Der Pornograf V – 01
Veröffentlicht am 21.01.2025 in der Kategorie AllgemeinGeschätzte Lesezeit: 68 Minuten, 25 Sekunden
Auszüge aus Band 5
(Hausfrauen, Nachbarn und andere Amateure)
Vorwort:
*** Ich möchte dringend darauf hinweisen, dass dies
*** Auszüge aus einem erotischen Roman sind und *** keinesfalls einzelne Sexgeschichten.
Rückschau:
In den Bänden 1 – 3 (Der Schüler, Der Abiturient, Der Meister), wird derunaufhaltsame AufstiegdesPaulOktober, demPornograf, wie er sich manchmal selbst nennt, vom Schüler zum weltweit anerkannten Fotografen geschildert.
So tüchtig der junge Mann auch in seiner Arbeit ist, sosehr bedarf er aber ansonsten noch der Hilfe seinerElisabeth(Lis), und seiner Eltern: Prof. (Pop)HeinrichOktober und (Mom)KlaraOktober (schreibt, unter dem NamenBeatrix Mai, triviale Unterhaltungsromane, aber auch Kurzgeschichten für verschiedene Magazine des Verlages). Es sei bereits an dieser Stelle gesagt: Paul ist der Macher in der Familie, aber seine Lis ist die treibende Kraft. Mit ihren oft seltsamen Ideen, schaffte sie es immer wieder, ihre Familie noch mehr voranzubringen.
Paul hatte, noch als Schüler, die Gelegenheit, einer persischen Familie, sehr bei der Eingliederung in die Gemeinde Wollmatingen (ein Vorort von Konstanz/Bodensee), zu helfen. Es stellte sich heraus, dass lediglicheinStörenfried daran schuld war, dass diese Familie von den Nachbarn gemieden wurde. Schuld daran war, wie sich später zeigte, eine Verwechselung; die Familie wurde für Türkisch gehalten. Türken hatten die Ehefrau des Störenfrieds vergewaltigt und ihn arg verdroschen – in Berlin.
Was Paul nicht einmal ahnte, besagte Familie gehört zu einem Adelshaus in Persien. Ein Adelshaus, welches das Recht hatte, den König von Persien zu stellen. Nun, das Adelshaus ist nach dem Umschwung im Iran, in der Zwischenzeit, in die Bedeutungslosigkeit versunken; aber nicht, ehe es seine Reichtümer dem neuen Regime entziehen konnte. Als Folge seiner guten Tat, wurden Paul, damals bereits verlobt mit Lis, vom Haus als Gwaihir angenommen. Der Fluch des HausesRadama von Karaj, so der Name der Sippe, ist es, seit über 100 Jahren, keinen männlichen Erben mehr zu haben.
Die Prinzessinnen gebaren nur Mädchen; aber nur ein Junge kann Schah werden – wird er denn gewählt. Als (derzeit einziger)angenommenerSohn, hat Paul nur das Recht auf den TitelGraf Radama von Karaj.
Nun ist das Haus Radama ein islamisches Haus, mit allen Pflichten und Rechten. Diese kann Paul, in Deutschland, leider nicht so umsetzen, wie er das gerne wollte, denn – er hat schon seit Anbeginn seines Verhältnisses mit Lis, immer eine Nebenfrau gehabt.
Die Idee dazu, ja nicht einmal der Wunsch dazu, kam jedoch keinesfalls von ihm; sie kam von Lis. Diese erkannte sehr schnell, bei dem etwas merkwürdigen Beruf, den sich Paul da auserkor, ist es unabdingbar, dass man sich in Sachen Sex auskennt. Nun, Lis war damals noch nicht einmal Achtzehn – stand damit sozusagen unter Jugendschutz. Also musste Renate, ihre beste Freundin, her. Die war alt genug und bereit dazu, für Pauls Intimleben zu sorgen, bissiedas Abitur hat, und nach Rottweil ziehen würde; wo sie ein Hotel erben wird.
Nun zeigte sich, im Leben von Paul, gibt es immer irgendwelche neue Verwicklungen. So ging es auch mit Renate. Die fand, auf einer Fototour mit Paul und Lis, in Japan, den Mann ihres Lebens,Hans Meise. Zuvor hatte jedoch Paul, bei einem Besuch in Teheran, für Renate einen Job als 1 . Assistentin vonPrinzessin Marni(der Personalchefin des Milliardenunternehmens Radama), aufgetan, den sie nach ihrem Abitur beginnen soll. Als 1 .
Nebenfrau von Paul, stehen ihr da wichtige Privilegien zu. Also hieß es, den Freund Hans, aus Japan, erst mal geheim zu halten.
Als Renate nach Teheran ging, ihre Assistentinnenstelle anzutreten, waren Lis und Paul wieder alleine. Es gab verschiedene Gründe, warum Renate aber nicht nur von Paul und Lis, vermisst wurde. Dann kam Paul eine Idee, die von Lis sofort gutgeheißen wurde: Er schleppte eine kleine Thailänderin an, Kim, aus seinem Freundeskreis in Konstanz.
Sie war zwar fast 4 Jahre älter als Paul, sah aber eher noch jünger als Lis aus. Sie akzeptierte einen Job, bei Paul, als Assistentin in seinem Fotostudio und gleichzeitig, als Haushaltsgehilfin im Hause Oktober. Ja – und wieder mit dem Einverständnis von Lis – auch als neue Nebenfrau von Paul.
Paul und Lis beendeten die Schule mit einem hervorragenden Abiturzeugnis. Dann wurde geheiratet. Danach ging es für ein Vierteljahr auf Hochzeitsreise; von der Lis schwanger, mit einem Zwillingspärchen, zurückkam.
Es wurde hektisch im Hause Oktober, in Stuttgart. Kaum zurück von der Hochzeitsreise, steckte Paul schon mitten in seiner Meisterprüfung, die er nicht einfach mitmachte, sondern, die er für ein Seminar von 32 Studenten und Meisterschüler,abhielt.
Pop, der Professor hatte das mit einem Freund zusammen, ebenfalls Professor, ausgekungelt und den Dekan sowie den zuständigen Minister, für diese Idee gewinnen können. Es ging nämlich darum, dass Paul, mit seiner, für Deutschland völlig neuen Technik, derdynamischen Fotografie, diese den Studenten beibringen soll.
Wird es ein Erfolg (wie zu erwarten war), bekommt er seinen Meistertitel zugesprochen. Paul war Meister – Meisterpornograf.
Das Seminar wurde in Italien abgehalten. Dort hatten sie, im Vorjahr, in einer gemieteten Villa, Urlaub gemacht. Paul und Lis gefiel die Villa sehr gut, Lis meinte gar, Paul solle sie kaufen. Geld dazu hatte er genug; er hatte schon einige hundert Filmrollen an den englischen Verlag verkauft, für den er arbeitet.
Dazu kam ordentlich Geld ins Haus, mit der Fotoreise nach Japan, gefolgt von einer Fotoreise in die Karibik und nach Asien – neben der Schule her, in den Ferien.
Pauls Vater, riet von dem Kauf der erwähnten Villa, nahe Neapel, ab. Das hatte aber nur einen Grund, das Haus Radama suchte dringend nach einem geeigneten Hochzeitsgeschenk für Paul und Lis, und hatte Pauls Vater mit der Suche danach beauftragt.
Nun war so ziemlich alles zusammen, um das junge Paar, so richtig glücklich sein zu lassen.
Das Seminar wurde ein riesiger Erfolg, Paul bekam seinen Meister und Lis, Ende August, ein Zwillingspärchen: Paul Hosni und Beatrix Pele (später nur noch Peha und Pele, genannt).
Die Uni Stuttgart war so begeistert von dem Seminar in der italienischen Villa, vor allem von dem übermittelten Wissen, dass Paul, vorerst, einen Dreijahresvertrag bekam. Nicht nur von Stuttgart; auch Hamburg und München schlossen sich mit einem Seminar an. Der Sommer war für Paul verplant.
In der Villa wurde ausgebaut, renoviert, der einstige Notbehelf, mit recht einfachen Zimmern für die Studenten, wurde zur Dauereinrichtung. Da musste natürlich vermehrt Personal her. Es war Kim, welche die Aufgabe übernahm, das Personal zu leiten. Lis bekam, quasi in letzter Sekunde, noch eine Hilfe aus Persien:Saya, eine junge Frau aus dem Haus Radama, hatte gerade den Ehemann und die Babytochter verloren; bei einem Bombenangriff des Iraks. Nun wurde sie halt Amme und später Kinderfrau der Zwillinge.
Paul dagegen bekam zwei neue Assistentinnen und – eineersteFotografin, die ihm bei den Seminaren helfen sollte, vor allem bei der vom Verlag geplanten nächsten Fotoreise, die noch vor den Seminaren stattfinden soll. Ein Gewaltakt (an Arbeit) wartete auf das neue Team: Japan, Hawaii, Los Angeles und New York. Und, damit sich Paul, nach den Seminaren nicht langweilt, bekam er noch ein Zusätzliches aufgedrückt: 5 Wochen mit 24 Schülern, im Herbst auf Hawaii.
Zuerst aber lief jetzt erstmal der Schulbetrieb in der Villa an.Willi, Freund und ebenfalls Auftragsgeber von Paul, schlug vor, in der Villa doch, nebenbei, eine Modelschule aufzumachen. Models war im Vorjahr halt noch ein kleines Problem. Inzwischen war aber auch der Ort, zu dem die italienische Villa gehört, aufgewacht. Don Rafael, etwas merkwürdig verwand mit Don Eusebio, aus L. A., dem Initiator des Seminars auf Hawaii, hatte da wohl seine Finger drin, schlug vor, er könne für Paul reichlich Models liefern; aus der Umgebung, aber auch Profis aus entfernteren Orten.
Paul müsse nur sagen, was er brauche und schon seien sie da. (Band 4 – Der Boss).
Es wurde eine sehr gedeihliche Zusammenarbeit. Der Verlag brachte, über Don Eusebio, ein Magazin in den USA heraus. Ein Erfolg, der Dutzende von Bräuten von Italien in die USAvermittelte.
Dazu kam, dass der Verlag ein neues Magazin herausbrachte:Nachbarn.Die Ursprungsidee war von Paul, als er während eines Urlaubs feststellte, dass viele Frauen sich viel lockerer vor der Kamera bewegen, wenn sie in ihren eigenen vier Wänden agieren.
Mikel, ebenfalls längst Freund, aber auch sein Kontaktmann im Londoner Verlag, war sehr angetan von der Idee. Damit war nun endgültig auch noch das Winterhalbjahr, für Paul und sein Team, verplant. Das neue Magazin entpuppte sich bald als Kassenschlager – prompt gab es bald auch eine deutsche Ausgabe – nahe liegend, wo es doch meist nur deutsche Hausfrauen und ihre Nachbarn enthielt; was allerdings nicht explizit herausgestellt wurde. Auf allen Fototouren ins Ausland, auch auf dem Lande in Italien, versuchte das Team jedoch immer, auch dort fürNachbarnzu fotografieren.
In diesem Band werden nun verschiedene Abenteuer mit, bei oder durch Hausfrauen und ihreNachbarngeschildert; Abenteuer, in die auch Paul und sein Team verstrickt werden. Diese Schilderung ist durchaus gewollt, der Leser soll wissen, was einemPornografenso alles zustößt – und das war manchmal schon recht happig; biedere Hausfrauen und ihre Nachbarn, wandelten sich bald zu frechen Models, die den Besuch des Fototeams nur zu gerne nutzten, um voll aus sich herauszugehen.
Im Übrigen hat der Leser ja immerhin die Möglichkeit, über zu heiße Passagen einfach hinwegzulesen. Paul und sein Team mussten jedoch ihre Arbeit tun. Aufgestaute Gefühle mussten abgebaut werden, ohne den Kunden damit zu belasten.
Dass ein englischer Verlag über deutsche Nachbarn berichtet, ist reiner Zufall, die Idee war von Paul – und deutsche Nachbarn standen ihm zur Verfügung. Auf die Nationalität wurde übrigens gar nicht eingegangen; manch ein Engländer mag sich nur über die Einrichtung der einen oder anderen Wohnung gewundert haben.
Ende Vorwort
******************************
Erinnerungen
Unsere Zwillinge waren mittlerweile gut 3 Jahre alt. Saya, unser Kindermädchen hat sie nach wie vor prima im Griff, was bei uns nicht immer der Fall ist. Bei ihr gehorchen sie aufs Wort. Die Rasselbande weiß natürlich ganz genau, ohne dem hat Saya ganz üble Tricks drauf, wie Nachtisch verweigern, früher ins Bett oder gar so hässliche Dinge wie den Mund mit Essigwasser reinigen, wenn gerade mal wieder ein böses Wort hervorsprudelte.
Von der ungeliebten Wurzelbürste, bei ganz arge Dreckspatzen, ganz zu schweigen. Wenn man lieb war, wurde dafür gekuschelt und man durfte auch mal fernsehen. Wenn man besonders lieb war, durfte man abends sogar in den Whirlpool und, dann gab es da ja noch die Gute-Nacht-Geschichte. Ja, Saya kann es mit Kindern, vor allem mit unserer kleinen Bande.
Der Leser mag aus dem oben Gesagten schließen, dass es wieder einmal Spätherbst war und wir, nach einem langen Sommer mit vier Seminaren und 18 Schulungen für werdende Models, nach Stuttgart zurückgekehrt sind.
Und – er hat Recht mit der Vermutung.
In den letzten beiden Jahren war in der Villa eine Art Normalität eingetreten. Meine Seminare verliefen ohne Probleme, Willis Modelschule ebenfalls. Stuttgart, Hamburg und München haben inzwischen den Vertrag verlängert, nur die Termine haben sich geändert. Stuttgart und Hamburg vor den Sommerferien; München und ein viertes Seminar, nach den Ferien. Dieses letzte Seminar boten wir als freies Seminar an, jeder der wollte konnte daran teilnehmen.
