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Leila K/L 06

Leila – K/L-1

Die Erde im 31 . Jahrhundert.

Zwischenszene zum achtzehnten Kapitel:

Gelbe Zone, Sektor B3 -45, Nord-Westküste von Frankreich; 18 . 55 Uhr.

„… nein, ich habe es dir doch erklärt, Schatz. “

Dr. Grom seufzte und verlagerte seine Sitzposition.

„Der Präsident hat sich für die Sprengung des Felsens und somit gegen meinen Vorschlag entschieden… nein… nein! Ich habe es dem Präsidenten und dem Verteidigungsrat mehrfach erklärt, doch sie hören nicht auf mich.

Jetzt liegt meine einzige und letzte Hoffnung in der L-Reihe. Wenn ich mit der ebenfalls scheitere, dann sehe ich schwere Zeiten auf die Menschheit zukommen… sehr schwere. “

Grom starrte in Gedanken versunken auf seine Fingernägel, während die leise Stimme seiner Frau aus dem Ohrknopf in seinem linken Ohr tönte.

„Mmh…mmmh…mmmhh“, einer der Piloten betrat den geräumigen Passagierraum und stieß Grom an, sodass der Doktor aufblickte und dem gestikulierenden Piloten kurz zunickte.

„Schatz, warte mal bitte eine Sekunde“, Grom hielt eine Hand vor das Aufnahmemikrofon seines POD und fragte den Soldaten: „Was gibt es? Sind wir bald da?“

„Sir, ich habe leider eine… schlechte Nachricht für Sie… für uns. “

Der Doktor runzelte die Stirn angesichts der Formulierung und ließ die Hand sinken.

„Schatz, ich muss auflegen. Ich melde mich später wieder bei Dir, “ wimmelte der Doktor seine Frau ab und beendete die Verbindung.

Er nahm den Ohrstöpsel heraus und blickte den Piloten fragend an.

„Also, was gibt es?“

„Sir, wir haben Feinde geortet. Eine große Meute Flugdämonen befindet sich ca. fünfzig Meilen nördlich von unserer jetzigen Position. “

„Hmpf, ja und?“

„Die Dämonen haben uns entdeckt und sind auf Abfangkurz gegangen. Errechneter Feindkontakt in 28 Minuten. “

„Was?!“ stieß der Doc entsetzt heraus und seine Stirn zeigte viele kleine Falten, als er nachdachte, „Ja und? Dann… dann schießen wir die Bastarde halt vom Himmel.

Wir haben zwanzig der modernsten Kampfhelikopter als Eskorte dabei, damit sollten wir kein Problem mit diesen Viechern haben. “ Grom klang siegessicher und erhob sich, um zu zeigen, dass dieses Thema für ihn erledigt war. Er blickte aus dem Fenster des großen Transporthelikopters auf das weite Meer und ging noch mal die nächsten Schritte seines Planes mit der L-Reihe im Kopf durch. In der Ferne zeichnete sich die Küste von Frankreich als verschwommene, dunkle Linie ab.

Der Pilot räusperte sich verlegen, sodass der Doktor sich genervt seufzend umdrehte. „Oder etwa nicht?“

„Entschuldigung, Sir, aber es sind ca. zweitausend Dämonen“, die Stimme des Piloten war fast nur ein Flüstern. Grom starrte den Mann eine lange Zeit an, dann ließ er sich langsam wieder auf dem gepolsterten Sofa nieder, von dem er sich eben erst erhoben hatte.

„Gott… steh uns bei.

****

Kapitel 18 Fortsetzung. Grüne Zone; A6 -121 / Nord-Frankreich im Jahre 3044 n. Chr. 25 November; 18 . 10 Uhr.

Leila ließ sich auf den bequemen Autositz nieder und zog die Tür zu. Dann wandte sie sich an Tommy, der den Wagen bereits startete. Ihre Gedanken rasten und ein mulmiges Gefühl machte sich in ihrem Bauch breit.

Das Auto erhob sich in die Luft und schwebte ruhig einen halben Meter über dem Boden.

„Und wir dürfen einfach so das Gelände verlassen?“ fragte Leila, wobei sie ihren Unglauben mit Gleichgültigkeit zu überspielen versuchte.

„Natürlich, wieso denn nicht?“

„Hmm, dann mal los“, nuschelte die junge Frau verwirrt und betrachtete das Militärgelände, wie es nun an ihnen vorbei rauschte, als Tommys auf das Gaspedal trat. Tommy lenkte den Wagen vom Parkplatz der Kaserne auf eine breite Straße, auf der ihnen nur ein paar gepanzerte Militärfahrzeuge begegneten.

Leilas mulmiges Gefühl wuchs jedoch, als die hohe Mauer, die das Militärgelände vom zivilen Bereich der grünen Zone abschirmte, in ihr Sichtfeld trat und der Wagen auf das eiserne Tor, die einzige Möglichkeit auf Meilen das Gelände zu verlassen, zuhielt.

Die junge Frau erkannte einen Soldaten in Kampfmontur und mit geschulterter Waffe, der aus einem kleinen Unterschlupf neben dem Tor auf die Straße trat und ihnen mit einer Hand deutete anzuhalten.

Oben auf der Mauer standen zwei weitere Soldaten, die gelangweilt dem Auto entgegen sahen. Ganz unbewusst hielt Leila den Atem an, griff nach Tommys Hand auf ihrem Schenkel und umfasste sie. Tommy wandte den Blick kurz von der Fahrbahn und musterte die junge Frau.

„Keine Angst, Leila, der macht nur seinen Job“, beruhigte er sie, stoppte den Wagen behutsam neben dem Wachsoldaten und ließ den Wagen etwas zu Boden gleiten.

Der Wächter umrundete das Auto und klopfte an das Fenster von Tommys Seite. Dieser schenkte der immer noch nervösen Leila ein beruhigendes Lächeln und betätigte den Schalter zum Öffnen des Fensters.

„Was gibt es, Sir?“ fragte Tommy den Soldaten höflich.

„Ich benötige Ihren ID-Pass“, der Soldat warf einen kurzen Blick auf Leila, „und von Ihnen auch, Miss. “

„Natürlich, Sir. Aber darf man fragen wieso die Sicherheitsstufe hoch gesetzt wurde?“ Tommy streckte dem Mann seinen Arm mit dem POD hin.

„Nur eine Vorsichtsmaßnahme, wir erwarten hohen Besuch von A1 “, erklärte der Wachsoldat und fuhr mit einem Scanner über den kleinen blauen Bildschirm von Tommys POD. Das Gerät spuckte eine kurze Reihenfolge von Piepstönen aus und der Soldat blickte auf den Montitor des Scanners.

„Alles in Ordnung. Jetzt Sie, Miss“, wandte sich der Soldat an Leila, die sich zögerlich über Tommy beugte und der Wache ihren Arm hinhielt.

