kundschaft, gegen Bezahlung, was sich als etwas schwierig erwies.
Ich ließ das Geld dann einfach auf der Theke liegen. Die Arbeit war absolut fachmännisch, der Smalltalk dabei sehr anregend. Ich erfuhr auch, alle Mädchen waren nicht nur zufrieden, sondern auch sehr Stolz auf ihre Arbeit. Vor allem aber auf ihre Kunden. Nina, meine Masseurin, erzählte mir lachend, sie sei von einem hohen Beamten sogar einmal geküsst worden, aber nicht weil er ein Hallodri sei, sondern weil sie seine Kopfschmerzen weggeblasen habe. Die Trinkgelder sind wohl auch nicht von schlechten Eltern.
Zu Hause rief ich Mikel an, wir sprachen nochmals dieNachbarndurch. Das mit dem Hausfrauenbordell wollte er einfach mal wagen. Im Anzeigenteil tummelten sich sowieso ein paar 190 er Nummern, nun dachte er sich einfach eine weitere Anzeige zu schalten, in der sollte, ohne weiterer Bezug, eine der Hausfrauen, mit einem Bild aus dem Bericht, um Kunden werben. So war alles säuberlich getrennt und keiner konnte ihm was wollen. Er ist halt doch ein alter Hase.
Nun saßen wir am Mittagstisch. Sonja trug gerade die Suppe auf. Pop war zuerst dran, er muss ja auch zuerst wieder weg. Ich tratschte mit Doris, neben mir. Lis war noch nicht da. Ich hörte die Türe. Das wird wohl Lis sein, zurück von den Babys. Ich drehte mich nicht um, sah nur zu PH und Pele. Die verzogen keine Miene, schauten nur interessiert. Dafür drang plötzlich ein schriller Jubelschrei, ebenfalls von hinten, an mein Ohr.
„Alessandro, mi Amor!“
Das konnte nur Saya sein. Ich fuhr herum, ja, da stand er, eine Weinkiste im Arm und Saya um den Hals.
„Bon Giorno“, hörte ich ihn, von Küssen fast erstickt, sagen. Dann wurde es etwas klarer. „Grüße vom Don. Ich wurde Luigi als Wächter mitgegeben, weil er fünf Kisten teueren Wein zu transportieren hat. Auf Jürgen und Pippina konnte ich auch aufpassen.
Mit dem Frühzug,übermorgen,muss ich aber wieder Heim. “ Das entlockte Sayanocheinen Freudenquietscher. „Wir fuhren über Nacht. “
Lis schob Jürgen, Pippina und Luigi auch noch ins Esszimmer. Jetzt wurde es eng. Damit hatte meine Frau allerdings kein Problem. „Saya, hole dir aus der Küche, was du brauchst, nimm deinen Alessandro und verschwinde auf dein Zimmer. Um Fünf will ich dich eine halbe Stunde lang sehen, dann erst wieder bei der Morgenfütterung.
Was morgen ist, sehen wir. Guten Tag übrigens, Alessandro. “
Er schüttelte allen die Hand, jeder kannte ihn, dann wurde er auch schon von Saya abgeschleppt, die auf ein großes Tablett genug zur Fütterung des Freundes gepackt hatte. Für sie wird auch noch was abfallen. Das Esszimmer wurde leerer. „Sara, den Katzentisch. Gina, Anna, Luigi und du dorthin. Ihr dürft italienisch sprechen. Ich decke für Pippina und Jürgen neu ein. Pronto!“ Lis war großartig.
10 Minuten später löffelte jeder seine Suppe. Des Rätsels Lösung war sehr einfach: Kim hatte gestern Luigi angerufen. Der fand die unerwartete Geldquelle prima, aber alleine fahren, über die Alpen? Er rief den Don wegen eines guten Rates an. Der hatte in den nächsten Tagen nichts vor, brauchte also seinen Leibwächter Alessandro nicht. Dieser wiederum wusste, dass Jürgen nach Stuttgart sollte. Das sagte er jedoch dem Don nicht, sonst wäre seine Mitfahrt ja unnötig.
Wir wussten sehr wohl, welche Schlitzohren, viele unsere Freunde da unten sind. Saya, inzwischen schon einige Wochen in Stuttgart, war auf alle Fälle der Nutznießer. Sehr in unserem Sinne.
Als wir mittags durchsprachen, was da auf uns zukommt, bekam Pippina einen argen Schluckauf vor Schreck. Sie ist zwar inzwischen vom Park so einiges gewöhnt, unsereBonbonswaren nun allerdings sehr heftig. Nein,mitwollte sie da auf keine Fälle. Sie hätte aber einen anderen Vorschlag, sie würde sich gerne im Laden aufhalten, wenn wir weg sind.
Es sei ja unausbleiblich, dass sieihrenLaden, wenn es auch nur ansatzweise so weiter geht, ebenfalls ausbauen muss. Dazu wollte sie auch zu der Vertretung der Automaten. In Italien sei die Nächste in Milano. Im Übrigen müsse sie einkaufen, für den Haushalt, die neue Wohnung, ich hätte doch auch Verbindung zu Teppichen. Luigi könne das Eingekaufte auf dem Rückweg ja gut mitnehmen …
Ich denke, liebe Freunde, ihr alle kennt die italienischen Hausfrauen.
Mir fiel fast ein Ohr ab. Jürgen erkannte es wohl und schickte Pippina erst mal Kofferauspacken. Sie ging, nicht ohne uns vorher noch Grüße von Gott und der Welt zu überbringen.
„Wenn du jetzt schon mal da bist, dann fährst du natürlich schon morgen mit, Jürgen. Über die Einsatzregeln brauchen wir ja nicht zu reden. Ich denke, 400 Mark pro Film wäre ein fairer Preis. 18 Filme werden sicher eher das Minimum als das Maximum pro Woche werden.
Nachbarn sind zäher, bis sie anfangen, dafür geht es dann zügig. Die absolute Qualität ist da auch nicht so sehr gefragt. “
„7000 pro Woche? Das sind bis Weihnachten ja 50 Tausend. Ups, ich habe mit zwanzig gerechnet. Sag das um Himmels willen nicht Pippina. Die verfällt in einen Kaufrausch. “ Jürgen schlug sich vergnügt auf die Schenkel. „Im übrigen, nach dem Sommer im Park, können mich Sonderwünsche kaum mehr schocken.
Auch Pipi Mädchen nicht. Alles schon gehabt. Solche Dinge habe ich allerdings gerne sehr diskret und alleine mit dem Paar gemacht. In Italien sind die Leute da noch manchmal schreckhaft. Obwohl – seit letztem Sommer hat sich da irgendwie etwas getan, viele Frauen sind plötzlich viel offener; im wahrsten Sinne des Wortes. So viel, sehr intime Einsichten in das Innenleben von Frauen, hatte ich noch nie“, lachte er vergnügt. „Wie verkraftest du das eigentlich? Bei mir auf alle Fälle war Pippina oft sehr erfreut, wenn ich von der Arbeit kam.
“
„Kann ich mir denken. Bei mir ist das kein bisschen anders. Deine Feststellung stimmt. Ich fürchte, das liegt auch ein wenig an uns; wir hatten Models, die sehr freizügig waren, der Verlag hat gedruckt, was vertretbar war, der Rest kam in dieUnderground.Ich denke da vor allem anHairy Cunts, das ist der totale Renner. Das heizte die nachfolgenden Models, welche die Magazine ja sahen, noch mehr an.
Sie agierten noch frecher; es schien ja so, als sei das, was sie da tun, eigentlich völlig normal. Wenn du mit solchen Aufnahmen aber Probleme hast, du weißt was ich meine, solltest du dir schon überlegen, ob du Pippina nicht doch mitnimmst. “
„Du meinst wegen weil? Ich denke, das bekomme ich schon hin, bei anderer Erfahrung komme ich auf das Angebot zurück. Ich habe übrigens meiner Frau totale Treue geschworen.