Don Eusebio schickte uns regelmäßig ein Dutzend Kandidaten, bis zu zwei weiteren Dutzend kamen aus den verschiedensten Ecken Europas. Auch aus Kanada und aus Japan hatten und haben wir schon welche. Es war die Idee von Pop, doch in den guten Magazinen mal dafür zu werben, um zu sehen ob Interesse vorhanden ist. Und es war, genug um Überlegungen zu starten, ob wir in den Sommerferien nicht noch ein Kurzseminar starten sollen. Der Preis für ein Seminar ist übrigens horrend.
Pro Person verlangen wir für die 5 Wochen 30000 Mark. Mit Unterkunft und Verpflegung natürlich. Kim hat mir aber vorgerechnet, dass wir da höchstens 1000 Mark pro Person verdienen. Das Schlitzohr hatte aber die Arbeitszeit von uns allen schon rausgerechnet und völligvergessen, dass Gerlinde und ich, dabei ja noch mindestens eine, meist zwei Stunden für Mikel und Willi fotografierten. Täglich.
Die einzige Herausforderung war der neue Fotopark. Umberto, unser Bauunternehmer, hatte alles wunschgemäß fertig bekommen.
Lediglich die Bepflanzung war noch etwas dürftig. Aber auch das gab sich in dem milden italienischen Klima schnell, zudem wirausgewachseneBäume einsetzten. Mom hatte sich die ganze Gartenanlage zum Hobby gemacht – als Ausgleich für ihre Schreibarbeit; obwohl selbst das nicht stimmt, denn sie diktiert nur noch auf Kassette, zwei Schreibkräfte schreiben. Neben diesen zwei Schreibkräften, herrschte sie nun also noch über unseren alten Obergärtner und vier Hilfsgärtner. Für größere Dinge wurden kurzerhand Hilfskräfte aus Neapel beschafft.
Bei uns in der Umgebung gab es keine Arbeitslosen mehr.
Ach noch was, das bewusste Zimmer, dieArena,hat sich nicht nur sehr bewährt, auch viele unserer Italienerinnen wollten darin üben. Das Ganze begann zum Kult zu werden, nachdem Danielle Bruhns, die Schreiberin unsittlicher Geschichten beim Verlag, dort 18 Shootings überstand. Es war ihre eigene Idee, von Mikel gefördert, doch selbst mal, als Model, den harten Tatsachen ins Auge zu sehen.
Zu jedem Shooting erzählte sie dann quasi das Selbst erlebte. Ihre Empfindungen, ihre Ängste und – vor allem das interessierte natürlich die Leser, ihre geilen Gelüste, die bei ihr wohl in besonderem Maße hervortraten. Mikel machte Sonderausgaben daraus:We naughty Models.Es hätte mich auch gewundert, wenn die Bilder aus derArenanicht vermarktet worden wären. So konnten sich, zusammen mit den Bildern von Danielle, meist noch ein Dutzend Models in einer Mischung aus mehreren Shootings, ein nettes Taschengeld dazu verdienen.
Im letzten Sommer hatten wir 18 Italienerinnen, einige davon schon fast Ende Zwanzig, die nutzen unser Angebot und kauften sich für 14 Wochen ein Abonnement. Das war eigentlich für Fotoverlage gedacht, umihrenModels auch eine Chance zu geben. Das Abo kostete 200 Mark und enthielt, von Willi gesponsert, Wäschegutscheine, die Saya in der Kleiderkammer einlöste. Da es Gerlinde und mir egal ist, wen wir vor der Kamera haben, fiel es mir erst gar nicht so sehr auf.
Erst meine Frauen brachten mich darauf: Die Mädchen kamen so, billig zu einer Ausbildungundan Wäsche. Da Mikel unweigerlich viele der Bilder kauft, die Mädchen wurden ja von Mal zu Mal besser, hatten sie den Einsatz schnell raus. Doris fragte eines der Mädchen, kurz bevor wir jetzt zurück nach Stuttgart kamen; es gestand, 5000 Mark verdient zu haben. Bis jetzt. Da muss eine italienische Mama lange dafür stricken. Wir diskutierten den Fall, dann kamen wir überein, es trotzdem bei dem Abo Preis zu belassen.
Vor allem Willi und Mikel waren sehr dafür. Irgendwie verständlich.
Mikel wurde im Winter reichlich mitNachbarngefüttert, im Sommer mit Italienerinnen. Nach wie vor, fuhren wir sonntags in die herrliche Gegend, dabei fielen, quasi nebenbei, auch einige italienischeNachbarnab. Unser Ruf hatte sich vor allem mit den MagazinenMarry Me!und denAbenteuer der Bräutestark gefestigt. AuchGirlfriends,von dem es sogar eine italienische Ausgabe gab, (mit reichlich Werbung von IGDuM) trug viel zu unserem guten Ruf bei.
Wir hatten den Eindruck, als hätten wir im weiten Umkreis nur gute Freunde.
Im Frühjahr und im Herbst waren Reisen angesagt. Asien, Karibik und die USA. Auch dies wurde zur Routine, das ganze Team waren längst kundige Reisegurus und die Eulen sind inzwischen unschlagbar in ihrer Erfahrung; Gerlinde und ich wurden nur noch der Arbeit zugeführt und Mikel staubte an Bilder ab, was er nur bekommen konnte. Der Bedarf war riesig.
An Nachfrage mangelt es nicht.
Es war nun Anfang November, das Wetter so schmuddelig wie immer um diese Jahreszeit, und unsere nächste Fotosafari stand erst im Februar an. Gerlinde hatte sich bis Weihnachten eine Auszeit genommen, sie war in L. A. Natürlich bei ihrem geliebten James. Beide müssen dort allerdings für den Verlag tätig sein, dazu hat Gerlinde auch ihre Assistentinnen, Marianne und Petra, mitgenommen. Wir haben übrigens diesen Ringtausch der Assistentinnen, wie ursprünglich von den Mädchen selbst vorgeschlagen, nie vorgenommen.
Es war irgendwie unnötig. Im Sommer in Italien und auf großer Reise, hingen wir sowieso immer zusammen und die paar Wochen, die wir getrennt waren, auf die kam es nun wirklich nicht mehr an. Der Verdienst für unsere Eulen ist im Übrigen für alle Vier gleich. Prämien teilten sie einfach unter sich auf, wie die Arbeit, wenn es für eine, mal zu viel wurde. Dazu kommt, ich habe mich an Doris, meine Obereule, sehr gewöhnt.
Wir gingen heute früh zu Bett. Die Zwillinge tobten noch eine halbe Stunde mit uns, dann rief Lis nach Saya. „Abmarsch, für heute reicht es. Mama, Kim und Papa haben noch etwas zu besprechen. Gute Nacht ihr Süßen“, wurden PH und Pele rausgeworfen.
„Ich lese euch noch eine Gute-Nacht-Geschichte vor“, offerierte ihnen Saya „denn, wie ich hörte, wart ihr heute lieb. “
„Kommt da eine Prinzessin vor?“, wollte Pele wissen.
„Schei … blöde Prinzessin. Ich will was von Benjamin Blümchen hören. Der ist viel toller“, meinte PH. Saya griff sich die Zwerge und verschwand lächelnd.
„Ach Paul, haben wir nicht ganz liebe Kinder?“, seufzte Lis. „Ich glaube, es ist an der Zeit, noch ein Brüderchen oder ein Schwesterchen nachzuschieben. Sonst wird der Altersunterschied zu groß. “
„Ach du mein Schreck“, stöhnte ich bewusst kläglich.
„Du hast es also nicht vergessen, dass du mindestens drei Kinder willst? Hast du aber auch mal an Kim gedacht? Vielleicht möchte sie ja auch …“
„Ja Kim. “ Lis richtete sich auf. Das Thema fand sie offensichtlich gut. „Ich meine mit Paul … er ist halt dummerweise inzwischen dein Adoptivbruder. Aber einen Mann finden wir sicher“, erweiterte sie das Angebot aus ihrer Sicht heraus.
„Ich bin Pauls Nebenfrau, so ist es vereinbart“, sagte Kim.
„Und ich denke gar nicht daran, da in irgendeiner Art, dran zu rütteln. “
„Darum geht es im Augenblick auch gar nicht“, meinte Lis. „Wenn du ein Baby haben willst, nun, ich wäre bereit, in diesem Fall, noch ein Jahr zu warten. Wen du, auf dem Standesamt, als Vater angibst, ist alleine dein Problem. Von mir aus auch gar keinen. “
Kim fiel über Lis her, als hätte sie seit Ewigkeiten keinen Menschen mehr geherzt.
Dann jedoch kam ein Sturzbach, ein Sturzbach an heißen Tränen. „Ach ihr!“
Ich hatte keine Ahnung, was das nun wieder sollte. Irgendwie war das Thema, um das es ging, völlig in die Hose gegangen. Dann kam stockend des Rätsels Lösung:
„Ach Lis, Paul. “ Ein Taschentuch musste her, zum Tränen trocknen und hineinstieben. „Als ich Pauls Adoptivschwester wurde …“ Noch ein Nasenputzer. „Ich liebte ihn ja damals schon!“ Klammern an Lis.
„Damit da kein Unglück passiert, habe ich mich …“, ihr Schluchzen wurde noch lauter. „Ich habe mich sterilisieren lassen, um ganz sicher zu sein, nie in Versuchung zu kommen. So, jetzt ist es raus, endlich raus. “
„Was hast du? Du irre Nuss!“ Ich war wohl sehr laut. Kim zuckte zusammen als hätte ich sie geschlagen, was ich nie täte.
„Du hast dich was?“, kreischte auch Lis.
„Ich wollte auf keinen Fall ein Kind von Paul. Ich meine, wollen schon, Dutzende, aber damit wäre unsere Gemeinschaft geplatzt und Paul im Gefängnis. Von wegen der Schwester. Nun habt euch doch nicht so. Ich habe natürlich schon gewartet, bis mit den Zwillingen alles klar war. Notfalls hätte ich natürlich ausgeholfen. “ Sie kuschelte sich an Lis, mich sah sie eher furchtsam an. Lis nahm sie fest in den Arm.
„Glaubt mir, es war besser so, irgendwann hätte ich Scheiße gebaut, da kenne ich mich gut genug“, füge Kim noch an.
„Du brauchtest nur die Pille regelmäßig zu nehmen. “ So ganz war ich über den Schock noch nicht hinweg, dabei war mir der Gedankengang von Kim völlig klar. Sie wollte nichts dem Zufall überlassen. Sie kann halt nicht aus ihrer Haut.
„Ich war damals so glücklich, dass es mir der beste Weg erschien.
Vielleicht hätte ich ja mit jemand reden sollen, aber, bevor es mir jemand ausredet, habe ich es getan. Wenn ich euere Liebe aus irgendeinem Grund verloren hätte, war es auch egal. Ich hatte mich auf alle Fälle festgelegt. “
Ich nahm sie Lis ab und zog sie in meine Arme. „Du blöder, liebster Knuddel. Ich verstehe dich ja. Nun musst du halt auch unser drittes Kind als das deinige Betrachten.
“
„Darauf bestehe ich allerdings auch“, mischte sich Lis ein.
„Es wird, wie schon PH und Pele,unserKind sein. Ich würde Lis ja gerne die Last des Kinderkriegens abnehmen, auf alle Fälle tue ich, was ich kann. Können wir jetzt weiter über Kinder reden?“ Die Augen von Kim waren wieder klar, ihrProblem war nun bekannt, nun waren Lis und ich dran.
„Trotzdem bist du bekloppt“, konnte ich mir nicht verkneifen, dem Ganzen noch ein Käppchen aufzusetzen.
„Also, kein Kind für Kim. Andere Nebenfrauen gibt es nicht, dann bist also du dran, geliebte Hauptfrau. Leisten können wir es uns wohl gerade noch. Könnte es sein, dass wir es diesmal, ohne größere Aufwendungen hinbekommen? Ich meine ohne Hawaii oder so was?“
„Du meinst, ich soll einfach die Pille absetzen? Oh wie langweilig. Ein bisschen was Besonderes muss da schon sein. Ich denke wir zwei gönnen uns, ganz alleine, eine Woche im Luxushotel.
Was hältst du von … Ja, zu Ehren von Kim, werden wir es in Thailand ansetzen. Wir bleiben aber in Bangkok. Dort gehen wir ins Oriental, wir nehmen eine Suite mit Blick auf den Fluss. Das wird, nach meinem Terminkalender, in genau 10 Tagen sein. Sage also gefällig alle Termine ab, deineNachbarnkönnen sicher noch eine Woche warten. “
„Bangkok ist okay“, verkündigte ich meinen Entschluss.
So geschah es dann auch.
Lis hat sich übrigens doch etwas Besonderes einfallen lassen,esgeschah auf einer gemieteten Reisbarke auf dem Chao Phrya, dem mächtigen Strom durch Bangkok. Mögen die Flussgötter gnädig mit uns – und dem Kind – sein.
Noch ein frohes Ereignis
Bei uns im Haus, in Stuttgart, herrscht wieder mal Babygeschrei. Lis hat den Geburtstag von PH und Pele nur um 2 Tage verfehlt, um erneut Zwillinge auf die Welt zu bringen:Kim Elisabeth Marni, schwarzhaarig wie die Mutter und, zwölf Minuten später,Mike Friedrich,brünett wie sein Vater.
Im Hause Oktober herrschte eitel Sonnenschein, nur eine war traurig, Saya, und zwar, weil nur Lis den Nachwuchs stillen konnte. Sie hatte tatsächlich vor, sich von ihrem Freund schwängern zu lassen, um so ihre Verbundenheit mit der Familie zu dokumentieren. Zum Glück sprach sie zuerst mit Mom. Wenn sie ein Kind wolle, das sei kein Problem, aber nur um in der Lage zu sein, ein Kind von Lis ebenfalls stillen zu können, das sei hirnverbrannt.