Der Scanner piepste erneut und die Wache checkte die Angaben. Die entspannten Augenbrauen der Wachen zogen sich erst verwundert, dann erstaunt zusammen.

„Ähm, es tut mir leid, aber ich darf Sie ohne Sondergenehmigung nicht vom Stützpunkt lassen, L-1 . “

„Ich heiße Leila…“, murmelte Leila, während Tommy ein aufgebrachtes: „Was?!“ heraus brachte.

„Es tut mir leid, aber so lautet der Befehl. “

„Rufen Sie Captain C.

L. Jackson an, Code 25593, er wird ihnen die Erlaubnis geben. “

„Ich denke…“

„Machen Sie es einfach!“ schnauzte Tommy den Mann wütend an. Dieser starrte Tommy kurz an, dann nickte er widerstrebend und ging zum Wachhaus zurück.

„Wir… müssen ja nicht…,“ nuschelte Leila enttäuscht. Ihr war die ganze Situation peinlich, aber Tommy schüttelte energisch den Kopf. „Oh doch, wir müssen und wir werden.

Leila schwieg und starrte auf das Muster des Armaturenbrettes vor sich. Es dauert einen Moment, bis die Wache wieder kam und ihnen zunickte.

„In Ordnung, Sie dürfen den Stützpunkt verlassen, jedoch sollen Sie sich bis 20 Uhr heute Abend wieder beim Captain zurück melden, verstanden?“

„Klar!“ jubelte Leila, während Tommy nur ein gegrummeltes: „Mal sehen“, herausbrachte und den Wagen unnötig schnell beschleunigte, als das Tor sich gerade weit genug geöffnet hatte.

Das Fahrzeug machte einen Satz in die Luft und brauste davon.

Leila warf einen beunruhigten Blick auf den aufgebrachten jungen Mann, wagte es aber nicht ihn auf die Situation anzusprechen. So wandte sie den Blick ab und starrte auf die weiten Felder zu ihrer Rechten, die zu dieser Jahreszeit mit einer Leila unbekannten langblättrigen Pflanze bestellt waren und sich bis zum Ende des Schildes erstreckten.

Schließlich eröffnete Tommy das Gespräch:

„Mach dir nichts draus, die sind übervorsichtig“, murmelte er immer noch wütend und lenkte das Hovercraftauto von der Straße zum Militärstützpunkt auf eine viel befahrene Hochstraße, auf der ihnen nur noch zivile Fahrzeuge entgegen kamen.

Verwirrt drehte sich Leila zu Tommy.

„Was meinst du damit?“

„Was?“

„Was meinst du damit? Jeder an deiner Stelle würde sich jetzt fragen, was mit mir ist, wieso behandelt mich jeder wie… wie was weiß ich, etwas Anderes. Wieso wundert es dich nicht? Was weißt du Tommy? Bitte… bitte sag es mir. “

Der junge Mann presste die Lippen aufeinander, sodass sich ein weißer Strich bildete und starrte geradeaus auf die Fahrbahn.

„Tommy?“

„Was?! Ich weiß nichts!“

Ein Stich durchzuckte Leila Herz und Tränen schossen in ihre Augen, die sich krampfhaft zu unterdrücken versuchte.

„Na dann“, brachte sie schluchzend heraus und wandte sich schnell wieder ab.

„Leila…,“ Tommys Stimme klang gequält.

„Ist O. K! Wie weit ist es denn noch bis zu der blöden Stadt?!“

„Nicht mehr weit“, nuschelte Tommy, man merkte ihm an, wie unangenehm ihm die ganze Situation war.

Leila starrte geradeaus und tatsächlich zeichneten sich in der Ferne die ersten Umrisse von riesigen, sich hoch in den Himmel erhebenden Gebäuden ab. Leila verdrängt ihren Ärger und den Schmerz, im Grunde hatte sie sich schon damit abgefunden als etwas Anderes betrachtetet zu werden, auch wenn sie nicht im Geringsten darauf kam, was an ihr so besonders war. Die Aufregung trat wieder in den Vordergrund und gespannt blickte die junge Frau auf die Wolkenkratzer, die nun immer schneller auf sie zukamen und immer mehr in die Höhe wuchsen.

Als die Straße zwischen den ersten Hochhäusern verschwand erstreckten sich die Gebäude mehrere hundert Meter in die Luft und nur von blickenden Lichtern gesäumte Luftstraßen leiteten einen beständigen Strom von Fahrzeugen quer zwischen den Gebäuden umher.

„Wahnsinn… wie hoch die sind, reichen sie bis zum Schild?“ fragte Leila fasziniert. Sie hatte den Kopf in den Nacken gelegt, starrte aus dem Dachfenster des Hovercrafts und bestaunte die massiven Betonblöcke.

Leila schätzte die Bauten auf mindestens fünfzig Meter in der Breite und mehrere hundert Meter in der Höhe.

„Ja, fast“, Tommy lächelte leicht und erklärte ihr den Grund für die seltsame Bauweise: „Nachdem die Menschen mit dem wenigen Land unter den Schilden auskommen mussten war die einzige Möglichkeit der Bau in die Höhe. Mehr als neunzig Prozent des Landes wird zur Landwirtschaft genutzt, sonst würde die Bevölkerung Hunger leiden.

„Warst du schon mal hier?“ fragte Leila, die gerade die vielen leuchtenden Schilder betrachtete, die überall auf die verschiedensten Konsumgüter hinwiesen, von denen Leila noch nie etwas gehört hatte.

„Nein, aber im Grunde ist jede Stadt gleich… eine Anordnung von Wolkenkratzern und vielen, vielen Autos. Sehr eintönig und hässlich. “

„Ich finde es toll! Und was machen wir nun?“ fragte Leila aufgeregt, während Tommy sich in eine Luftstraße einreihte, die steil nach oben führte.

„Erstmal… werden wir dir jetzt anständige Kleidung kaufen, du kannst bei meiner Schwester nicht in dem Anzug aufkreuzen.

„Oh“, murmelte Leila und versucht das wieder aufkeimende Gefühl des verdrängten Schmerzes zu unterdrücken.

„Wenn ich nicht gut genug für deine Schwester bin, dann brauchen wir erst gar nicht dort hinzufahren…,“ nuschelte sie und ballte unbewusste ihre Hände zu Fäusten.

„Leila, so war das doch gar nicht gemeint, aber der Anzug ist… etwas unpraktisch für das Leben in der Stadt. “

„Inwiefern?“

„Unpraktisch ist nicht das richtige Wort… ich meine; der Anzug entspricht nicht gerade der gängigen Mode.

