Schwerter
Veröffentlicht am 23.05.2025 in der Kategorie AllgemeinGeschätzte Lesezeit: 33 Minuten, 8 Sekunden
Das übliche vorneweg: die Geschichte ist nur für über 18, alles ist frei erfunden, alle Ähnlichkeiten sind rein zufällig,…
Ich hatte mir zuerst überlegt, ob es nicht besser unter NonConsent/Reluctance aufgehoben wäre. Da die schlechte deutsche Übersetzung (Nicht Festgelegt) aber eher zu Verwirrungen führt, kommt sie eben unter Sci-Fi.
Wem sowas nicht gefällt, bitte doch einfach woanders was lesen.
Allen anderen viel Spaß.
Schwerter
—1
Vorsichtig schleiche ich den dämmerigen Gang entlang. Bis hierher zu gelangen war zwar kein Kinderspiel gewesen, aber auch nicht zu tragisch. Ich bin positiv überrascht, alles läuft nach Plan, und die Karte des Palasts, die ich unter viel Mühen ausfindig gemacht habe, ist korrekt. Nicht in jedem Detail, aber ausreichend genug, um sich leicht zu orientieren.
Die letzte Tür, ganz am Ende des Gangs, muß die zu den Schlafgemächern meines Ziels sein.
Sardio D’zgant. Reicher Händler, und, wie ich seit ein paar Tagen vermute, Hexer.
Ich hasse von magischen Kräften eingerichtete Räume. Wie diesen. Bläulich- weiße, magische Lichter werfen ihr kaltes, nicht flackerndes Licht schwach auf die dunklen Steine. Gerade hell genug, das sich ein Mensch orientieren kann.
Es war ein Fehler gewesen, diesen Auftrag anzunehmen. Manchmal sollte ich doch einfach auf diese kleine Stimme in meinem Hinterkopf hören.
Einfach nur manchmal.
—2
Die Person die ich in der schummrigen, verräucherten Spelunke getroffen hatte, war unter Umhang und Schals so vermummt gewesen, daß ihre Identität geheim bleiben konnte. Zumal bei diesem Licht. Trotzdem war dem geübten Beobachter erkenntlich, daß es eine Frau war, noch dazu von hoher Herkunft. Sie war völlig deplaziert.
„Warum bin ich hier?“ fragte ich, nach dem ich Platz genommen und mir einen Wein bestellt hatte.
„Weil ich jemanden tot sehen möchte. „
‚Gut‘, dachte ich, ’sie redet nicht um den heißen Brei herum. ‚
Jemanden umbringen, das ist, was ich tue. Unter anderem. Nicht viele Leute wissen das, natürlich. Um genauer zu sein, sehr wenige. Und nur zwei wissen, wie ich kontaktiert werden kann. Die Dame hat Verbindungen. Allerdings nicht unbedingt welche, die zu positiven Empfehlungen führen würden.
Laut sagte ich: „Und wen?“
„Sardio D’zgant.
Gewürzhändler. Er ist nicht schwer zu finden. Wieviel verlangst du dafür?“
Ich überlegte kurz. Ein Gewürzhändler. Das Risiko dürfte nicht allzu groß sein.
„1000 Gulden“ sagte ich dann. Ich greife immer gern ein bißchen hoch. Das unterstreicht den eigenen Wert, und gibt einem Verhandlungsspielraum.
„1000 Gulden“ flüstert sie, „das ist viel Gold. „
„Dafür bekommst du auch gute Dienste“.
Sie überlegte.
Während ich wartete spielte ich schon mit möglichen Reaktionen auf ihre Antwort.
„Einverstanden“ sagte sie, die Stimme kühl und nüchtern.
‚Was?‘
Ich glaubte mich verhört zu haben. Ich überspielte meine Überraschung und gewann Zeit in dem ich nach dem Weinbecher griff und einen langsamen Schluck tat. Bah, was für ein Geplörre. Warum bestehen nur immer wieder so viele Auftraggeber auf solchen Treffpunkten.
Das ist so Klischee…
‚Das ging zu schnell, zu einfach. Laß‘ die Finger davon, das Zuckerpüppchen sagt dir nicht alles. ‚
‚Wer tut das schon? Alle haben ihre Geheimnisse. Das wird leicht verdientes Gold. ‚
Wie so oft stritten die zwei Stimmen in meinem Kopf. Meine Mutter hatte immer gescherzt, daß ich eigentlich ein Zwilling hätte werden sollen. Aber da in ihrem zierlichen Leib nicht genug Platz gewesen sei, müßten sich jetzt halt zwei Geister den einen Körper teilen, und aus einem Mund sprechen.
Als Kind hatte ich das Ernst genommen. Ich glaubte eigentlich zwei zu sein und dachte mir sogar einen zweiten Namen aus.
Ich zwang meine Gedanken zu den Verhandlungen zurückzukehren.
„Gut. Zweihundert um mich anfangen zu lassen, und um Nachforschungen zu finanzieren. Die anderen achthundert nach Erledigung des Auftrags. „
Wieder dachte sie kurz nach.
„Ich brauche zwei Tage, um das Gold zu bekommen.
Ich gehe recht davon aus, das du keinen Brief akzeptieren wirst?“
Schlaues Mädchen. Geldbriefe waren vor einigen Jahren in die Mode gekommen, vor allem bei wohlhabenden Händlern. Ersparten sie ihnen doch, schweres Gold mit sich zu führen. Und noch dazu konnte in dem Brief eingetragen werden, wer der Empfänger war. So etwas wie Schuldbriefe, nur anders. Angeblich besser. Aber nichts für mich.
„Richtig. Gold hinterläßt keine Spuren.
„
Das war zwar nicht ganz richtig, aber nah genug dran.
— 3
Zwei Tage später hatte sie mir das Geld gebracht, und ich mit meinen Nachforschungen begonnen. Der Mann war Händler, insofern war es recht einfach an grundsätzliche Informationen zu gelangen. Die interessantesten Informationen aber sitzen immer tiefer, und sind selten einfach zu erhalten.
Die Informationssuche ist auch immer der gefährlichste Teil eines Auftrags, insbesondere für mich.
Im Gegensatz zu den meisten Bewohnern dieser Stadt ist meine Haut dunkel wie Mahagoni, fast schon schwarz. Dazu bin ich größer als die meisten Frauen hier, obwohl das meist zu meinem Vorteil gereicht. Ist es so doch viel einfacher als Mann aufzutreten. Die meisten Leute lassen sich von ihren Erwartungen täuschen. Und bei einer fast ein Meter achtzig großen Person sehen sie in der Regel einen Mann.
Zum Glück ist dies eine große Hafenstadt, mit Bewohnern und Besuchern aus allen Ecken der Welt.
Dunkelhäutige Menschen fallen zwar auf, sind aber doch häufig genug, um nicht wirklich ein Aufsehen zu erregen.
Der erste Hinweis, das mit dem Händler etwas ungewöhnlich war, lag in der Art wie sich die Leute umschauten, wenn sie über ihn sprachen. Dies veranlaßte mich dazu, mich etwas spezielleren Informationsquellen zuzuwenden. Da ich schon seit einigen Jahren von dieser Stadt aus operiere, hatte ich mir ein gut gehendes Informantennetzwerk aufgebaut. Von da kamen dann auch die Hinweise.
Nichts Konkretes, vage Andeutungen und Gerüchte. Aber alle deuteten in eine Richtung: mein Ziel war entweder mit einem Magier in Verbindung, oder selbst ein Hexer.
