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Der Pornograf V – 06

Auszug aus Band 5

(Hausfrauen, Nachbarn und andere Amateure)

Fortsetzung:

***

Neues zum Jahreswechsel

Sara zauberte ein Sylvesterbuffet in der belle Etage, das seinesgleichen suchen musste. Sie fragte vorsichtshalber aber Kim, ob es was Normales oder was Gutes sein dürfe.

„Ist dein Bonusscheck normal oder gut gewesen? Mach das Buffet genauso wie wir alle während des Jahres arbeiten, denn so fällte halt auch der Bonus aus“, habe sie diplomatisch geantwortet, erfuhren Lis und ich abends im Bett.

Ich gestehe, ich freute mich sofort auf Sylvester. Schon zwei Tage vorher sah ich die Wagen der bekanntesten Delikatessenläden, längere Zeit vor unserem Haus parken. In die Küche zu schleichen, um vielleicht etwas abstauben zu können, war mir verboten. Allen, außer Mom. Ich versuchte es dennoch; Sonja bedrohte mich, zwar lachend, mit einem riesigen Messer. Da ging ich lieber, wenn auch nur halb einsichtig. Es zeigte sich allerdings schon beim Cocktail, wir hatten zumindest nach Ansicht von Sara, ein sehr gutes Jahr.

Zu Sylvester tauchten Gerlinde und ihre Eulen bei uns auf. Lis und Kim wussten es, ich nicht. Da sich auch der Don von Lis erweichen ließ, erst am 2 . Januar zurückzufahren, hatten wir volles Haus.

Die Begrüßung war naturgemäß stürmisch. Vor allem zu Gerlinde verbindet mich halt doch ein besonderes Band. Wir setzten uns hoch in unser Wohnzimmer. Dort erfuhr ich noch in der ersten halben Stunde, dass sie im nächsten Herbst ihren James heiraten würde.

„Und dein Haus in Italien?“, fragte Lis prompt.

„Ich gedenke, falls Paul mich noch will, alle vier Seminare da zu sein. James muss ja auch arbeiten. In den Sommerferien werden wir uns dann zusammen dort entspannen – weit weg vom jedem Telefon. Meine Wohnung und das Studio in Tübingen gebe ich auf. Es ändert sich also nur in meiner Auszeit etwas. Vor allem aber, ich behalte meine Selbstständigkeit.

Das war nicht leicht, aber James sah es ein“, erklärte sie uns zögernd. Wohl hoffend, dass ich einverstanden bin.

„Das finde ich gut“, gestand ich. „Ich habe allerdings auch mit so was, über kurz oder lang, gerechnet. Es musste ja für dich unbefriedigend bleiben, so lange vom Geliebten getrennt zu sein. Und mich als Notnagel, das konnte ja keine Lösung sein. “

„Ach“, grinste Gerlinde jetzt. „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

James kennt ja unser etwas seltsames Verhältnis und, er war da wirklich ganz ehrlich, wenn ich nicht da bin, gibt es dort auch jemand. Das traf mich natürlich zuerst bis ins Mark, dann habe ich an euch gedacht, und verlangt das Mädchen zuerst mal kennen zu lernen. “

„Und?“ Lis ist fasziniert von komplizierten Verhältnissen, vor allem bei Anderen. Je verzwickter um so besser

„Amanda, so heißt sie, kam eines Nachmittags.

James war noch bei der Arbeit – der Don nimmt ihn gewaltig ran. Nun, Amanda schien mir irgendwie eingeschüchtert. Schnell stellte sich heraus, sie ist verheiratet. Schlimmer noch, sie liebt ihren Mann und ihre zwei Kinder. Dann sagte sie, ihr Mann sei mehrmals im Jahr, für 5 bis 6 Wochen im Ausland. Für seine Firma, er nimmt da irgendwelche Technik ab. Und dann kam der Hammer,erist mit James befreundet. Schon seit der Primary School.

Irgendwann haben die Drei ausgeheckt, dass Amanda, bei James ihren Frust ausweinen darf, wenn ihr Mann auf Reisen ist. Sie haben essovereinbart, dass diese Treffen unter Wahrung höchster Diskretion erfolgt und, dass nicht darüber gesprochen wird. Natürlich sollen vor allem die Kinder nichts mitbekommen. James ist für sie ein Freund der Familie – sonst nichts. “

„Oh, wie schön kompliziert“, sagte Lis. „Das ist ja wie Fremdgehen mit immer demselben Partner.

Paul. Darf ich das auch mal?“

„Göre“, murrte ich. „Du darfst fremdgehen, aber nur nach vorheriger Absprache. Wir wollen doch nicht alle unsere Regeln auf den Kopf stellen. Was die Amis machen, geht uns nichts an. “

„Schade“, grinste mein Teufelchen. „Wenn ich auch nicht mal wüsste mit wem. Erregend finde ich die Idee schon. “ Sie warf mir eine Kusshand zu. Das Thema war wieder gestorben.

„Wir werden es schon hinbekommen, dass es zeitlich mit dir passt, ein halbes Jahr dort und ein halbes Jahr in Italien.

Ich sehe da nur ein Problem, was geschieht mit Marianne und Petra?“, fragte ich.

„Wir gehen mit nach Amerika, das ist ausgemachte Sache. Wenn wir können, das hängt natürlich von dir ab, kommen wir im Sommer gerne mit nach Italien“, sagte Marianne gelassen. Petra nickte. „Wir haben bereits eine Green Card ergattert. Dank des Don. “

„Das ist ja toll“, freute ich mich für die beiden. „Eine Unterkunft in Italien finden wir schon für euch.

Kim macht euch einen guten Preis, denn, das ist klar, Gerlinde braucht euch und der Fotopark wird euch auch dafür bezahlen. Am Finanziellen wird sich wohl nicht viel ändern, außer einem gewissen Inflationsausgleich natürlich. “

Dann erzählten wir, erst mal in Stichworten, von unserer Herbstarbeit. Das Wespennest hatte natürlich auch in L. A. längst Furore gemacht. Gerlinde wusste auch, dass Jürgen da mitgearbeitet hatte. Es stand ja im Impressum. Das war ihre eigentliche Sorge, sie wusste nicht, wieweit er wirklich bei mir angestellt war.

Sie dachte nicht daran, dass er im Sommer natürlich wieder für den Fotopark arbeiten würde. Als Notbehelf, gestand sie, hätte sie diese Arbeit auch gemacht. Aber, über all solche Sachen konnten wir in den nächsten Tagen noch ausführlich diskutieren. Jetzt ging’s um die Unterkunft.

Marianne und Petra schliefen einfach in einem der Zimmer der Schleiereulen. Gina und Anna hatten längst keine Probleme mehr in einem Doppelbett zu schlafen und waren bereit zusammenzuziehen.

Gerlinde schlief bei uns – da waren Lis und Kim viel zu begierig, das Neueste aus den USA zu erfahren. Unser Gästezimmer war ja noch zwei Tage vom Don belegt.

Die Sylvesterparty entsprach mal wieder ganz dem Stil des Hauses. Alle guten Freunde waren da, außer Renate. Die hatte in ihrem Hotel das Haus voll. Damit auch Kitty mit ihren Damen. Kim hatte eine kleine Kapelle bestellt, die für Musik sorgte und Lis hatte drei Gaukler aufgetrieben, die den Gästen, mit allerlei Blödsinn, die Zeit vertrieb.