„Aha. “

„Warte erstmal ab, bis du die Kleidung im Kaufhaus siehst, dann wirst du von ganz alleine aus dem Anzug raus wollen. “

Leila betrachtete Tommy und seine schicke Freizeitkleidung und musste sich eingestehen, dass er vielleicht Recht hatte.

„Das wollen wir ja erstmal sehen“, sagte sie trotzig, um nicht sofort klein bei zugeben. Tommy verkniff sich ein Grinsen und lenkte den Wangen auf eine kleine Seitenstraße, die direkt auf ein Hochhaus zuführte.

Das Auto wurde langsamer und dann erkannte Leila ein Tor, das sich langsam vor ihnen öffnete. Tommy stoppte den Wagen kurz vor dem Tor und wartet geduldig, bis es sich weit genug geöffnete hatte, damit der Wagen es passieren konnte. Eine Leuchttafel über dem Tor hieß die beiden jungen Leute herzlich willkommen, als Tommy den Wagen nun in das Gebäude hinein lenkte.

Kurz darauf erkannte Leila, dass es sich um einen Abstellplatz für die Autos handelte.

Es reihten sich hunderte Fahrzeuge dicht auf dicht aneinander und keines schien dem Anderen zu gleichen. Tommy grummelte und ließ den Wagen langsam an den Reihen vorbei begleiten.

„Da! Da ist eine freie Stelle!“ rief Leila und deutete zu ihrer Linken. Der Wagen machte einen Satz und befand sich in der engen Parklücke. Tommy stellte den Motor ab, behielt jedoch die Hände noch am Lenkrad. Stille kehrte im inneren des Autos ein, dann drehte sich der junge Mann zu Leila um.

„Leila… hör zu, ich-“, setzte Tommy an, doch da legte sich Leilas Zeigefinger auf seine Lippen und brachten ihn zum Schweigen.

„Psst“, Leila beugte sich flink zu ihm hinüber und küsste den jungen Mann ganz sanft auf die Lippen. Langsam entfernte sie sich von seinen Lippen und blickte ihm dabei lange in die Augen. Plötzlich blitzte etwas in ihren Pupillen auf und sie grinste breit.

„Und jetzt lass uns einkaufen gehen!“

****

Zwischenszene zum achtzehnten Kapitel:

Gelbe Zone, Sektor B3 -56, Nord-Westküste von Frankreich; 18 .

38 Uhr.

Der Wind wehte an diesem Tag besonders stark, wie ein aufgebrachtes, keifendes Geschöpf. Er zehrte an den Baumkronen der umstehenden Bäume und ließ sie nach seinem Gutdünken mal nach Osten, mal nach Westen schwanken. Auf einer Hügelkuppel, am Fuße einer dieser Bäume, stand ein Mann, gehüllt in einen dicken Mantel. Das Kleidungsstück konnte dem Spiel des Windes genauso wenig widerstehen wie die langen dunkelbraunen Haare des Trägers, die wild hin und her geweht wurden.

Der Blick des Mannes war zum Himmel gerichtet, seine Miene ausdruckslos.

„Sollen wir ihnen helfen?“ fragte eine leise Stimme, sie kam nicht von dem schweigsamen, regungslosen Mann, dessen Lippen sich jedoch nun zu einer Antwort formten:

„Nein, lass sehen was geschieht. “

Leises Maschinengewehrfeuer drang zu dem Mann hinab, während der Krieg in der Luft unerbittlich fortgesetzt wurde. Hoch oben am Himmel wehrten sich ein dutzend Hubschrauber gegen eine erdrückende Übermacht an Dämonen.

Die Luft war erfüllt vom Gewehrfeuer und den sirrenden Rotorblättern, die mindestens genauso viele Dämonen in den Tod schickten wie die Gewehre. Aber all dies wurde von einem markanten, alles umhüllenden Geräusch übertönt: Dem Schlagen unzähliger, riesiger Schwingen.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein Helikopter nach dem anderen in einer dichten Rauchwolke auf dem harten Küstenboden oder dem schäumenden Meer aufschlug.

Der Mann im Umhang betrachtete einen großen Transporthelikopter, wie er, von dutzenden Dämonen bedeckt, ins Schlingen geriet und dann schwankend dem Boden entgegen glitt.

Der abstürzende Transporthelikopter machte noch mal einen kurzen Satz in die Luft, als hätte der Pilot die Kontrolle über die Maschine zurückerlangt, nur um dann in einer gerade Linie unerbittlich auf den steinigen Boden zu zuhalten. Der Aufprall war ohrenbetäubend, eine dicke Staubwolke stob auf und Metallplatten und Rotorblätter flogen durch die Luft, aber der Helikopter explodierte nicht.

„Da gibt es sicherlich Überlebende“, erklang wieder die Stimme der unsichtbaren Person.

„Sicherlich“, murmelte der Mann im Umhang, dessen Blick die Absturzstelle fixiert hatte.

„Und wir helfen nicht?“

„Nein. Sie haben uns damals nicht geholfen, nun dürfen sie von uns keine Hilfe erwarten… nur Rache…. “

Lange war es still, dann drehte sich der Mann im Umhang herum und verließ mit weiten Schritten den kleinen Hügel mit den großen, weitblättrigen Bäumen.

„… nur Rache.

****

Kapitel 18 Fortsetzung. Grüne Zone; A6 -70 / Nord-Frankreich im Jahre 3044 n. Chr. 25 November 18 . 46 Uhr.

Leila stand staunend vor den dutzenden langen Regalen, die mit Kleidungsstücken voll gestopft waren. Sie drehte sich zu Tommy um, der neben ihr stand und ihre Hand hielt.

„Wie sollen wir denn hier etwas Passendes finden…,“ nuschelte die junge Frau, löste sich von Tommy und trat an eines der Regale heran, wobei sie jedoch erstmal ein halbes dutzend anderer Kunden des Kaufhauses vorbeilassen musste.

Die Halle war voller konsumierender Menschen. Auf dem Regal lagen Hosen für Männer, wie Leila erkannte. Sie nahm sich die für sie am Schönsten aussehendste Hose von dem Stapel und hielt sie Tommy ans Becken.

„Mmh steht dir“, meinte Leila grinsend und war auch schon wieder dabei das zweite Regal zu durchstöbern. Tommy verdrehte gespielt genervt die Augen und schüttelte grinsend den Kopf.

„Ey Leila, warte… wir sind hier um DIR etwas zum Anziehen zu kaufen und nicht MIR.

Jetzt leg bitte die Hosen zurück und folge mir, hier ist eindeutig die falsche Abteilung. “ Mit Bedauern legte die junge Frau die Kleidungsstücke zurück und ließ sich von Tommy durch die Halle ziehen.

„Aber sie standen dir doch so gut“, flüsterte Leila Tommy ins Ohr und gab ihm einen Klaps auf sein Hinterteil.