Zauberer, Magier, Hexer, welchen Namen sie auch immer tragen, sind Fakt unseres Lebens. Für die meisten Menschen allerdings ein ferner Fakt, von dem man gehört, den man aber nie selbst erlebt hat. Das gleiche gilt für Könige und Fürsten.
Hexerei, oder Magie, kommt schon häufiger vor.
Die meisten Kräuterfrauen und Heiler kennen ein oder zwei Zauberbanne. Ich schätze ein Hexer ist einfach nur ein qualitativer Unterschied dazu. Im Allgemeinen wird Hexerei nicht gerne gesehen. Wer ihrer nicht mächtig ist, kann sich nur schlecht dagegen schützen. Und im Gegensatz zu Schwert, Schild und Bogen, scheint nicht grundsätzlich jeder in der Lage zu sein, den Umgang mit ihr zu erlernen. Furcht beherrscht den Umgang mit dem, das wir nicht kennen. Und mehr noch bei dem, das wir nicht können werden.
Dennoch nutzen viele der Reichen Hexerei um Wertvolles schützen zu lassen.
Ich selbst kenne keinen Bann, aber ich habe gelernt einen solchen zu erkennen, wenn ich ihn sehe. Das kann sehr hilfreich sein, vor allem um an die wertvollen Dinge zu gelangen, welche die Reichen so schützen wollen.
Meine inneren Stimmen traten mal wieder in einen Wettstreit.
‚- Ich habe es gleich gedacht, das ist zuviel Gold für den Mord an einem simplen Händler.
Das ist zu gefährlich, laß es bleiben. ‚
‚- Das ist die Herausforderung. Das Gold ist gut. Du mußt ihn nur überraschen. Außerdem hast du keine Ahnung wo du die Auftraggeberin finden kannst, und du hast den Kontrakt angenommen. ‚
Das Letzte gab den Ausschlag. Ich hatte den Kontrakt angenommen und besiegelt. Mein eigener Ehrenkodex gebot, ihn zu erfüllen. Egal wie dämlich dies sein sollte. Stolz ist ein armseliger Ersatz für Verstand.
Ich verdoppelte meine Sorgfalt, und nach fünf Tagen und der Ausgabe von fast dem gesamten Vorschuß fühlte ich mich ausreichend vorbereitet. Ich wußte alles, das sich ohne magische Hilfe oder einem Insider herausfinden ließ. Ich war bereit, und machte mich auf den Weg.
—4
Auf einmal schimmert die Luft um mich herum. Sofort springe ich zurück. Zu spät, zu langsam. Aus Wänden, Decke und Boden schießt eine Masse schwarzer Tentakeln und schlingen sich um mich.
Sie schlingen sich um meinen Leib, wo immer sie mich gegriffen kriegen. Noch während sie sich um mich legen, öffnen sich die ersten Griffe und packen woanders zu. Wenige Atemzüge später hänge ich in der Luft, die Arme seitwärts nach oben gezogen, die Beine entsprechend nach unten. Die Griffe sind fest, und egal wie sehr ich schweigend gegen sie kämpfe, sie geben nicht ein Zoll nach.
Meine Gedanken rasen. Wieso habe ich den Bann nicht bemerkt? Was kann ich tun? Nichts, wie es scheint.
Schreien scheidet von vornherein aus, auch wenn der Hexer bestimmt eh schon alarmiert ist. Meine Dolche kann ich nicht erreichen und meine Stärke ist offensichtlich keine Herausforderung für diese Tentakeln.
‚-Wir haben es ja gleich geahnt. Der Preis war zu hoch, zu einfach. ‚
‚-Ja, ja. ‚
Dann höre ich leise Geräusche hinter mir. Leise Schritte und das Rascheln von Gewändern. Ich zwinge mich stillzuhalten, einfach nur schlaff in den Fesseln zu hängen.
Vielleicht kann ich ihn ja noch überraschen, falls er mich von diesen magischen Fesseln befreit.
Ein Windhauch streicht über meine Haut, gefolgt von einem Schauer und Gänsehaut.
‚-Was zum…?‘
Ein Blick an meinem Leib hinab bestätigt das Gefühl. Ich bin nackt. Kleidung und Rüstung sind ebenso verschwunden wie Waffen und sonstige Ausrüstung. Das einzige, das ich noch trage sind schmale Streifen aus Seide um meine Handgelenke und Leder um meine Knöchel, unter den Tentakeln, die sich um mich geschlungen haben.
‚-Verdammt. Ich hasse Hexer. Wenn ich nur eine Hand freibekäme. ‚
Etwas knochiges berührt mich im Nacken. Streicht entlang des Rückgrats nach unten bis zwischen die Gesäßbacken. Ein kribbelndes Gefühl folgt der Berührung. Vermutlich ein Finger. Ein Schauder durchläuft mich, mein Leib erschauert unwillkürlich.
Der vermutliche Finger streicht zurück nach oben, dann legt sich eine Hand auf jede Schulter.
Mir wird jetzt erst richtig bewußt, wie verletzlich ich im Moment wirklich bin.
Nackt und gespreizt hänge ich in der Luft. Nichts was den Hexer daran hindern kann mich zu mißbrauchen.
Unter anderen Umständen könnte ich das vielleicht sogar genießen.
‚-Ja, wir sind halt einfach ein geiles Luder. Was heißt hier unter anderen Umständen?‘
Die knochigen Finger graben sich sanft in mein Fleisch und beginnen eine fast schon zärtliche Massage. Ich bin verwirrt.
„Eine angenehme Überraschung.
Du hättest versucht eine Klinge in mein Fleisch zu stoßen. Ich schätze es ist nur gerecht, wenn ich mein Schwert in dein Fleisch stoße. „
Die Stimme ist tief und kalt. Kein Gefühl schwingt darin mit, nicht einmal der zu erwartende Zorn.
‚-Ja, was auch immer. Bringen wir es schnell hinter uns. ‚
Ich schließe meine Augen in gefaßter Resignation und erwarte den Schmerz.
Stattdessen geht der Finger wieder auf Wanderschaft entlang meines Rückgrats, gefolgt von dem prickelnden Gefühl. Was will der Kerl? Auf und ab wandert der Finger, und Gefühle die ich lieber nicht hätte, fangen an sich in meinem Körper auszubreiten.
Die andere Hand verläßt meine Schulter und legt sich um meine Brust. Die Finger sind so hager und knochig wie sie sich anfühlen, die Haut ist gelblich und voller bräunlicher Flecken.
Der Finger setzt seine Wanderung mein Rückgrat auf und ab fort. Als er schließlich wenig überraschend noch tiefer gleitet und sanft, fast zärtlich meinen Anus streichelt, kann ich die Empfindungen nicht mehr verleugnen. Ich werde geil, und widerwillig akzeptiere ich, daß sich Feuchtigkeit in meinem Schoß sammelt.
‚-Wir sagen’s doch. Von wegen andere Umstände. Wir sind einfach ein geiles Luder. ‚
‚- Blödsinn.
Er ist Hexer, richtig? Er hat uns verhext, so einfach ist das. ‚
‚-Sind wir uns da sicher?‘
Bin ich mir das?
Bin das wirklich ich, oder ist die Magie des Hexers hier am Werk?
Es muß die Magie sein, sicherlich. Selbst die größte Schlampe könnte unter diesen Umständen nicht erregt werden, oder?