Es waren zudem sehr gute Tänzer, die gerne die Damen mal entführten. Warum Musiker und Gaukler allerdings lauter Spanier waren, da werde ich Lis morgen mal ins Verhör nehmen. Sollte das ein kleiner Hinweis sein, dass sie mal wieder nach Spanien will? Dann fiel mir ein, unsere Indienreise stand ja bald an – war es ein Hinweis, dass Lis dorthin mitwollte? Der Satansbraten plant etwas.

Mitternacht rückte näher, Sara, Sonja und die Schleiereulen brachten Champagner unters Volk: Prosit Neujahr!

Ichwar gefragt.

Fast alle Damen wollten geküsst werden. Saya kam zuerst dran, dann zog sie mit den Babys ab, ins Kinderzimmer. Alessandro folgte ihr auf den Fuß. Pele und PH durften noch bleiben. Sie waren putzmunter, erst Viertel vor Zwölf aus den Bettchen geholt. Jetzt genossen sie den Rummel. Die Musik ging vom Mitternachtstusch wieder zu den neuesten Schlagern über. Am Buffet herrschte Hochbetrieb. Sara wachte mit Argusaugen, dass keine Platte leer blieb. Ich ging zu ihr, nachdem es ruhiger wurde, und knuddelte sie fest.

„Danke Sara. Das hast du ganz prächtig gemacht. Nein, du bist gut, sehr gut, aber heute hast du dich selbst übertroffen. “

Sie ließ sich gerne küssen. Heute sogar richtig. Dann sagte sie: „Ich habe mir viele Mühe gegeben. Paolo hat mich gelehrt, das sei das Mindeste, das sein müsse, wenn man wirklich nette Kunden hat. Und ihr … ihr seid nicht nur nett, ich liebe euch – alle wie ihr hier seid.

Ihr seid halt meine Familie und ohne Familie ist ein Mensch nichts“, sie zerdrückte gar eine kleine Träne, in einem lachenden Gesicht.

„Das hast du schön gesagt“, lächelte Lis, die gerade zu mir trat. „Du freust dich aber wohl schon sehr auf Paris?“

Wieso Paris? Ich stutzte, dann fiel es mir auf. „Sara, du Krautkopf, du hast ja Französisch parliert. Und ich habe es gar nicht gemerkt.

Hallo, willkommen im Klub. “ Ich zog sie nochmals an mich.

„Jetzt glotzscht. Warum nennscht d’mich aber n’Krautkopf?“

„Nun mein Schatz, das Wort kennst du offenbar, aber nicht seine zweite Bedeutung. Kraut ist das Schimpfwort der Franzosen für uns Deutsche. Ich wollte damit ausdrücken, dass es auch sehr wohl liebevoll gemeint sein kann. “

Jetzt hing sich mein Krautkopf an mich, ich war sozusagen überreif und musste nochmals abgeschlabbert werden.

Lis lachte, ein paar der Freunde sahen es, kümmerten sich aber absolut nicht darum. Nur Magdalena lächelte verstehend. Seit sie und Lis sehr befreundet sind, weiß sie wohl alles aus unserer Familie.

Die Kapelle spielte indes eine Melodie, die mir irgendwie bekannt vorkam. Die drei Gaukler hatten plötzlich auch Instrumente in den Händen und spielten, zur Freude des Publikums, mit.

„Lis, was ist das für eine Melodie?“

„Was ist was für eine … ach die? Na, ja.

Mallorca. Damals. DasAssistenten Team, Melodie nachSergeant Peppers. “

„Scheiße. Das hab ich tatsächlich vergessen. Oh mein Gott, ist mir das peinlich. Unsere erster großer Urlaub in voller Besetzung …“

Inzwischen war es fast Eins, ans Aufhören dachte noch keiner. Selbst unsere Ältesten waren noch da. Da flog die Türe zum Saal auf, 18 Tänzerinnen kamen, schrille Schreie wie Cancan Tänzerinnen ausstoßend, hereingewirbelt. Ich krallte mich an Lis fest, während die 18 das Tanzparkett eroberten.

Ja, Mom und Pop, Mama und Papa, Rama und Friedrich klatschten schon Begrüßungsbeifall. Sie kannten die Damen, die internationale StartruppeFlamenco Dancers,um Terry, fiel bei uns ein. Lis befreite sich von meinem Klammergriff, ließ sich aber gerne in den Arm nehmen. Sie und ich blieben stehen und genossen den Auftritt. Die 18 und ihre Kapelle, die ich Blödmann nicht erkannt hatte, waren immer noch Spitzenklasse. Der Geschmack hatte sich verändert, doch die Gruppe war immer noch gut etabliert und jetzt tobte sie bei uns im Haus.

Die Gage für so einen Abend würde sich mit Sicherheit auf mehr als 50000 Dollar belaufen. Allerdings konnte ich mir vorstellen, dass irgendjemand da eine besondere Vereinbarung getroffen hatte. Doch diese Gedanken schossen nur wie nebenbei durch meinen Kopf – jetzt genoss ich erst mal die Vorstellung. Dieser Leadsänger – der Freund von … ich werde alt, ach ja, Gallicia. Er war plötzlich auch da. Ja, und jetzt bereiteten sie diesen Limbo vor … diese heiße Nummer, die sie in Jamaika einstudierten.

Platz wurde geschaffen, die Stange wurde aufgebaut. Ewigkeiten war das schon her …

„Würdest du vielleicht mit mir unter dem Stab durchtanzen wollen?“, wurde ich von hinten angesprochen.

Ich schnellte herum, Lis auch. Wir kannten die Stimme.

„Jutta“, kreischte Lis. Völlig daneben im Ton.

„Kikki“, lachte ich. Denn die stand auch da. „Wo verdammt …“

Ich kam nicht dazu, zu fragen.

Meine Lippen wurden versiegelt. Von Jutta. Indessen nahm Kikki Lis in den Arm. Dann wurde getauscht. Ich glaube Lis war genauso benommen, wie ich.

„Na? Ist das eine Überraschung?“, kam schon wieder eine Stimme aus dem Hintergrund. Es war Rama, Prinzessin Rama Radama.

„Du hast das arrangiert? Warte … das wird Folgen haben … Aber bitte, bitte, zuerst den Limbo. “ Jutta entführte mich. Die Stange hing hoch genug, wir schafften es, ohne Abwurf.

Der relativ kleine Saal der belle Etage bebte. Da mussten selbst bei den Nachbarn die Deckenlampen wackeln. Saya sah zur Türe rein, rechts und links ein Baby auf dem Arm. Lis flitzte zu ihr. Die Babys fanden den Lärm aber wohl höchst zufrieden stellen. Sie krähten laut und vergnügt. PH schaute skeptisch, während Pele frech zu der Stange vorging, unter der so ein Limbo hindurchgetanzt wird, wie sie ja gerade sah.

Sie fand das offensichtlich ganz toll. Der Leadsänger erkannte das wohl auch so. Er schnappte sich unsere Tochter, stützte sie und ruckzuck tanzten er und sie – ohne Abwurf – unter der Stange durch. Das kurze Nachthemd von Pele gab da zwar mehr Preis, als sich für eine Prinzessin schickt, aber nicht mal Rama gab einen Kommentar dazu ab. 18 Jahre später, hätte sie wohl arg mit uns geschimpft. Doch ich schweife schon wieder ab.