Das junge Paar marschierte mindestens zehn Minuten durch das riesige Kaufhaus, ehe Tommy stehen blieb und zufrieden nickte.

„Hier sind wir schon richtiger, ich denke ein schönes Kleid für den Besuch und sonst eine Jeans und eine Bluse“, murmelte er und machte sich direkt daran durch das reichhaltige Angebot zu stöbern. Leila schaute ihm mit vor der Brust verschränkten Armen zu.

„Darf ich mir nicht selbst etwas aussuchen?“ fragte sie gespielt beleidigt, als Tommy mit einem dunkelblauen Kleid in der Hand zurückkam.

„Natürlich, aber bitte zieh es mal kurz an“, bat Tommy und schaute Leila mit großen, flehenden Augen an, „ für mich?“

„Na schön!“ Leila verdrehte die Augen und nahm das Kleid aus seiner Hand, dann schaute sie sich um.

Verlegen beugte sie sich schließlich zu Tommy und flüsterte.

„Soll ich mich etwa hier umziehen?“
Tommy prustete amüsiert los, was ihm einen bösen Blick von Leila einbrachte, und zeigte dann grinsend hinter sich auf eine Reihe Umkleidkabinen, die an der Wand der Halle angebracht waren. Leila drückte sich extra etwas kräftiger an Tommy vorbei, sodass sein Grinsen noch breiter wurde, und marschierte schnurstracks auf die erstbeste freie Kabine zu.

Die junge Frau zog den Vorhang hinter sich zu und schälte sich aus dem Anzug. Nackt stand sie schließlich in der Kabine und betrachtete ihren schönen Körper im großen Wandspiegel.

„Hm…, “ sie trommelte sich mit den Händen auf den Bauch und schnitt eine Grimasse. Plötzlich wurde der Vorhang beiseite geschoben und Tommy steckte den Kopf herein. Leila zuckte erschrocken zusammen und bedeckte ihre Blöße schnell mit den Händen.

Sie blickte über die Schulter und wollte schon ein paar empörte Worte dem Eindringling entgegenschleudern. Als sie jedoch Tommy erkannte verzogen sich ihre Lippen zu einem Lächeln und sie posierte vor dem Spiegel, wobei sie dem jungen Mann in immer neuen Stellungen ihren Körper darbot. Tommy starrte auf die verlockende Show, bis Stimmen aus der Nachbarskabine drangen und ihn in die Realität zurückholten. Er blinzelte und flüsterte: „Schnell! Ich will Dich in dem Kleid sehen, “ ehe er sich zurückzog und der Vorhang von außen zuzog.

Leila steckte dem Vorhang ihre Zunge raus und ergriff seufzend das blaue Kleid. Der Stoff war sehr weich und schmiegte sich an ihren schlanken Körper. Verblüfft über die Veränderung starrte Leila auf die Person im Spiegel und musste schwer schlucken: Tommy hatte recht gehabt, dies war etwas ganz Anderes als der blöde Anzug. Die junge Frau drehte sich zur Seite und ihr Herz begann schneller zu schlagen.

Was wird Tommy sagen, wenn er mich so sieht?

Es gab nun einen Weg dies herauszufinden und so verließ Leila die Kabine und blickte sich suchend nach dem Blondschopf um.

Überall schlenderten Menschen zwischen den Regalen umher, doch von Tommy war nirgends etwas zu sehen. Enttäuscht wollte sie sich auf die Suche nach dem jungen Mann machen, als sie unterdrücktes Stöhnen aus der Kabine nebenan vernahm. Sie erstarrte in der Bewegung und beugte ihren Kopf näher zu dem Vorhang, der die Sicht in das Innere der Kabine verhinderte. Schweres Atmen drang von innen zu ihr. Eine angenehme Erregung erfasste die junge Frau und sie eilte in ihre Kabine zurück, zog den Vorhang hinter sich zu und kletterte auf die Sitzbank, um über den Rand ihrer Kabine in die anderen schauen zu können.

Sie sah ein jungen Paar, dass sich in der Kabine liebte, wobei der Mann mit heruntergelassener Hose in der Kabine stand und die Frau an der Kabinenwand lehnte und ihre Beine um die Hüfte ihres Liebhabers geschlungen hatte. Das Becken des Mannes stieß immer wieder gegen die Frau, was unterdrücktes Stöhnen zur Folge hatte. Leila starrte fasziniert auf die sich Liebenden und merkte wie sie langsam feucht zwischen den Schenkeln wurde. Ihre Hand fuhr automatisch unter das Kleid und begann ihren Kitzler zu streicheln, während ihre Augen weiter die geile Szene aufsaugte.

Das Treiben in der Nachbarskabine wurde immer wilder und Leilas Finger passten sich dem erhöhten Tempo an. Plötzlich wurde wieder der Vorhang ihrer Kabine beiseite geschoben und eine Frau starrte Leila an, die auf der Sitzbank stand, das Kleid angehoben hatte und sich streichelte. Die beiden Frauen starrten sich lange Zeit an und Leila dachte schon, dass ihr gegenüber gleich los schreien würde, doch schließlich verzogen sich die Lippen der fremden Frau zu einem Lächeln und sie zog den Vorhang von außen wieder zu.

Leila vernahm ihre Stimme:

„Hier drin ist schon jemand, Liebling, lass uns eine andere Kabine suchen. “

Leila hüpfte von der Sitzbank und strich das Kleid glatt. Ihr Herzschlag raste und in ihrem Bauch kribbelte es angenehm, zudem war ihre Muschi sehr feucht.

Wo ist Tommy?! Ich brauche ihn jetzt. Jetzt sofort!

Leila verließ die Kabine und blickte sich um. Zu ihrer Erleichterung erkannte sie kurz darauf Tommys blonden Haarschopf, wie es sich durch die Menge der Leute in ihre Richtung schlängelte.

Leila eilte ihm entgegen und erkannte, dass er unter dem Arm neue Kleidungsstücke für sie herausgesucht hatte – doch das interessierte sie im Moment herzlich wenig.

Der junge Mann strahlte Leila an, als er sie im blauen Kleid erblickte. Leila stürmte auf mich zu und sprang regelrecht in seine Arme. Erstaunt ließ Tommy die Kleidungsstücke los und umfasste reflexartig die Arschbacken der jungen Frau. Leila schlang ihre Beine um Tommys Becken, so wie sie es von dem Paar in der Kabine abgeschaut hatte, und klammerte sich an ihn.

„Hui…was?“ fragte Tommy, doch im nächsten Moment drückte Leila ihre Lippen auf seine, umfasste mit ihren Händen sein Gesicht und küsste ihn gierig. Sie ließ ihre Zunge in seinen Mund wandern, auf der Suche nach seiner. Kaum hatte sie diese gefunden begann sie einen wilden Tanz mit ihr. Der junge Mann hatte seine Überraschung schnell überwunden und drückte die junge Frau kräftig an sich, während er ihren Kuss ebenso gierig erwiderte und auf ihr Zungenspiel einging.

