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Unerwartetes bei der Strafe

ICH MUSS AM MORGEN EINE WAHL TREFFEN

Ich fühlte mich mehr als unwohl in meiner vorgesehenen Rolle als Helferin für der Frau von Sturmleiten. Ich sollte die Bürste schwingen, um meine Chefin für ihre Solidarität mit dem Ponymädchen Angela zu bestrafen. Eigentlich war ich entschlossen diese Rolle abzulehnen, denn es konnte nicht richtig sein, dass ich meine Chefin bestrafe. Aber mir war klar, dass ich damit Frau von Sturmleiten herausfordern würde und dies schon durch mein offensichtliches Zögern erkennbar war.

Amelie Jäger stand inzwischen voll zu ihrer Entscheidung, obwohl sie anfangs ziemlich gezögert hatte: „Nach meiner Ansicht als Chefin der servierenden Ponymädchen ist Angela ist erstens genug bestraft worden und sie hätte zweitens auch nicht durch ihre eigenen Kameradinnen bestraft werden sollen. Saskia und Ute haben somit richtig gehandelt. Ebenso finde ich die Idee mich durch meine Ponymädchen Ute und Monika bestrafen zu lassen, als sinnvoll, da ich ihre Vorgesetzte bin.

Aber ich habe Sie als Richterin anerkannt, Frau von Sturmleiten, und werde mich Ihrer Entscheidung beugen. „

Ich konnte nicht dasselbe von mir sagen und räusperte mich schon. Aber jetzt wiederholte Amelie eine Anordnung an mich noch einmal mit einer Stimme, die nicht mehr die geringste Unsicherheit ausdrückte:

„Ponymädchen Ute, ich erwarte von dir die Disziplin, die jedes Ponymädchen gegenüber einem Eigner oder einem Trainer zeigen sollte.

Tu genau das, was Frau von Sturmleiten sagt — und erspare uns beiden damit weitere Blamagen und mir einen weiteren Autoritätsverlust. „

Ich wusste, was sie mit weiteren Blamagen meinte. Als Chefin vor allen ihren Untergebenen sich über den Tisch zu beugen und von mir den Rock hochgezogen zu bekommen, um drei Hiebe mit der Bürste von mir zu bekommen, war schon schlimm genug. Sie hatte es nicht klar ausgesprochen, aber offensichtlich war ihr die Androhung vor allen von Monika das Höschen ausgezogen zu bekommen zur weiteren Züchtigung, falls ich nicht hart genug zuschlagen würde, noch unangenehmer als durch mich so hart traktiert zu werden, dass sie vor allen aufschreien und weinen würde, was ja als Chefin schon blamabel genug war.

Damit hatte Amelie mir meine Entscheidung abgenommen und ich nickte bejahend.

Frau von Sturmleiten runzelte die Stirn, als ich nickte: „Ute gehorcht dir eher als mir, sehe ich das richtig? Na schön, das Argument mit dem Autoritätsverlust für Dich will ich gelten lassen. Aber das gilt auch für mich. Alle anderen dürfen jetzt an die Arbeit gehen und aus der Küche das Geschirr holen, nur ihr beide geht mit mir in den Raum neben dem Speisesaal! Ich muss auch an meine eigene Autorität denken!“

Das ließ sich keines der anderen Mädchen zweimal sagen.

In Windeseile war der Raum leer bis auf uns drei, die wir uns in den kleinen Nebenraum bewegten. Frau von Sturmleiten hatte Monika die Gerte wieder abgenommen und tappte nun den Schaft mehrmals den Schaftteil in ihre linke Hand um ihre Aussagen jeweils zu unterstreichen. Sie zeigte einen entschlossenen Gesichtsausdruck, der keinen Zweifel erkennen ließ:

„Amelie Jäger, du hättest sofort protestieren müssen, wenn dir eine Bestrafung von Ponymädchen Angela durch ihre Kameradinnen nicht recht war.

In deiner Rolle als Chefin hätte ich deine Entscheidung anerkannt. Mich im Nachhinein zu kritisieren ist hingegen nicht richtig, nachdem du mich als Richterin anerkannt hast. Du wirst einen zusätzlichen Preis dafür zahlen müssen. Und das hast du vorher auch gewusst, ich habe dich ja vorher gewarnt — je nachdem wie du dich verhältst. Dein Argument mit deinem Autoritätsverlust kann ich sehen, daher gibt es keine öffentliche Bestrafung für dich. Ponymädchen Ute hat dich klar unterstützt, obwohl du mich als deine Richterin anerkannt hast.

Ihr habt beide damit MEINE Autorität angegriffen. Deshalb erwarte ich euch beide heute Abend im Stall bei der Box von Mistral. Ponymädchen werden diszipliniert, wenn sie im Dienst die Autorität einer Eignerin anzweifeln, auch wenn es nicht die eigene ist. Ich werde Baron Esterhazy dementsprechend unterrichten und ich habe keinen Zweifel daran, dass er meine Entscheidung unterstützen wird und auch anwesend sein wird. Ihr werdet dort sofort nach Dienstende von mir erwartet!“

Damit schien Amelie gerechnet zu haben.

Ihre Miene zeigte keine Überraschung. Sie nickte einfach. Ich war hingegen eher bestürzt. Ich hatte nicht mit der Anwesenheit eines Mannes bei der angekündigten Bestrafung gerechnet, schon gar nicht mit der von Baron Esterhazy!

„Jetzt könnt ihr beide zum Dienst gehen. Und zumindest das Ponymädchen Mistral darf sich glücklich schätzen, dass ich ihren Trainer nicht sofort geholt habe. Der wäre sicherlich weniger rücksichtsvoll gewesen…“

Sie ging erhobenen Hauptes aus dem Raum und würdigte uns keines weiteren Blickes.

AMELIE TRIFFT AUCH EINE WAHL

Amelie Jäger nahm kein Blatt vor den Mund, als wir langsam aus dem Nebenraum herausgingen: „Es tut mir leid. In einer Hinsicht war das ganze meine Schuld. Wenn ich nicht unsicher gewesen wäre, hätten weder Angela noch Saskia oder du selber Probleme gehabt. Ich hätte alles ohne die Hilfe von Frau von Sturmleiten entscheiden sollen. Jetzt müssen wir beide den Rest ausbaden — und du hast ja eigentlich richtig gehandelt.

Frau von Sturmleiten hat nun einmal eine ziemlich melodramatische und sadistische Ader. Sie liebt es durchaus, wenn ein Ponymädchen schmerzvoll aufstöhnt und Tränen fließen, aber sie tröstet auch genauso gerne und sie ist auch fair. Recht hat sie bei meinem Trainer, der hätte zwar weniger auf schmerzvolle Strafen gesetzt, aber er wäre sicherlich weniger rücksichtsvoll in Bezug auf die Demütigung gewesen. Mein Ausbilder glaubt, dass Demütigungen stärker als körperliche Strafen wirken und effektiver sind und er genießt es, wenn das Ponymädchen knallrot und verlegen wird.