Pele war längst auf den Armen von Opa Bronner und PH hatte den Arm vom Tante Rama erobert, als Terry und ihre Girls, ihren neuesten Hit sangen.

Großer Applaus. Die Türe zur Bibliothek sprang vor Schreck auf. Dann stand Terry vor mir. Keine langen Fragen, erst sie, dann die sieben anderen Mädchen, wurden umarmt und geküsst. Lis und Kim machten sich schon mal an die Band ran, meist Ehepartner der Girls Group, wie wir wussten.

Die Stimmung unserer Sylvestergäste war so aufgeheizt, dass sie die Gruppe gnadenlos in Beschlag nahm.

Doris und Marianne heulten fast vor Begeisterung. Ich wusste es nicht, aber die 18 waren eine ihrer Lieblingsgruppen.

Lis und ich verzogen uns mit Kikki, Jutta, Terry und ihrem Mann in die Bibliothek. Uns plagte vor allem die Neugierde. Dort trieben sich nur ein paar der Thais um Wanda, und Mitarbeiterinnen von Roland, mit jungen Burschen herum.

Ich warf sie einfach raus. Ich empfahl zwei Stockwerke höher, dritte Türe links und sie sollen halt, was zum Trinken mitnehmen. Das ist das alte Atelier mit dem großen Glasfenster, wo ich einst mit Rosa meinen ersten Erfolg errungen habe. Da gibt es immer noch genug Sitzgelegenheiten und Liegen.

Sara, der kleine Teufel, wusste Bescheid. Sie hatte ihr Buffet voll im Griff und alle Gäste wussten es zu schätzen. Jetzt war mir auch völlig klar, warum es eine Abteilung mitspanischen Tapasgab.

Wir quatschten und quatschten. Kikki und Julia hatten einen geschäftlichen Termin mit Prinzessin Rama. Kikki, Leiterin Ostasien, erzählte ihr am Telefon, dass Terry an Sylvester in Stuttgart ist. Die Gruppe hatten einen Termin in der Liederhalle, bis Zwölf. Die Band war nicht gefragt, also … Rama hatte das prima hinbekommen. Sie jubelte Lis die Gaukler, und Kim die Kapelle unter. Beim Weihnachtsessen. Wer denkt da schon daran, nur die halbe Wahrheit zu erfahren.

Rama ist nicht umsonst die Chefin des Hauses Radama – außerhalb des Iran. Das Schicksal hatte es wohl so gewollt. Das Geschäftliche sollte aber heute nicht das Gesprächsthema sein. Wir alle tauschten vor allem Erinnerungen aus. Jutta hatten wir seit unserer Hochzeitsreise nicht mehr gesehen, bei Kikki, war es auch schon wieder über ein Jahr her. Und Terry? Das sind schon Ewigkeiten.

„Wo seid ihr denn untergebracht?“, fragte Lis etwas besorgt.

Im Haus wurde es eng.

„Wir sind im Zeppelin, die ganze Truppe. Das hat Prinzessin Rama organisiert“, erklärte Terry.

„Wir auch“, sagte Jutta. „Wir kamen mit dem letzten Flieger aus Frankfurt, es gab einfach keine Möglichkeit, euch früher zu überraschen. So gerne wir es auch gewollt hätten. “

„Das verdammte Geschäft frisst einen halt bald auf“, murrte Joe. Er hatte sich am Buffet reichlich bedient und sich von Sara ein extragroßes Bier geben lassen.

„Jetzt fresse ich aber erst mal euer Buffet leer. Prima. Und dann ein deutsches Bier – darauf habe ich mich seit unserem Abflug gefreut. “

„Nur ich bleibe euch erhalten“, sagte Kikki. „Irgendeinen Schlafplatz werdet ihr schon für mich finden. “

„Aber sicher“, lachte Kim, inzwischen auch zu uns gestoßen. „Du bekommst mein Gästezimmer. Im Großen schläft der Don mit Frau. Ab übermorgen dann Gerlinde.

„Ich sagte dir ja schon, ich schlafe in jedem Bett, das mir angeboten wird.

Im Hause Oktober ist mir ja keiner fremd. “ Auch dieser Fall war geklärt.

Nun war erst mal Terry dran. Ich setzte mich neben sie und sie lehnte sich vertrauensvoll an mich. Dann hörte ich das Neueste. Ja, der Band geht es gut. Geld war keine Frage mehr. Sie waren Plattenmillionäre. Gold, Platin … Ja, auch Kinder gab es. Sie selbst habe eine Tochter. Mit dem Kindermädchen, für alle zusammen, war sie daheim in Spanien.

Diese enorm tüchtige und vor allem enorm fleißige Truppe, hatte alles erreicht, von dem sie je träumten. Wie es dazu kam? Das wussten die 18 nur zu gut. Auch, dass Kikki, Managerin der ersten Stunde war und das Haus Radama das Sprungbrett zum Erfolg bot. Heute Nacht war sie nur eine liebe Freundin.

Jutta Berger war dran. Ja, ihnen gehe es ebenfalls gut. Contessa leitet das Hotel besser als von ihr je erhofft, und ihr Mann sei die totale Stütze für Joe.

Die Geschäfte liefen bombastisch.

Wichtig für Lis war es, dass beide Ehen tadellos funktionieren. Als Jutta ihr dann, unter dem Siegel der Verschwiegenheit, verriet, dass sie guter Hoffnung sei, war meine Ehefrau mit Gott und der Welt zufrieden. Zu quatschen gab es aber noch viel. Auch unsere bald anliegendeFotosafarinach Indien, wie Doris es respektlos nannte, war kurz Thema. Jutta bedauerte nur, dass Jamaika nicht auf unserer Route stand.

Wir vertagten das auf ein Jahr später. Natürlich erfuhr ich auch von Heidi und dem späten Nachwuchs. Fortune und ihr Mann seien wohl auch sehr tüchtig und vor allem sehr glücklich.

Gegen 6 Uhr gingen wir zu Bett. Mit Kikki. Ich vermute es dauerte keine 5 Minuten, bis alles schlief. Es war eine schöne und aufregende Sylvesterfeier und wir alle voll geschafft.

Sara hatte gebeten, zum Frühstück nicht vor 10 Uhr zu kommen.

Terry und ihre Gruppe mussten schon mit dem Nachmittagsflug zurück. Im Januar, stand für eine Woche eine Show in New York an. Februar je eine Woche in Mexiko City und Rio. Erstmals Australien im März. Die Gruppe war jeweils einen halben Monat ausgebucht. Das brachte genug Geld, den Rest des Monats bei den Kindern in Spanien zu sein und – da kannte ich sie gut genug, hart an neuen Nummern zu üben – und Platten davon aufzunehmen.

Jutta, Joe, Kikki und Rama hatten Neujahr eine große Besprechung. Ich stellte ihnen die Bibliothek zur Verfügung. Der Don, damit leider auch Alessandro, fuhr zurück. Papa hatte satt Teppiche verkauft. Mangels Nachschub stiegen die Preise für gute Teppiche, langsam aber sicher, ins fast Unermessliche. Dafür gab es vermehrt Schund, billige Nachahmungen, denen man es nicht gleich ansah. Für Freunde gelten, und das wissen wir ja alle, aber besondere Gesetzte, vor allem was den Preis angeht.