Saya sah ein, dass auch so genug Arbeit für sie blieb, wenn sie auch damals nicht wissen konnte, dass Lis schon wieder Zwillinge bekam. Immerhin waren PH und Pele, ja auch nochPflegefälle.
In Russland hatte es einen Wechsel an der Spitze gegeben, Peter war zwar immer noch voll dabei, als Fotograf war ich allerdings nicht mehr gefragt. Das Thema war abgedreht. Der Freund besuchte uns jedoch im Sommer mit seiner Frau.
Auch sie war schwanger.
Willi war mit reichlich Wäschefotos, noch vom Sommer, eingedeckt und Mikel war, mit unserer letzten Sommerproduktion, ebenfalls mehr als zufrieden. Bei beiden gab es keinen dringenden Bedarf, was die normale Produktion angeht. Don Eusebio, in L. A., wurde erneut von Gerlinde und ihrem Verlobten, James, bedient. Was im Frühjahr als Auslandseinsatz auf uns zu kam, stand noch nicht fest. Eine Besprechung sollte das in Kürze noch klären.
Ich, der Hauptleidtragende, hatte keine Ahnung. Bis dahin hatte ich nun allerdings reichlich Zeit, mich voll um dieNachbarnzu kümmern. Sie waren das größte Sorgenkind von Mikel. Das Magazin, inzwischen auch in den USA verbreitet, hatte eine Riesenauflage und viel zu wenig geeignetes Material im Archiv. Mikel hat für unsere Aufwendungen einen netten Batzen dazugelegt, so hatten wir (meist) nicht nur viel Spaß dabei, sondern auch ein gutes Auskommen.
Nachbarnhatte inzwischen jedoch einen so gewaltigen Aufschwung erlebt, dass geplant war, es in Kürze wöchentlich herauszubringen, natürlich immer mit verschiedenen Themen. Das war allerdings auch kein Wunder, irgendwie hatte es sich halt ergeben, dass Gerlinde und ich immer öfters den geheimsten Wünschen unserer Gastgeber nachgaben und die beschränkten sich keineswegs auf mehr oder weniger gekonnte Selbstdarstellung. Da war aufregendes Posieren in Lack und Leder ebenso gefragt, wie Fesselspiele und Sado Maso Dinge.
Es wurde nicht nur sehr vergnügt und frei, Gruppensex von Swingerpärchen zelebriert, die ganze Palette geiler Dingen stand uns offen. Spiele mit Dildos waren sehr beliebt, lutschen und blasen noch mehr; lesbische Darstellungen, bei denen ich selten mitbekam, ob sie echt waren oder nur der fröhlichen Unterhaltung diente, machten denNachbarnbesonders viel Spaß; dass auch in allen Stellungen gebumst wurde, konnte da nicht ausbleiben. Es herrschte eine ausgelassene Freizügigkeit und wir, das Team, mittendrin.
Die Eulen, unsere Assistentinnen, nach einem gewissen Abenteuer in Japan, von mir so benannt, waren inzwischen so abgebrüht, dass sie so gut wie von Nichts mehr zu erschüttern waren. Sie machten sich sogar einen Spaß daraus, beratend tätig zu werden. Es waren auch sie, unter Leitung von Doris, meiner Obereule, die sich die entsprechende Post vornahmen und dieAngebotestudierten.
Nach ausführlicher Besprechung all der meist sehr verwegenen Angebote, wurde dann Gerlinde und mir der Einsatzplan vorgeschlagen.
Mit unserer Zustimmung, wurden dann die Termine geklärt sowie bei Willi die entsprechende Wäsche angefordert. Am Tag der Anreise war alles bereit, Gerlinde und ich hatten nur noch zu fotografieren. Wir hatten nie einen Einspruch gegen diese Planung, ganz einfach, weil die Eulen das ganz prima machten.
Hilfe dringend notwendig.
Es war nun das vierte Jahr, dass in der Villa Radama Seminare stattfanden.
Wir hatten alles wohl organisiert. Nun hatten wir da aber auch noch den neuen Fotopark. Um es nochmals ins Gedächtnis zurückzurufen, es war geplant dort, neben den Seminaren, Firmen alles zur Verfügung zu stellen, was sie für einen Film oder eine Fotoserie benötigen; angefangen von der Kulisse, bis hin zur technischen Ausrüstung. Das war das kleinere Problem, denn Firmen, die nur auf diese Gelegenheit warteten, gab es offenbar genug. Sie wussten, was sie wollten, da konnten wir langfristig planen.
Das dritte Standbein sollte es sein, dort jedem die Möglichkeit zu geben, freizügige Bilder seiner Freundin, Braut oder was auch immer, zu schießen. Das konnte im Prinzip zwar jeder und das überall tun, was wir boten war aber nicht nur Verleihung der Ausrüstung, sondern auch Beratung. Dazu boten wir die tollsten Kulissen. Selbst das würde nicht viel nützen, man erinnere sich, denn damals war es noch verboten Nacktaufnahmen (und um die ging es ja) einfach im Fotoshop entwickeln zu lassen.
Da kam eigentlich nur Schwarz-Weiß und selber machen infrage. Hunderte solcher Bilder landeten im Laufe der Zeit auf meinem Tisch, gute farbige Fotos so gut wie nie. Nun, genau hier sprang Jürgen Faust ein. Er übernahm diese Kunden. Er beriet, entwickelte, kopierte und vergrößerte die Machwerke seiner Kunden. Für wirklich gute Bilder, da hatte er längst einen Blick dafür, bot er, im Auftrag von Mikel, eine Veröffentlichung, die gar nicht so selten sogar gerne akzeptiert wurde.
Sein kleiner Fotoshop, im Fotopark, lief bereits im ersten Jahr wie ein Heer von Ameisen. Im zweiten Jahr, drohte er ihn aufzufressen.
An den Wochenenden hatten wir bis zu 20 Gruppen im Park. Wir hatten schon einen Campingplatz ausgewiesen, mit horrenden Gebühren, um dem Ansturm Herr zu werden. Jürgen konnte ein paar Papagalli dazu gewinnen, so eine Art Fremdenführer zu spielen. Pop und ich unterwiesen sie, in einem Schnellkurs, wie sie mit denKundenumzugehen hatten, vor allem, dass sie sich natürlich völlig rauszuhalten hatten, wenn die Sache intim wurde.
Zu unserer Freude wurde dieser Service schnell angenommen, die Burschen waren sogar sehr diskret. Erst Kim kam dahinter, was da wirklich lief: Die Jungs waren Verwandtschaft unserer Dauermodels; von diesen instruiert und auf absolute Disziplin getrimmt, mit Don Rafael als Drohung im Rücken.
Es schien aber auch, im Fotopark, genau diese Sorte Paare oder Frauen zu geben, die wir aus unserer Arbeit, vor allem für dieNachbarn,kannten; die Frauen nicht besonders hübsch aber obergeil.
Diese Frauen waren zu allem fähig, was ein Model fürTeenshaben musste. Wenn irgend möglich, empfahl Jürgen diesen Damen, oder Paaren, doch eine Serie von Fotos, zur Veröffentlichung in den USA oder England, nicht in Italien, vonmirmachen zu lassen. Wir machten einen Sonderpreis von 100 Mark und boten natürlich das übliche Honorar bei Veröffentlichung. Ich arbeitete zum normalen Filmpreis, die 100 Mark kamen in eine Kasse, aus der unvorhergesehene Nebenkosten bestritten wurden.
Der Erfolg gab uns recht: Mikel brachte aus dem ersten Schwung Bilder ein Sonderheft zuwege,Hairy Amateurs. Es wurde in England und den USA gedruckt und sehr gut verkauft. In den USA gab es sogar eine erste Underground Version,Hairy Cunts, die all die Bilder enthielt, denen man während der Aufnahme nicht ansehen konnte, wie geil sie werden würden.
Der verehrte Leser mag also erkennen, mit derPaul Oktober Fotopark GmbH,der die Seminare und die Modelschule angeschlossen war, ging es flott weiter.
Unser Stammkapital lag bei fünf Millionen Dollar, ich hatte 52 %, Rama Radama hatte 33 %, Willi mit seiner Modelschule 10 % und Mikel 5 %, damit er mitreden konnte. Dieser Fotopark, spöttische (interne) Kurzbezeichnung PUFF, abgeleitet von den Initialen der Firma, war jetzt der eigentliche Auftragnehmer. Wir alle waren praktisch Angestellte des Parks. Das galt auch für uns Fotografen. Das Team war zufrieden mit dem neuen Arbeitgeber.
Kim, unser Finanz- und Personalchef, hatte, zusammen mit Lis, schon vor Jahren ein paar arbeitslose Italienerinnen eingestellt.
Die Haushalts- und Küchenhilfen gehörten längst zum Stamm. Die vier Mädchen, die damals Interesse daran hatten, Friseurin zu werden, wurden hervorragend ausgebildet. Zwei davon, hatten nicht so ganz das richtige Händchen; sie waren bereit, dafür noch ein weiteres Jahr, bei einem Friseur in Neapel anzuhängen. Die anderen beiden wurden über den letzten Winter nach Konstanz verfrachtet. Leila und Traudl haben dort einen Friseursalon, der den absolut besten Service zum höchsten erreichbaren Preis bot. Gina Veccio und Anna Pappa waren gelehrige Schülerinnen.
Im Frühjahr, zurück in der Villa, lernten sie noch alles, was eine Visagistin wissen muss, aber auch alles, was Kim, über Tätowierungen wusste. Ihr Laden in Stuttgart, geleitet von der älteren Schwester Wanda, brummt immer noch. Natürlich gibt es dort keine echten Tattoos, obwohl Kim auch das, irgendwo in Neapel, am Hafen, gelernt hat. Das erfuhren wir aber nur so nebenbei.
Kim entwirft sehr gerne prächtige Ornamente, die sie bei einer Firma in München, auf eine Transferfolie übertragen lässt.
Das Verfahren ist nicht ganz billig, dafür können die Tattoos leicht, auf fast jede Körperstelle übertragen und jederzeit wieder entfernt werden. Ohne Fremdeingriff halten sie etwas ein halbes Jahr. Es gibt genug Männer und Frauen, die 200 Mark für eines der schönen Tattoos von Kim hinlegen. Dann gab es noch Tattoos mit Hennatinte. Handarbeit.
Während des letzten Sommers nun, machten sich Gina und Anna richtig gut. Wenn sie etwas schreiben müssen, kann man schon erkennen, dass sie Lesen und Schreiben erst vor wenigen Jahren lernten.
Man könnte sie aber sehr wohl auch für Legastheniker halten. Inzwischen können sie sich auf Deutsch verständlich machen, einen Blitzkurs für Englisch haben sie auch hinter sich. Es sind nun junge Frauen, die man sehr wohl auf die Menschheit loslassen kann.
Nach dem Massenansturm bei Jürgen, dem Gina und Anna, das ganze Wochenende zur Verfügung standen, blieb nichts übrig als die anderen beiden Mädchen, mit Hochdruck, ebenfalls passend zu schulen.
Im Grunde kam es ja nicht nur auf das frisieren an, das was die beiden jetzt konnten, reichte. Die weitere Schulung übernahmen Gina und Anna, bei ihren alten Freundinnen, im Sommer nebenbei.
Soweit zum Stand der Dinge in Italien, als Lis uns verkündigte, es sei nun bald soweit. Dass sie übrigens wieder Zwillinge erwartete, das ließ sie völlig kalt. Mir selbst fiel dieser blöde Witz von der alten Flinte, die schon streut, wieder ein.
„Da man sich auf dich verlassen kann, haben wir ja zwischen den letzten Seminaren, extra 2 Wochen Pause vorgesehen“, antwortete ich darauf. „Da müsste der erneute Nachwuchs ja da sein und ich kann wieder normal meiner Arbeit nachgehen. Kommst du mit Saya alleine zurecht, mein Schatz?“
„Prinzipiell schon. Ich denke, ich werde mir aber auch noch Sonja mitnehmen. Mama hat schon gesagt, sie wird bei uns übernachten, bis es soweit ist.
Papa und Alex sind zu jeder Zeit transportbereit. Du wirst sofort angerufen, kannst also innerhalb 24 Stunden da sein. Ich schaffe das schon, mit meiner Erfahrung. “
„Ich werde auf alle Fälle zwei Tage vor dem erwarteten Termin da sein und warten, bis es soweit ist. Bis zum Beginn des Seminars, schaffst du es dann sicher, notfalls komme ich halt jedes Wochenende. Kim bringe ich natürlich mit“, versprach ich ihr.
„Wir haben den Termin vielleicht doch ein wenig blöde gelegt. Ich gestehe, da habe ich wirklich nicht alles bedacht. Aber etwas anderes ist mir eingefallen“, lenkte sie ab. „Du wirst, nach dem letzten Seminar, natürlich wieder voll von denNachbarnaufgefressen. Was hältst du davon, Gina und Anna mit nach Stuttgart zu nehmen. Beide sind, über den Winter, ja praktisch ohne Arbeit. Da können sie genauso gut in Stuttgart tätig werden, auch bei Wanda im Laden oder bei Roland an den Maschinen.
So ein paar Mark extra, lehnen sie bestimmt nicht ab. “
„Ja, die Idee ist sehr gut“, gab Kim ihren Senf dazu. „Ich hatte schon überlegt, sie irgendwie nach Rom zu verleihen. Ob wir sie da allerdings wieder zurückbekommen, halte ich für fraglich. “
„Ob sie ein Friseurladen überhaupt will und sie dabei mitmachen, noch viel mehr“, fiel mir dazu ein. „Für billiges Geld, arbeiten die inzwischen kaum noch, es sind Spitzenkräfte geworden.