Seine Hände verlassen meinen Körper. Stattdessen höre ich wieder Stoff rascheln.
Die mich fesselnden Tentakeln ziehen mich weiter nach vorne und senken sich. Gleichzeitig schlingt sich ein weiterer Tentakel um meinen Bauch und zieht ihn leicht nach oben. Mein Oberkörper hängt jetzt fast waagerecht, mein Hintern muß fast obszön nach oben zeigen. Dazu die weit gespreizten Schenkel. Er hat nicht nur freien Blick auf alle Reize, die mein Leib zu bieten hat. Er hat auch ungehinderten Zugang. Mich schaudert. Aber ist es Widerwillen oder Geilheit?
‚- Oh ja.
Die Schenkel gespreizt, den Arsch gereckt, den freien Blick auf die vor Feuchte glänzenden Falten. Was für eine Art sich einem Fremden vorzustellen. ‚
‚- Mach mal halblang. Wir machen das ja schließlich nicht freiwillig. ‚
Wieder die knochigen Finger auf meiner Haut, diesmal greifen sie überraschend fest nach meinen Hüften. Und dann etwas festes, breites, das zwischen meine geöffneten Falten reibt. Es kann nur eines sein, wenn der Hexer sich keine dritte Hand hat wachsen lassen.
Er positioniert die Spitze seines Geschlechts an meinem Eingang und drückt sich langsam hinein. Er ist dicker als ich erwartet hätte, aber ich bin feucht und das Fleisch gibt seinem Druck langsam und freudig nach. Mein Verstand versucht noch Herr der Lage zu bleiben, aber er wird von der Geilheit, die mich mehr und mehr ausfüllt, einfach überrannt.
‚Wenigstens ist es eine Vergewaltigung die sich gut anfühlt.
‚ höhnt die eine kleine Stimme.
‚Aber ist es eine Vergewaltigung, wenn es uns gefällt?‘ wirft die andere ein.
‚Verdammt, ja, das ist es, wenn die Geilheit durch Zauberei gegen den eigenen Willen geschaffen wird‘ denke ich, während ich ein wollüstiges Stöhnen unterdrücke.
‚Ist sie das wirklich? Vielleicht sind wir ja nur sexhungrige Luder‘ höhnt die erste Stimme wieder.
Jetzt hat er sein Glied zur Gänze in mir, jedenfalls denke ich das.
Verdammt ist er lang und dick. Ich kann mich nicht erinnern jemals so gedehnt und gefüllt gewesen zu sein.
Schweigend beginnt er sich zurückzuziehen und wieder vorzustoßen, einen langsamen Fick zu beginnen. Oh Göttin, das fühlt sich so gut an. Viel zu gut. Bevor ich recht weiß, was ich tue, versuche ich mich gegen ihn zu bewegen.
Die mich fesselnden Tentakeln stabilisieren mich etwas, aber nicht ausreichend.
Ich bin seinen Stößen hilflos ausgeliefert, in jeder Hinsicht. Ich kann sie nicht vermeiden, mich nicht wehren, ich kann sie aber auch nicht spürbar verstärken. Und während mein Verstand immer noch gegen diesen Mißbrauch rebelliert, wäscht die immer noch wachsende Geilheit diesen Teil immer weiter weg. Es dauert nicht lange, bis ich nur noch eine hemmungslos stöhnende Masse aus Fleisch und Geilheit bin, die es nicht erwarten kann, sein Geschlecht bis zum Anschlag in mir zu spüren.
„Wie fühlt es sich an, das Schwert zu empfangen anstatt es zu führen?“
Hohn und Amüsement sind schwer in seiner Stimme, aber selbst das kann meine Geilheit nicht mehr bremsen.
‚-Sei froh das sein Schwert nicht aus Stahl ist. An gebrochenem Stolz sterben nur Narren. ‚
Er nimmt sich Zeit, quälend langsam bewegt er sich in mir und nur das letzte bißchen Stolz das mir verbleibt, hindert mich daran ihn anzubetteln mich härter zu nehmen.
Mich endlich zum Höhepunkt zu treiben.
Nach einer gefühlten Ewigkeit werden seine Stöße endlich schneller und heftiger. Sein Schweigen wird durch gelegentliches Grunzen durchbrochen. Seine Linke rutscht von meiner Hüfte zu Taille vor, die Nägel graben sich schmerzhaft in meine Haut. Die Rechte vergräbt sich in meinem Haar und reißt meinen Kopf nach hinten. Oh Göttin, ist das geil. Das Klatschen von Fleisch auf Fleisch und meinen Stöhnen hallen von den Steinwänden wieder.
Und dann durchschießt mich der Höhepunkt wie geschmolzene Lava. Es beginnt tief in meinem Schoß, und strahlt dann durch den ganzen Körper. Wie aus weiter Ferne höre ich mich keuchen und stöhnen, Lichtblitze tanzen vor meinen Augen, und die Luft wird knapp.
— 5
Als ich wieder klar denken kann, bin ich alleine und um mich herum herrscht dämmriges, bläuliches Licht. Mein Körper ist entspannt und schlaff, mein Verstand zuerst wie in Watte gepackt, dann strampelt er sich frei und die Gedanken beginnen zu rasen.
Als erstes eine Bestandsaufnahme.
Ich bin nackt, liege auf einer schwarzen, elastischen Fläche die überraschend warm ist. Überhaupt ist es überraschend warm.
Mein Schoß und die Schenkel sind klebrig und halten das Gefühl kühler Feuchte. Die Saat des Hexers.
‚-Und die Säfte unserer eigenen Geilheit‘ höhnt die eine der Stimmen.
Mich schaudert, und auf einmal fühle ich mich schmutzig.
Ekel erregend schmutzig. Mein Blick wandert durch den Raum, kaum Einzelheiten registrierend bis er auf die elegante Toilette fällt. Genau was ich gesucht habe. Darauf ruht eine Porzellanschale und eine Metallkanne. Ich krabble von dem ‚Bett‘ und mache die drei Schritte dorthin. Als ich davor stehe sehe ich auch die Seife und einen Lappen. Die Kanne ist, wie erhofft, mit Wasser gefüllt. Ich fülle die Schale und beginne mich zu waschen. Und wieder, und wieder.
Nach dem fünften Mal gewinnt mein Verstand langsam wieder die Oberhand über das Gefühl des Ekels.
‚-Du dumme Kuh. Sauberer geht nicht mehr. Mach‘ lieber was Sinnvolles und such nach einem Fluchtweg. Immerhin ist nur unser Stolz verletzt, der Rest funktioniert ja wohl noch. ‚
Ich schaue mich also wieder um, diesmal konzentriere ich mich auf die Einzelheiten. Der Raum ist rund und groß, mit einer hohen Decke.
Die Mitte wird von besagtem ‚Bett‘ dominiert, das mich in Farbe und Textur erschreckend an die Tentakeln erinnert. Ich kann keine Tür und kein Fenster erkennen. Das Licht stammt von den gleichen bläulich schimmernden Kristallen wie zuvor im Gang, die hoch in den Wänden eingelassen sind. Magie, denke ich.
‚-Nicht wahr. Magie, ehrlich?‘ höhnt die penetrante Stimme. Ich ignoriere sie, wie meist. Was für einen Sinn hat es, mit sich selbst zu streiten?
Außer dem Bett ist da noch die Toilette, mit allem was eine Frau brauchen kann, um sich frisch zu machen.