Das wusste natürlich auch der Don.

Am nächsten Tag hörte ich, ein Scheck über Lire mit unendlich vielen Nullen blieb da und zwei LKW seien übermorgen unterwegs von Hamburg nach Neapel. In einem sei noch viel Platz, ob da etwas von uns mitkönnte. Gerlinde nutze die Chance, ihre Wohnung und das Studio in Tübingen zu räumen. Deutschland war als Wohnsitz für sie nicht mehr gefragt. Sie wohnte nun ganz bei uns und ihre Eulen hausen in dem freien Zimmer, oben bei Sara und Saya.

„Was ist das für ein Gefühl, die Heimat zu verlassen, Gerlinde?“, fragte Lis beim Cocktail, an diesem Abend des Auszuges aus Tübingen. Bei uns in Stuttgart, war inzwischen etwas Ruhe eingekehrt.

„Ich befasse mich nicht mit dem Gedanken daran. Ich denke nur an James und an meine Arbeit in Italien. Arbeit in Italien und Arbeit in Kalifornien, dort mit dem Geliebten, sag mir, Lis, warum sollte ich da über Tübingen nachdenken? Lange Zeit lagen mir Petra und Marianne schwer auf dem Magen, nun, das haben wir doch auch hinbekommen.

Die Zeiten haben sich geändert, warum nicht in zwei Ländern leben. Meine Zwei scheinen ebenfalls zufrieden zu sein. “

„Du hast recht, Gerlinde“, nickte meine Frau. „Heimat ist da, wo man seine Lieben hat. Und in Italien hast du ja auch viele Freunde um dich. Und ihr beiden?“, wendete sich Lis an die Eulen von Gerlinde. “

„Deutsche Mädchen sind in den USA immer noch gefragt“, lachte Petra.

„Wir werden uns wohl verloben, bevor wir nach Italien fliegen. Unseren Job bei Gerlinde wollen wir jedoch nicht aufgeben. In den USA sieht man das nicht so verkniffen, ein paar Monate können wir dort schon weg. Das war die oberste Bedingung, eher wir einer Verlobung überhaupt zustimmten. “

„Ihr verlobt euch?“ Doris war voll von der Rolle. „Ich will ein Bild sehen, ich will alles wissen. Ihr Ungeheuer, und so was Essenzielles habt ihr uns einfach verschwiegen?“

Lis lächelte still vor sich hin, sie wusste es.

Damit Kim und ich auch.

„Dann geht es uns ja ähnlich“, grinste dafür Uschi plötzlich. „Ich werde mich zu Ostern mit Cesare verloben. Bevor wir das nächste Winterprogramm in Stuttgart durchziehen, werde ich ihn heiraten. Das sei hier und jetzt der Allgemeinheit bekannt gegeben. Ich habe extra gewartet, bis ihr und Gerlinde da seid und etwas Ruhe einkehrt. “

Das gab natürlich einen gewaltigen Aufruhr. Lis wurde blass vor Aufregung.

EineunsererEule heiratet, hatte ihr Glück gefunden.

„Bevor ihr jetzt mit dummen Fragen kommt, sage ich es gleich – ich liebe Cesare, und wir kommen gut miteinander zurecht. Seine Behinderung ist keine zu große Belastung, er ist sonst kräftig und gesund. Wir verdienen genug, dass wir in eine Art Pflegeversicherung einzahlen können, die später, falls es mal nötig sein sollte, eine Pflegeschwester finanziert. Bedenkt, da sind gerade mal ein paar Nervenstränge kaputt, weshalb er seine Beine, ab dem Knie, nicht mehr bewegen kann.

Es gibt sonst keinen Schaden, vor allem nicht mit … Ihr versteht sicher, was ich meine“, grinste sie jetzt.

„Nur vom Knie abwärts?“, fragte Mom höchst interessiert.

„Ja, nur alles vom Knie abwärts. Warum fragst du?“

„Du weißt doch sicher, dass ich jahrelang zwei kaputte Knie hatte. Meine Situation war ähnlich“, erwiderte Mom. „Damals gab es für mich zwei Optionen, künstliche Knie oder Prothesen.

Ich habe auf künstliche Knie gewartet und sie bekommen. “ Sie seufzte. Es war damals eine bitterböse Zeit für Mom. „Nun werde ich dir was sagen, Uschi mein Schatz, wenn das so ist, dann schickten wir dich und Cesare nach Boston. Dort bekommen sie ihn mit Sicherheit so hin, dass er, notfalls mit Krücken, wieder laufen kann. “

Uschi verdrehte die Augen. Sie stand kurz vor einer Ohnmacht. Ich blickte zu Doris und winkte mit dem Kopf zu Uschi hin.

Sie begriff, ging zu ihr und nahm sie in den Arm. Mom sprach weiter.

„Als meine Knie operiert wurden, hat Marni gesagt, was für eine Familie das Haus Radama wohl wäre, wenn es nicht helfen würde. Wenn du, unsere Uschi, diesen Mann heiraten willst, muss sich das Haus Oktober fragen – was für eine Familie sind wir?“

Nun war es soweit, bei Uschi rollten die Tränen. Dafür rollte Lis und Kim die Augen.

Gerlinde saß da wie versteinert. Mom lächelte.

„Gestattet, ich bin noch etwas verblüfft“, sagte ich. „Du, Uschi, und Cesare? Sicher, er ist ein gewiefter Bursche. Zuverlässig in seiner Arbeit, es gab nie Probleme mit ihm. Wenn du sagst, er sei der Mann deiner Wahl, ich könnte kaum etwas dagegen sagen. Es freut mich für euch. Das mit den Knien – Kim, kümmere dich darum! Ich will, dass Uschi und Cesare sich die Ehe versprechen, dann fliegen die beiden nach Boston.

REHA gibt es in Italien sicher auch. Sammle bei Mom, beim Don und bei Gerlinde. Mikel kannst du auch anhauen, meinetwegen auch Willi. Den Rest lege ich drauf. “

„Na klar, ich rufe sogar gleich an, bei denen ist es früher Mittag“, erklärte Kim und verschwand. Sie kam gleich wieder, schuldvoll lächelnd. „Gibst du mir dein Notizbuch? Lis hat die Nummer mit Sicherheit notiert. “ So war es auch.

„Sara, ich glaube Uschi braucht jetzt einen großen Grappa, und wenn du mich so fragst, ich glaube ich ebenso“, bat ich.

Sara eilte. Es stellte sich heraus, dass außer Pop alle einen wollten. Pop blieb seinem Cognac treu. Mit ihm begann und endete ein Abend; dazwischen gab es Wein. Schwäbischer bevorzugt. Bier gab es zum Essen, Champagner, nur wenn seine Marke dran war oder es nichts anderes gab. Er ist ein konservativer Schwabe, sagte Mom.

„180 Tausend, Transport und REHA. Der Prof schätzt drei Wochen. REHA mindestens 5 Wochen.

In 12 Tagen ist die alte Suite von Mom frei. Und viele Grüße an dich, Mom. Du hättest ruhig mal was von dir hören lassen können“, berichtete Kim zwanzig Minuten später. Sie tat völlig unbeteiligt, dass sie es nicht war, ist allen klar.