Ich komme damit ganz gut …“

Sie stoppte und schlug errötend ihre Augen nieder, bevor sie fortfuhr, und mich dann wieder anblickte: „So hat jeder dominante Charakter seine Schwerpunkte. Das Ganze funktioniert nur dann zwischen zwei Partnern gut, wenn auch das devote Ponymädchen ähnliche Schwerpunkte wie die dominante Person hat. Ich will dich nicht beeinflussen, aber vielleicht bietet sich heute Abend für dich eine gute Gelegenheit herauszufinden, welcher Teil des Spektrum dich eher anspricht, da beide anwesend sind.

Mir fiel auf, dass sie mich eher als Freundin behandelte und überhaupt nicht die Chefin herauskehrte. Gleichzeitig ging sie anscheinend davon aus, dass ich zum Ponymädchen geboren war — jedenfalls schien es in ihren Augen schon ausgemacht zu sein, dass ich weiter machen würde, Das begriff ich so ganz und gar nicht. Gut, ich hatte den gut bezahlten Job angenommen und hatte es akzeptiert, dafür Unannehmlichkeiten zu akzeptieren, aber wie kam sie darauf dass ich verlängern würde? Das sprach ich auch einfach aus:

„Wie kommst du darauf, dass ich das überhaupt herausfinden möchte oder überhaupt eine devote Ader habe? Ich meine, Monika verhält sich doch eher unterwürfig oder auch Charlotte hat doch den Wunsch von Frau von Sturmleiten ohne Widerspruch voll umgesetzt?“

Amelie lächelte amüsiert: „Ute, du hättest dich selber sehen sollen, wie du mich beobachtet hast, als ich im Stall war oder nach dem Rennen.

Deine Augen haben so eine Faszination ausgedrückt, dass es für mich keine Frage ist. Und auch wie du dich höflich aber widerspenstig im Speisesaal verhalten hast, als die Typen frech wurden, das war so richtig. Monika und Charlotte haben zu wenig Feuer, zu wenig Widerspruchsgeist. Die meisten Personen mit dominantem Charakter und Interesse am Spiel mit Ponies möchten lebendige Persönlichkeiten, die etwas von den Eigenschaften eines ungezähmten und stolzen Wildpferdes widerspiegeln. Es macht für sie keinen Spaß, z.

B. ein Ponymädchen zu zähmen, dass jedes Kommando sofort ausführt und nie übermütig oder ungestüm und spontan reagiert. Ein Ponymädchen ohne Temperament ist wie eine fade Gulaschsuppe ohne Pfeffer, Paprika und Gewürze — mit einem Wort sterbenslangweilig! Erst das ‚Zähmen‘ schafft eine vertrauensvolle Bindung in einer solchen Beziehung zwischen devotem und dominantem Charakter. Und erst im Verlaufe dieses Prozesses wächst das Zutrauen, so dass sich das Ponymädchen vertrauensselig auf alle Anforderungen des Trainers oder Eigners einlassen kann, weil sie weiß, dass sie nicht über ihre Grenzen hinaus gefordert wird.

Es ist ein himmlisches Gefühl, die Verantwortung ganz dem Trainer zu überlassen und der genießt es wiederum, diese Macht geschenkt zu bekommen. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. „

Ich war perplex. Diese Beschreibung war so ganz anders, als das was ich erwartet hatte, von ihr zu hören. Und ich begriff auch so einiges von den Worten nicht so richtig.

„Schön und gut, aber du kannst mir doch nicht erzählen, dass du die Bestrafung heute richtig findest oder …?“

Sie kicherte nachsichtig: „Ute, das gehört doch zum ‚Zähmen‘ dazu! Nur so bilden sich Regeln heraus, die beiden Freude machen.

Der Trainer genießt die Herausforderung, Regeln zu setzen und die Einhaltung zu kontrollieren und das Pony die Freude Grenzen austesten zu können. Nach einer Bestrafung sind beide zufrieden. Das Pony, weil mit der Bestrafung alle Regelverletzungen vergessen und vergeben sind und es weiß, dass angenommen wird — und der Trainer, weil er weiß, dass das Pony ihm zuliebe die Bestrafung in Kauf genommen hat und ihm die Macht dazu geschenkt hat. Der Trainer berauscht sich an der geschenkten Macht und das Pony an dem Schenken der Macht.

Sie lächelte fein, als ich wohl etwas ungläubig dreinschaute: „Du hast genau gewusst, nachdem Saskia vor dir dran war, dass auch dein Po nicht ohne Schmerzen davon kommen würde, wenn du es genauso wie sie machen würde. Und nun erklär mir mal, weshalb du sichtbar und deutlich weniger als sie geschlagen hast, obwohl du dir doch denken konntest, dass Frau von Sturmleiten das als Herausforderung sehen würde?“

So hatte ich das eigentlich nicht gesehen.

Ich hatte nur Angela schonen wollen, weil sie schon so am Jammern war nach den Hieben von Monika und Charlotte. Und das sagte ich auch so.

„Das ist nicht der Punkt, Ute. Du hättest es genauso wie Saskia machen können — und im letzten Moment drastisch abbremsen können und die Aufschlaghärte wäre auch schwach gewesen. Aber nein, du hast von Anfang an demonstrativ gezeigt, dass du es ablehnst sie ausreichend hart zu schlagen.

Warum?“

Jetzt begriff ich, worauf Amelie hinauswollte. Ja, ich hatte die Regel der Lady nicht akzeptiert und dies auch gezeigt. Sollte das heißen, dass ich damit auch die Strafe akzeptierte? Ich war mir nicht sicher, was genau ich in diesem Moment gedacht hatte.

„Und dann hast du auch den Blick der Frau von Sturmleiten gehalten, als sie dir den zweiten Hieb gegeben hat. Du hast nicht weggeschaut — und danach hast du auch ihre tröstenden Wort angenommen und bist bei den Worten über kurvige Ponymädchen auch rot geworden…“

Ich war sprachlos, Amelie hatte eine bemerkenswerte Beobachtungsgabe.

Ja, es war wahr, ich war erleichtert gewesen, als sie mich gelobt hatte, während ich die Tränen und das Weinen nicht unterdrücken konnte. Die ausgesprochene Anerkennung des Opfers, das ich für Angela gebracht hatte, hatte mich stolz gemacht. War es das was Amelie ausdrücken wollte?

Amelie lachte auf: „Nun schau nicht so verblüfft drein. Nach dem heutigen Abend wirst du noch mehr über dich wissen. Aber nun, ab an die Arbeit!“

DER NACHMITTAG UND DER ABEND SIND QUÄLEND LANGSAM

In einer Hinsicht war es ein furchtbarer Tag, weil er so gar nicht verstreichen wollte.