Sollte ich einen plötzlichen Ausfall zeigen, schlag mich nieder und fessele mich ans Bett. Ich denke aber nicht, dass es dazu kommt. “
„Ich werde für Treue sorgen, wenn du darauf bestehst. Da ich nie Klagen hörte, vermute ich, das sind auch nur Scheingefechte von dir. Dass alle Kunden außen vor sind, ist uns ja sowieso klar. “
„Nur mal so aus Interesse, ich werde dazu auch mal den Prof fragen, da sind doch diese Hausfrauen die Hure spielen.
Wenn man die bezahlt und sie sagen zu, wie ist da die Rechtslage als Fotograf? Nein, natürlich kein Interesse, aber die Frage hat schon was. “
„So gesehen … Verdammt ja. Wir werden Pop beim Cocktail damit überraschen. Ich hoffe er stottert nicht. “
„Cocktail? Hier auch?“
„Sara war es zu langweilig. Da hat sie beschlossen, hier einfach weiterzumachen, wo sie in der Villa aufgehört hat.
“
Die Eulen waren dabei, nach Packliste, alles zusammenzusuchen. Einmal auf Tour, musste alles da sein. Saya hatte, zum Glück, schon gestern das Wäschepaket für Mittwoch fertig gemacht. Es war relativ klein, das Thema Bett auch nicht gerade umwerfend. In der Nähe gab es noch normale Hausfrauen, auch die hatten keine großen Wünsche. Es schien fast zu wenig für zwei Fotografen und vier Assistentinnen, wer kann das allerdings schon wissen. Wir hatten es schon oft genug, dass sich erst vor Ort zeigte, dass doch weit mehr anstand, als vorauszusehen war.
Nun saß ich also da und quatschte mit Jürgen, bis es Zeit zum Cocktail war.
„Wo ist eigentlich Luigi?“, fiel mir plötzlich auf.
„Luigi hat eine uralte Geliebte in Stuttgart. Sie gab den endgültigen Anlass für ihn, hierher zu kommen“, wusste Kim. „Unser Schlitzohr bat mich nämlich, sie anzurufen. Wenn ja, dann ja, wenn nein, dann sei der Preis 200 Mark höher. Ich versprach seiner Julia halt 100 Mark, dann sagte sie ja.
Man muss die Mäuse ja zusammenhalten. “
Sogar Gina und Anna mussten laut lachen. Luigi schlief auch gleich bei dieser Julia. Wir hatten, fast wie in Italien, nur eine Telefonnummer. Taxi kommt gleich.
Pippina wollte natürlich am liebsten Italienisch sprechen. Jürgen grinste verstohlen als Mom, die Respektsperson überhaupt, ihr sagte, hier würde nur Deutsch gesprochen. Sie möge auch daran denken, ihre Kinder müssten das ja auch mal lernen.
Es sei schließlich ihre Vatersprache. In Italien hat, wie bekannt, der Mann das Sagen. Ein Blick zu Jürgen sagte ihr, sie stand auf verlorenem Boden. Von Gina und Anna kam offensichtlich auch keine Hilfe. Ganz deutlich muss ich hier aber noch anfügen, Pippina ist eine sehr nette, liebenswürdige Person. Für ihre italienische Mentalität kann sie nichts, daheim fällte es unter den anderen Italienerinnen auch kaum auf. Die ersten Tage hatten wir sie nun aber sehr viel ruhiger.
Bereits im Dezember sollte sich das ändern, sie hatte, heimlich, jeden zweiten Morgen einen Deutschkurs für Gastarbeiter besucht. Die Butter vom Brot, sprich das Wort aus dem Mund, wollte sie sich auf keinen Fall nehmen lassen. Das sprach natürlich sehr für sie, Jürgen konnte es nicht fassen. Jetzt träumt er davon, eine längere Reise in die USA machen zu können. Mit ihr. Zum Englisch lernen.
Pop war von unserem Beitrag zu Rechtsfragen geschockt.
Sara musste einen Vierstöcker bringen. Dann holte er sein Handbuch des öffentlichen Rechts. Er telefonierte sogar noch mit Lothar, seinem Kollegen. Erst zum Abendbrot hatte er eine Lösung: Während einer Sitzung sei es zumindest unmoralisch, wenn nicht genau das dokumentiert werden solle, was er sich kaum vorstellen könne.Nachder Sitzung sei es legal, die Dienstleistung eines dann ehemaligen Kunden in Anspruch zu nehmen, soweit das nicht unter dem Motto läuft: ‚ ;Willst du deine Bilder sehen, möchte ich zuvor mit dir, was auch immer tun.
’ Es muss ein unabhängiger Geschäftsabschluss sein.
Mir ging diese Auskunft noch durch den Kopf, da sprach Anna einfach so los: „Mir fallen wie Schleier von Augen. “
„Ha. Du hast einen Roman vom Mom gelesen“, lachte Lis.
„Ja, haben. Aber jetzt begreifen, wenn Mann sagen, du nix arbeiten für mich, wenn nicht machen Bumbum, dann war das nix gut. Verstehen richtig?“
„Du hast es ganz toll erkannt, mein Schatz“, lächelte Pop zu ihr hin.
„Und so was war vor kurzem noch arbeitslos, weil sie nicht lesen und schreiben konnte? Heute versteht sie komplizierte Zusammenhänge in eine Fremdsprache. Ich bin entzückt. Liebend gerne würde ich eine Stelle im Recht finden, mit der ich den dafür Verantwortlichen den Arsch aufreißen könnte. Bis ich aufs Braune komme. “
Pop liebt derbe Ausdrücke, nach mehr als 4 Glas Cognac besonders. Mom verständlicherweise nicht so sehr. Heute war sie aber die Erste, die ihm zustimmte.
„Es ist einfach eine Schande, Intelligenz so mit Füßen zu treten. Aber macht euch keine Sorgen, Anna und Gina, im April könnt ihr hocherhoben Hauptes durch eure Heimatstadt schreiten und die meisten der Signori werden höflich den Hut vor euch ziehen. So wahr ich Klara Oktober heiße. Verdammt noch mal. “
„Dem walte Gott“, fügte Pop noch an.
Anna war ein wenig erschrocken, wegen des gewaltigen Getöses, das Pop mal wieder verursachte.
Ein zartes Lächeln spielte dann aber schnell über ihr Gesicht, als sie den Inhalt der Ansprache begriff.
„Darf ich jetzt auch noch was sagen?“, mischte ich mich ein. Als keine Antwort kam, wendete ich mich an Anna. „Bumbum, ich nehme an, du meinst damit das, was ich meine? Was Mann und Frau halt besonders gerne tun?“ Anna nickte lächelnd. „Ich frage nur deshalb, eine alte Freundin benutzte dieses Wort auch.
“ Ich sah zu Lis.
„Nicht nur Kitty, auch die Andern“, belehrte sie mich.
„Also scheint es etwas Internationales zu sein. Noch was, Anna, Gina, ihr wisst es sicher, dass wir unsere Assistentinnen gerne Eulen nennen. Warum das so ist, mögen sie euch selbst sagen. Zuletzt haben wir uns geeinigt, dass Eulen Nachttiere, aber vor allem sehr kluge Tiere sind. Ich habe lange gezögert, euch unter dem gleichen Begriff anzusprechen.
Er kommt halt aus einem anderen Ursprung, der auch nur unseren Eulen gehört. Anna hat mich aber eben auf eine Idee gebracht: Dürfen wir euch pauschal – ich meine euch beide zusammen, unsereSchleiereulennennen? Das ist auch eine Eule, hier in Deutschland. Sie ist etwas kleiner, aber ein verteufelt guter Jäger. Für mich steht der Schleier über einer kleinen Unwägbarkeit, die noch über euch hängt. Ich meine das nicht böse. “
„Ich wiegen 56 Kilo, Gina 55 Kilo, wir gewogen bevor kommen hierher.