So stand das junge Paar eng umschlungen inmitten der großen Einkaufshalle und hunderte Menschen drückten sich, teils die Beiden belächelnd, teil genervt schauend, an ihnen vorbei.

Widerwillig löste sich Leila von Tommys Lippen und lächelte ihn an.

„Ich liebe dich, Tom McKarsy,“ sagte sie zu ihm und beugte sich dann zu seinem Ohr, das sie sanft anknabberte und dann hineinflüsterte: „Und ich will dich jetzt… hier und jetzt, schnell, such uns eine freie Kabine.

Tommy schluckte, ihm schossen die Bilder von dem Einberufungstag wieder vor das innere Auge und schnell blickte er sich nach einer freien Kabine um. Er trug Leila hinein, die währenddessen seinen Hals mit unzähligen Küssen bedeckte. Sanft ließ er die junge Frau auf die Sitzbank nieder, drehte sich dann um und zog eilig den Vorhang zu. Gerade rechtzeitig, da sich Leila bereits wieder erhoben hatte, sich umdrehte und die Hände auf die Sitzbank legte, sodass sich ihr Po direkt vor Tommys Becken befand, als sich der junge Mann wieder umdrehte.

„Los… schieb mit das Kleid hoch und nimm mich, los!“ seufzte Leila, die Tommy über die Schulter hinweg ansah und sich über die Lippen leckte. Tommy schluckte schwer, nestelte mit einer Hand an seiner Hose rum und schob mit der anderen Leilas Kleid nach oben. Er stöhnte verhalten auf, als er die wohlgeformten nackten Arschbacken der jungen Frau erblickte. Seine Hose rutschte im nächsten Moment zu seinen Knien herab und er robbte näher zu Leila, die sich gerade mit einer Hand über die feuchte Möse strich.

Tommy beugte sich über die junge Frau und flüsterte mit vor Erregung zitternder Stimme:

„Wir müssen dir unbedingt noch Unterwäsche kaufen. “

Leila lachte auf, aber das Lachen verwandelte sich in ein erstauntes Stöhnen, kaum das Tommy seinen steifen Schwanz mit einem ungestümen Stoß in ihrer Möse versenkt hatte. Die junge Frau schloss seufzend die Augen und genoss das Gefühl, wie Tommys harter Schwanz sich in ihren Körper drückte.

Hitze und ein Gefühl unendlichen Glücks überströmten sie. Die Hitze schoss von ihrer feuchten Scheide ausgehend, durch ihren Bauch und verbreitete sich wellenartig in ihrem ganzen Körper aus. Gierig drückte Leila ihren Arsch Tommys Becken entgegen, um ihn noch mehr zu spüren. Der junge Mann verharrte tief in Leila, beugte sich zu ihrem Nacken und küsste und leckte diesen.

„Leila…“, flüsterte er seufzend, „habe ich dir schon gesagt, wie umwerfend schön du in diesem Kleid aussiehst?“

Die junge Frau schüttelte, die Augen immer noch geschlossen und die Lippen leicht geöffnet, mit dem Kopf und stöhnte wieder auf, als Tommys seinen Schwanz etwas aus ihr heraus zog und dann wieder kräftig in sie stieß.

„Wunderschön…,“ murmelte Tommy. Leila seufzte und richtete sich auf, sodass Tommy seine Arme um ihren Körper schlingen konnte und sie nahe bei sich hielt. Er küsste ihren Nacken und weiter über ihre geröteten, warmen Wangen. Leila drehte den Kopf ihm zu und seufzte wieder auf, während Tommy sein Becken nun im langsamen Rhythmus gegen ihre Arschbacken stieß.

Tommy genoss die warme, feuchte Enge um seinen Schwanz und betrachtete Leilas Gesicht: Ihre geröteten Wangen, die langen Wimpern der geschlossenen Augen und den leicht geöffneten Mund mit den vollen Lippen, aus dem leise, wohliges Stöhnlaute drangen.

Er lächelte und küsste sie.

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Zwischenszene zum achtzehnten Kapitel:

Gelbe Zone, Sektor B3 -56, Nord-Westküste von Frankreich; 18 . 02 Uhr.

Schwarzer Rauch schwängerte die Luft und machte es schwer etwas zu erkennen. Es stank nach verbranntem Gummi und Benzin, aber all dies kümmerte Dr. Grom herzlich wenig. Die Schmerzen lenkten seine ganze Aufmerksamkeit auf seinen rechten Arm.

Schmerzen, schreckliche Schmerzen. Grom verzog das Gesicht und tastete mit seiner linken Hand nach seinem Arm, doch er spürte ihn nicht. Nur ein blutiger abgetrennter Stumpf war von ihm übrig – der Absturz hatte ihn seinen rechten Arm gekostet. Er biss sich auf die Lippen und wollte sich erheben, aber seine Kraft reichte nicht aus. So blieb er kraftlos liegen und starrte hinauf in den Himmel, der immer wieder von dichten, pechschwarzen Rauchwolken verdeckt wurde.

War dies das Ende? Würde es so enden?

Urplötzlich wurde Grom von einer neuen Welle vom Schmerzen überschwemmt. Er biss die Zähne zusammen, aber der Schmerz war stärker. So öffneten sich Groms trockene Lippen und er schrie, schrie, bis die Ohnmacht ihn erlöste.

Schwärze erfüllte sein Dasein und er glitt dahin in einen Traum voller flügelschlagender Ungeheuer.

Einige Zeit später kam Grom wieder zu sich und er öffnete die Augen.

Doch was er erblickte ließ in glauben er träume noch: Ein Dämonenschädel starrte ihn an, Dr. Grom starrte zurück. Das Gesicht des Dämons hatte nichts Menschliches mehr an sich. Es war vollkommen schwarz und eine schuppige, raue Haut bedeckte seine Gesichtszüge, die zu einer missgestalteten Fratze verzogen war. Spitze Knochen, die aus der schuppigen Haut ragten, bedeckten sein Gesicht und seine Augen starrten Grom in einem Dunkelrot an.

Der Dämon verzog die verunstalteten Lippen zu einer Grimasse, was wohl ein Grinsen darstellen sollte, wobei seine spitzen Zähne zum Vorschein kamen.

„Was für eine glückliche Fügung, Dr. Grom“, brummte die dunkle Stimme des Dämons, sodass Groms erstaunt seine Augen aufriss. Die Stimme klang kultiviert, ja fast übertrieben höflich und passte so überhaupt nicht zu der Dämonenfratze.