Und dann noch ein Schrank. Ich öffne die Türen und finde eine Ansammlung Kleidungsstücke. Zuerst bin ich erleichtert. Trotz dem Vorgefallenen bin ich erleichtert dem Hexer beim nächsten Mal nicht nackt gegenüber treten zu müssen. Doch die Erleichterung verfliegt rasch als ich die Kleidungsstücke durchmustere.
Selbst eine Hure hätte es sich zweimal überlegt solch eine Garderobe anzulegen. Allesamt sind sie nur dazu angelegt, mehr zu zeigen als zu verhüllen. Da bleibe ich lieber nackt.
Ich inspiziere die Wände und den Boden aufs genaueste, vergeblich. Keine Spalte, keine Ritzen im Mörtel, keine versteckten Schalter oder Hebel.
Zurück zum Bett, dasitzen und nachdenken. Die Decke studieren, soweit das Licht reicht. Als ich denke, das es ruhig etwas heller sein darf, erhellen sich die Kristalle bis hin zu einem fast weißen Leuchten. Überrascht reiße ich die Augen auf. Dann gehe ich sofort wieder ans Werk, und untersuche den Raum erneut auf das genaueste.
Wieder nichts. Die Mörtelfugen bieten nicht mal genug Raum um daran hinauf zu klettern.
Also setze ich mich wieder auf das Bett, zerbreche mir weiter den Kopf und spiele mit der Beleuchtung.
Irgendwann werde ich hungrig, und auf die entsprechenden Wunschvorstellungen tauchen Brot, Wurst, Käse und Wein auf. Das gibt mir den Gedanken, und ich fange wild an auszuprobieren, was alles auftaucht, wenn ich nur daran denke.
Unbestimmte Zeit später bin ich überzeugt, die Antwort zu kennen. So ziemlich alles, außer Waffen oder einem Ausgang.
Was soll’s. Also ‚wünsche‘ ich mir ein Stück Seil. Sofort halte ich ein etwa 1 Schritt langes Seidenseil in der Hand. Wunderbar.
Doch das Lächeln verschwindet schnell von meinen Lippen. Sobald ich mir vorstelle, wie ich dieses Seil um des Hexers Hals lege, verschwindet es auch schon wieder. Ich experimentiere noch eine Weile herum, erreiche aber nichts, das mir in irgendeiner Form weiterhelfen würde.
Frustriert gebe ich schließlich auf.
Stattdessen setze ich mich auf das ‚Bett‘ und beginne zu meditieren. Ich muß meinen Geist und Verstand klar bekommen, und mir etwas einfallen lassen.
— 6
Ich wache auf, weil ich mich nicht in eine bequemere Lage wenden kann.
Mein schläfriger Verstand braucht einen Moment, bis er realisiert das ich gefesselt bin. Tentakeln sind aus dem Bett gewachsen und haben sich um meine Handgelenke und Knöchel gewunden.
Sie zwingen mich auf den Rücken, die Arme gerade über den Kopf gestreckt, die Füße in die gleiche Richtung seitwärts gezerrt, so das meine Knie fast die Brüste berühren. Mein Geschlecht liegt so offen und wehrlos einem jedem Betrachter preisgegeben.
Von diesen gibt es nur einen. Den Hexer, der nackt am Fuße des Bettes steht. Hager ist er, fast ausgemergelt. Die Haut seines Körpers ist genauso gelblich wie die seiner Hände, von Altersflecken bedeckt und schrumpelig.
Die Brust ist von dichtem, grauen Haar überzogen. Was würde ich dafür geben, wenn ich ihm sein höhnisch-triumphierendes Grinsen aus dem schmalen Gesicht schneiden könnte.
‚-Nicht doch, wo er uns doch so geil macht. ‚
‚-Wir werden ja schon bei der Vorstellung, von ihm genommen zu werden, naß. ‚
Das einzige das einigermaßen attraktiv an ihm ist, ist sein Geschlecht. Stolz ragt es aus einem Urwald grauen Haares heraus.
Göttin, es ist riesig, lang und fett, die rote Spitze glänzt feucht. Das hat bereits in mir gesteckt? Ich kann es kaum glauben.
‚-Und wir haben es total geil gefunden. ‚
‚-Wann war das letzte Mal, daß wir so einen Orgasmus hatten?‘
Verdammte Stimmen. Und sie haben leider auch noch recht.
Ein Schauer der Lust durchläuft mich während ich hoffe, das er es mir in den Mund steckt.
Ein fester Biß und er nimmt nie mehr eine Frau gegen ihren Willen, egal wie sehr er sie verhext hat.
Natürlich tut er mir den Gefallen nicht. Stattdessen kniet er sich zwischen meine weit gespreizten Schenkel und beginnt mich zu streicheln. Ein weiteres paar Tentakeln schlingt sich um den Ansatz meiner Brüste in einer engen, leicht pulsierenden Fesselung. Obszön stehen sie jetzt prall nach oben ab, und werden mit jedem Atemzug empfindlicher.
Jede Berührung seiner knochigen Finger schickt Wellen der Lust direkt zu meinem Geschlecht. Warum konnte keiner meiner frei gewählten Liebhaber mich so geil machen wie dieser Bastard?
‚-Vielleicht weil sie uns nicht verhext haben? Oder weil sie uns nicht richtig genug ‚ran genommen haben? Uns nicht zu unserem Glück gezwungen haben?‘
‚-Vielleicht sollten wir uns einen anderen Hexer zum Liebhaber wählen, falls wir hier je ‚rauskommen. ‚
Unwillkürlich stöhne ich auf als er erst einen, dann zwei Finger in mich schiebt.
Er vögelt mich nicht wirklich mit ihnen. Es ist mehr ein sorgfältiges Erkunden und Streicheln meiner inneren Haut, und er tut es mit scheinbarem Genuß.
Ich gebe jeden Anschein von Widerstand auf und überlasse mich voll den geilen Gefühlen, die er in mir hervorruft. Wenn er mich verhext hat, weiß er eh was in mir vorgeht, warum also nicht das Beste daraus machen, bis ich einen Weg zu Flucht und Rache gefunden habe.
Oh ja, ich habe nicht aufgegeben. Ich akzeptiere nur das Unvermeidliche.
‚-Klar doch. Und wie geil sein Schwanz in uns ist, spielt überhaupt keine Rolle. ‚
Mit einem Streicheln über meine Perle der Lust läßt er mich erneut in lüsternes Stöhnen ausbrechen, dann sind sein Finger von meinem Geschlecht verschwunden. Stattdessen tauchen sie vor meinen Lippen auf. Seine Männlichkeit wäre mir lieber gewesen, aber gut, ich nehme auch seine Finger.
Fleisch in das ich meine Zähne sinken lassen kann.
Aber mein Kiefer gehorcht mir nicht. Statt Widerstand, reißender Haut und dem Geschmack von Blut füllt der Geruch und Geschmack meiner eigenen Geilheit meinen Mund. Genüßlich lecke ich die eigene Feuchte von seinen Fingern.
‚-Wir haben nicht wirklich geglaubt, es wäre so einfach, oder? Oder ist es vielleicht wirklich so geil, das wir das nicht beendet haben wollen?‘
Er zieht die Finger aus meinem Mund, und läßt die Hände zu meinen Brüsten wandern.