Es gab nur wenige Gäste — und damit auch wenig zu tun. Amelie war auch unruhig. Sie schickte alle anderen weg, weil es eh nicht viel zu tun gab. So waren wir zu zweit und in den Pausen, wo es gar nichts zu tun gab, unterhielten wir uns.

Der Vorfall hatte uns näher gebracht. Es fiel mir leichter, sie etwas zu fragen. Ich wollte zwar nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und sie über ihren Trainer ausfragen, aber indirekt würde ich schon etwas herausbekommen, indem ich mich zunächst über den Verlauf einer Rennveranstaltung erkundigte.

Amelie war auch durchaus auskunftsfreudig.

„Die Rennen sind grundsätzlich nach Geschlechtern getrennt mit nur wenigen Ausnahmen. „

Mir fiel bald der Kiefer herunter. Das war mir nun total neu! Ich musste sie einfach unterbrechen: „Ich dachte das wäre nur ein Spruch der Frau von Sturmleiten. Es gibt also tatsächlich männliche Ponies, im Stall waren aber keine? „

Amelie lachte amüsiert auf: „Natürlich, du Dummerchen.

Warum glaubst du, gibt es unter den Gästen sowohl dominante Männer als auch dominante Frauen? Es gibt zwar weniger devote männliche Ponies als weibliche, aber es gibt sie in ausreichender Zahl. Alleine schon deshalb, weil es für offizielle Rennen die Forderung gibt, dass alle Trainer zertifiziert sind. Ein Trainer kann nur dann zugelassen werden, wenn Sie oder Er einen Teil seiner Ausbildung als Pony gemacht hat. Ein Trainer kann nur dann gut sein, wenn die Person Ponies verstehen und einschätzen kann.

Also gibt es auch männliche Ponies als Traineranwärter. Und selbstverständlich werden sie nicht im selben Stall gehalten. Duschräume oder Toiletten sind doch auch getrennt!“

Das musste ich erst einmal verdauen. Natürlich machte es Sinn, aber hier hatte ich bisher nur Ponymädchen kennen gelernt. Es war mir gar nicht in den Sinn gekommen, dass es auch anders sein könnte, weil ich es bisher nur so erlebt hatte. Richtig überlegen konnte ich aber nicht, weil in diesem Moment ein wohlbeleibter und wohl gekleideter Herr sich an Tisch eins setzte.

Ich hatte ihn bisher noch nicht gesehen, aber er bewegte sich im Raum mit so einer Selbstverständlichkeit, als ob er das alles hier schon seit Jahren kennen würde. Er winkte auch gleich nach Bedienung und selbstverständlich trabte ich zum Tisch hin.

„Ich hätte gerne einen Kaffee und einen Cognac, Ponymädchen. Und ich hätte gerne, dass du dich einmal ganz drehst und einige Schritte machst, so dass ich dich von allen Seiten ansehen kann.

Es sind ja nicht viele Gäste da — und damit hast du doch genug Zeit für diesen Gefallen, nicht wahr? Du scheinst ein hübsches Ponymädchen zu sein, und solche bekommen auch ein hübsches Trinkgeld. „

Einerseits war das etwas unverschämt, aber sein Tonfall war eher gewinnend. Es war nicht als Forderung vorgebracht, sondern eher als Werbung für einen Gefallen. Zwar gefiel mir der Hinweis auf das Trinkgeld nicht wirklich, aber die Trinkgelder waren hier mitunter wirklich großzügig, so dass ich das zusätzliche Geld für eine simple Drehung um meine Achse mir gerne verdiente.

Langsam hatte ich eine allmähliche Gewöhnung an die eher ungewöhnliche Dienstkleidung erfahren. Langsam drehte ich mich herum, so dass er die engen Ledershorts mit dem Anhängsel nach Art eines Ponyschweifes begutachten konnte und ebenso die dunkelbraunen Stiefel mit acht cm hohen Pfennigabsätzen aus transparenter Hartplastik.

„Für ein so junges Ponymädchen hast du eine prächtig entwickelte Hinterhand. Ich mag das aber!“

Die Bemerkung war ein reichlich zweischneidiges Kompliment.

Er wusste das auch, denn sein amüsiertes Lächeln verriet das. Durch die Blume hatte er mir gesagt, dass er einen ausladenden Arsch und eher stämmige Schenkel durchaus schätzte, aber erstaunt war, dass ich in meinem Alter nicht so gertenschlank war, wie es für ein junges Mädchen eigentlich doch üblich war. Sofort fiel mir wieder die gehässige Bemerkung der blöden Tusse ein, die mir meinen Freund weggeschnappt hatte und sich dann noch über meine Figur lustig gemacht hatte.

Das war keine schöne Erinnerung und ich reagierte nicht gerade strahlend auf seine Bemerkung, wollte mir das aber nicht anmerken lassen und stand einige Momente länger als nötig mit dem Rücken zu ihm. Amelie sah zu mir hin, und machte eine ausholend kreisende Bewegung mit ihrem Zeigefinger.

Wunschgemäß absolvierte ich mit einigen Schritten einen kleinen Halbkreis und kam dann wieder auf ihn zu. Ich kam mir in meinem Bustier aus Nappaleder mit den Schlaufen, die die Bewegungsfreiheit der Ellenbogen einengten, und dem durch die glatten, hochhackigen Stiefel eher stampfenden Gang noch mehr albern vor, als es schon durch den unschönen Nachgeschmack der Bemerkung über die ‚prächtig entwickelte Hinterhand‘ verursacht war.

Und seine nachfolgende laut vernehmbare Bemerkung machte es nicht besser.

„Du hast einen tollen Gang, Ponymädchen! Dich würde ich gerne vor mir sehen, wenn du mich in einem Einspänner ausfahren würdest. Es wäre ein Vergnügen, dich mit glänzend schwitzenden Oberschenkeln und den arbeitenden Muskeln in dem vom Zaumzeug umrahmten prallen Arsch in einer sanft hügeligen Strecke ins Zeug legen zu lassen –du würdest das gut schaffen!“

Ich war für einen Moment einfach nur geschockt, aber inzwischen hatte Amelie in die Situation eingegriffen.

Sie war angekommen und schickte mich schnell zur Küche, während sie den Herren, den sie anscheinend gut kannte, in ein kurzes, höfliches Gespräch verwickelte. Danach kam sie zu mir und fragte mich, ob alles in Ordnung sei.

Ich konnte nicht an mich halten: „Der Mann war schon ziemlich beleidigend. Er scheint mich als eine Art von halbnackter Walküre zu sehen, die ihn mit seinem fetten Bauch durch die Gegend kutschieren kann, weil ich dafür stämmig und kräftig genug bin.

