Leila – K/L 03
Veröffentlicht am 04.01.2025 in der Kategorie AllgemeinGeschätzte Lesezeit: 33 Minuten, 40 Sekunden
Bitte zum Verständnis der Geschichte zuerst Teil 1 und 2 lesen, da die Teile aufeinander aufbauen.
Ich wollte mich bereits im zweiten Teil für die Bewertungen bedanken, was ich jedoch vergessen habe aufzuschreiben und hiermit nachhole: Vielen Dank!:-)
Jede Bewertung, ob gut oder schlecht (zumindest wenn dort steht was genau nicht gefällt und ich (Storyverlauf ausgenommen, der steht schon fest) somit daran arbeiten kann, ermuntert mich direkt zum Weiterschreiben.
Tausend Dank geht anchekov, der sich meiner erbarmte und diesen Teil Korrektur gelesen hat!
Ach so, ich habe den Film Kill Bill leider noch nicht gesehen 😉 Namensähnlichkeiten sind daher purer Zufall.
Ps: *wildes schwenken des Zaunpfahls* =)
Viel Spaß beim Lesen wünscht euch,
euer VersauterAutor
Leila – K/L-1
Die Erde im 31 .
Jahrhundert.
7. Grüne Zone; A2 -60 / Militärgelände im Jahre 3044 n. Chr. 22 November 18 . 11 Uhr.
Mit wilder Entschlossenheit starrte Tommy auf die Männer im Raum.
Köpfe ruckten erschrocken hoch oder herum und blickten das seltsame Paar verwirrt an. Als sie jedoch den Ausdruck auf dem Gesicht des Mannes sahen, der irgendwo zwischen wahnsinnig und irre schwankte, und die Schönheit in seinem Arm, machten sie sich schleunigst aus dem Staub.
Mit einem leisen Klick fiel die Toilettentür hinter dem letzten Flüchtenden zu.
Tommy blickte sich hektisch um und entdeckte einen Hocker neben dem Eingang, der hinter einem breiten Tisch stand, auf dem eine Schale mit ein paar Kredits drin die Besucher der Toilette zu einer Spende einlud. Mit einer raschen Armbewegung wischte er die Schale vom Tisch, so dass sie scheppernd auf den Boden fiel und ihren Inhalt klirrend verstreute.
Dann legte er die aufstöhnende Leila vorsichtig auf die nun leere Tischplatte. Während sich Leila auf dem Tisch wand und mit einer Hand ihre Möse durch den Stoff ihres Anzuges rieb, packte Tommy den Hocker und eilte zur Eingangstür zurück. Zwei Herzschläge später stand er wieder neben Leila und der Hocker klemmte zwischen Boden und dem Griff der Eingangstür.
****
Leila hatte von alledem nichts mitbekommen. Sie rieb ihren bedeckten, feuchten Spalt und die Geilheit ließ sie laut aufstöhnen.
Als sich Tommys besorgtes und erregtes Gesicht in ihr Blickfeld schob, stahl sich ein Lächeln auf ihr Gesicht. Sie umfasste Tommys Hals, mit ihren Händen und zog ihn gierig zu sich runter. L-1 drückte ihre Lippen auf Tommys während ihre Zunge aus ihrem Mund wanderte und sich zwischen Tommy Lippen hindurch drückte, hinein in seinen warmen, nassen Mund. Ein Gefühl unendlicher Glückseeligkeit durchströmte Leila, als der junge Mann ihren Kuss leidenschaftlich erwiderte und seine Hände ihren Kopf umfassten, seine Finger sich in ihre wilde Mähne gruben und er sie bei sich hielt.
Tommy löste sich schließlich sanft von der erregt aufseufzenden Frau und betrachtete sie nachdenklich, sein Gesicht nur wenige Zentimeter von ihrem entfernt. Die beiden jungen Leute schauten sich lange in die Augen, dann bewegten sich Leilas bebende Lippen.
„Fick mich… Tommy… fick mich. “
Wäre Leila nicht vollkommen weggetreten und ihre Gedanken nicht bei nur einer Sache, würde sie den inneren Kampf von Tommy bemerkt haben, der sich deutlich auf seinem Gesicht abzeichnete.
„Ich… ich dachte du musst aufs Klo?“
Klo? Wieso fängt er jetzt vom Klo an, wo ich doch nur gefickt werden will… er soll mich jetzt nehmen… wieso versteht dieser Idiot das nicht?
Eine zitternde Hand der jungen Frau löste sich von Tommys Nacken und machte sich am Gürtel seiner Jeans zu schaffen. Durch den jungen Mann ging ein entschlossener Ruck, er nahm eine Hand von Leilas Kopf und umfasste ihre nestelnde Hand mit seiner.
„Warte… warte, Leila! Erstmal aufs Klo mit dir… du unersättliches kleines Biest…“, flüstere er in Leilas dichtes Haare und drückte dann seine Lippen darauf.
„Nein…“, nörgelte L-1, „will nicht… will dich. “
„Sch… sch…“, vernahm die junge Frau, dann griffen die überraschend starken Hände Toms wieder um sie und sie wurde vom Tisch gehoben. Leila drückte sich an Tommys Brust und bedeckte seinen Hals mit wilden Küssen.
„Nimm mich“, hauchte die Frau, da hörte sie ein lautes Scheppern und der junge Mann ließ sie langsam runter.
„Stell dich hin… Leila, benutz deine Füße!“
Mhm… was will er?
Schwankend stand Tommy in der kleinen Klokabine und hielt die willenlose junge Frau, deren Füße kraftlos neben seinen baumelten, an sich gepresst. Plötzlich ließen die haltenden Hände Leila los und die junge Frau wäre beinahe zu Boden gefallen, hätte Tommy nicht reflexartig zugegriffen.
„Verdammte Scheiße! Leila!“, sie wurde mit sanfter Gewalt geschüttelt, „Leila! Komm zu dir… stell dich hin!“
Hinstellen? Ach so… hinstellen… na gut, mein Süßer…
Ein erleichtertes Seufzen erklang von Tommy, als Leila neben ihm zu stehen kam, auch wenn er seine Hände weiterhin um ihre Taille geschlungen hatte, was Leila jedoch nur recht war.
„Wo… wo hat dein dummer Anzug denn den Reisverschluss?“ fragte der junge Mann, während eine Hand suchend über sie strich.
Reisverschluss?Ein geiles Kribbeln durchfuhr Leila:Er will mich ausziehen…
„Warte“, nuschelte sie und drückte ungeduldig auf den kleinen versteckten Knopf im Kragen. Kühle umfing Leila, als sich ihr Oberkörper entblößte und eine feine Gänsehaut bildete sich darauf.
Tommy sog scharf Luft ein.