Wenn du mögen uns Schleiereulen nennen, ich kennen keine Grund, um sagen nein“, antwortete Anna prompt.
Ich sah, wie die meisten mühsam versuchten nicht zu lachen. Ich hatte selbst Mühe, nach dieser sprachlichen Meisterleistung. „Das freut mich. Nur noch eine Kleinigkeit: Unwägbarkeit. Anna, du hast gut erkannt, Bravo, dass das etwas mit der Waage zu tun hat. Also, mit wiegen. In diesem Fall habe ich einen sehr komplizierten Ausdruck verwendet.
Ich entschuldige mich dafür, werde ihn euch aber sofort erklären. Unwägbar sagt, dass etwas nicht zu wiegen ist. Wieiches meinte, bedeutet es, wenn ich, in meinen Gedanken, euere Seele auf die Waage lege, schlägt diese zum Guten oder zum Bösen aus. Ich wollte damit ausdrücken, ich habe noch keine Ahnung, ob aus euch ein guter oder ein böser Mensch wird. Wir sind aber alle hier im Raum bereit, euch auf einen guten Weg zu führen.
Habt ihr das begriffen?“
„Ja“, sagten beide fast gleichzeitig, dann übernahm wieder Anna. „Padre Stefano viel sprechen von Gut und Böse. Wenn haben kleine Sünde, das nicht böse, auch nicht wenn vergessen Beichte. Wenn lügen, das große Sünde. Wir lange Problem bis verstehen, kann sein kleine Sünde, wenn in Not oder um helfen. Er uns viele Beispiel geben, was gut und wir wissen was nix gut. Padre Stefano uns sagen wir in Hölle, wenn nix gut in Stuttgart.
Kleine Sünde erlaubt, große Sünde nicht. Ich nicht will sprechen viel über Sünde, aber Grenze zu kleiner Sünde uns viel bekannt. Padre Stefano da sehr streng. “
„Prima. Ab sofort seid ihr nun unsere Schleiereulen. Solltet ihr je versucht sein, eine große Sünde zu begehen, dann redet mit uns. Bitte, glaubt mir, egal was, wirklich, völlig egal was, sprecht mit einem von uns. Wir bekommen jeden Sündenfall wieder hin. “
„Wir wissen.
Wissen seit gestern. Wir gestern zum ersten Mal in eine Bett geschlafen. Nein, nicht schlafen. Reden, viel reden, mit kleiner Sünde, haben geredet Italienisch. “
„Und das war gut so“, sagte Mom. „In eueren eigenen Räumen ist das gestattet. “
„Ihr habt noch gar nichts über eueren heutigen Arbeitstag gesagt?“, wollte ich schnell von dem momentanen Thema ablenken.
„Uhh“, gluckste Gina fröhlich. „Wir haben heute gelernt Perücken machen.
Ein klein bisschen heute. Dann haben gesehen, wie machen Klöckner. Der kommen aus Paris. Arg schreckliche Mann, wenn Maske ab, aber ganz nett. Dann gesehen große Archiv von Chef. Uns zeigen, was alles haben machen. Wenn können klein bisschen davon, dann Don Paolo sehr stolz auf uns. Wir lernen, bis nichts mehr in Kopf passen. Ganz sicher. “
„Daraus habe ich entnommen, es hat euch gefallen. “
„Freuen auf Donnerstag“, erwiderte Anna.
„Nun freuen auf Morgen. Wir alles haben, auch kleine Koffer mit viele schöne Tattoo, von Kim. Noch nicht können machen Piercing. Zeit laufen so schnell und das brauchen Zeit. “
„Habt ihr jetzt keine Lust auf Männer mehr, weil ihr doch gestern ineinemBett geschlafen habt?“, ließ sich plötzlich Doris vernehmen. Da schlug wohl die Neugierde zu, denn zum Thema gehörte das bestimmt nicht. „Ach Doris“, grinste Gina. Wirklich, sie grinste.
„Anna und ich haben doch Selbstverständnis. Du selber sagen, das genügen. “
„Das glaube ich jetzt allerdings auch“, lachte sie zurück.
Katzenhaus und Lotterbett
Zum Frühstück kamen nicht nur Luigi, gewohnt zuverlässig, sondern natürlich auch alle Eulen und Jürgen mit Frau. Sie fanden übrigens die kleine Wohnung, die wir angemietet hatte, ganz prima. Sie lag auch sehr praktisch, nur zwei Häuser weiter.
Das Frühstück war die letzte Chance, noch Unklarheiten zu beseitigen. Lis nahm sich Luigis an und sprach, anhand der Karte, die Strecke durch. Ich selbst hatte keine Angst, dass er sich groß verfahren wird, ein alter Fernfahrer wie er. Sara packte ihm einen Berg Brote, eine Thermoskanne und zwei Dosen Cola auf den Tisch. Er muss womöglich ja beim Bus bleiben. In der Kürze hatten wir noch keine Lösung, wie das wird, wenn kältere Tage kommen.
Wegen Schnees hatte er mit Ketten vorgesorgt, vor allem keine Angst davor. Er ist die Alpen gewohnt, da sind unsere Berge Hügel dagegen. Saya hatte irgendwann noch ein Paket mit Wäschespezialitäten für die heutigen Kunden zusammengestellt. Uschi nahm es in Verwahrung. Es herrschte etwas nervöse Aufbruchstimmung. Immerhin, der erste Termin beiNachbarnfür Jürgen und zwei Eulen. Auch wir Routiniers wussten nicht, was da wieder mal auf uns zukam. Am gelassensten war Luigi. Er fragte Sara, ob es denn nicht ein wenig Speck gebe, zum Frühstück.
Das sei gut gegen Kälte. Natürlich hatte Sara Speck, er bekam eine ganze Auswahl. Geräuchert, gekocht, geselcht, gebacken und luftgetrocknet. Sara hat sich die Küchenhoheit in Stuttgart erkämpft. Das kostete uns zwar etwas mehr als früher, dafür waren die Vorräte nicht nur das, was sie sein sollten, vorrätig, sie waren auch von bester Qualität. Mom hatte schon Beschwerden, denn unserDienstmädchenwürde ja nur das Beste wollen, und das nur, nach größeren Kostproben. Die Antwort muss sehr zugunsten Saras ausgefallen sein.
Mom bekommt auf jeden Fall jede neue Errungenschaft als Erste zum Probieren, dann wird die Sache durchgesprochen und entsprechend gekauft. Kompromisslos. Da ähnelt Sara sehr Kim.
„Doris!“ Mir fiel noch etwas ein. „Nachdem wir nun Jürgen und Luigi dabei haben, nimm doch bitte einen Berg unserer Deko- und Seidenstoffe mit. Wir haben jetzt genug Leute, da mal unpassende Hintergründe zu verstecken – oder Ecken passend zu machen. Was ist Luigi, du hast das Revers ja auch unterschrieben, oder hast du Angst vor nackten Frauen?“ Luigi verstand zwar recht gut Deutsch, ich sprach ihn aber trotzdem Italienisch an.
„Ich eile“, sagte Doris und zog, mit einem Hörnchen in der Hand, los, unser Dekorationslager zu plündern.
„Du meinst dekorieren, wie ich es manchmal mit Jürgen im Fotopark gemacht habe, an den heißen Wochenenden?“
„Ja. Die Wohnungen sind manchmal so voll gestellt, da kann man, vor lauter Nippes, die Nackten nicht mehr sehen. Dazu kommt, das hast du, Jürgen, ja wohl inzwischen auch erkannt, manche Models fühlen sich vor einer künstlichen Deko, auch in der eigenen Wohnung, einfach noch Wohler, sie gehen noch weiter aus sich raus.