Sanft streichen sie über das gespannte, blutgefüllte Fleisch während die Tentakeln darum leicht pulsieren. Ich presse mich ihm entgegen, verlange mehr zu fühlen. Die Haut scheint so viel empfindlicher zu sein als sonst.
„Ahhhh“ entringt sich mir der Schrei, und mein Körper bäumt sich auf, als seine langen Nägel in meine Brustwarzen stechen. Sofort gefolgt von seinem Geschlecht, das sich langsam aber unaufhaltsam in mich bohrt. Mein Schrei verklingt und wird durch kehliges Stöhnen ersetzt, als der Schmerz von der Geilheit übernommen wird.
Er beginnt sich langsam vor und zurück zu bewegen, wie schon beim letztenmal.
Und wie da auch, fühlt es sich einfach wieder unglaublich geil an. Viel mehr, als es unter diesen Umständen sollte. Ich stöhne, laut und hemmungslos, ich bäume mich auf und ihm entgegen, soweit es geht. Langsam und langsam stößt er in mich, frustriert wimmere ich. Sein triumphierendes Grinsen verläßt nie sein Gesicht, und ich ahne worauf er wartet.
Aber er kann lange warten bis ich betteln werde. Ich mag mich zwar mit dem Unvermeidlichen abgefunden haben, aber das ist nicht unvermeidlich.
Es spielt auch nicht wirklich eine Rolle. Irgendwann, gefühlt Stunden am Rande des Höhepunktes, mittlerweile sind sowohl die Brüste als auch mein Geschlecht so überempfindlich, daß es mehr Folter als Vergnügen ist, wird es ihm wohl langweilig. Auf jeden Fall beginnt er hart und schnell, immer schneller und schneller in mich zu stoßen.
Schon nach wenigen Atemzügen bin ich soweit. Im Inneren meines Unterleibs ballt sich eine Faust zusammen, bis etwas platzt und explodiert wie griechisches Feuer.
Die Zeit scheint still zu stehen, während die flüssige Hitze durch meine Adern rast. Ich bekomme keine Luft, die Tentakeln pulsieren um meine Brüste, seine Nägel kratzen über die Haut, zwicken die Brustwarzen, sein Glied stößt hart und schnell in mein Inneres. Ich bin so überempfindlich.
„Göttin. Ja. Ja. Ja. Nein. Stopp. Aaaah. „
Ich stöhne. Ich jammere. Ich schreie. Ich kann Geilheit und Schmerz nicht mehr auseinanderhalten. Meine Wahrnehmung explodiert in Myriaden feuriger Lichter.
—7
Es ist dunkel als ich wieder etwas um mich herum wahrnehme. Ich bin erschöpft, mein Geschlecht und meine Brüste brennen, und alle Muskeln fühlen sich steif und verkrampft an. Göttin.
Selbst jetzt kann ich mich nicht entscheiden, ob das Geschehene geil war, oder fürchterlich.
‚-Wie wäre fürchterlich geil?‘
‚-Immerhin hat er uns gevögelt, bis es uns bis zur Bewußtlosigkeit gekommen ist. ‚
‚-Wir sehen nichts. Er hat uns geblendet!‘
‚-Ach Quark, macht die Augen auf. ‚
Es dauert einige Momente bis mir bewußt wird, es ist deswegen dunkel, weil ich die Augen geschlossen halte.
Als ich sie öffne, taucht das selbe bläuliche Dämmerlicht auf, wie zuvor. Ich liege wieder auf dem ‚Bett‘, nach wie vor nackt. Meine Hand- und Fesselgelenke sind ebenso von rötlichen Malen gezeichnet, wie der Ansatz meiner Brüste. Kratzer heben sich rot und teilweise blutig von meiner Haut ab, insbesondere auf meinen Brüsten und Schenkeln. Mein Geschlecht und die Schenkel sind mit seiner kühlen, halb getrockneten Saat verschmiert.
Leicht zitternd erhebe ich mich und stolpere zur Toilette.
Wieder wasche ich mich gründlich, dreimal. Aber egal wie sehr ich mich wasche, ich kann das Gefühl der Beschmutzung nicht abschütteln.
Wieder durchsuche ich den Raum aufs gründlichste, obwohl ich schon ahne, das es auch wieder vergeblich sein wird. Im Anschluß spiele ich erneut mit der scheinbaren Wunscherfüllung des Raums. Mein Verdacht wird bestätigt, ich kann mir so ziemlich alles wünschen, solange es nicht der Flucht dienlich ist, oder genutzt werden soll, um dem Hexer zu schaden.
Ein Plan beginnt in meinem Geist zu reifen, aber ich versuche den Gedanken daran nicht bewußt zu formulieren.
Ich habe gelernt zu meditieren, und eines der Prinzipien meines Lehrers war zu handeln, ohne zu handeln. Der philosophische Gedanke dahinter ist nicht, nicht zu handeln. Das Ziel ist es im Einvernehmen mit dem natürlichen Fluß zu handeln, jede Handlung erfolgt automatisch und natürlich, wenn der richtige Moment gekommen ist.
Mein Plan liegt genau darin, auch wenn mein ehemaliger Lehrer vermutlich nicht mit meinem Schluß übereinstimmen würde.
Fast schon krampfhaft bemühe ich mich, nicht über die Details nachzudenken. Solange ich diese Mühe aufbringen muß, solange bin ich noch nicht bereit, ich weiß. Aber es ist der erste Schritt.
Folgend daraus bastle ich mir den Plan. Meditieren, meditieren, meditieren. So lange, bis ich den Plan voranbringen kann, ohne aktiv an ihn zu denken. Danach folgt das ‚Herbeiwünschen‘ von Schnüren oder dünnen Seilen. Mit der Besessenheit, mit der der Hexer seine Fesselungen meines Körpers durchführt, scheinen Seile das richtige Instrument.
‚-Und wieder hat die Geilheit, die diese Behandlung in uns hervorruft, nichts damit zu tun. ‚
‚-Ist doch ok, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. ‚
Wenn ich das kann, ohne das die Magie mein Ziel den Hexer zu erdrosseln erkennt, kann ich hoffentlich zum letzten Schritt kommen, und den Hexer tasächlich erdrosseln bevor die Hexerei die Seile wieder verschwinden lassen kann.
—8
Die Tage vergehen quälend langsam.
Ohne Tageslicht habe ich in meinem Gefängnis keine direkte Möglichkeit, dem Verlauf der Zeit zu folgen. Ich versuche wenigstens einen Überblick zu behalten, in dem ich die Mahlzeiten zähle und in einem ‚herbei gewünschten‘ Tagebuch notiere.
Der Hexer kommt mich etwa einmal täglich ‚besuchen‘. Mein Körper reagiert jedesmal mit freudiger Erwartung, mittlerweile schon bevor er auftaucht.
Zu meinem Erschrecken muß ich feststellen, das nicht nur mein Körper reagiert.
Auch mein Geist beginnt sich nach ihm zu sehnen. Er ist die einzige Abwechslung in diesem monotonen Dasein.
Der einzige Vorteil ist, ich kann meine Meditationsübungen ungestört verbessern. Vor zwei ‚Tagen‘ habe ich es das erste mal geschafft, mich ihm mit Seilen zu präsentieren. Er hat gelächelt, freudig, wie ich fand. Ich war gleichzeitig zufrieden und erschrocken bei dem Gedanken, das ich ihm tatsächlich gefallen will.