****
Jetzt bloß zusammenreißen… wir haben es gleich geschafft, ermahnte sich Tommy immer wieder in Gedanken, doch was ihm seine Augen zeigten, machte sein Vorhaben schwer… so schwer, als lastete das gesamte Gewicht der Welt auf seinen Schultern.
Leila stand vor ihm, mit entblößten, wohlgeformten Brüsten und die steifen Nippel, die sich auf den Spitzen der runden Hügel erhoben, reckten sich freudig den angestrengt zusammengepressten Lippen Tommys entgegen.
Es war als riefen sie: Leck uns… lutscht an uns… los Tommy!
Wieso hat das Weib keinen BH an???
Mühsam löste sich Tommy von der immer noch leicht hin und her schwankenden Frau und trat einen Schritt zurück.
Der weiche Stoff des Anzugs, jetzt nicht mehr aufgehalten von Tommys Umarmung, glitt zu Boden.
McKarsy erstarrte.
Leilas Hände fuhren streichelnd über ihren Körper: Ihre Rechte umschloss ihre linke Brust und drückte diese sanft, während ihre linke Hand zwischen ihren Schenkeln verschwand. Dunkelgrüne, glänzende Augen blickten Tommy entgegen.
Einen Slip trägt sie auch nicht…. Gott, gib mir Kraft…
****
„Tommy… komm her und küss mich“, bettelte die junge Frau mit flehender Stimme, wobei ihr Mittelfinger ihren Kitzler rieb und immer neue Wellen der Lust durch ihren Körper jagte.
Langsam trat der junge Mann zu Leila und drückte sie mit sanfter Gewalt runter.
Was?
„Setz dich auf die Toilette“, flüsterte Tommy.
Widerwillig gab sie nach und ihre Arschbacken legten sich auf die kalte Klobrille, so dass ein überraschtes >Oh!< über ihre vollen Lippen kam.
„Du wirst jetzt erstmal fein dein Geschäft verrichten und ich werde draußen warten… ruf mich, wenn du fertig bist“, murmelte die leise Stimme Toms und der junge Mann trat einen Schritt zurück.
Nein!
Leilas Hand schoss vor und packte Tommys Handgelenk knapp hinter dem POD des Mannes.
„Bleib bei mir!“ stieß die erregte Frau hervor und in ihren Augen blitzte es verärgert auf. Erstaunt hob Tommy seine Augenbrauen, als Leila ihn zurück in die Kabine zog und seufzend gab er nach.
„Okay! Aber nur wenn du jetzt erstmal deinem Bedürfnis nachkommst.
“
„Will ich doch die ganze Zeit“, murmelte Leila, hatte sich jedoch mittlerweile, obwohl ihr Körper immer noch was ganz anderes wollte, so weit unter Kontrolle, zuerst dem im Hintergrund drängenden Druck ihrer Blase nachzukommen. Ein leises Plätschern erklang und Leila seufzte erleichtert auf.
Es wurde still, nur dieses beständige Plätschern gab freudig seine Anwesenheit kund.
Da hob die junge Frau ihren Kopf und bemerkte Tommys Blick, der wie hypnotisiert auf ihre geschlossenen Schenkel gerichtet war.
Eine neue Welle der Lust überrollte sie und langsam, das Gesicht des Mannes im Blick, öffnete Leila ihre Schenkel und gewährten Tommy damit eine gute Sicht auf ihre feuchte Möse und den konstanten Strahl der daraus hervor schoss. Die Miene von Tommy veränderte sich von beherrscht zu krampfhaft verkniffen und Leila lächelte ihn aufreizend an.
„Gefällt dir, was du siehst?“
„Ähm… sicher. “
„Zieh deine Hose aus… ich will deinen strammen Schwanz sehen“, gurrte Leila mit leiser Stimme, die Tommy durch Mark und Bein ging.
Wie automatisch öffnete er die Schnalle seines Gurtes, ohne den Blick von der pinkelnden Möse Leilas abzuwenden, und es dauerte nicht lange, da stand der Mann mit heruntergelassenen Hosen vor der auf dem Klo sitzenden Frau. Sein Schwanz zeigte leicht zuckend auf Leilas Gesicht, auf dem die Geilheit in großen Buchstaben stand. Leila umfasste den heißen Schaft mit ihren zarten Händen und begann ihn begeistert zu wichsen. Tommy hatte die Augen geschlossen und die Hände halt suchend an die Kabinenwände gepresst, während Leilas Handbewegungen immer schneller und schneller wurden.
Er stöhnte auf und das Plätschern verklang.
****
Er genoss die zarten Hände um seinen Schwanz in vollen Zügen und musste sich zurückhalten, um Leila sein Sperma nicht ins Gesicht zu spritzen.
Da vernahm Tommy Leilas Stimme ganz nah bei sich:
„Jetzt… da ich artig war, bekomme ich doch sicher eine Belohung, oder?“
Tommy riss die Augen auf und blickte hinab in Leilas grinsendes Gesicht.
Sie stand dicht vor ihm und ihre Hände rieben weiter seinen steinharten Penis.
‚ ;Jetzt aber genug der Zurückhaltung, wenn sie es so will… dann bekommt sie es halt!’,
beschloss er, und ging auf Leilas kleines Spiel ein.
„Na gut“, sagte er in gönnerhaftem Tonfall, „was wünschst du dir denn als Belohnung?“
Er jedenfalls wurde schon mal mit einem strahlenden Lächeln belohnt, dann stieg Leila geschickt aus dem zu ihren Füßen liegenden Anzug und drückte sich an Tom vorbei, wobei sie sein Glied jedoch weiterhin mit einer Hand umschlossen hielt und ihn einfach mit sich aus der Kabine zog.
Tommy humpelte, die Jeans um seine Knöchel geschlungen, mühsam hinter ihr her.
Verflixtes Biest…
Beim Tisch angekommen ließ Leila ihn nun ganz los, drehte sich geschmeidig um und saß mit einem Hopser auf der Tischplatte, wo sie noch ein Stück zurückrutsche, damit sie ihre Beine angewinkelt ebenfalls draufstellen konnte. Langsam und mit einem leichten Zittern öffneten sie sich und zeigten Tommy die erregten Schamlippen, zwischen denen ihr Saft reichlich floss und auf die Plastikplatte tropfte.
Wie gesagt, ein geiler Tag und es ist sogar besser geworden… viel besser als ich mir jemals vorgestellt habe.
„Jetzt komm und fick mich“, sagte Leila befehlend, die sich mit den Ellbogen abstützte, um Tommy in die Augen schauen zu können. Mit extra bedächtigen Schritten, um Leila noch etwas zappeln zu lassen, trat Tom an den Tisch und strich mit einer Hand sanft über ihre Beine und Schenkeln.