Für sie ist es dann mehr ein Theaterspielen, als eine pornografische Darstellung. “
„Sicher“, sagte Jürgen lächelnd.
„Si“, sagte Luigi.
„Übers Geld sprechen wir später, Luigi. “
„Das mache ich mit Kim aus, sie hat mein vollstes Vertrauen, wie wir alle in der Villa Rama Radama. “
Kim errötete leicht. Das Lob hatte sie aber auch verdient.
*** Abfahrt. Die Autobahn fand Luigi, als sei er hier geboren. Bereits um Zehn hatten wir unser erstes Ziel erreicht. Eines der schönen alten Stadthäuser, wie sie vor der Jahrhundertwende gebaut wurden. Große Zimmer mit hohen Decken. Das versprach gute Bedingungen fürs Fotografieren. Vor dem Haus ist ein Parkplatz. Ein Schild besagte:Team bitte hier parken. Melden beim Pförtner!“
„Das scheint ja ein vornehmer Verein zu sein; sogar mit Pförtner“, meldete es Doris, die vorne bei Luigi saß – falls es dann doch mal Probleme mit der Navigation geben sollte.
„Na, dann lass uns einparken, Luigi. Doris und ich gehen erst mal rauf, bevor wir unseren ganzen Kram auspacken“, befahl ich.
Das Haus war wirklich toll, mehr als viermal so groß wie unser Haus in Stuttgart. Die Fassade braucht zwar noch ein wenig Hilfe, sonst schien es aber den Krieg gut überstanden zu haben. Ich zog mit meiner Obereule los. An der großen Pforte, einfach Haustüre konnte man das nicht nennen, drückte ich die riesige bronzene Klingel.
Schon durch das Glas der Türe sah ich die Loge des Pförtners. Es summte, ich drückte. Der Pförtner beugte sich vor:
„Das Fototeam nehme ich an?“
„Die Vorhut, der Rest wartet draußen“, antwortete ich.
„Dann gehen sie mal die Treppe hoch, die große Türe. Eintreten, ohne zu klopfen, das hört sowieso keiner. “
Das Treppenhaus war eine Wucht. Hier fehlten zwar die Wandfenster, wie wir sie in Stuttgart haben, dafür ist das hier einfach zu groß.
Ganz oben, unter dem Dach, gab es jedoch eine enorme Glaskuppel, durch die das gesamte Treppenhaus genug Licht bekam.
Doris und ich gingen die Treppe hoch, da sahen wir auch schon die besagte große Türe. Aus schwerem Eichenholz, mit einem mir unbekannten Wappen verziert, machte sie sich, mit zwei Flügeln, gut drei Meter breit. Da war klopfen wirklich sinnlos. Mit einem Hammer könnte man vielleicht Ergebnisse erzielen, mit der Faust kaum.
Wir traten furchtlos, ohne zu klopfen, ein.
Ein Saal tat sich vor uns auf, ein Wohnzimmer war das nicht, ein Restaurant? Auch nicht, Doris fand zuerst den richtigen Begriff:
„Das ist doch mal eine schöne Lounge. Da kann man eine Armee abfüttern. Sara käme sich wie im Himmel vor“, sagte sie völlig cool.
„Halli Hallo“, rief ich in den Saal.
Eine platinblonde junge Frau, ich schätze so Endzwanzig, sprang auf und kam auf uns zu.
Ich zählte gewohnheitsmäßig durch, 18 weitere junge Frauen richteten ihre Augen auf uns.
„Hallo! Ihr seid ja überpünktlich, ich nehme an … oh mein Gott, Paul Oktober persönlich, da hätten wir nun gar nicht damit gerechnet. Womöglich aus Italien, direkt ins kalte Pforzheim …“, sie schien wirklich überrascht, riss sich jetzt aber zusammen. „Jenna Schlabbach, ich habe den Brief geschrieben. Bitte kommen sie … Fehler. Bitte komm herein, mit deiner Begleitung.
Ich denke, da fehlen aber noch ein paar Leute. Die Dame am Telefon sagte was von vier bis sechs Personen, die kämen. Wir sollen nicht erschrecken. “
„Mit dem Fahrer sind wir sogar sieben. Wir scheinen jedoch auf alle Fälle richtig zu sein. Doris, holst du bitte die Anderen?“
„Lass mal. Paisley, kannst du das bitte machen?“, wendete sich Jenna an eine kleine Blonde. „Time is money, steht im Prospekt.
“
„Hallo Paisley, hole bitteallerauf, sie sollen die Wäsche mitbringen und erst mal die Grundausrüstung. Ich nehme an, wir können da unten für die Dauer unseres Hiersein parken?“
„Natürlich“, sagte Jenna. Paisley ging.
„Ich will ja nicht neugierig erscheinen“, sagte ich „aber das ist ja ein prachtvolles Haus, in dem ihr hier wohnt. Wir wohnen in Stuttgart auch in einem Stadthaus, aber so prächtig dann doch nicht.
Es wäre vielleicht auch etwas zu groß für uns, aber wie es scheint, sind wir im Wachstum begriffen. “
„Oh ja, das habe ich gelesen, du hast ja wohl ein ganz süßes Zwillingspärchen“, lachte eine Aschblonde. „Ach ja, ich bin Holly. “
„Nun Holly, deine Information ist etwas veraltet. Seit knapp drei Monaten haben wir ein zweites Zwillingspärchen, Kimba und Maiki, die sind aber noch so klein, da habe ich nur selten Zutritt zu ihnen.
Mit meiner lauten Stimme, würde ich sie nur erschrecken. Ich denke, wir werden sie aber trotzdem groß bekommen. “
„Das war bestimmt eine Mordsfreude im Haus, ich wollte bei uns wäre der Nachwuchs auch schon soweit, um die Flure mit Lärm zu füllen“, seufzte Jenna. „Bisher hat nur Rosa etwas vorgesehen. “
„Ich bin Rosa“, lachte eine Brünette. „Das Ganze ist noch im Stadium der Erwartung. Bis jetzt ist mir gerade einmal die Periode …“ Sie errötete und nahm eine Hand vor den Mund.
„Hallo Rosa. “ Ich musste nun doch lächeln. „Ich bin Familienvater und weiß sehr wohl, was eine Schwangerschaft einläutet. Ich meinenachder Tat. “
„Das kann ich mir allerdings denken“, kicherte Rosa. „Ich bin eigentlich auch nicht schreckhaft oder schüchtern, aber wenn man plötzlich so einen bedeutenden Fotografen vor sich hat, unser Ständiger ist da halt nur ein kleines Licht. “
Das hörte sich zumindest ja mal recht seltsam an.
Meine Neugierde wuchs, die von Doris ebenfalls, wie ich ihr ansah.
„Nun quatscht mal nicht zu viel, ihr Hühner. Paul wird ja völlig verwirrt. Ich denke, deine Mannschaft ist gleich da. Wir haben ein paar Häppchen vorbereitet, dann können wir reden. “ Jenna zeigte auf ein Buffet, etwas in der Ecke, ich hatte es noch gar nicht gesehen. Eines war mir aber inzwischen klar, wir waren an einen recht betuchten und vornehmen Haufen von Miezen geraten.
Die Damen sahen alle sehr gepflegt aus. Mein Kennerblick, den mir wohl keiner abstreiten will, verriet mir aber bereits so einiges, was die Damen anging. Die meisten sahen sehr viel jünger aus, als sie waren. Genau genommen, eigentlich alle. Untrügliche Zeichen sind die Hände und der Hals. Ich war geneigt, das Alter aller aufum die Dreißigzu schätzen. Das war absolut kein Nachteil; Damen in diesem Alter neigen dazu, sehr viel freizügiger zu sein, als Teens, die erstmals vor der Kamera stehen.