Uschi rutschte nun völlig vom Stuhl und Mom wurde krebsrot. „Daran habe ich gar nicht gedacht – ich schreibe heute noch einen langen, ausführlichen Brief und lege die englischenSamuraibei.

So als Ausrede, wie viel Arbeit ich doch habe. “

„Uschi!“ Lis beugte sich über sie und tätschelte ihre Wange. Sie erwachte. Verstört schaute sie auf Lis, die ihr in den Stuhl half. „Du blöde Eule. Warum hast du das alles nicht gesagt, als der Don noch da war. Das könnte doch bereits alles über die Bühne gegangen sein. “

Meine Frau ist da manchmal völlig unsensibel und grob.

Allerdings hat sie dann meist einen Grund. Jetzt ging es darum, so schnell wie möglich Tatsachen zu schaffen. „Ich rufe gleich Mikel an. Gerlinde muss mit Anna und Gina die nächsten zwei Termine für dieNachbarnwahrnehmen. Doris, bereite sie vor. Ihre anderen Eulen kommt mit mir und Paul, mit nach Neapel. Uschi – hör doch zu und heule nicht – müssen deine Eltern mit?“

„Nein. Schluchz. Doch. Scheiße. Sie wissen es, waren dagegen, wie gegen alles was ich mache, jetzt sollen sie mich am …“

„Dann kommen sie auf alle Fälle auch mit.

Kim, nächste erreichbare Flüge. Dann rufe ich, Prinzessin Elisabeth, deine Eltern an. Ich werde ihnen erklären, was sie dich können, falls sie sich nicht zusammennehmen. Paul, du rufst den Don an. Nach dem Abendessen kannstdu, Uschi, dann in aller Ruhe deinen Cesare anrufen. Wir feiern Verlobung in der Villa. Cesare hatpünktlich zu Saisonbeginnwieder in seinem Laden zu sein. Wer sonst als er kann uns Models beschaffen. Auf geht’s, Bewegung!“ Mein Engel hatte zugeschlagen.

Das mit den Models war allerdings ein gewichtiger Grund. Soweit hatte ich noch gar nicht gedacht. Aber sie hatte völlig recht. Den Flug und die ganze Organisation, konnten wir locker von Italien aus steuern. Ich zog los und informierte Marie, die Frau von Alfonso unserem Hausmeister; der war irgendwo unterwegs.

Eines muss man unserem Team lassen, werdenBefehlegegeben, dann funktioniert es ohne Nachfrage. Dass die Befehle von Lis kamen? Ich glaube keiner dachte darüber nach.

Die Lounge leerte sich. Die Leitungen in unserer kleinen Telefonzentrale glühten.

Das Abendessen verlief relativ schweigsam. Alles kaute nicht nur am Essen, sondern in Gedanken an die nächsten Tage. Hatten wir etwas vergessen? Uschi wird uns einen Monat fehlen. Da muss Doris mehr ran. Indien? Doris und Gina waren klar. Jürgen? Soll er doch seine Frau, Pippina, mitnehmen. Sie hat bereits etwas gelernt, sonst läuft es halt ein wenig schleppender.

Ja, Marianne soll zu Jürgen und Anna zu Gerlinde. Dann passt alles.

Um 9 Uhr hatten wir alles klar. In der Lounge, wohin wir uns nach dem Essen meist verziehen, wenn es nicht hoch zu uns ging, sah ich lächelnde Gesichter. Das Haus Oktober hatte funktioniert. Sogar Uschi weilte wieder unter uns. Cesare war einverstanden.

Intermezzo

Die Verlobung von Uschi Voss und Cesare Umberto wurde ein glanzvolles kleines Fest.

Die Mutter von Cesare löste sich zwar fast in Tränen auf, das lag aber auch wohl daran, dass der Don mit seiner Frau dabei war. Natürlich war auch, völlig unvermeidlich, Padre Sebastian da. Auch Umberto Gusti mit Frau, denn ich nutzte die Chance, mit ihm den Fortgang der Bauarbeiten zu kontrollieren.

Dazu kamen ein paar unserer Fotomodels aus Italien, quasi als Abordnung von allen; Cesare suchte sich diese seine Gäste natürlich selbst aus.

Es sind ja vor allem,seineFreunde.

Der Don hatte uns den Koch aus dem kleinen Hafenrestaurant besorgt, denn Paolo war, mit Frau, noch nach Südtirol als Saisonkoch verliehen; wie jeden Winter. Ja, und das hätte ich beinahe vergessen, zur Verlobungsfeier waren auch Mama und Papa Bronner da. Sie fanden es so selbstverständlich, so gut wie ihr Verhältnis zu meinen Eulen nun halt mal ist. Er gab auch reichlich, zu der Operation.

Die dreiübrig gebliebenenEulen wechselten die Emotionen, wie der Januarhimmel die Wolken. Die Eltern von Uschi waren dafür völlig durch den Wind. So viele ehrenwerte Verlobungsgäste, ihre Tochter musste ja jemand Bedeutendes sein. Der Verlobte? Sie konnten sich nur über einen von uns, als Dolmetscher, mit ihm unterhalten. Die Beine – oh Schreck; musste es geradedersein? Bald geht es los mit der Operation in Boston. Amerika? Die Eltern leben und kommen aus einfachen Verhältnissen.

Wohl schon deshalb, kamen sie mit dem Freiheitsdrang der Tochter nie klar. Verständnis hatten sie allerdings immer noch keines, denn die Tochter sollte doch ihren kleinen Laden übernehmen. Ein Tante-Emma-Laden, kurz vor dem Ruin; in einer Kleinstadt, in der selbst die Hunde auswandern, weil nichts los ist. Die Eltern konnten einfach nicht mehr über ihren Schatten springen.

Cesare hatte sich todschick gemacht. Er ist zwar recht klein, kleiner als Uschi, was im Rollstuhl nicht so sehr auffiel, an diesem Abend war er jedoch der absolut Größte.

Seine Stimme ließ den Kronleuchter schwingen als er, wie es sich gehört, und das auch noch auf Deutsch, um die Hand von Uschi bat. Ihre Eltern wussten gar nicht, was los war – Doris zischelte ihnen etwas zu. Papa kannte da jetzt aber keine Gnade mehr – ihm sind meine beiden Eulen ans Herz gewachsen. Er hob den Vater aus dem Stuhl, half ihm, (mit der Hand nachhelfend) zu nicken und sagte, für ihn, einfach ja.

Cesare ließ sich keinen Augenblick verwirren. Da hatte Uschi sicher Vorarbeit geleistet. „Ich bedanke mich. Ich werde meine zukünftige Frau ehren, wie es ihr zusteht. Ich werde sie nie schlagen und sie nicht zwingen Kinder zu bekommen, bevorsiees will. Natürlich kann sie ihrer Arbeit im Park nachgehen. So wahr mir Gott helfe. “

Schluchz, schluchz. Auch die Eulen. Nur der Don und ich, Padre Sebastian auch, blieben ungerührt.