Die weiche, warme Haut fühlte sich himmlisch an unter seiner Handfläche.
Wohl bewusst, dass die Augen der jungen Frau jede seiner Bewegung gebannt verfolgten, umfasste er seinen Penis, der dicht vor Leilas Scheide herumbaumelte mit seiner freien Hand und rieb seine Eichel vorsichtig über die Innenseite von Leilas linkem Schenkels in Richtung der erwartungsvollen Möse. Leila stöhnte verhalten auf.
„Mach schon…,“ murmelte sie ungeduldig, doch Tommy grinste nur und seine Eichel strich weiter, eine feuchte Spur an dem Schenkel der Frau hinterlassend, auf die junge Scheide zu.
Als er sie erreichte, bemerkte er, wie Leila den Atem anhielt und das Grinsen auf seinem Gesicht wurde noch etwas breiter. Quälend langsam rieb er seine Schwanzspitze über die feuchten Schamlippen der Frau. Keuchend entwich Leila der Atem, während Tommy seine Eichel nun zwischen ihre Schamlippen drückte, ihren Kitzler dabei berührte und durch ihren Fickspalt fuhr. Vor ihrem kleinen Loch hielt er inne.
„Mach… drück ihn rein… Tommy. “
Immer noch langsam drückte er sein Becken vor und seine Schwanzspitze drang erst einen, dann zwei Zentimeter in Leilas enges Loch hinein.
Die junge Frau stöhnte auf.
„Ja… weiter, Stoß zu… fick mich… mach mich zur Frau“, bettelte sie und wartet auf den Schmerz…
… der jedoch nicht kam.
Langsam öffnete sie ihre Augen und betrachtete bang Tommys starrenden, entsetzten Blick.
„Du… du bist noch Jungfrau?!“
Unbehagen blitzte in den Augen Leilas auf, man sah ihr an, dass sie ihre Worte zutiefst bereute.
„Ähm… ja…“, sagte sie vorsichtig, wobei ihre Möse erwartungsvoll zuckte und sie ihr Becken Tommy entgegen schob, so dass die Eichel des Mannes ganz in ihrer Fotze verschwand, „ … ahhh… ist doch egal… fick mich“, murmelte sie bettelnd und schloss wieder erwartungsvoll die Augen.
Nein… so nicht… Scheiße! Wieso ist so ein Teufelsweib denn noch Jungfrau? Drecksscheiße, verdammte!
****
Leila war zum Zerspringen geil, sie wollte jetzt nur noch genommen werden.
Doch plötzlich war das wunderbare Gefühl in ihrer Muschi weg und Enttäuschung überwältigte sie.
Nein! Er hat sich doch nicht etwa zurückgezogen?
Sie riss ihre Augen wieder auf und starrte auf den jungen Mann, der einen Schritt zurückgetreten war und sie mit ernster Miene fixierte.
„Was ist? Tom McKarsy, komm wieder her und beende, was du angefangen hast!“, stieß sie zwischen ihren bebenden Lippen hervor und die Enttäuschung verwandelte sich in Wut, „sofort!“
Gerade wollte Tom etwas erwidern, da versuchte jemand die Toilettentür zu öffnen.
Der Hocker kratzte über die Fliesen des Bodens und seine Beine gruben sich in eine Fuge. Die Tür stoppte hart und ein Fluchen war von draußen durch den kleinen offenen Spalt zu hören. Dann hämmerte eine Faust gegen die Tür.
Die beiden jungen Leute zuckten zusammen.
„Aufmachen! Hier ist der Sicherheitsdienst! Öffnen sie umgehend die Tür oder wir müssen Gewalt anwenden!“
„Scheiße“, zischte Tommy, packte Leilas Arme und zog die verwirrte Frau kurzerhand auf die Füße.
„Geh zurück in die Kabine und zieh dich an“, flüsterte er mit strenger Stimme, während er seine Hose eilig hochzog.
„Aber“, wollte die immer noch erregte und zugleich zutiefst enttäuschte junge Frau gerade ansetzten, da drückte Tommy sie auch schon zur Kabine, während er laut über die Schulter rief: „Warten sie, Sir! Ich komme!“
Manno! Ich will mich nicht anziehen… ich will seinen Schwanz spüren.
„Ich will aber nicht“, zischte Leila aufgebracht und wollte Tommy zu sich in die Kabine ziehen, jedoch trat der junge Mann geschickt zurück und zog die Kabinentür kurzerhand zu.
Arschloch…
****
Tommy atmete einmal tief durch und eilte dann zur Eingangstür, von der wieder das Hämmern erklang. Mit dem Fuß kickte er den Hocker weg und öffnete die Tür nur einen Spalt, so dass er die sechs uniformierten Männer sehen konnte, die ihn ungeduldig anstarrten.
„Ja?“ fragte er und spielte den Überraschten.
„Sir, lassen sie uns rein!“, forderte der Vorderste der Wächter.
„Wieso?“
„Dies ist, zum einen, eine öffentliche Toilette und wir wissen, dass eine gesuchte Person sich drinnen aufhält. “
„Gesuchte Person?“ fragte Tommy, jetzt doch etwas beunruhigt.
Der Wächter hob ein Art Polizeibild, auf dem Leila gut zu erkennen war.
„Ist diese Person da drin?“
„Ähm… ja?“
„Dann treten sie beiseite, Junge. “
„Das… geht leider nicht. “
Die Miene des Wächters verdüsterte sich.
„Und wieso nicht, Jungchen?“
„Weil… Leila gerade für kleine Mädchen ist“, er räusperte sich, „sie wollen die Frau doch nicht vom Klo zerren, oder?“
Verirrung und Unsicherheit huschten über das Gesicht des Wächters und er drehte sich zu seinen Kollegen um, die jedoch nur mit den Schultern zuckten.
Schnaubend hob er seinen Arm und tippe etwas in seinen POD.
„Hier ist das Büro von Dr. Grom, sie wünschen?“ erklang kurz darauf eine reizvolle Frauenstimme.
„Hier ist der Sicherheitsdienst von Trakt 1 . Bitte stellen sie mich umgehend zu dem Doktor durch, es geht um sein Produkt. “
Produkt? Was geht hier vor sich? Was wollen diese Wichser von Leila?
„Hier ist Dr.
Grom, was gibt es Leutnant?“ klang eine ruhige Stimme aus dem POD.
„Sir, wir haben L-1 gefunden, doch sie sitzt gerade auf der Toilette, was sollen wir machen?“
****
Ortwechsel nur für das Zwischenspiel: Grüne Zone; A2 -63 / Militärgelände
Verdutzt blickte Grom auf seinen POD, dann lachte er laut auf.