Fehlte nur noch, dass er mich als Catcherin im Schlammring empfohlen hätte! Ich bin doch keins von diesen muskulösen, im Ring schwitzenden Mannweibern!“

Amelie legte mir beruhigend die Hand auf den Arm: „Ute, du weißt wohl gar nicht wie attraktiv du bist, nicht wahr? Hübsche Ponymädchen sind keine blutlosen Bohnenstangen ohne Rundungen, sondern ausgesprochen weibliche und attraktive Wesen, die schöne Kurven an den richtigen Stellen haben. Ich finde dich ausgesprochen hübsch und weiblich! Und Herr Steiner ist ebenfalls dieser Meinung, auch wenn er bekannt dafür ist, dass er nicht sehr diplomatisch oder geschickt mit Worten ist.

Er hat den einflussreichen Vorsitz im Ausschuss für die Rennen. Bekannt ist er ebenso für seinen Enthusiasmus bei Kutschfahrten mit kurvigen Ponymädchen. Er meinte es also wirklich als Kompliment aus seiner Sicht. „

Ich konnte mich nicht so richtig beruhigen: „Siehst du es denn als Kompliment an, wenn er sich daran begeistert mich mit glänzend schwitzenden Oberschenkelmuskeln und entblößten Pobacken ins Zeug legen zu lassen?“

Amelie sah mich für einen Moment nachdenklich an, dann fragte sie unvermutet zurück: „Du hast mich nach dem Rennen doch angesehen, nicht wahr? Ich war ziemlich verschwitzt und durch die Trense stand mein Mund offen.

War ich da hässlich für dich?“

„Nein! Wie kommst du denn darauf? Du hast so zufrieden ausgesehen und in einer eigenartigen Art so attraktiv mit dem schnellen Atmen und dem Heben und Senken…“, ich brach den Satz ab.

Sie lächelte nur: „Siehst du, das mit dem Schwitzen ist also nicht so abwegig wie du denkst. Und ja, ich habe es in deinem Blick gesehen. Aber nun bringe Herrn Steiner den Kaffee und Cognac, er ist auch ein einflussreicher Sponsor.

Also behandele ihn zuvorkommend. Ich verstehe aber auch, dass er nicht gerade als sympathisch erscheint. Er ist es auch nicht wirklich, aber er hat Frau von Sturmleiten und Baron Esterhazy mehr als einmal geholfen. „

Meine Gedanken purzelten durcheinander. Rein mechanisch trug ich das Tablett zum Tisch und platzierte es vor dem offensichtlich für die Rennen wichtigen Herren. Er lächelte mich an und versetzte mir einen wohl seiner Ansicht nach aufmunternden Klaps auf den Po, nachdem er mir ein generöses Trinkgeld gegeben hatte.

Er war ohne Zweifel angetan von mir, aber ich konnte das Gefühl wirklich nicht erwidern, sondern musste mich zusammennehmen, um höflich zu bleiben.

Amelie begriff das wohl, jedenfalls schickte sie mich sofort danach auf einen längeren Besorgungsgang unter dem Hinweis auf die absehbaren Bestrafungen. Sie empfahl mir eine fein transparente, hautfarbene Strumpfhose mit einer dickeren Höschenpartie aus opakem Material zu beschaffen. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass ich nicht den gleichen Fehler wie Angela machen sollte.

Vorsichtshalber sollte meine Unterwäsche sauber, nicht zu altbacken, aber auch nicht zu sexy sein. Vor meinem Schrank stehend beschränkte das die Wahl auf zwei weiße Slips mit Spitzenbesatz.
So kam ich nicht mehr dazu, sie richtig über ihren Trainer auszufragen. Alles was ich heraus bekam, war eigentlich nur, dass Baron Esterhazy tatsächlich ihr Trainer war — und sie sich sowohl in der Ausbildung als Trainerin befand als auch in der Überlegung, in die Phase drei einzutreten.

Aber es blieb keine Zeit mehr für mich mehr herauszufinden oder etwas über diese ominöse Phase drei zu erfahren.

DER ABEND BRINGT UNERWARTETE ENTSCHEIDUNGEN

Nach dem Abenddienst gingen Amelie und ich direkt hinaus zum Stall, weil Frau von Sturmleiten unmissverständlich unmittelbar nach dem Abenddienst spezifiziert hatte.

Amelie hatte die Zugangsberechtigung zum Stall als Ponymädchen Mistral, auch wenn sie jetzt direkt als Chefin der Ponymädchen dorthin ging in ihrem Kostüm.

Vor ihrer Box erwarteten uns schon Frau von Sturmleiten und Baron Esterhazy. Mir schlug das Herz bis zum Halse, als ich die beiden dort sah und die Dame mit ihrer Reitgerte spielte. Das konnte nichts Gutes bedeuten.

Frau von Sturmleiten sah uns beide streng an, während Baron Esterhazy uns zunickte: „Gehen wir ins Büro. Ich habe mit Baron Esterhazy als Ausbilder von Amelie Jäger gesprochen. Alles Weitere können wir dort bereden.

Schweigend folgten wir den beiden in das schmucklose Büro in den Stallungen. Es war relativ klein und enthielt einen kleinen Schreibtisch sowie einen niedrigen, rechteckigen Tisch mit sechs Hockern. Die beiden setzten sich nebeneinander an der langen Seite des Tisches und ließen uns davor stehen. Als erster ergriff Baron Esterhazy das Wort und richtete sich an Amelie:

„Amelie, dir ist doch klar, dass du mich als Ausbilder dreifach enttäuscht hast, nicht wahr? Erstens hättest du bei der Bestrafung von Angela nur deine eigenen Entscheidungen treffen sollen — und nicht von Lady von Sturmleiten Vorschläge annehmen.

Zweitens, wenn du schon die Vorschläge annimmst und sie als Richterin anerkennst, dann hättest du auch ihre Entscheidungen konsequent umsetzen müssen und Angela entsprechend bestrafen müssen. Du hast dort die Rolle der Chefin von Ponymädchen und bist nicht eines, ist das klar? Drittens kann ich es nicht akzeptieren, dass du offen vor den Ponymädchen die Autorität von Frau von Sturmleiten angreifst, indem du ihre Entscheidung kritisierst, die du vorher angenommen hast. Was hast du dazu zu sagen, Amelie Jäger?“

So kannte ich den sonst so charmanten Baron gar nicht.

Er war konsequent und unerbitterlich in seiner Argumentation. Mir wurde bei seinem Tonfall ganz nervös zumute. Amelie war hingegen erstaunlich ruhig.

„Ich kann und will das nicht bestreiten. Ich habe falsche Entscheidungen getroffen und mich eher als Ponymädchen denn als zukünftige Trainerin verhalten, das ist richtig. Ich werde für diese falschen Entscheidungen zu Punkt eins und zwei voll einstehen. Zum dritten Punkt muss ich sagen, dass ich den Vorwurf verstehe, aber diese Entscheidung genauso wieder treffen würde, weil es in dieser Situation keine sinnvollen Alternativen gab.