Er hat sie tatsächlich benutzt um mich zu fesseln, auch wenn er nicht seine Hände einsetzte, sondern die verfluchte Hexerei.
Zu dem Zeitpunkt war ich aber körperlich und geistig schon so erregt, daß meine Mordgedanken zum Glück nicht an die Oberfläche drangen. Und wie eigentlich jedesmal sendete mich der Orgasmus auch dieses Mal in paroxysmale Erschöpfung.
Und doch war es ein Triumph gewesen, der mich neue Hoffnung schöpfen ließ.
—9
Als der Hexer heute erscheint, merke ich sofort das es anders sein wird.
Sein Grinsen scheint noch triumphierender zu sein als sonst. Sein ganze Gestalt strahlt arrogante Selbstzufriedenheit ohne gleichen aus.
Mit einer Fingerbewegung läßt er eines der Kleidungsstücke aus dem Schrank fliegen. Von selbst schmiegt es sich um meinen Leib. Eine Korsage aus rotem Leder, die sich so eng um meinen Bauch und unteren Brustkorb schnürt, das ich fürchte zu ersticken.
‚-Ach was, wir sind so was nuttiges nur noch nicht gewöhnt.
Aber steht uns Klasse. ‚
Ein Blick in den Spiegel bestätigt meine nervige Stimme. Der Busen über und Hüften und Gesäß unter dem roten Leder wirken enorm, das Fleisch meiner Brüste von den harten Halbschalen nach oben und zusammen gedrückt. Ich genieße den Anblick und die aufkeimende Geilheit schweigend.
„Komm, ich habe eine Überraschung für dich“ durchdringt seine Stimme meine Gedanken.
Gleichzeitig legt sich etwas eng um meinen Hals.
Ein ledernes, breites Band, ebenfalls rot. Daran befestigt ist eine kurze Kette, deren Ende der Hexer in der Hand hält. Ein kurzer Ruck daran läßt mich nach vorne stolpern.
Wieder etwas Neues.
Er hat gesprochen. Seit unserer ersten Begegnung hat er das nicht mehr getan. Auch wenn es nur ein paar Worte sind, ist es doch Balsam auf meiner Seele.
‚-Auf unseren Körper gibt er uns ja auch ein anderes Balsam.
‚
‚-Wenn wir nicht aufpassen, hat er uns. ‚
‚-Er hat uns doch schon. ‚
‚-Nur körperlich, bis jetzt. ‚
Er geht zügig, und ich folge ihm durch den Palast, entlang mehrere Gänge und schließlich eine Treppe hinab in den Keller. Eine weitere Gangflucht entlang und wir stehen an einer verschlossenen Tür. Ich höre ein Schloß klacken, dann schwingt die Tür nach außen auf.
Der Raum ist von dem gleichen bläulichen Licht erhellt wie alle fensterlosen Räume, die ich bisher gesehen habe.
„Nach dir“ grinst der Mann, und gibt mir mit einem kurzen Ruck an der Kette zu verstehen, daß ich mich bewegen soll. Zögernd betrete ich den Raum, nicht sicher was mich erwarten wird.
In der Luft liegt der Geruch von Schweiß und weiblicher Erregung.
Im Zentrum des runden Raums steht eine Gestalt.
Eine Frau, vielleicht Mitte zwanzig, lockiges, rotes Haar fällt lang über ihr nach unten gebeugtes Gesicht. Der gesamte Oberkörper ist vornüber gebeugt, in diese Position gezwungen durch die schwarzen Tentakeln die ihre Handgelenke fesseln und die Arme nach hinten oben ziehen. Die Beine werden durch weitere Tentakeln um die Knöchel leicht gespreizt gehalten.
Die Tür fällt mit einem leisen Laut ins Schloß und ich spüre den Hexer hinter mir.
„Wenn ich vorstellen darf: die Dame Alissandra d’Orln.
„
Bei dem Geräusch seiner Stimme hebt die junge Frau den Kopf. In ihren grünen Augen spiegeln sich Geilheit, Furcht und Hoffnung. Ich bin mir nicht sicher, aber es keimt ein Verdacht in mir auf, wer dies ist.
„Wie du dir sicher denken kannst, gibt es einen Grund warum ich nur sie vorstelle. Sie kennt dich schon. Da es nicht viel nutzt, nur das Werkzeug zu zerbrechen, habe ich mich auch der es führenden Hand zugewendet.
Und hier ist sie also, deine Auftraggeberin. „
‚-Sieht besser aus als wir gedacht hätten. ‚
‚-Und scheint ein genauso geiles Luder zu sein wie wir. ‚
Die Kette schlägt leicht gegen das Leder der Korsage und meinen Hintern als er sie achtlos losläßt. Er tritt um mich herum und hinter sie. Seine Arme umfassen sie von hinten, die Hände greifen grob nach den kleinen Brüsten.
Ihr entringt sich ein Stöhnen, halb Geilheit, halb Schmerz. Ihr Hintern reibt begierig über des Hexers Roben.
‚-Hmm, sieht so aus als würde er nicht nur bei uns die innere Schlampe befreien. ‚
‚-Wohl eher nicht nur uns verhexen. Aber warum zeigt er uns das, ist doch wohl eher die Frage. ‚
Bevor sich meine Stimmen einigen, oder ich meine Gedanken sortieren kann, finde auch ich mich im Griff dieser widerlichen Tentakeln.
Sie legen sich um Hand- und Fußgelenke, und mit einem plötzlichen Ruck schwebe ich in der Luft. Ein überraschter Schrei entringt sich meiner Kehle. Meine Schenkel werden grob gespreizt, mein Geschlecht schwebt dicht vor dem Gesicht der Anderen. Dahinter das grinsende Gesicht des Hexers.
„Wo ihr doch gemeinsam meinen Tod geplant habt könnt ihr auch gemeinsam Leiden und Freuden genießen“ höhnt er.
Dame d’Orlns Knebel verschwindet, und sofort fühle ich ihre Zunge an meinem Geschlecht.
Sie gleitet entlang der Falten auf und ab bis ich vor Wollust stöhne und ächze. Wenn ich könnte würde ich ihren Kopf packen und fester gegen mich zu drücken. So bleibt mir nur, den Kopf nach hinten sinken zu lassen und zu genießen.
Auf einmal schreit sie auf, gedämpft durch mein Geschlecht jagt es Funken der Lust durch meinen Körper. Meine Augen fliegen auf und ich hebe den Kopf. Gerade rechtzeitig um zu sehen, wie der Hexer etwas metallenes an ihrer zweiten Brustwarze befestigt.
Ein zweiter Schrei läßt mich in Erregung erschauern. Sie zuckt mit dem Oberkörper hin und her, als wollte sie dem Biß der metallenen Klemmen so entkommen, oder sie abschütteln, aber sie setzt ihr quälend geiles Lecken ohne Unterbrechung fort.
Ich kann den Blick nicht von ihren Brüsten lassen. An den metallenen Klemmen befinden sich dünne Ketten, die sich jetzt wie von Geisterhand geführt nach vorne auf mich zu bewegen.
Kühl gleiten sie über meinen Bauch herauf zu meinen Brüsten. An ihren Enden befinden sich weitere Klemmen.
Mit morbider Faszination beobachte ich, wie sie sich auf meine Brustwarzen zu bewegen. Die Zeit scheint still zu stehen, als die erste Klemme über meiner linken Warze schwebt. Dann öffnet sie sich, schiebt sich ganz langsam über das empfindliche Fleisch.