„Dann warten sie halt, bis sie fertig ist! Dafür stören sie mich? Meine Güte…“, murrte er und legte einfach auf.
So was… unglaublich…
Kopfschüttelnd wandte er den Blick vom POD-Bildschirm ab, bis er stutzte und verwirrt erneut auf den Bildschirm blickte. Eine konstant aufblinkende Einstellung auf dem Bildschirm erregte seine Aufmerksamkeit, und nachdem ihm die Bedeutung der Einstellung wieder einfiel, zuckte er zusammen. Fluchend schaltete er das Programm aus, dann lachte er erneut auf, lauter als zuvor.
„Jetzt weiß ich auch, wieso L-1 auf die Toilette geflüchtet ist“, murmelte er leise, belustigt vor sich hin.
„Was meinen sie, Doc?“ kam eine stöhnende Stimme von seinem Sofa. Grom schaute auf und erblickte K-1008, die sich gerade mit dem langen Kunstschwanz verwöhnte.
„Die Sitzung ist für heute beendet, K-1008 . Bitte verlassen sie nun mein Büro. “
Ein enttäuschter Laut kam aus K-1008 Mund, dann zog sie jedoch den langen Dildo aus ihrer nassen Fotze, sprang flink von dem Sofa auf und zog eilig ihren Anzug an.
Der Doc schaute der jungen Frau mit leichtem Bedauern zu, bis sie ohne weiteren Protest das Büro verlassen hatte. Er liebte den uneingeschränkten Gehorsam der K-Reihe, leider war dies jedoch nicht der Schlüssel zum Sieg… weiß Gott, leider nicht.
****
Zwar verging die Hitze in Leilas Körper, jedoch die Erinnerung nicht und eine neue Wärme stieg in der Frau auf, welche ihren Ursprung nicht im Bauch, sondern in den Wangen hatte.
Oje… was habe ich getan? Ich wollte mit Tommy bumsen…
Kopfschüttelnd zog sich die junge Frau ihren Anzug an. Sie hörte, wie sich Tommy mit den Wächtern unterhielt und beeilte sich noch etwas mehr. Dann betätigte sie die Spülung der Toilette und trat aus der Kabine. Mit wenigen Schritten war sie bei Tom, der die Tür nun, da er sie angezogen sah, ganz öffnete. Die Wächter musterten neugierig die Frau.
„Was gibt es, Tommy?“ fragte Leila und stellte sich dicht neben ihn. Bevor der junge Mann antworten konnte, meldete sich schon der wortführende Wächter:
„L-1 ?“
„Ähm… Leila“, nuschelte L-1 verlegen, so dass der Wächter stutzte.
„Ja wie? Leila oder L-1 ?“
„Leila… aber auch L-1 “, sagte Leila jetzt mit fester Stimme. Der Wächter zuckte kurz mit den Schultern.
„Wir sind hier, um sie direkt zu ihrem neuen Kommando zu begleiten. Bitte folgen sie uns. “
Verwirrt schaute Leila zu Tom, der jedoch ebenso verdattert neben ihr stand.
„Wieso kommen sie erst jetzt? Ich warte schon den ganzen verdammten Tag darauf!“, fragte Leila und setzte sich Bewegung.
„Da gab es wohl ein Problem, anscheinend hat Sie jemand nicht ordnungsgemäß weitergeleitet.
“
„Aha“, murmelte Leila nur und ging neben dem Wächter her, bis ihr plötzlich bewusst wurde, dass Tommy ihnen nicht folgte.
„Warten Sie!“. Leila drehte sich um und sah Tommy, der eifrig mit zwei zurückgeblieben Wächtern diskutierte.
„Was passiert mit Tom? Er gehört auch zu meiner Einheit!“
Der führende Wächter winkte seine Kollegen heran und Tommy folgte den beiden.
„Können sie sich ausweisen?“ fragte der Wächter Tommy, der automatisch nach seiner Jackentasche greifen wollte, ehe er bemerkte, dass er gar keine Jacke anhatte.
Fluchend blickte er zu der Bank, auf denen sie Stunden gewartet hatten.
„Ich habe meinen Ausweis und Einberufungszettel in meiner Jacke, die liegt da vorne“, erklärte er, „darf ich sie schnell holen?“ Der Wächter nickte ungeduldig und so warteten sie auf den davoneilenden Mann. Leila wechselte nervös von einem Fuß auf den anderen, während die Wächter nur gelangweilt wirkten.
Komm schon Tommy… lass mich jetzt nicht alleine, ich brauche dich.
Neugierig warf Leila noch einen kurzen Blick auf die große Anzeigentafel, welche die 633 zeigte. Kopfschüttelnd wandte sie den Blick ab und suchte Toms blonden Schopf in der Menschenmasse. Da tauchte er wippend auf, als der junge Mann mit seiner Jacke unter dem Arm angerannt kam und Erleichterung überkam die Frau.
Danke Tom McKarsy, dafür hast du was gut bei mir.
„Hier, bitte!“, schnaufte Tommy und reichte dem Wächter sowohl seinen Ausweis als auch den Zettel, auf dem die goldene Faust abgebildet war.
Er warf Leila ein warmes Lächeln zu, das die junge Frau erwiderte.
„Mmmm… Na von mir aus, dann kommen Sie halt auch mit“, murmelte der Wächter gleichgültig und wandte sich wieder um. Während sie sich den Weg nun durch die vielen Menschen in der Halle bahnten, drängelte sich Tom an Leilas Seite und umfasste sanft ihren Arm, so dass in Leila ein wohliges Gefühl der Geborgenheit aufkam und sie mit neuem Mut den kommenden Ereignissen entgegen sah.
Sie durchquerten die Wartehalle und schritten durch die Metalltür, an denen die anderen fünf Wächter zurückblieben. Leila und Tom betraten einen Raum, der viel kleiner war als der erste und trotzdem dem gleichen Zweck diente: Bänke standen an den Wänden und auf einer Seite warteten zwei sich unterhaltende Männer. Als Leila, Tom und der Wächter den Raum betraten, schauten sie kurz auf, ehe sie ihr Gespräch fortführten.
„Bitte warten sie hier einen kurzen Moment, ich werde jemanden suchen, der Sie zu Captain C.
L. Jackson begleiten wird“, erklärte der Wächter und verließ den Raum mit schnellen Schritten durch eine andere Tür. Seufzend ließ sich Leila auf der Bank gegenüber den beiden anderen Männern nieder und lehnte ihren Kopf nachdenklich an die Wand.
Was wird jetzt wohl geschehen? Wie wird es wohl weitergehen?
Sie merkte wie Tommy sich neben sie setzte, doch sie war zu tief in Gedanken, um sich auf ihn zu konzentrieren.