Die Türe ging auf, meine Mannschaft kam. Diszipliniert wie immer und vorlaut wie immer.
„Wohin soll jetzt bitte die angeforderte Wäsche?“, rief Uschi.
„Auf den Tisch vor den Waschräumen, gleich rechts von dir“, sagte eine Dunkelhaarige – Isabelle, wie ich gleich auch noch erfuhr.
„Nun, lasst mich mal meine Crew vorstellen“, bat ich. „Das ist Jürgen, mein Co-Fotograf.
Er leitet im Sommer unseren Fotopark in Italien, und kennt sich vor allem mit Amateuren aus. “
Jürgen verneigte sich galant und gab den Damen die Hand. „Ich bin erfreut für sie tätig sein zu dürfen, meine Damen“, behauptete er dreist und lächelte die Damen freundlich an.
„Das sind Gina und Anna“, fuhr ich fort. Die beiden verneigten sich höflich. „Sie sind gelernte Friseusen und Make-up-Artisten. Sie haben es besonders gut raus, ihre Opfer so aussehen zu lassen, wie man es von diesen erwartet: eher bettreif, denn bereit für einen Empfang beim Bundespräsidenten.
Aber keine Angst, sie bekommen die Frisur auch wieder in den Originalzustand. Nein, ich bin sicher, sie bekommen sie meist noch besser hin. Sollte eine der Damen, versessen auf ein Tattoo sein, drei Monate haltbar aber jederzeit mit Essig abwaschbar, dafür sind die beiden, genauso zuständig, wie für das Anbringen künstlicher Fingernägeln. Bei so manchen Fotos macht sich ein Trauerrand oder ein abgeknabberter Fingernagel ja nicht ganz so toll. Bei Damen wie euch, nehme ich dies allerdings nicht an.
Ich meine Angeknabberte. Gelächter kam auf. Gina uns Anna schauten freundlich.
„Beide kommen aus Italien, ihr Deutsch wird noch. Jetzt ist es zumindest schon verständlich. Ach ja, Frisur und Make-up ist kostenlos, Fingernägel und Tattoos kosten etwas. Noch was, Perücken haben sie auch, leihweise, falls jemand nicht erkannt werden will. So was soll ja vorkommen. Preise fragt ihr bitte an, das ist ein Service, um den ich mich nicht auch noch kümmern will.
Apropos Service, das ist Doris, meine Chefassistentin und das ist Uschi, meine zweite Hilfe, ohne die beiden bin ich einfach aufgeschmissen. Wie heute zum Beispiel, da muss ich eine an Jürgen abgeben. Die Girls kümmern sich um die Beleuchtung und die Tatsache, dass wir nicht an Arbeitsmangel leiden. Uschi ist gleichzeitig Verwalter und Beraterin des Wäschepaketes. Uschi, fang schon mal an. “
Sofort kam Unruhe auf. Uschi ging zum Wäschepaket, schnappte sich eine Liste, las Namen vor und schon war ich so gut wie abgemeldet.
Das waren wir inzwischen gewohnt. In wenigen Minuten hat jede die bestellte Wäsche, dann war ich wieder dran. So war es auch heute.
„Bleibt noch dieser junge Mann – Luigi. Waschechter Italiener, hauptsächlich unser Fahrer, aber auch geübt bei Blitzdekorationen zu helfen. Er ist übrigens der einzige Junggeselle, aber leider, meine Damen, vertragsgemäß nicht zu haben. Jetzt … Hallo!“ Die Aufmerksamkeit galt mehr der Wäsche. „Jetzt hätten wir gerne jemand, der uns durch das Haus führt, wir möchten, wenn möglich, die Location festlegen.
Inzwischen können sich dann die anderen Damen in aller Ruhe schönmachen lassen und die Wäsche auch schon mal anprobieren.
„Ich bin Monica. “ Schon wieder eine Brünette. „Das mit der Führung soll ich übernehmen. Es wurde ausgelost. Ich hab mir nur ein Unterkleid gewünscht, das ist schnell angezogen. “
„Prima Monica. Jürgen, Doris, Luigi, kommt mit!“
Wir zogen los.
„Ich sollte vielleicht etwas zu unserem Haus sagen“, erklärte Monica auf dem Weg zur Treppe.
„Es war das bescheidene Heim einer Reichsinstitution, kaiserlicher Prägung. Nach dem Krieg, in Obhut des Landes und stark renovierungsbedürftig. Gut 5000 qm Wohnfläche, eine enorme Immobilie. Heiner Schlabbach, damals bei einer großen Kanzlei tätig, bekam mit, dass das Haus verkauft werden soll. Er mobilisierte seinen Freundeskreis, er beschwatzte seinen Onkel, Direktor einer Bank und dann kaufte er das Haus. Rums, Bums, sollte Dietmar, mein Mann, einen Plan machen. Das Haus wurde in 18 Wohneinheiten plus zwei Dienstbotenwohnungen im Souterrain eingeteilt.
Dazu kamen drei Gemeinschaftseinrichtungen, unser Salon, wo wir eben waren, einen Wellnessbereich im Keller, und ein ebenfalls noch unfertiger Freizeitbereich unterm Dach. “ Sie lächelte mich an. „Inzwischen sind wir nun jeder Teileigentümer, mit den fast gleichen Rechten und Pflichten. Soviel zu unserer Wohngemeinschaft. Ach ja, ein paar von Heiners alten Freunden haben erst später geheiratet, ihre Frauen passten aber gut zu uns. Heute sind sie Freundinnen, wie jede andere im Haus. Wir verstehen uns alle prima.
“
„Na, das war mal eine informative Kurzfassung. Nun weiß ich Bescheid und bin gespannt auf die Wohnungen“, gab ich zu.
Wir waren inzwischen im obersten Stockwerk. Irgendwie sahen die Flure wie in einer Schule aus, nur die sind eher selten mit so schönen Teppichen belegt, antike Uhren, Schränke und Truhen stehen dort auch nicht einfach so rum. Da braucht man einen Pförtner.
„Die Wohnungen sind unterschiedlich eingerichtet.
Geschmack ist zum Glück nicht normiert. Bei jungen Ehen ist auch nicht unbedingt beliebig viel Geld da, unsere Miete, wenn man die Zinsabtragung mal so nennen kann, ist nach der aufwendigen Sanierung auch nicht ohne, da kommen gut 1000 Mark auf jeden, kalt“, erzählte Monica weiter, während wir im Eiltempo durch die Wohnungen schritten.
„Und so habt ihr beschlossen, Fotomodels zu werden?“, dachte ich mir meinen Teil dabei.
„Woher … Ach du meinst, wegen heute? Nein, das ist nicht der Grund.
Den wird dir Jenna erklären, ich bin nicht dazu befugt. “
„Oh, gibt es hier eine strenge Hierarchie, der gehorcht werden muss? Den Eindruck hatte ich eigentlich nicht?“ „Nein, natürlich nicht. Jenna meint, ich sei ein Schwätzer und so ganz unrecht hat sie nicht. Sie meint, das müsse im Zusammenhang erklärt werden. Das mit dem Haus durfte ich aber sagen. “
Wir hatten das Stockwerk durch. „Jürgen, Doris? Vorschläge, Fragen zu bestimmten Locations?“ „Wir haben 18 Opfer, wenn ich richtig gezählt habe“, begann Jürgen.
„Was ich bisher an Location gesehen habe … da macht sich eine Frau überall gut. Ich würde vorschlagen, wir überlassen es in der ersten Runden den Girls, dann ist Pause und wir können darüber reden, wo es besonders gut war. “
„Das ist ein guter Vorschlag. Doris?“ Sie hat auch eine Stimme.
„Genau, wie Jürgen sagt, jede Location ist für den Anfang recht. Ich meine, vor Ort können wir ja noch Feinheiten abstimmen.