Und schnappt zu.
Im ersten Moment bin ich überrascht, daß ich nichts zu spüren scheine.
Dann schießt der Schmerz durch meine Brust wie eine Feuerlanze. Ich höre mich schreien, und zucke wie wild in den Fesseln. Was nur weitere Schmerzen verursacht, als die Kette unter Spannung gerät und an unserer beiden Warzen zerrt. Langsam schwinge ich aus, und der Schmerz wird erträglicher, bis er durch ein dumpfes Brennen ersetzt wird. Ich zwinge meinen Geist sich zu leeren. Schmerz ist Illusion. Das Fleisch ist nicht maßgeblich.
Zwischen der Geilheit und dem Brennen in meiner Brust gelingt es mir nur zum Teil, aber es hilft.
Dann schießt der selbe Schmerz durch meine andere Brustwarze. Wieder zucke ich, wenn auch nicht so stark wie zuvor. Durch einen Schleier aus Tränen nehme ich das sadistische Grinsen des Hexers war.
‚-Er hat ja gesagt, Leiden und Freuden. ‚
‚-Aber irgendwo geile Leiden. ‚
Die Dame leckt weiter, jetzt endlich stößt sie die Zunge zwischen meine Falten, trinkt meine Feuchtigkeit und reizt die kleine Perle.
Schmerz und Geilheit. Nie zuvor hätte ich gedacht, das dies so eine Kombination ergeben würde.
„Oh ja“ stöhne ich. Den Kopf habe ich wieder in den Nacken fallen lassen, die Augen geschlossen. Mein Atem kommt schnell, unregelmäßig und stöhnend.
Ein klatschendes Geräusch, die Rothaarige stöhnt in mich, und ein Ruck läuft durch die Ketten. Neuer feuriger Schmerz, aber diesmal schreie ich nicht, auch wenn mein Körper wieder in den Fesseln zuckt und statt Erleichterung zusätzliche Leiden beschert.
Das Klatschen ertönt in rhythmischen Abständen, schnell beginnen wir eine Symphonie der besonderen Art zu spielen.
Klatsch. Stöhnen und Vibrationen in meinem Geschlecht, auf meiner Perle. Feuriger Schmerz. Stöhnen.
Ich muß sehen, was da passiert, und hebe wieder den Kopf. Der Hexer steht hinter der Rothaarigen, die Robe hat er abgelegt. Das einzige Attraktive an seinem nackten, ausgemergelten Körper ist immer noch sein Geschlecht, das hart und prall von ihm absteht.
In der Hand eine Peitsche, die er in regelmäßigen Abständen auf den Körper der Rothaarigen fallen läßt. Gesäß, Gesäß, Rücken, Oberschenkel. Dann wieder Gesäß.
Mit jedem Schlag stöhnt und zuckt sie, reißt an den Ketten und vermittelt so auch mir Schmerzen. Auch ich stöhne, fast kontinuierlich. Überwiegend aus Geilheit, mit der sich der Schmerz in meinen Warzen vermischt, und beides verschmilzt zu noch mehr Geilheit.
Wie ich diesen Hexer hasse.
Nicht nur das er mir die Freiheit geraubt hat und mit unfairen Mitteln kämpft. Nein, er raubt mir auch die freie Gewalt über meinen Körper, und letztlich auch meine Würde. Er verwandelt mich in ein Tier, gesteuert nur noch durch Geilheit und die Notwendigkeit diese zu erfüllen. In diesem Moment spielt es keine Rolle, ob die Gefühle durch Magie oder überragende sexuelle Kunst in mir hervorgerufen werden. Sie sind da.
Sie fühlen sich echt an. Ich kann ihnen nicht entrinnen.
Alle Gedanken an etwas anderes als sexuelle Vereinigung und Erfüllung werden hinweggefegt als die Geilheit steigt. Irgendwann hört das Klatschen auf. Wird durch ein anderes Klatschen ersetzt. Ebenso ändert sich das Stöhnen der Rothaarigen, ändert sich zu einer brünstigen Qualität. Das Rucken an den Ketten wird schwächer, unregelmäßiger.
Wieder muß ich einfach den Kopf heben. Der Hexer steht hinter der Dame, sein Körper weitestgehend von ihrem verdeckt.
Es scheint eindeutig was er tut. Er nimmt sie, so wie er immer mich genommen hat. Langsam und bewußt stößt er hart in sie. Eifersucht flackert in mir auf. Ich will sein Geschlecht in dem meinen spüren, will die Wollust die er bringt, will seine Saat in mir aufnehmen während ich zum Höhepunkt gelange.
‚-Hmm, ja, das wäre geil. ‚
‚-Wie tief sind wir gesunken, daß wir uns nach seinem Schwanz sehnen, wie eine läufige Hündin.
‚
Die Zunge der Dame treibt mich in den Wahnsinn. Aufreizend genug um meine Geilheit aufrecht zu erhalten, weiß sie immer genau wann sie sich von meiner Perle oder meinem überlaufenden Inneren abzuwenden hat. Der Kopf fällt wieder nach hinten. Hilflos bin ich der Folter aus Schmerz und Geilheit ausgeliefert, und sie hält mich perfekt am Rand des Abgrunds.
Wie aus weiter Entfernung höre ich sie wieder schreien, selbst mein Geschlecht kann ihren Triumph kaum dämpfen.
Ich stelle mir vor wie die Saat des Hexers in sie pumpt, wie ihr Geschlecht zuckt, die Saat in sich einsaugt bevor sie langsam wieder herausrinnt. Ich zucke wild. Die Ketten rucken, der Schmerz Nahrung für das Feuer meiner Geilheit. Die Symphonie erreicht ihren Höhepunkt. Der Abgrund ist direkt vor mir, und ich schwebe, nein, rase in seine Dunkelheit während wilde Ekstase mich durchflutet.
Dunkel. So dunkel.
—10
Wieder finde ich mich in dem selben ‚Bett‘, dem selben Raum.
Der Kerker, die gefesselte Rothaarige, der Hexer, alles verschwunden.
Ich bin erschöpft, befriedigt und entspannt. Ebenso bin ich wieder nackt. Und wütend. Unglaublich wütend. Das muß ein Ende nehmen. Bald. Noch hat er mich nicht gebrochen, aber es ist nur eine Frage der Zeit.
Gleichzeitig frage ich mich, habe ich nur geträumt? Gibt es die Dame d’Orln wirklich, und ist sie seine Gefangene? Oder war alles nur Illusion, heraufbeschworen um mich zu täuschen und zu brechen? Es spielt keine Rolle.
Nicht jetzt. Ich werde die Antwort früh genug erhalten.
‚-Könnte tatsächlich sein. Eine lesbische Phantasie heraufbeschworen durch unsere Geilheit. ‚
‚-Oder tatsächlich eine Illusion, um uns weiter zu treiben, um uns eifersüchtig zu machen und um uns schneller zu brechen. ‚
Ich setze mich auf, atme tief durch. Entspanne mich und öffne die Energiezentren. Gedanken sind flüchtig, und ich lasse sie ziehen. Ich bereue ihren Verlust nicht.
Tiefe Ruhe überkommt mich.
Ich erhebe mich und beginne sofort den Raum zu durchsuchen. Ohne mich zuvor zu waschen. Kein Gefühl der Beschmutzung heute. Nie wieder. Der Körper ist irrelevant wenn der Geist frei ist.