Die Gelbe Zone… ich habe solchen Schiss davor, bitte lass es nicht so schlimm werden wie ich befürchte… bitte.
„Es… es tut mir leid, Leila. “
Erschrocken zuckte die junge Frau beim Klang seiner leisen, flehenden Stimme zusammen und sie drehte ihren Kopf zu Tommy, der sie mit bangem Blick anschaute.
„Was?“
„Es tut mir leid… also das eben, ich konnte es einfach nicht.
Die Jung… ich meine das Erste Mal sollte man nicht überhastet… ich meine es ist ein besonderer Moment und ganz sicherlich nicht das Richtige für einen Tisch auf der Männertoilette!“ platzte es aus dem jungen Mann heraus. Leila überkam tiefe Dankbarkeit, so dass eine wohlige Wärme in ihrem Bauch entstand und Tränen in ihre Augen stiegen. Schnell wandte die junge Frau ihr Gesicht ab. Tommy, der dies wohl falsch interpretierte, griff nach ihrer Hand und drückte diese vorsichtig, tröstend?
„Leila… versteht doch“, murmelte er verlegen.
Eilig wischte sich die junge Frau die Tränen aus den Augenwinkeln und drehte sich zu ihm um, sie brachte ein kleines Lächeln zustande.
„Ich verstehe dich sehr gut und ich bin dir so dankbar, dass du…gezögert hast… ich weiß nicht, was in mich gefahren ist, ich… ich glaube mit mir stimmt irgendetwas nicht, Tommy, und ich weiß nicht, was!“, gestand sie weinerlich und senkte den Kopf.
„Hey…“, Tom umfasste sanft Leilas Kinn und hob ihren Kopf an, so dass sie sich in die Augen blickten, „was redest du denn da für einen Schwachsinn? Du bist eine tolle Frau, die Beste, die ich bisher kennen lernen durfte, also gib dir jetzt mal nicht alleine die Schuld für unseren kleinen Aussetzer eben“, sagte er mit einem schiefen Grinsen.
Die Dankbarkeit gegenüber Tommy wurde noch viel tiefer und das warme Gefühl in ihrem Bauch noch viel wärmer. Sie hob ihre umfasste Hand und drückte einen Kuss auf Tommys Finger.
„Danke, Tommy. “
Er lächelte nur, dann wandte er seinen Blick ab und schien seinen eigenen Gedanken nachzuhängen. Leila betrachtete sein Profil einen Moment, dabei fiel ihr auf, wie jung er doch noch war.
„Wie alt bist du eigentlich?“ fragte sie neugierig.
„Ich? Zweiundzwanzig, wieso?“
Leicht zuckte Leila mit den Schultern.
„Siehst jünger aus“, sagte sie grinsend. Empört entzog Tom ihr seine Hand.
„Pff… sehe ich gar nicht. “
„Doch, tust du“, beharrte Leila und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Na gut, du siehst jedoch auch nicht älter als Achtzehn aus.
“
„Bin ich auch nicht, Achtzehneinhalb, wenn du es genau wissen willst“, flötete Leila belustig.
„Oh… so jung?“
„So jung ist das gar nicht“, murmelte Leila etwas beleidigt.
„So meinte ich das auch nicht“, erwiderte Tommy lächelnd und schaute auf, als die Tür, durch die der Wächter verschwunden war, sich öffnete und ein Mann in einem feinen Anzug eintrat. Er schaute sich kurz um und trat dann auf die beiden jungen Leute zu.
„L-1 und McKarsy?“
„Ja“, kam es gleichzeitig von beiden.
„Bitte folgen Sie mir, ich bringen Sie zu Ihrer Einheit“, sagte er steif und wandte sich dann noch Tommy zu. „Reichen Sie mir bitte Ihre Einberufung und die ausgefüllten Dokumente, welche Sie von der Empfangsdame erhalten haben. “
„Dokumente?“ fragte Tom verwirrt und zuckte dann zusammen, als ihm der Fragebogen einfiel, „ähm… den habe ich noch nicht ausgefüllt… es kam leider etwas Dringliches dazuwischen“, murmelte er verlegen und sah aus den Augenwinkel Leila, die sich ein Lachen verkniff.
Die Augenbrauen des Mannes rückten ein Stück zusammen, ansonsten blieb sein Gesicht vollkommen ausdruckslos, jedoch seufzte er, ehe er sich wortlos umdrehte und zur Tür schritt.
Tommy zuckte kurz mit den Schultern und beantwortet so einen belustigten Blick von Leila, ehe sie dem steifen Mann folgen.
Sie gingen, oder besser gesagt, sie wanderten durch Gänge, Räume und noch mehr Gänge. Leila hatte das Gefühl, einmal quer durch das ganze Gebäude zu laufen, immer dem steifen Gang ihres Führers hinterher.
Plötzlich blieb dieser vor einer Tür stehen, die den anderen im Gang zum Verwechseln glich.
„Hier sind wir, der Captain erwartet sie bereits“, mit diesen Worten drehte sich der Mann einfach wieder um und schritt steif davon. Die beiden jungen Leute blickten ihm nach: Leila belustig, Tommy nachdenklich.
„Ob er einen Stock im Arsch hat?“ fragte der junge Mann leise, jedoch mit so ernsthaftem und interessiertem Tonfall, dass Leila in lautes Lachen ausbrach und sie das Gefühl hatte, als beschleunige der Mann seinen Schritt noch etwas mehr.
18. Grüne Zone; A2 -60 / Militärgelände im Jahre 3044 n. Chr. 22 November 18 . 53 Uhr.
Mit der Schulter zuckend wandte sich Tommy zu Leila um.
„Dann wollen wir mal, was?“
Ja, jetzt geht es los. Nur Mut, Leila, dass schaffst du schon, machte sich die junge Frau selber Mut und nickte Tom zu. Der klopfte kurz an die Tür und trat dann ein.
Die Tür quietschte und Leila folgte, den Blick auf Tommys Rücken geheftet, dem jungen Mann in den Raum. Helles Licht erstrahlte von zwei Reihen Lampen und laute, sich unterhaltende Stimmen drangen an ihre Ohren. Mit ängstlicher Neugier schaute Leila kurz an Tommy vorbei und sah 18 Männer, die alle um einen Tisch herum saßen. Die Stimmen erstarben und allgemeine Unruhe entstand, als sich alle gleichzeitig zu den beiden Neulingen umdrehten. Die Röte stieg Leila wieder in die Wangen, während Tommy drei Meter vor dem Tisch stehen blieb und einen Schritt zur Seite trat um ihr Platz zu machen.
Mit einem mulmigen Gefühl im Magen stellte sich Leila neben den plötzlich salutierenden Tommy und blickte nervös zu Boden.