“
Dann sprachen wir über alle die Dinge, die noch geklärt werden mussten. Das mit der Unterkunft des zweiten Zwillingspärchens war längst klar, PH und Pele kommen in das kleine Studio, das entsprechend ausgebaut wurde. DieSäuglingekommen in das alte Kinderzimmer, nahe bei uns. Nun stand noch die Unterkunft von Sonja offen. Kim machte den Vorschlag, sie würde ihr kleines Studio aufgeben, so könne Sonja ganz selbstständig dort wohnen, es war ja alles da.
Das gefiel aber Lis nicht. Nach Rücksprache mit Sara und Saya, wurde ihr das dritte Zimmer unter dem Dachverpasst.Wenn Kim allerdings ihr Studio loswerden will, sei es am Besten, es zu einem kleinen Appartement umzubauen, für Gäste, die uns nicht so nahe stehen.
Am nächsten Tag verhandelte Kim mit Sonja, dem italienischen Stubenmädchen. Sie war willens mit nach Stuttgart zu kommen, wenn sie im Frühjahr wieder in die Villa mitkommen darf.
Das war natürlich gar keine Frage, im Sommer wird sie in der Villa gebraucht.
Nun hatte ich nur noch ein kleines Problem: „Was meint ihr, können wir noch ein paar Mark opfern, um am Eingang des Fotoparks, ein paar einfache, kleine Bungalows zu bauen – für diese endlose Masse von Wochenendbesucher? Haben wir dazu noch Geld übrig oder müssen wir an die Reserven?“
Kim lachte. „Übrig? Ich muss zweihunderttausend vor dem Finanzamt retten.
Wenn du an dieselben einfachen Häuschen denkst, wie wir sie damals in Dänemark am Strand sahen, einfach ein Dach, wie ein Zelt, mit hinten und vorne genug Glas, da müssten wir schon was hinkriegen. Ich denke, Lis und ich könnten da locker auch etwas investieren. Wie groß denkst du dir das Ganze denn?“
„Och, so ein Dutzend Häuschen bringen da viel“, gab ich zurück.
„Kleinkariert“, meinte Lis fröhlich.
„Wir machen das nicht am Eingang, sondern bauen es in den Hang zum Strand. Das ist etwas Teuerer, dafür wird der Hang gesichert. Die Häuschen bieten eine schöne Aussicht und sie sind darüber hinaus näher bei unserem Gästehaus. Paolo kann so mit seiner Küche locker die Verpflegung übernehmen. Da verdienen wir auch noch ein paar Mark daran. Wenn Not am Mann ist, können wir die Häuschen auch selbst nutzen. Unser Vorrat an Zimmern wird immer kleiner, weil immer mehr Leute zu uns kommen möchten.
Ich denke da auch an Willi und seine Truppe. Vielleicht sollten wir sogar zwei, drei Häuschen größer bauen, und Willi ausquartieren. Gerlinde hat ja auch ihren Bungalow. Das fand ich übrigens toll, dass sie ihre beiden Eulen mitgenommen hat. “
„Ich hab’s ja schon begriffen: am Hang zum Strand ein Dutzend Fischerhäuser, wie die wohl in Dänemark hießen, dann Sommerbungalows für Willi undunsereEulen. Zwei Schlafzimmer, großes Wohnzimmer, kleine Küche und großes Bad genügen; vor dem Haus eine schöne Veranda mit Meerblick.
Noch zwei solcher Dinger in Reserve, dann haben wir hier im Haus wieder Luft. Kim, sprichst du morgen mit deinem speziellen Freund, dem Bürgermeister? Sag ihm, es sei uns klar, dass wir dafür eine kleine Kläranlage bauen müssen. Wenn er nicht zusagt, sag ihm, dann müssten wir leider Leute entlassen. “
„Das wird er mir nicht glauben“, lachte Kim. „Er weiß allerdings ganz genau, dass genau dieser Wunsch jetzt fällig ist.
Wir bekommen das schon hin, ich habe da bereits vorgetastet, nachdem der Oberkult in Stuttgart, den Vertrag mit dir und Pop um weitere fünf Jahre verlängert hat. “
„Es sieht so aus, als ob unser Nachwuchs nicht verhungern wird“, gab nun Lis kund. „Im Übrigen bin ich jetzt müde, Lust auf Sex habe ich auch keine, dafür schmerzt mir das Kreuz zu sehr. Ich denke du, Paul, verziehst dich mit Kim auf ihr Zimmer, dann kann ich darüber nachdenken, was ich alles vergessen habe.
“ So geschah es dann auch.
Es stellte sich heraus, dass der Bürgermeister keine Probleme mit dem Bau der Bungalows hatte, sie waren längst in irgendeiner Form eingeplant. Umberto, der Baumeister, hatte zu meiner Überraschung bereits einen Bauplan dabei, er hatte allerdings gleich fünf größere Bungalows eingeplant, zwei davon etwas größer als von uns vorgesehen. Da gab es noch ein Arbeitszimmer und einen kleinen Nebenraum. Ideal für Willi, aber auch für Jürgen Faust mit Frau geeignet.
Die Butze, in der sie jetzt wohnten, war kaum menschenwürdig. Eine gewisse Frechheit hatte Umberto allerdings zusätzlich vorgesehen, eine kleine Strandhütte für sich und seine Familie. Gleich neben dem Strandhäuschen vom Bürgermeister.
Gerlinde, sie wurde natürlich auch befragt, fand unsere Idee mit den Strandhäuschen gut, Willi war sogar begeistert davon und war gerne bereit, für die Kosten selbst aufzukommen. Das war nun Kim nicht recht, sie hatte da irgendein Attentat, mit dieser Anlage, auf die Bürokratie Italiens vor.
Sie murmelte etwas von Zuschuss für gewisse Projekte in bedürftigen Gebieten, die der Verbesserung der Infrastruktur dienen. Der Bürgermeister hat ihr da wohl etwas eingeblasen. Nach dem sich Kim mit seiner Frau Eva sehr angefreundet hat, brachte er laufend irgendwelche Nachrichten aus Rom, die unserem und natürlich auch seinem Budget gut taten.
Alles war klar. Padre Sebastian bat die ganze Familie zu einem Gottesdienst inseineKapelle,am Kap des Grundstückes, gleich neben dem Bungalow von Gerlinde.
Irgendwie war die ultramodern geworden, mit viel Glas, glich sie eher einem Segelboot, das ins Nirwana treibt, als einer der üblichen Kapellen, wie es in Italien viele gibt. Nun, wir passten gerade mal rein. Wenn die Türe offen blieb, konnten unsere Angestellten sogar mithören, was der Pfarrer sagte. Heute ging es um Segenswünsche für Lis und unseren erwarteten Nachwuchs. Er kam sich nicht zu fein vor, uns anzubieten, selbst zur Taufe nach Stuttgart zu kommen.
Dass wir das, als Nichtkatholiken, ablehnten, traf ihn kaum. Er ahnte es.
Die Maria, die er von den Eulen auf Hawaii bekam, machte sich ganz wundervoll; bei all seinen Schäfchen war die Kapelle, als Ort der inneren Einkehr, sehr beliebt. Der Kerzenverbrauch sprach Bände und unser Pfarrer nahm sogar einmal in der Woche dort die Beichte ab.
Ich denke, damit müsstest du verehrter Leser, auf dem Laufenden sein.
Vielleicht noch so viel: Zur Geburt von Kim und Mike, war ich natürlich in Stuttgart. Lis war ein wenig übelgelaunt, weil die beiden zwei Tage zu früh kamen. Sie hatte sich vorgestellt, in Zukunft, miteinemKindergeburtstag für vier Kinder wegzukommen. Ich sagte ihr,wannwir feiern, sei schlussendlich unsere eigene Entscheidung. Die Queen hätte sich ja auch einfach die günstigste Jahreszeit ausgesucht.
Eines blieb zumindest erhalten, an meinem Geburtstag fand auch diesmal wieder der Empfang statt und alle, alle waren wieder da, bis auf das Haus aus Teheran.
Es wurde von Prinzessin Rama nebst Anhang, Baronin Renate, Kikki, der Edlen Kitty und Abdallah würdig vertreten. Ich machte Bilder, die Peter Hartmann irgendwie nach Teheran schmuggelte, das Haus war also wohlinformiert. Zu Weihnachten traf pünktlich, wenn auch unerwartet, eine Kopie des Eintrages ins Stammbuch ein. Schon wieder ein junger Mann im Hause Radama, langsam musste der Klan doch zufrieden sein. Nur Leila und ihr Peter, ließen noch auf sich warten – das Geschäft ging vor.
Eine turbulente Besprechung
Am Donnerstag, dem 30 . Oktober, kehrte das gesamte Team nach Stuttgart zurück. Die Villa lief jetzt auf Sparflamme; voll im Winterdienst. Gina und Anna hatten wir sozusagen im Handgepäck. Sie sollten erst in Stuttgart wintergemäß eingekleidet werde. Gerlinde undihreEulen sind schon nach Los Angeles geflogen. Sie kommen erst im neuen Jahr zurück. Sie nahm ihre vereinbarte Auszeit.
Bei der ersten Vorbesprechung, mit Doris, noch am Abend des Ankunftstages, maulte diese ein wenig: „Auf der einen Seite, freue ich mich schon wieder auf dieNachbarn, auf der anderen Seite habe ich aber auch ein wenig Angst.
Ich habe ja, in Italien, die Sommerpost aus dem Schließfach bearbeitet …“
„Bist du überlastet?“, fragte ich überrascht.
„Blödsinn“, antwortete sie ernsthaft. „Ich habe nur festgestellt, dieNachbarnwerden immer – geiler, wäre wohl der richtige Ausdruck. Mikel mag das zwar erfreuen, aber Uschi und mich … Was wir da im Sommer im Park haben, ist da ja der pure Kindergarten, wenn ich an den einen oder anderen Brief denke.
“
„Ich werde ja, am Montag, bei der großen Winterbesprechung hören, was du da fürchtest, aber wie kann ich euch da helfen? Soll ich Mikel anmachen, eine höhere Prämie, als Ausgleich?“, grinste ich.
„Ach Paul, darum geht’s doch nicht. Du brauchst uns auch keinen Freund suchen, das können wir inzwischen selbst, ich wollte einfach nur sagen, wir, das ganze Team, so abgebrüht, wie wir auch sind, haben uns da irgendwie arg involviert …“
„Jetzt wirft sie auch noch mit Fremdworten rum …“ Ich musste sie einfach unterbrechen, lachend.
„Aber ich verstehe deine Sorge sehr gut. Mir geht es nicht viel besser, wenn ich da Hausfrauen vor der Kamera habe, die – sagen wir mal, voll aus sich rausgehen. Aber, Doris, ich denke, du solltest das mal von einer ganz anderen Warte sehen: Diese Nachbarn treiben zu Hause geile Spielchen – gut, das ist ihre Sache. Nun haben sie irgendwie ein bisschen ein schlechtes Gewissen – gerade in Württemberg. Was tut man in so einem Fall? Man versucht das schlechte Gewissen los zu werden.
“
„Ausgerechnet bei uns – allerdings …“ Doris war sichtlich am überlegen. „Das hat für sie den Vorteil, schon alleine dadurch, wenn wir einen Fotoauftrag annehmen, bedeutet das für sie, dass es so schlimm, um sie ja nicht bestellt sein kann. “
„Richtig. Da wir uns natürlich auch nicht als Juroren, zwischen gut und böse, geil und pervers, hinstellen, haben wir naturgemäß, den schwarzen Peter. Ein Problem, vor dem ich schon oft stand.
Die größte Herausforderung waren vor Jahren, die D-Girls, die …“
„Ich habe das Magazin gesehen“, grinste Doris jetzt.
„Und? Es war eine arge Gratwanderung, der Erfolg gab uns aber allen recht. Trotz, oder ob des schrägen Themas, war es ein Verkaufsknüller. Mikel brachte Mom ein paar Briefe mit, von Leserinnen, die sie beschwerten, dass so etwas, auch noch in aller Öffentlichkeit, gezeigt wird. Mom hat zurückgeschrieben, als Beatrix Mai, warum die entsprechenden Damen, denn das Magazin überhaupt gekauft hätten.
Wenn ich mich recht erinnere, kamen einige Briefe, es sei aus Neugierde geschehen – in einigen Briefen gestanden die Leserinnen, sie hätten sich auch welche …“
Doris konnte sich nicht mehr bremsen, sie lachte so laut, dass Uschi ins Zimmer kam. Neugierig, was sonst. Sie wurde unterrichtet.
„Ach Paul“, meinte sie. „Doris und ich, haben schon oft über dieses Thema gesprochen, abends im Bett, wie ihr es ja auch tut.
Wir haben viel gelernt bei dir. Mit nackten Frauen – auch mit nackten Männern – haben wir keinerlei Problemen mehr. Wir sind uns auch völlig darüber im Klaren, die Fotos, die wir machen, mögen zweifelhaft sein, in ihrer nackten Art. Aber sie sind gefragt, und darüber kann nun keiner zweifeln. Wir sind der Meinung, die Fotos haben geholfen, unsere Gesellschaft ein Stück offener zu machen, weniger verklemmt. Aber gibst du jemand den kleinen Finger …“
„Will er gleich die ganze Hand.
Ich habe nun schon verdammt viel gesehen und erlebt; in meinen jungen Jahren. Viele meiner Abenteuer waren sicher nicht unbedingt notwendig, um die richtigen Fotos machen zu können“, gab ich zu. „Ich habe daraus, für mich als Mensch, gelernt. Ohne Sexualität, wäre mit Sicherheit die Menschheit bereits ausgestorben. Und, dass es mir Spaß macht? Ich gebe es gerne zu. Doch um auf dieNachbarnzurückzukommen, ich habe mich von Pop beraten lassen, wo derzeit die Grenzen sind, die werden wir nicht überschreiten, ihnen nicht einmal nahe kommen.