So gut wie hier haben wir es bei den Nachbarn bisher kaum getroffen. Ich meine aber auch hier gilt der alte Grundsatz, in den eigenen vier Wänden fühlen sich die Damen am wohlsten. Du willst ja doch wieder nur das Beste der Damen vor die Linse bekommen. “ Sie lachte, wie stets bei dieser Gelegenheit. Ich grinste, ebenfalls wie stets. „Wie ich aber auch sehe, wartet ein Berg Arbeit auf uns. Was haltet ihr davon, wenn wir auf eine besonders gute Location stoßen, gleich zwei oder drei Shootings dort zu machen.
Die Wohnungseigentümer könne vorschlagen, wer dazu in Frage kommt“, fügte sie noch an.
„Ganz prima. Das spart viel Zeit“, bedankte ich mich für den Vorschlag. Ich denke, das war’s, den Rest überlassen wir den Gastgeber. Lasst uns wieder runtergehen. “
Gesagt getan. Ich wollte gleich anfangen, die Zeit drängte wirklich. Ein wenig Neugierde plagte mich aber doch, Monica hatte da etwas angedeutet. Wir kamen zurück in die Lounge.
„Ach da seid ihr ja schon wieder“, freute sich Jenna.
„Anna und Gina haben schon mächtig an uns herumgezaubert. Uschi hat uns ebenfalls gut beraten, mit Tricks, die kannten wir beileibe noch nicht. Ich denke, jetzt muss ich aber zuerst ein Geständnis machen. “
„Ja, ich habe da so eine Ahnung“, sagte ich.
„Nun, 18 von uns arbeiten, viermal im Jahr, als Model für einen Fotografen, der Modebilder für ein bekanntes Versandhaus, hier vor Ort, macht.
Das bringt gutes Geld. Auch wenn viele von uns als Teenmodels arbeiten. Ist das schlimm? Verstößt das gegen den Amateurstatus vonNachbarnoder so was?“
„Versandhaus? Daklingeltetwas bei mir. Nein, das ist absolut nicht verboten, auch Profis haben ja Nachbarn. Uns macht es die Arbeit leichter. Als Teenmodels? Doch. Genau das habe ich vorhin gedacht, beinahe hätte ich Doris nach eueren Ausweisen fragen lassen. Dann habe ich ein zweites Mal geschaut – nun denn, ich bin mit Leib und Seele Fotograf.
Da sollte man sehen, was los ist. “
„Ja, Falten an unpassenden Stellen lassen sich nicht immer verleugnen“, sagte Monica. „Die drei H’s zeigen alles, Hände, Hals und Hintern. Das ist leider unvermeidbar. “
„Hals und Hände ja, aber wieso der Hintern?“, wollte ich wissen.
„Du weißt es schon, es fällt dir nur in diesem Zusammenhang nicht ein“, lachte Jenna. „Je älter die Damen, um so lieber zeigen sie den Hintern.
Mit allem Drum und Dran natürlich. Diese zwei Falten dort, lenken von den tausend anderen Falten immer ab. Nur gepflegt muss es halt auch dort aussehen. “
Ich musste schrecklich lachen. Gina und Anna sahen mich bestürzt an, ich denke sie waren so in ihre Arbeit vertieft, sie haben gar nicht mitbekommen, was da für ein Kalauer lief. Doris und Uschi grinsten dafür um so mehr. Jürgen hielt sich vorsichtshalber raus.
„Nun meine Damen, wir haben schon viel Zeit vertan, dafür braucht ihr aber wohl keine große Generaleinführung in den Job als Model. Wir versuchen es einmal, ganz professionell mit euch zu arbeiten: im 90 -Minutentakt, danach 30 Minuten Pause. Da werden wir gerne über euer schönes Buffet herfallen, dann nochmals 90 Minuten. Notfalls noch mehr. Wir haben beschlossen, es euch zu überlassen. Wo fangen wir an?“
„Ihr seid zwei Teams, wenn ich das recht interpretiere, also beginnt eines im Freizeitraum oben und eines in der Wohnung von Isabel unten.
Dann arbeitet ihr euch entgegen“, schlug Jenna vor.
„Gut, ich beginne oben, Jürgen unten. Nur noch eine Kleinigkeit, wenn uns eine Location besonders gut gefällt, rufen wir eventuell die Nachbarin dazu. Das spart uns Zeit beim neu Ausleuchten. “
„Alles klar, natürlich könnt ihr rufen, wen ihr wollt. Wir kennen jede einzelne Wohnung so gut wie unsere Eigene. Los jetzt, Petra du beginnst, dann Annie!“ Jenna schien das Kommandieren gewohnt.
Doris stand bereit, Jürgen zog schon mit Isabel, Uschi und Anna los. Ich schnappte mir Doris und Gina, dann gingen wir auf den Dachboden. Wo unten die Lounge war, war hier in die Dachschräge ein enormes Glasfenster eingebaut. Man konnte es elektrisch öffnen und, es zeigte genau zur Südseite. Ein idealer Sonnenbalkon. Nur bedurfte es da noch einiger Um- und Einbauten. Vorläufig standen nur Sonnenstühle, Schirme und diese aufblasbaren Plastikmöbel rum.
Jetzt machte sich Petra vor einem quietschroten Plastiksessel breit. Sie hatte ein grünes Sommeroberteil zu roten Sommershorts an. In einer Ecke blies ein Heizlüfter warme Luft in den Raum.
Doris warf den kleinen Scheinwerfer und ein Spotlight an, ein prüfender Blick, alles passte:
„Action!“
Petra vergeudete keine Sekunde, ich musste mich gut ranhalten, Scheu kannte zumindest sie keine, ruck zuck waren die wenigen Klamotten ausgezogen und Petra präsentierte alles, was sie zu bieten hatte.
Ein halber Film schnurrte in 5 Minuten durch. Wow.
„Da komme ich ja noch gerade recht“, kam eine Stimme von der Türe. „Ich bin die Raven und wollte auch hier oben beginnen, wenn es recht ist. Ich wohne in der Mitte, da kommt sowieso so schnell keiner hin und mein neues Top passt hierher besser, als in die Wohnung. “
„Na, dann mache dich bereit. Brauchst du was?“, freute ich mich.
„Nö. “ Sie legte ein rotgestreiftes Handtuch auf eine blaue Matratze, zog das Unterhöschen aus, nun trug sie nur noch den fast durchsichtigen Sommerpullover. Sie sah vielversprechend aus.
„Doris, bitte richte den Ventilator da drüben, auf Raven, ich will Wind, viel Wind. Raven, schreie, wenn es zu sehr stört und nun … danke Doris, genauso habe ich mir das gedacht. Raven – Action!“
Raven wusste genau, was sie uns zeigen wollte.
Sie zeigte sich, ihren Körper, ohne Schnörkel und ebenfalls ohne Scheu. Der Film raste. Am Schluss saß Raven auf einem Segeltuchstuhl. Nackt natürlich. Ihre Augen glitzerten frech. “
„Du warst richtig gut, als Teenmodel allerdings etwas zu frech, für einen Katalog zumindest“, lobte ich sie.
„Danke, ich geh jetzt wieder, du hast ja noch Annie. “
„Könntest du nicht mit Annie zusammen — ich mein halt, einfach ein bisschen Schmusen.
“
„Natürlich kann ich, wenn du das brauchst? Das ist zwar kein unbedingt verbreiteter Sport im Katzenhaus, aber was soll’s. Auf Annie, jetzt wird geschmust. “
„Katzenhaus?“, wurde ich aufmerksam.
„Unsere Nachbarn nennen es so. Der Grund ist wohl offensichtlich, die wenigsten von uns sind dazuhin aus der Gegend. Dir als Schwabe muss das doch einleuchten?“
„Ich finde die Bezeichnung ja auch nicht schlecht“, verteidigte ich meine Landsleute.