„Tom McKarsy, zu Diensten“, sagte Tom laut und dann trat Stille ein. Verwirrt blickte Leila auf und merkte, dass alle sie anstarrten, eilig sagte sie:
„Leila… ähm… ich meine L-1, zu Diensten?“
Lautes Gelächter erfüllte den Raum und die Wangen der Frau färbten sich noch etwas dunkler, gleichzeitig runzelte sie verärgert die Stirn.
Ja was wollen die denn hören? Ärsche…
„Ruhe, Männer“, polterte eine strenge, laute Stimme los, „wo bleibt euer Anstand?“
Augenblicklich erstarb das Gelächter, nur leises, belustigtes Murmeln war zu vernehmen und einer der Männer flüsterte:
„Welcher Anstand?“ woraufhin erneut kurz gelacht wurde.
Leila starrte den Mann an, der die ersten Worte so ernst und befehlend ausgestoßen hatte, dass sie sich den restlichen Abend sicherlich nicht mehr getraut hätte, irgendetwas zu sagen, wären diese Worte an sich gerichtet gewesen.
Gleichzeitig dämmerte ihr, wer sich da jetzt erhob und sie musterte: Dies musste der Captain sein. Jackson war Ende Vierzig und sein einst schwarzes Haar wurde schon von ein paar grauen Strähnen durchzogen. Sein Gesicht war streng und voller Falten. Ein Schnurrbart zierte den Bereich oberhalb seiner Lippen und seine Augenbrauen waren richtige Büsche, die sich nun, da er Leila und Tom mustertet, eng zusammengezogen hatten. Er schob den Stuhl, auf dem er eben noch gesessen hatte, nach hinten und umrundete den großen Tisch, wobei er die Hände hinter dem Rücken zusammenlegte und die Stirn nachdenklich runzelte.
„Rühren, Soldat“, stieß er hervor, als er vor ihnen angekommen war, und Leila bemerkte aus den Augenwinkeln wie sich Tom entspannte, während sie eher beim Klang der Stimme des Captain zusammenzuckte. Jackson wandte sich zuerst Tommy zu, worüber Leila ihm sehr dankbar war.
„Tom McKarsy“, es war keine Frage, nur eine Feststellung, „Sie waren der beste Soldat ihrer Einheit in den Ausbildungsjahren. “ Tommy straffte die Schultern und als Leila in sein Gesicht blickte, sah sie Zufriedenheit aufblitzen.
„Jedoch zählt dies einen Scheißdreck hier“, stieß der Captain plötzlich lauter hervor und der zufriedene Ausdruck verschwand aus Tommys Gesicht, so schnell wie er gekommen war.
„Hier sind Sie eine Null, ein Nichts, ein Niemand und müssen sich erstmal beweisen. Wenn sie den ersten Einsatz überleben, dann reden wir weiter“, mit diesen Worten drehte sich der Captain plötzlich zu Leila und die junge Frau wäre fast einen Schritt zurückgewichen, was sie zum Glück gerade noch unterdrücken konnte.
„Und du bist also L-1 “, murmelte der Captain und trat direkt vor sie. Verlegen wich Leila seinem Blick aus und kam nicht mal auf den Gedanken, ihn über ihre Namensänderung in Kenntnis zu setzen.
„Ich war ehrlich gespannt auf dich, nach dem, was Dr. Grom über dich erzählt hat… ich muss sagen, er hat nicht übertrieben… wirklich nicht!“. Vorsichtig schaute Leila auf und blickte ängstlich in die interessiert schauenden Augen von Jackson.
„Aber wir werden sehen… wir werden sehen“, mit diesen Worten drehte sich der Captain zu seinen Männern um und trat einen weiteren Schritt zur Seite, so dass alle die beiden betrachten konnten. Zwei Minuten vergingen, in denen niemand etwas sagte. Leilas Herz schlug so wild, dass sie glaubte, es müsse bis auf die Straße vor dem Gebäude zu hören sein.
Schließlich hob ein Riese von Mann, dessen Haut zu Leilas grenzenloser Überraschung einen dunklen Schokoladenfarbton hatte, die Hand wie ein Schüler, der sich zu Wort meldet.
„Sir?“
„Was gibt’s, Baker?“ Der Hüne rieb sich kurz mit der Hand, mit der er aufgezeigt hatte und die an einem vor Muskeln protzenden Arm hing, über das Kinn, ehe er sich über die Glatze strich.
„Ich weiß nicht recht, aber ist heute Tag der offenen Tür oder was wollen die Kinder hier?“ Das aufkeimende Gelächter schmälerte die Demütigung nicht, im Gegenteil, das Lachen verstärkte sie und trotzig ballte Leila die Hände, welche auf Höhe ihres Beckens baumelten, zu Fäusten.
Ein kurzer Blick in Toms Gesicht zeigte ihr, dass er sich ebenfalls nicht gerade wohl fühlte. Seine Mimik zeigte unterdrückte Wut.
„Ruhig, Leute“, schrie der Captain, der natürlich nicht in das Gelächter mit eingestimmt hatte. Leila bezweifelte, ob er überhaupt lächeln, geschweige denn lachen konnte.
„McKarsy und L-1 sind ab dem heutigen Tag vollwertige Mitglieder der Schwarzen Mamba. McKarsy wird den Platz von Ross einnehmen und L-1 “, er stockte kurz und schaute die junge Frau an, „tja, L-1 ist unser neuer K.
“
K?
Stille herrschte, während alle Blicke wieder auf sie gerichtet waren. Seufzend erwiderte sie die Blicke trotzig, so langsam gewöhnte sie sich nämlich daran, im Mittelpunkt zu stehen. Während die Männer sie also wieder musterten, tat sie es ihnen gleich und ließ den Blick über die sitzenden Gestalten schweifen.
Alles muskulöse Scheißkerle,schloss sie.
Da fiel ihr Blick auf einen Mann, der neben Baker saß, den Stuhl etwas zurückgeschoben hatte und mehr auf ihm lag als er dort saß.
Er hatte ein auffallendes, interessantes und… schönes Gesicht, doch sein Blick drang mit solcher feindseliger Intensität in ihre Augen, dass sie den Kopf schnell abwandte.
Uff!
„Gut. Nun, da ihr alle genug Zeit hattet, die beiden Neulinge zu mustern, werde icheuch“, damit meinte er Leila und Tom, „die Mitglieder der Schwarzen Mamba vorstellen. Wer ich bin, dass habt ihr sicherlich schon erraten. Ich bin Captain C.