Äußerlich zumindest. Dass ich Cesare nicht zu bedrohen brauchte, auf Uschi aufzupassen wie auf seinen Augapfel, das war mir klar. Das Bisschen nahm, wenn nötig, der Don auf sich. Der Pfarrer spendete seinen Segen, dann wurden die Verlobungsringe angesteckt. Das fiel Lis noch in letzter Stunde ein, der Freund von Pop, in Stuttgart, musste noch am späten Abend ran.

Unser Verlobungsgeschenk war die Reise nach Boston. Ich muss gestehen, der Don gab, im NamenseinerFamilie, einen recht großen Batzen dazu.

Zur völligen Überraschung und natürlich zur Freude von Uschi, hielten sich auch Mikel und Willi nicht bedeckt. Auch das Brautkleid war bereits besprochen – von Willi, wem sonst.

Es wurde spät. Marie war vorbereitet. Alles schlief im Haus, außer dem Don und der Mutter von Cesare. Die fuhren heim. Uschi und Cesare bekamen eine große Suite. Ordnung muss sein.

„Ich glaube, das haben wir wieder mal fein hinbekommen, mein Schatz“, erklärte mir Lis im etwas klammen Ehebett.

Wir hatten Marie keine echte Chance gegeben, es gut zu lüften. Dazu war einfach nicht genug Zeit geblieben.

Du, Geliebte. Das muss dir eine große innere Freude gewesen sein. Du hast es aber, wie immer fabulös hinbekommen. “

„Meinst du mein Schatz“, sie richtete sich hoch und sah mich gespannt an. „Meinst du, du hättest noch ein paar Tage Zeit, dich um deine Hauptfrau zu kümmern? Kim und Saya haben mir frei gegeben, weil ich ja sowieso nicht mehr stillen kann.

„Das hat jetzt aber nichts mit der Verlobung zu tun?“, fürchtete ich zurecht das Schlimmste.

„Alle fliegt morgen heim. Arbeit. Auch Uschi, sie kommt erst zum Flug in die USA wieder her. Du und ich, ahm, Mikel hat dir doch angedroht du müsstest in Nordafrika mal ran. Da habe ich, in meiner dummen Art, einfach mal für morgen einen Flug nach Kairo und im Ramses Hilton drei Nächte gebucht.

Meinst du, du könntest …“

Es kann sein, dass ich ihr ein wenig zu fest auf den nackten Hintern haute. Sie jammerte aber keinesfalls. Sie grinste. Meine Tätlichkeit war ihr Bestätigung genug, dass sie ihren Willen durchgesetzt hatte. Dass in Stuttgart kein Rückruf nötig ist, war völlig klar. Es stellte sich heraus, dass auch die Eulen es wussten. Was will man mit so einer Frau denn nur machen?

Ich ging, am nächsten Morgen, in das Appartement von Kim und überbrachte dem Buddha ihre Grüße.

Dann ins Zimmer von Sara, zum selben Zweck. Auf dem Rückweg ins große Wohnzimmer fiel mir ein, dass ich diese Aufträge wie selbstverständlich angenommen hatte. Meine einzige Sorge war, ob noch Kerzen da waren. Ich hätte sie mir aus der kleinen Kapelle von Padre Sebastian geholt. Es waren aber noch welche da. Irgendwie hatte sich da, im Laufe der Jahre, ein ganz besonderes Verhältnis, zu den verschiedenen Gottheiten, bei mir eingeschlichen. Ich sah allerdings keinen Grund, mir deshalb Sorgen zu machen – meine Weiber machten sich auch keine.

Kairo

Wir flogen mit der Alitalia, von Rom aus. Der Flughafen und die Abfertigung waren ein wenig chaotisch. Der Flug selbst war angenehm. Lis meinte, eine staatliche Airline sollte doch ein Land repräsentieren, dazu gehöre auch das Essen. Sie erklärte dem Purser, ihr Koch, daheim, könne das um Welten besser und auch noch billiger. Damit hatte sie natürlich einen neuen guten Freund gefunden.

Ein Fluggast neben uns grinste impertinent: „Es ist wirklich ein Glück, dass eine Airlinenichtein Land repräsentiert.

Das Essen an Bord würde ich in jeder Trattoria zurückgehen lassen, und die sind für die feine Küche ja nicht gerade weltbekannt. “ Der Chefsteward war darauf offensichtlich beleidigt.

Am Flughafen erwartete uns, wie bestellt, eine Limousine des Hotels. Nach knapp 45 Minuten waren wir bereits in unserer Suite. Ein netter Blick vom kleinen Balkon zeigte uns den Nil, denCairo Towerund dasÄgyptische Museum. Nur durch eine viel befahrene Straße getrennt.

Es war laut, wenn man die Balkontüre aufließ.

Das Hotel hatte uns mit Wein, Snacks, Obst und Kuchen auf dem Zimmer verwöhnt. Lis meinte, das würde für heute Abend reichen, oder ob ich unbedingt noch ausgehen wolle. Ich wollte nicht, es war mir zudem völlig klar, dass mein Schatz heute so ihre eigenen Pläne hatte. Mit allem Drum und Dran, mit Fingerlingen und Turbo Tiger.

Auch das Frühstück ließ sie auf die Suite bringen.

Nachdem wir die Hälfte geschafft hatten, ging sie ans Telefon. Ein junger Mann, vom Travel Desk, kam wenige Minuten später. Etwas eingeschüchtert, in einer großen Suite war er offensichtlich noch nie. Als Lis ihn bat sich doch einfach zu setzen und noch etwas mit uns zu essen, rang er offensichtlich mit sich. Gehört sich das? Wo bin ich da reingeraten? Mit fielen ein paar Sprüche aus dem Koran ein, ich zitierte sie. Das beruhigte ihn, dann konnten wir mit ihm, in aller Ruhe, unser Programm besprechen.

Die Pyramiden. Das Museum. Das koptische Viertel. Die große Moschee. Der Markt. Eine Fressorgie, nur Lis und ich, auf dem Nil. Meine Frau war gut vorbereitet; sie wusste genau, sonst hätte es mit mir Ärger gegeben. Ich hasse es, einfach so in die Luft zu planen. Der junge Mann notierte alles, fragte, ob er ans Telefon dürfe; zehn Minuten später war alles geplant, gebucht, und auf der Hotelrechnung. Um 10 Uhr werden wir am Eingang erwartet.

Ich lud die kleine Kamera, Lis musste nochmals auf Töpfchen, dann war es soweit. Ein heißer, staubiger Tag begann. Die Pyramiden waren gigantischer als wir vermuteten, die Sphinx kleiner und näher bei den Pyramiden als gedacht, aber alles aufregend neu. Lis quatschte dauernd in ein kleines Diktafon. Notizen für Mom. Trotzdem hatten wir genug Zeit und Muße, wie ein verliebtes Ehepaar, das wirklich gigantische Phänomen Pyramiden zu genießen. Unser Fahrer, auf einen Wink bei uns, war die wahrste Enzyklopädie.

Die Burschen wissen, für was man ein gutes Bakschisch bekommt. Natürlich hatte er, wie so üblich, auchseineLäden, die wir unbedingt besuchen müssten. Spezialangebote, Spezialpreis. Was er nicht wusste ist, dass wir oft in Asien waren, vornehmlich Thailand und Hongkong. Wir kauften natürlich einiges, bei den Papyrusbildern gab es schon schöne Sachen; seine Provision war aber eher kläglich. Lis und ich suchten aus, Lismachteden Preis. Dann wollte sie erst ins Hotel, duschen, kleiner Snack zum Mittag, eine halbe Stunde Paul, dann ab ins Museum.