Die Zwei breiteten sich derweil vor einem Sonnenschirm aus, dann legten sie los. Nichts Weltbewegendes, fürNachbarnaber ausgezeichnet. Nachdem die Show durch war, nahm ich mir Annie nochmals alleine, in einem weißen Korbsessel vor, damit war diese Location für mich gestorben. Zwei Filme in 20 Minuten, zählte ich, als ich an der nächsten Location war. Petra bat in ihre Wohnung. Auf dem Weg dorthin schaute sie noch bei Rosa rein.
„Gerade haben Annie und Raven so schön vor der Kamera geschmust, hast du Lust, Rosa, mit mir auch mal so was zu tun? Für die Kamera? Als ich die beiden sah, bekam ich richtig Lust darauf, sowas mal zu versuchen. Wäre dir das recht, Paul?“
„Alles, was ihr wollt. Gina, style Petra ein wenig um. Verstrubble das Haar oder so was. Wo ist das Schafzimmer?“
Gina wirkte, Petra warf schnell eine Bluse von Rosa über.
Action. Die Bluse kam wieder runter. Die beiden boten eine perfekte Show. Als sie, mit offensichtlichem Spaß, gegenseitig an der Muschi spielten, sah Gina leicht irritiert aber keinesfalls fassungslos zu.
„Prima, ihr Zwei. Das ist gestorben. Rosa, wo wir schon mal da sind, kannst du nochmals in den schwarzen Turndress schlüpfen, den du vorher anhattest?“
„Natürlich kann ich. “ Gesagt getan, sie schlüpfte.
„Doris, die Überdecke runter, zwei Fotolampen in die Deckenlampe, ich will es hell.
Annie, du bist schon wieder angezogen, da drüben sah ich eine Liege mit dieser Decke im Kuhlook. Da lag doch so ein Plüschkrokodil. Bis hier alles fertig ist, auf, Marsch, Marsch. “
Annie spielte mit dem riesigen gelben Plüschkrokodil, dass keine Frage offen blieb. Vergewaltigung durch ein Krokodil. Aus Plüsch. Es war eine irre Nummer. Rosie, in ihrem Bett, brachte ihren Teil ebenfalls perfekt. Ja, so wünscht man sich seine Models.
Eine Spur der Euphorie, wie wir sie in L. A. hatten, kam auf. Dabei waren die Mädchen keinesfalls Pornostars. Hübsche Amateure, mehr nicht. Aber begabt und mit Freude dabei. Nur das zählte. Die jungen Frauen zogen ihr Ding durch. Dass sie es ohne Wäsche taten, war sicher neu für sie, irgendwie hatten sie sich wohl eingeredet, dass es nackt halt auch normal sei – welcher Mann kann schon in die Psyche einer Frau sehen.
Dass Rosa sogar kurz ihren Dildo vorführte, zeigte mir auf alle Fälle, dass sie vor mir, dem Fotografen, keine Scheu hatte.
„Spitze Rosa. Ich sehe da dein Nachthemd, ziehe es an und dann raus auf den Flur. Wir haben gerade noch Zeit für eine letzte Runde. “
„Du meinst einfach so auf dem Flur? Wenn du es sagst, warum nicht. Was soll ich dort machen?“
„Dich einfach wieder flott ausziehen und der Kamera zeigen, was für schöne Dinge du so hast.
“
„Warum nicht? Wenn du nicht blind wirst, beim Betrachten von so vielen Muschis. Also mein Mann hätte da sicher so seine Probleme damit. Bei dem traue ich mich kaum nackt unter die Dusche. “
„Das heißt, euer Eheleben ist perfekt?“
„Eher zu, als zu wenig. Ich fürchte, wenn er die Bilder sieht, werde ich am Abend für Stunden vergewohltätigt“, lachte Rosie, zog ihr Nachthemd über und stand noch vor uns auf dem Flur.
Doris half ein wenig mit der Handlampe nach, den Rest musste der Blitz machen.
„Ja. Spitze. Das wird eine lange Nacht für dich, fürchte ich. Nun noch mal die Muschi … ja so. Danke. “
90 Minuten waren durch, mein Magen sendete Alarmsignale. Hatte ich etwas vergessen? Nein. Aber die Location gefiel mir.
„Wer wohnt noch hier oben, Rosa?“
„Luna“, kam die kurze Antwort.
„Gut, dann beginnen wir nach der Pause mit ihr. Kannst du ihr das bitte sagen? Ach ja, zieh was Nettes an, nicht zu viel, ich denke, ich mache noch ein letztes Shooting mit dir, in der Lounge. Hast du Lust dazu? Auch wenn da noch ein paar rumhocken?“
„Kein Problem. Danach brauche ich aber dringend eine Dusche. Ich habe das Gefühl als kleben meine Beine jetzt schon zusammen.
“
Dosis lachte gerade raus. „Das kann ich mir vorstellen, uns geht es beim Zuschauen ja schon so. Nur Paul bleibt da voll cool, da muss erst daheim, seine Frau darunter leiden. “
„Erzähl da mal keine Familieninterna“, brummte ich. Wir gingen runter. Rosa kommt nach, Jürgen gerade die Treppe hoch. Er hatte einen roten Kopf. Keinesfalls aus Scham; wenn er hart arbeitet, sieht er meist so aus.
Uschi blickte gelassen, Anna ebenfalls.
„Na, alles geklappt?“, war ich nun doch neugierig. Soviel hatte ich mit Jürgen ja noch nicht zusammen gearbeitet. Ich war schon sehr gespannt auf seine Bilder. Dass er es kann, war allerdings keine Frage; sonst hätte ich ihn nicht bestellt. Seine Arbeit in Italien war immer ganz ausgezeichnet.
„Uhrwerk. Die Mädchen sind fast zu gut. Ich habe 7 Filme und, ich hoffe sie sind gut geworden.
Wenn nicht, lag es nur an mir“, antwortete er, völlig unaufgeregt.
An einem großen Tisch war eingedeckt. Sogar Blumen standen auf dem Tisch. Die Mädchen, die bereits unter den Fotografengelittenhatten, tuschelten ihre Erfahrung weiter. Mein Magen knurrte erbost. Ich ging zum Buffet und schnappte mir einen Teller. Hinter mit klapperte Doris. „Das sieht ja toll aus“, bemerkte sie sofort.
Ich hatte keine Zeit für Gespräche, ich schlug zu.
Unsere Sara kann es inzwischen längst besser, aber das, was die jungen Frauen hier zauberten, dafür mussten sicher einige Köche Überstunden machen. Voll Stolz berichteten sie, weit über die Hälfte sei aus eigener Küche. Das hätten sie von ihren Ehemännern gelernt. Die kämen beruflich in die besten Hotels und da gäbe es … Kein Wunder, dass es unseren Geschmack auch traf. Meine Eulen und ich, welterfahren, lobten. „Was ich noch sagen wollte, es war eine gute Idee euch bei uns zu melden.
Wie war es bei dir, Jürgen? Ich hatte keinen einzigen Ausfall, eher das Gegenteil. Ihr seid ganz einfach professionell. Danke. So macht das Arbeiten Spaß. “
„Auch als Model“, freute sich Rosa. „Unser schwuler Modefotograf ist da das leuchtende Antibeispiel. Alles zehnmal wiederholen, immer wieder ausleuchten, ein Fältchen hier, ein Fältchen da, was du in den eineinhalb Stunden durchgezogen hast, das hätte er, abgesehen vom Motiv, in einer Woche kaum geschafft.