Ponymädchen Ute befand sich in einem klaren Loyalitätskonflikt, den ich nur so lösen konnte, auch wenn ich dabei sehe, dass ich Frau von Sturmleiten es nicht einfach gemacht habe. Also ja, Utes Zögern war richtig — und ja, ich habe es ihr richtig erklärt. Sie trifft dabei keine Schuld, sie hat dann auf meine Anweisungen handeln wollen. „

Ich bewunderte ihre klare Stellungnahme und ihren Mut, die Strafen anzunehmen. Auch war ich ihr dankbar für die Erklärung über die Schuld.

Frau von Sturmleiten schaltete sich das erste Mal in das Gespräch ein: „Also über Punkt drei müssen wir noch reden, aber es besteht kein Zweifel daran, dass du die volle Verantwortung für Punkt eins und zwei übernimmst? Ist das so richtig?“

Amelie nickte, auch wenn ihr sichtlich nicht ganz wohl in der Haut war. Ich konnte das verstehen. Die Frau wollte doch irgendwohin mit ihrer Frage.

Und das kam auch prompt, als diese sich sadistisch lächelnd an Baron Esterhazy wandte.

„Zu Punkt eins will ich mich nicht äußern, aber was sagt der Trainer dazu, dass sein Schützling gesagt hat, dass die Strafe von 18 für Ponymädchen Angela mehr als genug war, obwohl die letzten drei eigentlich eher nur symbolisch waren? Und dies obwohl sie das selber festgelegt hat? Und was dazu das Amelie Jäger selber nur einen symbolischen Schlag ausgeführt hat.

Die von mir als Richterin dafür festgelegte Strafe von drei Gertenhieben hat sie auch nicht bekommen? Ist dies insgesamt nicht eine volle Verantwortung von fünfzehn?“

Offensichtlich erwischte das den Baron auf dem falschen Fuß. Er war klar irritiert: „Ich kenne nicht alle Details so genau. Amelie, ist es denn wahr, dass du selber diese Strafe für Ponymädchen Angela festgelegt hast und dann selber nur einen symbolischen Schlag machst? Und hast du die Strafe von drei Gertenhieben akzeptiert?“

Amelie seufzte kurz und bestätigte dann, dass sie die Strafe festgelegt hatte, aber eigentlich alle durch Frau von Sturmleiten erteilt werden sollten.

Aber dann hätte sie für die letzten fünf zugestimmt, dass die anderen Ponymädchen dies tun würden und Frau von Sturmleiten die Richterin darüber sein würde und damit hätte sie auch letzten Endes die drei Gertenhiebe akzeptiert.

Baron Esterhazy rollte verzweifelt mit den Augen: „Amelie, wie kannst du nur so inkonsequent handeln? Wer die Strafe festlegt, legt auch die Modalitäten fest und hält sich dann auch daran. Wer seine eigenen Regeln nicht einhält, wird sicher nicht ernst genommen.

In dieser Hinsicht kann ich Frau von Sturmleiten nur zustimmen. So wie ich sie kenne, hat sie dich testen wollen mit ihren Ratschlägen. Und ich kann jedem nur raten, am besten selber die Strafe zu erteilen, da habe ich insofern eine andere Meinung als die werte Dame. „

Diese Zustimmung griff die Lady auf. Sie sah Baron Esterhazy herausfordernd an und zitierte ihn und dann sofort ihr eigenes Verdikt: „Wenn Baron Esterhazy rät am besten selber die Strafe zu erteilen, wird er denn auch Amelie Jäger selber bestrafen? Und wenn sie selber drei Gertenhiebe auf den nackten Hintern für sich akzeptiert hat, trägt sie nicht auch die Verantwortung für die 18 nicht sachgerecht erteilten? In der Phase der Ausbildung müssen manche die Konsequenzen hautnah erleben…“

Der Baron war wohl verunsichert durch den Gebrauch seiner eigenen Zitate und durch die Erkenntnis, dass er zu wenig Details gewusst hatte.

Er sah konsterniert zu seinem Schützling hin und überlegte für einen Moment, bevor er sich noch einmal mit Fragen an sie wandte:

„Hast du es tatsächlich akzeptiert drei Gertenhiebe auf den nackten Po vor allen Ponymädchen zu bekommen? Ich meine schneller kann man seine Autorität gar nicht verspielen. Wenn das wahr ist, dann verdient diese bodenlose Dummheit wirklich eine Bestrafung, wie sie Frau von Sturmleiten vorschlägt und dann werde ich sie auch als Zeugin einladen.

Und nicht nur als Zeugin, sie darf dir dann auch die drei verabreichen. „

Ich sah wie Amelie rot und dann blass wurde, als sie das nicht so handfest abstreiten konnte, wie sie es wohl gerne gewollt hätte. Gott, jetzt bedauerte ich sie wirklich, aber ich bewunderte auch ihren Mut, als sie auch diese harte Strafe akzeptierte unter Hinweis auf ihr Versprechen voll für die Punkte eins und zwei einzustehen.

Dann erklärte sie aber noch einmal, dass sie für den Punkt drei keine sinnvolle andere Möglichkeit zu handeln gesehen hätte.

Baron Esterhazy sah zu der jungen Frau hin und schüttelte verneinend den Kopf:

„Nein, es hätte eine Alternative gegeben. Du hättest Utes Zögern sofort ahnden müssen und dann Frau von Sturmleiten um ein persönliches Gespräch unter vier Augen bitten sollen. Du hattest Ute eine erste Anweisung gegeben, die sie hätte ausführen müssen.

Es hätte keine wiederholte Anweisung geben dürfen und schon gar nicht die öffentliche Rechtfertigung von Utes und Saskias Handeln, die die Autorität von Frau von Sturmleiten beeinträchtigte. Siehst du das ein?“

Ich sah das überhaupt nicht ein. Hätte ich gehandelt auf ihre erste Anweisung, dann wäre Amelies Autorität garantiert dahin gewesen. Eine Chefin, die sich von ihren Untergebenen den Po verhauen ließ, war ein Witz, wie Baron Esterhazy schon klar erkannt hatte.

Ich war daher überrascht und auch ziemlich betroffen wie Amelie reagierte.

„Herr, ich sehe ein, dass ich durch eine sofortige Bestrafung von Ute das Heft des Handelns wieder in die Hand bekommen hätte. Am besten direkt durch das Ponymädchen Monika, die ja die Gerte bereits in der Hand hatte. Ich werde daraus lernen. „

Er nickte zustimmend: „Dann hol‘ das Versäumte sofort nach und gewinne deine Autorität zurück, sonst werde ich die diese drei noch Gerti von Sturmleiten überlassen, damit du deine Lektion voll lernst!“

Ich war verstört, wie schnell der Fokus des Barons von Amelie auf einmal auf mich umgeschwenkt war, wobei ich bisher nicht ein einziges Wort gesagt hatte noch eines an mich gerichtet war, mit Ausnahme der Begrüßung bei der Box.