Darauf könnt ihr euch verlassen und …“
„Derzeit? Das heißt, du erwartest, dass es noch schlimmer wird?“, fragte Doris überrascht.
„Wo sind diese Grenzen?“, wollte dagegen Uschi wissen.
„Nun, die Grenze liegt heute ja bei 18 Jahren. Diese Grenze wird fallen, wenn esnichtum pornografische Fotos geht. Das halte ich für legitim. Für absolut verwerflich, halte ich jedoch Auswüchse, die es auf diesem Gebiet gibt.
Wie Sodomie. “
„Was ist das denn?“, fragte Uschi irritiert.
„Sex mit Tieren“, wusste Doris.
„So was gibt’s?“, fragte Uschi entsetzt.
„Wir hatten da schon Angebote“, grinste Doris.
„Hör auf, davon will ich nichts wissen“, schimpfte Uschi.
„Zurück zu den Nachbarn“, lenkte ich das Gespräch in ruhigere Gewässer. „Ich denke, es liegt anuns, das Gebotene in die richtigen Bahnen zu lenken.
Waswirnicht mögen, mögen vielleicht andere. Ich fühle mich da nur als Reporter, der ein Geschehen dokumentiert, und das möglichst genau. Dann liegt es an Mom und am Verlag, das den Lesern nahe zu bringen, nur davon zu berichten, oder abzuraten. Was nun euer Gefühlsleben angeht – seht es doch einfach auch mal so wie ich: Wir machen halt unseren Job. Keiner verlangt von uns, dass wir an den manchmal recht seltsamen Spielchen teilnehmen.
Im Gegenteil, unser Sittenkodex verbietet es uns sogar. Ich denke, in der Beziehung seid ihr inzwischen auch schon ganz schön abgebrüht. Dass uns das Geschehen, hin und wieder, lustvolle Gedanken beschert, nun, ich habe es da relativ einfach. Und ihr habt euch ja gegenseitig. “
„Wir haben inzwischen aber auch Erfahrung mit Männern“, grollte Doris. „Und nur, weil Winter ist …“
„Das sehe ich ein. “ Was blieb mir auch anderes übrig.
„Ich mach euch einen Vorschlag: Wenn wir über Nacht wegbleiben, und es ergibt sich, dann könnt ihr tun, was ihr wollt. Es darf nur nicht, wie es euch Pop erklärt hat, im Zusammenhang mit unserer Arbeit sein. “
„Das ist uns klar“, lachte Doris. „Wenn uns aber jemand anmacht, unter dem Motto,wie wär’s denn heute Abend?, ohne Wenn und Aber, dann dürfen wir, wennwirwollen?“
„Macht es unauffällig und diskret.
Es ist aber, wie immer, euer eigenes Risiko, das ihr da eingeht, ihr habt ja kaum eine Chance, die Boys groß kennen zu lernen“, grinste ich zurück.
„Wir haben genug Erfahrung damit, wie wir uns schützen können und, wir kennen uns inzwischen gut genug mit euch Kerlen aus“, lachte Uschi.
“Und im Übrigen, können wir so einige gemeine Griffe aus dem japanischen Kampfsport. Für den Notfall – in dem es allerdings kaum mehr unauffällig und diskret zugeht“, wusste Doris.
Es hätte mich sehr gewundert, wenn meine Eulen keine passende Antwort auf mein Statement gehabt hätten. So harmlose Wesen, wie zu Beginn unserer Zusammenarbeit, sind sie schon lange nicht mehr.
Montag, 3 . November, Besprechung; Lis, Kim und meine Eulen sind dabei. Wir müssen schnellstmöglich an die Arbeit. Doris war schon Freitag und Samstag fleißig dran, Besuche bei denNachbarnvorzubereiten. In ihrem Gesicht blitzte ein belustigtes Lächeln.
„Na, Doris, was hast du also Schönes?“, begann ich.
„Ich habe nicht nureinBonbon, sondern gar viele, wenn einige davon auch so richtig schön abartig sind. “
„Dann lass schon hören“, knurrte ich, Böses ahnend.
„Dann passt mal auf. “ Sie schnappte sich einen Brief und las vor.
Liebes Fotografenteam,
wir wenden uns heute mit einem vielleicht seltsamen Wunsch an euch, nachdem wir nun schon einigeNachbarnmit viel Freude gelesen haben.
Wir, das sind 18 Frauen, einige über dreißig, nicht alle unbedingt hübsch, im landläufigen Sinne, aber alle scharf auf guten Sex. Das will nun natürlich noch gar nichts heißen, ohne dem wäre dieser Brief ja auch wenig sinnvoll. Es war mir schon klar, dass ich da etwas weiter ausholen muss: Wir treiben gerne etwas seltsame Spiele; mittelalterliche Folterungen, natürlich nur gespielt, stehen hoch im Kurs. Sehr gerne stellen wir uns auch, in Lack und Leder, zur Schau.
Jede Form von hübscher Unterwäsche, wenn sie dazu womöglich auch noch heiße Einblicke gewährt, sind unsere absoluten Favoriten. Nun werdet ihr denken, die sind ja pervers. Ganz ehrlich? Ein wenig schon.
Dass wir manchmal unsere Lust auch auf recht lesbische Art ausleben, kann es da wohl kaum mehr schlimmer machen. Vielleicht, dass unsere Männer, beim Zuschauen, genauso fröhlich ihrer Lust nachgehen, wie wir Frauen?
Ich denke, spätestens jetzt tauchen bei Euch doch ein paar Fragen auf.
Ich versuche, sie zu erraten: nein! 18 von uns sind sehr glücklich verheiratet. Vier von uns, die Küken, sind noch im Stadium der Verlobung. Nein! Wir leben ein ganz normales Leben, ohne auch nur daran zu denken, fremd zu gehen. Die Erklärung ist sehr einfach und soll nicht auf sich warten lassen: Wir leben auf dem Dorf, vielmehr in vier Dörfer im nahen Umkreis. Wir sind alle schon seit der Schule sehr gut befreundet.
Daran ist wohl nichts Ungewöhnliches.
Vor einem Jahr geschah nun Ungeheuerliches, der Mann einer unserer Freundinnen ging fremd und schleppte unweigerlich einen Tripper an. Das war für unseren Pfarrer Grund genug, uns ganz gehörig die Leviten zu lesen. Wir gingen nach der Predigt ins Gasthaus, zum Essen. Nach dem Essen kam die Rede auf den Vorfall. Der betroffene Mann, dank Penicillin völlig geheilt, gestand uns, von sehr auffälligem Nicken der anderen Männer begleitet, dass da weder Absicht noch Liebe dahinter stecke.
Es käme halt so alle sechs Wochen mal über ihn, da sei die eigene Frau einfach nicht genug um sich auszutoben, wie er sagte. Dass ein paar von uns Frauen dabei glitzernde Augen hatten? Es stellte sich heraus, dass alle irgendwie ähnliche Träume haben, nur, keiner traute sich, etwas Derartiges zu tun. Fremdgehen … das gehört sich nicht – nach der landläufigen Moral – auf dem Dorf.
Um die Sachlage abzukürzen: die Angst so was zu tun, hing vor allem mit der Angst zusammen,soeine Art Krankheit einzuschleppen.
Die Angst, dass es herauskam, lag sehr viel weiter hinten. Angst deshalb den Partner zu verlieren? Ich sagte es schon, unsere Ehen oder Freundschaften sind stabil genug, um einem Fehltritt standzuhalten. Kurz und gut, nach zwei weiteren Wochen brachte jemand einen Artikel über Swingerklubs mit. Zum Sonntagsessen! Von da ab ging es rasant: In der folgenden Woche wurde unser eigener Klub gegründet: Jedes Mitglied musste schwöre: Spaß, wollen wir es mal so nennen, dürfe esnurmit den Mitgliedern und nur während einer gemeinsamen Zusammenkunft geben.
Einer der Gruppe hat ein Landgut, das im Sommer Zimmer auf dem Bauernhaus vermietet. Wir kamen überein, einmal im Monat dort zu tagen. Wir alle lachen heute noch oft darüber, wie unerfahren wir uns bei unserem ersten Treffen anstellten. Es war für alle schon ungeheuerlich, nackt im Garten, dem Mann der Freundin an den Pimmel zu greifen.
Bei dieser ersten Zusammenkunft, hatten wir alle zwar das Vergnügen recht freizügig mit den Freunden herumzuspielen, geschlafen wurde aber dann doch meist nur mit dem Partner.
Beim Frühstück kam allerdings heraus, dass die kleinen Abenteuer vom Vortag, die Vergnügen der Nacht doch gewaltig beeinflusste. Man hörte die frivolen Geräusche der Liebe allerdings auch …
Inzwischen ist ein Jahr vergangen. Alle fünf Wochen freuen wir uns trotzdem noch alle, mal wieder so richtig die Sau rauszulassen. Nun wurde ich als die Dümmste gewählt – einfach, weil ich bereit war, mich an Euch, das Fotografenteam zu wenden.
Ich, das ist dieTraute Müller, kleiner Busen und haarige Muschi, wie das beigefügte Bild belegt. Ich soll da also einen Termin vereinbaren, zu dem alle kommen können und wollen. Die Redaktion vonNachbarnhat mir signalisiert, sie würden, wenn genug geeignetes Material zusammenkommt, gerne eine Sonderausgabe von uns produzieren. Wir haben hin und her beraten, dann beschlossen, auch wir würden uns, ganz nach Wunsch, produzieren.
Wir haben uns ein paar neue schauspielerische Vorführungen ausgedacht.
Unsere Männer sind bereit, bei allem mitzumachen. Auch unsere beiden Schwulen. Wir nennen sie gerne so, weil sie entdeckt haben, wenn sie zusammen recht frech waren, passt es in der Nacht mit ihren Frauen noch viel besser. Die beiden sind ein seltsames Paar, dass sie beide Kinder haben, zeugt eigentlich nur von einem abstrusen Verständnis zum Sex. Genau dieses haben wir aber wohl alle. Einer davon, ich muss es gestehen, mein geliebter Ehemann, gab mir sogar die Erlaubnis, ein Foto zu dieser Bewerbung mitzuschicken.
Er sagt, er geniert sich nicht, solangeichihm nicht das Bett verweigere. Wie käme ich dazu, da schmuse ich lieber vorher mit einer Freundin und lasse mich danach von ihm arg verwöhnen.
Eure Traute Müller (Wespenklub)
„Wie viel Frauen sind das nochmal?“, fragte ich nach.
Doris wusste es noch auf Anhieb. „Vierzehn. “
„Vierzehn“, sagte ich genüsslich.
„Wir hatten mal 18 Mickimäuse, viel später dann 18 D-Girls. Beide Gruppen waren der totale Erfolg. Liegt dazu was von Mikel vor?“
„Ja! Es ist mir nach deinem Ausspruch von eben, jetzt auch völlig klar. Er schriebVierzehnergruppenwürde er bevorzugen. “
„Wann wäre der Termin?“
„Tja, wenn wir der Einladung folgen, schon am kommenden Freitag. Abends, zum Kennenlernen, und einem geilen Theaterstück, sagte mir Traute am Telefon.
Samstag dann großes Shooting, Rückfahrt am Sonntag, nachmittags. Am Vormittag hätten sie noch was vor mit uns. Das ist zwar außergewöhnlich lange fürNachbarn, ich habe aber mal zugesagt. Falls nicht, würden wir uns heute melden. “
„Und wo können wir unterkommen?“
„In dem Gut. Mit bäuerlicher Vollverpflegung. Alle Zimmer haben einen Schlüssel, Gefahr droht keinem, wurde mir versichert. Der Klub bumst im Übrigen, ja scheinbar nur unter sich“, lachte Doris.
„Und, habt ihr Lust?“
„Ehrlich?“
Ich nickte, bewusst was kommt.
„Und wie. Da droht uns wenigstens nicht die hundertste nackte Hausfrau am Herd. Ich sehe nur ein Problem, Uschi und ich werden verdammt viel Arbeit haben. Es ist einfach zu schade, dass Gerlinde in dieser Jahreszeit ihre Auszeit nimmt – wenn ich es ihr auch gönne. “
„Haha.
Oft verlacht doch nachgedacht. Wir haben über den Winter doch Gina und Anna dabei. Das habt ihr Eulen wohl vergessen. Die nehmen wir selbstverständlich mit. “
„Bringen die das?“, fragte Uschi, nicht ganz grundlos.
„Vom Können her schon, dazu sind sie genug getrimmt“, wusste Kim sofort. „Was Männlein und Weiblein so treiben, das kennen sie aus eigener Erfahrung, und vom Fotopark her, natürlich auch. Ich denke, Paul, wir sollten sie einfach mal ins kalte Wasser werfen.
“
„Das denke ich auch, sie sollen ja keine Fehlinvestition werden“, lachte ich. Sind drei Zimmer klar, Doris?“
„Bis zu vier Zimmer stehen zur Verfügung. “
„Sehr gut. Rufe doch bitte Jürgen Faust an, er ist darauf vorbereitet. Er soll am Donnerstag mit oder ohne Pippina hier eintrudeln. Wir nehmen ihn mit in den Wespenklub. Mache also den Termin klar. Was ist mit kommendem Mittwoch? Ich hoffe da auf etwas nicht ganz so Fernes wie der Schwarzwald, mit diesem Wespenklub.