L. Jackson und leite diesen erfolgreichen Sauhaufen. “ Belustigtes Gegrummel erklang, doch es war nur ein kurzes Aufflackern einer zuvor strahlend hell brennenden Kerze. Der Captain stellte sich hinter den ersten Mann, der von Leila aus auf der rechten äußersten Seite des Tisches saß und sich mit den Armen auf dem Tisch aufstützte.
„Dies ist Hunt, unser Aufklärer, keiner bewegt sich sicherer und schneller durch Feindgebiet und kann dabei noch qualitativ hochwertige Information sammeln.
Sein Funkrufname ist: Leo. “
„Von Leopard“, säuselte Hunt gutgelaunt und fauchte, wobei er seine Hand zur Kralle formte und so tat, als schlage er nach Leila. Die junge Frau brachte sogar ein kleines Lächeln zustande, während sie Hunt musterte: Er war ungefähr Dreißig und seine Wangen zeigten tiefe Lachfalten wenn er lächelte. Und das tat er oft, eigentlich ununterbrochen. Seine Nase war etwas gebogen und zu lang, was ihm fast einen witzigen Ausdruck gab.
Sein Körper, so weit Leila sehen konnte war durchtrainiert und… schlank.
Logisch, wenn er dauernd über das Schlachtfeld hoppelt…
Der Captain trat ein Schritt weiter, hinter einen Mann, der lässig auf seinem Stuhl saß.
„Dies ist Carter, unser Doc, er flickt euch selbst unter stärkstem Feindbeschuss noch einen abgetrennten Arm wieder an… oder er lässt euch direkt verrecken, wenn er glaubt, dass ihr keine Chance mehr habt.
Sein Rufname ist: Doc. “
„Welch Überraschung“, sagte Doc grinsend und nickte Leila und Tom kurz zu.
Abgetrennten Arm?Leila wurde kurz schwarz vor Augen, dann riss sie sich zusammen.
Der Doc war genau das Gegenteil von ihrem Doc, Dr. Grom. Es war größer, jedoch nicht so breitschultrig, sondern eher spargelartig, sogar mehr noch als Tom, obwohl Leila durchaus die Muskeln unter seinem Hemd erkannte.
Sie schätzte ihn auf über Dreißig und seine Haare hingen zu einem langen Zopf zusammengebunden bis zu seinem Rücken hinab.
Jackson schritt weiter.
„Kommen wir zu Edwards, unserem Techniker. Ob Reparaturen oder Computerhacken, wir würden niemand anderes dafür wollen, sein Rufname ist: T-Jack. Jack kommt von seinem Vornamen und T halt für Technik. “
Das klingt logisch…
Jack war wohl so um die Achtundzwanzig oder ein bisschen jünger, bei dem ausdruckslosen Gesicht konnte man das nicht genau sagen.
Einzig in seinen Augen blitzte es auf und es dauerte einen Moment, bis Leila das Aufblitzen definieren konnte. Er schaute intelligent, ja sein Blick sprühte vor Intelligenz. Sein Aussehen war sonst kompletter Durchschnitt: Neutral, langweilig, kurz: Nächster bitte!
Der Captain erreichte das Ende der rechten Tischreihe, an der ein bulliger Mann saß, dessen Bulligkeit und Größe zwar gar nicht in Konkurrenz zu Baker mithalten konnte, jedoch Leila vor ihm wohl wie ein Kind wirken ließ.
„Dies ist Smith, unser Experte für große Waffen und alles was explosiv ist. Wenn er ruft: >In Deckung<, bitte unbedingt befolgen, sonst kann es mal schnell vorbei sein. Gerufen wird er mit: Crash. “
Crash, oder Smith, hatte wohl in seiner Vergangenheit viele Explosionen aus nächster Nähe erlebt. Sein Gesicht war von Narben und leichten Verbrennungen übersäht und er sah dadurch aus wie ein Monster. Haare hatte er keine mehr und ein Auge hatte er hinter einer Piratenaugenklappe versteckt, trotzdem grinste er Leila frech entgegen, was sein Gesicht noch mehr entstellte, so dass sie schnell den Blick abwandte.
War bestimmt ein langer, schmerzhafter Weg bis zum Experten…
Der Captain hatte den Tisch, wo sein leerer Stuhl sehnsüchtig auf seine Rückkehr wartet, umrundet und stellte sich hinter den hintersten Soldaten der linken Tischseite, diesem schönen, hasserfüllten Mann. Leila wagte es nicht, ihm ins Gesicht zu sehen, so ließ sie ihren Blick über den durchtrainierten Körper des Mannes schweifen, wobei ihr auffiel, dass sein rechter Arm und seine rechte Hand von einem schwarzen Lederüberzug verdeckt wurden.
Als die Stimme des Captain wieder erklang, lauschte sie gespannt.
Wieso klopf mein Herz so schrecklich? Ist das Angst?
„Auf dieser Seite geht es weiter mit Henderson, er ist…“, der Captain stutzte kurz und wandte sich an den Mann, „wie genau soll man deine Aufgabe beschreiben? Hmm… sagen wir Speziallist für leichte Waffen und sonst ein Allround-Talent. Ein sehr fähiger Soldat und mein Stellvertreter. Sollten meine Gedärme irgendwann mal auf dem Schlachtfeld verstreut liegen, dann ist sein Befehl oberstes Gebot.
Sein Rufname ist:Demon, wieso er so heiß könnt ihr ihn irgendwann selbst fragen, vielleicht erzählt er es euch dann als Gutenachtgeschichte“, erklärte der Captain, wobei er kurz den verdeckten rechten Arm von Henderson antippte.
Den werde ich sicherlich nicht nach seinem Spitznamen fragen…
Leila wusste, dass Henderson sie anstarrte und so überwand sie ihre Angst und blickte von seinem dunklen Arm auf. Augenblicklich trafen sich ihre Blicke und Leila zuckte zusammen, als die ungehemmte Feindseligkeit ihr entgegenschlug.
Sie hielt den Atem an und hektisch ruckte ihr Blick zu Baker, hinter den der Captain nun getreten war.
Gott… wieso hasst er mich denn so? Was habe ich ihm getan?
„Baker habt ihr ja bereits kennen gelernt. Er ist uns Nahkampfexperte. Wir haben immer ein bisschen Mitleid mit den Dämonen, die sich seinen Schwertern oder Kettensägen entgegen stellen. Sein Rufname ist: Grizzly. “
„Für dich, Mädel, auch gerne Papa Bär“, brummte Baker gutmütig.
Baker war ein richtiger Koloss, über zwei Meter groß, fast so breit wie ein Schrank und sein Körper war mit Muskeln überzogen. Sein kantiges Gesicht blickte jedoch freundlich und gütig.