Binnen Sekunden erhielt Amelie die Reitgerte von Frau von Sturmleiten und schon ergriff Amelie mich an den Armen um mich an den Tisch zu dirigieren, wobei ihre Augen etwas entschuldigend blickten.

„Ponymädchen Ute, du hast während des Dienstes eine klare Anweisung von mir nicht befolgt. Die drei die du nicht ausgeführt hast, wirst du jetzt mit der Gerte von mir auf deinen Po bekommen — und sie werden diesmal nicht gebremst sein.

Du wirst mir jetzt sagen, warum das nötig ist. „

Ich musste erst einmal schlucken. Ja, ich hatte Bestrafung erwartet, aber eigentlich nicht durch Amelie und nicht per Gerte.

Ich begriff die Strategie hinter den Worten von Baron Esterhazy. Er wollte sie nicht noch mehr bestrafen und bot ihr einen Ausweg aus dem Vorwurf zu Punkt drei, als er sie von dem Vorwurf der Autoritätsmissachtung der Frau von Sturmleiten freisprach, indem er dies als zwangsläufige Konsequenz der Fehlentscheidung darstellte, mich nach Missachtung von Amelies Anweisung nicht bestraft zu haben.

Gleichzeitig konnte er Amelie gegenüber noch besser die Härte der Bestrafung rechtfertigen wegen ihres eher mangelhaften Verhaltens als Chefin statt des aktuellen als Ponymädchen.

In gewisser Hinsicht war ich der Sündenbock, der für Amelies Missachtung der Autorität der Dame herhalten sollte. Was blieb mir anderes übrig als mich hierbei so gut wie möglich mitzuspielen? Mein Opfer war im Vergleich zu dem ihren relativ klein. Die arme Amelie hatte bereits 18 Gertenhiebe in Aussicht — und das auf den nackten.

Da war ich relativ dazu mit dreien gut bedient und die noch durch die Ledershorts einigermaßen abgefedert. Meine Chefin würde nach der Sitzung mit 18 sicherlich nicht mehr in einer Pause den Barstuhl oder eine andere Sitzgelegenheit zum Ausruhen benutzen können.

Natürlich hätte ich darauf hinweisen können, dass es nicht meine Nichtachtung der Anweisung von Amelie war, die der Grund für die schwierige Situation war, sondern eher die fragwürdige Entscheidung der Frau von Sturmleiten, Amelie Jäger durch ihre Untergebenen disziplinieren zu lassen.

Aber das wollte wohl keiner von den dreien hören. Es galt das Gesicht der Frau von Sturmleiten zu wahren und andererseits Amelie von dem Vorwurf die Autorität missachtet zu haben freizusprechen. Ich verdankte ihr wahrhaftig genug, um es ihr zu schulden.

„Ja, Amelie — ich verstehe, dass du als Chefin von Ponymädchen die Ausführung von Anweisungen im Dienst erwarten kannst. Ich begreife, dass du die Macht zur Bestrafung von deinen Ponymädchen hast und diese auch konsequent einsetzt.

Amelie beugte mich über den Tisch an der Stirnseite rechts von den beiden und flüsterte mir noch schnell ins Ohr, dass es ihr leid täte, aber sie würde mich nicht schonen können. Ich wappnete mich also, als Frau von Sturmleiten wieder intervenierte.

„Also Amelie Jäger, das ist schon wieder inkonsequent. Die drei, die Ute nicht ausgeführt hat, wären mit hochgeschobenem Rock, also aufs Höschen gekommen. Und schon gar nicht auf im Vergleich zum dünnen Tuch relative dicke Ledershorts mit dem Schweif.

Also bitte…!“

Ich verfluchte in diesem Moment die sadistische Lady herzhaft. Amelie blickte nur schnell zum Baron hin, bevor sie sich ruhig aber bestimmt an mich wandte:

„Ponymädchen Ute, Frau von Sturmleiten hat recht. Runter mit den Ledershorts bis auf die Oberschenkel!“

Dahin war die Aussicht durch die Ledershorts wenigstens etwas geschützt zu sein. Seufzend mühte ich mich, die engen Ledershorts über meine Hüften herunter zu befördern auf meine Oberschenkel.

Jetzt war ich Amelie für ihre Vorausplanung mit der Strumpfhose dankbar und fühlte die Peinlichkeit der Situation nicht ganz so stark.

„Ich denke nicht, dass eine oben blickdichte Strumpfhose als Höschen zu qualifizieren ist!“, kam die trockene Bemerkung vom Baron. Diese Stimme überhörte ich bewusst, aber leider nicht Amelie. Na schön, er war immerhin ihr Trainer.

„Ponymädchen Ute, Herr Baron von Esterhazy hat auch recht. Also runter mit der Strumpfhose, bis sie die Ledershorts treffen!“

Das war der Moment, wo es mir richtig peinlich wurde.

Vor der Lady nur im Höschen zur Bestrafung zu erscheinen, wäre schon nicht so einfach, aber vor diesem attraktiven Mann gleich halbnackt dazustehen, setzte mir noch mehr zu. Ich fühlte mein Gesicht heiß werden, als ich die Strumpfhose herabrollte. Jetzt war ich mir nicht sicher, ob ich noch dankbar für den Hinweis von Amelie sein sollte. Meine Wahl des weißen Slips in der hoch ausgeschnittenen Form mit dem kleinen Spitzensaum war zwar nicht altmodisch, aber das hoch ausgeschnittene Höschen im V-Format hatte diesen neckischen Spitzeneinsatz an beiden Seiten, der meine Schamhaare erahnen ließ.

Es war sehr peinlich. Zudem ließ es einen guten Teil meiner Pobacken unbedeckt und das war im Hinblick auf die Gerte sicherlich keine gute Wahl, aber wie hätte ich auch damit rechnen sollen? Mein Herz schlug frenetisch.

„Amelie Jäger, du solltest eigentlich wissen, dass sie an der Stirnseite des Tisches aufzustellen keine gute Idee ist. So können wir weder sehen noch beurteilen wie und wo die Gerte aufschlägt und welche Spuren sie hinterlässt.

Also ändere das!“

Ach du meine Güte! Warum muss die Frau von Sturmleiten nun noch einen drauf setzen? Das entspricht wohl ihrer sadistischen Natur, sich an den Striemen zu erfreuen. Was wird Amelie nun machen? Natürlich, sie lässt ihr die Wahl um zu beurteilen, wie sie sich als Chefin verhält. Und mit sinkendem Mut erkenne ich, dass sie mich nur wenig schonen kann, selbst wenn sie wollte, denn ihr Verhalten wird mit Argusaugen bewertet werden.