Etwas, das wir mit einem anderen Angebot kombinieren können. “
„Haben wir. In Pforzheim gibt es eine große Kommune, 18 junge Ehepaare ineinemWohnhaus. Das Angebot klang gut, wenn auch fast normal. Auf dem Rückweg, in Leonberg, gibt es jedoch etwas völlig Verrücktes. Ich lese euch am besten den Brief ebenfalls vor. “
„Oh – verrückt hört sich auf alle Fälle schon mal gut an. Ihr kennt ja die neueste Devise von Mikel: je verrückter um so besser.
“
„Schade, dass ich dieses Jahr nicht mit kann“, klagte Lis, lachend. „Da scheint ja ganz schön was auf euch zuzukommen, wenn ich mir unsere grinsenden Eulen so ansehe. “
„Nun, mein Schatz“, lächelte ich zurück. „Ich hoffe sogar darauf, dass da schön was auf uns zukommt. Wir sind eine große Truppe, und müssen die Kosten auch einfahren. Mit Hausfrauen vor dem Herd, und Nixen im privaten Pool, schaffen wir das kaum.
Also, liebste Doris, leg los, mit dem nächsten Knüller. “
Doris gab mir ein Bild, dann nahm sie den Brief zur Hand.
Hallo Nachbarn,
in der Septemberausgabe las ich, dass ihr immer auf der Suche nach etwas Besonderes seid. Nun, nach langer innerer Einkehr, glaube ich wir haben etwas Besonderes:ein Bett!
Das mag ja ganz schön verrückt klingen, als ich aber, mit meinem Mann Ingo, im Sommer in den USA war – wir sind begeisterte Reiter (auf dem Pferd, möchte ich anfügen, nachdem mein Mann eine blöde Bemerkung darüber machte) – trieben wir uns hauptsächlich im ehemaligenwilden Westenrum.
Wir, das ist mein Mann und ich, dazu noch zwei Jungesellinnen und Irma, eine Jugendfreundin von meinem Mann. Es war ein erfreulich schöner Urlaub. Wir ritten fast drei Wochen durch die tolle Landschaft, nur von einem Cowboy begleitet; Junggeselle und scharf auf Irma. Vielleicht sollte ich eher sagen, scharf auf alle Frauen, die dabei waren. Auch auf mich.
Joe, der Cowboy, brachte uns ein, wie sich später herausstellte, sehr falsches Bild des ehemaligen Westens nahe.
Er erklärte uns kühn, damals würde in den Flüssen nackt gebadet und abends, wenn Frauen dabei seien, ebenfalls sehr freizügig miteinander umgegangen. So nach dem Motto, Cowboys teilen sich alles. Schlimm genug, wir fanden das alles ganz toll. Der, wo mein Mann ist, nicht minder. Es mag sowohl die irre Landschaft, wie aber auch diese stete Bewegung beim Reiten gewesen sein. Inzwischen stehen wir dazu, denn im Laufe des Urlaubs schliefen wir auf jeden Fall, reihum, mit unseren zwei Männern.
Ohne Eifersucht. Es war Urlaub und es blieb ohnehin nichts geheim. Die solo gebliebenen Frauen fanden untereinander sehr wohl ebenfalls ihr Vergnügen. Zum Glück waren wenigstens die Pferde anständig, allerdings waren sie festgebunden.
Am vorletzten Tag kamen wir zu einer Ranch. Ganz toll! Ich wollte in Deutschland gäbe es so schöne Bauernhäuser, was anderes sind es ja nicht. Joe erzählte uns, hier gäbe es ein Schlafzimmer mit einem ganz besondern Bett; ihm würde die Geschichte anhängen, dass jeder der darin schläft (egal wie) dabei zu einem höchsten Glück der Befriedigung kommt.
Ich war äußerst skeptisch, vor allem, weil Joe das ausgerechnet mit mir ausprobieren wollte. Ich verweigerte mich und probierte es mit meinem Mann. Was will ich sagen? Furios, ewig lang und absolut destruktiv, was die Moral anging. Wir hatten einem Bums von drei Stunden! (Normalerweise kommen wir mit einer Halben gut zurecht). Es sollte aber noch schlimmer kommen: Joe ging am nächsten Abend mit allen drei Freundinnen zusammen in das Bett. Es muss eine wahre Orgie gewesen sein, dem Aussehen der Freundinnen nach.
Alle drei schwören heilige Eide, dass es die mächtigste Kopulation ihres Lebens war. Joe arbeitete 6 Stunden durch und konnte zum Frühstück nur sehr langsam wiedererweckt werden; mit ordentlichen Steaks, die seine Nachtfreundinnen, offenbar gerne, für ihn besorgten. Um die Sache rund zu machen, am letzten Tag bumste Joe die Hanne, Ingo mich und Irma machte gemeinerweise ein Bild davon (anbei). Wir waren so heiß, wir haben es nicht mal gemerkt.
Ich will da nicht mehr lange rummachen: Das Bett ist seit 14 Tagen in unserem Besitz.
Seine magischen Kräfte hat es durch den Transport nicht verloren. Ich traue mich mit meinem Mann höchstens einmal die Woche rein, Freunde konnten die Wirkung jedoch bestätigen. Nun meine Frage: HatNachbarnInteresse an dem Bett und seiner Geschichte? Ich habe mich rückversichert, eine Menge Freunde sind willens und bereit sich zu einem neuen Test – in jeglicher Körperhaltung und Grad der Nacktheit – zur Verfügung zu stellen. Ihre Erika Meinhard
„Wow, das kling natürlich auch nicht schlecht.
“ Es blieb mir nichts anderes übrig als kräftig zu lachen. Die Eulen stimmten ein.
Lis, die geplagte und vielgefragte Mutter, hatte nureinefrivole Bemerkung: „Stellt fest, wer das Bett gebaut hat. Einen sechsstündigen Dauerbums hatten wir schon seit langem nicht mehr“, was natürlich zur allgemeinen Erheiterung beitrug.
„Gut, Doris! Diese Termine nehmen wir auch. Erst kommt Pforzheim dran, dann dieses Bett. Ich hoffe, da gibt es auch etwasNormaleszum Fotografieren, nicht nur einen Dauerbums.
Melde uns für den späteren Nachmittag an, Pforzheim könnte länger dauern. Was liegt nun, für die kommenden Wochen, sonst noch an?“
„Einiges. Meist das Übliche, aber ein Angebot ist dabei, ich traue es mich gar nicht, es vorzutragen“, erklärte Doris.
„Du traust dich etwas nicht? Will da jemand auf dem Königsplatz in aller Öffentlichkeit seine Frau beglücken oder ein Schwulenpaar heiraten?“, grinste ich. „Ich habe eigentlich nicht den Eindruck, dass du sehr furchtsam bist.
“
„Wenn es nur das wäre“, kicherte sie zurück. „Der Wunsch ist mir nur zu verständlich. Ich lese wieder vor, wenn es recht ist:
Hallo Leute!
Wir sind eine ganze Schulklasse, die nächstes Jahr ins Abitur geht, 18 Mädchen mit abartigen Wünschen, fünf davon sind schon versprochen. Wir wohnen alle in Schwäbisch Gmünd, der Metropole schwäbischer Langeweile. Was hier an Männern rumläuft, ist gut und vergeben, den Rest kann man das Klo runterspülen.
Bumsen mögen sie ja können, die meisten von uns können und wollen da nicht mitreden. Von einfachem Spaß zwischen Mann und Frau – ohne gleich die Jungfräulichkeit zu verlieren, davon halten die alle nichts. Nun, wir lesen reihum dieNachbarn,aber auch dieTeens. In den Herbstferien, kam nun ein sehr witziger Gedanke auf, er reifte und reifte. Er würde es wohl auch noch heute tun, hätte in den vorletztenTeensnichtein krasser Artikel über Oralverkehr gestanden.
Jetzt kommt es: Wir träumen davon, mal mindestens so vielen Jungs, wie wir Mädchen sind, einfach mal einen zu blasen. Ja, wir würden uns gerne von Sperma überschütten lassen, am liebsten nackt – das Berühren, gewisser eigener Körperstellen, wollen wir nicht ausschließen. Soweit so gut! Das Problem ist, wir wollen auf keinen Fall –keinen Fall– intimen Körperkontakt. Sprich: Bumsen ist nicht! Auch wenn nicht alle von uns Jungfrauen sind.
So, jetzt habe ich unserProblemgeschildert – was könnt ihr da für uns tun? Ach ja – wir sind natürlich bereit, dieses Abenteuer vor der Kamera auszuleben und – Opas sollten es nicht gerade sein. Knackige Laubfrösche sind halt gefragt – Prinzen!
Gudrun Blüm – wenn auch kein Blümchen zum Vernaschen.
PS: anbei ein Bild von mir und meiner Freundin Inge.
Das war’s, und nun sag’ nur, das sei kein heißes Angebot“, beendete Doris die Vorlesung.
„Ach du Bärenscheiße“, knurrte ich, wohlwissend, dass das nun ebenfalls ein heißer Kandidat ist. „Aber woher nehmen – die Jungs?“
„Den Spruch habe ich erwartet“, lachte Uschi. „Endlich mal die Chance einer fast unendlichen Menge von netten Schwänzen zu sehen und schon ist es wieder Bärenscheiße. “
„Da muss ich natürlich Uschi recht geben“, platzte Kim raus.
„Ich finde das Thema ja toll“, rechtfertigte ich mich.
„Mikel wird alleine bei der Idee … er steht ja auf Blasen. Woher wollen wir aber die Jungs bekommen? Suche Teenager und Frühzwanziger zu einem Orgelkonzert; als Anzeige – in Schwäbisch Gmünd?“
„Sicher nicht“, unterstütze mich Doris. „Aber so groß ist das Problem ja gar nicht. Die angesprocheneTeens,hatte ein gewaltiges Echo, nicht nur bei Jungfrauen. Ich habe mit Mikel telefoniert“, holte Doris aus. „60 Zuschriften alleine aus unserer Region.
49 davon wollen nichts anders von einem Mädchen, als genau das – bepustet zu werden und ihren Samen über sie vergießen. 20 haben dabei noch den ausgefallenen Wunsch, zuzusehen, wie die Mädchen es sich selbst antun. Ich verdiene ja mein klägliches Gehalt damit, dauernd irgendwelche Recherchen anzustellen. Zum Glück auf deine Telefonkosten. Ich habe nun 20 Mann, besser Jungs, gefunden, die gegen eine Reise nach Schwäbisch Gmünd nicht das Geringste einzuwenden haben. “
„Klägliches Gehalt“, japste ich.
„Ich fand sogar eine gute Unterkunft. “ Doris ließ sich nicht ablenken. „Einen Tag beblasen zu werden, von 18 jungen geilen Froschköniginnen, das kann auch ein gestandener Mann kaum verkraften. Das größte Problem war die Location. Teilweise Gasthaus – okay. Teilweise bei den Mädchen zu Hause – auch okay. Ich habe nun ein wirklich gutes Hotel gefunden, mit Suiten. Da bekommen wir alles unter, denn, da bist du dir sicher im Klaren darüber, da geht ein erneutes Wochenende drauf.
In den Suiten und in den Nebenzimmern des Tatortes, werden wir dann wohl eine Nacht verbringen. “
„Kann ich mir da wohl auch einen der Kandidaten aussuchen?“, wollte Uschi, lachend, wissen.
„Wenn du es nötig hast. Während des Shootings wäre gut, über diese Bilder würde sich Mikel besonders freuen“, gab ich zurück. „Ich tue ja alles für meine Mitarbeiter, nur …“
„Jetzt brauchst du nur noch zu fragen: Wer bläst mich?, dann ist hier gleich die Hölle los“, beschimpfte mich Lis.
Dass ihr das nicht ernst war, wusste jeder. Sie erntete auch nur Gelächter.
„Geliebtes Weib. Über solche Dinge sind wir doch längst erhaben. Im Übrigen haben Doris und Uschi sehr wohl einschlägige Erfahrung, wie du sehr wohl weißt. Was aus dir spricht, ist der pure Neid. Ich lass dir aber gerne einen schönen Jüngling aussuchen und bitte ihn mitzukommen. Eine Mutter von vier Kindern muss ja auch mal ein Vergnügen haben.
Was meint ihr? “
Das Lachen steigerte sich zum Crescendo. Alle nahmen die Bemerkungen als das was sie waren, ein Spaß.
„Und dös isch jetzt also a Beschprechung!“, hörte ich Sara sagen, die gerade zur Türe hereinkam. „S’wär Zeit zum Mittagessen. Pop, d’Mom und d’Mädle sind scho da. D’Supp steht auf’m Tisch. “
„Danke Sara, wir kommen. Hab ich richtig gerochen, gibt es heute tatsächlich Maultaschen?“, antwortete ich.
„Ja! Zwei Sorten, mit und ohne, g’schmelzt und in Brüh. “
„Prima, dann wollen wir mal. Auf ihr lachendes Gesindel!“
„Endlich mal wieder was Richtiges zum Essen und endlich mal wieder richtige Arbeit“, freute sich Pop, als wir runterkamen. Er hatte im Wintersemester bereits wieder seine Vorlesungen aufgenommen.
Meinen Eulen, natürlich mit am Tisch, schmeckte es sichtlich ebenfalls. Auch Gina und Anna, denMädle, wie Sara sie nannte, schien unsere Küche zu schmecken.
Noch gaben sie sich etwas steif; erhobener Oberkörper, Ellbogen eng an den Körper gepresst, aßen sie mit Messer und Gabel. Verwunderlicherweise hatten ihnen das unsere Sara und Saya, Küchenengel und Kindermädchen, noch in Italien beigebracht. Dort aßen sie allerdings bei den Studenten, zusammen mit den anderen Hausangestellten. Sonja, das Hausmädchen, wollte nicht mit uns essen; das gehöre sich nicht. Ich denke, das wird sich auch noch bessern.
Saya petzte Lis, dass es da nur um das richtige Benehmen am Tisch ging.