Den mag ich,merkte Leila, während sie den angehaltenen Atem entweichen ließ. Der Captain war hinter den letzten Mann am Tisch getreten, einen breitschultrigen, gut aussehenden Mann um die fünfundzwanzig Jahre. Er hatte kurze, braune Haare und ein schönes Gesicht, ohne irgendwelche Besonderheiten, alles passte irgendwie zusammen.
Doch nicht ganz so schön und vor allem nicht so interessant wie… den Hasser…, Leila unterdrückte das Verlangen Henderson wieder anzuschauen, vor allem weil sie befürchtete wieder diesem hasserfüllten Blick zu begegnen.
Dann würde ich kurzerhand aus dem Raum flüchten…
„Und dann ist hier noch Cabell, unsere Feldfunker. Wenn wir mal wieder überrannt werden, dann ist es in den meisten Fällen alleine ihm zu verdanken, dass uns ein Rettungshelikopter gerade noch aus der Dämonenmasse herausfischt oder ein gut gezielte Artillerieschlag unseren Feind in die Hölle schickt – wohin sie auch gehören.
Sein Rufname lautet: Topgun. “
„Aye“, stimmte der Mann zu und machte ein grüßendes Zeichen mit zwei Fingern seiner rechten Hand, indem er die Finger in einer schnellen Bewegung zusammengepresst von seiner Schläfe aus wegführte.
„So, damit wären wir durch. Wir ihr bemerkt, ist hier noch ein Platz frei“, der Captain stellte sich hinter den freien Stuhl, der säuberlich bis an die Tischkante rann geschoben war und zog ihn zurück, „hier saß Ross, unser Scharfschütze, der leider nach unserer letzten Mission nicht mit heimgekehrt ist.
Er war ein hervorragender Soldat und guter Freund. “ Allgemeines, andächtiges Schweigen erfüllte den Raum, nur Cabell, sagte ein leises, trauriges: „Aye…. “
Schließlich räusperte sich der Captain und sagte laut:
„Gut, McKarsy, sie übernehmen Cabell Platz als Scharfschütze, nach den Aufgaben dieses Postens habe ich sie ausgesucht. Enttäuschen sie uns nicht, eine große Verantwortung liegt auf ihnen“, mit diesen Worten wies Jackson auf den freien Stuhl und Tom ging eilig zu seinem neuen Platz, so dass sich Leila ganz hilflos und einsam, so ganz alleine vor den Männern, vorkam.
„Wie sollen wir sie nennen? Haben sie einen Rufnamen, McKarsy?“
„Ähm… ja, Sir. Viper“, sagte Tom, verzichtete diesmal jedoch auf die Ausschmückung und irgend eine Form der Darstellung.
„Gut. Willkommen Viper, bei der Schwarzen Mamba. “
Zustimmendes Gemurmel erfüllten den Raum.
Dann wandte sich der Captain wieder Leila zu, ebenso alle Gesichter des Raumes, so dass die junge Frau schwer schluckte.
„Jetzt fehlt uns wohl ein Stuhl“, grübelte der Captain nachdenklich, als Bakers Stimme ertönte:
„Sie kann auf meinen Schoß sitzen, da ist genug Platz, Sir!“ während alle wieder lachten, streckte Leila Baker die Zunge raus, der ihr eine Kusshand zuwarf.
Alle? Nein, zwei nicht, wie Leila aus den Augenwinkeln bemerkte. Bei Jackson war das wohl angeboren, während sie beim zweiten nicht ganz sicher war, sich aber an irgendeine Form des Lächeln oder Lachens seinerseits auch nicht erinnern konnte.
Demon…
„Nun, bis zur nächsten Einsatzbesprechung werden wir wohl noch einen Stuhl für L-1 auftreiben“, er runzelte die Stirn, „wie sollen wir dich nennen, wie ist dein Rufname, L-1 etwa?“
„Leila“, flüsterte sie nervös.
„Leila?“
„Ja. “
„Gut. Willkommen Leila, bei der Schwarzen Mamba. “
Diesmal waren die zustimmenden Rufe laute und voller Inbrunst.
Vielleicht wird es ja doch nicht sooo schlimm…
C. L. Jackson kehrte zu seinem Platz zurück, setzte sich jedoch nicht wieder hin, sondern blieb dahinter stehen.
„Hört, Männer“, er stockte und warf einen Blick auf Leila, „und Frauen…, so sieht unser Einsatzplan für die nächsten zwei Tage aus. Heute Abend: Rückkehr zum Trainingslager, Einquartierung der neuen Mitglieder. Morgen früh ein Rundgang für die Neulinge durch das Gelände.
“
Jackson blickte Leo an: „Das übernimmst bitte du. “
Hunt nickte lächelnd und der Captain fuhr fort.
„Morgen früh für alle: Um Punkt 6 . 00 Uhr wird aufgestanden und dann ist Frühstück bis Punkt 7 . 00 Uhr. Danach wird trainiert und vor allem werden die beiden Neuzugänge in unsere Taktik eingeführt. Ich denke, dies wird bestimmt den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Am Abend treffen wir uns wieder für eine Einsatzbesprechung, da es übermorgen auf eine neue Mission in die Gelbe Zone B120 -02 geht.
Genaueres dann morgen Abend. Das wäre alles, wegtreten Männer. Der Transporter zum Trainingslager geht in dreißig Minuten, wer zu spät kommt, bleib hier. “
Mit diesen Worten entfernte sich der Captain und allgemeines Lärmen entstand, als sich die Schwarze Mamba in Bewegung setzt. Tom stand eilig auf und trat an Leilas Seite, er lächelte ihr aufmunternd zu, was die junge Frau herzlich erwiderte. Schließlich trat Leo auf die beiden jungen Leute zu, die etwas hilflos im Raum standen.
„Soll ich euch zum Transporter begleiten? Wäre doch schade, wenn ihr direkt am ersten Tag wieder weg sein würdet, wo bleibt denn da der Spaß?“ fragte er lächelnd und die beiden stimmten dankbar zu.
Kurz bevor sie den Besprechungsraum verließen, drehte sich Leila noch mal um und ließ den Blick durch den nun ohne die vielen großen Männer so kahl wirkenden Raum schweifen.
Die Stühle standen wirr umher.
Wird vielleicht das nächste Mal ein Platz leer bleiben?
Oder wird das nächste Mal vielleicht gar kein neuer Stuhl für mich benötigt?
Ein Schaudern durchlief ihren Körper, dann umfasste Tommys warme Hand die ihre und sie ließ sich bereitwillig aus dem Raum ziehen, hinein in eine neue Welt, eine Welt, die sie sich nicht ausgesucht hatte, jedoch für die sie bestimmt war…eine Welt, einzig für die sie geschaffen war.
-= Fortsetzung folgt… bald:-) =-.
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