Was suche ich? Es spielt keine Rolle. Ich finde es, oder ich finde es nicht. Auch das spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, das ich es tue. Auf die richtige Art und zur richtigen Zeit.
Ich setze mich wieder aufs Bett. Seile tauchen vor mir auf. Ich spiele mit ihnen. Schlinge sie um meine Glieder, um meinen Leib, um meine Brüste. Mein Körper reagiert mit Geilheit, aber mein Geist bleibt ruhig und leer.
Irgend etwas wollte ich mit den Seilen. Auch das spielt keine Rolle. Ich werde es wissen, im richtigen Moment, zur richtigen Zeit. Nicht jetzt.
Die Zeit ist ein träger Fluß, ein reißender Wildbach, oder ein spiegelglatter See.
Nichts entgeht ihr, und sie kennt nur eine Richtung. Vorwärts. Sie wird mich mit sich tragen bis der richtige Moment gekommen ist.
Der Hexer kommt. Ich weiß nicht woher ich es weiß, aber ich weiß, er kommt.
—11
Ich knie am Fuß des Bettes, die Schenkel leicht gespreizt gebe ich einen verführerischen Blick auf mein Geschlecht. Die Hände ruhen auf den Oberschenkeln. Darauf die Seile.
Er steht vor mir. Grinst triumphierend. Die Seile beginnen zu leben. Schlingen sich um Hand- und Fußgelenke, um Bauch und Brüste. Unsichtbare Hände packen mich, drehen mich auf den Bauch und zerren mich auf das Bett. Die Arme werden nach vorne gerissen, und ein Tentakel und das Seil gehen eine Verbindung ein, um sie dort zu halten. Die Knie werden nach vorne unter meinen Bauch gezerrt und gespreizt. Das Gesäß hoch in der Luft präsentiere ich ihm zum wiederholten Mal mein Geschlecht.
Seine knochigen Finger auf meiner Taille, deren Nägel, die sich empfindlich in die Haut graben.
Sein Geschlecht an dem meinen. Diesmal kein langsames, genießendes und quälendes Eindringen. Hart und grob nimmt er mich, schnelle Stöße, die meine Geilheit vorantreiben wie im freien Fall.
Ich spüre meinen Körper reagieren, spüre wie er sich seinen Stößen entgegenstemmt, höre meine Kehle stöhnen.
Es berührt mich nicht.
Mein Geist ist ruhig wie die See am frühen Morgen. Am Rand meiner Wahrnehmung, hinter der Geilheit und hinter der Ruhe, wartet etwas. Aber es spielt keine Rolle. Wenn die Zeit gekommen ist, wird es bereit sein. Nicht zu früh, und nicht zu spät.
Mein Körper erreicht seinen Höhepunkt, als sich die Hände des Hexers in mein Haar graben und den Kopf grob zurück reißen. Ich höre mich schreien, spüre mich zucken und mein Gesäß gegen des Hexers Unterleib rammen.
Sein Geschlecht ist so tief in mir, wie nur möglich. Zuckend speit es seine Fracht in mein Inneres.
Mein Geist ist ruhig und entspannt. Ein schwarzer Schleier flattert über meine Sicht, aber diesmal findet er keinen Halt an meinem Geist. Er streift darüber, und verschwindet.
Die Seile lösen sich, aber sie verschwinden nicht. Mein Körper fällt auf das Bett, das Geschlecht des Hexers entgleitet meinem Inneren, gefolgt von seiner Saat.
Immer noch triumphierend grinsend rückt er seine Roben zurecht und beginnt durchscheinend zu werden.
Ein überraschter Ausdruck auf seinem Gesicht als sich mein Körper auf ihn stürzt und mit geübtem Griff das Seil um seinen Hals legt.
Mein Geist ist ruhig und leer. Erfolgt die Handlung im richtigen Moment, erfolgt sie ohne Mühe.
Die Überraschung in seinen Augen wandelt sich in Trotz und Wut, die Pupillen verengen sich.
Mord flackert in meinem Geist auf, für einen Moment. Die Seile werden durchscheinend, substanzlos. Das triumphierende Grinsen kehrt in sein Gesicht zurück. Mein Geist leert sich wieder, wie eine Schale Wasser, die ausgegossen wird. Meine Hände greifen das Seil fester, vergraben sich in seiner zurückkehrenden Substanz.
Wieder wandelt sich der Ausdruck in seinen Augen. Diesmal ist es Panik, schlicht und einfach. Sein Mund öffnet sich als die Brust nach Luft ringt, die sie nicht erhält.
Seine Fingernägel graben sich in meine Unterarme, ziehen blutige Streifen durch die Haut. Der Schmerz läßt die Geilheit in meinem Körper erneut aufflammen. Sein Geschlecht preßt sich hart und prall gegen meinen Bauch. Mein Körper hebt sich, und mit einem Ruck nehme ich ihn in mir auf.
Mein Geist bleibt leer, ein unbeteiligter Beobachter in einem Drama aus Geilheit, Schmerz und Tod.
Seine Augen beginnen hervorzuquellen, die Zunge hängt aus dem Mund.
Seine Abwehr wird schwächer, und seine ungesunde Haut verfärbt sich von gelblich zu bläulich-grün.
Dann sinken seine Arme schlaff nach unten, der Kopf rollt zur Seite, aber seine Hüften zucken noch ein-, zweimal. Sein Geschlecht zuckt, und überflutet mein Inneres ein zweites Mal mit seiner Saat.
Ein letztes Mal.
Mein Körper wird von seinem eigenen Höhepunkt geschüttelt. Meine Hände ziehen das Seil noch straffer.
Tief gräbt es sich in die Haut seines dünnen Halses. Noch immer bleibt mein Geist leer und entspannt. Am Horizont schwebt der Triumph, der noch nicht mein sein darf.
Die bläulichen Lichter verlöschen. Es wird dunkel. Wir stürzen, als das Bett unter uns verschwindet. Rippen krachen als sich meine Ellbogen in seine Brust bohren. Tageslicht strömt durch das plötzlich auftauchende Fenster. Ich schlinge einen Knoten in das Seil um seinen Hals.
Dann greife ich seinen Schädel und drehe ruckartig, während ich mein Gewicht auf seine Brust lege. Im zweiten Anlauf höre ich das befriedigende Krachen von Knochen.
Die Leere in meinem Geist wird durch wilden Triumph abgelöst. Ich habe es geschafft. Ich habe es in der Tat geschafft. Ich habe gehandelt ohne zu handeln und den Mann getötet, der mir die geilsten Höhepunkte meines Lebens aufgezwungen hat.
Eine Hand fliegt zu meinem Geschlecht, mit zwei Fingern dringe ich in mich selbst ein, der Daumen reibt die Perle meiner Lust.
Ich schreie meinen Höhepunkt und meinen Triumph laut heraus. Dann rolle ich mich von seinem schlaffen Leib herab.
—12
Als ich mich erholt habe, bemerke ich, daß nicht nur ein Fenster sondern auch eine Tür in den Mauern des Raums aufgetaucht ist.
Zeit meine Kleidung und Ausrüstung zu suchen. Oder wenigstens züchtige Kleidung. Und dann herauszufinden, ob es die Dame d’Orln tatsächlich als Gefangene in diesen Mauern gibt.
Sie schuldet mir achthundert Dukaten.
‚-Wer weiß, vielleicht gibt sie ja auch freiwillig eine gute Liebhaberin. ‚.
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