Freut euch Mädels, die ihr noch nicht dran ward, es wird euch gefallen. “ Sie lachte laut und keckernd. „Nur schade, dass unsere knackigen Fotografen nicht für nette Spielchen zur Verfügung stehen, sie machen Lust darauf. Aber, wenn ich an meinen armen Gatten denke, er arbeitet und ich vergnüge mich,doch, da ist es besser für uns alle auf die Hausherren zu warten, bis sie heim kommt. Ich fürchte, heute Abend ist hier nicht viel los.
“
Jetzt waren alle am lachen, dann war es auch schon wieder soweit. Zweite Runde. Rosa, Juwel und Jenna posierten mir gleich in der Lounge. Das hatten wir schon während des Essens geklärt. Jenna führte stolz ihren neuen Ganzkörperbody vor. Später, beim Shooting in ihrer Wohnung, sollte ich ihn wiedersehen.
Jürgen ging gleich hoch in diesen Balkonraum, da hatten sich einige weitere Damen gemeldet. Ich ging, nachdem ich Luna auf dem Flur geschossen hatte, mit ihr in die Wohnung.
In einem netten blauen
Sommerkleid (vom Kataloghändler) und danach im Bett, zog sie ihre Show ganz nach meinem Geschmack ab. Es machte richtig Spaß.
Bolivia war dran. Eine rassige Latina. Woher? Aus Bolivien natürlich. Vor Jahren hatte ich da schon mal Erfahrung mit einer rassigen Brasilianerin in Martinique gemacht. Die hieß Brasilia. Irgendwie haben die Südamerikaner einen ganz eigenen Nationalstolz. In der Wohnung von Bolivia faszinierte mich ihr Bücherregal.
Ja,ihrBücherregal. Sie las Bücher, scheinbar nach Gewicht, und rezensierte sie für mehrere Zeitungen. Die meisten Bücher waren zwar auf Englisch, für sie war das jedoch kein Problem. Es machte ihr sogar Spaß, sich mit mir in dieser Sprache zu unterhalten. Als ich auch noch Spanisch mit ihr sprach, stieg ihre Hochachtung für den Fotografen Paul Oktober ins Unermessliche. Sie zog ein Buch hervor, das Kamasutra, das indische Lehrbuch der Liebeskunst. Es sei zur Zeit ihrer Lieblingslektüre.
Mit ihrem Mann würde sie gerade einiges ausprobieren …
Dann bot sie mir einen verwegenen Strip, ganz im Stil der großen amerikanischen Sexgöttinnen, immer den Blick zur Kamera suchend. Ich ließ einen ganzen Film durchrasen, danach war Bolivia allerdings nicht mehr ganz trocken zwischen den Beinen. Was soll’s. Es hat ihr Spaß gemacht, sonst hätte sie es nicht getan. Mir auch.
„Das war die heiße Nummer, einer heißblütigen Südamerikanerin.
Ich glaube, wenn dein Mann das würdigt, werdet ihr kaum langweilige Abende haben. “
„Sonst müsste ich mir halt noch mehr einfallen lassen. So eine Show war allerdings bisher noch nicht nötig. Ich freue mich jedoch schon darauf, wenn er die Bilder sieht. “
„Das kann ich mir denken. Bolivia, würdest du mit einer deiner Freundinnen auch als Doppelpack vor die Kamera treten?“
„Du meinst als Lesbe?“
„Zumindest angedeutet, ja.
“
„Ich geh gleich runter zu Holly. Als ich mal krank war, hat sie mich gepflegt, da kamen wir uns auch näher. Das klappt schon. “
„Prima. Deine Bücherwand gefällt mir, kannst du auch schnell Juwel und Monica rufen, wenn’s recht ist?“ „Ich springe ja schon. “
Ich nahm eine kurze Pause schon im Voraus, dann war auch schon Juwel da. Sie zog einen Hometrainer vor die Bücherwand und legte los.
Außer Turnschuhen und weißen Socken hatte sie gleich gar nichts an. Monica wartete schon im goldenen Hemdchen. Gina hatte den Hometrainer schnell weggeräumt, Jewel räumte die enormen Stereoboxen, die eigentlich da stehen, wieder vor das Regal, dann zog sie ihr goldenes Hemdchen gekonnt aus und rückte ihre Muschi ins Lampenlicht. Ohne viel zu schwätzen …
Holly und Bolivia legten in Hollys Schlafzimmer eine heiße Show hin. Den Dildo hatte ich doch gerade schon mal gesehen? Ach ja, Rosa.
Dann kam auch noch ein blaues Exemplar hervor. Da können die Mädchen sagen was sie wollen, aus ihrer Handlung sprach ganz einfach Erfahrung. Ich denke … wie erfuhr ich doch beim Lunch:Unsere Männer sind oft in sehr guten Hotels.Das implizierte für mich, die jungen Frauen sind oft alleine zu Hause. Na und?
Bolivia zog wieder ab. In die Badewanne, wie sie sagte. Holly posierte noch eine Runde vor und in ihrem Bett.
Ein kurzer Blick, der Schlüpfer wurde missbraucht um sich trocken zu legen, dann kam noch eine Vorstellung im Wohnzimmer dran. Die Zeit raste, die Filme schnurrten, als letzte kam Sofie dran. Sofie in der Küche. Auch das muss sein. Sofie im Wohnzimmer und Sofie im Schlafzimmer. Prima.
Dann kam Raven nochmals. „Wir haben da so ein Zimmer, das für den Nachwuchs geplant ist. Zum mittags Hausaufgaben machen. Melissa und ich, nacheinander, nicht miteinander, hätten da so eine Idee.
Klappt das noch?“
„Doris, geht noch ein Film?“
„Na klar. Geh voraus, Raven. “
Raven ging. Es wurden zwei freche Filme. Ich hoffe, die Kinder die hier mal lernen sollen, werden nicht gleich zu Beginn schon so frech erzogen. Von Melissa erfuhr ich dann auch noch das Geheimnis der Freizügigkeit, mit der mich alle überraschten.
„Wir lesen natürlich viele Magazine – wenn man schon mal in der Modelbranche arbeitet“, klärte sie mich auf.
„Unausbleiblich kam die Frage unserer Männer: warum nicht auch mal nackt. Es sei dazu gesagt, es gibt keinen Reihumtausch hier im Haus. Treue ist angesagt. Hilfe in der Not, bei langen Geschäftsreisen oder Krankheit ist die einzige zugelassene Ausnahme. Ach ja, Nacktfotos …“, kam sie wieder auf das Thema zurück. „Unser Fotograf wurde hysterisch, als wir mal probehalber einen BH und gar ein Höschen fallen ließen. Da schleppte Heiner eineNachbarnan. Der Rest ist seit heute Geschichte.
“
„Auf alle Fälle seid ihr, durch die Bank weg, prima. Ich fürchte, wir werden euch bei Gelegenheit nochmals aufsuchen müssen. Wenn da nicht ein paar Hundert Leserbriefe kommen, die mehr Bilder verlangen, müsste ich mich schon sehr täuschen. “
Wir naschten noch ein wenig am Buffet und stillten unseren Durst. Ich wagte mich sogar an einen edlen Most, mit Sprudel gespritzt. Luigi hatte inzwischen alles in den Bus gepackt, wir mussten weiter.
Ich staubte immerhin ein paar Küsschen ab. Jürgen schien ebenfalls gut angekommen zu sein, auch an seinem Hals hielten sich kurzzeitig ein paar Damen auf. Alle Damen winkten uns hinterher, als wir den Parkplatz verließen.
„Das war ja eine liebenswerte Meute“, meinte Doris im Bus. „Wenn man bedenkt, das sind fast alles studierte Frauen mit einem Job, gut verdienend und dann doch so lebenslustig. Solche Kundschaft würde ich uns öfters wünschen.
“
„Ich zwar auch“, behauptete ich. „Wir müssen da aber leider an die vielen, vielen unbegabten Amateure denken. Die hätten dann kaum mehr eine Chance vor die Kamera zu kommen.
Fortsetzung folgt..
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