Ich machte einfach mit; auf den von meinen Frauen geplanten Kurzurlauben habe ich noch nie viel zu sagen gehabt.

Meine geliebte Ehefrau weiß aber auch, was sie mir schuldig ist. Zum fulminanten Abendessen auf einem Boot, das langsam auf dem Nil auf und ab schipperte, begleiteten uns zwei ägyptische Damen.

Als ich die Damen sah, war mir auf Anhieb klar, dass sie von einer Begleitagentur kamen; unsere normale Quelle, wenn wir fremd in einem Land sind.

Es ließ sich wirklich nett mit den Damen plaudern. Dass Lis dabei war? In Ägypten dürfen die Männer ebenfalls vier Frauen haben, ich fürchtete, die Damen hatten womöglich die leise Hoffnung, als Zweit- oder Drittfrau eine Chance zu haben. Für zusätzliche 50 Dollar, standen sie mir im Hotel aber gerne als Fotomodell zur Verfügung, das war für sie immerhin eine Monatsmiete, neben dem Geld der Agentur.
Am nächsten Tag kamen die Kopten und die Moschee dran.

Am Nachmittag war der Pool im Hotel gefragt, obwohl dort, die Luft doch etwas abgasgeschwängert war. Abendessen, in einer so genanntentypischenKneipe, wieder mit zwei Damen. Da ich es ahnte, konnte ich im Hotel Filme nachkaufen. Was will ich sagen? Essen – essbar. Damen – ich hatte schon schlechtere Models. Lis – so wie es sich auf unseren Kurzurlauben eingebürgert hat: liebestoll. Als ich ihr diese Bezeichnung, mal unter die Nase rieb, bekam ich, ganz klar, eine Abreibung.

Sie spielte Punchingball und Abtreter mit mir. Anschließend durfte ich ihre wehen Fäuste trösten. Ich hoffe, langsam werden meine Frauen etwas erwachsener. Unsere, doch einige Jahre ältere Kim, ist leider kaum besser. Kikki? Wenn ich es mir genau überlege, mit Vierzig hat sie da auch noch so komische Einfälle.

„Hat dir Kairo denn etwas gefallen?“, fragte mich Lis abends im Bett. Das erste Beruhigungszäpfchen hatte sie schon hinter sich. Oder muss dasinsich heißen?

„Doch! Die Idee war gut.

Ich glaube, sie war sogar sehr gut. Persien, vielmehr die Kreise, in denen wir dort lebten, die waren einfach – nun, wir wissen es beide, Spitze. Indien stellte ich mir erst ähnlich vor. Dann sprach ich mit Mom. Die hatte natürlich Literatur. Es ist wohl überwältigend schön, was die Kultur angeht. Es soll einmalig sein, was die Menschen angeht. Was stelle ich mir darunter vor? Eleganz, Freundlichkeit, Menschlichkeit? Nach dem wir nun einen kleinen Einblick in Ägypten hatten – fürchte ich Schmutz, Dreck und Verzweiflung.

Die Menschenmassen alleine …“

„Ich allerdings auch, Schatz. Schmutz, Dreck und, nicht zu vergessen, Armut. Ich gestehe, mit unserem kleinen Ausflug nach Kairo, habe ich genau das bezweckt – neben dem, was du Bösewicht mal wieder in unsere Suite mit mir angestellt hast. “ Ihre Augen lachten so frech, dass ich das Weib am liebsten über das Knie gelegt hätte. „Dass es so schlimm in Ägypten ist? Ich fürchte es für dich, Doris und Gina.

Indien ist noch ärmer und dazu voll asiatisch. Ich habe das Gefühl, das wird das erste Mal, wo ihr die Arschkarte gezogen habt. Ob Mikel mit den Bildern glücklich wird …“

„Ach weißt du, damit musserleben. Viel zu verdienen ist auch nicht. Damit mussichleben. Wir werden unser Bestes tun, damit müssenwirleben. “

„So sehe ich es auch“, antwortete sie, etwas zögerlich. „Mikel ist der Kunde.

Was er haben will, und es ist legal, das bekommt er. Das sind wir ihm auf alle Fälle schuldig. Aber etwas viel Wichtigeres, mein Schatz, du hast offenbar nicht den Drang gehabt, mit einer Ägypterin zu bumsen, nun ja, vielleicht habe ich dir ja auch genügt, hier in Kairo, was ich aber wissen möchte, ist – gefallen sie dir?“

„Gefallen?“ Ich musste wirklich überlegen. „Ich denke von diesen Gelegenheitshuren des Begleitservice, kann man nicht auf die Allgemeinheit schließen.

Im Übrigen, haben sie natürlich viel Ähnlichkeit zu den Girls aus Persien. Nur, ich denke mal, die waren sauberer. Nein, nein, die Ägypterinnen waren nicht – was rede ich. “ Ich fürchte, meine alte Aversion, gegen dunkel pigmentierte Frauen, kam wieder mal auf. Ich glaube, ich weiß jetzt, an was es lag. „Du wirst lachen …“

„Werde ich nicht“, lachte mein Weib nun doch. „Denn ich denke, ich habe es auch erkannt; nach dem ich, seit langem mal wieder, deine Assistentin war.

Du, mein geliebter Mann, kannst dich mit dunklen Schamlippen immer noch nicht anfreunden. “

„Genau. Mag die Haut auch noch so weiß sein, da untern zeigt sich der negroide Einschlag. In Italien hatte ich Models, die warenKäsweiß, wie es so schön bei uns heißt. Ihre Muschi verriet sie. Manche sind tiefdunkel, um es vornehm zu sagen, nur bei wenigen sieht die Scham so aus, wie die von Kim. Haust du mich, wenn ich sage, die ihre ist lecker? Ich schäme mich auch ein wenig.

„Nein, ich haue dich nicht. “ Lis schüttelte sich vor Lachen. „Vor allem nicht, wenn du mir sagst, warum du die – du weißt schon, nicht magst. Aussehen tun sie doch eigentlich wie alle. “

„Es ist ein böses Wort, ich habe aber immer das Gefühl, diese Damen wären etwas angefault. Ich will da keinesfalls in engen Kontakt damit kommen. Erinnere dich an Jutta. Da war die betreffende Stelle braun, wie sie selbst.

Dieser schwarze Trauerrand fehlte. Sonst wäre ich wohl arg in Schwierigkeiten geraten, als du damals so unartig warst. Ich fürchte ich hätte mich sogar geweigert. “

„Ich fürchte, wir haben heute ein ganz blödes Thema drauf. “ Lis holte tief Luft. „Ich sehe daraus aber auch, dass mein Mann wenig Lust hat, in Indien fremdzugehen. Zudem hast du ja Gina mit. Apropos, kann ich daraus schließen, dass Gina keinen Trauerrand um ihre Muschi hat? Von den Haaren mal abgesehen.