„D-Du… Bestie… kennst meinen Na-Namen?“

Der Dämon lachte, ein tiefes, bedrohliches Geräusch, das eher wie ein Knurren klang.

„Wir kennen dich, Dr. Grom, wir kennen dich sehr gut.

Noch ehe sich Grom über diese seltsame Antwort Gedanken machen konnte übermannte ihn wieder der Schmerz, der von seinem Arm ausging, und kurz bevor er wieder ins Reich der Ohnmacht fiel vernahm er noch den dunklen Klang der Dämonenstimme:

„Dieser Schmerz wird vergehen, oh ja, er wird vergehen, aber es gibt Schmerzen, die niemals vergehen werden. “

Grom schlief lange und sein Körper ruhte.

Ein kühlender Luftzug ließ ihn wieder zu sich kommen. Langsam bewegten sich seine Augenlieder nach oben. Er wusste nicht wie lange er bewusstlos gewesen war, jedoch strahlte der Himmel in einem wunderschönen Hellblau, keine Wolke verdeckte die Sicht. Und in der Luft… ja in der Luft lag etwas, etwas, was sein Herz schneller schlagen ließ.

Die Luft war erfüllt von einem ihm wohlbekannten Geräusch, dem Geräusch rotierender Propeller, und Grom schöpfte Hoffnung.

Ja, es konnte nicht anders sein: Rettung nahte.

****

Kapitel 18 Fortsetzung. Grüne Zone; A6 -65 / Nord-Frankreich im Jahre 3044 n. Chr. 25 November 18 . 55 Uhr.

Tommy drückte die Klingel und eine melodische kleine Melodie erklang hinter der Tür. Der junge Mann drehte sich zu Leila um und lächelte sie liebevoll an. Die junge Frau stand hibbelig neben ihm, in ihrem neuen blauen Kleid und sah umwerfend schön aus.

Er fasste ihre Hand und drückte sie sanft. Leila erwiderte sein Lächeln und gab ihm einen schnell Kuss auf den Mund.

Von innen erklangen Schritte die sich der Tür näherten und Leila begann wieder zu hibbeln.

Sabine öffnete die Tür und stieß einen erfreuten Schrei aus, als sie ihren Bruder erblickte. Sie fiel ihm um den Hals und drückte ihn kräftig an sich. Sie lachte und weinte gleichzeitig.

Tommy erwiderte die Umarmung herzlich und küsste seine Schwester auf die Wange. Nach einer Ewigkeit lösten sich die Beiden voneinander und lächelten sich an.

„Hallo, Schwesterlein“, sagte Tommy liebevoll.

„Hallo, großer kleiner Bruder“, erwiderte Sabine grinsend und wandte sich dann Leila zu.

„Und du musst Leila sein“, sie ließ ihren Blick über die junge Frau schweifen, „Tommy hat nicht übertrieben, du bist eine wahre Schönheit“, sagte Sabine und umarmte auch Leila.

Leila erwiderte ihre Umarmung und lächelte verlegen. Neugierig musterte sie Tommys Schwester: Sabine war recht klein, mindest eineinhalb Köpfe kleiner als Tommy und immerhin noch einen halben kleiner als sie selbst. Ihre Gesichtszüge erinnerten Leila stark an Tommy, jedoch waren sie sehr viel feiner. Leila fand Sabine sehr hübsch und vom ersten Augenblick an sympathisch.

Tommys Schwester führte die Beiden durch ihre große helle Wohnung, von der Leila sofort begeisterte war, und danach gab es Kaffee und Kuchen.

„Wo ist dein Mann?“ fragte Tommy neugierig, während er sich ein großes Stück Erdbeerkuchen auflud. Sabine seufzte.

„Ich habe ihn seit 2 Monaten nicht gesehen, er ist ununterbrochen an der Front… die Lage ist, wie er sagt, kritisch. “ Leila merkte wie Sabine darunter litt und umfasste ihr Hand und drückte sie sanft. Sabine schenkte Leila ein trauriges Lächeln, dann riss sich Tommys Schwester zusammen.

„Aber egal, davon wollen wir uns dieses glückliche Zusammensein nicht verderben lassen, oder?“

„Nein“, meinte Tommy gespielt fröhlich und wechselte schnell das Thema, „der Kuchen ist übrigens köstlich!“

„Ja, ganz phantastisch“, stimme Leila strahlend ein und nahm einen großen Bissen von ihrem zweiten Kuchenstück.

Der Kuchen war wirklich ausgezeichnet und Leila musste sich nach dem vierten Stück zusammennehmen, um nicht noch weiter zu futtern.

„Sag mal, Leila, woher hast du dieses schöne Kleid? Es steht dir ausgezeichnet!“ fragte Sabrina wissbegierig. Leila schaute lächelnd zu Tommy und ihre Wangen färbten sich rötlich.

„Tommy hat es ausgesucht, eben im Kaufhaus. “ Beeindruckt schaute Sabrina ihren Bruder an.

„Ich bin überrascht, Bruderherz.

Du zeigst richtig Geschmack, erst dieses hübsche Mädchen und dann das Kleid. “

Die Zeit verging rasend schnell. Sabine und Tommy erzählten Leila abwechselnd Geschichten aus ihrer Jugend und Kindheit in A1 und Leila verschlang trotz ihrer ersten Scheue noch zwei weitere Stücke von dem leckeren Erdbeerkuchen.

Im Großen und Ganzen fühlte sich Leila bei Sabrina pudelwohl, doch das schöne Zusammensein wurde jäh unterbrochen, als Leilas und Tommys POD gleichzeitig piepsten.

Die jungen Leute riefen verwundert die erhaltene Nachricht auf, was zur Folge hatte, dass Leila seufzte und Tommy fluchte.

„Was ist los?“ wollte Sabrina wissen.

„Ein Notfall, wie es aussieht. Wir sollen sofort zum Stützpunkt zurückkehren, unsere Einheit rückt in einer Stunde aus. “ Sabrina zog einen Schmollmund. „Das ist aber schade“, murmelte sie und die Beiden merkten, wie ungern sie alleine war.

„Wir kommen dich die Tage noch mal besuchen, wenn wir mehr Zeit haben“, versprach Tommy beim Abschied und küsste Sabrina auf die Wange.

Leila drückte Sabrina zum Abschied und keine 10 Minuten später saßen die beiden jungen Leute im Hovercraft und sausten über den Highway in Richtung Militärbasis.

„Sie tut mir leid… irgendwie. So eine große Wohnung und so alleine, “ murmelte Leila und starrte gedankenverloren aus dem Fenster.

Tommy blickte starr auf die Straße.

„Ja, wir besuchen sie sobald wir wieder Zeit dazu haben.

Leila schenkte Tommy ein liebevolles Lächeln und legte dann ihren Kopf auf seine Schultern.