„Ponymädchen Ute, stell‘ dich mit geschlossenen Beinen vor dem Tisch auf mit dem Rücken zu den beiden Herrschaften, bück‘ dich und umfasse mit beiden Händen deine Waden! Diese Position nimmst du auch nach jedem Hieb wieder ein, ist das klar?“

Amelies Stimme ist glashart, auch wenn sie meine Hand eher sanft nimmt um mich dorthin zu führen, wo sie es für richtig hält. Jetzt verstehe ich richtig, was sie meinte, als sie sagte, dass ihr Trainer eher auf Peinlichkeit als erzieherische Maßnahme setzt.

Wenn ich mich herabbeugen sollte, dann weiß ich ganz genau, dass die beiden Sitzenden meinen runden Po in all seiner Fülle genau sehen können und nicht nur das, in dieser Lage ist auch mein Zwickel nicht mehr verborgen vor ihren Blicken. Ich brauche nicht in einen Spiegel zu sehen, um zu wissen dass ich rot angelaufen bin. Gleichzeitig kann ich nicht ignorieren, dass mich dieser ungewollte Striptease anmacht und ich spüre wie ich reagiere.

Genau das darf aber keiner merken, ich würde sonst im Boden versinken vor Scham! Sicherlich kann ich mit einem halbwegs glaubhaften Argument Amelie herumkriegen, mich nicht ganz so zu blamieren, es ist ja nur eine graduelle Korrektur der Position.

„Amelie, das ist sehr schwer mit den hochhackigen und rutschigen Stiefeln. Es reicht nicht, wenn ich mich nur leicht vorbeuge und so besser die Balance halten kann?“

„Ponymädchen Ute, falls du hiermit versuchen wolltest, wieder meine klare Anweisung nicht befolgen zu wollen, so gebe ich dir hier noch eine Chance, dies in den nächsten dreißig Sekunden zu korrigieren.

bist du hier als eines meiner Ponymädchen und für dich gilt ab jetzt, dass du mich mit Herrin anzureden hast, damit dir das auch ohne jeden Zweifel bewusst ist. Erstens wirst du jetzt gleich deine Knöchel umfassen und deine Beine soweit spreizen, wie es die Ledershorts zulassen. „

Sie lächelte etwas zynisch: „Damit hast du deine Standfestigkeit gut verbessert. Zweitens werde ich, falls du noch weiter Widerworte gibst und nicht umgehend die Position einnimmst, dir eigenhändig das Höschen und dein Oberteil ausziehen, und dich mit weit gespreizten Beinen aufstellen und dann deine Knie umfassen lassen, da brauchst du dann keine Standfestigkeit.

Drittens kannst du alternativ auch noch heute deine Sachen packen und nach Hause fahren. Sag‘ mir was du wählst!“

Ich starrte sie fassungslos an. Die tickte doch nicht mehr richtig. Ich sollte mich ohne Höschen mit gespreizten Beinen vor den Beiden produzieren, wenn ich sie nicht Herrin nannte? Ich konnte nicht glauben, dass Amelie das gesagt hatte! Ich wollte lauthals protestieren. Dann sah ich das warnende Blitzen in ihren Augen und erkannte, dass ich den falschen Moment gewählt hatte.

Sie musste den Beiden demonstrieren, dass sie in Kontrolle war und ich erkannte, dass ich in ihren Augen dieses Ziel bedrohte. Also hatte sie eigentlich keine Wahl, sie musste sich durchsetzen. Auch ich hatte nur wenige Optionen. Weiterer Protest würde nichts bewirken, da sie mir nur die Alternativen ‚ohne Höschen‘ oder Aufgeben ließ. Nach Hause fahren kam für mich aber nicht in Frage und mich ohne Höschen blamieren, auch nicht. Also…:

„Ja, Herrin, ich nehme die Position sofort ein.

Gott, das klang ja absurd, irgendwie affig und künstlich. Eher natürlich war die Verlegenheit, als ich mich nun herabbeugen musste und nur beten konnte, dass sich die wachsende Wärme, die ich fühlte, nicht irgendwie … anders auf meinem Höschen bemerkbar machte. Es machte es etwas einfacher, dass ich bedingt durch das tiefe Herabbeugen weder die Gesichter von Frau von Sturmleiten noch das von dem Baron sehen konnte. Leider hegte ich aber keinen Zweifel daran, dass sie mich sehr gut sehen konnten.

„Ponymädchen Ute, dir mag das albern erscheinen mich Herrin zu nennen, aber ich glaube, es wird dir helfen mich im Dienst als diejenige anzusehen, die als Chefin von Ponymädchen die Ausführung von Anweisungen im Dienst erwarten kann. Du hast eben gerade wieder versucht, eine klare Anweisung von mir heraus zu zögern, obwohl dir sicherlich bewusst war, dass genau diese Züchtigung gerade um die nicht erfolgte Ausführung meiner Anweisung an dich geht.

Ich zahle einen hohen Preis dafür, dass ich einigen Ponymädchen quasi erlaubt habe, mir auf der Nase herum zu tanzen. Damit du siehst, dass ich das ernst meine mit der sofortigen Ausführung meiner Befehle, erhöhe ich die Anzahl der Schläge um zwei auf fünf, aber ich werde die Intensität der ersten drei etwas reduzieren. „

„Das ist doch nicht fair!“, protestierte ich erbost und richtete mich ärgerlich wieder auf. So verhielt sich eine Freundin doch nicht, und ich sah Amelie inzwischen eigentlich als Freundin an.

„Du hast gesagt, es wären nur die drei, die Frau von Sturmleiten eigentlich dir …..“ Ich stoppte im Satz, als sie ihre Augen zusammenkniff.

„Nimm‘ sofort wieder deine Position ein! Wie wolltest du mich anreden? Jedes Mal, wenn du meine Anrede vergisst, gibt es einen Hieb mehr, Ponymädchen. Du willst Fairness? Dann kann der Preis für dich auch genauso hoch wie für mich werden. Ich lasse mir von dir nicht mehr auf der Nase herumtanzen! Hast du das verstanden?“

Der Tonfall war so unerwartet scharf, dass ich davon eingeschüchtert war.

Dann sickerte erst die Formulierung des ‚hohen Preises‘ bei mir ein und ich begriff, weshalb sie so aufgebracht war. Bei Amelie würden drei zusätzliche Hiebe von Frau von Sturmleiten das Ganze auf 18 bringen, fall sie sich bei mir nicht durchsetzte. Dabei hatte ich das Gefühl, das sechs Hiebe erteilt durch Frau von Sturmleiten mehr als die vorherigen 18 durch den Baron wären. Ich erkannte, dass sie sich mir gegenüber jetzt und vielleicht für den Rest der Woche keine Blöße mehr geben würde.