Die Freundinnen wären bereits mit der Schulung tätig. In Italien ging damals halt alles zu schnell, ich meine die Entscheidung von Lis, Sonja mitzunehmen.
„Wir haben heute den Breuninger leer gekauft“, erfuhr ich von Mom. „Unsere drei neuen Mitarbeiter können sich nun winterfest verpacken. Leider war die Rechnung nicht so ganz klein. Wer bezahlt mir das? Die Mädchen bestimmt nicht. “
„Das mache ich schon, Mom, wenn du eine Quittung hast“, antwortete Kim zwischen zwei Happen geschmälzter Maultaschen.
„Ist Arbeitskleidung in diesem Fall angemessen?“, lächelte Mom zurück. „Für jedes der Mädchen natürlich getrennt. “
„Also ich möchte nicht unser Sachbearbeiter beim Finanzamt sein“, fiel mir dazu ein. „Und?“, wendete ich mich nun an Gina und Anna. „Habt ihr euch in den paar Tagen schon ein wenig an euer winterliches Zuhause gewöhnt? Gibt es irgendwelche Probleme?“
„No. Keine Probleme“, antwortete Gina. „Wir haben gute Zimmer, wir haben gut essen, wir jetzt haben auch warm anziehen.
Oh, Signora Mom haben gut für uns eingekauft. Schön, viel zu schön. Leider nicht geeignet für Sommer in Napoli. Sein viel zu warm“, lächelte sie nett.
„Heute Mittag geht die Besprechung des Arbeitsaufkommens, unseres Teams, bis Weihnachten, weiter. Ich möchte, dass ihr da dabei seid. Ihr gehört ja jetzt auch zum Team und solltet euch so schnell wie irgend möglich eingewöhnen. Wir treffen uns in der Bibliothek. “
Am Nachmittag nahm die Besprechung ihren Lauf.
Gina und Anna wurden informiert, was für die nächsten beiden Wochen anlag. Sie waren in Neapel nun ja schon oft dabei, wenn wir mit den Profis und den Amateuren arbeiteten. Nackte Mädchen zu sehen, war nur im Anfang ein Schock, inzwischen badeten sie längst mit uns. Natürlich ebenfalls ohne Badezeugs.
Hier in Stuttgart, haben wir sie in einem Nachbarhaus untergebracht. Die Kinder der Nachbarn waren aus dem Haus, die Zimmer leer.
Verpflegt wurden sie bei uns. Sonja, das Stubenmädchen, das Lis mitnahm, wohnt übrigens auch dort. Sie half dort vormittags, zweimal in der Woche, dem älteren Ehepaar. Das war den Nachbarn Miete genug, vor allem, da wir ja die Wäsche fürallebei uns im Haus miterledigten. Dazu hatten wir, über den Winter, jetzt noch eine zweite Wäschefrau. Weil das, mit dem anmieten möblierter Zimmer, so gut klappte, haben wir, bei einem weiteren Nachbarn, noch eine kleine, halbwegs brauchbare, möblierte Wohnung gemietet.
Sie war für uns besonders günstig, da sie nur im Herbst und Winter frei stand; die Besitzer waren dann in ihrerwarmenWohnung, in Spanien. Nun gut, ich entschuldige mich – das gehört hier eigentlich gar nicht her; wir sind ja bei der Fortsetzung unserer Winterplanung.
„Alsdann, weiter Doris. Ich vermute, du hast noch andere Überraschungen unter der Decke, wenn ich da an Donnerstag denke, unser Vorgespräch“, setzte ich die Information in Gang.
„Ja, du hast recht, auch wenn alles was kam, und nicht dem normalen Standard von nackten Küchenmäusen, Badezimmerschnepfen und Wäschefetischistinnen entspricht, diesmal besonders, ich will es mal ganz vorsichtigexotischnennen, ist. Zum Beispiel dieser Brief. “ Sie legte gleichzeitig ein Foto auf den Tisch.
„Lass das mit den Wäschefetischistinnen besser nicht Willi hören. Du weißt doch, wie stolz er darauf ist, in Deutschland so viel schöner Wäsche zu verkaufen und – ihr zieht sie ja auch gerne an“, rügte ich Doris ein wenig.
Zu übermütig darf man seine Leute ja auch nicht werden lasse. Doris rümpfte nur die Nase. Ich schnappte mir das Foto.
„Oh, oh. So ein heißes Foto haben wir ja schon lange nicht mehr bekommen, wer ist die junge Frau?“, entrutschte es mir. Kim griff sofort ebenfalls nach dem Foto, Lis war noch bei den Kindern.
„Da fallen dir die Kulleraugen raus, was Boss?“, lachte Doris auf.
„Ich weiß nicht so recht, ich fürchte die junge Frau tut aber schlimmer als es wirklich ist, ich kann mich allerdings auch schwer täuschen. Hier ist der zugehörige Brief, hoffentlich nicht nur stinknormale Wäschemaiden. Ich lese wieder vor …“
Heh ihr Fotografen,
ich bin die Helga Anders, 26, verheiratet und zwar glücklich. Das ist natürlich kein Grund Euch zu schreiben. Nun, vor einem Jahr waren wir mit Freunden auf einer Wochenendtour.
Die Nacht verbrachten wir im Hotel, etwas außerhalb von Karlsruhe. Ein Freund hatte es empfohlen, der die Adresse wiederum von einem Freund hatte. Die Zimmer waren sehr gut, das Abendessen hervorragend und die Preise angemessen. Gegen Elf wollten wir auf die Zimmer, wir waren müde vom Wandern, da wurden wir von der Bedienung aufgeklärt, das ginge doch nicht, in einer halben Stunde sei doch der große Auftritt!
Bis auf den Freund, sahen alle die Bedienung wohl sehr fragend an.
Dann kam es heraus, samstagabends gibt es eine große Striptease Show. Nur für die Übernachtungsgäste, so könne sie als private Vorstellung, auch nach der Polizeistunde, gelten. Könnt ihr euch denken, wie groß unsereAufregungda plötzlich war? Wir, biedere Handwerker und Angestellte, plötzlich in Sodom und Gomorra? So im Nachhinein frage ich mich, wie kam es nur, dass keiner, gerade weil die Show war, vorzeitig auf das Zimmer ging?
Die Show war für mich eher harmlos.
Ein paar kecke Brüste, sehr kleine Slips, die gerade noch das rasierte Wichtigste verdeckten. Ich fand es wenig aufregend, fast alle unserer Männer hatten allerdings da so eine gewisse Wölbung in der Hose. Was sich da versteckte, wurde, auch zu meiner Freude, später auf den Zimmern ordentlich genutzt. Bei allen Freunden, wohl auch bei den übrigen Hausgästen.
Wochen später, Gartenparty bei uns, mit den gleichen Freunden. Es war schwül warm, Wein und Bier floss in Strömen.
Das Gespräch kam auf den Striptease. Ich weiß nicht warum, mich ritt der Teufel. Ich behauptete, das sei doch nur ein trockenes Brötchen gewesen, der Belag hätte gefehlt, das könne ich mit Sicherheit besser. Mein armer Mann verschluckte sich schrecklich an seinem Wein, die Frauen kicherten und die restlichen Männer hatten glänzende Augen. Das Schlimmste aber war, alleine bei dem Gedanken daran, mein Intimstes den Freunden bloßzulegen, es verschaffte mir einen irren Orgasmus ohne jegliches Zutun.
Als alle mich ermunterten es doch zu beweisen, auch mein Mann, nun – ich zog meine schönste Unterwäsche an, mein schönstes Kleid, dann kam ich zurück auf die Terrasse.
Ich habe keine Erinnerung mehr an das, was damals geschah, orgiastische Gefühle übermannten mich. Ich erinnere mich erst wieder daran, dass mein Mann mich in unserem Schlafzimmer beglückte. Sehr beglückte. Am Morgen erfuhr ich, dass die Freundinnen es sich nicht entgehen ließen, ebenfalls die Kleider abzuwerfen.
Mit ähnlichem Erfolg wie bei mir. Die Büsche in unserem Garten mussten sehr leiden, von unserem Gästezimmer gar nicht zu sprechen.
Inzwischen haben wir dasSpiel, wie wir es nennen, perfektioniert. In alten Truhen der Eltern, auf Flohmärkten und vielen anderen Orten, haben wir uns so richtig schöne Kleider und Wäsche besorgt. Roben, Hochzeitskleider, ausrangierte Kostüme von Schützenfesten, alles, was recht viel Stoff hat, um sich genüsslich daraus herauszuschälen. Der Höhepunkt für uns war, als wir unsere Nummer, in jenem Hotel bei Karlsruhe, aufführen durften.
Damals sind wir erstmals auch mit sauber rasierten Muschis aufgetreten. Heinz, mein Mann, sagte mir am Morgen, es sei unglaublich gewesen, einige der männlichen Gäste hätten es sich nicht verkneifen können, in ihren Hosen zu wühlen. Wir Frauen müssen also schon recht gut sein. Auf alle Fälle haben wir viel Spaß dabei und unsere Männer – denken seit dieser Zeit nicht mehr ans Fremdgehen. Sie haben ihren Spaß ausschließlich daheim, im Ehebett.
Tschüss, eure Helga.
PS. Das beiliegende Bild hat ein Zuschauer in Karlsruhe gemacht. Mein Mann sagt, wir seien sehr wohl für eine Reportage in denNachbarngeeignet. Sie, die Männer, hätten nichts dagegen einzuwenden, vielmehr seien sie sehr stolz auf uns. d. O.
Ich sah mir nochmals das Bild an. „Wissen wir mehr über die Leute? Mir sieht das Bild verdammt nach Profi aus. Es kann natürlich auch sein, dass die Damen inzwischen ganz einfach abgebrüht sind.
Wie ihr meine Hasen. Das kann dann ja nur gut für uns sein. “
„Schwätzer“, erwiderte Doris.
„Hasen haben Schwänze. Wir nicht“, ergänze Uschi vorlaut.
„Oh – ihr sprechen auch schlimm in Deutschland, wie sprechen schlimm in Italia. Wir sagen dazu Ferkel“, unterbrach Gina.
Anna nickte vehement. Das wiederumbrachte Kim zum Lachen.
„Ich denke, ihr zwei solltet doch nun wissen, dass wir schnell ein freches Wort im Mund haben, aber selbst Padre Sebastian bestätigt uns, dass wir eine recht ehrbare Familie sind“, antwortete ich.
„Was hat dich denn eigentlich jetzt so aufgebracht, Gina?“
Gina errötete. „Immer reden von Sex. Aber du sagen Padre Sebastian – und du haben recht! Wir streng erzogen. Das tief in Herz. Aber, ich glauben, wir nicht ehrlich. Ich nicht ehrlich, ich lieben Sex. Sehr, immer sehr mehr, seit wohnen in Villa. Ich sehen, viel Spaß alle haben, ich sehen Magazin von Amerika, ich wissen viel Glück für viele Frauen. Wir müssen mehr lernen, bellen mit Cane, ehm …“
„Hund, heulen mit den Hunden“, half ich ihr.
„Verstehe ich das aber nun richtig, dass Padre Sebastian euch bestimmte Anweisungen gegeben hat – unser Pfarrer?“
„Ehm … Wir bekamen Brief für Pfarrer in Kirche. Lateinisch, wir können nicht verstehen. Soll sein Empfehlung. Ich sicher, du aber nicht meinen das?“ Gina sah verlegen zu Boden.
„Er uns sagen, wir erwachsen und sollen vergessen, was sein alte Regel. Wir moderne Mensch, er sagen, und wenn wir sehen nackte Frau oder nackte Mann – oh Madonna mia – dann sollen nicht denken schlecht.
Er sagen, das Beruf von Don Paolo, machen Foto von ganze Frau, damit sie finden Mann oder damit sie verdienen Geld. Das viel besser, als verkaufen eigene Körper an fremde Mann, wie wir früher. “ Anna hatte das Reden übernommen, jetzt hatte sie sich festgefahren, etwas angefangen, dass sie lieber ihr Geheimnis lassen wollte. Sie wurde puterrot. Gina vorsichtshalber gleich mit.
„Macht es euch doch nicht selbst so schwer. Nehmt euch ein Beispiel an Sara.
An Doris und Uschi vielleicht weniger. Die sind ver …“ Oh, oh. Bremsen. Das kann sonst in einen völlig falschen Hals rutschen. „Die sind verschroben, wie es schlimmer nicht sein könnte. Die betrachten sich nackte Frauen und nackte Männer, wie normale Leute ihre Briefmarkensammlung“, rettete ich mich aus der Klemme. Ich wollte eigentlich verdorben sagen, das wäre nun aber sehr ungerecht gewesen, eher das Gegenteil ist war.
„Wisst ihr was?“, überging Uschi meine Fehlleistung einfach.
„Es wird höchste Zeit, Gina und Anna, dass ihr sehr, sehr viel mehr Selbstachtung bekommt. Ihr seid längst nicht mehr die dummen Bauernmädchen, die sich von jedem beliebigen Arsch schikanieren lassen mussten. Ihr habt einen ehrbaren Beruf, ihr habt ein eigenes Konto auf der Bank, auf dem mit Sicherheit bereits ein kleines Kapital schlummert. Ihr seid stets gut angezogen, seid gepflegte Erscheinungen und ihr seid völlig unabhängig. Wenn ihr bei uns nicht mehr mitmachen wollt … gut, in jeder Großstadt findet ihr mit Kusshand eine Stelle als Friseurin.
Ihr seht inzwischen so reizend aus, da werden mit Sicherheit viele Männer sich die Finger nach euch lecken. Nicht nur, um euch ins Bett zu kriegen, ich bin völlig überzeug davon, viele denken da sehr wohl auch ans Heiraten. “
Uschi überraschte mich nun doch, mit dieser sehr impulsiven Rede. Lis sah versonnen vor sich hin, dann blinzelte sie zu mir rüber. Mit einem Schlag war mir klar was diese Rede uns sagen soll – Uschi ging es einmal genauso.