„Du schließt richtig. “ Ich fürchte ich grinste sogar sehr hinterhältig. „Das mit den Haaren – nun, wir wissen, dass es wieder modern wird. Da haben wir ja schon darüber gesprochen. Gina meinte dazu, etwas trimmen sei in Ordnung, im Übrigen hätte die Natur diese Haare nicht wachsen lassen, wenn sie nicht einem Zweck dienen würden. Der Busen solle wohl auch so bleiben, wie er ist, sonst hätte Gott, wer sonst, ja einfach einen Reißverschluss wachsen lassen können, um den Busen besser ausstopfen zu können.

Lis musste so lachen, dass unser Bett, auf seinen Rollen, durch das Zimmer marschierte. Dann fiel sie über mich her. Es warihrKurzurlaub und ich hatte sowieso nichts anderes zu tun.

Nach Stuttgart, flogen wir mit der Lufthansa zurück. Die könnte ihren Service auch ein wenig verbessern. Auf der anderen Seite ist die Strecke, von Kairo nach Deutschland, so ein Zwischending zwischen Regionalverkehr und Fernflug.

Dazu kommt, jede Airline bietet regionale Spezialitäten an; die deutschen bekommen wir daheim um Größen besser. Die gut drei Stunden überstanden wir.

Wir waren überpünktlich zum Mittagessen da. Ein guter Geist im Hause, muss unseren Wunsch telepathisch erraten haben; es gab eine wohlsortierte Schlachtplatte, vom Schwein natürlich. Ich fürchte, der Mensch kann sich an alles gewöhnen, aber was er nicht bekommt, das vermisst er auch prompt. In unserem Falle Schweinefleisch.

Dabei ist mir das in Teheran eigentlich nie aufgefallen. Ich vermute, dort kochten sie einfach besser als in Ägypten.

Gerlinde hatte, am Wochenende, mit den Schleiereulen ganz toll gearbeitet. Mikel wird sich freuen – jetzt kommt endlich wieder dieser weibliche Stil von Gerlinde rein. Sie hat inzwischen das Händchen dafür, dass Frauen, die bei mir nie so richtig warm werden, bei ihr voll aus sich herausgehen. Es gibt gerade bei den Amateuren halt doch viele Models, die vor demMannzuerst Scheu zeigen.

Bei der dritten oder viertenRundeist alles Okay, bis dahin hat Gerlinde die Nase vorn.

Wenn wir für die Nachbarn auf Tour sind, angelt sie sich zielsicher die Scheuen raus und nimmt sie zuerst dran. Ich finde es schon ein wenig schade, dass diese tolle Zusammenarbeit für dieNachbarnbald entfällt. Im Winter will sie ja in L. A. bleiben. Nun, im November und Dezember habe ich gute Erfahrungen mit Jürgen gemacht.

Wenn wir natürlich auch ein reines Männerteam, als Fotografen, sind; so ist unser Assistententeam absolut weiblich. Vor allem unsere beiden Italienerinnen sind überall gut angekommen. Die hatten da noch so den Touch des Unverdorbenen. Das hatte uns sehr wohl auch geholfen. Im Übrigen – so ist halt der Lauf der Welt.

Gina und Anna kamen auch mit Gerlinde, während ihrer Arbeit am Wochenende, ganz prima zurecht. Gina konnte sogar beim Beleuchten etwas helfen, das hat sie Doris inzwischen gut abgeguckt.

So oder so, die Schleiereulen machten sich bereits bezahlt.

Nun hatten wir noch zwei Termine, in voller Besetzung. Uschi war in der kurzen Zeit, die ihr noch blieb, über sich selbst hinausgewachsen; neben ihrer Arbeit, zu der ja auch die Sache mit der Wäsche gehört, fand sie genug Zeit, Anna in diese Arbeit einzuweisen. Damit bekamen Gerlinde und Jürgen in Hamburg, zusammen mit Pippina, ein gutes Team. Gerlinde zumindest, hatte keine Angst vor der Herausforderung.

Auch nicht als verantwortlicher Teamchef.

Es war ein wenig schade, dieNachbarnbrachten es, zum letzten gemeinsamen Termin, nicht so richtig. Sie waren unteres Mittelmaß. Pop sagte, als er die Bilder sah, wir sollten uns nicht so anstellen; nur weil unsere Ansprüche gestiegen seien, könnten normale Hausfrauen doch nicht darunter leiden. Er bewies uns, anhand alterNachbarn, dass er natürlich recht hatte. Wir waren für einfacheNachbarnfast zu anspruchsvoll geworden.

Wir verlangten Spitzenleistungen, wir hatten halt auch zu gute Beispiele gehabt, gerade in diesem Winter.

Es kam, wie es kommen musste: Jürgen und Pippina waren schon bestellt, sie würden zum Wochenende kommen, da kamen zwei weitere Ereignisse zusammen: Der Wespenklub hatte sein Wochenende und Mikel rief – äußerst pünktlich – an, er bräuchte einen Nachschlag. Das doppelte Sonderheft, und die USA, hatten doch viele der ersten Shootings abgearbeitet. Der verbliebene, mehr als kärgliche Rest, war verkauft.

Das Thema jedoch war nach wie vor gefragt.

Ja, und Uschi verließ uns, für mindestens drei Wochen, mit ihrem Cesare ging sie nach Boston. Sie war sehr still und sehr bleich, als sie sich verabschiedete. Wir würden sie erst nach Indien wiedersehen.

Der Rest von uns zog los zu den Wespen. Freitag volle Arbeit mit gleich drei Fotografen, am Abend Sauna und Höhle. Doris brachte ein Attest vom Arzt, und durfte, als Einzige, mit grünen Ringen bumsen.

Sie nutzte die Chance zu ihrer vollen Zufriedenheit. Wer der oder die Glücklichen waren, erfragte ich gleich gar nicht. Dumme Antworten bekam ich von Sara schon genug.

Natürlich ließen sich Gerlinde, Petra und Marianne, das Vergnügen in der Höhle, ebenfalls nicht entgehen. Um mit keiner Weiterunge konfrontiert zu werden, ging ich mit Gina, Anna und Luigi nur in die Sauna. Das schützte mich allerdings nicht davor, dass Gina, im Bett, wieder der absolute Hammer war.

Diesmal gab es genug Handtücher.

Am nächsten Tag, nach dem Kaffee, reisten wir ab. 61 Filme zählte Doris. Das musste Mikel doch zufrieden stellen.

Ach ja, nach dem enormen Erfolg der SonderausgabeWespennest, wurden wir natürlich nicht nur schlimm abgeschleckt, wir wurden auch wieder total verwöhnt. Mit Speis und Trank natürlich.

Die Restbildkamera hatte ich nicht mehr dabei, Mikel konnte sie nicht mehr ergattern.

Er versucht jetzt, eine neue Kamera zu kaufen. Wer weiß, was man noch damit anfangen kann. Gute 100000 Dollar.

Auf dem Heimweg, gestand mir Doris dann doch noch, dass ihre Nacht in der Höhle, höchst befriedigend war. „Ich brauchte erst eine Weile, bis ich verstand, was mit meinen beiden,temporalenFreunden, so völlig anders war, als ich es kannte. Nun, die Dunkelheit war es nicht, dass sie mir unbekannt waren – das stimmte ja auch nicht.

Dann kam es mir … Ups, das auch, aber es waren die ersten verheirateten Männer, die ich hatte.

Sie waren nicht gierig – sie waren nur gut. “

Fortsetzung folgt..

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