Ich identifizierte auch, wie sie eine Regel für mich gesetzt hatte und die Einhaltung der Anrede konsequent einforderte. Genau das was sie mir eine Weile vorher erklärt hatte. Sie war jetzt ganz Trainerin in spe und würde sich auf keine Kompromisse einlassen. Mir blieb nicht viel anderes übrig.
„Ja, ich habe verstanden, Herrin. „

„Ponymädchen Ute, ich möchte nicht, dass du bei sechs Hieben ins Stolpern kommst. Zieh‘ die Ledershorts aus und die Strumpfhose so hoch auf die Oberschenkel, dass sie keine große Gehbehinderung mehr sind.

Dann bück‘ dich wieder mit ausreichend gespreizten Beinen. „, ihre Stimme klang etwas freundlicher und es gab auch einen Hauch Fürsorge, der darin mitschwang.

Das Ausziehen der Ledershorts unter dem Gesichtspunkt des Stolperns machte mir eher Angst. Es klang so, als ob sie so hart zuschlagen würde, dass sie befürchtete ich würde mein Gleichgewicht verlieren, wenn ich versuchte die Balance nach einem Hieb zu halten. Aber ich befolgte die Anweisung ohne Zögern.

Als ich wieder meine Hände an den Knöcheln hatte und meinen Kopf entsprechend tief, erklang ihre Stimme wieder.

„Gleichzeitig sieht es nach meiner Ansicht sehr sexy aus — und das findet mein Betreuer auch, nach seinem Gesichtsausdruck zu urteilen. „

Ich war nur dankbar, dass ich in diesem Moment in keines der Gesichter sehen musste. Mein Gesicht lief heiß an, als ich mir den Blick des Barons auf mein Höschen vorstellte und natürlich würde er bei meinen geöffneten Beinen sich etwas denken…..

Ich versuchte meine Gedanken zu stoppen.

Ich durfte einfach nicht solchen Assoziationen nachgeben. Es würde nur noch peinlich werden, als es ohnehin schon war.

„Bist du bereit zur Bestrafung, hübsches Ponymädchen Ute?“

Ihre Stimme hatte einen vibrierenden Unterton, den ich nur schwer identifizieren konnte. Ich konnte nur nicken, mir fehlten die Worte. Ich schloss einfach die Augen.

Ich höre das knallende Geräusch der Gerte einmal und dann noch einmal.

Erst Sekundenbruchteile später fühle ich die beiden brennenden Linien auf meinen armen Po. Es ist als ob jemand gleichzeitig mit dem Fingernagel an zig verschieden Stellen in einer geraden Linie gleichzeitig geratscht hat, dieses Gefühl einer langen heißen Stricknadel, die sich über mein Fleisch legt. Es tut ziemlich weh, aber ich kann es noch gut aushalten. Das brennende Gefühl ebbt etwas ab, aber es bleibt einfach bestehen.

„Ich habe dir ja versprochen, bei den ersten dreien mit reduzierter Härte vorzugehen.

Das halte ich auch ein. „

Ich hörte wie Frau von Sturmleiten sich räusperte, aber keinen Kommentar abgab. Der Baron kommentierte und ermutigte sie, jedenfalls klang das in meinen Ohren so:

„Amelie, das ist in Ordnung, auch wenn die Striemen bei ihr kaum sichtbar sind. Wichtig ist, dass sie dich jetzt anscheinend respektiert. Deshalb musst du auch mit dem Rest konsequent sein. „

Der nächste Hieb landete auf meiner rechten Pohälfte und schien die alte Linie dort zu kreuzen.

Das zog schon mehr an der Kreuzungsstelle und ließ mich ausatmen.

„Bist du bereit zur nächsten Stufe, braves Ponymädchen Ute?“

„Ja, Herrin. “ Ich war jetzt sehr vorsichtig und vergaß auf keinen Fall die Anrede. Ich hatte keine Lust mir noch mehr einzuhandeln.

Mir schossen die Tränen in die Augen, als die Reitgerte sich diesmal regelrecht in meine linke Pohälfte eingrub und sich ein wahres Feuerwerk an Schmerzen entfaltete.

Ich konnte nicht anders und richtete mich halb auf, weil ich dabei nicht ruhig stehen bleiben konnte. Ich sah Amelie an. Sie sah zurück mit einem eigenartigen Ausdruck in den Augen.

„Ponymädchen Ute, du hältst dich gut. Zwei stehen noch aus. Es ist bald vorbei. Hoffentlich wird dir das eine Lehre sein. “ Ihre Stimme klang mitfühlsam, aber ebenso entschlossen.

„Also Amelie Jäger, ich habe den Eindruck als ob du absichtlich nicht die mehr sensiblen Bereiche der Haut ansteuerst.

Du weißt doch genau wo es mehr schmerzt, nicht wahr? Aber ich behalte mir mein Urteil noch vor. „

Die Stimme von Frau von Sturmleiten klang relativ ausdrucklos, aber eine unterschwellige Drohung an Amelie mochte ich nicht ausschließen. Schnell beugte ich mich wieder herunter.

Ich hörte mich aufstöhnen, als die Reitgerte sich daraufhin auf die Nähe der Strieme auf der rechten Pobacke einschoss. Diesmal ließ der Schmerz nicht schnell nach, sondern nahm noch an Intensität zu.

Ich konnte nicht mehr stillhalten und zappelte mit den Füssen und Beinen, während erste Tränen über mein Gesicht liefen. Amelie sah mich mit einem halb mitleidigen, halb eigenartigen Ausdruck in den Augen an, als sie mich am Arm nahm und mir kurz über die Haare strich.

„Es ist nur noch einer, Ponymädchen Ute. Du hast es gleich geschafft. Nimm‘ wieder die Position ein. „

Ich hörte jemand gellend aufschreien, als sich ein höllischer Schmerz am Ansatz zwischen Po und Oberschenkeln in mein Fleisch fraß.

Der Schrei kam von mir. Ich hatte Visionen von Flammen, als ich gleichzeitig spürte, wie ich für Sekunden die Kontrolle über meine Blase verlor. Dann konnte ich nur noch schluchzen. Ich wusste nicht mehr ob es vor Schmerz oder Scham war. Mein Höschen war klatschnass und ich war fertig mit der Welt. Es durfte doch nicht wahr sein — ich hatte mir direkt vor dem Baron ins Höschen gemacht und es gab kein Vertun — er musste es gesehen haben.

„Es ist alles gut, Ponymädchen. Schhhh, ganz ruhig. So etwas kann passieren. Ich weiß das. “ Amelie hatte mich tröstend in ihre Arme genommen und wiegte mich leise.

„Ponymädchen Ute, du hast dich gut gehalten!“ Der Baron klang anerkennend, auch wenn er seine Augen auf meinem Höschen hatte.

Meine Empfindungen waren ein totales Chaos.

FORTSETZUNG FOLGT.

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