Sie hat auch erst zu sich finden müssen und hatte nun Zorn, dass Gina und Anna das nicht bereits begriffen hatten. Nun, die beiden kommen aus einem anderen Lebenskreis.
„Was meinen du mit Selbstachtung?“, fragte Anna auch prompt nach. „Wir, seit arbeiten in Villa, sehen, dass Arbeit …“ Sie suchte nach einem Wort, da kam es auch schon. „anerkannt? Ja, anerkannt werden, das machen viel Stolz. Sein das Selbstachtung?“
„Nicht alleine, dass euere Arbeit anerkannt wird, weil es inzwischen ganz, ganz prima ist, was ihr da leistet“, erläuterte ich.
„Selbstachtung result … kommt davon, dass man auf sich selbst Stolz sein kann, durch viel Fleiß, diese Arbeit für andere zu leisten. Um so mehr, je besser man darin ist; andere überflügelt, zur Elite gehört. Ich werde dafür sorgen, dass ihr in einem Jahr zur absoluten Weltspitze dieser kleinen Gruppe von Leuten gehört, die es versteht, unsere Models perfekt für die Kamera und die Bühne herzurichten. “
Ich hatte gut reden, aber bereits am Samstag brachte mir Pop die gute Nachricht, dass die beiden dienstags und donnerstags, im Großen Haus, in der Maske, quasi als Lehrlinge tätig sein können.
Die Idee allerdings, stammte von Kim; sie hat sie Pop einfach untergejubelt.
„Don Paolo sorgen für Stolz?“ Gina sah mich fragend an.
Es war den beiden nicht klarzumachen, dass ich kein Don sein wollte, genauso wenig, wie Lis eine Donna Lisa. Mom hatte das Glück als Signora Mom durchzugehen. Pop war halt der Professore. Don Rafael meinte dazu, das seien Urtriebe bei der Landbevölkerung, die halt eine gewisse Hierarchie über sich brauche, um selbst ihren Platz im Leben bestimmen zu können.
Wir sollen es einfach so belassen. Mom stimmte dem zu, also blieb es erstmal dabei.
Nun, ich erklärte ihnen, dass sie über den Winter, zweimal pro Woche für 6 Stunden, im Theater, Maskenbildnerei lernen sollten. Zu meiner Verblüffung erkannten sie sehr schnell, was das ist und was es ihnen bringt. „Maschenbilderei, machen aus junge Mann, alte Mann, machen aus Oma junge Mädchen, können machen mit – eh – Mensch, dass Foto sehen junge Frau, werden in Kino in zwei Stunden Oma.
“
Eine abstruse Vorstellung hatte Gina zwar immer noch, aber ihr Verstand arbeitet einwandfrei. Was für ihr Deutsch noch nicht galt. Aber auch das würde sich geben. Es war viel besser als das der meisten Gastarbeiter aus Italien. Sie hatte bereits einen großen Wortschatz, genau wie Anna. Sonja, unser neues Hausmädchen, hinkte da noch sehr hinterher. Das würde schon noch werden, so wichtig war das, mit ihr, aber auch nicht; sie hatte ja nichts mit unseren Kunden zu tun.
„Maske, Maskenbildnerei, Bild machen, abbilden, abbilden einer Idee und übertragen auf ein Gesicht. Als Maske, zum Überstreifen. “ Ich versuchte die Begriffe, für Gina und Anna, klar zu bekommen. Die beiden nickten, sie hatten verstanden, auch die Worte, die sie wiederholten wie Erstklässler. Lernen haben sie halt erst vor wenigen Jahren gelernt. Spät aber gut.
„Bitte entschuldigen. Wir noch viele Fragen. Wir wissen, jetzt arbeiten, können fragen bei Abendessen! Wir jetzt nachdenken über Selbstachtung, aber zuhören, was Doris sagen.
Gut zuhören. “ Gina grinste, das habe ich nur selten bei ihrsogesehen. Ich hatte beinahe das Gefühl, sie hätte das mit der Selbstachtung bereits begriffen.
„Wir waren zuletzt bei Helga“, fuhr Doris fort. „Ich habe angerufen, jeder Termin innerhalb drei Tage ist gut. Ich bekam allerdings eine lange Liste von Dessous. Es scheinen auf alle Fälle auch Wäschefetischisten zu sein. Die Liste hat Saya, sie lässt es sich ja nicht mehr nehmen, in ihrer bescheidenen Freizeit, die Wäschevorräte zu verwalten.
Vor allem, seit Willi das auch noch honoriert. “
„Ich denke, das hat sie sich einfach zum Hobby gemacht. Mit meinem vollsten Einverständnis“, erläuterte Kim. „Denn immernurBabys und Kleinkinder zu betreuen, ist nicht unbedingt das alleine selig Machende für eine junge Frau. “
„Das stimmt schon. Wir wollten ja nur helfen, unser Paul hat da aber so eine Art, er findet dauernd neue Arbeit für uns.
Ich hoffe nicht, jetzt auch noch als Tester“, antwortete Doris.
„Tester? Was für Tester?“, murrte ich. Mir schwante eine erneute Frechheit. Meine Eulen sind einfach bereitszuselbstbewusst. Zumindest was ihren Respekt mir gegenüber angeht. Obwohl …
„Tester für eine Fickmaschine“, kam da auch schon die Antwort. Wusste ich es doch, eine neue Frechheit. Fickmaschine? Wen meinen sie damit nur. Ich hoffe nicht …
„Wir haben einen Brief, wenn da nicht ein Foto dabei gelegen hätte, ich denke ich hätte ihn gleich in den Papierkorb geworfen.
Er kommt aus Karlsruhe. Ich lese vor“, fuhr Doris indes ungerührt fort.
Hallo Paul, hallo Pauls Team, lauter Männer wie wir annehmen. Wir sind vier Frauen und studieren in Karlsruhe. Wir wollen Ingenieure werden, sehr zum Ärgernis manches Herrn. Vor allem deshalb, weil wir uns alle Mühe geben, besser zu sein als die Herrlichkeit. Es sind nur noch wenigevoruns, die sind, zugegeben, aber kompetent, vernünftig und keinesfalls frauenfeindlich.
Unser Topmann, war mir sympathisch genug, um mit ihm eine Bude zu teilen. Noch ein Semester, dann kommt die Prüfung. Wenn wir beide mit Gut abschneiden, schwebt, noch imaginär, ein Hochzeitskranz über unseren Köpfen. Ist das ein Thema für Nachbarn?
Ich nehme es als gegeben an, dass dieskeinThema ist. Vielleicht aber etwas, dass wir leider nicht als Diplomarbeit abgeben können, obwohl es vielleicht viel Ruhe in deutsche Schlafzimmer bringen könnte – oder im Gegenteil? Ich muss da weit ausholen: viertes Semester.
Wir Frauen waren immer noch da, sechs Herren hatten es nicht überstanden. Wir wollten uns nicht absondern und kamen zu der angesagten Party. Saufen, blödes Geschwätz, wie es halt auf so einer Studentenveranstaltung zugeht. Dann kam sie, die ungeheuerliche Beleidigung. Ein Wort gab das Andere, dann der abartige Ausspruch:Ihr könntet ja nicht einmal eine Fickmaschine konstruieren,geht lieber Heiraten und Kinderkriegen.
Wir verließen zutiefst beleidigt das Lokal. Ausgerechnet so etwas Entwürdigendes wie eine Fickmaschine.
Männer sind Fickmaschinen, einen Mann zu konstruieren, eine Maschine, die seinen Stempel nutzt, die Beine breit machen und sich von einem Roboter ficken lassen … Unsere, von einigen Bieren, nicht gerade besonders klüger gewordene Köpfe, umkreiste das Thema. Gerda meinte, so ein Roboter hätte ja auch Vorzüge, er könnte immer und würde nicht abstürzen, weil er ja keinen Alkohol missbrauche.
Es kam dazu, dass wir uns, durch unsere Rederei, auch noch gegenseitig scharf machten.
Am Schluss landeten wir bei einer von uns und sie hatte einen Dildo, den wir reihum, auch in Aushilfe bei der Kommilitonin, benutzen. Schön mit einem Kondom überzogen, wenigsten so viel Vernunft hatten wir noch – oder kam es nur davon, dass der Dildo, so ausgerüstet, sehr viel mehr demWerkzeugder Freunde glich? Am Morgen waren wir verkatert, verunsichert, konnten uns nicht mehr gerade in die Augen sehen. Wieder war es Gerda, die stolze Dildobesitzerin, die uns aufrichtete.
Zurechtscheißen sagt man bei uns daheim auf dem Dorf. Langer Worte, kurzer Sinn: Wir konstruierten eine erste Fickmaschine. Eine Zweite, Dritte … Es macht uns plötzlich Spaß und nicht nur das Konstruieren, auch das ausprobieren, ob sie es wirklich tut.
Mit unseren Kommilitonen kommen wir inzwischen längst besser zurecht. Nun haben wir allerdings ein Attentat auf die Freunde vor, dazu brauchen wir allen unseren Mut. Wir suchen nur noch jemand, der das Ganze dokumentiert: Wir wollen ihnen unsere Fickmaschinen vorstellen und auch vorführen.
Es soll ihnen die Schamesröte ins Gesicht treiben. Sie werden natürlich scharf wie Nachbars Lumpi werden, wir haben uns jedoch geschworen, wir würden ihnen mindestens eine Woche nicht zur Verfügung stehen.
Ich hoffe, damit habe ich unser Angebot klar genug geschildert und begründet. Tatort: unserer Wohnung, Tatzeit: jeden Nachmittag, wenn es euch passt. Bedesta Harm. Ingenieur in spe.
PS: Ich fürchte unser Vorhaben klingt zu abstrus, um in die nähere Auswahl zu kommen.
Zum Beweis, dass es die Maschine gibt, hat Gerda, mit einer geliehenen Sofortbildkamera, ein Bild gemacht. Wir hoffen, dass zumindest dieses Bild, Lust auf mehr macht.
„Lass das Foto sehen“, bat ich Doris. „Das könnte tatsächlich mal was ganz Neues sein. “
Doris reichte es mir. Das sah ja vielversprechend aus. Hinter mir spürte ich Bewegung. Dann hatte ich auch schon den Hauch der Stimme von Anna in meinem Genick.
„Oh, jetzt verstehen Fickmaschine. Machen Spaß ohne Mann. “
„Eben. Ohne Mann“, klagte Kim. Kalte Technik kann doch einen liebenden Mann nicht ersetzen. Was haben die Mädchen sich denn dabei nur gedacht?“
„Ohne Mann“, kicherte Gina. „Ich glauben deutsche Frauen, auch müssen lernen Selbstbewusstsein. Ich nicht glauben, das sein richtige Weg. Kim haben recht, Mann sehr viel besser für Amore.
“
„Gina, wegen der Amore hast du schon recht, dass sie es aberkonnten, diese Maschine zu konstruieren, das gabihnenSelbstvertrauen. Zu wissen, dass sie etwas zuwege bringen, dass ihnen nicht zugetraut wurde. Denn zum Selbstbewusstsein gehört Selbstvertrauen, wie ein Deckel zu einem Topf. “ Ich stand auf, nahm meine beiden Italienerinnen fest in den Arm, jede bekam einen Kuss, was es bisher noch nie gab, dann ließ ich sie wieder frei.
„Ich denke, wir bekommen euch schon hin, wie es sich für eine moderne Italienerin gehört. Ihr seid das typische Beispiel von Spätzünder. Aber auch die verrichten ganze Arbeit“, lobte ich sie dann noch.
Die beiden waren knallrot im Gesicht, doch irgendwie deutete ihre Haltung auch einen gewissen Stolz an. Mir war in diesem Moment völlig klar, dass wir da ein neues Eulenpaar heranzogen. Apropos Eulen, ich sollte Doris und Uschi bitten, den beiden mal auf den Zahn zu fühlen, wie es da sexuell so steht.
Ich hoffe nur,dieMädchen sind wenigstens, in dieser Beziehung, normal. Normal? Da kam mir etwas in den Sinn.
„Doris, diese Maschine, da haben die Studentinnen aber wohl andere Größenvorstellungen als ihr, wie man aus dem Bild sieht. Könnt ihr ihnen da nicht beratend zu Seite stehen? Damit das Gerät universeller ist“, machte ich die beiden an.
„Du traust mir mal wieder gar nichts zu. Die Maschine hat natürlich einen auswechselbaren Frontstempel, den gibt es in verschiedenen Dicken und sogar verschiedenen Längen“, grinste sie.
„Da haben sich die Konstrukteure viel Zeit für Selbstversuche gelassen. Ich hörte, da ging gleich literweise Gleitmittel drauf. “
„Sie sollten es mal mit Tigerbal …“ Kim brach errötend ab und hielt sich eine Hand vor den Mund.
Die Eulen lachten Tränen, ich konnte mir allerdings auch nicht vorstellen, dass die Maschine darauf reagieren würde. Es war Zeit auf andere Gedanken zu kommen. Ich gab das Bild zurück zur Akte.
„Flick sie an einem passenden Termin ein. Möglichst wenn wir sowieso in der Gegend sind, so ein paar Küchenengel würden gut dazu passen. Mittwochs vielleicht, da haben Studenten mittags keine Vorlesungen. Ich denke auch nicht in Karlsruhe. “
Fortsetzung folgt.
Fetische dieser Sexgeschichte: Abenteuer, Alkohol, Amateure, Arsch, Befriedigung, Beine, Beziehung, Bier, Blasen, Blowjob, Bruder fickt Schwester, Dessous, Dildo, EhefrauAlle Fetische von A-Z »
Keine Kommentare vorhanden