„Ach Tommy, wieso sind wir nur beim Militär… hätten wir uns nicht woanders kennen lernen können? Was ist, wenn einer von uns nicht vom Schlachtfeld zurückkommt? Tommy, ich habe Angst, furchtbare Angst. “

Tommy legte einen Arm um die junge Frau und drückte sie an sich, während er den Wagen geschickt auf der Fahrbahn hielt.

„Es wird uns nichts passieren, es wird dir nichts passieren, das schwöre ich. “

„Das kannst du gar nicht, es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren“, murmelte Leila, seufzte und streichelte mit einer Hand über Tommys vom Hemd verdeckter Brust.

„Pass auf, ich habe etwas für dich“, meinte Tommy plötzlich und grinste. Er ließ das Lenkrad los, sodass das Auto auf Autopilot stellte und von alleine auf der Spur blieb, und holte etwas aus seiner Hosentasche.

Dann nahm er Leilas Hand, legte etwas hinein und schloss ihre Hand sanft um den Gegenstand. Die junge Frau spürte etwas Warmes in ihrer Handfläche und schaute Tommy fragend an.

„Was ist das?“

„Ein Glücksbringer, er wird dich vor allem Übel der Welt beschützen. “

Neugierig öffnete Leila ihre Hand und betrachtete das Etwas. Es war eine Kette, an der ein silberfarbenes kleines Auto hing.

„Ein Auto?“ fragte Leila erstaunt und Tommy lachte auf.

„Ja… entschuldige, ich hatte leider gerade nichts anderes zur Hand, aber es ist mein Lieblingsmodell, ein M-301 . Ein wunderschönes Fahrzeug, wunderschön und viel zu teuer. “

„Es… Danke Tommy, es ist ein wunderbares Geschenk. “

„Jetzt übertreib mal nicht, es ist doch nur eine Kette mit einem Autoanhänger dran, ich habe es vor Jahren mal aus einem Kaugummiautomaten gezogen.

Leila lächelte, umschloss das kleine Silberauto mit ihren Fingern und drückte ihre Hand dann an ihre Brust.

„Eben, es ist etwas von dir, etwas, was dir wertvoll ist, eine Erinnerung. Und ab heute ist es auch eine Erinnerung für mich an dich, an dich und diesen schönen Tag. “
Tommy drückte Leila stärker an sich und die junge Frau kuschelte sich an ihn, während das Auto von alleine den Weg zur Militärbasis fand.

„Leila, ich liebe dich“, murmelte Tommy und küsste ihre Stirn, „und ich werde dich beschützen. Dir wird nichts geschehen. “

Leila seufzte und schloss die Augen.

Sie hoffte es, sie hoffte es so sehr, doch irgendwas sagte ihr, dass es nicht so kommen würde und das machte sie traurig.

19. Grüne Zone, A6 -121 / Nord-Frankreich im Jahre 3044 n.

Chr. 25 November; 18 . 40 Uhr.

Leila und Tommy waren die letzten Mitglieder der Schwarzen Mamba, die in dem Besprechungsraum eintrafen. Alle richteten ihren Blick auf Leila, sodass die junge Frau noch näher zu Tommy rückte. Baker pfiff anerkennend, was Leila die Röte in die Wangen trieb. Sie suchte Demon und sah den Mann in der hinteren Reihe sitzen. Er starrte sie mit seinen dunklen Augen an und seine Mimik war ausdruckslos.

Schnell wandte Leila den Blick von ihm ab.

Da hat wohl wieder jemand schlechte Laune…

„Willkommen zurück, bitte setzt euch“, begrüßte der Captain die Beiden kurz angebunden. Eilig setzten sich Tommy und Leila auf die freien Plätze neben Hunt, der sie lächelnd begrüßte.

„Gut. Nun sind wir vollständig. Folgende Situation hat sich ergeben: Eine der Quellen ist auf direkten Weg zur unserer Südfront, wir wissen weder ob es sich dabei um einen Overlord handelt oder etwas Anderes – vielleicht sogar Schlimmeres – ist.

Die Südfront hat in der letzten Woche schon erhebliche Verluste erlitten. Gehen wir davon aus, dass es sich bei der Quelle um einen Overlord handelt, dann kann die Legion dem Bastard in dem jetzigen Zustand nichts, absolut nichts entgegensetzen. Daher werden wir ausgesandt um die Quelle, oder den Overlord, zu eliminieren. “

Alle starrten den Captain fassungslos an.

Nach einer Minute hob Baker zaghaft die Hand.

„Baker?“

Der Hüne räusperte sich: „Ähm, wenn ich das richtig verstanden habe, dann sollen wir den Overlord vernichten, richtig?“

„Ja“, die Augenbrauen des Captain zogen sich zusammen, „das habe ich doch eben gesagt.

Baker schaute sich unwohl in der Runde um und räusperte sich wieder: „Und wie?“

Kurz war es still im Besprechungsraum, alle starrten gespannte auf den Captain der diese Frage wohl erwartet hatte und nach einer kleinen Pause erklärte:

„Ich habe vom Führungsstab eine Geheimwaffe ausgehändigt bekommen, damit werden wir den Bastard in die Hölle schicken, aus der er gekommen ist. “ Der Captain blickte in die Runde.

War es nur Einbildung oder hat sein Blick wirklich länger auf mir gehaftet als auf den anderen?

Leilas Haut wurde von einer Gänsehaut überzogen und sich schüttelte sich kurz. Baker schien darauf nichts erwidern zu wollen und so trat erneut Stille ein.

„Gut. Wir starten in zwanzig Minuten. Macht euch fertig, “ murmelte der Captain und drehte sich zu dem digitalen Wandbildschirm um, auf dem das Schlachtfeld der Südfront flimmerte.

Leila erkannte einen großen hellen Punkt, der sich langsam darauf zu bewegte.

****

Zwischenszene zum neunzehnten Kapitel:

Grüne Zone A6 -115 / Nord-Frankreich; 18 . 48 Uhr.

Dr. Grom betastete die Verbände, die nach der Operation seinen Armstumpf bedeckten und sein Mund verzog sich zu einem Grinsen.

„Sir?“ der behandelnde Arzt stand vor ihm und betrachtete Grom verwirrt, „alles in Ordnung mit Ihnen, wie fühlen Sie sich?“

„Selbstverständlich, ich fühle mich blendend, “ erwiderte Grom und erhob sich vom Krankenbett.

„Sir, Sie sollten mindestens noch eine Woche Bettruhe waren, eine solche Verletzung darf man nicht unterschätzen!“ bemerkte der Arzt streng und versperrte Grom den Weg.

„Ach was! Ich sagte Ihnen doch bereits, dass ich mich wie neugeboren fühle und nun gehen Sie mir aus dem Weg, ich habe viel zu erledigen. Wo befindet sich die Kommandozentrale?“

Der Arzt seufzte und drehte sich zur Tür des Zimmers um, die nach seinem Eintreten offen stand.

„Schwester Sophie?“ rief er, ohne Grom den Weg freizugeben, dann wandte er sich wieder an Grom: „Warten Sie, die Schwester wird Sie begleiten. Zum Einen kennt sie den Weg, zum Anderen kann sie auf Sie Acht geben… damit Ihrem Sturkopf nichts geschieht. “

Grom knurrte belustig und verschränkte die Arme vor der Brust. Plötzlich drang ein Geruch in Groms Nase, der so berauschend war, dass im kurz schwindelig wurde.

Er stöhnte auf und hielt sich am Doktor fest, der besorgt nach seinen Armen griff und Grom festhielt.

„Was? Was haben Sie?“

Grom raffte alle seine Selbstbeherrschung zusammen und richtete sich auf, obwohl der Geruch immer stärker wurde, immer intensiver.

„Sie haben nach mir gerufen?“ fragte eine liebliche Stimme. Groms Kopf zuckte ruckartig zur Tür, in der die Schwester stand und den Arzt fragend anblickte.

„Ja, aber ich glaube Herr Grom sollte doch noch etwas Bettruhe waren“, erklärte der Arzt, wobei er Grom abschätzend musterte.

„Blödsinn“, murmelte Grom, der den Blick nicht von Sophie abwenden konnte. Dort stand sie, die Quelle, der Ursprung, die Offenbarung.

„Kennen Sie den Weg zur Kommandozentrale?“ fragte Grom Sophie. Die Frau nickte langsam, wobei den Blick immer wieder fragend zum Arzt schweifte.

Dieser seufzte und trat zur Seite. „Sophie, sei so lieb und begleite Dr. Grom zur Kommandozentrale und bleibe in seiner Nähe, er hat einen schweren Unfall hinter sich. “

„Okay, folgen Sie mir bitte“, die Frau lächelte Grom an, drehte sich dann um und verließ das Zimmer. Grom folgte ihr, er konnte den Blick einfach nicht abwenden. Sophie führte Grom einen langen Korridor entlang und bog dann zu den Fahrstühlen ab, die sich in einem Seitengang befanden.

Die Krankenschwester drückte den Knopf, der den Fahrstuhl anforderte, und wartet, die Hände auf die Hüpften gestemmt. Grom stand hinter ihr und zog ihren Duft in sich auf. Er streckte seine noch vorhandene Hand nach dem langen Haaren aus, die Sophie zu einem Pferdeschwanz gebunden trug und unter dem die nackte, seidige Haut ihres Nackens zum Vorschein kam. Der Duft, der von Sophie ausging brachte Grom fast um den Verstand. Er hatte noch nie so etwas gerochen, so einen herrlichen Geruch – dafür würde er sterben.

Die Fahrstuhltür öffnete sich und Grom betrat hinter Sophie die Fahrstuhlkabine. Er schob sich hinter die Frau und wartete, dass sie den Schalter für das Erdgeschoss drückte. Sobald sich der Fahrstuhl in Bewegung gesetzt hatte wurde Grom aktiv. Er drückte Sophie mit seinem Oberkörper gegen die geschlossene Fahrstuhltür und schob danach ihren Kittel über ihre runden Arschbacken.

„Was machen Sie! Lassen Sie das!“ fragte Sophie empört, aber Grom hielt ihren Oberkörper mit seinem Gewicht einfach gegen die Tür gedrückt und zog mit seine Hand ihren Slip nach unten.

Ihr Duft nahm ihm fast die Sinne.

Grom kniete sich hinter die Frau und ließ seine Zunge, noch ehe Sophie sich von der Tür abstoßen konnte, zwischen ihren Arschbacken hinab schlecken. Sophie erstarrte.

„Oh!“ kam es über ihre Lippen und sie schaute über die Schultern, als Groms Zunge nun durch ihre Möse leckte.

„Das ist… nicht richtig, “ seufzte Sophie, „ich habe einen Freund! Lassen Sie das… ah….

Grom leckte kurz über Sophies Kitzler, was der Frau ein Stöhnen entlockte, und ließ seine Zunge dann erneut zwischen ihren Schamlippen gleiten. Er schmeckte ihren Saft und stieß seine Zunge dann in die Möse der Frau.

„Nicht richtig…, “ seufzte Sophie wieder, „oh… oh!“

Wie lang kann eine menschliche Zunge sein?

Fragte sich die Frau, dann verdrängte die fickende Zunge zwischen ihren Schenkeln all ihre Gedanken und sie ließ sich treiben.

Ihren Freund, sowie ihren Widerwillen, hatte sie seltsamerweise bereits vollkommen vergessen.

****

Kapitel 19 Fortsetzung.A6 -121 / Nord-Frankreich im Jahre 3044 n. Chr. 25 November; 18 . 00 Uhr.

Mit einem bedauernden Seufzer zog Leila das blaue Kleid aus und schlüpfte in die Hose ihrer Rüstung.

Nun marschieren wir also mitten in den Krieg…

Leila zog ihren Brustpanzer über und schloss die Scharniere.

Wie wird es auf dem Schlachtfeld wohl zugehen?

Als nächstes zog sie den breiten Gürtel und die Schutzplatten für ihre Beine an.

Was wird geschehen?

Die Schulterpanzerung und Armschützer folgten.

Ich habe Angst.

Ihr kam plötzlich ein Gedanke und sie holte aus ihrer Handtasche, die Tommy ihr ebenfalls gekauft hatte, die kleine Kette hervor und band sie sich um den Hals.

Es stellte sich als etwas knifflig heraus, da die Schulterpanzerung störte, doch nach ein paar Versuchen hatte sie es geschafft und das kleine Silberauto baumelte auf der Mitte ihrer Brustpanzerung. Sie lächelte und fuhr mit ihren Fingern die Form des Autos nach, dann schob sie den kleinen Flitzer unter ihren Brustpanzer und stieg in die schweren Stiefel.

Ich hoffe nur, dass Tommy und den Anderen nichts passiert…

Leila nahm ihren Helm und betrachtete in Gedanken versunken die fein gearbeiteten Schwingen.

Der Klang einer Stimme holte sie schließlich in die Realität zurück.

„Leila, bist du bereit?“ es war Tommy, der junge Mann stand in voller Rüstung an der Tür der Umkleidekabine und lächelte sie an.

Langsam erhob sich Leila, setzte den Flügelhelm auf und nahm ihr Sturmgewehr in die Hand, dann blickte sie Tommy an.

Sie flüsterte mehr zu sich als zu ihrem Freund:

„Ja, ich bin bereit, aber ich wünschte ich wäre es nicht.

-= Fortsetzung folgt bald =-.

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